Kittyzer

Kittyzers Bibliothek

241 Bücher, 122 Rezensionen

Zu Kittyzers Profil
Filtern nach
7 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



Mein Sommer nebenan
LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

120 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

liebe, unfall

Mein Sommer nebenan

Huntley Fitzpatrick , Anja Galic
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 15.04.2013
ISBN 9783570155721
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Der Kombi von Mrs Garrett kommt hinter dem Motorrad zum Stehen und zwei rotgesichtige und zerzauste Kinder klettern heraus, von denen ich annehme, dass es Duff und Andy sind. Ihren Rettungswesten nach zu urteilen, kommen sie gerade vom Segelkurs.

George und Harry, meine treuen Fans, erzählen ihrer Mutter begeistert, "was Sailor Moon alles kann", während Patsy sofort in Tränen ausbricht, anklagend mit dem Finger auf die Brüste ihrer Mutter zeigt und "Titi" jammert.

"Tja, das war ihr erstes Wort." Mrs Garrett nimmt sie mir ab, ohne sich daran zu stören, dass Patsys Badehöschen klitschnass ist. "Bis jetzt habe ich es aber noch nicht in ihr Babytagebuch eingetragen."

--

INHALT:

Zehn Jahre schon lebt die Großfamilie Garrett neben der von Samantha, doch nie hat sie mit ihnen Kontakt gepflegt - denn ihre Mutter verabscheut alles, was mit ihnen zusammenhängt: Chaos, Lautstärke, Fröhlichkeit. Doch dann steht auf einmal Jase Garrett auf Samanthas Balkon und lädt sie ein, dazu zu gehören. Die beiden verlieben sich mit Haut und Haaren ineinander, allen Widrigkeiten zum Trotz. Doch dann passiert etwas Schreckliches und Samantha muss sich entscheiden zwischen ihrer Familie und seiner...

MEINE MEINUNG:

Huntley Fitzpatricks Debütroman "Mein Sommer nebenan" deutet schon mit dem sommerlichen Cover eine warme, herzergreifende Geschichte hin, und genau dieses Versprechen wird auch gehalten. Erzählt wird das Ganze im Präsens aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und jugendlich, wirkt aber nie aufgesetzt, sondern besitzt eine perfekte Balance aus Teenager-Sprache und schönen Beschreibungen. Letztere sorgen mit den toll dargestellten Details für ein angenehmes Gefühl des Dabei-Seins.

Samantha ist von Anfang an eine Hauptfigur, mit der man sich durch und durch identifizieren kann. Einerseits steht sie unter der Fuchtel ihrer Mutter und fühlt sich in ihrer Rolle als braves Töchterchen gefangen, andererseits sucht sie ihre Freiheit und möchte das Leben genießen. Ihre innere Zerrissenheit ist glaubwürdig und mit ihren Ecken und Kanten wirkt sie sehr menschlich. Jase Garrett ist von Anfang an der Herzensbrecher schlechthin; seinem Charme kann sich wohl keine Leserin entziehen. Er hat eine ruhige, besonnene, nachdenkliche Art, kann aber auch leidenschaftlich und wahnsinnig liebevoll sein. Er ist nicht perfekt - aber definitiv ein echtes Zuckerstück.

Sams Mutter Grace dagegen ist, seit sie mit ihren Töchtern sitzen gelassen worden ist, eine Perfektionistin durch und durch; ihre kühle, beherrschte und strenge Art machen sie nicht unbedingt sympathisch. Trotzdem bringt man auch ein gewisses Verständnis auf, weil sie eben nicht wirklich schlecht ist. Vor allem ins Herz schließt man aber definitiv die sonstigen Garrett'schen Kinder: Den knuddeligen George mit seinem Hang zu gruseligen Geschichten; die junge, verliebte Andy; den coolen Rocker Joel - sie alle bringen den Leser immer wieder zum Lachen und machen das Buch so besonders. Aber auch Figuren wie Sams ältester Freund Tim, der wieder auf den rechten Weg zurück finden muss, oder ihre von Neid geplagte beste Freundin Nan sorgen dafür, dass es nie langweilig wird.

