Dunkelkuss

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Odyssee
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klassiker, irrfahrt, homerischer epos, odysseus, sirenen

Odyssee

Homer
Flexibler Einband
Erschienen bei Fischer, 01.01.1963
ISBN B003SWI2FC
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: homerischer epos, irrfahrt, klassiker, odysseus, sirenen   (5)

  

 

Ilias
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paris, homerischer epos, krieg, troja, patroklos

Ilias

Homer
Flexibler Einband
Erschienen bei Fischer, 01.01.1961
ISBN B003SWI7YS
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: homerischer epos, krieg, menelaus, paris, patroklos, troja   (6)

  

 

Black Butler, Band 2
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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

manga, sebastian, teufel, england, ciel phantomhive

Black Butler, Band 2

Yana Toboso
Flexibler Einband: 170 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.07.2010
ISBN 9783551753045
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Inhalt:
BLACK versus RED
Ciel, sein teuflischer Butler Sebastian und Ciels Tante "Madam Red" nebst Gefolge ist auf der Spur von "Jack the Ripper" und dringen dabei in die Abgründe der Londoner "High Society" ein, stoßen auf einen Menschenhändlerring und den Tod - wortwörtlich.
***
Meinung:
Manga-ka Yana Toboso schafft es im zweiten Band den ersten der "Black Butler"-Serie zu 'überholen', was Spannung, Witz, Bishounen (allen voran Sebastian natürlich!), Qualität und Plot angeht.
Dieser Band endet allerdings mit ein dermaßen bösen Cilffhanger, dass das Warten auf Band 3 fast schon unerträglich wird!
Ein Highlight in diesem Band ist der Auftritt von Ciel in Mädchenklamotte (Minikleid, Hut - wie sich das in der High Society für eine Dame gehört -, Perücke und Stiefelchen) und der Auftritt des "Todes", auf dessen Tarnidentität ich jetzt nicht näher eingehen möchte, dann geht die Spannung ja flöten ;)
*
***
Fazit:
Black Butler 02 übertrifft Black Butler 01 - superspannend, witzig, abgründig und düster. Einfach eine perfekte Mischung!

  (14)
Tags: butler, ciel, dark, fantasy, manga, sebastian, teufel   (7)

  

 

Das Bildnis des Dorian Gray
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

klassiker, london, moral, dorian gray, oscar wilde

Das Bildnis des Dorian Gray

Oscar Wilde

Erschienen bei null, 01.01.2009
ISBN 9783828997301
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
"Mit dem Meisterwerk des Malers Basil Hallward, dem Porträt des schönen Dorian Gray, geht Seltsames vor sich: das Bildnis altert, während der Porträtierte jung bleibt. Doch Dorian bezahlt für die Erfüllung seines Herzenswunschs, ewige Jugend, einen viel zu hohen Preis... Angestachelt von seinem zynischen und manipulativen Freund Lord Henry stürzt sich Dorian in einen Abgrund von moralischem Verfall, Gier und Lust - bis er jemanden ermordet und Läuterung sucht..."
**************
Meinung:
Obwohl ich das Buch für die Schule damals gelesen habe (und man weiß ja wie das mit Schullektüren ist: man liest sie, weil man MUSS und nicht, weil man WILL), avancierte "Das Bildnis des Dorian Gray" zu meinem absoluten Lieblingsroman und bis dato hat mich kein anderes Buch so begeistert und in seinen Bann gezogen.
Es ist Gesellschaftssatire und unterschwellig auch -kritik, aber spannend und tiefgründig. Ich liebe Wildes Schreibstil, er ist auf seine Weise blumig, aber auch scharfsinnig und man spürt einen Hauch von Wildes eigenem Zynismus zwischen den Zeilen. Nicht umsonst war das Buch nach seiner Ersterscheinung ein Skandal - hat Wilde sich doch auch homoerotischer Symboliken bedient und Basil fühlt sich auch zu Dorian hingezogen. Die Charaktere sind allesamt von einer erschreckenden Klarheit und das Verhalten (auch wenn zwischen "unserer" Gesellschaft und der damaligen mehr als 100 Jahre liegen) ist vollkommen nachvollziehbar und glaubhaft. Besonders über die drei Hauptcharakter könnte man seitenlang referieren.
Zwar zieht sich das Buch in der Mitte etwas, weil Kapitel 11 eine Brücke vom "alten", noch bekehrbaren Dorian zum "neuen, sündigen" Dorian darstellt, aber dieses Kapitel musste so lang sein, schließlich vergehen auf diesen 20 Seiten mehrere Jahre von Dorians Jugend bis zu seinem nahendem (Frei-)Tod bei ca. Mitte/Ende 30.
Insgesamt ist Dorian Gray weder ein "Schinken", noch ein verstaubter Klassiker, der den Leser permanent langweilt - das Hauptproblem des Buches ist so aktuell wie und eh und je und begeistert wie belehrt seine Leser noch heute.
Und hoffentlich wird es das auch in Zukunft noch tun, denn dieses Werk sollte keinesfalls jemals vergessen werden.
Auf einer Skala von 1 bis 10 ist dieses Buch meine persönliche 15 :)

  (28)
Tags: bildnis, dorian gray, klassiker, london, moral, oscar wilde   (6)

  

 

EVIL
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(142)

275 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 33 Rezensionen

folter, thriller, vergewaltigung, horror, bunker

EVIL

Jack Ketchum , Dallas Mayr , Friedrich Mader
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 22.09.2008
ISBN 9783453721883
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ehrlichgesagt habe ich bei diesem Buch ein Problem damit, den Inhalt zu beschrieben, ohne zu viel davon preiszugeben. Jedes Wort scheint zu viel. Jedes Wort, jede Beschreibung des Grauens in diesem nur 330 Seiten dicken Roman erscheint nicht einmal annähernd das zu beschreiben, was den Leser bei "Evil" erwartet.
Zwar lautet der Originaltitel von Jack Ketchums Horrorthriller "The Girl next Door" (was auch passt), aber der deutsche Titel drückt aus, was wirklich zwischen den zwei Buchdeckeln schlummert: "Der Sumpf des Bösen."
Ich wollte die ganze Zeit schon etwas lesen, das mich zutiefst erschüttert, das mir das Herz rasen lässt. Ich wollte ein Buch lesen, dass mich anwidert und das ich nie wieder vergessen werde.
Und "Evil" werde ich definitiv nicht mehr vergessen! Ich habe wirklich starke Nerven, ich sehe die schlimmsten Horror- und Splatterstreifen, kann mir dabei aber noch fröhlich Lasagne in den Bauch schaufeln.
Nur jetzt, nachdem ich nur vier Stunden für diese Lektüre gebraucht habe, ist mir schlecht. Ich FÜHLE mich schlecht.
Die Grausamkeiten, die in diesem Buch beschrieben werden, das Schweigen, die Angst, die fruchtlosen Versuche Davids das Grauen zu stoppen... Es ist wirklich heftig!
Ich weiß auch nicht, ob ich das Buch weiterempfehlen würde, an Genre-Fans: Ja.
An Neugierige? Wenn ich weiß, dass sie es vertragen.
Aber allen anderen würde ich lieber raten, es sein zu lassen, wenn sie zart besaitet sind.
Es geht hier nicht nur um die Folter, die Vergewaltigung... Die Misshandlung mit Seifenlauge, Bügeleisen, Zigaretten, Messern oder kochend heißem Wasser. Wer sich mal "Hostel" oder "Saw" angeguckt hat, kommt damit klar. Was mich wirklich so erschüttert hat, war dass jedes Kind in der Straße WUSSTEN, was in diesem Keller vor sich ging. Aber anstatt zu helfen, haben sie zugeschaut und mitgemacht. Haben sich gegenseitig im Strudel der Gewalt hochgeschraubt, alles unter der Aufsicht einer psychisch kaputten Frau.
Wer von diesem Buch nicht bis ins Mark erschüttert ist, hat entweder Härteres gelesen oder kann sich bei so etwas gut distanzieren.
Ich werde auf jeden Fall noch einige Zeit meinen Gedanken über das Buch und grausame Kinder nachhängen.
Ein Meisterwerk - nicht wegen der Gewaltdarstellung, sondern der Dichte, mit der Ketchum den psychologischen Aspekt beschreibt und der Zwiespalt, in dem sich der Protagonist befindet. Es war nicht zu viel, es war nicht zu wenig, es war glaubwürdig.
Und das macht es noch mal schrecklicher.

