Keksisbaby

Keksisbabys Bibliothek

843 Bücher, 275 Rezensionen

Zu Keksisbabys Profil
Filtern nach
421 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



Die Nacht
LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

vampire, weltuntergang, wiederstand

Die Nacht

Guillermo Del Toro , Chuck Hogan , Alexander Lang
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.06.2013
ISBN 9783453527331
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:  
Tags:  

  

 

Die Ehre des Ritters
LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kampfgeist, liebe, entführung

Die Ehre des Ritters

Tina St. John , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Lyx, 11.04.2013
ISBN 9783802585234
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Seit er ihr im zarten Alter von 8 das Leben rettete, ist Griffin Izabel Lamere`s Held. Zehn Jahre ist er der Inhalt ihrer romantischen Phantasien. Doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet er es ist, der sie auf dem Weg zu ihrem Verlobten entführen soll. Als Griffins Stiefbruder, ihm jedoch die versprochene Belohnung verweigert, kidnappt er Izabel kurz entschlossen noch einmal und macht sich daran, sie ihrem rechtmäßigen Bräutigam zu verkaufen. Nie hätte er gedacht, dass er sich in seine Beute verliebt und, dass die Aussicht, sie in den Armen eines Anderen zu wissen, ihn so schmerzen würde. So ist es ihm auch gleichgültig, als er wegen Verrat an der englischen Krone inhaftiert wird. Dies stellt sich jedoch als Glücksfall heraus, denn endlich wird das Geheimnis seiner wahren Identität gelüftet.

Ein typische historische Liebesgeschichte, wie viele anderen auch, aber in dem tollen Schreibstil von Lara Adrian, der es leicht macht in die Geschichte einzutauchen. Der Plot  ist jetzt nicht wahnsinnig toll, die Charaktere gab es in der Konstellation so auch schon ein paar mal und Brautentführungen sind jetzt auch nicht der Innovation letzter Schluss, aber ich habe mich wie immer gut unterhalten. Ich nehme solche Bücher gern zur Hand, um dem mich mal zu entspannen. So wie man halt hin und wieder zu Gummibärchen greift, statt zu raffinierten belgischen Pralinen, nicht anspruchsvoll aber lecker.

Einzig die Auflösung von Griffins Herkunft, fand ich ein bisschen bei den Haaren herbeigezogen und zu unplausibel. Aber ich sehe es der Autorin nach, war es doch eines ihrer frühen Werke und hat sie doch mit ihrer Vampirreihe, eindrücklich bewiesen, dass sie sich weiterentwickelt hat.

Dieses Buch ist für alle die gern mal einfach den Kopf aus und die Phantasie anschalten.

  (1)
Tags:  

  

 

Enders
LOVELYBOOKS-Statistik

(96)

329 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

enders, dystopie, starters, callie, lissa price

Enders

Lissa Price , Birgit Reß-Bohusch
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.05.2013
ISBN 9783492702645
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Callie könnte sich jetzt mit ihrem Bruder zurücklehnen und ein privilegiertes Starterleben genießen, nachdem Helena sie in ihrem Testament gut versorgt hat. Doch in ihrem Kopf ist noch immer der Chip. Das macht sie empfänglich für die Botschaften des Old Man, der versucht sie in die Finger zu bekommen. Aber sie kann auch die Stimme ihres Vaters hören, obwohl der seit einem Jahr nicht mehr lebt. Als in einem Kaufhaus ein Starter per Chip ferngesteuert als lebende Bombe missbraucht wird, ist es vorbei mit dem Frieden. Es beginnt eine beispiellose Jagd auf Callie, in die mehr als nur eine Partei verwickelt ist. Jeder versucht sie an den Meistbietenden zu verschachern, aber da haben sie die Rechnung ohne den Starsinn und Kampfesmut der Starterin gemacht. Denn Callie will endlich wieder frei sein und ihr Leben selbstbestimmen.

Ich habe mich auf den zweiten Teil gefreut und wurde nicht enttäuscht. Ich habe mit Callie regelrecht gelitten, vor allem als sie vom Militär gefangengenommen und zu Versuchszwecken mehr als einmal missbraucht wurde. Lissa Price gelang es, mir die Ohnmacht und die Wut zu vermitteln die man unweigerlich empfinden muss, wenn man keine Kontrolle mehr über seinen eigenen Körper hat und von allen nur noch als Ware behandelt wird. Auch das namenlose Entsetzen als man sie zwingt auf ihren besten Freund zu schießen war für mich greifbar. Ich konnte mich kaum von der Geschichte loseisen und finde Callie hat das kleine Happy End verdient. Einerseits machte es mich traurig mich jetzt schon von Callie und den Metallos verabschieden zu müssen, andererseits war ich auch froh, dass die Autorin aus reinem Verkaufskalkül nicht noch einfach einen nichtssagenden dritten Teil angefügt hat und es bei zwei Teilen bewenden ließ.

Einfach eine tolle Geschichte, schnörkellos erzählt, aber mit sehr viel Gefühl

  (2)
Tags:  

  

 

Sterbensschön
LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

gretchen lowell, band 5, vergangenheit, serienkillerin, gehäutet

Sterbensschön

Chelsea Cain , Fred Kinzel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.05.2013
ISBN 9783442381517
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Grausige Funde von verstümmelten Leichen versetzen die Polizei in Aufregung, denn es scheint als würde ein neuer Serienkiller sein Unwesen treiben. Auch Archie Sheridan wird in die Ermittlungen eingebunden, hat er doch mit der Soko Beautykiller viele Erfahrungen, manche davon sogar am eigenen Leib, auf dem Gebiet gesammelt. Gretchen können diese Morde nicht zur Last gelegt werden, denn sie ist in einer Psychiatrie sicher verwahrt. Um Archie wieder in ihren Bannkreis zu bekommen, gibt sie vor den Mörder zu kennen und bittet Archie ihn aufzuhalten, bevor er ihr Kind töten kann. Doch Gretchen, die schöne Serienmörderin, ist die Mutter aller Lügen und soweit Archie weiß gar nicht in der Lage Kinder zu bekommen. Er weiß das er ihr nicht trauen kann und doch kommt er einfach nicht von ihr los.

 

Nun schon der fünfte Fall für Archie Sheridan, in dem er versucht, den ungesunden Einfluss von Gretchen mehr schlecht als recht zu entkommen und noch kein bisschen langweilig. Bei diesem Fall ist es Archie der die Macht über sie ausübt, in dem er Mitsprache bei ihrer Medikation bekommt und sie damit ruhig stellt. Ihr zum Teil sogar die Schönheit nimmt. Ich habe richtig zwischen den Zeilen gespürt, wie sehr er es genossen hat, dass zur Abwechslung sie einmal die Opferrolle innehat. Aber doch kommt er nicht von ihr los und beginnt eine Affäre mit der Nachbarin, die ihr in fast allem ähnelt, bis auf die Tatsache, dass keine Leichen ihren Weg pflastern. In diesem Band erfährt der Leser auch ein bisschen mehr über Gretchens Herkunft, obgleich ihr genauer Werdegang noch immer im Verborgenen bleibt.

Susan schmachtet Archie noch immer nach und ihre Haarfarbe ist natürlich mal wieder ein Runnig Gag der all die Bücher der Reihe miteinander verbindet. Die Figuren sind mir seit dem ersten Band ans Herz gewachsen und wenn ich eins davon öffne, ist es ein tolles wiedersehen mit alten Freunden. Außerdem finde ich noch immer spannend dass die Hauptfigur eine grausame Serienmörderin ist, da diese Positionen  sonst doch vorrangig durch Männer besetzt sind.

Gretchen Lowell kann sich durchaus mit Hannibal Lecter messen und insgeheim denke ich das die beiden ein schönes, wenn auch blutrünstiges Paar abgeben würden. Mit dieser Phantasie tröste ich mich einstweilen bis Band 6 erscheint.

