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Die Gewürzhändlerin
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(51)

76 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 40 Rezensionen

koblenz, liebe, mittelalter, gewürze, handel

Die Gewürzhändlerin

Petra Schier
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.12.2011
ISBN 9783499256288
Genre: Historische Romane

Rezension:

ooops... schon durch ;-))
"Die Gewürzhändlerin" von Petra Schier ist eigentlich ein Folgeband nach "Die Eifelgräfin".
Im ersten Band, den ich leider noch nicht kenne, dreht sich die Geschichte um Elisabeth von Küneburg und den Ausbruch der Pest.
Der hier vorgestelte Folgeband berichtet vordergründig von Luzia, der Magd von Elisabeth. Luzia hat durch die Pest fast die gesamte Familie verloren und ist als Freundin und Magd mit Elisabeth nach Koblenz gezogen. Elisabeth ist inzwischen verheiratet, hat Luzia Schreiben und Lesen gelehrt und dies ist der Beginn des zweiten Buches.
Also beide Bände sind durchaus voneinander unabhängig zu lesen. Sollte man mit den vielen Figuren, viele davon im 14. Jahrhundert geschichtlich belegt, nicht zurecht kommen, so gibt eine ausführliche Personenauflistung am Ende des Buches Aufschluss.
Auch eine Stadtkarte des frühen Koblenz ist vorhanden, eine geschichtliche Einführung über die überlieferten Tatsachen ebenfalls, also durchaus Gelegenheit auch ein bischen Einblick in das frühere Geschäftstreiben zu bekommen.
Luzia muss bei dem Weinhändler Martin Wied aushelfen. Zu Beginn ist ihr sehr unwohl, doch bald überwiegt die Neugier: So viele Gewürze, deren Gebrauch und Preise, das Handeln an sich und der Kontakt zu den vielen Leuten macht ihr unglaublich Spass.
Wenn da nur nicht Martin Wied wäre, der durch Brandnarben entstellt und verkrüppelt, Luzia ein ungutes Gefühl vermittelt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zwar hatte ich während des Lesens das Gefühl, eher einen trivialen Liebesroman zu lesen, der ins 14. Jahrhundert transportiert wurde, aber auch mystische Vorkommnisse und Krimianteile sind sehr wohl vorhanden.
Erst nach Beenden des Buches, als ich die zusätzlichen Beigaben las, wurde mir klar, wie viele der vorkommenden Figuren tatsächlich existierten, wie sehr das Thema "Frau als Geschäftsfrau" damals schon interessant war.
Man bekommt fast den Eindruck, als wäre die damalige Gesellschaft schon weiter entwickelt die Emanzipation betreffend.
Die Geschichte liest sich spannend, flüssig und leicht, viel nachdenken muss man nicht, anspruchsvoll ist der Verlauf auch nicht, sondern es ist eines dieser Bücher, die man wirklich zum Enspannen liest!
Ab und zu blitzt der Humor der Autorin durch, und ich muss gestehen, ich hatte grossen Spass!
Das eigentliche Geschehen dreht sich um die wachsende Liebe zwischen Luzia und Martin, die vor allem Luzia nicht erkennen möchte. Als Leser liest man amüsiert, wie alle Freunde schon lange ahnen, was unübersehbar ist, während die beiden Hauptdarsteller lieber streiten.
So fiebert man bis zur letzten Zeile: Kriegen sie sich oder nicht?
Dank der vielen Verwicklungen und Nebenschauplätze ein abwechslungsreicher, in sich runder und stimmiger Roman, ein Einblick in die Geschichte ohne lehrend zu erscheinen, gerne für kurzweilige, leseintensive Stunden zu empfehlen für alle Leser!

