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Leben eines Grenzgängers
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16 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

ungar, wien nachkriegszeit, journalismu, krieg, verfolgun

Leben eines Grenzgängers

Paul Lendvai
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 01.03.2013
ISBN 9783218008648
Genre: Biografie

Rezension:

Das Buch "Leben eines Grenzgängers" ist ein sehr interessantes Format.
Es ist ausschliesslich die Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen dem Protagonisten Paul Lendvai und einer ungarischen Journalistin Zsofia Mihancsik.
Für mich ein Debüt, ein solches Buch zu lesen.
Biographien der herkömmlichen Art kennt man ja, auch mit kurzen Interviewabschnitten, aber ien Buch, das ausschliesslich in Gesprächsform geschrieben ist, war für mich so komplett neu.
Und ich muss sagen: Ich bin sehr überrascht!
Nicht nur über die Spannung des Buches, die angesprochenen Themen sind sehr interessant und auch recht unbekannt in Deutschland, auch die Art, so umfassend zu antworten, dass der Leser auch mit wenigen Kenntnissen der Politik im östlichen Europa, speziell Ungarn, ohne Mühe recht schnell die Problematik, die politischen Vorgänge und die Atmosphäre im umstrittenen Gebiet, in der früheren Zeit und in den einzelnen Redaktionen der Zeitungen für die Paul Lendvai arbeitete, erhält.
Mir hat das Buch einerseits Spass gemacht, andererseits hat es mir geholfen, vieles zu verstehen und zum Dritten hat es mich entsetzt, wie weit wir entfernt sind von ehrlicher Berichterstattung, von Frieden und Fortschritt im umfassenden Europa.
Der Leser erhält nicht nur eine Kurzbiographie des abwechslungsreichen Lebens des Mannes Paul Lendvai, der 1929 in Budapest geboren wurde, und heute als Experte für Osteuropäische Angelegenheiten gilt, sondern auch eine Aufklärung der Vorgänge im Osten und auch einen Einblick in die Arbeit eines Journalisten, Autoren und Auslandskorrespondenten, der auf ein sehr bewegtes und dramatisches Leben zurückblickt.
Ich kannte als deutsche Leserin Paul Lendvai bisher nicht, von Kriegen im östlichen Europa habe ich nur durch Zufall erfahren, da ich nach einem schweren Überfall von einer Ärztin behandelt wurde, die sich hauptsächlich um Flüchtlingsopfer aus den östliche gelegenen Ländern Europas kümmert. Mit Ungarn hatte ich mich nur wegen des Tierschutzes befasst, da ich auch Tiere aus Ungarn vermittlet hatte.
In welches Dynamitfass ich mich da begeben habe, ist mir nur nach und nach klar geworden, dieses Gespräch zwischen Paul Lendvai und Zsofia Mihancsik hat mir geholfen auch wieder neuen Mut zu fassen!
So wie es Paul Lendvai geschafft hat zu flüchten, neu zu beginnen, den Tod der Familie zu verkraften, sich trotz allem weiter konzentriert mit den Vorwürfen und den Vorgängen zu befassen, die um sein Heimatland kreisen, so wie er Berufsverbot und persönliche Attacken weggesteckt hat, nebenbei Bestseller schrieb, für renommierte Zeitungen im Ausland arbeitete und sich nicht unterkriegen liess, so möchte ich mein Leben ebenfalls wieder weiterleben.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen!
Paul Lendvai ist ein absolut sympathischer, intelligenter Mann, der nie aufgab, sich nie brechen liess, der auch im höheren Alter keine Ängste produzierte, sondern die Kraft einsetzt um unermüdlich aufzuklären! Ohne selbst zu bewerten oder nach eigenem Vorteil zu suchen, liegt ihm an den Menschen, am Frieden und an der ehrlichen Berichterstattung!
Vielen Dank dafür!

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Tags: jud, krieg, ungar, verfolgun, zeitun, österreich   (6)

  

 

Bruce: Die Biografie
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11 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Bruce: Die Biografie

Peter Ames Carlin
E-Buch Text: 592 Seiten
Erschienen bei Edel, 11.03.2013
ISBN B00BEH1HOQ
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  

  

 

Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

marathon, laufen, japan, schriftsteller, sport

Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Haruki Murakami
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 01.03.2010
ISBN 9783442739455
Genre: Biografie

Rezension:

