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Der Weg der gefallenen Sterne
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(57)

188 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

jugendbuch, dystopie, sylum, liebe, caragh o'brien

Der Weg der gefallenen Sterne

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.04.2013
ISBN 9783453267435
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Tödliche Wahrheit
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(252)

508 Bibliotheken, 18 Leser, 12 Gruppen, 97 Rezensionen

dystopie, liebe, tris, fraktionen, ferox

Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2012
ISBN 9783570161562
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Malevil
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(37)

70 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

endzeit, überleben, atomare verwüstung, science fiction, frankreich

Malevil

Robert Merle
Flexibler Einband: 551 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.01.2004
ISBN 9783746612249
Genre: Science-Fiction & Fantasy

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Die Ballade der Lila K
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(7)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Ballade der Lila K

Blandine Le Callet , Patricia Klobusiczky , Blandine LeCallet
Fester Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 08.03.2012
ISBN 9783550088711
Genre: Zeitgenössische Literatur

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MÉTO Das Haus
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(102)

153 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 71 Rezensionen

haus, dystopie, jungen, aufstand, regeln

MÉTO Das Haus

Yves Grevet , Stephanie Singh
Fester Einband: 217 Seiten
Erschienen bei dtv, 16.03.2012
ISBN 9783423625142
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Sie leben im HAUS, ohne zu wissen, woher sie kommen und was mit ihnen geschieht. Hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen, immer bewacht, 64 Jungen, die dasselbe Schicksal teilen. Bis einer sich erhebt für ein Leben in Freiheit: MÉTO

Dieses Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen, was wohl vor allem an der geringen Seitenzahl und der einfachen Schreibweise lag. Der Autor schafft es mit seinem Stil eine beklemmende Atmosphäre zu erschaffen. Ich fühlte die einengenden Wände des Hauses förmlich um mich herum. Der Tagesablauf der Jungen ist straff durchorganisiert, sodass für sie kaum Zeit bleibt, über irgendetwas nachzudenken, frei miteinander zu reden. Und doch schafft es Méto, der ungefähr vierzehnjährige Junge, sich zu Wehr zu setzen und gemeinsam mit anderen einen Widerstand aufzubauen.

Obwohl der Stil für die Geschichte passend war und alles auch gut beschrieben wurde, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte, so hat es das Buch doch nicht geschafft, mich mitzureißen, mich zu begeistern. Irgendwas hat gefehlt, auch wenn ich Méto an sich sehr sympathisch fand, vor allem weil er sich auch für die Jüngeren eingesetzt hat und rechtzeitig eingegriffen hat, als die Köpfe des Widerstandes drohten, in alte Muster zurückzufallen und sich wie Cesaren zu benehmen.

Von mir gibt es für dieses Szenario drei Sterne. Ob ich weiter lesen werde, entscheide ich dann wahrscheinlich spontan, wenn der zweite Band dann draußen ist.

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Die Auswahl
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(1.344)

2.112 Bibliotheken, 29 Leser, 26 Gruppen, 347 Rezensionen

liebe, dystopie, ky, cassia, zukunft

Die Auswahl

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 27.01.2011
ISBN 9783841421197
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Alle Voraussetzungen, die sich in früheren Studien als notwendig für eine lange Lebensspanne erwiesen haben – glückliche Ehen, gesunde Körper – erfüllen wir heute. Wir leben ein langes, gutes Leben. Wir sterben an unserem achtzigsten Geburtstag, umgeben von unseren Familien, bevor die Demenz einsetzt. Krebs, Herz-Kreislauf-Beschwerden und die meisten anderen schweren Krankheiten sind fast völlig ausgerottet. Noch nie zuvor ist eine Gesellschaft der Perfektion so nahe gekommen.“ (S.230)


Das klingt doch nach einem Leben, mit dem man sich anfreunden könnte, oder? Doch nicht alles ist so, wie es scheint.
Die siebzehnjährige Cassia wächst genau in einer solchen Gesellschaft auf. Alles ist vorherbestimmt, auch der Partner, den sie einmal heiraten wird. Sie findet nichts schlechtes an ihrem Leben. Sogar der Partner, der auf ihrem Paarungsbankett für sie ausgewählt wurde, könnte besser nicht sein. Es ist Xander, den sie schon seit ihrer Kindheit kennt, ihr bester Freund. Doch dann passiert etwas Unvorhergesehenes. Auf dem Mikrochip, auf dem Xanders Daten abgespeichert sind, unter andrem auch ein Foto, erscheint ein anderes Bild. Das von Ky.
Auch ihn kennt Cassia, ist schon seit Jahren mit ihm befreundet, hat ihn aber nie weiter beachtet. Doch nun sieht sie ihn mit anderen Augen. Sie lernt ihn kennen, findet heraus, dass mehr in ihm steckt, als sie gedacht hätte. Es passiert das, was nicht passieren darf. Cassia verliebt sich. In Ky, nicht in Xander.
Doch diese Liebe darf nicht sein, denn Ky hat ein Geheimnis, eines das ihm und auch Cassia ziemlichen Ärger einbringen kann, wenn die beiden sich näher kommen…

Auf dieses Buch war ich besonders neugierig, weil die Meinungen dazu so weit auseinander gehen. Die einen lieben es, die andren finden, es ist zu langweilig. Mich hat dieses Buch überrascht und ich muss mich zu denen zählen, die das Buch lieben. Ich fand es keineswegs zu langweilig, mich hat dieses allmähliche Herantasten sehr gefallen, die Beschreibungen des Alltags, des Lebens in der Gesellschaft, denn ich als Leser habe das ganze natürlich mit ganz andren Augen gesehen als Cassia, die manche Dinge, die mir aufgestoßen sind, als gar nicht so schlimm empfand. Außerdem hat mir die Bedeutung gefallen, die hier den Worten beigemessen wird, das immer wider darauf pochen, welche Macht einzelne Worte haben können. Außerdem hat mir gefallen, wie sich die Beziehung zwischen Casia und Ky entwickelt hat, dass sie doch immer wieder zueinander finden, egal welche Höhen und Tiefen es gibt.
Das Ende lässt mich nun natürlich gespannt zurück. Wie geht es weiter? Ich bin so gespannt darauf, dass ich gleich heute noch bei Thalia war und mir „Die Flucht“ besorgt habe, was ich nun natürlich so schnell wie möglich lesen werde. Auch „Die Auswahl“ wird in mein Regal wandern, nachdem ich es nur als Wanderbuch gelesen habe.

Von mir gibt es für dieses Buch volle fünf Sterne und ich spreche eine Empfehlungen für diejenigen aus, die nicht unbedingt auf rasante Handlungsstränge Wert legen, sondern sich auch mit etwas Subtilerem beschäftigen wollen.

