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Always Know What To Say - Easy Ways To Approach And Talk To Anyone
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Always Know What To Say - Easy Ways To Approach And Talk To Anyone

Peter W. Murphy
E-Buch Text: 41 Seiten
Erschienen bei null, 16.01.2012
ISBN B006YTTVHO
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Der Speichermann - Eine dunkle Weihnachtsgeschichte
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42 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

weihnachten, weihnachtsmann, kai meyer, speicher, düster

Der Speichermann - Eine dunkle Weihnachtsgeschichte

Kai Meyer
E-Buch Text
Erschienen bei Mythopolis, 16.12.2012
ISBN B00AQMFM3C
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Miss Emergency
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32 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

miss emergency, gynäkologie, krankenhaus, medizin, roman

Miss Emergency

Antonia Rothe-Liermann , GmbH, bürosüd°
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 24.10.2012
ISBN 9783522503204
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Für Lena und ihre Freundinnen geht es nun in das letzte Tertial ihres praktischen Jahres. Für Lena bedeutet dies: Auf in die Gynakölogie! Sie freut sich schon darauf, endlich bei einer Geburt assistieren zu dürfen. Wie gut, dass sie mit Dr. Al-Sayed schon einmal ein wohlwollendes Gesicht auf der Station kennt. Aber in Fragen der Liebe wird es schwierig. Sie sehnt sich nach dem kilometerweit entferntem Dr. Thalheim. Gleichzeitig ist da aber auch Alex, der eigentlich perfekt für sie wäre... und obwohl das eigentlich schon genug Stress ist, kommen da auch noch die Sorgen ihrer Freundinnen hinzu.

Sprache:
Der Schreibstil ist wie bei den vorangegangenen Bänden sehr flüssig und gut zu lesen. Insbesondere die Gespräche finde ich richtig schön geschrieben, die Autorin findet immer den passenden Ton für die jeweilige Situation. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass Lena sich immer wieder Dinge einredet und dabei häufiger selbstironisch wird - das ist echt toll geschrieben!

Charaktere:
Lena und ihre Freundinnen habe ich schon zu Beginn der Serie ins Herz geschlossen, sodass ich die ganze Zeit mit ihnen hoffe und bange. Dadurch ist man als Leser auch direkt von der ersten Seite an im Geschehen und es wird nicht langweilig. Sehr schön finde ich, dass die Freundinnen sich untereinander so viel unterstützen, aber trotzdem manchmal nichts mehr tun können. Sie stoßen immer wieder an ihre eigenen Grenzen, sowohl auf dieser freundschaftlichen Ebene, als auch im Beruf. Ich finde es total interessant zu lesen, wie sie mit ihren Problemen umgehen und neue Herausforderungen meistern. Dabei wirken die Charaktere in meinen Augen wie echte Personen, die einfach aus den Seiten hüpfen könnten. Ganz besonders hat mir in diesem Band gefallen, dass Lena den Patienten so wunderbar, aber immer noch realistisch Mut zusprechen kann und ihnen damit die Angst nimmt.

Handlung:
Man wird wie bei den Vorgängern von der ersten Seite an mitgerissen. Der Klinikalltag ist einfach so interessant geschildert, dass es echt schwer wird das Buch beiseitezulegen. Mir gefällt das super! Außerdem werden die Abläufe in meinen Augen sehr authentisch geschildert, wodurch es in manchen Fällen richtig spannend wird. Abgesehen davon ist das Buch eine bunte Mischung aus lustigen, traurigen, ernsten und glücklichen Szenen. Für mich wird das Buch dadurch richtig lesenswert, weil es viel Abwechslung bildet. Außerdem ist die Handlung durchaus schlüssig und auch nicht mehr ganz so durchsichtig wie im ersten Band. Ich finde es toll, dass die Serie Fortschritte macht!

Auch der dritte Band der Serie überzeugt gänzlich - eine perfekte Mischung aus Krankenhausalltag, Freundschaft und Liebe!

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Tags: antonia rothe-liermann, liebe auf rezept, miss emergency   (3)

  

 

Das Geheimnis des roten Mantels
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

sabine wierlemann, das geheimnis des roten mantels, zeitreise, germanen, kinderbuch

Das Geheimnis des roten Mantels

Sabine Wierlemann , Christoph Clasen
Flexibler Einband: 127 Seiten
Erschienen bei Olms, Georg, 01.10.2012
ISBN 9783487088723
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Mathilda und ihr Bruder Felix spielen im Museum, als sie plötzlich in einer anderen Zeit landen! Mathilda ist im antiken Rom, aber Felix meilenweit entfernt in Germanien. Jetzt müssen die Geschwister versuchen, wieder zueinanderzufinden, um in ihre eigene Zeit zurückzukehren. Doch wie geht das überhaupt? Noch dazu haben sie mit den alltäglichen Bräuchen der Menschen zu kämpfen. Ein Tieropfer oder eine Wildschweinjagd scheint da ganz alltäglich zu sein...

Sprache:
Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst, der insbesondere für Kinder gut geeignet ist. Es kommen kaum schwierige Worte vor, sodass geübtere Leser damit keine Probleme mehr haben sollten. Trotz der einfach gehaltenen Sprache kommen aber auch einige lateinische Fachbegriffe vor, die aber im Anhang erklärt werden. Die Erklärungen sind auch sehr kindgerecht und absolut verständlich. Was mich persönlich aber gestört hat ist, dass einige der Fachbegriffe keine wirkliche Bedeutung für die weitere Handlung hatten. Außerdem ist es für Kinder sicherlich blöd, wenn sie Worte nachschlagen müssen - vielleicht wäre eine direkte Erklärung im Text besser gewesen. Dann würde die römische Kultur auch ziemlich gut vermittelt werden! Sehr schön finde ich allerdings, dass auch wirklich römische Namen verwendet werden. Ich habe mich dabei sehr an meinen Lateinunterricht erinnert gefühlt und konnte mich dadurch sehr gut ins alte Rom hineinversetzen.

Charaktere:
Die beiden Protagonisten sind Kindern bestimmt sehr schnell sympathisch, weil sie typische Gedanken und Handlungen von Kindern zeigen. Sobald die Kleinen sich also mit ihnen identifizieren wird die Geschichte für sie richtig spannend. Ich hatte damit aber gewisse Probleme. Mir waren viele Gedanken und Gefühle einfach zu standardmäßig, aber man muss hierbei natürlich daran denken, dass es sich um ein Kinderbuch handelt! Die Darstellung der Römer und der Germanen hat mir hingegen super gefallen. Sie sind genauso, wie man sie immer in Geschichtsbüchern beschrieben bekommt. Außerdem werden verschiedene Gesellschaftsgruppen angesprochen, was mir auch ganz gut gefällt.

Handlung:
Die Handlungsfäden sind sehr interessant gestaltet: Es gibt eine Rahmenhandlung und zwei Handlungsfäden, die langsam miteinander verwachsen. Die Rahmenhandlung rundet die Geschichte sehr schön ab, während das Zusammenführen der Handlungsfäden für Spannung sorgt. Allerdings auch nur in geringem Maße, weil es zwischen den einzelnen Kapiteln oft große Zeitsprünge gibt. So eine Unterbrechung finde ich ziemlich blöd. Außerdem finde ich, dass viele angesprochene Themen einfach zu oberflächlich abgehandelt werden. Sogar aus den Augen eines Kindes gesehen würde ich mir mehr Infortmationen und vor allem historischen Bezug wünschen. Trotzdem gibt es aber auch immer wieder interessante Szenen, die kurzzeitig auch richtig spannend werden können.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, aber der Funke springt leider nicht über.

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Tags: das geheimnis des roten mantels, sabine wierlemann   (2)

  

 

Sonea - Die Königin
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142 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

magie, fantasy, sonea, sachaka, liebe

Sonea - Die Königin

Trudi Canavan , Michaela Link
Fester Einband
Erschienen bei Penhaligon, 12.11.2012
ISBN 9783764530433
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Das lang ersehnte Finale: Endlich wird Lorkin, der Sohn von Sonea von den Verrätern freigelassen. Doch auf seiner Reise nach Kyralia kommt er nicht weit: Der sachakanische König hält ihn auf und lässt ihn einsperren, weil er Informationen über die Verräter braucht. Schon bald entscheidet die Gilde sich dazu, Sonea nach Sachaka zu schicken. Dort droht ein Krieg zwischen den Verrätern und den Sachakanern auszubrechen. Gleichzeitig spitzt sich aber auch zuhause die Lage zu: Der Dieb Cery gerät in schreckliche Gefahr und der wilde Magier Skellin muss endlich gestoppt werden!

Sprache:
Trudi Canavan hat einen wunderschönen und mitreißenden Schreibstil. Sie erzählt sehr interessant, sodass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen mag. Besonders gelungen finde ich die Beschreibungen: Sie helfen dem Leser sich perfekt in die Welt einzufühlen, sodass man sehr schnell in der Geschichte versinkt. Aber auch die Gespräche sind super gelungen und lassen sogar Rückschlüsse darauf ziehen, welche Position die jeweilige Person innehat.
Richtig gut finde ich außerdem, dass es immer wieder Rückbezüge auf "Die Gilde der schwarzen Magier" oder "Magie" gibt. Dadurch fühlt man sich ab der ersten Seite wieder "zuhause".