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Tags: bauer, frau, gewürzhandel, handel, humor, koblenz, liebe, magd   (8)

  

 

Die Sternjägerin
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(9)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

astronomie, sterne, hevelius, walz, observatorium

Die Sternjägerin

Eric Walz
Flexibler Einband: 411 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 09.10.2006
ISBN 9783442365234
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mein erstes Buch von Eric Walz.
In diesem historischen Roman beschäftigt sich der Autor mit dem Lebenswerk und dem Schaffen der Astronomin Elisabeth Hevelius, die im 17. Jahrhundert in Danzig lebte (1647-1693), also zu einer Zeit, in der die Wissenschaft nicht wirklich weit gediehen war, in Europa viele Unruhen herrschten und Frauen schon gleich gar nicht anerkannt waren als ernstzunehmende Wissenschaftlerinnen.
Aber das Interesse am Weltraum und den Lebensräumen auf anderen Planeten war vorhanden. Erste Missionen Richtung Mond wurden geplant, u.a. wollte man Vögel abrichten, eine Art Schlitten Richtung Mond zu ziehen.
In diese Zeit wird die Kaufmannstochter Elisabeth geboren, ein starkes, mutiges Mädel, die von Kindesbeinen an ein unglaubliches interesse am Himmel und den Gestirnen zeigte. Mit einem Ehrgeiz, der für Damen dieser Gesellschaft nicht üblich war, verfolgt sie anfangs recht naiv das Ziel, eine anerkannte Astronomin zu werden. Sie heiratete auch aus diesem Grund den damals bekannten Astronomen Johannes Hevelius (1662) und ist heute noch bekannt als Zeichnerin der ersten genauen Mondkarte und Herausgeberin des grössten Sternenatlas der damaligen Zeit.
Eric Walz hat die wenigen Eckdaten, die überliefert sind, mit Erfahrungen anderer Astronominen des 17. Jahrhunderts gemischt, um die Atmosphäre und die Schwierigkeiten der damaligen Zeit möglichst zeitgetreu wiederzugeben und bettete die Geschichte in eine tragische Lebensgeschichte, die spannend und flüssig zu lesen ist. Auch für Leser, die an wirklichen historischen Begebenheiten nicht interessiert sind!
Damit ist ihm eine tolle Mischung gelungen: Spannung, tragische Liebes- und Lebensgeschichte und historische Überlieferungen vermischt zu einem nicht geschichtslastigem Roman. Eher trivial geschrieben, keine Technik, keine schwierigen langatmigen Ausführungen der Astronomie, sondern die Menschen mit ihren Gebrechen, ihren Gefühlen und den Schwierigkeiten des damaligen Lebens stehen im Vordergrund. Elisabeth starb im Alter von 46 Jahren, da ihre Gesundheit durch die Aufenthalte im Freien an den primitiven Teleskopen auch im Winter bei eisigen Minusgraden über die Jahre zu sehr gelitten hatte.
Eine grossartige Frau, ich freue mich, dass es dem Autor gelungen ist, sie uns in einem spannenden Roman in Erinnerung zu bringen und dort zu halten.

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Tags: astronomie, mondatlas, sternenkarten   (3)

  

 

Beschützerin des Hauses
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(19)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