Mein erstes Buch von Haruki Murakami.
Natürlich stehen seine bekannteren Bücher schon lange auf meiner Wunschliste, viele Bekannte haben mir auch -ich will nicht gerade sagen "abgeraten", aber doch berichtet, dass sie mit seinen Romanen nun so gar nicht klar kamen, was aber meine Neugier nur umso mehr anstachelte.
Fröhlich war ich, als ich dieses relativ kleine Büchlein auf dem Flohmarkt fand! Stolz hab ich es nach Hause getragen und angefangen zu lesen, und ich muss sagen: Sehr sympathisch dieser Mann!
Komplett anders, als ich es erwartet habe. Schonungslos, ehrlich, ohne sich zu beweihräuchern oder Ausreden zu suchen, wenig humorvoll, aber einfach natürlich und unkompliziert, so der nette Kumpel von neben an, der eben auch einem Hobby frönt und darüber spricht!
Das Hauptthema ist natürlich das Laufen, aber wir bekommen einen sehr offenen Einblick in das Privatleben des Autors. Sein Leben vor dem Entschluss mit dem Schreiben anzufangen, seine Genauigkeit bei der Arbeit bei den Übersetzungen, seine Reisen und Einstellungen zu vielen vielen Dingen, die auch so gar nichts mit dem Laufen zu tun haben.
Was ich persönlich besonders interessant finde, das sind die Schilderungen seiner Qualen des Erfolges oder Misserfolges, seines Ehrgeizes, seiner Fehlentscheidungen, seines Mutes, jederzeit im Leben die Richtung zu wechseln, um neue Ziele ehrgeizig und zielstrebig in Angriff zu nehmen, ob es nun im sportlichen Bereich oder im schriftstellerischen ist, es macht Mut, es beeindruckt und motiviert.
Ob man als Läufer das Buch liest und sich verstanden fühlt, oder sich gar wiedererkennt oder ob man als Nicht-Sportler den Kopf schüttelt über so einen Aufwand, über diese Selbstkasteiung eines Mannes, der es doch scheinbar nicht nötig hat, es macht Lust sich vorwärts zu bewegen und es macht neugierig auf all seine anderen Romane!
Ich selbst bin noch nie Marathon gelaufen, als ich vor Jahren mit dem regelmässigen Laufen anfing, hatte ich mir den Marathon natürlich auch als Ziel gesetzt, ich habe in den letzten 10 oder 15 Jahren so viele unterschiedliche Läufer kennengelernt, teils übergewichtig, jeden Monat mindestens einen Marathon mitlaufend, oder Extremsportler, die das ganze Jahr auf einen einzigen Marathon trainieren, um nach dem Marathon 3 Monate verletzt zu sein, für mich ist es mysteriös, dass diese extremen Unterschiede in der Leistungsfähigkeit unabahängig vom Alter und Trainingszustand bestehen. Ich selbst habe festgestellt, dass Massenveranstaltungen keinen Spass machen, sondern Stress darstellen, dass das längere Laufen für mich nichts bringt, obwohl mich der Ultramarathon schon reizen würde.
Ich habe grossen Respekt vor Menschen, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit ehrgeizig einen anderen Lebensinhalt haben und finde es immer beachtenswert, wenn Sportler nicht einseitig an Wettkämpfen teilnehmen. Auch wenn mich Murakamis Schilderungen über die Triathlons sehr er- und abgeschreckt haben.
Vielen Dank für diese interessante Lektüre, die mal so komplett was anderes ist als ich es bisher kannte, vielen Dank für den interessanten Einblick in einen wichtigen Lebensabschnitt und -inhalt, ich habe grossen Respekt vor dem Autor und werde sicher die Romane von ihm mit dem Gefühl lesen, den Hintergrund und das Privatleben dieses Autors doch etwas besser zu kennen!

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Tags: biographie, ehrgeiz, laufen, lebensabschgnitt, marathon, schreiben, ultramarathon, ziele   (8)

  

 

Samuel Koch - Zwei Leben
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76 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 20 Rezensionen

unfall, hoffnung, biografie, gott, glaube

Samuel Koch - Zwei Leben

Christoph Fasel , Samuel Koch , Thomas Gottschalk
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei adeo, 01.04.2012
ISBN 9783942208536
Genre: Biografie

Rezension:

Es ist nicht leicht, dieses Buch zu bewerten. Das möchte ich ganz zu Beginn klarstellen. Ich bewerte hier nicht die Lebensdramatik von Samuel Koch oder seinen Leidensweg, sondern den Inhalt des Buches, wobei 3 Sterne für mich folgende Bedeutung hat: "Gutes Buch, lesenswert, würde ich aber nicht jedem empfehlen."
"Zwei Leben" von Samuel Koch, diesem in" "Wetten dass...." verunglückten Chaoten", ist eine Antwort auf viele falsch dargestellten Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, eine Antwort auf viele Zuschriften und Anfragen von betroffenen Zuschauern und Mitbürgern, es ist eine Darstellung des derzeitigen Ist-Zusstandes und der Aufklärung darüber, was, warum und wie passierte.
Demzufolge ist das Buch dreigeteilt:
Im ersten Abschnitt erfahren wir mehr über das Leben des Samuel Koch vor der Saalwette bei "Wetten dass..": Kindheit, Familie, sportliche Leistungen und Zukunftspläne, aber auch Ängste vor dem Leben.
Der zweiten Abschnitt handelt über das Zustandekommen der Saalwette, den Problemen mit Bodenhaftung, Autohöhe und Vorbereitungen allgemein. Sehr interessant sicher für Leute, die die Sendung liebten und mal wissen möchten, was hinter den Kulissen abläuft, wer involviert ist, bevor eine Wette aufgenommen wird und Chancen hat, ins Fernsehen zu kommen.
Der dritte Abschnitt -zugleich der Abschnitt, der mich eigentlich ausschliesslich interessierte- ist der Abschnitt, der sich mit dem Leidensweg nach dem Unfall beschäftigt. Wie kam es zu dieser Lähmung, welche Gefühle und welche Gedanken verbindet der betroffene Samuel damit und wie soll oder kann es weitergehen? Wie hält man das Leben aus, eingesperrt in einem Körper, der nichts mehr fühlt, der nicht mehr funktioniert, wenn man so plötzlich herausgerissen wird, aus dem Leben, das man gewohnt war, in Samuels Fall einem Leben, in dem der Salto zu den normalen Fortbewegungsarten gehörte?
Samuel beschreibt sehr eindrücklich, ohne etwas zu beschönigen, wie es ist, wenn man so plötzlich im Rollstuhl sitzt, wie sehr sich die Perspektiven verändern, man im Alltag übersehen wird und oft von Mitmenschen als eher "geistig behindert" wahrgenommen wird.

