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Der Atem der Angst
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(17)

44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Der Atem der Angst

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.03.2013
ISBN 9783570160923
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Die Auserwählten - In der Brandwüste
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(71)

138 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

dystopie, wüste, thomas, brandwüste, newt

Die Auserwählten - In der Brandwüste

James Dashner , Anke Caroline Burger
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2012
ISBN 9783551520357
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension möchte ich mal ein bisschen anders beginnen! Ich muss zunächst loswerden, dass ich es überhaupt nicht verstehen kann, weshalb die Bücher von James Dashner in Deutschland nicht genauso bekannt sind wie die "Tribute von Panem"-Reihe von Suzanne Collins. Die meisten Dystopien werden ja doch immer wieder an dieser Reihe gemessen und James Dashner ist jemand, der in diesem Vergleich auch richtig gut abschneidet. Vom Gefühl her habe ich "Die Auserwählten" - und zwar beide bisher erschienenen Bände - mit noch mehr Neugier, Spannung und Begeisterung gelesen als "Panem". Also: wer die Bücher noch nicht kennt und so richtig spannende Dystopien - ganz ohne Liebeskitsch - vermisst, der sollte hier zugreifen!

Wenn ihr Band 1 "Die Auserwählten - Im Labyrinth" noch nicht kennt, solltet ihr an dieser Stelle lieber nicht mehr weiterlesen! Nachdem Thomas und die anderen Lichter aus dem Labyrinth entkommen sind und auf eine rosigere Zukunft hoffen, kommt natürlich alles ganz anders. James Dashner lässt ihnen nur wenig Ruhe, bevor er sie ins nächste - noch gefährlichere - Abenteuer katapultiert. Und als Leser wird man mit in dieses Buch hineinkatapultiert, wie man es nur selten erlebt. Dieses Mal sind sie nicht in einem Labyrinth eingesperrt, sondern müssen sich durch eine brennend heiße Wüste schlagen - der Titel "Die Auserwählten - In der Brandwüste" verrät es schon. Dass es manchmal fast besser ist, eingesperrt zu sein als im Freien, wird ihnen ziemlich schnell klar. Was den Jungen dort passiert, erzählt der Autor schonungslos ehrlich und detailliert, man ist total mitgerissen. Denn nicht nur die schreckliche Hitze erwartet sie in der Wüste - dort lauert noch viel Schlimmeres auf sie!

Der Spannungsfaden reißt im Buch nie ab und auch die Figuren sind wunderbar und interessant gezeichnet. Mir gefällt dabei immer wieder sehr gut, dass die Abgrenzung in Gut und Böse eher schwimmend verläuft und man sich nie sicher sein kann, wem zu trauen ist und wem eher nicht. Intrigen werden gesponnen, Freunde verraten - oder doch nicht? - und Vieles ist nicht das, was es zunächst scheint.

Toll sind auch diese Einblicke, die James Dashner nach und nach bietet, wenn es um die Hintergründe der Experimente mit den Jugendlichen geht. Was genau haben eigentlich die Schöpfer im Sinn? Und welche Rolle spielt Thomas in diesem grausamen Spiel? Gibt es irgendeine Rechtfertigung für das, was die Figuren durchstehen müssen und wenn ja, was kann noch furchtbarer sein, dass etwas in dieser Form nötig wird? Voller Neugier wartet man auf mehr!

Ich freue mich auf das nächste Buch, das hoffentlich noch mehr Licht ins Dunkel bringt. Dass es genauso fesselnd und mitreißend geschrieben sein wird, daran lässt mir James Dashner keine Zweifel - ich glaube, er kann gar nicht anders. Im Original sind schon Band 3 sowie ein Prequel erschienen, sodass ich hoffe, dass die Übersetzungen nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Für alle Liebhaber von richtig gut durchdachten Spannungsromanen, deren Figuren auch noch zum Leben erwachen, ist James Dashner mit "Die Auserwählten" eine echte Empfehlung!

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter
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(564)

971 Bibliotheken, 28 Leser, 7 Gruppen, 167 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick
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(158)

291 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

liebe, hochzeit, london, flugzeug, familie

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke , Jennifer Smith
Fester Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.02.2012
ISBN 9783551582737
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Der Zauberer der Smaragdenstadt
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(95)

133 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

kinderbuch, märchen, zauberer, smaragdenstadt, freundschaft

Der Zauberer der Smaragdenstadt

Alexander Wolkow , Leonid Steinmetz
Fester Einband: 213 Seiten
Erschienen bei LeiV- Leipziger Kinderbuchverlag GmbH, 01.01.1995
ISBN 9783928885058
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Das Land der verlorenen Träume
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(192)

399 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 67 Rezensionen

dystopie, liebe, hebamme, gaia, sylum

Das Land der verlorenen Träume

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 15.02.2012
ISBN 9783453267282
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Bereits der erste Band der Reihe um das Mädchen Gaia – Die Stadt der verschwundenen Kinder – hatte mich tief in seinen Bann gezogen. Gerade ist bei Heyne fliegt endlich der 2. Band “Das Land der verlorenen Träume” erschienen und dieses Buch hat es wirklich in sich. Gleich von Beginn an war ich noch mehr von der Geschichte begeistert, als schon beim Vorgänger. Caragh O’Brien hat ein großartiges Talent, den Leser in eine für ihn neue Welt zu versetzen und sie dabei ganz real erscheinen zu lassen!

Nach ihrer schnellen Flucht im Band 1 ist Gaia zu Beginn dieses Romans an ihrem körperlichen Ende angelangt. Noch schlimmer steht es um ihre Schwester Maya, die mehr tot als lebendig ist. Ihre Suche nach dem toten Wald hätte sie beinahe beide umgebracht. Doch sie werden von Chardo Peter gefunden und nach Sylum gebracht. Tatsächlich lebte dort einst Gaias Großmutter.

Das Leben in Sylum wird für Gaia nicht leicht, denn man nimmt ihr Maya weg und sie muss lernen damit zu leben, dass hier die Frauen bestimmen. In Sylum werden überdurchschnittlich wenige Mädchen geboren, sodass das Volk nach und nach auszusterben droht. Entsprechend hoch ist der Druck für die Bevölkerung und seine Matrarch, die ranghöchste Frau. Gaia findet das ganze System schrecklich und will sich nicht unterordnen. Zugleich nimmt sie aber ihre Arbeit als Hebamme wieder auf und versucht mehr über Sylum und das merkwüdige Ausbleiben von Mädchengeburten herauszufinden. Kann Gaia in Sylum glücklich werden und den dort lebenden Menschen helfen?

Die Bücher von Caragh O’Brien sind im aktuellen Hype der Dystopien eine absolute Entdeckung und Wohltat. Hat man das Gefühl, jede Dystopie gleiche der anderen und die Autoren lassen sich nichts wirklich Neues mehr einfallen, ist das hier ganz und gar nicht der Fall. Besonders die Bedeutung von Kindern für die Gesellschaft im Buch finde ich sehr interessant. Es wird ganz deutlich, wie wichtig Kinder für einen gesunde und funktionierende Gesellschaftsform sind.

Als Leser hat man Gaia sicher bereits im ersten Buch sehr ins Herz geschlossen, doch in der Fortsetzung ist sie einem noch näher. Entsprechend fühlt und leidet man mit ihr in jeder Situation mit und kann ihre Rebellion gegen Ungerechtigkeiten und ihren Willen glücklich zu leben förmlich in sich selbst spüren. Das 16-jährige Mädchen ist zugleich stark, klug, aber auch zerbrechlich und unsicher – für jugendliche Leserinnen ist sie bestimmt ein Vorbild. In ihrem jungen Alter musste sie bereits so viel durchmachen und erleben und trotzdem gibt sie niemals auf! Dass sie zudem nicht frei von Schwächen ist, macht sie besonders sympathisch.

Auch die Liebesgeschichte in “Das Land der verlorenen Träume” gefällt mir sehr gut, da diese – gerade im Gegensatz zu vielen aktuellen Jugendbüchern – nicht so durchschaubar und weniger kitschig ist. Hierbei bemerkt man ganz deutlich den Einfluss der Regeln und Bräuche in Sylum auf Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Glaubhaft erzählt die Autorin von Gaias innerem Konflikt in dieser heiklen Situation!

Caragh O’Briens dystopische Jugendbuchreihe ist ein mitreißendes Abenteuer für Jugendliche und Junggebliebene. Sie fesselt von der ersten bis zur letzten Seite und lässt den Leser mit großen Erwartungen und Vorfreude auf die nächste Fortsetzung zurück.

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Daughter of Smoke and Bone
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(350)

677 Bibliotheken, 11 Leser, 12 Gruppen, 141 Rezensionen

engel, liebe, prag, chimären, fantasy

Daughter of Smoke and Bone

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 23.02.2012
ISBN 9783841421364
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Dash & Lilys Winterwunder
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(40)

97 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

weihnachten, liebe, jugendbuch, new york, notizbuch

Dash & Lilys Winterwunder

Rachel Cohn , David Levithan , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.09.2011
ISBN 9783570161166
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

"Dash & Lilys Winterwunder" vom Autorenduo David Levithan und Rachel Cohn ist ein wunderbares Wohlfühlbuch. Bereits mit dem ersten Satz hat mich dieser Roman, der jedes Leserherz erwärmen wird, vollkommen in seinen Bann gezogen. Für einen Bücherwurm könnte es auch nicht schöner anfangen, als in einer wirklich großen Buchhandlung:

Der Junge Dash ist gerade in seiner Lieblingsbuchhandlung Strand unterwegs und findet beim Stöbern ein rotes Notizbuch. Darin gibt ihm ein Mädchen namens Lily Anweisungen, die er befolgen soll. Er muss bestimmte Bücher im Laden finden und auf einen Lösungssatz für Lilys kleines Rätsel kommen. Und Dash schafft das Außergewöhnliche: er findet die Lösung und spielt Lilys Spiel mit.

