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Der Torwächter - Die verlorene Stadt
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(20)

24 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

weltentore, schneeleopar, jugendliche, macht, g, torwächte

Der Torwächter - Die verlorene Stadt

Markus Stromiedel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791519449
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Simon und die Leopardin Ashakira sind durch ein Weltentor geflohen und müssen sich nun in einer Welt durchschlagen, die von dem Bösewicht Drhan beherrscht wird. Die Stadt ist größtenteils verfallen und die Bewohner sind sehr misstrauisch. Doch gleichzeitig droht Simon direkt Gefahr von den Soldaten Drhans! Er muss sehr vorsichtig handeln, um seinen Großvater wiederzufinden. Doch schon bald ist klar, dass er sich dafür in die unmittelbare Nähe von Drhans Festung und damit in riesige Gefahr begeben muss!

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr schlicht, also ohne spezielle rhetorische Mittel oder komplizierte Satzstrukturen. Dadurch lässt sich das Buch sehr einfach lesen, wodurch es dann natürlich der Zielgruppe auch perfekt angepasst ist. Auch lange Beschreibungen entfallen, wenn sie nicht unbedingt notwendig sind, sodass der Handlungsfluss nicht unnötig aufgehalten wird. Außerdem wird durch die Wortwahl auch schon oft ein bisschen Spannung erzeugt, sodass man richtig nah am Geschehen ist!

Charaktere:
Simon und Ashakira waren mir schon im ersten Band sehr sympathisch - so ist es auch in diesem. Ich habe nach wenigen Seiten wieder mit ihnen gefühlt. Allerdings sind mir die Nebencharaktere diesmal eher negativ aufgefallen. Dadurch, dass in jeder Welt eine Kopie dieser Personen existiert, wirken sie total unnahbar. In meinen Augen waren sie eher oberflächlich gehaltene, leblose Hüllen, daher konnte ich mich nicht mit ihnen identifizieren.
Außerdem hat es mich etwas gestört, dass Simon quasi der perfekte Held ist. Er scheitert eigentlich nie und ihm scheinen alle Dinge immer genau passend zuzufallen. Zum Glück hat sich das gegen Ende ein wenig geändert, aber in manchen Situationen habe ich es schon als ein wenig unrealistisch empfunden, dass er alles meistert.

Handlung:
Von der ersten Seite an bietet dieses Buch richtig viel Action. Damit verbunden wird es natürlich auch schnell spannend, aber merkwürdigerweise konnte mich das Buch nicht sofort fesseln. Das ist leider erst ab der Häflte des Buches passiert. Allerdings glaube ich auch, dass dies wohl daran liegt, dass ich nicht der Zielgruppe angehöre, also werden jüngere Leser hier wohl auf ihre Kosten kommen.
Ein bisschen gestört hat mich auch, dass es bei einigen Details Ungereimtheiten gab, aber eigentlich waren diese gar nicht so tragisch, sie haben mich nur kurz aufmerken lassen. Außerdem erinnert Simon's neue Wunderwaffe mich stark an Thor, aber auch das finde ich gar nicht schlimm, da es dadurch auch noch etwas spannender wird.
Richtig gemein finde ich übrigens, dass so viele Fragen offengelassen werden! Und bei einigen Szenen frage ich mich, ob diese wohl für später noch eine wichtige Bedeutung haben...

Eine gelungene, aber leider etwas schwächere Fortsetzung!

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Wunder
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(120)

279 Bibliotheken, 13 Leser, 3 Gruppen, 56 Rezensionen

schule, freundschaft, wunder, familie, mut

Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.01.2013
ISBN 9783446241756
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
August ist anders als andere Kinder. Durch das Zusammenspiel mehrerer Genmutationen weist sein Gesicht einige Anomalien auf, die ihm das Leben schwer machen. Nachdem er als Kind aufgrund von vielen Operationen nie eine Schule besuchen konnte, soll er nun in die 5. Klasse eingeschult werden. Doch dies bereitet ihm große Sorgen: Was werden die anderen sagen? Wird er dort Freunde finden? Schon sehr bald wird deutlich, dass ihm nicht jeder gut gesinnt ist...

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr gewöhnlich, aber trotzdem sehr fesselnd. Dadurch versinkt man richtig schnell in der Geschichte. Am Besten hat mir sprachlich gefallen, dass die Autorin immer wieder Maxime, Zitate oder Songtextzeilen einbaut. Diese passen richtig gut zum Rest des Buches, da sie manchmal die Stimmung der Szene unterstreichen oder auch zum Nachdenken anregen. Außerdem entsteht schon allein dadurch eine extreme Tiefgründigkeit, die das Buch für mich so fantastisch gemacht hat! Aber auch rhetorisch kann die Autorin richtig gut mit Worten umgehen. Abgesehen davon, dass sie Gefühle perfekt übermittelt, kann sie den Leser auch mit ihren Worten zutiefst berühren, wie es zum Beispiel bei der Rede von Mr. Pomann der Fall ist. Oft reichen dazu aber auch nur ein paar Worte von August.

Charaktere:
August ist ein richtig sympathischer Protagonist. Man kann all seine Ängste und Sorgen sofort nachvollziehen, wodurch man selbst richtig nah an der Handlung ist. Aber auch seine Schwester Via, seine Eltern und die anderen Kinder haben mir gut gefallen. Besonders ist hierbei, dass die Sicht zwischen den einzelnen Charakteren wechselt. So erfährt man beispielsweise auch, dass Via es auch nicht allzu einfach in ihrem Leben hat oder wie sich die Meinung einiger Kinder gegenüber August ändert. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven kann man sich die ganze Geschichte viel besser vorstellen und der gesamte Sachverhalt wird realistisch und vor allem umfassend dargestellt.

Handlung:
Bei den Wechseln zwischen der Perspektive kann man sich sofort wieder in die Handlung einfinden, da oft eine Szene erneut, aber eben aus einer anderen Sicht geschildert wird. Das mag langweilig klingen, ist es aber gar nicht: Man erhält noch viel mehr wichtige Informationen, durch die das Buch für mich immer spannender wurde. Generell hat das Buch auch von der Spannung her einiges zu bieten. Mich haben die vielen Hochpunkte immer wieder aufs Neue mitgerissen. Gleichzeitig hat mich das Buch aber auch immer wieder berührt und zum Nachdenken angeregt. Immer wieder hat mich das Buch zum Grinsen aber auch beinahe zum Weinen gebracht.

"Wunder" ist ein fantastisches Buch, mit vielen Gefühlen. Es regt einen immer wieder zum Nachdenken an und hat mich zutiefst berührt!

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The Hitchhiker's Guide to the Galaxy
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(9)

18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

außerirdische, unterhaltung, humor, scifi

The Hitchhiker's Guide to the Galaxy

Douglas Adams
Flexibler Einband: 323 Seiten
Erschienen bei Pan Macmillan, 24.07.2009
ISBN 9780330437981
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Die Erde geht unter - aber zum Glück kann Ford Arthur retten. Die beiden begeben sich auf eine Reise quer durch die Galaxis. Dabei treffen sie natürlich auch den ein oder anderen Außerirdischen. Außerdem hat Ford das Buch "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy" dabei, das Arthur hilft die Galaxie etwas besser zu verstehen. Aber dennoch begeben sich die beiden unfreiwillig schon bald in große Gefahr...

Sprache:
Ich habe die Wortwahl als sehr angenehm empfunden, da sich das Buch sehr gut lesen ließ. Natürlich stolpert man ab und zu über einige neue Ausdrücke, wie etwa spezielle Bezeichnungen für Kreaturen. Aber diese werden auch immer ausreichend erklärt. Problematisch finde ich es allerdings, wenn diese mit einer Fußnote versehen sind. Da wird man total aus dem Lesefluss gerissen, also wäre ein direkter Einbau in die Geschichte besser gewesen.
Gleichzeitig ist der Schreibstil aber auch sehr unterhaltsam, insbesondere wenn die Charaktere mal wieder aneinander vorbeireden.

Charaktere:
Obwohl ich den Charakteren anfangs sehr skeptisch gegenüberstand, muss ich zugeben, dass sie doch alle auf ihre spezielle Art und Weise toll sind. Besonders liebgewonnen habe ich beispielsweise den depressiven Roboter, der mit seinen oft zynischen Bemerkungen total sympathisch wirkte. Außerdem konnte ich mich sehr gut mit Arthur identifizieren, da ich in etwa genauso unwissend war wie er. Dadurch war es auch umso spannender zu lesen, wie er mit der Situation umgeht. Aber auch die "bösen" Außerirdischen haben mich richtig gut zum lachen gebracht.

Handlung:
Was die Handlung angeht, erging es mir ähnlich wie mit den Charakteren. Ich habe zu Beginn merkwürdigerweise gar nicht richtig in die Handlung hineingefunden. Aber dann wurden die Gespräche plötzlich so witzig, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Die Situationen sind manchmal an sich einfach schon so merkwürdig, dass man nur grinsen kann.
Echte Spannung wird aber leider nicht erzeugt. Man wird eher durch kurze Passagen aus dem Werk das Ford dabei hat aus der Handlung gerissen, was ich stellenweise echt schade fand.

Das Buch lohnt sich definitiv - die Galaxis mal ganz anders und vor allem lustig!

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Breathe - Gefangen unter Glas
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(132)

408 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

sauerstoff, dystopie, kuppel, glas, bäume

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei DTV, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
In einer Welt in der es offiziell keine Bäume mehr gibt und der Sauerstoff knapp ist, kontrolliert "Breathe" mit einer Kuppel die gesamte Gesellschaft. In diesem Klassensystem von Premiums und Seconds müssen Bea, Quinn und Alina sich zurechtfinden. Quinn als Premium strebt eine Karriere bei "Breathe" an und auch die Second Bea versucht sich daran. Doch ihre Begegnung mit der Rebellin Alina gerät ihr bisheriges Leben komplett durcheinander: Stimmt es, dass das System sie alle unterdrückt und belügt? Sie begeben sich auf eine gefährliche Reise außerhalb der Kuppel...

