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Der Nachtwandler
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(324)

632 Bibliotheken, 45 Leser, 1 Gruppe, 109 Rezensionen

psychothriller, schlafwandeln, spannung, schlafwandler, nachtwandler

Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Bluternte
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(3)

6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Bluternte

Sharon J. Bolton , Marie-Luise Bezzenberger , Sharon Bolton
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783442478590
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

"Bluternte" von Sharon Bolton lässt sich wirklich flüssig runterlesen. Es ist sehr einfach geschrieben, so dass man nicht wirklich mitdenken muss oder ins Grübeln kommt.
In den ersten Kapiteln erinnert das Buch sehr stark an einen Horrorroman á la Phil Rickman. Stimmen und Geräusche in Kirchen, seltsame alteingesessene Dorfbewohner, die Neulinge nicht unbedingt begeistert aufnehmen, seltsame, grenzwertige Rituale und unaufgeklärte Vermisstenfälle in der vergangenheit. Dazu noch eine behinderte Psychologin, der man wünscht, dass sie sich besser um sich selbst kümmert und eine recht banale Liebesgeschichte.
Sehr schnell wurde mir klar, dass der Täter innerhalb der wenigen Dorfbewohner zu finden ist, wirklicher Nervenkitzel kam nie auf, das Tempo wurde immer gleich gehalten.
Ich möchte nicht sagen, dass das Buch mir nicht gefallen hätte, es gäbe jetzt aber auch keinen Knaller oder Grund, weshalb ich es nochmals lesen oder unbedingt empfehlen müsste.
Es ist halt mal eine nette Lektüre für Zwischendurch so als Psychothriller mit Gruseleffekt, wenn man sich denn durch alte Kirchen und ungepflegtem altem Friedhof in eine dementsprechende Atmosphäre verleiten lässt.
Die Autorin hat eine Schauspiel Ausbildung und Theaterwissenschaften studiert und lebt derzeit mit ihrer Familie in Oxford.

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Sorry
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(69)

146 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, mord, berlin, agentur, schuld

Sorry

Zoran Drvenkar
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.05.2010
ISBN 9783548281834
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Opfertod
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(70)

121 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 41 Rezensionen

berlin, profilerin, lena peters, mord, thriller

Opfertod

Hanna Winter
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.02.2012
ISBN 9783548283661
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

... ich sollte es lassen!
Deutsche Thriller sind einfach eine Enttäuschung!
Lahmmarschig, unglaubwürdig, fehlerhaft und einfach langweilig.
Ich habe es trotzdem wieder versucht, nicht nur, weil ich die Autorin Hanna Winter endlich kennen lernen wollte, sondern weil mir auch das Cover gut gefiel.
Leider hat es mit dem Inhalt des Buches mal wieder gar nichts zu tun, sondern wurde nur als eye-catcher verwendet.
Aber dabei blieb es leider nicht: Trivial, nicht wirklich ansprechender Schreibstil, wirklich, es scheint sich rumgesprochen zu haben, dass alle deutschen Thriller-Autoren eine Dusch-Szene einbauen, bevorzugt nach dem Joggen (man glaubt es kaum!), dabei wird dem dussligen deutschen Leser beigebracht, dass man sich DANACH abtrocknet und vor der Jeans den Schlüpfer anzieht.
Ich weiss nicht, wie oft ich das schon gelesen habe, kein amerikanischer, ernsthafter Psychothriller-Autor würde sich mit solch banalen Seiten füllendem Blabla aufhalten.
Hier hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sich um den heissen Brei redet. Von Psychologie nicht viel Ahnung, geht man jeglichen Fachbegriffen und vernünftigen Ermittlungen aus dem Weg, sondern spinnt sich eine gänzlich unrealistische Geschichte zusammen.
Weniger unrealistisch vom Fall, mehr vom Drumherum!
Es passieren Serienmorde in Berlin, wobei Berlin mit wenigen Ausnahmen ausschliesslich aus Spandau und Friedrichshain bestehen, gut erwähnt werden auch Friedenau (sieh an, die wenigen Häuser werden erwähnt, allerdings liegt Friedenau nicht bei Friedrichshain, wie man hier annehmen könnte) und Schöneberg. Die Frauen werden zerstümmelt und ausgelegt zum Fund. Vom Täter keine Spur, auch keine Ermittlung, die beschrieben wird, der Kriminalkommissar geht mit der Angestellten ins Bett, die wiederum ihre Eifersucht an Bestechung und Unterschieben von gestohlenen Akten auslässt. Die Protagonistin wird nach 2 Tagen wieder entlassen, statt auf dem Jobcenter rumzustehen ermittelt sie auf eigene Faust, man hat ja sonst nichts zu tun.
Dabei hilft ihr ein ehemaliger Polizist, der -jetzt kommt der Knaller!- Angst um seine (fast) volljährige Tochter hat! Er möchte keinesfalls, dass auch sie Opfer wird (Hallo???? In Berlin passieren fast jeden Tag mehrere Morde/Hinrichtungen/Entführungen, das wenigste davon kommt in die Presse, wer sicher leben will, der hat in dieser Stadt nichts zu suchen!)
Also alles in allem -für mich als erfahrene Thriller-Leserin, Berlinerin und Ärztin leider nur zusammengeschriebener Stuss, oberflächlich, trivial, unspannend und enttäuschend.

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Tags: ermittlung, plastination, psychologie, täterprofil   (4)

  

 

Der Augensammler
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(461)

803 Bibliotheken, 11 Leser, 7 Gruppen, 82 Rezensionen

berlin, thriller, mord, psychothriller, entführung

Der Augensammler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 439 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 25.05.2011
ISBN 9783426503751
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Der Augensammler von Fitzek war mein erstes e-book.
Ich brauchte eine Weile um zu erkennen, dass die Seitenzahlen rückwärts laufen, das Buch mit dem letzten Kapitel beginnt und nicht wie üblich bei Kapitel 1.
Sicher eine schöne Idee, wird sich im Buch auch dementsprechend in Geltung setzen, vor allem, weil es sich bei der Geschichte ja um ein Versteckspiel um Zeit handelt.
Zeit verrinnt und vergeht und läuft ab, was durch die kurzen Kapitel, die rückwärts zählen ja sehr gut dargestellt wird.
Tja, dieser Effekt fehlt beim e book natürlich völlig. Man beginnt ganz normal bei Kapitel 1 und wundert sich..., probiert dann mal die andere "Seite" des Buches und blättert erst mal in Buchrezensionen nach, bis man tatsächlich erfährt, dass dies ein besonderer "Gag" darstellt.
Tja, damit ist das letzte Kapitel schon fast gelesen. Der End-Knall-Effekt dahin.
Zur Geschichte: Der Thriller lässt sich locker und schnell runterlesen, er ist flüssig und in einfacher Sprache geschrieben. Keine tiefgehenden Gedanken, keine Erkenntnisse, über die man nachsinnen muss, einfach trivial.
Aber eben leider auch nicht sehr ergreifend, kein Horror, selten spannend. Spannend sind dann eigentlich nur die letzten 3 Kapitel, die mich etwas entschädigten für den phasenweise völlig ausgekochten Mist.
Völlig überzogenen Charaktere, völlig kranke Geschichte, ich liebe eigentlich wirklich harte Psychothriller, aber der Trick liegt darin, es so glaubwürdig zu beschreiben, dass man sich mit den Protagonisten identifizieren kann und damit sich selbst in dieser grausigen Geschichte wiedererkennen kann.
Das kann bei Fitzek nicht passieren. Leider.
Er schreibt so abgedreht, überzogen und unglaubwürdig, dass man nur noch sitzt und sich fragt, warum man eigentlich überhaupt weiterliest.
Und das ist sehr schade, denn ich hatte mich sehr auf eine Story mit Medium und Thriller gefreut.
Da es sich wirklich schnell runterliest, wenige Stunden reichen, um locker die Hälfte gelesen zu haben, da es nie wirklich grauenvoll wird, kann man also durchlesen. Immer, wenn man denkt, jetzt wird es richtig ernst, macht er ein Schnitt und zieht die Geschichte entweder unnötig lang in die Länge, oder er macht mit einem anderen Erzählstrang weiter, was das Grausen beendet.
Leider endet der Thriller auch dann, als es anfängt wirklich loszugehen mit der Geschichte.
Ich werde das e book "weglegen" und nicht weiter darüber nachdenken, es wird mich nicht nochmals beschäftigen und das ist schade. Die Idee der Geschichte hätte so schön für wochenlange Alpträume sorgen können, wenn, tja wenn es nicht so abgedreht geschrieben wäre.

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Knochensplitter
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(6)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

schottland, tv, entführung, aberdeen, bombenanschlag

Knochensplitter

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 01.08.2012
ISBN 9783442546992
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

...und weiter gehts im Text.....
Ich habe gerade bei amzon die Warnung gelesen: Die Thriller von Stuart MacBride gehören nicht zur Wohlfühlliteratur!
Und ich glaube, besser kann man es nicht zusammenfassen!
Der vorliegende Psychothriller ist meine zweite Begegnung mit dem Autor und seinen verschrobenen und abgefahrenen Protagnoisten, die krampfhaft bemüht sind, im schottischen Aberdeen für Recht und Ordnung zu sorgen!
Wer meine Rezension zu "Dunkles Blut" gelesen hat, der weiss, dass ich damals schon Schwierigkeiten hatte, ins Buch zu finden, mich zurechtzufinden bei all den Figuren und mich mit dem durchaus unüblichen Schreibstil anzufreunden.

