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Ewig Dein
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(247)

434 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 94 Rezensionen

liebe, stalking, wien, stalker, psychiatrie

Ewig Dein

Daniel Glattauer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Paul Zsolnay Verlag, 06.02.2012
ISBN 9783552061811
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

„Sie wusste nicht genau, was den Reiz des Herrn Hannes mit „Berg“ oder „Burg“ im Nachnamen ausmachte, vielleicht einfach nur die Dynamik, mit der er den Zufall nach ihr auszurichten verstand, die Unverhofftheit, in der er auftauchte, immer viel früher als mit ihm zu rechnen war, und die Zielstrebigkeit, mit der er auf sie zu ging, als gäbe es für ihn nichts und niemand anderen auf der Welt, nur sie.“ (S.33)

Judith ist Mitte 30, als sie im Supermarkt Hannes Bergraler kennen lernt. Eigentlich ist er überhaupt nicht ihr Typ und eigentlich hat sie schon längst mit den Männern abgeschlossen, doch irgendwie wirkt er anziehend auf sie. Immer wieder taucht er dort auf, wo sie auch ist, und versucht, sie für sich zu gewinnen, , was ihm schließlich auch gelingt. Hannes ist ein sehr aufmerksamer Freund. Er liest Judith jeden Wunsch von den Augen ab, er freundet sich mit ihren Freunden an und mit ihren Eltern. Er nimmt immer mehr Platz in ihrem Leben ein, bis er in jedem Abschnitt ihres Lebens unabkömmlich scheint.
Judith wird das jedoch irgendwann zu viel. Sie beginnt zu zweifeln, versucht einen Schlussstrich unter ihre Beziehung mit Hannes zu ziehen. Doch er verschwindet nicht. Viel mehr beginnt er, sie zu verfolgen oder bildet sie sie das alles etwa nur ein?


„Ewig Dein“ ist komplett anders als „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ Und doch hat es mich in seinen Bann gezogen. Was anfangs ganz seicht dahinzuplätschern schien, wurde immer mehr beinahe zu einem gut durchdachten Psychothriller, der mir schier den Atem geraubt hast. Daniel Glattauer gelingt es, Judiths Gefühle und Gedanken so realistisch, so authentisch darzustellen, dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte, beinahe während des Lesens zu ihr geworden bin, Diese beklemmende Atmosphäre hat mich mehr als einmal dazu gebracht, mich umdrehen zu müssen, um zu schauen, ob nicht irgendwer in der Nähe ist, der mich beobachtet. Gruselig vor allem dann, wenn man unterwegs liest oder im eigenen Wohnzimmer im Erdgeschoss…

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, dass man umso schneller durchliest, weil man unbedingt wissen will, wie es nun ausgeht, was aus Judith und Hannes wird. Ein Buch zu einem Thema, dass noch immer tabuisiert wird, das zu Diskussionen anregt und das man gelesen haben sollte. Allerdings sollte man sich nicht so sehr davon beeinflussen lassen, dass Daniel Glattauer auch Werke wie „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ geschrieben hat, denn, wie gesagt, dieses Buch ist vollkommen anders.

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Nachricht von dir
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401 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 113 Rezensionen

paris, liebe, san francisco, new york, handy

Nachricht von dir

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 463 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 13.03.2012
ISBN 9783866123137
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

_„Es gibt Menschen, deren Bestimmung es ist, einander zu begegnen. Wo sie auch sind. Wohin sie auch gehen. Eines Tages treffen sie sich.“ Claudie Gallay _(S.13)

JFK Airport. New York.
Jonathan ist auf dem Weg nach Kalifornien um dort mit seinem Sohn die Weihnachtstage zu verbringen.
Madeline ist auf dem Rückweg nach Paris, nachdem sie zusammen mit ihrem Verlobten ein romantisches Wochenende in New York verbracht hat.
Eine kurze unfreundliche Begegnung, ein Zusammenstoß in der Airport-Cafeteria und jeder geht seinen Weg. Und doch ist etwas andres. Denn die beiden haben versehentlich ihre Handys vertauscht.
Anfangs fest entschlossen es dem anderen so schnell wie möglich zurückzuschicken, tauchen die beeiden durch die Handys immer tiefer in das Leben des anderen hinein, entdecken Dinge, sie sei gar nicht entdecken sollten, Geheimnisse, die eigentlich lieber geheim bleiben sollten. Und sie entdecken, dass sie etwas verbindet. Etwas düsteres, das beide zu verdrängen versuchten…


Oberflächlich gesehen klingt das ganze nach einer typischen Liebesgeschichte. Zwei Menschen, die sich zu Beginn mehr als unsympathisch waren, vertauschen ihre Handys, lernen sich dadurch besser kennen und verlieben sich ineinander.
Doch so ist es nicht. Klar sind die Gefühle auch vertreten, doch das Buch liest sich eher wie ein guter Krimi, lauter unvorhergesehene Wendungen, spannende Ereignisse, die sich mit fortschreitender Lektüre förmlich aneinander zu reihen scheinen. Gewalt, Betrug, Intrigen. Also alles andere als ein Liebesroman.
Ich habe das Buch förmlich verschlungen, konnte kaum aufhören zu lesen, wenn ich erst einmal angefangen hatte. Jonathan und Maddie sind Charaktere, denen man gern in ihre Welt folgt, mit denn man mitfühlen, mitleiden, mitfiebern kann.

