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Der mit den Pferden spricht
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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

pferde, biografie, join-up, pferd, monty roberts

Der mit den Pferden spricht

Monty Roberts
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.11.2011
ISBN 9783404604661
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
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Rückkehr nach St. Elwine
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(35)

50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, patchwork, st. elwine, freundschaft, intrigen

Rückkehr nach St. Elwine

Britta Orlowski
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 15.04.2013
ISBN B007M0SJAO
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Rückkehr nach St. Elwine" ist der Start einer wunderbaren Serie, die sich durch einen leichten, lockeren und humorvollen Schreibstil der Autorin Britta Orlowski, mal eben so ins Herz der Leser schleicht.
Der Zusatz "Liebesroman" trifft es für mich nicht ganz, es ist eigentlich mehr, wesentlich mehr, denn es geht um menschliche Schicksale, Familien, Freundschaften und Lebensglück.
Elisabeth Crane kommt als ausgebildete Chirurgin in ihre Heimatstadt zurück und nimmt eine Stelle als Ärztin an der dortigen Klinik an. Erinnerungen an eine sehr schlechte Kindheit, an ein schwieriges Erwachsenwerden und Freikämpfen von Vorurteilen Minderbemittelten werden wieder wach als sie alte Schulkameraden und Bekannte trifft.
Aber sie hat auch ihre beste Freundin dort, die inzwischen glücklich verheiratet ihr Mutterglück geniesst, sie hat die neue Aufgabe in der Klinik und den Anschluss an eine Patchwork-Gruppe, die ihr das Ankommen erleichtern.
Und sie muss erkennen, dass manche Menschen anders sind als sie in ihrem Tunneldenken des armen, bemitleideten Mädchens gedacht hat. Und sie muss lernen, dass auch vom Schicksal bevorzugte Kinder ihren eigenen Weg gehen müssen, der nicht nur leicht und unbeschwert ist.
"Liz", wie sie von allen genannt wird, muss den nächsten Schritt als Erwachsene tun: Ihr rauhe Schale, hinter der sie ihre Unsicherheit verbergen wollte, ablegen, um manchem Glück eine Chance zu geben  und um eine wirklich gute Ärztin zu werden, die nicht nur die medizinische Technik beherrscht, sondern das Vertrauen der Patienten erobert.

"Rückkehr nach St. Elwine" hat einen Sog-Effekt! Einmal begonnen, legt man das Buch nur ungerne aus der Hand. Man verschwindet als Leser in dieser scheinbar heilen Welt in St. Elwine, die doch so viel Drama und Schicksalschläge einstecken musste.
Ich selbst hatte nie Familie, noch Freunde und habe mich in diesem Buch uneingeschränkt Zuhause gefühlt.
Dabei hat die Autorin Glück: Hätte ich die Möglichkeit, wäre ich inzwischen längst auf die Suche gegangen nach diesem St. Elwine, in dem alle Protagonisten so menschlich, reif, verständig und unkompliziert scheinen. Selbst die Bösewichte waren mir sympathisch!
Dieses Buch ist Balsam für angekratzte Seelen, spannend nicht nur durch eine hintergründige Kriminalgeschichte, humorvoll durch chaotische Zugewanderte aus Rathenow bei Berlin, diese Geschichte legt sich liebevoll um die Schultern des Lesers und führt zu einer selten erreichten Tiefenentspannung.
Nach Beenden und Zuklappen des Buches empfand ich einen furchtbaren Verlust, ich hatte das Gefühl, ich muss Abschied nehmen von Menschen, die mir innerhalb weniger Seiten ans Herz gewachsen waren!
Da hilft nur das Hilfsangebot der Autorin, die Allerweltsmedizin des Viellesers: Kauf des zweiten Bandes, Aufklappen und Weiterlesen! Viel Vergnügen!
Band 1: Rückkehr nach St. Elwine
Band 2: Pampelmusenduft
Band 3: Zitronentagetes
an weiteren Bänden wird -gottlob- schon gearbeitet!

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Tags: beziehun, eundschaft, liebesroman, f, zufal   (4)

  

 

Simpel
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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Simpel

Marie-Aude Murail , Tobias Scheffel
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783596512577
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

"Simpel" ist ein kurzweiliges, schnell gelesenes Buch mit wirklich humorvollem Inhalt.
Nach dem Lesen der Kurzbeschreibung hatte ich eher mit einer ernsthafteren Auseinandersetzung des Themas "Geistig behinderte Menschen in unserer hektischen und unmenschlichen Gesellschaft" gerechnet, aber nach diesem Buch wünscht man sich fast unweigerlich ebenfalls einen geistig behinderten Bruder oder zumindest Freund.
Die Behinderung wird nicht glorifiziert, aber die Autorin zeigt uns unverblümt, wie gut es uns tut, einen ehrlichen, einfachen ("Simpel") und unkomplizierten Menschen in der Nähe zu haben, der oft unwissentlich und unbeabsichtigt manche Dinge geraderückt.
Wie sehr verkomplizieren wir Alltag, Liebe, Freundschaft, Gefühle und Umgang miteinander, wo doch alles so simpel sein kann, wenn man sich auf der geistigen Ebene eines 3 jährigen Kindes bewegen, der eben doch kein Kind mehr ist, sondern erwachsen.
In Simpel`s Fall übernimmt der jüngere Bruder, der noch minderjährig ist, die Verantwortung des geistig behinderten, 22jährigen Bruders. Er holt ihn aus einer Anstalt für Behinderte, in welche Simpel nach dem Tod der Mutter leben sollte, da der Vater bereits neu liiert mit seiner jüngeren Frau ein gemeinsames Kind erwartet.
Colbert ist 17 und möchte in Paris studieren. Aber wie soll das gehen, mit einem geistig behinderten Bruder, den man beaufsichtigen muss?
Da bietet sich eine einmalige Chance: Eine WG sucht 2 Mitbewohner für 2 schäbige Zimmer, egal, hauptsache sie akzeptieren Simpel, was des Geldes wegen erst mal kein Hinderniss darstellt. Colbert und Simpel ziehen ein und die wunderbare Geschichte beginnt:
Simpel verändert jeden Menschen, der mit ihm in Kontakt kommt, erscheint manchmal als WG-Abrissbirne, im nächsten Moment Retter aller Seelen, ich habe selten so viel und so oft gelacht!
Dieses Buch ist eine wunderbare Geschichte, sie hat mich vollständig aus meiner Alltagshektik befreit, so zum Lachen gebracht, so amüsiert und daran erinnert, wie froh wir sein dürfen, gesund zu sein und doch auch daran, dass wir es selbst sind, die sich so oft im Weg stehen, dass wir öfter auf unser Herz hören und Zufälle als dankbare Helfer nutzen sollten.
Vielen Dank für dieses wunderbare Buch!

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Silver Linings
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92 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

football, therapie, familie, silberstreif, pat peoples

Silver Linings

Matthew Quick , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kindler, 22.03.2013
ISBN 9783463400815
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

"Silver linings" ist das Debüt des Autors Matthew Quick, das als Verfilmung in Hollywood viele Gemüter bewegte. Als ich die Kurzdarstellung las, dachte ich, ach, ein leichtes buch für mal Zwischendurch, wird sicher sehr lustig als Tragikomik. Aber ich irrte mich gewaltig.
Es ist sicher locker und leicht geschrieben, keine schwere Kost, nichts, was mich dazu brachte, das buch wegzulegen um nachzusinnen, aber: Es saugte mich komplett auf.
Ich habe lange überlegt, ob ich 4 Sterne oder 5 Sterne vergeben. 5 Sterne sind die bücher, die mcih umkrempeln, die mich von links nach rechts kehren, von innen nach aussen und mich verändert zurücklassen. Zu diesem Buch zähle ich es nicht, aber 4 Sterne sind zu wenig und dies aus folgendem Grund:
Pat kommt aus der Psychiatrie nachdem seine Mutter mit Hilfe diverser Anwälte erzwungen hat, dass eine stationäre Behandlung der zukünftigen Genesung nicht weiterhilft, sondern eher ein Stillstand eingetreten ist, den man anders angehen muss. Eine weitere Therapie mittels ambulanter Betreuung und Aufsicht der liebenden Eltern sei dem Patienten zuzumuten und würde zu neuen Erfolgen führen.
So kommt Pat nach 4 Jahren Klinik, voller Medikamente zu seinen Eltern zurück. Der Vater ignoriert den psychisch kranken Sohn komplett, die Mutter behandelt ihn eher wie einen debilen kleinen Jungen, der jeden Freitag zum Psychiater muss, bei dem man sich den grossen Durchbruch erhofft.
Pat soll sich der Tatsache stellen, dass sein Leben vor der Therapie nicht mehr existiert, dass er ein neues Leben aufbauen und akzeptieren muss.
Aber Pat denkt nur an eins: An seine Ehefrau Nikki, die er lange nicht sah, da sie eine "Auszeit" vereinbart haben.
Sehr vorsichtig nähern sich frühere Freunde, Bruder, man versucht von allen Seiten ihn wieder miteinzubeziehen, versucht sogar sein Interesse an anderen Frauen zu wecken, nur eins passiert nicht: Keiner spricht offen aus, was passiert ist, welches Drama zu diesem katastrophalen Absturz führte und welche Folgen dies für immer haben wird.

