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Sterbensschön
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morde, gretchen lowell, gefangenschaft, serienmörder, serienmörderin

Sterbensschön

Chelsea Cain , Fred Kinzel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.05.2013
ISBN 9783442381517
Genre: Krimi/Thiller/Horror

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The Elite
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Elite

Kiera Cass
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei HarperCollinsChildren'sBooks, 23.04.2013
ISBN B00AQLGXTU
Genre: Sonstiges

Rezension:

America hat es bis in die elitäre Gruppe der letzten Sechs geschafft, unter denen Prinz Maxon sich seine zukünftige Braut aussuchen soll. Sie ist die Einzige, die die unteren Kasten vertritt. Doch je weniger noch um die Gunst des Thronfolgers buhlen, desto härter werden die Anforderungen und der Konkurrenzkampf der Mädels untereinander. Hinzu kommt, dass sich die Angriffe von Rebellen häufen und sie mit immer größerer Brutalität vorgehen. Aber auch für America wird es immer schwieriger, denn die Zeit drängt. Sie muss sich entscheiden entweder für Maxon und einem Leben als zukünftige Königin, mit allen dazugehörigen Verpflichtungen oder für Aspen, den sie schon fast ihr ganzes Leben kennt und dem sie vorbehaltlos vertraut.
Die „Selection“ geht in die zweite Runde und ich war ehrlich so gefesselt von dem Buch, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ein bisschen gestört hat mich Americas Wankelmütigkeit. Kaum war Maxon außer Sicht, erinnerte sie sich an die brennenden Gefühle für Aspen. Doch sobald der Prinz sich wieder einmal von seiner gönnerischen Seite zeigt, sinkt sie ihm zu Füßen und schwört nur ihn zu lieben. Aber vielleicht ist das auch so wenn man 17 ist. Das positive an diesem Ja-Nein-Aber-Vielleicht-Doch-Spielchen ist, dass man bis zum Schluss nicht weiß, für welchen der beiden Männer sie sich letztendlich entscheidet. In anderen Dreiecksgeschichten, die ich bisher gelesen habe, stand unterschwellig schon immer fest, wer denn der Auserwählte ist. Da ist „The Elite“ eine erfrischende Abwechslung. Wer die kämpferische America im ersten Teil mochte, wird ein bisschen enttäuscht sein, denn der Kampfgeist, weicht hier eher trotziger Aufmüpfigkeit ohne das Bedenken von Konsequenzen, aber ihren Charme hat sie dennoch nicht eingebüßt.
Alles in allem ist die Geschichte weder innovativ noch als höhere Literatur angelegt, trotzdem hatte sie für mich einen enormen Unterhaltungsfaktor und das ist mehr als manch anderes Buch vorzuweisen hat.

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Die Schmetterlingsinsel
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331 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 57 Rezensionen

sri lanka, liebe, tee, england, ceylon

Die Schmetterlingsinsel

Corina Bomann
Flexibler Einband: 556 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.03.2012
ISBN 9783548284385
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Als Dianas Großtante stirbt hinterlässt sie ihr, einen Butler, das Herrenhaus und den Auftrag das dunkle Familiengeheimnis aufzudecken, denn sie ist der letzte Sproß der Tremayne-Familie. Da ihre Ehe ohnehin gerade den Bach hinuntergeht, sieht sie in der Suche nach der Lebensgeschichte ihrer Vorfahrin eine Chance sich selbst besser kennenzulernen. Gut platzierte Hinweise führen sie letztendlich auf eine Teeplantage auf Sri Lanka, der Schmetterlingsinsel. Dort kann sie endlich klären, was vor mehr als 120 Jahren zum Skandal führte der sich bis heute auf die Familie Auswirkungen zeigt und trifft dabei unerwartet eine neue Liebe.

Ich hatte mir mehr versprochen. Das ominöse Familiengeheimnis ist vorhersehbar und die Figuren blieben unnahbar und an manchen Stellen etwas hölzern. Die einzelnen Puzzelteile waren doch sehr platziert und die Zufälle für meinen Geschmack ein bisschen zu zufällig. Ein Brief im Fensterrahmen, den Diana als Erste nach 120 Jahren entdeckt. Ein Verwalter, der ein direkter Nachfahre des damaligen Verwalters war und das heimliche Tagebuch, das dann letztendlich alles zusammenfügt. Nein so richtig Spannung mochte bei mir einfach nicht aufkommen. Auch der Schreibstil von Frau Bomann war nicht ganz der meine, das Beste daran war, dass es ließ sich leicht lesen ließ. Zunächst hatte ich mich über das tolle Cover gefreut, mit den Schmetterlingen und den Orchideen, passte ja auch irgendwie zur Schmetterlingsinsel Dann aber las ich einen Satz den der Lektor wahrscheinlich der Abteilung für die Covergestaltung unterschlagen hatte. „Was für Thailand die Orchidee, sind die Frangipani für Sri Lanka“. Wäre das unerwähnt geblieben, hätte ich darüber hinwegsehen können, aber so wurde ich als Leser ja direkt mit der Nase darauf gestoßen. Das war wirklich ein bisschen Schade, zumal sich Frangipani nicht hinter den Orchideen verstecken müssen.

Man wird ganz gut unterhalten, aber so richtig abtauchen in die Vergangenheit und in das düstere Geheimnis um die Familie Tremayne konnte ich nicht. Solides aber leider seelenloses Autorenhandwerk.

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Seduced by a Dandy ~ The first novelette from "Different Desire", a Gay Victorian Romance and Erotic novelette collection
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Seduced by a Dandy ~ The first novelette from "Different Desire", a Gay Victorian Romance and Erotic novelette collection

Lady T. L. Jennings
E-Buch Text: 27 Seiten
Erschienen bei My Secret Quill, 08.01.2012
ISBN B006V5GWUA
Genre: Sonstiges

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Cut & Run (Cut & Run Series)
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serienmörder, m/m romance, fbi, sex

Cut & Run (Cut & Run Series)

Madeleine Urban , Abigail Roux
E-Buch Text: 376 Seiten
Erschienen bei Dreamspinner Press, 01.09.2008
ISBN B001H0GCRM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Schon als sich Zane und Ty das erste Mal gegenüber sitzen, können sie sich nicht ausstehen. Daher mutet es wie eine Bestrafung an, als beide zu Partnern gemacht werden um einen Serienmörder zu jagen. Der Killer scheint über Insiderinformationen zu verfügen oder gar aus den eigenen Reihen zu kommen und so dauert es nicht lange, bis Zane und Ty in seine Schusslinie geraten. Also scheint es an der Zeit zu sein, die Differenzen beiseite zu schieben und mit- anstatt gegeneinander zu arbeiten. Es knallt, hagelt und gewittert zwischen beiden, denn so unterschiedlich sie auch sind, fühlt sich jeder zum anderen hingezogen und das Zusammenarbeiten wird dadurch schon mal schwierig.

Cut and Run ist ein Roman aus dem m/m Romance Genre. Das homoerotische Szenen beinhaltet und vorwiegend von Frauen für Frauen geschrieben wird. Dies ist der erste Band einer ganzen Reihe um die Hauptprotagonisten Zane und Ty. Für mich war die Lovestory zwischen den beiden unglaubwürdig. Weil einfach in meinen Kopf nicht hineingehen will, dass jetzt archetypische Männercharaktere beginnen übereinander herzufallen. Vielleicht auch einfach weil ich zu viele Männer mit einer Homophobie kenne. Die Liebesszenen zwischen den beiden sind wirklich heiß und machen wahrscheinlich den Reiz der Serie aus, denn bisher traf ich nur Leute die begeistert davon waren. Die Rahmenhandlung, würde mich nämlich nicht dazu bewegen Band zwei lesen zu wollen, denn es war schon meilenweit vorhersehbar wer der Mörder ist. Das einzig spannende Puzzelteilchen war, dass es sich bei den Morden um Nachstellungen von Edgar Allen Poe Erzählungen handelt. Von mir aus hätte das auch noch ein bisschen mehr ausgebaut werden können, aber wie schon gesagt der Hauptfokus liegt hier in der Romanze dieser beiden schroffen Kerle. Ich rase nun nicht gleich los und besorge mir den Nachfolger, aber lesen werde ich ihn bestimmt irgendwann. Für Einsteiger in das Genre würde ich dieses Werk nicht unbedingt empfehlen, es sei denn man mag seitenlange Zickereien der Protagonisten, aber wer Spaß an homoerotischen Erzählungen hat, ist bei Madeleine Urban und Abigail Roux genau richtig.

