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Zwei Leben
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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

indien, england, familie, liebe, london

Zwei Leben

Vikram Seth , Anette Grube
Flexibler Einband: 532 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 19.07.2007
ISBN 9783596164783
Genre: Gegenwartsliteratur

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Darum
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181 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 17 Rezensionen

mord, gefängnis, journalist, gericht, geständnis

Darum

Daniel Glattauer
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 12.02.2009
ISBN 9783442467617
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Ich mochte "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" sehr, daher hab ich mich auch auf "Darum" gefreut, wenn ich mir auch nicht richtig vorstellen konnte, wie Glattauer mit seiner emotionalen und verspielten Schreibweise ein solches Thema angehen könnte.
Nun er ging es nüchterner an als die Bücher um Emmi und Leo, sachlicher, ernster. Durchaus nicht verkehrt, bei einem solchen Thema.
Trotzdem fand ich auch hier seinen Schreibstil unverkennbar, fast schon ein wenig poetisch. Leider hatte ich hier aber Probleme mit der Geschichte.
Habe ich an vielen Stellen, als eine, die sich mit solchen Dingen auskennt, mit dem Kopf genickt und wissend vor mich hingebrummt, ja genau so läuft das vor Gericht oder im Knast oder in einer Ermittlung, hatte ich an anderen Stellen einfach nur noch Fragezeichen vor Augen, fragte mich, was der Autor mir mit dieser Liebschaftsgeschichte zwischen Mörder und Untersuchungsrichterin sagen will und zweifelte teilweise auch ein wenig an meiner Fähigkeit poetisch, literarisch und groß zu denken.
Zeiweise war ich einfach nur genervt, da rettete auch der schöne Stil oder die tolle Sprache nichts mehr, da dachte ich nur noch: "Mann! JAMMER NISCH!"
Das Ende kam für mich dann irgendwie auch nicht so überraschend, die Idee des Autors der zur Untermauerung seiner fiktiven Geschichten etwas Reales tut, ist halt leider nicht all zu neu oder genial.
So richtig schlecht war es, Dank dieses gewissen Einfühlungsvermögens und der schönen Erzählweise dann doch nicht. Richtig gut oder gar begeisternd aber eben auch nicht.
So richtig glücklich war ich mit dem Text also nicht. Leider...

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Bartimäus - Der Ring des Salomo
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361 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 33 Rezensionen

bartimäus, dschinn, fantasy, zauberer, salomo

Bartimäus - Der Ring des Salomo

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 477 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.10.2010
ISBN 9783570139677
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ich habe die ersten Bände der Bartimäus-Reihe geliebt, gerade Band drei war mein absoluter Liebling.
Witzig bissig und eben ganz anders als alle Fantasybücher sonst, wirbelt man mit Bartimäus Substanz durch die Gegend, reitet auf Fußnoten und tanzt mit einem Nilpferd im Baströckchen. Der Dschinn ist gemein und scharfzüngig, wie eh und je und nutzt dann doch nie die Chance seine sympathischen Meisterinnen und Meister umzulegen (na gut, die unsympathischen schon).
Die Geschichte um den Ring des Salomo ist spannende, mitreißend und rasant. Reitet man gerade noch auf einem Kamel durch die Wüste, weicht man im nächsten der Substanzpeitsche aus oder kichert über die Erscheinungsformen der Dschinn und Folioten.
Hier bekommt es unser kleiner vorwitziger Freund allerdings mit einem ganz anderen Kaliber von Dämon zu tun und ob er und seine kleine Meisterin am Ende Sieger bleiben, will ich nicht vorweg nehmen, ich wurde auf jeden Fall gut unterhalten, habe häufig gekichert und mich über die rotzfrechen Witze gefreut.
Dieser 4. Band der Reihe, der eigentlich der Erste ist, braucht sich hinter den Vorgängern nicht zu verstecken, sondern im Gegenteil er reiht sich nahtlos in die Reihe ein und begeisterte mich erneut.

Ein tolles Leseerlebnis!

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Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte

Michael Pollan , Rita Hörner , Maira Kalman
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, 09.04.2013
ISBN 9783888978289
Genre: Ratgeber

Rezension:

Dazu ist zusagen, daß es einen Vorgänger dieses Buches gibt.
Dieses ist nicht so reich und wunderschön illustriert, daher auch deutlich günstiger und es sind in der neuen Ausgabe einige Regeln für das gesunde Essen hinzugekommen.

Jetzt habe ich es also gelesen und mich köstlich amüsiert.

Ja, natürlich birgt das Buch keine wirkliche Offenbarung oder neuartige Erkenntnis, was genau man dann denn nun beim Essen beachten sollte und muß. Es bietet eher Anhaltspunkte, was gesund ist und was eben nicht. Für jemanden, wie mich, der sich ohnehin schon recht intensiv mit der Thematik Essen auseinander setzt, finden sich auch keine großartigen Neuerungen in dem Buch, nichts was man nicht schon mal gehört oder gedacht hätte. Trotzdem fand ich es erhellend, weil die Formulierungen mancher Regeln einfach so erfrischen und witzig sind.

Besonders am Herzen liegt mir diese Regel zum Beispiel:
Was durch das Fenster Ihres Autos zu Ihnen gelangt, ist kein Lebensmittel.
die ich einfach strikt ignorieren werde, weil ich viel zu gerne eben Fastfood am Drive-in kaufe. Es geht nichts über einen fettigen Cheesburger, mit dem man sich während des Autofahrens die Hose versauen kann und so lange ich das nicht jeden Tag tue, finde ich das auch weiter nicht verwerflich.

Viele Regeln sind eigentlich klar, trotzdem ist es nett noch einmal daran erinnert zu werden, daß man nicht essen muß, bis man platzt, sondern daß es reicht, zu essen, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt.

Für mich war das Buch und vorallem die tollen Illustrationen auf jeden Fall eine Bereicherung. Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen und spreche eine absolute Empfehlung aus. Das Büchlein eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel oder kleine Aufmerksamkeit.

Der Mann sitzt neben mir und sagt lachend: “Ich würde den Spruch ändern für dich: KOCHE nichts, was MEINE Großmutter nicht als ESSEN erkannt hätte!”

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Die Schattenherren - Feind
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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

schattenherren, fantasy, eloy, dark fantasy, high fantasy

Die Schattenherren - Feind

Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.01.2013
ISBN 9783492269131
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Ich bin mit den besten Vorsätzen an dieses Buch herangegangen. Ich hatte auf einen dichten spannenden Fantasyroman mit tollen Figuren, grandiosen Landschaften und einer tollen Geschichte gehofft. Starke Emotionen hatte ich mir gewünscht und fantasievolle Charaktere.