Fortan geht das Notizbuch immer zwischen den beiden hin und her - sie teilen Informationen über sich, spannen Freunde und Familie mit ein und führen sich dabei durch das gesamte vorweihnachtliche New York. Während dieser Zeit treffen sie sich jedoch nie, sondern bauen immer mehr Vertrauen und Gefühle durch die Texte im roten Notizbuch füreinander auf. Beide haben dieses Jahr kein so schönes Weihnachten vor sich, aber dieses kleine Büchlein und ein jeweils fremder Mensch, der dieses Spiel mitspielt, machen alles richtig aufregend. Doch haben sie auch den Mut, sich wirklich kennen zu lernen?

Dieses Buch ist zauberhaft! Gerade für die Vorweihnachtszeit erzählt es eine berührende Geschichte, in der sich zwei ganz besondere Figuren auf eine aufregene Art und Weise kennen lernen. Mich haben die kleinen Rätsel und Geschichten im Notizbuch begeistert - mitzulesen und immer mehr zu erfahren, hat etwas geheimnisvolles und ganz intensives. Selten kommt man Menschen nur durch Wörter, die man liest, so nahe. Die beiden Autoren haben mit Lilys und Dash liebenswerte Hauptfiguren geschaffen. Und auch die anderen Figuren im Buch haben es mir ehrlich angetan.

"Dash & Lilys Winterwunder" ist ein wunderschönes Buch, über eine sich entwickelnde Liebe, die Weihnachtszeit und die Liebe zu Büchern. Es zeigt, auf berührende Art und Weise, wie toll es ist, jemanden zu haben, dem man vertrauen und mit dem man alles teilen kann. Zwar handelt es sich um ein Jugendbuch, doch ich würde es auch jedem Erwachsenen empfehlen, der gern Weihnachtsbücher und besondere Liebesgeschichten liest.

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Das also ist mein Leben
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(118)

248 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 35 Rezensionen

jugendbuch, liebe, freundschaft, briefe, missbrauch

Das also ist mein Leben

Stephen Chbosky , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.09.2011
ISBN 9783453267510
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ab und zu entdeckt man sie, diese Bücher, die einen beim Lesen verzaubern, die gar nicht mal großartig spannend und aufregend sein müssen, sondern durch eine wunderschöne Sprache und liebenswerte Hauptfiguren überzeugen. Das soll jetzt aber nicht heißen, das dieses Buch langweilig war, nein, das war es überhaupt nicht. Ein solches Buch ist für mich auf jeden Fall "Das als ist mein Leben" von Stephen Chbosky, das eine Neuauflage des vor über 10 Jahren erschienenen Romans "Vielleicht wieder morgen" ist. Ich bin sehr froh, dass dieses Buch - mit neuem Titel und in neuer Aufmachung - nun einmal mehr an die Leser gebracht wird, ich bin wirklich hin und weg davon.

Charlie ist 16 Jahre alt und zu einer meiner liebsten Buchfiguren geworden. Man hat immer das Gefühl, dass er ein bisschen ehrlicher und höflicher als die meisten ist, ohne dabei aufgesetzt zu wirken oder künstlich. Nein, Charlie ist so wie er ist und ich finde ihn ganz fantastisch. Er liebt Bücher, seine besten Freunde, liebt es über die Geschehnisse in der Welt nachzudenken und liefert dem Leser genau dadurch einen ganz besonderen, für viele sicher neuen Blickwinkel aufs Leben. Trotz aller Niederlangen, Ängste und Sorgen sieht er doch das Gute und strahlt eine unbändige Hoffnung aus. Und egal, was auch geschehen mag, irgendwie wird doch wieder alles gut, wenn man es nur versucht und fest daran glaubt. Charlie ist stark!

Hierzu passt perfekt der erste Satz des Buches, der hier zugleich als (Unter)Titel ausgewählt wurde: "Das also ist mein Leben und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann." Geht es nicht jedem in Charlies Alter und eigentlich das ganze Leben lang so? Glück und Trauer wechseln sich ab, Niederlagen und Erfolge... - doch für die meisten steht fest: das Leben ist schön, man muss es nur wissen und genießen können und sich von all den kleinen, alltäglichen Problemen nicht runterziehen lassen. Für mich stellt Charlie in seinem Tagebuch das Leben in all seiner Schönheit dar, was durch die besondere Eleganz und Feinfühligkeit im Sprachstil wunderbar untermalt wird.

Um glücklich zu sein, muss man nicht perfekt sein. Man muss nicht schön sein, viel Geld haben, superintelleigent sein und was sonst noch viele von sich selbst erwarten - ist man zufrieden mit sich, genießt das Leben und ist gut zu seinen Mitmenschen, dann wird sich schon alles positiv entwickeln. Diesen Eindruck haben mir Charlie, seine Geschichte und vor allem der tolle Autor Stephen Chbosky vermittelt. Ein wahres Lieblingsbuch für Jugendliche wie für Erwachsene!

Zusatz: Sehr gespannt bin ich auch auf die Verfilmung des Buches, die 2012 oder 2013 in die deutschen Kinos kommen soll. Besonders freue ich mich über die Besetzung der Sam (das Mädchen, das Charlie liebt) mit Emma Watson. Sie passt perfekt zur Rolle. Es kann somit eigentlich fast nur gut werden, auch wenn ich bei Buchverfilmungen sehr skeptisch bin, weil sie nur selten auch nur ansatzweise die Tiefe eines Buches widerspiegeln können.

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Du oder das ganze Leben
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(428)

682 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 136 Rezensionen

liebe, gang, alex, brittany, freundschaft

Du oder das ganze Leben

Simone Elkeles , Katrin Weingran
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.01.2011
ISBN 9783570307182
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Es kommt immer mal wieder vor, da redet so ziemlich jeder über ein bestimmtes Buch. Und ich frage mich die ganze Zeit, was daran wohl so besonders ist. Bei “Du oder das ganze Leben” von Simone Elkeles war das genau der Fall. Das Cover sprach mich nicht richtig an und die Inhaltsbeschreibung klang im ersten Moment auch nicht außergewöhnlich. Trotzdem geriet dieses Buch wieder und wieder in meinen Blick. Nach dem Lesen kann ich nun sagen: zum Glück!

Bei diesem Jugendroman von Simone Elkeles handelt es sich um eine besonders feinfühlige und sehr dramatische Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen, die sich eigentlich nicht lieben dürften. Herkunft und Zugehörigkeiten machen eine Beziehung nahezu unmöglich. Trotzdem kommen sich die überall beliebte und stets perfekt zurechtgemachte Brittany und der zu einer gefährlichen Gang gehörende Alex immer näher. Anfangs sind sie nur Partner im Chemieunterricht und können sich nicht wirklich ausstehen. Doch wie das Leben eben manchmal spielt, ändert sich das mit der Zeit, weil beide immer mehr hinter die Fassade des jeweils anderen blicken können.

Sowohl Alex als Auch Brittany tragen ihre ganz persönlichen Probleme und Geheimnisse mit sich herum. Und beide hatten bisher nicht die Möglichkeit, diese ernsthaft jemand anderem zu offenbaren. Deshalb spielen sie nahezu perfekt ihre Rollen, wenn da nicht der jeweils andere wäre, der plötzlich einen Blick auf die Wahrheit erhascht. Was werden Alex’ Gang und Brittanys Familie wohl zu dieser Liebe sagen?

“Du oder das ganze Leben” ist ein Roman, der mit sehr viel Gefühl fürs Wesentliche geschrieben wurde. Was mir besonders gut daran gefällt, ist, dass die Geschichte eindringlich darstellt, dass viele Vorurteile die man aufgrund von Äußerlichkeiten bzw. des äußeren Scheins hat, eben nicht der Wahrheit entsprechen. Eine ‘Beauty-Queen’ muss aufgrund ihres Stylings noch lange nicht oberflächlich oder gar dumm sein. Und ein Junge, der in einer Gang ist, macht das häufig nicht, weil er gewaltätig ist. Simone Elkeles räumt mit dieser Geschichte mit einigen Klischees auf, was sie besonders für Jugendliche, aber auch Erwachsene so lesenswert macht.

Der Roman hat mich sehr berührt und durchweg gefesselt. Ein Buch dieser Art hatte ich bisher noch nicht gelesen. Dabei ist es der Autorin besonders hoch anzurechnen, dass sie die Beziehung zwischen Alex und Brittany niemals zu kitschig werden lässt . Trotz aller Schwierigkeiten, die die beiden haben, tauchen auch immer wieder ganz gewöhnliche Momente auf, die wohl in jeder Partnerschaft eine Rolle spielen. Dadurch wurde das Buch für mich nicht langweilig, sondern gewann noch an Glaubhaftigkeit dazu. Sehr zu empfehlen!

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Divergent
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(95)

140 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

dystopie, veronica roth, divergent, gesellschaft, chicago

Divergent

Veronica Roth
Fester Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 03.05.2011
ISBN 9780062024022
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dass “Divergent” eine von vielen Dystopien im Jugendbuch- bzw. YA-Bereich ist, wissen sicher die meisten schon. Ein Buch nach dem anderen erscheint in diesem Genre, ein absolutes Trendthema. Doch hierbei handelt es sich nicht um irgendeine unter vielen Dystopien. Sie ist gleichermaßen spannend, fesselnd und gespickt mit neuen Ideen. Nach Panem von Suzanne Collins und Band 1 von James Dashners “Die Auserwählten” kamen mir alle anderen Dystopien eher ruhig vor, fast muteten sie so an, als sollte eine Brücke zwischen den typischen Romantasy-Mädchen-Romanen und den echten Pageturnern unter den Dystopien geschaffen werden. Oft erschien die Liebesgeschichte wichtiger als die negative Vision einer zukünftigen Welt. “Divergent” ist kein solches Buch. Es ist ein echter Pageturner, es lässt einen nicht mehr los und genau deshalb ist es so lesenswert.

Was mir noch gefallen hat? Da wäre zum einen Beatrice – später Tris – die ihren ganz eigenen Kopf hat und deren Handlungen gefühlt zwar manchmal nicht nachzuvollziehen waren, die mich deshalb aber auch immer wieder überraschen konnte. Veronica Roth geht mit ihren Figuren nicht zimperlich um. Sie leben in einer gefährlichen Welt, auch wenn nach außen der Anschein gewahrt wird, dass alles in Ordnung ist, und genau das lässt sie den Leser immer mehr wissen und spüren. Auch gibt es nur wenige Figuren, denen man im Hinblick auf ihren Charakter trauen kann. Wer eben noch ein Freund war, kann unter dem großen Druck, der auf allen lastet, plötzlich schon zum Feind werden. Und an dieser Stelle möchte ich doch kurz den Inhalt anreißen.

