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Nephilim
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(62)

185 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

engel, nephilim, dämonen, fantasy, teufel

Nephilim

Gesa Schwartz
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Lyx, 07.10.2011
ISBN 9783802584572
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Es ist ohne Belang, woran du glaubst“, entgegnete Antonio ruhig. „Aber womöglich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um dein Weltbild zu überdenken. Oder hast du es bis vor kurzen für möglich gehalten, deine Hand in Flammen zu setzen?“ (S. 53)

Beschreibung (von LB kopiert):
Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen vor: Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Er ist ein Nephilim, und damit nicht genug: Er ist der Sohn des Teufels. Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Chance: Er muss sich der Finsternis stellen.


Nachdem ich über eine Woche versucht habe, mit dem Buch voran zu kommen und es nicht weiter geschafft habe als bis Seite 130, habe ich es aufgegeben. Es kommt selten, um nicht zu sagen fast nie vor, dass ich mich dafür entscheide, ein Buch nicht zu Ende zu lesen, aber nachdem ich es nach einer Woche auf nur knapp 100 Seiten gebracht habe, hat mich die Aussicht abgeschreckt, wie lange ich dann für 500 weitere Seiten brauchen würde.
Ich habe zu der Geschichte keinen Zugang gefunden, obwohl es nicht mein erstes Buch war, dass von Engeln handelt und ich auch kein Problem damit habe, wenn es mal etwas brutaler werden sollte. Auch schienen mit die Charaktere nicht unsympathisch zu sein, aber irgendwas hat den Lesefluss stocken lassen. Deshalb gebe ich diesem Buch schweren Herzens einen Stern und reihe es ein in die Reihe der nicht fertig gelesenen Bücher, die nun auf ganze drei angestiegen ist, wovon zwei allerdings noch die Chance haben werden, gelesen zu werden, was bei „Nephilim“ nicht der Fall sein wird.
Schade.

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Ewig Dein
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(247)

434 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 94 Rezensionen

liebe, stalking, wien, stalker, psychiatrie

Ewig Dein

Daniel Glattauer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Paul Zsolnay Verlag, 06.02.2012
ISBN 9783552061811
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

„Sie wusste nicht genau, was den Reiz des Herrn Hannes mit „Berg“ oder „Burg“ im Nachnamen ausmachte, vielleicht einfach nur die Dynamik, mit der er den Zufall nach ihr auszurichten verstand, die Unverhofftheit, in der er auftauchte, immer viel früher als mit ihm zu rechnen war, und die Zielstrebigkeit, mit der er auf sie zu ging, als gäbe es für ihn nichts und niemand anderen auf der Welt, nur sie.“ (S.33)

Judith ist Mitte 30, als sie im Supermarkt Hannes Bergraler kennen lernt. Eigentlich ist er überhaupt nicht ihr Typ und eigentlich hat sie schon längst mit den Männern abgeschlossen, doch irgendwie wirkt er anziehend auf sie. Immer wieder taucht er dort auf, wo sie auch ist, und versucht, sie für sich zu gewinnen, , was ihm schließlich auch gelingt. Hannes ist ein sehr aufmerksamer Freund. Er liest Judith jeden Wunsch von den Augen ab, er freundet sich mit ihren Freunden an und mit ihren Eltern. Er nimmt immer mehr Platz in ihrem Leben ein, bis er in jedem Abschnitt ihres Lebens unabkömmlich scheint.
Judith wird das jedoch irgendwann zu viel. Sie beginnt zu zweifeln, versucht einen Schlussstrich unter ihre Beziehung mit Hannes zu ziehen. Doch er verschwindet nicht. Viel mehr beginnt er, sie zu verfolgen oder bildet sie sie das alles etwa nur ein?


„Ewig Dein“ ist komplett anders als „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ Und doch hat es mich in seinen Bann gezogen. Was anfangs ganz seicht dahinzuplätschern schien, wurde immer mehr beinahe zu einem gut durchdachten Psychothriller, der mir schier den Atem geraubt hast. Daniel Glattauer gelingt es, Judiths Gefühle und Gedanken so realistisch, so authentisch darzustellen, dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte, beinahe während des Lesens zu ihr geworden bin, Diese beklemmende Atmosphäre hat mich mehr als einmal dazu gebracht, mich umdrehen zu müssen, um zu schauen, ob nicht irgendwer in der Nähe ist, der mich beobachtet. Gruselig vor allem dann, wenn man unterwegs liest oder im eigenen Wohnzimmer im Erdgeschoss…

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, dass man umso schneller durchliest, weil man unbedingt wissen will, wie es nun ausgeht, was aus Judith und Hannes wird. Ein Buch zu einem Thema, dass noch immer tabuisiert wird, das zu Diskussionen anregt und das man gelesen haben sollte. Allerdings sollte man sich nicht so sehr davon beeinflussen lassen, dass Daniel Glattauer auch Werke wie „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ geschrieben hat, denn, wie gesagt, dieses Buch ist vollkommen anders.

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Nur ein Hauch von dir
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202 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

liebe, london, armreif, fantasy, geist

Nur ein Hauch von dir

Sue Ransom , Gerold Anrich , Martina Instinsky-Anrich
Fester Einband: 375 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 08.09.2011
ISBN 9783596854509
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Ich musste fast lachen, als mir klar wurde: Es war Liebe, weshalb ich so empfindlich reagierte, wenn er nicht da war, weshalb mir Rob so völlig egal war, weshalb meine ganze Welt innerhalb von wenigen Tagen so auf den Kopf gestellt worden war. Ich hatte nie an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt, doch genau das war es gewesen. Ich hatte es nur nicht erkannt. Von dem Augenblick an, als ich Callum in der Kathedrale gesehen hatte, gehörte ich ihm.“ (S. 122)

Alex ist siebzehn und wünscht sich nichts mehr, als dass Rob, der gutaussehendste Junge ihres Jahrgangs, sie um ein Date bittet. An dem Tag, als das scheinbar unmögliche endlich geschieht, passiert allerdings etwas, das Alex’ ganzes Leben von jetzt auf gleich einfach auf den Kopf stellt: sie findet in der Themse ein Amulett und als sie es umlegt, hat sie eine Erscheinung. Ein Junge, etwa in ihrem Alter, steht plötzlich vor ihr und versucht mit ihr zu reden. Das Unheimlichste ist jedoch, dass niemand sonst ihn sehen kann.
Trotzdem verliebt sich Alex rettungslos in ihn und Rob ist auf einmal abgeschrieben. Doch ist Callum wirklich so nett wie er scheint und vor allem: Was ist mit ihm passiert, dass er so geworden ist, wie er ist?


„Nur ein Hauch von dir“ habe ich als Wanderbuch gelesen, weil ich einfach neugierig war, wie eine solche Geschichte wohl umgesetzt wird. Vollkommen umgehauen hat es mich zwar nicht, aber gefallen hat es mir trotzdem irgendwie. Callum und Alex waren ein süßes Paar, das ich gern auf seinem Weg begleitet habe, aber doch war die Geschichte nicht wirklich etwas Neues. Natürlich können auch bekannte Sachen immer wieder begeistern, aber hier kam es mir eher vor wie eine nach Schema F geschriebene Geschichte, in der versucht wurde, bekannte Dinge miteinander zu verbinden. Da es aber trotzdem schöne Lesestunden waren, die ich mit Callum und Alex verbringen durfte, und weil die Charaktere bis auf Rob durchweg sympathisch waren, gibt es von mir vier Sterne für diese Geschichte.