Sprache:
Der Schreibstil konnte mich von der ersten Seite an super fesseln. Dabei kann ich gar nicht genau sagen wieso, das Buch ist einfach extrem flüssig und interessant geschrieben! Es hat mich wirklich nicht mehr losgelassen. Außerdem sind die speziellen Begriffe wie zum Beispiel "Premium" oder "Second" gar kein Problem beim Lesen. Im Zusammenhang versteht man sofort, was damit gemeint ist, oder sie werden sogar erklärt. Es ist also absolut kein Problem in diese neue Welt einzutauchen.
Mir persönlich gefällt es auch sehr gut, dass einige Charaktere wie Maude Blue in ihrem eigenen Slang reden. Dadurch werden sie um einiges realistischer, vor allem, weil es auch perfekt zu ihrem Wesen passt.

Charaktere:
Aber auch die anderen Charaktere waren für mich überhaupt nicht oberflächlich - ganz im Gegenteil - sie waren alle sehr unterschiedlich und hatten ganz individuelle Merkmale oder Verhaltensweisen. Insbesondere die Entwicklung von Bea's Charakter gefällt mir richtig gut. Ganz besonders ist hierbei auch, dass auch andere Charaktere diese Entwicklung an ihr bemerken, da die Geschichte ständig die Sicht wechselt. Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Quinn, Bea und Alina erzählt, wodurch es verdammt spannend wird! Außerdem wird so das faszinierende Beziehungsdreieck richtig deutlich und man kann mitansehen, wie sich die Einstellungen gegnüber einzelnen Personen ändern.
Davon abgesehen finde ich aber auch die Gefühlsdimension sehr gut gelungen. Die Gefühle schienen immer sehr aufrichtig und natürlich, wirkten also nie gekünstelt. Dadurch hat mich die Geschichte noch mehr mitgerissen - ich habe mir richtig Sorgen um meine Lieblingsfiguren gemacht!

Handlung:
Obwohl es schon sehr viele und vor allem ähnliche Dystopien gibt, schafft Sarah Crossan hier noch eine für mich neue Welt. Ich finde die Idee von "Breathe" zugleich faszinierend und beängstigend. Leichte Parallelen mit anderen Dystopien sind natürlich kaum vermeidbar, aber in meinen Augen waren diese dann doch eher gering (Ich musste zwischendurch an "Legend: Fallender Himmel" von Marie Lu denken).
Übrigens finde ich nicht, dass die Handlung in irgendeiner Weise durchsichtig ist. Ich wurde immer wieder von einigen Wendungen überrascht. Außerdem kann dieses Buch die Spannung auch von der ersten Seite an bis zum Ende auf hohem Niveau halten, ohne zwischendurch zusammenzusacken. Dadurch ist es kaum möglich das Buch überhaupt noch aus der Hand zu legen und nach dem Ende wünscht man sich Band 2 ganz schnell herbei!

"Breathe: Gefangen unter Glas" ist eine perfekte Dystopie mit einer ganz neuen beängstigenden Idee, die einen nicht mehr so schnell loslässt! Spannung pur!

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Vom Mondlicht berührt
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204 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

paris, vincent, numa, revenants, kate

Vom Mondlicht berührt

Amy Plum , Ulrike Brauns
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe Verlag, 16.01.2013
ISBN 9783785570432
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die zauberhafte Liebesgeschichte um Vincent und Kate geht weiter, aber schon bald müssen die beiden sich den nächsten Herausforderungen stellen: Wie soll Vincent seinem Drang immer wieder für andere Menschen zu sterben widerstehen? Während sich die beiden auf die Suche nach einer Lösung machen, werden die Numa plötzlich unheimlich ruhig. Was planen sie bloß? Gleichzeitig werden die Anzeichen immer deutlicher, dass Vincent der prophezeite Meister sein soll, der die Numa letztendlich auslöschen wird. Können die beiden all diese Hindernisse und Gefahren zusammen meistern?

Sprache
Das Buch hat wie auch schon das erste einen wunderbaren Schreibstil. Amy Plum kann wirklich wundervoll beschreiben, sodass man sich wirklich so fühlt, als wäre man in Paris. Diese vermittelte Atmosphäre gefällt mir richtig gut! Gleichzeitig nimmt man dadurch natürlich auch die Gefahren sehr real wahr, sodass man sehr nah am Geschehen ist. Deswegen konnte Amy Plum mich schon nach wenigen Seiten erneut mitreißen, sodass ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte - ich war so froh endlich zu erfahren, wie es mit Vincent und Kate weitergeht!

Charaktere
Aber auch die Wortwahl der Charaktere ist einfach nur perfekt. Jeder hat seine ganz eigene Art und Weise sich zu äußern, wodurch die Geschichte sehr lebendig wird. Ich konnte mir die Charaktere in ihren Gesprächen immer richtig gut vorstellen und musste auch öfters über ihr Verhalten grinsen. Besonders gut gefällt mir, dass man bei einigen Revenants auch merkt, dass sie aus einer ganz anderen Zeit stammen. Dadurch wird das gesamte Geschehen noch etwas unterhaltsamer.
Besonders toll ist natürlich auch, dass die beiden Protagonisten so natürlich und sympathisch wirken, da möchte man gar nicht mehr aufhören von ihnen zu lesen.

Handlung
Das Buch ist von der ersten Seite an spannend und wird immer besser: gefühlvolle Szenen wechseln sich mit ein paar Actionszenen ab. Dieser Mix gefällt mir super, allerdings hätte ich mir stellenweise mehr Action gewünscht. Sehr gut finde ich auch, dass die Geschichte durch ein paar Wendungen vorher nicht durchschaubar ist, und dadurch auch spannender wird. Allerdings muss ich sagen, dass der Cliffhanger am Ende echt gemein ist - mit so viel Spannung und offenen Fragen zurückgelassen zu werden ist fies. Wie soll ich denn jetzt so lange warten?

Eine perfekte und gefühlvolle Fortsetzung, die gar nicht noch spannender sein könnte!

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Über ein Mädchen
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(20)

44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

joanne horniman, carlsen, anna, mädchen, erkenntnis

Über ein Mädchen

Joanne Horniman , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.04.2013
ISBN 9783551582713
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Anna lebt weit von ihrer Familie entfernt und arbeitet in einer Buchhandlung. Doch als sie Flynn das erste Mal sieht, ist eins klar: Sie muss dieses Mädchen wiedersehen! Die beiden beginnen sehr schnell eine Beziehung, aber es ist nicht einfach. Sie werden von Fragen geplagt, ob sie das wirklich wollen, oder was andere denken mögen. Aber Anna hat auch Probleme mit ihrer eigenen Familie. Doch was möchte sie eigentlich in ihrem Leben erreichen?

Sprache:
Mir hat der Schreibstil von Joanne Horniman ab der ersten Seite richtig gut gefallen. Sie schreibt definitiv anders als die meisten Autoren! Besonders gut haben mir die umfassenden und oft detailverliebten Beschreibungen gefallen. Außerdem liebe ich es, wenn die Wortwahl auch ein bisschen metaphorisch wird, dadurch liest sich eine Geschichte richtig gut! Dementsprechend war ich dem Buch schon sehr schnell verfallen - ich musste unbedingt weiterlesen!

Charaktere:
Anna ist mir absolut sympathisch. Ich konnte mich oft mit ihr identifizieren, weil ihre Gedankengänge so nachvollziehbar waren. Sehr gut finde ich hierbei, dass aus der Innensicht von Anna erzählt wird, dadurch erlebt man das Buch sehr viel intensiver und wird als Leser auch direkt mit ihren Fragen und Problemen konfrontiert. Gleichzeitig erscheint Flynn einem dadurch aber auch noch rätselhafter. Ich wollte die ganze Zeit über unbedingt herausfinden, was für Geheimnisse sie wohl zu verbergen hat.

Handlung:
Ich wusste zu Beginn des Buches nicht ganz, in welche Richtung es sich wohl entwickeln würde. Ich hatte zwar mit einer Liebesgeschichte gerechnet, aber das Buch hat mich dann extrem überrascht. Die Beziehung war weder ein Klischee, noch in irgendeiner Art und Weise langweilig. Außerdem war das Buch dann plötzlich um einiges Vielschichtiger, als es in den ersten Kapiteln den Anschein gemacht hatte: Zwischendurch rückte die Beziehung der Beiden in den Hintergrund und man erfuhr stattdessen viel mehr über Anna's Leben. Der Tiefgang, der hier zum Ausdruck kam, hat mich überwältigt. Gleichzeitig wechselt das Buch durch alle Gefühlslagen. Manchmal ist es unheimlich traurig, aber im nächsten AUgenblick bringt es einen wieder zum Lächeln.

Der traumhafte Schreibstil und die überraschende Entwicklung des Buches machen "Über ein Mädchen" in meinen Augen zu einem wirklich lohnenswerten Buch! Ich bin mir sicher, dass es einer sehr vielschichtigen Leserschaft gefallen könnte!

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Im Land der Kaffeeblüten
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(10)

21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

guatemala, familiengeschichte, kaffeeanbau, kaffeeblüten, ururgroßmutter

Im Land der Kaffeeblüten

Laura Antoni , bürosüd° GmbH
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 24.10.2012
ISBN 9783522201605
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Julia und Isabell sollen für die Schule ein Referat über den Kaffehandel zur Jahrhundertwende vorbereiten. Dabei entdecken sie, dass ihre Vorfahren zu der Zeit in Guatemala waren und sich dort sogar getroffen haben! Julia's Vorfahren haben das Familienunternehmen aufgebaut, während Isabell's Vorfahren das Land und die Schätze der Maya erforscht haben. Aber schon bald entdecken beide düstere Geheimnisse in vergessenen Tagebüchern und erfahren von schrecklichen Gefahren, denen ihre Vorfahren sich stellen mussten.

Sprache:
Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, da er meist eher einfach gehalten ist. Allerdings werden auch viele spanische Ausdrücke benutzt, wodurch man sich viel besser in die Geschichte hineinversetzen kann. Besonders gut hat es mir gefallen, dass sogar die Sprache der Ureinwohner ab und zu vorkam. Sehr schön ist außerdem, dass nicht nur die Zeitebenen wechseln, sondern auch manchmal ein Tagebuchauszug wortwörtlich wiedergegeben wird.

Charaktere:
Die Protagonistinnen waren mir alle recht schnell sympathisch. Und damit meine ich nicht nur Julia und Isabell, sondern auch Margarete und Elise, die Vorfahrinnen der beiden. Ich konnte ihre Sorgen und Ängste immer sehr gut nachvollziehen. Insbesondere Elise war mir sehr sympathisch, weil sie mit dem Leben in Guatemala zu Beginn überhaupt nicht klarkam und ihre Eindrücke über das Land auch dementsprechend sehr ehrlich geschildert wurden.

