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Grischa - Goldene Flammen
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(142)

292 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

magie, liebe, fantasy, grischa, jugendbuch

Grischa - Goldene Flammen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2012
ISBN 9783551582850
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Alina ist eine einfache Kartografin des Herzogs und heimlich in ihren Jugendfreund Maljen verliebt, den besten Fährtensucher des Heeres. Als dieser in Lebensgefahr gerät und sie ihn rettet, muss sie entdecken, dass eine geheimnisvolle Macht in ihr geschlummert hat, von der sie nie zu träumen gewagt hätte. Der Dunkle, oberster Kriegsführer des Zaren, wird auf sie aufmerksam und zwingt sie, mit ihm in den Palast zu kommen, wo sie zu einer Grischa augebildet werden soll – den mächtigsten Kriegern des Landes. Beinahe zu spät erkennt sie, wofür der Dunkle sie wirklich gebrauchten will. Und plötzlich steht Maljens Leben auf dem Spiel.

Meine Meinung:

Leigh Bardugo schreibt locker und unterhaltsam, wartet mit einer sympathischen Hauptfigur auf und gestaltet ihre Welt endlich mal ein wenig anders als man es von den üblichen Jugend-Fantasybüchern kennt und ich hätte dem Buch gerne vier Kaffeetassen gegeben, wenn – ja, wenn – da nicht diese entsetzlich schleppenden ersten 100 Seiten wären.

Zu Anfang schüttet Bardugo den Leser mit so vielen fremden Begriffen zu, dass es äußerst ermüdend ist, den Überblick zu behalten. Dienstgrade, Armeestaffeln, Ortschaften, alles ist zu dicht gepackt. Hinzu kommt, dass sie gleich mit einer heftigen Actionszene beginnt, bevor man überhaupt Zeit hat, die Protagonisten ausreichend kennenzulernen. So gerät ein als spannend angelegter Einstieg zu einer konfusen und nicht immer glaubwürdigen Episode, in der man sich in Namen und Titeln verheddert und nicht wirklich mit den noch fremden Personen mitfiebert. Ein Kampf ist hier vorallem das Weiterlesen und ich hatte wirklich bedenken, ob ich mich mit der Geschichte anfreunden könnte.

Zum Glück wird es aber besser, sobald Alina an den Zarenhof kommt. Bardugos Beschreibungen und das russisch angehauchte Flair lesen sich wunderbar und die junge Genja, die zu einer Freundin Alinas wird, ist ein liebenswürdiger und glaubhafter Charakter. Alinas Ausbildung selbst bleibt etwas blass. Ein wenig mühevolle Konzentration auf ihre verborgenen Kräfte hier, ein bisschen holpriger Stockkampf da, richtig bildhaft gerät ihr Werdegang zur Grischa nicht. Der wird allerdings auch zur Nebensächlichkeit, als ihr von Unsicherheit und Schuldgefühlen überschattets Techtelmächtel mit dem Dunklen beginnt, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf sie ausübt, obwohl sie ahnt, dass sie sich lieber nicht auf ihn einlassen sollte – und obwohl ihr Herz noch immer für Maljen schlägt, der mit seiner Einheit irgendwo im Norden stationiert ist und von dem sie nicht weiß, ob er überhaupt noch an sie denkt.

“Grischa – Goldene Flammen” gefällt durch seine russisch-phantastische Atmosphäre und die Idee der mächtigen Grischa-Krieger. Der Zarenhof, die politischen Intrigen und einige spannende Szenen lassen den Leser nach dem schleppend-konfusen Einstieg durch die Seiten fliegen und nicht zuletzt sind Alina, Genja, Maljen und der Dunkle Figuren, deren Entwicklungen man gern verfolgt.

Bardugos Schreibe ist dabei eingängig, aber unauffällig. Ihr Stil lässt meiner Meinung nach etwas Feinschliff vermissen und die Dialoge schienen mir manchmal etwas zu banal, aber im Großen und Ganzen liest sichdas Buch besonders für jüngere Leser angenehm unkompliziert.

Was ich jedoch am meisten bedaure, ist, dass trotz erfrischend anderem Setting und einiger schöner Beschreibungen das Grundgerüst der Handlung enttäuschend konventionell und eindimensional gehalten ist: am Ende ist es doch wieder ein erneuter Aufguss des “Gut-gegen-Böse-Schemas”, bei dem Licht und Schatten gegeneinander kämpfen und der Bösewicht die Weltherrschaft erringen will.

Fazit: Der Ruf, der Bardugos Debüt auf diversen Internetplattformen vorauseilte, endlich einmal etwas “völlig Neues” im Fantasygenre zu sein, ist meiner Meinung nach unverdient. Abgesehen von dem etwas verpatzten Einstieg liefert sie mit “Grischa – Goldene Flammen” aber eine runde Geschichte, die man schnell ausgelesen hat. Alles in Allem möchte das Buch zwar gern ein erlesener Pfirsich sein, entpuppt sich am Ende aber doch nur als ein hübscher Apfel unter vielen.

  (12)
Tags: fantasy, russland   (2)

  

 

Gefährliche Liebe
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(2.655)

3.873 Bibliotheken, 49 Leser, 36 Gruppen, 383 Rezensionen

liebe, panem, katniss, peeta, hungerspiele

Gefährliche Liebe

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Hanna Hörl
Fester Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 14.05.2010
ISBN 9783789132193
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Katniss und Peeta haben die Hungerspiele überlebt und ihren Familien zu Wohlstand verholfen. Und doch sind sie noch immer die Marionetten des Kapitols und müssen ihre gespielte Liebesbeziehung öffentlich fortführen. Als sie auf dem Siegeszug durch die unterdrückten Distrikte sehen, wie Menschen gefoltert und umgebracht werden und sich leise eine Revolution zusammenzubrauen droht, holt das Kapitol zum Gegenschlag aus: Unter allen überlebenden Teilnehmern der letzen Hungerspiele werden erneut Tribute für die Hungerspiele ausgewählt – und Katniss und Peeta müssen noch einmal in die Arena.

