AusZeit-Mag

AusZeit-Mags Bibliothek

381 Bücher, 362 Rezensionen

Zu AusZeit-Mags Profil
Filtern nach
381 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



Elixir
LOVELYBOOKS-Statistik

(40)

105 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

liebe, freundschaft, elixir, hilary duff, fotografie

Elixir

Hilary Duff , Eva Hierteis , Eva Müller-Hierteis
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.03.2012
ISBN 9783570161418
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Clea Raymond ist der Pressetrubel nicht fremd. Als Tochter berühmter Eltern hat sie sich als Fotografin in ihren jungen Jahren schon einen Namen gemacht und wird auf der Straße erkannt. Zusammen mit ihren besten Freunden, Rayna und Ben, genießt sie ihr Leben in vollen Zügen und bereist die tollsten Städte der Welt.

Nur das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters überschattet ihre Unbesorgtheit. Als dann auch noch ein Unbekannter immer wieder auf ihren Fotos auftaucht, drängen sich viele Fragen auf. Wer ist der geheimnisvolle Mann? Was will er von ihr? Verfolgt er sie? Wenn ja, warum?

Schon bald findet sich Clea inmitten eines kuriosen Abenteuers wieder: auf der Jagd nach einem geheimnisvollen Elixier, auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater und nach Antworten, die ihr vielleicht der anziehende Fremde geben kann ...

Einschätzung:

Mit "elixir" legt die bekannte Schauspielerin und Sängerin Hilary Duff ihr Debüt vor - einen Mystery-Thriller für Jugendliche, der mit seiner ungeheuren Spannung, einer romantischen Liebesgeschichte, paranormalen Elementen, mysteriösen Geschehnissen und vielen interessanten Ideen überzeugen konnte. Vor allem das Thema Seelenverwandtschaft wurde von der Autorin auf interessante, neue Weise aufgeworfen und hinterfragt, was mir besonders gut gefallen hat.

Gleich zu Beginn der Geschichte wird der Leser mitten ins Geschehen geworfen. Wir begleiten Clea auf eine Party, wo sie sich aber nicht richtig wohl fühlen kann, da ihre Gedanken immer wieder um das Verschwinden ihrs Vaters kreisen. Er war es auch, der seiner Tochter eine Halskette in Form einer Schwertlilie schenkte, die im weiteren Verlauf des Buches eine wesentliche Rolle spielen wird.

Clea, die Ich-Erzählerin, gewinnt rasch an Profil, denn sie wird nicht nur als verwöhntes "It-Girl" beschrieben, wie man es vielleicht annehmen könnte, sondern als ein Mädchen, das weiß, was es will und viele gewinnende Züge hat. Sie ist liebenswert, teilweise vielleicht etwas naiv, aber nicht engstirnig oder arrogant und das machte sie mir sofort sympathisch.

Ihre Freundin Rayna ist die aufgedrehte beste Freundin - das passendes Gegenstück und ebenso sympathisch wie Clea. Auch Ben mochte ich. Zum Schmunzeln brachte mich die sehr gläubige Haushälterin Piri und auch weitere Figuren bekamen die nötige Tiefe, die es brauchte, damit man sich in sie einfühlen konnte. Einzig über Cleas Vater hätte ich gerne mehr erfahren, da blieb einiges teilweise recht undurchsichtig.

Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Autorin ihren Lesern große Spannungsmomente schon von Anfang an zumutet und im späteren Verlauf mit unvorhergesehenen Wendungen immer wieder für Überraschungsmomente sorgt. So erfährt der Leser zu Beginn der Geschichte etwas über das mysteriöse Verschwinden des Vaters und den geheimnisvollen Fremden auf den Fotos. Ab der zweiten Hälfte kommt es zu sehr drastischen Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und das machte "elixir" für mich zu einer sehr fesselnden Lektüre.

Um nur ein bisschen zu verraten: Cleas Seelenverwandter wird hier in den Mittelpunkt gerückt. Daran geknüpft spielen einige tragische Liebesgeschichten aus vergangenen Zeiten, entsetzliche Morde und Träume eine wichtige Rolle, die alle mit Clea und der früheren Vergangenheit, also vorheriger Leben zu tun haben und es kommt die Frage auf: Was wird diesmal passieren, wenn sie sich auf ihren Seelenverwandten einlässt? Wird sie ein ähnliches Schicksal erfahren, wie die Frauen aus ihren Träumen? Eine große Rolle spielt dabei auch ein Elixir, das ewiges Leben versprechen soll. Dieser Trank ruft gierige und ziemlich mordlustige Gegenspieler auf den Plan ...

Hilary Duff hat hier wirklich ein außergewöhnliches Buch vorgelegt, das Liebhaber von Romantasy und Thrillern gleichermaßen faszinieren wird. Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich von "elixir" ausgesprochen gut unterhalten fühlte und zwar von der ersten bis zu letzten Seite.

Fazit
*
"elixir" ist ein spannendes Jugendbuch - angereichert mit einer romantischen Liebesgeschichte, mysteriösen und aufregenden Ereignissen - das mich fesseln konnte. Gerne vergebe ich 5 von 5 Punkten. (DL)

  (20)
Tags:  

  

 

Steirerblut
LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

krimi, graz, mord, steiermark, österreich

Steirerblut

Claudia Rossbacher
Flexibler Einband: 273 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 08.02.2011
ISBN 9783839211366
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt

Im Wald wird die nackte, grausam zugerichtete Leiche der Journalistin Eva Kovacs gefunden. Abteilungsinspektorin Sandra Mohr vom LKA in Graz ist alles andere als begeistert, dass ausgerechnet sie in dem rätselhaften Mordfall in der steirischen Krakau ermitteln soll. Schließlich hat sie ihrer Heimat nicht ohne Grund vor Jahren den Rücken gekehrt. Bisher hat Sandra vergeblich versucht, sich von ihren Wurzeln zu lösen und auch diesmal holt sie die Vergangenheit ein. An der Konfrontation mit der herrischen Wirtin Mizzi, deren gutmütigem Sohn Michl und dessen streng gläubiger Verlobten Franziska kommt sie genauso wenig vorbei, wie an der Auseinandersetzung mit der eigenen Familie. Dass Sandra zudem mit einem neuen Kollegen, Chefinspektor Sascha Bergmann, zusammenarbeiten muss, vereinfacht die Ermittlungen nicht gerade …

Einschätzung

Bisher war ich immer der Meinung, ein Krimi müsse in Metropolen wie New York, Miami oder London angesiedelt sein, um meine Fantasie zu beflügeln. Claudia Rossbacher hat mich eines Besseren belehrt! Mit ihrem Alpen-Krimi „Steirerblut“ entführt sie ihre Leser in die beschauliche Steiermark – genauer gesagt nach St. Raphael im Krakautal. Ich muss gestehen, dass mich ein Roman selten so gut unterhalten hat. Zum einen bereitete es mir unverhofftes Vergnügen, den Ort des Geschehens zu kennen. Zum anderen waren es die Dialoge in Mundart mit fast 100%igem Wiedererkennungswert, die zu meiner Erheiterung beigetragen haben. Ob es nun der Chefinspektor ist, der sich mit einem kriminellen Subjekt auseinandersetzen muss …

„Okay. Wir brauchen eine DNA-Probe von Ihnen. Kooperieren Sie freiwillig?“
„Muss ich jetzt ins Glasl wichsen?“
„Das können Sie gerne tun. Aber uns reicht ein Mundhöhlenabstrich.“

Oder eben jener Verdächtige, der sich langsam aber sicher in die Enge getrieben fühlt …

„Ich hab ihr zwischen die Haxn gegriffen, da ist sie komplett ausgezuckt … hat wie eine Depperte auf mich eindroschen und nach der Polizei geplärrt. Ich hab ihr daraufhin eine Fotzn verpasst. Was hätte ich denn sonst tun sollen, damit sich die hysterische Funsn wieder beruhigt?“

Abgesehen von diesen “Gustostückerln” steirischen Dialekts, hat die Autorin die Story wirklich spannend angelegt. Hier geht es einmal um den Kriminalfall, bei dem der Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Ist der Täter nun ein Sexualmörder oder findet man ihn eher in der Wirtschaftskriminalität? Zum anderen kommt auch das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz und man erhält einen guten Einblick in das Familien-, aber auch in das Liebesleben der Protagonisten. Steirerblut ist bekanntlich kein Himbeersaft und Blut dicker als Wasser. Oder etwa nicht?

Sandra Mohr, Abteilungsinspektorin beim LKA in Graz, glaubt mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen zu haben, bis sie ein Mordfall in ihre Heimatgemeinde zwingt. Als ob es nicht reichen würde, dass man ihr vor kurzem einen sexistischen Chefinspektor vor die Nase gesetzt hat. Nun muss sie sich zu allem Überfluss auch mit ihrer bigotten Mutter Helga Feichtinger und ihrem missratenen Stiefbruder Mike auseinandersetzen. Und als ob dieses Gefühlschaos noch zu lapidar wäre, versucht Ex-Freund Max ihr Liebesverhältnis wieder neu zu beleben.

Sascha Bergmann, seines Zeichens Chefinspektor, verbirgt mehr, als man ihm vermutlich auf den ersten Blick zutraut. Zu Anfangs nervt er seine Kollegin mit dummen Sprüchen, die er beinahe pausenlos vom Stapel lässt, während er jedem Rock nachstellt, der seine spurensicheren Wege kreuzt. Doch letzten Endes ist er ein Profi und am Schluss klicken für den Mörder doch noch die Handschellen.

Die Nebencharaktere sind allesamt wunderbar unterschiedlich charakterisiert. Ob es sich nun um Mizzi Oberhauser, die Wirtin der „Goldenen Gans“ handelt, die ihren Gasthof mit strenger und vor allem reinlicher Hand leitet. Oder um Michl Oberhauser, ihren gutmütigen Sohn, der seiner Hochzeit seelisch und auch körperlich entgegenfiebert. Oder um Franziska Edlinger, die nicht gerade zierliche Verlobte, der in ihrer Kindheit Schlimmes widerfahren ist, worüber die Dorfgemeinschaft eisern schweigt. Oder um Paul Kovacs, den Ehemann des Opfers, der in einen Immobilienskandal verwickelt scheint und deshalb zum Verdächtigen Nr. 1 mutiert. Sie alle haben ihre individuellen Persönlichkeiten, die den Roman so abwechslungsreich gestalten.

Claudia Rossbacher legt – wie sie selbst sagt – großen Wert darauf …

… dass meine Texte niemals holpern und möglichst schnörkellos Inhalte vermitteln, damit der Leser hineingezogen wird und nirgends stolpert oder auf gedankliche Abwege gerät. Den Anspruch der unkomplizierten, präzisen Sprache, die im Kopf des Lesers klare Bilder entstehen lässt, stelle ich an meine Krimis genauso wie an Sachbuchtexte oder andere Werke. Manchem Literaturkritiker mag mein Stil einfach erscheinen, dorthin zu kommen ist aber ziemlich schwierig …

… und genau das gelingt der Autorin mit Bravour und bedarf keiner weiteren Worte.

Das Cover von Gmeiner hat mich dazu animiert, das Buch überhaupt erst in die Hand zu nehmen, denn wie schon gesagt, war ein Roman mit Lokalkolorit bisher nicht meine erste Wahl. Die Augen des Betrachters erhalten hier einen unmissverständlichen Ausblick durch ein traditionelles Herz-Loch, das man in jedem „gut bürgerlichen“ Plumpsklo (umgangssprachlicher Begriff für eine Toilette ohne Wasserspülung) findet.

Fazit

Jung, rasant und mit ganz viel alpenländischem Flair. Dafür gibt es von mir fünf von fünf stoasteirischen Punkten! (LK)

  (23)
Tags:  

  

 

Steirerherz
LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

steiermark, österreich, krimi, graz, sascha bergmann

Steirerherz

Claudia Rossbacher
Flexibler Einband: 278 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 10.02.2012
ISBN 9783839212431
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt

Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und Chefinspektor Sascha Bergmann vom LKA in Graz werden in die Weststeiermark gerufen, um einen grausamen Mord aufzuklären. Die bildhübsche Studentin Valentina Trimmel wurde gepfählt und wie eine Vogelscheuche auf dem Kürbisacker ihres Vaters aufgestellt, der die Leiche dort auffindet. Die Spuren führen zunächst nach Graz, wo das Opfer zuletzt mit seinem Freund Egon Hausner, dem Sohn eines wohlhabenden Autohändlers, gelebt hat. Auch die Wohngemeinschaft von Pia Fürnpass, die ihrer besten Freundin Valentina nach einem Streit mit Egon Unterschlupf gewährt hat, gerät ins Visier des Ermittlerduos. Intuitiv befürchtet Sandra, dass der Täter ein weiteres Mal zuschlagen könnte. Und tatsächlich: Kurze Zeit später kommt es zu einem zweiten Mordfall im Schilderland …

Einschätzung

Das Pfählen von Menschen … Bisher bin ich lediglich zwei Mal über eine derartige Grausamkeit gestolpert. Einmal verbinde ich damit die Legende von Vlad Tepes, dem Pfähler. Der Tod tausender Menschen geht auf sein blutiges Konto. Aber auch die Autorin Heather Graham hat sich in ihrem Roman „Erntemord“ diesem Thema angenommen. Und obwohl die Taten in jedem Fall unaussprechlich barbarisch sind, gehen sie einem doch um einiges intensiver unter die Haut, wenn sie in einer Gegend geschehen, die man quasi wie seine Westentasche kennt. Schauplatz ist diesmal die Weststeiermark – um genau zu sein das Schilcherland mit seinen Weinbergen, in denen normalerweise eine andere Art von Vogelscheuche steht. Der Klapotetz, ein Windrad mit Kelle und Klöppeln, das durch sein rhythmisches Geklapper die Vögel aus den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fern halten soll. Dieses Mal steht die Vogelscheuche inmitten eines Kürbisackers. Valentina Trimmel – jung, hübsch, tot. Wer ist zu solch einer Tat fähig? Ins Visier gerät der Ex-Freund des Opfers Egon Hausner, ebenso wie dessen Vater Engelbert Hausner, ein reicher Autohausbesitzer. Aber auch die Mitbewohner der WG, in der Valentina bis kurz vor ihrem Tod gelebt hat, Pia Fürnpass und Volker Neidhardt, sind für die Inspektoren nicht ganz uninteressant. Unterstützt wird das altbekannte Ermittlerduo von Miriam Seifert, die frischen Wind in die verstaubte Amtsstube bringt, die aber auch immer wieder als Ruhepol zwischen den ungleichen Streithähnen Sandra und Sascha einwirkt. Schließlich taucht eine weitere Leiche auf und der Fall wird immer skurriler … Auch diese Mal trifft man während der Dienstreisen durch das Land gute alte Bekannte. Seien es nun Gebäude wie die UPC Arena (vormals bekannt als Arnold Schwarzenegger-Stadion), den Murpark, das Einkaufszentrum im Osten von Graz etc. Und natürlich gibt es auch diesmal wieder jede Menge Dialoge in Mundart … für die Leser, die sich damit etwas schwer tun … im Anhang gibt es ein Glossar über die steirischen bzw. österreichischen Ausdrücke.