Alles in allem möchte ich mich bei Samuel für dieses Buch bedanken. Es wurde sehr schön gestaltet mit vielen Bildern, die die drei Abschnitte begleiten. Ich bin dankbar für seine schonungslose Darstellung der Medizin heutzutage, der Hilfe, die er von allen Beteiligten erhalten hat, von der ehrlichen Auseinandersetzung mit Gott und Schuld und Lebensinhalt oder Lebensinn. Aber mir ist auch klar geworden, dass Samuel sich ahnungslos und naiv in eine Sache begeben hat, nämlich dem oberflächlichen Unterhaltungsprogramm der grossen Fernsehkonzerne, die sich hilflos bemühen Samuels Zustand zu verharmlosen und ihm hauptsächlich helfen, indem sie ihn prominent halten.
Aber ich sehe auch an seiner Darstellung, dass er das Geschehen und den Zustand jetzt weder verarbeitet, noch akzeptiert hat. Er befindet sich nach wie vor in einer Art Schockzustand, in einem Kampf um die Gesundheit des Körpers, die seelische Annahme des Traumas hat nicht begonnen, er hat noch viele Stadien der Verarbeitung vor sich, und ich hoffe und wünsche ihm wirklich, dass er erkennt, dass Verdrängung und Ablenkung, Sarkasmus und Ablehnen des Schicksals zu seelischem Druck und Krankheit führen wird. Ich wünsche ihm die passenden Therapeuten zur Seite, die mit viel Erfahrung erkennen, wann es nötig ist einzugreifen und weiterzuhelfen.
Das sage ich als Betroffene, die zwar nicht im Rollstuhl sitzt, die aber jahrelang nicht wahrhaben wollte, was ein "posttraumatisches Belastungssyndrom" alles anrichten kann. Und das, obwohl ich früher mit unzählig vielen Unfallopfern/Suizidversuch-Überlebenden zu tun hatte, denen es meist solange gut ging, wie sie um die Gesundung des Körpers kämpften. Der seelische, wesentlich härtere Schlag, der nicht nur Psyche, sondern den kompletten Körper betrifft, der kommt meist erst wesentlich später.
Samuel, ich wünsche Dir alles Gute für Deinen weiteren Lebensweg!

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Tags: geld, kampf, lebenssinn, lebensweg, prominenz, rollstuhl, sport, unfall   (8)

  

 

Das Vorzelt zur Hölle
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35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

camping, urlaub, 70er jahre, abenteuer, campen

Das Vorzelt zur Hölle

Tommy Krappweis , Werner Krappweis
Flexibler Einband: 249 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 23.02.2012
ISBN 9783426784761
Genre: Biografie

Rezension:

Das Vorzelt zur Hölle, Untertitel: Wie ich die Familienurlaube meiner Kindheit überlebte, von Tommy Krappweis, dem Erfinder von Bernd, dem Brot.
Wirklich begeistert hat mich das Buch nicht. Ich war auf den ersten hundert Seiten auch mehrmals am Überlegen, ob sich die ins Lesen investierte Zeit nicht sinnvoller verbringen liesse, da ich aber grundsätzlich keine Bücher abbreche, denn jeder Autor soll eine faire Chance bekommen, zwang ich mich, mit dem Lesen fortzufahren.
Zum Inhalt: Tommy Krappweis, geboren 1972, berichtet von den Urlauben mit den Eltern bevorzugt in den 70 iger Jahren.
Seine Eltern, besonders sein lebenslustiger Vater, sind -wie es damals üblich war- Campingfans. Mit den damals fehlenden Sicherheitsbestimmungen und den einfachen, oft pimitiven Mitteln, nutzten Tommys Eltern jeden Urlaub um fremde Länder zu erkunden und oft lebensbedrohliche Erlebnisse zu meistern.
Wer in diesen Jahren aufgewachsen ist, der wird sicher über ähnliche Erlebnisse berichten können, da ich 7 Jahre älter bin als der Autor habe ich meist schulterzuckend die dramatisch dargestellten Erinnerungen gelesen und oft gedacht, "Was regt sich der Autor so auf, das ist doch harmlos!"
Das war Zahn der Zeit, das war so üblich, das war halt so, mit dem Unterschied, dass der Sohnemann, der ganz offensichtlich nicht so wirklich in die Familie passte, abgöttisch geliebt wurde.
Bei mir wurde zur gleichen Zeit gnadenlos zurechtgeprügelt und mir als Kleinkind unterstellt, dass ich als Kind (!!!) ja nur Spass daran hätte, den Familienplanungen mit Krankheit und Unwohlsein den Spass zu verderben.
Nichtsdestotrotz liest sich der Anfang des Buches wie ein einzig Anprangern des Vaters, ein Beschweren und Lamentieren, ich konnts kaum aushalten.
Interessant wurde das Buch erst, als auch der Vater zu Wort kam. Ein aufgeräumter, lebenslustiger Mann, der mit viel Humor an die damalige Zeit zurückdenkt und vermutlich heute alles wieder gleich machen würde, denn er hat uns heutigen Erwachsenen eines voraus: Er hat gemacht, was ihm Spass machte, ohne zu grübeln oder nach Unmöglichkeiten zu suchen.
Ich muss gestehen, ich habe in der zweiten Hälfte des Buches manchmal Tränen gelacht, über den Vater, über die Verrücktheiten dieses Mannes, aber eben nicht über Tommy Krappweis Abrechnung.
Schade eigentlich, dass Tommy Krappweis, Vater einer inzwischen 3 jährigen Tochter, nicht toleranter ist, nicht den Humor besitzt, herzhaft zu lachen, statt überall aus heutiger Sicht mit "Sicherheit" und anderen Vorkehrungen alles madig zu machen.
Die 70 iger waren eine verrückte Zeit, etwas mehr Lockerheit täte uns heutzutage nicht schlecht, denn dieses nur nach Paragraph und nur nach Bestimmungen zu leben, das beschränkt schon extrem die Freiheit. Und auch die Lebensfreude.
Dabei finde ich es eigentlich schade, denn Tommy Krappweis beweist mit dem Buch, dass er schreiben kann, drollige Ausdrucksweise, humoriger Schreibstil, wenn er nicht grade über den Vater lästert, dieses Buch hätte ich nicht aus eigener Sicht geschrieben, sondern aus der Sicht eines "frei erfundenen" Protagonisten, dann wäre diese dröge mies-macher-Stimmung nicht so durchgekommen, hätte vielleicht auch das Schreiben mehr Spass gemacht!
Ganz zum Schluss möchte ich eine bescheidene Bitte äussern:
Könnte das zweite Buch bitte vom Vater geschrieben werden?