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Seekers - Die Suche beginnt
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56 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

bären, toklo, lusa, abenteuer, freundschaft

Seekers - Die Suche beginnt

Erin Hunter , Karsten Singelmann , Johannes Wiebel
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 15.02.2012
ISBN 9783407811042
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Kallik, ein Eisbärenmädchen, ist zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder auf der Suche nach dem Festland. Bei dem Versuch, Kallik zu retten, wird Nisa, ihre Mutter, getötet.
Lusa, ein Schwarzbärenmädchen, ist im Zoo geboren und kennt nichts anderes als ihr Gehege. Doch sie wünscht sich nichts sehnlicher, als die Wildnis zu entdecken.
Toklo, ein Grizzly, sucht gemeinsam mit seiner Mutter und seinem kranken Bruder Tobi verzweifelt nach Nahrung. Wie gern würde er zum großen Fluss gehen, doch sein kranker Bruder hindert die kleine Familie daran, sich schnell genug fortzubewegen.
„Seekers – Die Suche beginnt“, ist die Geschichte dieser drei Bären, die auf eine besondere Art verbunden sind, die sich unweigerlich aufeinander zu bewegen, ohne sich dessen bewusst zu sein.


Tierfantasy lese ich nur selten. Doch die Reihe um die Bären hat mich neugierig gemacht. Von Erin Hunter kennt wohl jeder die Reihe „Warrior Cats“ oder hat zumindest davon gehört. Doch für mich war „Seekers“ spannender. Da ich jedoch skeptisch war, habe ich es erst einmal als Wanderbuch gelesen und ich muss sagen, ich bin froh darum.
Die Geschichte, die zu Beginn so viel versprechend zu werden schien, war leider nicht das, was ich erwartet hatte. Viel zu diesem doch recht negativen Eindruck hat Urujak beigetragen, das Bärenjunge, das sich immer wieder, vor allem in Angstsituationen, in ein anderes Lebewesen verwandeln kann. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Es hätte völlig ausgereicht, vollkommen im Tierreich zu bleiben. Es wäre nicht nötig gewesen, ein solches Wesen in die Geschichte einzubauen.

Was mir jedoch gut gefallen hat, waren die einzelnen Geschichten der Bären, vor allem die, in denen Legenden erörtert wurden. Dass alle drei Bären, obwohl von unterschiedlicher Art, eigentlich an dasselbe glauben, nur verschiedene Bilder dafür finden.

Und doch kann ich dem Buch nicht mehr als drei Sterne geben, weil ich einfach nicht richtig in die Geschichte rein gekommen bin. Ich bin froh darüber, die Gelegenheit bekommen zu haben, es zu lesen, aber ich weiß, dass ich die Reihe und vermutlich auch das Autorenteam nicht weiterverfolgen werde, da es einfach nichts für mich ist. Schade.

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MÉTO Das Haus
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153 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 71 Rezensionen

haus, dystopie, jungen, aufstand, regeln

MÉTO Das Haus

Yves Grevet , Stephanie Singh
Fester Einband: 217 Seiten
Erschienen bei dtv, 16.03.2012
ISBN 9783423625142
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Sie leben im HAUS, ohne zu wissen, woher sie kommen und was mit ihnen geschieht. Hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen, immer bewacht, 64 Jungen, die dasselbe Schicksal teilen. Bis einer sich erhebt für ein Leben in Freiheit: MÉTO

Dieses Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen, was wohl vor allem an der geringen Seitenzahl und der einfachen Schreibweise lag. Der Autor schafft es mit seinem Stil eine beklemmende Atmosphäre zu erschaffen. Ich fühlte die einengenden Wände des Hauses förmlich um mich herum. Der Tagesablauf der Jungen ist straff durchorganisiert, sodass für sie kaum Zeit bleibt, über irgendetwas nachzudenken, frei miteinander zu reden. Und doch schafft es Méto, der ungefähr vierzehnjährige Junge, sich zu Wehr zu setzen und gemeinsam mit anderen einen Widerstand aufzubauen.

Obwohl der Stil für die Geschichte passend war und alles auch gut beschrieben wurde, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte, so hat es das Buch doch nicht geschafft, mich mitzureißen, mich zu begeistern. Irgendwas hat gefehlt, auch wenn ich Méto an sich sehr sympathisch fand, vor allem weil er sich auch für die Jüngeren eingesetzt hat und rechtzeitig eingegriffen hat, als die Köpfe des Widerstandes drohten, in alte Muster zurückzufallen und sich wie Cesaren zu benehmen.

Von mir gibt es für dieses Szenario drei Sterne. Ob ich weiter lesen werde, entscheide ich dann wahrscheinlich spontan, wenn der zweite Band dann draußen ist.

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Flames 'n' Roses
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(244)

445 Bibliotheken, 5 Leser, 8 Gruppen, 103 Rezensionen

liebe, fantasy, feen, vampire, werwölfe

Flames 'n' Roses

Kiersten White , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Loewe, 08.06.2011
ISBN 9783785572382
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Evie ist siebzehn Jahre alt. Ihr ganzes Leben hat sie in der Behörde zur Kontrolle paranormaler Wesen verbracht und gearbeitet, denn sie kann etwas, was bis dahin niemand konnte: sie kann unter die Cover, die Tarnungen der Paranormalen sehen und weiß, was wirklich darunter versteckt ist. Sehr praktisch.
Doch eigentlich will sie nichts weiter, als ein ganz normales Leben führen. Zur Schule gehen. Freunde haben, mit Jungs ausgehen. Doch all das ist nicht möglich. Sie hat Freunde bei der Behörde, sogar eine beste Freundin. Eine Meerjungfrau und Verehrer hat sie auch, einen besonders glühenden, eine Fee. Und doch will sie eigentlich nur frei sein.
Als eines Tages in die Behörde einbricht, ändert sich alles. Evie erfährt, dass sie gar nicht so normal ist, wie sie sich wünscht zu sein und sie verliebt sich. In Lend, einen Jungen, der mehr aus Wasser zu bestehen scheint, als aus Fleisch und Blut.
Wird es den beiden gelingen, Licht ins Dunkel um Evies Wesen zu bringen und herauszufinden, warum in letzter Zeit so viele Paranormale getötet wurden und wer es war?


Zu diesem Buch kann man nur eines sagen: witzig. Zum einen ist da Evies Vorliebe für die Farbe pink und zum anderen sind da ihre herrlich ironischen Kommentare zu dem Geschehen um sie herum. Die ganze Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt, was das ganze noch authentischer macht. Es war ein reines Vergnügen, sie durch ihren Alltag zu begleiten und zuzusehen, wie sie und Lend sich langsam näher kommen. Die Sprache ist wie Evie selbst sehr jugendlich gehalten, was sehr zu ihr passt, mich aber teilweise gestört hat, weil einige Dinge deshalb ziemlich lapidar wirkten. Deshalb gibt es von mir für dieses Buch „nur“ gute vier Sterne, da noch einiges gefehlt hat, um mich restlos zu begeistern.

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Wirst du da sein?
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(90)

164 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, zeitreise, freundschaft, tod, schicksal

Wirst du da sein?

Guillaume Musso , Claudia Puls
Fester Einband: 311 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer, G, 01.08.2007
ISBN 9783378006829
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

„Wenn man einen Menschen einmal in sein Herz geschlossen hat, dann bleibt er dort… für immer.“ (S. 86)

Elliott Cooper ist sechzig Jahre alt, hat sein Leben gelebt. Er hat eine Tochter, die er über alles liebt, einen besten Freund, der ihm schon seit über vierzig Jahren die Treue hält, einen tollen Job, der ihn vollkommen ausfüllt. Doch eines ist ihm verwehrt geblieben: die große Liebe.
Die einzige Frau, der er jemals so viele Gefühle entgegen gebracht hat, dass sie diese Bezeichnung verdient, ist bereits vor dreißig Jahren gestorben, was Elliott nie wirklich überwunden hat.
Als er sich mit sechzig zu einem Hilfseinsatz nach Kambodscha aufmacht, lernt er einen alten Schamanen kennen, der ihm einen Wunsch erfüllen möchte, weil Elliott ihm geholfen hat. Elliott, der nichts mehr zu verlieren hat, weil er genau weiß, dass er schwer krank ist und bald sterben wird, hat nur einen einzigen Wunsch. Er will Ilena wieder sehen, die einzige Frau, die er je geliebt hat, und ihren frühen Tod verhindern.
Doch kann es gut enden, wenn man versucht, die Vergangenheit zu ändern? Was passiert mit den Dingen, die währenddessen passiert sind, die wir lieb gewonnen haben? Würden die nicht einfach verschwinden, als seien sie nie da gewesen?