Sandra Mohr: nachdem das erotisch-romantische Interesse ihres Kollegen Sascha ziemlich bald erkaltet war, verliebt sie sich nun zum ersten Mal so richtig … und zwar in Julius Czerny, den Moderator einer Grazer Radiostation. Wer hätte gedacht, dass sich hinter ihrer coolen Fassade eine kleine Nymphe versteckt ;-) Diese Liaison hält für den Leser auf jeden Fall einige Überraschungen bereit.

Sascha Bergmann: die Trennung von seiner Frau macht ihm wider Erwarten schwer zu schaffen und ein Geheimnis wird gelüftet, dass ihn einen Deut sympathischer erscheinen lässt. Was auch dringend notwendig ist, denn durch seine sexistischen Witzchen, die er nach wie vor reißt, nervt er langsam ein wenig.

Claudia Rossbacher gelingt es auch in Sandra Mohrs zweitem Fall mit schnörkellosen Inhalten, perfekt strukturierten Charakteren und einem gut recherchierten Kriminalfall, eine spannende Story abzuliefern.

Das Cover des Buches von Gmeiner gerät wieder zu einem wahren Hingucker! Fraglich ist, ob das herzförmige Schloss sich in der Tür jenes „gut bürgerlichen“ Plumpsklos befindet, das bereits für den 1. Band als Motiv herhalten musste. Doch da bei solchen Türen meist nur ein Riegel angebracht ist, schätze ich … eher nicht ;-)

Fazit
*
Alpen-Krimi der Extraklasse! Claudia Rossbacher besticht einmal mehr mit reizvollem Lokalkolorit, unkomplizierter, präziser Sprache und authentischen Dialogen. Dafür gibt es von mir fünf von fünf Punkten! (LK)

  (22)
Tags:  

  

 

Zero Option
LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

cia, auftrag, reisen, russland, thriller

Zero Option

Tom Wood , Leo Strohm
Flexibler Einband: 507 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.03.2012
ISBN 9783442476046
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt

Der eiskalte Auftragsmörder Victor steht derzeit im Dienst der CIA und soll mithelfen, zwei der größten Waffenhändlerringe zu zerschlagen. Um seine Haut zu retten, bleibt Victor keine andere Wahl als sich zu verpflichten, einige Aufträge für Roland Procter, den stellvertretenden Direktor der CIA, auszuführen. Ziel ist es, Vladimir Kasakov u. Baraa Ariff, beides mächtige Waffenhändler, auszuschalten. Vorerst scheint alles nach Plan zu laufen, bis sich das Blatt gehörig wendet und Victor vom Jäger zum Gejagten wird …

Einschätzung

Mit „Zero Option“ liefert Tom Wood die Fortsetzung rund um den Profi-Killer Victor (Codename Tesseract) und damit einen weiteren überzeugenden Action-Thriller, dem es weder an temporeicher Spannung und ausreichend Nervenkitzel noch an überraschenden Wendungen fehlt. Hier werden Nägel mit Köpfen gemacht und zwar kompromisslos – was klar Stärke dieses Romans und der Idee dahinter ist.

Der Schreibstil des Autors ist klar und direkt, um den heißen Brei wird nicht lange geredet, was Ausuferungen gar nicht erst zulässt. Einzig die Waffenkunde wird großgeschrieben und sehr detailverliebt ausgeführt, was für einen Laien vielleicht etwas zu viel sein könnte – ansonsten wurde hauptsächlich auf Tempo und Dynamik gesetzt, was dem Autor auch wirklich gut gelungen ist. „Zero Option“ entpuppte sich im weiteren Verlauf als wahrer Pageturner!

Die Brutalität und Gewaltbereitschaft der Waffenhändlerkreise wurde absolut glaubhaft beschrieben, genauso die Korruptheit einiger Beamten. Geld, Macht und Rachegefühle sind Antriebsmittel und regieren diese Welt in Eigenregie, wobei Moralvorstellung kein Begriff ist.

Der Berufsmörder Victor steht hier im Vordergrund des Geschehens und wird als eiskalter, brillanter Killer dargestellt, der seinen Mitstreitern meist um einige Schritte voraus ist. Der Kerl ist nicht aus der Ruhe zu bringen, während seine Gedankengänge immer wieder für Schmunzeleinlagen sorgten, was einen großen Teil seines Charmes ausmacht. Victor handelt nüchtern, überlegt und vorausschauend. Dennoch hat auch er Prinzipien, die ihn durchwegs sympathisch machen. So verurteil er zB. Gewalt gegenüber Kinder und hasst Gotteslästerungen – irgendwie witzig, wenn man bedenkt, womit er sich seine Brötchen verdient …

Wie sehr konstruiert die Rahmenhandlung wirkt, darüber könnte man sich streiten oder einfach über den einen oder anderen kleinen Schnitzer hinwegsehen. Ich habe von vorne herein kein brillantes Machwerk erwartet, sondern schlichtweg kurzweilige, spannende und actionreiche Unterhaltung und genau das wurde mir präsentiert.

Fazit

„Zero Option“ ist ein spannender und rasanter Actionthriller, garniert mit einem klasse Helden, der in jeder Situation für die richtige Stimmung sorgt. Von mir gibt es das Prädikat: Absolut lesenswert! Außerdem 5 von 5 Punkten. (PH)

1) Codename Tesseract
2) Zero Option

  (24)
Tags:  

  

 

The Fault in Our Stars
LOVELYBOOKS-Statistik

(74)

118 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

krebs, tod, liebe, amsterdam, john green

The Fault in Our Stars

John Green
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 10.01.2012
ISBN 9780525478812
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Hazel Grace Lancaster hat Lungenkrebs. Ein Medikament namens Phalanxifor sorgt dafür, dass ihre Metastasen nicht mehr wachsen, aber geheilt wird sie wahrscheinlich niemals werden. Ihr Tod durch Krebs ist vorprogrammiert, ein Sauerstofftank ihr ständiger Begleiter ' auch zu der Selbsthilfegruppe, bei der sie Augustus Waters kennenlernt. Gus war selbst krebskrank, allerdings hatte er ein Osteosarkom, das ihn sein Bein kostete. Jetzt scheint er aber wieder auf voller Höhe zu sein. Er spricht Hazel sofort an. Es bedarf einiger Überzeugung, sie dazu zu bringen, sich auf ihn einzulassen ' sie will keine Beziehung eingehen, wenn sie die geliebte Person letztendlich ja doch nur verlassen muss. Augustus nimmt sie mit nach Hause und sie tauschen ihre Lieblingsbücher. Hazels ist 'An Imperial Affliction' ' ein Buch über ein krebskrankes Mädchen und ihre Familie. Sie hat schon so oft versucht, den Autor zu erreichen. Ohne Erfolg. Aber Augustus stellt in mehr als nur einer Weise ein Wunder für Hazel dar und bald machen sich die beiden auf den Weg nach Amsterdam ' zu Peter Van Houten, dem Autor des Buches.

Einschätzung

Ach, Gott. Ich bin überhaupt nicht bereit mit diesem Buch abzuschließen. Dieses Review entsteht nun zwanzig Minuten nachdem ich das Buch fertiggelesen und mich wieder einigermaßen eingekriegt habe. Was kann man über diesen Roman sagen? In ganzen Sätzen zu sprechen, oder in diesem Fall zu schreiben, fällt mir gerade ziemlich schwer. Ich habe Bammel, dem Buch nicht gerecht zu werden, aber naja ' 'The Fault in our Stars' ist hauntingly beautiful ' quälend schön. Wenn man zu lesen beginnt, darf man sich keinen Illusionen hingeben. Es geht hier um krebskranke Teenager. Herzschmerz, Tod und Tränen sind unvermeidlich. Dennoch ist John Greens Roman anders als andere Bücher, die ich über dieses Thema gelesen habe.

Hazel weiß, dass sie sterben wird. Früher oder später. Doch ihre Sorge ist bloß, dass ihre Eltern nach ihrem Tod nicht wissen werden, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Hazel ist sarkastisch, gewitzt und natürlich findet sie es unglaublich unfair, dass ihre Lungen mies darin sind Lungen zu sein und klar denkt sie manchmal, dass es einfacher wäre zu sterben. Wenn man krank ist, denkt man so. In 'The Fault in our Stars' sind die Hauptcharaktere nicht glanzvoll in ihrem Leiden ' denn Leiden ist nicht glanzvoll oder heldenhaft. Zum Glück wusste John Green das, als er das Buch schrieb. Zu viele Autoren tun das nicht.

Augustus Waters ist ein charismatischer Kerl, der die epischsten Dinge von sich gibt. Seine Gedanken zu hören war ein wahrer Genuss. Hier ein Beispiel '

"That's what I believe. I believe the universe wants to be noticed. I think the universe is improbably biased toward consciousness, that it rewards intelligence in part because the universe enjoys its elegance being observed. And who am I, living in the middle of history, to tell the universe that it ' or my observation of it ' is only temporary?" (S. 223)

Gus hat Angst, dass er, wenn er eines Tages stirbt, keinen Eindruck auf der Welt hinterlassen hat. Er findet, wenn man stirbt, sollte man heldenhaft oder 'für' einen anderen Menschen sterben. Denn niemand erinnert sich an jemanden, der 'an' etwas gestorben ist.

Die Nebencharaktere sind allesamt schön konstruiert. Es gibt den ein oder anderen ulkigen Typ ' z.B. Patrick, den Leiter der Selbsthilfegruppe, der jedem erzählt, dass er keine Hoden mehr hat, den tragischen Isaac, der an Augenkrebs leidet, oder auch Peter Van Houten, dessen Charakter eine Überraschung ist.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entfaltet sich langsam, aber zielstrebig. Augustus weiß, was er will und auch Hazel erkennt früh genug, dass sie sich ihm nicht entziehen kann. Ihre Geschichte ist nicht leidenschaftlich, sondern sanft. Stetig. Eine angenehme Abwechslung zum sonstigen Liebesdrama. Wahrscheinlich wissen die beiden als todkranke Jugendliche einfach, dass es Schlimmeres im Leben gibt, als sich zu streiten.

Wer John Green kennt weiß, dass er die eine Hälfte des Teams der 'Vlogbrothers' ist ' einem der erfolgreichsten Kanäle auf YouTube. Wenn man seine Videos vorher kannte, findet man im Buch eindeutig seine Art sich auszudrücken wieder. Ich zumindest habe das Buch mit seiner Stimme im Kopf gelesen.

John Greens Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, wobei der Rhythmus seiner Worte viel besser zur Geltung kommt, wenn man das Buch laut liest. Sollte man definitiv probieren. So kann man sich sicher sein, dass man keine wichtigen Gedanken oder Formulierungen überliest. Es wäre eine Schande sondergleichen. Teilweise, wenn Hazel ' aus deren Sicht das Buch geschrieben ist ' sich einen Gedanken in rapidem Tempo durchdenken will, entstanden Sätze, die sich über eine halbe Seite ziehen ' ein Fakt der im Normalfall stört, hier aber nur Realität hinzufügt.

Wer wieder einmal so richtig weinen möchte (und ich weiß, die meisten Menschen, die gerne Bücher lesen, werden dieses Bedürfnis verstehen), sollte sich auf alle Fälle 'The Fault in our Stars' besorgen. Und sich daran erinnern, das Buch nicht bei McDonalds oder auf der Uni zu lesen. Andere Menschen finden es beunruhigend, wenn man sich plötzlich Tränen aus den Augen wischt oder ein tränenersticktes Geräusch von sich gibt, glaubt mir. Abgesehen davon bringt einen das Buch gleichermaßen zum Lachen, wie es einen zum Weinen bringt. Es ist voll schrägem und teilweise auch schwarzem Humor.

Das Cover von Dutton ist blau, der Name des Buches und des Autors in Wolken gefasst, die Schrift sieht aus wie mit Kreide geschrieben. Ich finde es eine gute Idee, denn im Buch wird davon gesprochen, dass sich ein jeder vorstellt, wie es wäre, in den Wolken zu leben, bevor ihm klar wird, dass das nicht funktioniert. Es gibt viele Träume, die auf diese Art zerbrechen ' so auch im Buch.

