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Elysion
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(33)

61 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

Elysion

Thomas Elbel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2013
ISBN 9783492268813
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Handlung:  
Cooper lebt im Jahre 2135. Die Menschen leben dort nach Kriegen und dem Auftauchen der Malachim sehr unterschiedlich. Woher die Malachim kommen, weiß keiner. 
Die Einen leben unter der Kontrolle des Pontifex und der Malachim in Elysion mitten im Wald, die Anderen versuchen in den verwaisten Städten zu überleben. Cooper gehört zu den Menschen, die ihr Glück in den alten Städten versuchen. Um ihr Überleben zu sichern, tötet sie die gottgleichen Malachim, die über besondere Mächte verfügen und gewinnt so die Droge Teer. Teer verleiht dem Konsumenten erstaunliche Fähigkeiten, macht aber auch sehr abhängig. Eines Tages trifft sie bei der Jagd wieder mal auf einen Malach, doch irgendetwas geht dabei schief und von da an, beginnt sich ihr Leben für immer zu verändern...

Meine Meinung:
     
Den Debütroman von Thomas Elbel "Asylon" kenne ich nicht, dennoch habe ich schon viel gutes davon gehört. Als ich dann von "Elysion" gehört habe, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss und ich wurde nicht enttäuscht. Die Grundidee ist völlig nach meinem Geschmack und auch die Umsetzung ist gut gelungen. Mir gefällt der Mix aus Dystopie, Thriller und Fantasy, obwohl sich die Dystopie-Elemente eher weiter im Hintergrund abspielen. 

Von der ersten Seite an, war ich gefesselt. Der Einstieg ist sehr rasant gewählt und man wird als Leser direkt in das Geschehen hineingeschmissen. Nach und nach versteht man mehr von der Welt in der Cooper lebt, die doch ganz anders ist, als wir sie kennen.
"Elysion" ist durchweg spannend und es kommt keine Langeweile auf, da in dem ganzen Buch viel passiert und es immer wieder überraschende Wendungen gibt. Selbst, wenn man denkt, dass Thomas Elbel einen nicht mehr überraschen kann, passiert auf einmal etwas unvorhersehbares.
Unterstützt wird dieses Gefühl dadurch, dass das Buch aus vielen verschiedenen Perspektiven geschildert wird (personaler Erzähler). 
Dabei hat es mich allerdings etwas gestört, dass die einzelnen Abschnitte der Perspektiven oft sehr kurz sind und es für meinen Geschmack zu oft zu einem Wechsel kommt. Oft enden die Abschnitte sehr abrupt, was einerseits die Spannung hebt, andererseits, aber auch verwirren kann. Hier hätte ich mir ein paar längere Abschnitte gewünscht.

Durch die verschiedenen Perspektiven existieren viele verschiedene Handlungsstränge nebeneinander, die erst nach und nach zusammenlaufen und zum Schluss ein stimmiges Ganzes ergeben und das ganze Buch recht komplex machen. Die Umsetzung der verschiedenen Handlunsgstränge, hat mir außerordentlich gut gefallen, da man so auch die einzelnen Protagonisten besser kennenlernt und versteht. Das führt dazu, das man sogar die Handlungsweisen unsympathischer Menschen ein Stück weit nachvollziehen kann.
Die Protagonisten sind dabei sehr gut und authentisch ausgearbeitet und bieten ein gewisses Maß an Tiefgründigkeit. Besonders Cooper, als Hauptprotagonistin hat mir gut gefallen. Sie hat sich ihren Platz in der Welt hart erkämpft und würde alles dafür tun, dass alles so bleibt.

Mein positiver Gesamteindruck wird außerdem durch einen sehr fesselnden, temporeichen und eingängigen Schreibstil unterstützt, der eigentlich sehr einfach und schlicht gehalten ist, so dass die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen. Was Thomas Elbel besonders gut gelungen ist, ist, dass er sich mit seiner Ausdrucksweise jeder Perspektive anpasst.
"Elysion" gipfelt in einem spannenden und tollen Finale, das mir sehr gut gefallen hat und obwohl alle Fragen beantwortet werden, weist der Epilog ein offenes Ende auf, so dass ich mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen könnte.

Fazit:     
Wer nach einem spannenden und fesselnden Buch sucht und sich an viele wechselnde Perspektiven nicht stört, sollte sich "Elysion" nicht entgehen lassen.
Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und wurde immer wieder überrascht. Thomas Elbel hat mit seinem zweiten Roman ein einzigartiges Buch erschaffen.
(4,5 Punkte)

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Artikel 5
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168 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

dystopie, moralmiliz, gewalt, jugendbuch, uneheliche kinder

Artikel 5

Kristen Simmons , Frauke Meier
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei IVI, 01.04.2013
ISBN 9783492702867
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:  
Ember und ihre Mutter leben alleine und geben sich Mühe nicht aufzufallen. Doch eines Tages wird Embers Mutter festgenommen, denn sie hat gegen Artikel 5 der Moralstatuten der Vereinigten Staaten von Amerika verstoßen. Dieser Artikel lautet so: „Als vollwertiger Staatsbürger wird nur anerkannt, wer als Kind eines verheirateten Paares auf die Welt kommt.“ Da Embers Mutter nie mit ihrem Vater verheiratet war, hat sie ein Verbrechen begangen. Und auch Ember wird nicht in ihrer vertrauten Umgebung gelassen, sondern wird in eine Resozialisierungsanstalt gebracht. Ihr einziger Gedanke ist zu fliehen und ihre Mutter zu befreien. Doch das ist einfacher gesagt, als getan und so muss Ember sich von dem Soldaten helfen lassen, der sie gefangen genommen hat und mal ihr Freund war.

Meine Meinung:   
Als Dystopiefan habe ich mich schon sehr auf diese neue Dystopie gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Mir gefällt zwar das Originalcover besser, aber das deutsche Cover macht auch neugierig und der Titel ist mehr als passend.
Recht schnell bekommt man einen Eindruck von Embers Welt, die düster und bedrohlich ist. Nach dem Krieg hat sich die Gesellschaft komplett gewandelt. Es gelten die Moralstatuten, zu denen auch der Artikel 5 gehört. Die Regeln sind streng und wer sich nicht daran hält, wird hart bestraft. Es gibt Ausgangssperren und gesperrte Gebiete, die niemand betreten darf und es wird nur eine Religion zugelassen. Menschenrechte sind nichts mehr wert.

In dieser Welt ist Ember den Umständen entsprechend noch sehr behütet aufgewachsen, was dazu führt, das sie zu Beginn doch sehr naiv wirkt. Ihre Handlungen sind oft nicht unbedingt nachvollziehbar und sehr impulsiv. Dennoch kann ich sie verstehen, da sie die Grausamkeiten der Gesellschaft erst nach und nach am eigenen Leib erlebt und sich ihre Einstellung dadurch sehr verändert. Durch das Erlebte macht sie eine glaubhafte und gut durchdachte Entwicklung durch, so dass ich sie als Hauptprotagonistin schnell zu schätzen gelernt habe. Ich finde es toll, wie sehr sie sich für die Menschen, die sie liebt einsetzt.
Als weiterer Hauptprotagonist gibt es Chase, der einmal Embers Nachbarsjunge war und nun Soldat ist. Ember erkennt ihn kaum wieder, denn durch seine Erfahrungen hat er sich verändert. Ich wollte schnell mehr über ihn erfahren, da man durch ihn sehr gut verdeutlicht bekommt, wie falsch die neue Gesellschaft doch ist. 
Diese beiden Protagonisten, aber auch die Nebenprotagonisten haben ein gewisses Maß an Tiefe, so dass sie gut zu dem Gesamtkonzept des Buches passen.

"Artikel 5" konnte mich von der ersten Seite an fesseln, auch wenn ich mir noch ein paar Hintergrundinformationen zum Krieg und wie es zu dieser neuen Gesellschaft gekommen ist, gewünscht hätte. 
Die Spannung ist durch das ganze Buch spürbar und es gibt immer wieder Spannungshöhepunkte und ein grandioses Finale. Zwar sind einige Wendungen etwas vorhersehbar, aber dennoch konnte mich die eine oder andere Sache doch überraschen und auch schockieren. 
Unterstützt wird das Ganze durch einen sehr atmosphärischen und tollen Schreibstil, der mal sehr emotional ist und dann wieder mit einer Sachlichkeit, die Grausamkeiten des Buches darstellt, dass ich Gänsehaut bekommen habe. Da die ganze Handlung aus der Ich-Perspektive von Ember geschildert ist, kann man sich gut in sie hineinversetzen, selbst wenn man die Handlungen zuerst gar nicht verstehen kann.

Was mir besonders gut gefällt, ist, dass mich das Buch auch zum Nachdenken gebracht hat, denn es wirft die Frage "Wie weit würdest du für einen geliebten Menschen gehen?" und andere moralische Fragen auf.  
So ist es für mich auch nicht weiter störend, dass hier viele schon bekannte Dystopie-Elemente auftauchen. Denn die ganze Umsetzung ist Kristen Simmons insgesamt trotz kleiner Unebenheiten sehr gut gelungen. Außerdem verknüpft sie Altbekanntes mit neuen Elementen.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Fazit:  
Kristen Simmons hat trotz einiger kleiner Unebenheiten und zu Beginn doch sehr naiven Protagonistin, eine eindrucksvolle Welt erschaffen. "Artikel 5" ist spannend, düster, brutal, grausam, sehr atmosphärisch und nicht für zartbesaitete Menschen geeignet. 
Für Dystopie-Fans bekommt es aber meine volle Leseempfehlung, denn ich habe das Buch verschlungen.

4,5 Punkte

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Elvancor - Das Land jenseits der Zeit
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(18)

91 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

ragnar, deutschland, gegenwart, fantasy, elvancor

Elvancor - Das Land jenseits der Zeit

Aileen P. Roberts
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.03.2013
ISBN 9783442478767
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Handlung:  
Die 18-jährige Lena hat sich die Zeit nach ihrem Abitur ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie viel verreisen, doch dann hat sie die Schuld für einen Unfall ihres damaligen Freundes auf sich genommen und muss nun Sozialstunden im Altenheim ableisten. Sie hasst die Arbeit dort, findet aber immer mehr gefallen an den Geschichten von Frau Winter, die ihr von dem magischen Land Elvancor erzählt. Als Frau Winters stirbt, schickt sie Lena zusammen mit ihrem Enkel Ragna auf eine geheimnisvolle Schatzsuche.

Meine Meinung:   
Der erste Band der Dilogie "Elvancor" ist ganz anders, als ich es erwartet habe. Das Buch hat mich zuerst durch sein wirklich schönes Cover angesprochen, das einfach magisch wirkt und völlig nach meinem Geschmack ist.
Dazu hat mich der Titel und der Klappentext neugierig gemacht. Ich habe erwartet, dass ein Großteil der Handlung in Elvancor spielt, aber dem ist nicht so. Eigentlich wartet man die ganze Zeit darauf, dass Lena und Ragna einen Weg in dieses geheimnisvolle Land finden, aber außer in den Geschichten von Frau Winters, ist das nicht der Fall. Es spielt nur ein minimialer Teil in Elvancor und so wie dieser Band endet, wird wohl erst der zweite Band in dem magischen Land spielen.
Auch so gibt es nur sehr wenige Fantasyelemente. Wer also auf ein Buch hofft, das ist einem fremden, magischen Land spielt und in dem es viele Fantasyelemente gibt, der dürfte hier enttäuscht werden.
Die Handlung konzentriert sich auf die Schatzsuche, die Arbeit im Altenheim und das Miteinander von Ragna und Lena, die sich langsam näher kommen und somit auch auf Lenas Gefühle.
Es ist nicht übermäßig spannend, hat aber dennoch eine große Faszination auf mich ausgeübt.

Mir persönlich hat das Buch insgesamt außerordentlich gut gefallen. Es ist nicht mein erstes Buch von Aileen P. Roberts, aber definitv mein liebstes. 
Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, weil ich Lena als Protagonsitin von Beginn an als sympathisch und interessant empfunden habe. Dabei ist die Entwicklung von ihr über das ganze Buch spürbar. Von dem flippigen Partygirl, wird sie zu einem naturliebenden Menschen, die reifer und erwachsener wird. Diese Veränderung, die schleichend von sicht geht, hat mir gut gefallen.
Mit Ragna hatte ich zu Beginn so meine Probleme, da er eine sehr undurchsichtige Art hat. Er hat in seinem Leben schon einiges mitgemacht und viele Geheimnisse zu verbergen, was ihn im Laufe des Buches aber sehr interessant macht. 
Die Protagonisten sind außerordentlich gut ausgearbeitet und haben viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen.

Untersützt wird das Ganze durch einen eingängigen, leicht zu lesenden Schreibstil, der zwar nicht übermäßig Spannung aufbaut, aber dennoch fesselnd ist, da es immer wieder ein paar Überraschungen gibt. Außerdem kann Aileen P. Roberts sehr gut Gefühle darstellen, so dass ich einfach mit Lena mitfiebern musste. Erzählt wird fast das ganze Buch aus der Sicht von Lena (personaler Erzähler), was mir gut gefallen hat.
"Elvancor" endet ziemlich offen und es sind noch viele Fragen ungeklärt, aber ich denke das Band 2 dadurch so einiges an Potenzial hat und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Fazit:   
Wer auf ein Buch in einer völlig fremden Welt, mit vielen Fantasyelementen hofft, dürfte kein Gefallen an dem 1. Band von "Elvancor" haben, da nur ein minimaler (fast nicht erwähnenswerter) Teil in dem geheimnisvollen Land spielt. Das Buch besticht vor allem durch die Entwicklung der Protagonisten, einem tollen Schreibstil und starken Gefühlen.

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Shadow Falls Camp - Entführt in der Dämmerung
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177 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

kylie, fantasy, derek, miranda, lucas

Shadow Falls Camp - Entführt in der Dämmerung

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 01.03.2013
ISBN 9783841421296
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:  
Kylie bekommt erneut Besuch von einem Geist, der eine seltsame und bedrohliche Botschaft für sie hat: "Jemand wird leben … aber jemand anderes muss sterben." Doch was es damit auf sich hat, kann ihr auch der Geist nicht sagen. Sowieso scheint der Geist sein Gedächnis verloren zu haben, so dass es für Kylie noch schwerer als sonst ist, ihm zu helfen.
Und als wäre das nicht genug, versucht sie immer noch herauszufinden, wer oder was sie wirklich ist. Dazu steht nun ein Treffen mit den Adoptiveltern ihrers Vaters an, durch das sie sich Antworten erhofft.
Auch ihrer Beziehungsprobleme sind noch längst nicht gelöst, denn obwohl sie Lucas näher kommt, ist sie sich nicht sicher, ob er der Richtige für sie ist, denn auch Derek kann sie nicht vergessen.