  (28)
Tags: folter, horror, keller, kinder, thriller, vergewaltigung, wahre begebenheit   (7)

  

 

Die Reinheit des Todes
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(229)

375 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 68 Rezensionen

berlin, thriller, serienmörder, krimi, engel

Die Reinheit des Todes

Vincent Kliesch
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 11.05.2010
ISBN 9783442374922
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
"Er sieht aus wie ein Engel. Er hat viele Namen. Und er mordet, ohne Spuren zu hinterlassen …"
In Berlin geht ein Serienkiller um, der sich dadurch auszeichnet, die Wohnungen seiner Opfer nach der Tat so gründlich zu reinigen, dass man nicht mal mehr ein Staubkorn findet. Die Leichen bahrt er auf Tischen auf und zieht ihnen weiße Hemden an.
Der Inbegriff von Reinheit und der reinste Albtraum für die Polizei - es gibt keine Spuren. Hier kommt Julius Kern ins Spiel, Polizist in Potsdam, der vom Berliner LKA an den Fall herangezogen wird. Kern ist aber aber immer noch durch einen zurückliegenden Fall traumatisiert. Kern hat den Täter zwar gefasst, aber man konnte Tassilo Michaelis nichts nachweisen. Und jetzt, wo die Polizei den "Putzteufel" jagt, ist Kern auf Tassilos Hilfe angewiesen. Ob er will oder nicht.
****
Meinung:
Ich bin schwer begeistert. Nein, ich bin ganz aus dem Häuschen!
Da ich eigentlich kein Krimi- oder Thrillerleser bin, habe ich dieses Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen. Und ganz ehrlich: am liebsten würde ich es sofort noch mal lesen.
Klieschs Schreibstil ist großartig, von seinen Charakteren ganz zu schweigen. Sogar die Bösen kann man leiden, auch wenn man die Taten nicht gutheißt. Als ich die ersten Seiten von "Die Reinheit des Todes" gelesen habe, dachte ich wirklich, man will den Leser verschaukeln. Von wegen "Klieschs erster Roman". Oh doch, es stimmt. Aber man merkt ihm an, dass er schon als Comedian gearbeitet hat, er ist sprachlich sehr ausgefeilt und seine Witze sind so subtil und punktgenau, dass es besser einfach nicht mehr geht.
Die Geschichte rast nicht vor sich hin, sie wird in angenehmem Tempo vorangetrieben und dabei werden vergangene Geschehnisse perfekt eingefädelt.
Wie gesagt, ich bin aus dem Häuschen!
Julius Kern gehört ab jetzt neben Van Veeteren zu meinen liebsten Gesetzeshütern und Klisches nächster Roman (der wohl in einem Jahr erscheinen wird) steht schon auf meiner Wunschliste.
*
***
Fazit:
Ein absolutes Muss für jeden Kriminalfreak, auch wenn "Thriller" draufsteht. Von Vincent Kliesch werden wir hoffentlich noch viel zu hören, sehen und lesen bekommen.
Ein Buch wie eine Achterbahn- und eine Horrorhausfahrt, in Sachen Spannung und Abgründe der menschlichen Seele. Und dazu noch verdammt gut geschrieben.
Perfekt!

  (25)
Tags: krimi, serienmörder   (2)

  

 

Beautiful Darkness
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(7)

21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ethan, lena, liebe, beautiful darkness, mond

Beautiful Darkness

Kami Garcia , Margaret Stohl
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Little Brown & Co, 12.10.2010
ISBN 9780316077057
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

runningtostandstill.
Inhalt:
Macons Tod hat Lena sehr verändert. Ethan hält es erst für eine 'normale' Trauerreaktion, doch dann treibt sich Lena mit Ridley, ihrer Sirenen-Cousine und John Breed, einem Incubus/Caster herum und verschwindet schließlich in den Caster Tunnels unter Gatlin. Ethan, Link und Liv, Marians Praktikantin, folgen dem Trio in die Casterwelt und erleben, erfahren und sehen Dinge, die sie nicht für möglich gehalten hätten...

Meinung:
Nach dem ersten Buch, das mich gleichzeitig verzaubert und etwas frustriert hat, war ich von "Beautiful Darkness" (nahezu) restlos begeistert. Im Gegensatz zum Vorgänger wirkt BD geplanter, strukturierter und wie der Name schon sagt, düsterer.
Ethans und Lenas Gefühlswelt ist glaubhaft dargestellt und man kann als Leser gar nicht anders, als mit dem ungleichen Pärchen mitzuleiden ;)
Auch die Casterwelt hat mehr und mehr Einfluss und auch die Einbeziehung der Caster Tunnels lässt ahnen, dass die folgenden Teile (es sollen noch zwei Bücher folgen) fantasylastiger und düsterer, ernster werden.
Es gibt interessante neue Charaktere, aber auch die 'alten' werden immer liebenswerter ;) Beim Autorenduo Garcia & Stohl hat jeder Charakter seine Macken, seine Ecken und Kanten, und das liebe ich!
Die Geschichte an sich ist spannend und abenteuerlich, aber auch sehr emotional. Auch Ethans fortschreitende Entwicklung und seine eigene "Rolle" in der Casterwelt waren super beschrieben und wirklich überraschend!

Fazit:
Eine stimmungsvolle, spannende und düstere Fortsetzung von Beautiful Creatures. Unbedingt lesen!

  (26)
Tags: caster, englisch, ethan, lena, seventeenth moon   (5)

  

 

Beautiful Creatures
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(17)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, liebe, lena, beautiful creatures, gabe

Beautiful Creatures

Kami Garcia , Margaret Stohl
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Little Brown & Co, 01.12.2009
ISBN 9780316042673
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Ethan Lawson Wate lebt in Gatlin, einer beschaulichen Kleinstadt im Süden von Amerika und er findet sein Leben langweilig, das in Endlosschleife zu laufen scheint, ohne dass sich Dinge frappierend ändern. Bis er anfängt von einem Mädchen zu träumen. Die Träume sind so echt, dass sie ihm Angst machen und eines morgens sieht er eben dieses Mädchen an seiner Schule. Von diesem Zeitpunkt ist Ethans Leben nicht mehr langweilig, sondern ziemlich gefährlich. Lenas Familie ist verflucht und dieser Fluch wird sie an ihrem 16. Geburtstag heimsuchen...
******
Meinung:
Es ist an sich schon schwer, den Inhalt dieses Buches zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten, weil "Beautiful Creatures" so viel komplexer ist, als man es auf den ersten Blick denkt.
Zudem werte ich den Umstand, dass die Geschichte aus Ethans Sicht geschrieben ist, als postitiv. Wann hat man schon mal eine Young Adult Romanze aus POV des Jungen?
Das war wirklich sehr ansprechend aufgezogen.
Lena ist anders als die anderen Mädchen, das wird schon ersichtlich, wenn sie das erste Mal im Buch in sprichwörtliche Erscheinung tritt und Ethan ist ein sehr ritterlicher, zurückhaltender Junge, der aber weiß, was er will. Und das ist Lena, auch wenn ihn das sein Leben kosten könnte...
Auch die Atmosphäre der Stadt ist super. Sehr düster und gerade deshalb so verlockend, weiter zu lesen. Gatlin ist zwar das absolute Klischée einer amerikanischen Kleinstadt, bevölkert von den Highschoolzicken, Basketballspielern, den Außenseitern, einem "Geisterhaus" und dieser gewissen Dynamik, die solche eine Stadt aufweist, obwohl die Dynamik zynischerweise darin besteht, dass sich niemand verändert, oder verändern darf, sonst ist man unten durch.
Auch die Idee der Paranormal Romance hat mir sehr gefallen, zwar erfinden die Autorinnen das Rad nicht neu, aber aufgrund der tollen Charaktere und der düsteren Stimmung ist das Buch doch sehr schön.
Auch wenn ich sagen muss, dass manche Passagen im Buch einfach zu lang geraten sind und ich es am Ende echt nicht mehr ausgehalten und 20 Seiten übersprungen habe, auf denen nachweislich nichts Wichtiges passiert ist. Die Geschichte braucht aber auch diese Passagen, um Lenas, Ethans und die Geschichten der anderen Charaktere ausreichend zu erzählen. Aber ein ungeduldiger Leser wird wohl nicht so viel Gefallen an "Beautiful Creatures" finden. Zudem ist dies auch wieder eine Reihe und nicht alle Fragen, die sich nach dem Lesen stellen, werden ausreichend beantwortet; und ab und zu wirkt die Story noch sehr unausgegoren, manches war doch ein bisschen wirr...
Ich habe das Buch trotzdem gemocht und mir direkt Band 2 der Reihe, Beautiful Darkness, vorbestellt - in der Hoffnung, dass dieser Band ausgereifter ist.

