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Ein plötzlicher Todesfall
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(210)

477 Bibliotheken, 31 Leser, 3 Gruppen, 64 Rezensionen

england, kleinstadt, drogen, gemeinderat, tod

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.09.2012
ISBN 9783551588883
Genre: Zeitgenössische Literatur

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Das Geheimnis des weißen Bandes
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(10)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

sherlock holmes, baker street 221b, verschwörung, dr. watson, london

Das Geheimnis des weißen Bandes

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Insel, Frankfurt, 11.03.2013
ISBN 9783458359159
Genre: Krimi & Thriller

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Erebos
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(281)

554 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

computerspiel, sucht, london, erebos, thriller

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.06.2011
ISBN 9783785573617
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Vlad
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74 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

rumänien, pfähler, dracula, vampir, transsilvanien

Vlad

C. C. Humphreys , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.2010
ISBN 9783453525979
Genre: Science-Fiction & Fantasy

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Die Schmetterlingsinsel
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(151)

329 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

sri lanka, liebe, tee, england, ceylon

Die Schmetterlingsinsel

Corina Bomann
Flexibler Einband: 556 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.03.2012
ISBN 9783548284385
Genre: Zeitgenössische Literatur

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Wo die Nacht beginnt
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(44)

167 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

london, schottland, hexenverfolgung, zeitreise, frankreich

Wo die Nacht beginnt

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.03.2013
ISBN 9783764504670
Genre: Science-Fiction & Fantasy

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Leben
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(12)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

organspende, leben, verzweiflung, roman, hoffnung

Leben

David Wagner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, Reinbek, 01.03.2013
ISBN 9783498073718
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Alle glaubten er werde verbluten und an seinem eigenen Blut ersticken, als David mit geplatzten Krampfadern in der Speiseröhre ins Krankenhaus kommt, doch er schafft es dem Tod von der Schippe zu springen. Sein Arzt setzt ihn erneut auf die Transplantationsliste für eine neue Leber, denn David lebt seit seiner Kindheit mit einer Autoimmunerkrankung die seine Leber angreift. Aber will er das? Weiterleben durch den Tod eines anderen? Ein scheinbar endloser Krankenhausaufenthalt führt den Leser durch die Gedankenwelt von Herrn W., wie er sich selbst bezeichnet. Sein Auseinandersetzen mit dem Tod, mit der Idee ein fremdes Organ in sich zu tragen und die Leidenswege seiner unzähligen Zimmergenossen.

Kurze Abschnitte machen es leicht das Buch zu lesen, die Thematik jedoch nicht. Ich bekam wirklich tiefe Einblicke, wie es ist mit dem Tod seit Jahren auf der Schwelle zu leben, aber auch wie erschreckend der Gedanke ist, ein Stück Körper eines anderen zu bekommen. Ebenso ungeordnet wie Gedanken durch den Kopf wandern, hat David Wagner alles aufgeschrieben und dadurch wird alles so viel realer. Das Buch zeigt die menschlich Tragödie hinter der gerade wieder in die Schlagzeilen geratenen Transplantationsmedizin und brachte mich zum Nachdenken, ob ich nicht doch den kleinen Ausweis der mich als Organspender ausweist, in mein Portemonnaie stecken sollte. Obwohl das Buch nicht viele Seiten enthält, hat es so viel Aussagekraft und trägt soviel Emotionen in sich, wie kein tausend Seitenwälzer es könnte. Dieses Buch geht einfach unter die Haut, ob man will oder nicht.

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Der Nachtzirkus
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(285)

625 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 134 Rezensionen

zirkus, magie, liebe, fantasy, celia

Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.03.2012
ISBN 9783550088742
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Komm mit! Komm mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet den Verstand.

Beim Lesen dieser Geschichte lief dieses Lied als Soundtrack in meinem Kopf ganz automatisch mit. Ein Zirkus, der nur nachts Vorstellungen gibt und der so unglaubliche Dinge zeigt, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Aber was wenn dieser traumhafte, illusionsgeladene Ort in Wirklichkeit eine Arena für ein magisches Duell ist, in der zwei Magier ihre Kombattanten gegeneinander antreten lassen? Eines Streits wegen, der vor langer Zeit begann und dem schon viele Zauberschüler zum Opfer fielen. Doch nie zuvor war der Austragungsort so öffentlich und noch nie haben sich zwei Gegner so geliebt, wie Celia und Marco. Anstatt sich gegenseitig zu übertrumpfen, wie von ihren Lehrern erwartet, gestalten sie den Zirkus um sich herum neu, aufbauend auf den Ideen des anderen, bis sie eine komplexe, magische Landschaft erschaffen haben, in der Niemand altert und Träume Wirklichkeit werden. Doch der Wettstreit endet erst, wenn einer der Spieler stirbt und dann droht auch diesem Abenteuerland der Untergang, zu sehr sind seine Schöpfer darin verwoben.

„Der Nachtzirkus“ ist eine Erzählung auf die man sich einlassen muss. Denn beim Aufschlagen des Buches betritt man ein Wunderland voller Magie, Intrigen, Liebe und Abenteuer. Für mich ist es jetzt kein Buch was ich immer wieder lesen würde, zu sehr hat sich das Ganze oft gezogen und durch die doch kurzen Zeitsprünge bin ich immer wieder etwas durcheinander geraten, aber dennoch sticht diese Geschichte hervor. Erin Morgenstern gelingt es eine völlig neue Phantasiewelt zu erschaffen, in der man als Leser schnell ins Staunen gerät. Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht und beschrieben, so dass ich mehr als einmal den Geruch von Popcorn und Karamell in der Nase hatte. Die Figuren sind schwer zu greifen, es gelang mir nicht zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Zuerst glaubt man das Celias Vater sie in den Wettstreit schickt, weil er an ihre Fähigkeiten glaubt, aber mit Fortschreiten der Geschichte erkennt man seine Verbitterung und den Willen Alexander zu besiegen, koste es was es wolle. Alexander bleibt dagegen mysteriös, unterkühlt und ich hielt ihn für den Unhold in diesem Spiel, doch am Ende schafft er etwas was der große Zauberer Prosperos nicht kann, er zeigt Bedauern. Mitleid empfand ich für die beiden jungen Menschen, die unverschuldet aneinandergebunden sind und gezwungen werden die Kämpfe der beiden Männer auszutragen, sich dabei aber ineinander verlieben und krampfhaft einen Ausweg aus dem Dilemma suchen.