Und hier gehts in gleicher Manier weiter! Mit Comicausdrücken, derber Sprache und einer schmuddeligen Atmosphäre begleiten wir Logan in neue Katastrophen, die dieses Mal auch eine sehr persönliche Note bekommen.
Der "eigentliche" Fall befasst sich mit der Entführung eines Mutter-Tochter-Gespanns, prominent durch die Auftritte bei einer Talent-TV-Show, wie sie ja überall derzeit Mode sind, Lösegeldforderungen und gestellten Bedingungen, die niemand einhalten kann, da absolut unmöglich durchzuführen.
Viel Ärger auf der Wache, persönliche Dramen und unzählige, parallel verlaufende Fälle komplementieren auch dieses Mal den Roman.
Nicht ganz so Slapstick-like wie im letzten Buch, nichtsdestotrotz von unglaublicher Komik und viel Humor begleitet, schwirrt dem Leser oft der Kopf. Aber es bewahrheitet sich auch hier: Einfach weiterlesen, nicht das Verstehen oder kapieren-Wollen von Einzelheiten in den Vordergrund setzten, sondern den Bick auf den grossen Fall und die Knalleffekte behalten, dann klappts auch dieses Mal mit Spannung und Vergnügen.
Für mich, die ja nicht wenig Thriller liest, immer wieder ein sagenhaftes Erlebnis. Ich kenne keinen anderen Autor, der auch nur annähernd solch ein Chaos produziert, so schmuddelige Figuren und Umgebungen schafft und den Leser beim Lesen so auspowert!
Wollte ich beim letzten Band ständig Lese-Urlaub einreichen, so war ich auch hier nach dem Beenden völlig erschöpft, aber Stuart MacBride wäre ja nicht er selbst, wenn er nicht ein fieses offenes Ende eingebaut hätte, was mich völlig wuschig zurücklässt und auf eine schnelle Übersertzung des nächsten Bandes hoffen lässt!
Sehr raffiniert gemacht! Nichtsdestotrotz gehe ich mir jetzt erst mal den Dreck abduschen, damit ich den Geruch loswerde.

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Tags: aberdeen, bombenanschlag, entführung, logan mcrae, samantha, schottland, talentshow, tv   (8)

  

 

Dem Tode nah
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438 Bibliotheken, 3 Leser, 9 Gruppen, 93 Rezensionen

thriller, mord, familie, vergangenheit, kleinstadt

Dem Tode nah

Linwood Barclay
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2008
ISBN 9783548267449
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Mit "Nach dem Tod" habe ich mich erstmals befasst mit dem Autor Linwood Barclay.
Nur, um es gleich zu Beginn nochmals zu erwähnen: Es handelt sich dabei um einen männlichen amerikanischen Autor, 1955 geboren, der ehemals als Journalist und Kolumnenschreiber arbeitete, bevor er anfing Thriller zu veröffentlichen. Er wuchs als Halbwaise mit nicht wirklich glücklicher Kindheit auf und machte einen Abschuss im Literatur-Studium.
So, dies nur, damit ich es selbst nicht mehr vergesse.... und vielleicht gibt es den ein oder anderen Leser, der ebenfalls nicht wusste, dass Linwood ein männlicher Vorname ist.
Zum Inhalt: Wir Leser lernen eine gut-bürgerliche Familie mit Sohn kennen, deren Nachbarn bei einem Überfall abends ermordet werden, alle Familienmitglieder werden erschossen! Dies wirft natürlich nicht nur Fragen nach der Ursache, den Tätern und dem Motiv, der Tat auf, sondern weckt auch Ängste, besonders als der eigene 17 jährige Sohn in Verdacht gerät. Und als Folge davon schwankt das Familienleben bedenklich, denn mehr und mehr unschöne Geheimnisse und Lügen kommen ans Tageslicht.
Sehr interessante Lektüre, gut zu empfehelne für den Thriller zwischendurch. Es ist flüssig geschrieben, leicht zu lesen, sehr sympathische und glaubwürdige Figuren, aber nun nicht der Knaller als Geschichte, der einem schlaflose Nächte bereitet oder staunend weiterlesen lässt.
Eben so nett zu lesen, ohne dass man mitgerissen wird oder gar irgendwo ins Grübeln kommt. Schön gelungen fand ich den Perspektivenwechsel zu Beginn: Der Vorspann wird aus der sicht des 17 jährigen Sohnes beschrieben, ab dem ersten Kapitel lesen wir den Rest dann aus der Sicht des Vaters, ein sehr geerdeter, lebenserfahrener Mensch, sehr vernünftig und erwachsen reagierend, eigentlich viel zu gut für diese Ehefrau!
Ich dachte immer, eher Frauen hätten diese Bereitschaft trotz grosser Sorgen und Probleme bei einem Menschen zu bleiben, der nicht gut tut, hier die gleiche Situation mal aus der Sicht eines Mannes zu lesen, der ohne Gesichtsverlust zu seiner Frau steht, die ihn doch nicht wenig betrügt, belügt und runtermacht, das fand ich sehr interessant.
Wenn ich sehr ehrlich bin, fand ich diese Familientragödie fast spannender als der eigentliche Mordfall!
Da die Entwicklung der Geschichte relativ schnell durchschaubar ist, bin ich nun nicht Fan geworden, werde aber gerne bei Gelegenheit ein weiters Buch des Autors lesen, so für zwischendurch, um mich von den aufwühlenden und nachtschlaf-raubenden Thrillern zu entspannen!

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Tags: autor, ehrlichkeit, familie, mord, plagiat, vertrauen   (6)

  

 

Outlaw
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(17)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

jack reacher, colorado, despair, hope, geheimnis

Outlaw

Lee Child , Wulf Bergner
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 16.11.2011
ISBN 9783764504205
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Hier ist meine erste Rezension zu einem Jack Reacher- Roman!
Meine Güte, seit Jahren will ich diese Bücher lesen, ewig kommt was dazwischen, jetzt endlich hat es auch mich gepackt, dieses Jack Reacher- Virus!
Begonnen habe ich diese MUST-READ-Reihe mit dem 12. Buch der Serie: Outlaw!
Um die Spannung hier noch etwas zu steigern, erst einige Eckdaten des Autors: Lee Child ist Engländer, 1954 geboren und arbeitete lange für das englische Fernsehen, schrieb bekannte Serien und Drehbücher für Filme. Er reiste gerne in den USA und wechselte schliesslich 1998 seinen Wohnort: Er verliess Grossbritannien und lebt seither in den USA, dort schreibt er die Erfolgsserie um Jack Reacher, dessen Name fast bekannter ist als der Name des Autors!
Jack Reacher, ein ehemaliger Armeepolizist, schied aus dem Dienst aus und tingelt durch die Staaten. Dabei immer eine Bankcard und eine faltbare Zahnbürste, Kleidung wird nicht gewaschen, sondern neu gekauft und entsorgt.
In Outlaw befindet sich Reacher eigentlich nur eben mal auf einem Umweg in Colorado, er reist durch das Städtchen Hope, das an die Kleinststadt Despair grenzt.
In Despair will er nur kurz einen Kaffee trinken, wird aber nicht bedient, sondern rausgeschmissen: Landstreicher verboten! Dabei verhalten sich sämtliche Einwohner so seltsam abweisend, dass Reachers Neugier geweckt ist! Da man ihn dann auch noch zurück nach Hope bringt, ihm dort einige Informationen über gewisse Vorkommnisse in Despair zuspielt, steht für ihn fest: Das sehe ich mir mal etwas genauer an, was die Einwohner so abweisend reagieren lässt. Auf einer nächtlichen Streiftour durch Despair stolpert er dann auch noch über eine Leiche, die tagsüber spurlos verschwunden ist und prompt ist man als Leser drin.
Endlos zu lesen, endlose Spannung!
Ein Tempo, wie man sie aus wirklich guten amerikanischen Thrillern kennt, sehr guter Sachverstand, gute, fundierte Recherche, wie bei ähnlichen Thriller-Autoren auch immer diesen sehr kritischen Blicik auf amerikanische Missstände! Ohne Jammern, Meckern oder gar Anprangern, werden die Mängel und die Vertuschungen der Armee, die Heimlichtuereien und Geschäftemachereien im Krieg auf Kosten der Soldaten nüchtern und schonungslos berichtet. Das finde ich so viel wertvoller und intensiver als das direkte Ansprechen und Anprangern oder gar Rummeckern, wie man das oft in deutschen Büchern findet, diese sarkastischen Ergüsse mancher Autoren, auf die ich immer gern verzichten möchte.
Hier packt es den Leser richtig, denn ohne Wertung wird nur geschildert. Jack Reacher als harten, aber gerechten Menschen, der sich ab und zu übertölpeln lässt und auch gerne in Fallen stolpert, der also nicht als Übermensch auftritt, sondern nur gereift aufgrund seiner Erfahrungenund menschlich erscheint, agiert einerseits aus Neugier, andererseits aus dem Wunsch heraus zu helfen.
Wer gerne amerikanische Thriller liest oder gerne intelligente Thriller lesen möchte, Leser, die auf unsinniges Blutverspritzen und Abschlachten gerne verzichten, trotzdem der realen Wirklichkeit ins Auge schauen können, die sind bei Lee Child gut aufgehoben!
Hier die Serie im Überblick:
1. Grössenwahn (1997) - Killing floor
2. Ausgeliefert (1998) - Die Trying
3. Sein wahres Gesicht (1999) - Tripwire
4. Zeit der Rache (2000) - The visitor/Running blind
5. In letzter Sekunde (2001) - Echo Burning
6. Tödliche Absicht (2002) - Without fail
7. Der Janusmann (2003) - The Persuader
8. Die Abschussliste (2004) - The Enemy
9. Sniper (2005) - One shot
10. Way out (2006) - The hard way
11. Trouble (2007) - Bad Luck & Trouble
12. Outlaw (2008) - Nothing to lose
13. Underground (2009) - Gone tomorrow
bisher nicht übersetzt: 61 hours (2010), Worth dying for (2010), The affair (2011), A wanted man (2012)