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Tags: fbi, m/m romance, serienmörder, sex   (4)

  

 

Wo die Nacht beginnt
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175 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

hexen, london, vampire, magie, liebe

Wo die Nacht beginnt

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.03.2013
ISBN 9783764504670
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Damit Diana die Kunst der Hexerei erlernt, reisen sie und Matthew durch die Zeit in das elisabethanische London und begegnen dort den Größen ihrer Zeit, Christopher Marlow, Walter Raleigh und natürlich Königin Elisabeth. Doch einen geeigneten Hexenlehrmeister zu finden, stellt sich als schwieriger heraus, als anfangs gedacht. Denn in Schottland flammen die ersten Hexenjagden auf und drohen sich wie ein Flächenbrand über Europa auszubreiten. Auch in dieser Zeit scheint ihnen das alchemistische Manuskript, das schon in der Gegenwart von allen magischen Wesen heiß begehrt wurde. ständig durch die Finger zu schlüpfen, bevor es ein weiteres Puzzelteil seines schrecklichen Geheimnisses offenbaren kann. Als Diana schwanger wird, drängt Matthew sie darauf unverzüglich in die Zukunft zurückzukehren, doch da hat er seine Rechnung ohne seine sturköpfige Frau gemacht. Diana hat nämlich erst erfahren, dass sie der seltenen Hexengattung der Weberin angehört. Sie beginnt, unterwiesen von einer Kongregation aus erfahrenen Hexen, endlich ihre natürliche Gabe anzunehmen und sie im Kampf für ihre Freiheit, Familie und Liebe, einzusetzen.

Ich gestehe, dass ich diesen Band um Längen besser fand, als Teil eins. Die ausufernden Beschreibungen wirken jetzt eher unterstützend als nervig. Es macht viel mehr Spaß mit Dianas Augen die Welt des elisabethanischen Englands zu entdecken, als noch in Band eins einer fünfseitig beschrieben Yogastunde folgen zu müssen. Auch fand ich die Figuren gereifter. Diana pocht zwar noch immer auf ihre Unabhängigkeit, dennoch ist sie jetzt eher zu Einsichten zu bekehren und Matthews übertriebener Beschützerinstinkt tritt auch nicht mehr so dominant in den Vordergrund. Es war toll mehr darüber zu erfahren, wie und warum er zu einem Vampir wurde. Aber auch die Nebencharaktere sind liebevoll beschrieben und die Bandbreite meiner Gefühle reichte von angeekeltem Hass bis herzzereißender Liebe. Wehmütig war auch als erst Matthew seinen verstorbenen Vater trifft und sich mit ihm aussöhnt und später dann Diana mit ihrem. Ich bin gespannt wie es in Teil 3 weitergeht und wo der Ursprung sowohl der magischen Wesen, als auch der Menschen liegt. Und um ehrlich zu sein hätte ich wirklich nicht gedacht, das die Autorin es noch schafft mich von ihrer Geschichte zu begeistern und mich dazu bringt, mit den Protagonisten mitzufiebern.

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Tags: alchemie, hexen, liebe, magie, vampire   (5)

  

 

Die Seelen der Nacht
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199 Bibliotheken, 10 Leser, 6 Gruppen, 26 Rezensionen

vampire, hexen, dämonen, oxford, liebe

Die Seelen der Nacht

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.01.2013
ISBN 9783442377190
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Eltern zwang Diana sich ihre magischen Kräfte und den Umstand, dass sie eine Hexe ist, vor sich und der Welt zu verleugnen. Doch als sie in der Bibliothek durch Zufall an ein alchemistisches Manuskript gerät, das seit Jahren als verschollen galt und den Ursprung aller magischen Geschöpfe beinhaltet, ist plötzlich die ganze Welt der übernatürlichen Wesen hinter ihr her. Schützenhilfe bekommt sie ausgerechnet von einem Vampir, Matthew, der ihr beisteht, sich ihrer Magie bewusst zu werden. Dabei verlieben sich beide ineinander und das Verhängnis nimmt seinen Lauf, denn Mischbeziehungen sind von der Kongregation verboten. Zudem scheint Dianas Macht, alles bisher Dagewesene in den Schatten zu stellen und sie wird zur Bedrohung. Uralte Mächte vereinen sich um das Paar zu trennen und die Hexe zu brechen, doch man sollte nie den Beschützerinstinkt eines Vampirs unterschätzen.

„Seelen der Nacht“ ist ein enormer Wälzer, in dem fast nichts geschieht. Die Autorin verliert sich in endlosen Beschreibungen und so kann sich schon mal eine simple Jogastunde von Vampiren, Dämonen und Hexen über 5 Seiten hinziehen. Dabei sind die Figuren liebevoll beschrieben und wie zu erwarten detailgetreu charakterisiert. An Dianas unabhängige, hibbelige, aufmüpfige Art muss man sich erst gewöhnen und an Matthews Beschützerinstinkt auch. Aber die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist schon rührend. Ich als Naturwissenschaftler fand die genetischen Grundlagen, der magischen Wesen spannend, aber ich glaube wenn man mit Biologie nichts am Hut hat, kann es schnell zu theoretisch und damit langweilig werden. Manche Abschnitte zogen sich echt endlos und ich hatte echt Mühe, der Story noch folgen zu wollen. Aber zum Schluss hin wird es besser. Vielleicht weil man sich an den deskriptiven Stil der Autorin gewöhnt hat oder aber auch weil man sich in die Figuren hineingefuchst hat. Das Werk ist jetzt kein Pageturner, aber ich bin auch nicht abgeneigt den zweiten Teil zu lesen, auch wenn mich wieder ein 800 Seiten Wälzer erwartet. Bin gespannt, wie die Zeitreise von Matthew und Diana verläuft und ob ihre Liebe noch viele Hindernisse durchleben muss.  

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Tags: alchemie, hexen, liebe, magie, vampire   (5)

  

 

Leben
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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

transplantation, tod, organspende, leber, verzweiflung

Leben

David Wagner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, Reinbek, 01.03.2013
ISBN 9783498073718
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Alle glaubten er werde verbluten und an seinem eigenen Blut ersticken, als David mit geplatzten Krampfadern in der Speiseröhre ins Krankenhaus kommt, doch er schafft es dem Tod von der Schippe zu springen. Sein Arzt setzt ihn erneut auf die Transplantationsliste für eine neue Leber, denn David lebt seit seiner Kindheit mit einer Autoimmunerkrankung die seine Leber angreift. Aber will er das? Weiterleben durch den Tod eines anderen? Ein scheinbar endloser Krankenhausaufenthalt führt den Leser durch die Gedankenwelt von Herrn W., wie er sich selbst bezeichnet. Sein Auseinandersetzen mit dem Tod, mit der Idee ein fremdes Organ in sich zu tragen und die Leidenswege seiner unzähligen Zimmergenossen.

Kurze Abschnitte machen es leicht das Buch zu lesen, die Thematik jedoch nicht. Ich bekam wirklich tiefe Einblicke, wie es ist mit dem Tod seit Jahren auf der Schwelle zu leben, aber auch wie erschreckend der Gedanke ist, ein Stück Körper eines anderen zu bekommen. Ebenso ungeordnet wie Gedanken durch den Kopf wandern, hat David Wagner alles aufgeschrieben und dadurch wird alles so viel realer. Das Buch zeigt die menschlich Tragödie hinter der gerade wieder in die Schlagzeilen geratenen Transplantationsmedizin und brachte mich zum Nachdenken, ob ich nicht doch den kleinen Ausweis der mich als Organspender ausweist, in mein Portemonnaie stecken sollte. Obwohl das Buch nicht viele Seiten enthält, hat es so viel Aussagekraft und trägt soviel Emotionen in sich, wie kein tausend Seitenwälzer es könnte. Dieses Buch geht einfach unter die Haut, ob man will oder nicht.

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Tags: krankenhaus, leber, tod, transplantation   (4)

  

 

Der Nachtzirkus
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628 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 135 Rezensionen

zirkus, magie, liebe, fantasy, celia

Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.03.2012
ISBN 9783550088742
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Komm mit! Komm mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet den Verstand.

Beim Lesen dieser Geschichte lief dieses Lied als Soundtrack in meinem Kopf ganz automatisch mit. Ein Zirkus, der nur nachts Vorstellungen gibt und der so unglaubliche Dinge zeigt, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Aber was wenn dieser traumhafte, illusionsgeladene Ort in Wirklichkeit eine Arena für ein magisches Duell ist, in der zwei Magier ihre Kombattanten gegeneinander antreten lassen? Eines Streits wegen, der vor langer Zeit begann und dem schon viele Zauberschüler zum Opfer fielen. Doch nie zuvor war der Austragungsort so öffentlich und noch nie haben sich zwei Gegner so geliebt, wie Celia und Marco. Anstatt sich gegenseitig zu übertrumpfen, wie von ihren Lehrern erwartet, gestalten sie den Zirkus um sich herum neu, aufbauend auf den Ideen des anderen, bis sie eine komplexe, magische Landschaft erschaffen haben, in der Niemand altert und Träume Wirklichkeit werden. Doch der Wettstreit endet erst, wenn einer der Spieler stirbt und dann droht auch diesem Abenteuerland der Untergang, zu sehr sind seine Schöpfer darin verwoben.