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Tags: 70iger jahre, abenteuer, camping, familie, kindheit   (5)

  

 

Vier minus drei
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80 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

tod, trauer, unfall, verlust, liebe

Vier minus drei

Barbara Pachl-Eberhart
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Integral, 05.07.2010
ISBN 9783778792179
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:

Frau Barbara Pachl-Eberhart erzählt in diesem flüssig zu lesenden Buch ihre dramatische Geschichte im Jahr 2008. An Karfreitag, kurz vor dem eigenen Geburtstag verunglückt an einem unbeschranktem Bahnübergang die gesamte Familie: Ehemann Heli, Sohn Thimo (7) und Tochter Fini (2).
Von jetzt auf sofort steht die junge Frau alleine da. Eben noch glükliche Familie, die grade in ein eignenes Haus umzog, die Pläne für die Zukunft hatte, nicht nur Vergrösserung der Familie, sondern auch generell zueinander gefunden hatte, und schon steht man vor den Trümmern: Der ehemann war sofort tot, der kleine sohn reanimiert, aber hirntot, die Tocher mit schwerem Kopf-Hirn-Schaden. Innerhalb der wneigen Tage um Ostern, in denen andere Familien mit kindern mit Osetereier verstecken und -suchen beschäftigt sind, nimmt barbara Abschied: Die Tochter verstirbt, den Sohn gibt sie zum Sterben frei.
Wie verarbeitet man diese Situation? Wie geht man damit um, welche stadien der trauer durchläuft man, wo findet man welche Hilfe? Und wie schafft man es, nach sage und schreibe 4 Monaten eine neue Beziehung Mann zusammen als Berufsclown.
Seltsamer und ungewöhnlicher Beruf, mir persönlich weltfremd, aber offensichtlich so gewinnbringend, dass man davon sehr gut und wohlhabend leben kann.
Und nicht nur das: In diversen Seminaren und Fortbildungskursen für Clowns lernt man eine Menge über Schicksal, Verarbeitung und Grundlagen des Lebens, eingestzt werden die Clowns gerne in Krankenhäusern auf den Todesstationen der Kinder.
Die ist auch die Grundlage für Barbara, den Weg durch die Trauer zu gestalten. Nicht nur, dass sie intensive Träume der Familie nutzt, sie besucht auch Kartenleger, Wahrsager und hört auf die esoterische Stimmen. Der unerschütterliche Glauben daran, dass das Leben und Überleben einen Sinn haben muss, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und ihre Familie nach wie vor mit ihr verbunden ist und letzendlich auch die Grundlage des existentiellen "Versorgtseins" und Vorhandensein unzähliger Freunde (nicht nur eigene, auch die von Ehemann und kindern) geben ihr die Kraft und den Leitweg.

Wie soll man ein solches Buch bewerten? Der Inhalt ist dramatisch, eine fürchterliche Tragödie, der Weg in die Zukunft ein sehr persönlicher, einzigartiger, oft kaum nachvollziehender.
Aber ihr hat es geholfen. Das ist doch die Hauptsache. Wie soll man also so einen Weg beurteilen?
Dass ihr Weg nicht mein Weg wäre, dass ich über vieles den Kopf schüttelte, oftmals unverstanden vor den fremden Gedankengängen stand, das ist ja nicht zu bewerten, dafür sind wir Menschen unterschiedlich. Was den einen tröstet, das kann für den anderen entsetzlich sein.
Jedenfalls führt das Buch durch interessante Aspekte des Trauerns, der Esoterik, der Problemlösungen, der Strategien, den eigenen Körper, oder die eigene Seele zu überlisten.
Und zeigt, dass es kein Neuanfang am Punkt X gibt, sondern dass die Übergänge fliessend sind, wann immer man glaubt, die Trauer und das Entsetzen überwunden und "verdaut" zu haben, wird in oft simplen Momenten von einer Art Tsunami-Welle der Trauer erfasst, auch Jahre später noch.
Und entscheidend ist, dass man Ziele erfasst und verfolgt. Barbaras wichtigstes Ziel wurde recht schnell deutlich: Noch bevor sie sich beruflich neu orietieren wollte, stand für sie fest, dass sie einen neuen Partner möchte, eine neue Familie gründen möchte.
Ich wünsche dieser Autorin nach dieser schlimmen Erfahrung alles Gute!
Das Buch ist kein Tröstebuch! Sondern eine biographische Schilderung, eine Art Verarbeitung und Klar-werden über Schritte in einen Neuanfang, und so sollte man es sehen!