Wenn man dieses Buch beginnt sollte man berücksichtigen, dass man es so schnell nicht aus den Händen legen kann und wird.
Das Buch saugte mich komplett mit Haut und Haaren ein. Alleine die Tatsache, dass der Autor das Buch so schreibt, wie die Situation grade ist, keine Erläuterung der Situation, keine Hinweise auf die Vergangenheit, manchmal war ich im Zweifel, ob der Autor überhaupt selbst weiss, was 4 Jahre zuvor passierte, erschaffte eine Spannung, wie ich es selten las.
Es fällt mir auch unglaublich schwer, da ich grundsätzlich ein offenes Buch für alle Menschen bin, hier den Mund zu halten, denn ich habe es bis zur Letzten Seite verschlungen und weiss nun, was die Katastrophe auslöste. Ich weiss nur nicht mehr, ob es wirklich eine Katastrophe ist!

Daher mein Wunsch an alle Leseverrückten: Nehmt das Buch zur Hand und lest es selbst, entscheidet selbst, ob es ein Happy End hat, ob Pat verrückt ist, ob Liebe im Leben manchmal nicht doch blind macht für Wesentliches.
In diesem Sinne hat es mich gekrempelt, es transportiert eine Botschaft auf ganz eigene Art und Weise. Sie wird einem nicht direkt ins Gesicht geschrieen, ist dadurch aber vielleicht sogar lauter und klarer.
Viel Spass bei dieser herzergreifenden Geschichte, ich freue mich auf weitere Bücher und kann nachvollziehen, dass des Autor`s 2. Buch vor Vollendung schon Filmrechte hat.
 

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Das Buch des Kurfürsten
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das Buch des Kurfürsten

Marlene Klaus
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 01.09.2012
ISBN 9783940855350
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Buch des Kurfürsten" von der Autorin Marlene Klaus hat mich wirklich überzeugt, dass es auch historische Bücher mit gut recherchiertem Inhalt geben kann, die so spannend sind, dass man sie nicht aus der Hand legt!
Wie auch immer es der Autorin gelingt, sie versetzte mich mit diesem Buch bereits das zweite Mal in eine komplett andere Zeit und entführte mcih so gänzlich in eine spannende Geschichte, die hier rasanter und temporeicher erzählt wurde als ich es von vielen Thrillern gewohnt bin!
Heidelberg im Jahr 1595: Die Residenzstadt blüht, der Markt bekannt, die Reisenden beliebt, die Wirtschaft steigend, viele ausändische Bürger lassen sich nieder, die Studenten versammeln sich zu diversen interessanten Diskussionen!
Auch Hedwig und Philipp leben in Heidelberg, fern der Familien, jung, noch nicht lange vermählt, Eltern eines kleinen Mädchens wollen beide sich hier ein Leben aufbauen. Hedwig arbeitet als Magd in einer angesehene Familie, Philipp hofft auf eine Karriere in der kurfürstlichen Kanzlei.
Die Reichsritter haben es schwer, die Zeit ist im Umbruch, nicht alleine wegen der widersprüchlichen Politik, die die Kurfürsten während des 16. Jahrhunderts einschlagen.
Auf dieser Grundlage spielt die dramatische Geschichte Hedwigs, die mit Tochter entführt wird, damit Philipp erpresst werden kann aus der Kanzlei ein Buch zu entwenden.
Jung und lebensunerfahren wie Philipp ist, lässt er sich darauf ein, aber es geht schief, was schief gehen kann, das Buch ist weg, kein Lebenszeichen von Frau und Kind, während Hedwig um das Leben von sich und ihrer Tochter bangt.
Das Buch ist wirklich temporeich und hochdramtisch spannend geschrieben. Nicht nur die Flucht, sie Kämpfe, die Verzweiflung und die Gefühle sind nachvollziehbar und mitreissend, es ist ien Kombination aus Geschichte, Drama in ploitischer Hinsicht als auch ein psychologisches Bild von Menschen unter Stress.
Sehr gut gefiel mir auch Hedwig, die jung vermählt feststellen muss, das Gefühle sehr facettenreich sein können und Liebe eben keine klare, einfarbige Angelegenheit darstellt, sondern dass Liebe zu fremden Menschen auf einer anderne Basis entstheen kann, die durchaus so viel tiefgründiger sein kann als die körperliche Liebe zwischen Eheleuten.
Wer gerne intelligente, gut geschriebene Bücher liest, geschichtlichem Wissen nicht ablehend gegenübersteht und auch gerne auf Sapnnungn icht verzichtet, der ist bei diesem Buch auf alle Fälle richtig!
Ich wusste nicht wie interessant deutsche Geschichte wirklich war, bevor ich die Bücher von Marlene Klaus kennenlernte und hätte es nie für möglich gehalten, dass eine Autorin von historischen Romanen die Spannung von amerikanischen Thrillern noch toppen kann!

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Das Versprechen, das ich meiner Mutter gab (German Edition)
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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Das Versprechen, das ich meiner Mutter gab (German Edition)

Arwyn Yale
E-Buch Text: 65 Seiten
Erschienen bei Modern Ink Books, 11.03.2013
ISBN B005AIOOSG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch "Das Versprechen, das ich meiner Mutter gab" von der Autorin Arwyn Yale ist ein nur 51 Seiten umfassender Roman, der zum Nachdenken anregt.
Ruma ist eine junge Frau, aufgewachsen in einer Pflegefamilie nach dem Tod der Mutter und etwas haltlos im Leben. Keine wirklich Bindung zu Mitmenschen, den eigenen Lebensweg noch so unklar vor sich, macht sie sich auf, ihren Seelenzwilling zu suchen. Auf dem Weg zum erhofften Ziel lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen, alle gebeutelt vom eigenen Schicksal, mit Lebenszielen, die teils unerreichbar scheinen, die den Menschen aber Kraft geben das Leben mit Sinn zu versehen.
Die Autorin streift vermeintlich oberflächlich viele ernsthafte Schicksale und Probleme, geht auf keine noch so interessante Bekanntschft näher ein und überlässt so dem Leser die Fanatasie und die Möglichkeit über vieles nachzudenken und eigene Lösungen zu konstruieren.
Mich hat der Roman völlig in den Bann gezogen. Den Prolog las ich 5 Mal hintereinander, weil die Geschichtsidee und die Einführung eine so geniale Fügung zwischen Sprache und Tiefe der Seele darstellt, wie ich es bisher selten gelesen habe.
Die Geschichte ist in ihrer Kürze so spannend und aktionsreich gefüllt, dass ich das Buch tatsächlich nicht aus den Händen legen konnte. Nach dem Beenden blieb die Sehnsucht mehr zu erfahren. Länger verweilen zu können bei den einzelnen Figuren, die Protagonistin wiederzutreffen und alle Geschichtsstränge auszubauen.
Aber ich verstehe die Entscheidung der Autorin das Augenmerk auf genau einem Punkt fokussiert und alle möglichen Nebengeschichten im Dunst verblassen zu lassen, was einen zusätzlichen Reiz des Romans für mich ausmacht.
So bleibt mir am Ende nur zu sagen, dass mich noch niemals zuvor ein so kurzer Roman so tief berührt, so erschüttert und nachdenklich zurückliess. Das Thema des Seelenzwillings wird mich noch Monate weiter beschäftigen, eine sagenhafte Leistung der Autorin.


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Irgendwas geht immer
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58 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

familie, pubertät, humor, england, oscar wilde

Irgendwas geht immer

Dawn French , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.06.2012
ISBN 9783548283777
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Die Nackten und die Toten
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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

2. weltkrieg, zweiter weltkrieg, roman, antikriegsroman, japaner

Die Nackten und die Toten

Norman Mailer , Walter Kahnert
Flexibler Einband: 860 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.11.2007
ISBN 9783404150779
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Wurzeln »Roots«
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72 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

afrika, sklaverei, amerika, familiengeschichte, sklavenhandel

Wurzeln »Roots«

Alex Haley , Emil U. Günther
Flexibler Einband: 717 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.11.1979
ISBN 9783596224487
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Ich war wieder einmal hin und her gerissen. Bei diesem Roman handelt es sich eigentlich um die Biographie des Kunta Kinte, eines in Afrika geborenen Schwarzen, der dort eingefangen wird von Weißen, nach Amerika verschifft und versklavt wird. Es ist seine Lebensgeschichte und die seiner Nachkommen. So schrecklich diese Geschichte ist, man kann nicht aufhören zu lesen, vielleicht auch, weil man weiß, daß man mit diesem Buch ein Stück Geschichte in der Hand hält, es ist keine Fiktion, auch wenn es als Roman geschrieben wurde, Kunta Kinta hat wirklich gelebt und die Vorkommnisse in seinem Leben, bsp. die unzähligen Fluchtversuche, bei denen sein Fuß dann zerstümmelt wurde, sind wirklich passiert. Teile seiner Geschichte wurden vor Jahren verfilmt, ich kann mich an Abende erinnern, als meine gesamte Familie heulend vor dem Fernseher saß. Dieses Buch gilt als eines der wichtigsten Bücher über die Sklavenhaltung in Amerika, zusammen mit "Onkel Toms Hütte". Ich fand es aber wesentlich heftiger und würde auf alle Fälle empfehlen, Taschentücher bereit zu legen.