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Starters
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(480)

865 Bibliotheken, 14 Leser, 6 Gruppen, 241 Rezensionen

dystopie, starters, enders, body bank, zukunft

Starters

Lissa Price , Birgit Reß-Bohusch , Birgit Ress-Bohusch
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.03.2012
ISBN 9783492702638
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Sie werden sich nicht wieder erkennen, wenn wir mit Ihnen fertig sind.“
„Das fürchte ich auch.“
(S.46)

Nach einem Krieg, in dem tödliche Sporen als Waffe genutzt wurden, sind nur noch ganz junge und ganz alte Menschen übrig, die, die man zuerst gegen die Sporen geimpft hatte. Starters und Enders.
Die Enders machen sich ein schönes Leben und auch den Starters, die noch Angehörige haben, geht es nicht schlecht. Nur die Waisen fristen ein trostloses Dasein, entweder auf der Straße oder in schrecklichen Heimen, bei denen man lieber sterben würde, als freiwillig in ein solches zu gehen.
So auch Callie. Sie ist 16 und lebt gemeinsam mit ihrem siebenjährigen Bruder auf der Straße. Doch Tyler ist krank und braucht dringend Medikamente.
In der Body Bank, in der reiche Enders die Körper armer Starters mieten um sich darin zu vergnügen, sieht Callie den letzten Ausweg, da ihr ein hohes Honorar in Aussicht gestellt wird.
Doch etwas geht schief und Callie taucht früher als geplant wieder in ihren Körper zurück. Stattdessen hört sie nun die Stimme ihrer „Mieterin“ in ihrem Kopf, die ihr unglaubliche, schreckliche Dinge erzählt.
Was wird Callie tun?


Von der Idee her hat mich „Starters“ erst ein wenig an „Seelen“ erinnert, in dem es ja auch so ist, dass zwei Menschen bzw. Wesen sich einen Körper teilen. Aber es war dann schließlich doch anders. Gut anders auf jeden Fall. Callie hat mich ein wenig an Katniss aus „Panem“ erinnert, die ja auch alles für ihre Schwester tut, genauso wie Callie für ihren Bruder. Aber bei dieser Vielfalt an Dystopien, die derzeit ihren Weg auf den Büchermarkt finden, bleiben solche Parallelen wohl nicht aus.
Trotzdem hat mir „Starters“ gefallen. Ein Szenario, das überzeugend beschrieben wurde. Erschreckend, wenn man bedenkt. Dass die Visionen, die Lissa Price hatte, keine unmöglichen sind, wenn man sich bewusst macht, welche Möglichkeiten die Technik heutzutage schon hat. Erschreckend auch der Gedanke, als junger Mensch seinen Körper an einen Alten zu verlieren, einfach aus sus seinem Körper verbannt zu werden.
Auch die obligatorische Liebesgeschichte, auch hier eine Art Dreieck, hat mir gefallen, auch wenn ich mich nach dem Knall am Ende frage, wie es da wohl weitergehen wird.

Alles in allem hat mir „Starters“ ein paar spannende Lesestunden beschert. Die mich mit dem Wunsch zurücklassen, zu erfahren, wie es mit Callie weitergeht. Was wird aus Michael und Blake? Was aus Tyler? Was aus Florina? Und vor allem: Wer ist der Old Man wirklich? Alles Fragen, die sich im zweiten Band hoffentlich klären werden.

Für diese spannende Geschichte gibt es von mir 4,5 Sterne.

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Die Straße
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(216)

352 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 55 Rezensionen

endzeit, vater, sohn, überleben, apokalypse

Die Straße

Cormac McCarthy , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, Reinbek, 16.03.2007
ISBN 9783498045074
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

„Manchmal stellte ihm der Junge Fragen nach der Welt, die für ihn nicht einmal eine Erinnerung war.“ (S.51)

Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr. Alles ist verbrannt. Nur wenige Menschen sind noch übrig. Menschen, die vor nichts zurückschrecken, nicht einmal vor Kannibalismus. Ein Mann und sein Sohn, die nichts weiter haben, als das, was sie am Leib tragen und was sich in einem Einkaufswagen transportieren lässt, schleppen sich auf einer schier endlosen Straße entlang, immer ums nackte Überleben kämpfend, darum bemüht, den Glauben an das Gute nicht zu verlieren.
Auf dem Weg zur Küste. Nicht wissend, was sie dort erwartet.


„Die Straße“ ist ein sehr eindringlich geschriebenes Buch. McCarthy schafft es, eine zerstörte Welt mit wenigen kurzen, prägnanten Sätzen vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Obwohl kaum beschrieben, konnte ich mir Vater und Sohn sehr gut vorstellen und wurde gefangen genommen von der Tristheit, der Resignation, der Traurigkeit des Buches. Es hat etwas gedauert, bis ich mich auf die Atmosphäre einlassen konnte, am Anfang ging es ziemlich schleppend voran. Doch je mehr ich gelesen hatte, desto weniger kam ich los von dem Buch. Obwohl kaum blutig, so finde ich doch, dass man für dieses Buch starke Nerven braucht, schon allein, um sich auf die Atmosphäre, auf die Gefühlswelt von Vater und Sohn einzulassen, um zu verstehen, was sie fühlen. Denn dieses stete immer wieder innere Auseinandersetzen mit dem Tod ist nicht jedermanns Sache.
Für mich jedoch kann ich sagen, dass sich das Buch gelohnt hat und dass Cormac McCarthy dafür zurecht mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Einen Stern Abzug gibt es nur deshalb, weil es mir zu Beginn schwer fiel, mich auf die Geschichte einzulassen.

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Die Stadt der Sehenden
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(28)

58 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

politik, gesellschaft, portugal, demokratie, widerstand

Die Stadt der Sehenden

José Saramago
Fester Einband
Erschienen bei Rowohlt
ISBN 9783498063849
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
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Die Bestimmung
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(682)

1.216 Bibliotheken, 12 Leser, 16 Gruppen, 281 Rezensionen

dystopie, liebe, fraktionen, ferox, kampf

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.03.2012
ISBN 9783570161319
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Fraktion vor Blut“

Die Welt hat sich verändert. Die Menschen sind jeder einer bestimmten Fraktion zugeorndet, die sich eine bestimmte Eigenschaft zur Maxime gemacht haben. Die Ferox sind die Furchtlosen, die Altruan sind die Selbstlosen, die Candor sind die Freimütigen, die Amite sind die Friedfertigen und die Ken die wissenden. Die Familie, ein Test, aber schließlich auch die eigene Entscheidung sind dafür verantwortlich, welche Fraktion man in seinem sechzehnten Lebensjahr wählt.

Beatrice wurde als Altruan geboren, doch so richtig selbstlos fühlt sie sich nicht. Sie hat das Gefühl, nicht richtig zu ihrer Fraktion dazuzugehören. Doch würde sie die Fraktion wechseln, bedeutete das Verrat gegenüber Familie und ihrer Fraktion.
Der Fraktionstest schließlich hat ein ungewöhnliches Ergebnis. Es kann keine klare Entscheidung getroffen werden, zu welcher Fraktion Beatrice gehören soll. Sie ist eine Unbestimmte.
Doch eine Unbestimmte zu sein, könnte sie das Leben kosten. Es ist gefährlich, denn die Unbestimmten werden gejagt, weil sie anders sind, eine Gefahr für die Gemeinschaft der Fraktionen bedeuten.
Dann ist da noch die Tatsache, dass sich Beatrice trotz allem für eine Fraktion entscheiden muss. Eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben bestimmen wird. Eine Entscheidung für oder gegen ihre Familie. Welche Wahl wird sie treffen?


