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Aprilwetter
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(28)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

freundschaft, liebe, musik, dreiecksbeziehung, musiker

Aprilwetter

Thommie Bayer
Fester Einband: 217 Seiten
Erschienen bei Piper, 23.02.2009
ISBN 9783492051637
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Ich habe sie geliebt
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132 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

liebe, frankreich, trennung, leben, scheitern

Ich habe sie geliebt

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 03.02.2003
ISBN 9783446202689
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Anna Gavalda – eine Autorin, die weiß, was es bedeutet emotional zu schreiben und das auf hohem Niveau. Sie schreibt gefühlvoll Klartext. Die Autorin benötigt weder eine Vielzahl von Protagonisten, noch Action, um Spannung zu erzeugen. Ihr reichen in diesem Werk einzig zwei Menschen, um den Leser in eine nachdenklich empfindsame Stimmungswelt zu entführen.

Chloe und Pierre sind beide an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie nicht weiter wissen. Beide tragen ein Paket auf ihren Schultern, was sie tiefer und tiefer drückt. Zum einen ist es die ungewisse Zukunft, die Chloe vor Augen hat, zum anderen Pierres Vergangenheit, die er heute gern anders gehabt hätte.

Pierre ist der Schwiegervater von Chloe, die soeben von ihrem Mann verlassen wurde. Er selbst hätte seine Frau damals auch gern verlassen, hatte aber nicht den Mut dazu. Endlose Tränenströme fließen Chloe seit Tagen aus den Augen und Pierre bringt sie aus diesem Grund in ein Landhaus. Dort sollen sie und auch ihre beiden Töchter Lucie und Marion zur Ruhe kommen. Ausgerechnet ihr Schwiegervater, den sie eigentlich als egoistischen Kotzbrocken ansieht, als Marsmenschen, der nicht wirklich in der Gesellschaft lebt, kümmert sich um sie.

Anfangs ist es ruhig im Landhaus, es gibt nur vereinzelte Gespräche, bis das Schweigen bricht und Pierre sich Chloe anvertraut. Er kann ihr Mut machen, warum die Trennung vielleicht doch das Beste ist und er kehrt sein Inneres nach außen, in dem er über seine fünfjährige Beziehung mit Mathilde spricht. Er hat damals seine Ehefrau betrogen, hat es genossen, jenes andere Leben und doch hat er sich damals lieber arrangiert und die Schandtaten anderer benutzt, um in seine Bequemlichkeit zurückzukehren.

Arbeit, Familie und Vaterland, er war dabei, obwohl genau das falsch war, wie er damals schon wusste. Er wollte wenigstens ein Vorbild für seine Kinder sein und seine Pflicht erfüllen, vergaß bei alldem aber sich selbst.

Zwei Generationen sitzen sich am Kaminfeuer gegenüber und reden über ihr Schicksal. Er entwirrt ihren Knäuel und er rührt in seinem Kessel.

Sollte man wirklich auf sein eigenes Glück nur für einen anderen Menschen verzichten?

Eine Frage, für die es wohl mehrere Antworten, aber auch Gegenfragen gibt. Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden und hoffen, dass es ihm nicht so geht wie Pierre, der erkennt, wie feige er damals war und was er hätte haben können, wenn er sich getraut hätte. Unerfüllte Träume und Wünsche lasten auf seinem Rücken, er hätte sie gern gelebt, er hätte es damals tun sollen.

Ein Buch voller Liebe, ein Buch über die Liebe, ein Buch mit leichten Worten, welche mit Ironie und Poesie verziert sind. Außerdem wurde das Buch verfilmt, welchen ich auf jeden Fall auch noch bei passender Gelegenheit anschauen werde.

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Tags: angst, betrug, beziehung, chloe, ehebruch, geliebte, leben, liebe, mut, pierre, träume, verlassen   (12)

  

 

Tote Mädchen lügen nicht
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(885)

1.356 Bibliotheken, 15 Leser, 9 Gruppen, 215 Rezensionen

selbstmord, kassetten, schule, gerüchte, mobbing

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei cbt, 19.03.2009
ISBN 9783570160206
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
Tags: gerüchte, hannah, kassetten, schuld, selbstmord, worte   (6)

  

 

Ronar
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(23)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, ronar, elthen, freundschaft

Ronar

Anke Höhl-Kayser
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 05.11.2009
ISBN 9783837052602
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Anke Höhl-Kayser – eine vielseitige Autorin.

Ihrer Roman-Schreibkunst lässt sie freien Lauf und stellte mir den 12-jährigen Ronar vor. Ein etwas unnormaler Junge. Er unterscheidet sich von den anderen im Aussehen und seiner Art. Dadurch wird er geärgert, zudem kommt noch hinzu, dass er der angenommene Sohn der Schmiedfamilie ist und somit immer ein Fremder bleibt. Er arbeitet hart, wird geduldet, hat selbst aber keine große Freude in seinem Zuhause und auch keine Freunde. Seine richtige Familie kennenlernen, das ist sein Traum, eines Tages Vater und Mutter sagen zu können.

Eines Abends gelangen dunkle Reiter ins Dorf und enführen seine Ziehschwester Irith. Ronar möchte sie suchen und erklärt sich bereit, in den gefürchteten Nebelwald auf Sina zu reiten. Ohne große Angst macht er sich auf die Suche nach ihr und trifft auf einige merkwürdige Gestalten.

Athanian, ein Elthe, rettet ihn vor großer Gefahr und geht ab sofort mit ihm. Er entwickelt sich zu einem Freund, einem Verbündeten, einem Vertrauten.

“Wir lernen solange es uns gibt, und während unser Körper nur eine begrenzte Zeit wächst, können wir ewig Wissen in uns aufnehmen wie in Baum Wasser aus der Erde.”

Er muss durch den Nebelwald, er muss zur Burg gelangen, denn Irith wird dort gefangen gehalten. Elaran, der Schwarze König, so lautet dessen Name, der ärgste Feind Athanians, hat Irith in seiner Gewalt. Ein schwarzer Magier – der Hass hat seine Macht ins Unermessliche gesteigert.