„Der Nachtzirkus“ ist eine Erzählung auf die man sich einlassen muss. Denn beim Aufschlagen des Buches betritt man ein Wunderland voller Magie, Intrigen, Liebe und Abenteuer. Für mich ist es jetzt kein Buch was ich immer wieder lesen würde, zu sehr hat sich das Ganze oft gezogen und durch die doch kurzen Zeitsprünge bin ich immer wieder etwas durcheinander geraten, aber dennoch sticht diese Geschichte hervor. Erin Morgenstern gelingt es eine völlig neue Phantasiewelt zu erschaffen, in der man als Leser schnell ins Staunen gerät. Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht und beschrieben, so dass ich mehr als einmal den Geruch von Popcorn und Karamell in der Nase hatte. Die Figuren sind schwer zu greifen, es gelang mir nicht zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Zuerst glaubt man das Celias Vater sie in den Wettstreit schickt, weil er an ihre Fähigkeiten glaubt, aber mit Fortschreiten der Geschichte erkennt man seine Verbitterung und den Willen Alexander zu besiegen, koste es was es wolle. Alexander bleibt dagegen mysteriös, unterkühlt und ich hielt ihn für den Unhold in diesem Spiel, doch am Ende schafft er etwas was der große Zauberer Prosperos nicht kann, er zeigt Bedauern. Mitleid empfand ich für die beiden jungen Menschen, die unverschuldet aneinandergebunden sind und gezwungen werden die Kämpfe der beiden Männer auszutragen, sich dabei aber ineinander verlieben und krampfhaft einen Ausweg aus dem Dilemma suchen.

Das Buch war für mich jetzt, wie bereits gesagt, keine Offenbarung und kommt nicht auf meine Lieblingsbücherliste, aber beim Lesen war ich 460 Seiten lang in einer völlig faszinierenden Zirkuswelt gefangen, in der Magie Alltag ist und alles möglich scheint. Einfach eine tolle Reise durch die Phantasiewelt der Autorin, wenn ich mich auch hin und wieder in den Zeiten verlaufen habe.

 

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Tags: 1900, magie, nacht, wettstreit, zirkus   (5)

  

 

Göttlich verliebt
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(270)

606 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

götter, liebe, helen, griechische mythologie, hades

Göttlich verliebt

Josephine Angelini
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791526270
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Götter dürfen den Olymp verlassen und somit steht den Scions ein Kampf bevor, der verhindern soll, dass sie ihre Willkür ausleben und dabei die Sterblichen drangsalieren und die Welt wie wir sie kennen vernichten. Doch unter den Häusern der Scions herrscht nach wie vor Zwietracht. Es ist die Aufgabe von Orion, Helen und Lucas die ihnen von den Parzen zugedachte Rolle zu erfüllen, die Götter zu stürzen. Doch das ist alles andere als leicht, vor allem weil die Macht, die Helen erlangt hat, beginnt ihre Freunde zu beunruhigen und sich gegen sie zu stellen. Auch ihre Mutter spielt nicht immer mit offenen Karten und instrumentalisiert sie für ihre eigenen Zwecke. Hinzu kommt das Liebeschaos. Helen liebt Lucas, darf aber nicht mit ihm zusammen sein weil sie verwandt sind, Orion liebt Helen, möchte aber nicht auf Ewig immer nur zweite Wahl sein. Als dann die Götter hinabsteigen und zum großen Showdown rüsten, müssen letztendlich doch alle Einigkeit beweisen um gegen die Übermacht zu bestehen.

Ich gebe zu ich war von der ersten beiden Bänden schon nicht überzeugt. Der dritte reiht sich da nahtlos ein. Vielleicht mag es an meinem mangelnden Interesse an griechischer Mythologie und Geschichte liegen, das mich all die wiederkehrenden Namen und Gesichter in dieser Reihe jedes Mal aufs Neue verwirrt zurückließen. Welcher trojanische Held war jetzt in wem wiedergeboren, mit welchem Gott verwandt und in wen verliebt. Mir nutzte auch das Glossar hinten nicht, dass die Sache beleuchten sollte. Erstens hatte ich keine Lust mich da durchzuwuseln, zweitens hätte mich das im Lesefluss behindert. Manche der Dialoge und Handlungsweisen fand ich gut ausgearbeitet, doch kurze Zeit später erinnerte sich die Autorin wahrscheinlich daran, dass Teenies handeln und baute flapsige Plattitüden ein, was meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen wäre, schließlich waren es doch uralte wiedergeborene Seelen, die wenn sie sich doch nicht an ihr früheres Leben erinnern konnten, so erkannten sie sich doch zumindest wieder. Ansonsten liest es sich flüssig und man kann gern damit mal einen Nachmittag auf der Couch abhängen. Auch wenn der Schluss eine Fortsetzung zumindest möglich scheinen lässt, fand ich diesen Band besser als den Vorgänger, mit einem schönen Schluss ohne Zuckerwatte-Happy End.

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Tags: griechen, götter, kampf, olymp, schicksal, troja   (6)

  

 

Rule
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(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tattoo, liebe, stalking, tod, streit

Rule

Jay Crownover
E-Buch Text
Erschienen bei Jay Crownover Books, 30.12.2012
ISBN B00AV8725C
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jeden Sonntagmorgen, holt sie ihn, verkatert oder nicht, aus dem Bett, ungeachtet dessen wer es mit ihm teilt und schleppt ihn zum verhassten Familienbrunch. Wo seine Familie schon darauf wartet ihm Vorwürfe über seinen Lebenswandel zu machen und ihn mit seinem toten Zwillingsbruder zu vergleichen. Bis zu dem Sonntag an dem Rules Mutter zu weit geht und sich selbst Shaw weigert, weiterhin in dieser Farce von Familienleben mitzumachen. Auch wenn Rules Familie ihr näher steht, als ihre eigenen Eltern, so kann und will sie nicht mehr zusehen, wie er in eine Rolle gedrängt wird die er ohnehin nie erfüllen kann. Außerdem ist sie seit ihrer Teeniezeit verliebt in ihn. Rule jedoch ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt um dies zu sehen. Erst als er an ihrem Geburtstag mit Shaw im Bett landet, wird ihm klar, dass diese Frau etwas geschafft hat, was bisher noch niemandem gelungen ist. Sie geht ihm unter die Haut. Doch mit Rule gibt es keinen einfachen Weg und ihr stalkender Ex-Freund entspannt die Situation auch nicht. So muss das Paar erst ein paar Stolpersteine überwinden, bevor ein „Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ möglich wird.

Eine nette Geschichte über einen tätowierten Badboy mit einem goldenen Herzen und einer reichen einsamen Studentin, die versucht es allen Recht zu machen. Es passiert nicht wirklich viel in dem Buch. Sowohl seine als auch ihre Eltern ließen mich mehr als einmal mit dem Kopf schütteln. Rule ist ein schwieriger Charakter und verhält sich mehr als einmal wie ein kompletter Arsch. Aber auch das stumme Erdulden seiner Eskapaden und das heimliche Leiden von Shaw, zerrten mehr als einmal an meinem Nervenkostüm, dennoch konnte ich mich den beiden einfach nicht entziehen, denn was sie durchmachen ist so realistisch beschrieben, das es einfach nur Spaß macht zu sehen, wie die beiden lernen eine erwachsene Beziehung zu führen. Wer auf tätowierte Jungs und auf Liebesgeschichten steht, wird dieses Buch mögen. Ich habe nicht bereut es mir bei Amazon zum Schnäppchenpreis von 2 Euro als eBook heruntergeladen zu haben und ich, für meinen Teil habe mich gut unterhalten gefühlt und mehr möchte das Buch auch nicht, glaube ich.