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Tags: coclorado, despair, geheimnis, hope, jack reacher, krieg, kriegsverletzte, landstreicher, metallverwertung, mord, panzer, radioaktivität   (12)

  

 

Die Bürde des Blutes
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(15)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

london, thriller, fliegenmann, familie, mystery

Die Bürde des Blutes

Sarah Pinborough , Catrin Frischer
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 01.02.2011
ISBN 9783800095353
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Anfang einer Trilogie!
Aus dem Verlagshaus "Otherworld" habe ich den Beginn einer Trilogie um Cass gelesen! Laut Klappentext ging ich davon aus, dass es eine Art Psychothriller-Reihe wird, mit einem "etwas anderen" Ermittler, dem komplizierten Cass, introvertiert, drogenabhängig und mit unbewältigtem Trauma aus seiner Zeit als verdeckter Ermittler! Und durch seine verletze Art hat Cass auch eine Ausstrahlung, die Männer oft wütend werden lässt, aber Frauenherzen schmelzen lässt.
Ein Serienmörder geht um, der an den Leichen Fliegeneier ablegt. Die Ermittlungen beginnen, wer könnte es sein, was bedeuten die Botschaften, was verbindet die ermordeten Frauen? Wo werden diese ausgewählt, warum wo und wie der Polizei präsentiert? Ein Profiler wird hinzugezogen.
Parallel hierzu ermittelt die Polizei noch bei einem Schusswechsel, bei dem versehentlich zwei Jungs getötet wurden.
Cass Jones hat eigenltich genug zu tun mit seinem Privatleben. Seine verfahrene Ehe mit einer Frau, die er über alles liebt, zu der er aber irgendwie kein Zugang findet. Ständig nervt ihn sein jüngerer Bruder und bittet um ein persönliches, sehr wichtiges Gespräch und eigentlich will Cass nur Ruhe.
Durch das Belastungssyndrom unfähig zur Ruhe zu kommen, greift er wieder zu Drogen und ist alles andere als ansprechbar und anwesend. Als er wieder zu sich kommt, im Wagen sitzend auf einem Parkplatz, erfährt er vom Tod der Familie seines ausgeglichenen Bruders, der offensichtlich erst Sohn, Ehefrau und sich dann selbst hinrichtete.
Die Wellen schlage über Cass zusammen, er kommt in Bedrängnis, wird sogar selbst verdächtigt und muss eigene Wege der Ermittlung gehen, die bis weit in die Vergangenheit reichen, aber auch Auswirkungen für die Zukunft haben!
Das Buch ist ein unglaubliches Werk an Faszination!
Es ist kein Thriller, sondern ein Mystery!
Anfangs dachte ich, Cass würde Geister sehen, da er unter Drogen stünde, aber mehr und mehr entwickelt sich der Roman zu einem Fantasy-Science Fiction-Psycho-Thriller, so voller Wendungen und unvorhersehbaren Aspekten dass mir ab und zu fast die Haare zu Berge standen!
Aber eben nur fast! Und seltsamerweise blieb das Buch für mich immer "nur" ein Buch. Will sagen: Ich lebte nicht im Buch während des Lesens, sondern blieb aussen vor, auch wenn es manchmal so spannend war, dass ich nicht bemerkte, wie die Seiten vorbeiflogen.
Aber es gab eben auch viele Szenen, zu denen ich nicht so ganz und gar Zugang fand, Cass vielleicht etwas zu introvertiert, als dass es mich so ganz und gar erfasste, niemand da, mit dem man sympathisieren kann, es fehlt der Autorin noch an Mut, den Leser so voll und ganz zu packen, Figuren so persönlich zu gestalten, dass es einen bis ins Innerste trifft. Aber das kommt noch, da bin ich mir sicher!
Das Ende des Buches lässt vieles offen und es ist ein MUSS Teil 2 zu lesen!

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Tags: cass, die bank, ermittlung, familie, mord, mystry thriller!, verrat, verschwörung   (8)

  

 

Der Zorn des Skorpions
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(38)

96 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, opfer, wildnis, erfrieren, fänge

Der Zorn des Skorpions

Lisa Jackson , Elisabeth Hartmann
Flexibler Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 23.11.2011
ISBN 9783426507735
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Der Zorn des Skorpions" von Lisa Jackson ist der zweite Teil nach "Der Skorpion", und sicher definitiv damit auch das letzte Buch, welches ich von dieser Autorin lesen werde oder gelesen habe!
Es geht nahezu nahtlos nach dem 1. Band weiter, der Serienmörder, der auf die Autoreifen von Frauen schiesst und sie aus den total zertrümmerten Autorwracks realtiv harmlos verletzt birgt und gesund pflegt, um sie anschlissend in Eiseskälte an Bäume zu binden und erfrieren zu lassen, ist nicht gefasst worden.
Was mich nicht wundert bei diesem unlogischen und unkoordiniertem Vorgehen der
Polizeistation, bzw. im zweiten Teil muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht verstehe und mich wundere, was all die Ermittler überhaupt tun!
Ausser, dass sie Kaffee trinken und übermüdet sind, vor einem Buchstabenrätsel sitzen (und Weihnachtsplätzchen essen) wird mir als Leser nicht erzählt, was da abläuft, inwieweit die Leute ermitteln oder in welche Richtung sie denken.
Alles völlig konfus, zwar weniger Fehler als im ersten Band, in welchem die Autorin offensichtlich selbst nicht wusste, was sie eine Seite zuvor formuliert hatte, denn nicht nur die Geschichte widersprach sich, sondern die Leute wechselten auch ständig Augen-, Haarfarbe und Charakter, dafür nahmen hier die Rechtschreib- und Grammatikfehler wieder zu.
Leider kennt man das ja von den Büchern der Verlagsgruppe knaur/droemer!
Was mich hier bei dem zweiten Band von Anfang an den Spass nahm: Die Autorin erinnerte sich offensichtlich nicht, wie der letze Band endete! Tote laufen plötzlich wieder lebendig herum und auf immerhin Seite 200 fällt der Autorin plötzlich ein, dass sie für den Leser vielleicht nochmals zusammenfassen sollte, was eigentlich der Inhalt der Thriller-"Serie" ist.
Ich muss mich wirklich entschuldigen, aber das ist so unbeholfen und stümperhaft, so "gewollt, aber nicht gekonnt", ich finde es peinlich und unfassbar, dass diese Bücher auf den Verkaufstischen der Bücherketten ausliegen!
Mal abgesehen davon grübel ich ständig, ob die Titelwahl des Verlages wirklich so gelungen ist! Eigentlich spoilert der Verlag den eigenen Autor! Das Rätsel des Mörders ist mit dem Titel schon gelöst! Unabhängig davon, dass ich immer noch jemanden suche, der mir erklärt, was den Serienmörder dazu trieb, Frauen zu morden, nur weil der die Buchstaben für das Rätsel brauchte?!?
Was hat er davon? Weder Rache, noch Vorteil, noch Rehabilitation, noch sonstigen Sinn!
Abgesehen davon ist auch unklar, wie der Mörder wissen konnte, wann welche der Frauen auf besagter Strasse mit dem Auto unterwegs ist. Dass alle Frauen den Absturz des Wagens in die Schlucht leicht verletzt überlebten, das fand ich ja schon im ersten Band völlig unglaubwürdig.
Also bitte, wer gerne intelligente, gut recherchierte und logische Thriller lesen möchte, der lasse BITTE die Finger von diesen Büchern!
Es ist ein heilloses Fehler aneinander reihen und Ansammeln von Unglaubwürdigkeiten, dabei noch so stockend und unflüssig erzählt, ich hatte keinen Spass beim Lesen, ich war genervt und heilfroh, als ich das Buch zuklappen konnte.
Abgesehen davon sind so viele Geschichtsfäden, die, warum auch immer, eingeflochten wurden, die unvollendet geblieben sind, bitte bitte keine weiteren zusammengestückelten Fortsetzungen!
Komplett unnötig und irgendwie lachhaft empfinde ich nach Beenden dieses Buches die Auflistung der verfügbaren Titel der verschiedenen Serien der Autorin.
Liebe Verlagsmitarbeiter, nach Lesen dieser beiden so schlechten Bücher interessiert es mich überhaupt gar nicht, was diese Autorin sonst noch so schrieb! Denn ich werde zukünftig einen riesigen Bogen um diese Autorin machen!

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Tags: ermittlung, serienmord, skorpion, sternbild   (4)

  

 