  (21)
Tags: englisch, fantasy, liebe   (3)

  

 

Boy's Next Door
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(38)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

manga, thriller, liebe, shonen ai, drama

Boy's Next Door

Kaori Yuki , Dorothea Überall
Flexibler Einband: 177 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.12.2003
ISBN 9783551774347
Genre: Comic & Humor

Rezension:  
Tags: drama, liebe, manga, shonen ai, thriller, tod   (6)

  

 

Black Butler, Band 1
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(59)

84 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

manga, teufel, england, vertrag, sebastian

Black Butler, Band 1

Yana Toboso
Flexibler Einband: 173 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.05.2010
ISBN 9783551753038
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Inhalt:
Sebastian Michaelis ist Butler beim Earl von Phantomhive, dem zwölfjährigen Ciel Phantomhive. Doch Sebastian tut mehr als nur Tee kochen und dem kleinen Ciel die Krawatte binden - er ist Bodyguard, Killer und... Dämon, weshalb er sich selbst "Ein Teufel von Butler" nennt. Mit seinem "Vorgesetzten" und dem Rest des Hofstabs (der süße, aber bärenstarke Finnian, das schüchterne Hausmädchen Maylene und Bard, der raubeinige Koch) erlebt er einige Abenteuer.
***
Meinung:
Endlich mal wieder ein Manga, dessen Existenz in meinem Bücherregal absolut und uneingeschränkt rechtfertigt.
Das Cover des Mangas wird von schwarz und weiß dominiert, was unter anderem an Sebastians schwarzer Butlerkluft und den schönen Schnörkeln liegt. Schlicht, aber ansprechend und edel.
Somit spiegelt die äußere Aufmachung auch den Zeichenstil der Autorin wider, schlicht, aber... na ja, ich will mich nicht wiederholen ;)
Die Charaktere sind allesamt glaubhaft und haben ihre eigenen kleinen Macken. Die Männer sind schön, die Frauen auch, was will man mehr? Mir persönlich gefallen Finnian, Sebastian und Ciel sehr gut. Die Dynamik unter den Charakteren ist sehr interessant und auch die Tollpatschigkeit von Maylene, Bard und Finnian ist jedes Mal wieder lustig.
Der Plot fängt zwar etwas holprig an, aber nach dem zweiten Kapitel geht's rund und Sebastian zeigt sein wahres Gesicht! Es gibt noch viele Geheimnisse zum Ciel, Sebastian und das Erbe der Phantomhives die darauf warten, vom Leser nach Luft schnappend gelüftet zu werden!
Ich kann das Warten auf Band 2 kaum noch abwarten.
*
**
Fazit:
Ein tiefgründiger, gut gezeichneter und düsterwitziger Manga, den man als Otaku gelesen haben MUSS.

  (18)
Tags: manga   (1)

  

 

Erebos
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(612)

959 Bibliotheken, 12 Leser, 21 Gruppen, 217 Rezensionen

computerspiel, thriller, sucht, london, erebos

Erebos

Ursula Poznanski
Fester Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.01.2010
ISBN 9783785569573
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel.
Es will töten.
-
"Erzähl niemandem von Erebos. Spiel allein. Verrate nie deinen Spielnamen, auch nicht unter Mitspielern..." - Erebos hat viele Regeln. Und die meisten halten sie ein...
-
An einer Londoner Schule wird ein PC-Spiel namens Erebos herumgereicht und auch Nick kommt in Besitz einer Kopie. Neugierig begibt er sich in die Welt von Erebos, wird süchtig und hinterfragt nicht die Aufträge die ihm dieses Spiel für die reale Welt aufträgt, bis ihm das Spiel befiehlt, seinen Englischlehrer zu vergiften, weil dieser sich offen gegen das Spiel ausgesprochen. Wenig später wird Jamie, Nicks bester Freund, Opfer eines Anschlags, weil er ebenfalls gegen Erebos vorging... Was versteckt sich wirklich hinter dem spannenden und erschreckend realistischen Spiel, dass immer öfter Aufträge erteilt, die die Grenzen der Legalität überschreiten?

Meinung:
Erebos ist ein richtiger Pageturner und ich musste mich wirklich zwingen, jedesmal mit dem Lesen aufzuhören und mir den Spaß direkt an einem Tag zu nehmen
Poznanskis Buch lebt von der Detailtreue des Computerspiels, der atmosphärischen Dichte, den überraschenden Wendungen im Plot und auch dem Verschwimmen der Realität. Die Geschichte beleuchtet nicht nur Nick, sondern auch seinen Spielcharakter Sarius, mit dem der Leser auf eine Fantasyabenteuerreise geschickt wird, die mit von der Beschreibung her mit den Online-Rollenspielen "Everquest" oder "World of Warcraft" vergleichbar wäre.
Der Roman ist nicht nur spannend bis zum Schluss, er will nicht nur unterhalten, er will auch warnen. Vor den Gefahren der Computerspielsucht. (Ich rede hier nicht von "Killerspielen", die Diskussion halte ich nach wie vor für absoluten Quatsch.)
Hauptcharakter Nick ist anfangs skeptisch, dann - wegen der Geheimniskrämerei der Spieler - neugierig, fängt an zu spielen und wird süchtig. Sein Leben dreht sich nur noch um Wunschkristalle, Arenakämpfe und Upleveln, bis ihm zwei Ereignisse die Augen öffnen und das Buch doch noch zu einem... nicht 'guten' Ende, aber einem Ende führt, dass den Leser zufrieden stimmt. Nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber trotzdem gut!
Mich haben zwei Dinge allerdings gestört: Helen sagt in der Mitte des Buches zu Nick, sie habe mit dem Spielen aufgehört, aber sie hat definitiv weitergemacht, sie spielt eine zentrale Rolle im Spiel! Und die Sache mit der KI (Künstliche Intelligenz), das war mir etwas zu platt erklärt und es klang eher als Universallösung, die einfach passt, man sich aber nicht weiter Mühe machte, das System zu erklären.
Sonst war ich außerordentlich begeistert von Erebos. Ein Thriller, der bis zur letzten Seite fesselt und zum Nachdenken bewegt!
Meine Empfehlung an alle, die das Buch noch nicht angefangen haben zu lesen: Spart es euch fürs Wochenende auf, denn wenn man erst mal angefangen hat, ist Aufhören sehr, sehr schwierig ;)

  (29)
Tags: computerspiel, erebos, jugendbuch, thriller   (4)

  

 

The Titan's Curse (Percy Jackson and the Olympians, Book 3)
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(13)

16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

percy jackson, fantasy, götter, englisch, jugendbuch

The Titan's Curse (Percy Jackson and the Olympians, Book 3)

