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Die Scanner
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37 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

mobril, ultranetz, büchergilde, metro gleiter, gefahr

Die Scanner

Robert M. Sonntag
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Fischer KJB, 01.03.2013
ISBN 9783596855377
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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The Second Ship (The Rho Agenda)
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The Second Ship (The Rho Agenda)

Richard Phillips
E-Buch Text: 445 Seiten
Erschienen bei 47North, 02.10.2012
ISBN B007TBSLG8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Curiosity kills the cat – but this time the curiosity of three teenagers leads them to a needful discovery. A discovery that has to be kept secret.
Although it is known that an alien starship named the Rho Ship was found crashed in New Mexico in 1949, of course kept hidden by the government, nobody knows about a second ship. And that´s what Heather, Jennifer and Mark found. A second crashed alien ship, very different from the first one.
Inside they find headsets and try them on. That alters their brains for the better, they learn faster and develop new abilities. Of course they love that. But then they learn more about the two ships. Obviously the first ship was manned by mean and dangerous aliens, bringing war and destruction to the worlds they visited. The second ship is different, but can it enable the teens to stop what is about to happen?
For right now the President of the United States decides to make a part of the first ship´s technology public. The alien cold fusion could solve all energy problems. Well, the OPEC countries won´t be happy about that, but never mind.
And there is a second alien technology on the verge of being made public. A very dangerous one. The people that illegally tried it change. They change profoundly. But the change is not for the better…
This novel starts a little slowly but gets faster and faster. I very much appreciated this mixture of Science Fiction and Thriller.
The characters are interesting and authentic. Although Heather, Jennifer and Mark gain all these special talents and grow mentally with their abilities, they still stay teenagers. They handle the situation very well, and I am looking forward to learn more about them.
This book is the first part of a trilogy, and I will read the other two volumes for sure. Both are already published, so I don´t have to wait.

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Mount Maroon
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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mount Maroon

Ethan Bayce
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Braumüller Literaturverlag, 30.01.2012
ISBN 9783992000579
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Bei Experimenten kann auch mal etwas schief gehen; Todesfälle sind dabei keine Seltenheit. Dass im Forschungstunnel Mount Maroon neben zwei tödlich verunglückten Mitarbeitern aber plötzlich wie aus dem Nichts eine weitere Person erscheint, ist noch nie dagewesen.
Der Aufgetauchte wacht im Krankenhaus auf, gibt seinen Namen mit Peter Saunders an und erinnert sich nur noch, dass bei einem Wanderausflug mit seinem Freund Luther ein Blitz eingeschlagen hat. Saunders versucht, seine Frau zu erreichen, aber das klappt nicht, denn die existiert gar nicht. Auch ein Erwachsener namens Peter Saunders ist unbekannt, denn der einzige Einwohner mit diesem Namen ist im Alter von sechs Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Peter macht sich auf die Suche nach seinem erinnerten Leben und muss dabei feststellen, dass seine Frau einen anderen Mann geheiratet hat, dass seine Tante denkt, er sei damals umgekommen, und dass es nirgends eine Spur des Lebens gibt, an das er sich erinnert. Lediglich seinen Freund Luther, den er schließlich aufspürt, kann er von der gemeinsam verbrachten Kindheit überzeugen und zur Mithilfe überreden. Kann Peter sein gewohntes Leben zurückgewinnen?
Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Ist sie die einzig mögliche? Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich an gewissen Punkten andere Entscheidungen getroffen hätte? Gibt es diese anderen Lebenswirklichkeiten irgendwo, gibt es ein anderes Ich von mir?
Das sind spannende Fragen, die in der entscheidenden Frage münden, ob es Paralleluniversen gibt und ob es möglich ist, zwischen diesen hin und her zu wechseln. Was bei Science-Fiction-Autoren zu interessanten Gedankenspielen führt, wird von Quantenphysikern ganz real wissenschaftlich untersucht.
Ethan Bayce wendet in diesem anspruchsvollen Thriller die Vielewelten-Theorie an und bewegt sich damit auf dem Boden der neuesten quantenmechanischen Forschungsergebnisse. Neben einer äußerst spannenden und rasanten Thrillerhandlung werden diese Erkenntnisse so ganz nebenbei leicht verständlich erklärt, darunter auch das berühmte Gedankenexperiment mit Schrödingers Katze, das ich jetzt endlich vollständig verstanden habe.
Peter Saunders wurde in eine parallele Zeitenlinie versetzt, und deren Existenz erscheint beim Lesen plötzlich völlig normal. Die Handlung springt zwischen den verschiedenen Welten hin und her, bleibt aber immer logisch und nachvollziehbar, und ist durch die vielen überraschenden Wendungen äußerst fesselnd.
Besonders spannend fand ich, dass die Zeitreise nicht, wie bei anderen Science-Fiction-Romanen, durch eine Beschleunigung auf Überlichtgeschwindigkeit, sondern durch die Verlangsamung der Lichtgeschwindigkeit ermöglicht wird, und das es dazu bereits reale Experimente gibt.
Wer nach der Lektüre dieses genial komponierten Thrillers kein Interesse für Physik entwickelt, ist selbst schuld.