Dieses Buch, was ich auf Empfehlung anderer gelesen habe, war für mich ein absoluter Volltreffer. Es war von allem etwas dabei, ohne jedoch überladen zu wirken, ohne konstruiert zu sein. Ich bin noch immer begeistert und gebe dem Buch guten Gewissens 5 von 5 Sternen.

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Neunzehn Minuten
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571 Bibliotheken, 2 Leser, 10 Gruppen, 68 Rezensionen

amoklauf, mobbing, schule, freundschaft, außenseiter

Neunzehn Minuten

Jodi Picoult , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2008
ISBN 9783492050807
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

„Eine Waffe war im Grunde nichts, wenn sie keiner in den Händen hielt.“ (S. 96)

Niemand an der Sterling High School hätte damit gerechnet, dass sich von einem Augenblick auf den nächsten alles ändern konnte. Bis Peter Houghton am 6. März 2007 um kurz nach 10 die Schule betritt und zehn Menschen tötet und etliche weitere verletzt, teilweise schwer.
Was bewegt einen achtzehnjährigen dazu, mit einer Waffe in die schule zu spazieren und wahllos Menschen umzubringen? Was muss geschehen oder eben nicht geschehen um einen jungen Menschen so weit zu treiben?


Jodi Picoult hat für ihren Roman ein brisantes Thema gewählt. Fragen wir uns nach solchen Geschehnissen nicht alle, was in den Köpfen der Beteiligten vorgegangen sein muss? Der Roman beleuchtet nicht nur Peters Schicksal, geht bis in seine Kindheit zurück, sondern auch das Leben der anderen. So z.B. das der Richterin Alex Cormier, deren Tochter Josie einmal Peters freundin gewesen war, Das Leben von Peters Eltern und das des ermittelnden Polizisten Patrick, der immer das Gefühl hat, zu spät zu kommen, der aber durch die ganzen Geschehnisse die Liebe findet. Und schließlich das Leben von Josie selbst, die auch einmal Außenseiterin gewesen ist und die erleben muss, wie schwer es ist, an der Spitze zu bleiben und wie viel man erdulden muss, ohne sich wirklich wehren zu können.

„Neunzehn Minuten“ ist ein sehr aufwühlendes Buch, das das Szenario eines Amoklaufes überzeugend schildert, ohne es jedoch vollkommen zu verurteilen, sondern versucht, Erklärungen zu finden, das vielleicht dafür sorgt, dass man genauer hinschaut und nicht die Augen verschließt vor etwas, das immer wieder passieren kann. Es ist ein Buch, das man gelesen haben sollte.

Ein Buch, das schockiert, aber auch begeistert durch die eindringliche Art der Erzählung.

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Chucks
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133 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

aids, wien, tod, punk, chucks

Chucks

Cornelia Travnicek
Flexibler Einband: 186 Seiten
Erschienen bei DVA, 28.02.2012
ISBN 9783421045263
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

„Kaufst du mir ein Eis?“
Was soll man darauf sagen? Wenig später hatten wir beide eine Eistüte in der Hand, ich Zitrone und Tamara Pistazie. Und ich war immer der Meinung gewesen, nur alte Leute mögen Pistazieneis. Auf einmal hatte ich einen Punk und war unheimlich stolz darauf, selbst Pippi Langstrumpf hat es nur zu einem Affen gebracht.
(S. 11)

Maevas, von allen nur Mae genannt, Bruder stirbt, als sie vierzehn Jahre alt ist, an Leukämie. Alles, was sie von ihm behält sind ein Paar rote Chucks, die sie von da an täglich trägt. Ihre Familie zerbricht an diesem Verlust und Mae verliert ihren Weg aus den Augen, freundet sich mit Tamara, einer Punkerin an. Sie lernt die Welt der Drogen, Zigaretten und Gewalt kennen und findet eine zeitlang darin ihr Zuhause.
Bis sie Jakob kennen lernt, der das genau Gegenteil von ihr ist. Bodenständig, organisiert… Für eine zeitlang gibt er ihr den Boden unter ihren Füßen zurück. Bis sie Paul kennen lernt. Bei der Aids-Hilfe, bei der sie aufgrund eines Gewaltdelikts Sozialdienst ableisten muss. Für ihn trennt sie sich von Jakob, der sowieso nichts weiter tut, als Luftschlösser zu bauen. Doch ihre Zeit mit Paul ist begrenzt. Denn jeder Tag kann der Letzte sein, jeden Tag kann die Krankheit, die in seinem Körper steckt, ausbrechen….


„Chucks“ holt mit dem Thema Aids ein Tabu ans Licht. Doch die Geschichte ist so einfühlsam geschrieben, dass man nicht umhinkommt, in der Geschichte zu versinken, das Leben gemeinsam mit Mae zu leben, mit ihr zu lieben und zu leiden, die kurze Zeit, die ihr mit Paul bleibt, zu genießen. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich auch ihre Beziehung zu Jakob verstehen, obwohl die beiden kaum zueinander zu passen scheinen. Er gibt ihr eine Sicherheit, die ihr kaum sonst jemand geben kann. Bei ihm weiß sie, dass er nicht einfach verschwindet und sie auf einmal allein da steht.

Obwohl es eine ziemlich traurige Geschichte ist, ist doch auch eine Geschichte darüber, wie man trotz aller Enttäuschungen, aller Rückschläge, seinen Weg finden kann, wenn es auch nicht unbedingt der Weg ist, den man sich für sich gewünscht hat.

Von mir erhält „Chucks“ gute vier Sterne mit Tendenz zum Besseren.

