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Teufelsherz
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172 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

liebe, schutzengel, teufel, hölle, himmel

Teufelsherz

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 16.11.2012
ISBN 9783843210430
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern
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(52)

100 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 41 Rezensionen

jugendbuch, schwestern, bekenntnisse, familie, liebe

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern

Natalie Standiford , Claudia Max
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.10.2012
ISBN 9783551582744
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Enshadowed
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Enshadowed

Kelly Creagh
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster, 28.08.2012
ISBN 9781442402041
Genre: Sonstiges

Rezension:

Leaning back again, Isobel shut her eyes and, releasing a sigh, rested the back of her head against the tomb.
More than anything, it felt as if she'd been delivering a final speech. Her last words to herself.
For herself. For the girl she'd once been but could never again resurrect, the girl her father had been so afraid of losing and had lost anyway.
But, Isobel thought with a bleak and sad smile, what better place to bury what was dead than in a cemetery?

--

INHALT:
Isobels große Liebe Varen ist in seiner eigenen Traumwelt gefangen, nachdem sie den einzigen Weg dorthin zerstört hat, im Glauben, er sei bereits wieder in der Realität. Ihre einzige Möglichkeit ist es nun, Reynolds zu finden, den Mann, der zwischen den beiden Welten hin- und herwechseln kann. Doch dunkle Wesen verfolgen sie - und außerdem ahnt sie nicht, dass Lilith noch immer intensiv daran arbeitet, Varen in ihren Bann zu ziehen...

MEINE MEINUNG:
Kelly Creaghs "Nevermore" konnte mich letztes Jahr mit seiner melancholischen, düsteren und phantastischen Art absolut begeistern, sodass "Enshadowed", da es auf Deutsch nicht übersetzt wird, nun unbedingt im Original her musste. Die Grundstimmung im 2. Band ist von Anfang an um einiges dunkler, zwischenzeitlich beinahe schon depressiv, womit man umgehen können muss. Erzählt wird das Werk wieder aus der personalen Sicht von Isobel, wobei sowohl im Prolog als auch im Epilog eine andere Figur zu Wort kommt. Der Schreibstil ist gewohnt schnörkellos schön und vor allem eindringlich - es ist, als wäre man dabei.

Isobel hat sich stark verändert, was sehr schnell klar wird. Sie ist nicht mehr das fröhliche Cheerleader-Mädchen vom Anfang - mittlerweile ist sie eine Außenseiterin, deren große Liebe verschwunden ist, während sie ihn als Letzte gesehen hat. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf die Frage, wie sie zu Varen kommt und wirkt oftmals sehr traurig, dabei bleibt sie aber stets nachvollziehbar. Das exakte Gegenteil ist da ihre beste [und einzige] Freundin Gwen, die einen mit ihrer fröhlichen und hilfsbereiten Art immer wieder für sich einnehmen kann. Sie ist der eindeutige [und ebenfalls fast einzige] Lichtblick und lockert das Geschehen immer wieder auf.

Isobels Eltern sind seit der Halloween-Nacht, die sie laut einer Lüge bei Gwen verbringen wollte und in der Varen verschwand, überfürsorglich und lassen ihr kaum Freiheiten. Die Sichtweisen der beiden werden gut deutlich und sind, obwohl sie Isobels Leben noch schwerer machen, durchaus nachvollziehbar - nur ihre Mutter schien mir zwischenzeitlich etwas zu sehr dagegen, während mir der Vater regelrecht leid tat. Varen selbst taucht nur in wenigen Szenen auf, es wird aber deutlich, dass er sich definitiv zum eher düsteren Bereich hin entwickelt, was einem mitunter regelrecht Angst und Bange werden lässt. Ist für ihn ein Happy End möglich?

Der Autorin gelingt es auch dieses Mal wieder, den Leser zu fesseln und völlig in die Welt eintauchen zu lassen, die Protagonistin Isobel selbst noch zu verstehen versucht. Bösartige oder in Rätseln sprechende Nocs, undurchschaubare Helfer und zu viel wissende Ex-Freunde sind da nur ein paar wenige Probleme, die für einiges an Verwirrung sorgen, weil man nie weiß, wem man trauen kann. Immer wieder geschehen mysteriöse Dinge, von denen viele nicht erklärt werden können - was für einiges an Spannung sorgt. Gleichzeitig wird allerdings auch zu viel Zeit auf die Frage verwendet, wie Isobel nach Baltimore kommen soll, um dort Reynolds zu treffen. Dadurch kommen das ein oder andere Mal Längen auf, die nicht hätten sein müssen.

Schade ist besonders für Fans von Varen, dass er hier kaum Platz findet. Dies ist zwar logisch, da Isobel schließlich auf der Suche nach ihm ist, dennoch fehlt er, machte er doch eigentlich einen großen Teil des Reizes aus. In Sachen Romantik geht es hier also nicht voran, irgendwie ist das aber auch wieder erfrischend. So wird sich darauf konzentriert, dass es irgendwie gelingen muss, Varen aus der Traumwelt zu befreien, egal, was es kostet. Auf diese Weise wird es auf den letzten 100 Seiten noch einmal richtig spannend; so spannend, dass man das Werk keine Sekunde mehr weglegen will - bis zum wie schon im Vorgänger schockierenden, entsetzt zurücklassenden Cliffhanger am Schluss, der gleichzeitig perfekt und doch unfassbar ärgerlich ist...

FAZIT:
"Enshadowed" von Kelly Creagh ist nicht ganz so gut wie "Nevermore", kann aber wieder durch die Figuren und den wunderbaren Schreibstil punkten. Varen fehlt ein wenig, kommt aber hoffentlich in Band 3 wieder öfter vor - dieser soll aber wahrscheinlich erst im Sommer 2014 erscheinen. Jetzt heißt es also: Lange, lange warten. Bis dahin gibt es von mir weiterhin eine Empfehlung für die gesamte Reihe; auch auf Englisch, denn dieses ist nicht schwer und gut zu lesen. 4 Punkte für den 2. Teil!

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Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
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(115)

259 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, fantasy, magie, gatlin, hexen

Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

Kami Garcia , Margaret Stohl , Petra Koob-Pawis , Margaret Stohl Inc.
Flexibler Einband: 557 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 05.01.2012
ISBN 9783453529090
Genre: Science-Fiction & Fantasy

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Du oder die große Liebe
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(157)

285 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

liebe, luis, nikki, familie, alex

Du oder die große Liebe

Simone Elkeles , Katrin Weingran
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.04.2012
ISBN 9783570308080
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Dämonenbraut
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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

vampir, dämonen, spannung, dämonenbraut, fantasy

Dämonenbraut

Christina Fischer , Oliver Schuck
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 01.07.2012
ISBN 9783981509205
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Konnte ich mir diesen Luxus erlauben, zu glauben? Gerade als ich den Mund zu einer Antwort öffnete, donnerte etwas gegen den Kombi. Mein Schrei erschreckte auch Anna. "Verdammt, was ist los?"Erschrocken blickte ich mich um, dann sah ich Schwingen über Klauen und Krallen und erstarrte."Dämonen", flüsterte ich und baute gleichzeitig meinen Schutzschild auf. "Halte durch", rief Anna. "Sie haben es schon gespürt. Bash und Richie laufen gerade aus dem Haus."Ein erneutes Rumpeln, ich wurde auf den Beifahrersitz geschleudert, und dann brach die Scheibe.

--

INHALT:
Sophie ist eine Dämonenbraut, ein A-Normalo, und zwar aufgrund eines Virus', das vor 60 Jahren beinahe die gesamte Menschheit infizierte, die nun aus Werwölfen, Hexen, Vampiren und ihresgleichen besteht. Mit einem Tropfen ihres Blutes ist Sophie in der Lage, Dämonen aus einer anderen Dimension rufen, die ihr zur Hilfe verpflichtet sind. Diese Fähigkeit kann sie gut gebrauchen, denn in ihrem Job als Agentin wird sie zu einem Fall gerufen, der ihr alles abverlangt: Ein schwarzer Hexenmeister begeht Ritualmorde an mächtigen A-Normalos und scheint nicht zu stoppen zu sein. Gezwungenermaßen muss Sophie die Hilfe des attraktiven Samuel annehmen - doch kann sie ihm wirklich trauen?

MEINE MEINUNG:

SCHREIBSTIL
Christina M. Fischer besitzt einen beinahe durchweg flüssigen Schreibstil, der insbesondere bei den Beschreibungen der Kämpfe und phantastischen Wesen ein großes Verständnis für Worte und das Schreiben zeigt. Das eher schludrige Lektorat verhindert allerdings, dass man sich richtig wohlfühlt, denn Wortwiederholungen, Rechtschreibfehler, fehlende Buchstaben oder verworrene Sätze sind des Öfteren zu finden. Wird da noch einmal drüber gegangen, so kann sich der Stil sicherlich noch ein Stück besser entfalten.

CHARAKTERE
Sophie ist eine interessante Protagonistin: Mit ihrem Dickkopf und ihrer Stärke ist sie sympathisch, gleichzeitig kann sie auch Schwäche zeigen sowie Hilfsbereitschaft und Liebe, wodurch sie sehr lebendig wird. Hexenmeister Samuel hegt starke Gefühle für sie und ist äußerst liebevoll und beschützend, aber auch seine Liebe zu seiner Tochter bringt den Leser dazu, ihn ins Herz zu schließen. Figuren wie Sophies schlagfertige und beste Freundin Anna, ihre dämonischen Helfer Bash und Richie oder ihr Partner Julius bereichern die Geschichte. Manchmal allerdings werden es so viele Charaktere, dass diese nur noch schwer auseinander zu halten sind, was für den Leser äußerst verwirrend werden kann.

STORY
Von einer Virus-Epidemie, die einen Großteil der menschlichen Bevölkerung zu phantastischen Wesen mutieren lässt, habe ich bisher noch nicht gelesen. Die genauen Vorgänge werden nicht erklärt, die Geschehnisse selbst aber glaubwürdig dargestellt. Der Fall, an dem die Hauptcharaktere arbeiten, ist interessant zu verfolgen, weil es immer wieder - auch grausame - Morde gibt und Sophie sich mit ihren Helfern auf die Suche nach dem Täter machen muss. Dabei kommt es  währenddessen immer wieder zu Probleme mit Freunden, mit der Liebe oder mit ihrer Gabe. Zwischenzeitlich ist das Ganze dadurch etwas überfüllt aufgrund der vielen Handlungsstränge, meistens wird die Balance aber gut gehalten.