Charaktere:
Die Protagonisten sind einem ja schon länger bekannt, weswegen ich es super finde, dass sie sich sichtbar verändern. Dabei geschieht dies auch in realistischer Art und Weise, die dem Leser sogar zeigt, warum es gerade so geschieht. Man zittert die ganze Zeit mit ihnen mit und hofft das Beste für sie, weil man eine extreme Nähe zu ihnen entwickelt. Aber auch Nebencharaktere schließt man oft schnell ins Herz, weil sie durch ganz individuelle Charakterzüge auffallen. Besonders finde ich, dass Trudi Canavan es geschafft hat, meine Meinung über eine Person gänzlich zu ändern. Ganz besonders sind aber auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren oder auch ihre Gefühle. Alles wirkt so echt, dass man beinahe vergisst, dass man in einer fiktiven Welt ist.

Handlung:
Man landet direkt im Geschehen, weswegen das Buch von der ersten Seite an wirklich sehr interessant zu lesen ist. Ein Problem ist allerdings, dass es anfangs nach ein paar spannenden Szenen erst einmal "langweiliger" bleibt. Aber das ist bei Trudi Canavan meistens so und man wird stets belohnt. Sehr schön finde ich, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven geschildert wird und sich die Handlungsstränge auch immer wieder berühren. Dadurch wird das Lesen zu einem echten Vergnügen! Etwas gemein sind die vielen Cliffhanger an Kapitelenden. Sie machen das Buch unheimlich spannend und lassen einen gar nicht mehr los. Etwas ganz besonderes ist natürlich das Finale, dass dann auch extrem spannend ist und noch einige Überraschungen bietet!

Ein perfekter Abschluss der Trilogie, der einige Überraschungen und viel Spannung bietet!

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Tags: die königin, sonea, trudi canavan   (3)

  

 

Ein plötzlicher Todesfall
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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ein plötzlicher todesfall, rowling, joanne k. rowling

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Christian Berkel
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 01.11.2012
ISBN 9783867179744
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Barry Fairbrother stirbt ganz plötzlich an einem Aneurysma. Die komplette Kleinstadt ist überrascht und nun beginnt der Kampf um seinen Sitz im Gemeinderat. Eine Intrige folgt auf die nächste und alles geht drunter und drüber: Während einige Barry noch nachtrauern, wollen andere bereits Profit aus seinem Tod machen. Plötzlich tauchen auf der Website der Gemeinde boshafte Nachrichten auf, die offenbar von Barry Fairbrothers Geist geschrieben wurden…

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass man die Geschichte sehr gut mitverfolgen kann. Allerdings ist die Wortwahl der Charaktere oft übertrieben vulgär, was mir überhaupt nicht gefällt. In einem gewissen Maße ist das okay, aber eine so extreme Häufung war meinem Geschmack nach nicht mehr der Situation angepasst. Ganz nett ist allerdings die Verwendung von Songtexten, die ein bisschen mehr Einblick in die Situationen Charaktere geben können. Ziemlich gut gefallen hat mir die Montagetechnik, die besonders zu Beginn auftritt. Dadurch wird ein Zusammenhang zwischen den losen Handlungssträngen hergestellt, der dem Leser bei dem wirr verflochtenen Charakterkonstrukt aber auch nicht sehr viel hilft.

Charaktere:
Zu Beginn sorgt das Charaktergeflecht erst einmal für ziemliche Verwirrung, weil man kaum Zusammenhang zwischen den Charakteren herstellen kann und sehr viele verschiedene Perspektiven dargestellt werden, bevor man zu einer bereits bekannten Persönlichkeit zurückkehrt. Ab einem gewissen Zeitpunkt sah ich mich dazu gezwungen, im Internet nachzusehen wer die Charaktere denn überhaupt waren. Das ist echt ein schlechtes Zeichen, weil ich sehr aufmerksam war! Dadurch wurde natürlich auch der Lesefluss stark gehemmt, was sich dann nach dem Nachschlagen aber gebessert hat. Einige Charaktere begannen interessant zu werden, aber andere haben auch einfach nur eine abstoßende Wirkung. Ich vermute, dass dies beabsichtigt ist und dadurch eben auch ein Teil der Gesellschaftskritik ausgeübt wird. Eine Identifikation wird aber zu keinem Zeitpunkt erreicht. Der Leser wahrt immer eine gewisse Distanz zu den Charakteren und dem Geschehen, sodass die Kritik deutlicher wird. Außerdem scheinen die einzelnen Charaktere eher stellvertretend für bestimmte Personentypen der Gesellschaft zu stehen, was mir eigentlich ganz gut gefällt.

Handlung:
Durch die bereits angesprochene Problematik mit den Charakteren fällt es sehr schwer sich erst einmal in das Geschehen einzulesen. Die vielen Perspektiven zu Beginn zeigen zwar bereits, dass es sehr geteilte Meinungen in der Kleinstadt gibt und durchaus Konfliktpotenzial vorhanden ist, aber man kann nicht genau sagen, was eigentlich vor sich geht. Außerdem wird nicht deutlich, worauf Rowling hin möchte: Ist der einzige Spannungsfaktor wirklich nur die Frage, wer am Ende den Sitz im Gemeinderat bekommt? Ab und zu treten zwar auch andere Fragen auf, aber diese werden so schnell beantwortet oder vergessen, dass einfach keine Spannung aufkommt. Ich finde das sehr schade, weil sich das Buch dadurch extrem zieht. Ich habe mich oft mit dem Gedanken abzubrechen erwischt, weil das Buch in meinen Augen einfach nicht mehr interessant war. Dennoch habe ich nicht aufgegeben und gehofft, dass es noch einen Wendepunkt oder etwas Ähnliches geben würde. Zum Ende hin wird es dann tatsächlich noch einmal spannender, aber durch die Distanz von den Charakteren reißt die Geschichte den Leser nicht mit. Ziemlich gut gefällt mir allerdings, dass auch zwischendurch rückblickende Passagen vorkommen, weil man dadurch teilweise viel mehr über einen Charakter erfährt, als wenn dieser nur in der Gegenwart agieren würde. Außerdem wird die Problematik indischer Immigranten in England sehr umfassend und gut dargestellt, sodass man die Kritik auch versteht, ohne sich damit auszukennen.

Die Geschichte hat mich leider sehr enttäuscht und konnte mich nicht mitreißen. Stattdessen wahrt man als Leser die Distanz zu den Charakteren und den Geschehnissen, sodass keine wirkliche Spannung aufkommt. Dennoch regt die dargestellte Gesellschaftskritik sehr zu denken an! Das Buch wirkt sehr speziell, daher wird es einigen Lesern bestimmt trotzdem sehr gut gefallen.

♥ ♥

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Tags: ein plötzlicher todesfall, rowling   (2)

  

 

Der Gefangene des Himmels
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296 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

barcelona, freundschaft, spanien, gefängnis, friedhof der vergessenen bücher

Der Gefangene des Himmels

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Fischer (S.), Frankfurt, 23.10.2012
ISBN 9783100954022
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Fermín Romero de Torres möchte endlich seine Geliebte heiraten, aber plötzlich stellt sich ihm ein grundlegendes Problem in den Weg: Seine Vergangenheit. Sein Freund David Sempere möchte ihm helfen, was aber nur möglich ist, wenn er von Fermíns Vergangenheit erfährt: Stück für Stück gräbt Fermín in seinen schmerzlichsten Erinnerungen und erzählt von Dingen, die ihn für immer veränderten und ihm den Namen Fermín Romero de Torres gaben. Doch plötzlich betrifft Fermíns Vergangenheit auch David und er muss abwägen, ob er der Vergangenheit nachtrauern soll oder sie lieber vergessen sollte, um für seine Familie da zu sein.

Schon der erste Satz zeigt: Man ist endlich wieder in einer Welt von Carlos Ruiz Zafón gelandet! Der Autor hat einen so brillanten Schreibstil, der einfach unverwechselbar ist. Er schreibt auf höchstem Niveau, ohne dass es auch nur einen Moment gekünstelt oder aufgesetzt wirkt. Dadurch kann er dem Leser seine Geschichte wunderbar nahe bringen, sodass man gänzlich in ihr versinkt. Besonders gut gefällt mir, dass oft Worte verwendet werden, die im heutigen Sprachgebrauch gar nicht mehr üblich sind. Für mich persönlich wird jedes Buch Zafón‘s schon allein dadurch zu einem ganz besonderen!

Die Charaktere sind einem größtenteils schon aus „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ bekannt. Ich finde es total genial, dass ihre Handlungsstränge in diesem Buch zusammenlaufen! Da die Charaktere ja schon bekannt sind, möchte man natürlich von der ersten Seite an erfahren, was mit ihnen geschieht. Man weiß schließlich schon ziemlich viel über ihre Vergangenheit und wie sie sich in gewissen Situationen verhalten. Eine Ausnahme bildet hierbei Fermín. Er war bisher immer sehr verschlossen und nun erfährt man endlich, warum er so ist wie er ist. Ich finde das richtig toll, endlich bekommt er seine eigene Geschichte! Faszinierend finde ich aber vor allem, dass auch Charaktere aus zwei verschiedenen Büchern so wunderbar zusammengeführt werden können. Sie behielten stets ihre Eigenheiten bei und es gab keine Ungereimtheiten. Aber obwohl man die Charaktere eigentlich zu kennen glaubt, können sie einen immer noch überraschen: Denn dadurch, dass sie älter werden, lernen sie ja auch dazu und zeigen unter anderem ein reiferes Verhalten. Für mich sind die Charaktere eigentlich schon wie echte Menschen, weil sie überhaupt nicht mehr erstellt wirken, sondern als würden sie tatsächlich irgendwo in Barcelona umherstreifen.