Bekommene habe ich kruden Unfug, den ich nach den obligatorischen 100 Seiten, die ich jedem Buch gewähre, um mich zu überzeugen, in die Ecke pfefferte.
Ehrlich, keine Ahnung, wie man sowas tatsächlich in einem renommierten Verlag, wie Piper, veröffentlichen kann. Der Text hat maximal Fan-Fiction-Qualität, die Handlung springt zwischen Zeiten und Orten wahllos hin und her. Ist man auf der einen Seite noch mit zwei jungen Mädchen in einem Trauerzug, ist man nach dem Umblättern plötzlich ganz woanders mit gänzlich anderen Figuren. Kein ersichtliches Muster steht dahinter. Die Figuren, bleiben farblos und ohne Gestalt. Selbst nach 100 Seiten bin ich mir nicht sicher, wie ich mir die Paladine vorstellen soll. Sie werden lediglich grob beschrieben, wenn man Glück hat, werden Haar- oder Augenfarbe genannt, mehr nicht. Es werden keine Besonderheiten herausgestellt. Man hat selbst nach 100 Seiten keine Ahnung, wen man da eigentlich als Leser begleitet, dazu wird man viel zu plötzlich in die Geschichte geschubst. Statt langsam in Wesen, Landschaft und Geschichte eingeführt zu werden, startet das Buch direkt mit einem Kampfgeschehen, das allerdings für mich nicht schlüssig und löchrig beschrieben wurde. Es fiel mir wirklich schwer, diese 100 Seiten durchzuhalten und das Buch nicht schon viel früher in die Ecke zu pfeffern.

Ja, ich mag Fantasy, gut geschriebene Fantasy. Leider ist das hier sehr weit davon entfernt.
Mich interessierte weder, wie es weiter geht, ja was eigentlich genau weiter geht, die Geschichte läßt keinerlei Richtung oder rote Linie erkennen, die ersten 50 Seiten hatte ich ja noch gehofft, daß legt sich, das ist nur am Anfang so durcheinander, aber es legte sich nicht.

Sehr schade, Cover und Klappentext hatten da etwas wesentlich Gehaltvolleres versprochen.
So bleibt pure Enttäuschung und das Wissen, daß Robert Corvus ganz sicher nicht an George R.R. Martin heranreicht.

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Niceville
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28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

niceville, carsten stroud, mysterythriller, entführung, trilogie

Niceville

Carsten Stroud , Dirk van Gunsteren
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 01.03.2013
ISBN 9783832162122
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Ich habe Niceville eigentlich nur geordert, weil ich dachte, och so ein bißchen was Spannendes könnte ich auch noch mal lesen. So wirklich gereizt hat es mich, vorallem aufgrund des wirklich nicht schönen Covers nicht.
Dann kam es an und ich sah den toll bedruckten Buchschnitt und war zumindest mit dem unschönen Cover etwas versöhnt. Mit sowas kriegt man mich ja immer. Fliegende Krähen unter den Fingern des Lesers, wenn man dann die Geschichte zu lesen beginnt, bekommt das nochmal eine ganz andere Bedeutung.

Ich las also und war eigentlich ziemlich schnell in den Bann dieser Kleinstadt gezogen, die mit solch unwirklichen und brutalen Dingen zu kämpfen hat, dass es natürlich nicht mehr realistisch erscheint, aber immer noch nicht so absurd ist, daß es die Vorstellungskraft sprengen würde.
Die Erzählweise ist eine ziemlich gelungene, in jedem Kapitel wechseln Ort und Handlung, die Kapitelüberschriften lassen einen häufig schon erahnen, was passieren wird oder bei wem in dieser Stadt wir uns jetzt aufhalten.
Tatsächlich hat es mich entfernt an mein Lieblingsbuch von King "In einer kleinen Stadt" erinnert, aber nur erinnert, Parallelen würde ich da nicht sehen.
Das Buch läßt sich wirklich zügig weglesen, die Spannung ist trotz der vielen miteinander verbundenen Handlungsstränge die ganze Zeit da. Die Charaktere sind wirklich gut gezeichnet und agieren passend zu ihren Rollen, die einen gewinnt man lieb, die anderen sind die klaren Bösewichter und dazwischen sind ein paar, die man auch nach Abschluss des Buches noch nicht klar einordnen kann.

Am Ende des Buches, eigentlich ist es kein wirkliches Ende, denn es ist klar, daß diese Geschichte der Stadt noch weiter gehen wird, bleiben einige Fragen offen, aber es ist keineswegs ein riesiger Cliffhanger, wie ich sie hasse.
Ich würde den Text allerdings schon als etwas anspruchsvoller einstufen, da der Leser durch die vielen Ortswechsel und Personen schon ein wenig gefordert wird. Leichte seichte gruselige Unterhaltung ist es also auf keinen Fall.

Aber es ist lesenswert, sehr lesenswert.
Ich freu mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Teil, der jetzt im Sommer erscheinen wird. (Leider mit ähnlich blödem Cover... das Cover suggeriert aus meiner Sicht eine Gangstergeschichte, das ist das Buch aber definitiv nicht. Es ist anders.)

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Partials - Aufbruch
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204 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

dystopie, partials, kira, marcus, partial

Partials - Aufbruch

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei IVI, 01.03.2013
ISBN 9783492702775
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ich mag gut geschriebene kreative Dystopien, diese hier vermochte leider nicht mich zu begeistern.
Keineswegs ist sie schlecht geschrieben oder gar nicht spannend, nein, das nicht. Spannung ist da und auch der Schreibstil ist ein zwar nicht Besonderer, aber doch guter. Leider verliert Dan Wells sich bei seiner Erzählung und anstatt Bilder der Charaktere vor Augen zu haben, trudelt man von einer Auseinandersetzung zwischen vielen Gruppen, die man später gar nicht mehr wirklich zu ordnen vermag, in die nächste.
Langweilig wird es definitiv nicht, aber auch nicht kurzweilig, 150 Seiten weniger hätten dem Buch deutlich gut getan. Ein Kampf weniger wäre ebenfalls durchaus gewinnbringend gewesen.
Dabei ist die Idee eine durchaus Gute und gerade, daß es eben kein Gut und Böse gibt, sondern jeder sich in seiner eigenen Grauzone bewegt, macht einen ziemlichen Reiz aus, leider jedoch nicht genug Reiz, als dass das Buch mich wirklich hätte packen können. Die Charaktere bleiben mir alle recht fern, ihre Probleme gehen mir nicht nahe und berühren mich nicht. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, aber gefallen hat es mir nun mal nicht.
Daher bleibt, trotz gutem und fesselndem Schreibstil, letztlich nur eine mittelmäßige Bewertung übrig und mein Wunsch die Fortsetzung zu lesen, hält sich auch in Grenzen.
Ah wobei das wäre noch positiv anzumerken, dieser erste Band einer Reihe ist in sich abgeschlossen, zwar bleiben noch Handlungsstränge offen, aber man wird nicht mit einem dicken Cliffhanger zurückgelassen.