SPASSFAKTOR
Durch die vielen Ereignisse und die interessante Idee kommt es nur auf den ersten Seiten des Romans zu einer kleinen Flaute, danach nimmt die Spannung kontinuierlich zu. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, nimmt aber keinen allzu großen Platz ein und wirkt daher nicht übertrieben. Die Figuren harmonieren wunderbar und die originelle Geschichte macht absolut Spaß. Einzig und allein, dass ein Charakter vom Anfang ab circa Seite 120 keinen einzigen Auftritt mehr hat, störte mich etwas - da aber noch einige weitere Fragen, besonders bezüglich des traurig-schön-gemeinen Endes, offen sind, könnte ich mir gut eine Fortsetzung vorstellen, weshalb dieser Punkt nicht allzu stark ins Gewicht fällt.

FAZIT
"Dämonenbraut" von Christina M. Fischer ist sicherlich nicht perfekt, aber für Fans von Indie-Büchern absolut einen Blick wert. Die Story ist total originell und die Charaktere interessant gestaltet, nur wird das Ganze manchmal etwas zu viel. Da einige Fragen am Ende offen bleiben, ist eine Fortsetzung möglich und vor allem wünschenswert, wobei darüber bisher noch nichts bekannt ist. 4 Punkte!

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Alles, was ich will
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Alles, was ich will

Vikki Wakefield , Birgit Schmitz
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei bloomsbury taschenbuch, 08.10.2012
ISBN 9783833350986
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Ewiglich die Hoffnung
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(120)

273 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, ewigseits, hoffnung, cole, unterwelt

Ewiglich die Hoffnung

Brodi Ashton , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann , Kerstin Schürmann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.12.2012
ISBN 9783789130410
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Asche und Phönix, inkl. E-Book
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(213)

418 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 87 Rezensionen

ruhm, fantasy, frankreich, ash, kai meyer

Asche und Phönix, inkl. E-Book

Kai Meyer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2012
ISBN 9783551582911
Genre: Kinder-/Jugendbuch

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Die unsterbliche Braut
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(43)

90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, unterwelt, henry, hades, götter

Die unsterbliche Braut

Aimée Carter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.11.2012
ISBN 9783862784790
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Das Herz hämmerte mir gegen die Rippen, und Ava erstarrte an meiner Seite. Das war das Wesen, das Henry fast getötet hatte, und jetzt griff es uns alle an. In mir stieg ein unbändiger Beschützerinstinkt auf, als es Henry und meiner Mutter und allen, die ich liebte, immer näher kam - aber was, um alles in der Welt, konnte ich schon tun, um es aufzuhalten?
Ohne Vorwarnung schnellte es durch die Luft, bevor die Ratsmitglieder es aufhalten konnten, doch es zielte nicht auf Henry oder Walter oder Phillip.
Es ging direkt auf mich und Ava los.
--

INHALT:
Nach einem halben Jahr in Griechenland kehrt Kate endlich wieder zu ihrem geliebten Henry nach Eden Manor zurück. In der Unterwelt soll sie nun zur Königin gekrönt werden, damit sie mit dem Gott an ihrer Seite darüber regieren kann. Doch Henry verhält sich distanziert und als wäre ihre gemeinsame Zeit nie gewesen, was Kate fast verzweifeln lässt. Doch sie muss stark sein, denn der Titan Kronos ist aus seinem Gefängnis ausgebrochen - und droht die gesamte Menschheit zu vernichten...

MEINE MEINUNG:
Aimée Carters "Die unsterbliche Braut" steigt ein halbes Jahr nach den Geschehnissen im Vorgänger wieder ein und verliert keine Zeit, um dem Leser eines klar zu machen: Henry ist genau an den Punkt zurückgekehrt, an dem er auch schon am Anfang des letzten Romans war, und Kate darf wieder einmal hoffen, bangen und leiden. Der Schreibstil ist erneut sehr flüssig, gut zu lesen und mit ansprechenden Beschreibungen versehen, auch wenn die Zeichnungen der Charaktere eher spärlich bleiben. Die Dialoge sind zumeist glaubwürdig, zwischendurch aber auch etwas holprig.

Kate ist immer noch die gleiche: Mutig und dickköpfig, aber auch sehr naiv. In jeder Person sieht sie irgendetwas Gutes, für jedes Verhalten findet sie eine Entschuldigung. Und außerdem heult sie dieses Mal extrem viel - verständlich, schließlich will ihre große Liebe augenscheinlich nichts von ihr wissen. Dennoch, ein bisschen weniger Gerede und dafür mehr Taten hätte ich mir gewünscht, auch wenn sie trotzdem recht sympathisch ist. Henry, oder auch Hades, wollte ich eigentlich pausenlos schlagen, damit er endlich zur Vernunft kommt. Er benimmt sich unmöglich kalt, hat kein gutes Wort übrig und weint stattdessen mal wieder seiner alten Liebe Persephone hinterher. Die Erklärung für sein Verhalten zum Ende hin fand ich für seine Art da doch eher unzureichend.

Die sonstigen Figuren bleiben ansonsten überwiegend eher blass oder werden ein bisschen übertrieben dargestellt: Beispielsweise Ava, die Göttin der Liebe und des Sex - diese macht ihrem Ruf alle Ehre und zankt sich entweder wieder einmal mit anderen Frauen um Männer oder führt Beziehungsgespräche mit Kate, ist dabei hauptsächlich quirlig-fröhlich und selten leicht zu ertragen. Und Persephone, die den Göttern zu Hilfe eilen muss, ist so selbstsüchtig und arrogant, dass es kaum zu ertragen ist, auch nicht, als sie sich etwas freundlicher benimmt. Einzig und allein James gelingt es, in mir nichts anderes als Sympathien auszulösen - denn als Einziger ist er wirklich vollkommen besorgt um Kates Wohl, möchte sie beschützen und ihr vor allem eine Wahl lassen. In ihm hat sie einen guten Freund, was sie ihm leider viel zu selten zeigt.

Ansonsten wird in diesem Band eines ganz besonders klar: Dass man diese Reihe auf keinen Fall, ich wiederhole: auf keinen Fall, lesen sollte, wenn man sich mit der griechischen Mythologie auch nur ansatzweise auskennt. Aimée Carter versteht es nämlich hervorragend, die Götter in den meisten Situationen in Witzfiguren zu verwandeln. Streitereien, Eifersüchteleien und vor allem pausenlose Gespräche über Beziehungen - dass sich die Götter damit abgeben, obwohl es eindeutig Wichtigeres, wie beispielsweise einen entflohenen Titanen, gibt, erschien mir schwer vorstellbar. Und auch auf die Fähigkeiten der verschiedenen Götter wird kaum eingegangen. So ist es nicht möglich, die Personen mit den modernen Namen auch nur ansatzweise in Verbindung mit den mythischen Figuren zu bringen.

Bisher mag das alles sehr negativ klingen - der Roman ist aber keinesfalls schlecht, man darf sich nur eben nicht zu gut auskennen oder muss diesen Teil gegebenenfalls ausschalten. Dann nämlich ist die Geschichte unglaublich fesselnd und mitreißend. Jedes Kapitel besitzt einen Cliffhanger, nach dem man geradezu weiterlesen muss und die Verwicklungen sind interessant zu beobachten. Und auch Henrys und Kates Beziehung ist äußerst spannend. Das Hin und Her kann zwar anstrengend werden, dennoch ist das Ganze sehr romantisch und nervenaufreibend, ohne je kitschig zu werden. Bis zum Ende hält die Autorin einen im Bann und gibt einen auch nach dem Schluss nicht frei, denn auch dieser besitzt einen miesen Cliffhanger, nach dem man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Band 3 wird also doch gelesen...

FAZIT:
"Die unsterbliche Braut" ist nicht so schlecht, wie ich das hier darstelle. Dennoch muss einmal gesagt werden, dass Aimée Carters Götter wenig mit den alten Sagen gemein haben und doch zwischendurch eher ein bisschen lächerlich wirken. Kenner der Mythologie sollten also die Finger davon lassen! Alle anderen erwartet eine spannende, überraschende und romantische Geschichte, nach der man sofort weiterlesen möchte. Gute 3,5 Punkte.

  (9)
Tags: eifersucht, gefängnis, götter, hades, kronos, liebe, lächerlich, titanen, verrat   (9)

  

 

Anna im blutroten Kleid
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(78)

178 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

geister, geisterjäger, horror, liebe, anna

Anna im blutroten Kleid

Kendare Blake , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.11.2012
ISBN 9783453314191
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ich atme tief durch. In weniger als einer Stunde wird alles bereit sein, und dann holt Thomas mich ab. Ich werde die kleinen Samtbeutel mit den langen Schnüren und die vier mit Kräuteressenz parfümierten Kerzen mitnehmen, und er bringt die Wahrsageschale und den Beutel mit den Steinen mit. Und dann werden wir versuchen, Anna Korlov zu töten.
--

INHALT:
Seitdem sein Vater brutal ermordet wurde, hat der junge Cas dessen Job übernommen: Geister töten. Er hat in den kurzen Jahren dieser Arbeit schon mehr Erscheinungen verschwinden lassen als sein Vater in all seiner Zeit. Doch beim neusten Auftrag gerät Cas an seine Grenzen: Im beschaulichen Thunder Bay wurde 1958 das Mädchen Anna auf dem Weg zum Schulball getötet. Seitdem geht sie in ihrem Elternhaus um und tötet grausam und kaltblütig. Doch als er ihr gegenüber steht, ist sie so ganz anders als die Gespenster, die er kennt: Schrecklicher, stärker - und schöner. Zu allem Überfluss sind da dann auch noch seine Mitschüler Thomas und Carmel, die sich unbedingt in seine Tätigkeiten einmischen wollen und irgendwie alles durcheinander bringen...

MEINE MEINUNG:
"Anna im blutroten Kleid" lebt gleichermaßen von gängigen Klischees und unkonventionellen Aspekten: Zum einen ist der Roman geschrieben aus der Ich-Perspektive eines Jungen, was ungewöhnlich ist in diesem Genre, außerdem sind die Geistererscheinungen hier in der Tat um einiges gruseliger als es der Klappentext vermuten lässt und wenig an die gängigen Mädchenfantasien angepasst. Andererseits wiederum wird der schrecklich schaurige Geist, den es zu besiegen gilt, wie schon oft gelesen zu einem wunderschönen, liebenswerten Wesen. Kendare Blakes Schreibstil ist allerdings so flüssig und gut zu lesen, dass Stereotypen nicht die gesamte Zeit über auffallen, die Sätze sind jugendlich kurz gehalten und vermitteln so das Gefühl, die Erlebnisse des 17-jährigen Cas wirklich mitzuerleben.