Handlung:
Ich finde es richtig gut, dass das Buch so viele Handlungsstränge hat, die sich immer wieder berühren und letztendlich zusammenlaufen. Dadurch wird die Geschichte richtig spannend, denn fast jeder Abschnitt endet mit einem Cliffhanger! Dabei ist es aber auch kein Problem wieder in die Handlung des anderen Stranges hineinzufinden - das geschieht in der Regel innerhalb von wenigen Sätzen. An vielen Stellen war die Handlung zwar etwas durchsichtig, aber trotzdem konnte das Finale mich dann überraschen: Das Ende wird verdammt spannend!
Leider bleibt die Ebene von Julia und Isabell eher oberflächlich, aber dafür gibt es in der Ebene von Margarete und Elise einiges über Guatemala und die Maja zu erfahren!

Eine schöne und geheimnisvolle Zeitreise nach Guatemala, in die ich gerne noch einmal zurückkehren würde!

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Harte Jungs
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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

hamburg, liebe, berlin, 90er, musik

Harte Jungs

Florentine Joop
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 15.02.2013
ISBN 9783847905301
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt
Charlotte wächst in den Neunzigern auf und gehört der Punk-Szene an. Dementsprechend besteht ihr Leben aus Alkohol, Zigaretten, wilden Partys und Rock 'n' Roll. Als sie Jan kennenlernt, ist es um sie geschehen. Die beiden werden ein Paar und schon bald feiert sie gemeinsam mit seinen Freunden, sie gehen zu Konzerten, oder auch mal Campen. Dabei weiß sie noch gar nicht, was sie später einmal machen möchte - sie lebt nur für den Moment

Sprache
Der Schreibstil ist eigentlich sehr angenehm zu lesen, weil er mit seinem eher umgangssprachlichen Stil zur Geschichte passt. Die komplette Geschichte wird aus der Sicht von Charlotte erzählt, die dadurch aber leider sehr unreif wirkt. In ihren Gedanken wird ihre Unsicherheit sehr deutlich und sie wirkt so, als wäre sie gerade mal 14. Mir gefällt das überhaupt nicht, denn mit ihrem Alter sollte man in gewissen Dingen schon wissen, wie es läuft. Sie wirkt durch den Schreibstil und ihr Verhalten einfach viel zu kindisch.

Charaktere
Ich hatte nun die Hoffnung, dass sich Charlottes Charakter im Verlauf des Buches endlich ändern würde, dass sie erwachsen wird! Aber leider ist davon keine Spur, das hat mich enttäuscht. Auch bei den anderen Charakteren ist keinerlei Veränderung zu sehen, dadurch wirkt die gesamte Geschichte irgendwie flach. Hinzu kommt, dass die Charaktere in gewisser Weise alle Stereotypen entsprechen, was mir gar nicht gefallen hat. Das macht sie so durchschaubar, dass man oft schon ahnt, was sie als nächstes tun werden - oder eben auch nicht tun, weil sie einfach nur so vor sich hin leben.
Was mich auch richtig stark gestört hat war, dass die Beziehung zwischen Charlotte und Jan von Anfang an absolut unrealistisch ist: Vom einen Moment auf den anderen sind sie plötzlich zusammen und auch beinahe sofort intim. In meinen Augen ist dies sehr gekünstelt und nicht authentisch. Dasselbe empfinde ich aber auch gegenüber der weiteren Beziehung der beiden.

Handlung
Davon abgesehen, dass man das Verhalten der Charaktere vorausahnen kann, war mir nie ganz klar wohin dieses Buch überhaupt führen soll - sogar nach dem Lesen frage ich mich das teilweise noch. Außerdem fehlt mir der Tiefgang, ein paar Gedanken wären da ja schon ausreichend gewesen. Dadurch war das Buch für mich echt nicht spannend, ganz im Gegenteil: Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt es abzubrechen, weil es mich gar nicht angesprochen hat. Ich habe es nur zuende gelesen, um eine Rezension zu dem ganzen Buch schreiben zu können. Zwischendurch gab es dann echt mal ein paar Passagen, wo ich dachte dass es endlich besser werden würde - aber leider hielt das nicht an.
Allerdings muss ich zum Abschluss noch sagen, dass die Punk-Szene recht gut dargestellt wird und auch die Idee mit dem Soundtrack richtig gut dazu passt.

Mich hat das Buch total enttäuscht - nachdem ich mich erst total für das Buch interessiert habe, musste ich schon nach wenigen Seiten feststellen, dass es mich einfach nicht fesseln kann und die Charaktere für meinen Geschmack viel zu oberflächlich sind.

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Soulless. Bd.1
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(15)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Soulless. Bd.1

Gail Carriger
Flexibler Einband: 230 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2013
ISBN 9783551763839
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Inhalt:
Alexia ist eine seelenlose, also kann sie Übernatürliche wie Vampire oder Werwölfe töten. Eines Abends kommt es dann auch dazu, dass sie einen Vampir in Notwehr töten muss - doch damit gerät sie nur in die verstrickte Gesellschaft aus Vampiren und Werwölfen. Sie wird verfolgt und gleichzeitig ist da noch ein äußerst attraktiver Werwolf... die Geschehnisse beginnen sich zu überstürzen und Alexia findet sich in ganz neuen Situationen wieder.

Sprache/Zeichnungen:
Mir gefällt der Zeichen- und Schreibstil ziemlich gut, weil er die Gefühle der Charaktere gut übermitteln kann und man dadurch viel näher am Geschehen ist. Besonders gelungen finde ich, dass durch das Zusammenspiel von Wortwahl und Gesichtsausdrücken verschiedenste Nuancen von Schlagfertigkeit bis Zuneigung erreicht werden können. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass einige Personen auch schon sehr gruselig gezeichnet werden, da man dadurch Alexia's Angst und ihre Gefahr besser nachvollziehen kann

Charaktere:
An sich gefallen mir die Charaktere sehr gut: sie sind glaubwürdig und authentisch kostruiert und auch ihre Gefühle und etwaige Bedenken wirken sehr realistisch. Was mir weniger gut gefallen hat sind aber die Beziehungen: Die Liebesgeschichte entwickelt sich für meinen Geschmack etwas zu schnell, um noch echt zu sein. Zum anderen sind aber die Gesellschaftsstrukturen des damaligen London durchaus gegeben, was mir richtig gut gefallen hat. Mithilfe der Zeichnungen wird dabei eine wunderschöne Atmosphäre kreirt, die den Leser in die vergangene Zeit zurückversetzt.

Handlung:
Die Handlung ist zwar nicht sehr umfangreich, aber dafür wird es echt spannend! Der Manga lässt sich so gut und flüssig lesen, dass man am Liebsten gar keine Pausen machen würde. Dementsprechend ist man dann auch sehr schnell damit fertig und ist ganz gespannt darauf, wie die Geschichte wohl weitergehen mag. Was mir persönlich gefehlt hat, ist ein bisschen Tiefgang. Aber der kann ja durchaus noch im nächsten Band kommen, es besteht also noch Möglichkeit zur Steigerung!

Ein spannender Manga der einen in die Welt des viktorianischen Londons entführt und dabei richtig gut gezeichnet ist.

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The Silver Linings Playbook
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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

liebe, sport, psychologie, tanz

The Silver Linings Playbook

Matthew Quick
E-Buch Text: 302 Seiten
Erschienen bei Picador, 01.01.2010
ISBN B003E2UQMS
Genre: Sonstiges

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Wie viel Leben passt in eine Tüte?
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(93)

227 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 50 Rezensionen

tod, trauer, liebe, krebs, survival kit

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Donna Freitas , Christine Gallus
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Gabriel Verlag/Thienemann, 01.08.2012
ISBN 9783522303125
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Rose's Mutter ist an Krebs verstorben und nun kann sie sich gar nicht vorstellen wie das Leben weitergehen soll. Sie zieht sich aus ihrem vorherigen Leben vollkommen zurück, worunter auch die Beziehung zu ihrem Freund Chris sehr leidet. Aber ihre Mutter hat vorausgedacht und ihr ein Survival Kit gebastelt! Dieses soll ihr helfen schrittweise wieder in ihr Leben zurückzukehren und mit der Zeit loszulassen. Aber gleichzeitig beginnt sie auch, sich nun dem zurückhaltenden Will anzunähern...

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr alltäglich gehalten, wodurch sich das Buch sehr gut lesen lässt. Meist bleibt die Wortwahl auch so, aber zwischendurch gibt es immer mal wieder Momente, in denen die Autorin die perfekten Worte findet, um beispielsweise Gefühle ansprechend zu vermitteln. Dies geschieht gerade durch eine etwas metaphorischere Wortwahl, wodurch der Leser viel mehr von dem Geschehen berührt wird - zumindest ging es mir so und mir hat dies auch sehr gut gefallen!

Charaktere:
Anfangs konnte ich mich nicht wirklich mit Rose identifizieren, weil ich ihre Handlungen nicht so ganz nachvollziehen konnte - ich bin eben ein ganz anderer Mensch als sie. Aber nach einer Weile ging dies immer besser, sodass ich mich schon bald mit ihr gefreut habe oder auch ihre Trauer deutlich gespürt habe. Ich finde es richtig toll, wenn man sich derart in ein Buch hineinfühlen kann. Dadurch konnte mich das Buch berühren und es wurde zu einem gefühlsintensiven Erlebnis.
Problematisch fand ich besonders zu Beginn die Beziehungen: Die gesamte Geschichte wirkte am Anfang sehr klischéehaft und die Liebesgeschichte war in meinen Augen wirklich nichts besonderes. Aber dann sollte sich meine Meinung gewaltig Ändern: Das Buch gewann immer mehr an Tiefe und so auch die Beziehungen, sodass die Beziehung von Will und Rose schon bald einen ganz anderen Stellenwert für mich hatte - sie wurde in gewisser Weise zu etwas Besonderem.