Die Geschichte spielt auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen: Die Gegenwart, in der Fermín und David sich befinden und die Vergangenheit von Fermín, in der Figuren aus „Das Spiel des Engels“ vorkommen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten finde ich total unproblematisch, man merkt sofort, dass man sich wieder in einer anderen Zeit befindet. Ziemlich schön finde ich außerdem, dass die beiden Zeitebenen sogar als eine Art Rahmenhandlung angelegt sind, wodurch der Roman in sich abgeschlossen wirkt. Total interessant ist außerdem, dass zwischen den beiden Ebenen ständig Verknüpfungen stattfinden und die beiden Handlungsstränge am Ende sogar in gewisser Weise zusammenlaufen. Dieser Roman ist einfach total genial angelegt! Ich bin so fasziniert davon, wie Carlos Ruiz Zafón schreibt! Teilweise könnte man sich sogar länger an einzelnen Textpassagen aufhalten, um deren Schönheit zu bewundern. In dieses Buch werde ich definitiv irgendwann zurückkehren! Abgesehen von der unheimlichen Schönheit, hat das Buch allerdings noch viel mehr zu bieten: Es wird stellenweise richtig spannend, dann wieder richtig traurig, oder auch total witzig. Das Buch ist extrem gefühlsintensiv und zieht den Leser dadurch noch mehr in seinen Bann!

Ein weiteres wunderschönes Buch von Carlos Ruiz Zafón, dass genial angelegt ist und durch einen brillanten Schreibstil und sehr lebendige Charaktere zum reinsten Genuss wird! In diese Welt möchte man als Leser auch gerne noch ein zweites Mal eintauchen!

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Tags: carlos ruiz zafón, der gefangene des himmels, friedhof der vergessenen bücher   (3)

  

 

Untot - Lauf, solange du noch kannst
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128 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

zombies, jugendbuch, bobby, untot, zombie

Untot - Lauf, solange du noch kannst

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.12.2012
ISBN 9783551520418
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Bobby ist mit ihrer neuen Schulklasse auf einer Klassenfahrt, als plötzlich an einer Raststätte alle Mitschüler zu Zombies verwandelt werden. Nur diejenigen, die im Bus zurückgeblieben sind oder Glück im Unglück hatten überleben. Aber was nun? Es gibt kein Internet und keinen Empfang. Weit und breit sind keine Menschen zu sehen - die Schüler sind ganz auf sich gestellt. Was hat die Zombieinvasion ausgelöst? Werden sie auch als Zombies enden?

Sprache:
Von der ersten Seite an ist dieses Buch spannend. Es ist so flüssig geschrieben, dass man eigentlich gar nicht aufhören kann. Zudem ist die Wortwahl echt super - sie passt sich den Situationen und Charakteren an! Dadurch wirkt die Atmosphäre total gut und man spürt die Angst. Sehr gut gefallen mir außerdem die vielen Beschreibungen. Dadurch kann man sehr gut nachvollziehen, wie die Protagonisten sich fühlen! Aber auch die Dialoge sind ziemlich gut gelungen.

Charaktere:
In den Dialogen merkt man sofort, dass jeder der Schüler seine ganz persönliche Art zu reden hat. Dadurch sind sie sehr individuell, was sich aber auch in ihren Charakterzügen wiederspiegelt: Sie könnten nicht unterschiedlicher sein! Dies macht das Buch aber auch so realistisch und dadurch spannender! Schön ist allerdings auch, dass sich die Beziehungen untereinander im Laufe der Geschichte verändern und die Schüler mit der Zeit miteinander auszukommen lernen oder sogar anfangen sich zu mögen. So eine Entwicklung macht das Lesen zum Vergnügen! Sehr angenehm und unterhaltsam sind aber auch Bobbys sarkastische Bemerkungen während den ernstesten Situationen - dadurch wird das Buch sogar lustig!

Handlung:
Man wird gemeinsam mit Bobby ins kalte Wasser geworfen. Dadurch hat man es leichter sich einzugewöhnen, aber schon bald ist die Situation ohnehin nicht mehr alltäglich. Dort beginnt das Buch dann auch direkt richtig spannend zu werden. Und das Wunderbare hierbei: Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten! Es gibt keine einzige langatmige Passage, aber trotzdem kommt man ab und zu zum Luftholen. Die Autorin schafft echt die perfekte Mischung zwischen Actionszenen und Gefühlsintensiven Szenen! Dabei ist der Leser meist mitten im Geschehen und ertappt sich dabei, niemandem mehr zu trauen. Besonders gemein ist aber der Cliffhanger am Ende - wie geht es denn nun weiter?

Ein perfektes und vielseitiges Jugendbuch: Action und Spannung vereinen sich mit Witz und Freundschaft!

  (7)
Tags: kirsty mckay, lauf solange du noch kannst, untot   (3)

  

 

Magie
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(24)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, magie, kyralia, trudi canavan, krieg

Magie

Trudi Canavan
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.10.2010
ISBN 9783442375585
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Eigentlich möchte Tessia Heilerin werden, aber Frauen werden in der Heilergilde nicht akzeptiert. Als sie dann plötzlich ihre magischen Kräfte entdeckt, schöpft sie neue Hoffnung: Kann man mit Magie heilen? Wird sie das schaffen, was sich Magier seid Jahren erhoffen? Doch gleichzeitig bahnt sich eine Invasion der Sachakaner an und schon bald muss Tessia sich von allem trennen, was ihr lieb ist. Kann Kyralia der Invasion standhalten?

Sprache:

Trudi Canavan hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der den Leser schon nach wenigen Seiten fesselt. Er ist so flüssig und spannungsaufbauend, dass man das Buch am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Außerdem sind die Beschreibungen sehr schön geschrieben, wodurch der Leser sich die unbekannte Welt perfekt vorstellen kann. Schon durch wenige Worte schafft Canavan es, eine atemberaubende Atmosphäre zu kreieren, sodass man die Angst der Figuren selbst wahrnimmt. Besonders schön sind vor allem die sachakanischen Namen und Begriffe für Speisen, weil sie einem wirklich das Gefühl vermitteln in einer anderen Welt zu sein. Außerdem kann man schon anhand der Namen sehr gut unterscheiden, ob es sich um einen Sachakaner oder einen Kyralier handelt, was das Verständnis sehr fördert.

Charaktere:

Man wird die Protagonistin Tessia vermutlich sehr schnell ins Herz schließen, weil sie eine ganz besondere Figur ist. Ihre Charakterzüge lernt man sehr gut kennen, sodass man ihr Verhalten und ihre Entscheidungen perfekt nachvollziehen kann. Besonders gut gefällt mir an ihr, dass sie immer darum bemüht ist, den Menschen zu helfen. Allerdings bleibt sie gleichzeitig realistisch, da auch sie immer wieder scheitern muss. Aber auch die anderen Charaktere sind echt super gelungen. Sie zeigen alle so viele unterschiedliche Verhaltensweisen, dass die Fantasiewelt total lebendig und echt wirkt. Sehr schön ist auch, dass Trudi Canavan ihre Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei sind zum Beispiel die von Tessia, einigen Magiern, aber auch von einem sachakanischen Sklaven und einer sachakanischen Frau. Dadurch wird die Geschichte richtig spannend, weil man beide Seiten sehr gut mitverfolgen kann und ahnt, was sie als nächstes tun.

Handlung:

Trudi Canavan kann selbst das alltägliche Leben von ihren Charakteren extrem interessant und spannend erzählen, sodass von der ersten Seite an eine gewisse Spannung vorhanden ist. Durch die Invasion der Ichani wird das Buch dann allerdings richtig spannend, da es ja um die Verteidigung des gesamtes Landes Kyralia geht. Dadurch, dass es immer wieder kleinere Kämpfe gibt, wird die Spannung stets hochgehalten. Es gibt lediglich eine Stelle, die ein wenig langatmig ist, was aber durch das spannende Finale wettgemacht wird.
Etwas ganz besonderes an diesem Buch ist die Verbindung von der Trilogie "Die Gilde der schwarzen Magier" zu der "Sonea"-Trilogie. Es werden offengebliebene Fragen aus der ersten Trilogie geklärt, wobei natürlich auch schon bekannte Elemente vorkommen. Allerdings erhält man gleichzeitig auch schon Vorwissen für die neue Trilogie. Das gefällt mir super, da man so bereits einige historische Hintergründe kennt, aber gleichzeitig auch nichts verraten wird. Trotzdem kann das Buch auch ohne die anderen gelesen werden, da es in sich geschlossen ist und die Funktionsweise der Magie in dieser Welt ausreichend erklärt wird.

Ein wunderbares Buch von dem man sich wünscht, es würde niemals enden! Von der ersten Seite an wird der Leser mitgerissen und zittert mit den wunderbaren Charakteren mit!

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Tags: magie, trudi canavan   (2)

  

 

Wir beide, irgendwann
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(400)

694 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 193 Rezensionen

facebook, zukunft, liebe, freundschaft, josh

Wir beide, irgendwann

Jay Asher , Carolyn Mackler , Knut Krüger
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.08.2012
ISBN 9783570161517
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Emma bekommt von ihrem Vater einen Computer geschenkt und macht von nun an das Internet unsicher. Noch hat fast niemand ihrer Freunde Internet und die Website Facebook existiert noch gar nicht. Aber plötzlich entdeckt Emma gemeinsam mit ihrem besten Freund Josh ihr Facebookprofil aus der Zukunft. Nach einem ersten Schock wird sie neugierig... als sie dann feststellt, dass sie die Zukunft beeinflussen kann, nimmt sie kleine Änderungen vor und ändert ständig ihren zukünfitgen Ehemann. Doch dieser ist ihr viel näher als sie vielleicht denkt...