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Südlich der Grenze, westlich der Sonne
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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

murakam

Südlich der Grenze, westlich der Sonne

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 01.05.2013
ISBN 9783832197070
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Vorab, ich kenne "Gefährliche Geliebte" nicht, da ich Murakami erst vor einigen Monaten für mich entdeckt habe. Dennoch war ich gerade auf diese Neuübersetzung unheimlich gespannt.
In der Regel ist es allerdings so, daß ich, wenn ich mich auf ein Buch unwahrscheinlich freue, letztlich eine große Enttäuschung erfahre. Hier war das allerdings nicht so.
Dieses Buch ist wirklich sehr berührend und bewegend. Es gab so viele Szenen, die ich, da aus der Sicht eines Mannes erzählt, zwar schlecht nachfühlen, aber doch verstehen konnte. Die Sprache ist typisch für Murakmi sehr klar und relativ einfach gehalten. Obwohl das Buch seinem Leser einiges abverlangt, verstrickt man sich nicht in langen Schachtelsätzen oder verkopften Ideen.
Murakami berichtet mit viel Gefühl und Einfühlsamkeit von diesen beiden Menschen, die sich verloren, wiederfinden und erleben. Es ist kein Buch, das einen zu Tränen rührt, oder Denkweisen verändert, aber es ist ein Buch, das mir sicherlich noch lange im Kopf bleiben wird. Eben gerade wegen der klaren und deutlichen, aber nie banalen Sprache und der tiefen Eindrücke und Gedanken, die es auslöst.

Ich persönlich habe jede einzelne Seite genossen und würde sagen, hier ein Buch gelesen zu haben, das zu den wenigen gehört, die ich sicher noch einmal später im Leben zur Hand nehmen werde, einfach weil es mich interessiert, wie ich es empfinde, wenn mein persönlicher Erfahrungsschatz ein größerer geworden ist.

Ich habe mir mittlerweile auch den "Streit" des literarischen Quartetts zu dem Buch angesehen und muß gestehen, daß diese Diskussion mich nach der Lektüre des Buches etwas erheitert hat, da ich ihn nicht mehr gänzlich nachvollziehen konnte, da auf die Neuausgabe die Argumente nicht gänzlich passen.

Kleines Manko ist das fehlende Lesebändchen, bei der sonst so schönen Ausstattung des Buches hätte ich, als Liebhaberin der Lesebändchen, mir das einfach noch gewünscht.

Fazit: Ein sehr bewegendes, einfühlsames und anregendes Buch, das sich durch seine klare Sprache von allem anderen abhebt und Einblicke in die Gedanken und Gefühle eines Mannes gibt, die mich als Leserin faszinieren konnten.

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Der Selbstversorger
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43 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

garten, pflanzen, kräuter, hausgarten, ratgeber

Der Selbstversorger

Wolf-Dieter Storl
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gräfe & Unzer, 09.02.2013
ISBN 9783833826573
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:

Der Selbstversorger, so lautet der Titel und so hatte ich eine Anleitung erwartet, wie man genau zu diesem wird. Die bekommt man aber nur bedingt, denn hauptsächlich haut der Autor dem Leser seine eigene zwar durchaus interessante, aber für mich auf der Suche nach Informationen zum Thema Eigenanbau, nicht relevante Geschichte um die Ohren.
Natürlich finden sich auch Gartenbautipps, Hinweise und Tabellen für die beste Pflanzfolge. Wirklich gut und übersichtlich fand ich das allerdings nicht. Informativ, ja, aber nicht in dem Maß in dem ich es mir gewünscht hätte und leider überhaupt nicht gut gegliedert, so daß man beim Nachschlagen erstmal länger blättern und suche muß.

Nun kenne ich die anderen Bücher von Herrn Dr. Storl nicht, bin allerdings nach diesem Buch hier auch abgeschreckt und wenig interessiert, weitere egozentrische Ergüsse zum Thema zu lesen.
Was bei mir gar nicht punkten konnte waren die esoterischen Kapitel zu den Mondzyklen.
Gut hingegen fand ich das recht umfassende Kapitel zum Thema Kompost.
Was mich jedoch am meisten störte waren die Grafiken zu den Wild- und Heilkräutern und Pflanzen. Eine Bestimmung von Heilkräutern anhand von einfarbigen grünen Grafiken vornehmen zu wollen, halte ich nicht nur für schwierig, sondern für gefährlich. Warum man da keine farbigen Illustrationen oder Fotos herangezogen hat, ist mir schleierhaft.

Grundsätzlich ist das Buch also sicherlich informativ, auch für den Gartenanfänger geeignet, für mich entsprach es zu wenig den großen Erwartungen und die Person des Autors nahm aus meiner Sicht viel zu viel Raum ein.
Schade.

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Immer wieder das Meer
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57 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, italien, meer, familie, münchen

Immer wieder das Meer

Natasa Dragnic
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei DVA, 22.04.2013
ISBN 9783421045829
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Ich mochte "Jeden Tag, jede Stunde" von der Autorin sehr sehr gerne. Daher habe ich mich auch unwahrscheinlich auf ihr neustes Buch gefreut. Leider kam dann die Ernüchterung, nicht nur, daß ich häufig nur erahnt habe, wer hier gerde erzählt und zu welchem Zeitpunkt die Erzählung stattfindet, nein das Buch war schlichtweg furchtbar langatmig. Seite um Seite habe ich mich durch gequält, immer wieder hoffend, daß jetzt doch mal langsam irgendwas passieren müßte, damit ich das Buch nicht ganz so furchtbar fände.
Letztlich wurde ich für mein bewiesenes Durchhaltevermögen belohnt. Gegen Ende nimmt die Geschichte tatsächlich mehr Fahrt auf, die Langweile schwindet und die Belanglosigkeiten werden nicht mehr allzu breit getreten.
Dennoch kann ich mich, obwohl das Buch mich sicherlich berührt hat und die Geschichte eigentlich eine recht interessante war, zu keiner guten Bewertung hinreißen lassen.
Eigentlich ist diese Durchschnittswertung schon etwas geschmeichelt, was sicherlich an meiner Begeisterung für den Erstling liegt.
150 Seiten weniger hätten dieser Geschichte wahrlich nicht geschadet, sondern im Gegenteil ihr deutlich genutzt.
Der Stil der Autorin und die Charaktere sind auch hier außergewöhnlich und sicherlich lesenswert, einzig konnte es mich eben auf de ersten 200 Seiten einfach nicht fesseln und ich mußte mich wirklich zwingen diesem teilweise doch sehr wirren Geschreibsel zu folgen.
Wie gesagt, das Ende rettet einiges, aber leider nicht alles.