Handlung:
Durch die angesprochene Problematik war ich am Anfang nicht allzu begeistert von dem Buch, sodass mich das Weiterlesen auch nicht allzu stark reizte. Aber dennoch war ich gespannt was Rose denn nun mit den anderen Gegenständen ihres Survival Kits anstellen würde. So ganz nebenbei finde ich diese Idee klasse! Es ist absolut realistisch und nachvollziehbar, wie dieses Kit Rose hilft wieder in ihr Leben zurückzufinden.
Dann kam plötzlich der Moment an dem der Funke auf mich übersprang und das Buch mich gleichzeitig zutiefst berührte: Das Buch offenbahrte eine nicht mehr erwartete Tiefe mit so schönen philosophischen Gedanken, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Ich wurde dadurch mehrmals während dem Lesen zum Nachdenken angeregt, was mir richtig gut gefallen hat.

Das Buch ist traurig und schön zugleich und bietet dem Leser nach einiger Zeit eine unerwartete Tiefe, die einen dann nicht mehr loslässt!

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Tags: donna freitas, wie viel leben passt in eine tüte   (2)

  

 

Schmetterlingsgeschichten - The White Edition: Chronik I - Genug geschlafen
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(18)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

ritter, fantasy, schmetterlinge, jugendbuch, alexander ruth

Schmetterlingsgeschichten - The White Edition: Chronik I - Genug geschlafen

Alexander Ruth
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.03.2010
ISBN 9783837036367
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
So langsam erwachen die Ritter wieder - und mit ihnen schwirren auch die sprechenden Schmetterlinge wieder um die Erde. Sie entdecken langsam ihre Fähigkeiten, die sie zu Beginn aber gar nicht wahrhaben wollen. Außerdem begeben sie sich auf die Suche nach den anderen Rittern, aber was ist ihre Aufgabe? Wozu sollen sie ihre Fähigkeiten einsetzen? Schon bald naht das Böse und ihnen allen droht schreckliche Gefahr...

Sprache:
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, weil die Sprache überwiegend alltäglich gehalten ist. Dadurch wird einem der Einstieg in das Buch nicht unnötig erschwert. Besonders gut gefällt mir der Schreibstil in spannenden Szenen, weil er dort die Spannung noch zusätzlich steigert, das ist echt gut gelungen! Außerdem passt die Wortwahl auch sehr gut zu den Charakteren, wodurch das Buch ziemlich authentisch wirkt.

Charaktere:
Zu Beginn hatte ich noch Probleme mich mit einem der vielen Charaktere zu identifizieren, aber das hat sich mit der Zeit ergeben. Sobald ich die Schmetterlinge und Menschen näher kennengelernt habe, konnte ich mich auch mit einigen von ihnen identifizieren und habe einige ins Herz geschlossen. Besonders die Schmetterlinge gefallen mir echt gut: Durch ihre freche und witzige, aber auch manchmal launische Art machen sie das Buch richtig unterhaltsam. Aber auch die Menschen sind gut gelungen. Mir gefällt an ihnen zum Beispiel, dass sie zunächst gar nicht so begeistert von ihrem Heldentum sind, wodurch sich das Buch vom Schema vieler anderer Bücher abhebt.

Handlung:
Ich muss zugeben, dass ich ziemliche Schwierigkeiten hatte, mich erst einmal in das Buch hineinzulesen. Dies liegt daran, dass die Perspektiven der Figuren ständig gewechselt wurden und ich noch keine Verknüpfung zwischen den einzelnen Handlungsfäden erkennen konnte. Aber sobald ich weitergelesen habe und gleichzeitig die Charaktere kennengelernt habe, hat das Buch begonnen mich zu fesseln. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie die Ritter erwachen und ihre ersten - teilweise verwirrten - Gespräche mit den Schmetterlingen führten. Ein bisschen Schade finde ich allerdings, dass abgesehen davon nicht sonderlich viel passiert.
Gut finde ich aber, dass die Handlungsfäden letztendlich zusammenlaufen und es ein nettes Finale gibt, dass auch neugierig auf die weiteren Abenteuer macht.

Mit den Schmetterlingen gibt es hier unheimlich faszinierende Charaktere, die das Buch zu etwas ganz neuem machen - eine durchaus unterhaltende Geschichte, die man auch gut mal zwischendurch lesen kann!

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Tags: alexander ruth, genug geschlafen, schmetterlingsgeschichten   (3)

  

 

Mondscheinbiss
LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

vampir, werwolf, vampire, serienkiller, werwölfe

Mondscheinbiss

Janin P. Klinger
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.05.2012
ISBN 9783864430602
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Serena und Jason sind ein ungewöhnliches Paar: Sie ist ein Werfolf und er ein Vampir, sodass sie eigentlich Feinde sein müssten. In Serenas Familie gibt es daher einigen Wirbel. Jetzt arbeiten die beiden aber an einem mysteriösen Fall: Junge Frauen werden tot aufgefunden und abgesehen von Drogen und Vergewaltigungsspuren ist deutlich zu erkennen, dass ein Vampir sein Unwesen treibt. Doch der Höhepunkt ist, dass der Täter immer wieder kleine Nachrichten an Serena hinterlässt und ihr dabei droht... gleichzeitig wird Serena von einem schrecklichen Ereignis ihrer Kindheit eingeholt - ob es da eine Verbindung gibt?

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und passt sich auch den jeweiligen Situationen an: Ab und zu wird es etwas rasanter, dann wieder gefühlvoller. Insbesondere die Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen, weil man dadurch sehr schnell in die Welt der beiden eintauchen kann. Außerdem werden die Dialoge brilliant geschildert, an manchen Stellen geht es schon gar nicht mehr besser!

Charaktere:
Die beiden Protagonisten werden einem schnell sympathisch, auch wenn sie anfangs eher stereotypisch erscheinen. Das ist aber definitiv nicht der Fall, wie man später merkt. Denn im Laufe der Geschichte entfalten sich die Charaktere und man erfährt ihre tiefsten Gefühle oder Geheimnisse. Sehr schön finde ich, dass es viele Charaktere gibt, aber dennoch alles sehr übersichtlich bleibt, weil einige Personen wirklich nur Nebencharaktere sind. Durch diese wird die Geschichte in meinen Augen aber auch viel authentischer!

Handlung:
Durch die sehr interessante Schilderung ist das Buch von der ersten Seite an spannend. Und das bleibt es auch! Es gibt immer wieder kleinere Höhepunkte und am Ende dann ein mitreißendes Finale. Ziemlich gelungen finde ich die Mischung der einzelnen Erzählstränge, weil die Handlung sich dadurch nicht nur um den Mordfall, sondern noch um viel mehr Dinge dreht. Sehr schön finde ich aber auch, dass die Autorin ein perfektes Verhältnis zwischen Romantik und Krimi/Thriller findet. Das einzig negative für mich ist, dass an einigen Stellen der Tiefgang fehlt.

Ein gelungenes Debüt, das ein ausgewogenes Verhältnis von Spannung und Romantik bietet!

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Tags: janin p. klinger, mondscheinbiss   (2)

  

 

Instinkt
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

freundschaft, gestaltwandler, institut, kampf, instinkt

Instinkt

Vincent Villeminot , Carolin Müller
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 19.11.2012
ISBN 9783453267985
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Tim erlebt mit seiner Familie einen Autounfall und wird ganz plötzlich zu einem Waisen. Doch damit nicht genug, am Unfallort verwandelt er sich scheinbar in ein Raubtier und verliert danach beinahe alle Erinnerungen an die Nacht. Tim wird von Zweifeln geplagt: Trägt er Schuld an dem Unfall? Hat er seinen Bruder getötet? Und was hat es überhaupt mit dem Raubtier auf sich? Antworten erhofft er sich in einem mysteriösen Institut. Aber auch dort ist die Welt nicht so schön wie sie anfangs scheint...

Sprache:
Das Buch lässt sich super lesen, weil der Schreibstil sehr schlicht und alltäglich gehalten ist. Mir gefällt das ganz gut, weil das sehr gut zu der Handlung und den Protagonisten passt. Besonders gefällt mir allerdings, dass sehr viele Zitate benutzt werden. Diese sind immer super ausgewählt und geben der jeweiligen Situation noch einiges an Tiefe, was man sonst vielleicht vermisst hätte. Der Kontrast von Schreibstil und Zitaten ist echt sehr gut gelungen und macht das Buch vom rein sprachlichen her echt lesenswert!

Charaktere:
Die Charaktere habe ich schon sehr schnell mögen gelernt, weil die Geschichte total gefühlsintensiv geschildert wird. Diese Intensität reißt den Leser auch schnell mit, sodass man gar nicht aufhören kann zu lesen. Allerdings hat es mir nicht so sehr gefallen, dass die Charaktere kaum individuelle Charakterzüge zeigen, also eher stereotypisch sind. Trotz allem sind sie aber authentisch, sodass man gerne mehr über sie erfahren möchte.
Recht stereotypisch ist allerdings auch noch die Beziehung zwischen Tim und Flora - in manchen Situationen ist ihr Verhalten leider ein bisschen vorhersehbar, was die Spannung erheblich verringert.

Handlung:
Zu Beginn des Buches dachte ich: Klasse, von der ersten Seite an spannende Action, das wird super! Aber leider konnte das Buch sein hohes Niveau vom Beginn nicht halten. Das soll aber noch lange nicht heißen, dass das Buch schlecht ist! Es ist nur so, dass die Spannung schnell abgebaut wird und dann erst einmal eine gewisse Zeit braucht, bis sie wieder aufkommt. Aber selbst das Finale hat es leider nicht geschafft mich übermäßig zu fesseln, obwohl es eigentlich schon spannend war. Meine hohen Erwartungen vom Beginn des Buches wurden hier etwas enttäuscht.
Die Entwicklung der Handlung hat mich aber überrascht: Denn plötzlich wurde die Hauptfrage des Lesers ganz an den Rand gestellt und es gab ein viel größeres Problem. Zunächst fand ich das sehr merkwürdig, aber nach ein paar weiteren Seiten hat mir das echt gut gefallen, weil man nicht mehr voraussagen konnte was passieren würde! Der Verlauf der Handlungsfäden ist übrigens auch sehr interessant, weil sie zunächst auseinanderlaufen und dann im Finale wieder zusammengeführt werden. Der damit verbundene Perspektivwechsel im Finale war echt gelungen!

Ein richtig gutes Buch, das Spannung, Tiefe und nette Charaktere bietet und dabei nur wenige Schwächen aufweist!