Das Buch war für mich jetzt, wie bereits gesagt, keine Offenbarung und kommt nicht auf meine Lieblingsbücherliste, aber beim Lesen war ich 460 Seiten lang in einer völlig faszinierenden Zirkuswelt gefangen, in der Magie Alltag ist und alles möglich scheint. Einfach eine tolle Reise durch die Phantasiewelt der Autorin, wenn ich mich auch hin und wieder in den Zeiten verlaufen habe.

 

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Tags: 1900, magie, nacht, wettstreit, zirkus   (5)

  

 

Göttlich verliebt
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(253)

578 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

götter, liebe, helen, griechische mythologie, hades

Göttlich verliebt

Josephine Angelini
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791526270
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Götter dürfen den Olymp verlassen und somit steht den Scions ein Kampf bevor, der verhindern soll, dass sie ihre Willkür ausleben und dabei die Sterblichen drangsalieren und die Welt wie wir sie kennen vernichten. Doch unter den Häusern der Scions herrscht nach wie vor Zwietracht. Es ist die Aufgabe von Orion, Helen und Lucas die ihnen von den Parzen zugedachte Rolle zu erfüllen, die Götter zu stürzen. Doch das ist alles andere als leicht, vor allem weil die Macht, die Helen erlangt hat, beginnt ihre Freunde zu beunruhigen und sich gegen sie zu stellen. Auch ihre Mutter spielt nicht immer mit offenen Karten und instrumentalisiert sie für ihre eigenen Zwecke. Hinzu kommt das Liebeschaos. Helen liebt Lucas, darf aber nicht mit ihm zusammen sein weil sie verwandt sind, Orion liebt Helen, möchte aber nicht auf Ewig immer nur zweite Wahl sein. Als dann die Götter hinabsteigen und zum großen Showdown rüsten, müssen letztendlich doch alle Einigkeit beweisen um gegen die Übermacht zu bestehen.

Ich gebe zu ich war von der ersten beiden Bänden schon nicht überzeugt. Der dritte reiht sich da nahtlos ein. Vielleicht mag es an meinem mangelnden Interesse an griechischer Mythologie und Geschichte liegen, das mich all die wiederkehrenden Namen und Gesichter in dieser Reihe jedes Mal aufs Neue verwirrt zurückließen. Welcher trojanische Held war jetzt in wem wiedergeboren, mit welchem Gott verwandt und in wen verliebt. Mir nutzte auch das Glossar hinten nicht, dass die Sache beleuchten sollte. Erstens hatte ich keine Lust mich da durchzuwuseln, zweitens hätte mich das im Lesefluss behindert. Manche der Dialoge und Handlungsweisen fand ich gut ausgearbeitet, doch kurze Zeit später erinnerte sich die Autorin wahrscheinlich daran, dass Teenies handeln und baute flapsige Plattitüden ein, was meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen wäre, schließlich waren es doch uralte wiedergeborene Seelen, die wenn sie sich doch nicht an ihr früheres Leben erinnern konnten, so erkannten sie sich doch zumindest wieder. Ansonsten liest es sich flüssig und man kann gern damit mal einen Nachmittag auf der Couch abhängen. Auch wenn der Schluss eine Fortsetzung zumindest möglich scheinen lässt, fand ich diesen Band besser als den Vorgänger, mit einem schönen Schluss ohne Zuckerwatte-Happy End.

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Die verborgene Sprache der Blumen
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(101)

189 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 52 Rezensionen

blumen, liebe, einsamkeit, familie, vertrauen

Die verborgene Sprache der Blumen

Vanessa Diffenbaugh , Karin Dufner
Fester Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.03.2011
ISBN 9783426199046
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Nach einer Odyssee durch Pflegefamilien und Erziehungsanstalten gilt Victoria als unvermittelbar. Mit ihrer Aggression und Sturheit bringt sie nicht nur ihre Sozialarbeiterin sondern auch ihre Mitbewohnerinnen gegen sich auf. Die einzige Art der Kommunikation, die sie benutzt um sich mitzuteilen sind Blumen. Als sie endlich 18 ist, darf sie das Heim verlassen und ist nun komplett auf sich gestellt. Nach ein paar Wochen in denen sie im Stadtpark nächtigt, hat sie das Glück einen Job als Floristin zu bekommen. Auf dem Großmarkt begegnet ihr ein Mann der endlich ihre Sprache versteht. Die verborgene Sprache der Blumen. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und trennt ein großes Geheimnis. Victoria fällt es schwer sich auf jedwede Bindung einzulassen, aber als sie dann Mutter wird, kann sie nicht mehr vor ihren Problemen davonlaufen und wird mit dem größten Fehler ihres noch jungen Lebens eingeholt.

Die verborgene Sprache der Blumen ist eine Geschichte die ans Herz geht. Nicht in der kitschigen Form, bei mir hat sie an mein Helfersyndrom appelliert. Obwohl ich zugeben muss, dass es die Charaktere mir nicht leicht gemacht haben sie zu mögen. Victoria möchte man mehr als einmal schütteln, wenn sie wieder einmal völlig neben der Spur agiert und Menschen die ihr nur helfen wollen von sich stößt. Grants Handeln trägt eher autistisch Züge. Vielleicht ist gerade deshalb die Liebesgeschichte zwischen den beiden so rührend, weil ihre Persönlichkeiten ein Zusammenleben schwierig gestalten. Am meisten mochte ich die Figur Elisabeth, die einzige Pflegemutter die Victoria wirklich geliebt hat und die ihr die Sprache der Blumen beibrachte. Ein bisschen kratzig, im Herzen aber treu und gut. Es endet auch gottseidank nicht in einem überzuckerten rosafarbenen Happy End, sondern lediglich in der Erkenntnis, dass Victoria in kleinen Schritten lernen muss sich anderen anzunähern, um ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Mich hat die Geschichte einfach nicht losgelassen und es war schön zu erfahren, dass es so etwas wie die verborgene Sprache der Blumen gibt. Ich werde mir wohl das nächste Mal gut überlegen, wem ich welche Blumen schenke.