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Tags: neuanfang, neues leben, tod, trauer, unfall, verarbeitung   (6)

  

 

Schmitz' Katze
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(401)

595 Bibliotheken, 9 Leser, 8 Gruppen, 105 Rezensionen

humor, katze, katzen, lustig, ralf schmitz

Schmitz' Katze

Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 09.09.2008
ISBN 9783596179787
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Oh Gott!
Was für ein entsetzliches Buch!
Ich hatte "Schmitz Katze" schon häufiger beim Einkaufen im Regal bewundert, auch die ersten Zeilen (Seiten) schon gelesen und geschmunzelt und gelacht.
Ich konnte mich nur nie so richtig aufraffen, es auch in den Einkaufswagen zu legen - wem auch immer sei Dank!
Ich hatte jetzt die Gelegenheit es zu leihen und freute mich auf vergnügliche Stunden.
Man kennt ja Ralf Schmitz aus diversen TV Shows als lustiger, quirliger, aufgeweckter und choatischer Komiker. Mit durchaus tollen Einfällen.
Mal abgesehen davon, dass ich es grundsätzlich gut finde, wenn auch Prominente zu ihrer Affenliebe den Haustieren gegenüber stehen -man wird in Deutschland ja doch immer noch als asozial angesehen, wenn man Haustiere hält, igitt, wo bleibt die HYGIENE?- dachte ich, ich hätte es mit einer lusitgen Sammlung kurioser Geschichten eines Katzenhalters vor mir.
So weit, so gut.
Im Prinzip ist es das auch, bunt gemischt mit privaten Fotos, die wirklich zum Lachen anregen.
Aber leider ist Herr Schmitz als Halter EINER inzwischen 23 jährigen Katze der Meinung, er wisse nun so unglaublich viel über diese Tierart, dass er einen Ratgeber für Menschen schreiben kann, die nun so gar keine Ahnung von dieser Tierart haben---- und nimmt sich das Recht, auf anderen Tierarten herabzusehen (das Zusammenleben mit der Katze färbte ab).
Zugegeben, manche Kapitel waren auch wirklich lustig, so vielleicht 2 oder 3.
Der Rest ist eine einfache Zumutung!
Für jeden Katzenhalter, für jeden Tierliebhaber, für jeden Tierarzt.
Mal drüberhinweg gesehen, dass Herr Schmitz einige Dinge verwechselt, seine Auslegungen des Katzenverhaltens sind maximal mit viel Humor zu nehmen, aber niemals ernst!
Auch davon, dass man Balkons mit Katzennetzen schützen kann, dass auch alte Katzen nicht vermehrt brechen sollten (Niereninsuffizienz???) und unzählige Dinge mehr, haben mich eigentlich eher zum Weinen gebracht, denn Herr Schmitz scheint davon keinerlei Ahnung zu haben!
Demzufolge musste also seine alte Katze mehrere Knochenbrüche ertragen, ist auch ansonsten nicht wirklich fit.
Betont er am Anfang noch mehrmals, dass eine Katze sich schnell langweilt, er kam scheinbar nie auf die Idee, seiner Katze einen Kumpel zu besorgen. Hätte er dies getan, dann wären 2/3 des Buches hinfällig, denn seine Katze hätte weder Fressprobleme, noch wäre sie mäkelig, noch hätte sie irgendein Sofa zerstört oder es nötig gehabt, sich in eine Beziehung oder beim Sex (das Wort kann man ruhig aussprechen) dazwischen zu drängen.
Auch der Kletterbaum wäre akzeptiert worden, hätte er nicht in einem "extra"-Zimmer gestanden, sondern da, wo Mensch und Tier sich gerne aufhalten...
Naja, man merkt sicher schon, das Buch war für mich eine Herausforderung der speziellen Art.
2 lumpige Sterne für ein Buch, das mir eher Grauen bescherte.

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Tags: charakter, haltung, katze, ratgeber   (4)

  

 

Ich will nicht, dass Ihr weint
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66 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krebs, tod, trauer, tagebuch, krankheit

Ich will nicht, dass Ihr weint

Jennifer Cranen
Buch: 155 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.09.2006
ISBN 9783833427909
Genre: Biografie

Rezension:

Zu diesem Buch kann man keine Rezi schreiben.
Das habe ich eben beschlossen.
Das Buch "Ich will nicht, dass ihr weint" wurde 2003 und 2004 von Jenni Cranen geschrieben. Sie war zu Beginn 15 Jahre alt.
Ein völlig normaler Teenager, wären da nicht immer diese unglaublichen Nackenschmerzen gewesen, die trotz Gymnastik, Massagen und Schmerzmittel immer schlimmer wurden.
Für mich etwas unbegreiflich wird sie in einer Klinik vorstellig erst dann, als bereits ein Arm bewegungsunfähig ist. Relativ schnell wird die Diagnose "Krebs an der Halswirbelsäule" diagnostiziert und sofort mit den üblichen Behandlungen begonnen.
Jenni schreibt wie ein Tagebuch ohne Datum den Verlauf und Ablauf der Untersuchungen, Behandlungen und Krankenhausaufenthalte mit.
Was sie dabei denkt und fühlt bleibt weitgehendst aussen vor. Sicher hat sie manchmal keinen Bock, die Behandlungen durchführen zu lassen, dann wieder schöpft sie Hoffnung, was mich unglaublich erstaunte: Sie scheint und muss jeden Tag unerträgliche Schmerzen gehabt haben und dennoch lacht oder lächelt sie auf fast jedem Foto. Sie hat die einzelnen Stadien festgehalten: gesund, Beginn der Behandlung und Zerfall.
Auf ihrer Homepage, die die Eltern auch heute noch aktiv halten, kann man weitere Daten und Fotos sehen, nur der Eintrag ins Gästebuch klappte bei mir nicht.
Jenni hat die Homepage wohl selbst gestaltet, sie wollte Web Designerin werden nach der Schule.
Als sie schon erkrankt ist lernt sie auch ihren Schatz kennen, Thomas, ein Schüler, der tapfer den kurzen gemeinsamen Lebensweg mit ihr geht. Informationen über Tumor, Sinn und Gedanken erfährt man nicht wirklich .
Man hat eher den Eindruck, als seien auch die Ärzte von Anfang an überfordert.
Im späteren Abschnitt erwähnt Jenni auch Geistheiler und esoterische Behandlungen, das gab mir ein Gefühl davon, wie verzweifelt wohl auch die Eltern nach einer Hilfe gesucht haben.
Wie oft müssen sie mitangesehen haben, wie ihre Tochter unendlich unter den Schmerzen leidet, trotz hoher Morphium Gaben das Leid nicht gestoppt werden kann.
Was mich sehr erstaunte: Niemals, wirklich niemals kommt diese Phase des Selbstmitleids "Warum ausgerechnet ich", die ich auf alle Fälle erwartet hätte. Es hat mir auch sehr weh getan zu lesen, dass eine Dame ihr versuchte einzureden, dass Krebs bekommen bedeuten würde, man sei egoistisch.
Was musste sich Jenni da nur für einen Quatsch anhören und für Leiden ertragen, die in aller erster Linie auch von den Behandlungen ausgingen und verursacht wurden.
Als Ärztin hat mich dieses Buch wieder darin bestätigt, dass wir auch heute trotz aller Technik und Medizin und Begriffe, doch meist völlig hilflos den Krankheiten gegenüberstehen.
Kurz vor ihrem Tod erfährt Jenni, dass sie aufgegeben wird, man kann nicht mehr helfen, der Krebs ist nicht zu stoppen. Wenig Zeit verbleibt ihr, sich nochmals zu verabschieden, die letzten Daten für ihr Buch zu diktieren und sich auf den Tod vorzubereiten.
Sie ist froh, dass sie die Qualen des Lebens bald hinter sich hat, wünscht sich ihr früheres Leben zurück, aber in aller erster Linie, dass niemand weint, wenn sie ihr Leid endlich hinter sich lassen kann.
Sie starb am 16. November 2004, gerade mal 16 Jahre alt.

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Tags: chemotherapie, familie, freunde, klinik, krebs, op, tod, untersuchungen   (8)

  

 

Die Gabe
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gabe, geister, medium, hellsehen

Die Gabe

Mia Dolan , Ulla Rahn-Huber
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 18.09.2003
ISBN 9783442337071
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Dieses Buch habe ich vor Jahren gelesen, es beschäftigt mich heute noch.
Ich sah das Buch in der Bibliothek stehen, bei den Neuanschaffungen, beschloss spontan es mitzunehmen, obwohl ich eigentlich ein anderes Buch suchte.
Ich war einfach neugierig, wie immer.
Ich nahm es mit, fing an zu lesen, ohne vorher Klappentext, Leseprobe oder Rezis zu lesen und hörte erst auf als es zu Ende war. Danach begann eine fieberhafte Suche im Internet nach der Autorin: Mia Dolan, eine Frau, die seit Jahren als Medium arbeitet, unzähligen "verirrten" Geistern sozusagen ins Licht verhilft, trotzdem selbst ein unglaublich bewegtes und dramatisches Leben hinter sich hat, welches ich nicht annähernd gelebt haben möchte.
Sie schreibt in diesem Buch über ihr Leben, fürchterliche Kindheit, Armut, Chaos und dann der - tja, soll man sagen "Beginn" dieser fast einzigartigen "Gabe": erst Stimmen zu hören, dann den "persönlichen Helfer" kennenzulernen, die Gabe langsam zu begreifen, aber noch lange nicht zu verstehen, mit dieser fürchterlichen Erkenntnis, dass -trotz Gabe- das eigene Leben, auch das der Familie nicht steuerbar ist.
Was -wie auch immer- vorgesehen ist, passiert, und wenn man noch so sehr bemüht ist dem Schicksal auszuweichen.
Ein erschreckendes Buch!
Erschreckend, weil ich erkennen musste, dass es doch vieles gibt, was ich nicht wahrhaben wollte.
Die Sicht auf mein Leben hat sich für mich vollständig geändert nach Lektüre dieses Buches, nicht nur mein Glaube wurde kräftig vitalisiert, ich habe auch angefangen jede Minute auf diesem seltsamen Erdballen bewusster zu leben. Ob ich nun Schicksalsschläge hinnehmen muss oder Glück habe.
Alles ist wohldosiert, hat einen Sinn, auch wenn ICH dies nicht erkenne und alles ist offensichtlich vorherbestimmt.
Erschreckend!

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Tags: gabe, geister, hellsehen, medium   (4)

  

 

Ich Deserteur einer artigen Autistenrasse
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

autismus, birger sellin

Ich Deserteur einer artigen Autistenrasse

Birger Sellin
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 9783462026689
Genre: Ratgeber

Rezension:

Der 2. Band vom Autisten Birger Sellin, nach dem Buch "Ich will kein Inmich mehr sein". Eine Rezi folgt, wenn ich es gelesen habe.

