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Apocalypsia
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310 Bibliotheken, 7 Leser, 17 Gruppen, 74 Rezensionen

engel, gott, fantasy, krieg, luzifer

Apocalypsia

Andreas Izquierdo
Fester Einband: 622 Seiten
Erschienen bei Rotbuch Verlag, 16.08.2010
ISBN 9783867891080
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

"So viel Schmerz. So viel Gewalt. So viel Liebe."
Inhalt:
(Ich zitiere einfach mal ganz dreist den Klappentext)
"Die Engel sind in Aufruhr, denn ihr Vater geht seinem Tod entgegen. Die Erkenntnis über seine Sterblichkeit ist ein Schock, das Versprechen von ewiger Liebe - ein Schwindel. Das Heer der Engel spaltet sich. Wer die Freiheit will, folgt Luzifer, dem mächtigsten unter ihnen. Sein Plan ist so schlicht wie verführerisch: Sind erst die missratenen Menschen vernichtet und er auf dem Thron, ist der Urzustand allen Seins wiederhergestellt. Die kleine Schar derer, die entschlossen die alte Ordnung verteidigen, ist ganz auf sich allein gestellt, und Intrigen, Verrat und Mord führen schließlich in die Katastrophe."
-
Meinung:
Ich habe wirklich, wirklich, WIRKLICH Probleme, etwas zu diesem Buch zu sagen, ohne in nicht enden wollende, schleimtriefende Lobesarien für den Autor zu einzustimmen. Und glaubt mir - ihr wollt mich auch gar nicht singen hören ;)

Eigentlich hatte ich bei vorablesen und bei lovelybooks fleißig einen Kommentar hinterlassen, um ein Vorab-Leseexemplar zu ergattern. Tja, hat nicht geklappt. Was mich aber nicht davon abgehalten hat, dieses Schmuckstück von Buch doch zu kaufen. Klar, die 25 €, die das Buch kostet, tun einer armen Studentin in spe erst mal ganz schön weh, aber im Nachhinein hätte ich auch 50 € bezahlt.

Allein schon die Aufmachung lockt.
Ein blutrotes, mit noch dunkleren "Schlieren" durchzogenes Cover, die ein fast willkürliches Muster zaubern, und einen trotzdem ganz subtil schon mal darauf hinweisen: "APOCALYPSIA - Der Name ist Programm!"
Die Schrift ist schön, hat etwas "Schweres", Edles.
Hätte ich das Buch zufällig in der Buchhandlung erspäht, wäre es so oder so in meine Einkaufstasche gewandert.

UND: Lesebändchen! Yesss! Über so etwas freue ich mich immer tierisch, das erspart mir das Suchen nach Lesezeichen, oder Ersatz für solche (alte Quittungen, h&m-Schildchen, ...).

Was die Aufmachung verspricht, nämlich Qualität und düstere Spannung, hält das Buch übrigens konsequent bis zum Ende durch. Und hier könnte das besagte Bauchpinseln beginnen, zwischendurch wäre ich sogar gewillt gewesen, Andreas Izquierdo die Füße zu küssen.
Es stimmt einfach alles.

Schon auf der ersten regulären Seite des Romans erwartet den Leser die Hierarchie der Engel, die sich Izquierdo übrigens nicht selbst ausdachte, auf die Idee kam ein Schreiberling vor ein paar hundert Jahren schon mal.
Die Idee an sich aufzugreifen ist zwar nicht neu (wer den Manga "Angel Sanctuary" kennt, dem ist diese Hierarchie schon bekannt), aber äußerst selten.
Dann gliedert sich das Buch in eine Art Prolog aus der Sicht einer noch unbekannten Person, dann kommen fünf 'Unterbücher' mit den Namen:
- Anomalien
- Die Prophezeiung
- Plagen
- Der Konvent
- Krieg
Diese Teile sind unterschiedlich lang und in den ersten dreien werden die Geschehnisse auf der Erde und in der Welt der Engel voneinander getrennt behandelt, bis sie schließlich in "Der Konvent" schließlich Parallelen aufweisen, sich ergänzen und Schnittpunkte aufweisen.
Das Buch endet vom reinen Aufbau her mit einem Epilog, wieder aus Sicht der unbekannten Person vom Prolog, mit dem Unterschied, dass man nun weiß, wer es ist, wenn man aufmerksam gelesen hat.