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Die Ankunft
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(227)

623 Bibliotheken, 34 Leser, 4 Gruppen, 63 Rezensionen

dystopie, liebe, gesellschaft, ky, xander

Die Ankunft

Ally Condie
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 08.01.2013
ISBN 9783841421517
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Es ist so weit die Erhebung hat die Gesellschaft unterwandert und beginnt nun mit dem Steuermann als Anführer eine Rebellion. Dazu wurden Viren unter die Bevölkerung der Gesellschaft gebracht und nur einige wenige immunisiert, so das die Erhebung wie der Messias mit dem rettenden Heilmittel daher kommt. Doch als das Virus mutiert, das Heilmittel nicht mehr hilft und immer mehr Menschen sterben, gerät die Revolution ins Wanken. Mitten in dem Geschehen Cassia, Ky und Xander. Die Poetin, der Pilot und der Arzt. Jeder erlebt die Wende auf seine eigene Art und doch kämpfen sie nur darum zusammen sein zu dürfen. Als Ky an der Seuche erkrankt, setzt Xander alles daran ein Gegenmittel zu finden, auch wenn es bedeutet das Cassia sich, sollte Ky wieder erwachen, nie für ihn entscheidet.

Wer einen actionreichen Abschluss der Trilogie erwartet, wird fürchte ich arg enttäuscht werden. Dramatisch wird es erst am Ende, als allen Beteiligten die Zeit zur Entwicklung eines Heilmittels davon läuft, aber sonst geht es eher etwas trocken zur Sache. Dennoch mochte ich den Teil, wie schon die beiden anderen. Die Trilogie ist nicht so actiongeladen wie manch andere Dystopie, aber mich fasziniert die Idee dahinter. Wie die Menschen sich der absoluten Kontrolle widersetzen und mit kindlichem Erstaunen feststellen, dass sie zur Schöpfung fähig sind. Sie erobern sich Kunst und Musik zurück, die ihnen zuvor nur in Form von ausgesuchten 100 Gemälden und 100 Liedern zugänglich war. Poesie und die Macht der Gedichte stehen immer wieder im Vordergrund und verleihen der Hauptfigur Cassia eine Stärke, die ich bewundere. Daran angepasst finde ich die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky, die auch eher poetisch denn stürmisch daher kommt. Das vermittelt die tiefe Verbundenheit der beiden.

Der Leser wird ein bisschen überfrachtet mit Fachwissen zur Immunologie und irgendwann sieht man auch nicht mehr durch wer wann welches Virus gezüchtet hat. Für mich gehört die Matched-Trilogie zu meinen Lieblingsdystopien, weil mich die Vorstellung einer alles kontrollierenden Gesellschaft zugleich abschreckt und fasziniert.  

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Department 19 - Die Mission
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(54)

130 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

vampire, thriller, frankenstein, vampir, dracula

Department 19 - Die Mission

Will Hill
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.2012
ISBN 9783785760802
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Was wenn Bram Stoker keine blühende Phantasie besessen hätte, sondern einfach einen Tatsachenbericht verfasst. Jamie kennt all die klassischen Schauergeschichten über Frankensteins Monster, Dracula und Werwölfe, aber nie hätte er gedacht, dass all diese Gestalten wirklich auf der Erde wandeln. Er hat noch immer am Tod seines Vaters zu knabbern, als seine Mutter entführt wird und er nur knapp die Begegnung mit einem unheimlichen Mann überlebt. Gerettet durch Victor Frankenstein, dem Monster aus Mary Shellys „Frankenstein“ persönlich. Er wird in eine Geheimbasis gebracht, wo er erschreckt erkennen muss, dass nichts wirklich so ist wie es scheint. Denn Department 19 jagt seit mehr als 100 Jahren Vampire, die Nachfahren des großen Draculas. Und sein Vater war Teil des Geheimdienstes „Schwarzlicht“, bis er die Organisation zum Schutz seiner Familie verriet. Jamie lernt im Crashkurs wie man Blutsauger bekämpft und überlebt, bevor er sich mit der Unterstützung von Wenigen daran macht, seine Mutter aus dem Klauen von Alexandru, dem Bruder von Dracula zu retten. Nichtsahnend, dass der Verräter der das alles zu verantworten hat, auch den Tod seines Vaters, noch immer im Hintergrund die Fäden zieht.

Manchmal ist weniger mehr. Frankensteins Monster, Vampire und Werwölfe sind immer ein Garant für schaurig schöne Geschichten, wenn man nicht eben in „Twilight“-Kategorien denkt, aber hier war alles ein bisschen sehr konstruiert. Department 19 kam mir bei der Beschreibung des Stützpunktes vor wie die Basis der Men in Black, nur wurden hier halt Vampire statt Aliens gejagt. Die Figuren waren eher unpersönlich beschrieben und handelten etwas hölzern, dabei hätte ich Frankensteins Monster so gern gemocht. Bis zur Hälfte des Buches, fand ich es auch noch spannend und unterhaltsam, aber dann ging es mit der Geschichte bergab. Besonders der Schluss erinnert eher an ein Splattermovie. Zu viele blutige Details, die nichts mit der Story zu tun hatten, sondern einzig und allein der Beschreibung dienten, wie Vampire in blutige Fontänen dem Tod ins Auge sehen. Im Großen und Ganzen ist die Handlung recht einfach gestrickt und an vielen Stellen vorhersehbar. Meiner Meinung nach verdient das Buch die Bezeichnung Thriller nicht, denn ein Thriller lebt nicht vom Blut allein. Auch der Versuch eine Liebesgeschichte zwischen Jamie und einem Vampirmädchen einzuflechten, macht es einfach nicht runder und ich bin noch unschlüssig ob ich wirklich die Fortsetzung lesen möchte. Vielleicht wenn sie mir durch Zufall in die Hände fällt, aber ich werde bestimmt nicht in den nächsten Laden hetzen und sie mir kaufen, zumal Frankensteins Monster nun auch nicht mehr von der Partie ist. Department 19 hat mich einfach nicht überzeugt.