Ronar wird von dessen Macht immer mehr angezogen. Er muss entscheiden was er fühlt und wie er handelt und darf sich selbst dabei nicht verlieren. Ein Kraftakt – ein Ereignis jagt das nächste und Ronar muss sich konzentrieren. Die Kräfte beider Rivalen sind stark und letztlich kann nur Ronar entscheiden, auf wessen Seite er stehen möchte…Vater oder Freund…rot oder blau…

Für Ronar scheint ein neues Leben zu beginnen, eine neue Welt öffnet sich ihm, das Burgleben und die Burgbewohner drängen sich in den Vordergrund. Doch tief in ihm schlummern Gedanken, Gedanken die an die Oberfläche wollen, Gedanken die ihn retten könnten, wenn sie nicht so tief in ihm verschlossen wären…

Zu jedem Schloss gibt es einen Schlüssel, doch selbst dann muss der Schlüssel noch ins Schloss gesteckt werden…

“Einen Schritt auf den richtigen Weg und die Richtung ist entschieden. Der eine Schritt ist ganz leicht. Aber das was diesem Schritt vorausgeht, nämlich die Entscheidung, wohhin man seinen Fuß setzen soll, das ist meist sehr viel schwerer.”

Ronar – ein fantastisches Abenteuerbuch voller Zauber und Magie. Es hat jede Menge Spaß gemacht, mit Ronar nach Irith und nach seiner Herkunft zu suchen. Die Gefahr saß uns dabei im Nacken. Trotz der Dunkelheit und vor allem der Ungewissheit, habe ich gemeinsam mit ihm, neue Welten kennengelernt. Wir haben die Bewohner des Unterwasserreiches, des Erdreiches und des Waldes kennen gelernt.

Anke Höhl-Kayser hat in Ronar einen Charakter geschaffen der durch und durch plausibel ist. Ganz ehrlich – eine Stelle wollte ich anzweifeln, bei einer Stelle das Buch zuschlagen und Ronar alleine lassen. Das Gefühl war einfach zu mächtig, dass sich nichts mehr ändern kann und wird. Ich habe weitergelesen, zum Glück, denn was genau nach dieser Stelle passierte, habe ich nicht im Geringsten kommen gesehen.

Gefühle, Emotionen und vor allem Poesie kommen im Roman nicht zu kurz, trotz des Genres und keine einzige Stelle wirkt zu überladen oder kitschig. Dieses Maß muss gefunden werden, dann fühlt sich der Leser wohl. Anke Höhl-Kayser findet dieses Maß und schafft es glühende Sätze zu erschaffen, so glühend, dass sie sich beim Lesen einbrennen.

Allen Fantasyfans und Abenteurern kann ich dieses Buch mehr als empfehlen. Das Eintauchen in eine andere Welt ist garantiert, Spannung ist vorhanden, bildhafter Inhalt, viel Fantasy, Konfrontationen mit unserer Existenz und der Handlungsverlauf ist wenig vorhersehbar.

Vorurteile gegenüber Büchern, welche bei BOD verlegt sind, hatte ich noch nie. Wer welche hat, sollte sie mit beseitigen, denn Anke Höhl-Kayser wird dies mit Ronar bei jedem gelingen. Spannend ist auch zu erfahren, wie lange die Idee zu Ronar schon in ihr schlummerte. Umso besser, dass sie ihn endlich geschrieben hat, zum Leben erweckte.

Mit diesem Roman ist aber nicht genug, das Abenteuer geht weiter, denn es gibt einen zweiten Teil. “Ronar – Zwei Welten” – so der Titel. Geheimnisvoll und abenteuerlich wird es werden. Ich freue mich wieder auf Ronar zu treffen und denke, dass ich noch einmal so positiv überrascht sein werde.

Den ersten Teil kann man als in sich abgeschlossen werten, allerdings bleiben ein paar Fragen offen, welche man gern von der Autorin im zweiten Teil beantwortet haben will.

Sehr gern sogar!

Begebt euch auf eine aufregende REISE, besucht die BURG und haltet die Luft an, bei der ENTSCHEIDUNG, denn die erzeugt Gänsehaut…

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Tags: nebelwald, ronar   (2)

  

 

Ronar - Zwei Welten
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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, freundschaft, magie, liebe

Ronar - Zwei Welten

Anke Höhl-Kayser
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 15.10.2010
ISBN 9783842326293
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Eine Frage der Zeit
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(66)

121 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

afrika, kolonialismus, erster weltkrieg, deutsch-ostafrika, 1. weltkrieg

Eine Frage der Zeit

Alex Capus
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Knaus, A, 20.08.2007
ISBN 9783813502725
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Die allertraurigste Geschichte
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

ford madox ford, soldat, florence, neun jahre, liebe

Die allertraurigste Geschichte

Ford Madox Ford , Fritz Lorch , Helene Henze
Flexibler Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.07.2003
ISBN 9783257205329
Genre: Literatur vor 1945

Rezension:  
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So sollst du schweigen
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37 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

england, schule, sekte, frankreich, affäre

So sollst du schweigen

Clara Salaman , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.09.2010
ISBN 9783492259248
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Mit einem „Hi“ fing alles an. Die Verliebtheit in der Schule. Dem Lehrer, Mr. Steinberg, konnte man stundenlang zuhören mit seinem amerikanischen Akzent. Doch das ist lange her. Heute ist Lorrie Fischer Mitte dreißig und eine gutaussehende Therapeutin. Ihr Leben verläuft in geregelten Bahnen und sie ist mit ihrem Freund Joe glücklich. An die Schulzeit denkt sie seit langer Zeit nicht mehr. Damals war sie in keiner normalen Schule, sondern in einer Art religiösen Schule, die sie Organisation nennt. Das eigenwillige Denken wurde unterbunden und sie rebellierte auf ihre Art und Weise. Dann hielt sie es nicht länger aus, es passierte, was sie sich schon lange wünschte und seit diesem Tag ist alles anders. Ihr größtes Geheimnis schlummert in ihr verborgen.

Dass ihr Identitätsgerüst in sich einstürzt, als sie eine ehemalige Klassenkameradin von sich wieder trifft, ist erst der Anfang. Joe weiß sich nicht zu helfen und ist verwundert über seine jahrelange Freundin, die ein Geheimnis in sich trägt und in Wirklichkeit eine ganz andere Frau zu sein scheint. Lorrie fällt immer mehr in die Tiefe, sie mag den Kontakt zu früheren Freunden, die heute immer noch Mitglieder der Organisation sind, nicht weiter vertiefen. Doch ihre Erinnerungen an das Leben vor über zwanzig Jahren scheinen sie nicht in Ruhe lassen zu wollen. Alpträume plagen sie, aber auch eine ganz andere Welt öffnet sich vor ihr. Sie trifft einen Menschen, den sie kennt, mit dem sie jahrelang in der Organisation täglich zusammen war und die Flamme der Liebe scheint in ihr aufzulodern. Sie beginnt eine Affäre und spielt zusätzlich ein Versteckspiel, was sich nach und nach nicht mehr verbergen lässt. Wer ist Lorrie Fischer wirklich und was war damals?