Rick Riordan
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Miramax, 01.05.2007
ISBN B0014JOKL6
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

"Wow", Thalia muttered, "Apollo is hot."
"He's the sun god!", I said.
"That's not what I meant."
(Percy Jackson and the Titan's Curse)

Inhalt:
"Die Götter des Olymp befürchten das Schlimmste, denn die Titanen rüsten zum Krieg! Percy und seine Freunde müssen bis zur Wintersonnenwende die Göttin Artemis befreien, die in die Klauen der finsteren Mächte geraten ist. Dabei müssen sie gegen die gefährlichsten Monster der griechischen Mythologie antreten - und geraten selbst in tödliche Gefahr. Aber mit Percy haben die Titanen nicht gerechnet. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass er mit allen Wassern gewaschen ist - schließlich ist er der Sohn des Poseidon!" (Quelle: amazon.de)

Meinung:
Teil 3 der Percy Jackson Saga ist so wie seine Vorgänger: rasant, spannend und auf unnachahmliche Weise lustig - ein ausgewogener Mix aus Situationskomik und einem guten Schuss Sarkasmus (und dann wären da noch Apollo und Blackjack, die einiges für die Lachmuskeln des Lesers tun ;D)
Zu Anfang fühlte ich mich aber ein bisschen ins kalte Wasser geworfen, weil nie wirklich geklärt wird, WARUM Percy sich eigentlich mit seinen Freunden auf den Weg zum Westover macht. Das war nicht sonderlich gut durchdacht. Aber sonst war der Teil so gut wie die vorherigen, nur ungleich spannender und dramatischer. In diesem Band gibt es einige überraschende Wendungen und nicht jeder der Helden aus Band 3 überlebt bis zum Ende...
Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf Teil 4 (Battle of the Labyrinth), den ich bereits bestellt habe.
(Eine Schande, dass es nur fünf Bände gibt. Von mir aus könnte diese Reihe ewig weitergehen.)

  (18)
Tags: englisch, percy jackson   (2)

  

 

Der Kinderdieb
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(288)

556 Bibliotheken, 12 Leser, 18 Gruppen, 113 Rezensionen

avalon, peter pan, fantasy, kinder, new york

Der Kinderdieb

Brom , Jakob Schmidt
Fester Einband: 655 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 09.02.2010
ISBN 9783426283295
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Du marschierst in den Reihen der Verdammten.“ – Der Kapitän

Ein seltsam aussehender Junge namens Peter streift durch das nächtliche New York. Er ist auf der Suche. Nach Kindern. Nach den Vernachlässigten, Misshandelten, Vergewaltigten und nach den Junkies, Dealern und Obdachlosen. Nach den Kindern, die keine Hoffnung mehr haben. In einer Nacht findet er Nick, einen Jungen, der dem Untermieter seiner Mutter ein Haufen Drogen gestohlen hat und gerade im Begriff ist, von dem Dealer und seinen Kumpels zu Tode geprügelt zu werden. Er rettet Nick und nimmt ihn durch den gefährlichen „Nebel“ mit nach Avalon – ein geheimnisvolles, magisches Reich in dem die schöne Dame regiert. Aber was Nick nicht weiß: Peter rekrutiert Kindersoldaten, um die sogenannten Fleischfresser aus Avalon zu vertreiben, die das seit Jahrhunderten nach und nach vernichten. Der Elfenjunge namens Peter zieht mit den Kindern in die Schlacht gegen die Fleischfresser. Für Avalon und für „seine“ Dame, die er über alles liebt und für die er sogar über einen riesigen Haufen Leichen geht...

***

Achtung Spoiler!

„Vergiss das Märchen – erlebe das Abenteuer!“ steht auf der Rückseite des Schutzumschlages. Und dabei handelt es sich nicht einfach um einen lockenden Slogan. Der geneigte Leser sollte diese „Warnung“ ernst nehmen. Denn! Tatsächlich ist Broms Erstlingswerk zwar eine lose Neu-Interpretation von J. M. Barrie’s „Peter Pan“, aber dieses Buch ist anders. Es ist kein Märchen. Es ist kein überkitschiger rosaroter Stoff, aus dem Disneyfilme gemacht wurden.
Dieses Buch ist brutal, realistisch, unbarmherzig, heftig und sehr blutig.
Aber verdammt, ich fand es großartig! Wer allerdings zart besaitet ist, sollte „der Kinderdieb“ besser nicht lesen.
Alle nicht zart Besaiteten sollten dieses Buch zur Hand nehmen und ihm eine Chance geben (allein schon wegen der wunderschönen Illustrationen - teils farbig -, die vom Autor selbst stammen).
Brom hat es geschafft, die romantische Vorlage von Peter Pan mit dem Avalon-Mythos zu kreuzen, dann die harte Realität des Ghettos beizumischen und alles so zu verweben, dass es in keiner Weise konstruiert wirkt. Auf seine Weise hat das Buch einen Zauber, der den Leser einwickelt und träumen lässt, aber die realen und auch die Kriegsszenen zwischendrin verstören den Leser durch viel Blut, rollende Köpfe und der Vorstellung, dass dort KINDER mit Schwertern, Speeren und ähnlichem ums Überleben kämpfen. Das macht „der Kinderdieb“ zu einer faszinierenden Lektüre, die – wenn man einmal mit Lesen angefangen hat – man nicht mehr weglegen möchte.
Der Autor hat einen guten Schreibstil und auch hier zieht sich der schmale Grad zwischen blumiger Schönheit (wenn er von den Wesen und von Avalon selbst schreibt) und harter Realität, den Brom aber nie verlässt. Es wird geflucht, okay. Aber so ist das nun mal in Büchern der Gegenwartsliteratur. Und er übertreibt es wirklich nicht. Er benutzt den Slang und die Schimpfwörter, um zu verdeutlichen, woher diese armen Kinder kommen, die Peter nach Avalon gebracht hat. Diese Kinder wurden allein gelassen, missbraucht und schwer traumatisiert. Da ist ihr Vokabular schon fast zu „brav“.
Die Storyline ist temporeich und ohne viel lahmes Geschwafel (und wer mich als Rezensent kennt, weiß wie sehr ich unnötiges Gesabbel verabscheue!).
Das Buch ist in fünf Teile unterteilt. Im ersten Teil lernt man Peter und Nick kennen, im zweiten verlagert sich die Geschichte dann nach Avalon. In Teil drei lernt man dann die „Feinde“ Avalons kennen, im vierten und fünften Teil verlagert sich die Geschichte wieder ins moderne New York – wo auch der tragische Showdown stattfindet.
Das Ende ist bitter, aber letztlich vorsichtig optimistisch. In nahezu allen Teilen kommen Bruchstücke aus Peters Vergangenheit zur Sprache, die dem Leser etwas Mitgefühl für Peters Verhalten einimpfen. Insgesamt schwankte ich beim Lesen zwischen Trauer, Wut, erwartungsvoller Spannung und unendlicher Hoffnungslosigkeit.
Peters Charakter an sich erzeugt beim Leser – wie das ganze Buch – eine Mischung aus Faszination und Verstörung. Ich persönlich mochte ihn, aber gab Momente, wo ich ihm doch gern eine reingehauen hätte. Auch die anderen Hauptcharaktere sind sympathisch und haben ihre Ecken und Kanten, die ihnen einen Wiedererkennungswert verleihen.
Um auf das Ende zu sprechen zu kommen: es ist wirklich bitter. Bis auf Peter leben nur noch zwei andere Teufel, der Rest der Kinder wurden bestialisch ermordet (es waren anfangs ungefähr zwei Dutzend). Auch Avalon ist zerstört, die Dame weigert sich, Nick zu retten, der dann in den Armen eines Teufel-Mädchens stirbt. Peter bleibt in der Menschenwelt, um Nicks Misshandlungen zu rächen. Das Ende ist offen, aber es gibt einem einen Funken Hoffnung, dass die Geschichte vielleicht einmal eine Fortsetzung erfährt.
Ich habe „der Kinderdieb“ bedingungslos geliebt – trotz dem Elend, der Tragik und dem ganzen Blut. Sollte Brom jemals ein weiteres Buch schreiben. Ich werde es kaufen!