Fazit
*
'The Fault in our Stars' ist ab dem heutigen Tage und für allezeit und immerdar nun eines meiner Lieblingsbücher. Wer die inhärente Brillanz des Buches nicht erkennt, soll mich bitte nicht ansprechen. Wir hätten uns ohnehin nichts zu sagen ;-) 5 Sterne und AMAZING!!! (CK)

  (20)
Tags:  

  

 

Todesstunde
LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

thriller, auftrag, liste, michael bennett, triller

Todesstunde

James Patterson , Michael Ledwidge , Helmut Splinter
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.02.2012
ISBN 9783442475124
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:

Mit einem vermeintlichen Bombenanschlag auf die New York Public Library beginnt eine Reihe von grausamen Bomben- und Mordanschlägen. Detective Michael Bennett muss wohl oder übel seinen mehr als verdienten Urlaub unterbrechen und zurück nach NY, um dort gemeinsam mit der FBI-Agentin Emily Parker nach dem Serienmörder zu fahnden. Lange Zeit tappen die beiden im Dunkeln, bis sich endlich ein Muster erkennen lässt. Dann scheint plötzlich die Familie von Detektive Bennett zum Ziel des Mörders geworden zu sein ...

Einschätzung:

"Todesstunde" ist der vierte Teil rund um den pflichtbewussten Detective Bennett und seine adoptierte Großfamilie, die ihm seine verstorbene Frau hinterlassen hat und wie schon in den ersten Teilen - die jedoch unabhängig voneinander gelesen werden könnten - dreht sich auch hier wieder viel um das Alltagsleben der Familie. Bei zehn adoptierten Kindern, einem Priester als Großvater und dem Kindermädchen Mary ist ja immer einiges los und obwohl ich die Einblicke in eben diese Familiengeschichte immer wieder interessant und auch unterhaltsam finde, bremsen diese Szenen doch sehr die Suche nach dem Serienmörder und somit auch die Spannung, die ich gerade in der ersten Buchhälfte arg vermisst habe.

Wie gewohnt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive des Detectives erzählt, allerdings erhält man auch immer wieder kurze Einblicke in die Denkweise des Mörders, was ihn zu keiner unbekannten Figur macht. Dennoch darf der Leser genauso wie Bennett lange über die Beweggründe und Motive des Mörders rätseln, was wieder für Schwung und Brisanz sorgt. Ab dem letzten Drittel beginnen sich die Ereignisse regelrecht zu überschlagen. Die Story nimmt richtig an Fahrt auf und somit steigt auch die Spannung. Abgerundet wird die Geschichte von saloppen Sprüchen und lockeren Dialogen, die einem des Öfteren ein Schmunzeln bescheren.

Fazit:

"Todesstunde" von James Patterson ist ein solider Thriller, dem es trotz kurzer, knackiger Kapitel gerade anfangs ein wenig an Spannung fehlt. Die zweite Hälfte hingegen zieht das Lesetempo wieder an und man wird für das Durchhaltevermögen belohnt, was "Todesstunde" in Summe zwar zu keinem großartigen, aber dennoch zu einem unterhaltsamen, kurzweiligen Thriller macht. Ich vergebe gute drei von fünf Punkten. (PH)
*
1.) Totenmesse (engl. Step on a Crack)
2.) Blutstrafe (engl. Run for your Life)
3.) Sühnetag (engl.Worst Case)
4.) Todesstunde (engl. Tick Tock)

  (18)
Tags:  

  

 

Die Herrin der Nebel
LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

arthus, liebe, avalon, fantasy, romantik

Die Herrin der Nebel

Kinley MacGregor , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 11.05.2011
ISBN 9783442369096
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt:

Seren oft York geht in einer Weberei in die Lehre und zählt sich selbst zum gemeinen Volk. Als plötzlich zwei Ritter auftauchen und sie mit nach Avalon nehmen wollen, steht das Leben der jungen Frau bald Kopf. Keinesfalls will sie glauben, die Mutter des nächsten Merlins zu sein, wie ihr prophezeit wird und so beschließt sie, zu flüchten.

Auf ihrer Flucht fällt sie jedoch Kerrigan in die Hände, dem dunklen, grausamen König von Camelot, der sich Seren zunutze machen möchte, um einen machtvollen Gegenstand - einen von 13 heiligen Objekten - zu erpressen. Seren weiß, dass Kerrigan sie töten wird, sobald sie ihren Zweck erfüllt hat und entwickelt einen Fluchtplan. Ihre einzige Möglichkeit zu entkommen, sieht sie darin, Kerrigan zu verführen und ihm den Ursprung seiner Macht zu rauben. Doch da hat sie die Rechnung ohne die böse Feenkönigin Morgana gemacht, die ebenso uneingeschränkte Macht erlangen will und um dies zu erreichen, ist ihr jedes Mittel recht. Seren ist eine Kämpfernatur. Sie gibt nicht auf und langsam beginnt auch Kerrigans harter Panzer zu bröckeln ...

Einschätzung:

"Die Herrin der Nebel" ist der Auftakt der "Lords of Avalon"- Serie von der Autorin Kinley MacGregor, die unter dem Pseudonym Sherrilyn Kenyon die erfolgreiche Dark Hunter Serie veröffentlicht hat. Wer bereits einige Bücher der Autorin gelesen hat, wird an jedes weitere mit hohen Erwartungen herangehen und ich kann nur sagen, sie wird auch hier ihrem guten Ruf als Liebesromanautorin mehr als nur gerecht. Egal ob Highlander, Gestaltwandler, unsterbliche Krieger oder Ritter: wo Kinley MacGregor/Sherrilyn Kenyon drauf steht, sind eine gutdurchdachte Geschichte, vielschichte Charaktere und eine romantische Liebesgeschichte enthalten.

Diesmal hat sich die Autorin damit beschäftigt, wie es nach dem Tod "König Artus" weitergangen sein könnte und hat diesen Grundgedanken mit einer guten Portion Spannung, paranormalen Elementen, magischen Fähigkeiten und einer wunderschönen Liebesgeschichte zu einer großartigen Geschichte verarbeitet. Mit Avalon und Camelot wurden zwei parallel existierende Welten erschaffen, die das Gute und das Böse wiederspiegeln. Während Camelot von Morgana und ihren dunklen Mächten regiert wird, tummeln sich in Avalon die letzten überlebenden Anhänger von König Artus, darunter mystische Wesen wie Feen und Elfen, aber auch Zauberer und Merlins. Seit dem Tod König Artus versuchen nun beide Seiten an die 13 heiligen - jedoch versteckten - Objekte zu gelangen, die zusammen uneingeschränkte Macht versprechen. Würde diese Macht in die falschen Hände gelangen, würde dies das Aus von Avalon bedeuten und genau das gilt es zu verhindern.

Die Story wird aus der Sicht Kerrigans, aber größtenteils aus der Perspektive Serens geschildert. Eine junge, couragierte Frau, die einem sofort ans Herz wächst. Seren ist der Meinung aus ärmlichen Verhältnissen zu stammen und hat keine Ahnung von ihren besonderen Fähigkeiten, die erst im Laufe der Geschichte zum Vorschein kommen. Sie glaubt noch an vermittelte Werte und dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt. Mit ihrer Güte und ihrem Sanftmut gelingt es ihr nach und nach, das Herz des grausamen, schwarzen Ritters zu erobern. Trotz aller positiven Eigenschaften ist Seren keine langweilige, blasse Person, nein, sie besticht durch Mut, Entschlossenheit, grenzenloser Liebe und Hingabe.

Kerrigan erscheint anfangs als herzloser, grausamer Mann. Nach und nach erfährt man mehr über ihn und seine furchtbare Kindheit und schon bald wird klar, weshalb er sich für die Seite des Bösen entschieden hat. Kerrigan ist der sprichwörtliche "tortured Hero" und es bedarf doch einiges an weiblichem Durchhaltevermögen, um zu seinem gebrochenen Herzen durchzudringen.

Auch Blaise hat mir gut gefallen. Der Diener von Kerrigan - ein steinernes Wesen, das sich zum Drachen verwandeln kann - hat mit seinen saloppen, witzigen Sprüchen wesentlich an der Auflockerung der Geschichte beigetragen und immer wieder für Schmunzelmomente gesorgt.

Fazit:

Absolut empfehlenswert! Einmal in die Hand genommen, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht und habe kräftig mitgelitten. Gerade für Liebhaber romantischer Fantasy ist "Die Herrin der Nebel" ein Must Have. Ich vergebe verdiente 5 von 5 Punkten und ein Amazing und freue mich schon auf den zweiten Teil "Der Ritter der Nebel", der nun im März erscheinen wird. (PH)

  (19)
Tags:  

  

 

Lauf, wenn es dunkel wird
LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

jugendbuch, thriller, griffin, entführung, cheyenne

Lauf, wenn es dunkel wird

April Henry , Alexandra Rak , zeichenpool
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 21.02.2012
ISBN 9783522502641
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die sechzehnjährige Cheyenne wartet krank im Auto ihrer Stiefmutter, während diese ein Medikament aus der Apotheke besorgt. Als die Autotür sich wieder öffnet und jemand in den Wagen steigt, merkt Cheyenne, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Der Fremde klaut das Auto und entführt Cheyenne dabei versehentlich.

Cheyenne ist verzweifelt, denn da gibt es ein großes Problem: sie ist blind und weiß weder, wer sie entführt hat noch, wo sie sich befindet. Doch so schnell gibt sie sich nicht geschlagen und so beschließt sie, zu fliehen ...

Einschätzung:

"Lauf, wenn es dunkel wird", von der New York Times Bestsellerautorin April Henry ist ein gelungener Jugendthriller, der viele spannende Momente, sowie atemlose Verfolgungsjagden bietet. Zudem lernen wir mit Cheyenne eine außergewöhnliche Protagonistin kennen und bekommen einen Ausgang serviert, mit dem man als Leser garantiert nicht gerechnet hat. Soll heißen: Das Buch ist wirklich großartig!

Die Geschichte konnte mich bereits nach wenigen Seiten überzeugen. Der Schreibstil ist klar, einfach, jugendlich und mit schönen Formulierungen geschmückt, die sich gut und flüssig lesen lassen. Ich mag es besonders, wenn ein Buch mich nach wenigen Sätzen bereits für sich gewinnen kann, denn das ist oft eine Garantie dafür, dass mir eine gelungene Story vorliegt. "Lauf, wenn es dunkel wird" ist so ein Buch. Es fängt gut an, geht rasant weiter und wird zum Ende hin noch spannender!

Die Idee mit dem blinden Mädchen, dass entführt wird und sich aus eigener Kraft zu befreien versucht, ist keine grundlegend neue, dennoch kann der Leser sich hier auf ein Buch freuen, dass trotzdem erfrischend anders wirkt - nicht zuletzt dadurch, weil die Geschichte durch die Kombination Entführung und Blindheit, dazu ein Täter, der eigentlich kein wirklicher Täter ist, sehr interessant daherkommt.

Dass April Henry eine besondere Begabung dafür hat, Dinge äußerst bildhaft zu beschreiben, fiel mir sehr positiv auf. Sie lässt prickelnde Spannung durch wunderbare Worte entstehen und vergisst dabei nicht, ihren Charakteren die nötige Tiefe zu geben, damit man sie noch besser kennen lernen kann. So erfährt der Leser immer mal wieder etwas über die Vergangenheit der Figuren, vor allem über Cheyenne, die erst seit drei Jahren blind ist.

Cheyenne ist eine beeindruckende Protagonistin. Stark, liebenswürdig und trotz ihrer Behinderung fest im Leben stehend. Dennoch merkt man ihr an, dass ihre Blindheit sie belastet:

"Sie geriet ins Stocken, als sie an all die Dinge dachte, die sie nicht mehr sehen würde - Blumen und Hunde und die Farbe ihrer Kleider und Sonnenuntergänge und Blätter, die sich verfärbten, Fernsehshows und Bücher, Konzerte, hübsche Jungs, hübsche Schauspieler, hübsche Babys, rausfinden, was seltsame Geräusche gemacht hatte, die Farbe der verschiedenen Eissorten und die glänzenden Metallhalter, in denen das Eis aufgereiht war, Ritzen im Gehweg, Menschen, die sie anlachten." (Seite 101f)

Wie Cheyenne mit ihrer Entführung umgeht, war für mich sehr beeindruckend. Sie ist kein anstrengender, jammernder Charakter. Sie schaut nach vorne.

Auch die anderen Figuren haben mir gut gefallen. Etwa der Entführer selbst, der sich im späteren Verlauf auch mal als Beschützer entpuppt. (Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten) April Henry ist hier ein interessanter Mix aus beeindruckenden Charakteren gelungen, wobei dem Leser nicht das Vergnügen genommen wird, selbst zu rätseln, wer denn nun der Böse ist und wer nicht.

Fazit:
*
Mit "Lauf, wenn es dunkel wird" präsentiert April Henry einen sehr spannenden Jugendthriller, der sich rasch lesen lässt und für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Abgerundet wird die Geschichte mit einer liebenswerten Protagonistin, sowie mit Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Sehr lesenswert! Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

  (19)
Tags:  

  

 

Children of the Sea: Meeresleuchten
LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Children of the Sea: Meeresleuchten

Virginia Kantra , Barbara Imgrund
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.03.2012
ISBN 9783426509869
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
Tags:  

  

 

Nachtkrieger: Ewige Begierde
LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, fluc, maria, se, bä

Nachtkrieger: Ewige Begierde

Lisa Hendrix , Heike Holtsch
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.03.2012
ISBN 9783426508411
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Steinarr und acht andere Wikinger, wurden vor Hunderten von Jahren von einer Hexe verflucht. Sie verwandeln sich am Tag oder in der Nacht zu Tieren. Nachts wird Steinarr zu einem blutrünstigen Löwen und zieht jagend durch den Wald. Eines Tages begegnen ihm eine junge Frau, genannt Marian und deren Cousin Robin, die seine Hilfe brauchen. Bald wird klar, dass die Namen und Geschichten der beiden nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Marian und Robin befinden sich auf der Flucht und können ihre Ländereien nur an Hand einer Schatzsuche wieder für sich beanspruchen. Steinarr und Marian kommen sich bei dieser Suche näher und verlieben sich. Doch Marian wundert sich bald, warum Steinarr jeden Abend verschwindet und erst am Morgen wieder auftaucht. Sie beschließt der Sache auf den Grund zu gehen und gerät dabei in große Gefahr ...

