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Wispernde Schatten
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(47)

74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

freundschaft, schatten, geheimnis, schattenjäger, gefühl

Wispernde Schatten

Daniel Blythe , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2013
ISBN 9783551520463
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Die zwölfjährige Miranda ist mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Firecroft Bay gezogen, nachdem ihr Vater verstorben ist. In der kleinen langweiligen Stadt wollen sie Abstand von dem schrecklichen Verlust gewinnen. Doch Miranda fällt es schwer, ganz normal durchzustarten, denn die Schatten in ihren Träumen begleiten sie auch in ihrer neuen Heimat. Ständig sieht sie sie und sogar bald am Tage – die Schatten. Was stimmt nicht mit ihr? Und kann die merkwürdige Gruppe aus Mitschülern ihrer neuen Schule ihr wirklich eine Antwort darauf geben?

 

Einschätzung

Mit seinem Mystery-Thriller und Jugendbuchdebüt sorgt Daniel Blythe für schräge, mysteriöse Momente, verpackt in einem leicht zu lesenden Roman, der Spaß macht.

Miranda sieht Schatten. Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss sie sich nun in der langweiligen Stadt Firecroft Bay mit neuen Leuten anfreunden und dabei versuchen, ganz normal zu wirken. Doch dann wird sie von ein paar Mitschülern bemerkt und sie erkennen, dass Miranda besonders ist und eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt. Miranda ist misstrauisch, trifft sich dann aber doch mit der Gruppe, die aus dem interessanten Josh, dem klugen Olli, der taffen Cal, der jungen Lyssa und einer Lehrerin der Schule besteht. Sie erzählen Miranda etwas von paranormalen Phänomenen und dass sie diese erforschen und bekämpfen müssen …

„Wispernde Schatten“ ist leichte Lesekost, mit einfachen Worten geschrieben, unterhaltsam und voller witziger Szenen. Besonders für junge Leser, die Geschichten nach dem Schema „ungewöhnliche Freunde-Gruppe geht Geheimniskrämerei auf den Grund“ mögen, eine echte Empfehlung.

Die Figuren habe ich mir allesamt gut vorstellen können. Da gab es die sympathische Protagonist, die neugierig an alles herangeht; den coolen Typ; die neunmalkluge Streberin, die man aber trotzdem irgendwie ins Herz schließt und weitere quirlige Charaktere, die der Geschichte Leben einhauchen. Insgesamt hätte die Story noch etwas mehr Spannung vertragen können, aber einige Entwicklungen in der Handlung haben darüber hinweg getröstet und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

 

Fazit

Verrückt, quirlig, leicht zu lesen – eine schöne Geschichte, besonders für jüngere Leser, die mysteriöse Geheimnisse in Romanen schätzen. Von mir gibt es gute 4 von 5 Punkten. (DL)

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Eine Marcelli weiß, was sie will
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(4)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

wein, fehde, liebe, weingutsfamilie, schwestern

Eine Marcelli weiß, was sie will

Susan Mallery , Stefanie Kruschandl
Flexibler Einband
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.05.2013
ISBN 9783862785872
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt

Brenna Marcelli ist verzweifelt: Ihr Großvater spielt mit dem Gedanken, das Weingut der Familie zu verkaufen. Und was bitteschön ist mit ihr? Sie, die doch alles tun würde, um das Familienunternehmen führen zu dürfen, wird einfach von ihrem Großvater ignoriert und übergangen. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an den Erzfeind höchstpersönlich, Nic Giovanni, und bittet ihn um finanzielle Hilfe. Der zeigt sich nun wahrlich überhaupt nicht abgeneigt, der ahnungslosen Brenna mit einer Finanzspritze unter die Arme zu greifen, denn damit könnte er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Nicht nur den Marcellis das Wasser abgraben, sondern sich zugleich an seiner ersten großen Liebe rächen …


Einschätzung

Der nächste Besuch auf dem Weingut der Marcellis steht an! Nach Katie und Francesca darf nun deren Schwester Brenna ran, und die Gute hat hier wahrlich keinen leichten Job. Muss sie doch an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen und dabei gleich zwei Männer in Schach halten. Zum einen ihre erste große Liebe in Gestalt von Nic Giovanni, zum anderen wird ihr auch noch in der eigenen Familie mit ihrem Großvater Lorenzo das Leben so richtig schwer gemacht.

Susan Mallery hat ja schon in den beiden Vorgängern angedeutet, wie die Story rund um Brenna gestrickt ist. Nach ihrer gescheiterten Ehe mit dem Loser Jeff möchte unsere Hauptprotagonistin jetzt richtig durchstarten und macht hier für meinen Geschmack einen richtig guten Job. Ob im Umgang mit ihrem ruppigen und oft abweisenden Großvater, wo sie oftmals die Geduld einer Heiligen an den Tag legt oder beim „Fraternisieren mit dem Feind“ – da gibt’s von mir beide Daumen hoch. Toll und geschmeidig erzählt die Autorin dieses begehrliche und auch angespannte Verhältnis zwischen Brenna und Nic und gewährt uns zugleich einen Blick auf die zehn Jahre zurückliegende gemeinsame Vergangenheit. Dabei macht Mallery das wirklich ganz geschickt, Brenna und Nic miteinander flirten zu lassen was das Zeug hält und gleichzeitig diesen „Elefanten“ ganz dick und fett im Raum stehen zu lassen. Einerseits fiebert man unweigerlich mit den beiden, andererseits wartet man immer auf den ganz großen Knall. Und wenn die zwei Hübschen dann auch noch bei Chardonnay, Cuvée und Co munter drauflos fachsimpeln, muss man einfach feststellen, es hier mit den ungekrönten Traubenkönigen von Kalifornien zu tun zu haben. :-}

Mit dem guten Nic haben wir eine echt italienische Sahneschnitte am Start, der nicht nur als Winzer, sondern auch als sexy Biker eine richtig gute Figur abgibt und für den man nach diesem Liebes-Desaster vor einem Jahrzehnt mehr als nur ein bisschen Verständnis aufbringen muss.

Nebendarsteller gibt’s hier auch wieder in Hülle und Fülle, die unsere Turteltauben angemessen Geleit geben und natürlich dabei für teilweise abenteuerliches Chaos sorgen. Allen voran die „kleine“ Mia , die hier vor allem den männlichen Teil der Truppe ganz kräftig aufmischt und irgendwie hat Mallery dem jüngsten Spross der Familie ein ganz anderes Gesicht verpasst als noch in Teil eins. Die Gute ist ja kaum wiederzuerkennen :-O

Einen etwas genaueren Blick bekommen wir diesmal auch auf den verlorenen Sohn Joe, der noch ein bisschen den wortkargen und geheimnisvollen Seal gibt, aber sein durchaus vorhandenes Potenzial schon mal aufblitzen lässt. Und schließlich bekommt der Kerl ja auch noch seine eigene Story … Vorfreude ist ja schließlich die schönste Freude. Interessanterweise gibt’s hier auch ein intensiveres Kennenlernen mit dem sonst so selbstherrlich agierenden Familienpatriarchen, der uns dabei einige ganz persönliche Einblicke in sein bisher eher noch unbekanntes Seelenleben gewährt. Sicherlich kommt bei uns Leserinnen da schon so etwas wie Verständnis und ja, zugegebenermaßen auch Nachsicht mit dem alten Mann auf, aber Lorenzo ist und bleibt mein persönlicher Stinkstiefel.  ;-)

 

Fazit

Ein toller dritter Teil der Familien-Saga rund um die Marcelli-Enkel, bei der sich die gute Brenna aber so was von überhaupt nicht hinter ihren Schwestern verstecken muss, sondern an der Seite von Nic alles gibt. Daher 5 von 5 Punkten für diese romantische Versöhnung  zwischen den Marcellis und den Giovannis und mal sehen, was Bruder Joe noch so alles auf der Pfanne hat. (AK)

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Die Creeds: Wo die Hoffnung lebt
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Creeds: Wo die Hoffnung lebt

Linda Lael Miller
E-Buch Text: 364 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2013
ISBN B00C96HYJI
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Brody Creed ist wieder in Lonesome Bend! Und zwar für immer. Nach jahrelangem rastlosen Umherreisen und Auftritten beim Rodeoreiten heißt es nun zur Ruhe kommen und sich ein eigenes Heim schaffen. Brody möchte eigentlich nur das, was Bruder Conner mit Tricia erreicht hat: sich Niederlassen und eine eigene Familie gründen.

Und würde sich da an seiner Seite eine gewissen Carolyn Simmons nicht hervorragend machen? Doch die Dame gibt sich noch etwas sperrig und zeigt sich nicht besonders willig, es dem Schwerenöter leicht zu machen. Kein Wunder, hat Brody sie doch vor Jahren nach einem kurzen Stelldichein schnöde verlassen, ohne sich um Carolyns Gefühle zu scheren …

 

Einschätzung

Nach Cousin Steven und Zwillingsbruder Conner geht’s nun in die finale Runde mit den Creeds. Last, but not least darf nun der gute Brody ran, und für meinen ganz persönlichen Geschmack macht er das doch einen Deut besser als sein Bruderherz in „Wo nur die Liebe zählt“.

Kurze, aber wahrlich keine langweiligen Auftritte Brodys gab es ja bereits in den beiden Vorgängern und haben schon für die ein oder andere Aufregung gesorgt. Habe ich damals bemängelt, dass es Conner und Tricia an Lebhaftigkeit fehlt und die beiden von reger Schüchternheit befallen sind, kann man das von Brody nun wahrlich nicht behaupten. Da hat die Autorin doch einen eher gegensätzlichen Charakter geschaffen. Auf den ersten Blick und im Vergleich zu seinem Zwillingsbruder wirkt er doch eher wie ein moderner Tunichtgut. Erst beim genaueren Hinsehen erlaubt uns die Autorin einen umfassenden Blick auf unseren Hauptprotagonisten, was sie uns gar nicht mal so einfach macht – so finde ich zumindest. In vielen Szenen – speziell nach Dialogen mit Carolyn – lässt sie Brody zu häufig lächeln oder grinsen und gibt einem das Gefühl: so richtig ernst nimmt der Kerl das Ganze nicht. Ob das an der Übersetzung liegt, kann ich nicht sagen, aber das habe ich doch in einigen Passagen als etwas störend und unpassend empfunden.

Die gute Carolyn macht an Brodys Seite eigentlich einen richtig guten Job und versucht, meist auch ganz erfolgreich, bei diversen Wortwechseln nicht den Kürzeren zu ziehen oder sich ins Bockshorn jagen zu lassen. Ansonsten fand ich auch die gemeinsamen Auftritte von Carolyn und Tricia ziemlich gelungen; da wird Frauenfreundschaft noch ganz groß geschrieben.

Ansonsten liegt der Fokus auf der Entwicklung der Love Story. Um es unseren Turteltauben nicht ganz so einfach zu machen, hat die Autorin beiden nicht nur eine doch etwas tragische Vergangenheit angedeihen lassen, sondern ihnen auch eine gemeinsame, wenn auch recht kurze Historie auf den Leib geschrieben. Da gibt’s noch etwas Diskussionsbedarf, bevor das obligatorische Happy End eingeläutet werden darf.

Richtig gut hat mir übrigens gefallen, dass Conner und Tricia ihren mehr als fairen Anteil an Auftritten bekommen und im Geschehen auch noch munter mitmischen dürfen. Find’ ich persönlich immer klasse, wenn liebgewonnen Protagonisten aus den Vorgängerbänden auftauchen und ihren Senf zum akuten Geschehen abgeben :-}

 

Fazit

Linda Lael Miller präsentiert uns zum Abschluss ihrer Trilogie einen grundsoliden und unterhaltsamen Western Romance, der nicht mit absoluten Highlights glänzen kann, aber durchaus eine runde Sache darstellt. Fans von schneidigen, Lasso schwingenden Cowboys hoch zu Ross werden hier sicherlich auch gut bedient sein. Von mir gibt’s gute 4 von 5 Punkten für Brody und seine Carolyn! (AK)

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Knochenzeichen
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32 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller, cait und zach, mord, polize, romantic-thriller

Knochenzeichen

Kylie Brant , Ariane Böckler
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.04.2013
ISBN 9783442471263
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

~Inhalt~

Caitlin Fleming, die erfahrene Knochenspezialistin von „Raiker Forensics“, wird zu einem höchst gruseligen Fall hinzugezogen, der sie und ihre Kollegin Kristy Jensen in die Wildnis von Oregon verschlägt. Sieben menschliche Skelette wurden dort in einer ziemlich unzugänglichen Höhle in einem abgelegenen Waldstück gefunden. Der routinierten Ermittlerin und ihrer Partnerin steht nun die schwierige Aufgabe bevor, nicht nur die Todesursache zu finden, sondern auch die Identifizierung der menschlichen Überreste durchzuführen. Wahrlich keine leichte Angelegenheit, denn die Schädel der Toten fehlen. Um sich in der recht unwegsamen Umgebung rund um den Leichenfundort zurecht zu finden, stellt man Caitlin den attraktiven Outdoor-Guide Zach Sharper an die Seite, was sich für die künftigen Ermittlungen nicht ganz unproblematisch darstellt, denn beide fühlen sich nicht nur zueinander hingezogen, nein, auch Zach passt in das Profil des Täters …

~Einschätzung~

Die „Mindhunters“ sind zurück und bereit für ihren nächsten Fall. Nach „Seelenmörder“ und „Blutnebel“ heißt es nun zum Dritten „Knochenzeichen“ und Adam Raiker und sein Team stehen vor ihrer nächsten großen Herausforderung.