„Die Bestimmung“ ist eines der wenigen Bücher, auf die ich schon aufmerksam geworden bin, als das deutsche Erscheinungsdatum noch nicht einmal bekannt war. Der Klappentext und auch einige Rezensionen, die ich dazu gelesen habe, haben mich so neugierig gemacht, dass ich mir das Buch sogar auf Englisch gekauft habe. Aus Zeitgründen habe ich es jedoch nicht geschafft, es zu lesen, bevor die deutsche Version erschienen ist. Letztendlich habe ich mein englisches Exemplar vertauscht und mir die Übersetzung besorgt und jetzt endlich gelesen.
Zu Beginn war mein Eindruck noch ziemlich durchwachsen. Ich wusste nicht genau, was ich von der Geschichte halten sollte, aber von Seite zu Seite war ich mehr gefesselt Als dann schließlich Four auftauchte, was es vollkommen um mich geschehen. Eine wunderbare Figur, die man einfach lieben muss. Auch die anderen Figuren waren gut ausgearbeitet. Vom Seelenleben von Tris bekommt man als Leser am meisten mit, weil die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben ist, doch trotzdem konnte ich mir auch die anderen gut vorstellen.

„Die Bestimmung“ ist ein wunderbares Buch, auf das sich das Warten auf jeden Fall gelohnt hat. Wie alle anderen auch warte ich nun ungeduldig auf die Fortsetzung, da mich das Ende doch mit einigen offenen Fragen zurückgelassen hat, die ich unbedingt geklärt haben möchte.

5 Sterne und einen Platz im Favoritenregal gibt es von mir für dieses unglaublich spannende Lesevergnügen.

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Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz
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(173)

360 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 111 Rezensionen

dystopie, königin, liebe, sprachen, fantasy

Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz

Kimberly Derting , Tanja Ohlsen , Ugla Huld Hauksdóttir
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Egmont Ink, 06.03.2012
ISBN 9783863960179
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Wohin seid ihr drei denn so eilig unterwegs?“, fragte sie absichtlich auf Termani, weil es uns nicht erlaubt war, diese Sprache zu verstehen.“ (S.27)

Charlie lebt in einer Welt, in der es nicht mehr erlaubt ist, mehrere Sprachen zu sprechen. Als Kaufmannstochter ist es ihr lediglich erlaubt, die Sprache ihrer Klasse zu sprechen und auch zu verstehen. Außerdem ist es ihr erlaubt, die Universalsprache Englaise zu nutzen. Wenn sie auf Menschen trifft, die eine Sprache sprachen, die höher gestellt ist, als ihre muss sie den Blick senken, sonst könnte das mit der Todesstrafe enden.
Sie hat sich mit diesem Leben unter dem Regime der Königin, die versucht alles zu überwachen, arrangiert. Sie weiß genau, was sie darf und was nicht.
Als die Königin schließlich nach einer Nachfolgerin sucht, gerät Charlie in ihr Visier, Und in das der Rebellen, die die Königin stürzen wollen. Denn sie kann etwas, was eigentlich gar nicht möglich sein dürfte. Sie ist in der Lage, jedwede Sprache zu unterscheiden, zu verstehen und zu sprechen.
Und wäre das nicht schon genug, kommen auch noch Gefühle dazwischen. Charlie verliebt sich. In Max. Der eine Sprache benutzt, die sie noch nie gehört hat. Doch Max ist nicht irgendwer…


Von der Idee her war „Dark Queen“ genau das richtige Buch für mich. Es ging um Sprachen, um ihre Bedeutung und was passiert, wenn wir nur noch eine einzige sprechen dürfen. Schwer vorzustellen, wenn man die Sprachenvielfalt auf unserer Welt denkt. Und doch ist es der Autorin gelungen, dieses Idee glaubhaft umzusetzen. Eine nachvollziehbare Erklärung dafür zu liefern, wie es überhupt dazu kommen kann. Sie hat eine düstere Zukunftsvision geschaffen, in der schon ein Blick den Tod bedeuten kann.
Und doch gab es hier wieder dieses Undefinierbare, was dafür gesorgt hat, dass ich nicht in Begeisterungsstürme ausgebrochen bin. Vielleicht bin ich mit den Charakteren nicht so richtig warm geworden. Vor allem mit Brook hatte ich meine Probleme, da sie dieses Mädchen zu sein scheint, das nichts im Kopf hat, außer seiner Wirkung auf andere, was sich zum Ende hin ja zum Glück geändert hat- Max fand ich hingegen sehr sympathisch. Ich habe ihn dafür bewundert, dass er immer zu Charlie stand, egal ob er damit sich selbst oder die zerbrechliche Harmonie in seiner Familie in Gefahr bringt. Mit Aron konnte ich allerdings nur bemitleiden. Er läuft die ganze Zeit hinter Charlie her, ohne irgendwelche tiefergehende Beachtung von ihr zu bekommen.

Doch letztendlich muss ich sagen, dass es sich bei Dark Queen um ein wenn auch nicht ganz rundes Lesevergnügen handelt, mit dem ich allerdings nicht ganz warm geworden bin. Deshalb gibt es diesmal nur 4 von 5 möglichen Sternen.

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Das Land der verlorenen Träume
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(193)

399 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 67 Rezensionen

dystopie, liebe, hebamme, gaia, sylum

Das Land der verlorenen Träume

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 15.02.2012
ISBN 9783453267282
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Das Blut
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(53)

96 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 13 Rezensionen

new york, vampire, vampir, seuche, endzeit

Das Blut

Guillermo Del Toro , Chuck Hogan , Alexander Lang , Guillermo Del Toro
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 04.10.2010
ISBN 9783453266490
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Er wirkte klein, geradezu winzig, aber inzwischen kamen ihr alle Menschen klein vor. Winzig und armselig, Wesen deren erbärmliche Intelligenz ihnen gerade so das Überleben ermöglichte. Die Menschen waren eine niedrige Stufe der Evolution. Aussortiert und überholt. Nicht in der Lage, die Botschaft des Meisters zu begreifen.“ (S.34)

Es ist schwierig, in wenige Worte zu fassen, was in diesem zweiten Teil passiert, denn es passiert so viel. Die Zeit im Buch vergeht viel schneller als die Zeit, die man zum Lesen braucht. Deshalb werde ich mich dieses Mal an die Buchbeschreibung halten:

Zum Buch:
Sie waren immer hier. Unter uns. Sie haben gewartet, In der Dunkelheit. Jetzt ist ihre Zeit gekommen… Ein mysteriöser Virus breitet sich in der Stadt New York aus. Ein Virus, der sich im Blut der Menschen festsetzt und sie in willenlose Vampire verwandelt. Ein Virus, gesteuert von einem jener Meistervampire, die seit Urzeiten die menschliche Zivilisation begleiten. Ephraim Goodweather, der ehemalige Chef des New Yorker Seuchenpräventionsteams, und Professor Abraham Setrakian, der schon seit langem Jagd auf die Vampire macht, versuchen mit allen Mitteln, in den Besitz eines antiken Buches zu kommen. Mit diesem Buch – so heißt es – kann man den Meistervampir bezwingen. Doch es scheint zu spät: Angefacht von den Plänen des Meistervampirs, bricht ein gnadenloser Krieg aus, und beide Seiten schrecken vor nichts zurück, um die Herrschaft über den Planeten zu übernehmen. Der Kampf um die Zukunft des Menschheit ist entbrannt…


Mit „Das Blut“ ist den beiden Autoren eine spannende Fortsetzung gelungen, die nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes anknüpft. Erneut begleitete ich Ephraim Goodweather und seine Gefährten, alte und neue, bei seinem Kampf gegen die Vampirseuche, die sich immer weiter ausgebreitet hat und noch weiter ausbreitet und nun auch vor seiner Familie nicht haltmacht. Doch trotz allem hält er seinen Kampfeswillen aufrecht, war mich immer wieder aufs Neue beeindruckt hat. Ephraim Goodweather ist ein Charakter, den man gern begleitet, auch durch solche unglaublichen Schrecken. Außerdem wurde auf die Entstehung der Vampire eingegangen, was ich sehr interessant fand. Einige Fragen wurden geklärt, andere kamen dazu, so dass ich schon ganz gespannt darauf bin, den Epidemiologen auch auf seinem letzten Abenteuer zu begleiten, und sei es auch in den endgültigen Untergang der Welt…

Vier Sterne gibt es für dieses spannende Endzeit-Szenario, dass in „Die Nacht“ ein hoffentlich ebenso spannendes Ende finden wird.

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Die Saat
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(144)

227 Bibliotheken, 7 Leser, 9 Gruppen, 42 Rezensionen

vampire, seuche, new york, fantasy, flugzeug

Die Saat

Guillermo Del Toro , Chuck Hogan , Jürgen Bürger , Kathrin Bielfeldt
Fester Einband: 523 Seiten
Erschienen bei Heyne, 28.09.2009
ISBN 9783453266391
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Ja, nun kommen wir zum Kern der Angelegenheit. Diese Seuche wird in weniger als einer Woche ganz Manhattan befallen haben. Und sie wird weniger als drei Monate benötigen, um das ganze Land zu übernehmen. Und in sechs Monaten…die ganze Welt.“ (S.289)

Manhattan. Mitten auf dem JFK-Airport kommt ohne ersichtlichen Grund eine Maschine unmittelbar nach der Landung zu völligem Stillstand. Alle Systeme sind heruntergefahren. Ein Ding der Unmöglichkeit. Alle Insassen sind tot, doch keiner weiß, woran sie gestorben sind.
Ephraim Goodweather, Mitarbeiter des CDC, der Seuchenschutzbehörde, versucht das Rätsel zu lösen. Doch was er herausfindet, übersteigt all seine Vorstellungskraft, versetzt nicht nur ihn, sondern die gesamte Bevölkerung in Angst und Schrecken…
Vor allem, als plötzlich alle aus dem Flugzeug geborgenen Leichen aus den Leichenhäusern, in denen sie zu späteren Untersuchungen aufbewahrt werden, verschwinden…


Vampire der anderen Art. Ganz ohne Mythos und Romantisierung trifft man hier auf Wesen, die einfach nur abscheulich sind. Vampirismus als Seuche, die sich durch so genannten Blutwürmer unaufhaltsam ausbreitet. Keine spitzen Eckzähne, sondern lange Stacheln, die aus dem Hälsen der Wesen hervor schießen und sich in die Hälse ihrer Opfer hineinbohren.
Diese Sichtweise war für mich ziemlich ungewohnt und es hat seine Zeit gedauert, bis ich mich vollkommen auf die Geschichte einlassen konnte. Viel dazu beigetragen hat Ephraim Goodweather, der Hauptcharakter, den ich ungemein sympathisch fand. Ein ganz normaler Mann mit ganz alltäglichen Problemen, mitten in der Scheidung im Kampf um seinen elfjährigen Sohn, der in eine Sache hineingezogen wird, die alles bisher da gewesene übertrifft und die ihn um das hart erkämpfte Wochenende mit seinem Sohn bringt, das alles machte die Geschichte für mich authentischer, lesenswerter. Half mir, mich auf diese neue Sichtweise auf Vampire einzulassen.
Alles in allem ist „Die Saat“ ein gelungener Mix aus Vampirroman und Dystopie, der einmal die ganze Mystifizierung rund um die Blutsauger außer Acht lässt und ganz ohne Romantik auskommt.

Eine Trilogie, die weiterzuverfolgen sich lohnt. 4 Sterne gibt es von mir für dieses ungewöhnliche und doch spannende Buch.

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Zweilicht
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(248)

581 Bibliotheken, 9 Leser, 10 Gruppen, 111 Rezensionen

fantasy, new york, liebe, wendigo, ivy

Zweilicht

Nina Blazon
Fester Einband: 411 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.08.2011
ISBN 9783570161173
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Er ist wie ein Vulkan, der denkt, er sei ein Gletscher“ (S.133)

So wird der siebzehnjährige Jay an einer Stelle im Buch beschrieben. Der Teenager ist glücklich, denn endlich hat er die Gelegenheit, ein Jahr als Austauschschüler in New York zu verbringen. Er kommt bei seinem Onkel und bei seinem Cousin unter, immer wieder getrieben von den rätselhaften Hinweisen seines Vaters, der kurz vor seiner Ankunft bei einem Unfall verstarb.
In der Schule ist er beliebt, schließlich ist er der Neue aus Deutschland und erregt Aufmerksamkeit- Doch eigentlich will er nur die Aufmerksamkeit eines Mädchens erringen: Madison, das Mädchen mit den Indianderaugen.
Obwohl er sich nichts schöneres vorstellen kann, als seine Zeit mit Madison zu verbringen, werden seine Träume von einem anderen Mädchen heimgesucht, Ivy, die ihn zu sich zu rufen scheint. Schließlich begegnet er ihr und sie führt ihn in eine Welt, die so ganz anders ist als seine eigene. Denn dort, wo Ivy lebt, ist von dem New York, wie Jay es kennt, nicht mehr viel übrig, Alles ist überwuchert, von den großen monumentalen Bauten sind nur noch Ruinen übrig geblieben.
Jay weiß nicht, was nun Trugwelt ist und was die Realität und vor allem weiß er nicht, wem er vertrauen soll. Madison oder Ivy, dem Mädchen aus seinen Träumen.