„Der Kinderdieb“ ist mein persönliches Highlight des bisherigen Lesejahres und ich empfehle es jedem, der mich nach einem „guten Fantasybuch“ fragt!

  (20)
Tags: fantasy   (1)

  

 

Splitterherz
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(779)

1.428 Bibliotheken, 21 Leser, 19 Gruppen, 218 Rezensionen

liebe, träume, fantasy, nachtmahr, colin

Splitterherz

Bettina Belitz
Fester Einband: 630 Seiten
Erschienen bei script5, 15.01.2010
ISBN 9783839001059
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Elisabeth (Ellie) Sturm wird von ihren Eltern unfreiwillig von Köln aufs Land verfrachtet; in den Westerwald, weil ihr Vater dort die Stelle als Leiter einer Klinik für Psychiatrie angenommen hat. Erst ist sie gar nicht begeistert und kann sich weder an das Umfeld, noch an die neuen Mitschüler gewöhnen. Doch dann trifft sie immer wieder auf Colin Blackburn, einen jungen Mann, der abgeschottet von der Welt in einem Haus im Wald lebt. Ehe sie sich versieht ist sie von seiner schroffen und abweisenden Art angetan und will mit allen Mitteln herausfinden, was mit Colin nicht stimmt...

Meinung:
Ich finde, bei diesem Buch gibt es eine Menge zu erzählen und viele Dinge, die ich in dieser Rezension ansprechen will(an dieser Stelle: SPOILERGEFAHR!).
Am besten fange ich bei dem Erscheinungsbild des Buches an:

DAS COVER.
Wunderschön. Der Schutzumschlag ist aus festerem Papier hergestellt, ist leicht angeraut und matt. Der Titel des Buches wird mithilfe von Lack glänzend zur Geltung gebracht und hebt sich vom Hintergrunddesign ab. Das Coverdesign ist einfach nur zum Träumen schön. Die Pastelltöne sind sehr ansprechend und auch das Herz mit den Flügeln, die verschieden dargestellten Blumen, Blüten und Beeren fügen sich prima ein und auch der lilafarbene Schmetterling ist schön platziert.
Wenn man dieses Cover sieht, will man das Buch automatisch in die Hand nehmen. Leider steht auf dem Rücken des Umschlags nur ein Teil des Prologs, was kaum etwas über den Inhalt des Buches aussagt. Man ahnt nur; es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein Jugendbuch mit fantastischen Elementen.
Tatsächlich kaufte ich mir das Buch auch deshalb: weil das Cover einfach so ansprechend auf mich gewirkt hat und ich wissen wollte, was sich denn dahinter „versteckt“.

Wo wir schon beim Jugendbuch sind.
Und wenn die sehr geschätzte Autorin diese Rezension liest, will sie mich vielleicht verhauen, ich MUSS es ansprechen.
Stichwort TWILIGHT. Jaa, jaaa. Ich weiß. Aber jetzt mal ehrlich! Wer derzeit einen romantischen Fantasyroman auf den Markt bringt, muss sich zwangsläufig diesem Vergleich stellen. Da führt kein Weg dran vorbei.
Nur. Bei mir kommt Splitterherz besser weg als die „Bis(s)-Reihe“. Fangen wir mit den ... ich nenne es mal vorsichtig – Ähnlichkeiten an.
Da ist natürlich erst mal. Colin ist KEIN Mensch. (Sonst wäre das Ganze ja auch bisschen witzlos.)
Aber! ABER! Er ist kein sich selbst parodierender, neo-romantischer Weichei-Menschenblut-Verächter. Nein. ZUM GLÜCK! Danke, Bettina Belitz! Noch einen „Emo“-Vampir könnte die Welt nicht mehr ertragen!
Aber auch Colin versucht, Ellie von sich fernzuhalten, weil er (und Tessa – aber dazu später mehr) gefährlich für sie ist. Und Ellie findet nach langem Bohren doch heraus, wer/was Colin ist.
Colin aber stillt seinen „Durst/Hunger/Wasauchimmer“ nicht an dem, was er eigentlich braucht, sondern steigt auf die „Light-Version“ um, damit kein Mensch zu Schaden kommt.
Damit erschöpfen sich die offensichtlichen – Ähnlichkeiten auch schon.
Mal abgesehen davon, dass Colin nicht wie Edward Cullen (brechreiz) jahrelang auf DIE einzige Liebe wartet, sondern sich durchaus auch anderweitig schon ausgetobt hat. DANKE noch mal, Bettina Belitz. Kein pseudo-Zölibat. Kein Rumgejammer. Das ist keine Parallele, sondern zum Glück eine Innovation. Danke, danke, danke!

Kommen wir nun zu dem, was in Splitterherz ganz entscheidend ist:
DIE IDEE.

Nachtmahre. Ich weiß nicht, inwiefern das jetzt innovativ ist, aber mir ist meiner Laufbahn als Bücherwurm noch kein Roman mit diesem Mythos über den Weg gelaufen.
Das ist gut so, wie ich finde, denn mit hat das schon überrascht und gefesselt. Wenn Colin von sich selbst, oder seiner Schöpferin Tessa, erzählt hat, hat mein Blick an den Seiten festgeklebt und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, bis... ja, bis... er Ellie mal wieder in die Schranken gewiesen hat. Dann musste man ja wieder warten, bis man ein paar neue Happen der Nachtmahr-Geschichte bekam.
Die Beschreibung wie Nachtmahre leben fand ich sehr einleuchtend und logisch und man hat schon gemerkt, dass die Autorin nicht nur recherchiert, sondern sich auch ihre eigenen Gedanken zu der Thematik gemacht hat. Wunderbar! Besser und plastischer hätte man es nicht machen können.

Als nächstes:
DIE CHARAKTERE.

Ich muss sagen – bis zu einem gewissen Punkt konnte ich Ellie nicht wirklich leiden. Ich wurde mit ihr als Protagonistin echt nicht warm. Ständig schlief sie ein, ständig wurde sie ohnmächtig, ständig war sie am rumheulen, am jammern, hat irgendwie total viel auf einmal gespürt (sei hört, sieht, riecht und fühlt echt ALLES um sich herum) oder sie hatte Angst vor irgendwas. Sie kam mir einerseits so vor, als stünde sie permanent unter Strom und im nächsten Moment – pennt die ein. An den unmöglichsten Orten: an der Bushaltestelle, im Schulklo, abends in der Turnhalle, in einem Pferdestall und so weiter. Zudem war sie auf ihrer alten Schule eine ziemlich schwächliche Mitläuferin, was sie auch nicht unbedingt in ein besseres Licht gerückt hat (lieber Außenseiter als Mitläufer!).
Aber wenn man dann weiß, warum sie ständig einschläft und warum ihre Sinne so scharf sind und sie so sensibel ist, wird sie einem doch sympathischer, und ihre sture Art, was das „SIR Blackburn-Mysterium“ angeht, hat mich dann doch überzeugt, dass Ellie ein toller Charakter ist, der viel Potenzial in sich birgt.