Die Charaktere, oh Gott, die Charaktere.
Besonders die Engel.
Ich als Engel-Sympathisant, zumindest in der Fantasy-Literatur und in einigen Filmen (ich dachte beim Lesen von Apocalyspia mehrfach an "Dogma"), war natürlich begeistert und erkannte einige bekannte Engel wieder - zumindest vom Namen her.
Wie oben genannt gibt es eine Hierarchie, an dessen unterster Spitze des III. Chors die 'einfachen' Engel stehen und an oberster Spitze, also im I. Chor, die Seraphim. Über ihnen schwebt Gott, der Vater, der Allmächtige und was für Namen man ihm auch noch gegeben haben mag. Und Gott kommt als Charakter nicht mal vor. Wie auch? Sich ein Bild von ihm zu machen ist Sünde.
Hier beginnt die "Kontroverse", die ich persönlich nachvolllziehen, aber nicht verstehen kann. Gott ist sterblich. Gut. Dafür steht auf dem Buch dick und fett "ROMAN". Damit war für mich die Diskussion schon beendet. Amen.
Also, wir haben einen sterblichen Gott, einen verkrüppelten Engel, der beide Welten vor dem Armageddon schützen soll. Wir haben dessen Lehrmeister, ein grummeliger, strenger Engelskrieger, (fast) unerschütterlich in seinem Glauben an den sterbenden Vater.
Wir haben Cherubim, deren Auren die Seelen der Engel mit Frieden erfüllen, Seraphim, die dem Vater am nächsten sind, personifizierter Glaube an die Heilige Ordnung.
Es gibt Nephilim, gefallene Engel, tragische Geschöpfe, menschennah und schwer bestraft.
Und natürlich Luzifer, der Bringer der Morgenröte, der Teufel, Satan, wasauchimmer.
Alle Engel die auftauchen, also wirklich Anteil an der Geschichte haben und keine Statisten sind, sind so wunderbar ausgearbeitet, dass man mit jedem von ihnen mitfühlt.
Meist sind die Szenen der Engel besetzt von Glauben, aber auch von Zweifel, von Angst, von Mut, von Liebe und von Ignoranz. Es ist ein schönes, schmerzliches Tauziehen und ich wusste am Ende selbst nicht mehr, ob ich auf Nathanaels oder Luzifers Seite stehen soll (als Mensch eher auf Nathanaels, aber hey! ROMAN!). Ich habe alle Engel irgendwie gemocht, ich hatte meine Lieblinge, klar, aber... ich mochte sie wirklich alle.

Die Menschen... Jaah. Die Menschen.
"Wir" sterben in dem Buch wie die Mücken, aber drei Menschen begleiten den Leser teils bis zum Ende des Buches. Ihre Rolle ist auch bis zum Ende mysteriös, aber es klärt sich mit etwas Denkarbeit auf. Aber Izquierdo hat es geschafft, eine 400 - 500 Seiten lange Schnitzeljagd um den Zusammenhang zwischen ebenjenen Menschen und der Engelswelt zu inszenieren.
Leider konnten mir die Menschlein nicht so ganz ans Herz wachsen, dafür kamen sie nicht lang genug vor. Wie gesagt, die Welt geht unter. Und "wir" mit ihr.

In diesem Zusammenhang sei noch zu erwähnen, dass Izquierdo besonders bei den Engeln und der Handlung in de Engelswelt mit jüdischen, christlichen und islamischen Mythen 'jongliert' hat, sodass von jeder Religion etwas vertreten ist. Und es wirkt nicht, als hätte er zwei nicht zusammenpassen wollende Puzzleteile mit Gewalt zusammenpressen wollen - es wirkt wie aus einem Guss, als wäre alles.. 'richtig' so.
UND man liest in diesem Buch nicht ein einziges Mal die Worte Himmel oder Hölle. Also nicht im religiösen Sinne. Die Welt der Engel wird als "Paradies" betitelt.
Was uns das sagen soll? Keine Ahnung. Ich bin eine Niete im Interpretieren.