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Tags: instinkt, vincent villeminot   (2)

  

 

Er ist wieder da
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615 Bibliotheken, 59 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

hitler, satire, berlin, humor, deutschland

Er ist wieder da

Timur Vermes
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.2012
ISBN 9783847905172
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt
Adolf Hitler wacht 2011 auf einem leeren Grundstück in Berlin wieder auf. Zunächst hat er Probleme, sich in der modernen Umgebung zurechtzufinden, aber trotzdem hat er ein großes Ziel: Seinen Aufstieg zur Macht von damals zu wiederholen. Die neuen Medien kommen ihm dabei zuhilfe, da er schon bald einen Auftritt im Fernsehen hat und auch die Zeitungen über ihn zu schreiben beginnen. Wenn er seine Ideologie vertritt, halten die Menschen dies für Comedy und er wird immer berühmter, obwohl er die gleichen Motive wie damals verfolgt - kann man ihn diesmal stoppen bevor es zu spät ist?

Sprache
Timur Vermes schreibt auf sehr hohem Niveau, das die Aufmerksamkeit des Lesers voraussetzt, da er den Schreibstil von "Mein Kampf" nachahmt. Ich finde das sehr gut gelungen, weil die Person Hitler dadurch viel realer im heutigen Berlin herumläuft. Im Gegensatz zu der alten Sprache und Hitlers Schreibstil gibt es aber auch viele Dialekte und Umgangssprache. Ich finde das Mischungsverhältnis sehr gelungen, weil die "Sachbuchatmosphäre", die durch das Nachempfinden Hitlers' Schreibstil von der Umgangssprache wieder aufgelockert wird. Dadurch ist das Buch unterhaltsam, während trotzdem viel Kritik und geschichtliche Fakten geäußert werden. Allerdings wird bei ebendieser Kritik und den geschichtlichen Fakten eine sehr hohe Anforderung an den Leser gestellt: Man muss sich sehr gut mit der Politik vergangener Jahre und dem Zeitraum von 1919-1945 auskennen, um wirklich jeden Kritikpunkt und jede Anekdote zu verstehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht jeder Leser bei der Erwähnung des Namens "Röhm" sofort an den Röhm-Putsch mit der Niederschlagung innerer Probleme der NSDAP und dem Zusichern der Judikative denkt. Noch unwarscheinlicher ist es aber, dass eine tickende Aktentasche in der Wolfsburg mit irgendwelchen Fakten in Verbindung gebracht werden kann(gescheitertes Attentat auf Hitler). Eventuell wären hier weitere Erklärungen notwendig gewesen. (Für mich persönlich war es kein Problem, da Geschichte mein Abifach ist!)

Charaktere
Durch viele Erinnerungen an das Dritte Reich und seine generelle Laufbahn wird Hitler sehr authentisch dargestellt, das ist wirklich gut gelungen. Was ich aber besonders gut finde ist, dass Timur Vermes ihm angesichts der modernen - für Hitler unbekannten - Situationen die perfekten Worte in den Mund legt. In meinen Augen wirken diese meist so überzeugend, dass sie absolut authentisch wirken.
Die anderen Charaktere sind hingegen alle sehr flach gehalten. Hitler steht eben nur das Volk gegenüber, das unterschiedlichst reagiert. Diese Vielschichtigkeit war sehr interessant zu beobachten, vor allem weil sich die Meinungen während des Buches ändern.
Problematisch finde ich allerdings, dass man ab einem gewissen Punkt Sympathie für den Buchcharakter Hitler empfindet - da hat es mir sehr gut gefallen, dass die NPD gleichzeitig sehr stark kritisiert wird.

Handlung
Die Handlung ist in sich schlüssig und man fragt sich eigentlich die ganze Zeit über, wie es denn nun enden soll. Das tatsächliche Ende ist plausibel, aber nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Es gibt zwar keine richtige Spannung, aber das Buch ist so unterhaltsam, dass man einen Drang verspürt weiterzulesen. Und dabei wird einem ganz viel Kritik vorgesetzt, die man auch erst einmal verdauen muss. Sehr interessant finde ich auch, dass der Autor am Ende eine Art Fazit zieht. In meinen Augen wirkt es dann so, als hätte er ein Dossier in seinem Roman verpackt, was ich richtig geschickt finde. Schließlich ist ein Großteil der Kritik nachvollziehbar und man sollte dringend darüber nachdenken, weswegen es doch gut ist, dass man mit einem Buch viel mehr Menschen erreicht.

Fazit
Viel Kritik wird sehr unterhaltsam verpackt, aber mit hohen Anforderungen an den Leser.

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Tags: er ist wieder da, timur vermes   (2)

  

 

Miss Emergency
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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

miss emergency, gynäkologie, krankenhaus, medizin, roman

Miss Emergency

Antonia Rothe-Liermann , GmbH, bürosüd°
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 24.10.2012
ISBN 9783522503204
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Für Lena und ihre Freundinnen geht es nun in das letzte Tertial ihres praktischen Jahres. Für Lena bedeutet dies: Auf in die Gynakölogie! Sie freut sich schon darauf, endlich bei einer Geburt assistieren zu dürfen. Wie gut, dass sie mit Dr. Al-Sayed schon einmal ein wohlwollendes Gesicht auf der Station kennt. Aber in Fragen der Liebe wird es schwierig. Sie sehnt sich nach dem kilometerweit entferntem Dr. Thalheim. Gleichzeitig ist da aber auch Alex, der eigentlich perfekt für sie wäre... und obwohl das eigentlich schon genug Stress ist, kommen da auch noch die Sorgen ihrer Freundinnen hinzu.

Sprache:
Der Schreibstil ist wie bei den vorangegangenen Bänden sehr flüssig und gut zu lesen. Insbesondere die Gespräche finde ich richtig schön geschrieben, die Autorin findet immer den passenden Ton für die jeweilige Situation. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass Lena sich immer wieder Dinge einredet und dabei häufiger selbstironisch wird - das ist echt toll geschrieben!

Charaktere:
Lena und ihre Freundinnen habe ich schon zu Beginn der Serie ins Herz geschlossen, sodass ich die ganze Zeit mit ihnen hoffe und bange. Dadurch ist man als Leser auch direkt von der ersten Seite an im Geschehen und es wird nicht langweilig. Sehr schön finde ich, dass die Freundinnen sich untereinander so viel unterstützen, aber trotzdem manchmal nichts mehr tun können. Sie stoßen immer wieder an ihre eigenen Grenzen, sowohl auf dieser freundschaftlichen Ebene, als auch im Beruf. Ich finde es total interessant zu lesen, wie sie mit ihren Problemen umgehen und neue Herausforderungen meistern. Dabei wirken die Charaktere in meinen Augen wie echte Personen, die einfach aus den Seiten hüpfen könnten. Ganz besonders hat mir in diesem Band gefallen, dass Lena den Patienten so wunderbar, aber immer noch realistisch Mut zusprechen kann und ihnen damit die Angst nimmt.

Handlung:
Man wird wie bei den Vorgängern von der ersten Seite an mitgerissen. Der Klinikalltag ist einfach so interessant geschildert, dass es echt schwer wird das Buch beiseitezulegen. Mir gefällt das super! Außerdem werden die Abläufe in meinen Augen sehr authentisch geschildert, wodurch es in manchen Fällen richtig spannend wird. Abgesehen davon ist das Buch eine bunte Mischung aus lustigen, traurigen, ernsten und glücklichen Szenen. Für mich wird das Buch dadurch richtig lesenswert, weil es viel Abwechslung bildet. Außerdem ist die Handlung durchaus schlüssig und auch nicht mehr ganz so durchsichtig wie im ersten Band. Ich finde es toll, dass die Serie Fortschritte macht!

Auch der dritte Band der Serie überzeugt gänzlich - eine perfekte Mischung aus Krankenhausalltag, Freundschaft und Liebe!

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Tags: antonia rothe-liermann, liebe auf rezept, miss emergency   (3)

  

 

Das Geheimnis des roten Mantels
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

sabine wierlemann, das geheimnis des roten mantels, zeitreise, germanen, kinderbuch

Das Geheimnis des roten Mantels

Sabine Wierlemann , Christoph Clasen
Flexibler Einband: 127 Seiten
Erschienen bei Olms, Georg, 01.10.2012
ISBN 9783487088723
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Mathilda und ihr Bruder Felix spielen im Museum, als sie plötzlich in einer anderen Zeit landen! Mathilda ist im antiken Rom, aber Felix meilenweit entfernt in Germanien. Jetzt müssen die Geschwister versuchen, wieder zueinanderzufinden, um in ihre eigene Zeit zurückzukehren. Doch wie geht das überhaupt? Noch dazu haben sie mit den alltäglichen Bräuchen der Menschen zu kämpfen. Ein Tieropfer oder eine Wildschweinjagd scheint da ganz alltäglich zu sein...

Sprache:
Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst, der insbesondere für Kinder gut geeignet ist. Es kommen kaum schwierige Worte vor, sodass geübtere Leser damit keine Probleme mehr haben sollten. Trotz der einfach gehaltenen Sprache kommen aber auch einige lateinische Fachbegriffe vor, die aber im Anhang erklärt werden. Die Erklärungen sind auch sehr kindgerecht und absolut verständlich. Was mich persönlich aber gestört hat ist, dass einige der Fachbegriffe keine wirkliche Bedeutung für die weitere Handlung hatten. Außerdem ist es für Kinder sicherlich blöd, wenn sie Worte nachschlagen müssen - vielleicht wäre eine direkte Erklärung im Text besser gewesen. Dann würde die römische Kultur auch ziemlich gut vermittelt werden! Sehr schön finde ich allerdings, dass auch wirklich römische Namen verwendet werden. Ich habe mich dabei sehr an meinen Lateinunterricht erinnert gefühlt und konnte mich dadurch sehr gut ins alte Rom hineinversetzen.

Charaktere:
Die beiden Protagonisten sind Kindern bestimmt sehr schnell sympathisch, weil sie typische Gedanken und Handlungen von Kindern zeigen. Sobald die Kleinen sich also mit ihnen identifizieren wird die Geschichte für sie richtig spannend. Ich hatte damit aber gewisse Probleme. Mir waren viele Gedanken und Gefühle einfach zu standardmäßig, aber man muss hierbei natürlich daran denken, dass es sich um ein Kinderbuch handelt! Die Darstellung der Römer und der Germanen hat mir hingegen super gefallen. Sie sind genauso, wie man sie immer in Geschichtsbüchern beschrieben bekommt. Außerdem werden verschiedene Gesellschaftsgruppen angesprochen, was mir auch ganz gut gefällt.