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Tags: familie, liebe, stalking, streit, tattoo, tod   (6)

  

 

Elysion
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61 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

engel, dystopie, kampf, droge

Elysion

Thomas Elbel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2013
ISBN 9783492268813
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 2135. Ein blutiger Bürgerkrieg hat die Welt ins Chaos gestürzt. Zudem tauchte eine neue Spezies auf, die Malachim. Scheinbar vom Himmel gesandt, beherrschen sie den Wald und eine kleine Kolonie namens Elysion, in denen die Menschen wie im Mittelalter leben. Die Bewohner der Städte sind frei, doch es herrscht Anarchie und das Recht ist auf der Seite des Stärkeren. Cooper, ihre Schwester Stacy und deren Freund Brent ziehen das ungewisse Leben in der Stadt allemal der Sklaverei im Wald vor, auch wenn sie für den Bandenchef McCann auf Malachimjagd gehen müssen. Denn in einem elektrischen Feld, bleibt von ihnen nichts weiter übrig als eine schwarze Substanz, genannt Teer, die Superkräfte verleiht und extrem schnell abhängig macht. Doch diese Jagd ist gefährlich und bleibt nicht ohne Folgen. Nach einem Unfall stellt Cooper fest, dass sie die Gedanken eines Malach sehen kann und schon bald muss sie erkennen, dass die Malachim keineswegs Abgesandte Gottes sind, sondern ein Experiment was aus dem Ruder zu laufen droht. Zudem ist ihr lange tot geglaubter Vater irgendwie darin verwickelt und je tiefer sie gräbt, desto hässlicher werden die Wahrheiten die ans Tageslicht kommen.

Ich war ja schon von Thomas Elbels Erstlingswerk „Asylon“ hellauf begeistert und ich bin froh das „Elysion“ sich nicht dahinter verstecken muss. Der Start ist eine Art Blitzkrieg. Kein langes Vorgeplänkel, sondern eine Achterbahnfahrt mitten hinein ins Geschehen. Die handelnden Personen lernt man dann stückchenweise im Verlauf der Geschichte kennen. Manchmal mag das kurz verwirren, aber letztendlich dient es der Spannung. Auf alle Fälle darf man nicht zartbesaitet sein, denn es geht schon blutig zur Sache und das Aussehen der Malachim ist auch dazu angetan dem unbedarften Leser Albträume zu bescheren. Doch die Gewalt arbeitet die Endzeitstimmung heraus und man spürt die Anarchie die in dieser trostlosen Zukunft herrscht, förmlich. Die Handelnden sind überwiegend sehr egoistisch damit beschäftigt ums Überleben zu kämpfen und jede sich bietende Gelegenheit zu ihrem Vorteil zu nutzen, außer Cooper die neben Jimmy das Leuchtfeuer der Ehrlichkeit und Grundsätze in dieser dunklen Zeit verkörpern. Toll beschrieben fand ich die zwei Seiten des Bandenführers McCann. Kompromisslos wenn es um seine Vormachtstellung geht und doch humanistisch veranlagt, wenn Kranke seiner Hilfe bedürfen. Aber das Beste ist das Ende. Gerade als ich annahm ich hätte alle Zusammenhänge erfasst und nun könne mich nichts mehr überraschen, greift der Autor in die Trickkiste und ich musste mit offenem Mund zu Ende lesen, denn mit dieser Aufklärung über die Herkunft der Malachim hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Im Großen und Ganzen eine wunderbar düstere Dystopie, die ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und die mir an einigen Stellen gruselige Schauer über den Rücken gejagt hat.

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Tags: droge, dystopie, engel, kampf   (4)

  

 

Die verborgene Sprache der Blumen
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(101)

189 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 52 Rezensionen

blumen, liebe, einsamkeit, familie, vertrauen

Die verborgene Sprache der Blumen

Vanessa Diffenbaugh , Karin Dufner
Fester Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.03.2011
ISBN 9783426199046
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Nach einer Odyssee durch Pflegefamilien und Erziehungsanstalten gilt Victoria als unvermittelbar. Mit ihrer Aggression und Sturheit bringt sie nicht nur ihre Sozialarbeiterin sondern auch ihre Mitbewohnerinnen gegen sich auf. Die einzige Art der Kommunikation, die sie benutzt um sich mitzuteilen sind Blumen. Als sie endlich 18 ist, darf sie das Heim verlassen und ist nun komplett auf sich gestellt. Nach ein paar Wochen in denen sie im Stadtpark nächtigt, hat sie das Glück einen Job als Floristin zu bekommen. Auf dem Großmarkt begegnet ihr ein Mann der endlich ihre Sprache versteht. Die verborgene Sprache der Blumen. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und trennt ein großes Geheimnis. Victoria fällt es schwer sich auf jedwede Bindung einzulassen, aber als sie dann Mutter wird, kann sie nicht mehr vor ihren Problemen davonlaufen und wird mit dem größten Fehler ihres noch jungen Lebens eingeholt.

Die verborgene Sprache der Blumen ist eine Geschichte die ans Herz geht. Nicht in der kitschigen Form, bei mir hat sie an mein Helfersyndrom appelliert. Obwohl ich zugeben muss, dass es die Charaktere mir nicht leicht gemacht haben sie zu mögen. Victoria möchte man mehr als einmal schütteln, wenn sie wieder einmal völlig neben der Spur agiert und Menschen die ihr nur helfen wollen von sich stößt. Grants Handeln trägt eher autistisch Züge. Vielleicht ist gerade deshalb die Liebesgeschichte zwischen den beiden so rührend, weil ihre Persönlichkeiten ein Zusammenleben schwierig gestalten. Am meisten mochte ich die Figur Elisabeth, die einzige Pflegemutter die Victoria wirklich geliebt hat und die ihr die Sprache der Blumen beibrachte. Ein bisschen kratzig, im Herzen aber treu und gut. Es endet auch gottseidank nicht in einem überzuckerten rosafarbenen Happy End, sondern lediglich in der Erkenntnis, dass Victoria in kleinen Schritten lernen muss sich anderen anzunähern, um ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Mich hat die Geschichte einfach nicht losgelassen und es war schön zu erfahren, dass es so etwas wie die verborgene Sprache der Blumen gibt. Ich werde mir wohl das nächste Mal gut überlegen, wem ich welche Blumen schenke.

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Tags: adoption, blumen, waisenheim, wut   (4)

  

 

Kirschroter Sommer
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(193)

358 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

liebe, berlin, carina bartsch, freundschaft, elyas

Kirschroter Sommer

Carina Bartsch
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 25.01.2013
ISBN 9783499227844
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Emely ist aus dem Häuschen, als ihre beste Freundin nach Berlin zieht. Alles könnte so schön sein, würde sie nicht zu ihrem Bruder Elyas ziehen, den sie bis aufs Blut hasst. Sie verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und wie um sie aufs Messer zu reizen, hat dieser beschlossen, sie zu erobern. Dagegen ist der ominöse E-Mail-Schreiber Luca eine Wohltat in ihrem Leben. Wenn der doch nur nicht so schüchtern wäre und einem Treffen zustimmen würde.

Ich wollte dieses Buch töten. Okay ich geb zu, es gab schon so einige Bücher die mich dazu reizten, sie gegen eine Wand zu werfen oder sie an mein Fahrrad zu binden und sie hinter mir herzuziehen, aber diesem wollte ich ernsthaft Gewalt antun und es leiden lassen, so wie ich gelitten habe. Es passiert nichts, 511 Seiten lang wirklich nichts und noch nie fand ich eine Geschichte so mies erzählt.

Fangen wir bei dem Schreibstil an, der war sehr einfach. Das ist jetzt kein K.O.-Kriterium für eine gute Geschichte, aber am Ende des Buches wollte ich eine Indexliste für verbotene Worte. Ganz oben stehen: NIEDLICH, SÜSS, SCHATZ, JAMMERN und GEBLICKFICKT, diese wurden einfach zu sehr überstrapaziert und ich bin sicher die deutsche Sprache hält dafür noch ein paar Synonyme parat. Außerdem war schon nach der zweiten E-mail klar, dass Elyas und Luca ein und dieselbe Person sind. War der Schreibstil einfach, so waren mitunter Passagen dabei die absolut gestelzt klangen, sprich so richtig schön weltfremd. „Ich dachte an Karsten, meinen heißgeliebten Vater…“ Ich hatte schon auf den 400 Seiten davor irgendwann mitbekommen das Karsten Emelys Vater war und ich bin jetzt als Leser, auch keine so taube Nuss, dass ich mir das nicht merken konnte. Genervt hat mich auch der E-mail-Verkehr.  Steckbriefe habe ich in der fünften Klasse toll gefunden, aber nicht mehr mit Mitte 20. Wie so etwas gut gemacht wird, lässt sich im Roman „Gut gegen Nordwind“ nachlesen.