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Die Jahre des schwarzen Todes
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22 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

zeitreise, oxford, mittelalter, england, 2054/1348

Die Jahre des schwarzen Todes

Connie Willis , Walter Brumm
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 07.11.2011
ISBN 9783453527126
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Im Jahr 2054 sind spannende Zeiten angebrochen. Mit Hilfe eines Netzes sind Zeitreisen möglich, und die Historiker an Oxfords Colleges können ihre Theorien vor Ort überprüfen.
Die junge Kivrin brennt darauf, ins Mittelalter zu reisen und hat sich umfassend vorbereitet. Aber als sie endlich in das Jahr 1320 versetzt wird, merkt sie sofort, dass etwas schiefgegangen sein muss. Ist es auch, und zwar gründlich, denn sie ist im Jahr 1348 gelandet, dem Jahr, in dem die Pest ausbrach.
Eine Krankheit bricht auch im Oxford des Jahres 2054 aus. Ist sie durch das Zeitreisenetz gekommen? Jedenfalls macht sie es notwendig, dass eine Quarantäne verhängt wird. Die vielen Kranken, die versorgt werden müssen und die fieberhafte Suche nach der Krankheitsursache machen es unmöglich, sich um die Rückholung von Kivrin zu kümmern.
Die Handlung wechselt ständig zwischen dem Mittelalter und dem Jahr 2054 hin und her. Beide Handlungsstränge sind spannend und von sorgfältig ausgearbeiteten und lebendigen Charakteren bevölkert, wie zum Beispiel Kivrin, die sich im Mittelalter gut einfindet und als wahre Freundin der Dorfbewohner erweist, Mr. Dunworthy, der im Jahr 2054 verzweifelt versucht, Kivrin zu helfen, dem einfallsreichen Colin, der eine schier unerschöpfliche Energie besitzt und der kleinen Agnes, die Kivrin in ihr Herz schließt.
Auch skurrile Charaktere bereichern die Handlung: Die unbeirrbaren amerikanischen Handglockenspielerinnen, der um Toilettenpapier und andere Vorräte besorgte Sekretär Finch, die überbehütende nervende Mutter und ihr Sohn William, dessen ständiger Wechsel seiner Freundinnen sich als sehr hilfreich erweist.
Sie alle habe ich liebgewonnen, habe mit ihnen gefiebert, gelitten, gestaunt und getrauert. Ich habe die Protagonisten so sehr ins Herz geschlossen, dass ich auf eine baldige Fortsetzung hoffe.
Connie Willis breitet ihre Geschichte mit viel Einfallsreichtum, Liebe zum Detail und akribisch recherchiertem Setting aus.
Besonders gefallen hat mir, wie plastisch und realistisch beschrieben das Mittelalter ist. Man hat fast den Gestank der damaligen Zeit in der Nase. Die ganze Brutalität, der Schmutz, die Armut, die alltägliche Gewalt gegen Frauen, all dies ist wirklichkeitsnah erzählt.
Kurz gesagt, dieses Buch ist ein wunderbarer Schmöker und eine äußerst gelungene Verbindung zwischen historischem Roman und Science Fiction.

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For the Win
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34 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