Diesmal steht im Mittelpunkt des Geschehens die forensische Anthropologin Caitlin Fleming, mit der die Autorin einen wirklich bemerkenswerten Charakter geschaffen, ihr dabei einen recht ungewöhnlichen beruflichen Werdegang auf den Leib geschrieben hat und sie hier einen tollen Job machen lässt, bei dem sie mehr als akribisch zur Sache geht.

An ihrer Seite gibt’s mit Zach einen Typen, der durchaus glaubwürdig den rauen Naturburschen gibt und den Kerl als grummeligen Zeitgenossen zu beschreiben, wäre noch milde ausgedrückt :-} Aber dieses oftmals sperrige und auch unfreundliche Auftreten Zachs’ gibt dem zwischenmenschlichen Miteinander zwischen ihm und Caitlin nochmals so richtig Zunder und „sich auf Anhieb sympathisch finden“ ist auch anders :-)

Brant hat mit diesem Duo ein echt flottes Ermittlungspaar am Start, das von einer ziemlich merkwürdigen Polizeichefin vor Ort unterstützt wird, bei der man sich erst mal schwer tut, ihr Handeln und Tun richtig einzuordnen. Überhaupt gibt’s da auch noch einige Nebenprotagonisten mit Caitlins Kollegin Kristy oder andere ortsansässige Polizisten, die die Autorin richtig gut in Szene setzt und bei denen wir Leser dann erst mal sortieren müssen, ob wir eben die ein oder andere dieser Romanfiguren zu den Guten oder möglicherweise in den Kreis der Verdächtigen aufnehmen müssen ;-) Da hat Kylie Brant wirklich ganze Arbeit geleistet und hält den Spannungsbogen bezüglich des Täters während des Geschehens konstant hoch, sodass von Langeweile wirklich gar keine Rede sein kann. Kurze und prägnante Szenen gibt’s auch immer wieder aus der Perspektive des Bösewichts, was ziemlich reizvoll und aufregend ist, denn natürlich ist mitraten und spekulieren das A und O bei solchen Storys.

Einziger Wermutstropfen für mich persönlich, dass der Verlag leider diese Lektüre dem „falschen“ Genre zugeordnet hat, denn als blitzsauberen Thriller würde ich den Schmöker jetzt nicht unbedingt bezeichnen. Sicherlich zeigt „Knochenzeichen“ alle Bestandteile dieses Genres auf, aber für die eingefleischten Fans dieser Rubrik gibt’s hier wahrscheinlich etwas zu viel erotisches Techtelmechtel zwischen unseren beiden Hauptprotagonisten, was dann einfach als zu störend empfunden werden kann. Für mich persönlich allerdings war das jetzt weniger das Problem, ganz im Gegenteil, gerade dieses Liebesgeplänkel war nochmal mein persönliches I-Tüpfelchen :-) Und fairerweise muss ich auch gestehen, dass mir gelegentlich schon der ein oder andere ältere Schmöker von Kylie Brant in die Hände gefallen ist und ich daher wusste, dass sie ursprünglich eher aus dem Liebesroman-Sektor kommt. In dieser Sparte sind nämlich schon zu früheren Zeiten im Cora Verlag einige leichte Herz-Schmerz Romane von ihr erschienen und scheinbar ist da doch noch was hängen geblieben.

Übrigens muss man auch nicht unbedingt die beiden Vorgänger gelesen zu haben, um in die „Mindhunters“ einzusteigen, die Schmöker sind völlig unabhängig voneinander und nur Chef Adam Raiker ist sozusagen das Bindeglied, der dann auch hier als Caitlins Chef einige kleinere Auftritte hat.

~Fazit~

Ein spannender und Thriller, der vielleicht doch eher der Kategorie Romantic Suspense zuzuordnen ist, nichtsdestotrotz jeder Menge Spannung und Nervenkitzel zu bieten hat und mir persönlich mit Caitlin und Zach zwei tolle Romanfiguren vorgestellt worden sind. Von mir gibt’s die volle Punktzahl für die akribische Ermittlerin und ihren ungehobelten Fremdenführer! (AK)

Reihenfolge der „Mindhunters“ Serie

Seelenmörder (Ryne Robel + Abby Phillips)
Blutnebel (Ramsey Clark + Devlin Stryker)
Knochenzeichen (Caitlin Fleming + Zach Sharper)
Deadly Intent (Macy Reid + Kellan Burke)
Deadly Dreams (Risa Chandler + Nate McGuire)
Deadly Sins (Adam Raiker + Jaid Marlowe)

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Diese Stunde gehört mir nicht
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Diese Stunde gehört mir nicht

Edward Hogan , Elisabeth Spang
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag, 20.03.2013
ISBN 9783522201438
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Daniel soll ein paar Tage mit seinem Vater in einem Ferienpark verbringen, in dem er sich sportlich betätigen soll. Daniel hält gar nichts von diesem Vorhaben, lässt sich aber auf das Abenteuer ein, obwohl er ziemlich unsportlich ist. Doch im Ferienpark lernt er ein Mädchen kennen, dass ihn vollkommen fasziniert – Lexi. Lexi ist irgendwie seltsam, aber sehr aufregend, wie Daniel findet. Lexi redet merkwürdiges Zeug, ihre Uhr läuft rückwärts und dann muss Daniel auch noch feststellen, dass niemand außer ihm sie sehen kann. Was ist nur mit Lexi los?

 

Einschätzung

Mit seinem Jugendbuchdebüt „Diese Stunde gehört mir nicht“ erzählt Autor Edward Hogan eine völlig skurrile, abgedrehte und gleichzeitig sehr klug gestrickte Geschichte, die man als Fan von Mysterythrillern wirklich nicht verpassen sollte.

Daniel ist übergewichtig, hat so manche Verhaltensauffälligkeit vorzuweisen und es geschafft, seine Eltern auseinanderzubringen, nachdem er seine Mutter mit einem anderen Mann erwischt hat. Daniels Vater, der gerne einen über den Durst trinkt, reicht es und er unternimmt mit seinem Sohn einen Ausflug in einen Sport-Ferienpark. Daniel kann es nicht glauben, dass er jetzt hier rumhängen soll. Bis Lexi auftaucht, scheint alles schrecklich. Lexi, das seltsame Mädchen, das sich gerne im Wasser aufhält, hat ein sehr direktes, forsches Wesen und zieht Daniel gleich in ihren Bann. Aber das ist nicht alles. Was sind das für Wunden an Lexis Körper, die immer schlimmer werden? Und warum läuft ihre Uhr rückwärts? Und warum kann sie niemand außer Daniel sehen? Ist sie tot? Daniel versucht ihr Geheimnis zu lüften und findet dabei Grausames heraus …

Abgedreht, toll erzählt, kurzweilig – „Diese Stunde gehört mir nicht“ hat mich sehr begeistert. Nicht nur die Figuren sind toll gelungen, allen voran der sympathische Daniel, den man als Leser eher als zurückhaltend empfindet, der sich im Buch aber wirklich entwickeln darf. Den Vater von Daniel mochte ich auch auf Anhieb, nur bei Lexi brauchte ich ein Weilchen, um sie mögen zu lernen. Sie hat eine teilweise barsche Art an sich, ist sehr bestimmt, direkt, aber wirklich interessant gestaltet. Der Leser bekommt erst nach und nach Gewissheit, wer Lexi nun ist, was die Geschichte sehr spannend macht, da Lexi ja auch im Fokus der Story steht.

Der Autor erzählt in jugendlichem, aber packendem Ton einen Thriller, den man wunderbar jedem Jugendlichen, der das Außergewöhnliche in Geschichten mag, vorlegen kann, der aber sicherlich auch erwachsenen Lesern toll Unterhaltung zu bieten hat.

Klare Leseempfehlung für ein starkes Jugendbuch, das man in dieser Art selten liest!

 

Fazit

Außergewöhnlich, spannend, großartig erzählt – eine Mysterygeschichte mit viel Thrill und tollen Figuren. Ein gelungener Lesestreich für alle, die mal wieder etwas Abgedrehtes lesen wollen. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten und ein Amazing! (DL)

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Nur ein kleiner Sommerflirt
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(34)

107 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

sommerflirt, israel, cbt verlag

Nur ein kleiner Sommerflirt

Simone Elkeles , Eva Müller-Hierteis
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.04.2013
ISBN 9783570308615
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Die sechzehnjährige Amy ist stinksauer! Statt in den Sommerferien mit ihren Freunden abzuhängen, muss sie diese Zeit mit ihrem Vater verbringen. In Amys Augen hat er diese Bezeichnung eigentlich auch gar nicht verdient; da tönt doch „biologischer Erzeuger“ eindeutig besser, denn bisher glänzte „Dad“ meistens durch Abwesenheit. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, verschleppt er Amy auch noch in sein Heimatland Israel, wo sie die Familie ihres Vaters kennenlernen soll. Aber was bitteschön soll sie mitten in einem Kriegsgebiet, wo einem wahrscheinlich auch noch ständig Kanonenkugeln um die Ohren fliegen und Bombenattentäter um die Ecke lauern?

Doch Amy wird sehr bald eines Besseren belehrt, und muss feststellen, dass Israel sehr viel mehr zu bieten hat, als ein junges amerikanisches Mädchen auf der Rechnung hat, insbesondere das andere Geschlecht in Gestalt eines gewissen Avi …

~Einschätzung~

Die Fuentes Brüder abgehackt und Caleb und Maggie haben auch die Kurve gekriegt. Nach diesen beiden tollen Serien war ja Simone Elkeles’ nächste Reihe wohl für die meisten von uns absolutes Pflichtprogramm und die Erwartungshaltung nahezu gigantisch hoch. Was man hier aber noch bedenken sollte, ist, dass diese „How To Ruin“ Trilogie im Original VOR der Fuentes und Leaving Paradise Serie erschienen ist, und für meinen Geschmack man das auch recht deutlich an der Schreibe von Elkeles erkennen kann.

Wir erleben den Schmöker im Gegensatz zu den beiden anderen Reihen nur aus Amys’ Perspektive und nicht wie gewohnt im Wechsel aus Sicht der beiden Hauptprotagonisten, und genau dies ist vielleicht das ganz Entscheidende, denn dadurch fehlt uns Leserinnen natürlich so ein bisschen der Zugang zu Avis’ Gefühlswelt, der eh auch erst etwa ab Mitte des Buches so richtig aktiv ins Geschehen eingreift.

Die gute Amy zeigt sich hier gleich von Beginn an schon recht präsent und stellt sich uns schon auch als etwas spezieller Charakter vor. Dabei macht sie es einem nicht so unbedingt leicht, sie zu mögen oder ihr ganz viel Verständnis für manche ihrer Handlungen aufzubringen. Da ist der Nervfaktor in der ein oder anderen Szene doch am Anschlag :-}

Die Autorin stellt hier auch nicht unbedingt die Love Story zwischen Amy und Avi in den Vordergrund, sondern beschäftigt sich ausgiebig mit dem Verhältnis Amys’ zu ihren neuen und bis dato unbekannten Familienmitgliedern: ob die Beziehung zu ihrer erkrankten Großmutter, dem zänkischen Umgang mit ihrer etwa gleichaltrigen Cousine und last but not least der schwierigen Beziehung zu ihrem Vater. Und in all diesen Situationen macht Amy nicht immer die beste Figur, denn verbal Austeilen kann das Mädel ziemlich gut und macht es dabei ihren neuen israelischen Verwandten und Freunden nicht immer so ganz einfach.

Amy und Avi zeigen sich hier als Paar zu Beginn mit einigen Startschwierigkeiten, und von Avi als Solist erfährt man auch für meinen Geschmack zunächst doch etwas zu wenig, was Elkeles im letzten Drittel des Schmökers aber wieder rausholt. Da hätte ich persönlich das Schnuckel gerne schon früher etwas näher vorgestellt bekommen, denn der Kerl hat schon so einiges in Petto und macht insgesamt einen sympathischeren und vor allem vernünftigeren Eindruck als sein weibliches Pendant. Überhaupt ist das auch mein großer Kritikpunkt: die fehlende Tiefe und Intensität bei unseren beiden Hauptprotagonisten im Umgang miteinander. Da hab’ ich so ein bisschen diese prickelnde Spannung beim Turteln und Anbaggern vermisst, was ich jetzt gar nicht daran festmache, dass es vom Start an nicht so rund bei den beiden läuft, aber auch beim „Rummachen“ fehlt mir so der überspringende Funke.

