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Zaubersommer in Friday Harbor
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

glas, liebe, magie, liebesroman, brüder

Zaubersommer in Friday Harbor

Lisa Kleypas , Anita Sprungk
Flexibler Einband
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.05.2013
ISBN 9783862787180
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

~Inhalt~

Lucy Marinn ist eine ganz ungewöhnliche Glaskünstlerin und gestaltet wahre Meisterwerke mit ihren fähigen Händen. Dass dabei gelegentlich auch Glühwürmchen und Schmetterlinge zustande kommen, ist selbst Lucy nicht ganz geheuer. Nicht dass die Leute davon wüssten, und überhaupt plagen sie momentan noch ganz andere Sorgen: Ihr Freund Kevin hat nach zweijähriger Beziehung die Nase voll und wechselt sie auch noch gegen ihre jüngerer Schwester Alice aus, was das eh schon angespannte Verhältnis zwischen den beiden Damen nicht unbedingt besser macht. Doch als Lucy dem attraktiven Sam Nolan über den Weg läuft, scheint auch ihr Liebeslieben wieder in Schwung zu kommen …

~Einschätzung~

Wir wechseln mal kurzerhand von der kalten in die warme Jahreszeit, landen dafür aber im selben Ort: Nach dem “Winterwunder in Friday Harbour” gibt’s nun den “Zaubersommer” und damit sind wir auch schon bei Teil zwei der Serie in besagtem Städtchen.

Nach Mark Nolan darf sich nun als nächstes sein jüngerer Bruder Sam beweisen, der sich ja schon einige kürzere Auftritte im Vorgängerband verschafft und sich uns dort als angehender Winzer vorgestellt hat. Als Onkel der kleinen Holly darf er sich nun hier auch etwas intensiver versuchen und gibt da für meinen Geschmack eine richtig gute Figur ab.

Lisa Kleypas schickt mit Sam einen echten Beziehungsphobiker an den Start und stellt ihm mit Lucy ein weibliches Pendant an die Seite, die immer noch an den Nachwehen ihrer letzten Beziehung leidet. Eine Verbindung also, bei der schon so einige Startschwierigkeiten vorprogrammiert sind und sich Zweifel und Vorbehalte wie ein roter Faden durch das Geschehen ziehen. Die Autorin gewährt uns auch einen wirklich ausführlichen Blick auf den familiären Hintergrund der beiden, was eine nicht ungewichtige Rolle spielt, denn eine problematische Vergangenheit können sich da beide auf die Fahne schreiben – und natürlich bekommt man da als Leserin schon so ein „Feeling“ für die Romanfiguren, warum sie heute sind, wie sie sind. Hier gilt mein ganzer Respekt vor allem auch der guten Lucy, deren „Problem aus der Vergangenheit“ in Gestalt dieser unsäglichen Schwester ja noch immer präsent ist und sich zu einer echten Nemesis entwickelt hat.

Die Zeitspanne beim Kennenlernen unseres Duos liegt hier auch schön verteilt auf ein paar Monaten, was mir persönlich eigentlich immer recht gut gefällt. Muss ja schließlich nicht immer so sein, dass die Turteltäubchen quasi schon beim Kennenlernen alle Hüllen fallen lassen und sich dann schnurstracks in die Horizontale begeben :-} Die Krux hier an der Sache ist aber, dass vielleicht genau dieses bedächtige Nähern sich als klitzekleiner Nachteil entpuppt, denn irgendwie ist der Flirtfaktor zwischen den beiden dadurch nicht vollständig im Maximalbereich. Aber gut, das ist mal wieder in die Kategorie „Wunsch nach Rosakarierten Maiglöckchen“ zuzuordnen, denn insgesamt geben die beiden mehr als ein stimmiges Pärchen ab.

Und ja … auch hier gibt’s wieder einen Hauch von Magie, was jetzt für meinen persönlichen Geschmack nicht unbedingt hätte sein müssen, da ich finde, dass die Story so schon genügend hergibt. Aber das ist ja auch immer so ein bisschen Geschmackssache …

Übrigens gibt’s ein kurzes Wiedersehen mit den Protagonisten aus dem Vorgängerband, bei denen es auch mit großen Schritten vorangeht, und auch zukünftige Akteure werden hier schon mal vorgestellt. Mit Zoe und Justine Hoffman zeigt sich in dieser Hinsicht die weibliche Fraktion recht gut aufgestellt und der „Problemfall“ der Familie Nolan in Gestalt von Alex leidet hier auch schon mal sehr exzessiv vor sich hin.