Veronica Roth entwirft in ihrer mitreißnenden Jugenddystopie eine zukünftige Version von Chicago. Im Buch selbst erfährt man die Stadt nicht, aus Neugier habe ich aber mal recherchiert. Doch dieses Chicago hat mit der heutigen Stadt nichts mehr gemein. Die Gesellschaft hat sich in 5 Fraktionen aufgegliedert, die bestimmte Charaktereigenschaften und Ansichten vereinen. Es gibt die Abnegation, Amity, Candor, Dauntless und Erudite. Außerdem sind da noch diejenigen, die zu keiner Fraktion gehören und im Original ‘Factionless’ heißen. Auf eine Grundeinstellung der einzelnen Fraktionen kann man eigentlich schon anhand ihrer Namen schließen. Bei der Übersetzung ins Deutsche – “Die Bestimmung” – ist das nicht der Fall. Hier heißen die Fraktionen (in gleicher Reihenfolge wie die englischen genannt): Altruan bzw. Die Selbstlosen, Amite – Die Freundlichen, Candor – Die Freimütigen, Ferox – Die Furchtlosen und Ken – Die Gelehrten.

In der Regel gehören Jugendliche auch im Erwachsenenalter der gleichen Fraktion an, wie deren Eltern. Dennoch gibt es im Alter von 16 Jahren eine Art Auswahlzeremonie, in der sich alle Jugendlichen einem Test unterziehen müssen, dessen Ergebnis die am besten geeignete Fraktion ist. Noch wichtiger als Familie und Freunde ist im Buch immer die Fraktion. Die meisten vertrauen demnach auf ihr Ergebnis, manche entscheiden sich aber auch für eine andere Fraktion. Und dann gibt es noch Tris – ihr Test verläuft chaotisch und letztendlich ergibt sich, dass sie gleich zu mehreren Fraktionen passen könnte. Hierher rührt auch der Buchtitel “Divergent”, denn die Bezeichung für jemanden wie Tris lautet genau so. Doch wieso es für sie extrem gefährlich ist und für welche Fraktion sich Tris entscheidet, das möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Tatsache ist allerdings, dass sich für sie alles ändert, ihr Leben plötzlich gefährlich und voller Abenteuer zugleich ist – Kämpfe und Todesgefahr sind fortan an der Tagesordnung.

Ich lege euch “Divergent” wirklich ans Herz. Wenn ihr es noch nicht kennt, besorgt euch am besten gleich die Fortsetzung “Insurgent” dazu. Denn Band 2 setzt direkt an der Stelle an, an der Band 1 endet. Ihr könnt mir glauben, dass ihr am Ende von “Divergent” richtig neugierig sein werdet, wie es nun mit Tris und den anderen weitergeht. Da ist es extrem praktisch den zweiten Teil schon parat zu haben.

Für alle, die sich wenigstens eine kleine Liebesgeschichte in einem Buch wünschen, habe ich auch gute Nachrichten. Es gibt sie! Mir hat sie sehr gut gefallen, denn sie nimmt keine Rolle im Vordergrund ein, ist aber doch spürbar da.

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Die Tochter der Wälder
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(102)

239 Bibliotheken, 7 Leser, 6 Gruppen, 26 Rezensionen

irland, liebe, schwäne, fantasy, fluch

Die Tochter der Wälder

Juliet Marillier , Regina Winter
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur, 28.03.2011
ISBN 9783426509067
Genre: Science-Fiction & Fantasy

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Der Märchenerzähler
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(540)

1.067 Bibliotheken, 18 Leser, 12 Gruppen, 172 Rezensionen

märchen, liebe, mord, anna, drogen

Der Märchenerzähler

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.01.2011
ISBN 9783789142895
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Abel Tannatek, von allen nur Tannatek genannt, ist in seiner Schule und auch sonst ein Außenseiter. Er fehlt ständig im Unterricht, rennt in eigenartigen Klamotten rum und hat zudem den Ruf mit Drogen zu handeln. Abel ist ein Junge ohne richtige Freunde und mit wenig Hoffnung für die Zukunft. Aber dieser Abel kann auch anders sein als der Tannatek, den alle in ihm sehen. Nur seine Mitschülerin Anna erfährt wirklich, was es es mit ihm auf sich hat. Denn Abel ist eigentlich sehr sanft und feinfühlig, hat es nicht leicht im Leben und kümmert sich zudem rührend um seine kleine Schwester Micha.

Aber was ist dran an den Gerüchten um die Drogengeschichten, und wieso ist er nachts oder auch zu Unterrichtszeiten so häufig unterwegs? Den Jungen umgibt ein dunkles Geheimnis und in den Märchen, die er seiner kleinen Schwester und später auch Anna erzählt, steckt viel mehr Wahres als Abel, Micha, Anna und dem Leser lieb ist.

Dieser Roman der Autorin von Antonia Michaelis hat eine unglaubliche Sogwirkung. Man ist gefangen im Leben von Abel und Micha, durch die immer größere Nähe, die Anna zu den beiden aufbaut. Wie Anna fühlt man sich zunächst fast als ein Fremdkörper in der kleinen Welt, die sich die beiden Geschwister aufgebaut haben. Und genauso langsam, wie Anna ihnen immer näher kommt, tut es auch der Leser. Geheimnisse werden nach und nach aufgedeckt und durch die Märchenabschnitte, die Abel Micha teils zur Beruhigung, teils aber auch als Warnung erzählt, kommt man ihnen Stück für Stück näher. Doch mit jedem dieser Stücke wird man sich auch der Wahrheit bewusster, die man andererseits am liebsten gar nicht kennen würde.

Das Buch ist zugleich eine Geschichte über Freundschaft, zerüttete Familienverhältnisse und das Erwachsenwerden. Außerdem enthält es Thrillerelemente, die die sowieso schon immense Spannung durch die schwierige Situation von Abel und Micha noch zusätzlich steigert. Zudem ist es kein wirkliches Jugendbuch, ich würde es eher erst ab 16 Jahren empfehlen, aufgrund der brisanten Thematik. Die Geschichte geht extrem nahe und konfrontiert mit Situationen, die zutiefst schockieren oder auch berühren. Dank des sprachlichen Feingefühls der Autorin und der Rückzugsmöglichkeit in den Märchenabschnitten, wird es aber nicht zu dramatisch. Durch die stets hoffnungsvolle Micha gibt es immer mal wieder Auflockerung - sie ist so stark und verliert nie den Blick für das Gute, dass sie schnell zu meiner Lieblingsfigur wurde.

"Der Märchenerzähler" ist ein Buch, das auch lange nach dem Lesen noch nachwirkt und zum Nachdenken anregt. Diese Geschichte kann man einfach nicht vergessen, sie bleibt im Gedächtnis und ich finde, das ist es, was wirklich gute Bücher bewirken sollten. Ich habe vorher noch nie etwas in der Art gelesen. Es handelt sich hier um ein absolutes Ausnahmebuch von einer Ausnahmeautorin! Unbedingt zu empfehlen, aber nur, wenn man starke Nerven hat und sich intensiv mit einem Buch auseinander setzen möchte.

Jetzt bin ich schon gespannt auf das im August erscheinende, neue Buch von Antonia Michaelis mit dem Titel "Die Worte der weißen Königin". Hierbei handelt es sich aber noch weniger um ein Jugendbuch. Es ist eher eines für Kinder oder Erwachsene. Zudem steht es in keinem Bezug zu "Der Märchenerzähler", was man aufgrund der Covergestaltung doch leicht vermuten könnte.

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Das Lied der Träumerin
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(86)

160 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 45 Rezensionen

musik, liebe, london, tod, träume

Das Lied der Träumerin

Tanya Stewner
Fester Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 08.03.2011
ISBN 9783841421166
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Dass Tanya Stewner eine großartige Kinderbuchautorin ist, wusste ich schon, seit ich vor einigen Jahren mal einer 5. Klasse "Liliane Susewind" vorstellte - nicht nur die Kleinen, sondern auch ich waren vollkommen gefesselt vom Ideenreichtum und der bezaubernden Art der Autorin die Welt zu sehen bzw. ihrer Figuren sie zu sehen. Auch in "Das Lied der Träumerin" hat der Leser das Vergnügen ganz besonderen Figuren zu begegnen, die ihn berührenen und auf einem Stück ihres Weges mitnehmen. Dabei geht es sowohl spannend, lustig, lebensfroh als auch tragisch zu.

Dieses Buch ist sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene umbedingt zu empfehlen. Lange ist mir kein Buch mehr so zu Herzen gegangen, wie dieses. Die ganze Geschichte über merkt man, dass die Autorin mit ihrer ganzen Seele selbst in diesem Buch steckt und es nicht nur eine erfundene Geschichte ist, sondern auch einen großen Teil ihrer selbst widerspiegelt. Denn es ist eine Geschichte über eine wahre Träumerin - Angelia Fortis. Ihr Traum ist es und war es schon immer Musik zu machen. Klavierspielen und Singen ist alles für sie und so verfolgt sie ihren Traum zielstrebig und voller Lebenslust.

Als Angelias Vater stirbt, löst sie sich endlich auch von ihrer Mutter und macht sich auf nach London, die ehemalige Heimat ihres Vaters. Dort hofft sie, sich ihren Traum erfüllen zu können. Zusammen mit zwei Brüdern - Jeremy und Josh - lebt sie fortan zusammen und zu beiden geht sie nicht nur eine besondere Beziehung ein, sondern sie lehren sie auch viel über das Leben. Doch nicht nur Angelia lernt, auch der Leser lernt bei diesen ganz unterschiedlichen Figuren, dass die eigene Sicht der Dinge nun mal nicht für jeden Menschen gilt, dass jeder seinen eigenen Weg geht und seine eigenen Entscheidungen trifft und treffen muss. Auch wenn das für Träumer wie Angelia manchmal gar nicht so leicht zu verstehen ist. Über die Rolle von Jeremy und Josh möchte ich hier nicht mehr verraten, um die Spannung nicht zu verderben, aber so viel sei gesagt: die beiden umgibt ein großes Geheimnis, das schlussendlich auch Angelia zweifeln lässt, wo sie doch sonst so zielstrebig durchs Leben geht.