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Alles aus Liebe
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22 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 8 Rezensionen

stalking, familie, meerblick, meer, therapeutin

Alles aus Liebe

Liane Moriarty , Sylvia Strasser
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.08.2012
ISBN 9783785760703
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Normalerweise bekommt von mir jedes Buch 50-100 Seiten eine Chance mich zu überzeugen. Hier gruselte es mich aber bereits nach 20 Seiten.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, warum ich dieses Buch überhaupt ausgewählt habe. Allein der Hinweis auf die Hypnotherapie hätte reichen sollen, daß mir klar wird, daß das nicht meinen Geschmack treffen kann. Allerdings hatte eine Freundin, die sonst recht treffsicher weiß, was ich mag, mir das Buch ans Herz gelegt und ich es gelesen. Nein stimmt nicht, nicht ganz gelesen, nach 50 Seiten reichte mir der Unfug nämlich und das Buch flog in hohem Bogen in die Ecke.
Nein wirklich nicht, weder möchte ich die Selbsthilfegedanken der Hypnotherapeutin Ellen noch länger verfolgen, noch diese Stalkinggeschichte weiter lesen. Alle Charaktere erweckten bei mir den Eindruck, als hätten sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sowas kann ja, wenn es gewollt skurril ist durchaus seinen Reiz haben, hier befürchte ich jedoch, daß die Autorin das, was sie da schreibt tatsächlich bierernst meint.
Da half es mir auch nicht, daß ich beruflich mit Stalkingopfern und Tätern zu tun habe, denn das gruselte mich nur noch mehr, wie hier verdrängt und verniedlicht und verharmlost wird. "Ach Schatz, übrigens ich habe eine Stalkerin, aber keine Angst, sie ist nur ein bißchen nervig, sie tut nichts!" Keine der Personen, die wirklich unter einem Stalker leidet, würde das so darstellen, NIEMAND! NIEMALS!
Vielleicht wäre es als Satire betrachtet noch ganz amüsant gewesen, war es aber nicht, weil der Schreibstil ein so quälend langweiliger und sich im kreisdrehender war, daß ich schlichtweg keine Lust hatte weiter zu lesen.
Ja, ich habe das Buch nicht ganz gelesen und ja, ich erdreiste mich dennoch diese Meinung abzugeben. Natürlich kann es sein, daß es ab Seite 213 aufeinmal ganz fantastisch wird, das erlebe ich aber leider nicht, weil ich vorher vermutlich vor Wut oder Langeweile gestorben wäre. Da ist mir meine Zeit definitiv zu schade zu.
In die Tonne damit!

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Zu zweit tut das Herz nur halb so weh
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(72)

130 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 48 Rezensionen

liebe, rassismus, rassentrennung, usa, kentucky

Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

Julie Kibler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783866123250
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Ich hatte aufgrund von Titel und Klappentext irgendwie ein anderes Buch erwartet, als das was ich letztlich gelesen habe. Irgendwie oberflächlicher und schmalziger war meine Erwartung. Gelesen habe ich allerdings ein sehr detailliertes emotionales Buch, das allerdings auch ein wenig historischer Roman ist, wenn auch diese Historie noch nicht so lange zurück liegt.
Beide Frauen sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen und ich hatte, trotz der eher düsteren Geschehnisse Freude daran, ihren Erzählungen und Problemen zu folgen.
Den letzten Teil habe ich beim Friseur sitzend gelesen und habe tatsächlich fast ein bisschen geweint, als sich das letzte Rätsel lüftete. Der Stil der Autorin ist ausgesprochen angenehm und die Erzählweise Gegenwart / Damals hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich vom Hocker reißen, da die Geschichte sehr viel mehr Potential geboten hätte und die Autorin dieses leider nicht ausnutzt und viele gute Ideen eher ungenutzt im Text versacken.
Ich wurde also nicht schlecht unterhalten, würde das Buch aber doch nur wenigen Personen empfehlen, da die Geschichte an sich mich eben nicht wirklich zufrieden gestellt hat.
Leider.

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Wiedersehen in Stormy Meadows
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(18)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

freundschaft, cornwall, england, verlust, meer

Wiedersehen in Stormy Meadows

Sarah Harvey , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2012
ISBN 9783492259330
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Ich mag Romane, die an der rauen Küste Englands spielen, mir gefällt die Landschaft und die Leute dort. Hier fühlte ich mich eigentlich auch direkt wohl, irgendwie zu Hause. Leider gelang es der Autorin aber nicht, außer diesem Wohlgefühl aufgrund der Landschaft noch mehr aus mir heraus zu kitzeln. Die Charaktere sind zwar ganz ordentlich beschrieben, bleiben aber trivial und fast ein wenig langweilig. Das Ende ist ein vorhersehbar heile Welt glückliches und irgendwie geht mir das alles dann doch zu glatt. Abneigungen entwickeln sich zu Zuneigungen und Liebe, finanzielle Probleme lösen sich simple in Luft auf. Nein, das war mir zu einfach, zu wenig real.
Außerdem hat mich die Sauferei enorm gestört. Ja, ich trinke auch mal ein Glas Wein, aber hier sind alle Personen nahezu durchweg besoffen oder gerade dabei sich zu betrinken oder mit dem Kampf gegen den Kater beschäftigt, das langweilte nach einiger Zeit. Dann irritierte mich der Umgang mit dem ganzen Viechzeug, auf der einen Seite handelt es sich um einen Bauernhof mit Nutztieren, auf der anderen Seite werden Pferde und Hundewelpen verschenkt, als wären es Sachen, während man dann doch nicht in der Lage ist die Gans Gertrude zu verspeisen. Das paßte nicht zusammen und wirkte unüberlegt und wenig passend.
Das Namedroping der Autorin hat mich auch ein wenig genervt, kein Kleidungsstück, das sie nicht einer Designermarke zuordnen, keine Uhr, die nicht von Cartier ist, kein Elektrogerät auf dem nicht ein angebissener Apfel zu sehen ist. Grundsätzlich stört mich das nicht, hier wurde es mir jedoch deutlich zu viel.

Fazit: Eine eigentlich gute Grundlage, die aber irgendwie immer wieder genervt, statt gut unterhalten hat, so daß am Ende lediglich mittelmäßige Unterhaltung dabei rum kam. Zum Abbrechen zu unterhaltsam, zum toll finden zu langweilig.

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Dance of Shadows
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(76)

157 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 54 Rezensionen

ballett, new york, dämon, dämonen, jugendbuch

Dance of Shadows

Yelena Black
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ars edition, 04.02.2013
ISBN 9783760799148
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte mich hier auf einen schönen spannenden Jugendroman gefreut, der mich gut unterhält und erfreut. Leider war das nur bedingt der Fall.
Die Idee, die hinter der ganzen Geschichte steckt, ist aus meiner Sicht eine phänomenal gute und bei einer ordentlichen Umsetzung hätte dieses Buch ein richtiger Hammer sein können, leider wirkten die Figuren wie aus dem "Schreiblernkurs" zusammen geschustert, ein böser Bube, ein guter Bube oder doch anders herum? Zickige Ballerinen, Probleme die tot geschwiegen werden, obwohl ein simples Gespräch Klarheit bringen würde. Eine Lyrische Elite als guter oder vielleicht einfach nicht ganz so böser Gegenpart, die wohl eher stümperhaft als sinnvoll handelt. Zig verschwundene Tänzerinnen und niemand, der misstrauisch wird?
Nein, das kann man selbst einem leichtgläubigen Leser nicht glaubwürdig erzählen. Die Geschichte an sich ist kantig und eckig und sperrig und zwar weil sich die Charaktere ständig selbst im Weg stehen und nicht passend zu ihren Eigenschaften handeln.
Dazu hatte entweder Übersetzer oder Autorin schlichtweg keine Ahnung vom Tanz. Da werden die französischen Kommandos entweder gleich mit übersetzt, was mir fast körperliche Schmerzen bereitet hat beim lesen oder aber der Text um die französischen Ballettbegriffe stimmt nicht. Da senken sich Füsse ins "Relevé", da biegen sich Knöchel in eine "Arabesque", es wird am BARREN getanzt (gemeint ist wohl die Barre oder die Stange), man streckt sich ins "Plié" und steht in einer "Fouetté", keine Ahnung, welcher Lektor das hat durchgehen lassen oder ob man dachte, daß die Begriffe ohnehin keiner kennt und man daher so einen Unfug einfach mal erzählen kann. Mir haben sich die Fussnägel hochgerollt und es waren wahre Glücksmoment, wenn die Stellen dann doch mal passten und ich mir den Tanz tatsächlich vorstellen konnte.
Gut, die letzten 100 Seiten kam dann doch mal Spannung auf, die aber leider aufgrund der absurden und überhaupt nicht stimmigen Auflösungen dann irgendwie verpuffte.
Dabei ist der Stil gar nicht mal schlecht, im Gegenteil, die Geschichte ist einfach nur nicht ausgegoren und die Charaktere schrecklich flach.
Leider, denn wie gesagt, die Idee ist phantastisch, mit besser gezeichneten Figuren und einer funktionierenderen Auflösung wäre das sicherlich ein Buch, das ein ganz großer Wurft hätte werden können... so bleibt trotz stellenweise ganz netter Unterhaltung am Ende eher ein fader Beigeschmack.