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Isola
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(196)

343 Bibliotheken, 4 Leser, 11 Gruppen, 32 Rezensionen

insel, jugendbuch, mord, thriller, brasilien

Isola

Isabel Abedi
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Arena, 12.01.2010
ISBN 9783401501987
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Joys Spielname ist Vera. Die Hüterin der Wahrheit. Das Filmprojekt vom exzentrischen Regisseur Tempelhoff bringt sie zurück zu dem Ort ihrer Kindheit, Brasilien. Als Straßenkind von deutschen Eltern adoptiert, macht sie sich jetzt daran ihre Schwester und ihre Wurzeln in den Favelas, den berüchtigten Armenvierteln, zu suchen. Aber zuvor muss sie erst mehrere Wochen mit 11 anderen auf einer einsamen Insel zubringen. Tag und Nacht beobachtet durch unzählige, allgegenwärtigen Kameras. Es kommt Bewegung in die Sache, als der Filmemacher neue Spielregeln bekannt gibt. Ein durch Zufall bestimmter Mörder, muss nach und nach "Opfer" aus dem Spiel holen und wer zu letzt übrigbleibt hat gewonnen. Was harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einem Psychospielchen und als dann der erste aus der Gruppe tot am Strand gefunden wird, wird selbst dem letzten der Kandidaten klar, dass der Regisseur längst nicht mehr die Fäden in der Hand hält und die Regeln ein anderer bestimmt.

Die Geschichte ließ sich leicht lesen, aber so ganz überzeugen konnte sie mich nicht. Vielleicht weil es mich ein bisschen an Panem erinnert hat. Aber die Adaption eines Spiels auf "Leben und Tod" vor Kameras haben nunmal schon viele Autoren umgesetzt und das halt jeder auf seine eigene Art. Die Charaktere waren durchaus vielseitig und bunt beschrieben, aber mir fehlte eine gewisse Tiefe der Figuren. Ein paar Hintergrundinformationen wurden angerissen, aber dann auch sofort wieder verworfen und sie fanden gar keine Einbindung in die Geschichte. Was ich mehr als Schade fand. Die Auflösung des Ganzen war dann auch eher auf dem Niveau eines Groschenromans. Der ungeliebte Zwillingsbruder, der aus Enttäuschung das Projekt des Vaters sabotiert. Nicht eben Orginell, und nur noch übertroffen von dem uninspirierten Ende.

Abschließend lässt sich sagen: es waren gute Grundansätze vorhanden und die Autorin beweist auch erzählerisches Talent, aber die  Geschichte ist eher etwas für Kinder. An Young Adult Literatur stelle ich höhere Ansprüche, und Bestseller a la "Tribute von Panem" und "Rubinrot" geben mir da durchaus recht.

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Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
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(352)

804 Bibliotheken, 9 Leser, 10 Gruppen, 95 Rezensionen

tod, freundschaft, liebe, mobbing, leben

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Lauren Oliver
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2010
ISBN 9783551582317
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ein Tag kann dein ganzes Leben verändern, oder auch die Art wie du dem Tod begegnest. Bevor ihre Welt aus den Fugen gerät, hat Sam alles. Sie ist beliebt, hat drei beste Freundinnen und der Typ hinter dem die ganze Schule her ist, ist in sie verknallt. Dann an einem Valentinstag nach einer Party, kommt es zum Unfall und Sam stirbt. Aber so hat sie es sich nicht vorgestellt, denn sie erwacht und durchlebt den Tag noch einmal und noch einmal und noch einmal. Alle Versuche dem Schicksal zu entgehen, laufen am Ende auf dasselbe hinaus.
Ein sehr bewegender Roman, mit dem ich erst warm werden musste, da Sam nicht unbedingt ein Charakter ist, dem man auf den ersten Blick sympathisch findet. Typisches Cliquenverhalten und Rumhacken auf Schwächeren bringen nicht eben zusätzliche Empathiepunkte. Aber ab der Mitte des Buches hat es mich bewegt. Toll ist auch wie die Autorin Sam die einzelnen Phasen der Trauer durchlaufen lässt. Von Leugnen über Zorn, bis hin zur Trauer und sich dem Schicksal fügen. Außerdem ist es bewegend, ihr dabei zuzusehen, wie sie vom Teenager zur Erwachsenen wird und lernt, dass beliebt sein nicht alles ist und kleine Schwächen andere liebenswerter machen und auf sein Herz zu hören, wenn man sich verliebt. Mich hat die Geschichte tief bewegt, auch wenn's ein bisschen an den Film „und ewig grüßt das Murmeltier“ erinnert.

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Tags: clique, liebe, party, selbstmord, sterben, teenager   (6)

  

 

Die Glasmenagerie
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(20)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

drama, klassiker, familie, glas, zerbrechlichkeit

Die Glasmenagerie

Tennessee Williams
Flexibler Einband
Erschienen bei Fischer Taschenbuch
ISBN 9783596271092
Genre: Lyrik & Drama

Rezension:

Ein Einhorn steht unter Pferden und wünscht sich wie sie zu sein. Als das Horn abbricht unterscheidet sie äußerlich nichts mehr und dennoch ist und bleibt es ein Einhorn unter Pferden. Genau wie Laura, die sich oft alte Schallplatten anhört und dabei sorgsam ihre Glasmenagerie hegt. Als ihr Bruder ihren Schwarm von der Highschool aus Versehen zum Essen einlädt, gelingt es ihm sie für kurze Zeit aus ihrem Kokon aus Minderwertigkeitskomplexen und Schüchternheit zu befreien, aber als sie erfährt das er bereits verlobt ist, zieht sie sich wieder in ihre eigene Welt zurück. In eine Welt, in der Mutter und Bruder nicht ständig ums Geld und seinen Lebenswandel streiten und in der ihre Mutter nicht ihrem Dasein als Südstaatenschönheit hinterhertrauert.
„Die Glasmenagerie“ wird erzählt aus der Sicht von Tom Wigfield, der seine Familie vorstellt. Obwohl das Stück sehr kurz ist, beinhaltet es doch ausführliche Charakterstudien und man sieht die handelnden Personen direkt vor sich. Seine Mutter die seit sein Vater dem Abenteuerdrang nachgab und verschwand, wehmütig an ihre umschwärmte Backfischzeit zurückdenkt und deren einziges Bestreben es ist Laura zu verheiraten. Laura die ebenso durchsichtig und zerbrechlich erscheint, wie die kleinen Tiere ihrer Sammlung und die ein Einhorn ist, das immer ein Pferd sein wollte. Und Tom der sich eingeengt fühlt von der Verantwortung und der lieber heute als morgen, Abenteuer nicht mehr nur aus zweiter Hand auf der Kinoleinwand erleben möchte. Man leidet mit den Betroffenen und spürt wie Lauras Welt einen Knacks bekommt, als das Einhorn fällt. Ein tolles, einfühlsames Stück, das ich mir zu gern mal auf der Bühne ansehen würde.