Dieses Buch ist für mich Musik! Und es ist Leben! Ich kann mich nicht erinnern, schon mal ein Buch gelesen zu haben, dass derart vor Lebensfreude strotzt und den Leser genau dadurch mitreißt. Während man liest, möchte man am liebsten mit Angelia und Josh durch die Wohnung tanzen, draußen im Regen rumspringen und dabei laut singen oder wildfremde Menschen ansprechen und ihnen von seinen Träumen erzählen. Bücher, die nicht nur Buch bleiben, sondern sich ein Stück weit auch auf das reale Leben der Leser auswirken, sind es, die wirklich lesens- und liebenswert sind. Genau so ein Buch ist "Das Lied der Träumerin". Oft habe ich mir passend zur Musik im Buch auch Musik angehört und musste auch ab und zu mal Pausen machen, um zwischen Musik und Buch zu wechseln, um diese auch intensiv wahrnehmen zu können. Was für eine Freude für jemanden wie mich, der Musik genauso sehr liebt wie Bücher.

Fazit: Ein traumhaft schönes Buch, das nicht nur zum Träumen einlädt, sondern dazu, sich seine Träume wirklich zu erfüllen. Denn Angelia macht es vor und gibt auch dem Leser, selbst wenn er sonst kein wirklicher Träumer ist, den Mut einen Schritt in diese Richtung zu gehen!

Meine Träumerlieder zu diesem Buch waren übrigens:

Talking to the Moon - Bruno Mars
Pushig Forward - Lena
Take me as I am - Rumer
Mr. Curiosity - Jason Mraz

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Delirium
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(18)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

dystopie, liebe, jugendbuch, freundschaft, usa

Delirium

Lauren Oliver
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 01.02.2011
ISBN 9780061726828
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Liebe ist doch die schönste Sache der Welt! Oder? Die meisten von uns sind sicher der Ansicht, dass dieser kleine Satz stimmt und er eine große Bedeutung hat. Doch nicht so in "Delirium" von Lauren Oliver. Hier wird Liebe als Krankheit betrachtet - Amor Deliria Nervosa - die Liebeskrankheit. Sie geht mit den verschiedensten Symptomen einher und kann bis in den Tod führen. Aus diesem Grund muss jeder pünktlich geheilt werden und sich einer entsprechenen Prozedur unterziehen.

Lena ist fast 18 Jahre alt und damit steht auch ihr die Prozedur kurz bevor, um sie vor der Liebeskrankheit zu bewahren. Besonders, da ihre Mutter früher selbst infiziert war und durch die Krankheit sogar den Tod fand, ist es an der Zeit. Und Lena selbst ist umso nervöser durch ihre Erinnerungen an ihre Mutter. Was wird mit ihr geschehen bei dieser Prozedur? Bleibt mehr als nur die Narben im Nacken zurück? Wie soll ihr Leben, so vollkommen bestimmt von anderen, weitergehen? Lena weiß es nicht, versucht sich aber bestmöglich unterzuordnen. Bis, ja bis sie Alex kennen lernt und damit lernt, was es heißt zu lieben und wie viel Wert ein selbstbestimmtes Leben hat.

Fortan sieht Lena ihr eingesperrtes Leben in Portland mit ganz anderen Augen. Sie hat Alex und will keinen vorgeschriebenen Partner zugeteilt bekommen. Wie kann man den Menschen das Lachen und die Gefühle nehmen? Wie soll man ohne Gesang, Tränen und eben Liebe leben? Sie weiß es nicht mehr und begibt sich in große Gefahr. Wird ihre Liebe zu Alex bestehen können oder wird durch die Prozedur alles anders? Lest selbst!

Lauren Oliver hatte mich schon mit ihrem Roman "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" (engl. 'Before I fall') begeistert und sehr nachdenklich gemacht. Sie beherrscht es perfekt eine Geschichte mit wenigen übersinnlichen Elementen so real wirken zu lassen, dass man sich während des Lesens viele Gedanken macht und wirklich über das Leben sowie Sinn und Unsinn nachdenkt. Was ist wirklich wichtig im Leben? Diese Frage beantwortet die Autorin inl ihren Büchern und lässt den Leser glücklicher daraus auftauchen, einfach weil er etwas Wichtiges dazu gelernt hat.

In "Delirium" macht sie gerade durch die Tatsache, dass Liebe eigentlich verpöhnt, ja selbst das Wort 'verboten' ist, ganz deutlich, wie wichtig Liebe für einen jeden Menschen ist. Selbst wenn sie manchmal schmerzhaft ist, ist sie doch das Wichtigste was wir haben. Dabei entwickelt die Autorin aber keinen Teenie-Kitsch-Roman, sondern geht auf die komplette Bedeutsamkeit dieses ganz besonderen Gefühls ein. Ob Liebe für Familienmitglieder oder für den Partner - das Buch liefert eine umfassende und berührende Darstellung. Je weiter man liest, desto glücklicher schätzt man sich selbst, ein solches Gefühl ganz frei erleben und erfahren zu dürfen. Denn den meisten Figuren in der Geschichte bleibt das - und noch vieles mehr - verborgen.

Mit ihrem sprachlichen Feingefühl und den wunderbar herausgearbeiteten Figuren entführt Lauren Oliver den Leser in eine Welt voll Schranken, die aber durch wenige, mutige Figuren geöffnet werden. Trotz all der Beengtheit durch Ausgangsperren und andere Restriktionen symbolisiert die Geschichte Freiheit und Hoffnung. Genau das ist es, was jugendliche und erwachsene Leser an diesem Buch begeistern und mitreißen wird.

Ein Buch voll Liebe!

Nachsatz: Teilweise hat mich das Buch an "Die Auswahl" (engl. 'Matched') von Ally Condie erinnert, wo Liebe ebenfalls nur eingeschränkt möglich ist und man seinen Partner zugeteilt bekommt. In beiden Büchern kämpfen die Hauptfiguren um die Möglichkeit frei zu lieben und zu lieben, wen sie eben möchten. Dabei hat mich "Delirium" noch mehr beeindruckt und berührt, obwohl mir "Die Auswahl" bereits wirklich gut gefallen hatte. "Delirium" ist der erste Band einer Trilogie. Ich bin ganz froh, dass ich es gerade auf der Website der Autorin gelesen habe, denn das Ende war mir doch etwas zu offen.

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Der Sturm
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(248)

396 Bibliotheken, 5 Leser, 8 Gruppen, 47 Rezensionen

das tal, college, sturm, jugendbuch, thriller

Der Sturm

Krystyna Kuhn
Flexibler Einband: 265 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.11.2010
ISBN 9783401065311
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mich Band 1 von Krystyna Kuhns "Das Tal"-Reihe damals förmlich umgehauen hatte und mir Band 2 wiederum nur mittelmäßig erschien, war ich sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es im 3. Buch "Der Sturm" weitergeht.

Dieses Mal wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Chris und Debbie erzählt, wobei man sich als Leser ganz klar Chris näher fühlt. Für die beiden und ihre Freunde wird es in diesem Buch noch gefährlicher als schon zuvor. Es steht der Remembrance Day an, ein Tag zum Gedenken der Toten, und genau an diesem Wochenende haben die Studenten mal College-frei. Chris und Julia, die mittlerweile bekanntermaßen ein Paar sind, wollen sich die Chance nicht entgehen lassen und endlich mal ein Wochenende allein verbringen. Darauf hat Chris ewig gespart. Doch natürlich kommt alles anders als gedacht.

Erst ist es nur leichter Schneefall, doch dann entwickelt sich alles zu einem Schneesturm, der einem Endzeitroman entspringen könnte. Trotzdem machen sich Chris und Julia zusammen mit Ben, Rose und Debbie auf den Weg. Doch weit kommen sie nicht, denn Chris verliert die Kontrolle über den Wagen und sie fahren in einem Baum. Zum Glück sind alle noch in der Lage, sich durch den Schneesturm zu Fuß zurück zum College zu kämpfen, auch wenn Debbie eine ordentliche Platzwunde am Kopf abbekommen hat. Dort jedoch wird es erst richtig schlimm: Sie kommen nicht ins College und draußen wird es kälter und kälter, dabei müssten doch die Sicherheitsmänner sie reinlassen. Irgendetwas Merkwürdigens spielt sich hier ab und schon bald geht es um viel mehr, als nur einer ordentlichen Unterkühlung zu entgehen.

Mit diesem dritten Buch übertrifft sich Krystyna Kuhn noch einmal selbst, was den Spannungs- und Gruselfaktor angeht. Für die Figuren geht es nun wahrlich um Leben und Tod und immer wenn man denkt, die Situation könnte nicht mehr brenzliger werden, kennt man die Autorin aber schlecht. Tiefer und tiefer schlittert der Leser zusammen mit den Figuren ins Unglück und ist sich bald sehr unsicher, wo es hier noch einen Ausweg geben kann - abgeschottet vom Rest der Welt!

Die beiden Erzählperspektiven in diesem Buch haben mir erstaunlich gut gefallen - gerade auf Debbies Sicht der Dinge hatte ich mich eher weniger gefreut. Aber ich habe falsch gelegen, denn jetzt ist Debbie für mich erst richtig interessant geworden und auch grundsätzlich bekommen die Figuren mehr Farbe. Krystyna Kuhns Theorie mit jedem Band auch die Erzählperspektiven zu wechseln, geht wirklich auf! Mittlerweile liegt mir jede der Figuren am Herzen, sei sie auch noch so verschroben, aber wenn man erstmal ihre Sicht der Dinge erfahren hat, fühlt man sich ihr gleich näher. Schwierig dabei ist einzig und allein die Tatsache, dass man niemandem so richtig trauen kann. Oder sollten die 5 Freunde eine Ausnahme sein? Ich bin mir unsicher...

Was ich mir ab und zu von der Story gewünscht hätte, wäre ein kleiner Lichtblick gewesen. Mir fehlten ein wenig die positiven Momente, die die Hoffnung in der durchweg ausweglos erscheinenden Situation aufrecht erhalten. Aber vermutlich ist es genau dieses Grauen, das das Tal ausmacht. Hier ist nichts locker und leicht. Alles scheint aus einem bestimmten, unerfindlichen Grund zu geschehen und es bleibt sehr fraglich, ob man diesen überhaupt erfahren möchte. Dennoch hätte die Liebesgeschichte zwischen Julia und Chris gern explizierter werden dürfen oder Ben hätte sich gut für den ein oder anderen Spaß, in der ansonsten so düsteren Geschichte, geeignet.