Meine Meinung:   
Nachdem mir die beiden Vorbände recht gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Band der Reihe lesen. Die Handlung geht nahtlos in die des Vorbandes über und man begleitet Kylie, die von dem seltsamen Geist verfolgt wird und wie sie auf ihre Großeltern trifft. 
Von der ersten Seite an hat mich die Handlung gepackt. Ich konnte gar nicht anders, als mit Kylie zu fiebern und hoffentlich endlich Antworten zu bekommen. Dabei habe ich alle ihre Gefühle hautnah miterlebt und mit ihr gebangt, geweint und geliebt.
Ein großer Pluspunkt dieses Bandes ist, dass man erfährt was für eine Wesen Kylie ist, auch wenn man mit der Information nicht sehr viel anfangen kann.
Nach und nach werden immer mehr ihrer Geheimnisse gelüftet und es passiert insgesamt noch mehr, als in den Vorbänden.
Dazu mag ich generell die Idee hinter dem Buch, da ich gerne Bücher mit verschiedenen Fantasywesen lese und vor allem Kylies Fähigkeiten total faszinierend finde. Ihre alltäglichen Teenagerprobleme sind sehr gut mit den übernatürlichen Elemente gekoppelt, so das alles ein stimmiges Ganzes ergibt.
Die Mischung aus Identitätskriese, Familiengeschichte, Liebesgeschichte, Fantasygeschichte und Krimi ist einfach grandios.
Außerdem gibt es die eine oder andere überraschende Wendung und C.C. Hunter führt den Leser gerne in die Irre.
Ein Spannungsbogen ist durchweg spürbar und das Ende des Bandes ist mehr als vielversprechend, aber leider auch sehr offen.
Einzig die Dreiecksbeziehung zwischen Derek, Kylie und Lucas stört mich noch etwas, aber da Kylie sich in dem Band eigentlich für Lucas entschieden hat und da sehr konsequent ist, ist das hier nicht weiter schlimm.
Mir hat der Band definitiv noch besser gefallen, als die ersten zwei Bände.

Die Protagonisten:     
Kylie ist sehr sympathisch und entdeckt immer mehr Fähigkeiten an sich. Ich mag sie als Hauptprotagonistin weiterhin sehr gerne, vor allem weil sie sich stets weiterentwickelt und sehr authentisch ausgearbeitet ist. Ihre Handlungen und Gefühle kann ich dabei sehr gut nachvollziehen.
Lucas ist der Werwolfjunge, der schon ewig in Kylie verliebt ist. Als Kylie sich für ihn entscheidet, ist er an sich überglücklich, doch sein Rudel ist gegen deren Beziehung. Deshalb hofft er, dass Kylie ein Werwolf ist. Ich mag sein wildes Temperament und die Tiefgründigkeit, die sich hinter ihm versteckt.
Derek, der Feenjunge, hat sich seit dem ersten Band sehr verändert. Als er ins Camp zurückkommt, bringt er ein Mädchen mit. Insgesamt ist Derek mittlerweile deutlich tiefgründiger und interessanter als zu Beginn der Reihe.
Wie schon in den Vorbänden sind alle Protagonisten liebevoll und detailliert ausgearbeitet, so dass ich keinen missen möchte. Selbst die Nebenprotagonsiten bereichern die Handlung und keiner wirkt überflüssig.

Der Schreibstil:  
Der Schreibstil ist einfach gehalten und locker zu lesen und kommt ohne viele Schnörkel aus. C.C. Hunter vermag es durch detailreiche Beschreibungen Bilder vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen und Gefühle wunderbar zu übermitteln.
Da die Handlung aus der Sicht von Kylie verfasst ist (personaler Erzähler), ist relativ viel Jugendsprache in dem Buch vorhanden, was ich sehr passend finde.
   
Das Cover/der Buchtitel:  
Das Cover passt zu der Reihe und ist vom Originalcover übernommen. Nur die Farbwahl ist anders. Ich mag es sehr gerne, auch wenn mir die der Vorbände besser gefallen.
Der Titel hat Wiedererkennungswert, auch wenn ich den nicht so ganz passend finde. Aber dennoch macht er neugierig.

Fazit:  
Mit dem dritten Band der "Shadow Falls Camp"-Reihe hat C.C. Hunter sich selber übertroffen. Er hat mir weitaus besser gefallen, als die Vorbände, obwohl mir diese auch gut gefallen haben. Das Buch ist spannend, trumpft mit einem tollen Plot, überraschenden Wendungen und einigen Antworten auf. Die Protagonisten haben sich toll weiterentwickelt. 
Ich freue mich sehr auf den nächsten Band.

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Soulless. Bd.1
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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Soulless. Bd.1

Gail Carriger
Flexibler Einband: 230 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2013
ISBN 9783551763839
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Die Handlung:
Alexia Tarabotti lebt im viktorianischen London. Sie ist eine dominante Frau, die sich so schnell nicht einschüchtern lässt. Als sogenannte "Seelenlose" kann sie Vampire töten, Werwölfe zurückverwandeln und das Übernatürliche neutralisieren. So ist der Ärger vorprogrammiert. 
Als sie auf einem Ball von einem Vampir angegriffen wird, tötet sie diesen und muss sich vor dem Werwolf Lord Maccon verantworten. Er ist der Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten. Immer mehr wird Alexia in Intrigen hineingezogen und als wäre das nicht genug fühlt sie sich zu Lord Maccon hingezogen.

Meine Meinung:
Als ich von dem Manga gehört habe, war mir schnell klar, dass er mir gefallen würde. Allein das Cover und der Titel sind schon sehr ansprechend und nach meinem Geschmack und in letzter Zeit finde ich immer mehr gefallen an dem Steampunkbereich.
Zwar war ich erst skeptisch, weil ich nur noch wenig über Vampire und Werwölfe lesen, aber der Manga konnte mich schon auf den ersten Seiten begeistern.

Das liegt zum Großteil an dem Zeichenstil, der mir bei einem Manga mehr als wichtig ist. Diesen finde ich originell und detailliert. Eigentlich mag ich selten Mangas, die nicht von Japanern gezeichnet sind. Doch hier ist das Gegenteil der Fall. Die Menschen sind von den Proportionen her realistisch gezeichnet und nicht so übertrieben dünn, wie in vielen Mangas. Dazu wirkt der ganze Zeichenstil reif und der eine oder andere Chibi (niedlich gezeichnete Personen) oder witzige Mimik lockert das Ganze auf, ohne fehl am Platz zu wirken.

Die Handlung ist zu dem sehr unterhaltsam. Ich kenne das Buch zur Manga-Adaption leider nicht, aber jetzt habe ich definitiv Lust darauf es zu lesen. Die Idee der "Seelenlosen", die Fähigkeiten von Vampiren und Werwölfen neutralisieren können, mit spannenden Intrigen und einem Schuss Erotik ist sehr ansprechend. Dazu mag ich generell London sehr gerne, so dass allein der Handlungsort mir schon zusagt. 
Ich war durchweg gefesselt, musste oft schmunzeln und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Zu dem sind die Protagonisten auf ihre Art authentisch, einzigartig und toll dargestellt. Deshalb sind sie mir auch schnell ans Herz gewachsen.
Alexias und Lord Maccons ewige Zankereien finde ich unterhaltsam und der Charakter des Werwolfes ist so dargestellt, wie ich ihn mir vorstellen würde. Er ist besitzergreifend und sehr aufbrausend, ist aber auch ehrenhaft und versucht Alexia zu beschützen. Alexia ist meist taff und schlau und eine starke Frau, die manchmal noch ein klein wenig naiv wirkt, wenn es um Liebesdinge geht.
Beide machen eine tolle Entwicklung in dem Manga durch.

Fazit:
"Soulless" ist definitv ein Manga der Lust auf das Buch macht. Und auch für Manga-Neueinsteiger ist er zu empfehlen, da er in westlicher Leserichtung verfasst ist. Die Handlung ist fesselnd, die Protagonsisten sind einzigartig und der Zeichenstil nach meinem Geschmack.  Für mich gehört "Soulless" zu den besten Mangas, die ich in den letzten Jahren gelesen habe und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Partials - Aufbruch
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179 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

dystopie, partials, jugendbuch, medikament, ungekürzt

Partials - Aufbruch

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei IVI, 01.03.2013
ISBN 9783492702775
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung: 
Kira gehört zu den wenigen Menschen, die gegen ein tödliches Virus immun sind. Mit den wenigen Menschen, die es auf der Erde noch gibt, lebt sie auf Long Island und möchte ein Heilmittel für die Neugeborenen finden. Denn kein Kind wird älter als drei Tage und die Menschheit steht vor dem Aussterben. 
Und als wäre das nicht genug, gibt es die Partials. Diese von den Menschen geschaffenen Wesen, wurden für den Krieg erschaffen und haben sich gegen die Menschen gewannt.
Kira hofft das Heilmittel durch einen Partial zu bekommen und begibt sich nach Manhatten, wo diese leben. Sie macht unglaubliche Entdeckungen, die ihr Leben für immer verändern.

Meine Meinung:   
Dan Wells hat es geschafft mich von der ersten Seite an zu fesseln. 
Man lernt Kira und ihre Arbeit im Krankenhaus auf der Neugeborenenstation kennen. Direkt am Anfang erlebt man, wie ein Kind dort stirbt. So ist der Einstieg sehr emotional und so unglaublich gewählt, dass ich gar nicht anders konnte, als mit Kira auf die Suche nach einem Heilmittel zu gehen.
Nach und nach lernt man die Welt, in der Kira lebt näher kennen und die Zusammenhänge zu verstehen. Dabei herrscht durchgehend eine eher düstere und schockierende Grundstimmung vor, die sehr passend ist.
Das beste an dem Buch ist, dass unglaublich viel darin passiert. Selten habe ich einen Auftaktband einer Reihe gelesen, der so komplex ist und so viel Handlung beinhaltet. Der Teil aus dem Klappentext ist nur ein winziger Ausschnitt von dem, was alles passiert.
Dabei gibt es so viele Überraschungen, dass die Handlung zu keiner Zeit vorhersehbar ist und man als Leser einfach nicht weiß, worauf das Buch hinausläuft. Ich bin sehr lange im dunkeln getappt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Schon allein die Idee, dass die Kinder an einem Virus sterben und die Menschen in einer dystopischen Welt leben, in der es die unheimlichen Partials gibt, hat einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt. Dazu gibt es verschiedene Handlungsstränge, die sich wunderbar ergänzen und am Ende ein stimmiges Ganzes geben. So gibt es neben der Heilmittelsuche z.B. Aufstände, politische und zwischenmenschliche Probleme und vieles mehr.
Das Ende bietet eine große Überraschung, so dass ich am liebsten direkt den zweiten Band lesen würde.
Einzig die medizinischen Hintergründe weisen den einen oder anderen Fehler auf, was man als Laie aber gar nicht bemerkt. Durch die Heilmittelsuche gibt es auch viele Abschnitte, die mit Laborarbeit und Medizin zu tun haben. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn Dan Wells hat die Erklärungen so gewählt, dass man alles gut verstehen kann, sich aber nicht langweilt. Das Buch ist durchweg fesselnd, abwechslungsreich und gehört für mich zu meinen Jahreshighlights.    

Die Protagonisten:   
 
Kira ist eine sehr zielstrebige und stellenweise auch sture Protagonistin, die etwas verändern möchte. Ihre Motive und ihre stellenweise sehr vorlaute und direkte Art, haben viel zu meinem Lesegenuss beigetragen.
Alle Protagonisten sind außerordentlich tiefgehend und authentisch ausgearbeitet. Als Leser kann man die Handlungen nachvollziehen und hat schnell das Gefühl die Protagonisten schon lange zu kennen. Außerdem machen sie alle eine eindrucksvolle Entwicklung durch.

Der Schreibstil:  
Der Schreibstil ist insgesamt sehr detailliert, dennoch schafft Dan Wells es, genau das richtige Maß zu finden. Er schreibt ausgesprochen fesselnd, erklärt Fachbegriffe einfach, so dass sich das Buch wirklich leicht und locker lesen lässt. Besonders gut kann er Stimmungen und Gefühle vermitteln.
Die Handlung wird aus der Sicht von Kira (personaler Erzähler) erzählt, so dass man ihre Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen kann und alles mit Kira zusammen erleben kann. Als Leser erfährt man nicht mehr, als Kira weiß, was die Spannung zusätzlich erhöht.
   
Das Cover/der Buchtitel:  
Das Cover ist ein richtiger Blickfänger. Es gehört zu meinen Liebsten, da die Farbwahl sehr harmonisch ist und es neugierig macht, aber auch düster und geheimnisvoll wirkt. Es passt meiner Meinung nach sehr gut zum Inhalt und auch zu dem Titel. Dieser ist ebenfalls passend und hat dazu geführt, dass ich den Klappentext gelesen habe.

Fazit:  
Wer eine Dystopie sucht, die eine komplexe, tiefgehende Handlung beinhaltet, die zu überzeugen und fesseln weiß, der sollte sich "Partials" auf keinen Fall entgehen lassen. Selten habe ich einen ersten Band einer Reihe gelesen, in dem so viel passiert, wie hier. Man sollte sich nicht von der medizinischen Seite des Buches abschrecken lassen, da alles sehr einfach erklärt ist.
Für mich gehört das Buch definitiv zu meinen Jahreshighlights. 

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Göttlich verliebt
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(253)

579 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

götter, liebe, helen, griechische mythologie, hades

Göttlich verliebt

Josephine Angelini
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791526270
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Die Götter sind frei und wandeln wieder auf der Erde. Und gleich wüten sie unbeherrscht und ein zweiter Trojanischer Krieg steht bevor. Helen und ihre Freunde versuchen das Schlimmste zu verhindern. Doch dann zeigt Helen immer mehr Fähigkeiten und weckt so das Misstrauen und die Angst ihrer Freunde. Sie möchte ihre Macht zwar für das Gute einsetzten, aber ist das wirklich möglich?
Und als hätte sie mit den Göttern nicht schon genug Probleme, fühlt sie sich immer noch zu Lucas hingezogen, obwohl sie ihn nicht lieben darf.