Schweinehunde
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(11)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

selbstjustiz, dänemark, rache, mord, pädophilie

Schweinehunde

Lotte Hammer , Søren Hammer , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.07.2012
ISBN 9783426507780
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Überladen"
Das war das Wort, welches ich -nachdem ich mich in 4 Monaten durch zwei Drittel des Buches durchgekämpft hatte- nicht mehr aus dem Kopf bekam.
Sehr interessant: Das Buch wurde von einem schwedischen Geschwisterpaar geschrieben, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu Beginn dachte ich auch, man könnte schon von weitem erkennen, wer welchen Part übernommen hatte, aber im weiteren Verlauf war ich mehr damit beschäftigt, mich auf die Geschichte zu konzentrieren, die einfach nicht mitreissend, nicht flüssig, unrund und irgendwie nicht zu greifen war.
Dabei beginnt es nicht unspannend und hat auch ein sehr aktuelles und sehr interessantes Thema, das sich auch sicher sehr gut zu Diskussionen eignet, aber leider ist das Buch in diesem Stil schwere Kost und macht keinen Spass!
Voll mit unwichitgen Details, die nicht wirklich zur Geschichte gehören, zu viele Wege, die als Sackgassen in andere Richtungen führen und ein holpriges Geschichtsbild zeigen. Ich musste mich mit Gewalt zum Lesen zwingen und mir während des Lesens immer wieder ins Gedächtnis rufen, um was es eigentlich geht:
Zwei Kinder finden in der Schulhalle 5 mathematisch genau ausgerichtete, hingerichtete, nackte Männer.
Die Hände, die Gesichter und die Geschlechtsorgane fehlen. Noch bevor die Kriminalpolizei die Ermittlungen recht in den Lauf bringen kann, haben sich Gerüchte in der Bevölkerung verbreitet über die Herkunft dieser Männer. Die Polizei humpelt hinterher, versucht zuerst durch Dementi die Bevölkerung ruhig zu halten, muss aber irgendwann einsehen, dass die Gerüchte nicht so ganz falsch sind!
Relativ schnell kristallisiert sich auch ein Tatverdächtiger heraus, aber offensichtlich steht hinter diesem ein riesiger Mob, der immer mehr Sympathien in der Bevölkerung findet.
Wochen nach der Tat scheint die Situation zu eskalieren, die Bevölkerung sieht in der Polizei den Übeltäter und auch in der Ermittlertruppe spalten sich die Gemüter.
Wer kann noch wem trauen, wann ist eine Selbstjustiz gerechter als das Gesetz an sich, inwieweit muss man Täter, die Selbstjustiz üben, bestrafen oder schützen?
Ich möchte jetzt nicht sagen, um welches üble Vergehen es hier geht, es ist allerdings aktuell und es regt jeden von uns auf, denn dann wäre ein Grossteil der Spannung dahin. Es ist auch interessant zu sehen, wie Gesetzeshüter an ihrer Pflichtausübung zweifeln und wankelmütig werden, aber um diesen "roten Faden" zu behalten und in langwierigen Kapiteln im Kopf zu behalten, das ist fast eine Meisterleistung.
Dabei ist der Schreibstil nicht schlecht, auch die Reise in die Mathematik sehr interessant, aber alles in allem haben die Geschwister es "zu gut" gemeint. Ich wünschte mir, sie hätten ein Lektorat gehabt, welches ihnen ans Herz gelegt hätte, einige Ideen einfach im nächsten Roman zu verwenden. So ist das Lesen irgendwann Tortur, ich habe für diesen nicht mal 500 Seiten Thriller über ein halbes Jahr genötigt, weil ich keinen Spass hatte weiterzulesen.
Nichtsdestotrotz: Intelligent, aktuell, interessante Protagonisten, guter Schreibstil, hochbrisantes Thema, tolles Debüt, schade, dass ich nicht recht warm wurde und das Buch nicht weiterempfehlen werde.

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Tags: ermittlung, mord, pädophilie, schweden, selbstjustiz   (5)

  

 

Der Skorpion
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(50)

121 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, montana, psychopath, winter, opfer

Der Skorpion

Lisa Jackson , Elisabeth Hartmann
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 08.09.2011
ISBN 9783426503492
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Oh oh. Ich muss mich leider der Partei der schlechten Meinung anschliessen.
Dazu muss ich sagen, dass "Der Skorpion" mein erstes Buch der Autorin Lisa Jackson ist! Für alle Leser und Liebhaber der amerikanischen, wirklich temporeichen und spannenden Thriller kann ich nur raten: Finger weg!
Langeweile und Widersprüche bis Seite 300, es ist so holprig und "unrund" geschrieben, ich komme nicht umhin zu sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass die Autorin selbst nicht wusste, in welche Richtung sie mit der Geschichte wollte.
Ich habe schon Schwierigkeiten, den Inhalt zusmamenzufassen:
Ein Serienmörder kidnappt Frauen, indem er auf abgelegenen und vereisten Strassen in den Bergen einen Autoreifen zerschiesst und damit die Fahrzeuge zum Absturz in Schluchten bringt. Die Frauen überleben IMMER (!!!), und zwar so verletzt, dass er sie bergen und "gesundpflegen" kann, um sie anschliessend nackt an Bäume zu binden und erfrieren zu lassen.
Gut, kranke Gemüter mag es ja geben, abgesehen davon ist es sicher mein persönlicher "Werdegang" als Leserin, dass ich manchmal den Autoren gewisse Dinge nicht mehr abkaufen mag, aber egal, darum geht es nicht.
Es stört mich kolossal, dass die Autorin wirklich so unlogisch die Geschichte aufbaut, so zerrissen und nicht zueinanderpassend, sie springt von Geschichtsfaden zu Geschichtsfaden, nichts passt, man kommt nicht in den Lesefluss und hat keinen Spass daran weiterzulesen.
Abgesehen von den Fehlern, die sie auch eingebaut hat, liegt der Schwerpunkt mal auf einer Liebsegeschichte, die mit dem eigentlichen Thriller nichts zu tun hat, weil es sich um einen kompletten anderen Roman handelt, dann wieder sind es die verschrobenen Einwohner, dann wieder die Ermittler, dann doch der Serienmörder... ich freue mich immer, wenn Thriller eine gewisse Tiefe und Bandbreite haben, aber hier passt wirklich nichts!
Ich kann es gar nicht recht in Worte fassen, aber wer öfter amerikanische Thriller liest, der wird verstehen, was ich meine.
Es wirkt, wie zusammengestückelt, ohne Übergänge, ohne logische Verbindung, zum Teil völlig unsinnig, denn die Geschichtsfäden habe wirklich nichts mit dem Serienmörder zu tun, sondern reduzieren die Spannung auf null!
Es wundert dann auch nicht, dass der Roman nicht abgeschlossen ist, sondern nahezu nahtlos im 2. Teil weitergeht (Der Zorn des Skorpions), sehr geschickt gemacht vom Verlag, man muss sozusagen ein zweites Buch kaufen, wenn man überhaupt wissen will, wie die Geschichte weitergeht, wobei dann gleich im ersten Kapitel Leute wieder leben, die im "Der Skorpion" gestorben sind?!?!?!?
Mich machte dieser Thriller phasenweise wirklich wütend.
Der Verlag knaur/droemer hat so talentierte Autoren, die so stiefmütterlich behandelt werden, dabei so raffinierte Thriller schreiben, aber ein solch unsinniger Roman voller Fehler erhält eine solche Werbung, wird so gepuscht, ich kann es einfach nicht verstehen!
Ob das wirklich im Sinne des Rufes des Verlages ist wage ich eigentlich zu bezweifeln!
Einen Stern vergebe ich für die Idee den Leser mit ienem Trittbrettfahrer zu verwirren und für ein ansprechendes Cover, aber sein Geld ist diese Folge nicht wert!

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Tags: ermittlung, serienmord, skorpion, sternbild   (4)

  

 

Schnitt
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(154)

258 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 89 Rezensionen

thriller, entführung, psychothriller, mord, psychopath

Schnitt

Marc Raabe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein TB, 11.05.2012
ISBN 9783548284354
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Dieser Psychothriller ist einer der besten und temporeichsten, die ich je aus der Hand eines deutschen Autors gelesen habe!
Sehr nah an ähnlich strukturierten amerikanischen Thriller: Jeder Satz sitzt, keine Ausschweifungen, keine Längen, sondern sehr spannend und leicht zu lesen!
Gabriel hat als Kind eine sehr dramatische Geschichte erlebt, die ihn letztendlich Jahre in einer geschlossenen Psychiatrie leben liessen, nun ist er fast 40 Jahre alt, nach wie vor sehr introvertiert mit schizoiden Zügen, aber er kommt zurecht. Seit einigen Monaten hat er auch eine sehr erfolgreiche Freundin, die mit einem gemeinsamen Kind schwanger ist. Er selbst arbeitet seit etwa 20 Jahren für eine Sicherheitsfirma und genau dies wird ihm in diesem Buch zum Verhängnis. Er wird zu einem Alarm gerufen, in einem alten, leer stehenden Haus, während seine Freundin überfallen und entführt wird.
Psychologisch sehr interessant, sehr sympathische Protagonisten, rasant und temporeich geschrieben.
Ich habe den Thriller sehr gerne gelesen, alleine schon, da er in Berlin spielt und mir sämtliche Schauplätze sehr gut bekannt sind. Im Kadettenweg war ich früher sehr häufig, da eine Kommilitonin von mir dort wohnte, im Friedichshainer Stadtpark lässt sich sehr gut joggen und im Wedding wohne ich selbst seit fast 30 Jahren!
Das gibt dem Ganzen durchaus einen sehr interessanten Kribbel!
Durch die sympathischen Protagonisten bibbert man auch von Kapitel zu Kapitel mit. Wird Gabriel seine Freundin retten können? Wird das ungeborene Kind überleben, von wem geht dieser Thrill aus? Was ist in der Schicksalsnacht passiert, als Gabriel 11 Jahre alt war und seine Eltern erschossen wurden?
Es gab wenige Szenen und Momente, in denen mein Innerstes "Veto" schrie, in denen mir die Geschichte unvollkommen und falsch erschien. Letzendlich ist es für den Verlauf des Romans unerheblich, lediglich die Beschreibung des "posttraumatischen Belastungssyndroms" und der schizoiden Belastung von Gabriel fand ich zu klischeehaft und nicht stimmig, was mich bewog, einen Stern Abzug zu geben!
Ein wirkliches "posttraumatisches Belastungssyndrom" lässt sich nicht auf eine einzige Nacht und eine Gedächtnisblockade beschränken, sondern bedeutet, dass man erlebtes nicht ins Langzeitgedächtnis verschieben kann, sondern durchaus auch körperliche Spätfolgeeffekte davonträgt, die sich wundersamerweise bei Gabriel auch nach 20 Jahren nicht einstellten.
Schade, dass deutsche Autoren so grosse Probleme haben, genauer zu recherchieren und wahrheitsgetreuer zu schreiben, was für mich immer ein Grund ist, doch eben zu den amerikanischen Thrillern zu greifen. die fundierter und dadurch auch lehrreicher sind.
Nichtsdestortotz möchte ich Thriller-Liebhabern, die gerne temporeich lesen, diesen Thriller ans Herz legen und bin auf ein weiteres Werk des Autors sehr gespannt!