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Ginger Pig. Natürlich Fleisch
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ginger Pig. Natürlich Fleisch

Tim Wilson , Fran Warde , Jochen Stremmel , Susanne Vogel
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 21.10.2011
ISBN 9783832194031
Genre: Ratgeber

Rezension:

Ein ganzes Buch nur vom Fleisch. Ich habe zwar selbst 5 lange Jahre völlig vegetarisch gelebt, aber letztlich mußte ich mir doch eingestehen, daß ich auf Fleisch in meiner Speisekarte nicht verzichten kann und auch nicht möchte. Ich habe dann für mich selbst beschlossen, daß das Fleisch, das bei uns auf den Tisch kommt, hochwertiges Fleisch ist. Keine abgepackten Massentierhaltung und keine Antibiotika Hühnchen.

Außerdem habe ich damals beschlossen, auch einmal selbst zu schlachten, um für mich zu entscheiden, ob ich dies rein hypotetisch könnte. Ich konnte. Zwar hat das Töten eines Tiers mich durchaus Überwindung gekostet, aber es ist kein sinnloses Töten, denn das Tier sättigt mich und meine Familie. Gewisse Dinge bereite ich nicht gerne zu, weil ich den Geruch nicht mag (Leber) oder weil ich mir das Tier auf meinem Teller nicht vorstellen möchte (Kanninchen / Stubenküken). Bei uns gibt es außerdem nicht jeden Tag Fleisch auf den Teller, sondern in einem normalen Maß, der Sonntagsbraten kommt bei uns zwar nicht am Sonntag auf den Tisch, aber es ist durchaus so, daß es ein oder zwei Mal in der Woche wirklich gutes und hochwertiges Fleisch gibt, während an den anderen Tagen Fisch oder etwas Vegetarisches auf den Tisch kommt.

Und genau mit diesem GUTEN Fleisch setzt sich Ginger Pig auseinander, genau auf die Thematik wird eingegangen, denn das Kochbuch ist weit mehr, als nur ein Kochbuch. Ich würde es fast schon als Lehrbuch vom Fleisch bezeichnen.

Es ist daher auch in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil werden die verschiedenen Fleischsorten (Schwein, Rind, Lamm, Geflügel, Wild) dargestellt und erklärt. Tierrassen werden vorgestellt, die Bezeichnungen für die Fleischstücke werden erläutert, die Schlachtung und das Zerlegen wird erklärt. Außerdem gibt es Tipps für den Fleischkauf. Worauf sollte man bei welchem Fleischstück achten, welches Fleisch kann man wozu benutzen. Dazu gibt es anschauliche Bilder.

Anschließend findet sich der Rezeptteil, dieser ist nach Monaten gegliedert, was ich persönlich etwas unglücklich fand, da ich es so etwas unübersichtlich fand. Die Monate sind als Gliederung deshalb gewählt, weil sie anzeigen, was in welchem Monat auf einem kleinen Bauernhof an Fleisch zur Verwertung erzeugt wird. Sprich in welchen Monaten was gerade Saison hat und erhältlich wäre, wenn es keine Massentierhaltung gäbe.

Die Rezepte sind alle sehr übersichtlich und gut erklärt. Die Zutaten lassen sich eigentlich alle bei einem guten Metzger (!!!) und im ordentlich sortierten Feinkostladen oder Supermarkt finden. Hier und da waren die Gerichte etwas sehr auf den britischen Geschmack ausgelegt, da würde ich von de Gewürzen her für uns Festlandeuropäer etwas anders abschmecken.

Im dritten Teil finden sich dann Küchentipps, Brattemperaturen und Rezepte für Beilagen und vieles mehr.

Etwas Schade finde ich, daß es nur wenige Bilder zu den Rezepten gibt und hier der Schwerpunkt mehr auf Landschaftsfotos und Bildern der Tiere auf den Farmen lag. Durchaus kein schlechtes Konzept, aber ich brauche zu Rezepten auch Bilder, hier gab es die eben leider nicht zu jedem Rezept.

Grundsätzlich finde ich das Buch allerdings wirklich gelungen und ich bin mir bereits jetzt sicher einiges über die Zubereitung von Fleisch und auch über die Nutztierhaltung gelernt zu haben. Eine sehr interessante Lektüre, für alle, die sich bewußter, aber eben nicht fleischlos ernähren wollen.

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Im Totengarten
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97 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 34 Rezensionen

london, psychologin, thriller, alice quentin, mord

Im Totengarten

Kate Rhodes , Uta Hege
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783548284620
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Eigentlich hat mir das Buch ganz gut gefallen, obwohl ich die Protagonistin als schrecklich halsstarrig und nervig naiv empfunden habe, fand ich die Erklärungen für ihre absurden Handlungen meist ganz gut und nachvollziehbar, so daß mich das eher nicht auf die Palme gebracht hat. Die polizeiliche Ermittlungsarbeit wird nur am Rande Thema der Geschichte, so daß ich es da auch nicht so dramatisch fand, daß da nicht alles wirklich so ablaufen würde, befände man sich in der Realität und nicht in einem Buch.
Was mich allerdings gestört hat, war die Vorhersehbarkeit des Endes. Wer bereits den ein oder anderen Thriller dieser Art gelesen hat, weiß bereits spätestens ab der Hälfte des Buches worauf es hier hinaus laufen wird und vorallem wer der Täter ist, dieser verrät sich nämlich für meinen Geschmack viel zu früh. Wer allerdings sowieso meist etwas länger braucht, bis er eine Vermutung hat, wer der Täter sein könnte, der könnte an diesem Buch dennoch seinen Spaß haben. Sprachlich und stilistisch ist es aus meiner Sicht sehr gelungen und alle Charaktere werden sowohl auf ihrer Gefühlsebene, als auch für die Vorstellung des Lesers unheimlich gut beschrieben. Selten habe ich einen Thriller gelesen, bei dem mir die Figuren so in der Erinnerung geblieben sind, bzw. ich sie mir so gut vorstellen konnte und sie nicht blaß und farblos wurden.