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Tags: abenteuerdrang, armut, einhorn, glas, theater, verehrer   (6)

  

 

Sonea - Die Königin
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(54)

140 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

magie, fantasy, sonea, sachaka, liebe

Sonea - Die Königin

Trudi Canavan , Michaela Link
Fester Einband
Erschienen bei Penhaligon, 12.11.2012
ISBN 9783764530433
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Verräterinnen haben Lorkin freigelassen. Doch kaum in Sachaka angekommen, wird er vom König verhört, eingesperrt und gefoltert, damit er das Versteck der Verräterinnen verrät. Doch die haben längst einen Krieg für die Befreiung der Sklaven begonnen. Und während Sonea das erste Mal Imardin ohne Eskorte verlassen darf, um ihrem Sohn beizustehen und die Situation in Sachaka zu beobachten, kämpfen die kyralischen Magier gegen die neue Droge Feuel. Insbesondere gegen den wilden Magier Skellin der die Unterwelt und den Drogenhandel beherrscht und es dabei auf Soneas Freund Cery abgesehen hat, um dessen Revier zu übernehmen. Doch die Novizin Lilia, die Unterricht in schwarzer Magie bekommt, versteckt den Flüchtigen und hilft bei der Ausarbeitung eines Plans den selbsternannten König der Diebe zur Strecke zu bringen.
Band 3 schließt sich nahtlos an den Vorgängerband. Aber ich muss zugeben, so richtig warm geworden bin ich nicht mit der Trilogie. Die Autorin hat einen ausgesprochen deskriptiven Stil, der mir an einigen Stellen zuviel wurde und mir die Spannung verhagelte. Die Charaktere dagegen profitieren von den vielen Beschreibungen und insbesondere die Gedankengänge die kursiv gekennzeichnet waren, haben sie für mich mit Leben erfüllt. Toll fand ich auch, dass Frau Canavan gleichgeschlechtliche Liebespaare in ihrer Geschichte auftauchen und die Sklaverei in Sachaka durch die Verräterinnen beenden lässt. Die Story hat ihre traurigen Momente, aber auch sehr Schöne und vielleicht erzählt die Autorin irgendwann noch einmal was aus Lorkin, Lilia und Sachaka unter neuer Herrschaft wurde. Ich glaube nur nicht dass ich dann bei diesem Abenteuer auch dabei bin, aber die Sonea-Fans hätten es sich verdient. Abschließend lässt sich für mich sagen das die Sonea-Trilogie nur etwas für echte Trudi Canavan-Fans ist, ich musste mich durch manche Passagen regelrecht kämpfen und bin froh das es vorerst mit ein glückliches Ende ausging.

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Tags: bürgerkrieg, edelsteine, fantasy, gilde, verräterinnen   (5)

  

 

Die Glasglocke
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(50)

97 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

depression, new york, selbstmord, psychiatrie, klassiker

Die Glasglocke

Sylvia Plath
Flexibler Einband: 262 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 22.07.2008
ISBN 9783518456767
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sie ist die Gewinnerin eines Schreibwettbewerbs und mit anderen 11 Studentinnen tauscht Esther Greenwood die beschauliche Vorstadtidylle mit dem aufregenden Großstadtleben in New York in den 1950gern. Sehr viele beneiden sie um diese Chance, aber Esther weiß nicht mal so richtig mit dieser Auszeichnung etwas anzufangen. Sonst war sie ambitioniert und strebsam, aber dazu scheint sie sich nicht mehr durchringen zu können. Andererseits scheint das ausschweifende Leben, wie ihre Freundin Doreen es führt, mit Alkoholexzessen und Affären sie auch nicht weiter zu bringen. Als sie im Sommer nach Hause zurückkehrt, wird sie depressiv. Sie kann nicht mehr schlafen, nicht lesen und die Realität entgleitet ihr immer mehr. Die Ärzte versuchen sie mit Elektroschocks zu therapieren, aber das scheint ihre Todessehnsucht nur noch zu verstärken und mehr als einmal überlegt sie mit welcher Methode sie aus dem Leben scheiden möchte. Erst der gelungene Selbstmord einer Freundin schafft scheinbar Klarheit in ihrem Kopf.
„Die Glasglocke“ ist der einzige Roman der amerikanischen Schriftstellerin Sylvia Plath, die sich mit 31 Jahren selbst das Leben nahm. Es ist ein sehr beklemmender Roman, in dem man als Leser gegen Ende, ebenso wie die Protagonistin, nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden kann. Anschaulich beschreibt Plath die damals übliche Elektroschocktherapie und die Panik der Patienten und zwischen den Zeilen immer wieder spürbar die Ohnmacht mit der Esther im Umgang mit ihren Mitmenschen zu kämpfen hat, dem Gefühl sich selbst fremd zu sein und den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen zu sein. Nebenbei bekommt man auch noch Einblicke in das vorherrschende Frauenbild der 50 ger Jahre in Amerika. Indem es nur darum zu gehen scheint, ganz schnell einen Versorger zu heiraten und keusch in die Ehe zu gehen, um sich anschließend der Kindererziehung zu widmen. Berufliche Karriere war maximal als Stenotypistin oder Sekretärin möglich. Da der Roman autobiografische Züge trägt, fällt es nicht schwer die Schriftstellerin in der Hauptfigur zu sehen und ihrem Leben mit der Depression. Wenn man das Buch liest, sollte man schon eine positive Grundeinstellung haben, denn allein das Lesen hat in mir Beklemmungen hervorgerufen.

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Tags: anstalt, depression, new york, selbstmord, wahrnehmungsstörung   (5)

  

 

Die Katze auf dem heißen Blechdach
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(27)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

familie, südstaaten, drama, alkohol, liebe

Die Katze auf dem heißen Blechdach

Tennessee Williams , Jörn van Dyck
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.12.1987
ISBN 9783596271108
Genre: Lyrik & Drama

Rezension:

Wer so eine Familie hat, braucht einfach keine Freunde mehr. Eigentlich hat die Familie sich versammelt um Big Daddys 65. Geburtstag zu feiern, aber da diesem die Diagnose Krebs beschieden wurde und ein baldiges Ableben, stürzen die Aasgeier von Verwandten sich eher auf die Verteilung des enormen Vermögens. Darunter auch Brick und Maggie, deren Ehe mehr als einen Knacks weg hat. Nachdem Maggie Brick mit seinem besten Freund betrogen hat und er durch eine Verletzung dem Profisport den Rücken kehren musste, hat er sich in den Alkohol geflüchtet. Aber Maggie kämpft um diese Beziehung und um die Liebe ihres Mannes.
Der zweite Klassiker von Tennessee Williams, den ich gelesen habe und die „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ hat mir besser gefallen als „Endstation Sehnsucht“. Margaret ist eine leidenschaftliche und starke Figur. Wenn sie liebt mit Haut und Haar. Trotz der schwierigen Situation gibt sie Brick nicht auf und hält auch zu Big Daddy, während dessen Sohn Gooper und seine Frau Mae, das Vermögen schon unter sich aufteilen. Die schrullige Big Mama, schließt man als Leser auch ins Herz und die Regieanweisungen von Herrn Williams waren wieder so detailliert, dass mir die fünf Blagen, die in dem Stück ihr Unwesen trieben, mir fast so sehr auf die Nerven gingen wie Maggie. Außerdem bietet der Autor eine für den Film überarbeitete Endszene an und die fand ich besser, als die ursprüngliche. Deswegen bin ich schon auf den Film gespannt und ich kann jedem diesen Klassiker ans Herz legen.

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Tags: alkoholiker, eheprobleme, erbschaft, krebs, südstaaten   (5)

  

 

Delirium
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(554)

1.163 Bibliotheken, 25 Leser, 13 Gruppen, 196 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, zukunft, alex

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.11.2011
ISBN 9783551582324
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Kann denn Liebe Sünde sein? Sünde vielleicht nicht, aber in einer fernen Zukunft verboten. Es dauert nur noch wenige Tage, dann ist Lena von dem Fluch amor deliria nervosa zu bekommen, durch einen kleinen Eingriff geheilt. Einen letzten Sommer hat sie noch, bevor sie zur Uni geht, den Mann heiratet der für sie ausgesucht wurde und nur noch ein erkennendes Nicken für ihre beste Freundin Hana übrig hat. Eigentlich kann sie es kaum erwarten, befürchtet sie doch so zu enden wie ihre Mutter, die nicht von der Liebe geheilt werden konnte, aber dann begegnet sie Alex. Alex ist anders, er gibt ihr das Gefühl schön zu sein, er zeigt ihr welche Welten außerhalb der Grenzen auf sie warten und er ist derjenige der sie mit amor deliria nervosa infiziert. Für ihn ist sie bereit ihre Familie zurückzulassen und sogar eher zu sterben, als dieses Gefühl wieder zu verlieren.
Dieser Dystopie-Roman ist erschreckend zum einen und fesselnd zum anderen. Es ist unwahrscheinlich gruselig sich eine Welt ohne Liebe vorzustellen. Bedeutet es doch, dass nicht nur die romantische Liebe aus dem Alltag verbannt wurde, sondern auch die Liebe zu Geschwistern, Kindern, ja sogar die Begeisterung für Hobbys. Am erstaunlichsten finde ich die Wandlung die Lena innerhalb des Buches vollzieht. Von einem Kind, das die Lehren des Staates verinnerlicht hat und das unter dem Stigma der unheilbaren Mutter, die Selbstmord beging, bei ihrer Tante aufwuchs, hin zu einer jungen Erwachsenen, die die Schönheit der Welt begreift unter dem Einfluss der Liebe und die den Schmerz, als Kehrseite der Medaille auch begreift und auslebt. Die Figuren sind alle vielschichtig. Hana zum Beispiel, die rebelliert, aber nicht den Mut hat den letzten Schritt zu wagen oder die kleine Grace, deren Widerstand im Schweigen besteht. Und Alex ist mal kein umwerfend schöner Weltverbesserer, sondern ein Rebell, der mit eigenen Unsicherheiten zu kämpfen hat. Unterstützt wird die Authentizität der Geschichte durch Zitate aus fiktiven Werken, die als anerkannte Lehrbücher vom System zugelassen sind.
Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und freue mich darauf Band 2 zu lesen. Ich muss einfach erfahren, wie es Alex ergangen ist. Delirium kann ich allen nur ans Herz legen, die „Die Tribute von Panem“ und „Die Auswahl“ verschlungen haben und von düsteren Zukunftsvisionen einfach nicht genug bekommen können.

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Tags: dystopie, eingriff, liebe, verbot   (4)

  

 

Hundert Namen
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(100)

237 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

journalismus, irland, liebe, geschichten, fehler

Hundert Namen

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 397 Seiten
Erschienen bei Krüger Verlag, 23.10.2012
ISBN 9783810501486
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Die ganze Welt hasst Kitty Logan. Ist es ihrem Beitrag doch zu verdanken, dass einem unschuldigen Schullehrer Missbrauch von zwei Schülerinnen vorgeworfen wurde. Ihr Freund hat sie verlassen, der Sender hat sie suspendiert und jeden Tag wartet eine neue unangenehme Überraschung an ihrer Haustür. Überraschungen wie Parolen, Hundescheisse, Knallkörper und Mist. Einzig ihre Freundin Constance steht noch zu ihr. Als diese aber den Kampf gegen den Krebs verliert, macht sich Kitty auf, ihr zu Ehren, die letzte große Geschichte zu schreiben, die Constance nie verwirklicht hatte. Ihr einziger Anhaltspunkt dafür ist eine Liste mit hundert Namen. Sie trifft sich mit sechs Personen von dieser Liste und ist fast am verzweifeln, denn es lässt sich einfach keinerlei Verbindung zwischen den Leuten herstellen. Aber je mehr Zeit sie mit den Leuten und ihren Lebensgeschichten verbringt, desto klarer wird, jeder hat eine Geschichte zu erzählen und durch die Arbeit an der Geschichte findet Kitty endlich wieder zu sich selbst und ihrem journalistischem Spürsinn zurück.
Meiner Meinung nach nicht unbedingt eine der besten Geschichten von Cecilia Ahern, aber auch nicht die schlechteste. Ich empfand es irgendwie zu konstruiert und für meinen Geschmack zu vorhersehbar. Die Idee, dass jeder eine Geschichte zu erzählen hat und im Alltag ein Held sein kann, ist nicht neu und solche Reportagen hat RTL schon gemacht, aber ich mag immer noch Cecilias Art diese kleinen Botschaften in eine Geschichte einzubinden. In diesem Roman haben die Nebencharaktere mein Herz schneller erobert als die Hauptfigur. Kitty hat mich einfach nur genervt, mit ihrem Selbstmitleid und dem Bedürfnis in fast jedem Mann einen potentiellen Partner zu sehen. Dagegen mochte ich total die alte Lady, die an ihrem 85. Geburtstag eine Wette gewinnt und die süße junge Stylistin, die für Freigetränke Heiratsanträge bekommt. Oder die Story wie ein Pole und ein Inder Tretboot fahren, um sich wieder als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu fühlen.
Die Ideen für die Lebensgeschichten waren sehr ausgefallen und nett zu lesen, aber wie gesagt Kitty war mir einfach zu vorhersehbar und das Happy End hat mich einfach nicht überzeugt. Dennoch ein schönes Buch für einen Sonntagnachmittag auf der Couch.