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Marina
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386 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 65 Rezensionen

barcelona, liebe, freundschaft, spanien, tod

Marina

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar , Carlos Ruiz Zafón
Fester Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 08.04.2011
ISBN 9783100954015
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Wir alle haben im Dachgeschoss unserer Seele ein Geheimnis unter Verschluss“ (S. 11)

Jahrelang schleppt Oscar Drai diese Geschichte mit sich herum, bis er bereit ist, sie zu erzählen.
Er ist 15 Jahre alt und besucht ein Internat in Barcelona, als er eines Tages auf einem seiner zahlreichen Spaziergänge durch die Straßen der spanischen Stadt ein scheinbar leer stehendes Haus betritt, aus dem Musik erklingt, wie er sie noch nie gehört hat. Doch das Haus ist nicht leer. Als sich plötzlich ein Mann aus einem Sessel erhebt, erschreckt Oscar so sehr, dass er Hals über Kopf das Haus verlässt, mit einer Uhr in der Hand, von der er gar nicht gemerkt hat, wie er sie in die Hand genommen hatte.
Als er sich ein paar Tage später dazu überwindet, die Uhr seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzubringen, lernt er Marina kennen.

Von diesem Tag an ist sein Leben nie wieder so, wie es einmal war. Aus Langeweile führt Marina Oscar auf einen alten verborgenen Friedhof und zeigt ihm eine in schwarz gekleidete Dame, die regelmäßig vor einem Grab mit leerem Grabstein steht.
Die beiden folgen ihr und werden Zeuge einer Geschichte von Trauer, Wut und Größenwahn, die ihresgleichen sucht.

Die Bücher von Carlos Ruiz Zafón haben etwas Zauberhaftes an sich. Sie entführen den Leser in die Straßen Barcelonas, lassen ihn in die Geschichte eintauchen. Wenn man das Buch zuschlägt, hat man das Gefühl, aus einem besonders intensiven Traum zu erwachen.
So erging es mir. Die Worte, die Zafón findet, um seine Geschichte zu erzählen, scheinen Flügel zu haben, schaffen es zu verzaubern, selbst dann, wenn der Inhalt der Geschichte alles andere als zauberhaft ist.
„Marina“ war für mich ein fesselndes Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Die Worte und Seiten flogen nur so dahin, so spannend war die Geschichte zeitweise. Aber trotz der Spannung und der schönen Momente, die sich zwischen den Buchdeckeln fanden, war die Geschichte auch unbeschreiblich traurig, sodass ich, die das Buch vor ein paar Minuten zugeschlagen hat, mit einem Gefühl zurückbleibe, das ich nicht so recht beschreiben kann. Melancholie kommt ihm vielleicht am nächsten.

Ein unglaubliches Buch, das auf jeden Fall fünf Sterne verdient hat, wenn nicht sogar mehr.

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Sieben Minuten nach Mitternacht
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450 Bibliotheken, 5 Leser, 13 Gruppen, 105 Rezensionen

tod, krebs, monster, trauer, krankheit

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell , Jim Kay
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei cbj, 29.08.2011
ISBN 9783570153741
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Sieben Minuten nach Mitternacht.
Jede Nacht um diese Zeit bekommt Conor Besuch.
Das Monster.
Doch nicht dieses Monster fürchtet Connor mehr als alles andere.
Ein viel schlimmeres sucht jede Nacht seine schlimmsten Albträume heim.

Conor ist 13. Und er weiß etwas, das kein Kind jemals wissen will. Er weiß, dass seine Mutter sterben wird, denn sie ist krank. Unheilbar krank. Den Kampf, damit fertig zu werden, es zu akzeptieren, davon erzählt diese Geschichte.

Ein Buch, bei dem mir eine Rezension schwer fällt. Zu sagen, es ist schön, geht nicht. Denn was ist schön an einer so traurigen Geschichte? Zu sagen, es ist ergreifend, finde ich irgendwie auch nicht passend. Denn das Buch lässt mich zurück mit einem Gefühl, das ich nicht näher beschreiben kann. Die Metapher des Monsters für das Leben zu nehmen, fand ich gut gewählt, einfach passend. Auch die Gefühle von Conor und auch die seiner Mutter waren absolut nachvollziehbar und ließen mich wahrscheinlich gerade deshalb so voller Gedanken zurück.

Es ist wirklich schwer, eine Meinung zu einem solchen Buch zu schreiben. Zu sagen, es hätte mich begeistert, würde sich irgendwie falsch anhören. Nicht richtig für solch ein Thema. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als diesem Buch 5 Sterne zu geben. Denn ein Wort dafür zu finden, was dieses Buich in mir ausgelöst hat, ist für mich unmöglich.