Dieser ist typisch für einen Jungen in seinem Alter mutig, etwas aufsässig und ein wenig hormongesteuert. Schon sein ganzes Leben lang hat er mit Geistern zu tun, weshalb er in dieser Hinsicht abgehärtet ist - jedenfalls, bis er Anna trifft. Dickköpfig wie er ist, lässt er es jedoch darauf ankommen und hofft weiterhin, der Situation Herr zu werden. Er versucht, stark zu bleiben, hat aber auch Schwächen und kleine Unsicherheiten, die ihn sympathisch machen. Anna selbst hat gleichzeitig eine sehr düstere und eine einsame Seite. Sie ist grausam und mörderisch, aber auch traurig und verlassen. Sie möchte ihr dunkles Ich eigentlich zum Verschwinden bringen, was ihr nicht gelingt und sie so zu einer sehr tragischen Figur macht, die man recht schnell lieb gewinnt.

Den Nebenfiguren gelingt es überwiegend recht gut, den Leser für sich einzunehmen, dennoch bleiben sie eher blass und eindimensional. Cas findet nach kurzer Zeit Freunde in Thomas und Carmel, auch wenn er von ersterem anfangs eher genervt ist. Dieser hat ein paar magische Fähigkeiten - wie zum Beispiel das Gedankenlesen - und versucht ihm zu helfen, ist gleichzeitig aber auch sehr ängstlich. Carmel ist die Schulkönigin und sehr hübsch, entgegen des üblichen Klischees in diesem Falle aber nicht dumm. Sie kann durchaus zupacken und hat eine freundliche Art, kann ansonsten aber nicht in allen Belangen überzeugen. Besonders banal fand ich jedoch den zum Ende hin auftauchenden weiteren Bösewicht, der ausnahmslos schrecklich ist und ansonsten keine einzige Eigenschaft besitzt.

Die Story selbst ist interessant, düster und vor allem eines: gruselig. Wer schon bei kleinsten Andeutungen Angst bekommt und des Öfteren von Albträumen heim gesucht wird, sollte dieses Buch nur im Hellen lesen, denn es geht äußerst heftig zur Sache - in mancherlei Hinsicht für ein Jugendbuch vielleicht glatt schon zu heftig. Die Gespenster sind grausam, mordlustig und widerlich anzusehen, schrecken vor keinen Gemeinheiten zurück und verspritzen äußerst viel Blut. Dennoch wird ihre Psychologie sehr gut erklärt: Denn als Geister kehren fast nur die Menschen zurück, die eines grausamen Todes starben, um anderen Menschen nun genau dasselbe anzutun. Warum Anna allerdings so viel stärker ist als andere und sogar richtig sprechen kann, ist Cas natürlich ein Rätsel, dem er auf die Spur zu kommen versucht. Und was er dann aufdeckt, ist äußerst erschreckend...

Hinzu kommt noch das Problem mit dem Wesen, das seinen Vater Jahre zuvor ermordet und angenagt hat. Da bereits ein 2. Teil erschienen ist, ist es schade, dass sich darauf beinahe ebenso stark konzentriert wird wie auf Anna - so wirkt der ganze Plot etwas überfüllt. Außerdem sind viele Dinge zu leicht zu durchschauen, wie beispielsweise der Mörder von drei weiteren Personen in Thunder Bay. Dennoch gelingt es der Autorin, einen kontinuierlich dabei zu behalten und zu fesseln, nicht zuletzt durch die spannenden Action-Szenen, in denen Cas, auch gemeinsam mit seinen neuen Freunden, versucht, den schrecklichen Gespenstern das Handwerk zu legen. Die obligatorische Liebesgeschichte nimmt nicht viel Platz ein, wirkt aber dennoch ein wenig überflüssig und seltsam, wenn man bedenkt, dass eine der Personen ein mordender Geist ist... Das Werk selbst ist durchaus abgeschlossen, lässt aber noch einige kleine Stränge offen und macht so definitiv Lust auf Band 2, "Girl of Nightmares".

FAZIT:
Kendare Blakes Debüt "Anna im blutroten Kleid" ist in vielerlei Hinsicht ein Geister-Roman erster Güte: Blutig, spannend und grausam. Die Klischees, eine etwas überflüssige Liebesgeschichte und zwischenzeitliche Durchschaubarkeit schwächen dieses gute Bild aber etwas leider ab. Da ich allerdings dennoch gut unterhalten wurde und das Buch sich so schnell lesen lässt, gebe ich sehr, sehr, sehr knappe 4 Punkte. Durchaus empfehlenswert!

  (9)
Tags: angst, blutig, geister, gespenster, gewalt, grausam, hexerei, macht, vodoo   (9)

  

 

Graveminder
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(49)

95 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

graveminder, liebe, undertaker, fantasy, rebekkah

Graveminder

Melissa Marr , Barbara Röhl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2012
ISBN 9783492268905
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Die übrigen Trauergäste waren gegangen. Selbst wenn sie geblieben wären, hätte Daisha nicht zu ihnen gehen und sie fragen können. Nur der Bestatter und die heulende Frau warteten.
Ein Zittern erfasste Daisha, und der Mittelpunkt, den sie gehabt hatte, verblasste immer mehr. Sie verblasste. Daher flüchtete sie, bevor ihr Körper sich wieder in alle Winde zerstreuen konnte.
--

INHALT:
Mit einer Mischung aus Faszination und Grauen hat Rebekkah Barrow stets das Ritual beobachtet, mit dem ihre Großmutter den Frieden der Toten schützt. Doch als diese stirbt, muss Bek in ihre Heimatstadt Claysville zurückkehren - und die Aufgabe ihrer Verwandten übernehmen. Denn sie ist nun der nächste Graveminder und muss verhindern, dass Verstorbene wieder auferstehen. Allerdings scheint genau das bereits passiert zu sein: Die Leichen häufen sich und Rebekkah hat keine Ahnung, was sie tun soll. Ihre einzige Hoffnung ist ihr langjähriger Freund Byron. Doch bei dem Versuch, alles wieder zu richten, bringt sie sich und ihn in große Gefahr...

MEINE MEINUNG:
Melissa Marrs "Gegen das Sommerlicht" habe ich damals mit Vergnügen gelesen, auch wenn ich die Reihe nie weiter verfolgt habe. Mit ihrem neuen Fantasy-Roman für Erwachsene, "Graveminder", wollte ich es da gern wieder probieren. Geschrieben ist die Geschichte aus vielen verschiedenen Sichten in der personalen Form und im Präteritum. Eingeleitet wird das Ganze dabei von Rebekkahs Großmutter, die einen guten Einstieg ermöglicht. Danach allerdings werden es so viele Erzähler und allgemein Personen, dass man Schwierigkeiten hat, sie auseinander zu halten, zumal sich die Autorin nur eines einzigen Stils bedient. Dieser ist allerdings sehr schön mit bildlichen Beschreibungen versehen und kann den Leser durchaus für sich einnehmen.

Protagonistin Rebekkah konnte mich persönlich nur in wenigen Momenten überzeugen. Hauptsächlich ist sie eine ängstliche, dabei aber relativ emotionslose junge Frau, die grundsätzlich vor allem, was ihr nahe gehen könnte, wegläuft. So stößt sie die Personen, die sie lieben, regelmäßig vor den Kopf. Warum sie nicht zu ihren Gefühlen stehen kann, wollte mir nie ganz klar werden, weswegen ich das ein oder andere Mal Lust hatte, sie von einer Klippe zu schubsen. Byron ist dagegen das Gegenteil: Er ist gefühlvoll, zärtlich und möchte sie endlich für sich gewinnen. Sein Beschützerinstinkt ist sehr ausgeprägt und seine Art gefiel mir die meiste Zeit über sehr, weil er sich so für andere einsetzt, allerdings ist er arg altruistisch, was irgendwann nicht mehr glaubhaft ist.

Sonstige Nebencharaktere gibt es en masse, weshalb es nicht selten vorkommt, dass man mit den ganzen Namen und Rollen durcheinander kommt. Da ist Amity, eine Barkeeperin, mit der Rebekkah immer in losem Kontakt stand und gleichzeitig die Frau, die ein Auge auf Byron geworfen hat - außer, dass sie äußerst freundlich ist, besitzt sie allerdings anscheinend keine Eigenschaft. Das mordende Geistermädchen Daisha dagegen ist so verletzlich, angstvoll und hilfesuchend dargestellt, dass sie für mich als einzige Figur wirklich Gefühle erwecken konnte. Sie hat ein schweres Schicksal, weshalb man automatisch Mitleid empfindet. Andere Figuren bleiben aber eher blass und die Person, die letztendlich hinter dem Grauen steckt, ist viel zu übertrieben, viel zu unglaubwürdig und vor allem eines: Viel zu eindimensional.

Die Story selbst hat so, so großes Potenzial, wovon leider so, so viel verschenkt wurde. Das mag zum einen auch daran liegen, dass der Klappentext zu viel verrät und die ersten 150 Seiten im Grunde vorweg nimmt. So fühlt sich der Einstieg wie eine einzige gigantische Länge an, die einfach kein Ende nehmen will. Denn Rebekkah hat keinerlei Ahnung von ihrer Aufgabe - weniger sogar als der Leser selbst. Da ist Ermüdung vorprogrammiert...Die Idee um die Graveminder und Undertaker, die gemeinsam verhindern, dass die Verstorbenen wieder auferstehen, ist interessant und neu. Warum die Untoten allerdings Fleisch und Blut brauchen, wird nie erklärt. Sowieso bleiben auch bei den Beziehungen einiger Figuren Fragen offen, die ich ohne zu spoilern allerdings nicht erläutern kann. Melissa Marr gelingt es leider nicht, alle Fäden lückenlos zusammenzufügen, was bei und nach der Lektüre deutlich stört.

Ebenso ist auch der Aspekt ein Problem, dass man für das tote Mädchen eindeutig mehr Sympathien hegt als für die Hauptcharaktere. Im Grunde waren mir deren Anliegen und Taten irgendwann völlig egal, denn es ist sowieso ein einziges Hin und Her - er will sie, sie will ihn auch, aber zugeben möchte sie es nicht, daher drängt er sie, und so weiter. Das Ganze ist so ermüdend, dass die Geschichte dabei untergeht und so in einer eher unglaubwürdigen Auflösung endet, die mich nicht überzeugen konnte. Da es vorher schon Kapitel aus der Sicht der Person gab, die schließlich das eigentliche Verbrechen begangen hat, ist es seltsam, dass von all dem darin aber kein Wort stand. So fadenscheinig möchte ich persönlich nicht abgespeist werden, weswegen für mich klar fest steht: Mit dieser Welt gibt es kein Wiedersehen!