Die Handlung an sich ist ... bombastisch, episch, Seinesgleichen suchend. Ich habe diese Lektüre ganze 4 Wochen herausgezögert, weil ich nicht wollte, dass sie aufhört!
Es muss am Schreibstil liegen, der einerseits zutiefst poetisch, philosophisch und liebevoll daherkommt, und auf der anderen Seite verdammt neugierig darauf macht, wie's weitergeht. Ich finde es auch phantastisch gemacht, wie die beiden Handlungsstränge schließlich aufeinander treffen und wie der Leser langsam aber sicher an die Lösung aller Geheimnisse heran geführt wurde. Perfektes Timing!

Es gibt soviel Tragik, so viel Liebe, so viele Intrigen und so viel Böses... aber Izquierdo kleidet jedes Gefühl, jeden Dialog, jeden Akteur, jeden wichtigen Handlungsstrang mit jedem Satz so meisterhaft ein, dass man nicht aufhören will zu lesen. Es gibt auch längere Passagen in denen nichts passiert, aber selbst die saugt man auf wie ein Schwamm.

Und wo wir schon beim Stil sind: Es gibt ja Bücher, da kriege ich die Krise, weil sich der Autor ständig wiederholt. Auch Andreas Izquierdo wiederholt sich. So ca. alle 20 - 50 Seiten. Immer wieder tauchen Sätze auf, wie "Nur wer alles kennt, weiß, dass alles Sinn macht" oder auch "Nichts hört jemals auf, alles dreht sich und bleibt niemals stehen."
Aber das Gute ist: Der Mann wusste was er tut und mir sind diese Sätze teils wortwörtlich, teils sinngemäß im Kopf hängen geblieben. Und darum geht es oft in diesem Buch; dass nichts jemals aufhört. Dass jeder ein Rädchen im Uhrwerk ist, und bleibt man stehen, setzt man ein anderes in Bewegung. Auch in diesem Buch greift die Handlung wie ein Zahnrad in die andere, ohne dass der Leser wirklich versteht, was es damit auf sich haben wird.
Hach. (Dieser Seufzer musste sein.)

Ich muss nur kurz über eine Sache meckern:
Lieber Rotbuch-Verlag, gebt euch mehr Mühe beim Lektorat! Das Buch wimmelt von Flüchtigkeitsfehlern! Wenn ich so viel Geld für ein Buch bezahle, kann ich das ja wohl erwarten.
So, das war's.

Ich könnte noch soviel mehr schreiben, aber dann würde aus dieser Rezension ein Aufsatz.
Und außerdem gehen mir die Superlative aus.
"Apocalypsia" hat sich dank der Charaktere, der Handlung und dem großartigen Stil in meine persönliche Buch-Top-3 geschlichen. Damit ist es in Gesellschaft von Harry Potter und Das Bildnis des Dorian Gray. Beides Weltklasse. Enough said.

Fantasyleser, Neugierige, Unentschlossene lasst euch einfach gesagt sein: Lest dieses Buch.
Es wird euch bereichern, ihr werdet mit den Charakteren fühlen, ihr werdet unterhalten, ihr werdet auch nach der Lektüre noch einige Zeit darüber nachdenken.
Ihr werdet dieses Buch lieben!

  (36)
Tags: apokalypse, engel, fantasy, luzifer, schöpfung, verrat   (6)

  

 

Scar Night
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88 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, engel, dark fantasy, dämonen, kettenwelt

Scar Night

Alan Campbell
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 11.06.2007
ISBN 9783442462704
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
Tags: dark, engel, fantasy   (3)

  

 

Magische Versuchung
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186 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 11 Rezensionen

zauberer, werwolf, werwölfe, magie, liebe

Magische Versuchung

Eileen Wilks , Stefanie Zeller
Flexibler Einband: 474 Seiten
Erschienen bei Lyx, 17.06.2009
ISBN 9783802582172
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Drei Wochen ist es her, seit die Nokolai, Cullen und Lily Yu die Pläne der Azà durchkreuzt und dabei die Telepathin Helen getötet haben. Allerdings ist der Most Reverent Patrick Harlowe samt Stab wie vom Erdboden verschluckt – aber „Sie“ hat bereits Pläne für Lily und bringt die ehemalige Polizistin nebst ihrem Liebhaber Rule Turner in eine gefährliche Situation, aus der es scheinbar keine Rettung zu geben scheint...