~Fazit~

Ein gefälliger zweiter Teil der Friday Harbour Serie, der sich durchaus als Wohlfühllektüre entpuppt und richtig gut unterhält. Ich persönlich gebe da dem Sommer noch vor dem Winter in Friday Harbor den Vorzug ;-) Mal gespannt, was die nächste Jahreszeit für uns bereithält. Von mir gibt’s gute 4 von 5 Punkten mit Tendenz nach oben für unsere feinsinnige Glaskünstlerin und ihren Winzer! (AK)

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Zwischen dir und mir
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(20)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

jugendroman, arm, alex, lisa, schule

Zwischen dir und mir

Lino Munaretto
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 18.03.2013
ISBN 9783570308318
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Lisa Jahnke und Alexander Zucker – zwei Teenager so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Sie, das allseits beliebte Mädchen aus gutem Haus, er der Außenseiter aus einer dysfunktionalen Familie. So verschieden auf den ersten Blick und doch, bei genauerem Hinsehen, verbindet diese beiden mehr, als sie sich zunächst eingestehen wollen. Gestört wird ein zartes Aufblühen von Verbundenheit nicht nur von Lisas Vorzeige-Freund Dennis, sondern auch vom Rest ihres sozialen Umfeldes …

~Einschätzung~

Gleich mal vorab: Zur eigentlichen Leser-Zielgruppe des Genre Young Adult gehöre ich schon eine ganze Weile nicht mehr, was mich aber durchaus nicht davon abhält, hin und wieder in Genres herum zu wildern, die meinem fortgeschrittenen Alter nicht mehr entsprechen und doch immer wieder mein Leserherz erobern.

Schuld daran ist die Dame Elkeles, die mich mit den Fuentes Brüdern oder ihrer Leaving Paradise Serie für sich dermaßen begeistern konnte, dass ich seitdem ständig auf der Pirsch nach ähnlichem Lesestoff bin. Und siehe da: Mit Mit „Zwischen Dir und Mir“ von Lino Munaretto ist mir da doch ein Fisch ins Netz gegangen, der vom Cover und Klappentext doch zumindest mal einige Ähnlichkeiten aufweist.

Lino Munaretto präsentiert uns mit Lisa und Alex ein Teenie-Pärchen, das wunderbar konträr daherkommt, mit scheinbar unüberwindlichen Hindernissen auf dem Weg zu einem Liebespaar konfrontiert wird und doch diese Herkules-Aufgabe irgendwie stemmt.

Da haben wir auf der einen Seite die hübsche Lisa, Klassenbeste und zunächst auch so was wie die Sympathieträgerin in ihrer Girlie-Clique, einen echten Vorzeige-Freund an ihrer Seite, womit sie auf den ersten Blick eigentlich alles hat, was man sich als Fünfzehnjährige nur wünschen kann.
Aber auch da gewährt uns der Autor recht früh einen Blick hinter Lisas Fassade und man erkennt schnell: Hier ist mehr Schein als Sein…

Mit dem guten Alex stellt ihr der Autor einen Kerl an die Seite, der einen richtig guten Gegenpart abliefert. Ein Bad Boy, der den coolen und lässigen Typen in Perfektion verkörpert und sein Image des bösen Buben doch so ein bisschen hegt und pflegt, dabei mit Alkohol und Gras immer mal wieder negativ auffällt, man aber als Leserin immer auf der sicheren Seite ist, dass der Bursche nie so ganz über die Stränge schlägt. Und auch hier gilt: Raue Schale weicher Kern, denn Mr. Macho hat durchaus das Herz auf dem rechten Fleck, und der Kerl weiß sehr gut, wo seine Grenzen eigentlich liegen. Da hat ihm der Autor doch jede Menge „gesunden Menschenverstand“ an die Hand gegeben, und man hat als Leserin irgendwie nie das Gefühl, dass Alex’ Eskapaden ausufern, und mal ehrlich: Mit einer solchen Mutter und einem älteren Bruder ist das nun wahrlich keine leichte Aufgabe!

Interessant übrigens, dass eigentlich meist die gute Lisa die treibende Kraft beim Anbaggern ist und sie doch etwas mehr investiert als ihr Gegenüber. Da strahlt sie einfach deutlich mehr Optimismus aus als Alex, bei dem das Glas doch meist eher halb leer statt halb voll ist. Mit einem ständigen Perspektivwechsel aus der Sicht unserer beiden Hauptprotagonisten gibt’s auch reichlich Abwechslung, sodass man auch prima einen Einblick in die meist aufgewühlte und durcheinander geratene Gefühlswelt der zwei Teenies bekommt.

Leserinnen, die die Herren Fuentes ebenfalls schon kennenlernen durften, werden hier sicherlich das ein oder andere Déjà-vu Erlebnis haben und feststellen, dass die Grundbausteine durchaus vergleichbar mit einigen Elkeles Schmökern sind, wobei für meinen Geschmack den Protagonisten hier so ein bisschen die Tiefgründigkeit und Lebendigkeit fehlt. Die sich anbahnende Love Story hätte für meinen Geschmack auch gerne einen Hauch intensiver und spürbarer daherkommen können. Mir haben hier vor allem die emotionalen und gefühlvollen Situationen ein bisschen gefehlt. Vom Ansatz her hätte da außerdem auch ein bissel „Fummeln“ ruhig sein dürfen, auch wenn wir uns hier im Genre für „junge Leser“ befinden.