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liebesgrün
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebesgrün

Inken Weiand
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Stories u. Friends Verlag, 21.01.2013
ISBN 9783942181334
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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No & ich
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125 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

freundschaft, obdachlosigkeit, obdachlos, frankreich, paris

No & ich

Delphine de Vigan , Doris Heinemann , Delphine de Vigan
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 08.07.2010
ISBN 9783426501580
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

"No und ich" ist ien sehr schmales kleines Büchlein von nur 256 Seiten, und dennoch enthält es eine Geschichte, die in uns hunderte weitere Seiten füllt!
Lou ist vierzehn und hochbegabt. Sie wirkt in ihren Marotten leicht autistisch, was sicherlich gefördert wurde durch das Überspringen diverser Klassen.
So sitzt sie mit vierzehn unter siebzehnjährigen und es trennen sie Welten.
Am Bahnhof beobachtet Lou stundenlang andere Menschen, die ankommen oder abschied nehmen und hier lernt sie auch Nolwenn, kurz No, kennen.
Obdachlos, süchtig, einsam und ohne jegliche Hoffnung.
Lou´s Gerechtigkeitssinn und Helfersyndrom ist geweckt, No lässt sie nicht mehr los.

Ich muss ehrlich gestehen, dieses Buch krempelte mich um. Teils erkannte ich mich in Lou wieder, angefangen vom Aussenseitertum und der angeborenen Unfähigkeit sich in gesellschaftlichen Richtlinien zu fügen, teils im Drang nicht die Welt, aber die Situation eines einzelnen zu ändern.
Lou ist sehr sensitiv und sensibel, auch pfiffig und unerschrocken, aber dieses Projekt wächst ihr nicht alleine durch No´s Abhängigkeiten heillos über den Kopf.
Ich habe atemlos und ängstlich gelesen.
Ich bin mit meinen Projekten in meinem Leben gescheitert, lebe heute schlechter als manch Person oder Wesen, dem ich so unbedingt helfen musste, ich kenne auch diesen Sog nach unten, den viele Situationen mit sich bringen. Bereut habe ich trotzdem niemals etwas und werde es auch nie, auch wenn mich ab und zu Menschen versuchen aufzuklären, dass "solche Menschen wie ich" in unserer Gesellschaft als abartig und anormal empfunden werden. Von wem? Natürlich von der Allgemeinheit, vom gros der Gesellschaft.
(Ein ähnliches Gespräch hatte ich heute mirt einem meiner greichtsvollzieher, es ist also nicht so, dass das problem nicht erkannt oder unbekannt wäre!)

Ich hatte Angst, fürchterliche Angst um Lou. Ich hoffte für No.

Kann man gestrandeten Menschen menschenwürdige Hilfe so bieten, dass diese auch angenommen wird? Was ist dazu nötig? Wo sind Lücken? Wie kann man weiterleben als Lou nach einem solchen Ende?
Dieses Buch habe ich vor Wochen beendet, es beschäftigt mich bis heute und vermutlich auch die nächsten Jahre.
Aus leider eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Hilfe in einem Sozialstaat wie Deutschland sieht folgendermassen aus: Alle Menschen werden über einen Kamm geschoren, es gibt keine Individualität, es gibt haufenweise hoffnungsnehmende, beleidigende Sprüche, wobei man als Hilfesuchender oft ein Gefühl entwickelt, dass man den Helfern persönlich etwas schulde und denen helfen muss! Und wahrgenommen wird man erst, wenn man dann endlich -nach oft monatelangem, erfolglosem Kampf- alles verloren hat und auf dem Bocden liegt.
Die "Hilfe" entspricht dann einer barmherzigen Herablassung, immer gespickt mit Sprüchen unterhalb der Gürtellinie, weil an den Gefallenen kann man ja die persönliche Wut über die Misstände im Staat auslassen. Die können sich ja auch nicht wehren!
Was diesen gut bezahlten, satten und im Warmen sitzenden Herrschaften so über die Leber läuft, habe ich bisher nicht eruiert, nur erkannt, dass man in diesem Sozialstaat kaum Chancen hat rehabilitiert zu werden.
Bitte bitte, viele Leser für dieses Buch!

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Tags: abhängigkeit, drogen, gesellschaft, hochbegabung, intelligenz, obdachlosigkeit   (6)

  

 

Tesarenland
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(13)

25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

dystopie, flucht, aliens, brenna, sklaven

Tesarenland

Savannah Davis
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Romantasy Verlag, 04.01.2013
ISBN B00AX0Q86M
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Tesarenland" von Savannah Davis war nach langer Zeit wieder ein Science Fiction, der mich fesselte.
Die Menschen leben unter der Herrschaft von Aliens in Kolonien, sind gechipt und werden nur mit dem notwendigsten versorgt. Es herrscht Mangel überall, Hunger, Neid, Gewalt.
Immer wieder kommen die Aliens und holen Menschen aus den Kolonien, die nie wiederkehren.
So auch eines Tages die Mutter von Brenna, einer 17 jährigen Jugendlichen und deren Schwester Kayla, 7 Jahre alt.
Brenna versucht die Mutter zu ersetzen, aber das Leben wird immer schwerer für die beiden Mädels. Eines Tages werden dann auch die beiden gemeinsam verschleppt und kommen in ein Arbeitslager. Also dort immer mehr Kinder an einer geheimnisvollen Krankheit erkranken und sterben, überlegt Brenna, ob sie versuchen sollte zu flüchten.

Ich war von der ersten Zeile gebannt. Sehr viel, durchaus düstere Atmosphäre, sehr gute Darstellung der Umgebung, der dramatischen Zustände und der Charaktere.
Die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit, die Ungewissheit, der Leser bekommt sie hier fast körperlich zu spüren. Dazu die unglaubliche Spannung, die durch unerwartete Wendungen und abwechselndes Tempo der Erzählung ständig gesteigert wird, ich habe das Buch sehr gerne gelesen, ich konnte es nur schwer aus der Hand legen und war traurig als die Geschichte endete.
Das Ende lässt mich auf eine baldige Fortsetzung hoffen, ich muss unbedingt wissen, wie das Leben auf dieser ausgebeuteten und zerstörten Erde weitergeht.
Wird es zu einer offenen Konfrontation mit den Taesaren kommen? Stehen auch diese unter einer Gewaltherrschaft und haben ein Einsehen? Wie wird das Leben weitergehen oder überrascht uns die Autorin gar mit dem Untergang der Erde?
Das Buch lässt wirklich alles offen und so glaubhaft, dass man als Leser wirklich ins Grübeln kommt, ob wir im Weltall sicher sind oder unseren Planeten besser verstecken sollten!

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Tags: aliens, dystopie, flucht, kolonien, krankheit, unterdrückung   (6)

  

 

Bretonische Verhältnisse
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(120)

164 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

bretagne, krimi, frankreich, mord, kunst

Bretonische Verhältnisse

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.03.2012
ISBN 9783462044065
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein Debüt des französischen Autors Jean-Luc Bennalec (ein Pseudonym!), und mich hat es gepackt!
Zwischen telepathischem Kofferpacken um nach der Bretagne auszuwandern, las ich einen sehr spannenden, toll geschriebenen, flüssigen und raffinierten Krimi!
Im Buch "Bretonische Verhältnisse" hat mich nicht nur die Liebe des Autors zur Bretagne überzeugt, sondern mein Interesse an Gemälden und Kunst wurde geweckt!
Sehr viel Stimmung, Atmosphäre, Tempo, leckere Cafés und der strenge Atlantik Wind versetzten mich von hier nach dort, und ich war mittendrin.
Kommissar Dupin ist nicht nur ein wirklich sympathischer Mensch, mit Ecken und Kanten, intelligent und gewitzt und obwohl Aussenseiter in Pont Aven, da Pariser Abstammung, liebt er das Leben dort und die Eigenheiten der Menschen.
Im Hotel gab es einen Mord! Nicht sonderlich schlimm, da der Ermordetet immerhin schon 91 Jahre alt und eh nicht mehr gesund, aber wer könnte Interesse haben einen so alten Mann kurz vor dem Tod zu ermorden?
Das Hotel voll mit Gästen, unsympathische Familie mit viel Zwist, Angestellte, die verschroben und verkannt wurden, massenhaft Gäste und seltsame Stammkunden, wer hat denn nun das glaubwürdigste Motiv?
Und wer hat überhaupt ein Alibi?
Also eigentlich lese ich Krimis nicht gerne, so dieses typische Strickmuster Mord- Ermittlung- Verhaftung ist nicht so meins, ich lese lieber Thriller, aber, es gibt doch die grossen Ausnahmen! Dadurch, dass dieser Roman so voller Hommage an Kunst und Region ist, so voller raffinierter Wendungen und auch der Humor kommt nicht zu kurz, habe ich hier für mich nicht einen üblichen Krimi gelesen, sondern einen wunderbar spannenden und unterhaltsamen Roman über Land und Leute in der Bretagne, über Moral und Geschichte, einfach toll!
Ich wünsche mir baldmöglichst weitere Abenteuer dieses sympathischen Kommissars, dessen Privatleben ja auch nicht ganz unspannend ist und Raum für Ideen gelassen hat!

