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Jennissimo
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adoption, nov.12, kochen;liebe, familie

Jennissimo

Susan Mallery , Katja Henkel
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.09.2012
ISBN 9783862783496
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Inhalt
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Frisch geschieden kehrt Jenna Stevens zurück in ihre kleine Heimatstadt Georgetown, um sich dort in der Nähe ihrer Adoptiv-Eltern eine neue Existenz aufzubauen und ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen. Einst eine erfolgreiche Chefköchin im glamourösen Los Angeles ist sie nun stolze Besitzerin eines noch bis dato wenig ertragreichen Küchenladens in einer texanischen Kleinstadt, der kaum eröffnet schon wieder vor der Pleite steht.
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Und nicht nur finanziell drückt der Schuh, nein, plötzlich sieht sich Jenna mit ihren biologischen Eltern konfrontiert, die den Prototyp der Flower-Power Generation verkörpern und gerne mal mit dem Universum kommunizieren. Damit nicht genug, stellt die Hippie-Mama ihr ausgerechnet mit einem Heilpraktiker für alternative Heilmethoden einen Kerl vor, der durchaus einen zweiten Blick wert ist …
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Einschätzung
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Vollkommen anders als erwartet und trotzdem eine wirklich gelungene Überraschung – so erst mal kurz und bündig zusammengefasst. Auf der Rechnung hatte ich eigentlich eine typische Romantikkomödie à la Susan Mallery, die mit schrägen Protagonisten ähnlich aus Fools Gold oder den Titan Schwestern aufwarten kann und uns dabei spielerisch-leichten Herzschmerz bietet. Also kurz gesagt: gut verdauliches Lesehäppchen für zwischendurch, das beim Schmökern einfach nur für gute Laune sorgt! So in etwa waren meine Vorstellungen von diesem Schmöker … doch weit gefehlt, denn locker und leicht geht es nur bedingt zu, da die Autorin sich hier doch teilweise etwas ernsten Inhalten widmet, die berühren und auch unter die Haut gehen.
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Mit „Jennissimo“ präsentiert uns Susan Mallery eine Lektüre, in deren Mittelpunkt eine junge Frau steht, die sich einem komplett neuen Lebensabschnitt stellen muss, nachdem ihr Privat- und Berufsleben in Trümmern liegt. Wir Leser klinken uns genau an dieser Stelle ein, um mitzuverfolgen, wie sie mühsam versucht, wieder auf die Beine zu kommen.
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Mit Jenna stellt uns die Autorin eine Romanheldin vor, bei der schon nach wenigen Seiten klar wird, welch tiefe Spuren die Trennung vom Ehemann hinterlassen hat und wie wenig Selbstbewusstsein noch vorhanden ist. Und wie der Klappentext schon verrät, tauchen dann auch noch genau zu diesem Zeitpunkt ihre leiblichen Eltern auf, die mit ihrer alternativen Lebensweise zusätzlich für Aufregung sorgen und schwupps, befinden wir uns mit Jenna auf einer emotionalen Achterbahnfahrt der Gefühle.
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Aber die Autorin setzt da noch munter einen drauf und schickt unsere Romanheldin auch noch auf die Männerpirsch. Dabei hab‘ ich ehrlich gedacht: Na, hoffentlich ist das jetzt nicht ein bisschen zu viel an Drama und wir enden samt Jenna in einer Endlosschleife von Gefühlschaos. Doch die Sorge war völlig unbegründet, denn die Love Story steht gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern fungiert eigentlich nur als nettes Beiwerk, obwohl sie wirklich nuanciert und stimmig in das Geschehen eingebunden wurde. Infolgedessen kommen wir natürlich (und leider) auch nicht in den Genuss ausgiebiger und sexy Liebesszenen, die uns aus den vorangegangenen Schmökern der Autorin so vertraut sind.
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Mallery beweist aber einmal mehr, dass sie wirklich ein Händchen für ungewöhnliche Figuren hat und setzt dabei mal wieder voll auf das Kontrastprogramm, was menschliche Charaktere so zu bieten haben: „Normalo“ meets Exzentrik. Da treffen wir Jennas konservativ-traditionelle Adoptiv-Eltern, die wohl die meisten Leserinnen von uns auch so ähnlich von zu Hause aus kennen und als Gegensatz gibt’s leibliche Eltern, die nicht nur alte Woodstock-Zeiten als fleischgewordene Blumenwiese wieder aufleben lassen, sondern auch den modernen Zeitgeist der Hippie-Generation munter drauf los zelebrieren. Diese Szenen sorgen dann hin und wieder für eine ausgelassene Leseatmosphäre und der ein oder andere Schmunzler ist da garantiert.
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Zusätzlich gibt’s auch noch einen mehr als interessanten Nebenplot, in dem die gute Violet ihre Story erzählen darf und ich muss ehrlich gestehen: Deren Geschichte samt erschütternder Vergangenheit hat mich doch auch sehr bewegt und kleinere Spuren hinterlassen, wobei das Finale von „Jennissimo“ dann endgültig für erhöhten Wasserstandspegel in den Äuglein gesorgt hat.
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Fazit
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Ein etwas anderer Roman von Susan Mallery, der auf den ersten Blick nicht dem typisch zeitgenössischen Liebesroman entspricht, den wir von der Autorin gemeinhin kennen, aber durchaus auch seinen Reiz hat und mit melancholischen und traurigen Untertönen zu überzeugen weiß. Und „Frau“ zeigt sich da ja durchaus flexibel, gerade wenn es sich wie hier um eine ihre Lieblingsautorinnen handelt und man überrascht feststellt: Susan Mallery hat’s einfach drauf. Von mir gibt’s volle 5 Punkte für diesen Schmöker der etwas anderen Art! (AK)

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Julia für immer
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liebe, julia, romeo, fantasy, shakespeare

Julia für immer

Stacey Jay , Antje Görnig
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Egmont Ink, 08.02.2012
ISBN 9783863960216
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Julia und Romeo opferten im Jahr 1304 nicht ihr Leben im Namen der Liebe. Die Geschichte, so wie wir sie kennen, soll eine Lüge sein, denn Romeo tötete seine Julia, um als unsterblicher Söldner der Apokalypse weiterzuleben. Seither verhindert er, dass Seelenverwandte zueinander finden, indem er einen der beiden dazu bringt, die Liebe zu verraten – so wie er es damals selbst getan hat.