Diese Kritik ist aber nur minimal, und eigentlich nicht weiter zu beachten, bei einem so spannenden und gut durchdachten Jugendthriller, bei dem sich sicher auch die meisten Erwachsenen ordentlich fürchten werden.

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Die Flammende
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(317)

626 Bibliotheken, 9 Leser, 8 Gruppen, 65 Rezensionen

liebe, fantasy, monster, krieg, fire

Die Flammende

Kristin Cashore , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 07.01.2011
ISBN 9783551582119
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Kristin Cashores Talent, Gefühle und damit Figuren lebendig werden zu lassen, ist es, das mich so sehr bei ihren Büchern fasziniert. "Die Beschenkte" war bereits ein großartiger Jugendroman über Mut, Freundschaft, Liebe und Gerechtigkeit. All das hat auch "Die Flammende", und außerdem erzählt das Buch eine ganz neue, einzigartige Geschichte. Abermals nimmt die Autorin den Leser mit in eine fremde Welt, die während des Lesens schon bald zur eigenen wird und deren Figuren man lieben lernt.

Die Handlung dieses zweiten Romans ist einige Jahrzehnte vor "Die Beschenkte" angesiedelt und abermals geht es um einen Ort, der durch Machtspiele und Intrigen für kaum jemanden sicher ist. Zwischen den Königreichen in den Dells bahnt sich ein Krieg an und Fire - die Flammende - ist eine wichtige "Spielfigur" darin. Die 17-Jährige ist ein menschliches Monster, nur sind Monster bei Kristin Cashore nicht das, was man sich überlicherweise darunter vorstellt. Monster gibt es in jeder Tierart, doch Fire ist das einzige menschliche Monster. Sie unterscheiden sich von "normalen" Lebewesen durch ihre außergewöhnliche Schönheit und Farbenpracht. Zudem haben sie auf Menschen wie Tiere eine immense Anziehungskraft. Doch Fire kann noch mehr: Sie spürt die Gedanken und Emotionen der Menschen um sich herum und kann sogar Einfluss auf deren Gedanken, Handlungen und Gefühle nehmen. Auch ihr Vater Cansrel konnte das, nutze seine Gabe aber gegen andere aus. Nur Fire liebte er wirklich.

Fire will nicht so werden wie ihr Vater und versucht sich möglichst verdeckt zu halten, hat sich sogar geschworen, nie das Bewusstsein anderer Menschen zu beeinflussen. Doch bald muss sie ihre Einstellung überdenken, als das Reich des jungen Königs Nash in einen Krieg zu geraten droht, in dem sich, so scheint es, alle anderen gegen ihn und sein Königreich verbündet haben So reist Fire an Nashs Hof, lernt dessen Bruder Brigan, aber vor allem auch neue Freunde kennen. Fires Aufgabe soll es nun sein, herauszufinden, was die Gegner des Königreichs vorhaben, doch das stellt sich als komplizierter als vermutet heraus. Trotz der Furcht vor dem kommenden Krieg, entwickelt sich für Fire auch viel Positives. Plötzlich sind Freunde und vor allem die Liebe dort, wo sie sie eigentlich nie vermutet hätte. Doch wird alles gut gehen?

Wie Lady Fire persönlich scheint Kristin Cashore eine unbeschreibliche Wirkung auf ihre Leser zu haben. Es ist, als lege sie einen Bann auf sie, der sie immer tiefer und eindringlicher in die Geschichte hineinzieht und darin verwickelt. Fire ist schon bald keine Fremde mehr für den Leser, sonder ein Mensch - wenn auch ein Monster - aus Fleisch und Blut, mit dem man gern Freundschaft schließen, den man trösten und mit dem man zusammen sein möchte. Gleiches gilt für die vielen anderen liebenswerten Personen im Buch: Musa, Mila, Brigan ... .

Die Gefühle, die das Buch "Die Flammende" heraufbeschwört, sind so wirklich und ehrlich, weil Kristin Cashore ihre Figuren bedacht, aber nicht emotionslos handeln lässt. Sie gehen nicht kopflos vor Liebe durchs Leben, sondern denken auch an das höhere Wohl und nicht nur an sich selbst, versinken zwar manchmal in Selbstmitleid, rappeln sich dann aber doch wieder auf und kämpfen für ihr Glück: Sie sind stark, voll Gefühl und echt! Genau deshalb leben diese Bücher auch so. Zwar spielen sie in einer fremden Welt aber doch könnte man meinen, man müsste sich nur auf den Weg machen und schon wäre man dort.

Diese zwei Bücher lassen mich mit großer Hoffnung zurück, dass es noch viel viel mehr von dieser jungen talentierten Autorin zu lesen geben wird. Im September dieses Jahres wird erstmal die englischsprachige Ausgabe von "Bitterblue" erscheinen. Es geht jetzt also einige Jahre nach "Die Beschenkte" weiter, und mit wem als Hauptfigur, das wissen alle Leser des ersten Buches ja auch schon. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf, denn Bitterblue war mir von Anfang an sympathisch. Einmal mehr, da bin ich mir sicher, können wir uns auf eine spannende, liebevolle Geschichte über eine starke Frau freuen!

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Die Auserwählten - Im Labyrinth
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(153)

317 Bibliotheken, 8 Leser, 6 Gruppen, 47 Rezensionen

dystopie, labyrinth, lichtung, läufer, thomas

Die Auserwählten - Im Labyrinth

James Dashner , Anke Caroline Burger
Fester Einband: 489 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 15.03.2011
ISBN 9783551520197
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Stell dir vor, du kannst dich an nichts mehr richtig erinnern.
Du kennst zwar Gegenstände und Sprache, kannst alles aber nicht mehr in Beziehung zu bestimmten Situationen oder Menschen bringen. Überhaupt kannst du dich weder an Freunde noch Familie erinnern. Deine ganze Vergangenheit ist ein großes, schwarzes Loch.
Apropos schwarzes Loch - du befindest dich soeben in vollkommener Dunkelheit. In einem Raum, der sich plötzlich bewegt. Du weißt nicht, wo du bist und hast Angst!

Mit dieser klaustrophobischen Situation beginnt die Dystopie "Die Auserwählten - Im Labyrinth" und führt ihren Protagonisten Thomas, ungefähr 16 Jahre, ein. Denn er ist es, der kaum noch Erinnerungen hat und plötzlich gefühlte Ewigkeiten in einem stockdunklen Fahrstuhl nach oben fährt und fährt... und er kommt auf einer Lichtung an, auf der sich lauter Jungen, etwa im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, befinden. Wo ist er nur gelandet? Thomas hat es als Frischling unter den Jungs nicht leicht und muss sich immer wieder beweisen. Fragen sollen nicht gestellt werden, er muss die Klappe halten und gut. Trotzdem erfährt er schon bald, dass sie sich alle in einer Art Labyrinth befinden und die anderen Jungen schon seit über 2 Jahren nach einem Ausgang suchen: ohne Erfolg! Die Wände des Labyrinths verschieben sich jede Nacht und Thomas sitzt nun, wie die anderen auch, an diesem unsäglichen Ort fest. Hinzu kommt, dass hauptsächlich nachts furchtbare Kreaturen names Griewer umherstreifen. Eine Begegnung mit ihnen hat bisher fast niemand überlebt.

Wieso befinden sie sich alle an diesem Ort? Wer hat sie dorthin gebracht und was sollen sie tun? Wo ist wohl der Ausgang? Da fragen sich nicht nur die Figuren, sondern auch der Leser von der ersten Seite an. Und mit dieser Spannung im Bauch lesen sich die knapp 500 Seiten des Buches weg wie nichts. Einerseits ist es die scheinbar ausweglose Situation, die den Leser bannt und mitreißt. Andererseits ist es diese Gruppe an Jungen, die wirklich faszinierend ist. Denn man stelle sich vor, dass etwa 50 männliche Jugendliche komplett für sich allein verantwortlich sind und ganz besonders auch für die anderen mit. Wie organisiert sich so eine kleine, abgeschottete Gesellschaft und wie übersteht man das Alles in dem Wissen irgendwo eingesperrt zu sein und bereits 2 Jahre ohne Erfolg einen Ausweg gesucht zu haben? Sicher treffen sie nicht immer die besten Entscheidungen, aber sie kommen einigermaßen klar.

James Dashner schreibt mit einem Tempo und einer Spannung, dass man als Leser nur so über die Seiten fliegt und fast schon mit den Läufern im Buch durchs Labyrinth rennt um doch nur endlich einen Ausweg zu finden, wobei es wichtig ist vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein. Zugleich fühlt man sich, trotz der ein oder anderen fiesen Gestalt, wohl mit den Jungen als Gesellschaft und schließt sich gern ihrer Gemeinschaft an. Auch wenn sie alle ihre kleinen oder größeren Macken haben, oder gerade deshalb, wachsen sie einem ans Herz. Meine Lieblinge waren neben Thomas übrigens Newt und Chuck. Sie sind alle ganz verschieden, aber liebenswert auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Häufig ist es bei sehr spannenden Büchern so, dass mir neben dem tollen Spannungsbogen aber die Figuren zu kurz kommen, ihre Beziehungen zueinander nicht klar genug geschildert werden. Das ist bei "Die Auserwählten - Im Labyrinth" überhaupt nicht der Fall. Man fühlt mit den Jungen mit, freut sich mit ihnen, ist genauso verzweifelt und traurig, dann wieder voller Kraft und Mut. In vielen Situationen geht einem das Buch wirklich nahe, besonders die Freundschaft zwischen Thomas und Chuck, aber auch ihre Ängste dort eingesperrt zu sein und eventuell nie wieder raus zu kommen. Selbst wenn sie sich an soetwas wie Familien nicht mehr erinnern könne, vermissen sie doch ein wohlbehütetes Leben. Mir hat das unglaublich gut gefallen. Es ist so ein Buch, dass man auch nach dem Lesen nicht so schnell aus den Gedanken verliert. Ganz im Gegenteil - es ist derartig gut, dass man danach erstmal nichts anderes lesen kann, weil eigentlich alles nur 'schlechter' sein kann.