Trotzdem bleibt am Ende nicht mehr als eine mittelmäßige Bewertung übrig. Etwas mehr Spannung im nächsten Band bitte, der Rest war nämlich durchaus sehr gut!

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Gleitflug
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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

christian moullec, tufted buff, solarkocher, freundschaft, gans

Gleitflug

Anne-Gine Goemans , Andreas Ecke
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783458175490
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Seufz, seit 5 Wochen versuche ich dieses Buch zu lesen, jetzt gebe ich nach 150 gelesenen Seiten auf. Ich breche selten Bücher ab. Sehr selten, aber hier reizt es mich noch nicht mal einen Verriss zu schreiben. Das Buch ist belanglos und langweilig. Weder schaffte es die Geschichte um Super Waling den "Dicken" im Rollstuhl zu fesseln, noch konnte ich Empathie für Gieles empfinden. Die Gänse sind hier und dort ganz witzig, aber es fesselt mich einfach nicht. Ständig schweifen meine Gedanken umher, das Buch fängt sie nicht ein und meine Konzentration tendiert gen 0.
Schweren Herzens lege ich es nun also zum 3. Mal unfertig gelesen zur Seite, allerdings hatte ich die ersten beiden Male noch das Gefühl, daß es einfach der falsche Zeitpunkt für das Buch und mich ist, jetzt weiß ich, daß ich es vermutlich nicht noch mal anfassen werde. Es gibt zu viele gute Bücher, um so viel Lesezeit mit einem zu verbringen, das einen eigentlich nicht interessiert.
Dabei klang das alles so schön skurril und schrill, daß es eigentlich genau mein Geschmack hätte sein müssen, war es aber nicht. Der Stil ist mir zu langsam, zu erklärend zu bildhaft und beschreibend. Dann die Geschichte in der Geschichte, ein historischer Roman, den Super Waling Gieles zu lesen gibt und den ich so in diesem Buch nicht erwartet hatte, der aber irgendwie auch keinen wirklichen Sinn oder Zweck erfüllt.

Nein, jetzt ist Schluß, weitere Zeit werde ich mir dem Buch nicht vertrödeln. Dabei gehe ich allerdings davon aus, daß es Lesern, die gerne gemächliche langsame Geschichten lesen, denen auch die 10 Beschreibung des Gänsekots nichts ausmacht, mit dem Buch durchaus ihren Spaß haben werden.
Ich hatte ihn leider nicht und das obwohl das Buch rein stilistisch durchaus gut ist.

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Sherlock Holmes - Eine Studie in Angst
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27 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

london, sherlock holmes, krimi, dr watson, detektiv

Sherlock Holmes - Eine Studie in Angst

David Gray
E-Buch Text
Erschienen bei null, 29.03.2013
ISBN B00C42NVQM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ich von David Gray eine Email bekam, ob ich sein selbstverlegtes Werk lesen wolle. Zitterte der Mauszeiger sofort über dem "Löschen" Button des Emailprogramms. Bisher war meine Einstellung, wer keinen Verlag findet, hat sich entweder nicht genug bemüht oder ist eben halt zu schlecht (verkäuflich), um veröffentlicht zu werden. Hier und da hatte ich mich an selbstverlegten Werken versucht und immer war die Rechtschreibung schauderlich oder die simpelsten schreiberischen Fähigkeiten fehlten gänzlich.
Doch Herr Gray lieferte direkt eine Leseprobe mit und eigentlich hatte ich grad eh nichts besseres zu tun, also las ich und es gefiel mir. Es gefiel mir wirklich.
Ich würde mich jetzt nicht als große Kennerin der Werke Arthur Conan Doyles bezeichnen, aber das ein oder andere habe ich gelesen, die neuen Filme geschaut und die Computerspiele rund um Holmes und Watson kenne ich auch. So war ich verblüfft, daß es David Gray tatsächlich gelang bei mir dieses Detektiv-Holmes-Feeling auszulösen.
Sprachlich bewegt er sich mit einem etwas lakonischen Humor durchaus dort, wo er meinen Geschmack trifft. Hier und da hatte man das sogar das Gefühl, diese Szene irgendwie schon zu kennen, so nah bewegt sich dieser neue Fall von Holmes und Watson an den alten Geschichten.
Kurz, ich habe also dieses Buch als Rezensionsexemplar angefordert, immer noch mit dem Gedanken im Kopf, daß es vermutlich ziemlicher Mist sein wird.
Das Buch kam an, ein dünnes Heftchen und ich fühlte mich in meinen Vorurteilen bestätigt und legte es seufzend erstmal zur Seite. Dann brauchte ich gestern aber ein Buch, das leicht und nicht zu sperrig ist, damit es mit mir Bahnfahren konnte. Also griff ich nun doch zu dem dünnen Bändchen, verdrehte wegen der hellen Seiten und der im Text noch erkennbaren Hyperlinks, die Augen und hatte eigentlich gar nicht vor diesem Buch eine Chance zu geben.
Tja, dumm gelaufen, denn das Buch packte mich. Es ist spannend, es lädt zum Miträtseln ein und es ist durchaus anspruchsvoll.
Leider ist es viel zu kurz, was allerdings nicht daran liegt, daß die Geschichte nicht ausgefeilt und detailliert wäre, sondern daran daß es eigentlich eher ein Prolog für den nächsten Band ist. (Sowas treibt mich ja eigentlich auch immer auf die Palme, ein Cliffhanger am Ende, schrecklich!! Hier aber nicht, hier bin ich einfach nur neugierig, wie es weiter geht.)
Zu gerne würde ich jetzt einen Verriß posten, schreiben, wie furchtbar dieses Geschreibsel dieses Autors war, der sich erdreistet sein Werk auch noch selbst herauszubringen. Aber es geht nicht. Es hat mir gefallen und zwar so sehr, daß ich den nächsten Teil sicherlich ebenfalls lesen werde, auch wenn ich da wieder wegen der vermutlich erneut zu hellen Seiten mit den Augen rollen werde. Macht nichts, ich will wissen, wie es weiter geht.

Fazit:
Ich spreche also eine Empfehlung aus. Eine Empfehlung an alle Leser, die Detektivgeschichten mögen, die Holmes und Watson bereits kennen und an all jene, die auch gerne mal einen knackigen Kurzkrimi lesen.

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Glits
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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

leben, phantastik, geheimdienst, e.t., jugendliche

Glits

Robert Wolfe , Thorsten Nötges
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag, 08.02.2013
ISBN 9783522201735
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Lange bin ich um den Glits herum geschlichen, wollte ihn allein wegen der genialen Coverfarbe haben und nun habe ich und hab ihn auch gelesen und bin hingerissen. Ein ganz außergewöhnliches Buch. Der Stil von Wolfe ist wirklich toll. Er schafft es im einen Moment todernst zu erzählen und einem im nächsten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Er berichtet von diesem Abenteuer, daß Jay und Rachel erleben und das zugegeben nicht wirklich realistisch ist, in einer ganz speziellen und herzerfrischenden aber sehr nachdenklich stimmenden Art und Weise, daß beides zusammen und auf einmal geht, hätte ich vor diesem Buch auch immer verneint, aber Wolfe schafft es.
Mich hat er mit dieser Erzählweise restlos begeistert, da war es mir auch gänzlich egal, daß Handyortungen, so wie im Buch beschrieben eigentlich nicht funktionieren oder zumindest deutlich mehr Zeit beanspruchen.
Auch lebt das Buch vorallem von den Dingen, die es beim Leser auslöst und den Dingen, die ungesagt und der Fantasie überlassen bleiben.