kurpfalz, hexe, hockenheim, historischer roman, 1593

Beschützerin des Hauses

Marlene Klaus
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 04.03.2011
ISBN 9783940855121
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der historische Roman "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus handelt von einer erwachsenen Frau, Barbara, die als Kräuterweib nach dem tragischen Tod von Mann und Kind mit der alten Mutter zusammenlebt und von der kleinen Dorfgemeinde nach einem Überfall auf den Lehrer und im Unwetter-Sommer als Hexe verschrieen wird.
Anfangs hatte ich etwas Mühe, all die zahlreichen Namen zuzuordnen und mit der "altertümlichenSprache", die aber zur Geschichte passt, zurechtzukommen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte kristallisieren sich die einzelnen Charaktere besser heraus, so dass die Namen durchaus kein Hinderniss im Verständnis darstellten.
Neben einer anbahnenden Liebesgeschichte zeigt der Roman eine sehr unruhige Zeitepoche: Es wird einerseits auf die Ausbildung der Kinder und der Wissenschaft Wert gelegt, aber in dramatischen Situationen, wie beispielsweise einem schweren Gewitter mit Sturm, brodeln alter Aberglaube wieder hoch. Und wenn dann eine schutzlose, wehrlose Person gefunden ist, kommen auch die vernünftigsten Menschen ins Grübeln.
Marlene Klaus entführt uns in eine Zeit, in der die Rechtssprechung noch komplizierter erscheint als zur heutigen Zeit, in der die Leute oft nicht wissen, wem oder was sie glauben sollen, denn auch die religiöse Richtung wechselt, in der Vernunft wider Aberglaube steht, was oft zum Schmunzeln anregt, aber doch wieder zum Kopfschütteln führt.
Ich fand den Roman auf alle Fälle lesenswert, gut, ich hätte mich gefreut, ein wenig mehr über die Religionen zu erfahren, aber auch so bemerkt der Leser das unglaubliche Wissen der Autorin über diese Zeit. Sehr gute Recherche, wenn ich mir auch trotz Glossar mit Erläuterung der Begriffe und Rechtspersonsbezeichnungen nicht viel merken werde!
Ich fand es fast schon schade, dass zum Ende hin doch eine persönliche Liebesgeschichte mit -für mich- unpassendem, unglaubwürdigem Happy End im Vordergrund stand, was dieser unruhigen schweren Epoche doch das Bild einer alles-wird-gut- Zeit vermittelt.

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Tags: 1593, hexen, kurpfalz   (3)

  

 

Die Ludwig-Verschwörung
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(82)

137 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 45 Rezensionen

bayern, neuschwanstein, märchenkönig, tagebuch, verschwörung

Die Ludwig-Verschwörung

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 572 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.02.2011
ISBN 9783548282909
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Eine Hommage an den Märchenkönig Ludwig II.
Der Roman "Die Ludwigsverschwörung" von Oliver Pötzsch beginnt etwas verworren.
Ein Professor wird im Wald ermordet, ein Antiquar in München findet ein Holzkästchen mit ominösem Inhalt: Ein altes Buch in Geheimschrift, welches offensichtlich das Tagebuch eines engen Vertrauten des bayerischen Monarchen Ludwig II. ist, zugleich einem der Zeugen des Mordes an eben genanntem Monarchen, der ja unter dem Namen "Märchenkönig" weltweite Berühmtheit erlangte.
Offensichtlich befinden sich einige unterschiedliche Interessengruppen auf der Suche nach eben diesem Buch, ehe der Antiquar versteht, was er in den Händen hält, ist er Opfer einer Verfolgung, wird von der Polizei wegen Mordes gesucht, ist sein Antiquariat zerstört, und er befindet sich mit einer jungen Kunstdedektivin auf der Flucht quer durch Bayern. Immer entlang den Spuren des Tagebuchs.