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Tags: blockade, erinnerung, geheimbund, schizophrenie, sex, trauma   (6)

  

 

Kein sicherer Ort
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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

kinder, kindermädchen, streit, eltern, liebe

Kein sicherer Ort

Araminta Hall , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.07.2012
ISBN 9783404166800
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

"Kein sicherer Ort" ist ein Debüt der englischen Schriftstellerin und Journalistin Araminta Hall.
Ich war vor Beginn des Lesens einerseits sehr gespannt, auf der anderen Seite ein wenig ängstlich: Das Thema "Kindermädchen" im Thriller ist ja nicht unbedingt neu, wobei ich hier jetzt keine fremden Titel aufführen möchte, aber ich hatte Angst ein aufgewärmtes, ausgelutschtes Thema als "neu" präsentiert zu bekommen.
Und ich muss sagen: Weit gefehlt!
"Kein sicherer Ort" ist für mich in vielen Aspekten eine wirkliche Neuentdeckung des Horrors, denn es kommt gänzlich ohne Gewalt, Blut und Knalleffekten daher.
Es ist eher so der Horror, der zwischen den Zeilen steht, der unendlich fesselt und den Leser komplett verunsichert.
Dabei kommt die Autorin mit nur vier Protagonisten aus. Es sind sicher noch einige Randfiguren im Roman, die aber weder genauer eingeführt, noch wesentlich zum Verlauf der Geschichte beitragen, wenn man es ganz genau nimmt, sind es eigentlich wirklich nur drei wichtige Figuren: Die Mutter, der Vater, das Kindermädchen.
Dabei ist der Autorin gelungen, alle drei Personen so unglaublich glaubwürdig unsympathisch darzustellen, dass man als Leser schon zu Beginn ins Schwimmen kommt, man kann keine Sympathien vergeben, keine Partei ergreifen, kein Mitleid oder Mitgefühl entwickeln, sondern man steht aussen vor und kann in jeder Figur jemanden wiedererkennen, mit dem man nie warm wurde.
Das Thema ist natürlich eine gestresste Kleinfamilie mit 2 Kindern. Der Vater arbeitet viel und hart, ist mehr mit der Arbeit verbunden als mit der Familie, die Mutter in ihrer Mutterrolle dauerhaft überfordert, möchte dabei aber alles perfekt machen und scheitert ständig, geht natürlich auch wieder arbeiten, da sie als emanzipierte Frau NATÜRLICH auch einen wichtigen Job hat und eine Führungsrolle inne hat und ein Kindermädchen: Neu eingestellt, mehr im Sinne der völligen Not als der Sympathie, gleich innerhalb der ersten Tage mit allen Arbeiten alleingelassen und damit als Fremde diejenige, die alles durchschaut und jede Privatsphäre zerstört.
Dazu zwei Kinder, ein Mädchen und ein kleiner Junge mit Essstörungen.
"Perfekte" Familie, so wie man sie haufenweise überall findet.
Der Horror kommt auf ganz leisen Sohlen: Das Kindermädchen hat schwere Kindheitstraumen nicht verarbeitet, die Mutter sieht recht bald in ihr DIE perfekte Hausfrau, die sie selbst sein sollte, aber eben nie sein wird, der Mann verdünnisiert sich und trifft seinerseits auf eine ehemalige Affaire, die ihn seelisch unter Druck setzt.
Eigentlich alles ganz einfach, aber eben in ihrer ruhigen Erzählform so spannend, so raffiniert, als Leser darf man die Gedanken und die Gefühle der Protagonisten lesen, diese inneren Zerrissenheiten, diese Schuldgefühle und Unfähigkeit erwachsen und reif auf Stress zu reagieren.
Und natürlich wird viel zu wenig miteinander gesprochen, es fehlt an Zeit und es fehlt an Vertrauen, angefangen vom Selbstvertrauen.
Mir hat der Plot und die Umsetzung hier fast besser gefallen als diese offenen Drohungen und Feindseligkeiten, die man sonst so in Thrillern dieser Thematik liest. Phasenweise wusste ich nicht, an welcher Ecke die schlummernde Bombe zuerst platzen wird, wer letzendlich die Person sein wird, die ausbricht und alles zum Einsturz bringt.
Ob der Schluss jetzt das ist, was ich mir wünschte, möchte ich lieber offen lassen.
Er passt zum Aufbau des Romans und bleibt damit auch einzigartig, daher habe ich mich doch entschieden ganze 5 Sterne zu geben.

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Tags: eltern, kinder, kindermädchen, missbrauch, psychologie, überforderung   (6)

  

 

Der Menschenmacher
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(379)

829 Bibliotheken, 20 Leser, 11 Gruppen, 76 Rezensionen

thriller, mord, folter, misshandlung, texas

Der Menschenmacher

Cody McFadyen , Axel Merz , Wolfgang Neuhaus
Fester Einband: 605 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.02.2011
ISBN 9783785724071
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Zugegeben: Mein erstes Buch des Autors! Und natürlich grosse Erwartungen, hat man doch schon so vieles gehört und gelesen über seine Bücher!
Mit "Der Menschenmacher" legt uns der Autor einen in sich abgeschlossenen Psychothriller vor.
David, Allison und Charlie sind als Kinder im Alter von 6 und 7 von einem namhaften Polizisten adoptiert worden. Er möchte sie zu Übermenschen erziehen und foltert die Kinder reglemässig durch Auspeitschen und Verbrennen. Er hält die Kinder versteckt.
Zeitsprung von 20 Jahren: Die Kinder sind erwachsen, jeder versucht immer noch mit der erlebten Gewalt fertig zu werden, jeder auf seine Weise.
Und dann passiert es: Allison, David und Charlie erhalten eine Botschaft, die sie zwingt, wieder an den Ort der Folter zurückzukehren und sich erneut der Gewalt zu stellen.
So, vielleicht merkt man es schon: Ich hatte grosse Probleme in Lesefluss zu kommen. Die Geschichte ist mir einfach zu zerrissen, interessant die Lebensgeschichte von David, vor der Adoption, danach und später als alleinerziehender Vater.
Generell spannend der Eindruck, den man als Leser erhält: Wie kann man Folter und den Mord an einem Menschen verkraften, wie danach weiterleben? Was für eine Art Leben kann man aufbauen, kann man glücklich werden?
Die "drei Geschwister" gehen sich erst mal 20 Jahre aus dem Weg. Aber hilft Flucht und Kontaktabbruch wirklich bei er Verarbeitung des Traumas?
Auch die Reaktion der anderen beiden "Geschwister" ist interessant, was mich aber unglaublich langweilte und komplett irritierte, waren die ständigen Sprünge, diese dauerhaften Unterbrechungen der Geschichte und dem Hintergrund der Folter.
Für mich unglaubwürdig, unverständlich, wie kann man drei Kinder adoptieren und sie nie aus dem Haus lassen? Wo steckt auch der Sinn in der Folter? Also so wirklich konnte ich nicht warm werden mit der Essenz der Geschichte, so der Basis von allem.
Szenen mit überbordender Gewalt, wechselten mit langatmigen Abschnitten, spannend wurde es erst auf den letzten 200 Seiten, abgesehen davon, dass ich in der gesamten Geschichte keinen Sinn fand.
Für Leser, denen es nicht blutig und eklig genug sein kann, die gerne über Kindesmissbrauch (sexuell und körperlich/seelisch) lesen mögen, bitte, hier werdet Ihr fündig.
Ich persönlich mag es mit zunehmendem Alter nicht mehr unbedingt, ich finde den feinsinnigen Horror eher anziehend, verknüpft mit Einblicken in psychotische Verhaltensweisen, nur immer die schlimme Kindheit und die harte Erziehung als Weg zum Serienmörder oder Kinderquäler, das ist mir zu einfach und "zu billig".

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Tags: adoption, folter, kinder, kindesmisshandlung, mord, pädophilie, übermensch   (7)

  

 

Todesstoß
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(57)