Meine Meinung:
Die Handlung des letzten Bandes der "Göttlich"-Reihe beginnt direkt nach den Geschehnissen des Vorbandes. Helen begibt sich in die Unterwelt, damit Zach ins Paradies kommt und muss sich dann der Bedrohung durch die Götter stellen.
Nachdem die Vorbände schon zu meinen Lieblingsbüchern gehören, musste ich natürlich auch diesen Band lesen. Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an den letzten dementsprechend hoch waren und ich Angst hatte, dass diese enttäuscht werden. Zum Glück ist das nicht der Fall. "Göttlich verliebt" hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Ich bin der Meinung, dass sich die Reihe von Band zu Band gesteigert hat.
Obwohl es schon lange her ist, dass ich Band zwei gelesen habe, war ich schnell wieder in dem Geschehen drin, da im Anhang die Götter und Namen ausgelistet sind und man sich daran orientieren kann.
Von der ersten Seite an beginnt das Buch spannend und bietet viele überraschende und teils auch schockierende Wendungen. Josephine Angelini schafft es die verschiedensten Emotionen beim Leser heraufzubeschwören und so hat mich das Buch bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Wie auch in den Vorbänden gefällt mir besonders, wie stimmig die griechische Mythologie in die Haupthandlung eingebaut ist.
Auch die Dreiecksbeziehung zwischen Lucas, Helen und Orion nimmt neue Ausmaße an und wird so in die Handlung eingebaut, dass es diese gut ergänzt, aber nicht stört.
Nach und nach werden in dem Band die Verstrickungen und Hintergründe der Vorbände gelöst und das Buch gipfelt in einem spannenden und grandiosen Finale, dass ganz nach meinem Geschmack ist. Es sind zwar nicht alle Dinge geklärt und einiges bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, aber dennoch gefällt es mir außerordentlich gut.

Die Protagonisten:
Die Protagonisten habe ich schon seit dem ersten Band liebgewonnen. Man konnte von Band zu Band die Entwicklung der einzelnen Protagonisten mitverfolgen und hat einiges mit ihnen erlebt. So hat es mich gefreut die alten Protagonisten allen voran Helen, Lucas und Orion hier wieder zu sehen.
Vor allem Helen hat sich sehr stark verändert. Sie ist mittlerweile selbstbewusst und sich zusehends ihrer Macht bewusst.
Aber es gibt auch den einen oder anderen neuen Protagonisten, der mir schnell ans Herz gewachsen ist und die Handlung bereichert hat.
Einige Nebenprotagonisten konnten mich hin und wieder überraschen, was zu spannenden Wendungen führte.
Hier sind wirklich alle Protagonsiten außerordentlich liebevoll, facettenreich und authentisch ausgearbeitet, was viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen hat.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist, wie auch in den Vorbänden ausgesprochen ansprechend. Josephine Angelini schreibt sehr leicht und locker und kommt ohne zu viele abschweifende Erklärungen oder zu viele Details aus. Der Schreibstil ist durchweg spannend und schafft es beim Leser jegliche Emotionen hervorzurufen.

Die Handlung wird aus der Perspektive von Helen (personaler Erzähler) geschildert, was mir schon in den Vorbänden gut gefallen hat.

Das Cover/der Buchtitel:
Die Cover der Reihe sind nicht so wirklich nach meinem Geschmack, obwohl sie zusammen passen und ansprechend gestaltet sind. Generell mag ich nur noch wenige Cover, die ein Mädchengesicht zeigen, da es davon zu viele gibt und es nichts besonderes ist. Das Originalcover gefällt mir somit viel besser.
Der Titel passt sehr gut zum Inhalt und zu der Reihe und hat somit Wiedererkennungswert.

Fazit:
Mit "Göttlich verliebt" hat sich Josephine Angelini im Vergleich zu den Vorbänden noch einmal gesteigert. Es bietet dem Leser ein grandioses Finale, dass viele Emotionen hervorruft, ist durchweg spannend und überzeugt durch facettenreiche Protagonisten und einer tollen Handlung.
Ich mag vor allem die griechische Mythologie, die hier aufgegriffen wird.

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Breathe - Gefangen unter Glas
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(130)

400 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 72 Rezensionen

sauerstoff, dystopie, kuppel, glas, bäume

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei DTV, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Seit dem sogenannten "Switch" ist ein Leben auf der Erde kaum noch möglich. Denn der Sauerstoffgehalt in der Luft ist dramatisch gesunken. Nur durch die Organisation "Breathe" konnten ein paar Menschen überleben, da sie eine Möglichkeit gefunden haben Sauerstoff herzustellen. Die überlebenden Menschen leben seitdem unter einer Kuppel, doch nicht jeder Mensch kann sich den teuren Sauerstoff leisten.
Alina, Quinn und Bea führen ganz unterschiedliche Leben unter der Kuppel. Alina gehört zu den Rebellen, Quinn ist dazu bestimmt eine Führungsrolle einzunehmen und Bea ist ein Mensch zweiter Klasse.
Als Quinn und Bea auf Alina treffen verändert sich deren Leben für immer.

Meine Meinung:
Da ich am liebsten Dystopien lesen, kam ich natürlich nicht darum auch diese hier zu lesen.
Allein der Gedanken, dass es keinen Sauerstoff mehr auf der Erde gibt und man nur noch mit Sauerstoffflaschen die Kuppel verlassen kann, ist beängstigend, aber auch faszinierend, weil das keineswegs aus der Luft gegriffen ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass eines Tages so in Szenario eintrifft.
Sarah Crossan schildert alles so authenthisch und eindrucksvoll und mit einer großen Liebe zum Detail, dass "Breathe" obwohl es eine Dystopie ist, sehr realitätsnah erscheint. Die Umsetzung der Idee ist durchweg gelungen. Dabei verknüpft sie Altbekanntes (wie das Leben unter einer Kuppel) mit neuen Ideen (wie der Sauerstoffmangel), so dass etwas ganz Eigenes entseht.
Als Leser wird man direkt in die Handlung hineingeschmissen und lernt abwechselnd das Leben von Alina, Quinn und Bea kennen, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Dadurch bekommt man ein gutes Gesamtbild des Lebens unter der Kuppel, so dass mit der Einstieg sehr leicht gefallen ist.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt, denn die Handlung ist unvorhersehbar. Immer wieder gab es Wendungen, die mich überrascht und begeistert haben. Dabei entschlüsselt man als Leser Intrigen und Geheimnisse, die gut ausgeklügelt sind.
Natürlich darf hier auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese ist relativ ähnlich, wie in vielen anderen Dystopien, aber da mir die Protagonisten außerordentlich gut gefallen haben, hat mich das nicht weiter gestört.
Die Handlung spitzt sich immer mehr zu und endet in einem tollen Finale, dass an sich abgeschlossen ist, aber den Leser dennoch neugierig auf den zweiten Band macht.

Die Protagonisten:
Alina ist eine zielstrebige Protagonistin, die zuerst sehr rau wirkt. Sie möchte niemanden an sich heran lassen und zwischendurch sehr ungeduldig, aber auch zuverlässig und auf ihre Art sympathisch.
Quinn ist ein sogenannter Premiumbürger. Er darf so viel Sauerstoff verbrauchen, wie er möchte und ihm stehen alle Türen offen ein einfaches Leben zu führen.
Bea ist schon seit Jahren mit Quinn befreundet, aber da sie ein Second ist, ist sie sehr arm und kann sich auch keinen zusätzlichen Sauerstoff leisten. Sollte sie zu viel verbrauchen, müssen ihre Eltern nachzahlen (im Haus wird der Sauerstoffverbrauch gemessen).
Als Quinn und Bea mit Alina in das Ödland gehen (das Land außerhalb der Kuppel) lernen sie eine ganz neue Welt kennen.
Alle drei sind tiefgründig und facettenreich ausgearbeitet, dabei einzigartig und sie haben ihre Fehler. Im Laufe des Buches entwickeln sie sich, sind aber keineswegs perfekt, was sie für mich noch sympatischer macht.
Aber auch die Nebenprotagonisten können überzeugen, denn keiner der Protagonisten war für mich überflüssig und alle haben das Buch bereichert.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch typisch, sehr einfach und locker gehalten. Dabei benutzt Sarah Crossan durchweg Jugendsprache, was dazu führt, dass die Protagonisten authentisch wirken. Durch die detaillierten Beschreibungen, wird die Welt von "Breathe" beim Lesen vor dem inneren Auge lebendig.

Das Buch ist in fünf Abschnitte eingeteilt, die jeweils einen wichtigen Bereich der Handlung abdecken und durch angedeutete Überschriften den Leser neugierig machen.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Quinn, Alina und Bea beschrieben, so dass man tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Protagonisten eintauchen kann und so einen großen Bezug zu ihnen bekommt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ansprechend gestaltet und springt mit der angenehmen Farbwahl direkt ins Auge, dennoch gefällt mir das Originalcover deutlich besser.
Der Titel passt ausgesprochen gut und hat mich direkt neugierig gemacht.

Fazit:
Mit "Breathe" hat Sarah Crossan einen wundervollen Auftakt geschaffen. Ich habe das Buch aufgrund der tollen Protagonisten, einer beängstigenden und fesselnden Handlung, die ein hohes Maß an Authentizität zeigt, verschlungen und konnte nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

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Kyria & Reb - Die Rückkehr
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(80)

200 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

dystopie, reb, kyria, cam, liebe

Kyria & Reb - Die Rückkehr

Andrea Schacht
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 01.01.2013
ISBN 9783863960384
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Die Handlung schließt direkt am Vorband an.
Kyria hat es geschafft und vier Monate in einem Reservat gelebt, doch dann muss sie fliehen und landet wieder in New Europe. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Tod ihres Vaters aufzudecken. Nach und nach kommt sie hinter einem schlimmen Komplott, den auch sie als Ziel hat. So muss sie erst mal versteckt leben und sehr vorsichtig sein.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist gut gewählt. Es gibt neben einem Namensverzeichnis eine Erklärung zu NuYu (New Europe) und eine Zusammenfassung, was bisher geschah. So ist der Einstieg auch nachdem man Band eins lange vorher gelesen hat, sehr gut möglich. Erst dann geht es nahtlos in die Ereignisse des Vorbandes über und man erlebt, wie Kyria wieder in NuYu landet und sich dort zurecht findet.
Wieder lernt man als Leser eine andere Seite von NuYu kennen. In diesem Band werden die restlichen Fragen, die nach dem Vorband offen bleiben, gelöst und die einzelnen Puzzleteile ergeben ein Gesamtbild.
Dabei gibt es einige überraschende Wendungen und spannende Erkenntnisse.
Die im Vorband erwähnten politischen Aspekte sind hier noch deutlich stärker vorhanden und nehmen einen wichtigen Punkt in der Handlung ein. Wer diese schon im Vorband als verwirrend und schlecht empfunden hat, wird auch hier keine Freude daran finden.
Mich persönlich haben sie gefesselt und zu keiner Zeit gelangweilt. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da es da so viel zu entdecken gab und das System sehr gut durchdacht ist.
Neben dem politischen Thema, steht der Komplott um Kyria und ihrer Mutter sehr im Mittelpunkt und als Leser spürt man die Gefahr.
Was ich etwas schade finde ist, dass Kyria und Reb zu Beginn des Buches nur sehr wenig miteinander erleben, da mir gerade das Miteinander der beiden gefallen hat. Erst später kommt Reb nach NuYu und steht ihr bei. Dennoch hat es mir gefallen, wie beide ihren Weg gehen.
Auch hier muss man nicht auf Romantik und eine kitschige Liebesbeziehung hoffen, dennoch hat mir die Beziehung zwischen Kyria und Reb sehr gut gefallen, weil sie sehr passend in die Handlung integriert ist.
Das Ende ist sehr spannend und zufriedenstellend.

Die Protagonisten:
Kyria hat sich in dem Band noch mehr verändert, als es schon im Vorband der Fall war. Ihre ganze Lebenseinstellung, die Einstellung zu den Männern und auch zu den ausgestoßenen Menschen hat sich grundlegend verändert und sie ist zu einer erwachsenen jungen Frau herangewachsen. Diese Wandlung hätte ich bei ihr so nicht erwartet, dennoch gefällt sie mir sehr gut.
Reb hat seinen Vater gefunden und wird nun von ihm zum Wagenlenker (einer Sportart, bei der Pferde vor einen Wagen gespannt werden und dann Rennen gefahren werden) ausgebildet. Endlich hat er Perspektiven in seinem Leben und versucht Kyria zu vergessen. Doch das ist leichter als getan. Man erfährt hier als Leser noch mehr über Rebs Hintergründe und seine Gefühls- und Gedankenwelt, was ihm noch mehr Tiefe gibt.
Hier sind alle Protagonisten facettenreich und tiefgehend ausgearbeitet und auch die zuvor blassen Nebenprotagonisten nehmen mehr Raum in der Geschichte ein und bekommen mehr Tiefe. Man lernt alte Protagonisten besser kennen, aber auch neue interessante Protagonisten tauchen auf.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr eingängig und insgesamt leicht und locker zu lesen. Einzig die politischen Zusammenhänge sind etwas schwerer zu verstehen.

Die Handlung ist abwechselnd aus der Perspektive von Kyria (Ich-Erzähler) und Reb (personaler Erzähler) geschrieben, was sehr gut umgesetzt und passend ist. So bekommt man einen Einblick in Rebs Gefühls- und Gedankenwelt. Wäre das nicht der Fall, hätte ich seine Verhaltensweisen nicht nachvollziehen können.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist passend zum Vorband gestaltet, nur in rötlicher Farbe. Das hat einen gewissen Wiedererkennungswert und passt sehr gut. Da das Cover vom Vorband schon zu meinen Lieblingscovern gehört, gefällt mir dieses natürich auch außerordentlich gut.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut zum Inhalt und dem Vorband.

Fazit:
Wer die politischen Aspekte in dem Vorband schon langweiig und verwirrend fande, wird an diesem Band keine Freude haben, da sie hier sehr stark in den Vordergrund rücken.
Mich hat das Buch hingegen völlig überzeugt, da sich hier alle Fragen aufklären und die Handlung fesselnd und völlig nach meinem Geschmack ist. Die Protagonisten bekommen mehr Tiefe und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

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Vakuum
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(48)

103 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 41 Rezensionen

nebel, jugendliche, jugendbuch, freundschaft, stille

Vakuum

Antje Wagner
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher, 01.09.2012
ISBN 9783827054371
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Tamara, Alissa, Leon, Hannes und Kora führen ganz unterschiedliche Leben und außer Alissa und Leon, die Geschwister sind, kennen sie sich bisher nicht. Doch dann passiert das Unfassbare. Die Zeit bleibt am 17. August um 15.07 Uhr stehen und alle Menschen sind verschwunden, alle außer die fünf Jugendlichen. Die Häuser, Autos und Geschäfte sehen aus, als wenn jederzeit wieder jemand auftauchen würde, denn alles wurde zurückgelassen. Völlig auf sich allein gestellt machen sich die Fünf auf die Suchung nach einer Lösung.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist außerordentlich gut gewählt. Man lernt zuerst einmal die verschiedenen Protagonisten kennen, bevor die Haupthandlung beginnt. So habe ich schnell einen Bezug zu den einzelnen Personen gefunden, bevor ich in das Geschehen hineingeworfen wurde.
Dadurch beginnt die Handlung eher unspektakulär, aber direkt geheimnisvoll, denn jeder der Jugendlichen hat ein Geheimnis, das am Anfang aber nur angedeutet wird. Schnell hatte ich das Bedürfnis hinter die Geheimnisse zu kommen.
Dazu spielt das Buch in Deutschland, was mir auch immer gut gefällt.
Als dann die Zeit still steht, spitzt sich die Handlung langsam zu und wird zunehmend spannend. Dabei gibt es einige Überraschungen und vor allem das Ende ist so gar nicht vorrausschaubar, was völlig nach meinem Geschmack ist.
Antje Wagner schafft es, dass man bis zum Schluss rätseln muss, was hinter allem steckt, so dass ich durchweg gefesselt war.
Die Handlung bietet Originalität, Einfallsreichtum und ist im Großen und Ganzen sehr gut durchdacht. Außerdem gibt es einige sehr emotionale Stellen, die mich sehr berührt haben.
Ich hätte mir zwar den Schluss noch etwas ausführlicher gewünscht, da dann noch einige Sachen offen sind, aber dennoch konnte mich das Ende überzeugen.