- Colin.
Colin ist... heiß. Also, mal abgesehen davon, dass er eigentlich dazu geschaffen wurde, die schönen Träume der Menschen zu fressen und sie so depressiv und lebensmüde zu machen, war er ein ziemlicher cooler Typ. Er ist auf eine eigentümliche Art und Weise schön und exotisch. Er ist anfangs sehr unsympathisch, weil er Ellie ständig so fies abwimmelt, aber das hatte ja schließlich System! Die ersten 200 – 300 Seiten des Buches ist er unnahbar, gemein, arrogant und verletzend, aber in der zweiten Hälfte des 632 Seiten starken Buches ist er nur noch anbetungswürdig: edel, gefährlich, zynisch, ständig am frotzeln (was er Ellie manchmal für Dinge ins Ohr flüstert – uuh. Kann er das bei mir auch mal machen? lach), SCHLAGfertig, charmant und ziemlich sexy. Er scheint wirklich bei Tag wie bei Nacht (das sind bei ihm tatsächlich zwei verschiedene physikalische Zustände) unverschämt gut auszusehen...
Wer braucht schon Waschlappen-Vampire?! Ich nehm’ lieber Colin ;)

- Tillmann.
Ein großes Rätsel. Ein einsamer Asthmatiker mit einem Hang zu ganz schön brenzligen Situationen und einer ungeheuren Liebe zur Natur. Ich mochte ihn sehr, auch wenn er in dem Buch erst auf den letzten 75+ Seiten seinen großen Auftritt hat. Da sieht man doch,dass auch wortkarge Außenseiter einem den Hintern retten können!

- Ellies Eltern.
Bei den beiden war es etwas schwieriger. Ich mochte ihren Vater nicht besonders, er war auf der einen Seite zwar der Beschützer, aber er hat seine Familie doch auch sehr in Gefahr gebracht, ohne es zu wollen. Er glaubt immer noch an das Gute in den Mahren und will Vermittler spielen. Er ist ein gut ausgearbeiteter Charakter mit Ecken und Kanten, aber mich hat er jetzt nicht für sich erwärmen können, so stark und edelmütig er auch sein mag.

Ellies Mutter ist auch eine „runde“ Sache, aber auch mit ihr konnte ich nicht allzu viel anfangen. Sie war entweder ständig im Garten und hat die Blumen traktiert oder saß mit geränderten Augen am Frühstückstisch. Und sie war permanent nur in Sorge. Kein Wunder, dass die Frau mit einem Halbmahr und einer Tochter, die in einen „Vollblut“-Mahr verknallt ist, im Haus nicht schlafen kann.

- Tessa.
Mann, war DIIIIIIIIIIIIIIIIE ekelhaft. Wirklich. Sie ist einer der abstoßendsten Charaktere, die mir in letzter Zeit in einem Buch untergekommen ist. Mehr Tier als Mensch, will sie Colin für sich beanspruchen und setzt sogar zu Balzverhalten an oO" Gut. Sie ist ein 600 Jahre alter Nachtmahr, aber... iiieh. Sie wird auch nicht unbedingt so beschrieben, dass man sie jemals mögen könnte. Ausgeschlossen. Gut so, denn letztendlich ist sie der "große" Feind im Buch, den es zu bekämpfen gilt. Auch Colins gemischte Gefühle zu ihr lassen gar nicht erst zu, dass man sie mag. Wenn man nicht schon von Anfang von ihrer Erscheinung und ihrem Geruch angewidert ist. So muss ein Hass-Charakter aussehen! Jawohl!

Das Wichtigste am ganzen Buch ist wohl folgendes:
DER VERLAUF.

Und hier muss ich wohl das erste Mal richtig meckern.
Wortwörtlich steht in meinen privaten Notizen bei Lovelybooks:

„Seite 1 - 169: nur langweilig. Seite 170 - 320: na wenigstens ein bisschen Fantasy. Und ein bisschen mehr Colin.
Stand Seite 455: Endlich richtige Fantasy, endlich Spannung! Und COLIN! <3
Seite 500: Gott, ich halt’s kaum aus!“
(Und irgendwo zwischendrin war’s dann so romantisch, dass ich am liebsten geweint hätte.)

Und so sieht’s letztendlich auch aus.
Ich war auf Seite 169 echt kurz davor, das Buch als Zweistern-Bewertung einfach abzubrechen und nie mehr anzurühren. Der ganze Einleitungskram war mir einfach zu langweilig und auch zu langatmig. Ich kann so langes Vorgeplänkel nicht leiden. Es war auf gut Deutsch, zu viel Geschwafel. Zuviel Schnörkelei, zuviel Unnötiges, keine Spannung.
Im Nachhinein bin ich heilfroh, dass ich weitergelesen habe; denn im Verlauf der Geschichte steigert sich die Spannung zusammen mit den Fantasy-Elementen, bis man auf den letzten 50 Seiten selbst kaum noch atmen kann (und will) und man sich auch Duftorchideen im Garten, eine Schwarze Witwe im Einmachglas und Tillmann hinter der nächsten Ecke in einem lädierten Luxusgefährt sitzend herbeiwünscht.

DAS ENDE.

Am Ende vielleicht doch ZU WENIG Ausschweifung (komm schooon! Sie hätten sich auch real verabschieden können, nachdem sie Tessa entflohen sind! Schlimmer hätte es gar nicht werden können!), aber es war trotzdem ein herzerweichendes, bittersüßes letztes Kapitel, das Appetit auf mehr macht.

Und nur so am Rande finde ich, dass die Geschichte nirgends besser funktioniert hätte als im Westerwald! ;) (Meine Heimat <3)

Mit dem Buch waren es für mich 4-5 Tage voller Träum(erei)en, Grübeleien und auch einem hoch und runter was die Bewertung dieses Buches angeht.
Es hat sich von einem Stern nach ca. 50 Seiten, auf zwei Sterne nach ca. 169 Seiten und schließlich zu 3-4 gegen Ende des Buches gesteigert.
Ich denke, das Buch hat sich seine 4 Sterne schon verdient, es war eine schöne, träumerische, manchmal aber zu lahme und mit Sinneseindrücken überladene Lektüre, die aber bestimmt unter Jugendlichen Begeisterungsstürme hervorrufen wird. Splitterherz hat mich anfangs fast schon ein bisschen genervt, dann versöhnlich gestimmt und schließlich doch, auf den letzten 150 Seiten vollkommen für sich vereinnahmt. Besser kann es kaum laufen.
Nach neuestem Stand wird es eine Trilogie werden, aber ich überlege mir noch, ob ich den zweiten Band kaufen werde, wenn er erscheint.
Wahrscheinlich schon. Jetzt, wo ich schon mal angefangen habe ;)

Und abschließend, Jungs und Mädels...
„Öfters mal nach oben schauen!“ :)

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Tags: albträume, colin, ellie, liebe, umzug   (5)

  

 