Meinung:
Eigentlich sagt meine Stern-Bewertung schon alles. Zwei Sterne. Dabei ist der zweite Stern nur ein subjektiv hinzugefügter, weil mir ein Stern doch ein bisschen weh getan hätte. (Eine Einsternbewertung wird immer so aufgenommen, als wolle man das Buch verreißen.)
Zuerst zu den positiven Dingen, damit soll man ja bekanntlich anfangen.
Ich finde, Frau Wilks hat sich sehr intensiv mit dem Werwolfmythos auseinandergesetzt, sie hat jegliche Hierarchien, Bräuche und ähnliches glaubhaft umgesetzt und ihre eigenen Akzente hinzugefügt. Auch die Bedeutung des Mondes (besonders Vollmond) wird im zweiten Band der „Wolf Shadow“-Reihe gut zur Geltung gebracht. Und endlich wird erklärt, warum die Werwölfe so promisk sind; sie sind in ihrer Fruchtbarkeit eingeschränkt und müssen sich deshalb mit so vielen Frauen wie möglich treffen, um nicht auszusterben. Bisschen lächerlich, aber rein evolutionstechnisch doch ein logisches Verhalten.
Und jetzt kommen wir zu dem Grund des zweiten Sterns. Name dieses Grundes: Cullen Seabourne. Seit diesem Band ist er definitiv in die Top 3 meiner Lieblingswerwölfe aufgestiegen (auf Platz 1 liegt übrigens Jacob Black aus Twilight und auf Platz 2 Warren aus der Mercy Thompson-Saga von Patricia Briggs). Er ist gnadenlos gutaussehend (ich meine, zimtfarbene Haare, hypnotisch blaue Augen und einen makellosen Körper – welche Frau fände so einen Kerl nicht töfte?), sexy, ein Stripper und dazu ein ex-clanloser Werwolf. Und er ist taktlos, promisk, sarkastisch, leichtsinnig und experimentiert gern mit Magie, von der er genau weiß: das kann auch in die Hose gehen.
Ich liebe Cullen Seabourne.
Auch muss ich sagen, dass sich Frau Wilks doch großartig ausdrücken kann. Teilweise stand mir echt der Mund offen, weil sie so passende, schöne und malerische Beschreibungen zu Papier gebracht hat.