Dies ist wieder eines der Bücher, die mich zutiefst berührt haben. Musso schafft es, aus einem Thema, das beim Lesen des Klappentextes nach reiner Liebesgeschichte klingt, ein Buch zu machen, das viele Themen anspricht: Freundschaft, Krankheit, Schicksal, das fragile Wesen der Zeit…
Es ist eine Geschichte, die mich nicht losgelassen hat, bis ich sie zu Ende gelesen hatte. Sie war traurig, spannend, aber auch wunderschön. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und auch in mir die Frage aufgeworfen hat, ob es an meinem Leben irgendetwas gibt, das ich ändern würde, wenn ich die Möglichkeit dazu bekommen würde.

5 Sterne gibt es von mir für dieses Werk, das ich fast in einem Rutsch durchgelesen hätte.

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Smaragdgrün
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(1.876)

2.924 Bibliotheken, 32 Leser, 20 Gruppen, 281 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, gideon

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Es tut mir wirklich leid“, sagte ich, wobei ich sorgfältig darauf achtete, nach rechts unten zu schauen. Angeblich schauten nämlich alle Menschen nach links oben, wenn sie lügen, hatte ich mal gelesen.“ (S.161)

Es hätte nicht schöner sein können. Gideon hat Gwendolyn endlich gesagt, dass er sie liebt.
Doch dann kommt der Graf von Saint Germain hinzu und behauptet, das ganze sei nur inszeniert gewesen und Gideon hätte das alles nur getan, um sie besser manipulieren zu können.
Und das Schlimmste überhaupt: Gideon widerspricht nicht einmal, als Gwendolyn ihn wutentbrannt zur Rede stellt! Verrat!
Doch Gideon handelt nicht ohne Hintergedanken, wie Gwendolyn nur allzu bald feststellen muss. Denn sie findet heraus, dass ihr Leben in Gefahr ist. Sie findet heraus, was der Graf wirklich vorhat. Und auch ihre Mutter wartet mit einer Enthüllung auf sie, die ihr ganzes Leben verändert.
Als sich Tante Maddys schauerliche Prophezeiung schließlich erfüllt, stellt sich heraus, dass Gideon offenbar doch mehr für Gwendolyn empfindet, als er behauptet hatte…


Und das war es nun, das Finale der Edelstein-Trilogie, um die noch immer so ein Wirbel gemacht wird.
Ich muss zugeben, dass die Bücher von Band zu Band besser wurden und mir nun der letzte wirklich am besten gefallen hat, aber doch fand ich die Geschichte im Ganzen zu vorhersehbar. Was Gwendolyn, Lucy und Paul verbindet, wusste ich eigentlich schon von Anfang an und auch der Rest war nicht sonderlich neu für mich. Allerdings war die Geschichte diesmal in einem durchweg amüsanten Rahmen gepackt, sodass ich wirklich während der gesamten Lektüre meine Freude an dem Buch hatte. Irgendwann habe ich aufgehört, mitzuzählen, wie oft ich schmunzeln musste beim Lesen. Dafür hat wohl allen voran Xemerius gesorgt mit seinen wunderbar bissigen Kommentaren vor allem zur Beziehung von Gideon und Gwendolyn. Er war mein heimlicher Held, ebenso wie Gwendolyns Geschwister Nick und Caroline. Ich sage nur „Gollum.“ Wunderbar.

Alles in allem also durchweg eine Steigerung zum letzten Band, wobei ich entgegen der vielen Wünsche nach einer Fortsetzung ganz froh bin, dass die Geschichte nun ein Ende hat. Es muss nichts weiter dazu gedichtet werden, denn es gibt Details, die einfach überflüssig sind, und die man sich als Leser gut und gern selbst ausmalen kann.
Von mir bekommt „Smaragdgrün“ gute 4 ½ Sterne für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

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Der Kuss des Kjer
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(411)

721 Bibliotheken, 10 Leser, 11 Gruppen, 94 Rezensionen

liebe, fantasy, kjer, mordan, heilerin

Der Kuss des Kjer

Lynn Raven
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.06.2010
ISBN 9783570304891
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Ein Mann, der eine Klinge nur nach ihrer äußeren Schönheit beurteilt, ist ein Narr. Einzig der Stahl, aus dem sie gemacht ist, entscheidet über ihre Qualität.“ Bei seinen Worten hob Lijanas langsam den Kopf, blickte ihn erstaunt an, als sie begriff, dass er ihr gerade auf seine Art ein Kompliment gemacht hatte.“ (S.174)

Lijanas ist Heilerin des Nivard-Stammes. Sie führt ein angenehmes Leben, steht kurz davor, den Prinzen ihres Volkes zu ehelichen, der sie zumindest schon gefragt hat, ob sie seine Braut werden will.
Doch dann wird sie entführt. Von dem gefürchteten Heerführer der Kjer, einem Stamm, der für seine Wildheit bekannt ist. Überall nur als „Blutwolf“ bekannt, soll er die Heilerin nach Turas bringen, der Hauptstadt des Kjer-Stammes, damit sie dort den König heilt.
Bis dahin hat der Heerführer jeden Befehl seiens Königs bedingungslos befolgt, ohne Fragen zu stellen, doch jetzt kommen Gefühle dazwischen. Gefühle, die nicht sein dürfen. Er fühlt sich zu der jungen Heilerin hingezogen. Doch sie trägt ein Geheimnis in sch, das für sie beide tödlich enden könnte….


„Der Kuss des Kjer“ war eines dieser Bücher, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann schlagen können Ich konnte es gar nicht erwarten, das Schicksal von Mordan und Lijanas weiterzuverfolgen, immer wieder einer ihrer wunderbaren Streitereien zuzuhören, die mich immer wieder zum Schmunzeln, wenn nicht gar zum Lachen gebracht haben. Herrlich, wie lange zwei Leute aneinander vorbeireden können.
Außerdem haben mir die Charaktere an sich unglaublich gut gefallen. Sie besaßen Tiefe, waren so gut ausgearbeitet, dass ich sofort ein Bild von ihnen vor Augen hatte. Auch die Welt, in der die Geschichte spielt, hat mir zugesagt, ich habe mich ein wenig gefühlt wie in einem fantastisch angehauchten historischen Roman. Auch wenn die Welt, in der Lijanas und Mordan leben, mir fremd war, so konnte ich sie mir doch gut vorstellen, was mir sonst bei Fantasy-Romanen, die nicht einen realen Ort als Handlungsgrundlage haben, nicht immer leicht fällt.
Obwohl der Roman verhältnismäßig viele Seiten hat, wurde mir doch nie langweilig. Es war also ein rundum tolles Lesevergnügen, das ich sehr genossen habe. Von mir gibt es dafür fünf Sterne, denn dieses Buch hat mir noch um einiges besser gefallen als „Blutbraut“, das auch schon ziemlich gut war.

Eine unbedingte Leseempfehlung für romantisch veranlagte Fantasy-Fans, die den ein oder anderen guten Streit mögen.

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Starters
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(482)

867 Bibliotheken, 13 Leser, 6 Gruppen, 242 Rezensionen

dystopie, starters, enders, body bank, zukunft

Starters

Lissa Price , Birgit Reß-Bohusch , Birgit Ress-Bohusch
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.03.2012
ISBN 9783492702638
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Sie werden sich nicht wieder erkennen, wenn wir mit Ihnen fertig sind.“
„Das fürchte ich auch.“
(S.46)

Nach einem Krieg, in dem tödliche Sporen als Waffe genutzt wurden, sind nur noch ganz junge und ganz alte Menschen übrig, die, die man zuerst gegen die Sporen geimpft hatte. Starters und Enders.
Die Enders machen sich ein schönes Leben und auch den Starters, die noch Angehörige haben, geht es nicht schlecht. Nur die Waisen fristen ein trostloses Dasein, entweder auf der Straße oder in schrecklichen Heimen, bei denen man lieber sterben würde, als freiwillig in ein solches zu gehen.
So auch Callie. Sie ist 16 und lebt gemeinsam mit ihrem siebenjährigen Bruder auf der Straße. Doch Tyler ist krank und braucht dringend Medikamente.
In der Body Bank, in der reiche Enders die Körper armer Starters mieten um sich darin zu vergnügen, sieht Callie den letzten Ausweg, da ihr ein hohes Honorar in Aussicht gestellt wird.
Doch etwas geht schief und Callie taucht früher als geplant wieder in ihren Körper zurück. Stattdessen hört sie nun die Stimme ihrer „Mieterin“ in ihrem Kopf, die ihr unglaubliche, schreckliche Dinge erzählt.
Was wird Callie tun?