Almost Perfect
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

ianto, science fiction, aliens, jack, torchwood

Almost Perfect

James Goss
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diamond Comic Distributors, 06.11.2008
ISBN 1846075734
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Emma Webster, 30 Jahre alt, Single (sehr verzweifelt), ist Mittelmaß auf ganzer Linie. Doch ihre Misere ändert sich schlagartig, als sie ein Stück Alien-Technologie in die Finger bekommt...
Ianto Jones, Ende 20, Beziehungsstatus "ist ein bisschen kompliziert", wacht morgens auf - in einem perfekten FRAUENkörper...
Zudem wird das Team Torchwood in ein Restaurant gerufen, wo aus dem Nichts ein Skelett an einem der Tische auftaucht, aber der Mann zu dem das Skelett gehört ist noch putzmunter...
Ein Abenteuer für Torchwood, das nicht für Ianto die ein oder andere ungewohnte Situation bereithält...
****
Meinung:
Ich sollte von vornherein erwähnen, dass man die TV-Serien Torchwood und Doctor Who bis zur dritten Staffel gesehen oder sich auf wikipedia schlau gemacht haben sollte, um "Almost Perfect" wirklich zu verstehen.
Diese Novel ist die neunte von bisher 15 Torchwood-Novels, die bei BBC Books erschienen ist; es gibt noch keinerlei Informationen über eine Weiterführung der Buchreihe. Alle Novels sind in sich abgeschlossene Geschichten und beziehen sich meist nur flüchtig auf die Vorgänger.
"Almost Perfect" spielten zwischen Staffel 2 und "Children of Earth", d. h. Toshiko und Owen sind bereits tot und Torchwood Cardiff besteht nur noch aus Jack, Gwen und Ianto.
Zum Buch selbst kann ich nur sagen, dass ich den Autor (James Goss) schon nach den ersten Seiten geliebt habe, da er einen sehr eigenen, sprunghaften Schreibstil an den Tag legt. Da wechseln sich lange, flüssige Kapitel mit wirklich knapp gehaltenen Zweizeilern ab, jenachdem welcher Charakter beleuchtet wird, ändert Goss auch seinen Stil. Meisterhaft!
Er schreibt durchgehend witzige, manchmal gewollt abgedroschen-kalauerschwangere Dialoge, die besonders bei Jack immer gut ziehen. Ein weiterer Grund, vorher die TV-Serie zu sehen.
Man muss die Charaktere wirklich kennen, um den Witz und die feinen Andeutungen zu verstehen, die Goss immer wieder einstreut, besonders was das Verhältnis der Torchwood-Charaktere zueinander angeht.
Ianto im Frauenkörper ist für den Leser selbst auch eine seltsame Erfahrung, die Goss wirklich authentisch umgesetzt hat. Auch Gwens "Eifersucht" zu Anfang war sehr amüsant oder Jacks Verhalten gegenüber des "neuen" Ianto (er baggert ihn trotzdem an :D). Für manche stereotyp - für mich genau das Richtige!
Der Plot an sich ist schon sehr aberwitzig und man ist geneigt, den Kopf zu schütteln, aber ich finde, dass Goss einen guten Job damit gemacht hat, auch wenn es gegen Ende ein bisschen wild und verwirrend zugeht - da kommt's einem ein bisschen vor wie eine "Russell T Davies hatte heute keinen Bock"-Folge gepaart mit der britischen Originalversion von Queer as Folk (die übrigens auch von Davies stammt).
Der Mix muss nicht jedem passen, aber es war... wie das ganze Buch: lustig und voller "Oh nein, er [Jack] wird doch wohl nicht... fremdschäm"-Momente ;D Typisch Jack eben.
Die Kapitelnamen sind übrigens auch sehr witzig ;)
Alles in allem war ich sehr begeistert von der lockeren Stimmung des Buches, ich habe zwar etwas den Tiefgang vermisst, aber als Torchwoodfan wünscht man sich vielleicht gerade dieses ganze clichée, wenn man weiß, wie "CoE" ausgeht.
Mein Favorit der Torchwood-Novels bisher, aber ich werde auch alle anderen Bücher noch lesen.
*
*
Fazit:
Das bisher "heiterste" Buch aus der Torchwood-Reihe und besonders für Jack & Ianto-Fans zu empfehlen! (Auch für diejenigen, die nicht es unbedingt toll finden, dass die beiden ein Paar sind.)
Eine Novel mit Wiedererkennungswert und "Ach, das würde ich gerne noch ein zweites, drittes oder sogar viertes Mal lesen"-Qualität.
Me likes!

  (17)
Tags: aliens, englisch, ianto, jack, science fiction, torchwood   (6)

  

 

inniglich
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

lyrik, bodenski, lyrics, liedtexte, gaunerzinken

inniglich


Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Michael Boden Verlag, 01.09.2005
ISBN 9783000160493
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: balladen, gedichte, liedtexte, lyrics, lyrik, minne, mittelalter   (7)

  

 

Only The Ring Finger Knows
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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

manga, liebe, boys love, shonen-ai, shonen ai

Only The Ring Finger Knows

Satoru Kannagi , Hotaru Odagiri
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.10.2006
ISBN 9783551786449
Genre: Comic & Humor

Rezension:  
Tags: high school, liebe, manga, romanze, shonen ai   (5)

  

 

Küssen und sterben
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

depression, liebe, schwul, tod, romanze

Küssen und sterben

Franziska Wöhrle
Buch
Erschienen bei Reichardt Verlag, 20.05.2005
ISBN 9783939359203
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: depression, liebe, romanze, schwul, svv, tod   (6)

  

 

Das grobmaschige Netz
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134 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

krimi, schweden, van veeteren, mord, skandinavien

Das grobmaschige Netz

Hakan Nesser , Gabriele Haefs (Übers.) , Håkan Nesser
Flexibler Einband
Erschienen bei btb Verlag (TB)
ISBN 9783442723805
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Janek Mitter sich nach einer durchzechten Nacht morgens aufrappelt, hat er einen kompletten Blackout. Die Wohnung kennt er, die leeren Weinflaschen sprechen Bände, doch bei seinem Namen und weiteren persönlichen Details wird's schon schwieriger. Das ändert sich schlagartig, als er nach einigen vergeblichen Versuchen seine Badezimmertür rabiat aufbricht. In der Wanne liegt seine Ehefrau -- tot. Es kommt zum Prozess gegen Mitter, doch er kann weder seine Unschuld beweisen, noch kann ihm seine Schuld bewiesen werden. Mitter landet in der Psychiatrie und in einer Nacht kommt ihm dort die Erkenntnis - es war noch jemand in seinem Haus, in dieser Nacht als seine Frau starb. Der Mörder aber tötet Mitter, bevor dieser jemandem etwas verraten kann. Nun liegt es an Kommissar Van Veeteren, den Doppelmord aufzuklären.
Soweit so gut zur Inhaltsangabe.

Meinung:
Ich bin ehrlichgesagt kein Krimileser und bevor mir durch Zufall "Das grobmaschige Netz" im Kurzurlaub in Dresden in die Hände gefallen war, habe ich diese Regale in der Buchhandlung immer gemieden. Warum auch immer mir gerade dieser Roman ins Auge fiel - keine Ahnung. Aber ich danke meiner damaligen, seltsamen Laune und dem Zufall, denn durch dieses Buch bin ich eingefleischter Nesser- und auch Van Veeteren-Fan geworden. Ich liebe Nessers Schreibstil, der oft sehr eigen und knapp, aber auch immer treffend und unterschwellig zynisch daherkommt. Auch die Charaktere sind eigen, kantig, manchmal unsympathisch, aber einfach großartig geschildert, auch wenn man nicht viel erfährt - und schon gar nicht im ersten Band. Sollte z. B. in den zehn Van Veeteren-Romanen auch nur EIN MAL der Vorname des Kommissars vorgekommen sein, habe ich ihn wohl überlesen ...
Sonst, ein spannender Krimi, auch wenn ich zugeben muss, von der Krimimaterie NULL Ahnung zu haben.
Zum Krimiregal in der Buchhandllung streife ich auch immer nur wegen Nesser. Kein anderer Krimischreiber hat mich jemals so fasziniert und motiviert, mir mehr als ein Buch von ihm/ihr zu kaufen und auch noch zu Ende zu lesen. Das war mit "Das grobmaschige Netz" nämlich meine persönliche Premiere.
Auch wenn ich ein Krimi-Laie bin und Nessers Romane nicht die besten der Welt sind - für mich sind sie es.

  (22)
Tags: inzest, krimi, mord, schweden, van veeteren   (5)

  

 

Die Elfen
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(363)

651 Bibliotheken, 11 Leser, 10 Gruppen, 57 Rezensionen

elfen, fantasy, liebe, krieg, trolle

Die Elfen

Bernhard Hennen , James Sullivan , James A. Sullivan , Michael Welply
Flexibler Einband: 910 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.11.2004
ISBN 9783453530010
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Wenn ich eine Top 5 meiner Lieblings-Fantasyromane aufstellen müsste, wäre "Die Elfen" auf jeden Fall vertreten, und zwar auf dem Treppchen!
Als ich das Buch in der Hand hielt dachte ich erst mal: "Oh Gott, was für ein Schinken!" und ich muss gestehen, nach einer Zusammenfassung, die eine Freundin für mich geschrieben hatte, war ich auch skeptisch. Ich bin aber froh, das Buch trotzdem gekauft und gelesen zu haben.
Es ist abwechslungsreich, spannend, dramatisch, ein bisschen romantisch und intelligent und fließend erzählt!
Die Charaktere sind sehr gut differenziert, alle drei Hauptcharaktere der Queste sind sehr unterschiedlich und jeder hat wohl seinen eigenen Liebling gefunden (meiner ist Nuramon <3).
Die Liebesgeschichte ist schön erzählt, eine richtig flotte Dreiecksbeziehung!