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, weswegen man sehr gut vorankommt. Außerdem ist die Sprache der Charaktere perfekt gewählt, weil die Jugendlichen auch ein wenig Slang und Umgangssprache benutzen. Dadurch wirken sie viel realistischer! Sehr gut gefällt mir, dass immer wieder kleine Facebook-Statusmeldungen eingebaut werden, die auch optisch so aussehen. Es macht beim Lesen sehr viel Freude, darauf zu stoßen und trägt sehr zur Authentizität bei.

Die Charaktere habe ich eher als ein wenig stereotypisch wargenommen, weil es kaum komplexere Figuren gibt. Alle typischen Liebes-Buch-Charaktere kommen vor, vom bösen Freund bis hin zur besten Freundin. Auch die Hauptcharaktere sind leider eher schlicht gehalten. Ich hätte mir hier oft mehr Details zu den Charakteren erhofft! Dennoch muss ich sagen, dass die Dialoge zwischen ihnen ziemlich gelungen sind und sich gut lesen lassen.

Die Idee des Buches ist echt super, weswegen ich mich auch sofort dafür interessiert habe. Für mich war die Idee zur Gänze neu! Aber die Umsetzung hat mich ein wenig enttäuscht: Es wird kaum Spannung aufgebaut, weil man schon die Ganze Zeit über genau weiß, was passieren wird. Die ein oder andere überraschende Wendung auf dem Weg dorthin hätte mir echt gut gefallen. Das Buch ist aber trotzdem keinesfalls schlecht! Denn trotz allem unterhält es den Leser super und das ist doch der Sinn eines Buches!

Ein nettes Buch für zwischendurch, das mit einer komplett neuen Idee lockt!

  (8)
Tags: jay asher, wir beide irgendwann   (2)

  

 

Zebulon
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(13)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

western, zebulon, alkohol, goldsucher, mystisch

Zebulon

Rudolph Wurlitzer , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Residenz, 01.09.2012
ISBN 9783701715961
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Zebulon lebt zu Zeiten des Goldrausches. Tausende strömen in Richtung der Westküste, um dort ihr großes Glück zu machen. Aber Zebulon lebt nur für den Moment, ohne einen wirklichen Plan. Er reist hin und her, ohne ein Ziel zu kennen. Er weiß nichts, ist er schon tot oder doch lebendig? Wichtig sind ihm nur der Alkohol, Wetten und Frauen. Doch durch die ein oder andere Prügelei wird er bald zum meist gesuchten Mann und muss aufpassen was er tut. Am wichtigsten aber ist von nun an die Frage, wem er trauen kann - doch wer ist er selbst? Was ist das Ziel seiner Reise?

Sprache:
Der Schreibstil des Autors gefällt mir ziemlich gut. Das liegt zum einen daran, dass er sich sehr flüssig lesen lässt, da die Wortwahl meist eher schlicht und einfach ist. Zum anderen ist der Schreibstil aber auch beschreibend, was den Leser perfekt in die Welt des Zebulon Shook eintauchen lässt. Man kann sich die Umgebung und die Atmosphäre dadurch richtig gut vorstellen. Wenn man derart in eine "Welt" einsinken kann, macht das Lesen unheimlich viel Spaß. Insbesondere die Darstellung der eher düsteren und grausamen Umständen gefällt mir sehr gut! Etwas ganz besonderes sind aber auch die Lieder, die zwischendurch gesungen werden. Sie spiegeln die Gefühle oder die Situation einer Person wieder und kommen einem inneren Monolog recht nahe. Ich finde dies so schön, weil der Leser dadurch die Distanz zu den Figuren aufgibt und sich besser mit ihnen identifizieren kann.

Charaktere:
Obwohl man sich schnell mit einigen Charakteren identifizieren kann oder zumindest ihre Gefühle nachvollziehen kann, gibt es Figuren, die es einem zunächst nicht so einfach machen. Zebulon ist zum Beispiel sehr komplex gestaltet und durch seine erfundenen Erlebnisse sehr schwer zu durchschauen. Hier dauert es dann schon etwas länger, die Figur richtig zu erfassen. Aber eben dieser geheimnisvolle Aspekt hat mich fasziniert: Man konnte nie wirklich voraussagen, was er als nächstes tun würde. Ich finde es richtig toll, mal wieder ein Buch zu haben, das viele Überraschungen bietet! Bei den anderen Charakteren ist es so, dass Nebencharaktere natürlich nicht zu detailliert beschrieben werden, weil es die Geschichte ausbremsen würde. Allerdings muss ich hier noch erwähnen, dass mir die Vielfalt der Charaktere sehr gut gefällt - dadurch kann man sich die Gesellschaft des Goldrausches sehr gut vorstellen. Eine wichtige Sache hierbei ist zum Beispiel die Rolle der Frau, welche in dem Buch auch sehr deutlich wird.

Handlung:
Es dauert ein wenig bis die Handlung endlich ins Rollen kommt. Das hat aber auch seine Gründe, denn zunächst muss man sich an Zebulons Lebensstil gewöhnen. Aber der Autor macht es dem Leser zum Glück einfach! Man findet sich also schnell in der Welt des Goldrausches zurecht und kann sich dann ganz auf die Geschehnisse konzentrieren, ohne dass irgendwelche Fragen auftreten. Generell ist es auch so, dass die Handlung absolut schlüssig ist, was mir sehr wichtig ist. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch, dass sehr viele Weisheiten in dem Buch versteckt sind. Es hat mir persönlich sehr viel Freude bereitet sie zu lesen! Das einzige Problem des Buches ist, dass die Spannung immer wieder nachlässt. Zwischendurch kommen dann zwar trotzdem sehr actionreiche und spannende Szenen vor, aber manchmal hängt man ein wenig fest. Sobald man die Passage geschafft hat, wird man aber immer belohnt! Was mir wiederum sehr gut gefällt, ist dass das Buch sehr geschlossen und abgerundet ist. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und man erfährt, was aus den einzelnen Charakteren wird. Dabei wird einem aber keinesfalls die Fantasie geraubt, sondern man wird sogar dazu angeregt, die Geschichte weiterzuspinnen. Außerdem gibt es am Ende Situationen und Gespräche, die vorherigen sehr ähnlich sind. Diese haben mich zum lächeln gebracht, weil man die Charaktere in der Zwischenzeit viel besser kennengelernt hat und manche Worte eine ganz andere Bedeutung bekommen haben.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und insbesondere Westernfans wird es gefallen. Die Charaktere und die Atmosphäre sind etwas ganz besonderes und man entdeckt Tiefgang, den man von so einem Buch gar nicht erwartet hätte.

  (7)
Tags: rudolph wurlitzer, zebulon   (2)

  

 

Reckless – Lebendige Schatten
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(176)

385 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 76 Rezensionen

fantasy, märchen, fuchs, reckless, motte

Reckless – Lebendige Schatten

Cornelia Funke , Lionel Wigram , Cornelia Funke
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.09.2012
ISBN 9783791504896
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte um Jacob und seinen Bruder geht weiter: Jacob stirbt, weil er die Motte der roten Fee auf seiner Brust trägt. Sie holt sich ihren Namen zurück... Als Schatzsucher probiert Jacob natürlich sofort einige heilende Objekte aus, aber keines scheint ihn heilen zu können! Seine letzte Hoffnung ist die Armbrust des Hexenschlächters. Aber auch ein anderer möchte sie haben... Ein Wettlauf gegen die Zeit und den anderen Schatzsucher beginnt - wird Jacob überleben?

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und die Wortwahl ist sehr abwechslungsreich. Außerdem gibt es viele Beschreibungen, sodass man sich die fremde Welt perfekt vorstellen kann. Das ist mir persönlich sehr wichtig, weil man sonst Schwierigkeiten dabei hat, in die Geschichte einzutauchen. Außerdem gibt es eine Art auktorialen Erzähler, der ab und zu Kommentare macht. Diese können lustig, aber auch total ernst sein und verdeutlichen auch manchmal die Gefühle der Charaktere. Dies hat mir super gefallen, weil es das Buch unterhaltsamer gemacht hat.

Die Charaktere gefallen mir sehr gut, weil sie nicht oberflächlich oder stereotypisch konstruirt sind. Stattdessen sind sie sehr individuell und vielschichtig. Auch die Liebesgeschichte zwischen Jacob und Fuchs entspricht keinesfalls dem Klischee. Die beiden zeigen ihre Liebe zwar nicht offen, aber man spürt, dass sie sich sehr stark lieben. Genau das hat mir super gefallen und mich oft zum Weiterlesen bewegt. Ich wollte unbedingt wissen, was aus den beiden wird. Abgesehen davon sind die Dialoge in diesem Buch wunderbar gelungen. Sie sind unterhaltsam, abwechslungsreich und informativ - mehr braucht der perfekte Dialog nicht.