Jetzt zum Negativen, wo ich schon mal beim Schreibstil bin:
Zwar kann die Frau sich teilweise wirklich wunderbar ausdrücken, aber halt nur TEILweise. Sagen wir so, 40% des Romans sind (von der Wortwahl her) grandios. 60 % bestehen aus Fcken, Schlampe, Penis, Titten, multiple Orgasmen und weiteren vulgären oder lapidaren Sätzen. Es ist teilweise echt zäh. Schade. Die Frau rutscht teilweise in eine Umgangssprache ab, die beim Lesen echt jeden Spaß verdirbt. Pfui.
Außerdem ist „Magische Versuchung“ so dermaßen von Fantasy-Elementen überladen, dass man kaum noch mitkommt. Wenn die Frau schon von Hölle, Dämonen, Drachen, Zauberern, Gnomen und Trollen schreibt, dann soll sie’s als „High Fantasy“ deklarieren (andererseits; Tolkien würde sich im Grab umdrehen!), und nicht als „Urban Fantasy“. Jaah, das ist ein Unterschied. So pantscht sich die Autorin eine absurde Kreuzung aus beiden Genres zusammen, dazu noch schön viel f
cken und Knarren und dann hat man den Wolf Shadow-Salat.
Von Romantik ist übrigens kaum eine Spur. So gegen Ende, auf den letzten 30 Seiten passiert etwas annähernd Romantisches, was aber auch total an den Haaren herbei gezogen ist und der ganzen Unglaubwürdigkeit ein kleines Krönchen aufsetzt.
Ich habe mich eigentlich schon seit Seite 50 permanent über das Buch geärgert! So viele gute Ansätze und dann so eine Sch** (ihr wisst schon).
Außerdem wird zuviel gar nicht richtig erklärt. Was zur Hölle ist/war die Säuberung? Was sind das für Gesetze, die Yu ständig erwähnt? Warum ist ihre Oma verdammt noch mal ein Tiger? Beim Lesen ist es sehr frustrierend, wenn ständig nur neue Fragezeichen hinzukommen, anstatt dass mal eins aufgelöst wird.
Außerdem fand ich Cynna absolut unsympathisch. Und die soll später Cullen abbekommen? Na, ganz prima. Das tu’ ich mir bestimmt nicht an. Ihre Eigenart, eifersüchtig auf Lily zu reagieren fand ich auch ziemlich blöd. Zudem betitelt sie Lily ständig als „Geisha“. Hallooooo. Terminologie?! Wozu gibt es heutzutage Wikipedia?! Geishas sind japanische Künstlerinnen mit langer Tradition und keine chinesischen Nutten. Denn auf Letzteres will Cynna wohl hinaus. Die böse, böse Schlitzaugen-Lily hat Rule vom Singlemarkt genommen. Also ich hab kein Mitleid. Voll daneben.
Wenn es in diesem Buch einen Spannungsbogen gab, habe ich ihn wegen meinem ständigen Ärger über verschwendete Ressourcen (und da rede ich nicht nur von den armen Bäumen, die für diesen Semi-Schrott dran glauben mussten) und der imaginären Fragezeichen einfach nicht bemerkt. Nicht mal der „Showdown“ war irgendwie... spannend. Es war lapidar und überzogen – auch wenn ich die Vorstellung von Cullen mit Panzerfaust auf dem Rücken irgendwie sexy fand. Hust.

Die restlichen Kritikpunkte von Band 1 lassen sich auch auf Band 2 übertragen.
Instant-Roman ohne jegliche Tiefe und ohne Wiedererkennungswert. Muss an der Masse von Urban und Romantic Fantasy liegen, die derzeit den deutschen Band überschwemmt. Masse statt Klasse. Ganz toll.

Alles in Allem hätte ich jetzt gerne die 9,95 € und die fünf Tage Zeit erstattet, die ich an dieses schlechte Buch verplempert habe.
Wie gesagt, einen Stern - für die guten Ansätze - und den zweiten Stern für einen der erotischsten Werwölfe ever.
Ich werde mir Band 3 nicht mehr kaufen – höchstens ausleihen.

  (20)
Tags: cullen seabourne, erotik, fantasy, liebe, magie, werwolf, werwölfe, zauberer   (8)

  

 

Des Teufels Maskerade
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117 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

wien, prag, fantasy, vampir, gestaltwandler

Des Teufels Maskerade

Victoria Schlederer
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, W, 01.12.2009
ISBN 9783453526556
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt: "Prag, in den letzten Jahren der K&K-Monarchie: Hier unterhält Dejan Sirco, Baron und Hauptmann außer Dienst, sein „Bureau für Okkulte Angelegenheiten“. Und das mit gutem Grund, bevölkern doch die unterschiedlichsten und unwahrscheinlichsten Wesen die Goldene Stadt. Unterstützung erhält Dejan von der lebensweisen Dirne Esther, dem ehemaligen Straßenjungen Mirko sowie Lysander Sutcliff, einem Earl, der durch eine Kette unglücklicher magischer Verwicklungen seit Jahrhunderten im Körper eines Otters sein Dasein fristen muss. Der neueste Fall des farbenfrohen Quartetts gestaltet sich diffizil: Es gilt, einen mörderischen Fluch zu ergründen, in dessen Bann ein altes Adelsgeschlecht seit Jahrhunderten steht. Im Zuge der Ermittlungen offenbart sich Dejan, dass weit mehr auf dem Spiel steht, als das Schicksal einer Familie: Denn hinter den Kulissen der bekannten Welt planen Geheimgesellschaften und phantastische Wesen schon lange den Aufstand, der auf die Bühne der Weltpolitik überzuschwappen droht. Der Schlüssel zu alldem liegt ausgerechnet in der Hand des janusköpfigen Felix Trubic, seines Zeichens Geheimagent seiner Kaiserlichen Majestät, der dem „Bureau“ den Auftrag erteilt hatte."