Zu Beginn hat mich die Geschichte ziemlich verwirrt, weil ich mir eine Zeit lang nicht sicher war, wer nun wer ist und wer wohin gehört, wodurch es mir streckenweise auch schwerfiel, mich auf die Geschichte einzulassen.
Ich habe es jedoch nicht aufgeben, weil es doch irgendwie einen Zauber gab, dem ich mich nicht entziehen konnte, Die Sprache hat mich für sich eingenommen, führte mir das mystische und magische so vor Augen, dass es mich nicht losgelassen hat und irgendwann kam schließlich der Punkt, an dem mir klar war, welche Welt ich wo einordnen musste und spätestens dann war ich gefangen von „Zweilicht“
Die Welt, die Nina Blazon erschaffen hat, hatte für mich einen irgendwie magischen Schimmer. Ich konnte es förmlich vor mir sehen, wie die beiden Welten miteinander verschmolzen. Jays Zwickmühle war für mich toll beschrieben, ich konnte seine Ängste, seine Zweifel, seine Wünsche und Hoffnungen vollkommen nachvollziehen. Wäre die Verwirrung zu Beginn nicht gewesen, so hätte die Geschichte meiner Meinung nach fünf Sterne verdient, so sind es jedoch nur vier, mit der Tendenz zum Besseren.

Man muss sich einfach nur auf die Geschichte einlasen und daran glauben, dass sich schließlich alles logisch auflöst, dann hat man Freude daran. Ich weiß, dass ich sie irgendwann noch mal lesen werde um herauszufinden, ob ich es mit dem Wissen, das ich nun habe, noch immer so verwirrend finden würde.

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Skinned
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(193)

396 Bibliotheken, 3 Leser, 11 Gruppen, 70 Rezensionen

tod, leben, zukunft, maschine, skinner

Skinned

Robin Wasserman , Claudia Max
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei script5, 15.01.2010
ISBN 9783839001066
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Lia Kahn ist tot.
Zumindest sollte sie es sein, nachdem sie Opfer eines Autounfalls wird und schwere Verletzungen davon trägt. Zu schwere Verletzungen um sie zu überleben.
Eigentlich.
Denn trotz allem wacht sie auf.
Aber nichts mehr ist so, wie es einmal war. Denn sie ist kein Mensch mehr. Sie ist jetzt ein Mech. Eine Maschine, die mit den Daten ihres Gehirns gefüttert wurde. Sie lebt als Maschine weiter.
Der Weg zurück ins Leben ist nicht leicht, denn die mechs, bzw, die Skinner, wie sie abfällig genannt werden, werden von der Gesellschaft nicht akzeptiert, stoßen auf Ablehnung.
Genau damit muss Lia jetzt klar kommen, dass ihre Freunde sich von ihr abwenden, dass ihr fester Freund sie nicht mehr will. Dass ihre Schwester Zoie offensichtlich ihren Platz eingenommen hat.
Nur einer scheint sich nicht dem Urteil der Massen anzuschließen.

"Skinned" ist ein Buch, das mich mit widersprüchlichen Gefühlen zurücklässt. ich eiß nicht recht, was ich davon halten soll. Ich finde, Lia und das, was sie empfindet, wird überzeugend rübergebracht. Ich kann nachvollziehen, wie es ihr geht, wie sie sich fühlt. Trotzdem blieb bei mir während des Lesens eine gewisse Distanz. ich konnte mich nicht mit Lia identifzieren, fand die Vorstellung, das so etwas überhaupt möglich ist. um ehrlich zu sein, abstoßend.
Für mich ist "Skinned" ein Buch, das schockiert. Aber wirklich gefallen hat es mir nicht. Weil es aber trotzdem überzeugend war, bekommt es von mir drei Sterne.

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Zeitriss
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(2)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

china, vergangenheit, zeitriss, aufstand

Zeitriss

Christopher Ride , Angela Koonen
Flexibler Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.11.2010
ISBN 9783404165186
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Klappentext:
Wenige Jahre in der Zukunft: Ein unerklärliches Phänomen verwandelt die USA über Nacht in ein Entwicklungsland. Der Forscher Wilson Dowling entdeckt die Ursache in alten Geschichtsbüchern, die offenbar eine völlig neue Historie wiedergeben. Dort ist die Rede von einem Mann, der angeblich unsterblich ist und Kugeln mit der bloßen Hand fängt. Er verändert im Jahr 1898 den Lauf der Geschichte: Mit seinen Fähigkeiten führt er die Rebellen des chinesischen Boxeraufstandes zur Weltherrschaft. Wilson muss einen Weg finden, ihn aufzuhalten. Denn ansonsten wird es die Welt, in der er lebt, nie gegeben haben.

Ein Klappentext, der ein wirkliches spannendes Buch verspricht. Dieser und das Cover, das ein chinesisches Schiff vor der Silhouette einer amerikanischen Großstadt zeigt, verleiteten mich, das Buch zu kaufen.

Doch es stellte sich als etwas vollkommen anderes heraus. Das, was im Klappentext beschrieben wird, passiert erst auf den letzten 70 Seiten. Auf den vorhergehenden 440 Seiten wird erst einmal erzählt, wie es überhaupt dazu kommen konnte. An sich wirklich spannend, nur eben nicht das, was ich mir von dem Buch erwartet habe.

Die Geschichte beginnt im Jahr 2084, in dem Randall Chen für den Esra-Transport vorbereitet wird. Er soll in die Vergangenheit reisen und dort verhindern, dass die Engländer und Franzosen die verbotene Stadt Pekings einnehmen. Es sind uralte Dokumente aufgetaucht, die so genannten Esra-Texte, die nötige Missionen beschreiben, um die Welt im Gleichgewicht zu halten. Dazu ist es notwendig, dass jemand, der so genannte Aufseher, in die Vergangenheit reist, und diese im Sinne des Esra-Textes beeinflusst. Wilson Dowling hat eine solche Reise schon hinter sich und ist nun der Mentor von Randall Chen, bereitet dieses nun auf seine Reise vor. Dies ist der erste Erzählstrang.
Der zweite spielt in Peking im Jahr 1860 und beschreibt den Verlauf von Randall Chens Mission

Das Buch bietet eine wirklich spannende Geschichte. Wenn der Klappentext nur anders lauten würde. Denn so hatte ich bestimmte Erwartungen an das Buch, habe immer darauf gewartet, das nun endlich das eintritt, was der Klappentext beschreibt, Dadurch zog sich das Buch für mich unnötig in die Länge, obwohl es an sich wirklich spannend und auch gut lesbar war. Es ist schade, wie sehr ein Klappentext das Lesevergnügen letztendlich mindern kann, einfach weil man durch diesen ein vollkommen anderes Buch bekommt, als man eigentlich erwartet hatte.

3 Sterne gibt es von mir für ein Buch, bei dem man sich ausnahmsweise einmal gar nicht am Klappentext orientieren sollte, Hätte ich dies nicht getan, hätte ich bestimmt einen Stern mehr gegeben, denn die Geschichte ist wirklich nicht schlecht, aber die durch den Klappentext geschürte Erwartung hat einfach viel kaputt gemacht.