  (1)
Tags:  

  

 

Die Seelen der Nacht
LOVELYBOOKS-Statistik

(78)

207 Bibliotheken, 11 Leser, 6 Gruppen, 29 Rezensionen

vampire, hexen, dämonen, oxford, liebe

Die Seelen der Nacht

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.01.2013
ISBN 9783442377190
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Eltern zwang Diana sich ihre magischen Kräfte und den Umstand, dass sie eine Hexe ist, vor sich und der Welt zu verleugnen. Doch als sie in der Bibliothek durch Zufall an ein alchemistisches Manuskript gerät, das seit Jahren als verschollen galt und den Ursprung aller magischen Geschöpfe beinhaltet, ist plötzlich die ganze Welt der übernatürlichen Wesen hinter ihr her. Schützenhilfe bekommt sie ausgerechnet von einem Vampir, Matthew, der ihr beisteht, sich ihrer Magie bewusst zu werden. Dabei verlieben sich beide ineinander und das Verhängnis nimmt seinen Lauf, denn Mischbeziehungen sind von der Kongregation verboten. Zudem scheint Dianas Macht, alles bisher Dagewesene in den Schatten zu stellen und sie wird zur Bedrohung. Uralte Mächte vereinen sich um das Paar zu trennen und die Hexe zu brechen, doch man sollte nie den Beschützerinstinkt eines Vampirs unterschätzen.

„Seelen der Nacht“ ist ein enormer Wälzer, in dem fast nichts geschieht. Die Autorin verliert sich in endlosen Beschreibungen und so kann sich schon mal eine simple Jogastunde von Vampiren, Dämonen und Hexen über 5 Seiten hinziehen. Dabei sind die Figuren liebevoll beschrieben und wie zu erwarten detailgetreu charakterisiert. An Dianas unabhängige, hibbelige, aufmüpfige Art muss man sich erst gewöhnen und an Matthews Beschützerinstinkt auch. Aber die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist schon rührend. Ich als Naturwissenschaftler fand die genetischen Grundlagen, der magischen Wesen spannend, aber ich glaube wenn man mit Biologie nichts am Hut hat, kann es schnell zu theoretisch und damit langweilig werden. Manche Abschnitte zogen sich echt endlos und ich hatte echt Mühe, der Story noch folgen zu wollen. Aber zum Schluss hin wird es besser. Vielleicht weil man sich an den deskriptiven Stil der Autorin gewöhnt hat oder aber auch weil man sich in die Figuren hineingefuchst hat. Das Werk ist jetzt kein Pageturner, aber ich bin auch nicht abgeneigt den zweiten Teil zu lesen, auch wenn mich wieder ein 800 Seiten Wälzer erwartet. Bin gespannt, wie die Zeitreise von Matthew und Diana verläuft und ob ihre Liebe noch viele Hindernisse durchleben muss.  

  (3)
Tags: alchemie, hexen, liebe, magie, vampire   (5)

  

 

Elysion
LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

65 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

mittelalter, reaktorkatastrophe, engel, pontifex - diktatur, nano - anlage

Elysion

Thomas Elbel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2013
ISBN 9783492268813
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 2135. Ein blutiger Bürgerkrieg hat die Welt ins Chaos gestürzt. Zudem tauchte eine neue Spezies auf, die Malachim. Scheinbar vom Himmel gesandt, beherrschen sie den Wald und eine kleine Kolonie namens Elysion, in denen die Menschen wie im Mittelalter leben. Die Bewohner der Städte sind frei, doch es herrscht Anarchie und das Recht ist auf der Seite des Stärkeren. Cooper, ihre Schwester Stacy und deren Freund Brent ziehen das ungewisse Leben in der Stadt allemal der Sklaverei im Wald vor, auch wenn sie für den Bandenchef McCann auf Malachimjagd gehen müssen. Denn in einem elektrischen Feld, bleibt von ihnen nichts weiter übrig als eine schwarze Substanz, genannt Teer, die Superkräfte verleiht und extrem schnell abhängig macht. Doch diese Jagd ist gefährlich und bleibt nicht ohne Folgen. Nach einem Unfall stellt Cooper fest, dass sie die Gedanken eines Malach sehen kann und schon bald muss sie erkennen, dass die Malachim keineswegs Abgesandte Gottes sind, sondern ein Experiment was aus dem Ruder zu laufen droht. Zudem ist ihr lange tot geglaubter Vater irgendwie darin verwickelt und je tiefer sie gräbt, desto hässlicher werden die Wahrheiten die ans Tageslicht kommen.

Ich war ja schon von Thomas Elbels Erstlingswerk „Asylon“ hellauf begeistert und ich bin froh das „Elysion“ sich nicht dahinter verstecken muss. Der Start ist eine Art Blitzkrieg. Kein langes Vorgeplänkel, sondern eine Achterbahnfahrt mitten hinein ins Geschehen. Die handelnden Personen lernt man dann stückchenweise im Verlauf der Geschichte kennen. Manchmal mag das kurz verwirren, aber letztendlich dient es der Spannung. Auf alle Fälle darf man nicht zartbesaitet sein, denn es geht schon blutig zur Sache und das Aussehen der Malachim ist auch dazu angetan dem unbedarften Leser Albträume zu bescheren. Doch die Gewalt arbeitet die Endzeitstimmung heraus und man spürt die Anarchie die in dieser trostlosen Zukunft herrscht, förmlich. Die Handelnden sind überwiegend sehr egoistisch damit beschäftigt ums Überleben zu kämpfen und jede sich bietende Gelegenheit zu ihrem Vorteil zu nutzen, außer Cooper die neben Jimmy das Leuchtfeuer der Ehrlichkeit und Grundsätze in dieser dunklen Zeit verkörpern. Toll beschrieben fand ich die zwei Seiten des Bandenführers McCann. Kompromisslos wenn es um seine Vormachtstellung geht und doch humanistisch veranlagt, wenn Kranke seiner Hilfe bedürfen. Aber das Beste ist das Ende. Gerade als ich annahm ich hätte alle Zusammenhänge erfasst und nun könne mich nichts mehr überraschen, greift der Autor in die Trickkiste und ich musste mit offenem Mund zu Ende lesen, denn mit dieser Aufklärung über die Herkunft der Malachim hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Im Großen und Ganzen eine wunderbar düstere Dystopie, die ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und die mir an einigen Stellen gruselige Schauer über den Rücken gejagt hat.

  (4)
Tags: droge, dystopie, engel, kampf   (4)

  

 

Kirschroter Sommer
LOVELYBOOKS-Statistik

(230)

397 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 85 Rezensionen

liebe, berlin, carina bartsch, elyas, freundschaft

Kirschroter Sommer

Carina Bartsch
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 25.01.2013
ISBN 9783499227844
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Emely ist aus dem Häuschen, als ihre beste Freundin nach Berlin zieht. Alles könnte so schön sein, würde sie nicht zu ihrem Bruder Elyas ziehen, den sie bis aufs Blut hasst. Sie verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und wie um sie aufs Messer zu reizen, hat dieser beschlossen, sie zu erobern. Dagegen ist der ominöse E-Mail-Schreiber Luca eine Wohltat in ihrem Leben. Wenn der doch nur nicht so schüchtern wäre und einem Treffen zustimmen würde.

Ich wollte dieses Buch töten. Okay ich geb zu, es gab schon so einige Bücher die mich dazu reizten, sie gegen eine Wand zu werfen oder sie an mein Fahrrad zu binden und sie hinter mir herzuziehen, aber diesem wollte ich ernsthaft Gewalt antun und es leiden lassen, so wie ich gelitten habe. Es passiert nichts, 511 Seiten lang wirklich nichts und noch nie fand ich eine Geschichte so mies erzählt.

Fangen wir bei dem Schreibstil an, der war sehr einfach. Das ist jetzt kein K.O.-Kriterium für eine gute Geschichte, aber am Ende des Buches wollte ich eine Indexliste für verbotene Worte. Ganz oben stehen: NIEDLICH, SÜSS, SCHATZ, JAMMERN und GEBLICKFICKT, diese wurden einfach zu sehr überstrapaziert und ich bin sicher die deutsche Sprache hält dafür noch ein paar Synonyme parat. Außerdem war schon nach der zweiten E-mail klar, dass Elyas und Luca ein und dieselbe Person sind. War der Schreibstil einfach, so waren mitunter Passagen dabei die absolut gestelzt klangen, sprich so richtig schön weltfremd. „Ich dachte an Karsten, meinen heißgeliebten Vater…“ Ich hatte schon auf den 400 Seiten davor irgendwann mitbekommen das Karsten Emelys Vater war und ich bin jetzt als Leser, auch keine so taube Nuss, dass ich mir das nicht merken konnte. Genervt hat mich auch der E-mail-Verkehr.  Steckbriefe habe ich in der fünften Klasse toll gefunden, aber nicht mehr mit Mitte 20. Wie so etwas gut gemacht wird, lässt sich im Roman „Gut gegen Nordwind“ nachlesen.