Die Protagonisten:
Tamara, Alissa, Leon, Hannes und Kora sind alle sehr unterschiedlich, aber außerordentich liebevoll und detailliert ausgearbeitet. Jeder hat seine eigene Geschichte und Vergangenheit, auf die ich jetzt hier nicht weiter eingehen werde, da das zu viel verraten würde.
Obwohl fünf Hauptprotagonisten schon sehr viele sind, konnte ich mich ohne Probleme auf die verschiedenen Persönlichkeiten einstellen und habe die ganze Zeit mit ihnen gefiebert.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist außerordentlich leicht und locker zu lesen und weiß zu fesseln. Antje Wagner schreibt sehr bildhaft und sorgt durch tolle Beschreibungen dafür, dass man völlig in die Welt des Buches eintauchen kann. Man merkt gar nicht, wie die Seiten dahinfliegen.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Tamara, Alissa, Leon, Hannes und Kora geschildert (personaler Erzähler), was ich hier sehr gut umgesetzt finde. Obwohl es recht viele Perpektiven sind, merkt man beim Lesen immer direkt aus welcher Perpektive die Handlung gerade geschildert wird, selbst wenn man nicht auf die Überschriften achtet.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt und wirkt geheimnisvoll und mystisch. Mich hat es direkt angesprochen.
Auch der Titel passt gut, da die Fünf sich in einem Art Vakuum befinden, wo die Zeit stillt steht und sie völlig alleine sind.

Fazit:
"Vakuum" ist ein Buch, dass sich Fans von spannenden und ungewöhnlichen Büchern nicht entgehen lassen sollten. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, was vor allem an den authentischen Protagonisten und den überraschenden Wendungen gelegen hat.
(4,5 Punkte)

  (5)
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Für immer die Seele
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(101)

235 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

jugendbuch, liebe, visionen, wiedergeburt, london

Für immer die Seele

Cynthia J. Omololu , Jutta Wurm
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.02.2013
ISBN 9783791515052
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Als Cole zusammen mit ihrer Schwester Kat nach London reist, um ihren Vater auf einer Geschäftsreise zu begleiten, geschehen seltsame Dinge. Cole hat auf einmal Visionen aus der Vergangenheit und von völlig fremden Menschen. Im Tower of London wird sie dann von solch einer Vision übermannt und verliert das Bewusstsein. Griffon, der in den Ferien seinen Vater in London besucht, hilft ihr danach. In San Francisco treffen sich die beiden wieder. Nach und nach lernt Cole Griffon näher kennen und erfährt, was hinter ihren Visionen steckt und das sie in Gefahr ist.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist sehr angenehm und da ich London an sich liebe, finde ich es schön, dass das Buch dort beginnt.
Was mir hier sehr positiv aufgefallen ist, ist dass der Klappentext sehr wenig verrät und man so zu Beginn nicht recht einschätzen kann, was auf einen zukommt. Oft verraten die Klappentexte zu viel und haben mir dadurch den Lesespaß verdorben.
Die Idee des Plots gefällt mir sehr gut, denn hier wird eine andere Art der Wiedergeburt beleuchtet und gerade Coles Visionen finde ich sehr faszinierend. Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen, um nicht zu viel zu verraten.
Die Umsetzung sehr gelungen und die ganze Idee ist gut durchdacht.
Die Handlung beginnnt erst recht seicht und geheimnisvoll. Nach dem schönen Einstieg hat mir das Buch erst nicht besonders gut gefallen, da es etwas braucht bis die Handlung an Fahrt aufnimmt. Zuerst wirkte das Buch auf mich eher langweilig, aber das änderte sich schnell, als ich erfuhr, was hinter den Visionen steckt. Von da an hat das Buch deutlich an Spannung und Einfallsreichtum zugelegt und mich in seinen Bann gezogen.
Des Öfteren haben mich einige Wendungen überrascht und oft wusste ich nicht, was als nächstes kommt.
Die Liebesbeziehung, die einen Großteil der Handlung einnimmt, ist ebenfalls gut umgesetzt und es ist völlig nach meinem Geschmack, dass es keine Dreiecksbeziehung gibt. Dabei ist es sehr atmosphärisch und romantisch, aber nicht kitschig.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, bietet aber viel Stoff für den Folgeband.

Die Protagonisten:
Nicole, von allen nur Cole genannt, ist ein Wunderkind. Sie konnte schon von klein auf Cello spielen und gibt mittlerweile selber Unterricht. Ihre Mutter fördert sie schon seitdem sie denken kann und besteht darauf, dass nichts anderes wichtig ist. So hat Cole kein Leben, wie jedes andere 16-jährige Mädchen. Sie ist mir von Beginn an sympathisch gewesen und als sie Griffon kennenlernt, habe ich stets mit ihr mitgefiebert.
Griffon ist zuerst etwas blass beschrieben. Das ändert sich aber mit der Zeit, wenn man mehr über seine Vergangenheit erfährt. Er ist ein vielschichtiger und interessanter Protagonist.
Insgesamt sind die Protagonisten authentisch und liebevoll ausgearbeitet.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist wunderbar eingängig und leicht und locker zu lesen. Da er aus der Ich-Perpektive von Cole geschrieben ist, ist auch vieles in Jugendsprache gehalten und einfach erklärt. Generell mag ich gerne Bücher, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind.
Cynthia J. Omololu vermag es den Leser durch eine besonders atmosphärische Schreibweise zu fesseln.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ein Traum. Es gehört definitiv zu meinen liebsten Covern, da die Farbwahl und die Gestaltung einzigartig ist.
Der Titel passt besser, als man zu Beginn denken mag. Im Nachhinein finde ich ihn mehr als passend.

Fazit:
Wer nach einem Jugendbuch mit einer neuartigen Idee und einer großartigen Atmosphäre sucht, macht mit "Für immer die Seele" nichts falsch. Mich konnte es besonders durch die Idee hinter dem Buch und einem tollen Schreibstil begeistern.

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Æthermagie
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(12)

41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

wien, steampunk, abenteuer, magie, baronesse

Æthermagie

Susanne Gerdom
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 01.09.2012
ISBN 9783800056866
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Kato, die Tochter des Barons von Mayenburg, lebt in Wien zur Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs. Wien befindet sich im Krieg mit den sogenannten Engeln, die gegen die Ausbeutung der Elementarwesen sind. Diese Wesen werden von den Menschen eingesperrt und erleiden Schmerzen, sorgen aber durch Æther auch für Licht, Wärme und Energie und werden als Waffe missbraucht.
Kato gehört zu den wenigen Menschen, die die Elementarwesen sehen, den sogenannten Sensitiven. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr und auf einmal wird sie verfolgt und muss ihr bisheriges Leben hinter sich lassen. Sie landet in Brünnlfeld, einer Irrenanstalt und sieht schreckliche Experimente und nach und nach kommt sie hinter die Geheimnisse der Elementarwesen.

Meine Meinung:
Der Einstieg in Æthermagie ist nicht der Leichteste. Das hat zwei Gründe.
Der erste Grund ist, dass ich zuerst ein paar Probleme mit den Namen hatte, da die einzelnen Protagonisten mal mit Spitznamen, mal mit dem Vornamen, mal mit dem Nachnamen und mal mit dem Titel angesprochen wurden. Das ist zwar immer sehr zutreffend und passend, hat mich aber zwischendurch verwirrt.
Der zweite Grund ist, dass ich die einige Kapitel brauchte um die Zusammenhänge der Welt in der das Buch spielt zu verstehen, denn gerade die Idee der Ætherwesen war zuerst nicht so leicht zu verstehen.

Doch nachdem diese beiden Punkte überwunden waren, habe ich das Buch geliebt. Besonders gefällt mir dir Originalität der Handlung, denn hier erlebt man als Leser etwas, dass man so noch nicht gelesen hat.
Susanne Gerdom hat sich zudem viel mit dem Thema Irrenanstalt beschäftigt, was man in dem Buch einfach merkt. Zwar gibt es dadurch einige Stellen, die nichts für zarte Gemüter sind, aber dennoch sind vor allem die Experimente der Irrenanstalt nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern alles wirkt gut recherchiert und bietet einen authentischen Rahmen für die Handlung.
"Æthermagie" wird zwar dem Genre Steampunk zugeordnet, aber ich kann jedem versichern, dass man das Buch auch gut lesen kann, wenn man das Genre so gar nicht leiden kann. Susanne Gerdom geht bei den technischen und steampunktypischen Aspekten nicht zu sehr ins Detail und verbindet es mit tollen Fantasyelementen. Diese Mischung konnte mich direkt überzeugen.
Zudem gibt es sehr viele überraschende Wendungen und spannende Momente, so dass das Lesen zum wahren Vergnügen wird. Susanne Gerdom versteht es den Leser in die Irre zu führen, so dass man nie weiß, was als nächstes passiert. Ich liebe solche unberechenbaren Bücher.
Das Buch zeigt insgesamt eine eher düstere Grundstimmung, was viel an den Experimenten der Irrenanstalt liegt. Aber diese düstere Grundstimmung passt zu der Handlung, alles andere würde kein so gutes Gesamtbild ergeben.
Dabei ist das Buch sehr atmosphärisch und entführt den Leser in eine ganz eigene Welt, aus der es schwer ist wieder aufzutauchen. Es ist alles sehr detailliert beschrieben und vor allem die Beschreibungen der Elementarwesen, haben es mir angetan.
Das Buch ist in sich abgeschlossen, auch wenn das Ende viele Fragen offen lässt und den Leser neugierig auf den zweiten Band macht.

Die Protagonisten:
Die Protagonisten sind mit das Beste an dem ganzen Buch. Sie haben ihren ganz eigenen Charme und bieten so viele verschiedenen Facetten, dass man oft nicht weiß, was hinter den Protagonisten steckt.
So wurde ich sehr oft überrascht und musste oft meine Einschätzungen zu den Personen ändern.
Dabei sind nicht nur die drei Hauptprotagonisten Kato, Katalin und Shenja überzeugend ausgearbeitet, sondern auch alle Nebenprotagonisten. Alle Protagonisten zeigen eine Tiefgründigkeit, die man so nur selten liest.
Vor allem Kato ist mir hier richtig ans Herz gewachsen. Sie ist dickköpfig und geht ihren eigenen Weg. Sie ist nicht die einfachste Protagonsitin, aber hat ihren ganz eigenen Reiz.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie für Susanne Gerdom typisch sehr gut zu lesen. Hier hat sie den Stil von der Sprache und Wortwahl an die Zeit in der das Buch spielt angepasst, was mir sehr gut gefallen hat. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, was aber weniger am Schreibtil lag, sondern an den Namen und dem Inhalt, ist es sehr schnell und einfach zu lesen. Die Erklärungen sind so gewählt, dass man der Handlung gut folgen kann. Alles ist sehr bildhaft, fesselnd, emotionsreich und einfach fantastisch geschrieben.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert und zwar aus den der drei Hauptprotagonisten Kato, Katalin und Shenja (personaler Erzähler), was gut zu der Handlung passt und dem Leser alle drei Protagonisten näher bringt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir an sich echt gut. Das Mädchen zeigt einen so herausfordernen Blick, wie ich ihn mir bei Kato gut vorstellen könnte. Allerdings passt es eher weniger zu der düsteren Grundstimmung des Buches.
Der Titel dagegen passt vortrefflich.

Fazit:
"Æthermagie" ist ein Buch, was nicht nur Steampunk-Fans begeistern dürfte. Hier wird Steampunk mit Fantasy verbunden und kann durch facettenreiche und tiefgründige Protagonisten, überraschenden Wendungen und einer originellen Handlung überzeugen.
Einzig der Einsteig gehört nicht zu den Leichtesten.
(4,5 Punkte)

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Shadow Falls Camp – Erwacht im Morgengrauen
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(137)

250 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

vampire, kylie, feen, lucas, derek

Shadow Falls Camp – Erwacht im Morgengrauen

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 19.12.2012
ISBN 9783841421289
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Die Handlung:
Kylie hat sich mittlerweile im Sommercamp eingelebt und fühlt sich da zu Hause. Das Camp soll zu einem Internat werden, auf das sie ebenfalls gehen möchte. Doch noch immer weiß sie nicht, was für ein Wesen sie ist und was sie noch für übernatürliche Fähigkeiten bekommen wird. Dadurch steckt sie in einer ziemlichen Identitätskriese. Und als wäre das noch nicht genug, warnt sie ständig ein Geist, dass jemand, den sie liebt sterben wird. Dabei sind die Aussagen alles andere als eindeutig. Auch ihre Gefühle zu Derek und Lucas machen ihr zu schaffen und zum krönenden Abschluss scheint sie verfolgt zu werden. Kylies Leben ist also alles andere als einfach...

Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass ich den ersten Band der Reihe gelesen habe. Dennoch war ich direkt wieder in der Handlung drin. Der Einstieg ist einfach und gut gewählt, ohne zuviel aus dem Vorband zu wiederholen.
Mich konnte der Vorband nicht völlig überzeugen, aber diese Forsetzung toppt diesen meiner Meinung nach um Längen.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt. Ich habe stellenweise ein richtiges Gefühlschaos mitgemacht. Von Tränen, über Herzklopfen, bis hin zum Lachen, war alles dabei. Ich konnte gar nicht anders, als mit Kylie zu fühlen.
Dabei gefällt mir die Grundidee des Plots ausgesprochen gut, da ich gerne viele verschiedene Fantasywesen vereint sehe. Hier sind diese auf eine originelle und tolle Art dargestellt.
Die Handlung ist vereinzelt vorhersehbar, aber dennoch gibt es viele Überraschungen und spannende Wendungen.
Auch der Spannungsbogen ist hier deutlich spürbar. Wo mir Band eins zu seicht war, ist Band zwei atemberaubend, rasant und einfach spannend. In dem Band überschlagen sich die Ereignisse und es gefällt mir besonders gut, wie Kylies alltägliche Teenagerprobleme, mit den Problemen der übernatürlichen Wesen zusammen spielen, so dass ein stimmiges Ganzes entseht.
Leider gibt es hier weiterhin eine Dreiecksbeziehung zwischen Kylie, Derek und Lucas. Generell mag ich solche Dreiecksgeschichten, in denen sich die Hauptprotagonistin nicht zwischen zwei gutaussehenden und tollen Jungs entscheiden kann, nicht und auch hier hätte ich darauf verzichten können. Da Kylies Gefühle aber ausgesprochen gut dargestellt sind, hat es mich hier kaum gestört.
Das Ende ist grandios, überraschend und spannend und ich freue mich schon sehr auf den dritten Band.