FAZIT:
Melissa Marr hat sich mit "Graveminder" an ihrem ersten Roman für Erwachsene versucht, der meiner Meinung nach unter Mittelmaß ist. Die Charaktere nerven und sind meistens unsympathisch, die Auflösung ist eher unzureichend und das Ganze zieht sich ewig in die Länge. Die 400 Seiten hätten sicherlich auch auf 200 gepasst. Da bleibe ich lieber bei der anderen Reihe der Autorin! 2,5 Punkte.

  (7)
Tags: aufgabe, graveminder, mord, ritual, totenreich, undertaker, untot   (7)

  

 

Department 19 - Die Mission
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(56)

132 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

vampire, dracula, frankenstein, thriller, vampir

Department 19 - Die Mission

Will Hill
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.2012
ISBN 9783785760802
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Ich fühle mich wunderbar", sagte Larissa, und ihr Lächeln weitete sich. "Und das verdanke ich dir."
Jamie spürte, wie er errötete.
"Gut", sagte er. "Weil es ein paar Fragen gibt, die ich dir stellen möchte."
"Über deine Mutter?"
Eiseskälte lief Jamie den Rücken hinunter. "Was weißt du über meine Mutter?"
Larissa lächelte ihn an, und ihre blutbefleckten Fänge glitzerten im Licht der Neonlampen.
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INHALT:
Jamie ist eigentlich ein relativ normaler Junge, wenn man davon absieht, dass seine Mitschüler ihn pausenlos mobben und sein Vater vor einigen Jahren vor seinen Augen erschossen wurde. Als seine Mutter eines Tages entführt wird, ändert sich jedoch alles: Frankensteins Monster höchstpersönlich führt ihn ein in die unglaubliche Welt des Department 19, einer geheimen Spezialeinheit, die sich genau einem Kampf verschworen hat - dem gegen Vampire. Und genau solche haben Jamies Mutter entführt. Er macht sich auf, sie zu retten, doch die Mission wird offensichtlich von einem Verräter sabotiert. Und dann ist da auch noch das schöne Vampirmädchen Larissa...

MEINE MEINUNG:

SCHREIBSTIL
Will Hills Art und Weise zu schreiben ist angenehm zu lesen. Die meiste Zeit wird aus Jamies personaler Sicht erzählt, zwischenzeitlich wechselt die Perspektive aber auch zu anderen Figuren in der Gegenwart oder Vergangenheit, wobei der Stil immer angepasst ist. Die Ausdrücke sind durchaus Jugendlichen angepasst, die Beschreibungen sind schön - aber hier liegt auch das Problem, denn diese sind viel zu ausgeschmückt. In langen Absätzen wird oftmals die Umgebung wider gegeben oder Figuren werden bis ins Detail in Augenschein genommen. Das ist auf die Dauer so ermüdend, dass man irgendwann anfängt, diese Parts teilweise einfach zu überspringen.

CHARAKTERE
Will ist ein recht sympathischer Charakter mit einiger Willenskraft, der zu Anfang ein Loser-Image inne hat. Nachdem er im Department 19 allerdings ein 24-Stunden-Training absolviert hat, ist er plötzlich ein Alleskönner erster Güte. Er ist zu allem fähig, er weiß alles und ist allgemein ziemlich klasse, was ihn sehr blass erscheinen lässt. So verhält es sich auch mit beinahe allen anderen Figuren, zum Beispiel dem Vampirmädchen Larissa, das zwar ab und zu ganz interessante Kommentare abgibt, ansonsten aber komplett dem Klischee entspricht und nicht zu überraschen weiß. Die Personen bleiben blass, eindimensional und seltsam fade, was sich auch auf die Geschichte auswirkt.

STORY
Der Plot ist eigentlich ziemlich interessant, besonders in Zeiten des neumodischen liebestollen Vampirs. Endlich mal wieder ein paar grausamen Blutsaugern zu begegnen ist da erfrischend. Leider ist die Story aber flach, vorhersehbar und äußerst langweilig. Entweder es passiert nichts oder es passiert so viel, dass man den Überblick verliert. Die Vampire werden äußerst blutig und unpassend für ein Jugendbuch in Fetzen gerissen, ansonsten aber gibt es nicht viel Neues. Einen so unglaubwürdigen und - bis kurz vor Schluss -spannungsarmen Roman als "Thriller" zu verkaufen ist da schon eine Frechheit. Einzig und allein die Kapitel aus der Vergangenheit - die auf braunem Papier gedruckt sind - konnten mich überzeugen. Vielleicht hätte sich der Autor hier für eine Geschichte entscheiden sollen!

SPASSFAKTOR
Wenn man mit so viel Vorfreude an einen, wie man denkt, anständigen Vampir-Roman herangeht, kann man eigentlich nur enttäuscht werden. Eine solche Enttäuschung wie hier hätte ich aber nicht erwartet. Die Klischees nerven, ebenso wie die vielen verschiedenen Fäden in der Handlung, und den versprochenen Verräter erkennt man auf den ersten Blick. Da können auch die teils unterhaltsamen Streitereien zwischen einigen Charakteren nichts mehr herausreißen, ebenso wenig wie die anständigen Blutsauger, die zugegebenermaßen wunderbar brutal sind. Hier hätte es die Mischung gemacht...

FAZIT:
"Department 19: Die Mission" ist, obwohl mit einer interessanten Grundidee ausgestattet, ziemlich einfallslos und langweilig. Die Beschreibungen sind zu lang, die Charaktere zu blass und der Plot selbst definitiv zu vorhersehbar. Die wenigen Pluspunkte wie beispielsweise der Aspekt, dass Vampire hier endlich mal wieder Vampire sind, macht da leider nicht viel wett. 2 Punkte.

  (9)
Tags: blut, entführung, explosion, gewalt, mission, pflock, vampir, vampirmädchen   (8)

  

 

Meltworld Shanghai
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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

shanghai, dämon, schatten, fantasy, hannah

Meltworld Shanghai

Matthias Matting
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.11.2012
ISBN 9781481072113
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Zeit schien stillzustehen. Hiro kam es vor, als schwebe der Tiger in der Luft und er selbst warte gelähmt auf die Erfüllung seines Schicksals. Er sah Hannah auf seinem Bett sitzen. Wann würde sie merken, dass er nicht in seinen menschlichen Körper zurückkehrte? Sie hatten für diesen Fall nichts abgesprochen. Hiro wünschte sich, dass sie vor Einbruch der Dunkelheit einfach das Zimmer verlassen und nie wieder zurückkehren möge.
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INHALT:
Gegen ihren Willen ist Hannah mit ihrer Familie von Deutschland nach Shanghai gezogen - einem vollen, lauten Ort, in dem sie niemanden kennt. Nur mit Mühe beginnt sie sich einzuleben, wobei ihr ihr Job in einer Bibliothek hilft. Doch dann bemerkt sie seltsame Vorgänge: Die Schatten in der Stadt scheinen verkürzt zu sein, schwarze Schmetterlinge zerfallen im Sonnenlicht und einige Gegenstände besitzen eine düstere Aura. Als sie dem jungen Hiro begegnet, erfährt sie, dass sie sich all das nicht einbildet. Und dass sie eine entscheidende Rolle dabei spielt, es wieder rückgängig zu machen...

MEINE MEINUNG:
Matthias Mattings Roman "Meltworld Shanghai" ist selbst verlegt und verzaubert dennoch mit einer wunderschönen Aufmachung, die das Interesse weckt. Noch dazu kommt ein Klappentext, der etwas völlig Neues verspricht: Nämlich eine Geschichte, die in Shanghai spielt. Der Autor bedient sich dabei insgesamt 8 verschiedener Sichten, die alle mehr oder weniger oft zu Wort kommen und sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Der Schreibstil ist recht angenehm, wirkt zwischenzeitlich durch kurze Sätze allerdings etwas abgehackt. Außerdem verändert sich die Art und Weise des Ausdrucks in den verschiedenen Sichten nicht grundlegend, weswegen es gut ist, dass die personale Sicht gewählt wurde, durch die man immer weiß, wer gerade erzählt.

Hannah ist die Protagonistin des Buches und zeichnet sich von Anfang an durch einige Reife im Gegensatz zu anderen Mädchen ihres Alter aus. Zwar ist sie auf den ersten Seiten etwas trotzig, weil sie in ein anderes Land ziehen musste, mit der Zeit beginnt sie aber, ihre Liebe für dieses zu entdecken. Sie ist sehr willensstark, dabei eher ruhig und dennoch sehr sympathisch. Hiro ist ein Dämon mit einer bestimmten Aufgabe und hat in seinem Leben noch nicht viel Gutes vollbracht. Nach der Begegnung mit Hannah beginnt er sich jedoch zu verändern und bemerkt, welche Freuden das Leben haben kann. Seine Wandlung vom kalten Wesen aus der Untenwelt zum zärtlichen Menschen ging mir allerdings etwas zu schnell, weswegen ich ihn nicht immer komplett ernst nehmen konnte.

Die übrigen Figuren kommen nur arg sporadisch vor und bleiben daher überwiegend blass und eindimensional, besonders Hannahs Familie, über die man so gut wie gar nichts erfährt. Ihre Arbeitskollegin Bao wird einige Male erwähnt, allerdings mehr oder weniger nur benutzt, um an Informationen zu kommen und taucht danach nur noch am Rande auf, was ich sehr schade fand. Einzig der ehemalige Mafiaboss Zhao Weng konnte mich überzeugen, weil er nicht der typische Böse ist, sondern mit einigen seiner Handlungen sowie Eigenschaften zu überraschen weiß und den Leser so für sich einnehmen kann.

Die Story selbst ist neuartig und spannend: Die Dinge verändern sich, Schatten werden kürzer und Menschen fallen auf offener Straße übereinander her, wovon Hannah auch auf ihrem Facebook-Account berichtet. Besonders klasse ist hier, dass Hannah bei der Social Network-Plattform sowie die im Buch eingebauten Links im Internet zu finden sind. Der Roman hat eine spannende, düstere und leicht mysteriöse Atmosphäre, der es schnell gelingt, den Leser in den Bann zu ziehen. Gemeinsam mit Hannah und Hiro macht man sich auf die Suche nach dem Ursprung des Bösen und lernt dabei viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennen, die allerdings oft nur kurz auftauchen. Bei einer Figur weiß man bis kurz vor Ende auch nicht die genaue Rolle, was dann wunderbar gelöst wird und so einen schönen Aha!-Effekt auslöst.