"Mein Sommer nebenan" ist, wie schon der Titel deutlich macht, ein Sommerbuch, aber meiner Meinung nach kann es immer gelesen werden - denn ob es nun kalt draußen ist oder warm, die Glücksgefühle, die es auslöst, bleiben doch die gleichen. Die Liebesgeschichte zwischen Samantha und Jase geht weder langsam noch schnell, ist dabei aber perfekt und wunderbar romantisch, ohne je kitschig zu werden. Die Beiden passen klasse zueinander, und als Leser kann man gar nicht anders, als das ein oder andere Mal verträumt zu seufzen. Sie geben sich gegenseitig Halt und beseitigen auch größere Probleme, wobei besonders die Familie der Garretts immer wieder eine Hilfe ist.

Ein wenig Drama zum Ende hin bleibt nicht aus, dieses geht aber sehr viel tiefer, als man das anfangs vermuten würde, und artet in einen nachdenklich stimmenden, schweren Gewissenskonflikt vonseiten der Protagonistin aus - und man selbst fragt sich: Was würde ich in einer solchen Situation tun? Die Autorin geht dabei feinfühlig vor und löst das Problem angemessen, wobei sie nicht zu sentimental wird oder gar übertreibt. Die gesamte Zeit über wird die Spannung aufrecht erhalten, sodass man sich bis zum toll abschließenden, froh zurücklassenden Ende absolut nicht losreißen kann. Und auch danach wird man in der schönen Geschichte von Samantha und Jase sicherlich noch eine Weile gefangen sein.

FAZIT:

Huntley Fitzpatrick ist mit "Mein Sommer nebenan" definitiv ein romantisches, berührendes, glücklich machendes Wohlfühl-Sommerbuch gelungen. Hier kann man mitfiebern, mitlachen, mitfühlen und mitzittern, weil die Charaktere und die Geschichte einem so nahe gehen. Meine absolute Empfehlung und sehr verdiente 5 Punkte!

  (7)
Tags:  

  

 

Meltworld Shanghai
LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

shanghai, dämon, schatten, fantasy, hannah

Meltworld Shanghai

Matthias Matting
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.11.2012
ISBN 9781481072113
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Zeit schien stillzustehen. Hiro kam es vor, als schwebe der Tiger in der Luft und er selbst warte gelähmt auf die Erfüllung seines Schicksals. Er sah Hannah auf seinem Bett sitzen. Wann würde sie merken, dass er nicht in seinen menschlichen Körper zurückkehrte? Sie hatten für diesen Fall nichts abgesprochen. Hiro wünschte sich, dass sie vor Einbruch der Dunkelheit einfach das Zimmer verlassen und nie wieder zurückkehren möge.
--

INHALT:
Gegen ihren Willen ist Hannah mit ihrer Familie von Deutschland nach Shanghai gezogen - einem vollen, lauten Ort, in dem sie niemanden kennt. Nur mit Mühe beginnt sie sich einzuleben, wobei ihr ihr Job in einer Bibliothek hilft. Doch dann bemerkt sie seltsame Vorgänge: Die Schatten in der Stadt scheinen verkürzt zu sein, schwarze Schmetterlinge zerfallen im Sonnenlicht und einige Gegenstände besitzen eine düstere Aura. Als sie dem jungen Hiro begegnet, erfährt sie, dass sie sich all das nicht einbildet. Und dass sie eine entscheidende Rolle dabei spielt, es wieder rückgängig zu machen...