Von der Idee her hat mich „Starters“ erst ein wenig an „Seelen“ erinnert, in dem es ja auch so ist, dass zwei Menschen bzw. Wesen sich einen Körper teilen. Aber es war dann schließlich doch anders. Gut anders auf jeden Fall. Callie hat mich ein wenig an Katniss aus „Panem“ erinnert, die ja auch alles für ihre Schwester tut, genauso wie Callie für ihren Bruder. Aber bei dieser Vielfalt an Dystopien, die derzeit ihren Weg auf den Büchermarkt finden, bleiben solche Parallelen wohl nicht aus.
Trotzdem hat mir „Starters“ gefallen. Ein Szenario, das überzeugend beschrieben wurde. Erschreckend, wenn man bedenkt. Dass die Visionen, die Lissa Price hatte, keine unmöglichen sind, wenn man sich bewusst macht, welche Möglichkeiten die Technik heutzutage schon hat. Erschreckend auch der Gedanke, als junger Mensch seinen Körper an einen Alten zu verlieren, einfach aus sus seinem Körper verbannt zu werden.
Auch die obligatorische Liebesgeschichte, auch hier eine Art Dreieck, hat mir gefallen, auch wenn ich mich nach dem Knall am Ende frage, wie es da wohl weitergehen wird.

Alles in allem hat mir „Starters“ ein paar spannende Lesestunden beschert. Die mich mit dem Wunsch zurücklassen, zu erfahren, wie es mit Callie weitergeht. Was wird aus Michael und Blake? Was aus Tyler? Was aus Florina? Und vor allem: Wer ist der Old Man wirklich? Alles Fragen, die sich im zweiten Band hoffentlich klären werden.

Für diese spannende Geschichte gibt es von mir 4,5 Sterne.

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Die geheime Sammlung
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(188)

384 Bibliotheken, 5 Leser, 14 Gruppen, 80 Rezensionen

märchen, magie, fantasy, new york, liebe

Die geheime Sammlung

Polly Shulman
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.05.2010
ISBN 9783426283318
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Wenn man als kleines Kind Märchen gelesen hat, dann hat man immer davon geträumt, dass es echte Magie auch wirklich geben könnte. Wieso sind wir diejenigen, die entdecken dürften, dass es stimmt?“ (S.160)

Elizabeth wohnt zusammen mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und zwei Stiefschwestern (kommt einem verdächtig bekannt vor ;-)) in New York. Von ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern wird das Mädchen nur getriezt. Als sie jedoch für ihren Gemeindekundelehrer Mr. Mauskopf einen Aufsatz über die Gebrüder Grimm schreibt, bekommt sie ein ungewöhnliches Jobangebot. Sie soll im New Yorker Repositorium für Verleihbare Schätze als Pagin anfangen.
Ihre Aufgaben sind dort das Befördern der verliehenen Stücke zum Empfänger oder wieder zurück in die einzelnen Magazine, das Ordnung halten in den einzelnen Magazinen und das Katalogisieren einzelner Gegenstände. An sich ein interessanter Job, da die Gegenstände sehr vielfältig sind, aber richtig neugierig wird sie erst, als sie vom so genannten Grimm-Sammelsurium hört. Dort sollen angeblich die gesammelten Gegenstände aus den bekannten Märchen zu finden sein, z.B, die berühmten zertanzten Schuhe.
Sind die Märchen etwa wahr?
Als dann immer mehr Gegenstände aus dem Sammelsurium verschwinden, bzw. keine Magie mehr innezuhaben scheinen, setzen Elizabeth und ihre neuen Freunde alles daran, herauszufinden, was vor sich geht. Doch wem können sie trauen?


Die Idee klang viel versprechend, denn welcher Märchenliebhaber träumt nicht davon, dass es irgendwo einen Ort gibt, an dem die Märchen Wirklichkeit werden? Und doch hat mir irgendwas gefehlt, wobei es mir einmal mehr schwer fällt, dieses Fehlende zu benennen. Gefallen hat mir, wie sich die Beziehungen der einzelnen Charaktere im Laufe der Handlung entwickelt haben. Wo ich zuerst dachte, dass das offensichtliche Pärchen zusammenkommt, entwickelte sich das Ganze in eine vollkommen andere Richtung, die zwar erst merkwürdig, aber dann doch umso sympathischer wurde.
Pluspunkt also dafür, die gute Idee bringt auch noch mal Punkte, aber der Funke ist nicht wirklich übergesprungen. Ich finde, man hätte aus der Geschichte mehr machen können, vielleicht mehr in die Tiefe gehen können.
Deshalb kann ich nicht mehr als drei Sterne geben. Aber ich bin doch froh, dass ich das Buch gelesen habe, denn diese wunderbare Idee des Grimm-Sammelsuriums ruft Kindheitsträume wieder wach und beschert schöne Stunden.
Märchenliebhaber können vielleicht einen Blick hineinwerfen und ein paar vergnügliche Stunden verbringen.

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Ewiglich die Sehnsucht
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(377)

728 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 181 Rezensionen

liebe, ewigseits, fantasy, brodi ashton, jack

Ewiglich die Sehnsucht

Brodi Ashton , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 29.12.2011
ISBN 9783789130403
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Ich schloss die Augen und stellte mir den Jungen mit dem braunen Haar vor, und als ich das erste Mal einen richtig tiefen Atemzug tat und die Luft der Oberwelt einsog, kam mir ein Name in den Sinn, der zu diesem Gesicht gehörte. Ein Name, an den ich mich ein Jahrhundert lang verzweifelt festgeklammert hatte. „Jack.“ (S. 17)


100 Jahre lang ist Nikki Beckett weg gewesen. Verschwunden im Ewigseits gemeinsam mit Cole. All ihre Erinnerungen sind mehr oder weniger vergessen. Nur eine nicht, die Erinnerung an ihre große Liebe Jack.
In der Oberwelt sind hingegen nur 6 Monate vergangen, sechs Monate, in denen Jack verzweifelt nach Nikki gesucht hat. Nun ist sie wieder da. Aber kann es so werden wie früher, nachdem sie einfach verschwunden ist? Und was ist mit Cole, mit dem Nikki ein Jahrhundert Arm in Arm verbracht hat? Und wie wird Jack reagieren, wenn er erfährt, dass Nikki wieder gehen muss?
Denn ihr bleiben nur sechs Monate. Ein halbes Jahr darf sie in der Oberwelt verbringen, bis sie wieder zurückmuss. Entweder zusammen mit Cole ins Ewigseits oder in die Tunnel.
Kann eine Liebe so stark sein, das alles zu überstehen? Und was ist mit Nikkis bester Freundin Jules? Denn das Leben ist seit ihrer Abwesenheit nicht stehen geblieben.


„Ewiglich die Sehnsucht“ ist der erste Teil einer Trilogie, die die versucht, die alten Mythen in die Moderne zu übertragen. Meiner Meinung nach ist dies sehr gut gelungen, ich habe das Buch sehr gern und mit Freude gelesen. Die Charaktere sind gut gewählt und allesamt sympathisch, sogar Cole, schon allein deshalb, well er Musiker ist und ich eine Schwäche für solche Typen habe. Trotzdem haben mir Nikki und Jack als Paar besser gefallen. Am meisten gefreut habe ich mich auf die Stellen, in denen es um ihre Beziehung ging.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Was passiert, nachdem Nikki aus dem Ewigseits zurückgekehrt ist und was ist vorher passiert? Was führte dazu, dass Nikki sich überhaupt dafür entschieden hat, mit Cole mitzugehen? Beides war gut gekennzeichnet, sodass ich als Leser sofort wusste, welche Zeit gerade aktuell war.
Der Aspekt mit den alten Mythen hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte von Jack und Nikki vermag zu verzaubern, sodass ich das Buch, wenn die Zeit da gewesen wäre, in einem Rutsch durchgelesen hätte. So hat mich das Buch jedoch drei schöne Tage begleitet, die ich um nichts missen möchte.