Weiter zu den Charakteren. Ich konnte mich mit keinem anfreunden. Alex kam irgendwie so quietschig gelb rüber wie Sweety das Handyküken. Die Figur löste in mir immer die Assoziation von Fingernägeln auf einer Tafel aus. Sie war so nervig das nicht einmal Emely ihre beste Freundin sie mochte. Zumindest habe hat sie nicht einmal ein gutes Wort über sie verloren. Aber das hat sie ja über niemanden. Nicht über sich selbst, nicht über ihre Mitbewohnerin, nicht über ihre Mutter. Für ihre beschränkten Männererfahrungen wirft sie auch ganz schön wild mit Klischees um sich und obwohl sie immer betont wie schlau sie ist, ist sie ziemlich blöde. Weil sie annimmt, Elyas lässt 5 Monate nichts unversucht sie von sich zu überzeugen, nur um sie einmal ins Bett zu bekommen. Also ehrlich das hätte er auch einfacher haben können. Zudem war der Grund ihres jahrelangen Hasses ein Missverständnis und anstatt bei der Aufklärung darüber zu lachen, zickt sie noch weiter. Aber ich hatte ohnehin die meiste Zeit das Gefühl er spricht chinesisch und sie kisuaheli, sooft wie sie aneinander vorbeigeredet haben. Womit wir bei der zweiten Hauptfigur wären. Eine Rezensentin schrieb: „Wer braucht Christian Grey, wenn er Elyas Schwarz haben kann?!“ Also ehrlich lieber tausend Mal C. Grey als die Weichwurst Elyas, der hatte wenigstens Rückgrad und Selbstachtung. In meiner Welt ist ein Mann, der sich ständig erniedrigen lässt und trotzdem den Schuss nicht hört, alles andere als sexy. Zumal es ja ein Widerspruch zu dem steht, was Jessica  zum Vorwurf gemacht wird in Bezug auf Dominic, aber bei Elyas ist das okay. Er ist einfach in meinen Augen eine Weichflöte. Die Autorin wollte das er arrogant und sexy sein sollte, nun ich würde sagen Ziel verfehlt.

Außerdem sind mir so viele Fehler in dem Buch untergekommen, dass mir so langsam dämmerte das nicht einmal der Lektor bei Rowohlt Lust hatte das Werk zu lesen, wozu auch? Er hat nichts verpasst, denn es passiert nichts, bis auf einen Unfall und ein Campingausflug.

Aber bevor ich nur meckere: einen positiven Aspekt konnte ich der Geschichte abgewinnen: den Schluss. In meinen Augen hat Emely genau das bekommen was sie verdient hat, so wie sie Elyas behandelt hat. Ich werde Band 2 nicht lesen, denn so kann ich mich der Vorstellung hingeben, dass dem jungen Mann doch endlich ein paar Eier gewachsen sind und er diese Frau nie wieder anruft.

 

  (20)
Tags: berlin, e-mail, freundschaft, liebe, zickenkrieg   (5)

  

 

Ein Lied über der Stadt
LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

freiheit, fliegen, nationalsozialismus, freundschaft, luise

Ein Lied über der Stadt

Ewald Arenz
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 01.02.2013
ISBN 9783869131924
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Pfarrerstochter Luise ist ein Freigeist und sie träumt vom Fliegen. Ein ungewöhnlicher Wunsch für eine Frau in den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Um den Traum eines Tages Wirklichkeit werden zu lassen, baut sie zusammen mit ihrem Freund Georg heimlich ein Flugzeug. Als Luise nach einer Flugschau von einem Pilot heimgeflogen wird, gibt es kein Halten mehr, sie will nach München und fliegen lernen. Ihr Vater, der sie sehr liberal erzogen hat und als Sonnenanbetender Vegetarier selbst eine Kuriosität im dem kleinen fränkischen Städtchen darstellt, willigt schließlich ein und ermöglicht es ihr. Sechs Jahre später scheint der Traum jedoch vorbei, denn längst haben Nationalsozialisten das Sagen und für die gehört eine Frau nun mal an den heimischen Herd. Die Enge der Kleinstadt holt Luise ein und auch die Kleingeister, die sich schon immer am Lebenswandel des Pfarrers gestört haben, bespitzeln, hetzen und denunzieren in einem unerträglichen Maß. Aus den Dienern von einst, sind Herren geworden und „wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten“ (Karl Kraus). So kommt es das ihr liberaler Vater schon bald im Konzentrationslager Dachau landet und auch Luise, durch ihre Liebe zu Georg ins Kreuzfeuer der Obrigkeiten gerät. Aber da gibt es ja noch das Flugzeug aus Kindertagen und damit ein Stückchen Freiheit für sie und Georg in der nationalsozialistischen Enge.

Nachdem ich die letzte Seite des Buches zugeschlagen habe, war ich sehr enttäuscht, weil es schon zu Ende war. Ich mochte mich gar nicht von den Figuren und der Geschichte trennen und hätte gern noch mehr Seiten ins Buch gezaubert. Sie waren so authentisch und erwachten unter meinen lesenden Augen zum Leben. Luises Freiheitsdrang und Begeisterung vom Fliegen wirken ansteckend, ebenso wie die Wut auf die Ungerechtigkeit in dieser Welt. Die Wahrheitsliebe, sowie der Mut sie auch auszusprechen des Pfarrers nötigten mir Respekt ab und noch nie habe ich einer Figur in einem Roman ein solches Maß an Verachtung entgegengebracht wie dem Mesner Schwarz. Ewald Arenz ist ein großartiger Erzähler. Man kann sich der Geschichte einfach nicht entziehen. Die Sprache des Buches ist auch dem Zeitgeist von damals angepasst. So sind es Lastkraftwagen, statt schnöder Lkws oder das Kolleg statt die Uni. Diese Tatsache verleiht dem ganzen in meinen Augen Authentizität und einen gewissen Charme. Gefallen hat mir auch das es sich vordergründig wie die Geschichte einer Frau die Fliegen will anhört, aber eigentlich geht es um Freiheit. Und das es da draußen Menschen oder widrige Umstände gibt, die einem daran hindern diese zu erlangen bzw. auszuleben.

Es gibt Bücher die liest man und fühlt sich gut unterhalten und dann gibt es Geschichten zwischen zwei Buchdeckeln, die nehmen den Leser emotional mit auf eine Reise und bleiben unvergesslich. „Ein Lied über der Stadt“ ist genauso eine und das nächste Buch von Herrn Arenz steht schon ganz oben auf meiner Wunschliste.

  (7)
Tags: 1930 ger, denunziation, deutschland, fliegen, freiheit, nationalsozialismus   (6)

  

 

Forever
LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

70 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

fantasy, werwölfe, liebe, maggie stiefvater, in deinen augen

Forever

Maggie Stiefvater
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Scholastic, 15.07.2011
ISBN 9781407121116
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  

  

 

Das andere Kind
LOVELYBOOKS-Statistik

(109)

207 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 19 Rezensionen

vergangenheit, mord, england, krimi, schuld

Das andere Kind

Charlotte Link
Flexibler Einband: 666 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 03.12.2010
ISBN 9783442376322
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Gwen ist der Prototyp einer alten Jungfer, die nur für ihren ignoranten Vater lebt, auf einer verlassenen Farm in Scarborough. Doch endlich begegnet sie einem Mann, der sie der Tristess entreißt und ein Ausweg aus dem unbefriedigendem Leben verspricht. Doch Fiona, die Freundin ihres Vaters aus Kindertagen vergiftet ihr Glück, in dem sie am Abend der Verlobung den Bräutigam bloßstellt und ihn als Erbschleicher bezeichnet. Kurz darauf wird die alte Dame erschlagen aufgefunden und der Mord wird in Zusammenhang gebracht mit dem Verschwinden einer Studentin ganz in der Nähe. Bald schon nach Fionas Tot wird das Siegel der Verschwiegenheit  über ein Familiengeheimnis gebrochen, dass Fiona und Gwens Vater seit ihrer Jugend bewahren, über das andere Kind. Dieses Geheimnis hat bewirkt, dass die Beziehungen mehrer Familien über Generationen hinweg vergiftet, eine junge Sozialarbeiterin fast mit dem Leben dafür bezahlt und das 60 Jahre später in einem blutigen Showdown gipfelt. 