MEINE MEINUNG:
Matthias Mattings Roman "Meltworld Shanghai" ist selbst verlegt und verzaubert dennoch mit einer wunderschönen Aufmachung, die das Interesse weckt. Noch dazu kommt ein Klappentext, der etwas völlig Neues verspricht: Nämlich eine Geschichte, die in Shanghai spielt. Der Autor bedient sich dabei insgesamt 8 verschiedener Sichten, die alle mehr oder weniger oft zu Wort kommen und sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Der Schreibstil ist recht angenehm, wirkt zwischenzeitlich durch kurze Sätze allerdings etwas abgehackt. Außerdem verändert sich die Art und Weise des Ausdrucks in den verschiedenen Sichten nicht grundlegend, weswegen es gut ist, dass die personale Sicht gewählt wurde, durch die man immer weiß, wer gerade erzählt.

Hannah ist die Protagonistin des Buches und zeichnet sich von Anfang an durch einige Reife im Gegensatz zu anderen Mädchen ihres Alter aus. Zwar ist sie auf den ersten Seiten etwas trotzig, weil sie in ein anderes Land ziehen musste, mit der Zeit beginnt sie aber, ihre Liebe für dieses zu entdecken. Sie ist sehr willensstark, dabei eher ruhig und dennoch sehr sympathisch. Hiro ist ein Dämon mit einer bestimmten Aufgabe und hat in seinem Leben noch nicht viel Gutes vollbracht. Nach der Begegnung mit Hannah beginnt er sich jedoch zu verändern und bemerkt, welche Freuden das Leben haben kann. Seine Wandlung vom kalten Wesen aus der Untenwelt zum zärtlichen Menschen ging mir allerdings etwas zu schnell, weswegen ich ihn nicht immer komplett ernst nehmen konnte.

Die übrigen Figuren kommen nur arg sporadisch vor und bleiben daher überwiegend blass und eindimensional, besonders Hannahs Familie, über die man so gut wie gar nichts erfährt. Ihre Arbeitskollegin Bao wird einige Male erwähnt, allerdings mehr oder weniger nur benutzt, um an Informationen zu kommen und taucht danach nur noch am Rande auf, was ich sehr schade fand. Einzig der ehemalige Mafiaboss Zhao Weng konnte mich überzeugen, weil er nicht der typische Böse ist, sondern mit einigen seiner Handlungen sowie Eigenschaften zu überraschen weiß und den Leser so für sich einnehmen kann.

Die Story selbst ist neuartig und spannend: Die Dinge verändern sich, Schatten werden kürzer und Menschen fallen auf offener Straße übereinander her, wovon Hannah auch auf ihrem Facebook-Account berichtet. Besonders klasse ist hier, dass Hannah bei der Social Network-Plattform sowie die im Buch eingebauten Links im Internet zu finden sind. Der Roman hat eine spannende, düstere und leicht mysteriöse Atmosphäre, der es schnell gelingt, den Leser in den Bann zu ziehen. Gemeinsam mit Hannah und Hiro macht man sich auf die Suche nach dem Ursprung des Bösen und lernt dabei viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennen, die allerdings oft nur kurz auftauchen. Bei einer Figur weiß man bis kurz vor Ende auch nicht die genaue Rolle, was dann wunderbar gelöst wird und so einen schönen Aha!-Effekt auslöst.

Einige Dinge löst Matthias Matting für die Figuren allerdings viel zu einfach: Beispielsweise, dass Hannahs Kollegin Bao zufällig die Enkelin einer Frau ist, die den beiden jungen Menschen mit Informationen weiterhelfen kann - und sogar jemanden kennt, der eine direkte Verbindung zum Fadenzieher des Bösen ist. Oder dass die kleinen Helfer im Hintergrund immer zum perfekten Zeitpunkt zu Stelle sind. Dies erschien mir im Laufe der Handlung doch relativ unlogisch. Außerdem wird gern von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit gesprungen, wodurch manche Ereignisse schon passiert sind, bevor sie der betreffende Charakter noch einmal aus seiner Sicht schildert, was zwischenzeitlich etwas ermüdend ist. Das Finale und der damit verbundene Schluss sind jedoch so fesselnd und schlüssig geschrieben, dass sie einiges wieder wettmachen und den Leser letztendlich zufrieden zurücklassen.