Die Protagonisten:
Kylie ist sehr sympathisch und entdeckt in dem Band nach und nach mehr von ihren Fähigkeiten. Ich mag sie als Hauptprotagonistin wirklich gerne, obwohl es mich zwischendurch gestört hat, wie lange sie braucht um hinter die Botschaft des Geistes kommt. Denn die habe ich schon weit vor ihr verstanden. Dennoch entwickelt sie sich toll und ich hatte keine Probleme mich in sie und ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen.
Derek, der Feenjunge, ist mir persönlich ja etwas zu lieb. Er ist sympathisch und seine Fähigkeiten sind sehr interessant. Bei ihm fehlt mir so ein bisschen die Tiefgründigkeit. Dennoch möchte ich ihn in dem Buch nicht missen.
Auch Lucas kommt wieder in dem Band vor und er gehört zu meinen liebsten Protagonisten. Er besticht durch Tiefgründigkeit und ich mag sein wildes Werwolftemperament.
Wie schon im Vorband sind alle Protagonisten liebevoll und detailliert ausgearbeitet.

Der Schreibstil:
Da die Handlung aus der Sicht von Kylie verfasst ist (personaler Erzähler), ist relativ viel Jugendsprache in dem Buch vorhanden, was ich sehr passend finde. Dazu ist der Schreibstil einfach gehalten und locker zu lesen und kommt ohne viele Schnörkel aus. C.C. Hunter vermag es durch detailreiche Beschreibungen Bilder vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist wunderschön und passt zur Reihe, so hat es Wiedererkennungswert. Die Farbgebung und Gestatung ist toll gewählt und alles passt gut zusammen. Das Cover ist ähnlich, wie das Originalcover, aber leicht abgeändert. Dennoch is der Wasserfall zu sehen, der für Kylie in dem Band wichtig wird.
Der Titel passt ebenfalls zu der Handlung und der Reihe.

Fazit:
"Shadow Falls Camp- Erwacht im Morgengrauen" ist für mich eine grandiose Fortsetzung, die mir um Längen besser gefällt, als der Vorband. Hier sind die Gefühle sehr lebendig und es mangelt nicht an Spannung und Lesegenuss.
Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band.
(4,5 Punkte)

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Asche und Phönix, inkl. E-Book
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(210)

415 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 86 Rezensionen

fantasy, ruhm, frankreich, ash, kai meyer

Asche und Phönix, inkl. E-Book

Kai Meyer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2012
ISBN 9783551582911
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Die junge Ash führt ein Leben ohne Heimat. Sie bestiehlt die Reichen und ist nirgendwo wirklich zu Hause. Ganz anders Parker. Er ist ein reicher Filmstar, der unter der Fuchtel seines Vaters steht. Doch dann spricht er sich öffentlich gegen seinen Vater aus und alles ändert sich. Er erwischt Ash in seinem Hotelzimmer beim Stehlen und flieht mit ihr zusammen vor seinem Leben. Gemeinsam begeben sie sich an die Côte d’Azur und schnell wird klar, dass Parker nicht nur von Paparazzis verfolgt wird. Etwas Teuflisches ist ihm auf den Fersen...

"Asche und Phönix" hat mich wirklich überrascht. Der Klappentext wirkt noch ziemlich harmlos, aber dann kommen immer wieder heftige, teils sehr ecklige Stellen und es herrscht eine düstere Grundstimmung vor. Also zartbesaidete Menschen sollten sich auf jeden Fall eine andere Lektüre vornehmen.
Auch handelt es sich hierbei um ein Fantasybuch, was auch nicht direkt klar ist.
Mir persönlich hat es außerordentlich gut gefallen.
Aufgelockert wurde das ganze durch einige humorvolle Stellen und wunderschönen Landschaftsbeschreibungen.
Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Der Einstieg ist direkt packend und zieht den Leser so in seinen Bann, das man das Buch kaum weglegen möchte.
Der ganze Plot ist neuartig und Kai Meyer verknüpft Altbekanntes mit neuen Aspekten und gibt allem seine persönliche Note. Ich liebe solche Bücher.
Stets gibt es überraschende Wendungen und neue Ereignisse mit denen der Leser nicht rechnet. Verschiedene Handlungsstränge werden perfekt miteinander kombiniert.
Dazu ist der Plot sehr gut ausgeklügelt und bietet ein logischen Aufbau.
Die Spannung wird stetig aufgebaut und es endet in einem grandiosen Finale.
Wie so oft, gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die aber eher im Hintergrund stattfindet und sich gut in die Haupthandlung eingliedert. Ich finde, dass sie sehr gut zu dem Gesamtbild des Buches passt, ohne Überhand zu nehmen.
Das Buch ist in sich abgeschlossen und ein Einzelband, was zusätzlich positiv ist.

Die Protagonisten:
Alle Protagonisten haben Ecken und Kanten, keiner ist perfekt und so hatte ich auch am Anfang ein paar Probleme mit den beiden Protagonisten Ash und Parker. Aber schnell habe ich beide lieb gewonnen, denn sie sind einfach, wie Menschen im richtigen Leben, was alles noch authentischer und realistischer wirken lässt. Die Protagonisten sind alle wunderbar ausgearbeitet und selbst die Nebenprotagonisten zeigen ein gewisses Maß an Tiefgründigkeit.
Ash entwickelt sich in dem Buch zu einem richtig starken Menschen. Sie ist tough, steht zu ihrer Meinung und zeigt oft sehr viel Mut.
Parker ist auf den ersten Blick langweilig, aber zeigt dann durchaus viel Tiefe.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist wunderbar einfach und locker gehalten. Durch detaillierte Beschreibungen und einer grandiosen Art, die Dinge auszudrücken fliegen die Seiten nur so dahin. Untermalt wird das Ganze durch kurze Kapitel, die oft mit einem Cliffhanger enden. Dem Leser wird zu keiner Zeit langweilig.
Die Handlung wird meist abwechselnd aus Parkers oder Ashs Sicht geschildert (in der 3. Person), es gibt aber auch Passagen, die kursiv geschrieben sind und die Sicht eines zuerst unbekannten Protagonisten schildern.
Dieser Wechsel zwischen Ash und Parker hat mir außerordentlich gut gefallen, da ich so einen besseren Zugang zu beiden bekommen habe.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ein Traum, ein richtiger Blickfänger und es passt zu der wunderbaren Landschaft in der das Buch spielt.
Unter dem Schutzumschlag befindet sich eine wunderschöne und passende Covergestaltung aus Polaroidfotos, die man versteht, wenn man das Buch liest.
Der Titel ist interessant und gibt einige Interpretationsmöglichkeiten.

Fazit:
"Asche und Phönix" war mein erstes Buch von Kai Meyer und es wird definitiv nicht mein Letztes gewesen sein.
Mich konnte sein Schreibstil, gepaart mit neuartigen Ideen, einem tollen Plot und realistischen Protagonsiten überzeugen.

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Der Feenturm
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(45)

124 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

schottland, fantasy, zeitreise, kelten, liebe

Der Feenturm

Aileen P. Roberts
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783442477111
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Handlung:
Dana, eine junge Deutsche, die gerade von ihrem Freund betrogen wurde, macht sich mit ihrer besten Freundin Marita zu einer Rucksacktour durch Schottland auf. Eines Tages kommen die Beiden zusammen mit zwei Medizinstudenten an eine verfallene Turmruine und Dana wird magisch davon angezogen. Durch eine Wette übernachtet Dana völlig alleine dort. Bei der Ruine begegnet ihr der Geist von Rionach, einer Piktenkriegerin, die vor 2000 Jahren in Schottland gelebt hat. Diese möchte, dass Dana für sie in die Vergangenheit zurückkehrt und ihren Mann dazu bringt ihren Tod zu rächen. Zuerst glaubt Dana nicht daran und flieht vor Rionach. Doch der Gedanke an die Vergangenheit lässt sie nicht in Ruhe und so nimmt ihr Schicksal seinen Lauf.

"Der Feenturm" war mein erstes Buch von Aileen P. Roberts und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.
Sie schafft es durch detaillierte Beschreibungen, die Highlands dem Leser näher zu bringen. Wer vor dem Buch kein Interesse an Schottland gehabt hat, wird danach unbedingt dahin wollen um alles mit eigenen Augen sehen. Man merkt einfach, dass die Autorin selber Schottland liebt und schon oft da war. Das macht ihre Beschreibungen für mich sehr lebendig.
Auch sind die geschichtlichen Aspekte der Kelten und Pikten, über die wenig bekannt ist, sind so gut ausgebaut, dass man das Gefühl hat, dass es wirklich so hätte sein können.
Ich habe mich selber lange Zeit für die Kelten interessiert, so dass das Buch für mich etwas ganz Besonderes war.
Dazu ist der Einstieg sehr gut gewählt. Man wird nicht direkt in die Vergangenheit geschmissen, sondern lernt erst einmal die Protagonisten, allen voran Dana näher kennen. So ist der Einstieg zwar recht seicht, bereitet den Leser aber gut auf die weitere Handlung vor. Die Handlung nimmt dann auch zusehends an Fahrt auf und gerade die Teile in der Vergangenheit haben mich gefesselt.
Dabei gibt es immer wieder überraschende Wendungen und das Buch endet anders, als ich erwartet hätte. Das ist aber nicht schlecht, sondern im Gegenteil. Alles andere wäre zu vorrausehbar und langweilig gewesen. Verschiedene Handlungsstränge sind gut miteinander verbunden und wirken stimmig.
Außerdem gefällt es mir auch, dass auf die Lebensweise der Kelten und Pikten eingegangen wurde, was den einen oder anderen vielleicht langweilen könnte, mich aber begeistert hat. Alles wirkt authentisch und gut überlegt und ergibt ein stimmiges Ganzes.

Die Protagonisten:
Dana ist mir sehr schnell sympatisch geworden und es gefällt mir gut, wie sie sich in dem Buch weiterentwickelt. Sie lernt viele Menschen kennen, egal ob in der Gegenwart oder in der Vergangenheit und wächst an ihren Erfahrungen. Dabei sind immer wunderbar ihre Gefühle geschildert, so dass ich stest mit ihr fühlen konnte.
Um nicht zu viel zu verraten gehen ich nicht weiter auf andere Protagonisten ein.
Aber alle Protagonisten sind liebevoll und authentisch ausgearbeitet. Manche haben so ihre Macken, aber das macht sie nur interessanter. Kein Mensch ist perfekt und das wurde hier sehr gut umgesetzt.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist wunderbar bildhaft und hat es geschafft die Vergangenheit und Schottland vor meinem inneren Auge lebendig zu machen. Dabei ist der Schreibstil recht einfach gehalten, ohne verschachtelte Sätze. Dadurch lässt es sich sehr zügig lesen. Aileen P. Roberts schreibt sehr emotional und fesselnd.

Die Geschichte ist meistens aus der Sicht von Dana geschrieben (personeller Erzähler), so dass man als Leser sehr nahe an ihren Gefühlen und die Geschehnisse, die sie betreffen, dran ist.
Es gibt auch ein paar Passagen, die aus verschiedenen anderen Sichten geschildert sind, so dass man als Leser einen guten Gesamtüberblick bekommt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist wunderschön und wirkt direkt sehr mystisch. Es ist völlig nach meinem Geschmack und passt sehr gut zum Inhalt und zu dem Titel. Auch der Titel passt gut, da beim Feenturm alles richtig anfängt.

Fazit:
Wer Schottland vor dem Buch nicht liebt, wird es spätestens danach tun. Mich hat "Der Feenturm" mit seinen detaillierten Beschreibungen und wunderbaren Handlung, mit tollen Protagonisten völlig überzeugt.

  (6)
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Eukalyptusmond
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(15)

35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

australien, work and travel, liebe, jugendbuch, fliegen

Eukalyptusmond

Christine Lehmann , Carolin Liepins
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 01.11.2012
ISBN 9783522502870
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Lena kommt für ein Work & Travel nach Australien. Zwar hat sie sich zum Arbeiten auf einer Farm im Outback angemeldet, aber nie vor da wirklich aufzutauchen. Nicht umsonst hat sie ein Jahr vor ihrem Abitur die Schule abgebrochen, um mit Hanna, ihrer besten Freundin, durch Australien zu reisen, Party zu machen und ihr Leben zu genießen. Doch dann kommt alles anders, denn Hanna erscheint nicht wie vereinbart beim Flughafen. Nun ist die 18-jährige auf sich alleine gestellt und ihr bleibt nichts anderes übrig, als doch zur Farm zu gehen. Dort ist nichts so, wie sie es sich erträumt hat. Harte Arbeit und wenig Spaß stehen an der Tagesordnung, doch dann trifft sie Bran und alles ändert sich.

Der Einstieg in das Buch ist mir wunderbar leicht gefallen. Durch detaillierte und traumhaft schöne Beschreibungen, die Australien vor meinem inneren Auge zum Leben erweckt haben, war ich direkt gefesselt. Dieses Buch weckt Fernweh und entführt den Leser ans andere Ende der Welt.
Dabei begleitet man Lena, die orientierungslos durchs Leben geht und verfolgt, wie sie ihren Weg findet und erwachsen wird. Das macht den Hauptpunkt der Handlung aus und ist sehr gut umgesetzt.
Dabei ist das Buch aber keineswegs langweilig, sondern kann durch einige spannende und überraschende Wendungen und Geheimnisse stets fesseln.
Besonders gut hat mir gefallen, dass immer wieder die Lebensweisen der Australier und der Ureinwohner in die Haupthandung geschickt einfließen. Das hat den Plot bereichert und macht für mich das Buch besonders lesenswert.
Alles wirkt gut überlegt und authentisch und selbst, wenn es Stellen gibt, bei denen man als Leser erst mal stutzt und denkt, dass das so nicht sein kann, hat doch alles Hand und Fuß und ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Welche das nicht, möchte ich hier nicht erläutern, weil das zu viel vorweg nehmen würde.
Das ganze Buch wird mit einem stimmigen Ende abgerundet, was vielleicht etwas vorraussehbar ist, aber einfach passt.