Und da ich die eigene Sprache der Jungen ebenfalls richtig toll fand - sage ich nun zu euch: Macht keinen Klonk und lest dieses Buch! Oder ihr seid ganz schöne Neppdepps ;-) Wer nun wissen will, was das wohl bedeuten mag: Ich verrate nichts, aber das Buch tut es ganz gewiss!

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Die Beschenkte
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(700)

1.170 Bibliotheken, 16 Leser, 12 Gruppen, 150 Rezensionen

liebe, fantasy, gabe, beschenkte, kampf

Die Beschenkte

Kristin Cashore , Irmela Brender [Übers.]
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.08.2009
ISBN 9783551582102
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Habt ihr eine besondere Gabe? Könnt ihr etwas richtig gut? Jeder von uns hat bestimmt ganz spezielle Fähigkeiten, die er wirklich gut beherrscht, doch im Buch "Die Beschenkte" geht es mit diesen Fähigkeiten in einigen Fällen weit über das Überdurchschnittliche hinaus. In Kristin Cashores Erstling gibt es die sogenannten Beschenkten – sie sind beschenkt mit einer extrem ausgeprägten Gabe, auf einem ganz bestimmten Gebiet. Erkennen kann man die Beschenkten an ihren zwei unterschiedlich gefärbten Augen. Katsa, die Hauptfigur dieses Jugendromans, hat ein blaues und ein grünes Auge und sie hat die Gabe des Tötens!

In diesem Buch trifft der Leser auf eine Welt, eingeteilt in sieben Königreiche, sieben Königreiche, die von mehr, aber vor allem von weniger gerechten Königen regiert werden. Einem solchen König untersteht auch Katsa. König Randa benutzt das Mädchen, seit es als Kind versehentlich einen Mann tötete, der sie bedrohte, als seine persönliche Geheimwaffe gegen alle, die er gern ausgeschaltet haben möchte. Dabei bestraft er die verschiedensten "Vergehen" mit dem Tod. Doch Katsa will nicht mehr nur die "mordende Maschine" sein, vor der jeder sich fürchtet. Sie möchte Gutes tun und mit der Rettung des Vaters von König Ror von Lienid, vor seinen Entführern beginnt ein ganz neues Abenteuer für sie. Sie lernt den jüngsten Prinzen von Lienid kennen – Bo – und macht sich mit ihm auf den Weg, dieses Verbrechen aufzuklären. Er ist ebenfalls ein Beschenkter – beschenkt mit der Gabe des Kämpfens – und der erste, der auch nur annähernd mit Katsa mithalten kann, wenn es um den Kampf geht.

Auf ihrer Reise stoßen sie auf gefährliche Intrigen und Machenschaften, aber auch auf eine tiefe Freundschaft und ein ganz neues Erkennen ihrer Gaben. Sind sie wirklich nur die "Kämpfer", für die sie sich halten oder steckt hinter ihren Gaben doch viel mehr? Denn eigentlich wollen Katsa und Bo nicht töten und kämpfen, wenn es nicht erforderlich ist. Unterwegs geraten sie in verschiedenste lebensbedrohliche Situationen, müssen anderen und sich gegenseitig helfen und überwinden die größten Hindernisse. Doch werden sie ihr Ziel erreichen, im Kampf gegen einen scheinbar unbesiegbaren Gegner? Katsa und Bo geben alles, und das mit vollem Einsatz ihrer beider Leben!

"Die Beschenkte" ist das beeindruckendeste und spannendste Jugendbuch, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Kristin Cashore ist eine Meisterin darin, ihren Figuren echte Persönlichkeit zu geben und damit die Gefühle des Lesers übersprudeln zu lassen. Man fiebert mit diesen großartigen Protagonisten und ihren Freunden, ob alten oder neuen, mit, begleitet sie auf der wohl gefährlichsten Reise, die Buchhelden je erleben mussten und freut sich über die entstehende Liebe zwischen Katsa und Bo.

Da besonders Katsa stets eine Außenseiterin war, ist es oft wirklich lustig und erfrischend zu lesen, wie sie auf menschliche Zuneigung reagiert, die ihr plötzlich häufiger zuteil wird. Sie ist störrisch und gleichzeitig so sympathisch, dass sie eine ganz wunderbare Heldin in diesem großen Abenteuer abgibt. Bo hingegen ist der ruhende Pol, der jedoch durch Katsas Sprunghaftigkeit immer wieder Überraschungen erlebt und dadurch ebenfalls zu den lockeren Passagen, in der an sich sehr von Gefahr geprägten Geschichte beiträgt.

So retten die beiden Leben und beenden andere – der Leser ist hautnah dabei, steht zu den beiden in jeder Situation und hofft, dass alles ein gutes Ende nimmt. Dabei kommt es immer wieder zu unerwarteten Verwicklungen, Gefühlsausbrüchen und Gefahren, die "Die Beschenkte" so aufregend gut machen. Kristin Cashore scheint wirklich zu spüren, was Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene lesen wollen. Dazu hat sicher auch ihr Studium am Center for the Study of Children's Literature in Boston beigetragen.

Für alle, die "Die Beschenkte" schon kennen, erscheint noch in diesem Monat mit "Die Flammende" ein neues Buch dieser wunderbaren Autorin. Auch hier wird man wieder auf Menschen mit ganz außergewöhnlichen Gaben und hoffentlich ebenso spannende Abenteuer wie im ersten Buch treffen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht!

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Das Lächeln der Frauen
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(125)

243 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 39 Rezensionen

paris, liebe, restaurant, buch, lektor

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag, 22.10.2010
ISBN 9783851791440
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Nach "Die Frau meines Lebens" ist "Das Lächeln der Frauen" der zweite Roman vom jungen, französischen Autor Nicolas Barreau, den ich gelesen habe. Wie man schon den Buchtiteln entnehmen kann, widmet sich der Autor gern den Themen Frauen und Liebe - und das tut er wirklich mit größter Hingabe. Dieser neue Roman von ihm hat mich komplett verzaubert und in eine französische Welt mit guten Büchern, tollem Essen, skurrilen Begegnungen sowie Zufällen und einem aufregenden Verlagsleben versetzt.

Nachdem sich Aurélies Freund Claude einfach wegen einer anderen aus dem Staub gemacht hat, ist sie vollkommen niedergeschlagen. Da hilft auch eine beste Freundin nichts, die ihn als Volltrottel beschimpft und sowieso schon immer wusste, dass er nicht der richtige ist. Doch zum Glück gibt es ja auch noch das Schicksal, das die schöne und traurige Aurélie in ihrem Kummer und auf der Flucht vor einem aufdringlichen Polizisten in eine kleine Buchhandlung führt. Eigentlich liest sie gar nicht gern, aber sie schaut sich um und entdeckt etwas ganz Besonders - ein Buch - es heißt "Das Lächeln der Frauen". Darin schreibt der Autor Robert Miller über ein Restaurant names Le Temps des Cerises und eine wunderschöne Frau, der er dort begegnet ist. Und genau dieses Restaurant gehört Aurélie und die Beschreibung der Frau passt perfekt auf sie, obwohl sie im Buch einen anderen Namen trägt. Kann es solche Zufälle geben?

Fortan ist die junge Frau vollkommen damit beschäftigt mit Robert Miller in Kontakt zu treten und ihn einmal persönlich in ihrem Restaurant zu treffen. Jedoch steht ihr dabei so einiges im Wege - ein Lektor names André Chabanais, mehrere ziemlich dumme Zufälle und die angebliche Menschenscheu des Autors. Doch dahinter verbirgt sich weit mehr als sich alle Beteiligten vorstellen können. Denn irgendwann erhält Aurélie tatsächlich einen Brief von Robert Miller, aber was sich daraus entwickelt, das hätten sicher weder sie noch André Chabanais noch die Leser erwartet.

Dieser Roman ist ein Meisterwerk an sprachlichem Feinschliff, emotionalen Momenten und liebenswerten Figuren. Nicolas Barreau begeistert auf allen Ebenen und schafft es durch seine ganz besondere Art und Weise unsere Welt und all ihre (kleinen) Besonderheiten zu sehen, den Leser mitzureißen, zu berühren und auch nachträglich zu beeindrucken. Jede seiner Figuren ist echt, es ist als könnte man sie gleich an der Straßenecke treffen. Er schreibt Liebesgeschichten, die so schön sind, dass sie niemanden kalt lassen. Dabei ist er nie kitschig, sondern trifft genau den richtigen Ton um seine Leser(innen) mitten ins Herz zu treffen.

Mir haben besonders die Beschreibungen von Aurélies Suche nach der Wahrheit und nach der wahren Liebe, aber auch das mehr oder weniger alltägliche Leben im Verlag - speziell aus Sicht des Lektors - sehr gefallen. Beides stand in einem angenehmen Kontrast zueinander und gehörte doch wieder ganz eng zusammen. Beide Geschichten - mal aus Sicht Aurélies und mal aus Sicht von André erzählt - haben mich auch nachträglich beeindruckt, sodass ich ständig über dieses Buch schwärmen und es aller Welt mitteilen möchte. Nun denn, ich versuche es hiermit mal: Lest dieses Buch und ihr werdet es lieben!

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Die Stadt der verschwundenen Kinder
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(316)

638 Bibliotheken, 10 Leser, 11 Gruppen, 94 Rezensionen

dystopie, enklave, hebamme, zukunft, jugendbuch

Die Stadt der verschwundenen Kinder

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 19.01.2011
ISBN 9783453528000
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Dystopien sind zur Zeit wirklich in Trend. Dementsprechend skeptisch beginne ich mittlerweile Bücher dieses Genres, gerade wenn sie als Jugendbuch ausgewiesen werden. Von "Die Stadt der verschwundenen Kinder" wurde ich durchweg positiv überrascht. Es ist eine Dystopie für Jugendliche und in diesem Fall kann man das Buch auch wirklich an Jugendliche empfehlen, denn anders als Panem und Co. ist es nicht übertrieben brutal, darunter leidet die Spannung aber kein bisschen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Mädchen Gaia. Seine Mutter ist Hebamme in einer ärmlichen Region außerhalb der sogenannten Enklave. Die Menschen in der Enklave haben ein gutes Leben, genug zu Essen und einen hohen Lebensstandard. Außerhalb sieht es anders aus: Kleidung, Nahrung und alles, was sonst lebensnotwendig ist, ist stark begrenzt. Nur durch harte Arbeit gibt es Zugeständnisse durch die Enklave. Im Falle von Gaia und ihrer Mutter heißt das, dass sie die ersten 3 Babys, die jeden Monat geboren werden, direkt nach der Geburt an die Enklave abgeben müssen. Weigern sie sich oder hintergehen sie die Enklave, werden sie mit dem Tod bestraft.