Mit Freude auf die Fortsetzung vergebe ich fünf Sterne für eine wunderschöne Liebesgeschichte.

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Blutbraut
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(288)

506 Bibliotheken, 4 Leser, 11 Gruppen, 101 Rezensionen

blutbraut, liebe, nosferatu, blut, hexer

Blutbraut

Lynn Raven
Fester Einband: 734 Seiten
Erschienen bei cbt, 31.10.2011
ISBN 9783570160701
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Lucinda führt ein Leben auf der Flucht, ständig in der Angst, doch gefunden zu werden, obwohl sie alles versucht um verborgen zu bleiben. Alles in ihrem Leben ist ungewiss.
Nur eines ist klar, der Grund, warum sie ein solches Leben führen muss. Sie ist Blutbraut.
Blutbraut von niemand geringerem als Joaquim de Alvaro.
Nichts ist für sie schlimmer als die Vorstellung, dass er ihr Blut trinken muss um nicht zum Nosferatu zu werden.
In Boston scheint endlich ein wenig Normalität in ihr Leben einzukehren, als sie beginnt, sich in den sympathischen Chris zu verlieben.
Doch dann wird sie entführt und geradewegs in Joaquim de Alvaros Haus gebracht. Dort muss sie feststellen, dass ihr Leben niemals das war, was es schien und auch Joaquim ist ganz anders, als ihre Tante María ihr immer wieder gesagt hat. Als er schließlich sich selbst in Gefahr bringt, um sie zu retten, muss sie sich darüber klar werden, was sie wirklich will.


Blutbraut ist ein Buch, um das ich schon lange herumgeschlichen bin, unsicher, ob ich es nun kaufen sollte oder nicht. Vom Inhalt he klang es interessant, aber ich war skeptisch aufgrund der vielen Vampirgeschichten, die es auf dem Markt gibt. Ich wollte es nicht kaufen und im Nachhinein enttäuscht sein.
Doch dann bekam ich die Gelegenheit, es als Wanderbuch zu lesen und wurde überrascht. Diese Geschichte war anders. Nicht wie sonst immer wurde betont, wie gut aussehend die Vampire doch seien und die Protagonistin hat sich auch nicht auf den ersten Blick in die geheimnisvolle Kreatur verliebt, sondern hatte im Gegenteil Angst, ja eigentlich schon Panik davor, Opfer eines Vampirs zu werden. Genauso wenig war Lucinda ein Lämmchen, das von A nach B geschubst wird und zu allem Ja und Amen sagt, was ihr erzählt wird. Sie war eine bis zu einem gewissen Punkt hin selbstbewusste junge Frau, in die ich mich als Leserin sehr gut hineinversetzen konnte.
Obwohl mir das so gut gelang, kann ich doch keine vollen 5 Sterne für dieses Buch geben, da mir die Schilderungen, wie Lucinda in Panik gerät, sobald Joaquim ihr auch nur einen Tick zu nahe kommt, irgendwann zu viel wurden. Irgendwann war mir klar, wie sie sich in seiner Gegenwart fühlte, das hätte nicht so sehr betont werden müssen.
Da dies jedoch der einzige Kritikpunkt war, möchte ich keinen vollen Stern abziehen, sondern nur einen halben. Blutbraut erhält von mir 4 ½ Sterne für ein Lesevergnügen, das mir die ganze Woche versüßt hat.

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Zweilicht
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(248)

583 Bibliotheken, 9 Leser, 10 Gruppen, 111 Rezensionen

fantasy, new york, liebe, wendigo, ivy

Zweilicht

Nina Blazon
Fester Einband: 411 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.08.2011
ISBN 9783570161173
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Er ist wie ein Vulkan, der denkt, er sei ein Gletscher“ (S.133)

So wird der siebzehnjährige Jay an einer Stelle im Buch beschrieben. Der Teenager ist glücklich, denn endlich hat er die Gelegenheit, ein Jahr als Austauschschüler in New York zu verbringen. Er kommt bei seinem Onkel und bei seinem Cousin unter, immer wieder getrieben von den rätselhaften Hinweisen seines Vaters, der kurz vor seiner Ankunft bei einem Unfall verstarb.
In der Schule ist er beliebt, schließlich ist er der Neue aus Deutschland und erregt Aufmerksamkeit- Doch eigentlich will er nur die Aufmerksamkeit eines Mädchens erringen: Madison, das Mädchen mit den Indianderaugen.
Obwohl er sich nichts schöneres vorstellen kann, als seine Zeit mit Madison zu verbringen, werden seine Träume von einem anderen Mädchen heimgesucht, Ivy, die ihn zu sich zu rufen scheint. Schließlich begegnet er ihr und sie führt ihn in eine Welt, die so ganz anders ist als seine eigene. Denn dort, wo Ivy lebt, ist von dem New York, wie Jay es kennt, nicht mehr viel übrig, Alles ist überwuchert, von den großen monumentalen Bauten sind nur noch Ruinen übrig geblieben.
Jay weiß nicht, was nun Trugwelt ist und was die Realität und vor allem weiß er nicht, wem er vertrauen soll. Madison oder Ivy, dem Mädchen aus seinen Träumen.

Zu Beginn hat mich die Geschichte ziemlich verwirrt, weil ich mir eine Zeit lang nicht sicher war, wer nun wer ist und wer wohin gehört, wodurch es mir streckenweise auch schwerfiel, mich auf die Geschichte einzulassen.
Ich habe es jedoch nicht aufgeben, weil es doch irgendwie einen Zauber gab, dem ich mich nicht entziehen konnte, Die Sprache hat mich für sich eingenommen, führte mir das mystische und magische so vor Augen, dass es mich nicht losgelassen hat und irgendwann kam schließlich der Punkt, an dem mir klar war, welche Welt ich wo einordnen musste und spätestens dann war ich gefangen von „Zweilicht“
Die Welt, die Nina Blazon erschaffen hat, hatte für mich einen irgendwie magischen Schimmer. Ich konnte es förmlich vor mir sehen, wie die beiden Welten miteinander verschmolzen. Jays Zwickmühle war für mich toll beschrieben, ich konnte seine Ängste, seine Zweifel, seine Wünsche und Hoffnungen vollkommen nachvollziehen. Wäre die Verwirrung zu Beginn nicht gewesen, so hätte die Geschichte meiner Meinung nach fünf Sterne verdient, so sind es jedoch nur vier, mit der Tendenz zum Besseren.

Man muss sich einfach nur auf die Geschichte einlasen und daran glauben, dass sich schließlich alles logisch auflöst, dann hat man Freude daran. Ich weiß, dass ich sie irgendwann noch mal lesen werde um herauszufinden, ob ich es mit dem Wissen, das ich nun habe, noch immer so verwirrend finden würde.