Meine Meinung:

Mit „Gefährliche Liebe“ steigert Suzanne Collins die Qualität ihrer Trilogie und macht fast alles besser, was ich im ersten Teil noch zu bemäkeln hatte. Trotzdem reicht es für mich noch nicht ganz zur Höchstbewertung.

Die anfangs noch recht scherenschnittartig gezeichneten Charaktere gewinnen im zweiten Teil zunehmend an Tiefe, allen voran Katniss, die mit ihrer inneren Zerrissenheit und ihrem Kampfgeist einfach eine tolle Hauptfigur ist. Auch bekommen die im ersten Teil eher nur oberflächlich angekratzten politischen Verwicklungen jetzt viel mehr Gewicht. Hatte ich in „Tödliche Spiele“ noch das Gefühl, Collins würde um Konflikte wie mit Sensationslüsternheit, Kontrollte und Diktatur eher drum herum schreiben, beschäftigt sich dieser Band sehr wohl mit diesen Themen.

Nichtsdestotrotz bleiben viele Beschreibungen noch recht vage. Die gesamte Atmosphäre ist eher austauschbar als prägnant, nur selten stellte sich bei mir richtiges „Kopf-Kino“ ein. Ich wünsche mir immer noch mehr Umschreibungen der Stadt, der Distrikte und der Landschaft in der Arena. Sicher, welche Baumarten auf der Insel, die diesmal Schauplatz der Kämpfe ist, wachsen oder wie heruntergekommen die Häuser in Distrikt 12 aussehen, ist eher nebensächlich, aber von solchen kleinen Einstreuungen lebt und atmet nun mal eine Geschichte.
Zudem fielen mir mehrere Logiklücken auf. Eine davon ist zum Beispiel, dass Katniss und Gale weiterhin das Loch im Zaun benutzen, um in den Wald außerhalb des Distriktes zu gelangen. Der gesamte Distrikt wird von Kameras überwacht und inzwischen sogar der Wald, nachdem man auf die beiden aufmerksam geworden ist, aber das Loch bleibt unbemerkt? Unwahrscheinlich.

Fazit: Alles in allem hat „Gefährliche Liebe“ mindestens so viel Spaß gemacht wie sein Vorgänger, wenn nicht sogar noch mehr. Die Handlung erschien mir noch runder und schlüssiger, trotz einiger Logikfragen. Knapp an den 5 Kaffeetassen vorbei, aber nur knapp. Und das überraschende Ende ist ein so gemeiner Cliff-Hanger, dass der abschließende Band gar nicht schnell genug erscheinen kann.

  (9)
Tags: dystopie   (1)

  

 

Gegen das Sommerlicht
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(424)

667 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

elfen, fantasy, liebe, seth, sommerkönig

Gegen das Sommerlicht

Melissa Marr
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2007
ISBN 9783551581686
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die junge Ashlyn besitzt eine außergewöhnliche und beängstigende Gabe: Von ihrer Kindheit an kann sie Elfen sehen, schöne und furchterregende, boshafte und aufdringliche Wesen, die sich in den Großstädten der Menschen aufhalten und nur für sie sichtbar sind.
Als ihr plötzlich der wunderschöne Elfenprinz Keenan begegnet und ihr auf Schritt und Tritt folgt, ahnt sie, dass sie eine wesentliche Rolle in der Welt der unsichtbaren Wesen spielen wird. Einzig ihrem besten Freund Seth vertraut sie sich an und gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis um das Sommermädchen zu lüften. Es handelt sich um
jene junge Frau, die die Elfen aus der Herrschaft der Winterkönigin befreien wird.
Ashlyn ist die nächste Auserwählte. Diejenige, die das Zepter der Elfen aufnehmen und erfahren soll, ob sie, wie so viele vor ihr, in ewige Kälte verbannt oder als Königin an Keenans Seite herrschen wird.
Doch Ashlyn spürt, dass sie zu Seth gehört. Und gleichzeitig wird ihr klar, dass sie sich langsam verändert und nichts mehr so sein wird, wie es vorher war.
Meine Meinung:

Melissa Marrs Roman ist eine unterhaltsame Verknüpfung von düsterem Elfenmärchen und moderner Romanze. Sie wartet mit einigen Überraschungen auf, so etwa mit einem wunderschönen, aber oberflächlichen und selbstsüchtigen Elfenprinzen und einer mitreißenden Liebe zwischen Zweien, die ein Leben lang nur gute Freunde waren.

Trotz aller interessanter Ideen und origineller Ansätze der Autorin hat mich das Werk nicht mitgerissen. Die meisten Figuren blieben blass, ausgenommen Ashlyn und ihr Freund Seth, deren Beziehung durchaus fühlbar und realistisch geschrieben ist. Die Elfen und deren Fehden, die sich parallel zu unserer Welt abspielen, waren jedoch viel zu wenig durchdacht und ausgearbeitet und konnten mich als Leser nicht fesseln.
Die Handlung schlich stellenweise sehr langsam voran, oft hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung im Kreis dreht.
Gegen Ende des Romans hatte ich den Eindruck, dass die Autorin die Lust am Schreiben verlor. Das Finale war viel zu knapp, relativ lieblos herunter geschrieben und ließ viele Fragen offen.

Fazit: Alles in allem kann ich das Buch nicht weiterempfehlen.

  (6)
Tags: elfen, feen   (2)

  

 
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