Das Buch knüpft genau am ersten Band an und gibt einem auch immer wieder die Möglichkeit, sich zurückzuerinnern. Das war mir sehr wichtig, weil man so viel einfacher in die Geschichte zurückkehren kann und auch eine längere Zeitspanne zwischen den beiden Bänden liegen kann. Die Handlung ist in sich schlüssig und die Taten der Protagonisten wirken zu keinem Zeitpunkt unrealistisch. Durch den drohenden Tod von Jacob und dem anderen Schatzsucher wird unheimlich viel Spannung erzeugt, was ich super finde. Das Ende mag hier schon voraussehbar sein, aber trotzdem wurde ich von einigen Wendungen überrascht. Diese machen die Geschichte für mich total spannend, sodass ich mehrmals Angst um die Charaktere bekommen habe. Außerdem finde ich es schön, dass das Finale etwas komplizierter ist und der Leser dadurch nicht unterfordert wird.

Ein unheimlich spannendes und mitreißendes Buch, das schon sehr gespannt auf den nächsten Teil macht - eine wichtige Frage bleibt schließlich noch offen!

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Tags: cornelia funke, lebendige schatten, reckless   (3)

  

 

Ich fürchte mich nicht
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(218)

423 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 116 Rezensionen

dystopie, liebe, juliette, adam, gabe

Ich fürchte mich nicht

Tahereh H. Mafi , Mara Henke
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 19.07.2012
ISBN 9783442313013
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Juliette ist seit einiger Zeit allein in einer Zelle eingesperrt. Niemand darf sie berühren, denn sie hat eine besondere Gabe: Ihre Berührung foltert andere Menschen. Dies möchte das Reestablishment nun für seine eigenen Zwecke nutzen: Juliette soll ihnen als tödliches Werkzeug dienen. Aber sie möchte und kann es nicht tun - sie denkt, sie wäre ein Monster. Kann sie sich dem Regime widersetzen? Oder wird ihr Wille grausam gebrochen?

Von der ersten Seite an hat der Schreibstil mich gefesselt. Ich konnte mich gar nicht mehr losreißen. Die Geschichte ist sehr packend geschrieben und die Autorin bedient sich sehr vieler Stilmittel bzw. Erzähltechniken. Ganz besonders ist zum Beispiel der Gebrauch von durchgestrichenen Passagen - dabei kann es sich um wenige Worte oder auch einen ganzen Abschnitt handeln. Dies gefällt mir unheimlich gut, weil man so viel mehr Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere erhält. Abgesehen davon gibt es auch immer wieder einen Bewusstseinsstrom, der natürlich auch zur Vielschichtigkeit der Charaktere beiträgt, aber dem Leser auch die Umstände der Geschichte viel näherbringt. Zudem wird der Leser durch die fließenden Gedanken sehr stark gefesselt. Eine Sache, die mir eigentlich nicht so gut gefällt, aber super zu dem Buch passt, sind direkte Wortwiederholungen. Dadurch, dass sie die Atmosphäre sehr gut vermitteln, sind sie mir dann nicht allzu negativ aufgefallen. Allerdings finde ich, dass einige Stilmittel zu oft benutzt werden, sodass sie irgendwann abgestumpft wirken.

Wie schon genannt, sind die Charaktere sehr Vielschichtig und man erhält sehr viel Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistin. Besonders gut gefällt mir hierbei, dass man auch viel über die Vergangenheit erfährt, sodass man die Entscheidungen und Gefühle der Charaktere perfekt nachvollziehen kann. Diese sind übrigens zu keinem Zeitpunkt unpassend, woran man merkt, wie gut durchdacht die gesamte Geschichte ist. Außerdem finde ich es sehr interessant, dass die Personen auch ihren Erfahrungen gemäß handeln. Das trägt sehr dazu bei, dass sie realistisch wirken. Die Charaktere sind zwar nicht unbedingt sympathisch, aber auf jeden Fall faszinierend, weswegen man erfahren möchte, wie es mit ihnen weitergeht. Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren erscheinen mir sehr realistisch.

Die Handlung ist nachvollziehbar und gut durchdacht, weswegen sich das Buch sehr gut lesen lässt. Mir gefällt es sehr gut, dass man nicht vorhersehen konnte, was als nächstes passieren würde und meistens nur eine leichte Ahnung hatte. So konnte ich immer wieder überrascht werden und das Buch genießen. Allerdings fällt es sehr schwer das Buch wieder aus der Hand zu legen, es ist beinahe unmöglich. Es ist einfach viel zu spannend! Ein weiterer Aspekt, der mir sehr gut gefällt, ist dass viel Kritik ausgeübt wird, die sich auch auf die heutige Gesellschaft übertragen lässt.

Dieses Debüt ist einfach nur fantastisch! Ein sehr ungewöhnlicher und fesselnder Schreibstil, faszinierende Charaktere und eine spannende Geschichte! Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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Tags: ich fürchte mich nicht, tahereh mafi   (2)

  

 

Ferdinand Porsche
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(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ferdinand porsche, gunter haug, historischer roman, landhege verlag, ein mythos wird geboren

Ferdinand Porsche

Gunter Haug
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Landhege, 01.08.2012
ISBN 9783943066043
Genre: Ratgeber

Rezension:

Inhalt:
Dieser historische Roman schildert den Lebensverlauf von Ferdinand Porsche. Zunächst sollte dieser eigentlich den Betrieb seines Vaters übernehmen - aber er widersetzte sich und wollte unbedingt mehr über Elektronik erfahren. Was sein Vater natürlich gar nicht gerne sah. Doch schon bald findet er sich in der Autoindustrie wieder, wo er aber mit diversen Wirtschaftkrisen und zwischenmenschlichen Problemen zu kämpfen hat. Es folgt eine Intrige auf die Nächste...

Sprache:
Der Roman hat einen wunderbaren Schreibstil. Die Dialoge sind sehr lebhaft und unterhaltsam, was mir sehr gut gefällt. Außerdem sind immer genügend Beschreibungen vorhanden, sodass man sich die Umgebung des Protagonisten perfekt vorstellen kann. Besonders gut gefällt mir am Schreibstil, dass er mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Die Sätze sind so konstruiert, dass immer ein gewisser Drang weiterzulesen besteht. Außerdem haben die Charaktere auch ihren ganz individuellen Stil, was man besonders in den Dialogen merkt.

Charaktere:
Durch diesen ganz persönlichen Stil wirken die Charaktere unheimlich lebendig und interessant. Außerdem bemerkt man daran auch sehr schnell, dass sie eher vielschichtig als oberflächlich sind. Außerdem schafft der Autor es, die Charaktere sozugagen aufzuerwecken, da sie richtig realistisch wirken. Es ist ziemlich schwer, über eine historische Person zu schreiben, aber Gunter Haug scheint es wunderbar zu gelingen: Es gibt keinerlei Unstimmigkeiten und auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren werden perfekt dargestellt.

Handlung:
Das Buch spielt auf zwei verschiedenen Ebenen: In der einen unterhält Ferdinand Porsche sich mit seinem Enkel über die Vergangenheit, wodurch sie immer wieder in die zweite Ebene eintauchen. In dieser wird chronologisch die Geschichte Porsches dargestellt. Mir gefällt es ziemlich gut, dass es diese zwei Ebenen gibt, weil der Roman dadurch spannender und authentischer wird. Außerdem können so auch noch einige wichtige Informationen eingebaut werden. Generell wird die Lebensgeschichte Porsches sehr verständlich und interessant geschildert. Es kommen keinerlei Fragen auf, was richtig gut ist. Es scheint also sehr viel Recherche hinter diesem Buch zu stecken. Dadurch wird es vermutlich auch so spannend. Aber ein anderer Faktor für die Spannung sind die vielen Höhen und Tiefen in Porsches Leben. Man zittert immer mit ihm mit und wünscht sich das Beste für ihn und seine Familie. Ich habe jeden seiner Schicksalsschläge nachempfinden können. Genau so sollte es bei einem Buch auch sein: Jegliche Distanz zwischen den Charakteren und dem Leser sollte wegfallen, sodass der Leser alle Gefühle und Entscheidungen nachvollziehen kann und damit Teil der Geschichte wird.
Abgesehen davon gefällt es mir noch sehr gut, dass man den Roman auch sehr gut mit historischen Ereignissen verbinden kann - dadurch weiß man oft schon ohne Schilderungen, welche Lebensverhältnisse es in dem Land gerade gibt und ob die Wirtschaft gerade durch eine Wirtschaftskrise beeinflusst wird. Auch das ist genau nach meinem Geschmack!

Insgesamt ist dieses Buch absolut lesenswert: Egal ob man ein Porsche-Fan ist oder nicht - ich denke, dass jeder an diesem perfekt recherchierten und durchaus spannendem Buch Freude haben wird!

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Tags: ein mythos wird geboren, ferdinand porsche, gunter haug   (3)

  

 

Der beste Tag meines Lebens
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(39)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

freundschaft, schule, schuss, familie, asperger-syndrom

Der beste Tag meines Lebens

Ashley Miller , Zack Stentz , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.08.2012
ISBN 9783426226285
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Colin hat das Asperger-Syndrom, besucht aber eine ganz normale Schule und wird oft von seinen Mitschülern geärgert. Der Alltag bereitet ihm so manches Mal Probleme, aber besonders das Verstehen anderer Personen scheint ihm total schleierhaft. Als in der Schule nun eine Pistole gefunden wird und damit großer Wirbel entsteht, will Colin handeln: Er ist davon überzeugt, dass sein Erzrivale unschuldig ist, also fälschlicherweise verdächtigt wird. Er beginnt seine Ermittlungen und nutzt seine besondere Auffassungsgabe, um auch herauszufinden, wer wirklich schuldig ist.