Weiter zu den Charakteren. Ich konnte mich mit keinem anfreunden. Alex kam irgendwie so quietschig gelb rüber wie Sweety das Handyküken. Die Figur löste in mir immer die Assoziation von Fingernägeln auf einer Tafel aus. Sie war so nervig das nicht einmal Emely ihre beste Freundin sie mochte. Zumindest habe hat sie nicht einmal ein gutes Wort über sie verloren. Aber das hat sie ja über niemanden. Nicht über sich selbst, nicht über ihre Mitbewohnerin, nicht über ihre Mutter. Für ihre beschränkten Männererfahrungen wirft sie auch ganz schön wild mit Klischees um sich und obwohl sie immer betont wie schlau sie ist, ist sie ziemlich blöde. Weil sie annimmt, Elyas lässt 5 Monate nichts unversucht sie von sich zu überzeugen, nur um sie einmal ins Bett zu bekommen. Also ehrlich das hätte er auch einfacher haben können. Zudem war der Grund ihres jahrelangen Hasses ein Missverständnis und anstatt bei der Aufklärung darüber zu lachen, zickt sie noch weiter. Aber ich hatte ohnehin die meiste Zeit das Gefühl er spricht chinesisch und sie kisuaheli, sooft wie sie aneinander vorbeigeredet haben. Womit wir bei der zweiten Hauptfigur wären. Eine Rezensentin schrieb: „Wer braucht Christian Grey, wenn er Elyas Schwarz haben kann?!“ Also ehrlich lieber tausend Mal C. Grey als die Weichwurst Elyas, der hatte wenigstens Rückgrad und Selbstachtung. In meiner Welt ist ein Mann, der sich ständig erniedrigen lässt und trotzdem den Schuss nicht hört, alles andere als sexy. Zumal es ja ein Widerspruch zu dem steht, was Jessica  zum Vorwurf gemacht wird in Bezug auf Dominic, aber bei Elyas ist das okay. Er ist einfach in meinen Augen eine Weichflöte. Die Autorin wollte das er arrogant und sexy sein sollte, nun ich würde sagen Ziel verfehlt.

Außerdem sind mir so viele Fehler in dem Buch untergekommen, dass mir so langsam dämmerte das nicht einmal der Lektor bei Rowohlt Lust hatte das Werk zu lesen, wozu auch? Er hat nichts verpasst, denn es passiert nichts, bis auf einen Unfall und ein Campingausflug.

Aber bevor ich nur meckere: einen positiven Aspekt konnte ich der Geschichte abgewinnen: den Schluss. In meinen Augen hat Emely genau das bekommen was sie verdient hat, so wie sie Elyas behandelt hat. Ich werde Band 2 nicht lesen, denn so kann ich mich der Vorstellung hingeben, dass dem jungen Mann doch endlich ein paar Eier gewachsen sind und er diese Frau nie wieder anruft.

 

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Tags: berlin, e-mail, freundschaft, liebe, zickenkrieg   (5)

  

 

Die Ankunft
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(237)

647 Bibliotheken, 33 Leser, 4 Gruppen, 65 Rezensionen

dystopie, liebe, gesellschaft, ky, xander

Die Ankunft

Ally Condie
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 08.01.2013
ISBN 9783841421517
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Es ist so weit die Erhebung hat die Gesellschaft unterwandert und beginnt nun mit dem Steuermann als Anführer eine Rebellion. Dazu wurden Viren unter die Bevölkerung der Gesellschaft gebracht und nur einige wenige immunisiert, so das die Erhebung wie der Messias mit dem rettenden Heilmittel daher kommt. Doch als das Virus mutiert, das Heilmittel nicht mehr hilft und immer mehr Menschen sterben, gerät die Revolution ins Wanken. Mitten in dem Geschehen Cassia, Ky und Xander. Die Poetin, der Pilot und der Arzt. Jeder erlebt die Wende auf seine eigene Art und doch kämpfen sie nur darum zusammen sein zu dürfen. Als Ky an der Seuche erkrankt, setzt Xander alles daran ein Gegenmittel zu finden, auch wenn es bedeutet das Cassia sich, sollte Ky wieder erwachen, nie für ihn entscheidet.

Wer einen actionreichen Abschluss der Trilogie erwartet, wird fürchte ich arg enttäuscht werden. Dramatisch wird es erst am Ende, als allen Beteiligten die Zeit zur Entwicklung eines Heilmittels davon läuft, aber sonst geht es eher etwas trocken zur Sache. Dennoch mochte ich den Teil, wie schon die beiden anderen. Die Trilogie ist nicht so actiongeladen wie manch andere Dystopie, aber mich fasziniert die Idee dahinter. Wie die Menschen sich der absoluten Kontrolle widersetzen und mit kindlichem Erstaunen feststellen, dass sie zur Schöpfung fähig sind. Sie erobern sich Kunst und Musik zurück, die ihnen zuvor nur in Form von ausgesuchten 100 Gemälden und 100 Liedern zugänglich war. Poesie und die Macht der Gedichte stehen immer wieder im Vordergrund und verleihen der Hauptfigur Cassia eine Stärke, die ich bewundere. Daran angepasst finde ich die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky, die auch eher poetisch denn stürmisch daher kommt. Das vermittelt die tiefe Verbundenheit der beiden.

Der Leser wird ein bisschen überfrachtet mit Fachwissen zur Immunologie und irgendwann sieht man auch nicht mehr durch wer wann welches Virus gezüchtet hat. Für mich gehört die Matched-Trilogie zu meinen Lieblingsdystopien, weil mich die Vorstellung einer alles kontrollierenden Gesellschaft zugleich abschreckt und fasziniert.  

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Tags: erhebung, kampf, seuche, virus   (4)

  

 

Ein Lied über der Stadt
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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

freiheit, fliegen, nationalsozialismus, freundschaft, luise

Ein Lied über der Stadt

Ewald Arenz
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 01.02.2013
ISBN 9783869131924
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Pfarrerstochter Luise ist ein Freigeist und sie träumt vom Fliegen. Ein ungewöhnlicher Wunsch für eine Frau in den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Um den Traum eines Tages Wirklichkeit werden zu lassen, baut sie zusammen mit ihrem Freund Georg heimlich ein Flugzeug. Als Luise nach einer Flugschau von einem Pilot heimgeflogen wird, gibt es kein Halten mehr, sie will nach München und fliegen lernen. Ihr Vater, der sie sehr liberal erzogen hat und als Sonnenanbetender Vegetarier selbst eine Kuriosität im dem kleinen fränkischen Städtchen darstellt, willigt schließlich ein und ermöglicht es ihr. Sechs Jahre später scheint der Traum jedoch vorbei, denn längst haben Nationalsozialisten das Sagen und für die gehört eine Frau nun mal an den heimischen Herd. Die Enge der Kleinstadt holt Luise ein und auch die Kleingeister, die sich schon immer am Lebenswandel des Pfarrers gestört haben, bespitzeln, hetzen und denunzieren in einem unerträglichen Maß. Aus den Dienern von einst, sind Herren geworden und „wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten“ (Karl Kraus). So kommt es das ihr liberaler Vater schon bald im Konzentrationslager Dachau landet und auch Luise, durch ihre Liebe zu Georg ins Kreuzfeuer der Obrigkeiten gerät. Aber da gibt es ja noch das Flugzeug aus Kindertagen und damit ein Stückchen Freiheit für sie und Georg in der nationalsozialistischen Enge.

Nachdem ich die letzte Seite des Buches zugeschlagen habe, war ich sehr enttäuscht, weil es schon zu Ende war. Ich mochte mich gar nicht von den Figuren und der Geschichte trennen und hätte gern noch mehr Seiten ins Buch gezaubert. Sie waren so authentisch und erwachten unter meinen lesenden Augen zum Leben. Luises Freiheitsdrang und Begeisterung vom Fliegen wirken ansteckend, ebenso wie die Wut auf die Ungerechtigkeit in dieser Welt. Die Wahrheitsliebe, sowie der Mut sie auch auszusprechen des Pfarrers nötigten mir Respekt ab und noch nie habe ich einer Figur in einem Roman ein solches Maß an Verachtung entgegengebracht wie dem Mesner Schwarz. Ewald Arenz ist ein großartiger Erzähler. Man kann sich der Geschichte einfach nicht entziehen. Die Sprache des Buches ist auch dem Zeitgeist von damals angepasst. So sind es Lastkraftwagen, statt schnöder Lkws oder das Kolleg statt die Uni. Diese Tatsache verleiht dem ganzen in meinen Augen Authentizität und einen gewissen Charme. Gefallen hat mir auch das es sich vordergründig wie die Geschichte einer Frau die Fliegen will anhört, aber eigentlich geht es um Freiheit. Und das es da draußen Menschen oder widrige Umstände gibt, die einem daran hindern diese zu erlangen bzw. auszuleben.