Die Protagonisten:
Mit Lena hatte ich zuerst meine Probleme. Sie wirkt für ihr Alter zuerst naiv und ist eine Träumerin, ohne wirkliche Ziele. Da ich in ihrem Alter ganz anders war und immer wusste, was ich mal werden möchte, hat mich das erst gestört. Dennoch gibt es viele junge Menschen, die in dem Alter Probleme haben ihren Platz in der Welt zu finden und so ist Lena auf jeden Fall eine authentische und liebenswerte Protagonistin.
Lena entwickelt sich sehr in dem Buch und das hat mir mit am besten gefallen.
Generell sind alle Protagonisten so ausgearbeitet, dass man das Gefühl hat, man könnte ihnen auch im wirklichen Leben begegnen. Den einen mag man mehr, den anderen weniger, aber jeder hat seinen ganz eigenen Charme.
Besonders gut hat mir dabei Bran gefallen, da er viele Geheimnisse verbirgt, die man nach und nach lüftet.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist wunderbar leicht und locker gehalten. Er weiß durch faszinierende Beschreibungen und einem angenehmen Spannungsaufbau zu überzeugen. Da das Buch aus der Ich-Perpektive von Lena geschrieben ist, ist es in einer lockeren Jugendsprache gehalten, was sehr gut passt. Dazu finde ich es sehr gelungen, dass hier die Ich-Perspektive gewählt ist, weil man so Lenas Veränderung und ihre ganze Gefühlwelt als Leser hautnah miterlebt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist etwas ganz Besonderes und fällt vor allem durch die knalligen Farben direkt ins Auge. Mir gefällt es wirklich gut und auch der Titel ist passend zum Thema gewählt.

Fazit:
Mit "Eukalyptusmond" hat Christine Lehmann ein ganz besonderes Buch über Australien geschrieben, bei dem ein Mädchen ihren Platz in der Welt erst noch finden muss. Ich denke, dass das Buch nicht nur Australienfans begeistern kann, sondern für alle Leser geeignet ist, die Fernweh haben und einmal in ein völlig fremdes Land abtauchen wollen.
Mich hat das Buch verzaubert und das ganz ohne Fantasyelemente, was bei mir doch eher selten ist.

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Das verbotene Eden. David und Juna
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(351)

707 Bibliotheken, 6 Leser, 15 Gruppen, 143 Rezensionen

dystopie, liebe, david, juna, hass

Das verbotene Eden. David und Juna

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 18.08.2011
ISBN 9783426283608
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
In einer dystopischen Welt, 65 Jahre nach dem Zusammenbruch der Zivilisation, wie wir sie heute kennen, leben David und Juna. Durch einen mutierten Virus hassen sich Männer und Frauen und leben seither getrennt und in Krieg miteinander. Über die Jahre wurde der Hass geschürt. Doch die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben. Kaum noch Kinder werden geboren und eine Liebe zwischen Männern und Frauen schient nicht mehr möglich. Doch dann treffen Juna und David aufeinander und alles verändert sich.

Die Handlung ist auf den ersten Blick vielleicht nichts Besonderes. Die Menschheit lebt im Krieg, Menschen leben eher wie im Mittelalter und es gibt kaum noch Technik und Bücher.
Ich liebe Dystopien und lese wirklich viele Bücher aus dem Genre. So musste ich natürlich auch einen Blick in die Welt von David und Juna riskieren und ich wurde nicht enttäuscht. "Das verbotene Eden" zählt zu meinen liebsten Dystopien.
Thomas Thiemeyer schafft es Altbekanntes mit neuen Ideen zu verweben, so dass etwas Neuartiges und völlig Interessantes zu Stande kommt. Die Idee, dass Männer und Frauen sich zutiefst hassen, finde ich sehr faszinierend, weil dadurch viele Probleme auftauchen. Immerhin müssen Kinder geboren werden, damit die Menschheit bestehen kann, was durch den Hass natürlich erschwert ist. Viele Aspekte die damit einhergehen wurden bedacht, so dass die Zusammenhänge schlüssig wirken.

Einzig die Tatsache, dass das ganze Wissen von vor dem Zusammenbruch verschwunden sein soll, hat mich irritiert. Immerhin gibt es noch lebende Menschen, die vor 65 Jahren gelebt haben und noch etwas Wissen weiter geben könnten. Das war aber auch der einzige Aspekt, den ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich halte es für sehr realistisch, dass die alten Häuser Ruinen sind und vieles zerstört ist. Auch dass die ganze Weltanschauung sich in so kurzer Zeit verändert, kann ich mir gut vorstellen. Alles in allem halte ich die Welt in der David und Juna leben für glaubwürdig und denkbar.

Besonders gut hat es mir gefallen, wie unterschiedlich Männer und Frauen leben und wie doch das eine oder andere Vorurteil mit eingeflochten wurde. So fahren z.B. nur die Männer Autos oder Motorräder und die Frauen leben eng mit der Natur verbunden.
Spannung baut sich nach und nach auf und es gibt immer wieder Höhepunkte und überraschende Wendungen, so dass ich an das Buch gefesselt wurde. Nach einem seichten Einstieg nimmt die Handlung immer mehr an Fahrt auf und endet in einem grandiosen Finale.
Die Liebesbeziehung zwischen David und Juna ist dabei nur zweitrangig und nimmt nicht viel Raum in der Handlung ein. Gerade das finde ich passt zu dem Buch.

Die Protagonisten:
Juna ist eine starke, mutige Kriegerin, die ihre Ideale vertritt. Ihr wurde von klein auf eingetrichtert, dass Männer Teufel sind und bisher hatte sie keinen Anlass daran zu zweifeln, bis sie auf David trifft.
Dieser ist ein Mönch, liebt seine Bücher und ist sehr liebenswürdig. Auch ihm wurde beigebracht das andere Geschlecht zu hassen, aber hin und wieder hat er Zweifel. Er liest sehr gerne "Romeo und Julia" und hinterfragt gerne, dass was er eingetrichtert bekommen hat.
Alle Protagonisten, auch die Nebenprotagonisten, sind tiefgründig, liebevoll ausgearbeitet und haben mit zu meinem großen Lesevergnügen beigetragen. David und Juna sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich konnte gar nicht anders, als mit den Beiden zu fühlen.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist schlichtweg fesselnd, dabei locker und leicht, detailliert und faszinierend. Kurz gesagt: Er hat alles, was einen wundervollen Schreibstil ausmacht.
Die Handlung wird meistens aus der Perpektive von Juna und David, aber auch hin und wieder aus anderen Perpektiven beschrieben (personaler Erzähler). So hat man als Leser einen wunderbaren Gesamteindruck.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist passend. Es zeigt David und Juna und sticht ins Auge.
Der Titel macht neugierieg, auch wenn der Inhalt auf den ersten Blick nicht sehr viel damit zu tun hat. Wenn man das Buch gelesen hat, kann man sich aber sehr gut die Bedeutung von dem Titel erklären.

Fazit:
Wer eine fantastische Dystopie mit tiefgründigen Protagonisten, einer tollen und rasanten Handlung, ohne zu viel Kitsch und einem wundervollen Schreibstil sucht, sollte auf jeden Fall "Das verbotene Eden" lesen. Mich hat es begeistert.

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Tödliche Wahrheit
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(249)

502 Bibliotheken, 17 Leser, 12 Gruppen, 97 Rezensionen

dystopie, liebe, tris, fraktionen, ferox

Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2012
ISBN 9783570161562
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Tris und Four flüchten nach dem Angriff der Ferox, die in einer Simualtion feststeckten, mit ein paar anderen zu den Amite. Die meisten Altruan, zu denen auch Tris Eltern gehörten, sind tot. Nur ihr Bruder Caleb ist ihr geblieben und die Fraktionen rüsten sich zum Krieg. Dabei haben die Unbestimmten, zu denen auch Tris gehört, eine besondere Bedeutung und Tris möchte heraus finden, was dahinter steckt. Die Amite haben es sich zur Aufgabe gemacht neutral zu bleiben und bieten allen Flüchtlingen Schutz, doch dieser Schutz wehrt für Tris und die anderen nicht lange. Und so flüchten sie weiter zu den Fraktionslosen, die ganz anderes sind, als Tris immer dachte...

Der Einstieg ist mir zuerst nicht ganz einfach gefallen, was erstens daran liegt, dass es schon etwas her ist, dass ich den Vorband gelesen habe. Zweitens wird man als Leser direkt ins Geschehen hineingeschmissen, ohne das viele Erklärungen folgen, was ich zwar an sich gut finde, aber hier hat das den Einstieg leider erschwert. Und drittens hat es mich irritiert, dass Four von Tris nur noch Tobias genannt wird und ich den Namen erst so gar nicht zu ordnen konnte.
Aber nachdem die ersten Schwierigkeiten überwunden waren, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Handlung geht rasant und voller Spannung weiter.
Dabei gibt es wahnsinnig überraschende Wendungen, so dass die Handlung hier nicht vorhersehbar ist. Vor allem das Ende hat mich sehr überrascht.
Was mir in dem Teil aufgefallen ist, ist der hohe Anteil von Brutalität und Gewalt. Im Vorband gab es den zwar auch schon, aber da war das größtenteils nicht real. Doch hier herrscht Krieg und das merkt man.
Für ein Jugendbuch finde ich, dass es zuviel Brutalität und Grausamkeit beinhaltet, auch wenn das zum Plot passt. Wäre es kein Jugendbuch, hätte ich den Punkt wahrscheinlich nicht erwähnt, aber so ist es mir doch wichtig.
Die Idee die hinter dem Plot steckt finde ich weiterhin sehr faszinierend und interessant. Manche Askepkte haben mich schon sehr nachdenklich gemacht.
Die Welt in der "Die Bestimmung" spielt kann man sich durch gute Beschreibungen, aber nicht zu detaillierte Darstellungen gut vostellen.

Die Protagonisten:
Tris lebt in ihrer Rolle als Ferox auf. Sie liebt es ihr Leben zu riskieren und übertreibt das des Öfteren. Insgesamt ist sie oft sehr depressiv, was ich aber verstehen kann, da sie gerade ihre Eltern verloren hat, einen guten Freund erschießen musste und nichts mehr so ist, wie es einmal war. Zwischendurch haben mich ihre Handlungen etwas irritiert. Man hat als Leser den Eindruck, dass sie lieber sterben würde und ihr Umgang mit Four/Tobias ist auch nicht so ganz einfach.
Sie verheimlicht ihm viel, so dass sich beide oft streiten und ihre Beziehung alles andere als harmonisch ist.
Über Four/Tobias erfährt man in dem Teil sehr viel. Man lernt ihn näher kennen und versteht ihn durch sein Erlebtes. Er ist mir schon lange sehr sympathisch.
Insgesamt sind die Protagonisten gut ausgearbeitet. Man weiß als Leser nur nie, wer Freund und wer Feind ist. Veronica Roth versteht es den Leser in die Irre zu führen und so haben mich einige Protagonisten doch sehr überrascht.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist düster, rasant, emotional und packend. Dabei aber einfach gehalten, so dass es sich sehr flüssig lesen lässt.
Wie auch der Vorgänger, ist es aus der Ich-Perspektive von Tris geschrieben, so dass man ihre starken Emotionen hautnah miterlebt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt zum Vorgänger und ist wunderschön gestaltet. Es zeigt das Zeichen der Amite, was zu dem Anfang des Buches passt. Es ist ein echter Blickfänger.
Der Titel passt ebenfalls zu der Reihe und auch zum Inhalt.

Fazit:
"Die Bestimmung-Tödliche Wahrheit" ist für Fans der Reihe ein absolutes Muss. Es überzeugt durch Spannung, starke Emotionen und überraschende Wendungen und hat mir rasante Lesestunden geboten.

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Rot wie das Meer
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(153)

380 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 76 Rezensionen

pferde, wasserpferde, insel, meer, liebe

Rot wie das Meer

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 430 Seiten
Erschienen bei script5, 01.11.2012
ISBN 9783839001479
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Geschichte:
Puck und Sean führen ein ganz unterschiedliches Leben, aber beide lieben ihre Insel Thisby. Dazu liebt Sean die Wasserpferde, Capaill Uisce genannt und nimmt jedes Jahr an dem sogenannten Skorpio-Rennen teil, bei dem Reiter auf den Capaill Uisce gegeneinander antreten. Doch die Pferde sind keine gewöhnlichen Pferde, sie sind Raubtiere, die zurück ins Meer wollen. Puck wurde eingetrichtert sich von dem Rennen und den Pferden fernzuhalten, aber um ihren Bruder noch etwas länger auf der Insel zu halten, meldet sie sich für das Rennen. Sie ist die erste Frau und hat es alles andere als leicht.

Mich hat das Buch direkt in seinen Bann gezogen. Der Einstieg ist mir leicht gefallen und schnell konnte ich mich nicht mehr davon losreißen.
Die ganze Idee, die hinter dem Buch steckt ist außergewöhnlich, mystisch und faszinierend. Die Legende der Wasserpferde habe ich in noch keinem Buch entdeckt und gerade deshalb hat es mich sehr gereizt das Buch zu lesen. Es ist anders und das ist gut so. Es ist erfrischend mal etwas völlig neues zu lesen, was einen beim Lesen nicht an andere Bücher oder Filme denken lässt.
Es passiert zwar im Großen und Ganzen relativ wenig, da es hauptsächlich um das Rennen und die Vorbereitungen für das Rennen geht, aber dennoch hat es mich schlichtweg bezaubert. Das Buch trieft nicht vor nervenaufreibender Spannung, hat aber dennoch seine spannenden und mitreißenden Momente und überraschende Wendungen, so dass mir beim Lesen nie langweilig wurde. Maggie Stiefvater legt viel Wert auf die Entstehung von Gefühlen und Freundschaften, so dass viel das soziale Miteinander von Mensch und Tier in den Vordergrund gerät. Das dürfte nicht bei jedem Leser Zuspruch finden, aber mir hat das sehr zugesagt.
Stellenweise gibt es sehr detailierte Beschreibungen und stellenweise lässt Maggie Stiefvater viel Raum für die Fantasie des Lesers. Das hat mir hier wirklich gut gefallen, weil alles stimmig wirkt und nicht mehr Details benötigt werden.