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Totentöchter - Die dritte Generation
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256 Bibliotheken, 2 Leser, 14 Gruppen, 76 Rezensionen

dystopie, tod, virus, rhine, lauren destefano

Totentöchter - Die dritte Generation

Lauren DeStefano , Catrin Frischer
Fester Einband: 391 Seiten
Erschienen bei cbt, 15.09.2011
ISBN 9783570161289
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Was würdest du tun, wenn du genau wüssest, wann du sterben wirst?

Ein Virus sorgt dafür, dass weder Männer noch Frauen alt werden können.Frauen sterben mit 20, Männer werden gerade einmal 25 Jahre alt. Nichts scheint wichtiger, als ein Heilmittel zu finden. Doch auch Nachkommen sind überlebenswichtig. Es wird über Leichen gegangen um die Menschen zu verheiraten.

Rhine ist 16, als sie entführt wird, von ihrem Zwillingsbruder getrennt wird. Sie soll eine der Bräute von Linden Ashby werden. Der 21jährige steht vollkommen unter der Fuchtel seines Vaters und Rhine ist so eine Zwangsverheiratung gar nicht recht. Sie setzt alles daran, zu fliehen, doch das ist leichter gesagt, als getan. Vor allem, als sie Gabriel näher kommt, einem Diener im Hause Ashby. Und dann sind da auch noch ihre Schwesterfrauen Jenna und Cecily, zu denen sich immer mehr eine Freundschaft aufbaut...

Viel hatte ich mr von diesem Buch ehrlich gesagt nicht versprochen. Ich dachte, ich hätte einmal mehr eine schlichte Dystopie mit Lovestory, um weibliche Leser zu gewinnen, vor mir. Doch ich wurde überrascht. "Totentöchter" hat mir sehr gut gefallen, wohk auch, weil die Charaktere nicht so flach blieben, sondern Persönlichkeit zeigten, indem sie zum Beispiel manchmal ziemlich widersprüchlich empfinden, mit sich hadern, was falsch ist und was richtig. Es war nicht von Anfang an hundertprozentig klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde.

Ich hatte die Gelegenheit, das Buch als Wanderbuch zu lesen und weiß jetzt, dass es ein Buch ist, das nachträglich ins Regal wandern wird. Schon allein deshalb, weil ich unbeding wissen will, wie es weitergeht und es blöd aussieht, wenn ich nur Band 2 und 3 im Regal stehen habe ;-)

5 Sterne von mir für ein Buch, das mir meinen langen Arbeitsweg unglaublich versüßt hat und für das ich gerne früher aufgestanden bin, um weiterlesen zu können.

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Gone 1: Verloren
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jugendliche, dystopie, jugendbuch, gewalt, superkräfte

Gone 1: Verloren

Michael Grant , Jaqueline Csuss
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 25.01.2010
ISBN 9783473353163
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Von einem Augenblick auf den anderen verschwinden alle Menschen, die über 15 Jahre alt sind. Übrig bleiben nur die Kinder Nach dem ersten Schreck klingt das wie das Paradies, Ein Leben ohne Erwachsene, doch das ist es keineswegs. Denn nicht nur, dass auf einmal alle Erwachsenen weg sind, nein, einige der Kinder scheinen rätselhafte Kräfte zu entwickeln. So auch der fast fünfzehnjährige Sam Temple, der mehr oder wenige gezwungen wird, das Kommando zu übernehmen, bis sich die Situation wieder stabilisiert hat.
Doch das tut sie nicht. Im Gegenteil. Auf einmal tauchen dir Schüler der Coates Academy auf, die sich bisher strikt von den Perdilio Beach Kids abgesondert hatten. Da sie jedoch besser mit der ganzen Situation umzugehen scheinen, passiert es schnell, dass die Verhältnisse sich ändern und Sam an Einfluss verliert.
Nun heißt es Sam oder Caine, welche Seite wird sich behaupten? Dann ist da auch noch die Barriere, die auf einmal den ganzen Ort einschließt und aus der es kein Entkommen gibt. Und die wichtigste Frage: Wie ist das ganze überhaupt passiert?

Mit „Gone: Verloren“ hat Michal Grant den spannenden Auftakt einer Reihe geschaffen, die es sich weiterzuverfolgen lohnt. Obwohl als Jugendbuch konzipiert, ist es doch streckenweise ziemlich heftig. Die Charaktere waren im Allgemeinen gut gewählt und gut beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte. Ich gehe davon aus, das offene Fragen in den Folgebänden noch geklärt werden, die ich mir auf jeden Fall zu Gemüte führen werde. Außerdem finde ich das Setting gut gewählt. Welche Auswirkungen die unmittelbare Nähe zu einem Atomkraftwerk haben könnte, ist gut und teilweise ziemlich erschreckend beschrieben, wenn es sich auch um reine Fiktion handelt. Doch ich denke, auf die Zielgruppe, für die die Geschichte angelegt ist, könnte die Geschichte neben ihrer ganzen Spannung durchaus aufrüttelnden Charakter haben und zum Nachdenken anregen.

Für diese spannende Dystopie gibt es von mir 4 von 5 Sternen, weil sie wenn auch nicht das Beste, was ich in diesem Genre gelesen habe, aber doch ziemlich gut ist.

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Das verbotene Eden. David und Juna
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709 Bibliotheken, 6 Leser, 15 Gruppen, 143 Rezensionen

dystopie, liebe, david, juna, hass

Das verbotene Eden. David und Juna

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 18.08.2011
ISBN 9783426283608
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Hast du dir keine Sorgen gemacht, dass ich vielleicht nicht wiederkomme?“ David schaute sie verwundert an. „Natürlich nicht“, sagte er. „Für mich war immer klar, dass du dein Wort halten würdest. Auch wenn ich nicht genau weiß, warum.“ Ein kurzes Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Da geht es dir wie mir.“ (S. 330)


Irgendwann in der Zukunft.
Zwischen Männern und Frauen gibt es nur noch eines. Hass.
Ein mutiertes Grippevirus hat 65 Jahre zuvor dafür gesorgt, dass die Anziehung zwischen Mann und Frau, die Liebe, die sie füreinander empfinden können, sich in das Gegenteil verwandeln, in Verachtung und Hass.
Die Männer leben in den Ruinen der alten Stadt, die Frauen haben sich auf das Land zurückgezogen und besinnen sich auf die, die man in der Vergangenheit als heidnische Göttinnen bezeichnet, während die Männer einer nahezu fanatischen Verehrung des Christengottes frönen.
Männer sind Teufel und Frauen Hexen. Zumindest wenn es nach den jeweils anderen geht.
Juna ist Kriegerin, Brigantin und Tochter der Hohepriesterin Arkana.
David ist Mönch, Bibliothekar. Er liebt Bücher und vor allem eines: Romeo und Julia. Ein Buch, das von der Liebe zwischen Mann und Frau handelt. Ein verbotenes Buch.
Als beide sich schließlich begegnen, müssen sie feststellen, dass die Wahrheiten, mit denen sie aufgewachsen sind, auf sie anscheinend nicht zutreffen. Denn sie empfinden keine Verachtung füreinander. Eher das Gegenteil….
Nun müssen sie sich entscheiden. Für ihr Volk oder für ihre Gefühle.