Handlung:
Die Handlungsfäden sind sehr interessant gestaltet: Es gibt eine Rahmenhandlung und zwei Handlungsfäden, die langsam miteinander verwachsen. Die Rahmenhandlung rundet die Geschichte sehr schön ab, während das Zusammenführen der Handlungsfäden für Spannung sorgt. Allerdings auch nur in geringem Maße, weil es zwischen den einzelnen Kapiteln oft große Zeitsprünge gibt. So eine Unterbrechung finde ich ziemlich blöd. Außerdem finde ich, dass viele angesprochene Themen einfach zu oberflächlich abgehandelt werden. Sogar aus den Augen eines Kindes gesehen würde ich mir mehr Infortmationen und vor allem historischen Bezug wünschen. Trotzdem gibt es aber auch immer wieder interessante Szenen, die kurzzeitig auch richtig spannend werden können.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, aber der Funke springt leider nicht über.

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Tags: das geheimnis des roten mantels, sabine wierlemann   (2)

  

 

Sonea - Die Königin
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142 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

magie, fantasy, sonea, sachaka, liebe

Sonea - Die Königin

Trudi Canavan , Michaela Link
Fester Einband
Erschienen bei Penhaligon, 12.11.2012
ISBN 9783764530433
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Das lang ersehnte Finale: Endlich wird Lorkin, der Sohn von Sonea von den Verrätern freigelassen. Doch auf seiner Reise nach Kyralia kommt er nicht weit: Der sachakanische König hält ihn auf und lässt ihn einsperren, weil er Informationen über die Verräter braucht. Schon bald entscheidet die Gilde sich dazu, Sonea nach Sachaka zu schicken. Dort droht ein Krieg zwischen den Verrätern und den Sachakanern auszubrechen. Gleichzeitig spitzt sich aber auch zuhause die Lage zu: Der Dieb Cery gerät in schreckliche Gefahr und der wilde Magier Skellin muss endlich gestoppt werden!

Sprache:
Trudi Canavan hat einen wunderschönen und mitreißenden Schreibstil. Sie erzählt sehr interessant, sodass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen mag. Besonders gelungen finde ich die Beschreibungen: Sie helfen dem Leser sich perfekt in die Welt einzufühlen, sodass man sehr schnell in der Geschichte versinkt. Aber auch die Gespräche sind super gelungen und lassen sogar Rückschlüsse darauf ziehen, welche Position die jeweilige Person innehat.
Richtig gut finde ich außerdem, dass es immer wieder Rückbezüge auf "Die Gilde der schwarzen Magier" oder "Magie" gibt. Dadurch fühlt man sich ab der ersten Seite wieder "zuhause".

Charaktere:
Die Protagonisten sind einem ja schon länger bekannt, weswegen ich es super finde, dass sie sich sichtbar verändern. Dabei geschieht dies auch in realistischer Art und Weise, die dem Leser sogar zeigt, warum es gerade so geschieht. Man zittert die ganze Zeit mit ihnen mit und hofft das Beste für sie, weil man eine extreme Nähe zu ihnen entwickelt. Aber auch Nebencharaktere schließt man oft schnell ins Herz, weil sie durch ganz individuelle Charakterzüge auffallen. Besonders finde ich, dass Trudi Canavan es geschafft hat, meine Meinung über eine Person gänzlich zu ändern. Ganz besonders sind aber auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren oder auch ihre Gefühle. Alles wirkt so echt, dass man beinahe vergisst, dass man in einer fiktiven Welt ist.

Handlung:
Man landet direkt im Geschehen, weswegen das Buch von der ersten Seite an wirklich sehr interessant zu lesen ist. Ein Problem ist allerdings, dass es anfangs nach ein paar spannenden Szenen erst einmal "langweiliger" bleibt. Aber das ist bei Trudi Canavan meistens so und man wird stets belohnt. Sehr schön finde ich, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven geschildert wird und sich die Handlungsstränge auch immer wieder berühren. Dadurch wird das Lesen zu einem echten Vergnügen! Etwas gemein sind die vielen Cliffhanger an Kapitelenden. Sie machen das Buch unheimlich spannend und lassen einen gar nicht mehr los. Etwas ganz besonderes ist natürlich das Finale, dass dann auch extrem spannend ist und noch einige Überraschungen bietet!

Ein perfekter Abschluss der Trilogie, der einige Überraschungen und viel Spannung bietet!

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Tags: die königin, sonea, trudi canavan   (3)

  

 

Ein plötzlicher Todesfall
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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ein plötzlicher todesfall, rowling, joanne k. rowling

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Christian Berkel
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 01.11.2012
ISBN 9783867179744
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Barry Fairbrother stirbt ganz plötzlich an einem Aneurysma. Die komplette Kleinstadt ist überrascht und nun beginnt der Kampf um seinen Sitz im Gemeinderat. Eine Intrige folgt auf die nächste und alles geht drunter und drüber: Während einige Barry noch nachtrauern, wollen andere bereits Profit aus seinem Tod machen. Plötzlich tauchen auf der Website der Gemeinde boshafte Nachrichten auf, die offenbar von Barry Fairbrothers Geist geschrieben wurden…

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass man die Geschichte sehr gut mitverfolgen kann. Allerdings ist die Wortwahl der Charaktere oft übertrieben vulgär, was mir überhaupt nicht gefällt. In einem gewissen Maße ist das okay, aber eine so extreme Häufung war meinem Geschmack nach nicht mehr der Situation angepasst. Ganz nett ist allerdings die Verwendung von Songtexten, die ein bisschen mehr Einblick in die Situationen Charaktere geben können. Ziemlich gut gefallen hat mir die Montagetechnik, die besonders zu Beginn auftritt. Dadurch wird ein Zusammenhang zwischen den losen Handlungssträngen hergestellt, der dem Leser bei dem wirr verflochtenen Charakterkonstrukt aber auch nicht sehr viel hilft.

Charaktere:
Zu Beginn sorgt das Charaktergeflecht erst einmal für ziemliche Verwirrung, weil man kaum Zusammenhang zwischen den Charakteren herstellen kann und sehr viele verschiedene Perspektiven dargestellt werden, bevor man zu einer bereits bekannten Persönlichkeit zurückkehrt. Ab einem gewissen Zeitpunkt sah ich mich dazu gezwungen, im Internet nachzusehen wer die Charaktere denn überhaupt waren. Das ist echt ein schlechtes Zeichen, weil ich sehr aufmerksam war! Dadurch wurde natürlich auch der Lesefluss stark gehemmt, was sich dann nach dem Nachschlagen aber gebessert hat. Einige Charaktere begannen interessant zu werden, aber andere haben auch einfach nur eine abstoßende Wirkung. Ich vermute, dass dies beabsichtigt ist und dadurch eben auch ein Teil der Gesellschaftskritik ausgeübt wird. Eine Identifikation wird aber zu keinem Zeitpunkt erreicht. Der Leser wahrt immer eine gewisse Distanz zu den Charakteren und dem Geschehen, sodass die Kritik deutlicher wird. Außerdem scheinen die einzelnen Charaktere eher stellvertretend für bestimmte Personentypen der Gesellschaft zu stehen, was mir eigentlich ganz gut gefällt.

Handlung:
Durch die bereits angesprochene Problematik mit den Charakteren fällt es sehr schwer sich erst einmal in das Geschehen einzulesen. Die vielen Perspektiven zu Beginn zeigen zwar bereits, dass es sehr geteilte Meinungen in der Kleinstadt gibt und durchaus Konfliktpotenzial vorhanden ist, aber man kann nicht genau sagen, was eigentlich vor sich geht. Außerdem wird nicht deutlich, worauf Rowling hin möchte: Ist der einzige Spannungsfaktor wirklich nur die Frage, wer am Ende den Sitz im Gemeinderat bekommt? Ab und zu treten zwar auch andere Fragen auf, aber diese werden so schnell beantwortet oder vergessen, dass einfach keine Spannung aufkommt. Ich finde das sehr schade, weil sich das Buch dadurch extrem zieht. Ich habe mich oft mit dem Gedanken abzubrechen erwischt, weil das Buch in meinen Augen einfach nicht mehr interessant war. Dennoch habe ich nicht aufgegeben und gehofft, dass es noch einen Wendepunkt oder etwas Ähnliches geben würde. Zum Ende hin wird es dann tatsächlich noch einmal spannender, aber durch die Distanz von den Charakteren reißt die Geschichte den Leser nicht mit. Ziemlich gut gefällt mir allerdings, dass auch zwischendurch rückblickende Passagen vorkommen, weil man dadurch teilweise viel mehr über einen Charakter erfährt, als wenn dieser nur in der Gegenwart agieren würde. Außerdem wird die Problematik indischer Immigranten in England sehr umfassend und gut dargestellt, sodass man die Kritik auch versteht, ohne sich damit auszukennen.

Die Geschichte hat mich leider sehr enttäuscht und konnte mich nicht mitreißen. Stattdessen wahrt man als Leser die Distanz zu den Charakteren und den Geschehnissen, sodass keine wirkliche Spannung aufkommt. Dennoch regt die dargestellte Gesellschaftskritik sehr zu denken an! Das Buch wirkt sehr speziell, daher wird es einigen Lesern bestimmt trotzdem sehr gut gefallen.

♥ ♥

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Tags: ein plötzlicher todesfall, rowling   (2)

  

 

Der Gefangene des Himmels
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(119)

293 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

barcelona, freundschaft, spanien, gefängnis, friedhof der vergessenen bücher

Der Gefangene des Himmels

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Fischer (S.), Frankfurt, 23.10.2012
ISBN 9783100954022
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Fermín Romero de Torres möchte endlich seine Geliebte heiraten, aber plötzlich stellt sich ihm ein grundlegendes Problem in den Weg: Seine Vergangenheit. Sein Freund David Sempere möchte ihm helfen, was aber nur möglich ist, wenn er von Fermíns Vergangenheit erfährt: Stück für Stück gräbt Fermín in seinen schmerzlichsten Erinnerungen und erzählt von Dingen, die ihn für immer veränderten und ihm den Namen Fermín Romero de Torres gaben. Doch plötzlich betrifft Fermíns Vergangenheit auch David und er muss abwägen, ob er der Vergangenheit nachtrauern soll oder sie lieber vergessen sollte, um für seine Familie da zu sein.