Ich liebe einfach Charlotte Links Schreibstil. Einige mögen ihn als sehr ausladend empfinden, für mich nimmt sie sich einfach für die Geschehnisse und die handelnden Personen Zeit und gibt ihnen Raum zu atmen. Denn oft sind die Charaktere und das Beziehungsgeflecht der Protagonisten untereinander so komplex, dass sie es mir als Leser damit leicht macht, dem Geschehen zu folgen und Verständnis aufzubringen, auch für die Unsympathischen unter ihnen. Denn niemand ist einfach nur böse oder kaltherzig, es gibt halt immer zwei Seiten der Medaille. Das Hauptthema dieses Buches ist wohl die Schwierigkeit von Beziehungen und das die Vergangenheit unserer Vorfahren durchaus Einfluss auf unseren Alltag hat. Außerdem mag ich die Erzählform über zwei Zeitebenen hinweg. 
Man knaupelt jetzt zwar nicht an den Fingernägeln vor Spannung, aber ich habe mich über 670 Seiten gut unterhalten. bis zum Schluss hatte ich auch beim 10. Buch der Autorin, das ich gelesen habe, keine Ahnung wer der Mörder sein könnte. 

  (5)
Tags: einsamkeit, england, familie, geheimnis, mörder   (5)

  

 

Der Nachtwandler
LOVELYBOOKS-Statistik

(390)

701 Bibliotheken, 41 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

psychothriller, schlafwandeln, thriller, schlafwandler, nachtwandler

Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Er erwacht aus einem Albtraum und seine Frau verlässt verletzt mit einem Koffer die gemeinsame Wohnung und beschuldigt ihn, sie misshandelt zu haben. In der Küche findet er Turnschuh in der Mikrowelle und seine Eltern sagen er hätte sie auf eine Kreuzfahrt geschickt. Das Problem Leon kann sich an Nichts davon erinnern. Voller Panik ruft er seinen Psychiater an, denn schon seit seiner Kindheit ist er Schlafwandler. Ist es möglich, dass er, der im wachen Zustand keiner Fliege etwas zu leide tun kann, im Schlaf zum Gewalttäter wird? Ist die Tür und das Labyrinth hinter seinem Kleiderschrank Realität oder eine Ausgeburt seines schlafenden Hirns? Leon beginnt, sich selbst im Schlaf zu filmen und was er dabei sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren und wie Alice im Wunderland entdeckt er eine Welt hinter den Spiegeln. Irrgänge die zu jeder Wohnung des Hauses führen und ein Mordanschlag auf den Pharmakologen im Dachgeschoss, lassen Leon schier wahnsinnig werden.
Und nicht nur die Hauptfigur, sondern auch den Leser. Ich folgte dem Autor in den Kaninchenbau und verhaspelte mich in den fein gesponnenen Fallstricken der Geschichte. Manchmal sah ich auf die Uhr, nach nur ein paar gelesenen Seiten und stellte fest, dass ich schon seit einer Stunde las ohne nur einmal inne zu halten. Nicht nur Leon Nader verlor jedwedes Zeitgefühl, sondern auch ich. Ich war verwirrt, aber auch total gefesselt. Manchmal war ich bestimmt schon ganz blau, weil ich das Atmen vergaß und ich hoffte, ja ich betete fast, dass eine plausible Erklärung für den Wahnsinn am Ende des Buches auf mich wartete. Und das tat es auch. Ich hätte nie gedacht, dass man die verworrene Geschichte auch nur halbwegs zu einem glaubhaften Ende führen konnte, aber Herrn Fitzek ist es gelungen und ich konnte wieder durchatmen. Aber ein beklemmendes Gefühl bleibt, denn es ist unfassbar wozu mache in der Lage scheinen, wenn sie schlafen.
Jeder sei gewarnt, der diese Geschichte zu lesen beginnt, man bleibt an ihr, wie in einem Spinnennetz kleben und kann dem Wahnsinn erst entfliehen, wenn man den einzelnen Fäden gefolgt ist.

  (6)
Tags: gewalt, labyrinth, mord, sadist, schlafwandler   (5)

  

 

Vertraute der Sehnsucht
LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

182 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

vampire, mira, liebe, kellan, entführung

Vertraute der Sehnsucht

Lara Adrian , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 14.02.2013
ISBN 9783802588846
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Es sind 20 Jahre vergangen, seit Drago der Menschheit die Existenz von Vampiren offenbart hat. Lucan, als Oberhaupt des Ordens bemüht sich noch immer um Frieden zwischen den Menschen und seiner Spezies, aber auf den Strassen herrscht Krieg. Mira ist erwachsen geworden und eine grimmige Kriegerin, die es den Rebellen nachträgt ihren Geliebten Kellan vor 8 Jahren getötet zu haben. Nach unerlaubtem Einsatz von Gewalt, gegen einen potentiellen Informanten der Rebellen, wird sie degradiert und dazu verdonnert, einen exzentrischen Wissenschaftler zur Friedensversammlung zu eskortieren. Als dieser entführt wird gerät gerade sie in die Hände, der Leute die sie so sehr hasst, nichts ahnend, dass sie gezwungen ist sich den Geistern ihrer Vergangenheit zu stellen und in einem unterirdischen Bunker, die Liebe ihres Lebens findet. Derweil wächst aber eine größere Macht im Verborgenen heran, die sich gegen den Orden wendet. Ein großangelegtes Attentat auf der Konferenz kann gerade noch verhindert werden, aber das ist erst der Anfang.
Schön fand ich, dass eine neue Generation die Bühne betritt, obwohl ich Schwierigkeiten hatte mir die Namen zu merken und wer zu wem gehört. Außerdem die Idee, dass keiner altert will auch nicht ganz in meine Phantasie passen, wenn dann der Sohn/Enkel mit seinem Vater/Großvater spricht und beide sehen gleich aus, seltsame Vorstellung. Am Anfang hat mir die Geschichte nicht so gefallen, weil für meinen Geschmack zu viel Matratzensport zwischen Kellan und Mira beschrieben wurde, der ja in den anderen Teilen zum Vorteil der Geschichte in den Hintergrund getreten war. Vielleicht liegt es einfach auch nur daran, dass ich in letzter Zeit zu viele Bücher, a la E.L. James gelesen habe. Aber das Ende hat alles wieder rausgerissen, auch wenn Tess Heilungsfertigkeiten ein bisschen zu überstrapaziert wurden. Es war schön zu erfahren welche Vampire mit ihren Stammesgefährtinnen Kinder bekommen haben und was sonst aus ihnen wurde. Die neue UV-Waffentechnologie, eine neue Superrasse aus Atlantis und neue Krieger lassen mich ungeduldig auf eine Fortsetzung hoffen. Romantiker kommen bei diesem Band auf ihre Kosten.

  (8)
Tags: kampf, liebe, orden, rebellen, sex, vampir   (6)

  

 

Das Sehnen der Nacht
LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

174 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

vampire, danika, lara adrian, connor, schottland

Das Sehnen der Nacht

Lara Adrian , Lisa Kuppler , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 01.10.2012
ISBN 9783802588808
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Danika besucht nach dem Tod ihres Stammesgefährten, seine Familie in Schottland. Auf einer Weihnachtsparty weist sie die anzüglichen Annäherungsversuche, des berüchtigtsten Gangsterbosses ab. Dieser verzeiht ihr die öffentliche Demütigung nicht so schnell und als sie dann noch beginnt in seinem Geschäft herumzuschnüffeln, hetzt er ihr seinen Leibwächter Brandogge auf den Hals. Der wiederum kann kaum fassen, wem er da eine Lektion erteilen soll, denn Danika und er kennen sich aus einem früheren Leben. Und schnell flammt die alte Leidenschaft wieder auf. Doch sein doppeltes Spiel ist gefährlich, denn der Vampirgangster vergibt und vergisst nicht so schnell.
Eine kleine Novelle, die in wenigen Seiten die Geschichte von Danika und Malcom erzählt. Das Buch war ja ganz nett, aber durch den geringen Umfang, war die Story doch etwas gepresst und gehetzt. Ich habe die Tiefe, die ich sonst an der Serie so schätze und der Kampf der Gefühle, bevor beide sich eingestehen, dass sie zueinander gehören, vermisst. Ganz nett für alle Fans der Serie, aber für das Verständnis nicht wirklich von Nöten. Ich habe mich amüsiert, aber ich hätte auch leben können, wenn ich nichts von Danikas Geschichte erfahren hätte.