Meinung:
"Des Teufels Maskerade" ist ein Fantasy-Roman, der erst noch seinesgleichen sucht. Er ist sehr ungewöhnlich, allein schon das Setting Wien, bzw. Prag ist doch eher exotisch. Die Sprache und der Erzählstil sind wirklich bemerkenswert. Wie viel Mühe sich die Autorin gegeben haben muss, den Roman zwar so klingen zu lassen, dass man den Charakteren abkauft, sie kämen von 1909, es ABER wiederum nicht allzu schwierig zu lesen zu machen. Ab und zu holperte es doch, aber an sich habe ich den Roman an soliden 7 Nachmittagen gelesen und diese wurden mir auch versüßt.
Leider hat das Buch aufgrund der Verschwörung so viele Indizien, Hinweise, Verdächtige und Flashbacks nötig, und das alles unterhaltsam zu verpacken ist nun mal schwierig und so stellt sich erst nach guten 250 Seiten für den Leser eine gewisse Spannung ein.
Aber ich muss sagen, mir waren alle Charaktere äußerst sympathisch, sie wurden liebevoll gezeichnet, handeln logisch (obwohl Dejan manchmal nur von einem Desaster ins Nächste stolpert.... Sehr charmant, allerdings grinst) und nachvollziehbar. Lysander ist wohl der liebenswürdigste sprechende Otter, den der geneigte Leser jemals kennenlernen durfte ;)
Die verkorkste Romanze zwischen Dejan und Felix hat mich auch bei der Stange gehalten, weil ich generell eher den schwierigen Mann/Mann-Liebeleien zugetan bin.

Das Ende des Romans war leider etwas zu flach, bei Fantasyliteratur erwartet der Leser wohl einen fulminanten Showdown und kein halbherziges Handgemenge und die daraus resultierende, blutige Beendigung des "Falls".
Zudem scheint Frau Schlederer eine Fortsetzung zu planen, denn der Epilog (in Form vom zwei Briefen) lässt doch so viele Fragen offen und scheint darauf abzuzielen, dass man zumindest Graf Felix Trubic noch einmal zwischen zwei Buchdeckeln wiederfinden wird.
Ich freue mich sehr darauf und gebe dem Buch wohlverdiente 4 Sterne.

  (24)
Tags: dejan sirco, fantasy, felix trubic, fuchs, mirko zdar, otter, prag, schwul, vampir, vilja, wien   (11)

  

 

Verlockende Gefahr
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284 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 27 Rezensionen

werwölfe, werwolf, liebe, fantasy, zauberer

Verlockende Gefahr

Eileen Wilks , Antje Görnig
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Egmont Lyx, 15.04.2009
ISBN 9783802582158
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
"Als Polizistin in San Diego ist Lily Yu mit der Aufklärung von Mordfällen beschäftigt. Dabei kommen ihr besonders ihre übersinnlichen Fähigkeiten zugute, mit deren Hilfe sie feststellen kann, ob bei einem Verbrechen Magie im Spiel war. Da ereignet sich ein ungewöhnlicher Mord einem Mann wird in der Nähe eines Nachtclubs, der als geheimer Treffpunkt für Werwölfe bekannt ist, die Kehle herausgerissen. Als Spezialistin für Übersinnliches wird Lili Yu mit dem Fall betraut. Doch der Hauptverdächtige ist ausgerechnet der Werwolf Rule Turner, der prominente Prinz des Nokolai-Klans. Und Lili muss feststellen, dass sie sich von seiner erotischen Ausstrahlung wie magisch angezogen fühlt ..."