~Fazit~

Fans von Simone Elkeles oder Kody Keplinger dürften hier mal ganz kurz aufhorchen und es vielleicht mal auf einen Versuch mit diesem Schmöker ankommen lassen, denn ein süßes Liebesabenteuer basierend auf dem Hintergrund von unterschiedlichem sozialen Milieus bringt ja immer richtig Lesespaß. Hier sollte man allerdings vorher in Betracht ziehen, dass unser Teenie-Pärchen nicht so ganz ein ausgefeiltes Profil aufzeigt wie beispielsweise die Protagonisten von Elkeles. Nichtsdestotrotz gibt’s von mir vier von fünf Punkten für Alex und Lisa! (AK)

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Zurückgeküsst
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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

exmann, romance, architekt, scheidung, scheidungsanwältin

Zurückgeküsst

Kristan Higgins
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2012
ISBN 9783862784844
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Inhalt:
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Für Harper James, erfolgreiche Scheidungsanwältin, kommt es momentan knüppeldick: Ihr so gut durchdachter Heiratsantrag an Langzeitfreund Dennis kommt nicht wirklich gut an und ihre bereits zweimal geschiedene Stiefschwester Willa scheint fest an den Spruch „Aller guten Dinge sind drei“, zu glauben, denn die dritte Eheschließung steht kurz bevor. Und Ehemann Nummer drei entpuppt sich ausgerechnet als Christopher Lowery, Halbbruder von Harpers Exmann Nick, der sich nun wieder ungefragt in ihr wohlsortiertes Leben reindrängt…
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Einschätzung:
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Na, endlich! Das wurde ja auch Zeit, dass der nächste Higgins aus der Versenkung auftaucht! Ich als absolut bekennende Anhängerin der Autorin hab’ schon ganz ungeduldig mit den Hufen gescharrt ob der nächsten Veröffentlichung und konnte den Schmöker gar nicht schnell genug in Händen haben, zumal der Klappentext mal wieder typisch witzige und schräge Unterhaltung à la Kristan Higgins verspricht. Will heißen: eine skurrile Hauptprotagonistin, die gerne mal mit reichlich Anlauf in jedes verfügbare Fettnäpfchen hechtet und dabei für allerlei Situationskomik sorgt, bei der wir Leserinnen uns doch gerne mal die ein oder andere Lachträne aus den Augen wischen dürfen.
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Tja… in diesem Fall gibt’s bei „Zurückgeküsst“ eine kleine, aber feine Überraschung, denn die Autorin präsentiert uns hier einen Schmöker, der noch einige zusätzlich und vor allem unerwartete, aber wirklich gelungene Attribute in petto hat.
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Da haben wir zunächst mal mit der guten Harper eine Hauptprotagonistin, die auf den ersten Blick nach einem ähnlichen Muster ihrer Vorgängerinnen gestrickt ist: auf Männerpirsch und immer an ihrer Seite die schon obligatorische Töle, die auch so ihre Macken hat und schrullige Familienmitglieder im Schlepptau dürfen da natürlich auch nicht fehlen. So weit, so gut: Diese Themen können wir als stimmig abhaken, aber interessanterweise hält sich die Autorin hier nicht an ihr übliches Muster, sondern holt doch etwas weiter aus und verleiht da speziell unserer weiblichen Hauptfigur etwas mehr Kontur und Tiefgang.
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Die gute Harper hat da zu Beginn bei mir mal gleich so einen etwas ruppigen und schroffen Eindruck hinterlassen, den die Autorin aber im Laufe des Geschehens gerade rückt und mit einem etwas genaueren Blick auf Harpers Vergangenheit kann man deren zynisches Gehabe durchaus nachvollziehen. Da spürt man als Leserin auch ganz deutlich, welch’ seelische Narben Kindheit und ihre erste Ehe bei ihr hinterlassen haben, wenn es während des Geschehens zur Aufarbeitung dieser Ereignisse kommt. Das sind die Lesemomente, bei der doch einige traurige und melancholische Untertöne deutlich mitschwingen.
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Mit Nick haben wir übrigens auch einen männlichen Hauptprotagonisten, der sich uns Leserinnen eben nicht nur aus dem Hintergrund vorstellt, sondern auch auf Augenhöhe mit Harper agiert und sich deutlich mehr ins Geschehen einbringt als seine Vorgänger. Dadurch steht das neuerliche romantische Anbandeln unseres Duos auch absolut im Fokus des Geschehens und wir lernen den Kerl auch richtig gut kennen.
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Überhaupt spielen auch hier wieder diverse Familienmitglieder eine größere Rolle, da hat Higgins die Romanfiguren rund um Nick und Harper toll besetzt – ob Harpers heiratswütige Stiefschwester Willa, ihr mundfauler Dad oder BeverLee, Harpers exzentrische Stiefmutter, die gerne mal wegen Liebestipps bei ihrer Schwiegertochter anfragt.
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Selbstverständlich versorgt uns die Autorin auch hier wieder mit reichlich humorigen und komischen Momenten, herrlich kombiniert mit schlagfertigen und spritzigen Dialogen, das Ganze aber etwas dosierter und zurückhaltender und mit ganz subtiler Ernsthaftigkeit und Sachlichkeit versehen. Zwei Sachen, die in vorangegangenen Romanen eher weniger vertreten waren, der Story hier aber wunderbar zu Gesicht stehen und ich persönlich einfach nur toll fand.
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Fazit:
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Ob schräger unkomplizierter Chick-Lit oder zeitgenössischer Liebesroman mit etwas ernsteren Untertönen – Kristan Higgins beweist einmal mehr, dass sie kurzweilig und spielerisch unterhalten und dabei ihre Romanfiguren herrlich passend in Szene setzen kann. Von mir gibt’s volle 5 von 5 Punkten für Harper und Nick! (AK)