FAZIT:
"Meltworld Shanghai" ist ein von Autor Matthias Matting selbstverlegter Fantasy-Roman, überrascht aber mit perfekter Rechtschreibung, einer tollen Aufmachung sowie einer interessanten Geschichte, die ich so bisher noch nicht gelesen habe. Das Werk ist spannend, einige Figuren blieben mir jedoch zu blass und Probleme wurden mir zu einfach gelöst. Für Leser, die auf der Suche nach etwas Neuem sind, aber durchaus sehr empfehlenswert! Sehr gute 3,5 Punkte.

  (8)
Tags: drache, dämon, düster, fantasy, katze, liebe, obenwelt, schatten, schmetterling, totenrufer, untenwelt   (11)

  

 

Memento - Die Überlebenden
LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

220 Bibliotheken, 1 Leser, 9 Gruppen, 31 Rezensionen

dystopie, kapitol, endzeit, verschmelzungen, kuppel

Memento - Die Überlebenden

Julianna Baggott , Axel Merz
Fester Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 12.03.2012
ISBN 9783833901133
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Sie versucht zu spucken. Sie spürt Wind im Haar. Sie hört den Motor. Sie blickt auf und sieht die Pritsche des Trucks. Sie sind gekommen, um sie zu holen. Sie weiß, dass sie verloren hat.
--

INHALT:
In nicht allzu ferner Zukunft: Bomben haben alles zerstört, Leid und Elend herrschen in den Straßen. Die Menschen haben fast alles verloren, sind verkrüppelt und leben in Armut. Auch Pressia ist eine dieser Überlebenden und muss sich um ihren Großvater kümmern. Um nicht ins Militär eingezogen zu werden, versteckt sie sich und flieht gemeinsam mit Bradwell - und Partridge. Letzterer ist ein Reiner, geflohen aus dem Kapitol, das über allem thront, in das einige Einwohner vor dem Angriff gebracht wurden und mit dem eine bessere Menschheit begründet werden soll. Partridge hat erkannt, dass nicht alles ist wie es scheint und will herausfinden, was wirklich los ist. Doch dann wird Pressia gefasst und er und Bradwell müssen sich auf die gefährliche Suche nach ihr begeben...

BUCHAUFMACHUNG:
Die Gestaltung des deutschen Covers wurde von den englischsprachigen übernommen und sieht wirklich toll aus mit der leicht bräunlich schimmernden Kuppel auf schwarzem Hintergrund, vor der ein blauer Schmetterling schwebt. Auf der Rückseite ist dasselbe Motiv, nur mit einem auf dem Rücken liegenden Metall-Schmetterling. Insgesamt wirkt das der geheimnisvoll und ansprechend.

MEINE MEINUNG:
"Memento" klang einmal nach etwas wirklich anderem, etwas Frischem. Die positiven Rezensionen machten mir richtig Lust darauf, schließlich ist vieles mittlerweile ja Mainstream. Das Buch ist tatsächlich nicht 08/15 - das heißt aber nicht, dass es sonderlich gut ist...

Die Geschichte beginnt unglaublich langsam und zäh, geht langsam und zäh weiter und endet langsam und zäh. Während mich die Idee selbst faszinierte, war ich ob der Umsetzung doch recht schnell ernüchtert. Von Anfang ist der Schreibstil kalt und unpersönlich, die Emotionen kommen durch die abgehackten Sätze nicht rüber. Es erscheint, als habe die Autorin das Sprichwort "show, don't tell" falsch verstanden, denn sie macht es genau umgekehrt, weshalb sie mich so gar nicht fesseln konnte. Langeweile griff schon nach den ersten Seiten auf mich über und ließ mich auch nicht mehr los - auch wenn das Buch aus verschiedenen Sichten in der 3. Person Singular verfasst ist.