Sehr feinfühlig und natürlich beschreibt die Autorin hier den Krisenherd Nahen Osten, wo uns speziell Avi aus der Sicht der Einheimischen sein Heimatland Israel etwas näher bringt. Da scheut sich Elkeles beispielsweise auch nicht, die doch etwas mehr als angespannte Situation zwischen Israelis und Palästinensern kurz zum Thema zu machen oder den Verlust eines geliebten Menschen durch eine Gewalttat in diesem krisengeschüttelten Gebiet zu streifen – dies zwar alles nur flüchtig, aber wunderbar passend ins Geschehen eingeflochten.

~Fazit~

Ein guter, aber nicht überragender Auftakt der „How to Ruin“ Trilogie rund um Amy und Avi, die hier noch nicht ganz zur Hochform auflaufen und noch ein bisschen Luft nach oben haben. Von mir gibt’s verdiente 4 von 5 Punkten mit der optimistischen Aussicht auf den Juni 2013, wo die nächste Bewährungsprobe auf die beiden wartet. (AK)

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Und ewig währt der Tag
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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

morde, gefühl, recht, sterben, vergangenhei

Und ewig währt der Tag

Rebecca Maizel
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.08.2011
ISBN 9783442474301
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

~Inhalt~

In jungen Jahren wird Lenah Beaudonte aus der Mitte ihrer Familie gerissen und zur Vampirin gemacht. Sie verliebt sich unsterblich in Rhode, gerade in den Vampir, der sie einst zur Vampirin machte. Lenah wird als Vampirkönigin für ihre grausamen Taten gefürchtet und ihre Machtgier treibt sie fast in den Irrsinn. Ihr einziger Wunsch ist es, wieder menschlich zu sein und Gefühle zu haben. Rhode macht ihr ein riesiges Geschenk in dem er sein Leben in einem uralten Ritual dafür gibt, dass Lenah wieder zum Menschen wird. Das Ritual gelingt und Lenah versucht sich nun als 16-jährige Schülerin in der heutigen Welt wieder zurechtzufinden.

Doch schon bald plagen sie die Zweifel, ob dies die richtige Entscheidung war, denn andere machtbesessene Vampire wollen das Ritual an sich bringen und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Lenah hat sich inzwischen in Justin verliebt, einen Jungen aus ihrer Schule. Plötzlich taucht Rhode wieder auf und die alte Leidenschaft flammt auf. Doch als Bestrafung für die Ausübung des Rituals wird ihr von den Aeris auferlegt, nie mehr eine tiefere Beziehung mit Rhode einzugehen. Plötzlich werden einige Mitschüler ermordet und Lenah weiß, es ist Zeit zu handeln. Ihre unendlich Liebe zu Rhode bestärkt sie und sie trifft die einzig richtige Entscheidung …

~Einschätzung~

Rebecca Maizel präsentiert uns mit „Und ewig währt der Tag“ ihren zweiten Band aus der „Vampire Queen“- Trilogie und damit eine Vampirgeschichte der etwas anderen Art. Die Autorin hat eine Heldin geschaffen, die als berüchtigte Vampirkönigin nur den einen Wunsch hegt: sie möchte wieder menschlich sein…

Ich muss vorausschicken, dass ich den ersten Band „Die Nacht ist dein“ nicht gelesen habe, dadurch habe ich Lenah erst erlebt als sie schon menschlich war. Es gibt viele Rückblenden zum ersten Band, daher hatte ich auch kein Problem mich in die Story einzulesen. „Und ewig währt der Tag“ hat mich nun so neugierig gemacht, dass ich mir auch den ersten Band unbedingt zulegen muss.

Mit Lenah hat die Autorin eine sehr facettenreiche Heldin geschaffen, mit der es nie langweilig wird. Man spürt förmlich die tiefe Liebe, die sie mit Rhode verbindet und wie sehr sie leidet, dass sie nie mehr mit ihm zusammen sein darf. (Seufz!) Als Rhode plötzlich wieder auftaucht, hofft sie auf eine neue Chance ihrer Liebe. Doch von den Aeris wird eine tiefere Beziehung verboten und auch alle Zeichen deuten darauf hin, dass Rhode Lenah nicht mehr liebt und keinen Kontakt mehr zu ihr wünscht. Die Rückblicke an ihre grausamen Taten als Vampirin erschüttern sie noch zusätzlich über alle Maßen. Sie klammert sich nun an die Liebe zu Justin, obwohl alle ihre Gefühle und Gedanken nur Rhode gelten. Lenah trauert um ihre ermordeten Freunde und vermisst ihre Stärke im Kampf mit den anderen Vampiren. Halt findet sie meist bei ihrem Freund Vicken, dem sie durch Ausübung des „Rituals“ wieder zur Menschlichkeit verholfen hatte. Am Ende siegt die Liebe und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung…

Rhode ist ein Held nach meinem Geschmack. Er erfüllt Lenah ihren größten Wunsch und gibt seine Existenz um sie wieder sterblich zu machen. Außerdem ist er stark, sehr attraktiv und er beschützt Lenah auch weiterhin wo er nur kann. Auch seine Gefühle für sie sind die gleichen geblieben, umso mehr verletzt ihn die Beziehung zwischen Justin und Lenah. Er versucht, sich von Lenah fernzuhalten, doch die unsterblichen Bande ziehen ihn immer wieder in ihre Nähe.

Rebecca Maizel's Schreibstil empfand ich als locker und angenehm, er passt sehr gut zur Ich-Perspektive der Protagonistin und wirkte zu keiner Zeit gestellt oder langweilig. Überaus interessant und schockierend fand ich die Rückblenden in die Vergangenheit Lenah's, als sie noch Vampirkönigin war.

„Und ewig währt der Tag“ ist die Geschichte über eine unendliche Liebe, die über Jahrhunderte bestehen bleibt. Man kann die Sehnsucht und die erotische Spannung zwischen Lenah und Rhode förmlich spüren. Wer sich hier jedoch hocherotische Szenen erwartet, ist fehl am Platz, da dies auch gar nicht ins Umfeld einer Story passen würde, die sich größtenteils in einer Schule abspielt.

Mir hat auch die Grundidee dieser Trilogie sehr gut gefallen. Endlich hat sich einmal jemand eine etwas andere Version einer Vampirstory einfallen lassen: Lenah, berüchtigte Vampirkönigin, möchte wieder menschlich sein… Das Cover ist super gut gelungen und spiegelt genau den Inhalt des Buches wieder.

~Fazit~

Lesenswerter Vampirroman, eine Mischung aus fesselnder Spannung und der Geschichte einer unsterblichen Liebe. Auch für das jugendliche Publikum geeignet! Ich vergebe 5 von möglichen 5 Punkten, da mir der Schreibstil der Autorin und die Verwertung neuer, interessanter Ideen am Vampirsektor, sehr gefallen haben. Auf den letzten Band der Trilogie darf man gespannt sein! (PH)

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Dein ist das Leid
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(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Dein ist das Leid

Andrea Kane , Volker Schnell
Flexibler Einband
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.04.2013
ISBN 9783862787050
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

~Inhalt~

Amanda Gleason ist verzweifelt: Ihr drei Wochen altes Baby Justin leidet an einem lebensbedrohlichen Immundefekt und es scheint kein passender Spender in Sicht. Allein Justins leiblicher Vater könnte das Leben seines Sohnes retten. Problem dabei nur, dass Paul als angebliches Opfer bei einem Raubüberfall ums Leben gekommen ist. Als dann plötzlich Hinweise auftauchen, dass er noch lebt, engagiert Amanda das „Forensic Instincts“ Team, um Paul aufzuspüren, und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, um Justins Leben zu retten…

~Einschätzung~

Casey Woods und ihr Team bitten zu ihrem zweiten Fall! Nach „Ewig bist du mein“ darf sich das „Forensic Instincts“ Team nun ihrem nächsten brisanten Auftrag widmen, und auch hier ist es wieder ein Kind, das doch der eigentliche Ausgangspunkt der Story ist und dessen Leben gerettet werden muss.

Andrea Kane präsentiert uns mal wieder einen gut aufgestellten Ermittlungstrupp, der sich mit viel Engagement und Herzblut auf die Suche nach dem vermissten Paul Everett begibt, sich dabei weder von staatlichen Ermittlungsbehörden zurückpfeifen lässt noch sich von der ortsansässigen Mafia beeindruckt zeigt.

Leserinnen, die sich schon für den Vorgängerfall begeistern konnten, werden sicherlich auch mit „Dein ist das Leid“ richtig guten Lesestoff finden. Da hat die Autorin vom Grundprinzip nämlich einen ähnlichen Aufbau ihrer Story herangezogen, und man kann in diesem Falle auch wunderbar Schritt für Schritt mitverfolgen, wie Bösewichte dingfest und dem organisierten Verbrechen der Garaus gemacht wird.

Unsere Hauptakteure zeigen sich hier einmal mehr in Bestform: eine Profilerin, ein früherer NAVY SEAL, ein Technik-Freak, eine „Hellseherin“ und ein früherer FBI-Agent – summa summarum ein wirklich ungewöhnliches Ermittlungsteam und ich muss sagen: Mir persönlich gefällt diese schräge Truppe mittlerweile ziemlich gut. Harmonisch, dabei gleichzeitig unermüdlich und teilweise verbissen zu Werke gehend und dabei immer eine absolute Einheit bildend. Teamgeist wird hier wirklich groß geschrieben und macht für mich persönlich auch den Charme der Truppe aus. Da gibt’s zwischen den Akteuren wirklich sehr rege, aber meist gradlinige Dialoge im Wechsel mit ergebnisorientierten und pragmatischen Aktionen, sodass man hier von einem wirklich gelungenem Gesamteindruck sprechen kann. Interessant vielleicht auch gerade deshalb, weil Andrea Kane ihre Protagonisten facettenreiche und komplett unterschiedliche Charaktereigenschaften hat angedeihen lassen und dass trotz verschiedener Temperamente und Eigenarten alle zusammenhalten wie Pech und Schwefel.

Zu den schon bekannten Protagonisten gesellt sich dann hier noch mit Amanda eine verzweifelte Mutter, die alles tun würde, um das Leben ihres Kindes zu retten. Da kann man als Leserin die ein oder andere etwas unüberlegte Aktion mehr als nur nachvollziehen, und selbst Casey und Co. drücken da dann mal beide Augen zu und unterstützen Amanda mit all ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln. Und auch hier bewegt sich „Forensic Instincts“ immer mal wieder am Rande der Legalität, was dann mal zu kurzen „atmosphärischen Störungen“ innerhalb der Truppe führt oder unserem Liebespaar Casey und Hutch in die Parade fährt.

Insgesamt bringt die Autorin ihren Schreibstil doch sehr „straight“ in ihren Schmöker ein und der Fokus liegt dabei ganz klar auf der analytischen Aufarbeitung des Falles. Da gibt’s gar nicht viel spektakuläre oder gar gefahrvolle Szenen; Andrea Kane spielt da eher mit anderen Spannungselementen herum, die für aufregenden Nervenkitzel bei uns Lesern sorgen.

Am Rande des Geschehens gibt’s dann auch wieder kleine amouröse Miteinander, bei denen sich dann nicht nur Casey, sondern noch das ein oder andere Teammitglied miteinbringen darf. Bei diesem Techtelmechtel dürfte ja noch nicht das letzte Wort gesprochen sein :D

~Fazit~

Ein gelungener zweiter Fall für Casey Woods und ihr Team, die mal wieder bei ihren Nachforschungen alles geben und dabei mit einigen unliebsamen Überraschungen konfrontiert werden. Das Ganze hat Andrea Kane wirklich spannend und auch bewegend in Szene gesetzt, dabei auf ganz große Action verzichtet und trotzdem aufregende Lesekost kreiert. Von mir gibt’s die volle Punktzahl für die Ermittlungsarbeit von „Forensic Instincts“! (AK)

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Zaubersommer in Friday Harbor
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(4)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

glas, liebe, magie, liebesroman, brüder

Zaubersommer in Friday Harbor

Lisa Kleypas , Anita Sprungk
Flexibler Einband
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.05.2013
ISBN 9783862787180
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

~Inhalt~

Lucy Marinn ist eine ganz ungewöhnliche Glaskünstlerin und gestaltet wahre Meisterwerke mit ihren fähigen Händen. Dass dabei gelegentlich auch Glühwürmchen und Schmetterlinge zustande kommen, ist selbst Lucy nicht ganz geheuer. Nicht dass die Leute davon wüssten, und überhaupt plagen sie momentan noch ganz andere Sorgen: Ihr Freund Kevin hat nach zweijähriger Beziehung die Nase voll und wechselt sie auch noch gegen ihre jüngerer Schwester Alice aus, was das eh schon angespannte Verhältnis zwischen den beiden Damen nicht unbedingt besser macht. Doch als Lucy dem attraktiven Sam Nolan über den Weg läuft, scheint auch ihr Liebeslieben wieder in Schwung zu kommen …

~Einschätzung~

Wir wechseln mal kurzerhand von der kalten in die warme Jahreszeit, landen dafür aber im selben Ort: Nach dem “Winterwunder in Friday Harbour” gibt’s nun den “Zaubersommer” und damit sind wir auch schon bei Teil zwei der Serie in besagtem Städtchen.