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Zerrissenes Herz
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dez.12

Zerrissenes Herz

Susan Wiggs , Ivonne Senn
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783862783403
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt:
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Daisy Bellamy steht zwischen zwei Männern und muss sich entscheiden: Entweder für Logan, den leiblichen Vater ihres Sohnes Charlie oder für Julian, Daisys Jugendliebe und ja, fast schon ihr Seelenverwandter. Die Wahl zwischen fürsorglicher Vernunft und stürmischer Leidenschaft mutet nicht allzu schwer an und die Entscheidung scheint gefallen - doch das Schicksal meint es anders ...
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Einschätzung:
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Na endlich, nach langem Warten ist sie schlussendlich da: Die Story von Daisy Bellamy. Und uns Serienjunkies brennt da ja wohl eine Frage ganz dringend unter den Nägeln: Wer wird denn nun der Auserkorene sein, der unserer Daisy das langersehnte Happy End beschert?
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Mal ganz unter uns gesagt: Mein Herz schlägt ja eindeutig für den freakigen Julian und ich musste mir es hier doch das eine oder andere Mal verkneifen bis zum Ende zu blättern, um herauszufinden, ob mein persönlicher Favorit denn auch das Rennen macht. Irgendwie hat man ja auch im Kopf, wie das Ganze so laufen könnte und spekuliert da mal munter drauf los. Zugegebenermaßen habe ich mich hier aber mal schwer verkalkuliert, denn Susan Wiggs hat mich ein bisschen mit dem Verlauf in "Zerrissenes Herz" überrascht, denn da gibt's doch die eine oder andere Wendung, die ich persönlich nicht ganz so auf der Rechnung hatte.
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Die Autorin präsentiert uns einen Schmöker, der doch sehr auf den Emotionen und Gefühlen der jungen Frau aufbaut, was ja an sich auch nicht das Schlechteste ist, wollen wir Leserinnen doch immer gerne in die Gefühlswelt unserer Romanfiguren eintauchen und so richtig schön mitfühlen und mitleiden können. Soweit so gut: Hier aber hat sich das für mich persönlich etwas schwieriger gestaltet, da die Story fast ausschließlich von den Stimmungslagen Daisys lebt und in diesem Fall umfassende und intensive Glücksmomente unserer Hauptprotagonistin wirklich rar gesät sind.
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Es dominieren zu Beginn viel Traurigkeit und Verzweiflung, im Laufe des Geschehens macht sich melancholische Schwermut breit und das begleitet uns praktisch bis zum Ende, wo freilich die von mir so vermisste Fröhlichkeit und Hochstimmung unserer Hauptprotagonistin dann noch zum Tragen kommt.
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Nicht falsch verstehen: Einige schöne und heitere Momente im Verlauf gibt's auch, wenn beispielsweise Charlie mit von der Partie ist und wir Zeuge von Daisys Mutterglück werden oder sobald die junge Frau beim Fotografieren scheinbar all ihre Sorgen vergisst und sich fallen lässt. In all diesen Momenten wird die Leseatmosphäre etwas lockerer und leichter und man spürt als Leserin deutlich, wie die gute Daisy quasi aufblüht.
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Und genau hier haben wir auch schon die Krux: Dieses epische Erzählen von Susan Wiggs ist eben auch eine ausgemachte Stärke von ihr, in deren Genuss wir ja schon in den Vorgängerbänden kommen durften. Da hat sie uns schon reichlich mit tollen Beschreibungen von Ort und Umgebung rund um den Willow Lake verwöhnt und uns am Gefühlsleben aller Romanfiguren eindringlich teilhaben lassen. Und gerade dieses Know-How bringt sie hier fast etwas im Übermaß ein, da hätte vielleicht noch das ein oder andere zusätzliche Highlight der Story ganz gut getan.
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Und jetzt wird's noch ein bisschen knifflig: Denn von Daisys Traurigkeit und Kummer zu erzählen, würde auch bedeuten: Übermäßig aus dem Nähkästchen plaudern und zu viel über Daisys Liebeswirrwarr mit ihren zwei Kerlen zu verraten. Das werde ich mir hier mal tunlichst verkneifen.
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Mit Daisys Romanze ist ja eigentlich das Finale der "Lakeshore Chronicles" eingeläutet, aber da in dieser Serie gleich zweimal die Reihenfolge durcheinander gewirbelt wurde, gibt's noch Nachschlag für uns deutsche Leserinnen: Zum einen im November 2012 wo Maureen Davenport in "Weihnachtsengel gibt es doch" mit Eddie Haven ihren Mann fürs Leben findet, zum anderen kommt Daisys Mutter Sophie im Januar 2013 in "Was der Winter verschwieg" noch unter die Haube. Beide Paare finden hier in "Zerrissenes Herz" übrigens kurze Erwähnung.
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Fazit:
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Ein feinfühlig erzählter Lebensabschnitt der Daisy Bellamy, beim dem eindeutig das Gefühlsleben unserer Hauptprotagonistin im Mittelpunkt steht und ansonsten wenig Beiwerk geboten wird. Alles in allem aber ein mehr als würdiges Finale der "Lakeshore Chronicles" und für alle Fans der Serie ein echtes Muss. Von mir gibt's gute 4 von 5 Punkten für Daisy und ??? (Also bitte: Selbst lesen zwinker) (AK)

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Zero Unit
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(7)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

finale, lügen, misstrauen, storm, christopher alexander zane.