Schweigen – Reden – Schweigen – manchmal sollte man beides tun. Doch Vertrauen und Öffnen ist besser, als das dicke Buch der seelischen Geheimnisse ein Leben lang in sich zu tragen.

Clara Salaman schreibt frisch, sie schreibt so, dass man schnell in ihre Welt eintauchen kann und mit ihrer Protagonistin vertraut wird. Die ersten Seiten allerdings haben mich immer wieder zweifeln lassen, ob das Buch wirklich ein Thriller ist, den ich schnell lesen möchte, oder ob ich es doch einfach angefangen liegen lasse. Die ersten Seiten waren trotz aller Vertrautheit und einem wunderbaren Schreibstil nicht einfach, denn der Inhalt ließ mich zweifeln. Worauf möchte die Autorin hinaus? Wird es sich im Buch die ganze Zeit um eine Art religiöse Sekte drehen oder ist der Roman breit gefächert, wie ich es mir wünschte? Die Antwort folgte prompt, indem ich merkte, ich muss wissen, welches Geheimnis die Protagonistin mit falscher Identität in sich trägt und warum sie sich anderen Menschen nicht öffnen kann. Kein blutiger Thriller, kein wirklich psychologischer Thriller, sondern eine Geschichte, die ans Herz geht.

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Tags: clara salaman, ident, joe, lorrie, organisation, schweigen, steinberg   (7)

  

 

Entlasse mich aus deinem Herzen
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Entlasse mich aus deinem Herzen

Alexander Goldenweiser , Alfred Frank
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 01.10.2010
ISBN 9783351033118
Genre: Literatur vor 1945

Rezension:  
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Der verborgene Garten
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(355)

638 Bibliotheken, 18 Leser, 4 Gruppen, 75 Rezensionen

australien, england, geheimnis, familie, cornwall

Der verborgene Garten

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Diana HC, 02.01.2009
ISBN 9783453290631
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:  
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Die große Wörterfabrik
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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

wörter, bilderbuch, wörterfabrik, liebe, marie

Die große Wörterfabrik

Agnès de Lestrade , Anna Taube , Valeria Docampo
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 24.06.2010
ISBN 9783939435266
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ohne Worte.

Für dieses Buch gibt es keine Worte und müssten Paul und Marie dieses Buch besprechen, sie würden sich hoch verschulden, nein, sie würden ihr Leben lang nicht genügend Geld zusammen bekommen. Alle Wörter kosten Geld, daher spricht man wenige in dem Land, dem Land der Wörterfabrik. Wörter sind wertvoll und schöne besondere Worte nur für reiche Menschen bestimmt. Die gekauften Worte müssen anschließend geschluckt werden, erst dann kann man sie aussprechen.

Marie und Paul sind arm, sie können sich nicht viele Worte kaufen. Mülleimer können aber ab und an Wörter beinhalten, die vielleicht noch nützlich sein können und manchmal schafft man es herumfliegende Wörter mit dem Schmetterlingsnetz einzufangen. Aber ausdrücken kann man sich mit diesen kaum oder nur ganz selten. Hundekacka und Hasenpipi sind Worte die wertlos sind.

Oskar ist reich und kann seine Liebe zu Marie ausdrücken, ihr alle erdenklich schönen Worte sagen. Paul kommt dagegen nicht an, sein Herz ist schwer und er hat nur drei Worte gefangen, die er Marie sagen möchte.

Ein Buchschatz mit einer großen Botschaft. Für mich ein wichtiges Geschenk mit einer Bedeutung die berührt, sprachlos macht und unbeschreibliches in mir ausgelöst hat und weiterhin auslöst. Ein emotionales Buch und bei jedem erneuten Lesen werden meine Augen feuchter, die Gedanken fliegen zu einem bestimmten Menschen, ich fühle tief und spanne täglich mein Schmetterlingsnetz aus.

Danke für dieses Buch, danke für dich, danke für alles.

Paul und Marie brauchen keine Worte - Sprachlosigkeit ist Liebe - Liebe ist Sprachlosigkeit.

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Tags: besonders, einzigartig, emotionen, liebe, marie, paul, tiefe, wertvoll, worte, wörterfabrik   (10)

  

 

Die Maurin
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(106)

159 Bibliotheken, 3 Leser, 7 Gruppen, 67 Rezensionen

mauren, christen, granada, historischer roman, andalusien

Die Maurin

Lea Korte
Flexibler Einband: 663 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.02.2010
ISBN 9783426502303
Genre: Historische Romane

Rezension:

„…Wege, die sie einfach nur zu gehen wagen müsste…“

Hoffnung und Furcht begleiten Lea Kortes Protagonistin Zahra ihr ganzes Leben lang. Ich begleite Zahra dabei und befinde mich mit ihr im 15. Jahrhundert in Andalusien. Zahra ist Maurin und der Krieg gehört zu ihrem Leben dazu, denn täglich wird gekämpft. Christen gegen Mauren, Mauren gegen Christen. Zahra will kein Leben, wie sie es leben müsste, möchte nicht verheiratet werden. Außerdem ist sie verliebt. Gonzalo ist aber unerreichbar für sie, er ist Kastilier. Zahra hat etwas Freiheit von ihrer Familie, da sie Hofdame von Aischa ist. Aischa ist die Hauptfrau des Emirs von Granada und mit Zahra eng vertraut. Viele Pläne und inoffizielle Informationen bekommt Zahra von Aischa und führt außerdem für diese einige Spionageaufträge aus. Für einen ganz speziellen Auftrag wählt Aischa Zahra aus. Dieser ist nicht ungefährlich, aber Zahra kommt er gerade Recht, denn dieser könnte sie etwas unabhängiger machen und mit diesem könnte sie die Hochzeit etwas herauszögern. Zahra begibt sich auf den Weg und kommt von einer Gefahr in die andere.