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Tags: bretagne, ermittlung, gemälde, hotel, kommissar, kunst, mord   (7)

  

 

Der Insider
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(30)

72 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

irak, vincent ruiz, london, geldwäsche, thriller

Der Insider

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 538 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 04.04.2012
ISBN 9783442312504
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Mein Vater ist Katholik, meine Mutter Muslima. Ich bezeichne mich als verwirrt."

" Der Insider" ist ein weiterer Roman mit den bekannten Figuren Joe O´Loughlin, dem kranken Psychologie-Professor, der mit der Trennung von Frau und Töchtern klarkommen muss, und dem alten, verbrauchten und unglücklichen Ex-Polzist Vincent Ruiz.
Für mich die zweite Begegnung, wobei ich im Buch, das ich bisher gelesen hatte, Vincent Ruiz gar nicht recht wahrgenommen hatte, stand doch bei "Dein Wille Geschehe" die private Geschichte von Joe O´Loughlin im Vordergrund.
Hier musste ich nun fast 400 Seiten warten, bis ich ihn wiedertraf, diesen interessanten Psychologen.
Vielleicht hatte ich deswegen etwas Probleme in das Buch zu finden, der Autor Michael Robotham ist so fern jeglicher Strickmuster, dass mich dieser Plot, der so extrem anders ist, etwas verwirrt hatte.
Was den Leser hier erwartet ist ein sehr spannender Politthriller, der sich an wahren Begebenheiten orientiert. Es geht um den sehr aktuellen Irakkrieg, den Aufbaugeldern, die in dieses Land fliessen, seltsamerweise aber nicht da ankommen, wo sie hinsollten. Es zeigt einen nüchternen Blick in die Machenschaften der Banken der europäischen Länder, die Gewinner und Verlierer eines vorrangig religiösen Krieges unter dem Gesichtspunkt der Geldwäsche.
Puh, mich hat es sehr mitgenommen, sehr nachdenklich gestimmt und hilflos zurückgelassen.
Was läuft hier nur auf dieser Welt? Kann man Menschen wirklich einteilen in "naive, dumme, ehrliche Bürger, die blind sind für die Aktivitäten rundherum" und denen, die am grossen Tisch Figuren der ganzen Welt verschieben und eben mal um Aufstieg oder Untergang ganzer Länder entscheiden?
Sehr spannend geschrieben, temporeich, mit der Prise Mystik im Hintergrund, dennoch unverblümt, gefährlich und schonungslos.
Ein tolles Buch, ein tolles Werk, man kann sich vorstellen, wie viel Arbeit im Zusammentragen und Austüfteln der Fakten steckt, ich danke dem Autor für die Mühe, die er auf sich genommen hat, dies ist wirklich ein Buch das geschrieben werden musste!
Ich hoffe inständig, dass es viele viele Leute erreicht, nicht nur die Fans des Duos O´Loughlin/Ruiz.

Reihenfolge der Serie:
1. Adrenalin (The Suspect)
2. Amnesie (Lost)
3. Todeskampf (The Night Ferry)
4. Dein Wille geschehe (Shatter)
5. Todeswunsch (Bleed for me)
6. Der Insider (The Wreckage)
7. Bis Du stirbst (Bombproof) kommt Mai 2013

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Tags: bank, bombenanschlag, geldtransfer, irak, joe o`louglin, vincent ruiz   (6)

  

 

Die Rebellin
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(590)

1.020 Bibliotheken, 18 Leser, 10 Gruppen, 64 Rezensionen

fantasy, magie, sonea, gilde, magier

Die Rebellin

Trudi Canavan
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2006
ISBN 9783570303283
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Band 1 der Geschichte um Sonea. Sie kommt aus dem Untergrund, verfügt aber über magische Fähigkeiten, die sie nicht kontrollieren und beherrschen kann. Die Magie ist der Gilde vorbehalten, die durch Zufall auf Sonea aufmerksam wird und sich auf die Suche nach ihr begibt. Nur leider bekämpft der Untergrund seit langem die Gilde und Sonea wird von unzähligen Leuten gedeckt und versteckt. Sie selbst hat große Angst vor der Gilde, sprich, sie benimmt sich äusserst bockig gegen Menschen der Gilde, die ihr eigentlich helfen wollen. Sehr spannend, man legt das Buch nicht mehr aus der Hand, am besten gleich weiterlesen im 2. Teil!

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Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel
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(104)

207 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

england, mord, krimi, chemie, flavia de luce

Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.10.2011
ISBN 9783442378258
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch ist unglaublich!
Ich werde diesen 2. Band jedem aufzwingen, den ich kenne! Und mir den Band 1 besorgen und alle nachfolgenden Bände ebenfalls!
Es ist nur so unglaublich schwierig, dafür eine Rezension zu schreiben!
Ich fange mal von ganz vorne an: Flavia de Luce ist die dritte Tochter eines alleinerziehenden Mannes. Eines Mannes, der vollkommen und völlig überfordert ist mit seinen drei Töchtern, eine unterschiedlicher als die andere, eine Tochter extremer als die andere: Ein Schönheitspüppchen, eine Leseratte, die in der Kirche ihren Roman als Gesangsbuch tarnt, und Flavia, die 11 jährige Tochter, die -so möchte ich mal erwähnen- sowohl dem Aussehen nach, als auch vom Charakter, der Tochter der Addams Familiy nicht unähnlich ist.
Gerissen, verschlagen, hoch intelligent, durchaus verlogen, wenn es die Situation erfordert, und diplomatisch setzt sie den Leser immer wieder in absolutes Erstaunen, in Entsetzen und Fassungslosigkeit.
Mit einem ständigen Grinsen im Gesicht liest man sich leider viel zu schnell durch das 346 Seiten dicke Buch.
Mich hätte auch nicht gestört, hätte es im Buch kein Mordfall gegeben, denn die Verschlagenheit dieses Mädchens zog mich völlig in den Bann.
Die Art zu denken, Rückschlüsse zu ziehen und Strategien auszuhecken, wie man an weitere Beweise kommt, war für mich eine Sensation.
Das Buch beginnt damit, dass Flavia ihre eigene Beerdigung spielt, auf dem Friedhof eine weinende Frau vorfindet, und sich hauptsächlich dafür interessiert, ob sich unter den Tränen der Frau der Grabstein auflöst, denn laut der chemischen Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit und des Grabsteines, müsste sich -zumindest unter hohen Temperaturen- eine chemische Reaktion ereignen.
Spätestens hier hatte mich das Buch gepackt.
Ich war schon immer ein Fan der Chemie (und Physik), ich habe mich bestens unterhalten!
Ein Tribut an die Chemie!
Was Flavia da alles so austüftelt in ihrem Labor, wie sie zu den Reagenzien kommt und mit ihrer Boshaftigkeit ihre Umwelt belästigt, tja, das müsst Ihr alle mal selbst nachlesen, das werde ich hier nicht berichten.
Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass das besondere Steckenpferd Flavias die Giftmörder der Geschichte sind.
Und dass ich noch nie so oft prustend lachend auf dem Boden lag.
Und dass ich noch nie so oft angequatscht wurde, wenn ich mit einem Buch unterwegs war.....
So, war das jetzt eine Rezi?