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Tags: autismus, birger sellin   (2)

  

 

ich will kein inmich mehr sein
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(21)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

autismus, tagebuch, behinderung, gefangenschaft, gestützte kommunikation

ich will kein inmich mehr sein

Birger Sellin , Michael Klonovsky
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 9783462024630
Genre: Biografie

Rezension:

Birger Sellin ist Autist. Er hat einen Weg gefunden, durch das Tippen auf der Schreibmaschine eine Verständigung mit der Aussenwelt, die ihm so verschlossen ist, zu finden.
Es hat mich tief bewegt zu lesen, dass er selbst seinen Zustand als schlimm empfindet, dass er durchaus miterlebt, dass sein Verhalten und seine Hemmungen ihn hindern ein "normales" Leben zu führen. Ein Leben, welches er so gerne hätte. Er fühlt sich gefangen, als andersartig, dabei wäre er so gerne einfach nur frei. Er versucht uns mitzuteilen, wie es in seiner autistischen Welt aussieht.
Ich denke, er hat damit sehr vielen Eltern autistischer Kinder, Autisten selbst und uns anderen Menschen sehr geholfen.
Es folgte ein zweiter Band. "Ich Deserteur einer artigen Autistenrasse"

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Tags: autismus   (1)

  

 

Audrey Hepburn
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(4)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

film, biografie, audrey hepburn, biographie, schauspielerin

Audrey Hepburn

Norbert Stresau
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 01.05.1998
ISBN 9783453860858
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
Tags:  

  

 

By Any Means Necessary
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

By Any Means Necessary

Spike Lee , Ralph Wiley , Malcolm X
Flexibler Einband
Erschienen bei Hyperion Books, 01.12.1992
ISBN 1562829130
Genre: Sach- & Fachbuch

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Sibirische Erziehung
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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

transnistrien, gewalt, russland, ehre, erziehung

Sibirische Erziehung

Nicolai Lilin , Peter Klöss
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 15.04.2010
ISBN 9783518461624
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Auwei, da hab ich mir ja eine Aufgabe ausgesucht: Ich hoffe, ich kann mit meiner Rezension diesem gewaltigen Buch gerecht werden.
Nicolai Lilin wurde 1980 in Bender in Transnistrien geboren. Ich musste alles nachlesen, denn ich hatte bisher keine Ahnung, dass es ein solches Land gibt. Transnistrien steht für Gewalt, für die Existenz "Ehrbarer Kriminelle", die aus Sibirien stammen und von Rußland ins Exil geschickt wurden. Es sammeln sich da auch "Nicht-Ehrbare Kriminelle" aus Georgien, der Ukraine, Moldawien etc.. Und es ist ein Fluchtpunkt für viele Familien geworden, die mit ihren behinderten Kindern in Rußland nicht leben können und dürfen. Viele dieser Kinder sind behindert, weil sie durch die Russische Polizei missbraucht, zu Krüppeln geschlagen und auch als Kleinkind mitansehen mussten, wie die Eltern vor ihren Augen abgeschlachtet wurden.
So, ich denke spätestens hier werdet Ihr verstehen, warum es mir schwerfällt, über dieses Buch zu schreiben. Das Lesen ist nicht schwer, 2x musste ich das Buch allerdings aus der Hand legen, weil mir schlecht wurde, der Autor, inzwischen 30 Jahre alt und in Italien lebend, versucht uns unparteiisch und auch vielfach mit Humor seine Erfahrung und Kindheit zu erzählen, in der es um alte sibirische Regeln und Moral geht: Kinder, Frauen, Alte, Behinderte und Tiere werden verehrt, Geld ist dreckig, das lehnt man ab. Geld wird benötigt, um Waffen zu kaufen und Ikonen, das ist wichtiger als Nahrung und Kleidung. Wird eine Regel verstossen, gibt es festgelegte Strafen. Man wehrt sich der Unterwerfung der Russen und rächt Ungerechtigkeit.
Schnell wird man in den Bann gezogen, und oft war ich völlig entsetzt, denn es handelt sich nicht um Beschreibungen aus dem 1. oder 2. Weltkrieg, sondern es geht um eine Zeit, in der ich einige tausend Kilometer entfernt eine behütete und sorglose Kindheit verbrachte, während der Autor fast täglich blutige Strassenkämpfe überleben musste, selbst Menschen gefährlich verletzten musste, nur um selbst zu überleben.
Man sitzt wirklich völlig ratlos und ensetzt und versteht, warum Robert Saviano (Autor von "Gomorrha", enthusiastischer Empfehler dieses Romans) schreibt: "Wer dieses Buch lesen will, muss die Kategorien von Gut und Böse, wie wir sie kennen, vergessen...."
Vor allem, was bleibt Kindern denn übrig, wenn sie in einer solchen Gesellschaft aufwachsen, nichts anderes kennen, keine Möglichkeit haben sich anders zu entscheiden.
In Transnistrien hat jeder 12 jährige Junge wenigstens einen Mordversuch, wenn nicht mehrere Morde hinter sich. Als Kinder landen sie im Gefängnis, wo sie von den russischen Wärtern vergewaltigt und anschliessend in der blutigen Pfütze liegengelassen werden.
Ich mag nicht weiter nacherzählen: Ihr sollt es möglichst zahlreich selbst lesen!!! Denn nur so kann aufgeklärt werden.
Sehr informativ übrigens die Kapitel über Tätowierungen, woher sie kommen, was sie bedeuten, welchen Zweck sie erfüllten. Sollte jeden interessieren, der mit Tätowierungen seinen Körper bedeckt!
Der Autor erkennt nach einem schlimmen Vorfall, dass Gewalt nichts ändert, ist im jugendlichen Alter ausgebrannt und völlig orientierungslos, sein "Großvater" kommentiert dies mit den Worten, er sei zu menschlich, um unter den Menschen zu leben...
Aber mit Achtzehn pocht Russland auf sein Recht den volljährigen Lilin als Eigentum der russischen Regierung in Anspruch zu nehmen: Das Buch endet... und beginnt.