Auch die Charakterisierungen ließen meiner Meinung nach eher zu wünschen übrig. Pressia ist ein junges Mädchen, das erst für den Großvater sorgen muss und sich kurz darauf in Gefangenschaft der Militäreinheit OSR wiederfindet. Ihr Leben ist nicht einfach, aber ihr Schicksal ging mir zu keiner Zeit nahe, dafür ist sie viel zu abweisend. Aus Bradwells Sicht liest man zwar nicht, er erschien aber immerhin noch relativ interessant, ist er doch eher aufbrausend und ein Einzelgänger, gleichzeitig aber auch hilfsbereit. Trotzdem haute auch er mich nicht um.

Partridge, der Reine aus dem Kapitol, ist der blasseste Charakter im ganzen Buch, hat keine nennenswerten Züge, sondern ist einfach nur auf der Suche nach seiner Mutter und nach der Wahrheit. Seine Neugier ist sicherlich voranbringend, von Emotionen her ist da aber nichts. Lyda, ein Mädchen im Kapitol, das kurz nach seiner Flucht in Einzelhaft gesteckt wird, ist ebenso nichtssagend und fällt einzig und allein durch Handlungen auf. Gelungen fand ich nur El Capitán, Soldat und Ausbilder, der selbst einige Male erzählt und dabei recht interessant wirkt. Bei ihm war ich noch am meisten gefesselt.

Die Geschichte selbst ist sehr originell und gut ausgedacht. Die Menschen sind beim Fall der Bomben stark verletzt worden, viele mit Gegenständen oder sogar anderen Überlebenden verschmolzen. Pressias eine Hand besteht aus einem Puppenkopf, El Capitáns Bruder sitzt auf dessen Rücken und in Bradwells Rücken flattern Vögel. Dies ist für zarte Gemüter ob der ausführlichen Beschreibungen sicherlich nicht ganz leicht wegzustecken, mir fielen aber eher die unlogischen Aspekte daran auf - wie kann es sein, dass diese Dinge zusammengeschmolzen sind und dann die Zeit hatten, zu trocknen, ohne dass die Menschen sie abrissen? Wie können die Tiere beispielsweise in Bradwells Rücken überleben? Das sind nicht die einzigen Fragen, die sich mir während der Lektüre stellten, was mir noch mehr Lesespaß nahm.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte endlich einmal an Fahrt auf, wenn auch nur wenig. Geheimnisse werden aufgedeckt, für tot erklärte Personen gefunden und einige Aspekte neu definiert. Nicht alles ist wie es anfangs schien, was ich gut gelungen fand, dennoch konnte mich auch der Schluss aufgrund der vorausgegangenen elenden Langeweile nicht mehr wirklich überzeugen. Es wird ein bisschen spannender und es passiert einiges, der Epilog könnte begeisterten Lesern Lust auf den Nachfolger machen, denn er wirft neue Fragen auf. Nur habe ich kein Interesse daran, den Antworten auf die Spur zu kommen.

FAZIT:
"Memento" von Julianna Baggott bestand für mich beinah komplett aus Langeweile. Ich quälte mich durch die Seiten und hatte das Gefühl, einfach nicht vorwärts zu kommen. Die Charaktere sind schlecht ausgearbeitet und wirken blass, viele Fragen kommen auf, aber nur wenige werden beantwortet und die Emotionen fehlten beinahe gänzlich. Nur das Ende und die Story konnten mich einigermaßen überzeugen. Knappe 2 Punkte!