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Virtuosity - Liebe um jeden Preis
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(144)

285 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 60 Rezensionen

liebe, geige, musik, wettbewerb, carmen

Virtuosity - Liebe um jeden Preis

Jessica Martinez , Sabine Bhose
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Boje, 14.02.2012
ISBN 9783414823229
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

„Dass er mich nicht hassen würde, konnte nur einen Grund haben: Er mochte mich! Und wann hatte ich aufgehört, ihn zu hassen und begonnen ... ihn nicht mehr zu hassen?“ (S.91)

Carmen Bianchi ist 17 und ein Wunderkind. Sie spielt Geige wie keine Zweite, hat ein volles Stipendium für die Juliard. Eines fehlt noch zu ihrem Glück, der Gewinn des großen Guarneri-Wettbewerbs, dem Wettbewerb, auf dem nur die besten jungen Violinisten spielen dürfen. Dem ganzen scheint nichts im Weg zu stehen, bis sie ihren Konkurrenten kennen lernt, denjenigen, der ihr ganzes Leben, alles worauf sie hingearbeitet hat, zerstören könnte: Jeremy King.
Obwohl sie sich eigentlich bis aufs Blut hassen müssten, passiert das Gegenteil. Sie verlieben sich ineinander. Doch der Wettbewerb steht immer noch zwischen ihnen. Ebenso wie die kurze Leine, an der Carmen von ihrer Mutter gehalten wird, eine Mutter, die ihre Tochter sogar zwingt, Inderal-Tabletten zu schlucken, denen Carmen immer mehr verfällt.
Wie werden sie sich entscheiden? Für den Wettbewerb und damit für ihren Traum oder doch für die Liebe.


„Virtousity“ hat mich unglaublich beeindruckt. Beim Lesen habe ich sofort gemerkt, dass die Autorin wusste, wovon sie schreibt, dass sie selbst Erfahrungen in diesem Bereich hat. Ihre Beschreibungen waren so, dass ich mir auch als Klassik-Laie vorstellen konnte, was hinter der Musik steckt, was sie für die beiden Hauptcharaktere bedeutet. Auch die Charaktere mochte ich, mal abgesehen von Carmens Mutter, die ich während des Lesens wirklich zu hassen gelernt habe. Wie kann man denn seinem Kind soviel abverlangen? Wie kann man vorrangig Managerin sein und dann erst Mutter? Sollte es nicht eigentlich andersherum sein? Wen ich dafür wirklich ins Herz geschlossen habe, war Carmens Stiefvater Clark, für mich der heimliche Held der ganzen Geschichte.
Der Konflikt, in dem sich die beiden Protagonisten befinden, wurde gut und überzeugend dargestellt, sogar so, dass ich zeitweise selbst mit mir gehadert habe.

Obwohl nicht besonders dick, so war „Virtousity“ doch ein durchweg rundes Lesevergnügen, das sich um die Musik dreht und das es schafft, die Musik so zu beschreiben, dass ich sie während des Lesens fast hören konnte.

5 Sterne gibt es von mir dafür.

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Skinned
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(193)

396 Bibliotheken, 3 Leser, 11 Gruppen, 70 Rezensionen

tod, leben, zukunft, maschine, skinner

Skinned

Robin Wasserman , Claudia Max
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei script5, 15.01.2010
ISBN 9783839001066
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Lia Kahn ist tot.
Zumindest sollte sie es sein, nachdem sie Opfer eines Autounfalls wird und schwere Verletzungen davon trägt. Zu schwere Verletzungen um sie zu überleben.
Eigentlich.
Denn trotz allem wacht sie auf.
Aber nichts mehr ist so, wie es einmal war. Denn sie ist kein Mensch mehr. Sie ist jetzt ein Mech. Eine Maschine, die mit den Daten ihres Gehirns gefüttert wurde. Sie lebt als Maschine weiter.
Der Weg zurück ins Leben ist nicht leicht, denn die mechs, bzw, die Skinner, wie sie abfällig genannt werden, werden von der Gesellschaft nicht akzeptiert, stoßen auf Ablehnung.
Genau damit muss Lia jetzt klar kommen, dass ihre Freunde sich von ihr abwenden, dass ihr fester Freund sie nicht mehr will. Dass ihre Schwester Zoie offensichtlich ihren Platz eingenommen hat.
Nur einer scheint sich nicht dem Urteil der Massen anzuschließen.

"Skinned" ist ein Buch, das mich mit widersprüchlichen Gefühlen zurücklässt. ich eiß nicht recht, was ich davon halten soll. Ich finde, Lia und das, was sie empfindet, wird überzeugend rübergebracht. Ich kann nachvollziehen, wie es ihr geht, wie sie sich fühlt. Trotzdem blieb bei mir während des Lesens eine gewisse Distanz. ich konnte mich nicht mit Lia identifzieren, fand die Vorstellung, das so etwas überhaupt möglich ist. um ehrlich zu sein, abstoßend.
Für mich ist "Skinned" ein Buch, das schockiert. Aber wirklich gefallen hat es mir nicht. Weil es aber trotzdem überzeugend war, bekommt es von mir drei Sterne.

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Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
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(255)

663 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 126 Rezensionen

glas, liebe, fantasy, ida, midas

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Ali Shaw , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 397 Seiten
Erschienen bei script5, 09.01.2012
ISBN 9783839001318
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

„Was war das überhaupt für ein Gefühl gewesen, auf Knochen und Muskeln zu gehen, auf Ferse und Sohle? Sie konnte sich nicht erinnern. Jetzt fühlte es sich an, als würde sie schweben, immer ein paar Zentimeter über dem Boden.“ (S.17)

Midas Crook lebt zurückgezogen auf St. Hauda’s Land. Am liebten sieht er die Welt durch seine Kamera. Fotografie ist seine Art, Dinge wahrzunehmen. Eines Tages begegnet er auf einem seiner Streifzüge über die Insel einem Mädchen mit viel zu großen Schuhen. Ida Maclaird. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, wenn da nicht sein verkorkster Charakter wäre, der es ihm nicht erlaubte, sie einfach anzusprechen.

„Ich bin ein riesiger Knoten aus Ängsten. Erstens kriege ich kaum einen geraden Satz formuliert, zweitens sehe ich in so gut wie allem, was ich tue, meinen Vater und dafür hasse ich mich, verdammt noch mal. Und drittens fühlt sich mein Körper, immer wenn ich jemanden berühre, an wie Eisen.“ (S.308)

So beschreibt sich Midas an einer Stelle selbst. Kein Wunder, dass es zwischen den beiden ständig Stolpersteine und Missverständnisse gibt. Dann ist da noch der Grund, warum Ida überhaupt nach St. Hauda’s Land gekommen ist. Sie ist auf der Suche nach Henry Fuwa, einem Mann, der ihr bei ihrem ersten Besuch auf den Inseln rätselhafte Dinge erzählt und gezeigt hat. Sie hofft, dass er ihr helfen kann. Denn viel Zeit bleibt ihr nicht mehr. Ihre Füße sind zu Glas geworden und die Verwandlung schreitet immer weiter fort.


Wenn ich der Stimmung in diesem Buch eine Farbe verpassen müsste, so wäre es grau. Trist, traurig. Und doch hatte es etwas an sich, was es mir schwer machte, nicht weiter zu lesen. Die Umwelt, die Ali Shaw zeichnet, hat trotz ihrer Farblosigkeit, Monochromität, wie Midas es ausdrücken würde, einen Zauber an sich, dem ich mich nicht entziehen konnte. Zudem fand ich die Charaktere gut gewählt, mal was anderes im Gegensatz zu den sich immer wieder ähnelnden unglaublich gut aussehenden Charakteren, die fast schon zu perfekt waren, wie man sie in anderen Büchern findet. Ich glaube, das war auch einer der Gründe, warum ich mich so gut in die beiden hineinversetzen konnte, weil sie einfach nicht perfekt waren, eher das Gegenteil davon.
Ebenso hat mich die Sprache verzaubert, auch wenn es oft ziemlich traurig war. Die Geschichte ist voll von Erinnerungen und Rückblenden, von denen nur wenige wirklich schön waren. Doch sie trugen dazu bei, zu verstehen, warum Midas so wurde, wie er sich im Buch gibt und sie erklärten auch Idas Schicksal.

Alles in allem bin ich froh, das Buch gelesen zu haben und kann ihm guten Gewissens 4 von 5 Sternen geben.