Einschätzung:

"Ewige Begierde" ist der zweite Teil der Nachtkrieger-Saga von Lisa Hendrix und obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, hatte ich kein Problem mit dem Einstieg in die Story. Neun Krieger wurden von einer bösen Hexe verflucht und müssen nun ihr Dasein als unsterbliche Gestaltwandler fristen, bis sie von ihrem Fluch erlöst werden - wobei dem Leser noch nicht alle Krieger vorgestellt wurden. Die Autorin wählte ein historisches Setting und so befindet man sich in "Ewige Begierde" im Jahr 1290 in Nottingham, England, was ich schon mal sehr interessant und auch gut umgesetzt fand - auch wenn sich die Autorin einige Freiheiten, was die damalige Zeit betrifft, herausnimmt. Angereichert wurde die insgesamt spannende Geschichte mit Fantasy Elementen und starken Figuren, die das abenteuerliche Lesevergnügen komplett machen. Für Abwechslung sorgen die ständig wechselnden Perspektivwechsel.

Die Hauptprotagonisten schließt man sofort ins Herz: Marian ist eine mutige, selbstbewusste und zu allem entschlossene junge Frau, die ihrer Zeit hier klar um einige Jahrzehnte voraus ist. Von Sittsamkeit und züchtigem Verhalten hält sie nicht viel, sondern gibt sich offenherzig und neugierig, vor allem was fleischliche Gelüste anbelangt. Allerdings ist sie auch taff und steht dem Mann hier in nicht viel nach, was ich immer wieder erfrischend an weiblichen Heldinnen finde.

Auch Steinarr ist ein richtig toller und liebenswerter Kerl. Innerlich zerrissen durch sein zweites Dasein als Löwe; ständig in Angst, jemanden zu verletzen, aber auch zu inniger Liebe und Eifersucht fähig. Sträubt er sich anfangs noch gegen seine Gefühle, verfällt er bald Marians Charme und entpuppt sich als starker Beschützer.

Auch die böse Hexe Cwen lässt von Zeit zu Zeit etwas von sich hören und den Leser an ihrer schwarzen Seele teilhaben. Weitere Nebenfiguren wie Torvald, der sich in ein Pferd verwandelt oder Ari, der nachts zu einem Raben wird, tragen zum Verlauf der Story bei und sorgen immer wieder für Schmunzelmomente.

Humorvolle Szenen, spannende Abenteuer aber auch prickelnde Erotik geben dem Buch den nötigen Touch - wobei ich jedoch auch einen kleinen Kritikpunkt anbringen muss, denn gerade zu Beginn gab es doch ein paar langatmige Stellen, die mich ab und an dazu verführten, kleinere Absätze zu überspringen, um schneller voranzukommen. Ab dem zweiten Drittel wurde ich für mein Durchhaltevermögen allerdings mehr als belohnt und bekam bis zur letzten Seite eine aufregende, romantische und humorige Geschichte präsentiert.

Fazit:
*
Absolut lesenswert! Mit "Ewige Begierde" ist Lisa Hendrix eine interessante Mischung aus historischem Setting, Fantasy und Abenteuer gelungen, was durch eine romantische und knisternde Love Story abgerundet wird. Von mir gibt es satte 4 von 5 Punkten und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil der Serie "Unendliche Sehnsucht" der im September 2012 erscheinen wird. (PH)

  (15)
Tags:  

  

 

Masken - Unter magischer Herrschaft
LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

160 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

magie, fantasy, liebe, ferin, unterdrückung

Masken - Unter magischer Herrschaft

Mara Lang
Flexibler Einband: 602 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.03.2012
ISBN 9783426510094
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die 17-jährige Pheytaner Ferin kann es kaum erwarten. Endlich steht der Tag der Maskierung vor der Tür! Seit Jahren sehnt sie diesen Tag herbei, denn er verspricht Freiheit und Unabhängigkeit. Sobald die Male, die ihren Körper und ihr Gesicht verunstalten und der Riss über ihrer Nase, endlich verdeckt sind, würde sie schön sein und das Leben führen, von dem sie schon so lange träumt. Doch etwas geht schief. Nach nur einem Tag zerfällt die Maske zu Staub und somit platzen nicht nur alle Träume von Ferin, sie wird gleichzeitig zu einer Gesetzlosen, die ihr Dasein als Arbeiter in einem Gefangenenlager fristen müssen.

Auf dem Transport in das Lager lernt Ferin die schnippische Jasta näher kennen, die sich tags davor die Maske von ihrem Gesicht riss und so ebenfalls zu einer Ausgestoßenen wurde. Mithilfe von Jastas Bruder Rhys gelingt Ferin die Flucht in den Dschungel, wo sie von nun an unter Rebellen leben sollte. Nun steht es ihr frei: Wählt sie den einfachen Weg, der ihren Tod bedeuten könnte? Oder nimmt Ferin ihr Schicksal an und lernt, mit ihrer Gabe umzugehen, um mit ihren neugewonnenen Freunden für Freiheit für ihr Volk zu kämpfen?

Einschätzung:

Mit "Masken: Unter magischer Herrschaft" präsentiert die österreichische Autorin Mara Lang ihren Debütroman und damit eine gelungene Mischung aus Fantasy und Abenteuer, mit einer romantischen, zarten Liebesgeschichte als Zugabe.

Bereits die Idee mit der Maske - die den Merdhungern als Unterdrückungsmittel dient, doch für das Volk der Pheytaner für Freiheit und Unabhängigkeit steht - fand ich richtig klasse und gleichzeitig erfrischend neu und anders. Ebenso gut fand ich, dass die Unterdrückung zuerst schleichend und ohne großes Blutvergießen dargestellt wird, denn genau aus diesem Grund versteht man Ferins unermesslichen Wunsch nach der Maskierung. Sie sehnt sich nach der Maske, die sie schön und die Konventionen, die all den Pheytanern ab der Geburt bis zu ihrem 17ten Lebensjahr auferlegt werden, hinfällig macht. Erst nach und nach erlebt der Leser, wie schrecklich sich gerade diese "milde, subtile" Form der Unterdrückung auf das Volk der Pheytaner und deren magische Gaben auswirkt und wie effektiv sie ist.

Mit Ferin hat Mara Lang eine großartige Heldin erschaffen. Ferins Sehnsucht nach Freiheit, ihre Träume und Wünsche, aber auch ihre Enttäuschung, als die Maske zu Staub zerfällt, kann man so gut nachvollziehen und mitempfinden, dass man sie des Öfteren gerne mal in den Arm genommen hätte, um sie zu trösten und ihr die Einsamkeit erträglicher zu machen. Ihre Entwicklung vom hilflosen, hoffnungslosen Mädchen, das sich erst selbst suchen und finden muss, bis hin zur reifen, starken Frau, die für ihre Ziele kämpft und für ihre neugewonnenen Freunde einsteht, fand ich wahnsinnig toll.

Aber nicht nur Ferin gewinnt von Seite zu Seite an Profil und macht im Laufe der Geschichte eine enorme Wandlung durch. Auch Jasta und die anderen Rebellen wurden sehr detailliert gezeichnet und so hat man bald das Gefühl, nicht nur mit Ferin, sondern mit vielen guten Freunden ein aufregendes Abenteuer zu erleben. Allen voran gefiel mir Rhys, der Läufer der Truppe. Mit seiner witzigen, liebevollen Art hat er sich schnell in mein Herz geschlichen. Aber auch Sobenio, der Magier, von dem man anfangs nicht ganz weiß, was man von ihm halten soll, spielt sich bald einige Pluspunkte ein. Um es hier kurz zu machen: Mara Lang versteht es, ihren Figuren enorm viel Leben einzuhauchen. Sie alle haben ihre Stärken und Schwächen, Ecken und Kanten und obwohl es wirklich eine ziemlich große Truppe ist, ist jeder unverwechselbar in seiner Art.

Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Ferin und Martu - den ich übrigens auch richtig, richtig klasse fand - entwickelt, steht hier nicht im Vordergrund. Wer hier einen Romantasy Roman oder gar Erotik erwartet, dem sei gesagt, dass die Liebesgeschichte eine sehr zarte, sanfte, gefühlvolle ist, die sich erst nach und nach entwickelt, allerdings perfekt in das Gesamtbild des Romans passt.

Mara Langs Schreibstil ist angenehm flüssig, während sie einige Passagen immer wieder mit wunderschönen Formulierungen schmückt. Atmosphärisch schreibt die Autorin sehr, sehr dicht. Es gibt kein Geschehen, kein Ereignis, keine Abhandlung, die nicht ausführlichst beschrieben wird. Nicht mal der dritte Spaziergang durch den Dschungel wird nur gestreift, sondern detailliert ausgeführt, sodass man selbst auf dem Sofa im Wohnzimmer das Gefühl hat, mitten im Dschungel zu stehen; die Farben zu sehen; den Duft der verschiedenen Pflanzen zu riechen; das Wasser plätschern und die Vögel singen zu hören. Es ist reine Geschmackssache, ob man eine solche Ausführlichkeit mag. Grundsätzlich mag ich es eigentlich sehr, wenn während des Lesens Bilder im Kopf entstehen, doch mir persönlich war es hier an manchen Stellen dann doch etwas zu viel, sodass ich immer wieder kleinere Absätze überflogen habe, um schneller voranzukommen. Auch das erste Drittel des doch sehr dicken Schmökers hätte für mich um einiges straffer und spannender ausfallen dürfen. Nach dem sehr gelungenen Einstieg in die Story beginnt die Handlung erst wieder zur Mitte des Buches richtig an Fahrt aufzunehmen und spannend zu werden. Ab Martus auftauchen überschlagen sich die Ereignisse und von diesem Zeitpunkt an hätte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Spannung ohne Ende und ein wahres Gefühlschaos - auch für mich als Leserin ...

Trotz meines Kritikpunktes muss ich sagen, dass Mara Lang einen tollen Fantasy Roman gezaubert und mich als Leserin für sich gewonnen hat. Ganz bestimmt werde ich mir auch das nächste Buch der Autorin kaufen und hoffen, dass ihr nicht so schnell die guten, neuen, erfrischenden Ideen ausgehen.

Fazit:
*
"Masken: unter magischer Herkunft" ist ein gelungener Fantasy Roman, der mit interessanten Ideen, gut gezeichneten Figuren und einer sehr zarten Liebesgeschichte zu überzeugen weiß. Kleine Abzüge gibt es von mir in den teilweise sehr ausführlichen Beschreibungen, die an manchen Stellen doch kürzer ausfallen hätten dürfen. Ich vergebe liebevolle 4 von 5 Punkten. (PH)

  (20)
Tags:  

  

 

Blanche - Der Erzdämon
LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

140 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

paris, dämonen, dämon, liebe, blanche

Blanche - Der Erzdämon

Jane Christo
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.04.2012
ISBN 9783864430480
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt

Schon als Kind lernt Blanche die Schattenseiten des Lebens kennen. Aufgewachsen in einem Waisenhaus, in dem Zucht und Ordnung ihren Tagesablauf bestimmen, flüchtet das damals achtjährige Mädchen aus dem Heim, um sich auf den Straßen von Paris durchzuschlagen. Als sie mit elf Jahren in eine prekäre Situation gerät, wird sie von ihrem späteren Mentor Wayne – einem Profikiller – gerettet, der sie bei sich aufnimmt und zur Killerin ausbildet. Um sie vor seinen Feinden zu schützen, die in Blanche eine Chance sehen, Wayne zu schwächen, schickt er sie auf ein Schweizer Internat. Erst Jahre später soll sie zurückkommen. Doch zu diesem Zeitpunkt ist Wayne bereits tot. Er wurde ermordet. Allerdings hat der Mörder die Rechnung ohne Blanche gemacht, die nun auf Rache sinnt. Und von diesem Vergeltungsschlag wird sie auch kein anziehender Erzdämon abhalten können …

Einschätzung

Mit dem ersten Teil ihrer Trilogie „Blanche – Der Erzdämon“ ist Jane Christo ein wirklich klasse Debüt gelungen, das mit Spannung, Action, dunklem Humor und einer sich langsam anbahnenden, romantischen Liebesgeschichte durchgehend unterhält. Hier wird gekämpft, geschossen, gebombt und geflucht was das Zeug hält. Wer es also gerne rustikal mag und Lust auf einen Lese-Adrenalinkick hat, gewürzt mit heißer Dämonen-Romantik, liegt mit dem ersten Teil dieser Trilogie goldrichtig.

Mit Blanche schickt die Autorin eine knallharte und von einer schlimmen Kindheit gezeichnete Heldin ins Rennen, die mit ihrem losen Mundwerk und ihrer frechen, sarkastischen Art für viele Schmunzelmomente sorgt, was die insgesamt actionlastige Story immer wieder ordentlich auflockert – auch in den rasantesten Momenten. Hier fand ich sehr gut, dass schon anfangs die Hintergründe zu Blanches verschlossenem Verhalten beleuchtet werden, denn aufgrund ihrer Vergangenheit versteht man, warum Blanche ihre Gefühle unterdrückt und niemanden an sich ranlassen will. So wundert es auch nicht, dass sie dem Erzdämon Beliar, der von Saetan geschickt wurde, um Waynes „verschollene“ Seele in die Hölle zu bringen, anfangs nicht über den Weg traut. Erst nach und nach gewinnt der Dämon ihr Vertrauen, indem er sich von Saetan abwendet und stattdessen Blanche auf ihrem Rachefeldzug unterstützt.