Zahra ist eine unglaublich sympathische Protagonistin die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Unglaublich tapfer stellt sie sich jeder Gefahr und legt ihre Hand für ihre Freunde und ihre Familie ins Feuer. Ihr Leben ist turbulent und hält wenig Sonnenschein in den kriegsbelasteten Zeiten bereit. Die Gewalt und die Kämpfe stehen im Mittelpunkt und die Frauen haben wenig Sprachrecht. Zahra lässt sich nicht viel verbieten und versucht sich einen eigenen Lebensweg freizukämpfen.

Lea Korte hat keinen verstaubten historischen Roman geschrieben, sondern begeistert mit frischen Worten die in den Bann ziehen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, zu sehr ist mir Zahra ans Herz gewachsen und ich wollte mit ihr gemeinsam die Höhen und Tiefen ihres Lebens bestreiten.

Ein absolut spannendes Abenteuer mit zwar bekanntem geschichtlichem Hintergrund, aber einer charakterstarken fiktiven Protagonistin, die es sich lohnt kennen zu lernen.

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Tags: christen, granada, krieg, mauren, zarah   (5)

  

 

Der gefrorene Rabbi
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(39)

65 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 28 Rezensionen

rabbi, judentum, jiddisch, memphis, usa

Der gefrorene Rabbi

Steve Stern , Friedrich Mader
Fester Einband: 495 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 10.01.2011
ISBN 9783896674364
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Selten schaue ich Filme, doch gleich zu Anfang dieses Buches habe ich einen ganz bestimmten im Kopf. „Steinzeit Junior“. In diesem finden zwei Jungs aus Kalifornien in einer Grube einen eingefrorenen Menschen.

1999
Bernie ist zwar alleine, aber er lebt auch in Amerika und es geht ihm ganz ähnlich. Er gräbt zwar keine Grube aus, ganz im Gegenteil, er will seinen Hunger befriedigen. Dazu geht er in die Gefriertruhe um sich daraus ein Stück Fleisch zu holen. Dazwischen entdeckt er einen eingefrorenen Mann. Verwundert, verschreckt und doch etwas neugierig schaut der 15-Jährige erneute in die Truhe. Dann passiert das Vorhersehbare. Der Eisbrocken taut. Schuld ist ein Stromausfall und Bernie versteckt den Rabbi, der sich später mit dem Namen, Elieser ben Zephir, vorstellt. Seine Eltern merken, der Rabbi, der Talismann der von Generation zu Generation weitergereicht wird, ist weg. Bernie und seine Schwester schweigen und behalten ihr Wissen für sich.

1889
Rabbi Elieser ben Zaphir liegt wieder an einem bestimmten Weiher in seinem Dorf und meditiert. Er will Gott ganz nah sein und seine Seele beginnt in höheren Sphären zu schweben. Obwohl ein Unwetter naht, meditiert der Rabbi in aller Ruhe weiter und das Wasser des Weihers umhüllt seinen Körper. Unterwassermeditation über lange Zeit. Im Winter wird er gefunden. Salo findet den alten Mann, als er mit seiner Fußsohle einen Kreis auf der verharschten Oberfläche zieht. Er ruft seinen Vater und gemeinsam mit anderen Jungen bergen sie den verschollenen geistigen Führer.

Ein Wechselspiel zwischen den Jahren folgt von Kapitel zu Kapitel. Ich bin froh mich eine Weile in der Gegenwart aufzuhalten, da es spannend ist mit Bernie den Rabbi kennenzulernen. In der Vergangenheit aber erfahre ich, welchen Weg und welche Zeit der Rabbi durch fremde Hilfe zurücklegte, um schließlich zum Talismann zu werden und in der Gefriertruhe zu landen. Die wohl gewollt umständliche und altertümliche Sprache zwischen den Jahren machen es mir schwer, den Lesefluss am Fließen zu halten. Hätte ich mich anfangs gern länger in der Gegenwart aufgehalten wird mir diese zu zäh und ich würde lieber nur die Vergangenheit erfahren. Mehrfach lege ich das Buch zur Seite, um viele der jüdischen Begriffe nachzuschauen.

„Der gefrorene Rabbi“ konnte mich nicht in seinen Bann ziehen, mit geteilten Gefühlen lege ich das Buch aus der Hand. Zum einen froh aus der etwas zähflüssig zu lesenden Geschichte auszusteigen, zum anderen hätte schon gern gewusst, wie der Rabbi letztendlich in die Gefriertruhe gekommen ist. Vielleicht überwiegt ja eines Tages die andere Seite und das Buch bekommt noch eine zweite Chance von mir.

Vielleicht.

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Tags: 1889, 1999, bernie, eis, gefriertruhe, gegenwart, rabbie, vergangenheit   (8)

  

 

Schweigt still die Nacht
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(142)

285 Bibliotheken, 4 Leser, 13 Gruppen, 74 Rezensionen

wechselbalg, fantasy, eisen, friedhof, jugendbuch

Schweigt still die Nacht

Brenna Yovanoff , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei script5, 11.01.2011
ISBN 9783839001271
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Ein Cover, was alle Blicke auf sich zieht. Düstere Nebelschwaden umhüllen den altmodischen Kinderwagen, über dem ein Messer und eine Schere hängen.

Ich tauche in den Nebel ein und treffe auf Mackie Doyle. Mackie ist anders, seine ganze Stadt, die Stadt Gentry, scheint anders zu sein, etwas zu verbergen. Er versucht zu sein wie ein normaler Teenager, versucht keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, möchte ein normales Leben führen. Seine Familie scheint normal, aber Mackie ist nicht der Mackie, der er sein sollte. Aller sieben Jahre passiert etwas Fürchterliches in der Stadt. Ein Kind wird ausgetauscht. Um das zu verhindern, werden metallene Gegenstände über dem Kinderwagen angebracht. Dennoch passiert es und Mackie ist ein ausgetauschtes Kind. Seine Schwester war dabei, als ihr leiblicher Bruder Mackie geholt wurde und dafür ein anderer Mackie in den Wagen gelegt wurde. Emma handelte nicht, schaute nur zu und liebte ihren Bruder weiterhin, als sei es der gleiche Mackie. Das Geheimnis darf nicht an das Tageslicht kommen, denn was würde geschehen, wenn alle wüssten, dass Mackie ein sogenanntes Anderswesen ist? Nicht von dieser Welt? Nicht auszudenken. Dann passiert es wieder, ein Kind wird ausgetauscht und auch noch Natalie, die Schwester von Tate. Weiterhin lässt dieses Geschehen die Stadt und die Bewohner kalt, keiner handelt, alle sind machtlos und schauen lieber weg. Doch Mackies Herz schlägt für Tate und er will ihr helfen, seine Schwester zu finden und den Anderswesen auf die Schliche zu kommen. Aber auch er scheint nicht mehr so viel Kraft zu haben wie sonst und muss auch sich selbst schützen. Er muss „Sie“ aufsuchen, um daran etwas zu ändern.