Einige Dinge löst Matthias Matting für die Figuren allerdings viel zu einfach: Beispielsweise, dass Hannahs Kollegin Bao zufällig die Enkelin einer Frau ist, die den beiden jungen Menschen mit Informationen weiterhelfen kann - und sogar jemanden kennt, der eine direkte Verbindung zum Fadenzieher des Bösen ist. Oder dass die kleinen Helfer im Hintergrund immer zum perfekten Zeitpunkt zu Stelle sind. Dies erschien mir im Laufe der Handlung doch relativ unlogisch. Außerdem wird gern von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit gesprungen, wodurch manche Ereignisse schon passiert sind, bevor sie der betreffende Charakter noch einmal aus seiner Sicht schildert, was zwischenzeitlich etwas ermüdend ist. Das Finale und der damit verbundene Schluss sind jedoch so fesselnd und schlüssig geschrieben, dass sie einiges wieder wettmachen und den Leser letztendlich zufrieden zurücklassen.

FAZIT:
"Meltworld Shanghai" ist ein von Autor Matthias Matting selbstverlegter Fantasy-Roman, überrascht aber mit perfekter Rechtschreibung, einer tollen Aufmachung sowie einer interessanten Geschichte, die ich so bisher noch nicht gelesen habe. Das Werk ist spannend, einige Figuren blieben mir jedoch zu blass und Probleme wurden mir zu einfach gelöst. Für Leser, die auf der Suche nach etwas Neuem sind, aber durchaus sehr empfehlenswert! Sehr gute 3,5 Punkte.

  (8)
Tags: drache, dämon, düster, fantasy, katze, liebe, obenwelt, schatten, schmetterling, totenrufer, untenwelt   (11)

  

 

Christopher Nolan's Batman
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

filmtrilogie, superheld, dc, dark knight, drehbuch

Christopher Nolan's Batman

Jody Duncan Jesser , Janine Pourroy , Chip Kidd
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Harry N Abrams Inc, 28.07.2012
ISBN 9781419703690
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  

  

 

Die Weltenspieler - Insignia I
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65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

neuronalprozessor, dystopie, freundschaft, computer, 3. weltkrieg

Die Weltenspieler - Insignia I

S. J. Kincaid , Peter Beyer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 19.11.2012
ISBN 9783442478347
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Tom zögerte. Er erinnerte sich an Viks Worte: Es gibt keinen Neuronalprozessor auf der Welt, der sich nach Belieben mit irgendeiner Maschine verbinden könnte. Er überlegte eine Weile, was er sagen sollte.
Aber er hatte es geschafft. Er war sich jetzt sicher, dass er es geschafft hatte.
Doch was es auch gewesen sein mochte, was er hinbekommen hatte - es war zu groß für so ein läppisches Geplänkel im Turm. Er war sich ja noch nicht einmal sicher, was ihm da gelungen war.
Tom schüttelte den Kopf. "Du hattest Recht. Ich hab's mir wohl nur eingebildet."
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INHALT:
In der nahen Zukunft ist der gefürchtete 3. Weltkrieg ausgebrochen - doch dieser wird durch virtuell gesteuerte Kampfmaschinen im Weltall ausgetragen. Der junge Tom hat immer davon geträumt, selbst einmal eine solche fliegen zu dürfen, doch dafür ist er eigentlich zu arm und zu ungebildet. Als er jedoch in einer Simulation einmal wieder einen schweren Kampf gewinnt, werden die Chefs des Pentagons, in dem die jungen Computergenies ausgebildet werden, auf ihn aufmerksam. Tatsächlich wird er kurz darauf selbst Rekrut, erhält einen Prozessor, der seine Denkvorgänge beschleunigt und lebt das Leben, das er sich immer erträumt hat. Doch bald wird ihm klar, dass nicht alles so ist wie es scheint...

MEINE MEINUNG:
S. J. Kincaids Dystopie "Insignia: Die Weltenspieler" ist nicht nur deshalb etwas Besonderes, weil sie aus der Sicht eines Jungen erzählt wird - was es in diesem Genre sowieso selten gibt -, sondern auch, weil dieser zu Anfang ungewöhnlich unperfekt ist und es auch in einigen Aspekten bleibt. Weder ist er der gutaussehende, starke Protagonist, noch kann er alles. Erzählt wird die Geschichte aus seiner personalen Sicht im Präteritum, der Schreibstil ist jugendlich, flüssig und frisch, aber nie übertrieben auf Teenager zugeschnitten. Die Beschreibungen der neuen, dystopischen Welt, der Kriege und der Lebensumstände sind realistisch, glaubwürdig und so überzeugend, dass es sich wirklich anfühlt, als wäre man mittendrin und würde alles gemeinsam mit dem Hauptcharakter erleben.

Tom ist ein wunderbarer Protagonist, der einem durch seine menschliche und so normale Art von Anfang an sympathisch ist. Sein Leben allerdings ist nicht immer einfach gewesen: Sein Vater ist Spieler und bringt nur selten genug Geld zum anständigen Leben mit nach Hause; seine Mutter lässt sich von einem schmierigen Reichen ausnutzen. Dennoch ist er nicht verbittert, sondern versucht im Gegenteil das Beste aus allem zu machen und benutzt dabei seine ganze Cleverness. Auch seine Entwicklung vom aufmüpfigen Jungen zum bewusste Entscheidungen treffenden jungen Mann ist glaubwürdig und nachvollziehbar. Vik, sein Zimmergenosse und bald auch bester Freund, ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil: Groß, gut gebaut, Russe und selbstbewusst. Er ist witzig und lockert auch ernstere Situationen durch seine lockere Art immer wieder auf. Gleichzeitig ist er ein wahrer Freund, weshalb man ihn schnell ins Herz schließt.

In seinem neuen Zuhause lebt sich Tom nach kurzer Zeit gut ein - und neben Vik entwickelt er auch eine gute Freundschaft zum als Spitzel abgestempelten Yuri und der sehr unsensiblen, aber schlauen und hilfsbereiten, Wyatt, die die Geschichte beide gut vorantreiben. Aber Tom wird bald klar, dass nicht alle Personen, die er kennenlernt, auch Gutes im Sinn haben: Da ist der skrupellose Professor Blackburn, der ihn bei jeder Gelegenheit schikaniert, der brutale Karl, der Rache an ihm üben will, oder der manipulative Dalton, der ihm seine Mutter genommen hat. Jede einzelne Figur ist aber so durchdacht und gut aufgebaut, dass keine auch nur ansatzweise überflüssig oder eindimensional wirkt.

Der erste "Insignia"-Band besitzt vielleicht kein Übermaß an Inhalt, denn das Einführen von Tom in sein neues Leben steht die meiste Zeit über im Vordergrund, dafür wurde die Thematik wunderbar umgesetzt: Viele Dinge, die für uns noch selbstverständlich sind, werden in dieser dystopischeomputern ausgeführt - wie zum Beispiel Schule in virtuellen Klassenräumen statt in realen. Und auch die Kriege finden auf eine solche Weise statt - werden aber nicht um Länder oder aufgrund von Auseinandersetzungen geführt, sondern einzig und allein, weil zwei Konzerne ihre Macht festigen wollen. Dafür werden Jugendliche rekrutiert, die mithilfe eines Computers in ihrem Hirn zu wahren Intelligenzbestien und taktischen Kämpfern werden. Dabei ist das gesamte System zwar hoch technologisiert, wird aber so gut und einfach zu verstehen beschrieben, dass man als Leser nie Verständnisschwierigkeiten hat.

Einige Elemente des Romans erinnern durchaus etwas an "Harry Potter": Ein neues Leben; eine Gemeinschaft von jungen Menschen, in vier Häuser aufgeteilt, die einmal etwas Großes vollbringen sollen; ein furchtbarer Lehrer; ein Feind unter den Schülern - diese Ähnlichkeiten stören aber kaum, da genau wie in der genannten Reihe auch hier ein wunderbares Gefühl von Zuhause entsteht, einfach, weil man sich so wunderbar hineinversetzen kann. Möglicherweise könnte einigen die erste Hälfte zu langweilig sein, weil Tom sich im Pentagon erst einmal zurechtfinden muss und es viel um Machtspielchen geht. Spätestens ab Seite 300 jedoch beginnt das Ganze sich zu verflechten und lässt kaum noch los. Tom erhält eine große Chance, muss sich entscheiden und gerät in einen gefährlichen Strudel aus Lügen und Anschuldigungen...Das Ende besitzt keinen Cliffhanger und lässt einen so nicht in der Luft hängen, einige Stränge wurden jedoch bewusst nicht zusammengeführt. Und so bleibt dennoch ein Gefühl der Erwartung - und natürlich die Freude auf den 2. Teil namens "Vortex", der wohl allerdings leider noch ein wenig auf sich warten lassen wird.

FAZIT:
Mit "Insignia: Die Weltenspieler" ist S. J. Kincaid eine Dystopie gelungen wie ich sie noch nicht gelesen habe. Sehr technisch und kämpferisch, dabei aber nie kompliziert oder verwirrend - so soll das sein! Sowohl die Charaktere als auch die Geschichte konnten mich mitreißen und total fesseln. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und vergebe supergute 4,5 Punkte, hier aufgerundet auf 5.

  (8)
Tags: 3. weltkrieg, computer, feind, freundschaft, kampf, krieg, neuronalprozessor, pentagon   (8)

  

 

Untot - Lauf, solange du noch kannst
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(69)

127 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 50 Rezensionen

zombies, jugendbuch, bobby, zombie, schottland

Untot - Lauf, solange du noch kannst

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.12.2012
ISBN 9783551520418
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Nach der Wärme des Cafés trifft mich die Kälte wie ein Eimer Eiswasser; es ist tierisch windig und im Eingangsbereich wirbelt Schnee. Smitty bleibt kaum stehen, um zu schauen, ob sich irgendwas rührt; geduckt huscht er um die Gebäudeecke und folgt einem Weg hinten auf die Rückseite. Ich will schon hinterher, da fällt mir im Augenwinkel etwas auf und ich drehe mich um. Ich schaue zu unserem Bus herüber.
Die Tür steht offen.
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INHALT:
Als Bobby mit ihrer verhassten Klasse von einem Skiausflug zurückkommt, geschieht bei einer Pause an einem Café auf dem Rückweg etwas Seltsames: All ihre Mitschüler fallen tot um - und stehen kurz danach als Zombies wieder auf! Einzig allein Bobby, Zicke Alice, der Streber Pete und der etwas freakige Smitty bleiben übrig und müssen sich von nun an allein durchschlagen. Immer in der Gefahr, von den blutgierigen Untoten entdeckt zu werden. Und nicht einmal anderen Menschen können sie noch trauen...