Meinung:
"Wolf Shadow 1: Verlockende Gefahr" ist einer der typischen Romantic Fantasy Krimis, die man von Egmont LYX kennt.
Erotisch (dabei findet man in diesem Buch nur ZWEI Szenen. Wow. Das schaffen andere in zwei Kapiteln) und absolut klischeebeladen.
Ich mache mal eine Aufzählung.
Wir haben: promiske Werwölfe (denen natürlich keine Frau widerstehen kann), eine idealistische, aber von ihrer Vergangenheit geprägte Polizistin. Auch hier gibt es das Phänomen des "Bandes der Auserwählten" und in so ziemlich jedem Werwolfroman, der mir bisher in die Finger gefallen ist, gibt es das. Bei dem einen Autor heißt es "Prägen", beim anderen "Markieren" und hier heißt "Auserwählte".
Im Trend scheint es auch zu liegen, diverse mystische Kreaturen mit Magie zu mischen. Hier haben wir eine Telepathin mit einem Stab, dem viel Macht innewohnt und dann wäre da Cullen, ein Werwolf-Zauberer.

Das Buch an sich hat ein paar Längen und für mich hat sich bis zu Seite 390 keine Spannung eingestellt, erst auf diesen letzten 30 Seiten wurde es interessant, aber die Endschlacht - lässt die Autorin einfach aus und lässt das Geschehene einfach von unserer Stereotyp-Polizistin mental Revue passieren. Das ist wie anfixen und dann fallen lassen.
Ab und zu gab es ein paar witzige Stellen, ich persönlich war zum Beispiel vernarrt in Cullen, aber mit den restlichen Charakteren konnte ich absolut gar nichts anfangen. Ein Instant-Roman, wie ihn jeder andere Groschenroman-Autor auch hätte schreiben können.
Die Sexszenen sind zwar nicht so störend wie bei anderen LYX-Titeln, aber wenn dann Sätze fallen wie "Wenn du noch näher bei mir bist, bist du in meiner Gebärmutter!" versauen die ganze Atmosphäre. Nicht lustig!

Eigentlich würde ich der ganzen Klischee-Suppe nur 2 Sterne geben, aber stellenweise fand ich das Buch trotz allem gelungen und werde mir (wenn ich mal Geld zuviel habe) den zweiten Teil zu Gemüte führen.

Wer wirklich gute Werwolf-Romanzen lesen will, die der Wolf Shadow Reihe ein bisschen ähneln, sollte sich die Mercy Thompson-Reihe von Patricia Briggs einmal genauer ansehen ;)

  (26)
Tags: erotik, fantasy, liebe, werwolf, werwölfe   (5)

  

 

Zeit der Jäger
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112 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

walker, fantasy, kojote, gestaltwandler, werwölfe

Zeit der Jäger

Patricia Briggs , Regina Winter
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.03.2010
ISBN 9783453525801
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Mercy hat eine harte Zeit hinter sich. Erst vor ein paar Monaten musste sie einen dämonenbesessenen Vampirzauberer und dessen Schöpfer töten, dann hat sie das Feenvolk gegen sich aufgebracht und vor erst einer Woche wurde sie von Tim vergewaltigt, der dem Feenvolk mächtige, magische Gegenstände geklaut hat. Jetzt scheint alles einigermaßen normal zu werden: Sie hat sich endlich zwischen Adam und Samuel entschieden. Und zwar für Adam.
Leider landet eines Abends ihr geschätzter Vampir-Freund Stefan fast verhungert und grausam gefoltert in ihrem Wohnzimmer. Und damit fangen die neuen Probleme erst an: Mercy befürchtet, den Zorn von Marsilia (Anführerin der Vampir-Siedhe in den Tri-Cities) auf sich gezogen zu haben und am selben Abend steht eine alte Bekannte von Mercy auf ihrer Türschwelle und bittet sie um Hilfe mit einem Geist. ... Damit fangen die Probleme erst an und letztendlich ist alles doch ganz anders als Mercy dachte – sie schwebt (mal wieder) in großer Gefahr.