Die Protagonisten:
Puck habe ich ab der ersten Seite geliebt. Sie ist mutig, sympathisch, manchmal etwas schwierig und zickig, aber immer ehrlich. Ich mag ihre direkte Art und dass sie sich nicht, wie eine Lady benimmt. Sie lebt mit ihren beiden Brüdern in ihrem Elternhaus und ist eine Vollwaise. Puck ist einfach liebenswert und hat das Buch für mich zu etwas Besonderem gemacht.
Auch Sean hat mir sehr gut gefallen. Der ruhige, mürrische und zurückhaltende junge Mann, der Pferde, egal ob Wasserpferde oder normale Pferde liebt, passt zu der ganzen Atmosphäre des Buches.
Es hat mir viel Spaß gemacht die Beiden kennenzulernen und zu sehen, wie sie sich näher kommen. Das passiert auf authentische Art und ist keineswegs übertrieben.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist schlichtweg faszinierend, locker zu lesen und kommt ohne viele Details aus, was ich schon erstaunlich finde. Dabei bringt Maggie Stiefvater Emotionen und zwischenmenschliche Beziehungen sehr gut an den Leser.
Die Handlung wird mal aus der Sicht von Puck und mal aus der Sicht von Sean erzählt (Ich-Perspektive), was mir richtig gut gefallen hat. So konnte ich beide gut nachvollziehen und habe einen guten Überblick über die Gesamthandlung bekommen. Ansonsten wäre ich aus Sean wohl nie schlau geworden.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist wunderschön und passend zum Buchtitel gestaltet. Der Buchtitel passt wiederrum zum Inhalt, da das Meer bei dem Rennen oft voller Blut und somit Rot ist. Das Cover ist für mich ein echter Blickfänger und völlig nach meinem Geschmack.

Fazit:
Mit "Rot wie das Meer" hat Maggie Stiefvater ein wahres Meisterwerk geschaffen, was zwar nicht bei jedem Anklang finden wird, mich aber von der ersten bis zur letzten Seite faszinert und begeistert hat.

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Die unsterbliche Braut
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(43)

90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, unterwelt, henry, hades, götter

Die unsterbliche Braut

Aimée Carter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.11.2012
ISBN 9783862784790
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Geschichte:
Nachdem Kate die Prüfungen überstanden hat, Henrys Frau geworden ist und die Unsterblichkeit erlangt hat, hat sie ein halbes Jahr ohne Henry verbracht. Es steht ihr zu in den Sommermonaten zu machen, was sie möchte. So hat sie mit James ein halbes Jahr in Griechenland Urlaub gemacht und kehrt nun zu Henry zurück um die Königin der Unterwelt zu werden. Sie hat ihn vermisst, doch er begegnet ihr distanziert. Henry hat alle Hände voll zu tun, da sich der König der Titanen Kronos, der eingesperrt in der Unterwelt lebt, sich befreien möchte. Schließlich wird Henry zusammen mit einigen anderen Göttern entführt und Kate macht sich auf ihn zu finden.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es schließt nach einem halben Jahr an der Handlung des ersten Buches an und Kate kehrt nach Eden Manor zurück.
Ich finde es zwar etwas irritierend, dass die Götter modernere Namen haben, aber da weiter hinten steht, welcher Gott, welchen Namen trägt, bin ich da schnell wieder reingekommen.
Dieses Buch hat auch deutlich mehr mit der griechischen Mythologie zu tun, als der Vorgänger. Alleine schon dadurch, dass Kate über alles Bescheid weiß und in die Unterwelt geht. Aus diesem Grund hat mir "Die unsterbliche Braut" noch besser gefallen, als "Das göttliche Mädchen". Generell mag ich sehr gerne Bücher, die Mythologien aufgreifen.
Die ganze Handlung hat mich unglaublich fasziniert. Denn obwohl das Buch nicht vor Spannung überläuft, habe ich es in eins durchgelesen. Ich konnte es nicht mehr weg legen und die Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen. Die Unterwelt ist durch detaillierte Beschreibungen vor meinem Auge lebendig geworden.
Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und gerade das Ende hat mich sehr überrascht, so dass keine Langeweile aufkommen konnte.
Dabei nimmt einen Großteil des Plots die Liebesgeschichte um Hades/Henry und Kate ein, was für viele ein Kritikpunkt sein könnte. Diese wirkt aber nicht kitschig, sondern authentisch und liebenswert, so dass mich der Aspekt in keinster Weise gestört hat. Ich konnte gar nicht anders, als mit Kate zu fühlen.

Die Protagonisten:
Kate ist mir schon im Vorband ans Herz gewachsen. Sie ist einfach liebenswert und tut für ihre Ideale einfach alles. Als sie dann zu Henry zurückkehrt und nur auf Distanziertheit trifft, tat es mir in der Seele weh. Irgendwie mag ich Geschichten, wo nicht gleich die große Liebe da ist, sondern Probleme und Zerrissenheit auftritt. Und dieser Aspekt hat wohl auch den Hauptreiz der Handlung für mich ausgemacht.
Henry kommt relativ wenig in dem Buch vor, da er sehr distanziert und zurückhaltend ist, aber dennoch mag ich ihn. Man erfährt mehr über seine Vergangenheit und kann so sein Verhalten recht gut nachvollziehen.
Dass Persephone in dem Teil vorkommt, habe ich als sehr interessant empfunden. Das hat der ganzen Geschichte noch etwas mehr Pepp verliehen, obwohl sie mir im Grunde unsympathisch ist.
Alles in allem sind hier viele der Protagonisten besser ausgearbeitet als bei dem Vorband, was mir sehr gut gefällt.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, einfach und locker gehalten, so dass sich das Buch zügig lesen lässt. Gefühle werden ausdrucksstark dargestellt und durch faszinierende Beschreibungen, die nicht zu viel Überhand nehmen, mag er zu fesseln.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perpektive von Kate (Ich-Erzähler), was mir ihre Emotionen sehr nahe gebracht hat und dafür gesorgt hat, dass ich permanent mit ihr mitgefiebert habe.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt zu der Reihe und die antike Schrift wirkt ansprechend und sehr passend. Das Mädchen auf dem Cover ist deutlich ansprechender, als beim Vorband und alles in allem sind die Farben und die Gestaltung stimmig.
Der Titel passt ebenfalls und verrät nicht allzu viel.

Fazit:
Wer Band eins gemocht hat, wird nicht darum rumkommen dieses Buch zu lesen. Die ganze Reihe übt auf mich eine starke Faszination aus.
Ich habe das Buch an einem Tag gelesen und freue mich schon auf den nächsten Band. Wer allerdings ein Buch sucht mit einer actionreichen Handlung und ohne viel Liebe, der sollte vielleicht doch besser die Finger davon lassen.

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Saving Phoenix Die Macht der Seelen 2
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(97)

182 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

london, liebe, phoenix, seelenspiegel, savant

Saving Phoenix Die Macht der Seelen 2

Joss Stirling , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.11.2012
ISBN 9783423760621
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte:
Phoenix wurde in eine kriminelle Savant-Gruppe, der sogenannten Community, hineingeboren. Ihre Mutter war mit dem Anführer zusammen und nach ihrem Tod bleibt Phoenix nichts anderes übrig, als dort zu bleiben, da sie nichts anderes kennen gelernt hat. Von klein auf wurde ihr eingebläut, dass ein normales Leben für Savants (Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten) nicht möglich ist und ihr nichts anderes übrig bleibt, als zu stehlen, zu betrügen und niemandem zu vertrauen. Ihre gestohlenen Sachen müssen dem Anführer übergeben werden, vor dem jeder sich fürchtet.
Doch dann wird alles anders. Phoenix wird auf Yves (dem Bruder von Zed aus dem ersten Band der Reihe) angesetzt und soll ihn bestehlen. Er kann ihrer Gabe wiederstehen und nicht nur das, er ist Phoenix Seelenspiegel. Seelenspiegel haben eine ganz besondere Verbindung, fühlen sich zueinander hingezogen und ergänzen sich gegenseitig. Yves setzt alles daran Phoenix zu helfen, doch das ist leichter gesagt, als getan...

Die Handlung baut nicht direkt auf den ersten Band "Finding Sky" auf, was mir sehr gut gefallen hat, da mich der Vorgänger nicht überzeugen konnte. Sky und Zed (die Hauptprotagonisten des Vorgängers) kommen zwar auch in dem Buch vor, aber nur als Nebenprotagonistin und die Handlung an sich hat nur wenig mit dem ersten Band zu tun.
Insgesamt hat mich das Buch positiv überrascht, da ich nach dem ersten Band doch eher geringe Erwartungen hatte.
Die Grundidee der Savants und Seelenspiegel finde ich sehr ansprechend. Auch die Idee, dass es Savants gibt, die Verbrechen bekämpfen und Savants, die ihre Macht ausnutzen empfinde ich als sehr glaubhaft, da es immer Menschen geben wird, die ihre Fähigkeiten für den eigenen Nutzen einsetzen würden.

Die Spannung ist bei diesem Teil direkt da. Zu keiner Zeit habe ich mich gelangweilt, sondern im Gegenteil, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Der Spannungsbogen baut sich zunehmend auf und das grandiose Ende hat die Geschichte sehr gut abgerundet. Dabei ist die Handlung stimmig und bietet logische Erklärungen.
Insgesamt ist das Buch sehr emotional, aber nicht auf der Romantikschiene angelegt, wie der Vorgänger. Phoenix Schicksal und ihr mangelnde Fähigkeit zu vertrauen, hat mich einfach tief bewegt und ich habe stets mit ihr mitgefiebert.
Als Leser weiß man schon, was Savants sind, so dass es kaum Geheimnisse zu entdecken gibt, aber dennoch hat mir der Plot gut gefallen, gerade weil er anders ist, als beim Vorgänger.

Die Protagonisten:
Phoenix war mir von dem ersten Augenblick an sehr sympatisch, was viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen hat. Sie ist stark, mutig und lässt sich trotz des harten Lebens in ständiger Angst nicht unterkriegen. Ihre Handlungen halte ich für nachvollziehbar, wenn man ihre Vergangenheit betrachtet. Sie hat nie gelernt zu vertrauen und muss das erst mal lernen.

Auch Yves, den man schon im Teil eins erlebt hat, hat mir als Protagonist zugesagt. Er hat viel mehr Tiefe, als ich gedacht hätte. Er ist sehr intellektuell und wirkt zuerst etwas langweilig, aber der Schein trügt. Er hat teilweise Probleme seine Emotionen zu kontrollieren und steckt auch mal etwas in Brand. Phoenix schafft es, dass Yves ganz neue Seiten an sich offenbart.

Die anderen Familienmitglieder der Benedicts trifft man ebenfalls wieder. Ich mag diese chaotische Familie, die des Öfteren dafür gesorgt hat, dass ich schmunzeln musste. Selbst Sky, bei der ich im Vorband so meine Probleme hatte, hat sich toll entwickelt.

Alle Protagonisten egal, ob die Bösewichte, Phoenix, Yves oder die anderen Familienmitglieder sind wunderbar ausgearbeitet und ich freue mich schon darauf, in dem nächsten Band noch mehr über die einzelnen Familienmitglieder zu erfahren.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist durchweg einfach gehalten und flüssig zu lesen. Er kommt ohne viele Schnörkel und zu viele Erklärungen aus, was die Spannung zunehmend steigen lässt. Joss Stirling vermag es durch ausdrucksstarke Emotionen, aber auch Humor und einem rasanten Plot zu begeistern.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Phoenix (Ich-Erzähler) beschrieben, was mir gut gefallen hat. So konnte ich noch näher am Geschehen dabei sein und habe stets mit Phoenix mitgefüht.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist völlig nach meinem Geschmack, denn ich liebe solche relativ abstrakten Cover. Es passt zur Reihe und ist für mich ein richtiger Blickfänger.
Der Titel passt ebenfalls gut zu der Reihe, allerdings hätte genauso gut der Originaltitel "Stealing Phoenix" beibehalten werden können.

Fazit:
Mich hat "Saving Phoenix" positiv überrascht, da mich der erste Band nicht wirklich überzeugen konnte. Doch durch tolle und tiefgründige Protagonisten, einem rasanten Plot und ausdrucksstarken Emotionen, konnte mich "Saving Phoenix" begeistern.
(4,5 Punkte)

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Die Verratenen
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(174)

432 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

dystopie, verrat, zukunft, ursula poznanski, verschwörung

Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 08.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte:
Ria ist in einer Sphäre aufgewachsen, umgeben von Schnee und Eis, lebt sie geborgen in der Wärme. Sie zählt zu den Besten in ihrer Ausbildung und soll irgendwann eine tragene Rolle in der Regierung haben.
Doch dann belauscht sie ein Gespräch und ohne zu wissen warum, wird sie mit sechs anderen des Verrates beschuldigt und Rias behütetes Leben ist vorbei...

Die Geschichte spielt in einer dystopischen Welt in der es Menschen gibt, die in den sogenannten Sphären leben, umgeben von Glaskuppeln und Wärme, aber auch Menschen, die sich außerhalb durchschlagen müssen.
Für eine Dystopie ist mir der Einstieg erstaunlich leicht gefallen, da es nur wenige unbekannte Begriffe gibt, die aber schnell erklärt werden. Bei vielen Dystopien hatte ich sonst immer erst das Gefühl von Begriffen und Eindrücken erschlagen zu werden, dass das hier nicht der Fall war, hat mir mehr als gut gefallen. Ich konnte mir durch detailreiche und anschauliche Beschreibungen sehr schnell ein Bild von der Welt machen, in der Ria lebt und bin sehr schnell völlig in das Buch versunken.
Dabei kann ich mir solch ein Szenario und auch das System in dem Ria lebt sehr gut vorstellen. Alles ist logisch und völlig überzeugend. Zwar gibt es hier Parallelen zu anderen Dystopien, aber ich denke, dass das anders gar nicht möglich ist.
Der ganze Plot ist ebenfalls sehr gut durchdacht und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Es kommt beim Lesen nie Langeweile auf, da es stets spannend, atemberaubend und absolut fesselnd ist.
Ich konnte mich immer nur sehr schwer von dem Buch lösen.
Zum Schluss bleiben noch viele Fragen ungeklärt, die mich auf eine grandiose Fortsetzung hoffen lassen.

Die Protagonisten:
Ria ist mir von den ersten Seiten an sympathisch gewesen. Zu Beginn glaubt sie noch fest an das System und hat eine interessante Ausbildung genossen. Sie kann Menschen lesen wie Bücher und ist eine sehr erstaunliche Hauptprotagonistin, die schnell dazu lernt und nicht aufgibt.
Aureljo ist Rias Freund. Er ist sehr hilfsbereit und mir etwas zu glatt. Ein paar Makel hätten ihm nicht geschadet. Er wurde als Anführer ausgebildet und ist einer der Verratenen.
Ein paar Nebenprotagonisten bleiben zwar etwas blass beschrieben, aber das macht der Geschichte keinen Abbruch, weil die Hauptptotagonisten sehr gut und authentisch ausgearbeitet sind.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker und leicht, dabei aber spannend und detailreich. Ursula Poznanski vermag es den Leser an das Buch zu fesseln und Emotionen zu übermitteln.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Ria erzählt (Ich-Perspektive), was ich hier als besonders ansprechend empfunden habe, da Ria aus der kleinsten Mimik alles lesen kann. Es war faszinierend, sich stets auf ihre Fähigkeit verlassen zu können, so dass man als Leser durch ihre Beschreibunegn sehr viel aus den Geschehnissen entnehmen konnte.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist jetzt nicht so ganz mein Fall, aber es lässt sich sehr viel darin hinein interpretieren, wenn man das Buch gelesen hat. Somit bietet es Stoff zum Nachdenken und passt auf jeden Fall zu der Handlung.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut und hat mich direkt neugierig gemacht.