124 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

serienmörder, huren, thriller, alkohol, detective

Todesstoß

Karen Rose , Kerstin Winter
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 16.03.2012
ISBN 9783426503003
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein neuer, sehr umfangreicher Thriller von Karen Rose aus dem Hause knaur/droemer.
Eigentlich ist die Autorin nicht wirklich mein Fall. Nichtsdestotrotz überwiegt grundsätzlich die Neugier: Was hat sie nun schon wieder geschrieben?
Wenn ich ehrlich bin, hat Karen Rose immer sehr gute Ideen, die Umsetzung ist oft genial, sie schreibt rund und flüssig, aber sie kann das Mausen nicht lassen.
Im Vordergrund hat sie grundsätzlich eine schmalzige Liebesgeschichte, zwischen Ermittler und Opfer oder Anwalt oder Psychologin oder oder.
Und eigentlich ärger ich mich immer, dass dies oft auch der Grund ist, weswegen man die Bücher nicht aus der Hand legt!
Sie sind ja soooo kompliziert, sie (oder alternativ er) haben ja solche schwere Traumata hinter sich gebracht, schlechte Erfahrung in Liebesdingen (Hallo, wer hat die nicht?), man ist ja so schwierig, misstrauisch und eigentlich möchte man nie wieder eine Beziehung, wenn da nur nicht der tolle Polizist wäre, von dem man jede Nacht träumt!
Es ist mehr so dieses, na? Wann stehen sie endlich zu den Gefühlen? Was muss noch passieren, damit sie (oder er) endlich ja sagt, weil, das ist natürlich klar: Bei Karen Rose finden sie sich immer!
Es gibt immer ein Happy End, nach der Art: Und wenn sie nicht verstorben, dann lieben sie noch heute! So. Dass im Hintergrund oft eine raffinierte Serienmordgeschichte läuft, die an sich schon spannend wäre und dieses Liebesgedöhns nicht nötig hätte, ja, das geht oft unter!
Hier in diesem Buch ist es ein Internetmörder, der ein Gesellschaftsspiel spielt. Ein Spiel, in dem jeder ein zweites Leben, eine andere Identität aufbauen kann, Geld verdienen, Süchte ausleben oder auch einfach nur Freunde finden, die man im wirklichen Leben partout nicht finden kann.
Man hat ein Haus, eine Arbeit und kann sich entfalten.
Sehr häufig werden diese Spiele von einsamen, menschenscheuen Leuten gespielt, die sich aber für ihr wahres Leben nichts so sehr wünschen, als Freunde, Anerkennung und Glück!
Die Universität untersucht das Suchtverhalten der Spieler und Eve ist eine Psychologin, die diese Studie leitet, nebenbei jobbt sie in einer Kneipe, in der sie sich in einen wortkargen Polizisten verguckt.
Und es läuft eine Mordserie, bis durch Zufall erkannt wird, dass der Mörder seine Opfer offensichtlich in diesem Spiel aussucht, sich mit den Damen verabredet, sie umbringt.
Wenn Eve mithilft, die Morde aufzuklären und die Damen zu schützen, riskiert sie die Studien an der Uni und ihre Möglichkeit dort eine Karriere zu machen, sie wird alles verlieren, eventuell aber die Liebe des Polizisten gewinnen.
Wie wird sie sich entscheiden?
Wie schon erwähnt, flüssig und schnell zu lesen, nicht unspannend. Mich stört der recht triviale Sprachumgang und diese schmalzige Liebesschnulze. Für mich zählen diese Romane zu den sog. Romantic Thriller, wer so etwas gerne liest, der ist hier sicher optimal aufgehoben!

  (10)
Tags: einsamkeit, internet, mord, psychologie, spiel   (5)

  

 

Entrissen
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(157)

240 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 71 Rezensionen

thriller, baby, mord, schwangerschaft, phil brennan

Entrissen

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 489 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 11.03.2010
ISBN 9783471350348
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein solides Debüt von Tania Carver.
Allerdings nichts für Leute mit schwachen Nerven. Vielleicht auch nicht gerade geeignet für junge Mütter oder schwangere Frauen.
Ein Ermittler wird zu einem blutigen Tatort gerufen: Eine hochschwangere Frau feierte eine Babyparty, und der Täter tötete die Freundin und die Schwangere, wobei letztere von ihm unsachgemäss entbunden wurde. Das Baby fehlt.
Es gibt durchaus den Verdacht, dass dieser Fall in Verbindung steht mit zwei anderen Morden. Allerdings wurden bei diesen Frauen die Babys verunstaltet und an Ort und Stelle nach der "Entbindung" getötet.
Eine Psychologin wird hinzugerufen. Sie soll den Ermittlern helfen zu verstehen, was den Täter antreibt, wo man suchen muss, souzusagen eine Art Täterprofil.
Das Salz in der Suppe: Die Psychologin ist selbst schanger und hatte vor kurzem eine Affaire mit dem ermittelnden Polizisten.
Ein bischen holprig am Anfang, sehr blutig und grausam. Die Autorin traut sich da wirklich an ein Thema, das Gemüter nicht kalt lassen kann. Den Inhalt wird man so schnell nicht vergessen, allerdings wird es vielen Lesern zu heftig sein. Ich liebe eigentlich auch eher die feinsinnigen Psychothriller und weniger die Holzhammer-Geschichten.
Aber, wer auf blutige Thriller steht, wird hier fündig. Der Schreibstil wird auch flüssiger mit Fortlauf der Geschichte, die Figuren erhalten Charakter.
Ich kam allerdings nicht umhin, mich an frühere Jane Rizzoli- Episoden von Tess Gerritsen zu erinnern. Es hat unglaublich Ähnlichkeit. Da ich allerdings diese beiden Bücher (Der Meister, Der Chirurg) vor etwa 10 oder 15 Jahren las, habe ich es hingenommen.
Nichtsdestotrotz komme ich nicht umhin zu sagen: Tania Carver hat sich genau an das üblich bekannte Strickmuster gehalten. Keine neuen, eigenen Ideen, keinen Mut, eigene Wege zu gehen, sondern genau ein Abklatsch mit anderem Inhalt und anderen Figuren. Obligate Liebesgeschichte, obligate Problemfiguren auch in den eigenen Reihen der Polizei, manchmal war ich etwas enttäuscht.
Aber gut, es ist ein Debüt, sie hat vorgelegt, und ich bin gespannt auf die weiteren Bücher. Spannend und flüssig zu lesen ist es allemal, ein Thriller mehr, den man in eben die Reihe der grausigen Abteilung zuordnen kann.

  (10)
Tags: ermittlung, mord, psychologe, schwangerschft, serienmörder, suche   (6)

  

 

Never Knowing - Endlose Angst
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(169)

355 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 41 Rezensionen

adoption, serienmörder, thriller, angst, familie

Never Knowing - Endlose Angst

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.10.2011
ISBN 9783596192748
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Never Knowing - Endlose Angst der Autorin Chevy Stevens ist so unendlich laaaaangaaatmig, dass man es eigentlich auch in "Endlose Langeweile" umtaufen könnte.
Worum geht es?
Sara hat offensichtlich endlich den Traummann gefunden und möchte heiraten. Der Mann ihrer Träume ist auch ein idealer Vater für ihre 6 jährige Tochter, perfekter könnte das Leben nicht sein!
Wenn da nur nicht ein dunkler Punkt in ihrer Vergangenheit wäre: Sara wurde adoptiert und hatte bisher keinen Erfolg bei der Suche nach Mutter oder leiblicher Eltern.
Mit dem Gedanken im Kopf, sie müsse nun endlich rausfinden, wer oder wo ihre Wurzeln liegen, weil ihre Tochter ja krank werden könnte (????), geht sie einer neuen Spur nach und wird -ach,was können wir uns freuen- nach dem dritten (!!!) Telefonat fündig!
Ihre Mutter ist Professor, na, wenn das nicht tolle Wurzeln sind!
Sara belästigt diese Dame per Anruf und sucht sie auch in der Universität auf. Mit dem Argument, "Meine Tochter könnte ja an einer genetischen Krankheit irgendwann erkranken, ich muss unbedingt wissen, woran alle Familienmitglieder verstorben sind!", beginnt sie, die leibliche Mutter zu stalken, selbst nachdem diese ihr unwiderruflich klar machte, dass sie keinen Kontakt wünsche. Sara ist unerbittlich, die Mutter tischt ihr ganz offensichtlich Lügen auf und schickt sie wieder weg.
Naja, lange Rede, kurzer Sinn, man merke schon hier, wie langsam und schleppend die Geschichte verläuft, Sara ist das uneheliche Kind, gezeugt von einem Serienmörder, der Saras Mutter entkommen liess.
So, klingt eigentlich nach einem spannenden Plot.
400 Seiten passiert nix. Die Gedanken drehen sich immer um die gleichen Angelpunkte, es kommt keinerlei Spannung auf, wirklich, das Buch ist so gähnend langweilig, wie ich selten etwas las. Dabei auch so inhaltlos. Immer wieder das Gleiche, meine Güte, was hätte man in eine solche Geschichtsidee alles stecken können!
Für mich auch völlig unerklärlich, wie ein zukünftiger Ehemann sich so uninteressiert verhalten kann, der Schluss dann letztendlich so geschustert, so unlogisch, so unglaubwürdig, meine Güte, mir hat das Buch keinen Spass gemacht.
Es hängt, denke ich, auch viel davon ab, wieviel man generell liest und wie viele amerikanische Thriller man sich so zu Gemüte führt.
Ich habe schon so viele wirklich intelligente, temporeiche, gut durchdachte Thriller gelesen, auch mit dem Thema Adoption, dass ich hier wirklich enttäuscht war, und auch entsetzt bin, wie man ein Thema wie dieses so kaugummiartig ziehen kann.
Ich bin heilfroh, dass ich es beendet habe, ich habe auch das erste Buch der Autorin hier liegen, ich trau mich gar nicht nach dieser Enttäuschung damit anzufangen.

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Tags: adoption, familie, serienmord   (3)

  

 

Ewige Treue
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(11)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

sandra brown, thriller, mord, schwangerschaft, angebot

Ewige Treue

Sandra Brown , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 511 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 12.07.2011
ISBN 9783442372058
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Mein erstes Buch der Autorin Sandra Brown!
Die Autorin hat als Schauspielerin und TV-Journalistin gearbeitet, bevor sie zu schreiben anfing. Ihre zahlreichen Thriller schaffen es häufig auf die New York Bestsellerliste, also für mich sehr spannend, einmal einen Thriller von ihr "auszuprobieren".
Und bin sehr positiv überrascht!
SIe arbeitet zwar in diesem Thriller mit dem deutschen Titel "ewige treue" an einem gern verwendeten Strickmuster, aber enthält auch sehr interessante psychologische Aspekte.
Ein verkannter Held, namens Griff, kommt - nicht unbedingt unverschuldet- in schlechte Gesellschaft und wird für 5 Jahre Gefängnis verurteilt.
Wieder auf freiem Fuß wird schnell klar, dass seine Karriere beendet, seine Freundschaften zerstört, seine persönlichen Verbindungen nicht mehr exisitieren. Alles ist weg, er steht vor dem Nichts.
Da kommt ein Angebot eines Multimillionärs: Im Rollstuhl sitzend und zeugungsunfähig sucht er nach dem passenden Mann für seine junge Frau. Griff soll die Dame schwängern, denn es wird dringend ein Erbe benötigt. Für Diskretion und Leistung wird ordentlich gezahlt!
Griff lässt sich des Geldes wegen auf den Handel ein.
Er trifft sich mit Laura zu Zeiten der Fruchtbarkeit, um im natürlichen Akt ein Kind zu zeugen. Allerdings hat er nicht bedacht, dass er nach wie vor unter der Beobachtung eines einflussreichen Mannes steht, der offensichtlich für eine Art Kartell oder Mafia arbeitet und nach Schwachpunkten und Angriffsflächen sucht.
Etwas extreme Idee, aber sehr interessant die psychologische Aufdröselung: Können Mann und Frau sich nur auf einen Akt beschränken, ohne jemals Gefühle zu entwickeln? Kann man ein Kind zeugen nur des Geldes willen? Warum lässt sich Laura auf diesen Deal ein, warum hat ihr reicher Mann kein Verständnis für in vitro Samenspende und Befruchtung? Was steckt wirklich hinter der ganzen Aktion, wer steckt mit wem unter einer Decke und wer kann wem noch trauen?
DIe 512 Seiten vergehen wie im Flug. Der Plot ist spannend und -so verrückt es sich anhört- nachvollziehbar!
Wer sich also an dem gewöhnlichen Strickmuster - armer Held - reiche Frau - ungerechte Anschuldigungen - Hilfe und Superman-artiges über sich Hinauswachsen mit Happy End - nicht stört, der findet hier eine schöne Unterhaltung für 2-3 Tage.