Zero Unit

Nina Bruhns , Dorothea Kallfass
Flexibler Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Lyx, 01.07.2012
ISBN 9783802585166
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt
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Die Wissenschaftlerin Dr. Gina Cappozi erholt sich nur langsam von den traumatischen Folgen ihrer monatelangen Geiselhaft in Terroristenhand und versucht nun stückweise ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen. Dabei verliert sie aber ein Ziel nie aus den Augen: Rache an Gregg van Halen! Der Mann, den sie einst von ganzem Herzen geliebt hat und der sie dann eiskalt und ohne ein Blick zurückwerfend den Händen brutaler Terroristen ausgelieferte.
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Doch die Gefahr scheint noch nicht gebannt, denn die Verbrecher machen weiter erbarmungslos Jagd auf Gina. Nur knapp entgeht sie einem Mordanschlag, den ausgerechnet Gregg van Halen im letzten Moment vereitelt und ihr dabei das Leben rettet…
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Einschätzung
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Die „Passion of Danger“ Trilogie biegt auf die Zielgerade ein! Mit Gina Gappozi und Gregg van Halen rücken nun endlich meine persönlichen Favoriten der Serie ins ganz große Scheinwerferlicht und ja, die emotionale Achterbahnfahrt der beiden geht hier rasant in die nächste Runde.
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Die komplizierte Liaison unseres Duos hat ja eigentlich schon in den beiden Vorgängerbänden begonnen. Da gab es schon ein reichlich leidenschaftliches Miteinander und man hat fasziniert miterleben können, wie die beiden eine Art Hassliebe verbindet (mit der Betonung auf Liebe). Dieses heftige Knistern zwischen dem Paar hat die Autorin so intensiv und eindringlich eingefangen, dass einem fast die Fingerspitzen beim Lesen glühen, sobald die zwei aufeinander losgelassen werden.
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Ginas Darstellung als starke und toughe Frau, die ihre brutale Gefangenschaft hinter sich zu lassen versucht, fand ich wirklich toll gelungen. Allerdings hat sie mir schon in „Tiefer Fall“ mächtig imponiert, als sie unerbittlich und hartnäckig die Suche nach ihrer Freundin Rainie vorantrieb und sich wirklich von nichts und niemanden hat einschüchtern lassen.
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Der gute Gregg hingegen entspricht ja mit seinen rätselhaften Auftritten so herrlich dem typischen Klischee des geheimnisvollen und düsteren Geheimagenten, dem das Testosteron aus allen Poren trieft, während er diese gefährliche Aura ausstrahlt, die einen wahrlich gefangen nimmt und fasziniert.
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Sicherlich auch hier wieder kleiner Kritikpunkt, dass die Autorin neben unserem eigentlichen Heldenpaar noch einige Nebenschauplätze in Sachen Liebe aufmacht, die der einen oder anderen Leserin vielleicht „too much“ sein könnten. Nina Bruhns hat ja auch schon in den beiden Vorgängerbänden für etwas Gedränge unter den Protagonisten gesorgt und immer mal wieder mehrere Liebespärchen an den Start geschickt.
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Neben Gina und Gregg haben wir hier noch Rebel Haywood und Alex Zane und das dritte Duo Sarah McPhee und Wade Montana im Einsatz. Und ja, es wird fast ein bisschen unübersichtlich. Vor allem dann, wenn man die Vorgänger nicht gelesen hat, denn frühere Beziehungskisten spielen hier eine nicht unerhebliche Rolle, wobei noch offene Handlungsstränge verschiedener Beziehungen miteinander verflochten werden – mit teilweise überraschenden Konstellationen.
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Unbedingt erwähnenswert – weil echte Highlights – sind die Momente, die Nina Bruhns für uns Leserinnen neben all dem Spektakel rund um Terroristen und Bombenanschlägen noch so zu bieten hat: Sie geizt auch hier wieder nicht mit erotischen und megaheißen Sexszenen, bei denen unsere Liebespaare explizit zu Werke gehen dürfen. Diese Szenen sind wahrlich nicht von schlechten Eltern. zwinker
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Fazit
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„Bittere Wahrheit“ zeigt sich durch und durch als gelungener Abschluss der Zero-Unit Reihe und bietet für den eingefleischten Military Romance Fan packende und spannende Unterhaltung: Ein actionreicher Plot, der modern und rasant in Szene gesetzt ist und dabei aufreibenden Nervenkitzel bietet, gespickt mit mächtig viel Liebeswirrwarr und mein ganz persönlich perfekten Schmöker ist geboren! Von mir gibt’s mir 5 von 5 Punkten für STORM-CORPS samt sexy Helfershelfern! (AK)
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Reihenfolge der Zero Unit Trilogie:
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1) Tiefer Fall
2) Böses Erwachen
3) Bittere Wahrheit