Die anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen. Es hätte einfach nicht gepasst, wenn Blanche sich sofort auf Beliar einlässt, der gegen seine wahre Natur sehr liebevoll und fürsorglich mit ihr umgeht. Hier ist der männliche Part derjenige, der sich immer mehr annähert, um nach und nach Blanches gepanzerte Schale zu durchbrechen. Gerade was die Liebesgeschichte betrifft, ist noch sehr viel Potential für die nächsten beiden Teile vorhanden und ich bin gespannt, wie Blanche mit der Beziehung zu Beliar zurecht kommen wird.

Neben den beiden Hauptfiguren gibt es auch ein paar sehr interessante Nebenfiguren samt kleineren Nebenhandlungen, die immer wieder für andere Sichtweisen sorgen und die Untergrundorganisationsabläufe näher beleuchten.

Jane Christos Schreibstil ist ganz locker und schnörkellos gehalten, was sehr gut zur Geschichte passt. Was die Story an sich betrifft, hat sich die Autorin allerhand Interessantes und Neues einfallen lassen. Die Mischung aus Urban Fantasy Elementen – Dämonen, Engeln, Pakte mit Satan – dazu Mafiaclans und Untergrundorganisationen, die sich bekriegen und ihre Kräfte aus den satanischen Bündnissen ziehen, fand ich sehr spannend und unterhaltsam. Dass die Story noch dazu in Paris spielt und nicht ein gängiger Schauplatz wie z.B. Amerika gewählt wurde, empfand ich ebenfalls als sehr erfrischend.

Fazit
*
Jane Christo liefert mit „Blanche – Der Erzdämon“ ein tolles Gesamtpaket ab. Hier mangelt es weder an Spannung, rasanter Action und spitzzüngigen Kommentaren, noch an charakterstarken Figuren, ausreichend Romantik und erfrischend neuen Ideen. Absolut lesenswert! Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Trilogie „Blanche – Die Versuchung“, der im Oktober 2012 erscheinen wird. Gerne vergebe ich 5 von 5 Punkten. (PH)

  (22)
Tags:  

  

 

Geliebte der Ewigkeit
LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

romantic fantasy, geliebte, quinn, vampir, ewigkeit

Geliebte der Ewigkeit

Beth Cillian
Buch: 300 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.04.2012
ISBN 9783864430510
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Die Bostoner Pathologin Morrighan Cavanaugh weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Ein zu weit vorangeschrittener Tumor in ihrem Gehirn wird ihr Ende bedeuten. Doch statt sich einer Operation unterziehen zu lassen, nimmt sie ihr Schicksal an und begibt sich nach Irland in ein altes Schloss, um dort ein Klassentreffen wahrzunehmen. Auf dem Weg dorthin verursacht sie einen Unfall und fährt einen Fremden an, der plötzlich mitten in der stürmischen Nacht auf der Straße auftaucht.

Die Ärztin in ihr ist sofort alarmiert und sie hilft dem gutaussehenden Fremden, nimmt ihn sogar mit in das Schloss und teilt notgedrungen mit ihm das einzig freie Zimmer. Was Morrighan nicht weiß, ist, dass Quinn, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt, in Wahrheit ein Vampir-Krieger ist, der einen Eid geschworen hat, das personifizierte Böse zu finden, um es zu töten. Und ausgerechnet Morrighan soll das Gefäß dieses Bösen sein ...

Einschätzung:

Mit ihrem Serienauftakt "Geliebte der Ewigkeit" legt Beth Cillian sicherlich keine allzu leichte Lesekost vor, sondern überrascht mit einer sehr komplexen Geschichte, die mit erstaunlich vielen ungewöhnlichen und zudem sehr erfrischend neuen Ideen daherkommt.

Äußerst positiv überrascht haben mich hier die beiden Hauptfiguren, also Quinn - der nicht einfach nur ein Vampir-Krieger, sondern ein Rugadh, also ein geborener Vampir ist - und die schwerkranke Morrighan. Beides wirklich sehr sympathische Helden, die ich nicht erst nach ein paar Kapiteln, sondern bereits nach wenigen Absätzen ins Herz geschlossen habe. Quinn - obwohl er schon einige Jahre auf dem Buckel hat und ein Krieger ist - besitzt einen fast schon jugendlichen Charme, sodass man sich hier gar nicht in erster Linie auf sein attraktives Äußeres konzentriert, sondern an seinen Lippen hängt, um seinen liebevollen und zugleich witzigen Äußerungen und Gedanken zu folgen.

Aber auch Morrighan habe ich als besonders tolle Heldin empfunden. Obwohl immer wieder die Ärztin in ihr das Ruder übernimmt und die Wissenschaft ihr Anker ist, besticht sie mit einer herzlichen Art, mit Mut und Witz. Sie macht hier die stärkste Wandlung durch und wächst bis zum Schluss weit über sich hinaus.

Die ersten 60 Seiten sind durchgehend sehr humorvoll gehalten, sodass ich ständig schmunzeln musste. Erst danach wird die Geschichte etwas düsterer, wobei ich die Stimmung nie als bedrückend empfunden habe. Neben vielen Kämpfen und actionreichen Einlagen, bahnt sich eine romantische Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren an, wobei der Umstand, dass Morrighan das Böse in sich trägt, immer wieder für ordentliches Chaos sorgt. Hier hat sich die Autorin wirklich einiges einfallen lassen, um ihre Leser zu unterhalten, denn dieses "Böse" - also die Sceathrach - versucht des Öfteren Morrighans Körper einzunehmen und ihre Seele zu verdrängen - auch in den unpassendsten Momenten.

Aber nicht nur die Bruderschaft der Rugadh ist hinter Morrighan her, sondern auch ein mächtiger Feind möchte sich der Macht der Sceathrach bedienen und so haben Quinn und Morrighan nicht nur allerhand zu tun, um sich ineinander zu verlieben und Vertrauen zueinander aufzubauen, sondern müssen sich auch gegen einige Kreaturen behaupten, die losgeschickt wurden, um an Morrighan ranzukommen. Dabei kann es schon vorkommen, dass sich diese Kreaturen - Wendigos, Seelenfresser, Werwölfe oder Rieseninsekten - auch schon mal über ein paar der restlichen Hotelgäste hermachen und Kellerräume kurzerhand zu Autopsietätigkeiten zweckentfremdet werden.

Beth Cillian schreibt sehr dicht. Sie beschreibt jede Situation, Person, Szene ganz genau, sodass man sich als Leser nur zurücklehnen muss, um das Kopfkino zu aktivieren. Erst auf den letzten Seiten hatte ich manchmal Probleme einige Informationen, Ausdrücke aus der Sprache der Rugadhs und teils auch irischen Namen auseinander zu halten und richtig zuzuordnen. Dabei hätten auch ein paar kleinere Szenen ganz zum Schluss des Buches für mich etwas kürzer und knackiger ausfallen dürfen. Das sind aber auch schon die einzigen kleinen Kritikpunkte, denn insgesamt betrachtet, habe ich mich von der ersten bis zur letzte Seite sehr gut unterhalten gefühlt.

Fazit:

"Geliebte der Ewigkeit: Kriegerinnen der Fiannah 01" ist ein spannender und mitreißender Serienauftakt, der mit viel Action, überraschenden Ideen und einem ganz wunderbaren Heldenpaar punktet. Es gab einige Momente, wo ich wirklich erstaunt war über Beth Cillians Ideenreichtum und ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergehen wird. Nach Quinn kann ich sagen, dass mich sein charmanter Lykaner-Freund Cináed schon für sich gewonnen hat. ;-)

Trotz kleinerer Kritikpunkte gibt es von mir gute 5 von 5 Punkten.

  (22)
Tags:  

  

 

Mondscheinbiss
LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

vampir, werwolf, vampire, serienkiller, werwölfe

Mondscheinbiss

Janin P. Klinger
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.05.2012
ISBN 9783864430602
Genre: Sonstiges

Rezension:

Tolle Mischung aus aus Liebe, Romantik, Crime und Thrill
-
Inhalt:
-
Eine Mordserie an jungen Frauen erschüttert New York und ruft die Werwölfin Serena Love Baltimore auf den Plan, die als Lieutenant beim NYPD arbeitet. Unterstützung erhält sie von ihrem Freund und Top-Profiler Jason LaFavre, mit dem sie seit über einem Jahr in einer romantischen Beziehung steckt. Dieser Umstand wird von Serenas Werwolf-Familie mehr schlecht als Recht geduldet, verbindet die beiden Wesensarten seit einer Ewigkeit eine alte Feindschaft. Als der Serienkiller es scheinbar auf Serena abgesehen hat, droht jedoch nicht nur das dünne Friedensband zwischen Serenas Familie und Jasons zu zerreißen ...
-
Einschätzung:
-
Janin P. Klinger hat mich mit ihrem Debütroman sehr positiv überrascht. Neben einer romantischen "Liebes- bzw. Beziehungsgeschichte", denn Jason und Serena lieben sich schon seit über einem Jahr, hat die Autorin einen spannenden Crime-Plot aufs Papier gezaubert, der von der ersten bis zur letzten Seite für Spannung sorgte.
-
Neben der Suche nach dem Mörder, der Frauen entführt, sich an ihnen vergeht und sie danach tötet, lässt die Autorin den Leser aber auch an Jasons und Serenas gemeinsamen Vergangenheit teilhaben und erzählt in kurzen Rückblenden, wie die beiden sich kennen und lieben lernten. Serenas Familie steht der Beziehung zwischen ihr und Jason nicht sonderlich erfreut gegenüber, denn es ist bekannt, dass das Werwolfblut für Vampire eine besondere Köstlichkeit darstellt. Dass Jason es nicht im Geringsten auf Serenas Blut abgesehen hat, wird schnell klar, nur ihre Familie muss das noch begreifen und das führt immer wieder zu Kabbeleien, wenn Serenas Familie und Jason aufeinandertreffen.
-
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, auch wenn sie auf detailreiche Beschreibungen größtenteils verzichtet. Da hätte ich mir manchmal etwas mehr Intensität gewünscht, um das Kopfkino noch besser ankurbeln zu können. Nichts desto trotz habe ich die Story rund um Jason und seiner Serena gerne gelesen und bin gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird. Potential wäre ja einiges vorhanden.
-
Fazit:
-
Janin P. Klinger ist mit "Mondscheinbiss" eine tolle Mischung aus Liebe, Romantik, Crime und Thrill gelungen. Wenn auch ungewöhnlich hat mir gerade die bereits bestehende Liebesgeschichte zwischen dem Heldenpaar besonders gut gefallen. Von mir gibt es gute 4 von 5 Punkten mit einer Portion Neugierde auf eine eventuelle Fortsetzung. (PH)
-

  (21)
Tags:  

  

 

Level 26: Dunkle Prophezeiung
LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