Ein düsteres, blutiges und metallisches Buch. Brenna Yovanoff zieht den Leser in eine ganz andere Welt, lenkt von bisherigen Vampirbüchern ab und legt neue Spuren in der großen Fantasywelt. Große Nebelschwaden machten für mich den eigentlich gut entworfenen Plot etwas verhangen und machten ab und an das Verstehen der Handlung etwas schwierig. Der Einstieg durch die kurzen Sätze und den flüssigen Schreibstil war einfach, aber durch eine anfangs noch triste Handlung etwas langweilig. Die änderte sich aber von Seite zu Seite, wobei jedoch das ständige Grübeln nicht nachließ.

Frau Yovanoff drängt den Leser vorwärts in die dichte Nebelwelt der Grausamkeiten und ins Mysteriöse. Ein Buch voller Hässlichkeit, Dunkelheit und mit sehr eigenartigen Persönlichkeiten. „Schweigt still die Nacht“ lässt am Ende den Leser auf keinen Fall schweigend zurück, denn diese neuartige Welt, die erschaudern lässt, birgt reichlich Redebedarf.

Wenn es regnet, die Bäume vom Sturm rauschen, der Himmel schwärzer als schwarz ist, greift zu diesem Buch und lernt die mehr als andersartigen Anderswesen kennen. Taucht in die Dunkelheit und trefft „Sie“. Lasst Mackie dabei nicht alleine und versucht dem grausamen Kindesaustausch und einige anderen ekelhaften Dingen ein Ende zu bereiten.

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Tags: blut, eisen, ekel, entführung, fantasy, friedhof, gruft, grusel, tot, wiederauferstehung   (10)

  

 

Jakobsweg
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(0)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Jakobsweg

Carmen Rohrbach
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Piper, 24.08.2009
ISBN 9783492254908
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  

  

 

Mein Jakobsweg
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(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

spanien, lebenserfahrung, selbstfindung, gedanken, jakobsweg

Mein Jakobsweg

Elke Sauer
Fester Einband
Erschienen bei Weltbild, 16.04.2008
ISBN 9783898979115
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Ein weiteres Buch, ein weiterer literarischer Schritt auf dem heiligen Weg.

Ich begleite Elke Sauer. Elke hat ihren Traum, nachdem sie ihre Krankheit, den Krebs, besiegt hat, verwirklicht. Alleine macht sie sich auf den Weg nach Spanien und beschreibt ihre Eindrücke und ihre Tagesabläufe. Schildert den täglichen Run auf die Pilgerherbergen und ihre Begegnungen mit anderen Pilgern. Unterwegs blickt sie zurück auf bewegende Lebensmomente, blickt aber genauso nach vorn. Das Ziel heißt Santiago de Compostela und bis dahin ist es ein langer Weg.

Sie findet einen für sich geeigneten Tagesablauf, liebt die frühen ruhigen Morgenstunden und findet sich schon in den Nachmittagsstunden an ihrem jeweiligen Tagesziel wieder. Dort lässt sie sich auf den Ort ein, erkundet die Sehenswürdigkeiten und kommt mit anderen Pilgern ins Gespräch. Die meiste Zeit versucht sie dennoch ganz für sich alleine zu verbringen. Ab und an tut ihr ein Wegbegleiter gut, doch oftmals kommt dadurch ihr persönliches Jakobswegbeschreiten zu kurz und sie sucht wieder etwas Abgeschiedenheit und Einsamkeit.

Die Gesundheit unterwegs ist ihr sehr wichtig und sie ist gut gerüstet. Nach und nach wird Elke Sauer aber etwas verleitet und besteigt immer häufiger den Bus oder mal ein Taxi um weiter voran zu kommen. Das Ziel rückt näher und auch ihr inneres Ziel, die Traumverwirklichung, wird wahr.

Elke Sauer erzählt in leichten Worten über ihr erstes und zweites Pilgern auf dem Jakobsweg. Sie zieht die schönen und auch unschönen Zeiten dieser unvergesslichen Tage hervor und schweift dabei aber immer wieder leicht ab. Die Bilder im Buch sind schön, sie rufen das Fernweh hervor, selbst diesen Weg zu beschreiten.

Ein Reisebericht, der sich zu lesen lohnt, leider aber immer wieder Schwachstellen aufweist, in dem es gehäuft um die Herbergen und deren Besonderheiten oder um motorisierte Fortbewegung geht.

Ultreia!

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Tags: einsamkeit, gedanken, gefühle, heimkehr, jakobsweg, lebenserfahrung, reflektion, selbstfindung, spanien, weg   (10)

  

 

LeseBlüten Band 1 - Prosa 2010
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(21)

31 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

kurzgeschichten, anthologie, prosa, leseblüten, piepmatz verlag

LeseBlüten Band 1 - Prosa 2010


Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei piepmatz Verlag, 13.12.2010
ISBN 9783942786003
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Literatwohälfte Mr. Rail schrieb mir diese Worte zu "Schneegestöber"

Mit dieser Kurzgeschichte debütiert meine Literatwo-Partnerin Bianca Raum als Autorin in den "LeseBlüten".

Und das kann natürlich nicht auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden. Geht gar nicht. Sollte man nicht tun (so ihre Meinung, in aller Bescheidenheit).

Deshalb hab ich meine sieben Sachen gepackt und bin für diesen Artikel zurückgekehrt in die alten vier Wände. Ich verließ sie einst, um das gemeinsame Projekt Literatwo zu starten und war seitdem nicht mehr hier. Ein paar Spinnweben (naja) - aber ansonsten ist es noch so wohnlich wie einst.

Ich habe erlebt, wie die Geschichte Schneegestöber verfasst wurde, an welchem Tag dies war und in welcher Stimmung die junge Autorin war. All dies findet sich in den fließenden Formulierungen wieder und was wäre passender bei diesem Wetter, als sich in diese wildromantische Geschichte fallen zu lassen?

Stöbern, Rumstöbern, Schneestöbern!