  (7)
Tags: bluclub, rache, schottland, vampir   (4)

  

 

Erwählte der Ewigkeit
LOVELYBOOKS-Statistik

(131)

276 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

vampire, dragos, tavia, liebe, blut

Erwählte der Ewigkeit

Lara Adrian , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Lyx, 01.08.2012
ISBN 9783802583858
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Er hat sich geopfert, damit der Orden sich vor Dragos in Sicherheit bringen kann. Jetzt wird er von der Polizei gejagt. Chase hatte schon damit abgeschlossen, seinen Verstand an die Blutgier zu verlieren, doch bevor es dazu kommt, bricht Tavia in sein Leben und seine Pläne wie ein blonder Wirbelwind. Eigentlich sollte sie ihn identifizieren, als den Attentäter auf den Senator, doch irgendetwas zieht sie magisch zu dem gutaussehenden Wilden an. Als er sie zu ihrem eigenen Schutz entführt, werden die Bande zwischen ihnen stärker, ohne das einer der beiden das wirklich wollen würde. Doch Tavia muss seit ihrer Kindheit mit Medikamenten behandelt werden, die den Ausbruch einer schweren Krankheit verhindern sollen. Als sie diese aufgrund der Entführung nicht nehmen kann, offenbart sich ihr und Chase ein unglaubliches Geheimnis. Aber es bleibt keine Zeit sich diesen Entdeckungen ausgiebig zu widmen, denn Dragos hat zum finalen Schlag gegen den Orden ausgeholt. Seine Machenschaften offenbart die Existenz der Vampire vor den Menschen und fordert blutige Opfer.
Das langersehnte Finale, um Dragos Machenschaften. Neun Bände lang habe ich dem entgegengefiebert und gehofft dass es dem Orden gelingt seinen finsteren Plänen Einhalt zu gebieten. Aber Dragos ist ein wundervoller Fiesling, weil so perfide, verschlungene und folgenreiche Pläne, kann sich nicht jeder Bösewicht auf die Fahne schreiben. Neben der Geschichte um Chase und Tavia, trifft man auch gute alte Bekannte wieder. Aber wer denkt, die Story sei ausgelutscht und erzählt, der irrt, denn Frau Adrian hat noch zwei, drei Asse im Ärmel. Wer hätte schon damit gerechnet, dass es da draußen auch weibliche Vampire gibt, galt das doch bisher als unmöglich, oder das alle Stammesgefährtinnen Väter haben, die einer langlebigen Rasse angehören, die die ursprünglichen außerirdischen Invasoren bekämpft haben. Ich meinerseits bin froh, mich noch nicht endgültig vom Orden verabschieden zu müssen und Band 11 liegt schon bereit. Denn hinter den altbewährten grimmigen Kriegern, wächst eine neue Generation heran, bereit sich ins Abenteuer aus Erotik, Blutgier, Gewalt und Liebe zu stürzen. Ich bin auf alle Fälle dabei.

  (5)
Tags: blut, genetische experimente, kampf, sucht, vampir   (5)

  

 

Im Tal des Fuchses
LOVELYBOOKS-Statistik

(90)

174 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

entführung, wales, england, gefängnis, krimi

Im Tal des Fuchses

Charlotte Link
Fester Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 12.09.2012
ISBN 9783764503505
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

An einem lauen Frühlingsabend lernen sich Jenna und Matthew bei Freunden kennen. Man kann nicht sagen, dass es Liebe auf den ersten Blick ist, aber dennoch sind beide von einander fasziniert. Aber die Karten für diese Beziehung stehen denkbar schlecht. Matthews Frau verschwand drei Jahre zuvor und noch immer tappt die Polizei im Dunkeln, was mit der smarten Uniprofessorin geschah. Jenna hingegen hat eine emotional aufwühlende Beziehung hinter sich und hält sich die meiste Zeit mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Sie versucht alles Erdenkliche um Matthew den Weg in den Alltag zurück zu ebenen, aber es ist nicht leicht im Schatten einer Vermissten zu leben. Als dann plötzlich ihre beste Freundin unter ebenso mysteriösen Umständen verschwindet, bricht die Vergangenheit mit Macht über alle Betroffene herein und alte Wunden beginnen erneut zu bluten.
Aus dieser Sicht klingt die Story banal und fast schon langweilig, aber wer das denkt hat noch nie einen Roman von Charlotte Link gelesen. Denn dies erzählt nur einen Handlungsstrang der Geschichte. Ein anderer ist der des Kleinkriminellen Ryan, der einfach immer Pech im Leben zu haben scheint und der am ungünstigsten Punkt seiner Laufbahn verhaftet wird. Wie immer bei der Autorin werden mehrere Charaktere auf die Bühne geschickt, aber ohne dass man durcheinander gerät oder gelangweilt wäre. Denn Frau Link besitzt ein Talent, diese Personen lebendig werden zu lassen und sie so miteinander zu verknüpfen, das am Ende alles sich wie ein Puzzel zusammenfügt.
Toll fand ich hier, wie unterschiedlich Menschen mit Versagen umgehen. Ryan ist ein Versager, wie er im Buche steht. Kleinkriminell, verschuldet, manchmal etwas zu naiv, aber für jedermann offensichtlich und trotzdem bleibt er liebenswert. Alexa und Ken dagegen erscheinen auf den ersten Blick erfolgreich und angesehen, aber sie verstecken ihr Versagen, niemand soll sehen, dass die beiden ihr Leben mit vier Kindern schon lange nicht mehr im Griff haben. Und der Schluss war wie immer überraschend. Ich wäre nie auf den Mörder gekommen, aber das bin ich von Charlotte Ling gewöhnt und deswegen lese ich ihre Romane so gern.

  (7)
Tags: entführung, familiendrama, mord, neubeginn, versagen, wales   (6)

  

 

Das Washington Dekret
LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

87 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

usa, washington, verschwörung, thriller, komplott

Das Washington Dekret

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess , Marieke Heimburger
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei dtv, 24.01.2013
ISBN 9783423280051
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Als sie bei einer Quizshow eine Reise mit dem Senator nach China gewannen, auf der dessen Frau ermordet wurde, ahnte noch niemand der Gewinner, das dieses Ereignis sie eng zusammenschweißen würde, und sechszehn Jahre später genau diese Freundschaft das Schicksal der USA bestimmen sollte. Der Senator ist inzwischen zum Präsidenten aufgestiegen und kurz davor den Triumph zu feiern, als bei einem Anschlag die hochschwangere First Lady tödlich getroffen wird. Aus Trauer, Wut und Entsetzen, bereits zwei Frauen durch Waffengewalt verloren zu haben, setzt Präsident Jansen ein Dekret auf, in dem er die Gesetze des liberalsten Landes der Welt auf den Kopf stellt und Amerika vorübergehend zu einem Polizeistaat umfunktioniert. Wer sich den neuen Anordnungen in den Weg stellt, wird schon bald auf blutige Weise überzeugt, wie brutal Waffen und wie notwendig Reformen sind. Doch einige militante Milizen lassen sich nicht so einfach entwaffnen und es beginnt ein brutaler Bürgerkrieg. Doch es ist nicht immer alles wie es auf den ersten Blick scheint, denn im Hintergrund zieht jemand die Fäden, dem das Wohl des Volkes egal ist und der allein auf seinen Vorteil bedacht ist. Als die ehemaligen Quiz-Teilnehmer hinter das Komplott kommen, setzten sie alles daran den Verrat aufzudecken und um zu verhindern, dass noch mehr Menschen aufgrund des Dekrets zu Schaden kommen.

Nach den Anschlägen von Newtown, ein erschreckend aktuelles Buch und beängstigend realistisch. Jussi Adler-Olsen zeigt einmal mehr sein Erzähltalent und seine Bandbreite. Wer glaubt er könne nur Krimis schreiben, irrt was er auch schon meiner Meinung nach mit Alphabethaus unter Beweis gestellt hat. Ich scheue sonst immer vor Politthrillern zurück, aber dem Autor gelingt es anschaulich Hintergründe und Zusammenhänge darzustellen, ohne das ich auch nur einmal versucht war gelangweilt zu gähnen. Im Gegenteil, teilweise war es so spannend, dass ich mir die Fingernägel abgeknappert hätte, hätte ich das Buch nicht halten müssen. Man hält zwar nicht die Luft an, man kann aber einfach nicht aufhören zu lesen. Eine düstere Zukunftsvision die der Autor da zeichnet und spannend bis zur letzten Seite plus einem, für mich, überraschenden Ende. Der einzige Kritikpunkt den ich habe, ist das die deutsche Übersetzung wohl keinen Lektor gesehen hat. Denn gerade im letzten Drittel bin ich mehrmals über unsinnige Satzkonstruktionen gestolpert. Sonst stören mich ja kleine Fehler nicht, weil das kann vorkommen, aber die waren doch sehr gravierend und wenn ich soviel für eine Hardcover Ausgabe bezahle, erwarte ich einfach eine gewisse Sorgfalt.