Zuerst möchte ich mal sagen, dass mich das Cover des Taschenbuchs völlig in den Bann zog. Ich selbst war zwar schon auf Neuschwanstein und habe als Kind alles gesammelt, was über Ludwig den II geschrieben stand, aber ich könnte noch immer Stunden vor dem Buch sitzen und das Bild betrachten.
Oliver Pötzsch ist mir schon durch seine Herkerstochter-Bücher bekannt und hat mich auch hier wieder durch eine flüssig zu lesende Geschichte begeistert, die allerdings lange nicht an die Herkerstochter-Bücher heranreicht.
Allerdings auch sehr mutig, sich an eine solche Geschichte zu wagen, die ja bis zum heutigen Tag sehr umstritten und verworren ist. Nach wie vor wird heftig vertuscht, wie der in Ungnade gefallene Monarch zu Tode kam, es gibt unzählige Theorien, Oliver Pötzsch hat eine davon in diesem Roman dargestellt.
Verschlungen habe ich die Tagebuch-Sequenzen, die historischen Berichte um Ludwig den II.; die Geschichte, die im heutigen Bayern spielt, also die Suche des Antiquars, fand ich recht langweilig und war für mich sehr enttäuschend.
Vielleicht störte mich auch die Erwähnung des "Problembezirks" Wedding in Berlin. Ich wohne seit fast 15 Jahren im Wedding und fühle mich hier sehr wohl, kann also die Vorurteile des Autors nicht nachvollziehen.
Wiederum gut gefielen mir die historischen Karten und "Das kleine Glossar für Verschwörungstheoretiker" im Anschluss des Romans. Auch aus der Liste der "Kommentierten Auswahlbibliographie für alle, die mehr wissen wollen" werde ich mir sicher das ein oder andere Buch besorgen, die Geschichte um Ludwig hat mich doch wieder sehr bewegt und erschüttert.
Nichtsdestotrotz möchte ich dieses Buch allen Lesern empfehlen, es ist ein sehr schöner Einstieg, sich mit der deutschen Geschichte und der Geschichte um Bayerns Ludwig II. zu beschäftigen, vielleicht auch Anreiz, mal in Richtung Pfronten einen Urlaub zu verbringen. Die Besichtigung der Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein vergisst man sein Leben nicht.

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Tags: bayern, ermittlung, ludwig ii, mord, märchenschloss, neuschwanstein, tagebuch, verschwörung   (8)

  

 

Des Teufels Maskerade
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(46)

117 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

wien, prag, fantasy, vampir, gestaltwandler

Des Teufels Maskerade

Victoria Schlederer
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, W, 01.12.2009
ISBN 9783453526556
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Hammer!!!
Dieses Buch bekommt von 5 möglichen Sternen 10.
"Des Teufels Maskerade" von der Autorin Victoria Schlederer ist der Gewinner des grossen Heyne Schreibwettbewerbs 2009.
Ich musste dieses Buch einfach lesen und hatte das Glück bei einer Leserunde mit Autorin teilnehmen zu können, ein Highlight für mich zum Ende des Jahres 2010!
Aber zum Inhalt: Der Baron Dejan Sirco arbeitet als privater Ermittler der Dedektei für okkulte Angelegenheiten in Prag Anfang des 20. Jahrhunderts.
Er lebt zusammen mit einem ehemaligen Strassenjungen Mirco, den er Jahre zuvor bei sich aufgenommen hat, und Sir Lysander Sutcliffe, der -nachdem er etwa 200 Jahre als körperloser Geist herumirrte- derzeit im Körper eines Otters steckt. Sehr enge Verbindungen hat er nach wie vor zur Stadtdirne Esther, die zum Dreh- und Angelpunkt aller Geschichtsabläufe wird.
Unterwegs in Wien, wo der Herr Baron, grosser Fan von Automobilrennen, an welchen er aktiv teilnimmt, derzeit verweilt, ereilt ihn ein neuer, sehr verworrener Auftrag: Ein alter Bekannter, Graf Felix Trubic, selbst Geheimagent Seiner Kaiserlichen Majestät, benötigt dringend die Hilfe bei der Aufklärung einer persönlichen, okkulten Angelegenheit, bei der es um sein eigenes Leben geht.
Umgehend kehrt Dejan zurück, trifft sich mit dem Grafen, wobei der Leser erfährt, dass es sich hierbei um eine sehr verworrene, prekäre Situation handelt, die erst mal mehr Fragen und Probleme aufwirft als gedacht.
Dass auch Dejan sich in ernste Lebensgefahr begiebt, bleibt dabei nicht aus.