Ich wünsche dieser Anthologie alles literarische Glück dieser Welt, kann meine Rezensentenfeder für die Geschichte "Schneegestöber" ins Feuer legen und bin mehr als stolz darauf, mit der jungen Autorin Bianca Raum schreiben zu dürfen!

Ganz persönlich: Herzlichen Glückwunsch zur ersten Veröffentlichung! Mag gerne ein Autogramm haben;-)

Den vollständigen bebilderten Blogbericht findet ihr in Railys Literaturcafe -
http://railsliteraturcafe.blogspot.com/2010/12/mr-rails-alleingang-lesebluten-2010.html

Danke Raily verneig

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Tags: schneegestöber   (1)

  

 

Alle Farben des Schnees
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sprache, vallader, berge, schnee, tagebuch

Alle Farben des Schnees

Angelika Overath
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 08.12.2010
ISBN 9783630873404
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
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Smaragdgrün
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2.929 Bibliotheken, 32 Leser, 20 Gruppen, 282 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, gideon

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Hast du es auch, hast du es auch? “ frage ich meine Freundin am Telefon.

„Es ist grün und hat viele Seiten?“ bekomme ich zur Antwort. „Ja, genau und nun los.“

Und dann beginnt der getrennt und doch gemeinsame Leseabend in „Smaragdgrün“, schließlich wollen wir uns auch über den dritten Teil zeitnah unterhalten und spekulieren, wie Kerstin Gier wohl den dritten und letzten Band abschließen wird.
Wer „Rubinrot“ und „Saphirblau“ gelesen hat, wird unbedingt wissen wollen, wie es mit Gwendolyns gebrochenem Herzen weiter geht. Es geht weiter, und wie. Marzipanherz Dramatik gleich am Anfang und dann überschlagen sich wieder die Ereignisse in Gwens Leben und um den Chronograph. Wird sich der Blutkreis schließen und vor allem, was wird dann passieren? Wer steckt wirklich hinter dem Graf von Saint Germain und wie verhalten sich die Wächter?

Seite um Seite, Zeitreise um Zeitreise kommen wir dem Ende nah und genießen das letzte Treffen mit Gwendolyn, Gideon und vor allem dem Wasserspeierdämon Xemerius. Dieser hat mir wieder Bauchmuskelkater vom Feinsten durch das viele Lachen beschert. Auch im letzten Band der Trilogie schmückt Kerstin Gier alle Charaktere so aus, wie in den Bänden davor und schleift jeden Einzelnen individuell, um diesen im Gedächtnis des Lesers zu verankern. Ein weiteres Begleiten dieser wäre schön gewesen, aber vielleicht gibt es doch mal ein unverhofftes Wiederlesen.

Der Abschied fällt schwer, denn ich wurde wieder vom Lachen geschüttelt, auf die Folter gespannt und mehr als nur gut unterhalten. Kerstin Gier blieb sich auch wieder ihrer Erzählweise und Gestaltung mit Zitaten und Einblicken in die Annalen, Chroniken der Wächter und Protokolle treu und ganz am Ende gibt es dann das sozusagen komplette Personenverzeichnis.

Wo vielleicht für den ein oder anderen noch offene Stellen sind, muss hier nun wirklich die Fantasie von jedem selbst zum Einsatz kommen.

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Tags: chronograph, driter band, gwendolyn, marzipanherz, trilogie, wächter   (6)

  

 

Allmen und die Libellen
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schweiz, krimi, libellen, allmen, diebstahl

Allmen und die Libellen

Martin Suter
Fester Einband: 194 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 03.01.2011
ISBN 9783257067774
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Mein erster Suter kommt gleich mit drei Teilen daher.

„Allmen und die Libellen“ ist der erste Roman einer geplanten Trilogie. Langsam lasse ich mich zwischen die Seiten in den Roman gleiten, lasse mich auf Martin Suter ein.
Ich treffe auf Allmen. Johann Friedrich von Allmen. Allmen war mal wohlhabend, er hatte ein großes Erbe. Ja er hatte, denn davon ist kaum noch etwas übrig und ihm rücken die Gläubiger auf den Leib. Sein Umgang mit dem Geld lässt zu wünschen übrig, er ist nun nicht mehr der Mann von Welt, der er von außen betrachtet zu sein scheint.

Er ist ein Gentlemen, sieht gepflegt aus und wahrt den äußeren Schein. Aber hinter dem Mann mit gutem Geschmack und Stil steckt ein Langfinger. Er sieht sich dazu gezwungen einer zu sein, die Geldnot lastet schwer auf ihm. Er ist immer auf der Suche nach Kunstgegenständen, beliefert und bestiehlt gleichmaßen Antiquariate mit wertvollen Schätzen. Dann gerät er in eine Zwickmühle, als er eines Nachts in der Seevilla bei Jojo übernachtet, die er in der Oper kennenlernte. Er entdeckt bei ihr wertvolle Schalen und es wird doch sicher nicht auffallen, wenn er eine entwendet, um seinen weiteren Lebensstandart aufrecht zu erhalten. Die Schale wird für gutes Geld verkauft. Es lockt Allmen, es ein zweites Mal zu versuchen, aber er wird immer mehr von Gläubigern bedrängt, an die Wand gepresst und scheint bald keine Möglichkeiten mehr zu haben, aus dem selbstverschuldeten Schlamassel heraus zu finden. Allmen ist weiterhin kreativ und bindet seinen Diener ins seine gefährlichen Machenschaften mit ein. Der Versuch gemeinsam weiter zu kommen, gemäß dem Motto, also Duo und Team sind wir stärker, beginnt.

Einfach gute, sanfte und dennoch spannende Unterhaltung. Mit Allmen hab ich eine aufregende Zeit durchlebt, obwohl die Bezeichnung Krimi nicht wirklich passend ist. Aber ohne große Erwartungen und für einen Suter, den ich bisher noch gar nicht kannte, bin ich überzeugt und freue mich, dass es eine Buchreihe wird.

Ich bin auf das nächste Buch gespannt und denke, ich werde mich wieder genauso wohl mit Allmen fühlen. Das Duo wird wieder zuschlagen und wird sich neue Lebenswege überlegen und diese zu gestalten wissen.