  (7)
Tags: anschlag, gewalt, mord, verschwörung, washington, überwachung   (6)

  

 

Der dunkle Ritter
LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, tina st. john, romantik, ritter, burg

Der dunkle Ritter

Tina St. John , Susanne Kregeloh , Lara Adrian
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 01.10.2012
ISBN 9783802585227
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kinder werden von ihm gewarnt, die wildesten Gerüchte ranken um ihn: „Blackheart“ der berüchtigtste und der grausamste unter Richards Kreuzrittern. Nach dem Tod eines Vasallen wird er vom König persönlich als Verwalter auf dessen Besitz Fallonmour eingesetzt. Nur widerwillig übernimmt er diese Aufgabe, ist doch das Schlachtfeld seine Heimat und er ein geborener Krieger. Doch was Cabal nicht ahnt, ist das er sich bald einem mächtigeren Gegner gegenübersieht, denn die junge, aber starrsinnige Witwe denkt gar nicht daran sich so ohne weiteres das Zepter aus der Hand nehmen zu lassen. Viel zu verbunden ist sie mit Fallonmour und den Menschen die dort leben, als das sie sich Vorschriften machen lässt. Dennoch ist da eine Anziehungskraft zwischen den beiden, der sie sich nicht sehr lang entziehen können und ihr schon bald erliegen. Aber der Frieden währt nicht lange, denn der Bruder des Verstorbenen beansprucht das Lehen für sich, notfalls mit Gewalt.

Ein schöner Schmachtroman, wenn auch zwei drei Ungereimtheiten mir hier und da aufgefallen sind. Aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Es ist alles dabei was man sich von solch einem Roman wünscht: eine starke, für ihre Zeit arg emanzipierte Frau, ein zum niederknien gutaussehender Held mit ner Menge Herz, finstere, zum Teil übelriechende Schurken und ein hinterhältiger Feind, der bereit ist über Leichen zu gehen und vor allem ein Happy End. Ein bisschen mehr Focus auf Cabals Vergangenheit hätte vielleicht nicht geschadet, dann wäre die Wandlung vom mordenden Schrecken Jerusalems zum liebevollen, aufmerksamen Ritter nachvollziehbarer gewesen. Dafür fand ich Emmalyn hervorragend gezeichnet. Nicht auf den Mund gefallen, aber auch nicht zu emanzipiert um sich dem strahlenden Helden zu verweigern. Und all das in Lara Adrians wundervoller Erzählweise. Ein schöner Liebesroman, für kitschige Stunden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger

  (8)
Tags: kampf, kreuzzug, liebe, romantik, sex, witwe   (6)

  

 

Der Kelch von Anavrin
LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

anavrin, teil 03, kampf, gut gegen böse, drachenkelch

Der Kelch von Anavrin

Tina St. John , Holger Hanowell , Lara Adrian
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 09.11.2012
ISBN 9783802585203
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Alles in ihm schreit nach Rache, denn er hat bei einem Überfall auf seine Burg alles verloren: sein Heim, seine Frau und seinen Sohn. Getrieben den Verantwortlichen zur Strecke zu bringen macht Randwulf of Greycliff sich mit zwei Teilen des Drachenkelchs auf, der Gerechtigkeit genüge zu tun. Als er Schiffbruch erleidet, ahnt er nicht dass die Schöne, die ihn am Strand findet, sein Schicksal wird. Serena lebt mit ihrer Mutter abgeschieden im Wald. Sie hat die Gabe ins Innere eines Menschen zu sehen und Rands Schmerz und Wut erfüllt ihr Herz, doch schon bald wandelt sich dieses Gefühl in Liebe. Doch lange wehrt der Frieden nicht, denn das Böse ist bereits unterwegs, um sich den Drachenkelch zu holen und die Herrschaft über diese Welt und über das magische Reich Anavrin einzufordern. Dabei spielt Serenas Mutter eine größere Rolle in dem Drama, als alle Beteiligten zunächst vermutetet hätten.

Dies ist das Ende der Drachenkelchsaga von Lara Adrian und für meinen Geschmack kein schlechtes. Man darf jetzt bei dem Buch die Messlatte nicht zu hoch anlegen. Das Thema ist literarisch nicht tiefgreifend, aber unterhaltsam. Halt ein typisch historischer, fast kitschiger Liebesroman. Rand und Serena geben dabei ein sehr überzeugendes Liebespaar ab und die Geschichte an sich wird zum Schluss, so aufgelöst, das alle drei Teile ein rundes Ganzes ergeben. Von mir aus hätte der spannende Teil mehr umspannen können. als das letzte Drittel, aber die Entwicklung der zarten Liebesbande nahm dann doch mehr Platz ein, als erwartet. Ich habe mich aber nicht eine Minute dabei gelangweilt, auch wenn Serena mir manchmal eine Spur zu naiv war. Ich mag lieber die sturköpfig, schlauen, starken Frauen in solchen Büchern. Sonst kann ich diesen Band alle Lara Adrian Fans nur empfehlen, wenn man Teil 1 und 2 der Drachenkelchsaga schon mochte.

  (9)
Tags: anavrin, gut gegen böse, kampf, kelch, liebe   (5)

  

 

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel
LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

114 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

krimi, mord, england, chemie, flavia de luce

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783442379507
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Egal wo Flavia und ihr getreues Fahrrad Gladys auftauchen, scheint es fast so, dass die nächste Leiche nicht weit ist. Auf Buckshaw ist der Spätsommer angebrochen. Eigentlich hatte Flavia vor, sich auf dem Jahrmarkt zu amüsieren, aber dann fackelt sie aus Versehen das Zelt der Wahrsagerin ab und fühlt sich nun verpflichtet, der Zigeunerin und ihrem Pferd derweil auf Buckshaw-Land einen Platz anzubieten. Doch das sehen viele mit Misstrauen und es reißt alte Wunden wieder auf, denn beim letzten Besuch der Zigeuner verschwand ein Kind. Alte Rechnungen werden beglichen und Flavia findet die alte Frau zusammengeschlagen in ihrem Wohnwagen. Doch noch etwas Seltsames geht vor in Buckshaw. So verschwinden die Kaminböcke und tauchen wieder auf, ungebetene Besucher gehen auf dem Anwesen ein und aus und über allem liegt ein unangenehmer Fischgeruch. Schon bald siegt Flavias neugier und sie beginnt mit den Ermittlungen, sehr zum Missfallen ihres Vaters. Doch zwischendrin findet sie noch immer Zeit, sich kleine Gemeinheiten für ihre Schwestern auszudenken, um sich für deren Streiche zu revanchieren.
Da ich Flavias schnoddrige Naseweise und altkluge Art mag, war ich auch wieder bei diesem Fall mittendrin statt nur dabei. Es sind weniger die Morde, die das ganze zu einem Leseabenteuer machen, als vielmehr der Charme der Protagonisten. Nach der Hälfte der Story hatte ich eine Ahnung wie es zu dem Kindsraub kommen konnte und das sollte sich gegen Ende bestätigen, aber die Sache mit dem Schmugglerring blieb mir verborgen. So das ein bisschen Spannung erhalten blieb. Am liebsten mochte ich in diesem Teil die Beschreibung von Gladys. Ich würde nur zu gern einmal im Leben sehen, wie ein Fahrrad enttäuscht dreinschaut. Dieses Buch ist vielleicht nichts für hartgesottene Krimifans, aber für alle die Flavia ebenso lieb gewonnen haben wie ich, ein Must read.