Mittlerweile ist Gaia so alt - 16 Jahre -, dass sie auch allein Babys zur Welt bringt und der Enklave ausliefert. Doch plötzlich werden ihre Eltern von der Enklave festgenommen und Gaia ist auf sich gestellt. Sie stellt sich immer mehr die Frage, ob es eigentlich richtig ist, was sie da jeden Monat tun: unschuldigen Müttern ihre Kinder wegnehmen und an Fremde abgeben, nur für ein bisschen mehr Essen und Wasser? Gaia macht sich auf in die Enklave, um ihre Eltern zu retten und Antworten zu finden - natürlich ist das strengstens verboten!

Zwar spielt "Die Stadt der verschwundenen Kinder" mehrere Hundert Jahre in der Zukunft und dennoch macht das Buch zeitweise den Anschein eines historischen Romans und zwar eines sehr spannenden historischen Romans. Die Lebensverhältnisse außerhalb der Enklave sind sehr schlecht und alles ist durch ein totalitäres System geprägt. Käme nicht immer mal wieder die Jahreszahl vor, zu der dieses Buch spielt, würde man es wohl gedanklich eher in der Vergangenheit ansiedeln.

Zugleich ist dieser Jugendroman eine aufregende Zukunftsvision, die eben nicht vollkommen unmöglich scheint. Genau das macht auch den Reiz des Buches aus, denn zwar erscheint einem die komplette Handlung unwirklich, aber wer kann schon wissen, was in einigen 100 Jahren passiert? Es handelt sich schließlich nicht um einen Fantasyroman.

"Die Stadt der verschwundenen Kinder" ist eine mitreißende Jugenddystopie, die ohne übertriebene Gewalt auskommt und dennoch durchweg spannend bleibt. Es wird eine Geschichte über das Ausnutzen von Macht über andere Menschen, aber auch Liebe und Freundschaft erzählt, und darüber, sich selbst zu finden und zu bemerken, was wirklich wichtig im Leben ist. Caragh O'Brien ist hier ein toller Auftakt zu einer Serie gelungen, auf deren Fortsetzungen ich schon gebannt warte.

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Die Auswahl
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(1.341)

2.111 Bibliotheken, 30 Leser, 26 Gruppen, 346 Rezensionen

liebe, dystopie, ky, cassia, zukunft

Die Auswahl

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 27.01.2011
ISBN 9783841421197
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Ich denke, dass jeder hier, der diese Rezension liest, mir in einem Punkt zustimmen wird: an der Liebe ist doch das schönste, wenn man sich selbst aussuchen kann, wen man liebt! In Ally Condies Serienstart "Die Auswahl" ist jedoch genau das nicht der Fall, auch wenn die Figuren sich scheinbar selbst kaum Gedanken darüber machen. Wer sich in dieser Geschichte dafür entscheidet, überhaupt einen Partner haben zu wollen, der durchläuft ein kompliziertes Paarungsverfahren. Mit 17 Jahren erhält jeder seinen "perfekten" Partner - einen Partner, der vom System als am geeignetsten eingestuft wird. In einer Zeremonie erfahren nun die jungen Erwachsenen, wer ihre zukünftigen Lebenspartnern sein werden. Eigentlich immer handelt es sich dabei um ein Mädchen bzw. einen Jungen aus einem ganz anderen Gebiet, und so erhalten die "Gepaarten" einen Mikrochip des neuen Partners mit allen wichtigen Informationen über dessen Leben, Fotos usw. Ein erstes virtuelles Kennenlernen findet statt.

Doch wie ich oben schrieb, ist das nur "eigentlich" so. Denn in Cassias Fall kommt alles anders, als vermutet. Ihr Partner ist Xander und mit ihm ist sie aufgewachsen, sie kennen sich schon immer, sind beste Freunde. Soll Cassia sich freuen oder nicht? Natürlich ist sie begeistert, einen Partner zu bekommen, den sie wirklich mag, aber ein bisschen fehlt auch der Nervenkitzel über das Neue und Unbekannte. Alle anderen können jetzt ihre Microchips ansehen, Details aus dem Leben ihrer neuen Partner entdecken, erste Dates erleben - all das hat Cassia nicht, denn sie kennt Xander ja schon. Trotzdem freut sie sich über ihre Partnerschaft. Wenn da nicht dieses kleine, an ihren Nerven zerrende Detail wäre, dass auf Cassias Microchip das Bild eines anderen erscheint - eines Jungen, den sie ebenfalls kennt, aber nicht ganz so gut wie Xander: Ky

Und dadurch entwickelt sich Cassias gesamtes Leben anders als erwartet. Denn wen soll sie nun wirklich lieben? Wer ist für sie bestimmt und ist ein System überhaupt in der Lage, den perfekten Partner für sie zu finden? Sollte eine Beziehung allein auf gewissen genetischen Details oder persönlichen wie körperlichen Eigenschaften beruhen, die zusammen den passenden Partner ergeben? Sollte da nicht noch viel mehr sein?

Cassia jedenfalls macht sich Gedanken, entwickelt eigene Schlüsse und das über weitaus mehr Dinge, als nur das eigenwillige Paarungsverfahren. Denn das System hat sich noch viel mehr einfallen lassen, um einen Staat mit genetisch perfekt ausgestatteten Menschen zu kreieren. Und diese Art des Lebens kommt sowohl dem Leser als auch Cassia plötzlich nicht richtig vor!

Als ich dieses Buch das erste Mal in den Händen hielt, wusste ich direkt, dass es mich begeistern würde. Die Geschichte selbst erinnert ein wenig an "Die Tribute von Panem", zumindest in der Hinsicht, dass die Menschen durch ein System bestimmt werden, gegen das sie selbst scheinbar nichts aussetzen können bzw. schon so darin verankert sind, dass sie es gar nicht mehr wollen. Doch dann kommt alles anders, jemand erkennt sozusagen den Fehler im System und es entsteht eine Gegenbewegung, in welcher Form und wie groß oder klein auch immer.

Ally Condies Schreibstil ist großartig, denn sie lässt die Welt um Cassia, ihre Familie und das System echt wirken, auch wenn wir uns so eine kontrollierte Welt eigentlich gar nicht vorstellen könnten bzw. möchten. Mit der darin verankerten, zarten Liebesgeschichte, verknüpft sie harte Realität mit einer herrlichen Tagträumerei. Denn dazu lädt das Buch definitiv ein - zum Träumen, aber auch zum Nachdenken! Sowohl die Beschreibungen sehr technisierter Vorgänge, als auch die der Natur und Gefühle sind der Autorin gleichermaßen gelungen. Die Verknüpfung dieser Kontraste macht "Die Auswahl" so mitreißend, so befremdlich und gleichzeitig doch so echt!

Diese Zukunftsvision in Buchform hat wirklich viel zu bieten! Es ist ganz sicher keiner dieser nichtssagenden, kitschigen Fantasyromane, der nicht weiter enthält als herzerreißend lächelnde Jungs und charakterlose Mädchen. "Die Auswahl" ist ein Buch mit Charakter, aber auch ein Buch, das leider ein sehr offenes Ende hat. Nun frage ich mich, wie ich es ein Jahr lang aushalten soll, bis ich erfahre, wie es mit Cassia und Ky weitergeht! Das zu erfahren, darauf freue ich mich schon sehr!

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Das Wesen
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(299)

502 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 106 Rezensionen

aachen, thriller, mord, psychiater, psychothriller

Das Wesen

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 11.11.2010
ISBN 9783596186327
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

15 Jahre liegen zwischen den zwei Fällen, die in "Das Wesen" aufgerollt werden, und in deren Mittelpunkt stehen die gleichen Ermittler – Menkhoff und Seifert – sowie der gleiche Verdächtige: Dr. Lichner.

1994 kam Kommisar Seifert gerade neu ins Team und landete direkt in den Ermittlungen eines Mordfalls an dem Mädchen Juliane. Er und sein Kollege Menkhoff machten sich zusammen an die Lösung des Falls und schon bald stand der Psychiater Dr. Lichner im Verdacht. Einige eher unscheinbare Beweise und die Aussage einer scheinbar senilen Nachbarin, dass Dr. Lichner Juliane gelegentlich beim Spielplatz Süßigkeiten zugesteckt habe, führten letztendlich zur Verurteilung des Arztes. Doch Kommissar Seifert vermutete schon immer, dass hinter dieser Verurteilung auch ein übertriebener Eifer seines Kollegen steckte. Dabei hatte dieser ihm doch von Anfang an gepredigt, keine Gefühle zuzulassen. Er selbst scheint sich 1994 und auch mehr als 15 Jahre später nicht wirklich daran halten zu können…

Dr. Lichner ist 2009 bereits 2 Jahre wieder auf freiem Fuß und ein anonymer Anruf führt die Ermittler erneut zu ihm. Er soll seine eigene Tochter entführt haben und Menkhoff ist sofort überzeugt von Lichners Schuld. Seifert hingegen kommen Zweifel, wie bereits bei den Ermittlungen im Jahre 1994 – außerdem scheint es gar keine Tochter zu geben. Ist sein Kollege nicht zu übereifrig und schnell überzeugt von einer Fährte, die vielleicht jemand absichtlich gelegt hat? Und was hat es mit der ehemaligen Partnerin des Doktors auf sich, die irgendwie depressiv und nicht von dieser Welt erscheint? Ein Psychoduell, das seinesgleichen sucht, beginnt, doch wer sagt hier die Wahrheit?