MEINE MEINUNG:
Für "Untot" wurde schon im Voraus viel Werbung gemacht - und als Prolog sogar der Film "Untot in Deutschland" produziert. Da erwartet man natürlich etwas Besonderes im Zombie-Genre. Autorin Kirsty McKay setzt aber, vor allem anfangs, eher auf Klischees und die Stärken der zusammengewürfelten Gruppe aus Teenagern, wobei diese eher zu wünschen übrig lassen. Der Schreibstil ist flüssig und flott, immer wieder durchsetzt von recht witzigen Anmerkungen der Protagonistin, die ihre Geschichte im Präsens aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Beschreibungen der Umgebung und Zombies sind durchaus anschaulich, die der verschiedenen Figuren lassen jedoch arg zu wünschen übrig, weshalb man sich kein wirkliches Bild machen kann.

Bobby ist eine insgesamt recht sympathische Hauptfigur: Intelligent, gewitzt und stark. Sie ist nur selten naiv und schafft es ziemlich gut, die Gruppe voranzubringen. Manchmal wirkte mir ihre Art etwas zu konstruiert lustig, dennoch macht es die meiste Zeit über Spaß, von ihr zu lesen, da sie in gewisser Weise die einzige zurechnungsfähige Person zu sein scheint. Smitty gibt sich die meiste Zeit über total lässig und hat immer einen Spruch auf Lager, nervt aber zwischenzeitlich durch seine wenig ernste Art. Dafür greift er in den schwierigen Momenten super durch und entwickelt auch in den gefährlichsten Situationen brauchbare Pläne, was das Ganze wieder wettmacht.

Klassenkameradin Alice ist das typische blonde, naive und unfassbar dumme Mädchen, das dem Leser permanent auf die Nerven geht und keinen einzigen besonderen Beitrag leistet - anders kann man es kaum ausdrücken. Das ist nicht nur komplett klischeehaft, sondern regt nach einiger Zeit auch ziemlich auf. Sympathie? Fehlanzeige! Meiner Meinung nach hätte diese Figur auch weggelassen werden können. Pete, der sich mit vielen auskennt, nur nicht so wirklich mit menschlicher Nähe, ist zwar ebenso stereotyp, weiß aber wenigstens einiges und schafft es immer wieder, Geheimnisse zutage zu fördern. Da sonstige Charaktere nach ihrem Auftauchen immer recht schnell wieder verschwinden, ist eine Bewertung derer schwierig - dies ist aber aufgrund der Präsenz der Hauptfiguren auch nicht weiter wichtig.

Die Geschichte selbst ist nicht viel weniger klischeehaft als sonstige Zombie-Bücher oder -filme. Die Protagonisten befinden sich selbstverständlich genau dort, wo alles los geht und müssen sich dann irgendwie selbst helfen. Dabei sind sie anfangs unfassbar naiv und das obwohl sie selbst behaupten, viele solcher Filme gesehen zu haben. Natürlich wird dennoch ein gebissener Mann gepflegt, damit sie von diesem angegriffen werden können! Auch ist es ein einziges Hin und Her von Schauplätzen - erst sind sie dort, dann geht's woanders hin, dann wieder zurück - das Ganze ist nur selten besonders glaubwürdig und aufgrund der ewigen Streitereien innerhalb der Gruppe auch anfangs sehr ermüdend. Circa ab der Hälfte des Romans nimmt es jedoch endlich an Fahrt auf und die Untoten, denen die 4 begegnen, häufen sich. Ob es dabei realistisch ist, dass sie so in Gefahr sind, obwohl die früheren Menschen offensichtlich ziemlich langsam sind, sei mal dahin gestellt.

Die Jugendlichen flüchten sich gemeinsam in eine Burg, um vor den Zombies sicher zu sein - und genau dort, kommen sie der Wahrheit näher als sie je gedacht hätten. Ist der Ausbruch der Seuche Absicht gewesen oder eine mutierte Grippe? Steckt jemand dahinter, und wenn ja, wer? Immer tiefer schlittern sie hinein in eine scheinbar ausweglose Situation...Ab da wird der Roman tatsächlich spannend und die Cliffhanger am Ende der Kapitel tragen da ihr Übriges zu bei. Der Zusammenhang zwischen einem Mitglied der Truppe und dem Virus erschien mir wieder etwas zu konstruiert, dennoch sorgt dieser Aspekt für einige Enthüllungen, was die Geschichte vorantreibt. Am besten gefiel mir jedoch, dass es zwar eine winzige Liebesgeschichte gibt, diese aber in keiner Situation in den Vordergrund gedrängt wird. So soll das sein! Das Ende ist spannend, überraschend und unerwartet und hat mir trotz meiner Kritikpunkte Lust gemacht auf Band 2, der auf Englisch bereits erschienen ist. Möglicherweise erwartet uns da ja eine Steigerung!

FAZIT:
Auch wenn meine Rezension recht negativ klingt, so ist "Untot" doch kein schlechtes Buch - nur eben sehr klischeehaft. Die Charaktere sind nicht immer einfach und manchmal ziemlich anstrengend, die Ereignisse bis zur Hälfte des Romans recht langweilig. Die spannenden letzten 150 Seiten reißen das Ganze aber noch einmal raus und das Cliffhanger-Ende weckt das Interesse für den 2. Teil. Aufgrund meiner Kritikpunkte gibt es nur gute 3 Punkte von mir - ich hoffe aber auf mehr Ausschöpfung des Potenzials im nächsten Band!

  (5)
Tags: ausbruch, café, gefahr, geheimnis, seuche, untot, wissenschaftler, zombies   (8)

  

 

Rot wie das Meer
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(154)

382 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 77 Rezensionen

pferde, wasserpferde, insel, meer, liebe

Rot wie das Meer

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 430 Seiten
Erschienen bei script5, 01.11.2012
ISBN 9783839001479
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Ich sehe aus dem Fenster. Der Himmel verfärbt sich unter den Wolkenstreifen immer schneller schwarz. Weit vor uns in der Ferne leuchtet ein roter Lichtschein, wo sich Skarmouth an die Küste schmiegt, der Rest der Insel aber liegt düster und unheimlich da. Im Dunkeln kann man Wasser und Land nicht voneinander unterscheiden. Ich denke an heute Morgen, als ich mit Dove oben auf der Klippe trainiert habe. Der brennende Wind auf meinen Wangen und der Geruch der See haben mein Herz schneller schlagen lassen. Ich weiß, ich sollte schreckliche Angst vor heute Abend haben, genauso wie vor morgen und dem Tag danach, und die habe ich auch, aber ich spüre auch noch etwas anderes: ein erwartungsvolles Kribbeln.
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INHALT:
Jedes Jahr findet auf Thisby ein Pferderennen statt, bei dem hohe Wetten abgeschlossen werden und das Interesse der Allgemeinheit immer wieder aufs Neue geweckt ist - und bei dem Menschen sterben. Denn es ist kein normales Pferderennen: Es ist eines mit Capaill Uisce, Wasserpferden, die im Herbst auf der Suche nach Fleisch aus dem Ozean kommen, von Händlern eingefangen und dann trainiert werden. Sean Kendrick hat dieses gefährliche, blutige Rennen schon viermal gewonnen und es ein fünftes Mal zu schaffen ist sein größter Wunsch. Doch dann tritt Puck Connolly an, die erste Frau überhaupt. Und auch wenn sie ihr eigenes normales Pferd reitet, ist sie eindeutige Konkurrenz. Aber nach anfänglicher Skepsis beginnt Sean ihr zu vertrauen - so sehr, dass er nicht mehr sicher ist, was das Wichtigste in seinem Leben ist...

MEINE MEINUNG:
Maggie Stiefvaters Trilogie um die "Wölfe von Mercy Falls" konnte mich im Gegensatz zu vielen anderen Lesern nie begeistern. Die Geschichte von "Rot wie das Meer" ist aber so neuartig und originell, dass ich es mit der Autorin noch einmal versuchen wollte. Tatsächlich merkt man von Anfang an, dass sie hier von der Storyline her etwas ganz Besonderes geschaffen hat - auch für diejenigen, die keine Pferdenarren sind. Geschrieben ist das Ganze aus der Ich-Perspektive von Puck und Sean, wobei Puck deutlich öfter zu Wort kommt, weshalb als sie die eindeutigere und auch stärker gezeichnete Hauptperson angesehen werden kann.

Kate Connolly, Spitname Puck - weshalb, wird sich im Laufe der Handlung jeder selbst erschließen können -, lebt mit ihren zwei Brüdern gemeinsam im Haus ihrer Eltern, seit diese auf dem Ozean getötet wurden. Sie zeigt sich nach außen hin hart und unnachgiebig, fühlt sich allerdings eigentlich nur allein. Das Rennen zu gewinnen sieht sie als einzige Chance, und bei der Verfolgung ihres Ziels zeigt sie sowohl Stärke als auch Verletzlichkeit, was sie sehr sympathisch macht. Sean Kendrick ist unnahbar, einsam und nach außen hin immerzu ruhig. Seine große Liebe gilt der See und seinem Wasserpferd Corr. Mit dem Kennenlernen von Puck beginnt er einige Dinge anders zu sehen, was gut dargestellt wird, dennoch war er mir zwischenzeitlich zu kühl und die Abschnitte aus seiner Sicht zu kurz.

Nebenfiguren gibt es einige und bis zum Ende hin wusste ich bei manchen nicht, wer genau sie nun waren, weil Stiefvater viel und gern die Nachnamen nutzt, die sich irgendwann häufen. Am besten in Erinnerung blieb mir allerdings George Holly, ein Kunde von Seans Boss, der, obwohl unerfahren, doch irgendwie sehr weise wirkt, gute Ratschläge gibt und aus Sean sogar die ein oder andere Gefühlsregung herauskitzelt. Und auch Pucks Bruder Finn gefiel mir in seiner manchmal spontanen Fröhlichkeit und dann der großen Ängstlichkeit in Verbindung mit einer ihn jung erscheinen lassenden Psychose. Auch einige andere Figuren treiben die Handlung gut voran und machen den Roman lebendig, Charaktere wie Pucks anderer und älterer Bruder Gabe wirken allerdings manchmal etwas zu blass.