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Daughter of Smoke and Bone
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(350)

680 Bibliotheken, 12 Leser, 12 Gruppen, 141 Rezensionen

engel, liebe, prag, chimären, fantasy

Daughter of Smoke and Bone

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 23.02.2012
ISBN 9783841421364
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

"Daughter of Smoke and Bone, Zwischen den Welten" ist der Auftakt einer Trilogie, die den Leser in eine absolut spannende, mystische und gefühlsbeladene Fantasiewelt entführt!
Für mich eine sehr gelungene Umsetzung des alten Themas Krieg zwischen zwei Welten von der die "normale Menschheit" nicht viel mitbekommt.
Karou ist eine Stundentin in Prag, sehr talentiert im Zeichnen, aber die blauhaarige junge Frau hat auch ein Doppelleben, denn sie stammt nicht aus unserer Zeit! Woher sie kommt, das weiss sie selbst nicht, ihr Leben ist einigermassen geregelt, aber eben nicht glücklich. Für ein Wesen aus einer Anderswelt, das sie als Kind aufnahm und aufzog, muss sie immer mal wieder Aufträge erledigen. Sie muss Zähne erhandeln, der Lohn besteht aus Perlen, die Wünsche erfüllen.
Karou pendelt durch Türen zwischen den Welten, bis eines Tages diese Türen verschlossen sind und sie nach und nach erfährt, was es mit den Welten auf sich hat.
Wunderschön geschrieben, atemlos spannend, der Leser verschwindet für Stunden in dieser anderen Welt. Auch wenn ich ständig das Gefühl hatte Karou und ihre Geschichte schon zu kennen, es kamen immer wieder unerwartete Wendungen und auch bei der Menge, die man zu lesen hat, hoffte ich ständig, die Geschichte möge nie zu Ende gehen!
Also für mich ein Werk, das nachhaltig beeindruckt und zu den ganz grossen Trilogien gehört, egal, wie es weitergeht, der Ideenreichtum, der Schreibstil, die Fähigkeit, den Leser so in andere Welten zu entführen, das kann die Autorin ganz hervorragend. Ich bin auf die nächsten Bände sehr gespannt und möchte jeden Fantsie-Liebhaber gerne auffordern, mitzukommen und mitzufiebern.
Ich bin auch begeistert vom Cover-Bild, düster, mystisch, geheimnisvoll, absolut passend zu so einer tollen Geschichte!

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Tags: chimären, engel, krieg, liebe, türen, wünsche, zähne   (7)

  

 

Jenseits der Dunkelwelt
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25 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

entführung, philosophie, ehe, krimi, psychologie

Jenseits der Dunkelwelt

A. Christine Schyboll
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei fhl Verlag Leipzig, 01.10.2012
ISBN 9783942829250
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

"Entführte entführt Entführer - Wie dämlich kann Mann sein?"
Der Roman "Jenseits der Dunkelwelt" der Autorin A.C. Schyboll, aus dem Verlagshaus fhl, hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Ein Roman der aus der Menge der neuen deutschen Debüts herausragt, nicht nur durch den humorvollen Inhalt, dem tollen Schreibstil, sondern auch mit der listigen Art, der deutschen Gesellschaft mit einem Augenzwinkern den Spiegel vorzuhalten!
Karl Sandhauser ist Anfang 40, gutaussehend und charismatisch, Vater von drei Kindern, Ehemann einer sehr aktiven und attraktiven Frau, erfolgreich im Beruf und ohne grössere Sorgen.
Ohne grössere Sorgen? Weit gefehlt!
Denn Karl lebt in Deutschland und hatte mal einen Lebenstraum: Schriftsteller wollte er werden, berühmte Stücke wollte er schreiben und damit die Welt ein wenig verbessern.
Während des Literaturstudiums lernte er allerdings seine Ehefrau kennen, wurde Vater und musste sich -wie man es von Mann und Vater erwartet- um den Lebensunterhalt kümmern.
Auf ein Kind folgen zwei weitere und während seine Frau mit der Aufgabe ihres Studiums und der Rolle der Mutter und Ehefrau sehr gut klar kommt, ist für Karl der Lebenstraum, der in ihm schlummert, unendlich weit in die Ferne gerückt.
Aber eben nicht vergessen!
Und je älter er wird, desto mehr drückt ihn die Erkenntnis, dass er nicht das tut, was seine Bestimmung ist, sondern das, was die deutsche Gesellschaft, seine Frau, die Kinder und Arbeitskollegen von ihm erwarten.
Und er sucht nach Auswegen, denn es gibt Werke, die geschrieben werden müssen! Und sei es im Gefängnis!

Ich muss sagen, ich habe mich wunderbar amüsiert! Der Schreibstil erinnert an Tom Sharp, speziell im "Puppenmord", ist aber doch so eigen, dass ich fast sagen möchte, dieses Buch gefällt mir um Längen besser.
Kaum habe ich angefangen zu lesen, zauberte sich ein Lächeln auf mein Gesicht, ein Grinsen, ein Lachen, ich hatte von Minute an wunderbare Laune und grübel nach Beenden des Buches immer noch, wie die Autorin dies geschafft hat!
Sie schildert die Figuren so liebevoll, so intensiv, dass man als Leser der festen Meinung ist, Karl hat in seinen verqueren Gedanken absolut recht!
Er ist Opfer der Gesellschaft!
Und jetzt mal ganz ehrlich! Steckt nicht in jedem von uns ein bisschen Karl? Haben wir nicht alle schon Träume aufgegeben, weil es eben grade nicht passt, was sollen denn die anderen denken?
Wer sich auf die sympathische Familie Sandhauser einlässt, der wird verstehen, dass Karl nicht viel Wahl hat. Aber so ein Plätzchen im Gefängnis zu ergattern ist für einen ehrenwerten Mann gar nicht so einfach. Der erste Versuch ging "natürlich" schief, macht nichts, er versucht es nochmal!
Und da kommt dann die fantastische Genialität der Autorin!
Was kann ein Mann denn verbrechen, damit er für mindestens fünf Jahre ins Gefängnis kommt, wo er endlich Ruhe vor Ehefrau und Kindern hat, ohne dass er morden muss?
Richtig, er entführt!
Aber was passiert, wenn Entführte ins Grübeln kommt und feststellt, dass auch sie unfrei ist, ebenfalls verdonnert, ein Leben nach Erwartung von Gesellschaft zu führen und plötzlich gar nicht mehr gefunden werden möchte?
Also, ich wünsche mir für dieses Buch zahlreiche Leser, die ebenfalls einmal, wenigstens einmal, über ihre Freiheit innerlich und äusserlich nachdenken wollen, diesen subtilen Humor in wirklich jedem Satz wahrnehmen wollen und sich entführen lassen in die Gedankenwelt eines Karl, ich liebe ihn!, der doch so alles hat und wesentliches vermisst. Ich glaube, ich fange das Buch gleich nochmal von vorne an!
Vielen Dank auch für das wunderschöne Cover, ich entscheide mich für die sonnige Seite!

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Tags: druck, ehe, gesellschaft, humor, psychologie, regeln, stress   (7)

  

 

Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht
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507 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 112 Rezensionen

vampire, liebe, camp, hexen, feen

Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 01.06.2012
ISBN 9783841421272
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Wow, was für ein toller Einstieg in eine tolle neue Serie!
Bekanntes Strickmuster, aber so liebevoll ausgearbeitet, so spannend und tiefgehend, wie man es in diesem Genre selten findet!
Hätte ich eine Teenager-Tochter, ich würde ihr diese Serie auf alle Fälle zu lesen geben!
Kylie ist 16 Jahre alt und erlebt eine sehr schwere Phase: Ihre Eltern lassen sich scheiden, sie vergöttert ihren Vater, soll aber zukünftig bei der sehr distanzierten und kühlen Mutter weiterleben, Kylies Oma ist kürzlich verstorben, ein wichtiger Halt für Kylie, ihre Freundin Sara interessiert sich mehr für Jungs als für ihre Freundin aus Kindertagen und schliesslich hat auch kurz zuvor Kylies Freund, den sie wirklich vermisst, mit Kylie Schluss gemacht, weil sie auf sein Drängen nicht nachgegeben hat und einfach noch nicht bereit war für die erste sexuelle Erfahrung.
Ein bischen viel in diesem Alter. Keine Schulter in Sicht, an die man sich anlehnen kann, niemand, mit dem man wirklich reden könnte.... und dann kommt die Mutter mit der super-tollen Idee, dass Kylie über die Sommerferien in ein Camp soll.
Kylie fühlt sich abgeschoben, sie ist der festen Mienung, es handele sich um ein Erziehungscamp für Schwererziehbare, denn sie wurde wenige Tage zuvor bei einer Razzia bei einer Party polizeilich festgenommen. Obwohl Kylie selbst weder Alkohol noch Drogen konsumierte, ist sie jetzt aktenkundig.
Und dann ist da noch dieser Stalker! Ein Soldat, der sie ständig belauert, den aber komischerweise kein anderer wahrnimmt!
Das Buch hat mich überzeugt, die Figuren liebevoll und realistisch ausgearbeitet, sehr spannend und voller Wendungen, kein Kapitel mit Längen, eher im Gegenteil: die Spannung steigt, die Gefühle kochen hoch, Rätsel werden rätselhafter und glaubwürdig gelöst! und last but not least: Eine Art Open End, das mich fluchen liess, als die letzte Seite gelesen war!
Eines der wenigen Bücher, die nicht irgendwann gezwungen zum Ende kommen oder unrealistisch werden, oder krampfhaft konstruiert nach Lösung suchen. Sicher könnte man hinterher einiges in Frage stellen, aber man muss es nicht, man kann es so hinnehmen, wie es geschrieben wurde.
Ich denke, die amerikanische Autorin hatte grossen Spass während des Schreibens, man fühlt es, wenn man das Buch liest, dass sie in und durch ihre Protagonisten lebt. Die Zerissenheit von Kylie, diese Verwirrung in diesem Alter, dieses einerseits einen Freund haben wollen, aber eben für Sex nicht bereit zu sein, diese Schamhaftigkeit und auch diese Unentschlossenheit sich zwischen verschiedenen Jungs zu entscheiden, das ist so klasse geschrieben, so natürlich, dass ich hoffe, dass Teenager dieses Buch in die Hände kriegen und lesen! Nach unzähligen Jugendromanen, in denen man den Jugendlichen glaubhaft macht, dass erste Liebe so einfach und schmerzlos ist, so oberflächlich und simpel, man suche sich den schönsten Jungen und der isses... ist diese Verwirrung und die ersten Annäherungen und Verunsicherungen und dieses "sich-selbst-nicht-mehr-kennen" und die Reaktionen des Körpers hier ganz toll beschrieben.
Ich kann es kaum erwarten Band zwei zu lesen!
Band 1: Shadow Falls Camp, Geboren um Mitternacht
Band 2: Shadow Falls Camp, Erwacht im Morgengrauen