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Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort
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129 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

engel, krebs, philosophie, tod, krankheit

Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort

Jostein Gaarder , Gabriele Haefs , N
Flexibler Einband: 174 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.2001
ISBN 9783423129176
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Der Spiegel im Spiegel
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62 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

kurzgeschichten, traum, fantasy, bilder, verworren

Der Spiegel im Spiegel

Michael Ende , Edgar Ende
Flexibler Einband: 234 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.2006
ISBN 9783423135030
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2
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272 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

gewalt, kurzgeschichten, drogen, leben, dirk bernemann

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

Dirk Bernemann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 16.10.2008
ISBN 9783453675605
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Crank
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(36)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

drogen, crank, jugendbuch, liebe, erste liebe

Crank

Ellen Hopkins
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.08.2010
ISBN 9783551582300
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Alleinsein heißt mit der Person zu sein, die in mir steckt. Inzwischen mag ich sie ein bisschen lieber, als die Hülle, die ich nach außen zeige.“ (S. 12)

Kristina ist ein ganz normales siebzehnjähriges Mädchen. Sie lebte zusammen mit ihrer Familie: Mutter, Stiefvater, lesbischer Schwester und kleinem Bruder. Als sie einen Sommer bei ihrem leiblichen Vater verbringt, der so viel weniger von einem Prinzen hat, als sie sich das in ihrer Fantasie ausmalt, kommt sie zum ersten Mal in Kontakt mit Drogen und sie verliebt sich. Doch in ihr drin schlummert ein Wesen, sie nennt es Bree, das durch die Drogen immer mehr an Oberhand gewinnt. Als die eigentliche Freundin ihrer großen Liebe Adam sich vom Balkon stürzt, kehr Kristina nach Hause zurück.
Dort gerät sie jedoch immer tiefer in den Drogensumpf, greift immer öfter auch zu viel härteren Drogen, stürzt immer weiter ab. Sie gerät an Brendan, der sie vergewaltigt, an Chase, der sie anscheinend wirklich liebt. Doch immer bleibt sie bei den Drogen, entfernt sich immer weiter von ihrer Familie, bis es zum Äußersten kommt…


Kristinas Geschichte ist eine aufwühlende Geschichte. Die Geschichte eines Mädchens, das mit sich selbst nicht zurechtkommt, eines Mädchens, das Zuflucht in Drogen sucht, vielleicht auch um die Aufmerksamkeit ihrer Familie zu bekommen. Was dieses Buch so besonders macht, ist Ellen Hopkins’ Art zu schreiben. Die ganze Geschichte ist in Versform geschrieben und wenn man sich erstmal an diese ungewöhnliche Art des Erzählens gewöhnt hat, versinkt man förmlich in den einzelnen Zeilen, im Schicksal des jungen Mädchens, das zwei Persönlichkeiten ins sich zu tragen scheint.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte gewinnt noch mehr an Eindringlichkeit, wenn man bedenkt, dass die Autorin etwas Ähnliches erlebt hat und mit diesem Buch versucht, ihre eigenen Erfahrungen zu verarbeiten.

Dieses Juwel von einem Buch verdient meiner Meinung nach mehr als nur 5 Sterne. Die Nominierung zum Deutschen Jugendliteraturpreis ist vollkommen gerechtfertigt. Ein Buch, das, denke ich, auch gut als Schullektüre geeignet ist. Schüler, die „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ lesen müssen, können genauso gut „Crank“ lesen, ein Buch, das nicht weniger eindringlich ist, vielleicht sogar mehr durch die gewählte Erzählform.
5 Sterne von mir.

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Raum
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(237)

456 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 101 Rezensionen

raum, entführung, flucht, gefangenschaft, missbrauch

Raum

Emma Donoghue , Armin Gontermann
Fester Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Piper, 24.08.2011
ISBN 9783492054669
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Raum ist 14 Quadratmeter groß.
Jack ist fünf Jahre alt und hat sein gesamtes Leben ausschließlich in Raum verbracht.
Er weiß nicht, dass es außerhalb von Rauim eine Welt gibt. Für ihn ist alles außerhalb von Raum Fernsehen.
Er lebt mit seiner Mutter zusammen.
Fast jeden Abend bekommen die beiden "Besuch" von Old Nick.
Doch dann muss Jack in den Schrank.

"Raum" ist ein unglaubliches Buch. Es ist beklemmend, unheimlich, aber gleichzeitig wunderschön. Denn Jsck wächst keineswegs in Angst und Schrecken auf. Seine Mutter versucht, ihm das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Sie achtet darauf, dass er nicht zuviel Fernsehen guckt, sie erfindet Spiele für ihn, sorgt dafür, dass er trotz der beengten Verhältnisse ausreichend Bewegung bekommt. Sie bringt ihm lesen, schreiben und rechnen bei. Unf vor allem redet sie mit ihm. Er weiß mehr Dinge, als manch anderes Kind in seinem Alter. Vor allem hat er einen unglaublichen Wortschatz.
Bwewundernswert finde ich, dass sie so gut wie nichts von den Gefühlen an ihn heranlässt, die in ihr toben müssen. Sie versucht trotz allem, ihn behütet aufwachsen zu lassen. wie möglich. Natürlich schafft sie das nicht immer. An solchen Tagen ist sie "verschwunden". Für Jack nicht ansprechbar.

Die Geschichte wird aus Jacks Sicht erzählt. Die Sprache ist demenstprechend kindlich und nicht immer grammatikalisch korrekt, was ich aber nicht als störend empfunden habe. Sobakld ich in der Geschichte drin war, war ich drin und kam davon nicht mehr los. Emma Donoghue ist es unglaublich gut gelungen, sich in den kleinen Jungen hineinzuversetzen, die Welt, bzw. das was er davon kennt, oder nach und nach kennelernt, aus seiner Sicht zu beschreiben.

Die Inhaltsangabe habe ich absichtlich so kurz gehalten, die Situation, in der Jack und seine Ma sich befinden, nicht näher beleuchtet, nichts von der Vorgeschichte erzählt, einfach weil man diese Dinge auch in der Geschichte auch erst nach und nach erfährt. Ich möchte nicht vorgreifen, damit alle, die das Buch noch lesen wollen, es genauso erleben dürfen, wie auch ich es erlebt habe. Dieses allmähliche Eintauchen in die Geschichte. Das Unerhöhrte, was man empfindet, wenn man den Klappentext liest, zu revidieren. Jck und seine Ma liebzugewinnen und zu bewundern, wie sie mit der Situtaion umgehen.