Wie schon in ihrer vorhergegangenen Reihe spielen auch in diesem Buch der Autorin magische Tiere eine große Rolle - diese sind allerdings weitaus gefährlicher mit ihren spitzen Reißzähne, der unglaublichen Schnelligkeit und dem Hunger nach frischem Fleisch. Nicht all meine Fragen wurden bezüglich dieser Tiere aufgeklärt, beispielsweise wie sie unter Wasser atmen, wo sie leben und wie es ihnen gelingt, zu schwimmen; dennoch geben sie ein faszinierendes Bild ab. Auch wenn ich kein Pferde-Fan bin gefielen mir die Beschreibungen der Ausritte, der Trainings und der großen Liebe, die Puck und Sean ihren jeweiligen Pferden gegenüber zeigen, doch sehr. Die Beschreibungen sind wunderschön, laden zum Träumen ein oder lassen schockiert zurück, so, wie es gerade für Stimmung und Atmosphäre erforderlich ist.

Allerdings ist auch hier Stiefvaters Schreibe für meinen Geschmack zu langsam und zu ruhig. Es dauert lange, bis Puck sich überhaupt entschließt, am Rennen teilzunehmen, noch einmal lange, bis sie richtig zu trainieren beginnt und dann noch einmal eine kleine Ewigkeit, bis Sean und sie sich zu vertrauen beginnen. Dazwischen war ich mehrmals arg gelangweilt, was auch der Grund dafür ist, dass ich für den Roman fast 2 Wochen gebraucht habe. Auch die Gefühle der Protagonisten sind viel zu spärlich gesät, vor allem zueinander, plötzlich sind sie da nach ein paar Treffen und schon wollen die beiden sich füreinander ändern - von großen Emotionen habe ich da leider nicht viel gespürt. Dennoch wird an einigen Stellen Spannung aufgebaut, die ein wenig über die langatmigen Stellen hinwegtäuscht, und besonders das Rennen zum Ende hin mit dem darauffolgenden sehr durchdachten Schluss kann vollständig überzeugen. Nur reichten diese 30 Seiten nicht aus, um mich die Langeweile im Mittelteil vergessen zu lassen...

FAZIT:
"Rot wie das Meer" war für meinen Geschmack, wie schon die vorherige Trilogie der Autorin, einfach zu ruhig und langsam, die Gefühle der Hauptcharaktere an vielen Stellen zu wenig spürbar. Die phantastischen Wasserpferde und die Idee haben durchaus ihren Reiz, dennoch konnte mich das Ganze nicht vollkommen überzeugen. Für Fans von Maggie Stiefvater aber mit großer Sicherheit das Richtige! [Noch] 3,5 Punkte.

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Tags: blut, capaill uisce, rennen, tod, wasserpferde   (5)

  

 

Die letzte Dämmerung
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(11)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

mitch, labor, jenna, dystopie, amerika

Die letzte Dämmerung

Ellen Connor , Maike Claußnitzer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 19.11.2012
ISBN 9783442268924
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Sie wandte ihnen allen den Rücken zu. Sie konnte nicht darüber nachdenken, Tru und Chris die Entscheidung zu überlassen, ob sie Penny und Ange töten würden, weil die Alternative einfach zu abstoßend war. Sie verabschiedete sich am Ende auch nicht von ihnen, weil sie daran festhalten musste, dass sie zurückkehren würden.
Mason ging voran, und sie folgte ihm hinaus in die eisige Hölle.
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INHALT:
Die Zivilisation der gesamten Welt ist kollabiert, doch Jenna Barcley hat immer darauf vertraut, dass ihre Stadt von dem Umbruch verschont werden würde. Dann jedoch steht Ex-Soldat John Mason vor ihrer Tür - und entführt sie kurzerhand, um das Versprechen zu halten, das er einst ihrem Vater gab: Sie zu retten, sollte das Ende nahe sein. Nach kurzer Zeit entsteht zwischen den beiden eine gewisse Spannung und Gefühle füreinander können sie nicht verbergen. Draußen in der Wildnis jedoch lauert Schreckliches und die beiden haben alle Hände voll zu tun, um ihr Überleben zu sichern...

MEINE MEINUNG:
Gemeinsam haben die Autorinnen Ann Agguire und Carrie Lofty nun als Ellen Connor den 1. Band ihrer Endzeit-Dystopien-Trilogie, "Die letzte Dämmerung", vorgelegt, die sich von anderen Reihen des Genres besonders in einem Punkt abgrenzt: Sie ist für Erwachsene, nicht für Jugendliche. Dementsprechend derb ist die Ausdrucksweise zwischenzeitlich, dementsprechend brutal werden die Geschehnisse manchmal auch. Dennoch ist der Schreibstil angenehm und flüssig zu lesen und die verschiedenen Perspektiven - Jenna, Mason und zwischenzeitlich auch die Weggefährten Chris und Tru - lassen sich gut voneinander unterscheiden.

Jenna ist anfangs eine recht verbitterte Frau, denn ihr ganzes Leben musste sie allein für ihre zerbrechliche Mutter sorgen, die immer ihrem Vater nachweinte, der sich lieber als Prophet in den Wäldern versteckte und das Ende der Welt verkündete. Sie ist sehr stark und oft dickköpfig, aber sie besitzt auch eine verletzliche Seite, die verzweifelt nach Liebe und Zuneigung giert. Der attraktive Ex-Soldat John Mason ist noch ein Stück rauer: Gewaltbereit und geradezu grob, aber auch sorgenvoll und beschützend. Erst mit Jenna lässt er Gefühle zu und wird so im Laufe der Handlung weicher, was sehr schön dargestellt ist.

Auch die übrigen Figuren wissen im Großen und Ganzen zu überzeugen. Tru ist ein 15jähriger Rebell mit trotziger und aufmüpfiger Art, der zwar ein klischeehaft gutes und starkes Herz hat, dem Leser aber durchaus sympathisch ist. Die kleine Penny scheint die meiste Zeit über traumatisiert, spricht und tut wenig, weswegen sie nicht leicht einzuschätzen ist - besonders wegen ihrer unheimlichen Gabe, vieles vorauszusagen. Und dann sind da noch der Wissenschaftler Chris, der sich verzweifelt an seine Theorien klammert, sowie Ange, Pennys Mutter, die für Jenna zu einer guten Freundin wird. Beide empfand ich als etwas blass, dennoch fällt dies nicht gravierend ins Gewicht.

Die Geschichte selbst ist durchdacht und spannend, weist allerdings zwischenzeitlich Ähnlichkeiten zu anderen Dystopien auf: Beispielsweise gibt es auch hier Menschen, die sich in Bestien verwandeln [ob nun vom Körper oder von der Psyche her] und die Überlebenden immer wieder angreifen. Diese Aspekte trüben aber nicht das Lesevergnügen, das sich durch die vielen verschiedenen Charaktere und durch die fesselnde Storyline ergibt. Denn gefährlich wird es nicht nur durch die Monster im Wald, sondern auch durch die eisige Kälte, die den Menschen bald zu schaffen macht. Klar, dass da einige Probleme auftauchen - und sich ein paar davon auch nicht ohne Opfer lösen lassen...

Eine dieser Schwierigkeiten wurde mir aber arg zu einfach gelöst: Nämlich die Situation, nachdem Jenna gebissen wurde. Die Geschehnisse hier waren mir definitiv zu vorhersehbar und unglaubwürdig - eine Alternative hätte ich besser gefunden. Und auch die Beziehung von Mason und Jenna konnte mir nicht komplett zusagen. Zwar passen die beiden zusammen und die Chemie stimmt, dennoch schien mir das Ganze zu sehr auf Sex und Verlangen ausgelegt. Und wenn der erotische Anteil dann auch noch so derb beschrieben wird wie hier, vergeht einem zwischenzeitlich der Spaß. Dennoch machen die Spannung und einige unerwartete Wendungen dies fast wieder wett, sodass ich sehr gespannt bin auf Band 2, der im Juli 2013 erscheinen wird.

FAZIT:
"Die letzte Dämmerung" ist eine sehr spannende und etwas brutale Dystopie für Erwachsene, die fesselt, aber auch Kritikpunkte aufweist: Zum Beispiel die etwas blassen Nebencharaktere sowie die für meinen Geschmack zu gewaltsame und eher von Lust angetriebene Beziehung der Hauptcharaktere. Mal sehen, wie es mit der Welt weitergeht in Teil 2, "Die letzte Zuflucht", der im Juli 2013 erscheint. Knappte 4 Punkte!

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Tags: bestien, dystopie, ende der welt, gefahr, kälte, leidenschaft, monster, umbruch, winter   (9)

  

 

Frostzauber
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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, fantasy, winter, anthologie, magie

Frostzauber

Tanja Heitmann
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.12.2012
ISBN 9783499216640
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Er setzte sich an den Tisch, zu dem Spielbrett ohne Spieler, und dachte das Wort "Weihnachten" und wollte ein böses, bitteres Lachen lachen, aber dann legte er nur den Kopf auf die Arme und lauschte einmal mehr der Stille. Wenn ich ein einsames Mädchen wäre, dachte er, würde ich heulen, aber ich bin ein einsamer Mann, und einsame Männer heulen nicht.
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KLAPPENTEXT:
Marja findet in einer traurigen Silvesternacht den Weg in den Cirque Indigo, ein Spieleentwickler begegnet an Weihnachten einer Elfe und Hannah muss ihren Geliebten mit ihren Tränen erlösen - diese Geschichten und weitere erzählen von magischen Begebenheiten und großer Romantik in der eisigen Winterzeit. Antonia Michaelis, Mechthild Gläser, Jennifer Benkau und drei weitere Autorinnen entführen in wunderschöne, verwirrende und lebendige Welten, denen man so schnell eigentlich gar nicht wieder entfliehen möchte...

MEINE MEINUNG:
Wie schon letztes Jahr gibt es auch in diesem Winter eine Anthologie mit Kurzgeschichten verschiedener bekannter deutscher Autoren, herausgegeben von Tanja Heitmann. Dabei ist es nicht nur faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Texte sind, sondern wie sehr sich auch die Stile voneinander unterscheiden: Gesa Schwartz mit detailverliebten, zauberhaften Beschreibungen, Tanja Heitmann mit einer eher ruhigen Art und Antonia Michaelis eindringlich wie gewohnt. So ist jede Geschichte eine ganz Eigene für sich allein, denn keine ähnelt der anderen auch nur im entferntesten.