112 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

tarot, thriller, level 26, steve dark, zuiker

Level 26: Dunkle Prophezeiung

Anthony E. Zuiker , Duane Swierczynski , Axel Merz
Flexibler Einband: 443 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.08.2011
ISBN 9783785760352
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt
.
Darks letzter Fall – zu dem er von der Special Circs, einer geheimen Spezialeinheit, die nach besonders brutalen Killern fahndet, herangezogen wurde – stellt sein Leben erneut völlig auf den Kopf und er beschließt ein weiteres Mal, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen, um seinen Alltag zu ordnen. Nach dem Tod seiner Frau will er sich um seine Tochter kümmern und als Dozent auf der Universität arbeiten. Doch so ganz will ihn seine Vergangenheit, die er auf der Jagd nach abartigen Mördern verbrachte, nicht loslassen.
.
Ein brutaler Mord an einem Wirtschaftsberater ruft die Special Circs auf den Plan. Es sieht so aus, als hätte es das Team wieder mit einem Killer zu tun, der über das Level 26 hinausschießt. Auch Dark wird hellhörig, als ein weiterer Mord geschieht und es ausgerechnet seinen Nachfolger bei der Special Circs trifft. Doch Dark fehlen die Mittel, um sich an die Fersen des Killers zu heften. Eine gewisse Lisa Graysmith schafft da Abhilfe und bietet Dark finanzielle Unterstützung, sowie Rückendeckung an, sollte er sich entschließen, für sie den Killer zur Strecke zu bringen.
.
Und Rückendeckung kann Dark gut gebrauchen, denn immerhin hat er es hier nicht nur mit einem Killer zu tun, der nach einem Tarotkarten-Muster tötet und der Dark bald selbst ins Visier nimmt. Auch sein Ex-Chef Tom Riggins setzt alles dran, Dark zu fassen, nachdem er einem scheinbar dunklen Geheimnis aus Darks Vergangenheit auf die Schliche gekommen ist …
.
Einschätzung
.
„Dunkle Prophezeiung“ ist nun der zweite Teil der Level 26 Serie des Autorenduos Anthony A. Zuiker und Duane Swierczynski und ich würde sagen, dass hier zwar kein grandioser, aber durchaus ein solider Nachfolger an den Start geht.
.
Wer aufgrund des Epiloges aus Teil 1 – man erinnere sich an den schwarzen Anzug, der auf den letzten Seiten gefunden wurde – hier auf eine bluttriefende und nervenzerfetzende Fortsetzung hofft, wird vermutlich ziemlich enttäuscht werden. Ich war doch sehr überrascht, dass der Anfang überhaupt nicht an den Abschluss von „Dunkle Seele“ anschließt, sondern sich eine völlig neue und andere Geschichte entwickelt, als erhofft.
.
Die Idee hinter dieser Serie – Killer aufgrund ihrer Gewalttätigkeit in Kategorien einzuteilen – hat mich in Band 1 vollkommen überzeugt. Das Wissen, es hier mit einem besonders üblen Typen zu tun zu haben, hat für ständigen Nervenkitzel und für enorme Brisanz gesorgt. Das hat mir in „Dunkle Prophezeiung“ einfach gefehlt und so ging die Grundidee an der ganzen Sache doch etwas verloren. Zwar waren die Morde auch nicht gerade ohne, aber schlussendlich kann meiner Meinung nach nicht von einem außerordentlichen Killer gesprochen werden, der sich von den ganzen anderen Psychos der Buchwelt abhebt, doch genau das war ja Sinn dieser Serie. Hier fehlt es einfach an Raffinesse, an Besonderheiten und psychologischen Spielchen mit dem Leser, sodass der WOW-Effekt sowie die besonderen Gänsehautmomente, die den ersten Teil ausmachten, ausbleiben.
.
Obwohl die Idee hinter diesen Tarot-Morden nicht neu ist, wurde sie dennoch recht gut umgesetzt. Würde dieses Buch alleine stehen, würde ich von einem guten Thriller sprechen, der sein Plus klar aus dem ausgefeilten Plot zieht, der vielleicht nicht an jeder Stelle glaubwürdig ist, aber im Großen und Ganzen doch ganz gut unterhält – jedoch als Nachfolger des ersten Level 26 Teils eher nur als solide gewertet werden kann, weil es einfach an dieser dunklen, brutalen Spannung fehlt.
.
Aufgewertet wird die Geschichte mE durch Darks Auftritte. Der dunkle, geheimnisvolle und ein bisschen versiffte Charme, den Dark zur Schau trägt, hat mir schon in Teil 1 sehr gut gefallen. Ich mag generell diese tortured Hero Typen und Dark in dieser Rolle konnte mich auch hier wieder überzeugen.
.
Was diese Filmchen betrifft, kann ich mich nur wiederholen. Man muss sie nicht gesehen haben, um der Story folgen zu können, wobei sich dann natürlich die Frage stellt, ob man diese Filme nicht generell hätte weglassen können. Schon alleine um sich die Diskussion darüber zu ersparen.
.
Fazit
.
Auch wenn „Dunkle Prophezeiung“ nicht an seinen Vorgänger heranreicht, fühlte ich mich für einige Stunden doch recht gut unterhalten. Besonders Dark, den dunklen Jäger, fand ich wieder sehr gelungen und alleine schon wegen dem Kerl freue ich mich auf den nächsten Teil. Wobei ich sehr hoffe, dass sich das Autorenduo wieder der eigentlichen Grundidee der Serie annimmt, nämlich einen Killer zu erschaffen, der diesem Level 26 gerecht wird. (Ein bisschen morbide dieser Wunsch vielleicht, aber hier geht’s immerhin um Unterhaltungsliteratur und dann will man ja auch dementsprechend unterhalten werden *g*)
.
Von mir gibt es solide 3 Punkte! (PH)

  (22)
Tags:  

  

 

Eiskalte Verführung
LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

thriller, gabriel mcqueen, lolly helton, spannung, wb

Eiskalte Verführung

Linda Howard , Jutta Ressel
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 14.10.2011
ISBN 9783442376636
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
Tags:  

  

 

Mond der Ewigkeit
LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mond der Ewigkeit

Elke Meyer
Buch
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.09.2011
ISBN 9783940235350
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt
.
Nachdem Amber erfährt, dass ihr biologischer Vater noch lebt, begibt sie sich nach London, um nach ihm zu suchen. Aidan kocht derweil vor Eifersucht, weil gerade dort Amber’s Exfreund Charles lebt, den sie früher sehr liebte. Nun zweifelt er an Ambers Liebe zu ihm und je größer diese Zweifel werden, desto tiefer wird er in die Schattenwelt gezogen. Revenant gewinnt Macht über ihn und nährt Aidan’s Zweifel noch, da er Amber selbst besitzen will.
.
Hermit, der Wächter des Schattentors, hat Amber zur Druidin ausgebildet und nun soll sie seinen Platz als neue Wächterin einnehmen und gleichzeitig verhindern, dass ein Schwarzmagier es schafft, das Tor zu öffnen. Während Amber nach ihrem Vater sucht und gleichzeitig die Öffnung des Tores verhindern muss, wendet sich Aidan immer mehr von ihr ab. Amber will eine Sterbliche bleiben, und obwohl Aiden sie tief in seinem Inneren nicht verlieren mochte, weiß er, dass ihre Zukunft wenig Chancen hat …
.
Einschätzung
.
Mit „Mond der Ewigkeit“ legt Elke Meyer nun den Abschluss ihres Dreiteilers hin und ich kann nur sagen: Wow, was bin ich begeistert von dieser faszinierenden Trilogie!
.
„Mond der Ewigkeit“ zog mich von der ersten Seite in den Bann – schon der Prolog war mehr als nur fesselnd und unfassbar gruselig und ich saß bis zum spannenden Finale mit einer Gänsehaut auf dem Sofa, während mich jedes Geräusch hochfahren ließ. Elke Meyer’s Schreibstil ist unglaublich toll. Mit ihrer bildhaften Sprache setzt sie ein wahres Kopfkino in Gang, was jede spannende, düstere oder gefühlvolle Szene richtig nachwirken lässt und aus einer gut durchdachten Story ein Lesevergnügen der besonderen Art macht!
.
Dazu all die liebgewonnen Figuren! Aidan wird auch in „Mond der Ewigkeit“ von der Dunkelheit bedrängt und seine täglichen Aufenthalte in der Schattenwelt tun ihm alles andere als gut, denn dort werden seine Zweifel an Amber genährt. Aidan hat Angst, Amber zu verlieren, doch mit seinem Verhalten treibt er sie immer weiter von sich weg, was er nicht möchte und doch passiert es unweigerlich – ein Teufelskreislauf, die seine Stimmung immer mehr trübt.
.
Amber hat sich nun in eine erwachsene Frau verwandelt. Sie ist an den Ereignissen gewachsen, hat ihre Bestimmung akzeptiert und kann mit ihren Kräften umgehen. Ambers Entwicklung war toll mitzuerleben und sehr überzeugend. Revenant wird in diesem Band ebenfalls näher beleuchtet und plötzlich kann man seine Handlungs- und Sichtweisen besser verstehen. Ich gestehe, stellenweise hatte ich sogar Mitleid mit ihm.

Neben einer ausgefeilten, fantasievollen und dramatischen Grundstory, die mich voll überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte zwischen Amber und Aidan bittersüß mitzuverfolgen. Ich war zutiefst gerührt und stellenweise den Tränen nahe, während ich gebannt verfolgte, ob die beiden es schaffen, die ganzen Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
.
Fazit
.
Elke Meyer hat es einmal mehr geschafft, mich zu begeistern! Ich habe gezittert. Ich habe gelitten. Ich habe gehofft und mitgebangt und das mit einer anhaltenden Gänsehaut. Liebhaberinnen düsterer Fantasy, die mit atemraubender Spannung zu fesselnd weiß, sollten sich diese Trilogie unbedingt zulegen!
.
Für diesen mehr als gelungenen Abschluss gibt es von mir volle 5 von 5 Punkten und dieses Mal auch ein Amazing für den Keeperstatus! (TS)

  (18)
Tags:  

  

 

Mond der verlorenen Seelen
LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

vampire, druiden, mond der verlorenen seelen, aidan, amber

Mond der verlorenen Seelen

Elke Meyer
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.06.2010
ISBN 9783940235343
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

4,5 Punkte für einen gelungenen 2ten Teil!
.
Inhalt
.
Aidan ist zum Vampir geworden und gehört nun zu Revenants Kriegern. Die neuen Kräfte bestärken ihn, doch zugleich spürt er, wie seine menschliche Seite immer mehr verblasst. Aiden fürchtet, dem Blutdurst bald nicht mehr widerstehen zu können. Davor hat auch Amber Angst, die nun lernen muss, mit ihren Duridenkräften umzugehen, um die Rückkehr des Revernants in die Menschenwelt zu verhindern. Dieser schickt Dämonen aus, die Amber in seine Gewalt bringen sollen und schon bald muss sie sich gegen die Konsorten ihres Widersachers behaupten.
.
Als dann Samuel auf der Bildfläche erscheint, ein geheimnisvoller Unbekannter, der Interesse an Amber hat, treten zwischen Amber und Aidan immer mehr Spannungen auf, die Aidans dunkle Seite stärken. Amber steht nun zwischen zwei Männern und gleichzeitig wird ihr bewusst, dass ihre Aufgabe größer zu sein scheint, als sie ahnen konnte …
.
Einschätzung
.
Mit „Monde der Finsternis“ präsentiert uns Elke Meyer den zweiten Teil ihrer Trilogie, den ich wie bereits den Vorgänger sprichwörtlich inhaliert habe. Zwar fiel mir der Einstieg ein wenig schwerer, doch nach wenigen Kapiteln wurde ich wieder von den Ereignissen mitgerissen und mit einer überaus spannenden Geschichte belohnt!
.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt fesselnd und überaus bildhaft. Egal ob die schottischen Highlands oder das Schloss Gealach, beides hatte ich so klar vor Augen, als wäre ich selbst dorthin gereist. Die fantastische Ortsbeschreibungen und die stetig anhaltende, fast greifbare Düsternis machen diesen Roman zu einem wirklich außergewöhnlichen Lesevergnügen.
.
Auch auf die Ausarbeitung ihrer Figuren legt die Autorin großen Wert. Sie alle haben ihre Ängste, Schwächen und Stärken, was sie symphytisch macht. Man kann sich sehr gut in ihre Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzten und so fiebert und leidet man während der Geschehnissen mit.
.
Aidan’s Kampf mit der inneren Dunkelheit ist sehr ergreifend und man möchte am liebsten die Hand nach ihm ausstrecken, um ihm zu helfen. Amber ist gewohnt dickköpfig, doch auch sie hat sich merklich weiter entwickelt. Sie akzeptiert die neuen Umstände und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Dass sie trotz Aidens Verwandlung und seiner plötzlichen Veränderung weiter zu ihm hält, fand ich toll. Samuel, den wir erst in diesem Teil kennenlernen, bleibt düster und geheimnisvoll, und als herauskommt, was es mit ihm auf sich hat, war ich ziemlich überrascht – mehr möchte ich hier nicht verraten.
.
Zum Ende hin erhöht die Autorin das Tempo noch um einiges und die Spannung, die mich die gesamte Geschichte über bereits mitgerissen hat, steigert sich noch um ein Vielfaches, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Am Ende bleiben natürlich wieder ein paar Fragen offen und ich war regelrecht dankbar, den dritten Teil schon neben mir liegen zu haben, damit das Lesevergnügen noch nicht ganz zu Ende war.
.
Fazit
.
Auch der zweite Teil der Trilogie weiß zu überzeugen! Wer gerne spannende Fantasy in düsterer Umgebung, gewürzt mit Liebe, Herzschmerz und sympathischen Figuren lesen möchte, sollte hier unbedingt einen näheren Blick drauf werfen! Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten! (TS)

  (16)
Tags:  

  

 

Lady meines Herzens
LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

zeitung, liebe, freunde, herzog, hochzeit

Lady meines Herzens

Maya Rodale , Juliane Korelski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 15.02.2012
ISBN 9783442378616
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt:
.
Der Hochadel macht sich zur Hochzeit des Jahres bereit: Der Duke of Hamilton and Brandon und die Tochter des Duke of Richmond wollen sich das Jawort geben. Sophie Harlow, renommierte Hochzeitsreporterin einer Londoner Zeitung, soll exklusiv über die Heirat und deren Vorbereitungen berichten. Eine schier unlösbare Aufgabe, denn Sophie und der Bräutigam in spe haben sich im Vorfeld bereits heftig ineinander verliebt ...
.
Einschätzung:
.
Mit "Lady meines Herzens" präsentiert uns Maya Rodale den vielversprechenden Auftakt ihrer Writing Girls Serie - einem Mehrteiler, in deren Mittelpunkt vier junge Frauen stehen, die als schreibende Fräulein mit ihren unverblümten Zeitungsartikeln für einiges an Aufruhr in der Londoner Hautevolee sorgen.
.
Den ersten Teil dieser heiteren und lockeren Historical-Reihe bestreiten die Hochzeitsreporterin Sophie Harlow und der Duke of Hamilton and Brandon, die unterschiedlicher in ihrer Herkunft und ihren Eigenschaften nicht sein könnten.
.
Mit dem Duke stellt uns die Autorin einen Mann vor, der absolut dem Idealbild eines Aristokraten entspricht und schneidert ihm dahingehend auch die so typischen Charaktereigenschaften des hochherrschaftlichen Adels auf den Leib. Der Duke ist untadelig und rechtschaffen, wobei er immer seinen Titel und die damit verbundenen Verpflichtungen vor Augen hat, was seine Auftritte doch hin und wieder etwas förmlich und zurückhaltend erscheinen lassen. Gerne hätte man ihm da als Leserin das eine oder andere Mal den Weg gewiesen. In Situationen zum Beispiel, wenn er Sophie mal wieder auf Armeslänge von sich fernhält oder er es wieder mal umgeht, seine Gefühle klar zu artikulieren.
.
Sophie ist das komplette Gegenteil ihres männlichen Gegenübers. Es bleibt einem gar nichts anderes über, als die junge, warmherzige und temperamentvolle Frau auf Anhieb zu mögen. Sophie trägt ihr Herz sprichwörtlich auf der Zunge und das macht sie samt ihrem herzlichen Wesen unheimlich liebenswert. Trotz ihren schlechten Erfahrungen mit der Liebe und dem Albtraum ihrer ersten Hochzeit, wo sie vor der Kirche stehengelassen wurde, beweist sie Mut und will es ein weiteres Mal riskieren, ihr Herz an einen Mann zu verschenken.
.
Erotische Szenen zwischen unserem Heldenpaar sind eher rar gesät, stellvertretend dafür lässt uns der Duke mit seiner durchaus lebendigen Vorstellungskraft am romantischen tête-à-tête teilhaben und ja, bei dem Kerl ist eindeutig der Wunsch Vater des Gedankens. *g*
.
Interessante Nebendarsteller, vor allem in Gestalt der Schreibenden Fräulein, runden das Geschehen harmonisch ab und ein netter kleiner Subplot mit der Love Story um zwei andere Turteltäubchen, die eine nicht unwichtige Rolle im Leben des Dukes spielen, hat die Autorin stimmig eingebunden.
.
Maya Rodale hat den Fokus der Geschichte klar auf die Love Story mit all ihren Höhen und Tiefen gelenkt. Eine intensive und emotionale Achterbahnfahrt der Gefühlswelt unseres Heldenpaars runden die Story ab.
.
Fazit:
.
Leserinnen, die gerne auch mal einen unkonventionellen historischen Liebesroman aus der Regency-Ära lesen möchten, der nicht nur von traditionellen und klassischen Elementen lebt, sondern auch modern und zeitgemäß aufgepeppt ist, wird mit "Lady meines Herzens" kurzweiliges und romantisches Lesevergnügen ergattern.
.
Von mir gibt's satte 4 von 5 Punkten und man darf gespannt sein, auf welche Weise das nächste schreibende Fräulein in Gestalt von Julianna Somerset ihr Herz ausgerechnet an Simon Roxbury verlieren wird. Eine junge Witwe mit schlechten Erfahrungen während ihrer Ehe und ein notorischer Frauenheld - man darf gespannt sein! (AK)

