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Wolfgang Brunner
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Projekte-Verlag 188, 25.08.2009
ISBN 9783866347717
Genre: Science-Fiction & Fantasy
Mit »Cryptanus. Der Geruch des Todes« legt Wolfgang Brunner seinen Debütroman vor. Umso erstaunlicher schien es mir, dass der Autor dafür gleich ein Tabu-Thema wie "das Sterben und den Tod" gewählt hat.
Vom Verlag unter der Rubrik ›Science Fiction‹ veröffentlicht, vom Autor selbst einmal folgendermaßen beschrieben:
"… ich würde eher sagen, es ist „Real Fantasy“. Obwohl es dieses Genre nicht gibt, halte ich diesen Ausdruck am geeignetsten. Die Geschichte spielt sowohl im echten Leben als auch in einer Welt namens Abgrund, in der sich die Toten aufhalten. Sowohl Liebhaber von Science Fiction und Fantasy wie auch von Liebesgeschichten und philosophischen Erzählungen werden Gefallen daran finden…"
und laut Buchrückseite:
Was kommt nach dem Tod? Philip Goldman meint, an Menschen ihren bevorstehenden Tod „riechen“ zu können. Zuerst stirbt sein bester Freund, dann seine geliebte Großmutter. In seinen Träumen gelangt Philip in eine Welt, die „Abgrund“ genannt wird. Ein androgynes Wesen namens Parr begleitet Philip durch diese Traumwelt und eröffnet ihm, dass er sich in der Welt der Toten befindet. Es stellt sich heraus, dass Philip nicht den nahenden Tod von Menschen riechen kann. Er kann Seelen, die aus dem Reich der Toten geflohen sind, durch seinen Geruchssinn aufspüren. Diese Seelen nutzen den Augenblick aus, in dem ein Mensch stirbt und ergreifen von dessen Körper Besitz.
Philip erfährt, dass Parr eine Art Schutzengel ist. Durch die Erlebnisse im Abgrund kommt Philip dem Geheimnis des Todes ein großes Stück näher. Immer mehr wird er von der Faszination der Welt der Toten ergriffen. Sein Weltbild ändert sich mit jedem Besuch im Abgrund. Er kommt einem Geheimnis auf die Spur, von dem kein Mensch sich je hätte träumen lassen.
Diese Informationen habe ich - durch einen Besuch von Webseite und Forum des Autors – für mich noch ein wenig ergänzen können und so begann ich – neugierig aber immer noch unsicher was mich erwarten würde – mit der Lektüre. Ganz ehrlich? Manchmal sollte man einfach gleich das Buch aufschlagen und sich hineinstürzen ;).
Mich erwartete von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur purer Lesegenuss.
« (…) Ich hoffe darauf, dass Sie mich und mein Handeln verstehen. Meine Aufzeichnungen klingen an einigen Stellen bestimmt verwirrend und durcheinander. Sie wissen selbst, dass man vergangene Ereignisse immer in einem etwas verklärten Blick sieht und sich meist nur die schönen Dinge herauspickt.
Ich werde versuchen, sowohl die schönen als auch die weniger schönen Begebenheiten zu schildern. Sollte Ihnen etwas unlogisch erscheinen, dann ist das nicht die Schuld der Erzählung, sondern meine.
Die Geschichte, die ich Ihnen gleich erzählen werde, ist wahr. Was meine Gedanken über die Vorkommnisse betrifft, bin ich mir manchmal nicht mehr sicher, ob mit meinem Kopf noch alles in Ordnung ist, ob ich alles wirklich noch im Griff habe. Wir werden sehen…
Ach ja, mein Name ist Philip. Philip Goldman (mit einem N!). Aber die meisten nennen mich Phil Goldmann (mit zwei N!). Nennen SIE mich wie Sie wollen. Namen sind nicht wichtig. Die Geschichte, die ich erzähle ist von Bedeutung… (…)»
So lässt der Autor den 42jährigen Erzähler den Prolog im Jahr 2007 beenden bevor Philip den Leser zum November 1987 - dem Beginn seiner Aufzeichnungen – führt und absolut in Bann schlägt. Ungewöhnlich, interessant, spannend, philosophisch, fesselnd, Kopfkino das für den 'Abgrund' gänzlich neue und fremde Bilder entwerfen muss (die meinen waren dann irgendwo zwischen Dali und Dante angesiedelt) und … ja, mit einem wirklich überraschenden Ende – um nicht begeistert 'einem linken Ende'* - zu sagen.
(* Wer gerne das Ende zuerst liest - sollte es sich hier auf jeden Fall verkneifen ^)
Für mich hat sich damit die Beschreibung der Wortschöpfung „Real Fantasy“ des Autors um weitere Bestandteile wie Thriller und (eine Prise) Horror - oder besser: Grusel - erweitert.
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Edna Ferber
,
Gertrud von Hollander [Übers.]
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei München: Goldmann Verlag, 01.12.1981
ISBN B002AG45ZS
Genre: Unterhaltungsliteratur
Bücher
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