gewerkschaft, geld, mafia, chinafarmer, mmorpg

For the Win

Cory Doctorow , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 634 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 05.10.2011
ISBN 9783453267527
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Sie wollen doch nur spielen – und dabei Geld verdienen. Überall auf der Welt sitzen Jugendliche am Computer und spielen, über die Kontinente vereint, gemeinsam Online-Rollenspiele. Und in denen läuft es wie im richtigen Leben: Es gibt Gewinner und Verlierer, Reiche und Arme, Bosse und Arbeitende.
Letztere schuften sich wie Sklaven für ihre Bosse ab. Sie bringen als Goldfarmer für reiche, aber faule, Amerikaner deren Spieler auf höhere Level und sammeln Items, die ihre Bosse verkaufen können. Sie selbst werden dabei völlig ausgebeutet und haben keinerlei Rechte. Die Arbeitsbedingungen ähneln denen in Sweatshops, auch wenn nichts Greifbares produziert wird. Trotzdem mögen die Jugendlichen diese Arbeit, denn sie verdienen ihr Geld mit dem, was sie am liebsten tun – spielen. Und das tun sie zwölf Stunden am Stück, um danach zu Entspannung noch ein bisschen für sich selbst zu spielen.
Die Protagonisten dieses Thrillers sind Jugendliche in den USA, Indien und China, die online ein Team bilden.
Der Amerikaner Leonard nennt sich Wei-Dong, weil er überwiegend mit chinesischen Freunden spielt. Sogar Chinesisch hat er gelernt. Aber seine Eltern wollen ihn, weil er zu viel Zeit im Web verbringt, auf ein strenges Internat schicken. Wei-Dong kann im letzten Moment fliehen, und als sein Vater stirbt, kann er dank seines Erbes heimlich in China einreisen. Denn seine Freunde der virtuellen Welten brauchen Hilfe in der realen Welt.
Mala lebt in einem indischen Slum und leitet dort ein Team von Online-Spielern, die sie als General Robotwallah verehren. Sie sorgt damit für den Lebensunterhalt ihrer Familie, aber sie merkt bald, dass sie ihre Seele einem Teufel verkauft hat.
In China betreibt die junge Jie ein illegales Radio für die Millionen von Landmädchen, die in den unzähligen Fabriken arbeiten, um Güter für Amerika herzustellen. Jede Sekunde (!) verlässt ein Container mit Waren für den US-amerikanischen Markt China. Waren, die von Mädchen produziert werden, die ständiger sexueller Belästigung ausgesetzt sind und immer wieder um ihren ohnehin mageren Lohn betrogen werden.
Viele weitere Charaktere bevölkern dieses Buch und machen deutlich, wie viele Menschen sich über das Web mobilisieren ließen. Denn das Web bietet endlich die Möglichkeit, Arbeiterinnen und Arbeiter weltweit zu vernetzen. Nur gemeinsam lässt sich ihre Situation ändern, und das ist Thema dieses Buches. Doctorow lässt die internationale Arbeiterbewegung der „Wobblys“ neu auferstehen, mit dem Unterschied, dass die neue Organisation extrem vernetzt und schlagkräftig ist. Schlagkräftig im wahrsten Sinne des Wortes sind allerdings auch die Gegner, die brutal zurückschlagen, besonders in China.
Für mich als Nichtspielerin war der Einstieg in die Geschichte wegen des Gamer-Vokabulars zwar schwierig, trotz des hilfreichen Glossars am Ende des Buches. Aber das legte sich schnell, und dann hatte Doctorow mich am Haken, allein schon wegen seiner vernünftigen Ansichten.
Denn dieses Buch ist nicht nur ein spannender und actionreicher Thriller, sondern gleichzeitig eine kompetente Einführung in die dunklen Seiten der Weltwirtschaft. Besonders beeindruckt hat mich, wie genial Doctorow anhand des Goldfarming den Irrsinn der Börsengeschäfte verdeutlicht. Eine so gut verständliche Erklärung habe ich noch nirgends gefunden.
Mein Tipp für Eltern: Dieses spannende Buch ist ein ideales Geschenk für lesefaule Jugendliche, die nebenbei auch noch etwas über Wirtschaft, Börse und weltweite Arbeitsbedingungen lernen.
Mein Tipp für Jugendliche: Dieses Buch ist ein ideales Geschenk für Eltern, damit sie Verständnis für Online-Rollenspiele entwickeln und die unendlichen Möglichkeiten des Webs entdecken.

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Therapiestation
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