  (10)
Tags: kindesentführung, mord, schwestern, zigeuner   (4)

  

 

Time Out
LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

kohärenz, dystopie, computer, chip, thriller

Time Out

Andreas Eschbach
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2012
ISBN 9783401066301
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Kohärenz wird immer größer. Um noch mehr Mitglieder zu rekrutieren bedient sie sich des aufstrebenden jungen Erfinders des FriendWeb, Salzman, in dem er die Jugend dazu aufruft, sich einen Chip implantieren zu lassen, den sogenannten „Lifehook“. Diese neue Entwicklung betrachten Christopher und die kleine Truppe von Technologieaussteigern um Jeremiah Jones mit wachsender Besorgnis. Als auch noch der amerikanische Präsident mittels Chip in die Kohärenz aufgenommen werden soll, ist Eile geboten. Dabei überwerfen sich jedoch Christophers Pläne mit denen von Jeremiah Jones und er beginnt auf eigene Faust Nachforschungen, um die Gleichschaltung der Gehirne zu beenden. Mit dabei die Tochter des Gurus Serenity Jones, die sich endlich ihre Liebe zu Christopher eingesteht und ihm bei seiner aussichtslosen Mission zur Seite steht. Ein Wettlauf gegen die Zeit durch Europa beginnt, bei dem die Kohärenz ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Kein Wunder kann sie doch auf die Intelligenz von Millionen Gehirnen zurückgreifen und wie ein Schachspieler jeden Zug vorausberechnen.
Ein toller dritter Teil der „Hide*Out“-Triologie von Eschbach, in so rasantem Tempo geschrieben, dass es mir unmöglich war das Buch aus der Hand zu legen. Endlich gestehen sich Christopher und Serenity ihre Liebe und inmitten all der Trost- und Hoffnungslosigkeit, ist sie der Lichtstrahl, der der Geschichte einen Hauch Optimismus verleiht. Denn bis zum Schluss, scheint die Kohärenz die Oberhand zu behalten und eine komplette Vernetzung aller menschlichen Hirne unausweichlich. Ich habe wirklich bis zum Schluss gebangt und war dankbar, dass Christopher nicht als Held einmal mit einer brillianten Idee um die Ecke kommt und damit der Bedrohung ein Ende bereitet. Vielmehr sieht er sich Niederlagen und Rückschlägen gegenüber und zweifelt mehr als einmal an sich selbst, wie halt jeder im Leben. Zudem muss er lernen dass die Liebe ein zweischneidiges Schwert ist, das neben den größten Glücksgefühlen auch Eifersucht dazugehört, die ihn bei seiner Mission die Menschheit zu retten, bisweilen in die Quere kommt.
Das Ende fand ich toll, ein vorläufiges Happy End, das sich in Luft aufzulösen scheint, ob der Dummheit der Menschen. Es scheint so als würden wir einfach nicht aus unseren Fehlern lernen, oder aus Liebe zu anderen bereit sein sie einfach immer wieder zu wiederholen.

  (7)
Tags: chip, dystopie, freiheit, freundschaft, kampf, kohärenz, liebe, vernetzt   (8)

  

 

Hidden
LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

freundschaft, gut gegen böse, vampire, kampf, aura

Hidden

P. C. Cast
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei St. Martin's Griffin, 01.10.2012
ISBN 9781250019394
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Das Ritual hat Neferet enttarnt. Nun kann sie nicht länger vor dem High Council ihre Maskerade aufrechterhalten und wird verbannt. Aber Neferet ist noch lange nicht fertig mit Zoey und ihrem Zirkel. Obwohl sie immer mehr Verbündete verliert und auch der weiße Bulle beginnt, sich nicht um ihre Belange zu kümmern, beginnt sie die Menschen von Tulsa gegen die Vampire des House of Night aufzuwiegeln. Um ihre Rache voranzutreiben ist sie bereit über Leichen zu gehen. Dabei hat sie die Rechnung ohne Aurox gemacht, der spürt, dass er mehr ist als ein Gefäß des Bösen und sich auf die Seite von Nyx schlägt.

Band 10 der Serie war sehr rasant und las sich im Gegensatz zu einigen Bänden davor richtig leicht. Zoey entwickelt sich immer mehr zu einem Charakter dem man als Leser nur wenig Sympathie entgegenbringen kann. Was nicht gerade gut ist für die Hauptfigur in dieser Reihe. Während alle Freunde um sie herum, erwachsen werden und sich dem Kampf mit Neferet stellen, bleibt Zoey ein weinerliches Kind, das sich die meiste Zeit beschwert, dass sie zu jung ist oder über ihre Bürde des Ausersehenseins stöhnt. Ich hätte schon längst das Handtuch geworfen, wären da nicht die tollen Nebencharaktere und ihre Geschichten. Lenobia die sich endlich ihren Gefühlen zu dem Cowboy stellt, Shaunee die einsieht, dass sie viel mehr ist, als nur die andere Hälfte von Erin, Aurox in dem die wiedergeborene Seele von Heath schlummert und Last but not Least Shaylin, die neue Vampirin mit der ganz besonderen Gabe. Endlich geht es auch richtig zur Sache und es kommt zu einem offenen Showdown mit Neferet. Was auch endlich mal Zeit wurde, denn es bedeutet das sich die Serie nun nicht noch weitere 10 Bände hinziehen kann. Hoffe ich zumindest. Alle die sich bis hierhin durchgekämpft haben, werden mit einem spannenden Teil belohnt, in dem gezeigt wird, dass sich Menschen und auch Vampire jederzeit ändern können und das Gut oder Böse eine Entscheidung des freien Willens ist. Ich freu mich auf den nächsten Band und hoffe, dass das Autorenduo nicht zu lange braucht, um ihn zu veröffentlichen.

  (5)
Tags: aura, freundschaft, gut gegen böse, kampf, vampire   (5)

  

 

Die Fackeln der Freiheit
LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

46 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

irland, diana gabaldon, jakobiten, lord john, england

Die Fackeln der Freiheit

Diana Gabaldon , Barbara Schnell
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 01.06.2012
ISBN 9783764501778
Genre: Historische Romane

Rezension:

Lord John erbt die Aufzeichnung eines verstorbenen Freundes, die schwere Anschuldigungen erheben gegenüber einem Angehörigen der Armee. Um der Gerechtigkeit genüge zu tun, will Lord John diesen vor ein Kriegsgericht bringen, doch dafür muss er ihn erst einmal aufspüren. Zudem gibt ihm ein in Gälisch verfasstes Gedicht, das er bei den Unterlagen gefunden hat, Rätsel auf. Zwar kennt er genau die richtige Person, die ihm bei der Entschlüsselung des Gedichts helfen könnte, aber leider herrscht nach einem Streit sibirische Kälte zwischen ihm und dem verurteilten schottischen Aufständischen Jamie Fraser. Johns Bruder Hal zwingt beide jedoch zur Zusammenarbeit und schon nach dem ersten Blick auf das poetische Werk, schwant Jamie Böses. Denn was auf den ersten Blick aussieht wie eine harmlose Geistergeschichte entpuppt sich als verstecktes Erkennungszeichen einer Verschwörung, die zu einen erneutem Aufstand der Jakobiten zum Inhalt hat, um den englischen König zu stürzen. Jamie muss sich entscheiden zwischen Verrat seiner ehemaligen Verbündeten und weiterem Blutvergießen, bei dem er noch mehr Freunde verliert, der Freiheit und der Nähe zu seinem unehelichen Sohn in Gefangenschaft.
Ich war ein bisschen enttäuscht, hatte ich doch einen weiteren fesselnden Lord-John-Romane erwartet. Stattdessen musste mein Held weit hinter Jamie zurückstecken, damit dessen Geschichte erzählt werden konnte. Dabei wird diese doch schon hinlänglich ain den Steinkreis-Romanen ausgeführt. Außerdem erinnerte mich dieses Buch mit seinen politischen Verstrickungen eher an einen Agententhriller, dessen Schauplatz ins 18. Jahrhundert verlegt wurde, im Gegensatz zu den früheren Teilen und ich habe mehr als einmal den Faden verloren. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch wirklich genossen, denn ich mag Diana Gabaldons Erzählweise, die einen ins schottische Hochland versetzt, sobald man ein Buch von ihr aufschlägt. In dieser Geschichte war es eher England und Irland, aber so anschaulich beschrieben, dass man sich als Leser auf der smaragdfarbenen Insel wähnt. Kleine Geschichten und Nebenschauplätze bereichern das Geschehen und lassen die Personen und ihre Zeit lebendig werden. Ich hoffe nur, ich muss nicht zu lange auf einen weiteren Lord-John-Roman warten und dann aber bitte mit etwas mehr Lord John und sehr viel weniger Jamie Fraser, denn der hat seine eigene Saga.