Nach Mark Nolan darf sich nun als nächstes sein jüngerer Bruder Sam beweisen, der sich ja schon einige kürzere Auftritte im Vorgängerband verschafft und sich uns dort als angehender Winzer vorgestellt hat. Als Onkel der kleinen Holly darf er sich nun hier auch etwas intensiver versuchen und gibt da für meinen Geschmack eine richtig gute Figur ab.

Lisa Kleypas schickt mit Sam einen echten Beziehungsphobiker an den Start und stellt ihm mit Lucy ein weibliches Pendant an die Seite, die immer noch an den Nachwehen ihrer letzten Beziehung leidet. Eine Verbindung also, bei der schon so einige Startschwierigkeiten vorprogrammiert sind und sich Zweifel und Vorbehalte wie ein roter Faden durch das Geschehen ziehen. Die Autorin gewährt uns auch einen wirklich ausführlichen Blick auf den familiären Hintergrund der beiden, was eine nicht ungewichtige Rolle spielt, denn eine problematische Vergangenheit können sich da beide auf die Fahne schreiben – und natürlich bekommt man da als Leserin schon so ein „Feeling“ für die Romanfiguren, warum sie heute sind, wie sie sind. Hier gilt mein ganzer Respekt vor allem auch der guten Lucy, deren „Problem aus der Vergangenheit“ in Gestalt dieser unsäglichen Schwester ja noch immer präsent ist und sich zu einer echten Nemesis entwickelt hat.

Die Zeitspanne beim Kennenlernen unseres Duos liegt hier auch schön verteilt auf ein paar Monaten, was mir persönlich eigentlich immer recht gut gefällt. Muss ja schließlich nicht immer so sein, dass die Turteltäubchen quasi schon beim Kennenlernen alle Hüllen fallen lassen und sich dann schnurstracks in die Horizontale begeben :-} Die Krux hier an der Sache ist aber, dass vielleicht genau dieses bedächtige Nähern sich als klitzekleiner Nachteil entpuppt, denn irgendwie ist der Flirtfaktor zwischen den beiden dadurch nicht vollständig im Maximalbereich. Aber gut, das ist mal wieder in die Kategorie „Wunsch nach Rosakarierten Maiglöckchen“ zuzuordnen, denn insgesamt geben die beiden mehr als ein stimmiges Pärchen ab.

Und ja … auch hier gibt’s wieder einen Hauch von Magie, was jetzt für meinen persönlichen Geschmack nicht unbedingt hätte sein müssen, da ich finde, dass die Story so schon genügend hergibt. Aber das ist ja auch immer so ein bisschen Geschmackssache …

Übrigens gibt’s ein kurzes Wiedersehen mit den Protagonisten aus dem Vorgängerband, bei denen es auch mit großen Schritten vorangeht, und auch zukünftige Akteure werden hier schon mal vorgestellt. Mit Zoe und Justine Hoffman zeigt sich in dieser Hinsicht die weibliche Fraktion recht gut aufgestellt und der „Problemfall“ der Familie Nolan in Gestalt von Alex leidet hier auch schon mal sehr exzessiv vor sich hin.

~Fazit~

Ein gefälliger zweiter Teil der Friday Harbour Serie, der sich durchaus als Wohlfühllektüre entpuppt und richtig gut unterhält. Ich persönlich gebe da dem Sommer noch vor dem Winter in Friday Harbor den Vorzug ;-) Mal gespannt, was die nächste Jahreszeit für uns bereithält. Von mir gibt’s gute 4 von 5 Punkten mit Tendenz nach oben für unsere feinsinnige Glaskünstlerin und ihren Winzer! (AK)

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Sehnsuchtsschimmern
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(3)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Sehnsuchtsschimmern

Johanna Samt
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag, 22.04.2013
ISBN 9783522201452
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Die 20-jährige Ava möchte auf den Richtigen warten, egal, wie lange es dauern wird. Irgendwann wird er schon vor ihr stehen. Bis dahin genießt sie eben ihr Leben. Während sie mit ihrer neuen Freundin Saskia die Semesterferien an einem See verbringt, lernt sie ihn dann endlich kennen – glaubt sie. David, Saskias Bruder, findet Ava sehr aufregend. Doch es gibt ein Problem: er ist vergeben. Trotzdem zeigt David Zuneigung für Ava…

~Einschätzung~

Mit ihrem Debütroman „Sehnsuchtsschimmern“ erzählt die deutsche Autorin Johanna Samt eine lockerleichte, verträumte Geschichte rund um die erste Liebe.

Während andere Mädchen nicht mehr länger auf der Suche sind oder sich austoben, lässt Ava sich Zeit und schaut sich ganz genau um. Denn sie will sich wirklich verlieben und den Richtigen für sich finden. Als sie dann David kennenlernt, scheint sie ihn gefunden zu haben. Doch nach und nach muss sie sich fragen, ob er wirklich Mr Right ist oder ob sie den nicht schon längst gekannt hat, es nur noch nicht wusste…

Eine kurzweilige Geschichte, die leicht und sanft daherkommt und genau richtig ist, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Die ruhige Ava war mir auf Anhieb sympathisch und auch Saskia mochte ich. Weitere Figuren, ob mit größerer oder kleinerer Rolle, konnte ich mir allesamt gut vorstellen, auch alle Dinge, die Ava so erlebt. Und Ava, die Angst davor hat, ins Wasser und schwimmen zu gehen, erlebt so einiges auf der sogenannten „Schwaneninsel“, was für wundervolle Lesemomente sorgt.

Ein nachdenklich machendes, romantisches, leichtes Buch rund um die Liebe; eine Geschichte, die ich nur empfehlen kann.

~Fazit~

Ein schöner sommerleichter Schmöker für zwischendurch, der mit seinen liebevoll gestalteten Charakteren und dem Thema Liebe für all jene Leserinnen, die noch auf der Suche sind oder ihren Mr. Right schon gefunden haben, gleichermaßen ein echtes Schmankerl ist. 5 von 5 Punkten. (DL)

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Flamingos im Schnee
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(32)

76 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, krebs, familie, jugendbuch, maine

Flamingos im Schnee

Wendy Wunder , Karin Diemerling
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.03.2013
ISBN 9783442313235
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

~Inhalt~

Die junge Campbell Cooper weiß sehr genau, dass sie keine Zukunft haben wird und der Krebs nun endgültig gesiegt hat. Der Sensenmann lockt schon und ja, sie ist fast bereit, diesen Lockungen nachzugeben. Wäre da nicht ihre dickköpfige Mutter, die überhaupt nicht einsieht, diese Endgültigkeit zu akzeptieren und Cam und deren jüngere Schwester Perry Richtung Maine in das kleine Städtchen Promise schleppt. Dort sollen nämlich angeblich echte Wunder geschehen – doch Cam ist und bleibt skeptisch bis einige doch recht sonderbare Sachen dort geschehen, für die selbst Cam keine echte Erklärung hat …

~Einschätzung~

Ehrlich gesagt, hab’ ich im Vorfeld schon eine Weile überlegen müssen, ob ich mir dieses Buch „antun“ möchte. Ein Schmöker, bei dem ich schon vor dem ersten Satz weiß, dass es ein „Happy End“ für die Hauptprotagonistin definitiv nicht geben wird, hat mir ja schon die ein oder andere Sorgenfalte auf die Stirn getrieben. Zugegebenermaßen gehöre ich nämlich in der Regel zu der Fraktion der chronischen Heulbojen, die bei einem solchen Plot schnell von ihrem Schicksal ereilt werden schäm

Und Bingo: Die Autorin hat mit „Flamingos im Schnee“ bei mir so einige Tränchen fließen lassen und eine wirklich ganz ungewöhnliche Story mit einer ebenso ungewöhnlichen Hauptprotagonistin aufs Papier gebracht. Eine junge, siebzehnjährige Frau, die eigentlich im Normalfall noch ihr ganzes Leben vor sich hätte, Zukunftspläne schmieden sollte und vor allem all die Sachen ausprobieren, die ein ganz normaler Teenager so macht, womit sie ganz nebenbei ihre Eltern zur Verzweiflung treibt.

Doch Cam ist anders als normale Teenager: Sie ist unheilbar an einem Neuroblastom erkrankt, austherapiert und hat sich mit ihrem Schicksal mehr oder weniger abgefunden. Genau hier setzt die Story an und wir Leser begleiten Cam und ihre Familie in ihren letzten Monaten, die ihr noch bleiben.

Und eins steht mal fest: Die gute Cam zeigt sich trotz ihres schweren Schicksals uns Lesern gegenüber gut aufgestellt. Zynisch, sarkastisch und mit einem fast zwanghaften Hang zur Ehrlichkeit ist sie gar nicht so diese erwartete Kranke, die mit ihrem grausamen Los hadert. Selbstmitleid scheint da ebenfalls ein Fremdwort für die junge Frau zu sein, und es ist schon ein wenig überraschend, wie schnodderig und schnippisch Cam hier zu Werke geht. Für mich persönlich hat da die Autorin einen durchaus sperrigen und manchmal auch unhandlichen Charakter gezeichnet, zu dem vielleicht nicht jeder Leser direkten Zugang findet und ihn auf Anhieb in sein Leserherz schließt, aber ehrlich gesagt, macht dieses spezielle Naturell den besonderen Reiz der Geschichte für mich persönlich aus. Zudem hat die Autorin immer mal wieder ganz geschickt kurze, aber sehr eindringliche Szenen einfließen lassen, die von der fast ohnmächtigen Verzweiflung Cams’ erzählen. Und gerade diese kurzen Passagen fand ich persönlich unheimlich berührend und zu Herzen gehend.

Die Autorin beweist hier auch ein richtig gutes Händchen für ihre Nebenprotagonisten. Cams’ Mutter Alicia, die auf den ersten Blick unglaublich schräg und spleenig daherkommt, aber man auch ganz deutlich deren Verzweiflung spüren kann und sie jede noch so kleine Möglichkeit in Betracht zieht, das Leben ihrer Tochter zu retten. Ich meine, was gibt es denn auch Schlimmeres für eine Mutter, ihr eigenes Kind begraben zu müssen? Aber auch der Rest der Familiensippe in Gestalt von Schwester und Großmutter Cams’ sorgt für bisweilen turbulente Unterhaltung, die dann auch trotz des ernsten Themas eine durchaus humorige und schelmische Note enthält.

Und was wäre Cams’ kurzes Leben ohne die große Liebe kennengelernt zu haben? Die Autorin sorgt hier auch dafür, dass ihre Protagonistin nicht ohne dieses überwältigende Gefühl Lebewohl sagen muss und hat ihr mit Asher einen echt heißen Burschen an die Seite gestellt. Die beiden zelebrieren ihr Techtelmechtel jetzt auch nicht unbedingt auf die „normale“ Art und Weise, aber was soll’s? Wir befinden uns ja schließlich in Promise ;-)

~Fazit~

Ein bewegender und ergreifender Roman über eine junge Frau auf den Weg in den Tod, der aber eben nicht nur mit melancholischer Traurigkeit durchzogen ist, eher im Gegenteil, auch komische und skurrile Momente für uns bereit hält. Aber nur die Hartgesottenen unter uns können hier ganz ohne Taschentücher. Von mir gibt’s die volle Punktzahl für Cam und ihrer ganz spezielle Art, mit dem Sterben umzugehen! (AK)

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Blackout
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(14)

24 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, jugendbuch, verkorkstes leben, gesucht, vermisst

Blackout

Alice Gabathuler , Christine Kleicke , Hartwig Otto
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 15.01.2007
ISBN 9783522178723
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Nick war drei Tage verschwunden. Gemeinsam mit seiner Cousine Carla. Und dann taucht er wieder auf, ohne Carla. Er kann sich nicht mehr daran erinnern, was passiert ist. Und Carla ist verschwunden. Wo kann sie nur sein? Was ist geschehen? Und warum glauben alle, dass Nick an ihrem Verschwinden Schuld ist?

~Einschätzung~

Alice Gabathuler, eine Autorin aus der Schweiz, hat bereits einige Jugendbücher geschrieben, darunter „Matchbox Boy“ und „dead.end.com“. „Black Out“ ist nun ein weiterer spannender Jugendroman aus ihrer Feder. Gabathulers Romane gefallen mir immer wieder, denn sie weiß auf gekonnte Art den jugendlichen wie erwachsenen Leser mit ihren Thrillern zu unterhalten. Und das immer wieder mit neuen und ausgefallenen Ideen.