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Zu Hause redet das Gras
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(21)

44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

afrika, internat, england, farm, will

Zu Hause redet das Gras

Katherine Rundell , Henning Ahrens
Fester Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.03.2012
ISBN 9783551582645
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Wilhelmina, die von allen nur Will genannt wird, lebt ein glückliches, zufriedenes Leben zusammen mit ihrem Vater auf einer kleinen Farm in Afrika. Sie ist ein kleiner Wildfang, liebt die Natur über alles und hat ein Herz aus Gold. Als ihr Vater eines Tages verstirbt, muss sie ihre geliebte Heimat verlassen und wird auf ein Internat in London geschickt. Dort ist sie für alle nur „die fremde Wilde“, wird ausgeschlossen und schikaniert, bis Will es nicht länger ertragen kann und sich entschließt, abzuhauen, um nach Hause zurückzukehren …

Einschätzung:

Mit ihrem Jugendbuch „Zu Hause redet das Gras“ erzählt Katherine Rundell nicht nur die Geschichte eines beeindruckenden jungen Mädchens mit einem Herzen aus Gold, sie erzählt auch von Sehnsucht und Hoffnung, von Freundschaft und über das Leben selbst, das sich nicht immer von seiner besten und einfühlsamsten Seite zeigt.

Die Autorin unterhält ihre Leser mit tollen, facettenreichen Figuren, die man schnell liebgewinnt und einem lockeren, einfühlsamen und zugleich verträumten Schreibstil, der gerade in der ersten Hälfte, die in Afrika spielt, wunderbare Bilder während des Lesens entstehen und damit den Leser in eine atemberaubende Landschaft eintauchen lässt.

Zu Beginn der Geschichte erlebt man eine unbeschwerte Will, die in ihrer Heimat Afrika ein unbekümmertes, wohlbehütetes Leben führt, ohne Zwänge und im Einklang mit der Natur und den Tieren. Man begleitet das Mädchen auf halsbrecherischen Reitausflügen und im abenteuerlichen Spiel zusammen mit Simon, ihrem besten Freund. Man kann spüren, wie sehr Will sich wohl fühlt, wie glücklich sie ist und wie sehr sie die Freiheit und das einfache Leben in Afrika genießt.

In London soll sich das alles ändern. Dort ist alles neu und fremd für Will. Ihre Mitschüler sind völlig anders und können für das aufgeweckte, lebhafte Mädchen kein Verständnis aufbringen. Schlimmer noch, sie wird gemobbt und zu einer Außenseitern. Will fühlt sich unverstanden und einsam, ihre Sehnsucht nach zu Hause wird immer stärker. Doch Will wäre nicht Will, wenn sie nicht alles dran setzen würde, für sich und ihre Rückkehr nach Afrika zu kämpfen. Als sie auf ihrer Flucht einen Jungen kennenlernt, der ihr helfen und sich um sie kümmern möchte, muss das junge Mädchen begreifen, dass es überall Lichtblicke geben kann, nicht nur in Afrika …

Fazit

Mit „Zu Hause redet das Gras“ ist Katherine Rundell ein ganz wunderbares Jugendbuch gelungen. Die Geschichte um Will und ihre Sehnsucht nach zu Afrika, ihrem über alles geliebten zu Hause, berührt und steckt voller Lebensweisheiten. Gerne begleitet man das junge Mädchen auf seinen Abenteuern, leidet, fühlt und freut sich mit ihr, wenn sie dem Wunsch, nach Hause zurückzukehren, einen Schritt näher gekommen ist. Gerne vergebe ich für dieses rundum gelungene Buch 5 von 5 Punkten (DL)

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Zero Option
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(5)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

cia, auftrag, reisen, russland, thriller

Zero Option

Tom Wood , Leo Strohm
Flexibler Einband: 507 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.03.2012
ISBN 9783442476046
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt

Der eiskalte Auftragsmörder Victor steht derzeit im Dienst der CIA und soll mithelfen, zwei der größten Waffenhändlerringe zu zerschlagen. Um seine Haut zu retten, bleibt Victor keine andere Wahl als sich zu verpflichten, einige Aufträge für Roland Procter, den stellvertretenden Direktor der CIA, auszuführen. Ziel ist es, Vladimir Kasakov u. Baraa Ariff, beides mächtige Waffenhändler, auszuschalten. Vorerst scheint alles nach Plan zu laufen, bis sich das Blatt gehörig wendet und Victor vom Jäger zum Gejagten wird …

Einschätzung

Mit „Zero Option“ liefert Tom Wood die Fortsetzung rund um den Profi-Killer Victor (Codename Tesseract) und damit einen weiteren überzeugenden Action-Thriller, dem es weder an temporeicher Spannung und ausreichend Nervenkitzel noch an überraschenden Wendungen fehlt. Hier werden Nägel mit Köpfen gemacht und zwar kompromisslos – was klar Stärke dieses Romans und der Idee dahinter ist.