Dieses Buch stand schon eine ganze Weile ungelesen bei mir im Regal, bis das Los endlich darauf fiel. Ich war unglaublich gespannt, zu erfahren, wie eine Welt, in der Männer und Frauen vollkommen getrennt voneinander leben, sich so gut wie nie begegnen können, geschweige denn wollen, funktionieren kann. Während der Lektüre dachte ich manchmal „Nun kommt doch mal aus dem Knick“ weil erst Ewigkeiten vergangen sind, bevor die beiden sich überhaupt begegnet sind. Doch jetzt im Nachhinein finde ich es gut, dass erst soviel Zeit auf die Beschreibung der Lebensumstände verwandt wurde. So konnte ich mir die ganze Umwelt viel besser vorstellen, die Unmöglichkeit der Liebe zwischen David und Juna, die ja eigentlich doch nicht so unmöglich ist.
Obwohl die Vorstellung eine schreckliche ist, so hat mir die Welt, die Thomas Thiemeyer entworfen hat, doch sehr gefallen. Das ganze Szenario war erschreckend überzeugend und macht einem erstmal wieder bewusst, in welchem Luxus man eigentlich lebt. Wenn ich bedenke, dass vor allem die Frauen sich vollkommen auf ihre Ursprünge besinnen mussten, macht mir das schon teilweise Angst, auch wenn ich denke, dass es machbar ist, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Dass manche nicht einmal Lesen gelernt haben, fand ich traurig. Wenn ich bedenke, was mir fehlen würde, wenn ich nicht lesen könnte.

Der Gesamteindruck des Buches ist für mich nach dem Ende der Lektüre durchweg positiv und deshalb kann ihm guten Gewissens fünf Sterne geben und freue mich schon auf den nächsten Band.

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Die Entbehrlichen
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31 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, leben, organspende, menschenversuche, endspende

Die Entbehrlichen

Ninni Holmqvist , Angelika Gundlach , Angelika Grundlach
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 08.02.2011
ISBN 9783596183319
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

„Darf man nachts nicht hierher?“; fragte ich. „Doch, natürlich. Es ist nur nicht so üblich, dass es jemand tut.“
Die Stille war jetzt gestört, gewissermaßen durchbohrt. Auf einmal war mir kalt und ich fröstelte.“
(S. 40)

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft. Dorrit lebt in einer Gesellschaft, die nur auf das Kapital ausgelegt ist. Nichts ist wichtiger, auch die Menschen sind nur dazu da, das Kapital zu mehren. Wird man fünfzig Jahre alt und hat bis dahin keine Kinder oder einen Beruf, der von der Gesellschaft als wichtig angesehen wird oder steckt in einer Beziehung mit einem Benötigten, der bezeugt, dass man gebraucht wird, wird man für entbehrlich erklärt.
Dorrit ist eine von ihnen. Genau an ihrem fünfzigsten Geburtstag wird sie abgeholt und weggebracht. An den Ort, wo alle Entbehrlichen hinkommen. Dort werden sie untergebracht, es wird für ihr leibliches und gesundheitliches Wohl gesorgt, doch sie müssen sich für Experimente zur Verfügung stellen und für Organspenden, kurz gesagt für alles, wofür die Benötigten zu schade sind. Bis sie schließlich zur Endspende angemeldet werden. Sie können keinen Schritt tun, ohne Kameras ausgesetzt zu sein, die jede ihrer Handlungen, sei sie auch noch so klein und unwichtig, zu überwachen. Und doch steht ihnen andererseits niemand im Weg, wenn sie sich innerhalb der Einrichtung verlieben.
Genau das passiert Dorrit und plötzlich ist alles anders. Das Leben in der Einrichtung ist auf einmal gar nicht mehr so schlimm und auch die Kameras geraten in den Hintergrund, bis etwas passiert, was eigentlich gar nicht möglich sein dürfte…


"Die Entbehrlichen“ ist ein erschreckend realistisches Buch. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass unsere Gesellschaft sich tatsächlich in eine solche Richtung entwickelt. Umso beklemmender für mich als Leser war es, dass ich mir der Kameras, die dort um die Menschen herum waren, die ganze Zeit nur allzu bewusst war, die Dorrit ja zeitweise fast zu vergessen haben schien. Auch die Tatsache, Menschen kommen und gehen zu sehen, ohne wirklich etwas tun zu können, ging mir an die Nieren. Ebenso wie das Ende. Als ich das Buch schließlich zuschlug brauchte ich eine ganze Weile, bevor ich ein neues Buch in die Hand nehmen konnte, was bei mir sonst kein Problem darstellt. Ich stelle ein Buch als gelesen ins Regal und nehme mir das nächste. Nicht so diesmal. Ich musste wirklich den Rest des Tages pausieren und habe erst am nächsten Tag ein neues Buch in die Hand genommen.


„Die Entbehrlichen“ ist ein Buch, das Eindruck hinterlässt, das nachwirkt, das man so schnell nicht wieder vergisst. Schon allein dafür hat es fünf Sterne verdient.

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Während ich schlief
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210 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 23 Rezensionen

zukunft, bren, dystopie, otto, rose

Während ich schlief

Anna Sheehan , Karin Diemerling
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.10.2011
ISBN 9783442475650
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Was ist das für ein Gefühl? Aufzuwachen und die Welt vollkommen verändert vorzufinden? Nichts ist mehr so wie es mal war. Angehörige gibt es nicht mehr. Man ist fremd in einer Welt, die einem eigentlich vertraut sein müsste.

Genau das passiert mit Rose. 62 Jahre lang lag sie in Stasis, als sie schlie0lich gefunden wird. Verstört, abgemagert, voller Erinnerungen kehrt sie auf die Welt zurück. Ihre Eltern sind längst tot, auch ihre große Liebe Xavier lebt längst nicht mehr. Schlag auf Schlag muss sie lernen, sich in einer neuen Welt zurechtzufinden. Viel Unterstützung bekommt sie dabei nicht. Nur Bren, der sie gefunden hat und Otto, ein Freund von Bren, scheinen ihr wohlgesonnen zu sein. Alle anderen scheinen nicht sonderlich begeistert zu sein, dsss sie wieder aufgetaucht ist. Schließlich ist sie die einzige Erbin des Imperiums, das ihre Eltern augebaut haben. Als schließlich eine Killermaschine darauf angesetzt wird, Rose zu beseitigen, wird klar, dass es jemanden gibt, der ihr tatsächlich wahrhaft Böses will.