Nick ist ein Rebell. Er hat Drogen genommen, eine Menge Probleme und fühlt sich von allen missverstanden. Doch dann passiert das Unfassbare, das ihn in ein noch tieferes Loch reißt: nach einem Discobesuch mit seiner Cousine Carla verschwindet diese spurlos. Und Nick hat ein totales Black Out, weiß nicht, was geschehen ist. Er setzt alles daran, zu beweisen, dass er unschuldig ist und versucht, Carla zu finden…

„Black Out“ ist aufregend wie alle Romane von Alice Gabathuler, und ein weiteres kurzweiliges Abenteuer mit unvorhersehbaren Thrillmomenten, was durchgehend für Unterhaltung sorgt. Sie versteht es mit leichter Wortwahl, gut gezeichneten Charakteren, wie etwa den leicht undurchsichtig aber durchaus sympathischen Protagonisten Nick und toll gestrickter Spannung ihre Leser zu fesseln.

~Fazit~

Ein wirklich gelungener Thriller für Jugendliche, der sich um die Themen Angst, Drogen, Familie und das Lüften von ungeahnten Geheimnissen dreht – außerdem spannend daherkommt, zu überraschen und unterhalten weiß. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

  (8)
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Blinde Vögel
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(44)

146 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, internet, identität, jugoslawien, krieg

Blinde Vögel

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 02.04.10413
ISBN 9783805250450
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

~Inhalt~

Das aus dem Vorgänger-Buch “Fünf” bekannte Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ist auch in diesem Thriller mit von der Partie. Zwei Tote werden in Salzburg auf einem Campingplatz entdeckt. Die schöne Friseurin Sarah Beckendahl aus Hannover wurde stranguliert, der unscheinbare, füllige Germanistikstudent Gerald Pallauf aus Salzburg hat sich augenscheinlich selbst erschossen. Alles deutet auf eine Beziehungstat hin. Aber waren die beiden so unterschiedlichen jungen Menschen wirklich ein Paar? Nach Beatrices Bauchgefühl wohl eher nicht. Einzige Verbindung zwischen den Toten ist offenbar die Facebook-Gruppe “Lyrik lebt”. Beide waren dort Mitglieder …

„Ein weißes Schloss in weißer Einsamkeit.
In blanken Sälen schleichen leise Schauer.
Todkrank krallt das Gerank sich an die Mauer
und alle Wege weltwärts sind verschneit.

Darüber hängt der Himmel brach und breit.
Es blinkt das Schloss. Und längs den weißen Wänden
hilft sich die Sehnsucht fort mit irren Händen …
Die Uhren stehn im Schloss: es starb die Zeit.

(Rainer Maria Rilke)
Aus der Sammlung Gaben an verschiedene Freunde“

Über solche Gedichte tauscht sich die Facebook-Gruppe “Lyrik lebt” unter anderem aus.
Manchmal sind es nur ein paar Zeilen, die Themen rund um den Tod und die Angst behandeln. Manchmal werden auch Fotos gepostet, die den Eindruck erwecken, dass es um versteckte Botschaften geht. Aber von wem – und viel wichtiger FÜR WEN sind diese Botschaften bestimmt?

Als ein anonymer Anrufer behauptet, es handelt sich keineswegs um eine Beziehungstat, steht für die sympathische Ermittlerin fest: dies wird nicht der letzte Mord in diesem Zusammenhang gewesen sein. Und so geschieht es auch – und Facebook ist “live” dabei …

~Einschätzung~

“Blinde Vögel” ist bereits der zweite Thriller für Erwachsene von Ursula Poznanski und ich bin überzeugt, dass auch dieses Buch ein Bestseller wird. Bekannt wurde die in Wien geborene Autorin durch ihre erfolgreichen Jugendbücher “Erebos”, “Saeculum” und “Die Verratenen”.

Besonders gut gelungen finde ich, wie Beatrice Kaspary in die Identität von Tina Herbert schlüpft, um inkognito auf Facebook in der Lyrik-Gruppe zu recherchieren. So toll und hilfreich neue Medien auch sind, so gefährlich und beängstigend können sie auf der anderen Seite sein – das muss auch Kaspary einsehen. Was ist Fake? Ist der Mörder unter den Mitgliedern der Gruppe zu finden? Das Ermittler-Team dreht sich im Kreis, aber mit jedem weiteren Mord bzw. Selbstmord kommen sie dem eigentlichen Tatmotiv näher. Im Nachhinein betrachtet, hätte man eher auf den Täter kommen können. Die Autorin ist aber extrem gut darin, falsche Fährten zu legen ;-) Der Spannungsbogen wird durch den tollen, flüssigen Schreibstil, die verschiedenen Morde und Mordtheorien bis zum Schluss konstant aufrecht erhalten. Auch den Bezug zur Lyrik und zum Umgang mit Sozialen Netzwerken finde ich sehr gelungen. Besonders interessant war die Situation, als ein Mitglied der Gruppe seinen Selbstmord ankündigte und wie die anderen User darauf reagierten. Leider habe ich den 1. Teil von Ursula Poznanski bisher noch nicht gelesen und somit fehlen mir einige Hintergrundinformationen zu Beatrice und Florin. Trotzdem sind sie mir in “Blinde Vögel” bereits ans Herz gewachsen. Beatrice Kaspary ist nicht “Superwoman” ;-) , sondern – was ich persönlich viel sympathischer finde – eine geschiedene, zweifache Mutter mit einem schlechten Gewissen, weil sie ihre Ehe nicht retten konnte und immer zu viel arbeitet, weswegen nur wenig Zeit für Kids und Haushalt bleibt. Eine ganz normale Frau also, aber gerade das macht sie für mich so glaubwürdig.

~Fazit~

Was für ein Thriller! Sehr spannend, unberechenbar und aufgrund der Aktualität von Sozialen Netzwerken sehr modern! Für mich volle Punktzahl – 5 von 5 Punkten! (SM)

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Balthazar
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(7)

31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

evernight, vampire

Balthazar

Claudia Gray , Marianne Schmidt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 04.03.2013
ISBN 9783764531164
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

~Inhalt~

Bis vor kurzem war Skye noch Schülerin in Evernight, die vom Orden des schwarzen Kreuzes niedergebrannt wurde. Seitdem lebt sie wieder bei ihren Eltern, die sich allerdings kaum um Skye kümmern, sondern sich aus Trauer um Skyes Bruder in Arbeit stürzen.

Auch Skye vermisst ihren Bruder ganz schrecklich, war er doch der einzige, dem sie vertraut hat und der ihr trotz ihrer „Gabe“ immer beistand – eine Gabe, die sich in der Evernight-Akademie noch verstärkt hat. Skye kann nämlich Geister sehen und neuerdings nicht nur manchmal, nein, an jedem Ort, an dem ein Mensch gestorben ist, erlebt sie dessen Tod mit, was sie immer wieder furchtbar aus der Bahn wirft und logischerweise nicht gerade einfach zu handhaben ist.

Doch dieser schreckliche „Fluch“ ist nicht Skyes größtes Problem, denn ihr Blut ist ein viel größeres. Es hat die Macht, Vampire kurzfristig wieder zu Menschen zu machen, und der Vampir Redgrave will Skye daher um jeden Preis in die Finger bekommen. Balthazar, der Skye aus der Schule kennt, will sie vor Redgrave beschützen, doch je näher sich die beiden kommen, desto größer wird die Leidenschaft, die sie beide das Leben kosten könnte …

~Einschätzung~

„Balthazar“ ist ein paranormaler Young Adult Roman der Autorin Claudia Gray und ein Spinn-off der bekannten Evernight-Reihe. Claudia Gray hat einen flüssigen Schreibstil; die Geschichte beginnt auch gleich rasant und man wird direkt ins Geschehen hineingezogen. Die Hauptfiguren Skye und Balthazar sind sehr interessant und man kann nicht anders, als sie zu mögen.

Skye ist sehr süß; sie war schon immer ein Außenseiter durch ihre Gabe und nun hat sie auch noch ihren einzigen Vertrauten verloren, ihren Bruder. Zudem ist ihre sogenannte „Gabe“ eine echte Bürde geworden, seit sie noch stärker geworden ist und Skye nun an fast jedem Ort mit Todeserfahrungen konfrontiert wird. Skye muss dafür unglaublich stark sein – in dieser Hinsicht konnte ich nur daran denken, dass ich z.B. daran zerbrechen würde, immer wieder diese Schmerzen und Seelennöte spüren zu müssen.

Balthazar ist ein sehr interessanter und vielschichtiger Charakter; er will Skye beschützen und riskiert dabei sein Leben, weil er weiß, wie qualvoll es für Skye wäre, Redgrave in die Hände zu fallen, denn er kennt seinen Erschaffer viel zu gut.

Die Geschichte ist eine schöne Mischung aus Spannung und der Annäherung der beiden Protagonisten, wenn es für mich auch ruhig noch ein paar Seiten mehr hätten sein können, um einige Dinge genauer zu beleuchten. Ich hätte gerne mehr über Balthazars Vergangenheit erfahren; hier wird vieles leider nur angedeutet. Zudem hätten ein paar Informationen zu Skyes Gabe die Geschichte noch mehr abgerundet.

Ich persönlich habe die „Evernight“-Reihe nicht gelesen, und so weiß ich bei einigen offenen Punkten nicht genau, ob das nun an der Auskopplung liegt oder ob die Fragen evtl. in einem späteren Buch beantwortet werden. Trotzdem hat mir Balthazar ein paar sehr schöne Lesestunden beschert und mich neugierig auf die anderen Bücher der Autorin gemacht, so dass ich mir den ersten Teil der „Evernight“-Reihe schon bestellt habe.

~Fazit~

„Balthazar“ ist eine schöne Geschichte rund um zwei tolle Charaktere, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Man sollte vorab evtl. die Bücher der „Evernight“-Reihe lesen, damit keine Ungereimtheiten entstehen. Von mir gibt es 3 von 5 Punkten. (TS)

Evernight-Reihe:
1. Evernight
2. Tochter der Dämmerung
3. Hüterin des Zwielichts
4. Gefährtin der Morgenröte

Spinn-off:
Balthazar

  (8)
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Breathe - Gefangen unter Glas
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(132)

408 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

sauerstoff, dystopie, kuppel, glas, bäume

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei DTV, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Wie es sich auf der Erde bereits seit Jahren ankündigt, haben es die Menschen nun geschafft, den Planeten vollends zu zerstören; der Sauerstoffgehalt der Luft sinkt rapide, es kommt zum großen „Switch“ bei dem fast alle Menschen umkommen. Die wenigen Überlebenden leben seither in Glaskugeln, welche von „Breathe“, eine Organisation, zur Verfügung gestellt und mit Sauerstoff gefüllt werden.

Natürlich ist auch dies nicht umsonst; die Bewohner müssen teuer für die Luft zum Leben bezahlen und wer kein Geld hat ist ein Bürger zweiter Klasse, ein Second, und diesen geht es wesentlich schlechter als den Reichen.

Quinn ist der Sohn eines reichen „Breathe“-Direktors, ein Premium, und will mit seiner Freundin Bea, die nur ein Second ist, einen Ausflug ins Ödland machen, welcher extrem gefährlich wird, als sie auf Alina treffen, die zu den Rebellen gehört, die gegen „Breathe“ vorgehen …

~Einschätzung~

„Breathe – Gefangen hinter Glas“ ist der erste Band einer Dystopie für junge Erwachsene der Autorin Sarah Crossan, die ihre Leser in eine erschreckende Zukunft mitnimmt, die aufgrund der reellen Möglichkeiten umso angsteinflößender ist.

Frau Crossan schreibt unglaublich mitreißend und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war froh, dass Wochenende war. :-) Die Geschichte ist aufgebaut auf die Probleme, mit denen die Menschen kämpfen – Abholzung der Regenwälder, 2-Klassen-Gesellschaft, Geldgier – und durch den eindringlichen Schreibstil der Autorin erscheint dem Leser dieses Horrorszenario als reale Zukunftsperspektive.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig und lebensnah ausgearbeitet, so dass man mit ihnen fühlt und leidet und fiebert; noch mehr, da man in jedem Kapitel einem der drei über die Schulter blicken kann. Bea ist ein Second und damit ist ihr Leben eigentlich nicht viel wert, doch sie ist Quinns beste Freundin und ihm bedeutet sie sehr viel. Bea hofft heimlich, dass sie und Quinn mehr sein könnten und so nimmt sie seine Einladung zum Ausflug gerne an, um ihm da vielleicht ihre Gefühle zu gestehen.

Quinn ist ein Premium und kann alles machen, was er will, daher kann er auch genug Sauerstoff kaufen, um mit Bea diesen Ausflug zu machen. Er wirkt anfangs verwöhnt und man merkt, dass er weiß, er kann kriegen, was er will. Im Verlauf der Geschichte ändert sich seine Einstellung, vor allem, nachdem er von Alina die Wahrheit über „Breathe“ erfahren hat.

Alina ist eine Second und heimlich eine Rebellin, die im Untergrund gegen “Breathe“ vorgeht und zu denjenigen gehört, die an der Aussage zweifeln, es würden keine Pflanzen mehr wachsen (und Sauerstoff produzieren) können. Doch dann wird sie geschnappt und kann nur durch einen Trick entkommen. Alina ist zu Beginn eine Einzelgängerin, doch im Ödland muss sie feststellen, dass sie viel mehr erreichen können, wenn sie an einem Strang ziehen, was diese drei so unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammenschweißt.