Es gibt Bücher die liest man und fühlt sich gut unterhalten und dann gibt es Geschichten zwischen zwei Buchdeckeln, die nehmen den Leser emotional mit auf eine Reise und bleiben unvergesslich. „Ein Lied über der Stadt“ ist genauso eine und das nächste Buch von Herrn Arenz steht schon ganz oben auf meiner Wunschliste.

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Tags: 1930 ger, denunziation, deutschland, fliegen, freiheit, nationalsozialismus   (6)

  

 

Before I Met You
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(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

selbstfindung, geheimnis, kunst, jazz, familie

Before I Met You

Lisa Jewell
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Century, 03.07.2012
ISBN 9781846059230
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Als Elisabeth das erste Mal vor ihrer Stief-Grossmutter steht, kann sie sich nicht vorstellen, dass sie diese Frau je mögen würde. Aber dann entwickelt sich ein festes Band zwischen den beiden und was als Kurzaufenthalt in einem einsamen Haus auf Guernsey geplant war, wird bald zu dem Ort an dem sie unbeschwert aufwächst. Als Arlette schließlich einen Schlaganfall erleidet, pflegt Betty sie aufopfernd bis zum Schluss. Bei der Testamentsverlesung bekommt zur Überraschung aller Clara Pickel eine beträchtliche Summe zugesprochen, doch niemand hat je von ihr gehört und kein Detektiv konnte bisher ihren Aufenthalt bestimmen. Da es ohnehin Zeit ist sich Flügel wachsen zu lassen, begibt Betty sich auf die Suche nach dieser ominösen Person und erfährt damit viel mehr über die ausschweifende Jugend ihrer Großmutter in den zwanziger Jahren und ihrer Liebe zu einem farbigen Jazzmusiker, als die strenge, konservative ältere Frau bei der sie aufwuchs, ahnen lies. Die Geschichte scheint sich fast über 70 Jahre später zu wiederholen, denn gegenüber von Bettys Wohnung in Soho, hat der berühmte Popstar Dom sein neues Domizil aufgeschlagen und durch Zufall wird sie schon bald der Babysitter seiner Kinder.

Das Buch lädt dazu ein es sich mit einer Tasse Kaffee auf der Couch gemütlich zu machen, sich einfach treiben zu lassen und in die Geschichte abzutauchen. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Einmal die Geschichte von Arlette und den Möglichkeiten die sich einem jungen Mädchen in den 20ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts boten und Betty die erkennen muss, dass nur weil sie in einer Schuhschachtel in Szeneviertel Soho wohnt, ein Landei aus Guernsey nicht gerade das ist, worauf London die ganze Zeit gewartet hat. Was ihr zuerst so abweisend und fremd erscheint, zum Beispiel John der Plattenladeninhaber von gegenüber oder der Rockstar, der gerade von seiner Freundin verlassen im Nachbarhaus wohnt, erweist sich bald als Fügung des Schicksals auf Bettys Suche nach Clara Pickel. Es ist einfach eine Geschichte mit der ich mich wohlgefühlt habe und bei der ich gestaunt habe, wie frei die Jugend nach dem ersten Weltkrieg das Leben genoss, aber auch wie konservativ alle sich verhielten sobald ein junges Mädchen unverheiratet schwanger wurde. Besonders ergreifend ist die Liebesgeschichte von Arlette und Goeffrey, die nie wirklich eine Chance gehabt hätte. Ich mochte alle Charaktere von Anfang bis Ende in diesem Buch furchtbar gern und ich war traurig als ich auf der letzten Seite angelangt war. Diese Geschichte zu lesen fühlte sich an, wie mit einem alten vertrauten Freund zu reden und ich finde es schade das Werke der Autorin bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden.

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Tags: familie, geheimnis, jazz, kunst, selbstfindung   (5)

  

 

Department 19 - Die Mission
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(56)

132 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

vampire, dracula, frankenstein, thriller, vampir

Department 19 - Die Mission

Will Hill
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.2012
ISBN 9783785760802
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Was wenn Bram Stoker keine blühende Phantasie besessen hätte, sondern einfach einen Tatsachenbericht verfasst. Jamie kennt all die klassischen Schauergeschichten über Frankensteins Monster, Dracula und Werwölfe, aber nie hätte er gedacht, dass all diese Gestalten wirklich auf der Erde wandeln. Er hat noch immer am Tod seines Vaters zu knabbern, als seine Mutter entführt wird und er nur knapp die Begegnung mit einem unheimlichen Mann überlebt. Gerettet durch Victor Frankenstein, dem Monster aus Mary Shellys „Frankenstein“ persönlich. Er wird in eine Geheimbasis gebracht, wo er erschreckt erkennen muss, dass nichts wirklich so ist wie es scheint. Denn Department 19 jagt seit mehr als 100 Jahren Vampire, die Nachfahren des großen Draculas. Und sein Vater war Teil des Geheimdienstes „Schwarzlicht“, bis er die Organisation zum Schutz seiner Familie verriet. Jamie lernt im Crashkurs wie man Blutsauger bekämpft und überlebt, bevor er sich mit der Unterstützung von Wenigen daran macht, seine Mutter aus dem Klauen von Alexandru, dem Bruder von Dracula zu retten. Nichtsahnend, dass der Verräter der das alles zu verantworten hat, auch den Tod seines Vaters, noch immer im Hintergrund die Fäden zieht.

Manchmal ist weniger mehr. Frankensteins Monster, Vampire und Werwölfe sind immer ein Garant für schaurig schöne Geschichten, wenn man nicht eben in „Twilight“-Kategorien denkt, aber hier war alles ein bisschen sehr konstruiert. Department 19 kam mir bei der Beschreibung des Stützpunktes vor wie die Basis der Men in Black, nur wurden hier halt Vampire statt Aliens gejagt. Die Figuren waren eher unpersönlich beschrieben und handelten etwas hölzern, dabei hätte ich Frankensteins Monster so gern gemocht. Bis zur Hälfte des Buches, fand ich es auch noch spannend und unterhaltsam, aber dann ging es mit der Geschichte bergab. Besonders der Schluss erinnert eher an ein Splattermovie. Zu viele blutige Details, die nichts mit der Story zu tun hatten, sondern einzig und allein der Beschreibung dienten, wie Vampire in blutige Fontänen dem Tod ins Auge sehen. Im Großen und Ganzen ist die Handlung recht einfach gestrickt und an vielen Stellen vorhersehbar. Meiner Meinung nach verdient das Buch die Bezeichnung Thriller nicht, denn ein Thriller lebt nicht vom Blut allein. Auch der Versuch eine Liebesgeschichte zwischen Jamie und einem Vampirmädchen einzuflechten, macht es einfach nicht runder und ich bin noch unschlüssig ob ich wirklich die Fortsetzung lesen möchte. Vielleicht wenn sie mir durch Zufall in die Hände fällt, aber ich werde bestimmt nicht in den nächsten Laden hetzen und sie mir kaufen, zumal Frankensteins Monster nun auch nicht mehr von der Partie ist. Department 19 hat mich einfach nicht überzeugt.

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Tags: dracula, frankenstein, geheimdienst, vampire, verlust   (5)

  

 

Isola
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(200)

351 Bibliotheken, 4 Leser, 11 Gruppen, 32 Rezensionen

insel, mord, jugendbuch, thriller, brasilien

Isola

Isabel Abedi
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Arena, 12.01.2010
ISBN 9783401501987
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Joys Spielname ist Vera. Die Hüterin der Wahrheit. Das Filmprojekt vom exzentrischen Regisseur Tempelhoff bringt sie zurück zu dem Ort ihrer Kindheit, Brasilien. Als Straßenkind von deutschen Eltern adoptiert, macht sie sich jetzt daran ihre Schwester und ihre Wurzeln in den Favelas, den berüchtigten Armenvierteln, zu suchen. Aber zuvor muss sie erst mehrere Wochen mit 11 anderen auf einer einsamen Insel zubringen. Tag und Nacht beobachtet durch unzählige, allgegenwärtigen Kameras. Es kommt Bewegung in die Sache, als der Filmemacher neue Spielregeln bekannt gibt. Ein durch Zufall bestimmter Mörder, muss nach und nach "Opfer" aus dem Spiel holen und wer zu letzt übrigbleibt hat gewonnen. Was harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einem Psychospielchen und als dann der erste aus der Gruppe tot am Strand gefunden wird, wird selbst dem letzten der Kandidaten klar, dass der Regisseur längst nicht mehr die Fäden in der Hand hält und die Regeln ein anderer bestimmt.