zukunft, soziale konflikte, antiutopia, science fiction, auserwählte

Therapiestation

Kenzaburo Oe , Kenzaburô Ôe
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 08.02.2011
ISBN 9783596184187
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Die Erde ist völlig am Ende. Die Ressourcen sind verbraucht, durch Atomkriege ist alles verseucht, Krankheiten greifen um sich, die Weltwirtschaft liegt darnieder. Die selbsternannte Elite der „Auserwählten“ verlässt die Erde mit einer gewaltigen Raumflotte.
Die Zurückgebliebenen werden ihrem Schicksal überlassen. Aber sie sterben nicht, wie vorgesehen, aus, sondern richten sich im Mangel ein und wagen sich an den Wiederaufbau.
Nach Jahren kehren die „Auserwählten“ zurück. Und sind überhaupt nicht begeistert davon, dass die Zurückgebliebenen überlebt haben. Sofort besetzen die „Auserwählten“ wieder die Spitze der Gesellschaft.
Aber warum wirken sie so anders als vor dem Abflug? Was ist in der Neuen Welt geschehen? Was hat es mit der „Therapiestation“ auf sich? Und lassen sich die Zurückgebliebenen alles, was sie sich erarbeitet haben, so einfach wieder wegnehmen?
Aus der Sicht des japanischen Mädchens Ritchan wird erzählt, wie die Zurückgebliebenen überlebt und wie sie die Rückkehr der „Auserwählten“ erlebt haben. Ritchan selbst ist dabei besonders betroffen, denn sie verliebt sich in den „Auserwählten“ Saku. Aber die Führung der „Auserwählten“ duldet keine Beziehungen zwischen „Auserwählten“ und Zurückgebliebenen. Gibt es eine Chance für die beiden?
Dieser ruhig erzählte Roman ist mal eine andere Art von Science Fiction. Die zerstörte Welt wird nicht als Katastrophe erlebt, sondern als Realität hingenommen. Man macht mit stoischer Ruhe das Beste aus dem, was übrig ist. Ein Verhalten, dass auch im realen Japan zum Tragen kommt, wie die Fernsehzuschauer der Welt nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe sehen konnten.

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Die letzte Arche
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23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

warp-blase, sonnensystem, weltraumarche, erde, science fiction

Die letzte Arche

Stephen Baxter , Peter Robert
Flexibler Einband: 687 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 06.04.2011
ISBN 9783453266575
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Flut steigt und steigt. Inzwischen ist fast die gesamte Erde vom Wasser bedeckt. Nur noch die allerhöchsten Berge ragen heraus, aber im Verlauf des Buches verschwinden auch sie unter der Wasseroberfläche.
Die noch übrig gebliebenen Menschen leben mehr schlecht als recht auf Flößen. Aber den schon im ersten Band Privilegierten steht eine andere Möglichkeit offen: Die Arche, ein Raumschiff. Jahrelang laufen die Ausbildung und das Auswahlverfahren, denn es gibt nur 80 Plätze, und nicht alle, die dafür ausgebildet wurden, können auch mitfliegen. Erst recht nicht, weil gute Beziehungen und rohe Gewalt im Zweifelsfall immer mehr wert sind als Sachkenntnis.
So ist dann beim Abflug eine ganz andere Zusammensetzung von Menschen an Bord als geplant, aber diese müssen sich wohl oder übel zusammenraufen, denn auf dem langen Flug im engen Raumschiff wird jede Hand gebraucht und man hat keine Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen. 30 Jahre dauert der Flug, und es ist interessant zu sehen, wie die Besatzungsmitglieder sich entwickeln.
Ich fand die Fortsetzung besser als den ersten Teil, weil der Autor sich diesmal mehr Zeit für die einzelnen Charaktere nimmt und sie einem deshalb näher kommen. Allerdings sind die Zeitsprünge immer noch irritierend und ein wenig nervig.

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Biokrieg
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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

science fiction, gentechnik, seuchen, thailand, algenkultur

Biokrieg

Paolo Bacigalupi , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.02.2011
ISBN 9783453527577
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Ich lese gern Dystopien, aber diese ist leider nicht gelungen.
Am Anfang des Buches wird erst einmal zu viel Neues auf einmal eingeführt. Das macht es schwierig, sich die beschriebene Welt vorzustellen. Die veränderten gesellschaftlichen Strukturen werden nach und nach etwas klarer, allerdings nicht durchschaubar.
Die technologische Zukunftsvision ist unlogisch. Es gibt Tretcomputer! Dass die Ölquellen irgendwann versiegen, wissen wir alle, aber was ist mit alternativen Energiequellen?
Gut gefallen haben mir das Weiterdenken der Gentechnologie und die wahrscheinliche Folge, dass sie aus dem Ruder gerät. Auch, dass Naturkatastrophen die Welt umstrukturieren, fand ich glaubhaft.
Ebenfalls realistisch ist die Annahme, dass in Not- und Umbruchzeiten nicht das Gute im Menschen überwiegt, sondern das Gegenteil.
Leider schleppte sich die Handlung äußerst zäh dahin. Die Hauptpersonen blieben blass und ließen mich kalt. Lediglich für das Aufziehmädchen konnte ich Sympathie entwickeln. Alle anderen Charaktere waren mir egal oder unsympathisch.
Schade, aus diesem Thema hätte man mehr machen können.