Dieser Roman ist ziemlich gut geschrieben. Man konnte ihn sehr gut lesen, wobei mir besonders gut gefallen hat, dass Colin Einträge in sein Notizbuch macht, die auch als solche erkenntlich sind. Der Anfang jeden Kapitels ist so ein Eintrag, in dem man sehr viel Einsicht in Colins Gedanken erhält. Außerdem gibt es zu einigen verwandten Begriffen Anmerkungen, die entweder wissenschaftliche Begriffe erklären oder eine Geschichte aus Colins Vergangenheit schildern.

Durch diese Schilderungen ist Colins Charakter sehr umfassend gestaltet, da man Einblick in seine Vergangenheit, aber auch in seine jetzigen Gedanken erhält. Man erlebt die gesamte Geschichte aus dem Blickwinkel des Jungen, wodurch man mit der Zeit begreift, wie er denkt. Dies gefällt mir sehr gut, da man so all seine Handlungen verstehen kann. So begreift man aber auch sehr schnell sein Problem andere Gesichter zu lesen oder Ironie zu erkennen. Dies wird allerdings auch gut geschildert, sodass Colin absolut realistisch wirkt. Eine weitere tolle Sache ist es, dass auch sein Bruder nicht außer Acht gelassen wird und man auch merkt, dass es für ihn nicht immer einfach ist. Durch diese Tatsache und auch das Verhalten der Eltern wirkt die gesamte Situation absolut authentisch. Es hat sehr viel Freude bereitet, über Colin zu lesen und mehr über ihn zu erfahren.
Aber auch die anderen Charaktere sind gut gelungen: Einige davon werden etwas detaillierter beschrieben, da sie einen wichtigen Teil zur Handlung beitragen, während andere eher oberflächlich gehalten werden. An dieser Stelle haben die Autoren das perfekte Maß gefunden.

Schon ab der ersten Seite ist das Buch total fesselnd, was nicht nur daran liegt, dass Colin sehr sympathisch ist. Es bietet auch einige lustige Szenen, die perfekt mit eher wissenschaftlichen Phrasen harmonieren. Außerdem ist die Handlung in sich schlüssig, besonders dadurch, dass der Leser die Denkweise Colins nachzuvollziehen lernt. Dieser Einblick in Colins Welt gefällt mir super!

Insgesamt ist dieses Buch richtig gut, man kann es kaum aus der Hand legen. Es ist sehr abwechslungsreich, aber auch sehr informativ und bietet einen sehr sympathischen Helden.

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Tags: ashley miller, der beste tag meines lebens, zack stentz   (3)

  

 

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
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(572)

985 Bibliotheken, 31 Leser, 7 Gruppen, 170 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Hazel hat Krebs und weiß, dass sie sehr bald sterben wird. Als sie die Schule abbrechen muss, bricht sie beinahe alle Kontakte zu ihren Freunden ab und lebt sehr einsam. Doch dann lernt sie Gus bei der Selbsthilfegruppe kennen – auch er ist krank, aber scheinbar geht es ihm noch viel besser als ihr. Zwischen ihnen entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung, doch darf man den anderen lieben, wenn man weiß, dass man stirbt?

Das Buch verzaubert von der ersten Seite an: John Green schreibt unheimlich fesselnd und gleichzeitig atemberaubend schön. Es ist nahezu unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Außerdem schafft er es, ein so ernstes Thema auf verschiedenste Art und Weise darzustellen: Der Leser durchlebt eine Achterbahnfahrt voller Gefühle. An manchen Stellen berühren Greens Worte einen so sehr, dass man weinen muss, aber ein paar Seiten weiter kann man schon wieder lachen. Außerdem verbergen sich dutzende Weisheiten in den Gesprächen, Gedanken und Zitaten, die sich auch sehr gut auf das alltägliche Leben übertragen lassen. So wird man auch häufiger zum Nachdenken angeregt, was mir richtig gut gefällt. Aber auch die Charaktere sind toll. Schon früh beginnt man sich mit Hazel zu identifizieren, da sie in vielen Dingen trotz allem noch wie eine Jugendliche denkt und fühlt. Deshalb kommen auch ihre Gefühle so realistisch rüber und machen die Geschichte zu einer ganz besonderen. Dasselbe gilt für Gus, er ist ein total faszinierender Charakter. Schön finde ich allerdings auch, dass man mehrere Blickwinkel auf die Personen erhält und sie im Grunde sehr unterschiedlich sind. So wird das Thema von allen Seiten aus beleuchtet und man kann es sich perfekt vorstellen. Die Handlung ist richtig interessant, aber auch sehr spannend. Es gibt lediglich eine kleine langatmige Passage, die aber durch all die anderen positiven Aspekte wettgemacht wird. Besonders schön finde ich allerdings, dass es sich hier nicht um ein reines Krebsbuch handelt – man lernt auch sehr viel über das Leben allgemein und wichtige Dinge wie Freundschaft und Liebe.

So ein gefühlvolles Buch habe ich selten gelesen – der wunderbare Schreibstil und die tollen Charaktere machen es für mich perfekt!

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Tags: das schicksal ist ein mieser verräter, john green   (2)

  

 

Säure-Basen-Balance
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(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

rezepte, ratgeber, ernährung, gesundheit

Säure-Basen-Balance

Eva-Maria Kraske
Flexibler Einband: 127 Seiten
Erschienen bei Gräfe u. Unzer, 03.09.2009
ISBN 9783833817762
Genre: Ratgeber

Rezension:  
Tags:  

  

 

Unschuld
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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

unschuld, usch luhn

Unschuld

Usch Luhn
Flexibler Einband: 154 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 19.01.2012
ISBN 9783800056606
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Theo hat in letzter Zeit Probleme mit seinen Eltern, aber schon bald auch mit seinen Freunden. Es gibt Streit wegen der Freundin eines anderen, da die sich scheinbar viel mehr für Theo interessiert. Außerdem ziehen sie regelmäßig nachts los, um Gartenzwerge zu köpfen, doch plötzlich kommt ihnen die Polizei auf die Spur. Hinzu kommen noch Drogenprobleme und ein Mädchen, das alle im Dorf an eine längst vergessene Tragödie erinnert – die Ereignisse überstürzen sich.

Der Roman lässt sich gut lesen, was an dem flüssigen Schreibstil liegt. Dadurch und durch die sehr alltägliche Sprache kommt man sehr gut voran. Was mir allerdings nicht so gut gefällt, ist der Übermäßige Gebrauch von Umgangssprache. In Maßen hätte es ja noch gut zu einem Jugendlichen gepasst, aber leider ist es viel zu übertrieben. Besonders störend empfand ich die Wortwahl des Großvaters, sie passte teilweise gar nicht. Dadurch wirken die Charaktere schon etwas merkwürdig, allerdings sind diese auch in sich nicht stimmig: Ich hatte des Öfteren das Gefühl, dass einige Handlungen einfach nicht zu diesem Charakter passen und er eigentlich ganz anders reagieren müsste. Missfallen hat mir außerdem, dass eigentlich jeder Charakter Probleme und Stress hat, worauf aber auch die ganze Zeit der Fokus liegt. Wenn man immer nur über diese eine Seite liest, wird es etwas langweilig. Zudem wird jedes Problem zwar geschildert, aber es ergeben sich dadurch viele kleinere Geschichten, die eher oberflächlich bleiben. Ein bisschen mehr Tiefgang wäre schön gewesen. Zudem kann man sich mit den absolut unsympathischen Charakteren in keiner Weise identifizieren, was ich sehr Schade finde. In Folge dessen ist es auch schwer deren Gefühle nachzuvollziehen, was einen von der gesamten Handlung distanziert. Diese ist allerdings bis auf wenige Ausnahmen nachvollziehbar und es wird auch geschickt Spannung aufgebaut. Allerdings entsteht diese ganz umsonst, denn man erwartet immer etwas, aber es kommt nichts. Auch das Ende des Buches kommt sehr abrupt und es bleiben noch einige Fragen offen.

Das Buch lässt sich gut lesen, aber durch starke Übertreibungen, unsympathische Charaktere und wenig Tiefgang konnte es mich nicht wirklich überzeugen.

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Tags: unschuld, usch luhn   (2)

  

 

Schlehenherz
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(55)

98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

freundschaft, mord, internet, schülervz, jugendbuch

Schlehenherz

Heike Eva Schmidt
Fester Einband: 238 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 19.01.2012
ISBN 9783800056705
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Lilas beste Freundin Vio wurde umgebracht, aber der Täter wurde noch nicht gefasst. In tiefster Trauer macht Lila ihr ein Versprechen: Sie wird den Mörder finden. Doch damit begibt sie sich schon bald selbst in schreckliche Gefahr! Zudem laufen die Ermittlungen der Polizei sehr langsam und am Ende ist es beinahe zu spät…

Der Thriller ist in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst, wodurch er sich sehr gut lesen lässt und man super vorankommt. Außerdem sind die Dialoge auch den jeweiligen Charakteren angepasst, was für eine real wirkende Geschichte immens wichtig ist. Besonders gefällt mir der Einsatz von Gedichten, da diese perfekt die Situation Lilas wiedergeben. Aber leider werden diese an einer Stelle sehr gehäuft, was mir dann schon wieder zu viel des Guten war. Sehr abwechslungsreich erscheint mir, dass Lila auch Mails bzw. SchülerVZ-Nachrichten schreibt und diese auch als solche eingebaut werden

Die Charaktere sind im Allgemeinen nicht sehr vertiefend dargestellt, wodurch sich das Hauptaugenmerk des Lesers auf die Handlung verschiebt. Allerdings erhält man über Lila im Laufe der gesamten Geschichte tiefere Einblicke. Aber ich konnte mich nicht mit ihr identifizieren und auch nicht all ihre Gefühle/Handlungen nachvollziehen. So ist sie beispielsweise in einigen Situationen sehr unreif, während sie in anderen plötzlich genau das Gegenteil ist. Mir erscheint dies ein wenig unglaubwürdig, denn zusätzlich ändert sich ihr Wesen auch sehr schnell. Trotzdem finde ich ihre Angstzustände richtig gelungen, da sie authentisch erscheinen und so viel Spannung in die Geschichte bringen. Ihre Träume hingehen enden zumeist stark überspitzt, was mir nicht so gut gefallen hat. Außerdem gibt es bei einigen anderen Charakteren Dialoge, die leider etwas gekünstelt wirken. Ich finde es gut, dass man den Täter früh kennenlernt und auch Einsicht in seine Gedanken erhält, allerdings waren die Finten nicht sehr überzeugend und man hat schnell gemerkt, dass sie eigentlich unschuldig sind, obwohl eine bis zum Ende aufrechterhalten wird. Dies missfällt mir ein wenig, da es auch sehr viel Spannung nimmt.