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Tags: almen, carlos, deal, geldsorgen, krimi, kriminalität, libellenvasen   (7)

  

 

Der Hosentaschen-Adventskalender
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weihnachten, 24 tage, sprüche, adventskalender, geschenk

Der Hosentaschen-Adventskalender


Sonstige Buchform: 26 Seiten
Erschienen bei Kreuz Verlag, 01.08.2010
ISBN 9783783180039
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: 24 tage, adventskalender, geschenk, sprüche, weihnachten   (5)

  

 

Handbuch des Kriegers des Lichts
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spiritualität, weisheiten, liebe, krieger, licht

Handbuch des Kriegers des Lichts

Paulo Coelho
Fester Einband: 151 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.03.2001
ISBN 9783257062779
Genre: Ratgeber

Rezension:  
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Ein bitterkalter Nachmittag
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44 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

kälte, soldaten, bäcker, winter, loch

Ein bitterkalter Nachmittag

Gerard Donovan , Thomas Gunkel
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 04.10.2010
ISBN 9783630873428
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Es war warm, Kerzen brannten, es duftete weihnachtlich, meine Stimmung war froh, besinnlich und ich war ruhig und habe diese Zeit genossen.

„Richte das Teleskop aus.“

Von Zeit zu Zeit begab ich mich aber in die Kälte.
Draußen war es kalt, es schneite, die Temperatur sanken weiter und ich zitterte. Dieses Gefühl war mir aber auch ohne den Schritt nach draußen gegeben, denn, während ich laß, verstärkt sich dieses immer mehr. Gerard Donovan ließ mich auf seine zwei Hauptprotagonisten treffen. Diese sind der Lehrer und der Bäcker. Handlungsort ist ein Feld, auf dem der Bäcker graben soll. Er soll graben, und zwar ein tiefes Loch. Während er dies tut, werden immer mehr Menschen herbeigeschafft. Herbeigeschafft auf das Feld, den Schauplatz, auf dem sich Lehrer und Bäcker gegenüber stehen. Stumm hören die Menschen dem Gespräch zu, was langsam zwischen den beiden, an diesem bitterkalten Nachmittag entfacht. Es ist Bürgerkrieg, es ist kalt, die Stimmung unerträglich eisig. Und es wird etwas passieren, die Handlung an einem Ort, an dem nicht ausschweifend gehandelt werden kann, wird sich ausdehnen. Die Kälte kriecht tiefer, nimmt nicht nur den Körper ein, sondern auch die Seele, die Gedanken und letztendlich sollen sich Leser und Protagonisten fragen: was ist wichtiger – Freundschaft oder Überleben?

„Tabula rasa“

Ich stand auf und ging in die Kälte, wollte diese Kälte nicht nur aus dem Buch aufsaugen, sondern sie auch am ganzen Körper spüren. Stieß warme Atemluft aus, die wie kleiner Nebel wirkte, während ich an die philosophischen Gespräche der beiden dachte.

Bücher verbinden und auch über dieses Buch wird gesprochen. Auf die Empfehlung hin doch mitten im Buch das Nachtwort zu lesen, was ich sonst definitiv nicht mache, habe ich es getan und empfehle es allen Lesern.
Langatmige und vielleicht etwas zu weit ausholende Themen des Lehrers und des Bäckers, verlangsamen das Buch, machen es stellenweise zäh. Diese Zähigkeit ist für mich nie negativ gewesen, aber ich konnte auch nie in Worte fassen, warum es so ist und wie ich dieses Gefühl benennen sollte. Im Nachwort kann ich für genau diese Stellen den richtigen Begriff finden.
Begrenzter Handlungsort, unbegrenzte Möglichkeiten in einem Gespräch. Geschichten, Theater, Religion und Philosophie am Rande des Lochs, im Loch.

„Jeder Krieg wird von beiden Seiten verloren. Jeder Mensch handelt immer und jederzeit in seinem eigenen Interesse. Alle Kriege werden durch Menschen ausgelöst, die etwas zu gewinnen haben. Jede Liebesaffäre beginnt mit Eigennutz und endet auch so.“

Bisher habe ich „Winter in Maine“ nicht gelesen, aber der bitterkalte Nachmittag streckt seine Finger aus und weist mich zu diesem Buch hin. Gerard Donovan hat ein bitterkaltes Buch geschrieben, aber in der ganzen Kälte Worte verwendet, Sätze aneinander gereiht und Bilder entstehen lassen, die es ganz tief drinnen warm gemacht haben.

Bücher verbinden – immer, fällt mir dazu ganz speziell ein.
Und nun? Wer bin ich? Wer bist du? Der Lehrer? Der Bäcker? Oder beides?

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Tags: bäcker, bürgerkrieg, feindschaft, freundschaft, kalt, kälte, langsam, lehrer, loch, moral, philosophie, prozess, schuld, soldaten, winter, überleben   (16)

  

 

Stille wird hörbar wie ein Flüstern
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lyrik, bilder, zeichnungen, seelenberührung, berührende worte

Stille wird hörbar wie ein Flüstern

Anke Höhl-Kayser
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 10.12.2009
ISBN 9783839155035
Genre: Lyrik & Drama

Rezension:

Anke Höhl-Kayser – Was machst du mit mir?

Lyrik ist nicht mein Gebiet, ich greife selten zu Gedichtbänden. Ganz selten und meist nur, wenn diese von wichtigen Menschen sind, wo ich von vornherein weiß, ich werde berührt. Aus diesem Grund habe ich mich auch gesträubt, Anke Höhl-Kaysers Buch zu lesen, nur mit mehrmaligem Bitten, griff ich zum Buch. Der Satz „Alle meine Bücher sind meine Kinder, ich habe alle gleich lieb.“ brachte mich dazu, das Buch zu drehen und zu wenden, dazu, hinein zu schauen.

Anke Höhl-Kayser – was machst du mit mir?

Im Buch angekommen, war ich sofort auf der ersten Seite gefesselt, alles Geschriebene passte gerade zu der Welt, die ich sah, als ich aus dem Fenster schaute. Ich wurde unglaublich ruhig, ausgebremst durch tiefdringende Worte. Dennoch blieb das Verlangen nach mehr, nach einer Handlung. Vielleicht bringt das schnelle Lesen der Gedichte die bestimmte Wirkung. Weiter wurde ich gebremst, das schnelle Lesen, wie ich es aus Romanen gewohnt bin, funktionierte nicht. Sollte nicht funktionieren.

Anke Höhl-Kayser – was machst du mit mir?