Für mich ist "Raum" ein absolutes Lesehighlight dieses Jahr.
Unglaublich gut und unbedingt lesenswert!

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Die Hexe von Portobello
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(147)

268 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

hexe, liebe, glaube, esoterik, roman

Die Hexe von Portobello

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.10.2007
ISBN 9783257066005
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Sherine Khalil, von allen auf eigenen Wunsch Athena genannt, ist das, was man als moderne Hexe bezeichnen würde.
Sie ist anders als die Menschen in ihrem Umfeld, muss immer weitergehen, um ihren Weg, ihr Glück zu finden. Sie sucht den Kontakt zur Natur, sucht nach ihren Ursprüngen, sieht im Tanz eine Möglichkeit für spirituelle Erfahrungen. Als sie von der Kirche, in der sie immer Trost gefunden hat, enttäuscht, zurückgewiesen wird, wendet sie sich der Großen Mutter zu, die ihr ihren Weg zeigt, ihr Selbstvertrauen verleiht. Es gelingt ihr, auch andere Menschen für ihre Lebensweise, bewusst zu leben, ein Wunder darin zu sehen, dass man auf der Welt ist und sich am Leben zu erfreuen, zu gewinnen.Doch sie hat auch Gegner, die mit dem, was sie tut, überhaupt nicht einverstanden sind.

Athenes Geschichte wird nicht von ihr selbst erzählt. Vielmehr erzählen die Menschen, die direkt oder indirekt mit ihr zu tun hatten, von dem Weg, den Athena gegangen ist. Da sind zum Beispiel ein Jounalist und seine Freundin, Sherines Mutter, Sherines Meisterin, bzw,. Beschützerin und ihr Exmann. So bekommt man ein vielseitiges Bild der jungen ungewöhnlihen Frau, die einen betrachten sie mit Bewunderung, andere mit gleichgültigkeit und wieder andere mit Abscheu. Und doch merkt man, dass alles von Paulo Coelho das Ganze niedergeschrieben hat, denn über allem liegt etwas, das man fast als Zauber oder als beschützende Hand bezeichnen könnte.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, doch da ich "Veronika beschließt zu sterben" noch schöner fand, werden es für die Hexe von Portobello nur vier Sterne.

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Angst und Schrecken in Las Vegas
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(107)

166 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 14 Rezensionen

drogen, las vegas, gonzo, amerika, journalismus

Angst und Schrecken in Las Vegas

Hunter S. Thompson , Teja Schwaner
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.04.2005
ISBN 9783453401372
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Ein Auftrag einer Sportzeitschrift führt Raoul Duke alias Hunter Thompson nach Las Vegs. Vollbepackt mit Drogen macht er sich zusammen mit seinem Anwalt auf den Weg und versucht schließlich mitten im Zockerparadies den amerikanischen Traum zu finden.
Es wird ein Trip voller Höhen und Tiefen, voller Halluzinaionen, voller Angst und Schrecken, paranoiden Zuständen.

Es fällt mir schwer, dieses Buch zu bewerten. Eigentlich ist es genauso wie ein solches Buch sein soltte und verdient fünf Sterne. ich konnte den dauerhaften Rausch, in dem sich Thompson und sein Anwalt sich befanden, förmlich miterleben. Es war schon witzig und hat zum Lachen gereizt und hat andererseite einen guten Eindruck vermittelt. wie man drauf sein kann, wenn man mit Drogen vollgepumpt ist. Und doch kann ich dem Buch nur subjektive drei Sterne geben, weil es mich einfach nicht umgehauen hat.

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Hinterland
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(4)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

deutsche literatur, hinterland, feridun zaimoglu

Hinterland

Feridun Zaimoglu
Fester Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 24.08.2009
ISBN 9783462041330
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Von diesem Buch hatte ich mir mehr versprochen. Der Klappentext klang so vielversprechend, aber dann war es doch nicht so sehr mein Fall.
Der Roman setzt sich aus verschiedenen Episoden zusammen, die alle irgendwie zusammenängen, miteiander zu tun haben.
Eine ältere Frau, die nach der Trennung von ihrem Mann in einem Waldhäuschen lebt und Besuch von den Waldgeistern bekommt.
Ein Deutscher und eine Pragierin, die sich ineinander verlieben, wieder entlieben und sich irgendwie wieder verlieben.
Ein Einbrecher, der auf frischer Tat ertappt wird und sein Opfer auf die Insel Föhr einlädt.
Ein ehemaliger Häftling der von einer hübschen Frau durch Berlin begleitet wird.
Eine Schauspierin, die kurzzeitig verschindet und wieder auftaucht.
Diese und noch eitere Episoden finden Platz in dem Roman.
Obwohl die Sprache teilweise sehr poetisch und eigentlich total schön war, ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. die Sprünge von einer Episode zur anderen waren oft verwirrend, ich habe oft eine Weile gebraucht, mich in die jeweilige Situation einzufinden.

Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Doch manchmal erlebt man auch Enttäuschungen.
Schade.