Fazit:
Für alle Dystopie-Anhänger ist das Buch ein absolutes Muss und auch Neulinge in dem Genre, sollten einen Blick riskieren. "Die Verratenen" ist eine grandiose Dystopie, mit einer tollen Hauptprotagonistin, einem logischen und gut durchdachten System und einem spannenden Plot.

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Plötzlich Fee - Frühlingsnacht
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395 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

liebe, ash, feen, fantasy, puck

Plötzlich Fee - Frühlingsnacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstraß , Charlotte Lungstrass
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.08.2012
ISBN 9783453267275
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte:
Die Geschichte schließt an den Ereignissen der Vorbände an. Meghan ist die eiserne Königin und hat Ash aus ihrem Reich verbannt, da das Eisen ihm Schmerzen bereitet und töten würde. Ash, der nicht mehr ohne sie Leben möchte, schwört einen Weg zu finden zu ihr zurückzukehren. Er begibt sich auf die gefährliche Suche nach der Mögichkeit ein Mensch zu werden, stets begleitet von Puck und Grimalkin.

"Plötzlich Fee- Frühlingsnacht" unterscheidet sich grundlegend von seinen Vorgängern. Schon alleine dadurch, dass Meghan nur sehr wenig darin vorkommt. Das Buch beschreibt Ashs Weg und Abenteuer und hat mit Meghan einfach sehr wenig zu tun. Das ist zu Beginn zwar etwas schade, aber es hat mir sehr viel Spaß bereitet mehr über den kühlen und undurchsichtigen Winterprinzen zu erfahren.
Man erfährt als Leser so viel über Ashs Gefühle, Vergangenheit, Hintergründe und Geheimnissen, dass es für Fans von Ash ein absolutes Muss ist. Endlich blickt man hinter seine Fassade und kann ihn völlig verstehen.
Man trifft alte Bekannte wieder und trifft auf neue Wesen. Nie wird einem beim Lesen langweilig, da es sich hierbei um eine rasante Abenteuerreise handelt.
Die Emotionen sind, wie auch in den Vorbänden wunderbar getroffen, so dass man als Leser gefesselt ist und völlig in die Welt von Nimmernie versinken kann.
Die Handlung passt sehr schön, zu den Vorgängern und ist fantasievoll gestaltet. Das ganze Buch lädt zum Träumen und drin versinken ein. Dazu ist das Ende traumhaft schön und ist völlig nach meinem Geschmack.

Die Protagonisten:
Wie schon erwähnt erfährt man viel über Ash. Das hat mir mehr als gut gefallen, da ich mir immer gewünscht habe, mehr über ihn zu erfahren. Ich habe stets mit ihm mitgefühlt und es geliebt seine Reise zu verfolgen.
Puck begleitet ihn auf seiner Suche und die beiden sind ein grandioses Team. Mit seinem Schalk und Witz sorgt er des Öfteren dafür, dass ich Lachen musste. Ich glaube ohne Puck, wäre "Plötzlich Fee" nicht das Gleiche. Aber schnell merkt man, dass auch Puck so einiges belastet und er auch viel hinter seiner föhlichen Fassade versteckt. Das macht ihn für mich noch interessanter und tiefgründiger.
Auch Grimalkin ist wieder mit von der Partie. Er gehört zu meinen Lieblingsprotagonisten, da er immer einen cleveren Spruch parat hat und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.
Ariella, Ashs erste Liebe, nimmt ebenfalls viel Raum in der Handlung ein und führt zu einiger Zerrissenheit bei Ash und verleiht der ganzen Handlung noch etwas mehr Würze. Ihre Eifersucht und Gefühle sind vordergründig nicht ersichtlich, aber doch spürbar.

Die Protagonsiten sind alle sehr liebevoll ausgearbeitet.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist spannend und bildhaft. Es kommt keine Langeweile auf und die Atmosphäre des Buches ist wunderbar getroffen. Dazu ist der Schreibstil flüssig, ohne verschachtelte Sätze. Julie Kagawa schafft es durch ihren lebendigen und emotionalen Schreibstil, dass ich Nimmernie liebe.
Das ganze Buch ist aus der Sicht von Ash verfasst (Ich-Perspektive), was ich als sehr positiv empfunden habe, weil seine Emotionen und Gedanken sehr gut spürbar waren.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist, wie das der Vorgänger wunderschön, mir aber vielleicht etwas zu pink. Etwas irritierend finde ich, dass gerade das Buch, dass aus der Sicht von Ash erzählt wird in dem Farbton gehalten ist, aber es passt gut zu der Reihe.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut dazu.

Fazit:
Für alle Fans der Reihe und Ash-Anhänger ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich persönlich habe es genossen, wieder in die Welt von Nimmernie einzutreten und mehr über den Winterprinzen zu erfahren.

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Eine andere Art von Ewigkeit: Lilith-Saga: 2
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(19)

33 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

dämonen, frankreich, teufel, fantasy, roxann hill

Eine andere Art von Ewigkeit: Lilith-Saga: 2

Roxann Hill
E-Buch Text: 476 Seiten
Erschienen bei null, 29.08.2012
ISBN B0094703C0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte:
Die Geschichte schließt relativ zeitnah an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Johannes ist schwer verletzt und konnte gerade so mit Asmodeo und Lilith vor der Studentenverbindung fliehen. Zu dritt sind sie nach Frankreich geflohen, da allen klar ist, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Der Rabe, der es auf Lilith abgesehen hat, wurde nur verwundet und auch die Studentenverbindung existiert weiter. So nimmt das Geschehen seinen Lauf.

Mir ist der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Nachdem ich Band eins beendet hatte, konnte ich es gar nicht mehr abwarten, dass ich erfahre, wie es mit Johannes weitergeht und ich war direkt wieder mitten im Geschehen drin.
Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die mich erfolgreich ans Buch fesseln konnten. Nichts íst vorrausschaubar und es gibt jede Menge Überraschungen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass man als Leser mehr über die Hintergründe erfährt. Im ersten Band wurde man ja noch sehr im Dunkeln gelassen, wer z.B. hinter der Studentenverbindung steckt und wieso der Rabe Lilith verfolgt. Hier werden dann viele Geheimnisse offenbart.

Als etwas seltsam habe ich zuerst die Situation von Asmodeo, Lilith und Johannes in Frankreich empfunden. Aus dem Hass der beiden Männer entsteht nach und nach eine tiefe Freundschaft und Lilith muss sich nicht mehr für einen von ihnen entscheiden. Also ist es eine Dreiecksbeziehung schlechthin. Nachdem ich mich aber an diese Situation gewöhnt habe, hat es mir doch gut gefallen und nicht mehr weiter gestört.

Das Ende, ist wie in Band eins sehr gemein, da es einen fiesen Cliffhanger hat und ich jetzt schon wissen möchte, wie es weiter geht. Die Spannung hat sich nach und nach aufgebaut und mit immer neuen Höhepunkten in einem spannenden Finale entladen, dass auf einen wundervollen dritten Band hoffen lässt.

Die Protagonisten:
Lilith, Johannes und Asmodeo habe ich ja schon im Vorband lieb gewonnen und es war schön wieder von den Dreien zu lesen.
Asmodeo hat sich, wie ich finde, immer mehr zum Positiven verändert und liebt nicht nur Lilith, sondern auch die Freundschaft zu Johannes. Damit hätte ich zuvor nie gerechnet.
Johannes ist ebenfalls ein treuer Freund, der alles tun würde um Asmodeo und Lilith zu beschützen. Am Anfang habe ich so richitg mit ihm mitgefühlt, da er durch seine Verletzung einiges mitmachen musste.
Lilith ist wie eh und je eine tolle Protagonistin und es gefällt mir gut, wie sie nach und nach ihre Fähigkeiten als Dämonin entdeckt. Sie ist stark, mutig, selbstbewusst und tut alles für die Liebe.
Alle Protagonisten sind liebevoll und authentisch ausgearbeitet und machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und sehr emotionsreich. Roxann Hill vermag es immer wieder den Leser zu überraschen und an das Buch zu fesseln.

Es ist hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Lilith geschrieben, so dass man als Leser sehr nahe am Geschehen dran ist und ihre Gefühle hautnah miterlebt. Dazwischen gibt es immer mal wieder Abschnitte, die aus verschiedenen Perpektiven (personaler Erzähler) geschrieben sind. Diese Abschnitte sind kursiv gehalten, was mir gut gefällt, weil man dann nicht durcheinander kommt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt zu dem ersten Band und ist an sich ansprechend gestaltelt, nur leider nicht so ganz mein Fall, da ich Cover mit Gesichtern drauf nicht mehr sehen kann. Es gibt leider viel zu viele davon.
Der Buchtitel passt ebenfalls zur Reihe und ist ansprechend.

Fazit:
"Eine andere Art der Ewigkeit" ist eine überzeugende Fortsetzung, die mit spannenden Wendungen, tollen Protagonisten und einer ansprechenden Handlung zu überzeugen weiß.
Wer Band eins mochte, wird auch um diesen nicht herum kommen.
(4,5 Sterne)

  (6)
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Für ein Ende der Ewigkeit (Lilith-Saga)
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(33)

52 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

roxann hill, liebe, dreiecksbeziehung, dämonen, fantasy

Für ein Ende der Ewigkeit (Lilith-Saga)

Roxann Hill
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei null, 13.07.2012
ISBN B008LB4NW6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte:
Lilith ist an sich ein ganz normales Mädchen, allerdings hatte sie mit 14 einen schweren Autounfall, bei dem ihre Etern starben. Seitdem leidet sie unter einer schweren Amnesie und erinnert sich nicht an ihre Vergangenheit. Ihre Großmutter hat sie bei sich aufgenommen und kümmert sich seitdem liebevoll um sie. Jetzt 4 Jahre später, verliebt sie sich und das gleich zweimal. Johannes und Asmodeo haben auf den ersten Blick viel gemeinsam. Beide sind reich, sehen mehr als gut aus und würden für Lilith alles tun. Doch nach und nach wird klar das mehr hinter den Männern steckt und auch sich hinter Liliths Amnesie ein Geheimnis versteckt. Und wären ihre Männerprobleme noch nicht genug, scheint irgendwas nach ihrem Leben zu trachten. So nehmen die Geschehnisse ihren Lauf.

Zu Beginn von "Für ein Ende der Ewigkeit" gerät der Leser immer mehr in die Dreiecksbeziehung zwischen Lilith, Johannes und Asmodeo. Es wird schnell klar, was Lilith an den beiden Männern so anziehend findet und erlebt wunderbar ihre Emotionen mit. Es knistert förmlich zwischen den einzelnen Protagonisten. Zwar mag ich normalerweise keine Dreiecksbeziehungen, aber hier war ich völlig gefesselt und sehr gespannt darauf, für wen Lilith sich entscheidet.
Am Anfang ist die Geschichte nicht übermäßig spannend, fasziniert aber durch Geheimnisse und romantische Liebesszenen. Gegen Ende steigert sich der Spannungsbogen deutlich und es gibt ein tolles Finale mit dem ich zu Beginn nie gerechnet hätte.
Nach und nach lüftet Roxann Hill die Geheimnisse und Hintergründe von Lilith, Johannes und Asmodeo und die Entwicklung gefällt mir wirklich gut.
Mein persönliches Highlight in dem Buch ist, dass es eine Passage in Wacken (das größte Metallfestival der Welt) gibt. Ich musste da so oft schmunzeln und auch lachen, da ich die Situation da kenne und vieles haargenau zutrifft.
Was mir dazu noch gut gefallen hat, ist einfach die Idee, dass der Teufel sich einen menschlichen Körper sucht, um sich zu verlieben. Dadurch möchte er das Gute ein für allemal besiegen. Es ist mal was anderes und die Entwicklung dieser Grundidee ist sehr gelungen.

Die Protagonisten:
Lilith ist eine selbstbewusste Protagonistin, die weiß was sie will und deren Unabhängigkeit ihr am wichtigsten ist. Als sie sich in Johannes und Asmodeo verliebt gerät sie in einen riesigen Zwiespalt. Sie ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen, da sie trotz ihrer Amnesie oder ihren Ängsten nie unterkriegen lässt und stets zur ihrer Persönlichkeit steht. Außerdem lässt sie sich nicht von dem Geld der Männer beeindrucken, sondern guckt hinter die Fassade.
Johannes ist zuerst schwer zu durchschauen. Ich hatte immer das Gefühl, dass mehr hinter ihm steckt. Nach und nach ergründet Lilith seine Vergangenheit und somit wird klar, wieso ich dieses Gefühl hatte.
Bei Asmodeo weiß man hingegen sehr schnell, woran man ist. Er übernimmt den "bösen" Part. Er entwickelt sich aber wahnsinnig in dem Buch und die Liebe zu Lilith ist so ehrlich, dass es einfach wundervoll ist. Auch nach Beendigung des Buches kann ich mich nicht entscheiden, welchen der beiden Männer ich mir für Lilith wünsche. Ich kann sie da wirklich gut verstehen.
Alle Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker, mit viel Humor und emotionsreich. Man kann das Buch wirklich gut lesen.

Es ist hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Lilith geschrieben, so dass man als Leser sehr nahe am Geschehen dran ist und ihre Gefühle hautnah miterlebt. Dazwischen gibt es immer mal wieder Abschnitte, die aus Asmodeos Sicht (personaler Erzähler) geschrieben sind, so dass man als Leser sehr gut hinter seine Fassade gucken kann. Diese Abschnitte sind kursiv gehalten, was mir gut gefällt, weil man dann nicht durcheinander kommt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist zwar schön und stimmig, aber durch das Mädchengesicht nicht so ganz mein Fall. Es gibt einfach zu viele solche Cover.
Den Titel finde ich interessant und auf der Grundidee basierend passend.

Fazit:
Die Grundidee von "Für ein Ende der Ewigkeit" ist ganz nach meinem Geschmack. Die Handlung wird durch tolle Protagonisten und einem ansprechenden Schreibstil unterstützt. Wer romantische Dreiecksbeziehungen mit einer tollen Hintergrundgeschichte mag, sollte das Buch auf jeden Fall lesen.

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