  (9)
Tags: angebot, gefängnis, psychologie, schwangerschaft, sport, wetten   (6)

  

 

Scarpetta Factor
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(22)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

thriller, new york, mord, usa, krimi

Scarpetta Factor

Patricia Cornwell , Karin Dufner
Fester Einband: 575 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 17.08.2010
ISBN 9783455401738
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nach Jahren des Scarpetta-Entzugs habe ich nun endlich mal wieder ein Buch dieser Reihe gelesen.
Ich weiss noch, dass ich die ersten Bände vor mindestens 10 Jahren verschlungen habe, mit dieser Autorin meine Leidenschaft zu Pathologen entdeckte, die Serie aber mit zunehmender Länge mehr und mehr anstrengend empfand.
Einige Zwischenbände habe ich ausgelassen und jetzt mit diesem Band festgestellt, dass ich mich doch dunkel an vieles erinnern kann, relativ schnell wieder in der Geschichte war und eher das Gefühl hatte, nie weg gewesen zu sein.
Allerdings habe ich in den vergangenen Jahren natürlich auch viele andere Thriller gelesen und habe mich an ein anderes Tempo und an raffiniertere Geschichten gewöhnt. Dieses Buch hatte eher den Beigeschmack des aufgewärmten Kaffees.
So wirkliche Spannung oder eine runde Ermittlung konnte ich hier nicht entdecken.
Das Buch beginnt mit der Untersuchung des Todes einer jungen Frau, die im winterlichen Park in New York tot aufgefunden wird. Die Todesursache und die Position der Leiche passen nicht zusammen. Gleichzeitig wird eine andere Frau vermisst und Kay Scarpetta in einer Fernsehsendung, die sie seit längerem als fachliche Ratgeberin, dem "Scarpetta-Faktor", betreut mit falschen Aussagen konfrontiert.
Spontan würde ich jedem interessierten Leser raten, die Serie doch von Beginn an zu lesen, denn eine Einführung in die einzelnen Personen mit Vorgeschichte geschieht nicht wirklich, ich finde, es wird doch sehr vieles einfach vorrausgesetzt.
Ansonsten ist es natürlich mit vielen interessanten fachlichen Aspekten geschmückt und flüssig zu lesen.
Ich werde mir jetzt die fehlenden Zwischenbände besorgen und die Serie auf alle Fälle weiter verfolgen, auch wenn sie vielleicht nicht zu den bevorzugten Reihen gehören wird.
Hier mal die Auflistung der Reihenfolge: (viele Bände wurde nochmals neu unter einem anderen Titel herausgebracht)
1. (1990) Mord am Samstagmorgen oder Ein Fall für Kay Scarpetta
2. (1991) Ein Mord für Kay Scarpetta oder Flucht
3. (1992) Das fünfte Paar oder Herzbube
4.(1993) Vergebliche Entwarnung
5. (1994) Body Farm oder Das geheime ABC der Toten
6. (1995) Die Tote ohne Namen
7. (1996) Trübe Wasser sind kalt oder Schuld
8. (1997) Der Keim des Verderbens
9. (1998) Brandherd
10. (1999) Blinder Passagier
11. (2000) Das letzte Revier
12. (2003) Die Dämonen ruhen nicht
13. (2004) Staub
14. (2005) Defekt
15. (2007) Totenbuch
16. (2008) Scarpetta
17. (2009) Scarpetta Factor
18. (2010) Bastard
19. (2011) Red mist - englisch

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Tags: benton, kay scarpetta, lucy, marino   (4)

  

 

Schuld währt ewig
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(100)

163 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 46 Rezensionen

münchen, mord, schuld, krimi, dühnfort

Schuld währt ewig

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.11.2011
ISBN 9783548610696
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Der inzwischen 4. Fall für den schrulligen, leicht depressiven Kommissar Dühnfort!
Wobei in diesem -scheinbar seinem schwierigsten- Fall, die Depressionen sich im Rahmen halten: Vielleicht liegt es daran, dass sich endlich im Privatleben eine positive, wenn auch unverständliche Veränderung ergeben hat! Er ist mit seiner Angestellten Gina zusammen! Juchhei!
Und schon beginnen die neuen Probleme: Geheimhaltung der Beziehung vor den Kollegen, Streitigkeiten, neue, scheinbar unlösbare Fälle, bei denen sich absolut kein Fadenanfang finden lässt, dazu kommt noch die neue, alte Gefahr seitens eines ehemaligen Häftlings, der freigelassen wurde und sich offensichtlich vorgenommen hat, Dühnfort die ehemalige Verhaftung heimzuzahlen.
Leider fand ich den letzten Punkt etwas zu einfach und zu stiefmütterlich behandelt, da wär doch sicher mehr Nervenkitzel drin gewesen.
Und leider hatte ich schon recht früh den richtigen Verdacht, was bei mir sehr selten vorkommt! Aber es war so naheliegend, da einfach auch zu wenig Alternativen an Tätern, die passten, dass ich eigentlich enttäuscht war.
Ansonsten ist der Nachfolgeband natürlich wie immer: Leichte Kost, also innerhalb 2 Tagen locker zu lesen, nicht wirklich tiefgehend, keine neuen Erkenntnisse über die menschliche Psyche, kein Knalleffekt, alles recht rund und durchschaubar, leicht und flüssig zu lesen. Also für Leute ohne Anspruch an Raffinesse oder besonderen sprachlichen Feinheiten ein sicheres Gefilde, um sich mal kurz zu entspannen. Ich fürchte, auch diesen Band werde ich wegstellen und nach wenigen Wochen nicht mehr recht wissen, was eigentlich der Inhalt war, da das Thema einfach zu oberflächlich behandelt wird.
Ich denke, der Reiz liegt auch hier eher an der Hintergrundgeschichte der Ermittler: Wie gehts weiter? Ziehen sie zusammen, wer wechselt die Stelle, hat die Beziehung eine Zukunft, wird Dühnfort doch noch Vater? Wann wird die Diabetes zuschlagen? Welche Espressosorte bevorzugt er im nächsten Fall?
Ich bin gespannt, ob es einen Folgeband gibt und werde auch diesen wieder lesen!
Ich gebe 2 Sterne, da mir bewusst wurde, wie sehr diese Bücher ohne Recherche auskommen UND das Coverbild wirklich nichts mit dem Inhalt zu tun hat!
So, jetzt mal hier nochmal für alle, die die Reihenfolge nicht kennen:
1. Der Sünde sold
2. In weisser Stille
3. So unselig schön
4. Schuld währt ewig

  (9)
Tags: dühnfort, ermittlung, gina, rache   (4)

  

 

Entsetzen
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(147)

294 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 32 Rezensionen

entführung, thriller, will trent, mord, legasthenie

Entsetzen

Karin Slaughter , Klaus Berr
Fester Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 21.08.2010
ISBN 9783764503444
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Hammer das Buch!!!!
Der 2. Band aus der Serie der Ermittler mit Will Trent, dem interessanten, introvertierten Polizisten, der nicht lesen kann!
Also, wer Bücher von Karin Slaughter kennt, der weiss, dass die Protagonisten eigentlich immer ein typischer Fall für Klapsmühle sind!
Selten habe ich so viele Probleme und psychisch-absonderliche Menschen getroffen wie in den Bücher von dieser Autorin.
Meist bin ich nach dem Lesen völlig fertig und brauche erst mal eine Pause, bzw. "normale" Menschen um mich rum.
Hier war ich nun auf den 2. Band einer "neuen" Serie getroffen, den 1. Band "Zerstört" habe ich noch nicht gelesen, was ich aber nach Beenden des 2. Bandes sobald wie irgend möglich nachholen werde.
Im 2. Band wird eine reiche Mutter beim Nachhausekommen von einer aufgebrochenen Haustür überrascht. Den fremd-gehenden Ehemannn am Telefon, geht sie ins Haus und trifft auf einen jungen Mann, der sich über ihre tote 17jährige Tochter gebeugt hat und sie offensichtlich geschändet und getötet hat. Die Mutter dreht beim Anblick völlig durch und geht auf den jungen Mann los.
Zum Tatort wird Will Trent gerufen, der den Vater der getöteten Jugendlichen noch aus dme Kinderheim kennt, in dem beide aufgewachsen sind.
Die Vergangenheit holt Will Trent ein, unverarbeitete Wut und Frustration schwappt an die Oberfläche, gewürzt wird das Ganze damit, dass Will Trent eine Partnerin an die Seite bekommt, die von seiner Herkunft nichts weiss, aber eben selbst nicht wenig Gepäck mit sich schleppt. Als ehemalige Teenager-Mutter muss sie sich nicht nur mit dem sozial-inkompetenten Will rumschlagen, sie muss auch an der Schule ihres aufmüpfigen Sohnes recherchieren.
Also, wie immer bei Karin Slaughter, viele Probleme und viele interessante Ansätze.
Und Sätze, wie "Er sah auf seine Armbanduhr, um zu kontrollieren, ob die Batterie noch funktionierte." oder auch "Sie brachte ihn um, kurz bevor er starb!" tun natürlich ihre Wirkung: Selten hatte ich so viel Spass bei einem Thriller!
Ich muss es wirklich gestehen: Hatte mich die Autorin mit "Belladonna" noch genervt, so ganz langsam freue ich mich über jedes Buch, das ich von ihr zu lesen bekomme!
Ich kann dieses Buch nur empfehlen und freue mich auf den nächsten Titel mit Will Trent!