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Die letzte Flut
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63 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 8 Rezensionen

zukunft, apokalypse, wissenschaft, thriller, flut

Die letzte Flut

Stephen Baxter , Peter Robert
Fester Einband: 751 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 28.05.2009
ISBN 9783453266308
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Der Meeresspiegel steigt. Ja, schon gut, das bekommen wir ja dauernd zu hören. Klimawandel und so weiter. Was soll daran schon so schlimm sein.
Im Buch ist es schlimm. Denn der Meeresspiegel steigt hier nicht nur einige Zentimeter oder, was übrigens auch schon schlimm genug wäre, einen Meter, sondern unaufhaltsam immer weiter, bis fast die gesamte Welt von Wasser bedeckt ist. Eindrucksvolle Weltkarten am Beginn des Buches zeigen, wie wenig von unseren Ländern übrig bleibt, wen es zuerst erwischt, wie hoch ein Gebirge sein muss, um noch Schutz zu bieten.
Und was wird aus der Menschheit? Baxter beschreibt das anhand seiner Hauptpersonen, die durch eine gemeinsam durchgemachte Geiselhaft in Barcelona für den Rest ihres Lebens miteinander verbunden bleiben.
Durch einen Milliardär, der die Mitglieder dieser Gruppe retten will, sind die fünf Auserwählten im Weltuntergang privilegiert, können ihre Forschungen weiter betreiben, haben die Ressourcen, die sie brauchen. Wie es weniger Glücklichen ergeht, kommt im Buch zu kurz. Auch, weil die vielen Zeitsprünge dazu führen, dass die Beschreibung der Katastrophe nicht sehr in die Tiefe gehen kann.
Das ist schade, denn die Grundidee des Buches ist spannend, und es liest sich größtenteils auch gut. Zum Nachdenken über die Fragilität unserer Welt lädt es jedenfalls ein.

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Collector
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134 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

collector, außerirdische, science fiction, weltall, planeten

Collector

Markus Heitz
Flexibler Einband: 653 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 12.05.2010
ISBN 9783453526501
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Das Beruhigende vorweg: Schokolade gibt es auch noch im Jahre 3042. Die Stadt Venedig allerdings leider nicht mehr, dort wird nur noch in den Resten der Kanäle gebuddelt, um ein Relikt zu bergen, das Außerirdische dort hinterlassen haben und das für die Raumfahrt der Menschen gebraucht wird.
Ich habe lange keinen Science-Fiction-Roman mehr gelesen, aber dieses Buch hat mich wieder auf den Geschmack gebracht.
Die dort beschriebene Welt im Jahre 3042 ist ein glaubhaftes Weiterdenken unserer heutigen Gesellschaft und thematisiert auch die negativen Folgen der technischen Weiterentwicklung, wie die gesundheitlichen Langzeitfolgen der Raumfahrt.
Der bereits heute oft übertriebene und überflüssige Schönheitsoperationswahn ist im Buch auf die Spitze getrieben worden. Nun operiert man nicht mehr am eigenen Körper herum, sondern optimiert ihn, indem man (gesunde!) Gliedmaßen durch künstliche ersetzt. Im Extremfall entsteht eine Körpermaschine, die bis hin zur Stimme jegliches Menschsein abgelegt hat.
Die Konzerne, die heute die Erde in Einflussbereiche unterteilt haben, haben in den Weltraum hinein expandiert und die Planeten untereinander aufgeteilt und kolonialisiert. Die Regierungen, ebenfalls in Regionen zusammengefasst, haben an Einfluss verloren. Die Skrupellosigkeit und Machtgier der Konzerne und Regierungen ist noch stärker als heute.
Die „In-Obhutnahme“ durch die Collectoren und deren Umgang mit den Menschen machen sensibel für das Spannungsfeld zwischen Freiheit des Individuums und umfassender Versorgung. Letztere ist für Benachteiligte zumindest auf den ersten Blick attraktiv, zumal nicht sofort überblickt werden kann, wie sich der Verlust der Freiheit auswirkt.
Auszusetzen habe ich lediglich, dass mir die Kampfszenen zu lang sind (mein Sohn würde das sicher anders sehen) und dass mir die Sexualität zu vulgär dargestellt ist. Aber das Buch ist gut und humorvoll geschrieben und der Protagonist ist sympathisch.
Es handelt sich hier um den Auftakt einer Serie, begleitet von einem Spiel und Comics. Ich werde mir sicherlich ansehen, wie sich diese neue Serie entwickelt.

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