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Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
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(478)

823 Bibliotheken, 11 Leser, 9 Gruppen, 140 Rezensionen

amnesie, tagebuch, thriller, vertrauen, london

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

S.J. Watson , Ulrike Wasel
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Scherz, 23.08.2011
ISBN 9783651000087
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Wie würdest du dich fühlen, wenn du aufwachst und nicht mehr weißt, wer du bist?
Wie würde es dir gehen, wenn du in den Spiegel siehst und bemerkst, dass du 20 Jahre älter bist, als du geglaubt hast zu sein?
Wie wäre es, jeden Tag neben einem Mann aufzuwachen, den du nicht kennst, der aber dein Ehemann ist, der schon seit Jahren mit dir zusammen lebt?
Wie wäre es, jeden Tag aufs Neue seine Geschichte hören zu müssen,in dem Glauben, es wäre die eines anderen?
Immer wenn du einschläfst, vergisst du, was du weißt. Und es scheinen auch nicht alle ehrlich zu dir zu sein....

Genauso geht es Christine. Tag für Tag muss sie sich neu kennenlernen.
Ein aufwühlendes Buch. Spannend, nicht blutig, aber auf einer gedanklichen, psychischen Ebene einfach mitreißend, oft auch unterschwellig- Die Geschichte Chtistines zu lesen, war für mich ein wahres Vergnügen. ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte, nicht aus der Hand legen konnte.

Dieses Buch lässt mich nachdenklich zurück. Ofr hält man Erinnerungen für etwas ganz banales, aber wenn man so ein Buch liest, wird einem erst klar, wie wichtig Erinnerungen sind, wie sehr sie die Persönlichkeit eines Menschen formen, sie beeinflussen. Das Gefühl, so etwas nicht zu haben. wäre schrecklich. Wahrscheinlich für jeden von uns.

Das ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum mich das Buch nicht loslässt.
Eine klare Leseempfehlung von mir!

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Der letzte Schattenschnitzer
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(88)

150 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 67 Rezensionen

schatten, magie, fantasy, engel, jonas

Der letzte Schattenschnitzer

Christian von Aster
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 26.09.2011
ISBN 9783608939170
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Fürchte deinen Schatten!
Jonas Mandelbrodt ist jemand ganz besonderes. Er ist in der Lage, mit seinem Schatten zu sprechen und sein Schatten mit ihm. Er kann Schatten formen, in ihnen reisen und noch vieles mehr.
Sein Schatten erkennt das Talent des Jungen und lehrt ihn. Abseits vom Rat der Schatten, der über das Gleichgewicht von Licht und Schatten wacht. Denn Jonas ist eine Anomalie. Eigentlich dürfte er gar nicht existieren. Doch Jonas bleibt nicht der einzige ungewöhnliche Junge. Denn ein paar Jahre nach seiner Geburt kommt ein Mädchen zur Welt. Maria. Das Mädchen ohne Schatten.

Ich bin ziemlich unsicher, was ich von diesem Buch halten soll. An sich hat der Autor ein interessantes Thema gewählt. denn wer hat sich als Kind nicht irgendwann einmal Gedanken über seinen Schatten gemacht. Warum er da ist, wo er ist, wenn man ihn nicht sieht. Jonas mochte ich sehr und doch konnte das Buch mich nicht wirklich begeistern. Mir hat der Schreibstil nicht wirklich gefallen, auch wenn die Idee, das Wissen über die Schatten auf gesonderten Buchseiten in die Handlung einzubauen, wirklich gut war. Das Lesen des Buches hat sich für mich ziemlich gezogen, was ich schade fand, denn das Thema versprach einiges an Potential. Doch für mich wurde es zu wenig genutzt.
Schade.

Ich bin froh, dass ich das Buch als Wanderbuch lesen durfte, denn wenn ich die 20 Euro ausgegeben hätte, hätte ich mich geärgert, ein eher mittelmäßiges Buch zu bekommen, dessen Potential nicht voll ausgeschöpft wurde.

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ALTERRA
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(271)

480 Bibliotheken, 2 Leser, 10 Gruppen, 95 Rezensionen

fantasy, kinder, sturm, new york, alterra

ALTERRA

Maxime Chattam , Maximilian Stadler , Nadine Püschel
Fester Einband: 389 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 07.09.2009
ISBN 9783426283004
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Und schließlich gibt es noch uns: die Pans. Als würde die Erde noch Hoffnung in uns setzen. Sie hat die Menschen nicht völlig ausgelöscht, sondern ihre Kinder verschont, damit sie die Welt wiederaufbauen und respektvoller mit ihr umgehen." (S. 163)

Matt ist fünfzehn und steckt mitten in dem Hin und Her der Scheidung seiner Eltern. Seine beiden Freunde Tobias und Newton geben ihm etwas Halt. Eines Tages betritt er im Zuge einer Art Mutprobe einen Laden, den andere Kinder grundsätzlich meiden und sieht dort etwas, was eigentlich gar nicht sein dürfte. Generell häufen sich merkwürdige Vorzeichen, die auf eine Veränderung hindeuten, Wetterphänomene, verschwundene Obdachlose und vieles mehr, rätselhafte blaue Blitze und vieles mehr. Auf einmal bricht ein Sturm los und alle, die von den blauen Blitzen getroffen werden, verschwinden. Großteils Erwachsene.
Matt scheint als Einziger übrig zu sein. Doch dann findet er seinen Freund Tobias wieder und gemeinsam machen sie sich auf den Weg um noch weitere Überlebende zu finden. Was sie sehen, erscheint unglaublich: die Natur scheint sich die Erde in Windeseile zurückzuerobern. In ganz New York liegt meterhoch Schnee, der nächste Ort ist völlig on Pflanzen überwuchert. Unheimliche Wesen schleichen umher, die alle irgendwie hinter Matt her zu sein scheinen.
Schließlich sto0en sie auf einen Hinweis auf wertere Überlebende und wenden sich nach Süden. Doch auch dort ist nicht alles so wie es sein sollte, auch wenn Matt und Tobias tatsächlich andere Kinder und Jugendliche finden, die dem Sturm entkommen sind.


Der erste Band von Alterra ist ein ist ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt, bzw. mit einer gewissen Unsicherheit, wie ich das Buch nun bewerten soll. Die Idee fand ich wirklich gut, dass es nach einem bestimmten Ereignis Aufgabe der Kinder und Jugendlichen ist, die Welt wieder in Ordnung zu bringen und sich ihrem Handeln bewusst zu werden. Aber andererseits gab es Elenente, die mich gestört haben, die zu viel waren. Zum Beispiel: braucht Matt als Hauptfigur wirklich gleich zwei große Feinde, gegen die er sich behaupten kann? Einer hätte es doch auch getan, egal ob nun die Zyniks mit ihrer geheimnisvollen Königin oder der Torvaderon. Ich fand die Welt, in der er und seine Freunde sich nun behaupten müssen, schon spannend genug, als dass ich noch mehr gebraucht hätte. Auf mich hat das den Eindruck gemacht, als ob der Autor all seine Ideen schon im ersten Band anschneiden wollte um sie dann in den folgenden Bänden weiterzuführen. Aber es hätte auch gereicht, erst eine Idee auszubauen und dann im nächsten Band vielleicht noch eine Idee einzubringen.
Trotzdem fand ich die Geschichte wirklich spannend und auch den erhobenen Zeigefinger empfand ich nicht als störend, was ja schnell passieren kann. Ich weiß nur nicht wirklich, wie viel Sterne ich nun geben soll. Da ich mich nicht wirklich entscheiden kann, ist es wohl das beste, das Buch im guten Mittelfeld anzusiedeln und diese etwas konfuse Rezension Rezension sein zu lassen.

Also gibt es von mir drei Sterne mit Tendenz nach oben.