  (19)
Tags:  

  

 

Ein verführerischer Akt
LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schmuck, freundschaft, liebe, flucht, wette

Ein verführerischer Akt

Gayle Callen , Firouzeh Akhavan
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 15.02.2012
ISBN 9783442378623
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt:
.
Julian Delane, Earl of Parkhurst, traut seinen Augen kaum. Ein Gemälde in seinem Londoner Herrenclub zeigt nicht nur eine absolut hinreißende Schönheit im Evakostüm, nein, die Dame trägt auch noch das seit zehn Jahren verschwundene Collier aus dem Familienbesitz an ihrem, zugegebenermaßen sehr reizvollen Hals.
.
Obendrein glaubt der Earl in der jungen Rebecca Leland die Diebin des Schmuckstückes zu kennen und heftet sich prompt an die Fersen der jungen Frau. Ehe sich die beiden versehen, geraten sie bei den Nachforschungen um das wertvolle Juwel nicht nur in große Gefahr, sondern entdecken leidenschaftliche Gefühle füreinander ...
.
Einschätzung:
.
Neue Autorin im Bereich des historischen Liebesromans, ein Buch mit einem vielversprechenden Klappentext und zudem noch der Auftakt einer interessanten verheißungsvollen Trilogie! Was will Leserin mehr? Mit diesem Gedanken habe ich mich auf die Suche nach einem unterhaltsamen und anregenden Historical gemacht und bin bei "Ein verführerischer Akt" gelandet.
.
Die Story rund um Julian und Rebecca startet auch sehr vielversprechend, als gleich zu Beginn die Hauptprotagonisten aufeinander treffen und das Geschehen mit einer amüsanten Szenen eröffnet wird! Da geizt die Autorin weder mit Sprachwitz, noch mit Situationskomik oder gar mit pfiffigen Dialogen und sofort ist man in freudiger und gespannter Erwartung ob der Ereignisse, die unser Heldenpaar im Laufe der Geschichte noch zu erwarten haben.
.
Während zu Beginn zwischen dem Paar die Funken nur so sprühen, muss man beim Lesen fast befürchten, sich die Finger an den Seiten zu verbrennen. Für meinen Geschmack hätte dieses Funkensprühen auch gerne bis zum Happy End weitergehen dürfen, doch ab der Mitte des Buches verlagert sich der Fokus etwas und weitere Begebenheiten, wie beispielsweise die Vergangenheit der beiden, spielen eine immer größere Rolle, während dieses heißblütige Geplänkel zwischen unserem Heldenpaar ein bisschen an Zündstoff verliert. Wobei gesagt werden musst, dass die romantische Komponente durchaus nicht zu kurz kommt. Die Love Story überzeugt im späteren Verlauf eher durch ruhige Ausgewogenheit und Harmonie und besticht durch das Idealbild unseres Traumpaares: Beide nett und überaus sympathisch, sodass die Leserin nicht widerstehen kann und die beiden einfach auf Anhieb mögen muss! Spontan fällt mir dazu ein: Hier haben sich zwei gesucht und gefunden.
.
Während die Geheimnisse doch recht früh gelüftet werden, überzeugt die Autorin hier wahrlich mit einem herrlich lockeren und ungezwungenen Schreibstil, der die Leserin schnell an das Geschehen bindet und dem hin und wieder etwas ruhig verlaufenden Plot Schwung und Vitalität verleiht.
.
Fazit:
.
Mit "Ein verführerischer Akt" präsentiert uns Gayle Callen den gelungenen und ansprechenden Auftakt ihrer "Scandalous Lady" Trilogie, der für kurzweilige Unterhaltung sorgt und mit liebenswerten Hauptprotagonisten zu punkten weiß.
.
Von mir gibt's gute 4 von 5 Punkten mit einem neugierigen Ausblick auf August 2012, wo der gute Peter Derby und Rebeccas Cousine Elizabeth in "Von sündiger Anmut" die Fortsetzung bestreiten dürfen. (AK)

  (19)
Tags:  

  

 

Die Gespielin
LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

frankreich, erotik, paris, liebe, versailles

Die Gespielin

Fanny Lasalle
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.12.2011
ISBN 9783442475803
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt:
.
Frankreich 1733: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Suzanne d'Aubry wohlbehütet in einem Kloster auf, wo sie kurz vor ihrem 21ten Lebensjahr und nach einer bewusst inszenierten Liebelei mit einem Stallburschen, von ihrem Vormund abgeholt und in die Nähe von Paris gebracht wird. Für Suzanne sollte ab nun ein völlig neues Leben beginnen. Sie sehnt sich nach Heirat und einem liebevollen Mann, doch bis es soweit ist, weiß sie die Vorzüge außerhalb der Klostermauern zu genießen.
.
Bald schon offenbaren sich ihr die wahren Absichten ihres Vormundes, der Suzanne keineswegs zu sich geholt hat, um ihr ein angenehmes und sorgloses Leben zu bereiten - oder gar, um ihr einen passenden Ehemann an die Seite zu stellen. Eine Heirat erfordert eine finanzielle Mitgift, doch gerade an Geld mangelt es Héctor de Gouzon und zwar ganz gewaltig.
.
Für seine jahrelange finanzielle Unterstützung, die es erst ermöglichte, Suzanne in der Klosterschule unterzubringen, erwartet Héctor de Gouzon nun von seinem Mündel, dass es sich Mühe gibt, seine Ausgaben wieder einzuspielen und ihn damit gleichzeitig vor dem Ruin zu bewahren. Unter falschem Namen soll Suzanne sich unter die Höflinge von Versailles mischen und sich als Gespielin den reichen Adeligen an den Hals werfen. Suzanne willigt ein, jedoch nur, weil sie hofft, in Versailles mehr über ihren Vater zu erfahren, dessen Tod ein dunkles Geheimnis zu überschatten scheint.
.
Suzanne hat großes Glück. Sie wird die Mätresse des Königs, doch schon bald muss sie erkennen, dass Neid Menschen zu grässlichen Handlungen treibt und die Liebe immer und überall ihre eigenen Wege geht ...
.
Einschätzung:
.
Mit "Die Gespielin" präsentiert Fanny Lasalle ihren Debütroman und überzeugt damit bereits auf ganzer Linie! Mit einem sehr bildhaften und flüssigen Schreibstil, dazu prickelnde, niveauvolle Erotik und Romantik vom Feinsten, schaffte sie es, mich schnell für ihre Geschichte zu begeistern.
.
Ehrlich gesagt lese ich eher selten historisch erotische Liebesromane, einfach, weil solche Geschichten meist überladen wirken und mich durch zu viele Details schnell langweilen. Dem ist hier nicht so. Die Autorin legt zwar großen Wert auf einen gut recherchierten geschichtlichen Hintergrund, dennoch steht ganz klar die Gefühlswelt der jungen Suzanne im Vordergrund, die mit ihrer Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit voll punkten konnte. Ihre Lebensfreude hat etwas erfrischend Natürliches, ebenso ihre Neugierde in Liebesdingen. Darüber hinaus schneiderte ihr die Autorin sehr liebenswerte Marotten auf den Leib, die es unmöglich gemacht hätten, Suzanne nicht auf Anhieb zu mögen. Egal ob im Umgang mit ihrer Zofe, mit dem königlichen Gefolge oder dem König selbst, zeigt sich Suzanne stets freundlich, verständnisvoll und überaus herzlich, wenn ihr nicht gerade mal wieder etwas Freches oder ganz und gar Unpassendes über die Lippen flutscht. Die Geschichte lebt ganz klar von dieser jungen Frau und macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, wie ich finde.
.
Neben Suzanne schließt man jedoch auch alle anderen Figuren schnell ins Herz. Ob es nun Yvette, die Zofe, mit ihrem herrlich losen Mundwerk ist; der König Louis, der sich als gefühlvoller, charmanter Liebhaber entpuppt und der Suzanna auf Händen trägt; oder Alexandre, der bei seinem ersten Auftritt bereits mit seinem dunklen Charme viele Pluspunkte bei mir sammelte. Im weiteren Verlauf habe ich mich mit Haut und Haaren in den kecken, großmütigen und oft unverschämten Herzog Alexandre verliebt!
.
Aber nicht nur die vielen verschiedenen und gut gezeichneten Persönlichkeiten hauchen der Story enorm viel Leben ein. Die Autorin würzt die Geschichte mit witzig spritzigen Dialogen und ausreichend Situationskomik, was mich des Öfteren herzhaft zum Lachen brachte. Aber auch mit gefühlvollen Momenten, die mir das eine oder andere Tränchen abverlangt haben, wird hier nicht gegeizt!
.
Auch die Erotik kann sich sehen lassen. Dauert es gute 40 Seiten, bis man sich darüber im Klaren ist, es hier tatsächlich mit einem erotischen Roman zu tun zu haben, zweifelt man später keine Sekunde mehr daran, dass der Vermerk "Erotischer Roman" ganz zurecht auf dem Einband steht. Aber Erotik ist nicht gleich Erotik, wie man weiß, wenn man in diesem Genre schon das eine oder andere Buch gelesen hat. Die Autorin legt hier ganz klar großen Wert auf Romantik und das macht die erotischen Szenen zu einem wahren Genuss. Spätestens wenn Suzanne im Schloss des Königs ihr Zimmer bezieht, sprüht jede einzelne Szene nur so vor Gefühlen, was keine Leserin kalt lassen kann. zwinker
.
Fazit:
.
Erotisch, prickelnd, romantisch!
.
"Die Gespielin" bringt alles mit, was ich mir von einem erotisch historischen Liebesroman wünsche: Figuren, die man schnell lieb gewinnt; tiefgehende Gefühle, die jede Erotikszene zu einem feurigen Vergnügen machen und einen spannenden Plot, der neben der Verwicklung in Liebesdingen noch genug Raum für die Suche nach der Wahrheit über den Tod von Suzannes Vater zulässt.
.
Da es für mich rein gar nichts an diesem Roman zu bemängeln gibt, sondern ich noch weitere 100 Zeilen schwärmen könnte, vergebe ich volle 5 von 5 Punkten und ein Amazing für dieses erotische Lesevergnügen! (PH)

  (23)
Tags:  

  

 

Strange Angels: Verraten
LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

114 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 32 Rezensionen

vampire, svetocha, werwölfe, christophe, freundschaft

Strange Angels: Verraten

Lili St. Crow , Sabine Schilasky
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 05.01.2012
ISBN 9783426283462
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

4 * für einen gelungenen 2ten Teil der Strange Angels Serie!