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Tags: camp, eltern, feen, freundschaft, gestaltwandler, hexen, kampf, liebe, scheidung, serie, vampire, übernatürliches   (12)

  

 

Wolfswechsel
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(18)

24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

paris, historisch, liebe, flucht, krieg

Wolfswechsel

David Gray
E-Buch Text
Erschienen bei David Gray, 23.04.2011
ISBN B004Y1VBKE
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Wolfswechsel" von David Gray ist ein sehr berührender Roman eines überlebenden Juden im 2. Weltkrieg.
Nur 163 Seiten dick, lediglich als e book erhältlich, sollte es von möglichst vielen Menschen gelesen werden, denn es enthält ein Stück deutsche Geschichte aus einer für mich vollkommen neuen Sichtweise auf die Geschehen im zweiten Weltkrieg.
Oder, genauer gesagt: Auf das, was sich ereignete, als der Krieg offiziell beendet wurde.
Wadislaus Wadja ist ein Jude, der im Konzentrationslager überlebte, da er sein Wissen als Arzt zu nutzen wusste. Zum Ende des Krieges gelingt ihm die Flucht, aber wo soll er hin? Sind Menschen, die er trifft Feinde oder neue Freunde? Als was soll man sich zu erkennen geben?
Die Geschichte erzählt uns Wadja selbst, genauer: Er erzählt es nicht uns, sondern einer jungen Prostituierten, die er in Paris 1969 kennenlernte. Sie sitzen nach einer Razzia auf einer Pariser Polizeistation, und Wadja wartet auf das Ende, das da kommt, gilt er doch nach wie vor als Flüchtling, auch wenn er im Warschauer Regierungskrankenhaus einen guten Ruf als Arzt hat.
Immer wieder unterbrochen durch die Geschichte im der Gegenwart 1969, erfahren wir Leser so unglaublich erschütternde Tatsachen über das Grauen, das sich im Kriegsgebiet abspielte.
Der Autor David Gray recherchierte mehrere Jahre und strickte aus den Berichten einiger Zeitzeugen eine Geschichte, die sich so durchaus hätte abspielen können. Dabei führt es den Leser in die Tiefen der Schrecken und berichtet unverschönt die grausamen Vorgänge, die selbst Menschen, die vom eigentlichen Krieg verschont geblieben waren, in nichtwiedergutzumachende Traumen stürzten. Der Leser kann förmlich mitfühlen, wie die bislang einigermassen heilen Seelen zerbrechen, wie Kinder gezwungen erwachsen werden, wie Mitmenschen innerlich absterben und wie aus der Verzweiflung Liebe entsteht, wie es sie so intensiv zu Friedenszeiten nicht geben kann.
Ich habe den Hunger gelitten, die Kälte gefroren, die Verzweiflung gespürt, ich habe selten einen Roman so intensiv empfunden wie diese Schilderung des alten Mannes.
Es schockiert und lässt den Leser verstört zurück, denn die Absolution, die man sich erhofft, die lässt uns der Autor nicht zukommen.
Damit zählt dieser Roman für mich zur aufrüttelnden Kriegsliteratur, die nicht oft genug gelesen werden kann, auch als Erinnerung, was unsere Grosseltern oder Urgrosseltern ertragen mussten!

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Tags: ende des kriegs, flucht, juden, kampf, tod, verfolgung, veteran, zweiter weltkrieg   (8)

  

 

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
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(572)

984 Bibliotheken, 31 Leser, 7 Gruppen, 170 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, …, aber man kann ein bisschen mitbestimmen von wem.“

Der amerikanische Schriftsteller John Green, 1979 geboren, gilt in den USA als einer der wichtigsten Jugendbuch-Autoren. Mit interessanten Werbestrategien stand das Buch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ schon Monate vor Erscheinen auf den amerikanischen Bestsellerlisten.
Für mich ist das vorliegende Buch die erste Begegnung. Allerdings habe ich es etwas verspätet gelesen, d.h. ich hatte schon vor dem Leser diverse Aktionen rund um Buch und Autor verfolgt und auch im deutschen TV Besprechungen des Buches gehört und gesehen. Weniger die kritischen Kommentare, eigentlich mehr der Einstieg in das Buch störten mich anfangs gewaltig. Lobhudeleien, die mir suggerierten, dass ich den Autor unbedingt gut finden müsste, da doch ganz Amerika so begeistert ist. Dabei zeigen die ersten Kapitel vor Beginn der eigentlichen Geschichte eigentlich nur, wie man raffiniert den Markt beeinflusst, wie man Massenbewegungen auslöst, gegen die dann kein Kraut mehr gewachsen ist, d.h. wer nicht aus der rolle fallen will, der hat mitzuziehen, was ich ja ganz besonders hasse.
Als dann auch noch der Autor sich zu Wort meldet, und vorschiebt, dass die erzählte Geschichte der krebskranken Hazel komplett ersponnen sei, also alle Krankheitsabläufe und dargestellte Situationen der reinen Fantasie des Autors entsprungen seien und somit kompletter „Unsinn“, war ich echt am Überlegen, ob ich das Buch überhaupt erst beginnen sollte.
Aber ja, man sollte es lesen! Und nein, es ist kein mitleidheischendes, tränendrüsen-drückendes Sentimentalwerk!
Es ist eine Geschichte, wie sie tatsächlich überall auf der Welt passieren könnte, auch wenn die Medikamentennamen erfunden sind.
Es handelt von Hazel, deren Tage vom Krebs bestimmt werden. Sie ist bereits 16 Jahre alt, seit 4 Jahren erkrankt und jeder Tag könnte der letzte sein. In der Selbsthilfegruppe lernt sie den 17 jährigen Augustus kennen, der nach Osteosarkom-Erkrankung und Amputation eines Beines, als gesund gilt.
Es passiert, was in einem solchen Alter sehr oft passiert, vielleicht ist es hier eben auch die Gemeinsamkeit des Werdeganges, beide verlieben sich in einer intensiven Art, wie man es nur beim ersten Mal empfindet, wie man es vermutlich auch nur zulassen kann, wenn man jeden Tag vor dem vermeintlichen Lebensende steht.
Dabei geht es nicht um den Krebs und das schrittweise Sterben, es geht um das Leben, die Freude, die Intensität des Erlebens, es geht um Bücher, Musik, Freundschaft, Liebe.
Der Autor erzählt so humorvoll, philosophisch und tiefgehend, so erschütternd, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann.
Der Leser wird von einer Spannung gepackt, amüsiert sich wunderbar über die Schlagfertigkeiten und Erkenntnisse dieser erkrankten Jugendlichen und wird unbewusst mit jeder Zeile erinnert, wie wunderschön das Leben ist.
Es liegt an uns und nur an uns selbst, ob wir das Leben zu geniessen wissen, ob wir unsere Zeit auf dieser Erde ausfüllen.
Es ist ein „anderes Buch“: Ein anderes Buch über Krebs, Lebensinhalt und Lebenssinn, ein anderes Buch über die Liebe, das Älterwerden, das Sterben, ein anderes Buch über Verlustverarbeitung und Familie, ein anderes Buch über Lebensschicksale, über Humor und Philosophie.
Nichts zu tun hat es mit Mitleid, mit Therapie-Ansätzen und Tränendrüsen, mit Sarkasmus.
Ich habe selten so gelacht!