Egal ob man Kurzgeschichten-Fan ist oder nicht, probieren sollte man es mit diesem Werk zumindest. Denn zwar überzeugt nicht jeder der Texte gleichermaßen, eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sind perfekt, um sich an einem kalten Tag mit einem Kakao in eine warme Decke kuscheln. Nicht jede der Geschichten geht so aus, wie man das erwarten würde und das macht das Besondere, das Spannende aus. Wenn Lesla sich selbst zu akzeptieren beginnt und ihre große Liebe findet, ist das ein schönes Gefühl, ebenso es faszinierend ist Marja bei ihrem Besuch im Cirque Indigo zu begleiten. Die Ideen sind einzigartig und überzeugen besonders in Sachen Gefühl - und genau das ist ja auch das Aushängeschild der Anthologie. Denn selbst wenn die Romantik nicht immer komplett mitreißend ist, so ist es doch zumindest die Story.

Besonders begeistern konnte mich einmal wieder Antonia Michaelis mit "Preußischblau" - so intensiv, so besonders und so schockierend-schön kann wahrscheinlich nur sie schreiben. Jennifer Benkau überrascht mit einer interessanten Auflösung, die es mir angetan hat, Mechthild Gläser mit der wunderschönen Beziehung der beiden Charaktere und die mir bisher unbekannte Lilach Mer mit einem zauberhaften Ausflug auf ein Trapez im Zirkus. Manchmal ging mir die Entwicklung der Gefühle, auch wenn es sich um Kurzprosa handelt, zu schnell, wie bei "Unter dem Frosthauch" von Tanja Heitmann oder es wurde mir zwischenzeitlich etwas zu verwirrend wie bei Gesa Schwartz' "Jenseits des Lichts" - insgesamt ist das ganze Werk jedoch fast durchgehend fesselnd und macht Lust auf eine weitere, hoffentlich ebenfalls wieder nächsten Winter erscheinende, Anthologie.

FAZIT:
"Frostzauber", eine Sammlung von Kurzgeschichten talentierter deutscher Autoren, ist ein schönes Buch für zwischendurch und weiß mit der Romantik und den wunderbaren Ideen durchaus zu begeistern. Über kleine Kritikpunkte kann ich da guten Gewissens hinwegsehen, zumal diese nicht wirklich arg stören. 4 verdiente Punkte!

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Tags: anthologie, einsamkeit, fee, liebe, magisch, schnee, winter   (7)

  

 

Die Prophezeiung der Seraphim
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88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

engel, seraphim, frankreich, erzengel, flucht

Die Prophezeiung der Seraphim

Mascha Vassena
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.10.2012
ISBN 9783453267497
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

"Meine Pflegeeltern wollten, dass ich gegen Cal kämpfe. Ich bin sicher, dass auch Rhea das wollte. Es war ihr Plan, dass ich und mein Bruder unseren Vater aufhalten." Sie biss sich auf die Unterlippe. "Wenn ich nur wüsste, wo er steckt!"
"Eigentlich wollte ich dir das nicht erzählen", sagte Nicolas nach einer Weile, "aber wie es scheint, haben wir gerade beschlossen, den Erzengel herauszufordern. Wenn ich dich nicht davon abhalten kann, kannst du es ebenso gut erfahren: Seit einiger Zeit hat meine Mutter einen Gast, einen Jungen, der Ruben heißt. Er trägt das gleiche Amulett wie du."
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INHALT:
Julie hat zwar schon immer gewusst, dass sie anders ist - immerhin kann sie mit ihrer Katze sprechen -, aber was sie an ihrem Geburtstag erfährt stellt dennoch ihre ganze Welt auf den Kopf: Ihre Eltern sind nicht wirklich ihre Eltern, sie hat magische Kräfte, einen Zwillingsbruder und ihr Vater, ein Engel, will sie für seine Zwecke benutzen. Als wäre das nicht schon genug, muss sie gemeinsam mit ihrem Kindheitsfreund Fédéric und dem arroganten Nicolas fliehen. Unterwegs ist die Gruppe nicht nur allerlei Gefahren ausgesetzt - bald findet sich Julie auch noch in einem verwirrenden Liebeschaos wieder. Und ganz nebenbei muss sie irgendwie einen Weg finden, ihren Vater zu besiegen...

MEINE MEINUNG:
Mascha Vassena versucht mit "Die Prophezeiung der Seraphim" in Sachen Engel auf neuen Wegen zu wandeln. In vielerlei Hinsicht anders ist die Geschichte in der Tat auch - nur über einige Mängel kann dieser Aspekt nicht hinwegtäuschen. Erzählt wird der Roman hauptsächlich aus der personalen Sicht von Julie, zwischenzeitlich wird sie auch von ihrem Zwillingsbruder Ruben abgelöst. Der Schreibstil ist dabei jugendlich und meistens flüssig, wirkt aber manchmal etwas gestelzt und aufgesetzt. Dass das Werk ein historisches Setting besitzt, wird kaum deutlich - nur in den Jahreszahlen an den Kapitelanfängen und manchen Ortsbeschreibungen. Hier hätte ich mir durchaus etwas mehr gewünscht, zumal auf der einen Seite der damaligen Zeit angepasste Ausrufe und dann gleichzeitig Worte wie "Arsch" oder "Scheiße" verwendet werden.

Protagonistin Julie ist für ihre 15 Jahre ein durchaus recht reifes und cleveres Mädchen, das sich normalerweise nichts vorschreiben lässt. Natürlich ist sie auch ängstlich und verletzlich, oftmals schafft sie es aber, auf sich selbst oder andere aufzupassen. Ihre Art ist oft sorgenvoll, manchmal allerdings verfällt sie in ein Muster und wird zickig und aufmüpfig - dies gehört allerdings wohl einfach dazu. Ihr Bruder Ruben konnte mich eher weniger überzeugen. Trotz seiner schweren Kindheit scheint er kein Stück erwachsen zu werden. Stattdessen lässt er sich manipulieren und immer wieder belügen, ist albern, kindisch und furchtbar naiv. Das nahm schließlich so überhand, dass ich nur noch genervt war, was nie eine gute Ausgangslage ist. Zwar wird seine geringe Weitsicht auch von den anderen Charakteren des Öfteren angemerkt, dennoch war mir das irgendwann doch zu viel des Guten.

Julies bester Freund Fédéric dagegen ist ein sympathischer Junge mit Witz und Charme. Seine Art ist freundlich und gutmütig, besonders aber merkt man von Anfang an, wie viel ihm an dem Mädchen liegt. Sein Verhalten ist zwischendurch aber auch ein wenig kindlich, was nicht ganz mit den Bartstoppeln zusammenpasst, die gegen Ende erwähnt werden - besonders, wenn er sich mit dem reichen Grafensohn Nicolas Wortgefechte um Julies Gunst liefert. Mit letzterem wurde ich wieder gar nicht warm - zu arrogant, zu unnahbar. Das mag aber auch daran liegen, dass ich mir schnell meinen Favoriten gesucht habe. Die übrigen Charaktere, besonders die auf der bösen Seite, sind hauptsächlich eindimensional, vor allem Erzengel Cal, der nur grausam und skrupellos ist. Eine Ausnahme bildet da die Comtesse, bei der Ruben zeitweilig unterkommt. Sie versteht sich herrlich im Manipulieren und ist wunderbar undurchschaubar, was frischen Wind mitbringt.

Interessant an der Geschichte ist, dass die Engel hier keine typischen Engel sind, sondern viel mehr etwas wie Dämonen - und ohne Flügel. Julies und Rubens Vater will eine alte Prophezeiung wahr machen und seine Flügel und Macht zurückerhalten, um die Menschen zu unterwerfen. Um dies zu verhindern machen es sich die Jugendlichen zum Ziel, ihn aufzuhalten. Immer mit von der Partie ist Wächterkatze Songe, die gleichzeitig schlau und liebenswürdig ist. Der Spannungsbogen jedoch steigt nur selten in die Höhe und bleibt die meiste Zeit auf einem eher mittelmäßigen Niveau: Denn die Reise der Freunde ist nicht wirklich fesselnd, wird nur selten von vereinzelten Kampfszenen unterbrochen und besteht hauptsächlich aus den Streitereien der Jungen um Julie - was irgendwann arg ermüdend wird.

Sowieso lässt die Liebesgeschichte eher zu wünschen übrig. Julie findet Nicolas anziehend, aber Fédéric irgendwie auch, dann küsst sie den und dann den...Für mich war das Ganze leider nicht fühlbar, was den Romantikanteil in meinen Augen recht überflüssig machte. Im letzten Drittel wird dafür die Geschichte endlich spannender, denn durch einen freundlichen Helfer gibt es eine Chance, den Erzengel zu besiegen. Einige Hindernisse stellen sich der Gruppe in den Weg und diese werden überraschen authentisch nicht immer ohne Verluste überwunden. Zum Schluss gibt es ein paar kleine Auflösungen, die aber nicht groß überraschend sind. Dafür erwartet den Leser ein wirklich gut beschriebener und mitreißender Showdown, der in ein ruhiges Ende ohne große Entscheidungen mündet. So stellt es zufrieden - bleibt aber wohl nicht lange im Gedächtnis.

FAZIT:
Mascha Vassena gibt sich mit ihrem Roman "Die Prophezeiung der Seraphim" große Mühe, die Engel neu darzustellen. Das gelingt ihr auch in Ansätzen, allerdings scheitert sie am Spannungsbogen und an den Charakteren. Das Ganze wirkt die meiste Zeit etwas unausgegoren und eher wenig fesselnd, was auch der spannende Schluss nicht ändern kann. So bleibt es bei 3 Punkten - Potenzial ist aber da!

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Tags: cherubim, engel, erzengel, flucht, gefahr, seraphim, wächterkatze   (7)

  

 

Der Sommer, der nur uns gehörte
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freundschaft, erste liebe, liebe, gefühle, krebs

Der Sommer, der nur uns gehörte

Birgitt Kollmann , Jenny Han
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240100
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Dylan und Gray
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liebe, erste liebe, dylan, katie kacvinsky, gray

Dylan und Gray

Katie Kacvinsky , Ulrike Nolte
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Boje, 21.09.2012
ISBN 9783414820792
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Der letzte Engel
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engel, flügel, fantasy, familie, bruderschaft

Der letzte Engel

Zoran Drvenkar
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.10.2012
ISBN 9783570154595
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Tags: bruderschaft, engel, familie, flügel, freundschaft, geheimnis, grafin, mord, prophezeiung, tod, verderben, zar   (12)

  

 

Unberührbar - Die Blutgabe
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red, vampire, blue, cedric, schottland

Unberührbar - Die Blutgabe

Franka Rubus
Flexibler Einband: 491 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.05.2012
ISBN 9783746627847
Genre: Science-Fiction & Fantasy

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