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Tags: analphabetismus, ermittlung, legasthenie, mord, verschleppung, will trent   (6)

  

 

Blinder Instinkt
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entführung, thriller, blind, psychothriller, mädchen

Blinder Instinkt

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 12.01.2011
ISBN 9783442473380
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Blinder Instinkt" von Andreas Winkelmann ist ein gut unterhaltender Psychothriller.
Ein bischen störte mich dieses übliche Strickmuster der deutschen Thriller, diese Liebesgeschichte, ohne die es im Deutschen nicht geht, diese Vorraussschaubarkeit des Happy Ends!
Allerdings nahm die Geschichte zum Ende hin Tempo auf und hatte doch einige nette Einfälle, dabei meine ich jetzt nicht die Giftspinnen, denn dieses Thema wiederholte sich ja auch ständig und wurde dadurch langweilig.
Mal abgesehen davon, dass man in Deutschland gewisseTiere nicht halten darf, und wenn, dann nur mit strengen Auflagen der Behörden, die diese auch regelmässig prüfen, eine kleine Ungereimtheit, die Herr Winkelmann mal einfach unter den Tisch fallen liess.
Schade eigentlich.
Ansonsten gleiches Strickmuster: Blindes Kind wird entführt, Polizistin ermittelt und trifft schwierigen Boxer, dessen Schwester 10 Jahre zuvor unter ähnlichen Bedingungen verschwand, verliebt sich natürlich sofort, Liebe fällt auf Gegenliebe, wie es eigentlich im wirklichen Leben niemals vorkommt und die Ermittlung nimmt seinen Lauf: Polizistin ermittelt alleine und kommt in lebensbedrohliche Lage, naja, den Rest kann man sich denken.
Verrate ich zu viel, wenn ich sage: Happy End auf allen Ebenen, keiner stirbt, alles lebt und liebt.
Langweilig.
Und schade.
Das hätte ich mir etwas anders gewünscht, aber irgendwie fehlt den deutschen Autoren oft der Mut mal einfach andere Wege zu gehen als die, die der Leser allgemein gerne liest. So ist es ein flüssig zu lesender Thriller mit Ausflug in die Biologie der Giftspinnen und -schlangen, viel lernen tut man nicht, ist vielleicht auch nicht wichtig, noch sind diese Tiere nicht in deutscher Fauna zu finden, das Tempo nimmt zu und so liest man etwa gemütliche 2 Tage einen Thriller, den man nach Beenden allerdings bald wieder vergisst, da zu gleichförmig und zu ereignislos.
Ich hab wirklich für mich bemerkt, dass diese gleichförmigen, "runden" Thriller mich nicht berühren und nicht so schocken, dass ich Jahre später noch mit leuchtenden Augen davon berichte, sondern dass nach wenigen Tagen bis Wochen ein "hab ich auch schon gelesen" das einzige ist, was sich im Kopf hält.
Und ich denke fast, Herr Winkelmann könnte auch anders! ;-))

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Tags: blindheit, entführung, exotische gifttiere   (3)

  

 

Und ewig seid ihr mein
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thriller, hamburg, satanismus, profiler, serienkrimi

Und ewig seid ihr mein

Roman Rausch
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.02.2006
ISBN 9783499241062
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Auch dieses Buch von Roman Rausch ist schon ein paar Jahre alt. Ich frag mich, wie mir dieser deutsche Autor so entgehen konnte und freue mich unglaublich, dass ich jetzt wenigstens den Weg zu ihm gefunden habe!
Nachdem ich ja einige Krimis mit Kilian lesen durfte, die durch unglaublichen Humor und recherchiertem Wissen über Politik, Religion und anderen brisanten Themen bestachen, hier jetzt ein Thriller ohne Kilian!
Kriminalpsychologe Levy wird zu einem Fall zugezogen. Offensichtlich ist ein Serienmörder, dessen letzte Taten Jahre her sind, wieder aktiv und hat erneut zugeschlagen. Levy war damals der ermittelnde Kriminalpsychologe und hat durch den ungelösten Fall seine damalige Tätigkeit verloren. Sein ehemaliger Chef möchte ihn erneut hinzuziehen, auch, um Levy die Möglichkeit der Rehabilitation zu ermöglichen.
In einem interessanten Team beginnt Levy zu ermitteln, die Spannungen und Vorurteile, die ihm entgegenschlagen und der Druck, dieses Mal nicht versagen zu dürfen, kosten über Gebühr Kraft und Energie.
Wir haben es hier nicht nur mit einem spannenden Fall aus der Serienmörderabteilung, auch dem Satanismus zu tun, sondern auch mit der Psychologie des Psychologen höchstpersönlich.
Auf langeren Seiten recht eintönig, nicht so packend, wendet sich das Buch im letzten Drittel komplett. Ich möchte nicht verraten, in welche Richtung das Spiel danach läuft, aber ich habe über Seiten den Atem angehalten und Gänsehaut bekommen.
So ein raffiniertes Ding habe ich selten gelesen, schon gar nicht aus einer deutschen Feder erwartet, passt aber zum Schreibstil Roman Rausch, der hier mal nicht humorvoll und augenzwinkernd, sondern grausam und knallhart durch die Geschichte führt.
Dass mir mitunter der Kopf schwirrte, das bleibt bei diesem Thema nicht aus und ist durchaus erwünschter Nebeneffekt, Roman Rausch mal von einer vollkommen anderen Seite.
Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sternen, einfach, weil ich mir doch ein weniger happiges Ende gewünscht hätte (nach all dem Stress der letzten 100 Seiten!)!

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Tags: organe, satanismus, schizophrenie   (3)

  

 

Sein letzter Auftrag
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thriller, reporter, internet, rachel walling, zeitung

Sein letzter Auftrag

Michael Connelly , Sepp Leeb
Fester Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 15.02.2011
ISBN 9783453266452
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Mein erstes Buch von Michael Connelly!
So, ich bin mir jetzt allerdings nicht sicher, ob es ein Band einer Serie ist, oder ein relativ allein stehender, in sich abgeschlossener Thriller.
Es ist jedenfalls ein Roman um den Polizeireporter Jack McEvoy.
Die Geschichte um den Poeten ist abgeschlossen, dieser Thriller beginnt mit der Kündigung. McEvoy soll nach 20jähriger Arbeitszeit bei der L.A.Times den Arbeitsplatz räumen. Man teilt ihm eine junge Reporterin zu, die er noch eben anlernen soll.
Verärgert über den Abschuss möchte Jack eine Sensationsstory schreiben. Der Vorgesetzte soll sich darüber ärgern, dass er ihn auf die Kündigungsliste setzte, also macht er sich auf die Suche nach einem dementsprechenden Thema.
Sehr gelegen kommt ihm da ein Anruf einer älteren Dame aus den Slums in L.A.. Ihr Enkel wurde wegen Mord verhaftet, sie ist sich aber sicher, dass er unschuldig ist und ärgert sich über die Nachrichtenzeile von Jack in der Zeitung.
Tatsächlich findet Jack sehr schnell Hinweise, dass der Jugendliche vorschnell verurteilt wurde und beginnt mit der Reporter-typischen Schnüffelei.

Ich hatte grosse Probleme mich mit dem Schreibstil von Michael Conelly anzufreunden. Der Thriller ist nicht schlecht, nimmt auch zum Ende hin an Spannung zu, aber dieses Milieu der Zeitungen, der Reporter, dieses ewige Wiederholen von Sachpunkten, die schon klar sind und dieses minutiöse Beschreiben von jedem Handgriff, jedem Gedankengang, Herr Conelly lässt der Inteligenz des Lesers keinerlei Platz.
Eine ähnlich langatmige Erzählart hat ja auch Mankell, jedes Stühlerücken, jeder Schritt und jede Minute wird dem Leser vorgekaut.
Man liest und liest und liest und hat nicht recht das Gefühl in der Geschichte vorwärts zu kommen. So habe ich für immerhin fast 500 Seiten doch fast 3 Tage gebraucht, weil ich eben nie in dieses "fiebern" kam.
Wirklich sympathisch war mir Jack McEvoy nie, dafür scheint es zu sehr ein Mann mit depressiver Grübelei zu sein. Dieses Klammern an Frauen, dieser Hunger nach Anerkennung, passt irgendwie nicht zu einem Mann, den man gerne als Held sieht. Wenn ich recht überlege, ist es eigentlich gar nicht passend, zu keinem Mann, eher würde ich einen solchen Charakterzug bei einer sehr unsicheren Frau erwarten.
Gut, aber ich kenne die vorherigen Erlebnisse dieses Mannes auch nicht, werde jetzt aber auch nicht loslaufen, um sie gleich zu kaufen, denn so sehr hat es mich nicht gepackt.
Schade eigentlich, eine verpasste Chance einen Fan zu gewinnen!

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Tags: computer, fbi, rechenzentrum, reporter, webseiten, zeitung   (6)

  

 
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