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Tags: geschichten, irland, journalistin, namen, rufmord   (5)

  

 

Endstation Sehnsucht
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(40)

66 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

drama, liebe, usa, alkohol, klassiker

Endstation Sehnsucht

Tennessee Williams
Flexibler Einband: 150 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 18.08.2011
ISBN 9783596271207
Genre: Lyrik & Drama

Rezension:

Nachdem Blanche DeBois das Familienanwesen Belle Reves nicht mehr halten konnte, flüchtet sie sich zu ihrer Schwester Stella und ihrem Mann Stanley Kowalski. Dort spielt sie die umschwärmte Südstaatenschönheit, doch schon bald kommt es aufgrund der beengten Wohnverhältnisse und Stanleys verrohter Art zu Konflikten. Zudem scheint Blanche in ihrer eigenen Welt zu leben. Die Situation spitzt sich zu als das ganze Ausmaß ihrer Vergangenheit ans Licht kommt und ihr Verehrer Mitch sie fallen lässt.
Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur und es hat Spaß gemacht dieses Theaterstück zu lesen. Denn auch ohne dass es mir von Schauspielern präsentiert wurde, machten die detaillierten Regieanweisungen das ganze lebendig. Es gelang mir ohne weiteres mich in den warmen Sommer in New Orleans in die Enge einer Zwei-Raum-Wohnung einzufühlen und mit den Protagonisten zu leiden. Der Brutalität von Stanley, der von Blanche mit einem Affenmenschen verglichen wird, war ebenso greifbar, wie Blanches zunehmender Wahnsinn, der am Ende eskaliert. Ich bin auch froh, dass ich das Stück nicht in der Schule lesen musste, denn das Zerpflücken jeder Szene hätte mir auf alle Fälle die Freude an dem Stück verdorben.

  (5)
Tags: betrug, gewalt, klassiker, schwestern, verrückt   (5)

  

 

Abgeschnitten
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(351)

642 Bibliotheken, 12 Leser, 6 Gruppen, 117 Rezensionen

helgoland, thriller, entführung, obduktion, mord

Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.09.2012
ISBN 9783426199268
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Ich fürchte mich vor jedem neuen Fitzek-Buch, weil es für mich schlaflose Nächte bedeutet. Zum einen weil ich das Buch nicht aus der Hand legen kann, vor Spannung, zum anderen wegen manch doch sehr anschaulich erzählter Szenen. Und auch bei „Abgeschnitten“ war es nicht anders. Ein Gerichtsmediziner, der sich lediglich zu Schulden kommen lässt, dass er seine Gefühle zurücksteckte und vorschriftsmäßig seinen Job tat, irrt durch Deutschland auf der Suche nach Hinweise auf das Versteck seiner entführten Tochter. Eine junge Künstlerin, die sich auf Helgoland vor ihrem Stalker versteckt hält, gepaart mit einem Jahrhundertorkan und einem verlassenen Leichenschauhaus. Dazu ein paar Leichen und detailgetreu beschriebene Sektionen und fertig ist ein Thriller der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Herzlichen Glückwunsch Herr Fitzek Sie haben es wiedereinmal geschafft, das ich meine Katze vernachlässigt habe, mit Augenringen zur Arbeit schlurfte und bei jedem unbekannten Geräusch, besonders Nachts, zusammengezuckt bin, dafür auch noch Geld bezahlt habe und mich so gut unterhalten gefühlt wie schon lange nicht mehr. Wer ein seichtes Gemüt hat, sollte allerdings die Finger von dem Werk lassen, denn wenn ein Schriftsteller vom Kaliber eines Herrn Fitzek sich auch noch einen Gerichtsmediziner ins Boot holt, kann es nur noch blutiger und realistischer werden, als ohnehin schon. Einzig das Ende fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich schätze es natürlich sehr das Herr Herzfeld, seinen Idealen treu bleibt und Ingolfs unmoralisches Angebot ablehnt, aber allein dieses erwähnte Angebot ist ein Fingerzeig in eine düstere Zukunft. Aber vielleicht möchte sich ja der Autor demnächst in das Genre der Dystopien vorwagen, wenn er das so gut macht wie Thriller hat er meinen Segen.

  (6)
Tags: justiz, leichen, opfer, sektion, selbstmord, vergewaltigung   (6)

  

 

Das Delta
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(2)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

niger, afrika, fluss, geister, öl

Das Delta

Jens J. Kramer
Flexibler Einband: 527 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.04.2010
ISBN 9783426502181
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Sklavenhandel mit Afrika ist schon seit Jahrzehnten vorbei, doch jetzt gieren die weißen Kolonialmächten nach Palmenöl, um die Maschinerie der Industrialisierung zu schmieren. Wer die Macht über das Nigerdelta hat, hat das Monopol auf dem Ölmarkt, dabei bekämpfen die Europäer sich gegenseitig und drücken die Gewinne der Eingeborenen immer weiter. In dieser unruhigen Zeit reist eine junge unerschrockene Frau ins Delta. Mary Cooley ist auf der Suche nach dem wahren Afrikaner, dabei schreckt sie weder vor Fetischzeremonien, angriffslustigen Nilpferden noch leicht erregbaren Flughunden zurück. Das sie auf dieser Reise weiterkommen sollte, als je zuvor eine weiße Frau und dabei ihrer großen Liebe begegnete, dass prophezeite ihr ein arabischer Sänger schon am Beginn ihres Abenteuers. Nie hätte ihr kühler Verstand aber zugelassen, dass sie wirklich an die Erfüllung all dessen glaubt, bis ihr Charly begegnet. Ein Spieler, der einst nach Afrika kam, um reich zu werden, stattdessen aber dem Zauber der tropischen Hitze der Mangrovensümpfe erlag.