Der Schreibstil des Autors ist klar und direkt, um den heißen Brei wird nicht lange geredet, was Ausuferungen gar nicht erst zulässt. Einzig die Waffenkunde wird großgeschrieben und sehr detailverliebt ausgeführt, was für einen Laien vielleicht etwas zu viel sein könnte – ansonsten wurde hauptsächlich auf Tempo und Dynamik gesetzt, was dem Autor auch wirklich gut gelungen ist. „Zero Option“ entpuppte sich im weiteren Verlauf als wahrer Pageturner!

Die Brutalität und Gewaltbereitschaft der Waffenhändlerkreise wurde absolut glaubhaft beschrieben, genauso die Korruptheit einiger Beamten. Geld, Macht und Rachegefühle sind Antriebsmittel und regieren diese Welt in Eigenregie, wobei Moralvorstellung kein Begriff ist.

Der Berufsmörder Victor steht hier im Vordergrund des Geschehens und wird als eiskalter, brillanter Killer dargestellt, der seinen Mitstreitern meist um einige Schritte voraus ist. Der Kerl ist nicht aus der Ruhe zu bringen, während seine Gedankengänge immer wieder für Schmunzeleinlagen sorgten, was einen großen Teil seines Charmes ausmacht. Victor handelt nüchtern, überlegt und vorausschauend. Dennoch hat auch er Prinzipien, die ihn durchwegs sympathisch machen. So verurteil er zB. Gewalt gegenüber Kinder und hasst Gotteslästerungen – irgendwie witzig, wenn man bedenkt, womit er sich seine Brötchen verdient …

Wie sehr konstruiert die Rahmenhandlung wirkt, darüber könnte man sich streiten oder einfach über den einen oder anderen kleinen Schnitzer hinwegsehen. Ich habe von vorne herein kein brillantes Machwerk erwartet, sondern schlichtweg kurzweilige, spannende und actionreiche Unterhaltung und genau das wurde mir präsentiert.

Fazit

„Zero Option“ ist ein spannender und rasanter Actionthriller, garniert mit einem klasse Helden, der in jeder Situation für die richtige Stimmung sorgt. Von mir gibt es das Prädikat: Absolut lesenswert! Außerdem 5 von 5 Punkten. (PH)

1) Codename Tesseract
2) Zero Option

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Zeitenzauber
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(262)

581 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 93 Rezensionen

venedig, zeitreise, liebe, anna, vergangenheit

Zeitenzauber

Eva Völler , Tina Dreher
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 01.08.2011
ISBN 9783833900266
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Anna ist 17 und verbringt ihre Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig. Bei einem Stadtbummel landet sie in einem Maskenladen, wo sie eine Katzenmaske kauft – ohne zu ahnen, was sie damit auf sich lädt. Kurz darauf stürzt sie bei einer Regatta ins Wasser und wird von den Insassen einer roten Gondel aus dem Wasser gezogen – dabei sind doch alle Gondeln schwarz – und ehe sie sich versieht, landet sie im Jahr 1499. Anna ist zunächst völlig überfordert in der „neuen, alten“ Welt. Doch sie ist nicht die einzige, die in diese Zeit zurückversetzt wurde und somit nicht alleine. Außerdem gibt es noch Sebastian, der Anna seine Hilfe anbietet und versucht, sie zurück in die Gegenwart zu bringen. Doch sein Versuch scheitert und zwar nicht grundlos, denn Anna hat eine Aufgabe zu erfüllen, bevor sie zurück kann. Und diese Aufgabe birgt einige Gefahren …

Einschätzung

Ich habe mir „Zeitzauber – Die magische Gondel“ gekauft, weil mich der Klappentext sehr an die Kerstin Gier Bücher erinnerte und habe es bisher keine Sekunde bereut! Das Cover mit dem großen Vollmond, der roten Gondel und Anna darauf im Vordergrund ist wirklich schön und stimmig zum Inhalt gestaltet und lädt dazu ein, sofort aufzublättern und in die Geschichte abzutauchen.

Der Schreibstil von Eva Völler ist einfach und flüssig gehalten, wirkt sehr jugendlich, extra für die Zielgruppe (14-17) angedacht, doch auch ich mit meinen fast 30 fühlte mich sehr gut unterhalten. Es gab ruhige und witzige Momente, aber auch Action war angesagt und die Geschichte blieb bis zum Schluss spannend. Sehr gut gemacht, fand ich, dass die Zeitreisenden Worte aus der Jetztzeit nicht benutzen konnten. So wurde z.B. aus dem Wort „IPpod“ das Wort „Spiegel“. Auch können die „Reisenden“ nicht über zukünftige Geschehnisse sprechen und so keinem die Zukunft verraten. Das fand ich wirklich eine tolle Idee, die ich so noch in keinem Zeitreiseroman gelesen habe und die Umsetzung kommt sehr lustig daher, wenn Anna manche Wörter aussprechen will und es kommen andere dabei heraus. :)

Anna selbst ist ein typischer Teenager, der plötzlich ins 15. Jahrhundert geworfen wird und das Leben im Jahre 1499 dennoch erstaunlich gut hinbekommt. Sie ist kein allzu mutiges Mädchen – trotzdem tut sie, was getan werden muss, um den anderen Menschen, die ebenfalls in diese Zeit zurückgeworfen wurden, zu helfen. Anna kam sehr authentisch rüber und war mir auf Anhieb sympathisch. Die Nebenfiguren blieben größtenteils bis zum Ende geheimnisvoll, hier bestünde vielleicht Potential für weitere Teile.