Schon der erste Satz zeigt: Man ist endlich wieder in einer Welt von Carlos Ruiz Zafón gelandet! Der Autor hat einen so brillanten Schreibstil, der einfach unverwechselbar ist. Er schreibt auf höchstem Niveau, ohne dass es auch nur einen Moment gekünstelt oder aufgesetzt wirkt. Dadurch kann er dem Leser seine Geschichte wunderbar nahe bringen, sodass man gänzlich in ihr versinkt. Besonders gut gefällt mir, dass oft Worte verwendet werden, die im heutigen Sprachgebrauch gar nicht mehr üblich sind. Für mich persönlich wird jedes Buch Zafón‘s schon allein dadurch zu einem ganz besonderen!

Die Charaktere sind einem größtenteils schon aus „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ bekannt. Ich finde es total genial, dass ihre Handlungsstränge in diesem Buch zusammenlaufen! Da die Charaktere ja schon bekannt sind, möchte man natürlich von der ersten Seite an erfahren, was mit ihnen geschieht. Man weiß schließlich schon ziemlich viel über ihre Vergangenheit und wie sie sich in gewissen Situationen verhalten. Eine Ausnahme bildet hierbei Fermín. Er war bisher immer sehr verschlossen und nun erfährt man endlich, warum er so ist wie er ist. Ich finde das richtig toll, endlich bekommt er seine eigene Geschichte! Faszinierend finde ich aber vor allem, dass auch Charaktere aus zwei verschiedenen Büchern so wunderbar zusammengeführt werden können. Sie behielten stets ihre Eigenheiten bei und es gab keine Ungereimtheiten. Aber obwohl man die Charaktere eigentlich zu kennen glaubt, können sie einen immer noch überraschen: Denn dadurch, dass sie älter werden, lernen sie ja auch dazu und zeigen unter anderem ein reiferes Verhalten. Für mich sind die Charaktere eigentlich schon wie echte Menschen, weil sie überhaupt nicht mehr erstellt wirken, sondern als würden sie tatsächlich irgendwo in Barcelona umherstreifen.

Die Geschichte spielt auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen: Die Gegenwart, in der Fermín und David sich befinden und die Vergangenheit von Fermín, in der Figuren aus „Das Spiel des Engels“ vorkommen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten finde ich total unproblematisch, man merkt sofort, dass man sich wieder in einer anderen Zeit befindet. Ziemlich schön finde ich außerdem, dass die beiden Zeitebenen sogar als eine Art Rahmenhandlung angelegt sind, wodurch der Roman in sich abgeschlossen wirkt. Total interessant ist außerdem, dass zwischen den beiden Ebenen ständig Verknüpfungen stattfinden und die beiden Handlungsstränge am Ende sogar in gewisser Weise zusammenlaufen. Dieser Roman ist einfach total genial angelegt! Ich bin so fasziniert davon, wie Carlos Ruiz Zafón schreibt! Teilweise könnte man sich sogar länger an einzelnen Textpassagen aufhalten, um deren Schönheit zu bewundern. In dieses Buch werde ich definitiv irgendwann zurückkehren! Abgesehen von der unheimlichen Schönheit, hat das Buch allerdings noch viel mehr zu bieten: Es wird stellenweise richtig spannend, dann wieder richtig traurig, oder auch total witzig. Das Buch ist extrem gefühlsintensiv und zieht den Leser dadurch noch mehr in seinen Bann!

Ein weiteres wunderschönes Buch von Carlos Ruiz Zafón, dass genial angelegt ist und durch einen brillanten Schreibstil und sehr lebendige Charaktere zum reinsten Genuss wird! In diese Welt möchte man als Leser auch gerne noch ein zweites Mal eintauchen!

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Tags: carlos ruiz zafón, der gefangene des himmels, friedhof der vergessenen bücher   (3)

  

 

Untot - Lauf, solange du noch kannst
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127 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 50 Rezensionen

zombies, jugendbuch, bobby, zombie, schottland

Untot - Lauf, solange du noch kannst

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.12.2012
ISBN 9783551520418
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Bobby ist mit ihrer neuen Schulklasse auf einer Klassenfahrt, als plötzlich an einer Raststätte alle Mitschüler zu Zombies verwandelt werden. Nur diejenigen, die im Bus zurückgeblieben sind oder Glück im Unglück hatten überleben. Aber was nun? Es gibt kein Internet und keinen Empfang. Weit und breit sind keine Menschen zu sehen - die Schüler sind ganz auf sich gestellt. Was hat die Zombieinvasion ausgelöst? Werden sie auch als Zombies enden?

Sprache:
Von der ersten Seite an ist dieses Buch spannend. Es ist so flüssig geschrieben, dass man eigentlich gar nicht aufhören kann. Zudem ist die Wortwahl echt super - sie passt sich den Situationen und Charakteren an! Dadurch wirkt die Atmosphäre total gut und man spürt die Angst. Sehr gut gefallen mir außerdem die vielen Beschreibungen. Dadurch kann man sehr gut nachvollziehen, wie die Protagonisten sich fühlen! Aber auch die Dialoge sind ziemlich gut gelungen.

Charaktere:
In den Dialogen merkt man sofort, dass jeder der Schüler seine ganz persönliche Art zu reden hat. Dadurch sind sie sehr individuell, was sich aber auch in ihren Charakterzügen wiederspiegelt: Sie könnten nicht unterschiedlicher sein! Dies macht das Buch aber auch so realistisch und dadurch spannender! Schön ist allerdings auch, dass sich die Beziehungen untereinander im Laufe der Geschichte verändern und die Schüler mit der Zeit miteinander auszukommen lernen oder sogar anfangen sich zu mögen. So eine Entwicklung macht das Lesen zum Vergnügen! Sehr angenehm und unterhaltsam sind aber auch Bobbys sarkastische Bemerkungen während den ernstesten Situationen - dadurch wird das Buch sogar lustig!

Handlung:
Man wird gemeinsam mit Bobby ins kalte Wasser geworfen. Dadurch hat man es leichter sich einzugewöhnen, aber schon bald ist die Situation ohnehin nicht mehr alltäglich. Dort beginnt das Buch dann auch direkt richtig spannend zu werden. Und das Wunderbare hierbei: Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten! Es gibt keine einzige langatmige Passage, aber trotzdem kommt man ab und zu zum Luftholen. Die Autorin schafft echt die perfekte Mischung zwischen Actionszenen und Gefühlsintensiven Szenen! Dabei ist der Leser meist mitten im Geschehen und ertappt sich dabei, niemandem mehr zu trauen. Besonders gemein ist aber der Cliffhanger am Ende - wie geht es denn nun weiter?

Ein perfektes und vielseitiges Jugendbuch: Action und Spannung vereinen sich mit Witz und Freundschaft!

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Tags: kirsty mckay, lauf solange du noch kannst, untot   (3)

  

 

Magie
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(24)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, magie, kyralia, trudi canavan, krieg

Magie

Trudi Canavan
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.10.2010
ISBN 9783442375585
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Eigentlich möchte Tessia Heilerin werden, aber Frauen werden in der Heilergilde nicht akzeptiert. Als sie dann plötzlich ihre magischen Kräfte entdeckt, schöpft sie neue Hoffnung: Kann man mit Magie heilen? Wird sie das schaffen, was sich Magier seid Jahren erhoffen? Doch gleichzeitig bahnt sich eine Invasion der Sachakaner an und schon bald muss Tessia sich von allem trennen, was ihr lieb ist. Kann Kyralia der Invasion standhalten?

Sprache:

Trudi Canavan hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der den Leser schon nach wenigen Seiten fesselt. Er ist so flüssig und spannungsaufbauend, dass man das Buch am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Außerdem sind die Beschreibungen sehr schön geschrieben, wodurch der Leser sich die unbekannte Welt perfekt vorstellen kann. Schon durch wenige Worte schafft Canavan es, eine atemberaubende Atmosphäre zu kreieren, sodass man die Angst der Figuren selbst wahrnimmt. Besonders schön sind vor allem die sachakanischen Namen und Begriffe für Speisen, weil sie einem wirklich das Gefühl vermitteln in einer anderen Welt zu sein. Außerdem kann man schon anhand der Namen sehr gut unterscheiden, ob es sich um einen Sachakaner oder einen Kyralier handelt, was das Verständnis sehr fördert.

Charaktere:

Man wird die Protagonistin Tessia vermutlich sehr schnell ins Herz schließen, weil sie eine ganz besondere Figur ist. Ihre Charakterzüge lernt man sehr gut kennen, sodass man ihr Verhalten und ihre Entscheidungen perfekt nachvollziehen kann. Besonders gut gefällt mir an ihr, dass sie immer darum bemüht ist, den Menschen zu helfen. Allerdings bleibt sie gleichzeitig realistisch, da auch sie immer wieder scheitern muss. Aber auch die anderen Charaktere sind echt super gelungen. Sie zeigen alle so viele unterschiedliche Verhaltensweisen, dass die Fantasiewelt total lebendig und echt wirkt. Sehr schön ist auch, dass Trudi Canavan ihre Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei sind zum Beispiel die von Tessia, einigen Magiern, aber auch von einem sachakanischen Sklaven und einer sachakanischen Frau. Dadurch wird die Geschichte richtig spannend, weil man beide Seiten sehr gut mitverfolgen kann und ahnt, was sie als nächstes tun.

Handlung:

Trudi Canavan kann selbst das alltägliche Leben von ihren Charakteren extrem interessant und spannend erzählen, sodass von der ersten Seite an eine gewisse Spannung vorhanden ist. Durch die Invasion der Ichani wird das Buch dann allerdings richtig spannend, da es ja um die Verteidigung des gesamtes Landes Kyralia geht. Dadurch, dass es immer wieder kleinere Kämpfe gibt, wird die Spannung stets hochgehalten. Es gibt lediglich eine Stelle, die ein wenig langatmig ist, was aber durch das spannende Finale wettgemacht wird.
Etwas ganz besonderes an diesem Buch ist die Verbindung von der Trilogie "Die Gilde der schwarzen Magier" zu der "Sonea"-Trilogie. Es werden offengebliebene Fragen aus der ersten Trilogie geklärt, wobei natürlich auch schon bekannte Elemente vorkommen. Allerdings erhält man gleichzeitig auch schon Vorwissen für die neue Trilogie. Das gefällt mir super, da man so bereits einige historische Hintergründe kennt, aber gleichzeitig auch nichts verraten wird. Trotzdem kann das Buch auch ohne die anderen gelesen werden, da es in sich geschlossen ist und die Funktionsweise der Magie in dieser Welt ausreichend erklärt wird.