Da ich ein großer Fan von Dystopien bin, war ich sehr gespannt auf dieses Buch und ich muss wirklich sagen, die Geschichte ist so unglaublich gut und vielschichtig geschrieben, dass sie mich in allen Punkten vollkommen überzeugen konnte und ich nun sehnsüchtig auf den zweiten Band warte.

~Fazit~

„Breathe – Gefangen hinter Glas“ konnte mich vollends überzeugen. Eine tolle Dystopie mit überzeugenden Charakteren und einer brillianten Geschichte, die ich nur jedem Fan von Dystopien ans Herz legen kann. Von mir 5 von 5 Punkten und ein „Amazing“ für den Keeperstatus obendrauf! (TS)

Reihe:

Breathe – Gefangen hinter Glas
Resist (auf englisch im Herbst 2013)

  (8)
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Paradiesvoll und geheimnisgrün
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(8)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

abenteuer, jugend, verliebt

Paradiesvoll und geheimnisgrün

Helen Phillips , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2013
ISBN 9783551520449
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Die zwölfjährige Mad und ihre drei Jahre jüngere Schwester sitzen im Flieger auf dem Weg in den Regenwald, um endlich ihren Dad wiederzusehen, der ihnen einen seltsamen Brief geschrieben hat. Was ist nur passiert? Gemeinsam mit ihrer Mutter und einem nervigen Reisebegleiter machen sie sich auf nach La Lava, wo sie in einem super Wellness-Hotel einchecken, wo aber einige seltsame Dinge passieren. Für die Mädchen beginnt eine abenteuerliche Zeit …

~Einschätzung~

Autorin Helen Phillips legt mit ihrem Jugendbuch-Debüt „Paradiesvoll und geheimnisgrün“ ein rasantes, kunterbuntes und verrücktes Abenteuer vor, das junge Leser mit einer Vorliebe für „chaotische Storys mit viel Herz“ garantiert mögen werden.

Mad und ihre Schwester Ru lieben ihren Dad über alles. Allerdings muss der Vogelforscher oftmals lange verreisen. Dieses Mal aber ist er besonders lange weg. Und dann kommt auch noch eine komische Nachricht von ihm. Klar, dass sie zu ihm müssen. Aber mit dem, was sie auf der Reise in die tropische Wärme erleben, hätte keiner der beiden gerechnet …

Die beiden quirligen und aufgeweckten Protagonistinnen führen durch eine humorvoll geschriebene Geschichte, die niemals langweilig wird und mit verrückten, aber sehr lesenswerten Ideen aufwartet. Die ältere der Schwester, Mad, ist ein sympathisches Mädchen, das wunderbar mit der jüngeren, Ru, die ein kleiner liebevoller Wirbelwind ist, den man einfach ins Herz schließen muss, harmoniert.

Ein Buch, das oft hinreißend frei nach Schnauze geschrieben ist, dass es einem garantiert ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Lesenswert!

~Fazit~

Ein wundervolles Buch voller Wärme, das sich mit den Themen Familie, Tiere, Geheimnisse und Liebe beschäftigt, kurzweilig ist und mit einem ganz besonderen Schwesternpaar auf seine Leser wartet! Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

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Flamme von Jamaika
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(7)

16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Flamme von Jamaika

Martina André
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.03.2013
ISBN 9783499259531
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

~Inhalt~

Die exotische Karibikinsel Jamaika befindet sich kurz vor dem in die Geschichte eingegangenen Weihnachtsaufstand von 1831, als die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt dem attraktiven Edward, Sohn des reichen Plantagenbesitzers William Blake, das Ja-Wort gibt. Doch ein dunkles Familiengeheimnis und Edwards ungesittetes Verhalten lassen sie schon bald an ihrem vermeintlichen Glück zweifeln. Ihr Versuch, Edward und seinem Vater zu entkommen, wird durch die Rebellenorganisation „Flamme von Jamaika“ vereitelt. Deren charismatischer Anführer Jess erweckt ungeahnte Gefühle in ihr. Durch ihn erfährt Lena, was wahre Liebe und grenzenloses Vertrauen bedeuten. Um ihn zu retten, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: sie kehrt zurück in die Höhle des Löwen …

~Einschätzung~

„Sklaverei ist ein Thema, so alt wie die Welt, und selbst heute, in vermeintlich zivilisierten Zeiten, leider immer noch aktuell. Warum tun Menschen anderen Menschen so etwas Schreckliches an?“

„Vom Winde verweht“ und „Fackeln im Sturm“ zeigten uns ein vergleichsweise harmloses Bild der Sklaverei, wohingegen Quentin Tarantinos brandaktueller Western „Django unchained“ die vollkommen ungeschminkte Wahrheit ans Licht bringt. Die Sklaven wurden nicht nur dazu eingesetzt, die weiße Herrschaft zu bedienen und auf den Feldern zu arbeiten – und das ohne jegliche Bezahlung. Sie dienten auch der Unterhaltung, indem man sie in Boxkämpfen gegeneinander antreten ließ, die nicht selten mit dem Tod eines Kämpfers endeten. Besonders verabscheuungswürdig waren die sogenannten „Brutfarmen“, wo Plantagenbesitzer und Aufseher dafür sorgten, dass immer genug Nachkommen vorhanden waren und die in ihrer Lüsternheit auch nicht vor Kindern haltmachten. Eine degenerierte Gesellschaft, der durch die Verabschiedung des „Slavery Abolition Acts“ letztendlich doch noch Einhalte geboten wurde.

Martina André ist es wie einer Obeah-Zauberin gelungen, mich sofort in den Bann der Geschichte zu ziehen ;-) Bereits nach den ersten Seiten hat man das Gefühl, auf der Karibikinsel zu stehen – den Wind im Gesicht, den Duft exotischer Früchte in der Nase, während man sich kaum sattsehen kann an der Farbenpracht der dort beheimateten Blumen und Pflanzen. Auch die Figuren sind bis in kleineste Detail wunderbar charakterisiert. Ob es sich nun um Sympathieträger wie Lena und Jess handelt, um Nebencharaktere wie Jess‘ Mutter Baba und Lenas Gesellschaftern Maggie, oder um sogenannte Bösewichte wie William und Edward Blake. Die Geschichte wird abwechselnd von Lena und Jess erzählt, vereinzelt kommt auch Baba zu Wort. Der Stil ist angenehm und flüssig zu lesen, wobei die Autorin bei gewissen Ausdrücken kein Blatt vor den Mund nimmt und den Leser mit Hilfe einiger prekären Szenen schonungslos vor Augen führt, was die schwarze Bevölkerung unter der weißen Herrschaft erdulden musste. Abgesehen vom bedrückenden historischen Hintergrund erzählt „Flamme von Jamaika“ die berührende Liebesgeschichte zweier Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe. Ich glaube, ich brauche nicht zu betonen, dass ich mir für Lena und Jess ein Happy End gewünscht habe ;-)

Das Cover von Rowohlt ist eine gelungene Mischung aus Liebes- und Historienroman. Die obere Hälfte zeigt eine blonde Frau, die voller Hingabe ihre Augen geschlossen hält, während ein dunkelhäutiger Mann sie liebevoll umarmt und küsst. Die untere Hälfte gibt den Blick auf eine durch Palmen gesäumte Straße frei, auf der sich einige Reiter und Kutschen fortbewegen. Seitlich wird das Bildnis von den feuerroten Blütenblättern der „Flamme von Jamaika“ eingefasst. Ein wunderschönes und stimmiges Cover!

Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Der französisch klingende Nachname ist ein Pseudonym und stammt von ihrer Urgroßmutter, die hugenottische Wurzeln in die Familiengeschichte mit einbrachte. 2007 landete Martina André mit ihrem Erstling „Die Gegenpäpstin“ auf Anhieb einen Bestseller. Im gleichen Jahr folgte der Roman „Das Rätsel der Templer“, der ebenfalls sehr erfolgreich war. Nach „Schamanenfeuer“ und „Die Teufelshure“ erscheint nun im Rowohlt Taschenbuch Verlag der spannungsgelandene Liebesroman „Flamme von Jamaika“. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh/Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist.

~Fazit~

Drama, Leidenschaft und großes Gefühlskino vor der exotischen Kulisse von Jamaika. Eine absolute Empfehlung für einen historischen Liebesroman, der zu einem wahrhaft farbenprächtigen und magischen Leseerlebnis wurde, gibt es von mir 5 von 5 Punkten! (LK)

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Mit jedem Herzschlag
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mit jedem Herzschlag

Suzanne Brockmann , Anita Sprungk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.04.2013
ISBN 9783862787067
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt

Felipe Salazar steckt bis zu den Haarspitzen in Schwierigkeiten… und zwar in tödlichen, dank der attraktiven Meeresbiologin Carrie Brooks. Die befindet sich mehr oder weniger auf Kriegspfad gegen den attraktiven Undercover-Beamten, der es doch tatsächlich vor einigen Monaten gewagt hat, die junge Frau in den Kofferraum ihres Autos zu sperren. Zwar nur zu ihrer eigenen Sicherheit – was sie ja nun wahrlich nicht wissen konnte – aber nicht mit ihr! Und bei einer zufälligen Begegnung in einem Restaurant kommt es für Felipe und Carrie zu einem folgenschweren Zwischenfall, bei dem nicht nur Felipes Job als verdeckter Ermittler auffliegt, sondern das Leben beider auf dem Spiel steht …


 

Einschätzung

Hier haben wir mal wieder ein älteres Machwerk von Suzanne Brockmann, und auch wenn für meinen Geschmack ihre Military Romances fast schon außer Konkurrenz laufen, kann ich ihren früheren Schmökern nur schwer widerstehen. Selbst wenn in der Vergangenheit nicht all ihre „betagten“ Romane bei mir auf volle Gegenliebe gestoßen sind, gilt für mich: Brockmann-Schmöker sind ein Must-Have! Und ehrlich gesagt, war ich vom Vorgängerband „Nicht ohne Risiko“ mit Jim Keegan und seiner Emily richtig begeistert.

Nun darf Jims junger Kollege Felipe Salazar sein Können unter Beweis stellen; besagter Jungspund hatte ja schon im Vorgänger kurze und einige sehr vielversprechenden Auftritte.Sicherlich merkt man auch hier wieder recht deutlich, dass die Geschichte schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, denn modern und hip ist doch anders   Aber gerade das gefällt mir manchmal doch recht gut, wenn Story und Romanfiguren so einen etwas unterkühlten und herben Liebreiz ausstrahlen.

Mit Felipe hat die Autorin einen jungen, draufgängerischen und verwegenen Latino an den Start geschickt, der auch ein bisschen wegen seiner schwierigen Jugend zu der Person wurde, die den heutigen wagemutigen Polizisten ausmacht. Insgesamt fand ich seine Auftritte wirklich sehr gelungen. Mit viel Engagement und Eifer am Werk, tut er wirklich alles in seiner Macht stehende, um sein weibliches Pendant am Leben zu halten – da hat mir der arme Kerl dann doch in der ein oder anderen Szene etwas leid getan. „Schuld“ daran ist seine Herzensdame, mit der ich leider während des ganzen Geschehens nicht so richtig warm wurde. Es sei uns Frauen manchmal ja etwas Zickigkeit und Wankelmut zugestanden, aber unsere Maid hier zelebriert diese beiden Charaktereigenschaften für meinen Geschmack einen Tick zu viel. Mal hü, mal hott, was die Glaubhaftigkeit und das Vertrauen in Felipe angeht, aber parallel dazu schon die Hochzeitsglocken läuten hören. Da agiert mir die gute Carrie einfach zu launenhaft und hält auch ziemlich lange an ihrem etwas zänkischen Verhalten fest.