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Tags: humor, krebs, lebensweg, sterben, tod   (5)

  

 

Nothing For UnGood
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79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

deutschland, sprache, kultur, usa, amerika

Nothing For UnGood

John Madison , Petra Trinkaus
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 01.10.2009
ISBN 9783404606238
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Was für ein herrliches Buch!
Ich habe Tränen gelacht, nicht nur über die Schilderungen des jungen US Staatsbürgers, der aus Faulheit deutsch lernte, nicht nur über die angepissten Fussnoten des deutschen Übersetzers, der ohne jeglichen Humor meinte, die Erlebnisse und Empfindungen des Amerikaners "ins rechte Licht" rücken zu müssen, indem er die amerikanische Kultur runtermacht, sondern auch über Kritiken dieses Buches!
Nichts spaltet eine Nation und Gemüter so sehr, wie ein liebevolles Aufmerksam machen auf deutsche Eigenheiten!
Gut, dass es den Austauschstudenten nun auch ausgerechnet nach Hamburg, München und zu den Schwaben verschlägt, das war ja so nicht geplant!
Da kommt also ein recht fauler, naiver, junger Amerikaner nach Deutschland und fällt von einem ach Herrje ins nächste!
Ob Vorurteile ihm entgegenschlagen oder deutsche Mitbürger sich über den dummen Ami lustig machen, John Madison nimmt alles mit deutlich mehr Humor zur Kenntnis als Deutsche offensichtlich je hatten, und sammelt Anekdoten.
Dabei zeigt er nie böse mit dem Finger auf Misstände, sondern stellt sich selbst eigentlich oft als den dummen August hin, der von einem deutschen Fettnapf in den nächsten fällt. Dabei aber so treffend die Deutschen mit ihrer alten Kultur beschreibt, dass ich mir beim nächtlichen Lesen das Kopfkissen vors Gesicht hielt, um nicht das gnaze Haus zu wecken mit meinem Gegacker.
Ich komme selbst aus Baden-Württemberg und habe mich bis zur Flucht nach Berlin jeden Tag gefragt, wie es sein kann, dass so viele, so seltsam steife, verbissene und geizige und überkorrekte Lebewesen auf einem Haufen sich das Leben gegenseitig so schwer machen können. Und sich dabei auch noch erwachsen und reif fühlen!
Gut, manche Geschichte konnte ich nicht so nachvollziehen, aber hey! Es handelt sich um eine Sammlung der Erlebnisse EINES Amerikaners, also der Anzahl eins!
Es ist kein Sachbuch mit dem Anspruch auf völlige deutsche Korrektheit!
Offensichtlich war dies dem Übersetzer nicht ganz klar, ich frage mich auch, ob man extra nach einem amiphoben Übersetzer suchte! Meine Güte, was fühlte sich dieser auf den Schlips getreten!
Aber auch die Kritiken: Nicht nur, dass deutsche Leser alles persönlich nehmen und sich um hundert Prozent angegriffen fühlen, nein! Auch Amerikaner schreiben: Warum habt Ihr dummen Deutschen den Landsmann nicht rausgeworfen?
Einfach herrlich!
Dabei wollte John Madison wirklich nur irgendwie durchs Studium kommen und seine Punktezahl durch eine Fremdsprache aufmöbeln!
Zurück in den USA betreute er längere Zeit eine Webseite für Amerikaner, die im weltweiten Netz Antworten auf ihre Fragen suchten, also Antworten auf Fragen die Deutschen betreffend.
Viele der Fragen und Antworten befinden sich im letzten Kapitel des Buches und spätestens da angekommen, hatte ich das ganze Haus geweckt!
Also bitte! B I T T E ! ! !
Es muss doch irgendwo deutsche Leser geben, die darüber lachen können, dass jenseits des grossen Wassers sich Leute wundern, ob unser Wasser trinkbar ist, ob wir mit Messer und Gabeln essen, und warum man als US Bürger keine deutsche Frau heiraten sollte!
Wirklich sehr sympathisch dieser John Madison, ach, gäbs doch nur mehr von dieser faulen Sorte auf dieser Welt!

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Tags: deutschland, kulturunterschiede: usa   (2)

  

 

Outlaw
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(17)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

jack reacher, colorado, despair, hope, geheimnis

Outlaw

Lee Child , Wulf Bergner
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 16.11.2011
ISBN 9783764504205
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Hier ist meine erste Rezension zu einem Jack Reacher- Roman!
Meine Güte, seit Jahren will ich diese Bücher lesen, ewig kommt was dazwischen, jetzt endlich hat es auch mich gepackt, dieses Jack Reacher- Virus!
Begonnen habe ich diese MUST-READ-Reihe mit dem 12. Buch der Serie: Outlaw!
Um die Spannung hier noch etwas zu steigern, erst einige Eckdaten des Autors: Lee Child ist Engländer, 1954 geboren und arbeitete lange für das englische Fernsehen, schrieb bekannte Serien und Drehbücher für Filme. Er reiste gerne in den USA und wechselte schliesslich 1998 seinen Wohnort: Er verliess Grossbritannien und lebt seither in den USA, dort schreibt er die Erfolgsserie um Jack Reacher, dessen Name fast bekannter ist als der Name des Autors!
Jack Reacher, ein ehemaliger Armeepolizist, schied aus dem Dienst aus und tingelt durch die Staaten. Dabei immer eine Bankcard und eine faltbare Zahnbürste, Kleidung wird nicht gewaschen, sondern neu gekauft und entsorgt.
In Outlaw befindet sich Reacher eigentlich nur eben mal auf einem Umweg in Colorado, er reist durch das Städtchen Hope, das an die Kleinststadt Despair grenzt.
In Despair will er nur kurz einen Kaffee trinken, wird aber nicht bedient, sondern rausgeschmissen: Landstreicher verboten! Dabei verhalten sich sämtliche Einwohner so seltsam abweisend, dass Reachers Neugier geweckt ist! Da man ihn dann auch noch zurück nach Hope bringt, ihm dort einige Informationen über gewisse Vorkommnisse in Despair zuspielt, steht für ihn fest: Das sehe ich mir mal etwas genauer an, was die Einwohner so abweisend reagieren lässt. Auf einer nächtlichen Streiftour durch Despair stolpert er dann auch noch über eine Leiche, die tagsüber spurlos verschwunden ist und prompt ist man als Leser drin.
Endlos zu lesen, endlose Spannung!
Ein Tempo, wie man sie aus wirklich guten amerikanischen Thrillern kennt, sehr guter Sachverstand, gute, fundierte Recherche, wie bei ähnlichen Thriller-Autoren auch immer diesen sehr kritischen Blicik auf amerikanische Missstände! Ohne Jammern, Meckern oder gar Anprangern, werden die Mängel und die Vertuschungen der Armee, die Heimlichtuereien und Geschäftemachereien im Krieg auf Kosten der Soldaten nüchtern und schonungslos berichtet. Das finde ich so viel wertvoller und intensiver als das direkte Ansprechen und Anprangern oder gar Rummeckern, wie man das oft in deutschen Büchern findet, diese sarkastischen Ergüsse mancher Autoren, auf die ich immer gern verzichten möchte.
Hier packt es den Leser richtig, denn ohne Wertung wird nur geschildert. Jack Reacher als harten, aber gerechten Menschen, der sich ab und zu übertölpeln lässt und auch gerne in Fallen stolpert, der also nicht als Übermensch auftritt, sondern nur gereift aufgrund seiner Erfahrungenund menschlich erscheint, agiert einerseits aus Neugier, andererseits aus dem Wunsch heraus zu helfen.
Wer gerne amerikanische Thriller liest oder gerne intelligente Thriller lesen möchte, Leser, die auf unsinniges Blutverspritzen und Abschlachten gerne verzichten, trotzdem der realen Wirklichkeit ins Auge schauen können, die sind bei Lee Child gut aufgehoben!
Hier die Serie im Überblick:
1. Grössenwahn (1997) - Killing floor
2. Ausgeliefert (1998) - Die Trying
3. Sein wahres Gesicht (1999) - Tripwire
4. Zeit der Rache (2000) - The visitor/Running blind
5. In letzter Sekunde (2001) - Echo Burning
6. Tödliche Absicht (2002) - Without fail
7. Der Janusmann (2003) - The Persuader
8. Die Abschussliste (2004) - The Enemy
9. Sniper (2005) - One shot
10. Way out (2006) - The hard way
11. Trouble (2007) - Bad Luck & Trouble
12. Outlaw (2008) - Nothing to lose
13. Underground (2009) - Gone tomorrow
bisher nicht übersetzt: 61 hours (2010), Worth dying for (2010), The affair (2011), A wanted man (2012)

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Tags: coclorado, despair, geheimnis, hope, jack reacher, krieg, kriegsverletzte, landstreicher, metallverwertung, mord, panzer, radioaktivität   (12)

  

 

Eine Frage der Höflichkeit
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96 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 35 Rezensionen

new york, liebe, freundschaft, 30er jahre, usa

Eine Frage der Höflichkeit

Amor Towles , Susanne Höbel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 02.03.2011
ISBN 9783862200108
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

"Im Grunde ist es ein Klischee, vom Leben als einer Reise zu sprechen bei der man jederzeit die Richtung ändern kann - mit der kleinsten Drehung des Steuers, so heisst es weise, beeinflussen wir die Reihe der Ereignisse und gestalten unser Schicksal immer wieder neu, in neuen Kreisen, mit neuen Umständen und Entdeckungen. Aber für die meisten von uns ist das Leben alles andere als das. Denn es gibt nur ein paar kurze Phasen, in denen sich uns eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Optionen bietet. Nehme ich diese Stelle oder jene? In Chicago oder New York? ....
So gesehen ist das Leben weniger eine Reise als vielmehr eine Partie Flitterwochenbridge. Wenn wir als junge Erwachsene noch so viel Zeit vor uns haben - reichlich Zeit so scheint es, für hundertfaches Zaudern, für hundert Visionen und Revisionen-, ziehen wir eine Karte und müssen auf der Stelle entscheiden, ob wir diese Karte behalten und die nächste abwerfen wollen oder ob wir die erste abwerfen und die zweite behalten wollen. Und bevor wir es richtig bemerken, sind die Karten ausgespielt, und die Entscheidungen, die wir eben getroffen haben, bestimmen unser Leben auf Jahrzehnte hinaus."