  (16)
Tags:  

  

 

Masken - Unter magischer Herrschaft
LOVELYBOOKS-Statistik

(69)

156 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

magie, fantasy, liebe, ferin, unterdrückung

Masken - Unter magischer Herrschaft

Mara Lang
Flexibler Einband: 602 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.03.2012
ISBN 9783426510094
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Das Zischen nahmen sie zu spät wahr. Was passierte, erkannten sie erst, als sich die brennenden Pfeile vor ihnen in den Erdboden bohrten, in Baumstämmen stecken blieben, über ihre Köpfe hinwegschwirrten. Als kleine Flämmchen aufzüngelten, hüpften und tanzten, sich vermehrten. Als das Feuer auf der Suche nach Nahrung das trockene Laub entzündete, an Zweigen und Ästen leckte, über Lianen kletterte, seinen Weg unaufhaltsam fortsetzte. Als es knisterte und rauchte.
Als der Dschungel brannte.
--

INHALT:
Seit die Pheytaner vor 200 Jahren den Kampf gegen die Merdhuger verloren haben, gehören sie bis zum 17. Lebensjahr zur untersten Schicht. Erst danach erhalten sie eine Maske, die sie so schön macht wie die Merdhuger selbst und sie zu einem angesehenen Bürger aufsteigen lässt.
Ferin fieberte diesem Augenblick schon lange entgegen - doch zwei Tage nach dem feierlichen Ereignis zerfällt ihre Maske zu Staub. Als Strafe für den Ungehorsam soll sie in ein Arbeitslager abgeschoben werden, doch Rebellen aus dem Dschungel retten sie. Bei ihnen erfährt Ferin, was wirklich hinter allem steckt - und auch, welche außergewöhnlichen Fähigkeiten sie besitzt. Doch die Lage wird gefährlicher und die Pheytaner wissen: Sie müssen um ihre Freiheit kämpfen.

BUCHAUFMACHUNG:
Da das Mädchengesicht auf dem Cover sehr hübsch ist, könnte es eine Merdhugerin sein - ansonsten sagt das Titelbild wirklich wenig aus. Schade, hier hätte man einiges anders machen können: Beispielsweise Pheytaner mit ihren Malen abbilden. So wirkt der Roman leider wie jeder andere auch, einzig der erhabene, wunderschön violette Titel macht aufmerksam.

MEINE MEINUNG:
Innovative Fantasy-Romane gibt es mittlerweile nicht mehr allzu oft. "Masken" klang da aber wie genau so ein Buch, das mich mal wieder so richtig begeistern könnte. Frisch und innovativ ist es tatsächlich - nur begeistert hat es mich leider nicht.

Natürlich muss der Leser erst einmal in die Geschichte eingeführt werden, wenn die Welt im Buch so anders ist als die in der Realität. Dennoch war dieser Einstieg für mich definitiv zu langsam - denn es dauert beinahe 100 Seiten, bis Ferin endlich auf die Rebellen trifft. Davor erhält sie ihre Maske, ergeht sich in endlosen Wunschträumen und nach dem Verlust in absolutem Selbstmitleid. So war ich schon anfangs etwas gelangweilt und hatte eher weniger Lust, weiterzulesen. Mara Lang erzählt ihre Geschichte in der dritten Person Präteritum, sodass sie zwischenzeitlich auch in andere Sichten wechseln kann. Ihr Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Protagonistin Ferin.

Diese ist anfangs recht schwächlich und wenig selbstbewusst. Es dauert lange, bis sie erkennt, dass die Masken ein Zweck zur Unterdrückung sind, und sie endlich aufhört, ihrer eigenen hinterher zu weinen. Erst dann beginnt sie sich weiter zu entwickeln. Diese Veränderung allerdings ist sehr schön und nachvollziehbar gelungen, denn sie dauert weder zu lang noch geht sie zu schnell. Ferin entwickelt sich zu einer starken jungen Frau, die auch eigene Entscheidungen treffen kann. Martu, der junge Mann, den sie verletzt im Dschungel findet und gesund pflegt, blieb mir jedoch definitiv zu blass. Er weckte bei mir keinerlei Emotionen, gibt sich entweder sanft oder unnahbar und konnte daher nur spärliche Sympathie meinerseits einfangen. Besonders sein Sinneswandel zum Ende hin kam mir zu abrupt nach seinen endlosen Tiraden.