Selten las ich eine derart verzwickte, intelligente, äusserst humorvolle Geschichte!
So viele unterschiedliche Fäden, Fälle und ungelöste Probleme, alles löst sich zu seiner Zeit, es kommt niemals Langeweile auf.
Liebevoll und sehr detailliert ausgeschmückte kriminalistische Dedektivarbeit, so viele Nebengeschichten, die facettenreich den Ablauf beleuchten, immer neue Wege und Sackgassen eröffnen, es hat unglaublich Spass gemacht, diesen Roman zu lesen!
Man grübelt mit, man lässt sich in die Irre führen, um Seiten später mit einem Aha-Effekt zum Weg zurück zu finden, einfach gelungen!
Dabei kommt der Humor nicht zu kurz! Wie oft habe ich laut gelacht, gechmunzelt, das Buch beiseite gelegt, nur um einen tollen Abschnitt gleich nochmal zu lesen!
Zum Schluss kann ich sagen: Dieses Buch werde ich mit Sicherheit noch ein zweites und drittes Mal lesen.
Die Autorin hat so viele Details eingeflochten, da reicht ein einmaliges Lesen nicht aus, um alles zu erfassen!
Um diese bunte Geschichte auch von allen Seiten zu erzählen, denn eine Person hätte nicht ausgereicht, um den Leser durch alle Details zu führen, nutzt die Autorin Schriftwechsel, Tagebucheintragungen und den Wechsel der Erzähler.
Zusätzlich aufgelockert wird das Buch durch die zahlreichen Bleistiftzeichnungen, denen man aber viel zu wenig Beachtung schenkt, weil der Fortlauf der Geschichte so wahnsinnig spannend ist.
Zuletzt möchte ich noch die unglaublich schöne Sprache der Wiener Autorin erwähnen. Ich habe versucht mich beim Schreiben der Rezension anzupassen.
Sie ist blumig, charmant und holt den Leser in eine eigene Welt Anfang des 20 Jahrhunderts. Schon alleine das war einfach purer Spass, den Stress des Alltags in dieser Sprache zu verlieren!

Die Autorin, Victoria Schlederer, ist 1985 geboren, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Tschechisch in Wien und Rotterdam, lebt derzeit in Wein und arbeitet fleissig an einem weiteren Buch, das einige Jahre später spielt und dem Leser ein Wiedersehen mit einigen Protagonisten ermöglicht, die aber dann eine Nebenrolle übernehmen werden!
Liebe Victoria, ich bin unglaublich gespannt, das noch namenlose Buch steht bereits auf meiner Wunschliste!

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Tags: dedektei, familie, okkulte angelegenheiten, prag, wien   (5)

  

 

Im Land der Sümpfe
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(22)

53 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 16 Rezensionen

historischer roman, heiden, sklaverei, wenden, liebe

Im Land der Sümpfe

Ivonne Hübner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 04.10.2010
ISBN 9783940855213
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  

  

 

Die Henkerstochter und der König der Bettler
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(62)

104 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

regensburg, henker, schongau, folter, mittelalter

Die Henkerstochter und der König der Bettler

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2010
ISBN 9783548281148
Genre: Historische Romane

Rezension:

Leider----- mein erster Roman des Autors Oliver Pötzsch. Wie konnten mir die vorherigen Bände um den Schongauer Henker Jakob Kuisl mit seiner derben aber herzlichen Familie nur entgehen?
Nach "Die Henkerstochter" und "Die Henkerstochter und der schwarze Mönch" nun also dieser Roman, der im 17. Jahrhundert in Regensburg spielt.
Laut Aussage des Autors "eine Liebeserklärung an die Stadt Regensburg" ist für mich dieser Roman eher eine Liebeserklärung an die Henker.
Sehr sympathisch dargestellt die Figur des Henkers Jakob Kuisl, der durch einen Brief um eine schwere Erkrankung seiner geliebten Schwester nach Regensburg gelockt wird.Die Schwester ist nicht krank, sie ist tot, ebenso wie deren Ehemann, der Bader der Stadt Regensburg. Jakob Kuisl tappt in die gestellte Falle, wird er doch in flagranti neben dem Zuber mit den toten Eheleuten aufgefunden und zum Mörder erklärt.
Wie damlas üblich wurden die nicht-geständigen Täter einer üblen Folter unterzogen bis zu deren Geständnis der Tat, was dann zum Tod durch Erhängen führte.
Derweil flüchten die Henkerstochter Magdalena und deren Liebhaber Simon aus Schongau. Sie hoffen, in der Grossstadt Regensburg als unbekannte Eheleute ein neues Leben zu beginnen.
Kaum sind sie angekommen, erfahren sie vom Schiksal der Tante und des Vaters und fangen an zu ermitteln.
Mit viel Humor schildert der Autor historische Stätten als Kulisse der Geschehen, eine aufreibend Aufklärung der Morde, Komplotte wohin man nur sieht, das damalige Leben in Regensburg und eine atemberaubende Jagd des Täters quer durch die Stadt.
Dabei ist dieser Roman so facettenreich, so humorig, dass die vielen Seiten nur so dahin fliegen. Am Ende des Romans musste ich auf dem schön gestalteten Cover erst mal nachsehen, welches Genre ich gerade gelesen hatte, Politthriller oder Medizinthriller, historischer Roman und Krimi hätten ebenso gepasst.
Ein unglaubliches Werk, ich habe mich sehr gut unterhalten und bin begeistert. Ich sehe jetzt die Arbeit und die Person des Henkers mit anderen Augen.
Sehr gut gefallen hat mir auch die Übersicht der Stadt Regensburg im Jahr 1662 als Stadtkarte und den Erläuterungen im Nachwort, welche Bauten und Schauplätze wirklich existierten und heute noch zu besichtigen sind.
Ich wünsche mir eine großartige Verfilmung des Romans als Kinofilm und freue mich, dass mir die Bekanntschaft der Donau als stinkende Kloakenbrühe erspart geblieben ist!

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Tags: bader, ermittlung, folter, gift, henker, kuisl, medizinthriller, mord, politthriller, regensburg, tochter magdalena   (11)

  

 

Die Wächter der Teufelsbibel
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(14)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

teufelsbibel, historischer roman, bibel, prag, kirche

Die Wächter der Teufelsbibel

Richard Dübell
Fester Einband: 829 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 16.09.2008
ISBN 9783431037586
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  

  

 

Die Seiltänzerin
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(14)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

gaukler, hexenverfolgung, inquisition, liebe, 1430

Die Seiltänzerin

Gabriele Breuer
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2010
ISBN 9783548281162
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Die Seiltänzerin" , ein Debütroman der Autorin Gabriele Breuer, ist ein unterhaltsamer, manchmal wirklich spannender und leicht zu lesender Roman. Das Richtige für heisse Sommertage, man muss nicht viel nachdenken, sondern kann den Roman leicht runterlesen und kommt schnell voran.
Gewöhnlich lese ich lieber anspruchsvollere Kost, habe es hier aber genossen, doch mal "was anderes" zwischendurch lesen zu können.
Die Beschreibungen der Hexenverfolgungen gaben dem Roman einen blutigen, kriminalistischen Touch, so dass es für mich nicht in ein saichtes Liebesblabla abrutschte.
Zum Inhalt:
Ein junges Mädchen einer Gauklertruppe findet beim Kräutersuchen im Wald zusammen mit der Wahrsagerin der Gauklertruppe einen verletzten Ritter. Das junge Mädchen, welches eigentlich mit einem Gaukler verheiratet werden soll, verliebt sich in diesen hübschen, toll gekleideten, smarten Ritter, der so verletzt und hilflos ist. Entgegen der Warnung der Wahrsagerin will sie ihn nicht dem Schicksal überlassen, sondern möchte ihn gesund pflegen.
Als ihr Verlobter von ihrer Tat erfährt, sie verrät und anschliessend auch noch versucht, sie gewaltsam an sich zu binden, flüchtet sie aus der Truppe der Gaukler und versucht auf der nächsten Burg Unterkunft zu finden, denn da vermutet sie den Aufenthalt des Ritters, den sie gepflegt hatte. Dieser war von seinen Leuten gesucht und im Wald gefunden worden.
Was sie auf der Burg durchstehen muss, wie sie als Kräuterkundige als Hexe angezeigt und verurteilt wird und welchen Ausgang die Liebesgeschichte nimmt, ist Inhalt des sehr flüssig geschriebenen Buches.
Ein bischen märchenhaftes Ende: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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Tags: 1430, gaukler, heilkunst, herzogtum, hexenverfolgung, inquisition, ritter   (7)