Die Geschichte ließ sich leicht lesen, aber so ganz überzeugen konnte sie mich nicht. Vielleicht weil es mich ein bisschen an Panem erinnert hat. Aber die Adaption eines Spiels auf "Leben und Tod" vor Kameras haben nunmal schon viele Autoren umgesetzt und das halt jeder auf seine eigene Art. Die Charaktere waren durchaus vielseitig und bunt beschrieben, aber mir fehlte eine gewisse Tiefe der Figuren. Ein paar Hintergrundinformationen wurden angerissen, aber dann auch sofort wieder verworfen und sie fanden gar keine Einbindung in die Geschichte. Was ich mehr als Schade fand. Die Auflösung des Ganzen war dann auch eher auf dem Niveau eines Groschenromans. Der ungeliebte Zwillingsbruder, der aus Enttäuschung das Projekt des Vaters sabotiert. Nicht eben Orginell, und nur noch übertroffen von dem uninspirierten Ende.

Abschließend lässt sich sagen: es waren gute Grundansätze vorhanden und die Autorin beweist auch erzählerisches Talent, aber die  Geschichte ist eher etwas für Kinder. An Young Adult Literatur stelle ich höhere Ansprüche, und Bestseller a la "Tribute von Panem" und "Rubinrot" geben mir da durchaus recht.

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Tags: brasilien, film, insel, mord, spiel   (5)

  

 

Let's Pretend This Never Happened
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(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

witz, lustig, blog, taxidermie, soooo funny

Let's Pretend This Never Happened

Jenny Lawson
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Pan Macmillan, 20.06.2012
ISBN 9781447223443
Genre: Biografie

Rezension:

Bei dem Buch dachte ich auch sehr oft, lass uns so tun als hätte ich das hier nie gelesen, denn die Memoiren der Bloggerin Jenny Lawson, sind mehr als ungewöhnlich. Sie wächst in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater ist Taxidermist und überrascht seine Kinder schon mal mit einem toten Eichhörnchen als Handpuppe. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, die nach dem Motto „Was uns nicht umbringt, härtet uns ab“ nur noch stärker wird, entwickelt Jenny ein paar Neurosen. Mit denen sie nicht nur ihren Mann Victor mehr als einmal in Verlegenheit bringt, in dem sie den Makler fragt, wo auf dem Grundstück die Leichen begraben wurden, oder auf Parties die Story erzählt wie sie fast mal Nadeln verschluckt hätte.

Leser vor mir warnten davor das Buch in der Öffentlichkeit zu lesen, weil man schief angesehen würde, wenn man plötzlich laut los lachen müsse. So schlimm war es nicht. Es gab zwei, drei Stellen die mich schon zum lachen brachten, aber über die meisten habe ich einfach nur den Kopf geschüttelt und gehofft die Autorin bedient sich der maßlosen Übertreibung als stilistisches Mittel. Sie lässt aber auch ihre vielen Fehlgeburten nicht aus, die sie dank einer Autoimmunerkrankung erleidet und den Kampf darum ein gesundes Kind zu bekommen, auch wenn dies ebenso unkonventionell geschieht wie alles in ihrem Leben. Jenny ist halt anders und es fällt einem manchmal schwer ihren wirren Gedankengängen zu folgen. Genauso ging es wohl Brain mit seinem Freund Pinky.

„Pinky weißt du was wir morgen tun werden?“ „Ja Brain, aber wo kriegen wir die Kuh her?“

So sprung- und lebhaft darf man sich die Phantasie der Bloggerin vorstellen. Ich habe dieses Buch bei Amazon auch schon in deutscher Übersetzung gesehen, aber über den Titel war ich enttäuscht, der da lautet:“Das ist jetzt nicht wahr, oder?“ Ich hätte es besser gefunden, hätte man es einfach Wort für Wort übersetzt. Deswegen bin ich froh das ich es im Orginal gelesen habe, denn humoristische Werke verlieren ja oft bei Übersetzungen ihren Charme.  Dennoch hat das Lesen Spaß gemacht und sollte sie je ein weiteres Buch auf den Markt bringen, würde ich es wieder lesen.


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Tags: blog, familie, sarkasmus, taxidermie   (4)

  

 

Das andere Kind
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(106)

201 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

vergangenheit, mord, england, krimi, schuld

Das andere Kind

Charlotte Link
Flexibler Einband: 666 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 03.12.2010
ISBN 9783442376322
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Gwen ist der Prototyp einer alten Jungfer, die nur für ihren ignoranten Vater lebt, auf einer verlassenen Farm in Scarborough. Doch endlich begegnet sie einem Mann, der sie der Tristess entreißt und ein Ausweg aus dem unbefriedigendem Leben verspricht. Doch Fiona, die Freundin ihres Vaters aus Kindertagen vergiftet ihr Glück, in dem sie am Abend der Verlobung den Bräutigam bloßstellt und ihn als Erbschleicher bezeichnet. Kurz darauf wird die alte Dame erschlagen aufgefunden und der Mord wird in Zusammenhang gebracht mit dem Verschwinden einer Studentin ganz in der Nähe. Bald schon nach Fionas Tot wird das Siegel der Verschwiegenheit  über ein Familiengeheimnis gebrochen, dass Fiona und Gwens Vater seit ihrer Jugend bewahren, über das andere Kind. Dieses Geheimnis hat bewirkt, dass die Beziehungen mehrer Familien über Generationen hinweg vergiftet, eine junge Sozialarbeiterin fast mit dem Leben dafür bezahlt und das 60 Jahre später in einem blutigen Showdown gipfelt. 


Ich liebe einfach Charlotte Links Schreibstil. Einige mögen ihn als sehr ausladend empfinden, für mich nimmt sie sich einfach für die Geschehnisse und die handelnden Personen Zeit und gibt ihnen Raum zu atmen. Denn oft sind die Charaktere und das Beziehungsgeflecht der Protagonisten untereinander so komplex, dass sie es mir als Leser damit leicht macht, dem Geschehen zu folgen und Verständnis aufzubringen, auch für die Unsympathischen unter ihnen. Denn niemand ist einfach nur böse oder kaltherzig, es gibt halt immer zwei Seiten der Medaille. Das Hauptthema dieses Buches ist wohl die Schwierigkeit von Beziehungen und das die Vergangenheit unserer Vorfahren durchaus Einfluss auf unseren Alltag hat. Außerdem mag ich die Erzählform über zwei Zeitebenen hinweg. 
Man knaupelt jetzt zwar nicht an den Fingernägeln vor Spannung, aber ich habe mich über 670 Seiten gut unterhalten. bis zum Schluss hatte ich auch beim 10. Buch der Autorin, das ich gelesen habe, keine Ahnung wer der Mörder sein könnte. 

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Tags: einsamkeit, england, familie, geheimnis, mörder   (5)

  

 

Der Nachtwandler
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(329)

637 Bibliotheken, 44 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

psychothriller, schlafwandeln, spannung, schlafwandler, nachtwandler

Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Er erwacht aus einem Albtraum und seine Frau verlässt verletzt mit einem Koffer die gemeinsame Wohnung und beschuldigt ihn, sie misshandelt zu haben. In der Küche findet er Turnschuh in der Mikrowelle und seine Eltern sagen er hätte sie auf eine Kreuzfahrt geschickt. Das Problem Leon kann sich an Nichts davon erinnern. Voller Panik ruft er seinen Psychiater an, denn schon seit seiner Kindheit ist er Schlafwandler. Ist es möglich, dass er, der im wachen Zustand keiner Fliege etwas zu leide tun kann, im Schlaf zum Gewalttäter wird? Ist die Tür und das Labyrinth hinter seinem Kleiderschrank Realität oder eine Ausgeburt seines schlafenden Hirns? Leon beginnt, sich selbst im Schlaf zu filmen und was er dabei sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren und wie Alice im Wunderland entdeckt er eine Welt hinter den Spiegeln. Irrgänge die zu jeder Wohnung des Hauses führen und ein Mordanschlag auf den Pharmakologen im Dachgeschoss, lassen Leon schier wahnsinnig werden.
Und nicht nur die Hauptfigur, sondern auch den Leser. Ich folgte dem Autor in den Kaninchenbau und verhaspelte mich in den fein gesponnenen Fallstricken der Geschichte. Manchmal sah ich auf die Uhr, nach nur ein paar gelesenen Seiten und stellte fest, dass ich schon seit einer Stunde las ohne nur einmal inne zu halten. Nicht nur Leon Nader verlor jedwedes Zeitgefühl, sondern auch ich. Ich war verwirrt, aber auch total gefesselt. Manchmal war ich bestimmt schon ganz blau, weil ich das Atmen vergaß und ich hoffte, ja ich betete fast, dass eine plausible Erklärung für den Wahnsinn am Ende des Buches auf mich wartete. Und das tat es auch. Ich hätte nie gedacht, dass man die verworrene Geschichte auch nur halbwegs zu einem glaubhaften Ende führen konnte, aber Herrn Fitzek ist es gelungen und ich konnte wieder durchatmen. Aber ein beklemmendes Gefühl bleibt, denn es ist unfassbar wozu mache in der Lage scheinen, wenn sie schlafen.
Jeder sei gewarnt, der diese Geschichte zu lesen beginnt, man bleibt an ihr, wie in einem Spinnennetz kleben und kann dem Wahnsinn erst entfliehen, wenn man den einzelnen Fäden gefolgt ist.