Einen kleinen Kritikpunkt möchte ich dennoch anmerken. Der Zeitreise-Aspekt wurde mir persönlich zu wenig beleuchtet. Mit den Antworten auf Anna’s Fragen war ich nicht immer zufrieden bzw. wurden nur spärliche Informationen weiter gegeben. Warum, wieso, weshalb? Ich hätte gern mehr über die Hintergründe der Zeitreise und Zeitreisenden erfahren.

Fazit

Mich hat „Zeitzauber – Die magische Gondel“ gut unterhalten. Ein schöner Roman für dunkel Winterabende, für Jugendliche und Junggebliebene, ebenso für Freunde der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier. Von mir gibt es 4 von 5 Punkte – 1 Punkt Abzug, weil ich gerne noch ein wenig mehr zu der ganzen Zeitreise erfahren hätte. Sollte es weitere Teile geben, werde ich sie mir dennoch zulegen. (TS)

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Zweilicht
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fantasy, new york, liebe, wendigo, ivy

Zweilicht

Nina Blazon
Fester Einband: 411 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.08.2011
ISBN 9783570161173
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Nach dem Tod seines Vaters, der die Familie viele Jahre zuvor in Deutschland verlassen hat, zieht es nun auch Jay in die USA, genauer gesagt nach New York, um dort für ein Jahr bei seinem Onkel zu leben und als Austauschschüler die hiesige Highschool zu besuchen. Dort lernt er Madison kennen. Ein zurückhaltendes, schüchternes Mädchen mit Indianeraugen, in das sich Jay recht schnell verliebt. Auch Madison scheint echtes Interesse an Jay zu haben, doch während sich die beiden langsam kennenlernen und näher kommen, taucht ein weiteres Mädchen in Jays Leben auf und stört das zerbrechliche Glück der beiden empfindlich. Das geheimnisvolle und etwas verrückt wirkende Mädchen nennt sich Ivy und versucht mit aller Macht, Jay aus seiner „Trugwelt“ zu zerren, um ihn in die Wirklichkeit zu holen … Doch was ist Schein und was Wirklichkeit? Wer Freund und wer Feind? Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und für Jay beginnt ein Kampf, den er nur gewinnen kann, wenn er sein Innerstes für die Wahrheit öffnet …

Einschätzung

„Zweilicht“ war mein erster Roman von Nina Blazon und wird sicherlich nicht mein letzer sein. Man spürt auf jeder Seite, wie routiniert die Autorin ans Werk geht und wie viel Wert sie auf Details legt. Durch den angenehm flüssigen Stil flogen die Seiten nur so dahin, und die Art, wie Gefühle von ihr in Worte gefasst werden, hat mich schlichtweg nur fasziniert. Hier ein kleiner Auszug:

„Es war ein kleiner, funkelnder Moment von Nähe.“ Seite 110

Eben solche Sätze haben mich während des Lesens verzaubert und verleihen dem Buch eine ganz besondere Note. Aber auch Wortwitz und Situationskomik kommen nicht zu kurz, ebensowenig wie düstere, gruselige und romantische Momente. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die Märchen, die in die Geschichte eingeflochten wurden, sowie Zitate und Weisheiten, die dazu beitrugen, die Augen der Figuren für das Wesentliche zu öffnen. Wirklich sehr, sehr schön!

Das einzige Manko war, dass sich die ersten 70 Seiten ein wenig in die Länge zogen, und ich bis dahin nur Jay in mein Herz schließen konnte. Im Nachhinein ist klar, dass die Autorin vermutlich genau das erreichen wollte, aber für mich als Leser war es dennoch mühsam und auch die Figuren – außer Jay – blieben das erste Drittel viel zu blass und undurchsichtig. Hat man sich allerdings durch diese ersten Seiten gekämpft, wird man mehr als nur belohnt und zwar mit einer Geschichte, die rasanter und fesselnder nicht sein könnte.

Das Cover brauche ich wohl nicht näher zu beleuchten. Es spricht in jeder Hinsicht für sich. Die Farben, das geheimnisvolle Mädchen, das vermutlich Ivy darstellen soll … rundum gelungen und ein richtiger Hingucker!

Fazit

Mit „Zweilicht“ ist Nina Blazon ein wirklich toller Jugendroman gelungen. Die Mischung aus Dystopie und Urban Fantasy, gewürzt mit Action, Spannung und Romantik hat mir ein paar tolle Lesestunden beschert. Trotz der kleinen Schwächen zu Beginn vergebe ich 5 von 5 Punkten. (Cat)

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