Inhalt:
.
Band 2 knüpft nahtlos an den ersten Teil "Strange Angels: Verflucht" an, wo Christophe die sechzehnjährige Dru und ihren besten Freund Graves in einer Schule unterbringt, wo sie ihre Fähigkeiten trainieren können und in Sicherheit vor ihren Feinden sein sollen. Leider scheint es mit der Sicherheit etwas weit hergeholt, denn auch dort kommt es des Öfteren zu Angriffen. Zudem fühlt sich Dru alles andere als wohl. Niemand kann oder will sie über ihre Fähigkeiten aufklären, ihr Stundenplan ist langweilig, am Kampftraining darf sie auch nicht teilnehmen, da sie angeblich zu wertvoll dafür ist und so sinkt ihre Stimmung ins Bodenlose, während sie sich mit der Frage herumschlagen muss, wem sie vertrauen kann.
.
Graves hingegen gefällt es an der Schule erstaunlich gut, immerhin wird er als Loup Garou akzeptiert, kann seine Fähigkeiten entfalten und findet schnell Freunde. Während Graves sich mühelos mit den neuen Umständen anfreundet, verbringt Dru die meiste Zeit alleine, bis sich die Ereignisse überschlagen und sie feststellen muss, vermutlich den Falschen vertraut zu haben. Etwas, das ihr das Leben kosten könnte ...
.
Einschätzung:
.
Wer den ersten Teil "Verflucht" nicht gelesen hat, sollte das unbedingt tun, bevor er zu "Verraten" greift, denn im zweiten Teil geht es ohne Umschweife und detaillierten Wiederholungen aus Band 1 weiter. Wie auch im Vorgängerband ist Lili St. Crow's Schreibstil angenehm flüssig und überaus bildhaft, was ihren Erzählungen das gewisse Etwas verleiht. Geändert hat sich die Grundstimmung, die nun teilweise sehr düster, gedrückt und melancholisch anmutet.
.
Im ersten Drittel dreht sich alles um Dru und ihre neue, nicht sehr angenehme Situation an der Schule. Es gibt viele Gedankengänge von Dru, die für meinen Geschmack ein wenig langatmig ausfielen. Ab dem zweiten Drittel jedoch nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und die Köder, die von Lili St. Crow gelegt wurden, sorgen immer wieder für atemlose Spannung. Wer lügt? Wer ist ehrlich? Wer denkt auch mal an Dru, wer nur an sich selbst? Die Autorin steigert das Tempo ab der Mitte enorm - ein Ereignis jagt das nächste, bis die letzte Seite erreicht ist!
.
Dru erscheint in "Verraten" auf den ersten Blick eine ganz andere Person zu sein. Bisher kannten wir sie als mutiges und kontrolliertes Mädchen, das fast allem gewachsen ist. Nun wirkt sie eher unkontrolliert, impulsiv und nah am Wasser gebaut. Denkt man jedoch darüber nach, was Dru alles erleiden musste und weiterhin erleiden muss, kann man ihre Gefühlswelt durchaus gut verstehen und erkennt schnell, dass sie sich trotz der Umstände doch ziemlich gut schlägt. Hinzu kommt, dass sich auch ihre Kräfte als Svetocha immer mehr in den Vordergrund drängen, was ihren Alltag nicht gerade einfacher macht.
.
Über Graves, der mir in Teil 1 sehr ans Herz gewachsen ist, erfahren wir nun auch Neues. Er entwickelt sich weiter, wirkt erwachsener, reifer und hält trotz der neuen Freunde weiterhin zu Dru. Christophe hingegen bleibt weiterhin der Geheimnisvolle. Die neuen Randfiguren - der Direktor und Anna, die wir erst in Teil 2 kennen lernen - sind ebenfalls interessante Charaktere, obwohl sie teils noch geheimnisvoller als Christophe sind, und auch bei diesen beiden gilt wieder: Kann Dru ihnen trauen?
.
Fazit:
.
Mit "Verraten" präsentiert uns Lili St. Crow eine gelungene Fortsetzung der Strange Angels Serie, wobei ich ab dem zweiten Drittel der Geschichte wieder völlig gebannt von den Geschehnissen war!
.
Wer Fantasy abseits des Mainstreams sucht, sprich eine originelle, spannende Story, die von außergewöhnlichen Figuren und Ideen lebt und in der es auch gerne mal melancholisch oder auch blutig und brutal zugehen darf, der sollte hier unbedingt einen näheren Blick drauf werfen! Wobei man allerdings die Reihenfolge der Bände einhalten sollte, da die Bücher aufeinander aufbauen.
.
Ich vergebe gute 4 von 5 Punkten und freu mich auf Teil 3!
.
Übersicht für Serieneinsteiger
.
1) Strange Angels: Verflucht
2) Strange Angels: Verraten
3) Jealousy (engl.)
4) Defiance (engl.)
5) Reckoning (engl.)

  (22)
Tags:  

  

 

Echo der Angst
LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

cynthia eden, thriller, fbi, monica, ängste

Echo der Angst

Cynthia Eden , Katrin Mrugalla , Richard Betzenbichler
Flexibler Einband: 391 Seiten
Erschienen bei Lyx, 03.12.2011
ISBN 9783802586217
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
Tags:  

  

 

Julia für immer
LOVELYBOOKS-Statistik

(192)

441 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 126 Rezensionen

liebe, julia, romeo, fantasy, shakespeare

Julia für immer

Stacey Jay , Antje Görnig
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Egmont Ink, 08.02.2012
ISBN 9783863960216
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Julia und Romeo opferten im Jahr 1304 nicht ihr Leben im Namen der Liebe. Die Geschichte, so wie wir sie kennen, soll eine Lüge sein, denn Romeo tötete seine Julia, um als unsterblicher Söldner der Apokalypse weiterzuleben. Seither verhindert er, dass Seelenverwandte zueinander finden, indem er einen der beiden dazu bringt, die Liebe zu verraten – so wie er es damals selbst getan hat.

Auch Julia erlangte durch Romeos Verrat Unsterblichkeit. Als Botschafterin des Lichts hat sie die Aufgabe, die wahre Liebe zu stärken und Seelenverwandte zu vereinen. Und so kämpft das bekannteste Liebespaar aller Zeiten nunmehr seit über 700 Jahren für zwei grundverschiedene Seiten – für Gut und Böse – was sie zu erbitterten Feinden macht.

Doch was geschieht, wenn die Grenzen zwischen Gut und Böse – zwischen richtig und falsch – verschwimmen? Wenn eine Botschafterin des Lichts selbst Gefühle für einen Jungen entwickelt, der einer anderen gehören soll? Und wird es Romeo schaffen, seine inneren Dämonen zu besiegen, um sich, aber auch Julia, vor einer ungewissen Zukunft im Nebel zu retten?

Einschätzung

Mit „Julia für immer“ präsentiert Stacey Jay eine völlig neu interpretierte „Romeo und Julia Story“, oder besser gesagt, sie spinnt die Geschichte ab dem Tod der beiden weiter, wobei sie hie und da ein paar wesentliche Änderungen am Ausgang des Originals vorgenommen hat.

Gleich vorweg muss ich sagen, dass mich schon die Idee, die hinter der Neufassung steckt, richtig neugierig gemacht hat. Ein Romeo, der seine Julia verraten haben soll, um Unsterblichkeit zu erlangen? Und eine Julia, die als Botschafterin für die wahre Liebe kämpft? Dabei kann nur eine emotionsgeladene und spannende Geschichte rauskommen und genau so ist es auch!

Die Autorin hält nichts von langer Vorrede, sondern wirft den Leser gleich direkt ins Geschehen:

Ariel, das unscheinbare und zurückhaltende Mädchen mit den Narben im Gesicht, verursacht einen Autounfall, indem sie ihrem unliebsamen Date Dylan ins Steuer greift. Während Dylan an den Folgen des Unfalles stirbt und Romeo seinen Körper für sich beansprucht, wird Ariels Seele in den Nebel geschickt und Julia schlüpft in den Körper des Mädchens, um ihren neuen Auftrag zu übernehmen. Dieser besteht darin, Ariels beste Freundin Gemma und deren Mitschüler Ben zusammenzubringen. Doch schon bei der ersten Begegnung mit Ben spürt Julia so etwas wie Vertrautheit und Anziehung zwischen ihnen, was sich bei jedem Aufeinandertreffen intensiviert.

Wie soll Julia es schaffen, die großspurige und nicht immer sehr nette Gemma mit dem rücksichtsvollen und durch und durch korrekten Ben zusammenzubringen, wenn sie sich doch selbst zu ihm hingezogen fühlt? Eine Aufgabe, die unlösbar scheint und nicht nur bei Julia für ein ziemliches Gefühlschaos sorgt. Auch als Leserin ist man in ständiger Erwartung, ob und wie sich die Gefühle der beiden entwickeln und ob sie zueinander finden werden. Romeo, der langsam aber sicher dem Wahnsinn verfällt, hat hier allerdings auch ein Wörtchen mitzureden. Immerhin will er um jeden Preis verhindern, dass Julia ihrer Aufgabe gerecht wird – bis sich das Blatt wendet und er Julias Vertrauen gewinnen möchte, nicht ohne Hintergedanken versteht sich …

Stacey Jays Schreibstil würde ich als angenehm flüssig beschreiben, gewürzt mit sehr schönen Formulierungen, die sie immer wieder an passenden Stellen einfließen lässt. Vor allem Romeos Gedankengänge, die ich fast schon als poetisch bezeichnen würde, fand ich echt gelungen. Die Figuren besitzen allesamt Ecken und Kanten, was die Geschichte in meinen Augen besonders macht. Auch dass die Autorin hier keine Figur einfach nur böse oder durch und durch gut sein lässt, fand ich erfrischend. Ich mag nichts weniger als diese typische Schwarz/Weiß-Malerei, die es hier definitiv nicht gibt.

Auch die Liebesgeschichte fand ich gelungen, auch wenn es da im späteren Verlauf doch ein wenig sehr süß hergeht, empfand ich das jetzt nicht als zu übertrieben – wobei diese Szenen schon ein wenig das Tempo der insgesammt sehr interessanten Story bremsen. Anzumerken wäre vielleicht noch, dass es stellenweise doch recht rasant und manchmal auch ziemlich brutal zugeht – insgesammt passten diese Szenen jedoch sehr gut ins Gesammtbild der Geschichte.

Fazit
*
„Julia für immer“ ist ein gelungener Jugendroman, der für spannende und kurzweilige Leseunterhaltung sorgte. Schon die Idee fand ich klasse und wie ich finde, ist auch die Umsetzung gut gelungen. Von mir gibt es gute 4 von 5 Punkten mit klarer Tedenz nach oben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Romeo in Romeo Redeemed auch sein Glück finden darf. Der zweite Teil erscheint allerdings erst im Oktober 2012 auf Englisch. (PH)

  (20)
Tags:  

  

 

Kiss and kill
LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

27 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

krimi usa, serienmörder, skalp, der jäger, griffin powell

Kiss and kill

Beverly Barton , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.10.2009
ISBN 9783426500156
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

4,5 für einen gelungenen 4ten Teil!*
.
Inhalt:
.
Der 2. Killer aus Band 3 ist zurück und hat sich ein neues Spiel ausgedacht: Er entführt junge, fitte Frauen und macht Jagd auf sie. 21 Tage lang, dann skalpiert er und tötet sie. Als ihm dies zu langweilig wird, kontaktiert er seine Gegenspieler aus den Beauty-Killer-Morden: FBI-Agentin Nicole Baxter und Griffin Powell, Chef einer privaten Detektei. Ob es ihnen nun passt oder nicht: Die beiden müssen zusammenarbeiten, wenn sie den Mörder stoppen wollen. Aus Abneigung wird Zuneigung, doch gerade als Nicole und Griffin zueinander finden, wählt der Mörder seine nächste Beute und die ist diesmal Nicole ...
.
Einschätzung:
.
Die Autorin legt auch mit dem 4. Band der Reihe einen rasanten und spannenden Thriller hin, wobei weder die gefühlvollen Zwischentöne noch die Liebesgeschichte zu kurz kommen. "Kiss and kill" als 4. Teil der Reihe kann durchaus mit der Qualität der vorherigen Bände mithalten und wie ich finde, merkt man der Autorin die Schreiberfahrung an, immerhin hat Beverly Barton bereits über 50 erfolgreiche Romane veröffentlicht.
.
Die Hauptfiguren sind bereits aus den vorherigen Teilen bekannt, jedoch lernt man sie erst jetzt richtig kennen. Kam Nicole bisher tough, maskulin und meist eher unfreundlich rüber, zeigt sie in diesem Buch ihre weiche und weibliche Seite. Trotzdem will sie sich nichts vorschreiben lassen und ist oft starrsinnig, jedoch zeigt sie sich auch zäh, willensstark und kämpferisch.
.
Griffin kannte man als machohaften Kerl, den man wohl Casanova nennen könnte. In diesem Buch bekommt man nun Einblick in sein Seelenleben und erkennt, dass ein weicher und verletzlicher Kern in ihm steckt. Auch erfährt man in "Kiss and kill" endlich etwas über die mysteriöse Vergangenheit von Griffin und was ihm in diesen 10 Jahren alles passierte.
.
Beide Hauptfiguren sind toll und detailliert beschrieben. Ganz klar wurde darauf Wert gelegt, keine rundum "perfekten" Personen zu erschaffen, sondern solche, mit denen man sich voll und ganz identifizieren kann. Die Entwicklung der Liebesgeschichte ist gut in die Crime-Story eingeflochten. Spritzige Dialoge lockern immer wieder auf und runden das Lesevergnügen ab.
.
Was mir besonders an den Büchern von Beverly Barton gefällt ist, dass in ihren Geschichten die Hauptpersonen nicht geschont werden. Was Nicole in den Fängen des Killers alles mitmachen muss und wie es ihr letztendlich gelingt, zu überleben, schafft noch mehr Bezug zu der jungen Frau und bringt nervenzerreißende Spannung mit sich. Beverly Barton schont weder ihre Charaktere noch die Leser: die Gräueltaten des Killers werden teilweise sehr detailliert und bildgewaltig beschrieben.
.
Fazit:
.
Wer auf Thriller mit richtig bösem Buben und einem guten Schuss Romantik steht, der sollte hier unbedingt zugreifen! Auch Fans von Allison Brennan könnten hier voll auf ihre Kosten kommen. Für mich ist "Kiss and kill" ein gelungener 4. Band, der von mir 4,5 Sterne für seine perfekte Mischung aus gruseligen Details, Spannung und Liebe bekommt. (TS)
.
Info für Serieneinsteiger:
.
1.) Killing her softly
2.) Killing Time
3.) Killing Beauties
4.) Kiss and kill

  (19)
Tags:  

  

 
381 Ergebnisse