Wer hätte gedacht, dass Amor Towles in seinem wunderbar geschriebenen Roman seine eigene Rezension verfasst?
Amor Towles lebt mit Familie in Manhatten und ist in der Finazbranche tätig. Mit dem vorliegenden Debüt, das auf den "101 Regeln der Höflichkeit und des angemessenen Benehmens in Gesellschaft und Konversation" des ersten amerikanischen Präsidenten George Washington (1732 - 1799) fusst (ebendiese entstammen dem jesuitischen Erziehungsbuch aus dem 16. Jahrhundert), entführt den Leser nach New York im Jahre 1938.
Zwei junge Frauen wollen in New York ihr Glück finden, privat als auch auf beruflicher Ebene. Sympathisch, unerschrocken und selbstbewusst wollen sie ausbrechen. Beide wollen "dazu gehören" zur oberen Gesellschaft.
Aber die Fruendschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als sie Tinker kennenlernen, einen jungen Mann, der sie in die bessere Gesellschaft einführen kann.
Absolut ruhig und gelassen geschrieben, dennoch unendlich spannend, dramatisch und offen. Als Leser wird man völlig gefangen genommen, man ist buchstäblich im Jahr 1938, hört die Klänge des Jazz und Swing, das Gelächter, die Gerüche des damaligen New York, die Aufgeregtheit der jungen Generation und muss hilflos mitansehen, welche Dramen sich abspielen.
Auf der Gefühlsebene, im beruflichen Part, im Zwischenmenschlichen Bereich und auf der Strasse.
Wie oft vertun wir uns im Leben, wie oft wechseln wir die Richtung, WIE OFT gehen wir Beziehungen ein, nur weil wir nicht alleine sein wollen, weil es einfach mal an der Zeit ist, ohne Rücksicht darauf, wessen Gefühle wir verletzen, welches Herz wir brechen?
Warum ist es so schwierig, den geraden Weg zu gehen, warum bevorzugen wir Umwege? Und warum können wir nicht ehrlich zu uns selbst sein?
Warum müssen wir gegen die Vorgaben der älteren Generation ankämpfen in all den Entscheidungen, die wir treffen? Und warum können wir dem Menschen, den wir wirklich lieben, so viel weniger verzeihen als allen anderen Menschen mit denen wir zu tun haben? Und warum, warum können wir den ehrlichen und aufrichtigen Menschen so viel weniger abgewinnen als den schwierigen und komplizierten? Warum erkennen wir so selten, wer es wirklich verdient hat geliebt und geschätzt zu werden?
Und werden wir tatsächlich am Ende alle glücklich? Finden wir unseren Weg? Oder ist es nur ein Älterwerden, im Sinne des Abstumpfens, des sich-mit-weniger-zufrieden- Gebens, des Erwartung-runterschraubens?

Mich hat dieser Roman fasziniert, ich fühlte mich wie ein Teil des Buches. Zu Beginn des Lebensweges mit Anfang 20 hat man Mut, man denkt nicht lange nach, sondern handelt. Man ist in der grossen Hoffnung, dass man "den Richtigen" und "das Richtige" trifft, muss aber immer wieder feststellen, dass man doch oft mit "Nieten" nach Hause kommt, Nieten nicht abwertend gemeint, aber man ist so enttäuscht, wenn man merkt, dass man eigentlich nur Freundschaft empfindet, obwohl man einem wunderbaren Menschen gegenübersteht. Manchmal bemerkt man kleinste Nuancen, winzige Hinweise, und manchmal steht man dumpf und taub.
Man muss mitansehen, wie andere scheinbar mühelos das bekommen, was man sich so ersehnt, während man selbst sich anfangs "aufsparen möchte", um irgendwann zu bemerken, dass man völlig im Aus steht.
Und gewisse Erfahrungen, die man im Laufe der nächsten 20 Jahre macht, ist man auch Anfang 40 nicht fähig, das Glück zu fassen, wenn es die berühmte zweite Chance im Leben gibt.
Ich bin inzwischen nochmals 10 Jahre lebenserfahrener und denke, für manche kommt das Glück nie, man arrangiert sich und macht das Beste daraus, denn abgeworfene Karten kann man nicht mehr zurücknehmen, das ist gegen die Regeln des Spiels des Lebens. Und für manche Menschen ist die "richtige Karte" gar nicht vorhanden.

Regel Nr. 95: Schieben Sie sich nicht mit dem Messer in der Hand den Bissen in den Mund, spucken Sie keine Fruchtkerne auf den Teller, und schütten Sie nichts unter den Tisch.

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Tags: 1938, beziehung, freundschaft, karriere, lebensweg, lügen, new york, reichtum   (8)

  

 

Spionin wider Willen: Fall 1 für Markus Neumann und Janna Berg
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deutschland, geheimdienst, krimi, spannung, agenten

Spionin wider Willen: Fall 1 für Markus Neumann und Janna Berg

Mila Roth
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei CreateSpace, 18.06.2012
ISBN 9781477560525
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Spionin wider Willen", der Autorin Mila Roth alias Petra Schier, ist die Pilotfolge einer Vorabendserie in Buchform!
Geplant sind noch viele weitere Folgen und Staffeln, die sowohl als TV Folge als auch als Buch erscheinen werden.
Die Bücher, auch das hier vorliegende, wird viele Leute erfreuen, die gerne "dünne" Bücher und leichte, lockere Kost mit einem Schuss Humor bevorzugen.
Genau für diese Leser und Fernsehzuschauer ist diese geplante Folge das Richtige: Nicht kompliziert, keine tiefschürfende, schwere Kost als Thema, sondern leicht, locker, flockig zum Entspannen und Schmunzeln.
Das ist auch der Grund, weshalb ich hier für dieses kleine, nur 173 Seiten umfasssende Büchlein 5 Sterne vergebe.
Ausbaufähig wäre das Thema und die Geschichte auf alle Fälle, mir war es oft zu oberflächlich, aber Mila Roth, sprich Petra Schier hat es geschafft, es nicht kitschig werden zu lassen, sondern ein aktuelles Thema der Terrorbedrohung in Deutschland in eine süsse Soap umzuwandeln, die einfach unterhält. Und dies ist ja der Sinn einer Vorabendserie: Vor den ernsten Nachrichten und dem folgenden Spielfilm grade nach dem Nachhausekommen von der Arbeit was spannendes und lustiges zum Abschalten!
Janna Berg ist 32 Jahre alt, Pflegemutti von achtjährigen Zwillingen, betreibt ein kleines Schreibbüro und ist in sehr lockerer Beziehung zu Sander, einem Zahnarzt, den sie sehr schätzt und mag, aber eben nicht abgöttisch liebt.
Ihr Leben ist ausgeglichen, ruhig und geordnet, bis zu dem Tag als sie ihre Schwester vom Flughafen abholen will und StephaniePlum-like dem Geheimagenten Markus Neumann über den Weg läuft.
Markus Neumann, als Geheimagent gegen eine Terrororganisation ermittlend, arbeitet nicht nur bevorzugt alleine, sondern ist auch überzeugter Single, Schürzenjäger und Frauengeniesser.
Vermutlich wird er bis an sein Lebensende jenen Tag auf dem Flughafen verfluchen, an dem er die bei Aufregung wie ein Wasserfall redende Janna, die nahezu spielend über die Lösungen der Ermittlungen stolpert, als Deckmantel nutzte.
Oder?
Man darf gespannt sein, ob sich die beiden hübschen Protagonisten zusammenraufen und auch die nächsten Ermittlungen chaotisch aber herzlich lösen!
Weiter geht´s im 2. Teil:
„Von Flöhen und Mäusen“

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Tags: agent, dvd, ermittlung, geheimdienst, hausfrau, pflegemutti, spion, terror, tv, vorabendserie   (10)

  

 
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