"Das Wesen" ist der erste Thriller des Autors Arno Strobel, den ich gelesen habe und er hat mich direkt von seinem Talent überzeugt. Es ist erstaunlich, mit welchem Gefühl fürs Detail er abwechselnd aus den beiden Jahren und den unterschiedlichen Ermittlungen berichtet, ohne je zu viel zu verraten, sich in Unstimmigkeiten zu verstricken oder gar langweilig zu werden. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Arno Strobel hat sich mit diesem Zeitwechsel ein fantastisches Stilmittel zu eigen gemacht, dessen Beherrschung ich nur sehr wenigen anderen Autoren zutraue.

Mir ging es stets so, dass ich einem Handlungsstrang voller Spannung folgte – die neuen Erkenntnisse der Ermittlungen im Jahr 1994 völlig in mich aufsaugte und dann kam der Wechsel – doch dieser störte mich absolut nicht, im Gegenteil zu vielen anderen Büchern, die dadurch nur einen Spannungsabfall aber ganz sicher keinen Spannungsanstieg bewirken. In Arno Strobels "Das Wesen" steigt die Spannung stetig an – ist ein Abschnitt aus dem Jahre 1994 vorbei, wird man von den Geschehnissen 2009 mitgerissen und daraufhin wieder mit voller Wucht ins Jahr 1994 zurückversetzt. Fast meint man, beide Fälle wären echt und man könnte tatsächlich in den Zeiten hin und her springen, so realistisch ist Strobels Erzählstil. Er kann einem damit richtig Angst machen, so wirklich erscheinen die beiden Fälle und der psychische Druck, der sich immer mehr bei den Figuren bemerkbar macht.

Nach dieser wirklich spannenden Lektüre, mit einem – ein Glück! – absolut nicht vorhersehbaren Ausgang, möchte ich natürlich unbedingt mehr von Arno Strobel lesen. Ein fantastischer Autor und ein eindrucksvolles Buch – da freue ich mich schon auf jedes weitere Leseerlebnis von Arno Strobel!

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Die Wahrheit über Alice
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freundschaft, mord, liebe, alice, tod

Die Wahrheit über Alice

Rebecca James , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 21.10.2010
ISBN 9783805250030
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Die Wahrheit über Alice" ist der Debütroman der australischen Autorin Rebecca James und nach dem Lesen hoffe ich sehr, dass es nicht einzig und allein bei diesem Debüt bleibt. Denn die Autorin hat ein einzigartiges Talent ihre Leser zu fesseln und mitzureißen.

Dieses Buch erzählt eine eher unkonventionelle Geschichte - zum Glück möchte ich sagen. Es geht um das 17-jährige Mädchen Katherine, das schon in sehr jungen Jahren einen schweren Schicksalsschlag verkraften muss. Vor zwei Jahren verstarb ihre gerade mal ein Jahr jüngere Schwester und sie selbst gibt sich immer wieder die Schuld daran, glaubt nie mehr richtig glücklich werden zu können bzw. verbietet es sich selbst. Das hört sich nicht außergewöhnlich für den Plot eines Buches an? Das ist ja auch noch nicht alles. Als Katherine auf eine neue Schule kommt, kommt nämlich Alice ins Spiel.

Alice: Wunderschön, charmant, redegewandt, immer gut gelaunt UND sie möchte mit Katherine befreundet sein. Zum ersten Mal fühlt sich Katherine wieder glücklich, geht aus, lebt und schließt Freundschaften, so glaubt sie. Doch ab und zu, ohne vernünftige Erklärung, wird Alice zu einem Scheusal, auch wenn Katherine, hat sie doch endlich wieder eine Freundin gefunden, es sich nicht eingestehen möchte. Alice kann richtig bösartig werden und das zu jedem, auch zu ihren Freunden und zu Robbie, dem Jungen, der eigentlich unsterblich in sie verliebt ist.

Zuerst ist mir an diesem Buch das wunderbare Cover aufgefallen - es stellt für mich einerseits Romantik andererseits aber auch Vergänglichkeit dar. Und um diese Dinge dreht sich auch so ziemlich alles in "Die Wahrheit über Alice". Im Laufe des Buches hat Katherine wirklich mal Glück, sie verliebt sich richtig und alles scheint, soweit eben möglich nach ihren schlimmen Erlebnissen, perfekt. Aber was hat Alice mit all dem zu tun, was ist die bereits im Titel erwähnte "Wahrheit", die den Leser von Beginn an Misstrauen gegenüber dem Mädchen empfinden lässt? Das Buch verrät es, doch bis dahin ist es eine emotionale und vor allem beeindruckende Geschichte über menschliche Beziehungen und Gefühle.

Oftmals hatte ich das Gefühl, dass "Die Wahrheit über Alice" in der Öffentlichkeit als Jugendbuch oder sogenanntes All Age Buch dargestellt wird. Ich finde, das ist es definitiv nicht. Viel zu sehr geht es in die Psyche von Menschen hinein, viel zu sehr ist es von Rückschlägen und Trauer geprägt, obwohl natürlich durchaus fröhliche Momente vorhanden sind, als dass es für die meisten Jugendlichen so einfach zu verkraften oder verstehen wäre.

Allen Lesern ab 16 Jahren aufwärts kann ich dieses Buch jedoch nur ans Herz legen, denn trotz des teils traurigen und auch wütend machenden Inhalts, bringt dieses Buch auch Hoffnung. Und es wird von ein paar ganz wundervollen Menschen bewohnt, deren Bekanntschaft zu machen man sich einfach nicht entgehen lassen sollte. Ich sage nur so viel: Katherine, Philippa, Mick und Robbie warten schon auf euch.

Den Ausgang des Buches werde ich hier nicht verraten, jedoch muss ich zumindest erwähnen, dass ich damit erstmal unzufrieden war und mich noch immer nicht richtig entscheiden kann, ob sich das noch ändern wird oder nicht. Aber es passt definitiv zur ganzen Stimmung des Buches!

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Drei Wünsche hast du frei
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dschinn, liebe, wünsche, freundschaft, fantasy

Drei Wünsche hast du frei

Jackson Pearce , Christine Gaspard
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.09.2010
ISBN 9783426283363
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Sicherlich hat jeder von uns so einige Wünsche, die er sich erfüllen möchte. Da scheint es doch nichts Besseres zu geben, als einen Dschinn, der bereit ist, drei Wünsche zu erfüllen. Aber für welche Wünsche soll man sich entscheiden und welche haben einen wirklichen, langfristigen Nutzen? Vor diese Entscheidung wird Viola gestellt. Seit sich ihr Freund Lawrence von ihr getrennt hat, weil er schwul ist, fühlt sie sich nicht mehr ganz. Zwar ist sie weiterhin Lawrences beste Freundin, aber mehr auch nicht. Die Vergangenheit verfolgt sie noch immer und sie schafft es nicht loszulassen.

Seit der Trennung fühlt Viola sich nirgendwo zugehörig und wünscht sich doch nichts sehnlicher, als zu irgendeiner Gruppe zu gehören, Freunde zu haben und vor allem: nicht unsichtbar zu sein. Dieser starke Wunsch wird erhört und Viola wird ein Dschinn zugeteilt, der aus dem Land der Dschinns – Caliban – kommt. Dschinns sind, wenn sie sich in Caliban befinden, unsterblich, jedoch altern sie während ihrer Dienste auf Erden. Aus diesem Grund ist es Dschinn auch ein großes Anliegen, dass Viola ihre Wünsche schnell äußert. Doch sie ist ein schwerer Fall, das wird ihm bald klar…

Viola möchte ihre Wünsche nicht für Dinge verschwenden, die sie selbst irgendwie regeln kann, sondern sie für wirklich sinnvolle Dinge nutzen. Aber ihr fällt einfach nichts ein, was sie sich wünschen könnte. So kommt es also, dass Dschinn länger als in jedem anderen Fall auf der Erde bleibt.

Wird sich Viola etwas wünschen und wie lange wird das wohl dauern? Kann sie sich von ihrer ehemaligen Beziehung zu Lawrence lösen und wieder glücklich werden? Und was ist da eigentlich mit dieser unsichtbaren Anziehung zwischen ihr und Dschinn, die sie beide sich gar nicht so richtig eingestehen möchten?

All das erfahrt in in diesem fantastischen Buch. "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce macht mich als Leserin wirklich wunschlos glücklich. Das Buch hat alles, was für mich eine gelungene Geschichte braucht. Abwechselnd erzählt die Autorin aus Sicht von Viola und Dschinn und bringt dem Leser so beide Figuren sehr nahe. Die Figuren sind keine blassen Ideen, sondern scheinen zu richtigen Personen zu werden und noch besser: sie sind herrlich sympathisch.

Ich lese sehr viel, aber selten werde ich direkt so von einem Buch gefesselt, wie es bei diesem der Fall war. Die charmanten Figuren, der spritzige Humor und die sich stetig entwickelnde, nicht zu offensichtliche Romantik machen "Drei Wünsche hast du frei" zu einem absoluten Lieblingsbuch. Mich macht daran auch sehr glücklich, dass es sich um keinen typischen, furchtbar kitschigen Ablklatsch eines anderen Buches handelt, sondern die Geschichte von ganz eigenen Ideen und Emotionen getragen wird.

Eine einzige Sache möchte ich nur kritisieren und zwar tauchte in der wörtlichen Rede unsagbar oft das "Wort" YEAH auf und ich finde es furchtbar unglaubwürdig, dass diese intelligenten Jugendlichen im Buch, diesen Ausdruck in gefühlt jedem zweiten Satz gebrauchen. Es sollte vermutlich jugendlich wirken, ging für mich aber komplett daran vorbei… ich habe es, um mich nicht die ganze Zeit darüber ärgern zu müssen, dann einfach als Runing Gag angesehen, so war es auszuhalten. Aber das ist wirklich Kritik auf hohem Niveau, bei diesem ansonsten wunderschönen und sprachlich gelungenen Buch.

Hatte ich gesagt, dass ich jetzt wunschlos glücklich bin? Nicht ganz: Ich möchte bitte sofort mehr von Jackson Pearce lesen, aber vielleicht kommt ja gleich ein Dschinn vorbei und erfüllt mir diesen sehnlichen Wunsch.!(Oder der Postbote, der mir das bereits bestellte Buch "Sisters Red" liefert…)

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