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Chronic City
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(38)

69 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 22 Rezensionen

new york, kiffen, chronic city, astronautin, manhattan

Chronic City

Jonathan Lethem , Johann Chr. Maass , Michael Zöllner , Johann Ch Maass
Fester Einband: 490 Seiten
Erschienen bei Tropen-Verlag Label von Klett-Cotta, 16.02.2011
ISBN 9783608501070
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Tja, was soll ich sagen?
Dieses Buch hat sehr widersprüchliche Gefühle in mir ausgelöst. Ich fand es auf gewisse Weise wirklich gut, die Sprache hat mir zum Beispiel richtig gut gefallen, aber dann waren dort auch die vielen Anspielungen, die ich nicht verstand, und die es teilweise erschwerten, die Geschichte weiterzuverfolgen.
Chase Insteadman ist ein in dei Jahre gekommener Kinderstar, der zu wichtigen Veranstaltungen hervorgeholt wird um sein Statement abzugeben. Das einzige, was sein Leben noch auszeichnet, ist seine Beziehung zu Janice Trumbell, einer Astronautin, die im All gefangen ist und ihm herzzerreißende Liebesbriefe schreibt. Chase wird nur daran festgemacht, dass er zu ihr hält.
Doch ihn selbst befallen immer mehr Zweifel, vor allem als er Perkus Tooth kennen lernt, einen beinahe in Vergessenheit geratenen Kritiker. Außer ihm lernt Chase noch weitere Menschen kennen, die sein Leben beeinflusssen. Oona Laszlo, Richard Abneg, um nur ein paar zu nennen.
Mir eine Meinung zu dem Buch zu bilden, fällt mir wie gesagt schwer. Es hatte helle Momente, aber auch einige Längen. Die Auflösung zum Schluss fand ich gut.
Ich glaube, diese für meineVerhältnisse doch recht konfuse Rezension vermittelt einen guten Eindruck davon, in welchem Zustand mich dieses Buch zurückgelassen hat.

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Der Wolkenatlas
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(78)

185 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

zukunft, klon, roman, korea, gegenwart

Der Wolkenatlas

David Mitchell , Volker Oldenburg
Flexibler Einband: 667 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2007
ISBN 9783499240362
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Sechs Schicksale, zwischen denen eigentlicg unmöglich eine Verbindung bestehen kann: ein amerikanischer Notar aus dem 19. Jahrhundert, ein Komponist, der 1931 seinen Gläubigern entflieht, ein Atomforscher, ein Klon in der Zukunft, der ein Mensch sein will, eine Journalistin, die einem Wirtschaftskomplott auf der Spur ist, ein Verleger, der unfreiwillig im Altersheim landet und ein Überlebender des Großen Unterganges.
Und doch hängen sie alle zusammen.

David Mitchell nimmt uns mit auf eine Reise quer durch die Zeit, er spielt mit Schreibstilen und ist überall zu Hause.
Und doch, obwohl das Buch wirklich nicht schlecht, die Idee mal enwas vollkommen anderes war, konnte mich das Buch doch nicht fesseln. Teilweise habe ich ziemlich lange gebraucht, die einzelnen Teile zu lesen. Einige Zusammenhänge sind mir unklar geblieben, was ich schade finde.
Deshalb kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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Slam
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(98)

178 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

schwangerschaft, teenager, jugend, skaten, london

Slam

Nick Hornby , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband: 367 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 08.05.2009
ISBN 9783426504048
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Sam ist 15. Sein größter Held ist Tony Hawk. Er skatet leidenschaftlich gern. Nicht Eisskaten oder oder Inlineskaten. Nein, mit dem Skateboard, nur sind "Skateboard fahren" "oder "skateboarden" Wendungen, die er niemals benutzen würde. Einfach, weil man das nicht macht, sagt er zumindest.
Sein Leben ist so ziemlich normal. Er lebt in London, geht noch zur Schule und hat vor, auf dem College die künstlerische Richtung einzuschlagen.
Doch dann trtt Alicia in sein Leben. Nie hätte er gedacht, dass sie Interesse an ihm haben könnte. Doch das Unmögliche tritt tatsächlich ein und die beiden werden ein Paar,
Als Alicia schwanger wird, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Wie Sam und Alicia damit fertig werden, ie Tony Hawk dabei hilft, das alles sollte man selbst lesen.

Mit "Slam" hat es Nick Hornby mal wieder geschafft, mich zu begeistern. Er hat ein Thema gewählt, dass aktuell ist. Doch er spricht nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Seine Art zu schreiben ist witzig, doch man fängt an, nachzudenken, fühlt sich allerdings nicht belehrt. Die Charaktere sind symphatisch, man macht sich mit ihnen auf den Weg, versucht, die Situation zu meistern, freut sich mit ihnen, ist traurig. Man versteht sie.
Einfach toll.

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Schnee, der auf Zedern fällt
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125 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, japan, usa, liebe, fischer

Schnee, der auf Zedern fällt

David Guterson , Christa Krüger
Fester Einband: 511 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag
ISBN 9783827001832
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Schnee der auf Zedern Fällt ist ein Roman voller Erinnerungen.
San Piedro, eine kleine Insel mit wenigen Einwohnern. Die 50er Jahre.
Eines Morgens treibt ein Fischerboot unbemannt im Meer.
Der Besitzer hängt in den Netzen. Tot.
Indizien werden gefunden.
Indizien die dafür sprechen, dass Kabuo Miyamoto der Täter war. Ein Jugendfreund des Fischers. Doch beide haben sich entzweit. Es hat Streit gegeben.
Doch hat er ihn deshalb umgebracht oder ist der Prozess gegen ihn nur das Ergebnis von Vorurteilen, die sich seit Pearl Harbour hartnäckig gehalten haben?
Ishmael Chambers, ein Zeitzungsjournalist, beobachtet den Prozess um darüber zu berichten.
Doch er ist nicht unbeteiligt. Er und Hatsue, Kabous Frau, haben eine gemeinsame Vergangenheit.
Eine Vergangenheit, die durch den Prozess wieder aufgewühlt wird.