Das Delta hat mich mehr als einmal vor Langeweile gähnen lassen. Mag sein das mir die Thematik einfach nicht lag, denn ich geb zu ich habe einfach kein Herz für Afrika und schon gar nicht für Moskito und Malaria strotzende Sümpfe. Außerdem brachte der Autor mit Sätzen wie: Das Anwesen gehörte Anthony Makouba., ein Youruba aus Abeokuta…“ mein Hirn dazu auszusteigen und sich schöneren Dingen zuzuwenden. Nur die Geschichte um Mary Cooley veranlasste mich durchzuhalten und die Story zu Ende zu lesen. Sie ist doch ein sehr eigenwilliger Charakter und von entwaffnender Offenheit. Aber die Abschnitte in denen ich mich den politischen Belangen im Nigerdelta widmen musste, waren mir einfach zuviel. Ansonsten fand ich das Buch eher trocken und die kleinen eingestreuten humoristischen Einwürfe wie der perverse Flughund Louise konnten es auch nicht mehr herumreißen. Das lag aber wie gesagt nur an meinem Desinteresse dem Thema gegenüber, anderen scheint es zu gefallen. Da sollte jeder selbst entscheiden.

  (5)
Tags: afrika, fluss, geister, kampf, niger, öl   (6)

  

 

Unser allerbestes Jahr
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(98)

155 Bibliotheken, 1 Leser, 8 Gruppen, 21 Rezensionen

filme, sohn, vater, schule, erziehung

Unser allerbestes Jahr

David Gilmour , Adelheid Zöfel
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 07.04.2010
ISBN 9783596182244
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Was tun, wenn der pubertierende Sohn keinerlei Interesse für die Schule zeigt, und man selbst arbeitslos ist? Natürlich bietet man dem Kind an, die Schule zu schmeißen und versucht das pädagogische Defizit mit drei Filmen die Woche auszugleichen. Diese Vorgehensweise wird aber nur empfohlen bei Eltern, die hauptberuflich Filmkritiker sind. Mehr als einmal zweifelt David zwar, ob seine ungewöhnliche Erziehungsmethode wirklich Erfolg hat, aber er hält an dem Konzept fest, auch als sein Sohn aus Liebeskummer immer mehr trinkt und sogar Drogen nimmt. Am Ende entwächst Jesse den gemeinsamen Filmnachmittagen, aber den beiden bleibt ihre Erinnerung an eine Zeit, die sie einander näher gebracht hat.
Ein eher ungewöhnliches Konzept, die Welt anhand von Filmen zu erklären, aber dann auch wieder nicht. Spiegeln sie doch Träume und Ideale wieder, die man im wirklichen Leben so nie erreicht. Ich fand es gut, dass David mehr als einmal an sich zweifelt, das macht das ganze Greifbarer. Ich glaube Eltern hinterfragen fast immer wie ihre Entscheidungen die Zukunft des Kindes beeinflussen. Außerdem fand ich schön zu sehen, dass er mindestens genauso viel über sich lernt, wie Jesse über das Leben. Ein wenig genervt war ich von Jesses überbordenden Liebeskummer. Immer wenn ein Mädchen ihn verließ, war es gleich ein Weltuntergang, den er mit seinem ausgeprägten Gang zur Selbstzerstörung Ezessiv zelebrierte. Aber vielleicht ist das einfach so, wenn man in der Pubertät steckt. Es ist immer eine kleine Katastrophe, ehe man lernt, das die Welt sich weiterdreht, egal wie groß die Tragödien in unserem Leben sind. Es hat mir großen Spaß gemacht bei dieser besonderen Vater-Sohn-Beziehung dabei zu sein und bekannte Filme mal aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

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Tags: familie, filme, liebeskummer, pubertät, teenager   (5)

  

 

Die Vorleserin
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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

klassiker, französisch, lesen, polizei, sex

Die Vorleserin

Raymond Jean
Fester Einband: 231 Seiten
Erschienen bei Schneekluth, 01.08.1997
ISBN 9783795111540
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Marie-Constance ist Mitte dreißig, verheiratet, kinder- und arbeitslos. Und obwohl ihr Bauchnabel nach ihrem Dafürhalten nicht ganz mittig ist, ist sie dennoch eine attraktive Erscheinung, mit einer Stimme die zum Träumen einlädt. Durch ihre Freundin kommt sie auf die Idee, anderen etwas aus Büchern vorzulesen. Schnell ist die Anzeige mit junge Frau liest vor geschaltet und die Warnung ihrer Umwelt, das so mancher das missverständlich auffassen könnte, schlägt sie in den Wind. Zunächst hat Marie-Constance auch Erfolg. Zu ihren Kunden gehören, ein 14 jähriger spastisch gelähmter Junge, eine 80 jährige Revoluzzerin, ein 7 jähriges vernachlässigtes Mädchen und ein Wirtschaftsmanager, der sich bilden möchte. Als eben jener Wirtschaftsmanager Annäherungsversuche startet, beginnt sie zu ahnen wovor sie alle eindringlich gewarnt haben.
Ich würde jetzt nicht so weit gehen, das Buch als Hommage an das Lesen zu bezeichnen, denn auch wenn es den Titel Die Vorleserin trägt, geht es doch hauptsächlich um Erotik. Für meinen Geschmack ist die Hauptfigur viel zu naiv. Sie sieht sich als Retterin des Abendlandes, in dem sie einen Kreuzzug führt mit französischen Klassikern unterm Arm. Dabei ignoriert sie mehr als eine Warnung sich in Acht zu nehmen, dass sie eher die unteren denn die oberen Regionen bei ihren männlichen Klienten anspricht. Sie ist dann auch noch so dumm eine Affäre mit dem Manager zu beginnen, die von ihrem doch sehr gefühlskalten Mann geduldet, ja sogar begrüßt wird, nur um am Ende des Buches festzustellen das alle Warnungen berechtigt waren und sie den Job an den Nagel hängt. Die kleinbürgerliche Art des Polizisten, hätte ich mir auch eher in einem kommunistischen Regime vorstellen können, aber nicht Ende des 20. Jhd. in Frankreich. Die Figuren waren alle durch die Bank verschroben. Bis auf die 80jährige Gräfin, soviel Überzeugung hätte ich in dem Alter auch gern noch.
Die ganze Geschichte ist irgendwie seltsam, sie las sich zwar leicht, aber mir wurde mit unter schwindlig vom vielen Kopfschütteln.

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Tags: französisch, klassiker, lesen, polizei, sex   (5)

  

 
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