Meinung:
Ein typisches Mercy Thompson-Abenteuer! Wie immer ist Patricia Briggs sehr ausführlich (aber schwafelt nicht um den heißen Brei), gefühlvoll und beschreibt sehr glaubhaft ihre Interpretation des Werwolf-Mythos. Ihre Werwölfe mag ich fast am liebsten von denen, die momentan die Literaturlandschaft unsicher machen. Am liebsten mag ich es, wenn Frau Briggs die kleinen Gefechte zwischen Mercy und anderen Werwölfen beschreibt. Es geht oft um Machtspielchen und darum, nicht den Zorn eines Werwolfs durch Provokation auf sich zu ziehen. Das endet dann in Spielchen wie „Wer zuerst wegguckt, hat verloren“. Nur auf gefährlich ;) Mir sind alle Hauptcharaktere sympathisch, allen voran Warren, „der schwule Werwolf“ und dessen großmäuliger Lebensgefährte Kyle (von Ben auch gerne als „Lustknabe“ tituliert – eine Szene zum Tränen lachen schön und witzig). Ich bin sehr begeistert von diesem Buch gewesen, habe auch eigentlich kaum was zu meckern. Nur dass der Showdown innerhalb von drei Seiten vorbei war. Das war sehr schade, denn die Kämpfe Mercy vs. „der Boogeyman von Spokane“ und Mercy vs. „Vampirgeist, der durch Berührung töten kann“ hätten sehr viel Potenzial gehabt. Und wie immer hatte Mercy (unerwartete) Hilfe, ihre Feinde zu vernichten. Ich meine, sie ist die HELDIN der Serie. Warum kriegt sie das nicht auch mal allein hin?
Na ja, kommt noch ;) Das neue Abenteuer von Mercy steht in den USA schon in den Startlöchern und hört auf den Namen „Silver Borne“.
Ich werde es mir kaufen. Auf Englisch.
WEIL. Heyne. Heyne ist mittlerweile ein Verlag, mit dem mich eine Hassliebe verbindet. Da haben sie so ein bombastisches Fantasyprogramm, aber die Titel sind oft zu teuer (ich meine, man könnte Bücher auch einfach in kleinerem Format drucken, dann müsste man statt 15 Euro für ein Paperback nur 10 bezahlen... aber was rede ich. Ändert sich ja eh nicht), und dann war diese Unverschämtheit mit der „Black Dagger“ Serie. Nicht, dass es mich stört, ich find die Serie eh schrecklich.
Und bei der Mercy Thompson Reihe scheinen Praktikanten zu übersetzen und Korrektur zu lesen .___. Anders kann ich mir nicht erklären, dass seit dem neuen Band alles „eingeenglischt“ wird. Aus „Vampire“ wird „Vamps“ (eeehm, Vamps sind doch was anderes als Vampire oO Ich hab da so eine Assoziation mit scharfen Bräuten, für die man morden würde), aus „Ja“ wird „Yeah“ und so weiter. Es war sehr störend. Zudem werden auf einmal Wörter zusammengeschrieben, die ich sonst noch nie in dieser Kombination gesehen habe oO Hat da vielleicht die Leertaste geklemmt?!
Und es fehlen ständig Punkte und Gänsefüßchen. Manchmal sind die Gänsefüßchen auch falsch rum. Beispiel: »Blah blah blah».
Ich würde mir wünschen, dass die Lektoren und Korrektoren bei Heyne mal mehr Mühe geben. Das passiert nämlich in fast jedem Buch alle paar Seiten.
Sehr lästig und für mich ein Grund, die Serie ab jetzt auf Englisch zu verfolgen.
Sonst, ein großartiges Buch mit nur leichten Plotschwächen.

  (18)
Tags: adam, mercy thompson, romanze, walker, werwölfe   (5)

  

 

Spur der Nacht
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(70)

143 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, walker, werwölfe, vampire, liebe

Spur der Nacht

Patricia Briggs
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 05.01.2009
ISBN 9783453524781
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
Tags: elfen, fantasy, liebe, romanze, vampire, walker, werwölfe   (7)

  

 

Bann des Blutes
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(83)

149 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

fantasy, werwölfe, vampire, walker, gestaltwandler

Bann des Blutes

Patricia Briggs
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 02.06.2008
ISBN 9783453524002
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
Tags: elfen, fantasy, liebe, romanze, vampire, walker, werwölfe   (7)

  

 

Ruf des Mondes
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(104)

202 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 10 Rezensionen

werwölfe, walker, vampire, gestaltwandler, fantasy

Ruf des Mondes

Patricia Briggs
Flexibler Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.10.2007
ISBN 9783453523739
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, liebe, mercy, walker, werwölfe   (5)

  

 
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