  (5)
Tags: 18. jhd., freundschaft, irland, mord, verschwörung   (5)

  

 

Martyrium
LOVELYBOOKS-Statistik

(95)

188 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, new york, mord, spannung, serienmörder

Martyrium

Jonathan Hayes
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.08.2008
ISBN 9783426638996
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nach dem bestialischen Mord an ihrer Mitbewohnerin flüchtet sich Ana zu dem forensischen Pathologen Edward Jenner. Dieser befindet sich eigentlich im Ruhestand, weil er die Identifizierungsarbeiten nach dem 11. September psychisch nicht verkraftet hat. Nur hin und wieder nimmt er kleine Jobs an. Als Ana bei ihm auftaucht, möchte er sie so schnell wie möglich der Polizei übergeben, aber sein Beschützerinstinkt siegt. Schon bald kommen sich die beiden näher und so wird die Jagd nach dem Mörder, der auch Anas Leben bedroht eine persönliche Angelegenheit für Jenner. Denn das Morden geht weiter und jedes seiner Opfer verkörpert einen Märtyrer und stirbt so wie es die Geschichten vorgeben. Je näher sie ihm kommen, desto brutaler schlägt er zu.
Die Grundstory ist eigentlich nicht schlecht, aber dafür die Umsetzung. In der Literatur gibt es mehr als einen am Leben gescheiterten Ermittler, aber Jenner war für mich nicht überzeugend. Vor allem sein bizzares Hobby, das destillieren von Düften machte ihn unglaubwürdig. Ebenso die Affäre zu der 20 Jahre jüngeren Ana, die so völlig aus der Luft gegriffen plötzlich zwischen den Seiten auftaucht. Bei dieser Art Romanen möchte ich auch mit dem Opfer mitleiden, aber das gelingt bei der Figur Ana nicht. Sie ist so widersprüchlich das sie mir auf die Nerven fiel. Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt, drogen- und alkoholabhängig, dann aber wieder lebenshungrig. Die Charaktere waren schlicht und ergreifend nicht richtig durchdacht. Der Autor hat es meiner Meinung nach auch ein bisschen mit der Produktplazierung übertrieben. Einmal hätte ich mir ja Weetabix als Früstück gefallen lassen, als dann aber noch für Rasierklingen mit dem vollen Namen geworben wurde, war bei mir der Ofen aus. Manchmal ist weniger halt einfach mehr.
Das Buch ist eben nicht der Kracher und andere könnten das Thema weit fesselnder umsetzen.

  (6)
Tags: affäre, ermittlungen, märtyrer, new york, serienmörder, spannung   (6)

  

 

Das verlorene Symbol
LOVELYBOOKS-Statistik

(260)

497 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 34 Rezensionen

freimaurer, thriller, washington, robert langdon, pyramide

Das verlorene Symbol

Dan Brown
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2011
ISBN 9783404160006
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Seit Jahren hütet eine Pyramide das Geheimnis eines weltverändernden Wissens und wird über Generationen immer wieder an den Inhaber des Stuhls der Freimaurer übergeben. Aber jetzt ist die Zeit gekommen in der sich der düsterer Dämon Mal’akh aufschwingt, um das Geheimnis zu lüften und sich dessen Macht zu nutze zu machen. Dazu braucht er jedoch die Hilfe von Robert Langdon. Um sich dessen Mitarbeit zu versichern, entführt er seinen Freund Peter Solomon, dem Meister des Stuhls der Freimaurer und hinterlässt dessen Hand, versehen mit symbolischen Tätowierungen, im Kapitol. Damit beginnt eine perfide Schnitzeljagd durch Washington, die offenbart das die Geschichte und Bauwerke der Stadt eng verknüpft sind mit dem Orden der Freimaurer und deren Idealen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem nicht immer klar ist, hinter welcher Ecke Freund oder Feind lauert.
Es ist der dritte Fall um den Symbologen Robert Langdon und hat mich ebenso gepackt wie die anderen zwei davor. Auch wenn der Handlungsstrang, um den Rätsel lösenden Robert schon ein bisschen abgegriffen ist und der Bund der Freimaurer jetzt nicht unbedingt mein Thema. Die Jagd durch Washington war für mich zeitgleich eine Geschichtsstunde in der man ein paar mehr Hintergründe über die Historie erfährt als im herkömmlichen Englischunterricht. Aber am faszinierendsten für mich war der Teil, in dem Kathrine Solomon die Fähigkeiten des menschlichen Geistes erforscht. Zumal sich Wissenschaftler ja darin einig sind, das wir das Potential des Gehirns noch lange nicht erschöpft haben. Das Ende fand ich etwas vorhersehbar, denn der Hälfte des Buches hatte ich eine Vermutung, die sich dann bestätigte. Im Großen und Ganzen habe ich aber über 700 Seiten mitgerätselt und atemlos gefiebert. Das verlorene Symbol ist halt ein typischer Dan Brown Roman, wobei das immer wiederkehrende Konzept, wie Robert Langdon seine Rätsel löst, so langsam Ermüdungserscheinung zeigt.

  (13)
Tags: freimaurer, pyramide, symbol, usa, washington, wettlauf   (6)

  

 

Verachtung
LOVELYBOOKS-Statistik

(210)

376 Bibliotheken, 16 Leser, 5 Gruppen, 28 Rezensionen

dänemark, rache, thriller, sonderdezernat q, carl morck

Verachtung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.09.2012
ISBN 9783423280020
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Da glaubten die Dänen Worte wie: Herrenrasse und Eugenik und die Ideale die sich dahinter verbergen, seit Jahrzehnten weit hinter sich gelassen zu haben, da taucht eine politische Vereinigung auf, die sich „klare Grenzen“ nennt, deren Parteiprogramm gerade diese gefährlichen Ideen wieder aufs Tableau bringt. Seit Jahren arbeiten deren Mitglieder schon im Untergrund an heimlichen Aborten von Embryonen, die sie für nichtslebenswert erachten und sterilisieren Frauen ohne deren Wissen. Mit der Zeit gewinnt die politische Vereinigung immer mehr an Einfluss und Macht, aber die Leichen die zwangsläufig durch ihre Tätigkeit ihren Weg pflastern, stellen ihnen nun ein Bein. Der Stein des Anstoßes ist ein harmloser Vermisstenfall, der auf dem Aktenstapel des Morddezernat Q landet und der immer tiefer in die Abgründe der Partei führt und besonders dessen betagten Gründer Curt Wad in arge Bedrängnis bringt und sein „geheimer Kampf“ dank Carl Mørcks Ermittlungerteam sich in eine Niederlage zu verwandeln droht. Dabei geraten alle drei mehr als einmal in eine brenzlige, lebensgefährliche Situation, bevor es ihnen gelingt die skrupellosen Machenschaften, dieser „Herrenmenschen“ offen zu legen.
Meiner Meinung nach ist der vierte Fall um das skurrile Ermittlerteam des Dezernat Q der bisher beste und emotional aufwühlenste. Als Frau konnte ich mich besonders in die Hauptperson Nete Hermansen hineinversetzen und nachvollziehen, was eine Zwangssterilisation der Seele antun kann. Es gelingt Herrn Adler-Olsen auch eine gewisse Ambivalenz in die Figur des Bösewichts zu bringen, einerseits habe ich ihn von Grund auf gehasst für seine Eigenmächtigkeit und für seine Arroganz, auf der anderen Seite hatte ich soviel Mitgefühl als seine Frau starb und er ihr nur noch folgen wollte. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Im Gegenteil gegen Ende kommt man nicht mehr raus aus dem Bangen um die liebgewonnenen Charaktere. Zudem schlagen die liebevollen kleinen Geschichten um Assad, Carl Mørck und Rose die Brücke zu den anderen drei Teilen. So lernt man Assad von einer ganz anderen Seite kennen, Carl bereitet der Fall wegen dem er ins Sonderdezernat Q versetzt wurde Kopfschmerzen und Ungelegenheiten und Rose ist einfach wie immer die durchgeknallte Rose. Wer die ersten drei Bücher schon mochte, wird von diesem hier begeistert sein.

  (8)
Tags: ermittlungen, eugenik, gift, rache, sonderdezernat, sterilisation   (6)

  

 
421 Ergebnisse