Man wird sehr gut in die Handlung eingeführt, da man sofort viele wichtige Informationen erhält, die aber so gut eingebunden werden, dass man nicht davon erschlagen wird. Dementsprechend ist anfangs aber auch die Spannung sehr gering. Durch mehrere bereits genannte Punkte habe ich zunächst überlegt das Buch abzubrechen, aber bin jetzt froh, dass ich es nicht getan habe. Denn ab ca. der Hälfte wird das Buch um einiges besser, was nicht nur an der steigenden Spannung liegt. Das Finale ist allerdings für meinen Geschmack etwas zu kurz gehalten, aber trotzdem nicht schlecht. Besonders gut gefällt mir die Art wie die Geschichte ausklingt.

Dieser Thriller ist mit Ausnahmen gut gelungen und ganz nett für Zwischendurch, allerdings fehlt noch das gewisse Etwas.

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Tags: heike eva schmidt, schlehenherz   (2)

  

 

Schattenspieler
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(67)

150 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

berlin, krieg, schatz, zweiter weltkrieg, freundschaft

Schattenspieler

Michael Römling , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 29.06.2012
ISBN 9783815753071
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges führt das Schicksal zwei sehr unterschiedliche Jungen zusammen. In Berlin kommen sie auf die Spur eines immens wertvollen Kunstschatzes, den die Nazis zuvor gestohlen haben und nun versucht haben, ihn verschwinden zu lassen. Aber schon bald werden auch die Besatzer, sowohl die Russen, als auch die Engländer neugierig. Werden sie den Kunstschatz finden, bevor er wieder aus Berlin verschwindet?

Das Buch ist in einem sehr schönen und flüssigen Schreibstil verfasst, sodass es sich sehr gut lesen lässt. Durch viele Beschreibungen und die perfekten Worte wird die Nachkriegsatmosphäre kreiert, was richtig gut ist. Denn so sinkt man viel tiefer in die Handlung ein, und kann sehr gut mitfühlen und auch die Situation besser nachvollziehen. Zudem wird die Geschichte sehr packend erzählt, da auch stilistisch bereits Spannung aufgebaut wird. Besonders gut hat mir gefallen, dass auch ein paar Sätze Russisch und Englisch vorkamen, da einem so die Situation der Besatzung noch viel deutlicher wird. Zum anderen wirkt die gesamte Geschichte dadurch natürlich auch viel realistischer.

Von der Vielfalt der Sprachen profitieren allerdings auch die Charaktere. Besonders bei Nebencharakteren war es so, dass sie einem sofort sympathisch wirkten, weil sie sich sehr bemühten Deutsch zu sprechen, welches dann oft nicht einwandfrei war. Aber auch eine Verständigung durch bloße Gesten funktioniert super. Mir hat dies besonders gut gefallen, weil es die Besatzer in einem positiven Licht darstellt und gleichzeitig die eher düstere Stimmung aufhellt.
Außerdem finde ich es sehr gut, dass man in alle Standpunkte der Handlung hineinblicken kann, da es die Besatzer, einen Juden, einen Nazi und einen „Kriegsdienstverweigerer“ gibt. Durch diese verschiedenen Perspektiven gewinnt die Geschichte abermals an Authentizität und wird gleichzeitig informativer und unterhaltsamer. Es ist wirklich sehr interessant so viele unterschiedliche Auffassungen und Verhaltensweisen kennenzulernen. Schön finde ich auch, dass in einer Szene eine Blinde zur Schlüsselfigur wird, weil viele Bücher Behinderungen oft gänzlich ignorieren.
Die beiden Protagonisten sind sehr sympathisch, was natürlich auch daran liegt, dass man mit ihnen die ein oder andere gefährliche Situation durchsteht. In ihren Gesprächen ist oft viel Tiefe zu erkennen, die man von Jungen in dem Alter eigentlich nicht erwartet. Wenn man aber betrachtet, was sie alles durchmachen mussten, erscheint dies gar nicht mehr so unrealistisch und es macht Freude es zu lesen.

Es gibt mehrere Handlungsfäden, was aber kein Problem ist, da man am Anfang in jeden eingeführt wird, ohne dass Verwirrung entsteht. Besonders gut gefällt mir an den einzelnen Handlungssträngen, dass an ihren Übergängen oft Cliffhanger sind, wodurch man sehr neugierig wird, wie es wohl weitergehen mag. Es ist sehr geschickt gemacht und fördert die Spannung unheimlich. Aber es gibt auch direkt zu Anfang einige spannende Szenen, die einem die Gefühle der Charaktere näherbringen und einen somit die Angst spüren lassen. Toll finde ich, dass immer eine gewisse Grundspannung aufrechterhalten wird und immer wieder spannende Szenen vorkommen. Außerdem ist die Handlung absolut nachvollziehbar und hätte tatsächlich so gewesen sein können – es ist zumindest vorstellbar.

Ein unheimlich spannendes und mitreißendes Buch mit viel Tiefe und einer perfekt gestalteten Atmosphäre!

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Tags: michael römling, schattenspieler   (2)

  

 

Ashby House
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(38)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

spukhaus, england, horror, cornwall, turmzimmer

Ashby House

V. K. Ludewig
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei dtv, 17.02.2012
ISBN 9783423213516
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Die Shalott-Schwestern ziehen in Ashby House in England ein. Allerdings scheint dieses Haus kein Normales zu sein: Obwohl alle Fenster verschlossen sind tobt ein Sturm durch die Räume. Außerdem scheinen Räume zu existieren, die architektonisch gar nicht möglich sind. Als dann plötzlich Lucille Shalott scheinbar von einem Raum verschlungen wird, begibt sich ihre Schwester auf eine gefährliche Suche, die noch zusätzlich von äußeren Einflüssen erschwert wird…

Ich hatte eigentlich eine sehr gruselige Geschichte erwartet. Aber leider gab es nur sehr wenige und kurze Passagen, in denen man sich leicht gegruselt hat. Das liegt zum Beispiel auch daran, dass einigen Szenen sehr schnell die Spannung entnommen wird, weil etwas vorweggenommen wird – das finde ich sehr schade. Aber auch an anderen Stellen hat es mich gestört, dass so viel bereits verraten wird, bevor überhaupt beschrieben wird, wie es dazu kam. Allerdings waren andere „Geheimnisse“ wiederum so eingebaut, dass sie immer wieder erwähnt wurden, ohne dass man wusste was dahintersteckt. Das hat mir richtig gut gefallen, weil ich dadurch richtig neugierig geworden bin und unbedingt weiterlesen wollte. Dies gelingt durch den Schreibstil sehr gut: er ist schön flüssig lesbar und gerade die bildhafte, teilweise sogar metaphorische Sprache ist klasse!
Die Charaktere finde ich im großen Ganzen gut gelungen. Sie sind komplexer, also nicht nur oberflächlich gestaltet und wirken gerade durch ihre Streitigkeiten sehr realistisch. Außerdem scheinen sie alle von ihrer Art her sehr unterschiedlich zu sein, wodurch etwas Abwechslung in die Geschichte kommt. Besonders gut gefällt mir hierbei der „Dauerstreit“ zwischen den Schwestern, der wirkt extrem realistisch! Eine andere Sache, die ich toll finde ist aber auch, dass die Zukunft jeden Charakters (sogar der Nebencharaktere) beschrieben wird und so keinerlei Fragen offen bleiben. Stattdessen liegt ein schön abgerundetes Ende vor.
Ein weiterer Kritikpunkt ist allerdings, dass die Geschehnisse im Haus zum Ende hin etwas absurd werden. Die Situation wird übertrieben dargestellt, was dem Leser vermutlich die gefährliche Situation näherbringen soll – mir hat es allerdings nicht so gut gefallen.

Insgesamt ist es aber dennoch ein durchaus lesenswertes Buch, das eine nette Geschichte bietet, die man so zunächst eigentlich gar nicht erwartet.

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Tags: ashby house, roman, v. k. ludewig   (3)

  

 

Elefanten sieht man nicht
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(47)

83 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 33 Rezensionen

kinder, misshandlung, mascha, zivilcourage, geschwister

Elefanten sieht man nicht

Susan Kreller
Fester Einband: 203 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.02.2012
ISBN 9783551582461
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Mascha bemerkt, dass zwei Kinder von ihren Eltern geschlagen werden und erzählt dies ihren Großeltern. Diese möchten davon aber gar nichts wissen, ebenso wie der Rest des Dorfes. Aber dennoch scheinen alle zu erahnen was vor sich geht, aber sie möchten die Illusion des friedlichen Dorfes aufrechterhalten. Auf eigene Faust versucht Mascha nun, den Kindern zu helfen und alles läuft aus dem Ruder...