Ehrlich gesagt, habe ich etwas anderes erwartet. Die Handlung besteht zu 50 % aus dem Prozess gegen Kabuo. Die andere Hälfte besteht aus den für den Prozess relevanten Erinnerungen, denen sich die einzelnen Zeugen nacheinander hingeben. Und immer wieder Ishmaels und Hatsues Erinnerungen. Die Idee war gut, auch die Thematisierung der Vorurteile fand ich gut. Aber irgendwas hat mir gefehlt und der scheinbar ewig dauernde Prozess war teilweise ziemlich ermüdend.
Deshalb 3 1/2 Sterne von mir.

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Die Karte meiner Träume
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365 Bibliotheken, 18 Leser, 16 Gruppen, 46 Rezensionen

reise, wissenschaft, montana, usa, kindheit

Die Karte meiner Träume

Reif Larsen , Manfred Allié , Gabriele Kempf-Allié
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 01.09.2009
ISBN 9783100448118
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

"Eines der wenigen Bücher, die ich sofort noch einmal lesen würde"
Dieser Satz steht über dem Klappentext und er spricht mir aus der Seele.
"Die Karte meiner Träume" ist ein wunderschönes Buch über eine unglaubliche Reise.
T.S.Spivet ist zwolf Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Montana. Er zeichnet für sein Leben gern Karten von allen möglichen Dingen. Unglaubliche Karten, wunderschöne Karten. So unglaublich und wundervoll, dass er eines Tages einen Anruf bekommt. Vom berühmten Smithsonian Museum in Washington D.C. Für seine Werke hat er eine Auszeichnung bekommen. Doch wie werden die Verantwortlichen reagieren, wenn sie herausfinden, dass ihr Preisträger wahrscheinlich noch nicht einmal über das Podiun hinweg schauen kann, an dem er seine Rede halten soll? Geschweige denn, dass er das richtige Alter hat?

Ich weiß gar nicht, was ich zu diesen ´Buch sagen soll. Es hat mich schlichtweg verzaubert und sprachlos zurückgelassen.
Einfach toll!!!

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Beim Leben meiner Schwester
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leukämie, familie, tod, krankheit, krebs

Beim Leben meiner Schwester

Jodi Picoult , Ulrike Wasel (Übers.) , Klaus Timmermann (Übers.)
Fester Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2005
ISBN 9783492047425
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Anna ist erst 13 und doch hat sie schon mehr Krankenhausaufenthalte hinter sich als so manch anderer Teenager.
Und das nicht einmal zu ihrem eigenen Wohl.
Denn sie ist nur geboren worden, damit ihre Schwester eine Chance hat, zu überleben. Denn sie hat Leukämie und Anna spendet als 100%ih genetisch übereinstimmendes Äquivalent Knochenmark, Lymphozyten und alles, was ihre Schwester Kate braucht um eine Chance zu haben.
Doch als sie schließlich eine Niere spenden soll, nimmt sie sich einen Anwalt, um das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper zu bekommen.

"Beim Leben meiner Schwester" ist ein unglaublich trauriges Buch. Hautnah bekommt man mit, dass sich alles in der Familie Fitzgerald um Kate und ihre Krankheit dreht. Ihre Geschwister Anna und Jesse versuchen sich irgendwie Gehör zu verschaffen, Jesse rutscht immer weiter ab, weil er viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Doch alles hat wenig Sinn. Denn die Familie Fitgerald lebt nur von einem Rückfall Kates zum nächsten.
Ich war durchweg den Tränen nahe, einfach weil mir diese Familie so leid getan hat, allen voran Anna, die von ihren Eltern,, vor allem aber ihrer Mutter, einfach nicht verstanden wird. Nur ihr Vater unternimmt irgendwann den Versuch, auch Annas Sicht nachzuvollziehen, scheint der Einsichtigere von beiden zu sein.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perpektiven erzählt. Die Mitglieder der Familie Fitzgerald kommen zu Wort, aher auch der Anwalt und die Verfahrenshelferin schildern Teile der Geschichte aus ihrer Sicht. So bekommt man als Leser ein noch viel eindringlicheres Bild. Doch nicht nur Annas Familie wird in all ihren Facetten gezeichnet, auch der Anwalt und die Verfahrenshelferin haben eine Geschichte.

"Beim Leben meiner Schweister" ist ein aufwühlendes Buch. Ein Buch mit überraschendem Ende Ein Buch, das man gelesen haben sollte.