Von den Nebenfiguren her gefiel mir Magier Sobenio am Besten. Er hat eine wichtige Person verloren und seitdem auch den Glauben in seine Macht. Er ist oftmals unausstehlich, hat aber auch eine weiche Seite und entdeckt mit Ferin seine wirklichen Fähigkeiten. Rhys, der junge Mann, der bald Ferins bester Freund wird, besticht durch seine sympathische Art und seine tollen Sprüche, während seine Schwester Jasta mit ihrer Aufsässigkeit und ihrem vielen Geschrei die meiste Zeit über bloß nervt. Dagegen gefiel mir Laquor, ein Hauptmann der Merdhuger mit einem weichen Herz.

Nach dem anfänglichen Geplätscher nimmt das Ganze schnell an Fahrt auf, als Ferin im Unterschlupf der anderen Pheytaner ankommt. "Rebellen" kann man die jedoch kaum nennen, denn außer ein paar ihrer Landsleute aus Arbeitslagern zu befreien, tun sie alle herzlich wenig. Die Liebe zwischen Ferin und ihrem Seelenverwandten Martu ging mir definitiv zu schnell, auch wenn die beiden sich schon von früher kannten. Ganz plötzlich haben die beiden unglaubliche Gefühle füreinander, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Denn dass die beiden schon einmal zusammen gewesen sind, wird viel zu wenig thematisiert, über die genauen Hintergründe, wann und wo, wird nichts bekannt. Genauso wie die wenig mitreißende Liebesgeschichte störte mich auch Ferins Naivität im Bezug auf die Gefühle eines anderen Rebellen, die sie einfach partout nicht begreift.

Zum Ende hin wird es dann noch einmal spannend, denn endlich beschließen die Pheytaner, etwas gegen die Unterdrückung zu tun. Die Art dieser Rebellion ist ebenso einfach wie gut beschrieben, Mara Lang hat in diese letzten 100 Seiten noch einmal alles hineingelegt. Tatsächlich war ich richtig gefesselt und wie mittendrin im Geschehen - sah, wie Kämpfe ausgefochten wurden und Menschen starben. Eine Szene rührte mich in der Tat beinahe zu Tränen. Der Schluss ist gleichermaßen schön und besonders gelungen. Hätte ich
mich mehr in alles einfühlen können, hätte ich diesen vielleicht ein bisschen besser würdigen können. So verhindert er leider nur, dass es ein mittelmäßiges Leseerlebnis wurde.

FAZIT:
"Masken: Unter magischer Herrschaft" besticht mit einer grandiosen Handlungsidee und wunderbaren Nebenfiguren. Die Spannung ließ aber für mich oftmals zu wünschen übrig und der Gegenpart der Protagonistin konnte mich so gar nicht begeistern. Aufgrund des wunderbaren Endes vergebe ich jedoch 3,5 Punkte. Hier sollte man sich definitiv ein eigenes Bild machen!

  (9)
Tags: dschungel, fantasy, herrschaft, liebe, merdhuger, pheytan, rebellion, tiger, unterdrückung   (9)

  

 

Mit Zähnen und Klauen
LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

werwolf, vampir, jugendbuch, gewonnen, kämpfe

Mit Zähnen und Klauen

Catherine Jinks , Cornelia Stoll
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei dtv, 12.12.2011
ISBN 9783423248853
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  

  

 

Mottentanz
LOVELYBOOKS-Statistik

(77)

165 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 28 Rezensionen

thriller, schwestern, liebe, suche, jugendbuch

Mottentanz

Lynn Weingarten , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.03.2011
ISBN 9783570307410
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  

  

 

Margos Spuren
LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

87 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

freundschaft, liebe, rätsel, abenteuer, spuren

Margos Spuren

Sophie Zeitz , John Green
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 08.02.2010
ISBN 9783446234772
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  

  

 
7 Ergebnisse