Vom Ende war ich als Nuramon-Fan natürlich enttäuscht, aber das hat meiner Begeisterung für dieses Buch kaum Abbruch getan.
Ich hoffe immer noch inständig, dass man irgendwann mehr über Nuramons Schicksal erfährt. Er war der beste und tiefgründigste Charakter der Dreien, finde ich.

Ein Muss für jeden Fantasyfan!

  (20)
Tags: elfen, fantasy, krieg, liebe, sad end, trolle   (6)

  

 

Meistererzählungen
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(15)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

klassiker, kurzgeschichten, dichter, grusel, weiß

Meistererzählungen

Edgar Allan Poe
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes
ISBN 9783257217216
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: klassiker, kurzgeschichten, mord   (3)

  

 

Harry Potter und der Gefangene von Askaban
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(2.535)

3.974 Bibliotheken, 2 Leser, 13 Gruppen, 120 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, hogwarts, zauberei

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Joanne K. Rowling
Fester Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2006
ISBN 9783551551696
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Mein persönlicher Lieblingsband der Harry Potter-Reihe.
Die Stimmung verändert sich; es wird düsterer, bedrohlicher, komplexer.
Zudem wurden die neuen Charaktere grandios vorgestellt und ich habe Remus Lupin sofort ins Herz geschlossen; er ist heute noch mein Lieblingscharakter der Saga.
"Der Gefangene von Askaban" ist definitiv der Zenit von Rowlings kreativem Schaffen, wegen der spannenden Geschichte, den überraschenden Wendungen, der gewissen Tragik, den schockierenden Enthüllungen und wegen Remus und Sirius.
Einfach unerreicht <3 & auch nach meinem persönlichen sechsten Re-Read spannend!

  (28)
Tags: fantasy, harry potter   (2)

  

 

Die Mitte der Welt
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(127)

212 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

homosexualität, liebe, jugendbuch, selbstfindung, freundschaft

Die Mitte der Welt

Andreas Steinhöfel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2004
ISBN 9783551353153
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Hach.
Ein wunderbares Buch. Sehr fantasievoll, träumerisch und ungewöhnlich.
Mir wurde es von einer Freundin empfohlen und ich habe es innerhalb von wenigen Tagen durchgelesen. Ich war verzaubert von Phil und Nicolas und ich habe mitgeträumt, mitgeliebt, mitgehasst. An sich ist es ein sehr in sich verschlungenes Buch, mit drei, vier parallel laufenden Hauptthematiken: die Mutter, der Vater. Die Liebe. Die Selbstfindung.
Manchen Leuten wird das Buch sicher nicht gefallen haben, aber ich persönlich liebe es und empfehle es fast jedem, der mich nach einem guten Jugendbuch fragt (das ohne Fantasy auskommt). Man muss sich auf das Buch einlassen können und auch auf die ganze Verwirrung und die Erzählweise, die Rückblenden und die Charaktere. Aber wenn man erst mal dem Zauber dieses Buches erlegen ist, wird man es einfach lieben.
5 Sterne für ein außergewöhnliches Buch! :)

  (24)
Tags: liebe, romanze, schwul, vater   (4)

  

 

Die Geisha
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(310)

555 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 38 Rezensionen

japan, geisha, liebe, kultur, schicksal

Die Geisha

Arthur Golden
Flexibler Einband: 572 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 05.12.2005
ISBN 9783442735228
Genre: Historische Romane

Rezension:

Oh <3 Das Buch ist großartig!
Ich weiß noch, dass ich es gekauft habe, weil ich es lesen wollte, bevor ich mich auf den Film einlasse. Und es war so eine faszinierende Lektüre, die ich kaum weglegen wollte.
An sich sollte man sich vielleicht vorher ein klein wenig mit japanischer Kultur und auch mit Geishas beschäftigen, sonst befremdet einen das Thema doch sehr, weil immer noch die Meinung in Europa vorherrscht, Geishas seien Prostituierte. Das Buch beweist das Gegenteil! Es ist detailgetreu, dramatisch, romantisch und wunderschön <3
Wer ein Fan von Japan und der Kultur ist, muss dieses Buch einfach lesen! Wer mal reinschnuppern will, ist mit diesem Buch auch gut bedient :)

Herr Golden schreibt wirklich gut, leider ist "Die Geisha" das einzige Buch, das er bisher veröffentlicht hat.
Schade, schade...
Es hat mich wirklich zum Träumen verführt. Von Geishas, Japan und der Atmosphäre die vor dem zweiten Weltkrieg dort geherrscht haben muss.

Ganz wundervoll <3

  (24)
Tags: biographie, geisha, japan   (3)

  

 

Das Bildnis des Dorian Gray
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(147)

246 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 15 Rezensionen

eitelkeit, schönheit, klassiker, dekadenz, bild

Das Bildnis des Dorian Gray

Oscar Wilde , Siegfried Schmitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.1997
ISBN 9783423124669
Genre: Literatur vor 1945

Rezension:

Inhalt:
"Mit dem Meisterwerk des Malers Basil Hallward, dem Porträt des schönen Dorian Gray, geht Seltsames vor sich: das Bildnis altert, während der Porträtierte jung bleibt. Doch Dorian bezahlt für die Erfüllung seines Herzenswunschs, ewige Jugend, einen viel zu hohen Preis... Angestachelt von seinem zynischen und manipulativen Freund Lord Henry stürzt sich Dorian in einen Abgrund von moralischem Verfall, Gier und Lust - bis er jemanden ermordet und Läuterung sucht..."
**************
Meinung:
Obwohl ich das Buch für die Schule damals gelesen habe (und man weiß ja wie das mit Schullektüren ist: man liest sie, weil man MUSS und nicht, weil man WILL), avancierte "Das Bildnis des Dorian Gray" zu meinem absoluten Lieblingsroman und bis dato hat mich kein anderes Buch so begeistert und in seinen Bann gezogen.
Es ist Gesellschaftssatire und unterschwellig auch -kritik, aber spannend und tiefgründig. Ich liebe Wildes Schreibstil, er ist auf seine Weise blumig, aber auch scharfsinnig und man spürt einen Hauch von Wildes eigenem Zynismus zwischen den Zeilen. Nicht umsonst war das Buch nach seiner Ersterscheinung ein Skandal - hat Wilde sich doch auch homoerotischer Symboliken bedient und Basil fühlt sich auch zu Dorian hingezogen. Die Charaktere sind allesamt von einer erschreckenden Klarheit und das Verhalten (auch wenn zwischen "unserer" Gesellschaft und der damaligen mehr als 100 Jahre liegen) ist vollkommen nachvollziehbar und glaubhaft. Besonders über die drei Hauptcharakter könnte man seitenlang referieren.
Zwar zieht sich das Buch in der Mitte etwas, weil Kapitel 11 eine Brücke vom "alten", noch bekehrbaren Dorian zum "neuen, sündigen" Dorian darstellt, aber dieses Kapitel musste so lang sein, schließlich vergehen auf diesen 20 Seiten mehrere Jahre von Dorians Jugend bis zu seinem nahendem (Frei-)Tod bei ca. Mitte/Ende 30.
Insgesamt ist Dorian Gray weder ein "Schinken", noch ein verstaubter Klassiker, der den Leser permanent langweilt - das Hauptproblem des Buches ist so aktuell wie und eh und je und begeistert wie belehrt seine Leser noch heute.
Und hoffentlich wird es das auch in Zukunft noch tun, denn dieses Werk sollte keinesfalls jemals vergessen werden.
Auf einer Skala von 1 bis 10 ist dieses Buch meine persönliche 15 :)

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Tags: altern, basil, bildnis, dekadenz, dorian, london, moral, mord, schwul   (9)

  

 
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