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Reise zu Lena
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Reise zu Lena

Alfred Neven DuMont
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 23.08.2010
ISBN 9783832161293
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

„Ich glaube, ich habe mit allem gerechnet, mit Krankheiten, Versagen, Vergessen, aber nicht mit der Zeit. Die Zeit hat uns besiegt, aber sie ist nie als Gegner aufgetreten. Sie kam auf leisen Sohlen über Nacht und nistete sich heimlich ein. Kann man Zeit anfassen? Sie rütteln, mit ihr ringen, sie zurückschlagen, gar besiegen? Ich weiß es nicht.“ (S.196)

Zwei Jahre ist es her, dass Albert und seine Frau ihre Tochter verloren haben. Nach einem Tauchgang ist sie nicht zurückgekehrt und beide sind weit davon entfernt, den Verlust zu überwunden. Albert zieht sich vollkommen in sich zurück, versinkt in Depressionen, bis eines Tages Christie auftaucht, die beste Freundin seiner Tochter Glorie. Sie will Licht in das Dunkel um den Tod von Glorie bringen und nimmt Albert in Abwesenheit seiner Frau mit aufs Land, um ihm dort die Wahrheit zu erzählen.
Doch er findet dort viel mehr. Er findet zu sich selbst…


Ein Buch, dessen Sprache man fast als Poesie bezeichnen könnte. Es ist eine traurige Geschichte, aber doch auch eine voller Leben, voller Gefühl. Auf diese Geschichte sollte man sich einlassen können, denn Albert ist kein einfacher Charakter, den ich manchmal am liebsten geschüttelt hätte, um ihn aus dem schwarzen Loch seiner Gedanken herauszuholen. Doch die Sprache hat mich schlichtweg gefangen genommen, ließ mich bis zum Ende nicht mehr los, auch wenn ich mit dem Ende an sich nicht wirklich zufrieden war. Ich hätte es mir anders gewünscht, deshalb gibt es auch einen Stern Abzug von mir, wenn das Buch auch sonst etwas Besonderes ist. Ein Buch, das sich mit einem Thema auseinandersetzt, an das sich nicht viele herantrauen.

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Ruhm
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kurzgeschichten, schriftsteller, ruhm, handy, realität

Ruhm

Daniel Kehlmann
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 16.01.2009
ISBN 9783498035433
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Neun Geschichten, acht Schicksale, die alle irgendwie zusammengehören.
Eine Frau, die zum Sterben in die Schweiz fährt.
Ein Autor, der aus allem und jedem eine Geschichte macht.
Ein Mann, der eine Handynummer bekommt, die eigentlich jemand anderem gehört.
Ein Internetblogger miz Entzugserscheinungen.
Ein Abteilungsleiter mit Doppelleben,
Und noch drei weitere, die auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheinen, es aber doch tun.

Mein dritter Roman von Daniel Kehlmann und wieder hat er mich irgendwie gefangen genommen. Es ist ein Buch mit einem ganz eigenen Tempo. Über dessen Seiten man nicht einfach so hinweglesen kann. Ein Buch, das Zeit braucht um die Sprache zu würdigen.
Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Es war schön, auch wenn es nicht ganz an "Die Vermessung der Welt" rankommt.

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Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli
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liebe, zeitreise, märchen, freundschaft, max tivoli

Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli

Andrew Sean Greer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 01.02.2005
ISBN 9783100278159
Genre: Sonstiges

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Juliet, Naked
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musik, england, liebe, fan, nick hornby

Juliet, Naked

Nick Hornby , Clara Drechsler , Harald Hellmann , Clara Drechsler Harald Hellmann
Flexibler Einband: 361 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.08.2010
ISBN 9783462042450
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Annie ist schon seit 15 Jahren mit Duncan zusammen und hat sich mit allem abgefunden, auch mit seiner schon fast kranken Vorliebe für Tucker Crowe, einem Singer/Songwreiter, der schon seit über 20 Jahren nichts mehr veröffentlicht hat. Trotzde, diskutiert er noch fast täglich in einem Internetforum über jedes Fitzelchen des Privatlebens des Künstlers. Zusammen mit Annie unternimmt er eine Reise, die sie zu allen Drten führt, die in Tucker Crowes Leben bedeutend waren.
Doch eines Tages erscheint völig unerwartet eine neue CD von Tucker Crowe und als dieser persönlich Kontakt zu Annie aufnimmt, beginnt sich auf einmal alles zu ändern. Plötzlich stellt sie die letzten 15 Jahre in Frage.

Das war der zweite Roman, den ich von Nick Hornby gelesen habe und wieder war ich begeistert. Es ist witzig, aber es regt auch zum zum Nachdenken an. Ich find es super, dass es sich in dem Roman um Musik dreht und die unterschiedlichen Grade der Vorliebe für Musik und bestimmte Künstler der Protagonisten.

Ein Buch, dass es sich zu lesen lohnt!!!

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High Fidelity
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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

High Fidelity

Nick Hornby
Flexibler Einband
Erschienen bei null
ISBN 9783426618646
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Rob Fleming ist 35. Er ist nicht wirklich ein Gewinnertyp aber ein Looser ist er auch nicht. Eher so ein Mittelding.
Er ist Besitzer eines Plattenladens. Doch der läuft nicht richtig, doch er liebt seinen Laden und die Platten die er verkauft. Er geht darin auf, kennt alle Platen in seinem Laden. Doch er kommt nicht vorwärts, steckt fest in seinem Leben.
Und gerade wurde er von seiner Freundin abserviert. Kein großes Problem, denkt er. Laura kommt nicht mal in die Top 5 seiner schlimmsten Trennungen.
Doch irgendwie nimmt ihn das schlie0lich doch mehr mit, als er gedacht hätte. Er will Laura zurückhaben. Aber es sieht nicht gut aus für ihn, wenn sich in seinem Leben nichts ändert.

Ein super Buch. Man kann sich super in Rob hineinversetzen, weil er einfach ein Normalo ist. Es ist witzig, ironisch und es ist voll von Songs, die Robs Leben prägen.
Mein erster Hornby und bestimmt nicht mein letzter.

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