Auch Julia erlangte durch Romeos Verrat Unsterblichkeit. Als Botschafterin des Lichts hat sie die Aufgabe, die wahre Liebe zu stärken und Seelenverwandte zu vereinen. Und so kämpft das bekannteste Liebespaar aller Zeiten nunmehr seit über 700 Jahren für zwei grundverschiedene Seiten – für Gut und Böse – was sie zu erbitterten Feinden macht.

Doch was geschieht, wenn die Grenzen zwischen Gut und Böse – zwischen richtig und falsch – verschwimmen? Wenn eine Botschafterin des Lichts selbst Gefühle für einen Jungen entwickelt, der einer anderen gehören soll? Und wird es Romeo schaffen, seine inneren Dämonen zu besiegen, um sich, aber auch Julia, vor einer ungewissen Zukunft im Nebel zu retten?

Einschätzung

Mit „Julia für immer“ präsentiert Stacey Jay eine völlig neu interpretierte „Romeo und Julia Story“, oder besser gesagt, sie spinnt die Geschichte ab dem Tod der beiden weiter, wobei sie hie und da ein paar wesentliche Änderungen am Ausgang des Originals vorgenommen hat.

Gleich vorweg muss ich sagen, dass mich schon die Idee, die hinter der Neufassung steckt, richtig neugierig gemacht hat. Ein Romeo, der seine Julia verraten haben soll, um Unsterblichkeit zu erlangen? Und eine Julia, die als Botschafterin für die wahre Liebe kämpft? Dabei kann nur eine emotionsgeladene und spannende Geschichte rauskommen und genau so ist es auch!

Die Autorin hält nichts von langer Vorrede, sondern wirft den Leser gleich direkt ins Geschehen:

Ariel, das unscheinbare und zurückhaltende Mädchen mit den Narben im Gesicht, verursacht einen Autounfall, indem sie ihrem unliebsamen Date Dylan ins Steuer greift. Während Dylan an den Folgen des Unfalles stirbt und Romeo seinen Körper für sich beansprucht, wird Ariels Seele in den Nebel geschickt und Julia schlüpft in den Körper des Mädchens, um ihren neuen Auftrag zu übernehmen. Dieser besteht darin, Ariels beste Freundin Gemma und deren Mitschüler Ben zusammenzubringen. Doch schon bei der ersten Begegnung mit Ben spürt Julia so etwas wie Vertrautheit und Anziehung zwischen ihnen, was sich bei jedem Aufeinandertreffen intensiviert.

Wie soll Julia es schaffen, die großspurige und nicht immer sehr nette Gemma mit dem rücksichtsvollen und durch und durch korrekten Ben zusammenzubringen, wenn sie sich doch selbst zu ihm hingezogen fühlt? Eine Aufgabe, die unlösbar scheint und nicht nur bei Julia für ein ziemliches Gefühlschaos sorgt. Auch als Leserin ist man in ständiger Erwartung, ob und wie sich die Gefühle der beiden entwickeln und ob sie zueinander finden werden. Romeo, der langsam aber sicher dem Wahnsinn verfällt, hat hier allerdings auch ein Wörtchen mitzureden. Immerhin will er um jeden Preis verhindern, dass Julia ihrer Aufgabe gerecht wird – bis sich das Blatt wendet und er Julias Vertrauen gewinnen möchte, nicht ohne Hintergedanken versteht sich …

Stacey Jays Schreibstil würde ich als angenehm flüssig beschreiben, gewürzt mit sehr schönen Formulierungen, die sie immer wieder an passenden Stellen einfließen lässt. Vor allem Romeos Gedankengänge, die ich fast schon als poetisch bezeichnen würde, fand ich echt gelungen. Die Figuren besitzen allesamt Ecken und Kanten, was die Geschichte in meinen Augen besonders macht. Auch dass die Autorin hier keine Figur einfach nur böse oder durch und durch gut sein lässt, fand ich erfrischend. Ich mag nichts weniger als diese typische Schwarz/Weiß-Malerei, die es hier definitiv nicht gibt.

Auch die Liebesgeschichte fand ich gelungen, auch wenn es da im späteren Verlauf doch ein wenig sehr süß hergeht, empfand ich das jetzt nicht als zu übertrieben – wobei diese Szenen schon ein wenig das Tempo der insgesammt sehr interessanten Story bremsen. Anzumerken wäre vielleicht noch, dass es stellenweise doch recht rasant und manchmal auch ziemlich brutal zugeht – insgesammt passten diese Szenen jedoch sehr gut ins Gesammtbild der Geschichte.

Fazit
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„Julia für immer“ ist ein gelungener Jugendroman, der für spannende und kurzweilige Leseunterhaltung sorgte. Schon die Idee fand ich klasse und wie ich finde, ist auch die Umsetzung gut gelungen. Von mir gibt es gute 4 von 5 Punkten mit klarer Tedenz nach oben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Romeo in Romeo Redeemed auch sein Glück finden darf. Der zweite Teil erscheint allerdings erst im Oktober 2012 auf Englisch. (PH)

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