Ansonsten fand ich den Plot mit Fokus auf der ständigen Flucht vor den Bösewichten eigentlich ziemlich gelungen. Etwas Action und brenzligen Situationen – alles Zutaten, die einen soliden Romantic Suspense am Leben erhält; dabei sollte Leserin aber immer im Hinterkopf haben, dass es zum Einen halt doch ein „altes“ Werk von Brockmann ist und zum Zweiten auf keinen Fall den Fehler machen, Vergleiche zu den „Troubleshooters“ oder den „Heartbreakern“ zu ziehen. Haben wir das berücksichtigt, erhalten wir hier dann letztendlich eine Lektüre, die doch so einen gewissen spröden Charme ausstrahlt und gut von der Hand weg zu lesen ist. Und die eingefleischten Brockmann-Fans unter uns werden da vielleicht nicht ganz so streng sein und das ein oder andere Auge zudrücken

 

Fazit

Felipe Salazar und Carrie Brooks „on the Road“ haben mich jetzt zwar nicht zu einhundert Prozent von sich überzeugen können, bieten hier aber allemal mit ihrer aufgewühlten Love-Story gefällige und und recht solide Unterhaltung. Von mir gibt’s daher diesmal „nur“ 3 von 5 Punkten, die sich die beiden aber auf ihrer Flucht allemal redlich verdient haben. (AK)

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Watersong - Sternenlied
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141 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

sirenen, meerjungfrauen, jugendbuch, amanda hocking, mythologie

Watersong - Sternenlied

Amanda Hocking , Violeta Topalova , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.03.2013
ISBN 9783570161593
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Gemma ist sechzehn Jahre alt und eine echte Wasserratte. Sie liebt es, nachts alleine im Meer zu schwimmen, obwohl ihre ältere Schwester Harper und ihr Vater es nicht gern sehen, vor allem, weil in letzter Zeit immer wieder Jugendliche auf mysteriöse Weise verschwunden sind. Aber Gemma muss einfach schwimmen. Doch dann passiert das Unfassbare: sie wird von drei rätselhaften jungen Frauen, die sich ihr als Sirenen offenbaren, verwandelt, sodass sie selber einen Fischschwanz bekommt, sobald sie ins Meer geht. Dieses Abenteuer ist für Gemma neu, aufregend, aber auch extrem gefährlich …

~Einschätzung~

Autorin Amanda Hocking ist vielen Fantasy-Lesern ein Begriff, denn aus ihrer Feder stammt unter anderem die „Unter dem Vampirmond“-Reihe, sowie die „Die Tochter der Tryll“-Trilogie. Mit „Watersong“ widmet sie sich dem Wasser, den Themen Sirenen und der ersten Liebe und hält jede Menge fantasievolle Szenen bereit.

Gemma schwimmt nicht nur gern, sondern auch sehr gut. Sie trainiert regelmäßig und liebt es, nachts im Meer schwimmen zu gehen. Schwimmen ist ihre große Leidenschaft, dabei ahnt sie nicht, dass sie bald mehr mit dem Meer verbinden wird als kleine Schwimmausflüge, denn drei Sirenen umgarnen sie und wollen sie zu sich holen. Dabei steht für Gemma alles auf dem Spiel, denn sie wird ihre Familie und ihren Freund Alex für immer verlassen müssen … Wie wird sie sich entscheiden?

Eine schön erzählte Fantasygeschichte, die gerade für Leser interessant sein dürfte, die die gefährlichere Art der Meerjungfrau mögen. Amanda Hocking versteht es, mit ihrer klaren, leicht lesbaren Sprache unterhaltsame Szenen zu kreieren. Auch die Charaktere haben mir gefallen. Die meerverliebte sympathische Gemma, aber auch der coole Alex, ihre Schwester Harper, die für Gemma eher so etwas wie ein Mutterersatz ist, da ihre richtige Mutter seit einem Unfall nicht mehr für sie sorgen kann, und auch der Vater, der Gemma zwar nicht gerne nachts schwimmen sieht, es ihr aber trotzdem erlaubt, weil er spürt, wie wichtig ihr das Meer ist. Man fühlt mit den Figuren vom Anfang bis zum Ende mit.

Eine schöne Geschichte rund um Gefühle, Liebe, Ängste, Sirenen und die Gefahr des Meeres.

~Fazit~

Fantasy, Liebe, Drama, alles vereint in diesem romantisch schön erzählten Roman! Für Jugendliche aber auch für erwachsene Leser, die der Protagonistin Emma ins Meer voller Gefahren folgen wollen, ein Blick wert. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

Band: „Watersong“
Band: „Lullaby“ (engl.)
Band: „Tidal“ (engl., Juni.2013)
Band: „Elegy“ (engl., August 2013)

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Isarhaie
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Isarhaie

Michael Gerwien
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, 04.02.2013
ISBN 9783839213865
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

~Inhalt~

Nach einem ausgiebigen Besuch bei seinem Lieblingsgriechen in Untergiesing macht sich der Münchner Exkommissar Max Raintaler betrunken auf den Nachhauseweg, als er über die Beine einer toten Frau stolpert und buchstäblich auf sie drauf fällt. Trotz enormen Alkoholpegels ruft er in dieser prekären Situation seinen besten Freund und ehemaligen Kollegen Franz Wurmdobler an und bittet ihn um Hilfe. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei diesem Unglück nicht um Raubmord handelt und, dass dies nicht der letzte Mord gewesen sein wird. Ein Banker, der ominöse Kredite vergibt, ein Bauunternehmer, der mehr als nur ein zwielichtiges Geschäft betreibt – die Ermittlungen führen Max und Franz recht schnell in die höchsten Kreise Münchens. Wem kann man hier überhaupt noch glauben?

~Einschätzung~

“Isarhaie” ist das erste Buch, das ich von Michael Gerwien gelesen habe und meine Erwartungshaltung an einen witzigen, kurzweiligen Krimi mit Lokalkolorit hat sich erfüllt.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und recht schnell zu lesen – an manchen Stellen war mir die Wortwahl allerdings etwas zu derb und etwas zu “bayrisch” (und das sag ich als Münchner Kindl).

Die Story an sich beginnt mit dem Auffinden einer erstochenen Frauenleiche durch den Münchner Ex-Kommissar Max Raintaler. Da Max beim Eintreffen der Polizei blutverschmiert neben der Leiche liegt und obendrein stockbesoffen ist, gilt er im ersten Moment natürlich als Hauptverdächtiger und muss daraufhin die Nacht in U-Haft verbringen. Als sich aber am nächsten Tag herausstellt, dass Max ebenfalls nur ein Opfer in diesem mysteriösen Fall ist, beschließt er seinen Freund Franz bei den Ermittlungen zu unterstützen.

Die Hauptcharaktere Max, Franz und Josef sind witzig, aber oberflächlich. Wer Fan von intelligenten Dialogen zwischen den einzelnen Personen ist, wird hier vergeblich suchen. Allerdings muss ich sagen, wenn man sich einmal auf die Art der Geschichte einlässt, wird man durchaus gut unterhalten. Sehr gelungen finde ich, wie Michael Gerwien typische “Münchner-Klischees” bedient wie zum Beispiel die “Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft”. Da muss man einfach grinsen ;-) Das Klischee des “immer trinkenden Bayern” finde ich allerdings etwas zu übertrieben dargestellt. So gibt es in “Isarhaie” nur wenige Kapitel, in denen die Jungs mal nicht betrunken sind. Klar, die Situationskomik ist immer da, aber meiner Meinung nach lenkt es zu sehr vom eigentlichen, doch recht guten Fall ab. Die Mordermittlungen und das Überführen des Mörders geht letztendlich recht schnell und einfach. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Auch das Mordmotiv fand ich dann doch etwas zu simpel gestrickt.

Michael Gerwien, geb. 1957 in Biberach an der Riß, aufgewachsen in Mittenwald, lebt seit 1972 in München Untergiesing, dem Nachbarviertel seines Thalkirchner Exkommissars Max Raintaler. Er arbeitet als Texter für diverse Fernsehformate und verfasst Artikel für Fachzeitschriften.

~Fazit~

Wer bayrischen Humor, skurrile Charaktere und einen kurzweiligen, witzigen Krimi mag, wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen. Solide 3 von 5 Punkten, weil ich mich trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten gefühlt habe. (SM)

Max Raintaler-Reihe
1) Alpengrollen
2) Isarbrodeln
3) Isarblues
4) Isarhaie

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Dünenmord: Ein Rügen-Krimi
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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Dünenmord: Ein Rügen-Krimi

Katharina Peters
E-Buch Text
Erschienen bei Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, 01.03.2013
ISBN B00B1UDF7S
Genre: Sonstiges

Rezension:

~Inhalt~

Die junge Kommissarin Ramona Beccare – von allen Romy genannt – und ihr älterer Kollege Kasper Schneider ermitteln erneut gemeinsam in einem Mordfall auf der wunderschönen Insel Rügen. Das Opfer ist diesmal Monika Sänger, die Leiterin einer Kindertagesstätte in Bergen. Alles deutet auf ein persönliches Motiv hin, da die Frau derart brutal in Gesicht und an den Händen zugerichtet und ins Wasser geschleift worden war. Schnell wird klar, dass der Grund ihres Todes in ihrer Vergangenheit liegen muss. Monika Sänger recherchierte schon seit längerem den ominösen Unfalltod ihres Bruders Rolf, der zur DDR-Zeit als sogenannter „Spati“ und Bausoldat im Seebad Prora am Ausbau des Mukraner Hafen eingesetzt worden war. Handelte es wirklich nur ein Unfall oder wurde ihr Bruder ermordet? Und was wussten ihre Eltern über die ganze Geschichte? Diese Fragen stellte sich wohl auch Monika Sänger vor ihrem Tod und begann daraufhin einige unangenehme Fragen zu stellen. Musste sie deshalb sterben?

~Einschätzung~

Bereits letztes Jahr wurde ich auf die in Berlin und auf Rügen lebende Autorin Katharina Peters durch ihren Debütroman „Hafenmord“ aufmerksam. Der detaillierte und spannende Schreibstil der Autorin hat mich absolut überzeugt, so dass ich auch „Dünenmord“ kaum noch aus der Hand legen konnte. Katharina Peters schafft es – trotz der „nur“ 287 Seiten, den Leser von der ersten Seite an mitzunehmen und im Detail an den Ermittlungen teilhaben zu lassen. Die Ermittlungsschritte und Gedanken des gesamten Teams sind jederzeit schlüssig und im Falle des Seebades Prora – eine der größten architektonischen Hinterlassenschaften des NS-Regimes – auf Rügen auch belegbar. So lässt die Autorin den geschichtlichen Hintergrund der Insel zur NS-Zeit perfekt mit einfließen.

Über die Protagonisten wie Romy Beccare und Kasper Schneider erfahren wir nur sehr wenig. Trotzdem hab ich das Gefühl, genügend über die Charaktere zu wissen. So ist Romy erst seit zwei Jahren auf der Insel Rügen und versucht dort, durch ihre Arbeit als Kommissarin, den plötzlichen Tod ihres Freundes Moritz zu verarbeiten. Kasper Schneider hingegen ist ein waschechter Rügener, geschieden und freut sich jetzt schon, in ein paar Jahren seine wohlverdiente Pension zu genießen. Die beiden sind ein tolles Team. SIE manchmal etwas zu emotional und aufbrausend, ER sehr besonnen und bedacht.

Besonders toll an diesem Buch sind die unvorhersehbaren Wendungen, die von Anfang an dafür verantwortlich sind, den Spannungsbogen konstant aufrecht zu erhalten. Ohne zu viel von der Story zu verraten. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

~Fazit~

In diesem Falle vergebe ich besonders gern 5 Punkte! Ein hervorragender Krimi – ohne Wenn und Aber! Gut recherchiert, spannender Fall, tolle winterliche Kulisse – für mich persönlich: PERFEKT! (SM)

Romy Beccare-Reihe
1) Hafenmord
2) Dünenmord

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Im Himmel mit Ben
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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Im Himmel mit Ben

Andrea Russo
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 11.03.2013
ISBN 9783453545380
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

~Inhalt~

"Marly, meine liebe Marly, heute ist unser Tag.
Pack deinen Koffer, lass dich von Rici zum Flughafen bringen und fliege los.
Das Ticket findest du in dem Umschlag.
Denk nicht nach, Marly, tu es einfach!
Halte dich links, wenn du gelandet bist.
Du wirst auf jeden Fall abgeholt.
Ich freue mich sehr auf dich!
Ben"

Fassungslos starrt Marlene auf den Brief in ihren Händen. Er trägt eindeutig die Handschrift von Ben, überbracht von seinem Kater Caruso höchstpersönlich. Doch wie ist das möglich? Denn Ben ist seit einem Jahr tot. Eine Tatsache, die sie noch immer völlig verzweifeln lässt. Schließlich war er nicht nur ihr bester Freund, sondern auch ihre große Liebe. Und ausgerechnet an dem Tag, als sie ihm ihre wahren Gefühle offenbaren wollte, verunglückte er tödlich. Doch nun lädt er sie auf eine Reise nach Schottland ein und Marlene zögert keinen Moment. Als sie am Flughafen ankommt, wird ihr sehr schnell klar, dass sie nicht auf der grünen Insel ist, sondern im Himmel – mit ihrem geliebten Ben!

~Einschätzung~

"Es kommt nicht darauf an, das Leben mit Jahren zu füllen, sondern die Jahre mit Leben."

In diesem Roman geht es um Verlust, verpasste Chancen und die Kunst, trotzdem jeden Morgen zu duschen, zu frühstücken und ein wenig Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Wir erfahren etwas über die heilende Wirkung von Gartenarbeit, das Caruso nicht auf Pink, dafür aber auf Schokopops steht und wie gut stinknormaler Sex sein kann. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Himmel …

Der Roman ist in Ich- und der Gegenwartsform geschrieben. Eine Art des Erzählens, bei der man sich der Protagonistin sehr nahe fühlt und die einem das Gefühl gibt, die Dinge unmittelbar – sprich zeitgleich wie sie – zu erleben. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker – ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen.