  

 

Der Minnesänger
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(35)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 27 Rezensionen

hartmann von aue, minnesänger, heilerin, liebe, 12. jahrhundert

Der Minnesänger

Tim Pieper
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 04.01.2010
ISBN 9783453470996
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: 12. jahrhundert, hartmann von aue, kreuzzug, minnegesang   (4)

  

 

Die Puppenspieler
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(37)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

fugger, historischer roman, florenz, augsburg, kaufmann

Die Puppenspieler

Tanja Kinkel
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442448357
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Die Welt ist im Kopf
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(41)

71 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 19 Rezensionen

venedig, schopenhauer, goethe, philosophie, byron

Die Welt ist im Kopf

Christoph Poschenrieder
Fester Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.02.2010
ISBN 9783257067415
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Ein schönes Buch, macht Spass beim Lesen. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Es handelt von einer sehr kurzen Passage aus Schopenhauers Leben um 1818. Er hat gerade sein grosses Werk fertig gestellt, der Druck bei Brockhaus verzögert sich, und Schopenhauer fährt als unbekannter Autor nach Italien. Eigentlich ist eine Reise durch Italien vorgesehen, eigentlich ist ein Besuch bei Lord Byron geplant, aber es kommt -wie so oft im Leben- alles anders. Für mih sind viele Fragen offen gebliebe, ich hätte gerne mehr erfahren, schade, dass es schon zu Ende ist.

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Tags: byron, philosophie, schopenhauer, venedig   (4)

  

 

Caesar
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(4)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rom, caesar, legionär, ceasar, kaiser

Caesar

Gisbert Haefs
Fester Einband: 511 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 13.03.2007
ISBN 9783453265509
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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Imperium
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(85)

148 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

cicero, rom, macht, historischer roman, politik

Imperium

Robert Harris , Wolfgang Müller
Fester Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 22.09.2006
ISBN 9783453265387
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eigentlich bin ich sehr interessiert an römischer Geschichte, aber dieses Buch fand ich nur langweilig, bin mehrfach dabei eingeschlafen. Nicht mein Fall.

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Tags: cicero, rom   (2)

  

 

Enigma
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(29)

66 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

spionage, dechiffrierung, zweiter weltkrieg, thriller, 2. weltkrieg

Enigma

Robert Harris , Christel Wiemken
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 08.02.2005
ISBN 9783898971195
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nicht so mein Fall, aber sicher interessant für Leute, die sich für die Dechiffrierung von Geheimtexten im 2. Weltkrieg interessieren.

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Tags: dechiffrierung, weltkrieg   (2)

  

 

Imperium
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(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Imperium

Robert Harris , Wolfgang Müller
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei cbt, 07.01.2010
ISBN 9783570306383
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich bin ich sehr interessiert an römischer Geschichte, aber dieses Buch fand ich nur langweilig, bin mehrfach dabei eingeschlafen. Nicht mein Fall.

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Purpurschatten
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(2)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

philipp vandenberg, thriller vatikan, kirchenkrimi

Purpurschatten

Philipp Vandenberg
Fester Einband: 477 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe
ISBN 9783785709962
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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