Zwar bleibt man am Ende etwas ratlos zurück, was dies denn nun alles sollte und ein Happy End sieht sicherlich auch anders aus, aber für mich war es dennoch eine sehr lohnenswerte Lektüre, allein wegen der sprachlichen Finesse des Autors und der sehr interessanten von ihm gezeichneten Charaktere.
Der Glits ist ein zauberhaftes sehr niedliches Wesen, dem ich zu gerne selbst begegnet wäre, die erwachsenen Menschen im Buch agieren leider alle genauso, wie man es erwartet und so leidet man mit dem kleinen fremden Wesen und seinen Beschützern, die spannenderweise auch nicht immer ohne Fehl und Tadel sind.

Ich würde dieses Buch eher nicht als reines Jugendbuch sehen, weil es durchaus auch für Erwachsene geschrieben zu sein scheint.

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Limit 01
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

schulmädchen, mystery

Limit 01

Keiko Suenobu , Claudia Peter
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei EMA - Egmont Manga und Anime, 01.10.2012
ISBN 9783770478736
Genre: Comic

Rezension:

Ich wollte immer schon einen Manga lesen. Als Kind haben mir die japanischen Zeichentrickserien immer sehr gefallen, etwas ähnliches habe ich auch hier erwartet und wurde total enttäuscht.
Keine Frage, die Zeichnungen sind kunstvoll und sehr gelungen, aber die Geschichte? Der reinste Alptraum. Die Personen agieren für mich nicht durchschaubar, die Handlung verläuft nicht linear und es war für mich unheimlich schwer überhaupt einen Sinn hinter der Geschichte zu erkennen.
Bezüge zu Lost konnte ich nicht feststellen, eher den vergeblichen Versuch das jugendliche Gefühl des Hintergangenwerdens darzustellen. Bei mir konnten die Charaktere nicht landen, keine mochte ich, keine tat mir leid. Eigentlich war ich nur genervt. Glücklicherweise hat man das Büchlein in knappen 20 Minuten durchgeblättert.
Vielleicht hatte ich also einfach Pech ausgerechnet diesen Manga zu erwischen, aber für mich war dieser Ausflug in die japanische Zeichengeschichte definitiv keine Bereicherung.
War es zunächst noch ganz witzig das Buch von rechts nach links zu lesen ging es mir bei Voranschreiten der Geschichte und der sinnlosen Handlungen zusehends auf den Geist.

Die Fortsetzung werde ich mir sicherlich nicht antun.

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BZRK Reloaded
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

BZRK Reloaded

Michael Grant
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei e-book Egmont INK, 11.04.2013
ISBN B00BIU12LM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe mich auf Teil zwei von BZRZ total gefreut und das Erscheinen mit Spannung herbei gesehnt. Dann hatte ich es endlich in den Händen und begann zu lesen und stellt fest, daß mir eine kurze Einführung oder ein "Was bisher geschah" irgendwie fehlte. Fast startet man wie in eine Kurzgeschichte ohne Einführung oder Erklärung ist man plötzlich mitten drin in der Geschichte. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, dürfte wenig Freude am Buch haben, da viele Zusammenhänge nicht klar werden.
Bei mir war nun das Lesen von Teil 1 schon fast 10 Monate her und ich hätte mir hier und da in einem Nebensatz eine kleine Erinnerungsauffrischung gewünscht.
Andererseits dadurch, daß das Wissen vorausgesetzt wird, nimmt die Geschichte natürlich rasch Fahrt auf und entwickelt sich zügig und spannend. Das gefällt mir ja ausnehmend gut. Grundsätzlich aber bietet dieser zweite Teil wenig Neues, wenig Innovatives. Nach dem beeindruckenden ersten Teil hatte ich da irgendwie mehr erwartet, vielleicht waren meine Erwartungen da aber auch einfach etwas hoch angesetzt.
BZRK reloaded ist spannend, brutal, intensiv und schnell.
Für ein Jugendbuch war es mir zeitweise schon etwas zu brutal, bzw. zu plastisch beschrieben, aber das hatte ich auch im ersten Teil schon ein wenig bemängelt.
Die Geschichte und die Charaktere überzeugen auch hier wieder durch ihre Vielschichtigkeit und einige Überraschungen.
Ich hatte trotz schrecklicher Migräne heute ein ziemliches Vergnügen beim Lesen. Dennoch bleibt dieser zweite Teil für mich ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück und hat mich nicht ganz so begeistern können, wie Teil 1.

Trotzdem für Fans von abgedrehten Szenarien, Sci-Fi und Weltuntergangszenarien ist das genau das richtige. Böse und fies.

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BZRK Reloaded
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BZRK Reloaded

Michael Grant
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei e-book Egmont INK, 11.04.2013
ISBN B00BIU12LM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe mich auf Teil zwei von BZRZ total gefreut und das Erscheinen mit Spannung herbei gesehnt. Dann hatte ich es endlich in den Händen und begann zu lesen und stellt fest, daß mir eine kurze Einführung oder ein "Was bisher geschah" irgendwie fehlte. Fast startet man wie in eine Kurzgeschichte ohne Einführung oder Erklärung ist man plötzlich mitten drin in der Geschichte. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, dürfte wenig Freude am Buch haben, da viele Zusammenhänge nicht klar werden.
Bei mir war nun das Lesen von Teil 1 schon fast 10 Monate her und ich hätte mir hier und da in einem Nebensatz eine kleine Erinnerungsauffrischung gewünscht.
Andererseits dadurch, daß das Wissen vorausgesetzt wird, nimmt die Geschichte natürlich rasch Fahrt auf und entwickelt sich zügig und spannend. Das gefällt mir ja ausnehmend gut. Grundsätzlich aber bietet dieser zweite Teil wenig Neues, wenig Innovatives. Nach dem beeindruckenden ersten Teil hatte ich da irgendwie mehr erwartet, vielleicht waren meine Erwartungen da aber auch einfach etwas hoch angesetzt.
BZRK reloaded ist spannend, brutal, intensiv und schnell.
Für ein Jugendbuch war es mir zeitweise schon etwas zu brutal, bzw. zu plastisch beschrieben, aber das hatte ich auch im ersten Teil schon ein wenig bemängelt.
Die Geschichte und die Charaktere überzeugen auch hier wieder durch ihre Vielschichtigkeit und einige Überraschungen.
Ich hatte trotz schrecklicher Migräne heute ein ziemliches Vergnügen beim Lesen. Dennoch bleibt dieser zweite Teil für mich ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück und hat mich nicht ganz so begeistern können, wie Teil 1.