Ich stellte fest, die Handlung kam, aber ganz anders. Ich wurde zu Pausen gezwungen, Lesepausen. Minutenlang schaute ich mit dir wunderschönen Bilder und Zeichnungen an. Ergänzte beim Anblick der Bilder auf dem Papier und der Bilder in meinem Kopf ein paar Zeilen oder ersetzte Worte, die meine Gefühle und Lebenslage noch mehr personifizierten. Angesprochen fühlte ich mich fast ständig, die gewählten Wortkostbarkeiten haben sich immer mehr verankert. Zergehen auf meiner Zunge wie feinste Schokolade und berühren sanft mein durch Worte weich gebettetes Herz.

„Meerjungfrau“, „Abschied“, „Traum“ und „Winterlied“ sind nur einige der Schätze aus dem Buch, die mir besonders viel gegeben haben, in mir einiges zum Rollen gebracht haben.

Ich taste mich durch dieses Buch, schleiche mich von Seite zu Seite und werde immer ruhiger, genieße die Stille und in der Tat wird diese hörbar wie ein Flüstern. Fasziniert bin ich von den Worten, die irgendwie in einem gewissen Rhythmus immer wieder ins Schwarze treffen, und wie gleich wir Menschen oftmals fühlen. Beängstigend wirkt es ab und an, als ob viele gleiche Erfahrungen gemacht worden sind, gleiche Momente erlebt, gleiche Gefühle gefühlt.

Ein großes Buch was durch ein ganzes Jahr begleitet, was durch seine Aufmachung mit hochwertigem Umschlag, Lesebändchen und der Bindung ins Auge sticht. Die Gedichte werden umrahmt, in sieben Gefühlsfelder gegliedert.

Anke Höhl-Kayser – was machst du mit mir?

Genießen und das immer wieder, andere teilhaben lassen, Bilder zeigen, Worte weitergeben und laut aussprechen, das möchte und tue ich, nachdem ich dieses Werk neben mich lege. Eine Achterbahn der Gefühle hat Anke Höhl-Kayser in mir zum Fahren gebracht, mich zurückdenken und nach vorne blicken gelassen. Ich habe viel reflektiert und jetzt einen Kloß im Hals, wobei ich gerade noch zum Schmunzeln gebracht wurde. Ich bin gefühlig, genieße es gefühlig zu sein und vor allem war jede Sekunde in dem Buch eine unglaubliches Erholung und Zeit der Ruhe.

Das Nachwort bewegte mich zur vorerst letzten Träne und setzte mich sanft wieder im Jetzt und Hier ab, um mich morgen wieder eintauchen zu lassen und Worte heraus fischen.

Danke Anke Höhl-Kayser – was du mit mir gemacht hast, tat gut und wird weiterhin gut tun.

Blogbeitrag zum Buch:
http://blog.lovelybooks.de/2011/05/28/vergessene-und-noch-nicht-entdeckte-lyrikerinnen/

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Tags: berührende worte, bilder, gedichte, lyrik, seelenberührung, zeichnungen   (6)

  

 

Ohnmachtspiele
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wien, österreich, mord, ermittlungen, georg haderer

Ohnmachtspiele

Georg Haderer
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 16.08.2010
ISBN 9783852186306
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nach dem ersten Roman “Schäfers Qualen” , folgt mit „Ohnmachtsspiele“ nun der zweite Roman von Georg Haderer um den Major Schäfer.

Dieser hat nicht nur mit Morden und mehreren Leichen zu tun, sondern muss sich auch noch mit dem Ministerium ärgern. Auch persönlich geht es ihm nicht gut, er leidet unter Angstzuständen und Depressionen.
Schäfer setzt aber gern seinen eigenen Kopf durch und handelt lieber ohne andere. Als eine Leiche am Ufer gefunden wird, ist er zur Stelle und steigt wieder in seinen Beruf ein, obwohl er noch wegen psychischer Erschöpfung krankgeschrieben ist. Als eine weitere Frau ertrinkt, wird er sich seinem Gefühl immer sicherer. Es kann sich nicht um zwei Unfälle handeln, auch wenn dies dem Polizeipräsidenten am liebsten wäre. Schließlich wären dann die Fälle erledigt, man bräuchte keine weitere Ermittlungszeit verschwenden und auch kein weiteres Personal ordern, um die Morde aufzudecken. Sparen heißt das Motto, doch nicht mit Schäfer. Auch bei der nächsten Leiche, einem Junkie, wäre es am leichtesten, auf eine Überdosis zu schließen und die Akte für immer auf die Seite zu legen. Für Schäfer kann es sich nur um einen Serientäter handeln, der nach einem ganz bestimmten Muster mordet. Spielkarten lautet sein Schlüssel zum Lösen der Fälle. Auch wenn er noch so oft belächelt wird oder man ihm die Ermittlungen untersagen will, lässt sich Schäfer nicht davon abhalten. Er nimmt die Spur auf und koste es was es wolle.

„Rabimmel, rabammel, rabumm.“

Mit Major Schäfer hat Georg Haderer einen überaus liebenswerten und sympathischen Protagonisten geschaffen. Obwohl die Morde, die verstümmelten Leichen wie auch das graue Berufsleben im Büro des Polizeireviers nicht gerade aufmuntern und zum Lustig Sein animieren, lockert Schäfer die Stimmung. Mit Witz und Komik erreicht er mehr und macht die überangespannten täglichen Ereignisse ertragbarer. Ohne dabei das Ziel vor den Augen zu verlieren, gelingt es ihm auch mit seiner Vorgehensweise, die nicht dienstüblich ist, zu punkten. Er möchte etwas erreichen, er setzt sich durch, koste es, was es wolle.

Georg Haderer erzählt einen breitgefächerten Krimi, in dem er richtige und falsche Fährten so auslegt, dass der Leser jedem Hinweis nachgeht und sich genau wie Schäfer nicht aus der Ruhe bringen lässt. Schluss ist, wenn alle Fälle aufdeckt sind. Durch den oft humorvollen, witzigen Charakter Schäfers und durch stilistische Mittel drei Punkte statt Kommas in den Atempausen in Dialogen zu setzen, wirkt der Roman noch authentischer.

Festhalten, lesen, nicht ohnmächtig werden, kann ich nur raten.
Außerdem wird Schäfer weiter ermitteln, ein weiterer Roman wird folgen.

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Tags: ermittlungen, fährte, kommissar, leichen, morde, ohnmachtsspiele, polizei, schäfer, wien. spielkarten, österreich   (10)

  

 
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