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Tags: gewalt, labyrinth, mord, sadist, schlafwandler   (5)

  

 

Pandemonium
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(15)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

dystopie, liebe, kampf, deliria, teil 2

Pandemonium

Lauren Oliver
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 28.02.2012
ISBN B005MMJ84K
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Lena hat es geschafft. Sie ist dem System entkommen, dass Liebe zum Verbrechen erklärt hat. Aber der Preis, den sie dafür zahlen musste ist hoch. Ihre große Liebe Alex bleibt zurück und ihn erwartet für seinen Verrat die Todesstrafe. Zwar darf man in der Wildnis fühlen und denken was man will, aber sie ist auch grausam. In ihr ist kein Platz für Schwäche. Das erfährt sie nur zu bald am eigenen Leib. Der Winter steht vor der Tür, Nahrungsmittel sind knapp in der Wildnis und das System hat seine Feinde außerhalb des Zaunes noch lange nicht vergessen. Außerdem gibt es da noch die Plünderer, die bereitwillig für ein bisschen Essen töten. So kommt es das die Gruppe, die Lena gerettet hat, starke Verluste hinnehmen muss und sich entschließt den verhassten Staat von innen heraus zu infiltrieren. Dabei wird sie auf Jonathan angesetzt, Sie soll ihn infizieren, aber schon bald, ist er derjenige der den Schmerz in Lena, über Alex’ Tod lindert.
Toller zweiter Teil der Delirium Trilogie. Oft haben gerade die Mittelteile immer den Haken, etwas schwach daherzukommen. Schön zu sehen, das es diesmal nicht der Fall ist. Lena begeistert mich immer noch. Die tolle Verwandlung die sich in ihr in Delirium abgezeichnet hat, geht weiter. Mit jedem Tag in der Wildnis wird sie stärker, verliert dabei aber Ideale nie aus den Augen. Über Alex erfährt man nichts Neues. Dafür kommen jede Menge neue Figuren dazu, mit denen ich geliebt, gelitten und getrauert habe. Es geht auch rauer zur Sache in diesem Teil. Da sterben schon mal ein paar Plünderer oder Stadtbewohner. Außerdem zeigt die Autorin die Kehrseite, der klinischen Welt der Geheilten. Womit man eigentlich nie gerechnet hätte, es dann aber als logische Schlussfolgerung aus allem erkennt. Ich bin einfach nur begeistert und freue mich auf den dritten Teil, auch wenn es da anscheinend, wie in vielen anderen Storys seit Stephenie Meyers „Twilight“ zu einer Dreiecksbeziehung kommt. Aber egal ich mag einfach den Stil von Lauren Oliver. Bisher konnte ich keines ihrer Bücher aus der Hand legen, bevor die Geschichte nicht erzählt war.

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Tags: deliria, dystopie, kampf, liebe, rebellen, system   (6)

  

 

The Selection
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(21)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, dystopie, kasten, prinz, braut

The Selection

Kiera Cass
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 24.04.2012
ISBN 9780062059932
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Panem meets the Bachelor
Illéa ist ein noch junges Land und der Frieden mit den Nachbarländern nach dem vierten Weltkrieg noch fragil. Um die Thronfolge zu sichern und die Stabilität im Inneren zu wahren, sind alle Mädchen des Landes aufgerufen sich als künftige Prinzessin zu bewerben, Der Prinz darf dann aus den 35 Besten wählen. America beugt sich nur widerwillig dem Wunsch ihrer Mutter und ihres Freundes Aspen und tritt zur Wahl an. Sie möchte nur Aspen heiraten, doch der steht im Kastensystem Ilèas noch unter ihr, zudem winkt den Finalistinnen ein sozialer Aufstieg, was bedeuten würde ihre Eltern und Geschwister müssten nie mehr Hunger leiden. Was sie nie für möglich gehalten hatte geschieht, sie ist eine von den 35 die in den Palast zitiert werden. Dort angekommen gewinnt sie recht bald mit ihrer forschen, ehrlichen Art die Sympathie des Prinz Maxton und schon bald, kann sie sich auch seinem Charme nicht entziehen, wenn da nicht, ja wenn da nicht die brennende Liebe zu Aspen wäre.
Das Buch hatte mich von der ersten Seite. Kaum das ich zu lesen begonnen hatte, war ich mitten in Illéa und an Americas Seite. Ihre vorwitzige, unerschrockene, ehrliche Art hat nicht nur Maxton, sondern auch mich sofort für sie eingenommen. Ein bisschen anstrengend war es mir die vielen Namen zu merken und mir dahinter ein Mädchen vorzustellen, denn immerhin sind es 35 potentielle Kandidatinnen, die die Autorin Gott sei Dank nicht alle ausführlich aufführt. Umso gelungener sind dafür die auffälligen Charaktere wie die sanfte Marlee oder das Miststück Celeste, die man entweder liebt oder abgrundtief hasst.
Ich muss zudem gestehen, dass die Story so ein bisschen den Märchenfan in mir befriedigt hat, mit einer wenn gleich spröden, so doch grundsympathischen Cinderella. Da das Ganze auf eine Dreiecksgeschichte rausläuft, warte ich gespannt auf die Fortsetzung, denn ich sähe ehrlich nur ungern das Maxtons Herz gebrochen wird.

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Tags: armut, heirat, kaste, liebe, prinz, rebellen   (6)

  

 

Vertraute der Sehnsucht
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(67)

176 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

vampire, liebe, mira, krieg, entführung

Vertraute der Sehnsucht

Lara Adrian , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 14.02.2013
ISBN 9783802588846
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Es sind 20 Jahre vergangen, seit Drago der Menschheit die Existenz von Vampiren offenbart hat. Lucan, als Oberhaupt des Ordens bemüht sich noch immer um Frieden zwischen den Menschen und seiner Spezies, aber auf den Strassen herrscht Krieg. Mira ist erwachsen geworden und eine grimmige Kriegerin, die es den Rebellen nachträgt ihren Geliebten Kellan vor 8 Jahren getötet zu haben. Nach unerlaubtem Einsatz von Gewalt, gegen einen potentiellen Informanten der Rebellen, wird sie degradiert und dazu verdonnert, einen exzentrischen Wissenschaftler zur Friedensversammlung zu eskortieren. Als dieser entführt wird gerät gerade sie in die Hände, der Leute die sie so sehr hasst, nichts ahnend, dass sie gezwungen ist sich den Geistern ihrer Vergangenheit zu stellen und in einem unterirdischen Bunker, die Liebe ihres Lebens findet. Derweil wächst aber eine größere Macht im Verborgenen heran, die sich gegen den Orden wendet. Ein großangelegtes Attentat auf der Konferenz kann gerade noch verhindert werden, aber das ist erst der Anfang.
Schön fand ich, dass eine neue Generation die Bühne betritt, obwohl ich Schwierigkeiten hatte mir die Namen zu merken und wer zu wem gehört. Außerdem die Idee, dass keiner altert will auch nicht ganz in meine Phantasie passen, wenn dann der Sohn/Enkel mit seinem Vater/Großvater spricht und beide sehen gleich aus, seltsame Vorstellung. Am Anfang hat mir die Geschichte nicht so gefallen, weil für meinen Geschmack zu viel Matratzensport zwischen Kellan und Mira beschrieben wurde, der ja in den anderen Teilen zum Vorteil der Geschichte in den Hintergrund getreten war. Vielleicht liegt es einfach auch nur daran, dass ich in letzter Zeit zu viele Bücher, a la E.L. James gelesen habe. Aber das Ende hat alles wieder rausgerissen, auch wenn Tess Heilungsfertigkeiten ein bisschen zu überstrapaziert wurden. Es war schön zu erfahren welche Vampire mit ihren Stammesgefährtinnen Kinder bekommen haben und was sonst aus ihnen wurde. Die neue UV-Waffentechnologie, eine neue Superrasse aus Atlantis und neue Krieger lassen mich ungeduldig auf eine Fortsetzung hoffen. Romantiker kommen bei diesem Band auf ihre Kosten.

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Tags: kampf, liebe, orden, rebellen, sex, vampir   (6)

  

 
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