Trotzdem für Fans von abgedrehten Szenarien, Sci-Fi und Weltuntergangszenarien ist das genau das richtige. Böse und fies.

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Das Vermächtnis der Montignacs
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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

london, 1936, england, wallis simpson, leyville

Das Vermächtnis der Montignacs

John Boyne , Gabriele Weber-Jaric
Flexibler Einband: 502 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.02.2013
ISBN 9783492301541
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Hm... einerseits haben wir hier einen wirklich sehr gut geschriebenen historischen Roman, rund um die obere Gesellschaftsschicht Londons. Andererseits haben wir hier viele Seiten Langeweile für mich. Ich mag Boyne, sein "Haus zur besonderen Verwendung" hat mich damals fasziniert und begeistert, "Der Junge im gestreiften Pyjama" war phantastisch. Hier fehlte es für mich an seiner üblichen Finesse, an den Überraschungen, den Wendungen und der Unvorhersehbarkeit des Endes. Denn das steht bereits nach wenigen Seiten für den Leser fest, zwar bleibt eine kleine Sache am Ende offen, die mir zeigte, daß dieses Buch eben doch ein Boyne ist, aber das war mir zu wenig, um den ganzen Text zu retten. Seitenweise ziehen sich die Erlebnisse um Stella und Owen und all die anderen dahin und der Leser langweilt sich, weiß er doch schon immer weit im Voraus was hier noch passieren wird. Natürlich, die Charaktere sind fein und gekonnt gezeichnet, die Entwicklungen der Personen sind schlüssig, die Dialoge gut und glaubwürdig, aber fesseln konnte es mich dennoch nicht so, wie die Vorgänger. Eine strenge Kürzung hätte hier Wunder gewirkt und zumindest dazu geführt, daß ich mehr Spaß beim Lesen gehabt hätte. Hier dauerte mir alles zu lange und war zu weit im Voraus ersichtlich.
Sicherlich kein schlechtes Buch, ganz im Gegenteil, rein handwerklich sogar sicherlich ein Gutes, aber eben für mich zu langsam, zu behäbig, zu langweilig... leider.

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Home Made. Sommer
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Home Made. Sommer

Yvette Boven , Linda M. Schulhof
Fester Einband: 252 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 01.03.2013
ISBN 9783832194680
Genre: Ratgeber

Rezension:

Das Buch ist recht hochwertig mit Lesebändchen, vielen Bildern und einem schönen Einband ausgestattet.
Zeichnungen lockern die Rezepte auf und die Darstellung der Gerichte gefällt mir unwahrscheinlich gut. Nicht steril, sondern so wie eben gekocht wird, werden die Leckereien auch gezeigt und fotografiert.
Ich habe mich heute direkt daruf gestürzt und habe den Sommerkuchen mit Blaubeeren und Kokos, den Zitronensirup und die fougasse provencal (süßes Orangenbrot) nachgebacken.
Die Mengenangaben stimmten genau, alles ist gut gelungen. Die Zeitangaben und Temperaturen des Ofens haben bei mir ebenfalls gepaßt.
Alle drei gerichte waren sehr gut und einfach erklärt, selbst ein Anfängerkoch dürfte da nicht überfordert werden. Die Gerichte sind ohne großes Zubehör mit einfachen Zutaten zuzubereiten. Überhaupt stellt die Autorin Gerichte vor, für die man wenige Probleme haben sollte, alle Zutaten zu bekommen, obwohl durchaus auch exotische Gerichte dabei sind.
Die Gerichte sind ganz klar auf den Sommer ausgerichtet, sehr gut merkt man das bei den Nachspeisen und Getränken, die alle sehr erfrischend und nicht zu süß sind.
Die Hauptgerichte stellen mich als Fleischesser sehr zufrieden, aber auch für den Vegetarier ist das Buch geeignet, da auch tolle Salate und Beilagen vorgestellt werden, die man eben auch fleischlos genießen kann.
Sehr gut haben mir auch die Rezepte für Marmeladen und Sirupe gefallen, da ich wirklich gerne einkoche und Limonade aus Sirup trinke.

Dazu hat die Autorin eine tolle Art ihre Rezepte zu formulieren.
So schreibt sie zum Beispiel an einer Stelle:
"Alle Zutaten in einer ofenfesten Bratpfanne in den vorgeheizten Ofen stellen. Legen Sie sich zwei Stunden in die Sonne."
Häufig haben ihre Erklärungen ein kleines Augenzwinkern und hier und dort gibt es Tipps für Abwandlungen der Rezepte. Besonders gut hat mir gefallen, daß es zu wirklich jedem Rezept auch ein Bild des fertigen Gerichts gibt. Ich bin da sehr optisch fokussiert und suche mir meine Rezepte eben danach aus, wie sie aussehen oder möchte zumindest einen Anhaltspunkt haben, wie es am Ende aussehen sollte. Da wurde ich hier nicht enttäuscht.

Es ist auch übersichtlich in verschiedene Kategorien aufgeteilt und eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei. Leichte Sommersalat, kühle Drinks, leckere Marinaden, Kuchen, Törtchen, Macarons, Fleischgerichte, Meeresfrüchte... alles da und alles mit dem gewissen leckeren Etwas versehen. Gefällt mir wirklich sehr sehr gut!

Vor lauter Begeisterung habe ich mir gerade eben sofort Homemade Winter bestellt.
Wirklich ein tolles Kochbuch, das in meinem Kochbuchstapel so schnell nicht nach unten wandern wird.

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Die Welt auf dem Kopf
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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

cagliari, leben, späte liebe, frauenschicksal, tod

Die Welt auf dem Kopf

Milena Agus , Monika Köpfer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei DTV, 01.04.2013
ISBN 9783423280136
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Die Sprache und Erzählweise von Milena Agus ist eine sehr feine leichte. Sie benutzt eine zarte Sprache, um dem Leser dieses zarte moderne Märchen zu erzählen. Dabei geht es nicht immer nur um jugendfreie Themen. Sex im Alter, Homosexualität, Homophobie, Suizid, krankhafte Eifersucht und Religion und die Probleme bei dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Religionen werden angerissen. Dabei wird dem Leser jedoch nicht die Weltsicht der Autorin aufdiktiert, sondern es bleibt ausreichend Raum für eigene Überlegungen und Gedanken. Die Ich-Erzählerin ist ein kleines Seelchen, das jedoch als Bindeglied zwischen den verschiedenen Figuren und Schiksalen dient. Durch ihre Augen betrachtet man letztlich als diese Menschen im Palazzo und so bleibt man der Geschichte, die zwar gefühlvoll erzählt wird, irgendwie fern. Es fühlte sich ein wenig an, als betrachte man alles durch eine die Glaswand. Man ist als Leser nicht mitten im Buch und das ist auch, was mich dazu brachte, der wirklich gelungenen Geschichte trotzdem keine volle Punktezahl zu geben, denn die Autorin schafft es zwar mich stark zu fesseln, aber nicht mich zu berühren und das ist schade.

Trotzdem ist die Autorin jetzt erstmal in meinen Fokus gerutscht, ihr Stil ist nämlich absolut lesenswert und hat mir sehr gut gefallen.

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