  (6)
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Schwerelos
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(183)

302 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, frauen, frauenroman, humor, familie

Schwerelos

Ildikó von Kürthy
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 01.10.2008
ISBN 9783805208499
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Rosemarie Goldhausen möchte heiraten.
Naja, zumindest hat sie nach acht langen Jahren endlich den antrag gemacht bekommen.
Doch sie zweifelt. Ihre Tante, die den gleichen Namen trägt, riet ihr, sich im Falle eines Antrags mindestens 3 Monate Bedenkzeit auszubeten. Genau das tut sie.
Doch ihre Tante verstirbt überraschend und Rosemaries Leben gerät aus dem Gleichgewicht. Hat sie ihr Leben so gelebt wie sie es sollte? Hat sie irgendwas verpasst?
Sollte sie zum Beispiel mal mit einem Mann schlafen, der Haare auf der Brust hat? Zu allem Überfliss eröffnet ihr ihre Cousine auf der Beerdigung ihrer Tante, dass sie schwanger ist und keine Ahnung hat, wer der Vater ist. Wer bietet sich da als Ersatzvater besser an, als Rosemaries gerade erst wiedergefundener schwuler bester Schulfreund, der sich zusammen mit seinem Partner unbedingt ein Kind wünscht.
Ja, in Rosemaries Leben ist so einiges los

Ich muss leider sagen, "Schwerelos" hat mir von allen Büchern von Ildiko von Kürthy, die ich bisher gelesen habe, am wenigsten gefallen. Ich hatte ein paar Probleme, die einzelnen Ereignisse zeitlich zuzuordnen. War die Tante zu diesem Zeitpunkt schon tot oder nicht? Was passier nun wann? Was ist schon passiert? Das hat den Lesefluss erheblich erschwert und es mir nicht unbedingt leicht gemacht, Gefallen an dem Buch zu finden. Schade eigentlich.

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Höhenrausch
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(129)

217 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, humor, frauen, berlin, frauenroman

Höhenrausch

Ildikó von Kürthy
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 21.07.2006
ISBN 9783805208147
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Von ihrem Freund betrogen zieht Linda von dem kleinen Nest Jülich nach Berlin.
Dort lebt sie in der Wohnung von Andreas, der nun in ihrer Wohung lebt.
Durch einen Irrtum einer Dating-Agentur lernt Linda Erdal kennen, einen schwulen Catering-Unternehmer, den sie zuerst hasst, der dann aber ihr bester Freund wird.
Linda will eigentlich nichts mehr als ihren Exfreund vergessen. Und was bietet sich da eher an als eine neue Liebe? Doch die zu finden, ist nicht so leicht wie man vielleicht denkt.
Schließlich lernt sie Johann kennen, doch der ist bereits verheiratet. Trotzdem beginnen die beiden eine Affäre.
Und als wären der Exfreund und der neue Liebhaber nicht schon genug, gibt es da auch noch Andreas, den Linda zwar noch nie gesehen hat, der jedoch mehr über sie weiß, als ihr lieb ist.

Das klingt nach Chaos und lustigen Anekdoten. Und genau das ist es auch. Linda erzählt voller Ironie und Selbstmitleid aber auch voller Freude auis ihrem Lebenn, dass es Spaß macht, ihr dabei zuzusehen, wie sie von einem Unglück ins nächste schlittert.

"Höhenrausch" für mich definitiv besser als "Herzsprung" Bin schon auf "Schwerelos" gespannt.

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Bündnispartner gesucht
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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Bündnispartner gesucht

Rebecca Niazi-Shahabi
Flexibler Einband: 251 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 02.06.2009
ISBN 9783499624339
Genre: Biografie

Rezension:

Der Titel verrät eigentlich schon alles.
Die Autorin ist auf der Suche nach einem Mann. Sie überlegt, wo sie am besten suchen könnte, und kommt darauf, sich in den verschiedenen Parteien umzusehen.
Wir begleiten sie auf ihren Ausflügen zu verschiedenen Veranstaltungen der Parteien. Von Ortsvereinssitzungen zu Lesungen und Frage-Antwort-Runden mit Wolfgang Thierse. Und die ganze Zeit sucht sie nach ihrem Traummann.

Tja, was soll ich sagen? Ich hab das Buch von einer Freundin ausgeliehen bekommen und viel erwartet habe ich ehrlich gesagt nicht. Und in diesen wenigen Erwartungen wurde ich auch nicht enttäuscht. Es ist zeitweise ganz lustig und es ist auch interessant, mal zu sehen, wie es in den unterschiedlcuen Parteien so abläuft, aber selbst hätte ich mir das Buch bestimmt nicht gekauft.

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Herzsprung
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(273)

419 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, humor, frauen, eifersucht, frauenroman

Herzsprung

Ildikó von Kürthy
Flexibler Einband: 247 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch Verlag in Rowohlt Verlag GmbH, 01.01.2003
ISBN 3499232871
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Amelie "Puppe" Sturm hört eines Morgens die Mailbox ihres Freundes Phillip von Bülöw ab. Und erfährt etwas. was sie lieber hätte nicht wissen wollen. Ihr Freund betrügt sie mit einer seiner prominenten Klientinnen.
So glaubt sie zumindest. Und das Chaos nimmt seinen Lauf. Samstags in aller Früher packt sie ihre Sachen, während Phillip noch schläft. Um sich zu rächen kippt sie Rotwein über seine unzähligen Markenanzüge und versaut seinen Lieblingsteppich mit Zahnpasta. Dann haut sie zusammen mit ihrem Faltenhund Miss Marple ab.

So erleben wir 48 Stunden aus dem Leben der Amelie "Puppe" Sturm. Ich fand das Buch jetzt nicht sooo weltbewegend. Es ist eher was Lustiges für zwischendurch. Es ist amüsant zu lesen, wie Puppe die Welt der Frauen und Männer und wie beide zusammenpassen, ob beide überhaupt zusammenpassen, analysiert. Man lacht über die unzähligen Fettnäpfchen, in die sie tritt, wünscht sich auch so einen besten Freund wie Burgi, aber man hätte auch nichts verloren, wenn man das Buch nicht gelesen hätte.

Aber wer was Lustiges für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig :-)

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Engel der Nacht
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(362)

669 Bibliotheken, 5 Leser, 10 Gruppen, 85 Rezensionen

engel, liebe, fantasy, patch, nora

Engel der Nacht

Becca Fitzpatrick , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 03.08.2010
ISBN 9783442203734
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Nora führt ein ganz normales Leben. Sie ist gut in der Schule, sitzt in Bio neben ihrer besten Freundin Vee und hat bis auf den tragischen Tod ihres Vaters ein paar Jahre zuvor, eigentlich nicht viele Sorgen.
Das ändert sich schlagartig, als der Biolehrer den Sitzplan verändert und Patch in ihr Leben tritt. Vorbei ist es mit der Normalität und dem relativ beschaulichen Leben. Obwohl Patch ihr Angst macht, fühlt sie sich doch zu ihm hingezogen, obwohl sie es eigentlich besser wissen müsste. Die seltsamen Ereignisse in ihrem Leben häufen sich. Wer ist der gehemnisvolle Typ mit der Skimaske, der ihr auf Schritt und Tritt zu folgen scheint und irrtümlich ihre Freundin überfällt? Was hat Patch damit zu tun und vor allem: Was hat es mit den Narben auf seinem Rücken auf sich, die ein umgekehrtes V bilden?

Ich muss sagen, ich bin mit dem Buch leider nicht so richtig warm geworden, was ich schade fand, weil ich das Thema schon ziemlich spannend fand. Mir fiel es schwer, Symphatie für Patch aufzubauen. Der war irgendwie nichts für mich, obwohl ich schon öfter Bücher gelesen habe mit Charakteren, die eine "gefährliche" Ausstrahlung haben. Die waren mir jedoch symphatischer. Außerdem kam der Konflikt nicht richtig rüber, den Patch ja mit sich ausfechten muss wegen Nora. Da war mir der Umschwung von "Ich will dich umbringen" zu "Ich liebe dich" einfach zu abrupt. Kann aber auch daran liegen, dass die Geschichte aus Sicht von Nora geschrieben ist. Sie kann ja schließlich seine Gedanken nicht lesen. Aber die Beschreibung eines Blickes, den sie vielldicht bemerkt, kann ja da schon Wunder wirklen.

Na gut, da man nicht mit jedem Buch, dss man in die Hand nimmt, einen Glücksgriff machen kann, nehme ich das als Erfahrung und stürze mich aufs nächste Buch :-) Schade eigentlich, hatte mich so darauf gefreut, das Buch zu lesen.

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