Die Figuren – sowohl auf der Erde, als auch im Himmel – empfand ich als sehr gut charakterisiert. Jede hat ihre ganz speziellen Eigenheiten und bleibt gerade deshalb gut in Erinnerung. Angefangen bei Marlene, die lernen muss, dass es auch ein Leben nach Ben gibt. Über besagten Ben, der ein wenig unzuverlässig, aber trotzdem ein wahrer Freund ist. Zu Georg, den sexy Osteopathen und Hilde, die sich nicht nur als Nachbarin, sondern auch als gute Freundin erweist. Bis hin zu Rubens, auch „Ruby“ genannt, der gern mal ein kühles Guinness schlabbert. Und zum Schluss, aber bei weitem nicht zuletzt: die tierischen Darsteller Tilda und Caruso! Wie heißt es so schön? Hunde haben ein Herrchen, Katzen einen Sklaven ;-)

Was das Setting betrifft, so möchte ich hier vor allem den Himmel hervorheben. Mir gefällt die Vorstellung von einer Art „Alice im Wunderland“ oder „Die fantastische Welt von Oz“. Vor allem aber die Idee mit dem „Heaven on earth“ – ein wahrhaft wunderbarer Gedanke!

Das Cover von Heyne ist einfach nur putzig! Mit rosa Hintergrund und flauschigen Wolken, auf denen ein kleines Tigerkätzchen sitzt – passenderweise für den Himmel mit Flügeln und Heiligenschein ausgestattet. Bezüglich der Mimik bin ich mir nicht sicher, aber es sieht fast so, als würde der kleine Racker jetzt gern ein Schläfchen halten. Rechts oben deklariert ein dementsprechendes Schild den Fluchtweg für Engel ;-)

Andrea Russo, geboren 1968 in Hanau, lebt und schreibt in Oberhausen. Zu ihrer Familie gehört neben Ehemann und Tochter auch eine blonde Labradordame, die regelmäßig von einem grauen Kater verfolgt wird. Die Gewinnerin des Perfekten Dinners liebt gutes Essen, Pippi Langstrumpf, SingStar (obwohl sie überhaupt nicht singen kann), Nutella, Laufen (wegen des guten Essens) und ihren besten Freund (den sie geheiratet hat).

~Fazit~

Für ein himmlisches Lesevergnügen mit Charme, Humor und ganz großen Gefühlen gibt es von mir 5 von 5 Punkten! (LK)

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Der Tag der Krokodile
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Der Tag der Krokodile

Michael Williams , Birgit Schmitz
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2013
ISBN 9783551582836
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Der vierzehnjährige Jabu lebt im Dorf Gutu (Simbabwe) und spielt mit seinen Freunden und seinem Bruder Innocent am liebsten Fußball. Seine Familie ist arm und das Leben hart. Als dann eines Tages Soldaten kommen und seine Familie und die Menschen im Dorf gewaltsam töten, verändert sich Jabus Leben schlagartig. Zusammen mit Innocent flieht er. Eine ereignisreiche, gefährliche und ungeahnte Reise liegt vor ihnen…

~Einschätzung~

Autor Michael Williams hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und legt mit „Der Tag der Krokodile“ eine packende Geschichte vor, die Themen wie Arm und Reich sowie Gut und Böse in einem beeindruckenden Setting erzählt. Die furchtbaren fremdenfeindlichen Vorfälle im Mai 2008 in der Township Alexandra haben ihm dazu den Anstoß gegeben, diesen Roman zu schreiben, wie Williams auch im Nachwort erklärt.

Jabu und sein geistig zurückgebliebener Bruder Innocent, die eine starke Beziehung zueinander haben, leben in einem Dorf, in dem sie unter ärmlichen Verhältnissen um ein möglichst gutes Leben kämpfen. Als die Soldaten bei ihnen einmarschieren und ihre Familie töten, wird ihre Flucht zu einer Talfahrt großer Gefahren. Jabu hat Angst um Innocent, denn der soll gewaltsam rekrutiert werden, was Jabu zu verhindern versucht …

Mit einem sehr „echten“, sympathischen Hauptcharakter, der die Ereignisse aus seiner Sicht erzählt, befindet sich der Leser schon von Anfang an mitten im Geschehen. Die ärmlichen Verhältnisse, der tragische Verlust seiner geliebten Familie, all das wird vom Autor durch die ehrlichen Worte des jungen Protagonisten erzählt.

„Der Tag der Krokodile“ ist eine beeindruckende, erschütternde Geschichte, die wirklich nichts für allzu schwache Nerven ist, da sie ans Herz geht und bewegt. Da die Geschichte vor einem wahren Hintergrund spielt, wird sie noch greifbarer, noch eindrucksvoller und mit seiner klaren Sprache, die sich sehr gut lesen lässt, unterhält der Autor brillant von der ersten bis zur letzten Seite.

~Fazit~

„Der Tag der Krokodile“ ist ein gelungener, Roman, der vor einem wahren Hintergrund spielt und die Themen Armut, Tod, Politik, Familienzusammenhalt und Angst vereint. Beeindruckend, packend und toll geschrieben, ein großer Roman! Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

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Zwischen dir und mir
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58 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

jugendroman, arm, alex, lisa, schule

Zwischen dir und mir

Lino Munaretto
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 18.03.2013
ISBN 9783570308318
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Lisa Jahnke und Alexander Zucker – zwei Teenager so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Sie, das allseits beliebte Mädchen aus gutem Haus, er der Außenseiter aus einer dysfunktionalen Familie. So verschieden auf den ersten Blick und doch, bei genauerem Hinsehen, verbindet diese beiden mehr, als sie sich zunächst eingestehen wollen. Gestört wird ein zartes Aufblühen von Verbundenheit nicht nur von Lisas Vorzeige-Freund Dennis, sondern auch vom Rest ihres sozialen Umfeldes …

~Einschätzung~

Gleich mal vorab: Zur eigentlichen Leser-Zielgruppe des Genre Young Adult gehöre ich schon eine ganze Weile nicht mehr, was mich aber durchaus nicht davon abhält, hin und wieder in Genres herum zu wildern, die meinem fortgeschrittenen Alter nicht mehr entsprechen und doch immer wieder mein Leserherz erobern.

Schuld daran ist die Dame Elkeles, die mich mit den Fuentes Brüdern oder ihrer Leaving Paradise Serie für sich dermaßen begeistern konnte, dass ich seitdem ständig auf der Pirsch nach ähnlichem Lesestoff bin. Und siehe da: Mit Mit „Zwischen Dir und Mir“ von Lino Munaretto ist mir da doch ein Fisch ins Netz gegangen, der vom Cover und Klappentext doch zumindest mal einige Ähnlichkeiten aufweist.

Lino Munaretto präsentiert uns mit Lisa und Alex ein Teenie-Pärchen, das wunderbar konträr daherkommt, mit scheinbar unüberwindlichen Hindernissen auf dem Weg zu einem Liebespaar konfrontiert wird und doch diese Herkules-Aufgabe irgendwie stemmt.

Da haben wir auf der einen Seite die hübsche Lisa, Klassenbeste und zunächst auch so was wie die Sympathieträgerin in ihrer Girlie-Clique, einen echten Vorzeige-Freund an ihrer Seite, womit sie auf den ersten Blick eigentlich alles hat, was man sich als Fünfzehnjährige nur wünschen kann.
Aber auch da gewährt uns der Autor recht früh einen Blick hinter Lisas Fassade und man erkennt schnell: Hier ist mehr Schein als Sein…

Mit dem guten Alex stellt ihr der Autor einen Kerl an die Seite, der einen richtig guten Gegenpart abliefert. Ein Bad Boy, der den coolen und lässigen Typen in Perfektion verkörpert und sein Image des bösen Buben doch so ein bisschen hegt und pflegt, dabei mit Alkohol und Gras immer mal wieder negativ auffällt, man aber als Leserin immer auf der sicheren Seite ist, dass der Bursche nie so ganz über die Stränge schlägt. Und auch hier gilt: Raue Schale weicher Kern, denn Mr. Macho hat durchaus das Herz auf dem rechten Fleck, und der Kerl weiß sehr gut, wo seine Grenzen eigentlich liegen. Da hat ihm der Autor doch jede Menge „gesunden Menschenverstand“ an die Hand gegeben, und man hat als Leserin irgendwie nie das Gefühl, dass Alex’ Eskapaden ausufern, und mal ehrlich: Mit einer solchen Mutter und einem älteren Bruder ist das nun wahrlich keine leichte Aufgabe!

Interessant übrigens, dass eigentlich meist die gute Lisa die treibende Kraft beim Anbaggern ist und sie doch etwas mehr investiert als ihr Gegenüber. Da strahlt sie einfach deutlich mehr Optimismus aus als Alex, bei dem das Glas doch meist eher halb leer statt halb voll ist. Mit einem ständigen Perspektivwechsel aus der Sicht unserer beiden Hauptprotagonisten gibt’s auch reichlich Abwechslung, sodass man auch prima einen Einblick in die meist aufgewühlte und durcheinander geratene Gefühlswelt der zwei Teenies bekommt.

Leserinnen, die die Herren Fuentes ebenfalls schon kennenlernen durften, werden hier sicherlich das ein oder andere Déjà-vu Erlebnis haben und feststellen, dass die Grundbausteine durchaus vergleichbar mit einigen Elkeles Schmökern sind, wobei für meinen Geschmack den Protagonisten hier so ein bisschen die Tiefgründigkeit und Lebendigkeit fehlt. Die sich anbahnende Love Story hätte für meinen Geschmack auch gerne einen Hauch intensiver und spürbarer daherkommen können. Mir haben hier vor allem die emotionalen und gefühlvollen Situationen ein bisschen gefehlt. Vom Ansatz her hätte da außerdem auch ein bissel „Fummeln“ ruhig sein dürfen, auch wenn wir uns hier im Genre für „junge Leser“ befinden.

~Fazit~

Fans von Simone Elkeles oder Kody Keplinger dürften hier mal ganz kurz aufhorchen und es vielleicht mal auf einen Versuch mit diesem Schmöker ankommen lassen, denn ein süßes Liebesabenteuer basierend auf dem Hintergrund von unterschiedlichem sozialen Milieus bringt ja immer richtig Lesespaß. Hier sollte man allerdings vorher in Betracht ziehen, dass unser Teenie-Pärchen nicht so ganz ein ausgefeiltes Profil aufzeigt wie beispielsweise die Protagonisten von Elkeles. Nichtsdestotrotz gibt’s von mir vier von fünf Punkten für Alex und Lisa! (AK)

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Brother Sister - Hört uns einfach zu
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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Brother Sister - Hört uns einfach zu

Sean Olin , Edith Beleites
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.03.2013
ISBN 9783570161371
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Zu ihrem Bruder Will hat Asheley eine ganz besondere Beziehung. Die beiden halten zusammen wie Pech und Schwefel, stehen immer füreinander ein. Doch was für Asheley eine ganz normale geschwisterliche Beziehung ist, wird für Will immer bitterer Ernst, weil er beginnt, etwas mehr für Asheley zu fühlen. Aus Eifersucht kommt es sogar zum Eklat und Asheleys Freund stirbt durch Wills Hand. Aber damit fängt der Horror erst an…


~Einschätzung~

Autor Sean Olin, der seit seiner Kindheit Geschichten schreibt, wurde für seinen Roman „Killing Britney“ ausgezeichnet und dürfte wohl auch mit diesem großen Jugendroman, „Brother Sister“ viele begeisterte Leser für sich gewinnen, denn dieser ist unglaublich mitreißend, toll erzählt und voller überraschender Wendungen.

Will ist eigentlich ein guter Kerl. Eigentlich. Zumindest sieht ihn seine Schwester Asheley so. Aber Will hat zwei Gesichter. Er ist ein guter Golfer, hat aber keine Freunde und rastet schnell aus. Zuhause, wo ihre alkoholabhängige Mutter sitzt, hält er es kaum aus. Aber für Asheley, seine Schwester, würde er alles tun. Doch dann passiert etwas Tragisches, dass Asheleys Welt vollkommen auf den Kopf stellt: ihr Freund Craig wird ermordet. Von Will. Und sie fühlt sich mitschuldig …

Wow! Die Geschichte scheint erst so harmlos, entwickelt aber einen unglaublichen Sog, aus dem man sich als Leser kaum befreien kann. Nicht nur die unglaublich toll gezeichneten Charaktere, besonders natürlich die aufgeweckte Asheley und der coole, unnahbare und schwer einzuschätzende Will, haben es mir bald angetan, sondern auch die sehr sichere Art des Autors, mit wenigen Worten Spannung zu erzeugen.

Das Buch lässt sich sehr angenehm lesen, wird niemals langweilig, überrascht, bietet Momente zum Nachdenken und beschert Gänsehaut. Lesenswert!


~Fazit~

Eine Geschichte über eine innige Geschwisterliebe, die nicht vor dem Tod zurückschreckt. Rasant, packend, großartig erzählt - ein Pageturner! Von mir gibt es 5 von 5 Punkten und ein Amazing. (DL)

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