Wieder ein Buch, das mich überrascht hat.
Zu Beginn war ich skeptisch und war schon kurz davor, das Buch zu unterbrechen, weil es mir schwerfiel, mich in diese neue Welt hineinzufinden. Die neuen Ausdrücke waren mir fremd, doch es wurde besser und irgendwann war ich soweit, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Mit Rose hatte ich am Anfang auch meine Probleme, sie war so abhängig von allem und jedem und schien sich nicht daran zu stören. Aber dann nochte ich sie und auch Otto, den stillen Beobachter, habe ich ins Herz geschlossen.
Eine Geschichte, die Tiefe aufweist, die ich, ehrlich gesagt nicht erwartet hätte.

5 Sterne von mir.

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Asylon
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(45)

111 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 24 Rezensionen

dystopie, stadt, gefängnis, torn, asylon

Asylon

Thomas Elbel
Flexibler Einband: 441 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.08.2011
ISBN 9783492267922
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
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Grau
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farben, dystopie, grau, liebe, farbe

Grau

Jasper Fforde , Thomas Stegers
Fester Einband: 490 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 30.08.2011
ISBN 9783821861401
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Farbe ist alles. Farbe ist Macht.
Aber nur, weil die Menschen sie kaum noch wahrnehmen können.

Eddie Russett lebt in einer Welt, in der die Menschen Farben nur noch eingeschränkt wahrnehmen können. Manche sehen Blau, manche Gelb, manche Grün und so weiter. Und manche sehen gar keine Farbe, sehen alles grau.
Eddie gehört zu den Roten, Wieviel Farbe er wirklich wahrnehmen kann, ist noch nicht geklärt, doch der entsprechende Test steht unmittelbar bevor.
Eddies Aussichten stehen nicht schlecht. Seine Farbwahrnehmung scheint besser als bei den meisten, er hat die Chance in eine gute Familie einzuheiraten und eine Bindfadenfabrik zu übernehmen.
Doch alles kommt anders, als er und sein Vater in die Ranzone geschickt wird, weil er sich einen Fehler geleistet hat.
Er verliebt sich. Unsterblich. In eine Graue.
Und er erfährt Dinge, die er eigentlich niemals hätte erfahren dürfen.

Jasper Fforde ist ein Geniestreich gelungen. Es hat unglaublich viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen. Es war witzig, regte aber auch zum Nachdenken an.
Eine Welt, in der Farbe das wichtigste überhaupt ist. In der Farbe künstlich eingespeist wird, damit alle Menschen die Welt in Farbe sehen können. Eine Welt der Strppenzieher. Aber auch der Liebe. Wenn besagte geliebte Person nicht fortlaufend versuchen würde, Eddie umzubringen.

Eddie Russett ist eine Hauptfigur, die man einfach gern haben muss. Lieben muss. Leicht naiv hat er seine Sicht auf die Welt. Hat seine Prioritäten, Und muss erleben, wie alles umgewälzt wird, woran er geglaubt hat.
Auch die anderen Figuren sind liebevoll gezeichnet. Vor allem Jane habe ich ins Herz geschlossen.

"Grau" ist ein Buch, das voll ist von Ideen. Voller Fantasie. Einfach unglaublich gut.

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The Forest - Wald der tausend Augen
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wald, zombies, fantasy, liebe, ungeweihte

The Forest - Wald der tausend Augen

Carrie Ryan , Catrin Frischer
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.08.2009
ISBN 9783570160497
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Ich will schlafen, Träume sollen mich aus der Welt herausziehen und in Vergessen hüllen, die Erinnerungen zur Ruhe bringen, die um mich herumwirbeln, und diesem Schmerz, der mich verzehrt, ein Ende bereiten.“ (S. 32)


Es ist ein einfaches Leben, das Mary und ihre Familie führen. Aber auch gefährlich, auch wenn es innerhalb der Zäune für sie einigermaßen sicher ist. Ihr Leben wird von der Schwesternschaft bestimmt, die den Lebensrhythmus vorgibt. Nach der Rückkehr, die viele Menschen infiziert und zu Ungeweihten gemacht hat, ist es besonders wichtig, gesunde Nachkommen zu zeugen, um die nächste Generation zu sichern.
An dem Tag, an dem sich Marys Leben komplett ändern soll, wird sie von Harry zum Erntefest eingeladen, was beinahe einem Heiratsantrag gleichkommt. Doch während sie ein paar ungestörte Minuten mit Harry verbringt, geht ihre Mutter zu dicht an den Zaun.
Die Ungeweihten erwischen sie, sie wird infiziert.
Aus Schmerz über diesen Verlust übergibt Marys Bruder Jed seine jüngere Schwester der Schwesternschaft. Sie soll ein Leben hinter den Mauern des Münsters führen.
Doch dort wird ihr klar, dass die Schwestern Geheimnisse hüten, spätestens dann, als ein Mädchen ins Dorf kommt, von außerhalb, das sich durch den Wald der tausend Augen geschlagen hat.
Als das Dorf schließlich von den Ungeweihten überrannt wird, bleibt Mary und ihren Freunden nichts anderes übrig, als zu fliehen, dem Pfad zu folgen, auf dem Gabrielle, das Mädchen von außerhalb, ins Dorf gekommen ist.
Mary kann an nichts anderes mehr denken, als an ihren Traum, den sie schon seit Kindertagen hegt. Den Traum vom Meer.

Dieses Buch hat mich überrascht. Viel hatte ich mir davon nicht erwartet, es kam mir durch den Klappentext so vorhersehbar vor, aber das war es nicht. Zombies sind nicht jedermanns Sache, meine eigentlich auch nicht, was auch schon ein Grund war, warum ich ziemlich skeptisch an dieses Buch herangegangen ist. Doch das Gefühl des Ekels, von dem ich geglaubt habe, dass es mich aufgrund des Themas irgendwann unweigerlich überfallen muss, blieb aus.
Stattdessen habe ich etwas in diesem Buch gefunden, was ich nie erwartet hätte. Es war so nachdenklich, fast melancholisch, dass es nahezu lächerlich leicht war, sich in der Geschichte zu verlieren. Außerdem gab es eine tiefgehende Liebesgeschichte, die ich in diesem Setting auch nicht erwartet hatte. Im Grunde war es ein Buch voller Überraschungen, trotz des Themas irgendwie schön.


„Wer sind wir, wenn nicht die Geschichten, die wir weitergeben? Was passiert, wenn niemand mehr da ist, der diese Geschichten erzählen kann? Oder zuhört- Wer wird je wissen, dass es mich gegeben hat? Was ist, wenn außer uns niemand mehr da ist? Wer wird unsere Geschichten dann kennen? Und was wird mit den Geschichten von allen anderen passieren? Wer wird sich an sie erinnern?“ (S.270)

Ich weiß nicht genau, wie viele Sterne ich diesen Buch geben soll, ob nun vier oder fünf. Deshalb wähle ich die Zwischenlösungen und gebe dem Buch 4 ½ Sterne.

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