Das Buch bekommt 5 Punkte, weil es heutzutage wichtig ist, dass Zeitzeugen berichten, den Mut haben den Mund zu öffnen und aufzuklären. Dieses Buch wird alle, die es lesen zum Nachdenken anregen, auch die Leute, die glauben, Religion verstanden zu haben, Moral beurteilen zu können. Ich möchte schliessen mit dem Zitat von Roberto Saviano: "Einfach nichts tun: nur lesen!"

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Tags: 1980 bis 2000, alle, bedrückend, boigraphie, ehrbare kriminelle, ehrbare kriminelle, erziehung, familie, gewalt, lesen!!!, manchmal lustig, moral, roman, rußland, sibirien, transnistrien, transnistrien, tschornaja mast, tätowierung, urki   (20)

  

 

Liebe Alice! Liebe Barbara!
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briefe, freundschaft, frauen, nachkriegsjahre, autobiografisch

Liebe Alice! Liebe Barbara!

Alice Schwarzer , Barbara Maia
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 03.07.2006
ISBN 9783453640191
Genre: Biografie

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Einsteins Universum
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physik

Einsteins Universum

Nigel Calder
Fester Einband: 201 Seiten
Erschienen bei Umschau Buchverlag, 01.12.1993
ISBN 9783524690179
Genre: Sonstiges

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Madame Curie
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chemie, physik, biographie, nobelpreis, paris

Madame Curie

Eve Curie
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.05.1980
ISBN 9783596222438
Genre: Biografie

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Und sie bewegt sich doch. Biographischer Roman
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galileo galilei, storica, historischer roman

Und sie bewegt sich doch. Biographischer Roman

Zsolt Harsanyi
Fester Einband
Erschienen bei null
ISBN 9783905414578
Genre: Sonstiges

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Leonardo da Vinci.
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Leonardo da Vinci.

W. v., SEIDLITZ
Sonstige Formate
Erschienen bei Wien, Phaidon, 1935., 01.01.1935
ISBN B003EDBUMW
Genre: Sonstiges

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Regen aus ewigem Feuer
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der letzte beduine, ägypten, kamele, kamelpfade, karawanenpfade

Regen aus ewigem Feuer

Arita Baaijens
Flexibler Einband: 205 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499613104
Genre: Sonstiges

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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
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drogen, berlin, prostitution, jugend, entzug

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Christiane F.
Flexibler Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Gruner + Jahr, 01.01.1993
ISBN 9783570023914
Genre: Biografie

Rezension:

Dieses Buch habe ich erstmals als Jugendliche gelesen, kurz nachdem es erschien. Es war sehr bewegend, erschreckend, aber für mich -als Kind vom Land mit starkem Charakter- phasenweise nicht nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar, wie man so abrutschen, so abhängig und so schwach sein kann. Heute lebe ich seit über 25 Jahren in Berlin und kann sehe es mit anderen Augen. Kenne die Szene der Stadtkinder und die Probleme hier. Ich denke, es ist nach wie vor ein wichtiges Buch, auch wenn "man" heute offener mit dem Thema Drogen umgeht als zur Zeit von Christiane F..
Was mich persönlich sehr mit diesem Buch verbindet ist, dass ich nach dem Film, den auch meine Eltern sahen, nicht nach Berlin gehen durfte und beinahe mein Studium dadurch geplatzt wäre. Es folgten fürchterliche Jahre der Auseinandersetzung, da meine Eltern der Meinung waren, jeder wird in Berlin drogenabhängig, und ich würde meine finanzielle Unterstützung, die mir aus diesem Grund verweigert wurde, nur in Drogen investieren. Vielen Dank Christiane F., Deinetwegen hatte ich hier in Berlin unglaublich schwere Jahre!

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Tags: absturz, berlin, drogen, strich   (4)

  

 

Als ich noch der Waldbauernbub war
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Als ich noch der Waldbauernbub war

Peter Rosegger
Fester Einband: 195 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.1999
ISBN 9783401046884
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Waldrausch
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bayern, ganghofer, historisches

Waldrausch

Ludwig Ganghofer
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.04.2002
ISBN 9783426191170
Genre: Sonstiges

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Traumfänger
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australien, aborigines, reise, outback, kultur

Traumfänger

Marlo Morgan
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.01.1998
ISBN 9783442437405
Genre: Zeitgenössische Literatur

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Wiedersehen in Barsaloi
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afrika, massai, kenia, biografie, lketinga

Wiedersehen in Barsaloi

Corinne Hofmann
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.02.2007
ISBN 9783426778937
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach langen Jahren gibt es ein Wiedersehen mit Lketinga. Ich denke, man sollte wirklich erst "Die weisse Massai" und "Zurück aus Afrika" lesen. Es macht etwas traurig, zu sehen, dass sich das Leben in Afrika nicht wirklich geändert hat.

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