Ich finde es sehr gelungen, dass aus der Perspektive von Mascha erzählt wird. Die Wortwahl ist einer 13-Jährigen gerecht und so kann man super ihre Gedankengänge und Entscheidungen nachvollziehen. Da merkt man auch, wie sehr solche Probleme jemanden belasten können, denn sie kann scheinbar an gar nichts anderes mehr denken. Außerdem finde ich es gut, dass sie sich in ihren Gedanken auch gegenüber anderen Personen negativ äußert, dadurch wirkt sie sehr authentisch und ich kann ihre Situation besser nachempfinden. Allerdings erscheint mir die Geschichte stellenweise dennoch ein wenig überspitzt, wodurch ich aber auch sehr zum Nachdenken angeregt wurde, denn es ist ja schon ein sehr heikles Thema, das das Buch hier anspricht. Etwas schade fand ich die Kürze des Buches, vielleicht hätte man hier noch einen weiteren Handlungsstrang einfügen können oder auch einmal ein Kapitel aus der Sicht der betroffenen Kinder schreiben können. Das hätte mir richtig gut gefallen, da man so zwei sehr kontrastreiche Sichtweisen der Situation gehabt hätte und wüsste, was nun wirklich in den Kindern vor sich geht. Die Charaktere bleiben allerdings auch größtenteils oberflächlich und stereotypisch (außer vielleicht Mascha), was aber in gewisser Weise auch zu dem Buch passt, weil die Grundsituation sicherlich auf viele reale Beispiele übertragbar ist.

Insgesamt finde ich, dass das Buch gelungen ist und sehr zum Denken anregt, aber das gewisse Etwas leider noch fehlt.

  (8)
Tags: elefanten sieht man nicht, susan kreller   (2)

  

 

Ich würde dich so gerne küssen
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(63)

136 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

liebe, berlin, musik, freundschaft, party

Ich würde dich so gerne küssen

Patrycja Spychalski
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.02.2012
ISBN 9783570307809
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Frieda lernt an ihrem Geburtstag den faszinierenden Jeffer kennen und er geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch jeder, der ihn etwas näher kennt warnt sie: Er wird dir das Herz brechen. Als ihre Eltern verreisen, zieht sie kurzerhand bei ihm ein...

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, sodass es sich sehr gut lesen lässt. Zudem liest es sich auch sehr schnell, weil die Handlung nicht sehr komlplex ist, was ich aber auch ein bisschen schade finde. Gut finde ich allerdings, dass es keine unnötigen Nebenhandlungen gibt, weswegen der Leser sich gänzlich auf Frieda konzentrieren kann. Diese wirkt allerdings nicht allzu sympathisch, sodass man nicht wirklich in die Geschichte einsinken kann. Zudem ist ihr Charakter sehr merkwürdig: Ihr gesamtes Wesen ändert sich innerhalb von wenigen Tagen, was absolut unrealistisch erscheint. Die anderen Charaktere sind sehr unterschiedlich, aber werden oft nur oberflächlich dargestellt. So entsprechen sie leider auch teilweise Stereotypen, was der Geschichte Authentizität nimmt. Dies geschieht auch in der Beziehung von Frieda und Jeffer: Es wirkt alles so gekünstelt, dass es schon fast an ein typisches Mädchenbuch erinnert, was ich sehr schade finde.

Insgesamt bin ich eher enttäuscht von diesem Buch, aber zur reinen Unterhaltung lässt es sich dennoch gut lesen.

  (8)
Tags: patrychja spychalski   (1)

  

 

Schattenwanderer
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(10)

25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

mehrteiliges werk, alexey pehov, russisch, zwerge, kobolde

Schattenwanderer

Alexey Pehov , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2012
ISBN 9783492268028
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Garrett ist der beste Dieb Awendums. Am Liebsten würde er sich dennoch von den Gilden fernhalten, aber der König stellt ihm ein merkwürdiges Ultimatum: Entweder muss er im Gefängnis dafür büßen, nicht der Gilde anzugehören, oder er muss zu einer zum Scheitern verurteilten Mission aufbrechen. Von dieser hängt die Zukunft Sialas ab und alle bisherigen Versuche sind gescheitert. Die letzte Hoffnung liegt in Garrets Händen...

Der Einstieg in das Buch gelingt recht gut, obwohl man eine komplett neue Welt mit einer Vielzahl an Wesen kennenlernt. Dies ist so, weil einem immer wieder Hintergrundinformationen mitgeteilt werden, ohne gänzlich aus der Handlung gerissen zu werden. Außerdem besteht die Möglichkeit Begriffe und Wesen im Glossar nachzuschlagen, was aber kaum notwendig ist, sodass man den Lesefluss nicht unterbrechen muss.
Sehr gut gefällt mir, dass die Charaktere nicht wie sonst in Fantasy-Romanen üblig merkwürdige Namen tragen. Das gäbe nur Verwirrung. Dementsprechend gefällt es mir auch, dass einige Nebencharaktere Namen tragen, die bereits ihre Charaktereigenschaften andeuten. Gleichzeitig werden sie auch nur recht schemenhaft dargestellt, sodass man nicht vom Protagonisten abgelenkt wird - ein bisschen mehr Detail wäre hier schön gewesen. Garrett wird umfassender dargestellt und man erfährt im Laufe der Geschichte mehr über seine Vergangenheit, sodass seine Taten mit der Zeit nachvollziehbarer werden.
Allerdings hat mir die Spannung sehr gefehlt, es gab immer wieder langatmige Passagen, die leider auch nicht von den wenigen spannenden Stellen wettgemacht werden können. Bei einer ist es sogar so, dass man keinen der Beteiligten kennt, sodass man auch kaum mitfiebert. Träume oder Visionen wie dieser treten häufiger auf, aber reißen den Leser etwas aus dem Geschehen. Allerdings haben sie auch Auswirkungen auf die weitere Handlung. Bei anderen spannenden Stellen wird die Spannung danach wieder komplett herabgesetzt und nur mühselig wieder aufgebaut. Leider bleibt auch ein Finale am Ende aus, was aber vielleicht in den Folgebänden zu finden ist.

Ich hatte sehr hohe Erwartungen, sodass mir besonders actionreiche Szenen und Spannung gefehlt haben - sie sind zwar vorhanden, aber in geringem Maße. Dennoch erscheint die Handlung sehr interessant und ich bin neugierig wie es wohl weitergeht.

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thriller, entführung, psychothriller, mord, psychopath

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Marc Raabe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein TB, 11.05.2012
ISBN 9783548284354
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Gabriel betritt verbotenerweise den Keller seines Vaters und macht eine schreckliche Entdeckung. 30 Jahre später kann er sich nicht mehr an die Nacht, die sein Leben für immer veränderte erinnern. Aber für das Überleben seiner Freundin Liz ist es notwendig, dass er sich wieder erinnert… Bei seinen Nachforschungen gerät auch er selbst in Gefahr und wird auch schon bald von der Polizei verfolgt. Wird es ihm dennoch gelingen seine Erinnerungen und damit Liz zurückzugewinnen?

Das Buch ist klasse. Schon von der ersten Seite an zieht sich eine Grundspannung durch das ganze Buch, die mir auch des Öfteren Herzklopfen bereitet hat. Genial gemacht. Außerdem hat es mich manchmal auch einfach gegruselt, was ich von dem Buch nicht erwartet hatte, weswegen ich es umso positiver auffasse. Die Spannung wird von einem sehr gut darauf angepassten Schreibstil begleitet, der auch immer den Situationen entsprechend variiert, was mir sehr wichtig ist. Dadurch hatte ich ein ziemliches Bedürfnis weiterzulesen und all die Rätsel zu lüften, ich wollte erfahren, was dahintersteckt! Und hier wird einem nicht zu viel versprochen: Es steckt ein sehr komplexes Geflecht dahinter, dass aber sehr gut nachvollziehbar ist, weil es so gut durchdacht ist. Auch im Allgemeinen bleibt der Thriller sehr schlüssig und mir sind keinerlei Ungenauigkeiten aufgefallen. Sehr gut gefällt mir hier auch, dass die Handlungsstränge schon von Anfang an in gewisser Weise einen Zusammenhang erahnen lassen, sodass der Leser nicht unnötig verwirrt wird. Besonders gelungen finde ich aber die Charaktere: Sie sind absolut authentisch, weil sie eben gerade nicht perfekt sind und alle ihre Macken haben. Außerdem haben sie alle einen komplexen Hintergrund, was mein Interesse in einzelne Personen geweckt hat. Dadurch mochte ich einige Charaktere von ihrer Art her, obwohl ich sie im echten Leben vermutlich nicht mögen würde. Auch die Beziehungen zwischen ihnen sind genial. Es gibt starke Schwankungen, wodurch das Buch erneut an Authentizität gewinnt. Ich hatte allerdings schon fast befürchtet, dass das Showdown nicht mehr allzu gut ausfallen würde. Aber entgegen meiner Erwartungen schafft der Autor es alles Bisherige erneut zu übertreffen. Wunderbar, ein absolut gelungener Thriller!

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen! So wunderbare, spannungsreiche Thriller sind eher selten. Ich bin begeistert von einem so perfekten Debüt!

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