Ein wunderbares Buch von dem man sich wünscht, es würde niemals enden! Von der ersten Seite an wird der Leser mitgerissen und zittert mit den wunderbaren Charakteren mit!

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Tags: magie, trudi canavan   (2)

  

 

Legend - Fallender Himmel
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(352)

725 Bibliotheken, 26 Leser, 9 Gruppen, 168 Rezensionen

dystopie, day, june, liebe, republik

Legend - Fallender Himmel

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.09.2012
ISBN 9783785573945
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
June ist die große Hoffnung der Republik: Sie hat den großen Test mit voller Punktzahl bestanden und macht bereits mit 14 ihren Abschluss an der Universität - ein Wunderkind. Nun wird sie darauf angesetzt den Verbrecher Day zu finden und zu jagen. Weil dieser ihren Bruder umgebracht hat, steckt June nun all ihren Zorn in ihren Auftrag. Aber schon bald beginnt June einige Erkenntnisse zu sammeln - was ist, wenn nichts so ist wie es scheint?

Sprache:
Das Buch hat mich im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert. Und das schon von der ersten Seite an. Ich war von Marie Lu's wunderbarem Schreibstil fasziniert und in den Bann gezogen. Ein so gutes Buch habe ich echt lange nicht mehr gelesen. Von Seite zu Seite wurde es aber
immer besser, die Autorin steigerte sich immer mehr und konnte das Niveau bis zum Ende halten - genial! Ihre Art zu schreiben ist wirklich sehr besonders. Am Besten gefällt mir sprachlich der Einblick in Junes Gedankenwelt. Der Kontrast zwischen ihren Gefühlen und dem was sie sagt ist richtig gut gemacht. Gleichzeitig ist der Schreibstil aber auch sehr abwechslungsreich, von gefühlvoll zu extrem spannend ist alles dabei!

Charaktere:
June und Day sind wundervolle Charaktere, ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Sie sind beide auf ihre eigene Art und Weise faszinierend und sympathisch. Manchmal glaubt man eine Parallele zwischen ihnen zu entdecken, aber im nächsten Moment sind sie wieder grundverschieden. Dies hat mir persönlich sehr viel Freude beim Lesen bereitet. Außerdem habe ich mir immer das Beste für die beiden gewünscht und so ständig mitgezittert - ich war komplett in der Geschichte versunken! Und wenn einen ein Buch so sehr in den Bann zieht, dann muss es genial sein!
Gleichzeitig habe ich June und Day bewundert. Sie haben atemberaubende Fähigkeiten, die sie auch gut einzusetzen wissen. Dementsprechend wird es auch oft spannend! Aber diese Fähigkeiten wirken keinesfalls unrealistisch, weil die Autorin es schafft die Gedankengegänge und Bewegungen der Charaktere dem Leser so zu übermitteln, dass sie absolut authentisch wirken. So bemerkt der Leser auch schon sehr früh Junes Analysefähigkeiten, weil oft kleine Details beschrieben werden.
Aber auch die anderen Charaktere sind toll. Obwohl ich einige erst wenige Seiten lang kannte, habe ich trotzdem mit ihnen gefühlt. Durch die vielen tollen und bezaubernden Charaktere wurde das Buch zu einem gefühlsintensiven Erlebnis!

Handlung:
Schon nach wenigen Seiten wird es richtig spannend und das bleibt auch so! Natürlich gibt es immer mal wieder ruhigere Szenen, aber auch dort wird die Spannung hochgehalten - man möchte schließlich alle Geheimnisse entschlüsseln und sehen wie June und Day darauf reagieren! Dennoch gibt es genügend Stellen, die vor Action nur so strotzen. Für mich war das echt die perfekte Mischung: Genug Action, damit es nicht langweilig wird, aber dennoch genug ruhigere Szenen damit es ordentlich Tiefgang gibt und nicht zu oberflächlich bleibt. Generell finde ich, dass man noch einiges aus den Zeilen herauslesen kann und das noch zusätzlich zu dem ansonsten schon existierendem Tiefgang.
Ganz besonders gelungen finde ich aber auch den Perspektivwechsel zwischen Day und June - dadurch sieht man genau wie die beiden über die jeweilige Situation denken und natürlich wird es dadurch auch viel spannender. Den Feinschliff gibt es allerdings dadurch, dass auch Details immer wiederkehren und eine hohe Bedeutung für die Geschichte haben.

Legend ist perfekt, genial und legendär. Es bietet alles was man sich als Leser nur wünschen kann: Spannung, bezaubernde Charaktere, Tiefgang, einen tollen Schreibstil und noch vieles mehr. Ich werde es auf jeden Fall nochmal lesen während ich ungeduldig auf den nächsten Band warte!

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Tags: day, fallender himmel, june, legend, marie lu   (5)

  

 

Wir beide, irgendwann
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(398)

688 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 192 Rezensionen

facebook, zukunft, liebe, freundschaft, josh

Wir beide, irgendwann

Jay Asher , Carolyn Mackler , Knut Krüger
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.08.2012
ISBN 9783570161517
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Emma bekommt von ihrem Vater einen Computer geschenkt und macht von nun an das Internet unsicher. Noch hat fast niemand ihrer Freunde Internet und die Website Facebook existiert noch gar nicht. Aber plötzlich entdeckt Emma gemeinsam mit ihrem besten Freund Josh ihr Facebookprofil aus der Zukunft. Nach einem ersten Schock wird sie neugierig... als sie dann feststellt, dass sie die Zukunft beeinflussen kann, nimmt sie kleine Änderungen vor und ändert ständig ihren zukünfitgen Ehemann. Doch dieser ist ihr viel näher als sie vielleicht denkt...

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, weswegen man sehr gut vorankommt. Außerdem ist die Sprache der Charaktere perfekt gewählt, weil die Jugendlichen auch ein wenig Slang und Umgangssprache benutzen. Dadurch wirken sie viel realistischer! Sehr gut gefällt mir, dass immer wieder kleine Facebook-Statusmeldungen eingebaut werden, die auch optisch so aussehen. Es macht beim Lesen sehr viel Freude, darauf zu stoßen und trägt sehr zur Authentizität bei.

Die Charaktere habe ich eher als ein wenig stereotypisch wargenommen, weil es kaum komplexere Figuren gibt. Alle typischen Liebes-Buch-Charaktere kommen vor, vom bösen Freund bis hin zur besten Freundin. Auch die Hauptcharaktere sind leider eher schlicht gehalten. Ich hätte mir hier oft mehr Details zu den Charakteren erhofft! Dennoch muss ich sagen, dass die Dialoge zwischen ihnen ziemlich gelungen sind und sich gut lesen lassen.

Die Idee des Buches ist echt super, weswegen ich mich auch sofort dafür interessiert habe. Für mich war die Idee zur Gänze neu! Aber die Umsetzung hat mich ein wenig enttäuscht: Es wird kaum Spannung aufgebaut, weil man schon die Ganze Zeit über genau weiß, was passieren wird. Die ein oder andere überraschende Wendung auf dem Weg dorthin hätte mir echt gut gefallen. Das Buch ist aber trotzdem keinesfalls schlecht! Denn trotz allem unterhält es den Leser super und das ist doch der Sinn eines Buches!

Ein nettes Buch für zwischendurch, das mit einer komplett neuen Idee lockt!

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Tags: jay asher, wir beide irgendwann   (2)

  

 

Zebulon
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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

western, zebulon, alkohol, goldsucher, mystisch

Zebulon

Rudolph Wurlitzer , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Residenz, 01.09.2012
ISBN 9783701715961
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Zebulon lebt zu Zeiten des Goldrausches. Tausende strömen in Richtung der Westküste, um dort ihr großes Glück zu machen. Aber Zebulon lebt nur für den Moment, ohne einen wirklichen Plan. Er reist hin und her, ohne ein Ziel zu kennen. Er weiß nichts, ist er schon tot oder doch lebendig? Wichtig sind ihm nur der Alkohol, Wetten und Frauen. Doch durch die ein oder andere Prügelei wird er bald zum meist gesuchten Mann und muss aufpassen was er tut. Am wichtigsten aber ist von nun an die Frage, wem er trauen kann - doch wer ist er selbst? Was ist das Ziel seiner Reise?

Sprache:
Der Schreibstil des Autors gefällt mir ziemlich gut. Das liegt zum einen daran, dass er sich sehr flüssig lesen lässt, da die Wortwahl meist eher schlicht und einfach ist. Zum anderen ist der Schreibstil aber auch beschreibend, was den Leser perfekt in die Welt des Zebulon Shook eintauchen lässt. Man kann sich die Umgebung und die Atmosphäre dadurch richtig gut vorstellen. Wenn man derart in eine "Welt" einsinken kann, macht das Lesen unheimlich viel Spaß. Insbesondere die Darstellung der eher düsteren und grausamen Umständen gefällt mir sehr gut! Etwas ganz besonderes sind aber auch die Lieder, die zwischendurch gesungen werden. Sie spiegeln die Gefühle oder die Situation einer Person wieder und kommen einem inneren Monolog recht nahe. Ich finde dies so schön, weil der Leser dadurch die Distanz zu den Figuren aufgibt und sich besser mit ihnen identifizieren kann.

Charaktere:
Obwohl man sich schnell mit einigen Charakteren identifizieren kann oder zumindest ihre Gefühle nachvollziehen kann, gibt es Figuren, die es einem zunächst nicht so einfach machen. Zebulon ist zum Beispiel sehr komplex gestaltet und durch seine erfundenen Erlebnisse sehr schwer zu durchschauen. Hier dauert es dann schon etwas länger, die Figur richtig zu erfassen. Aber eben dieser geheimnisvolle Aspekt hat mich fasziniert: Man konnte nie wirklich voraussagen, was er als nächstes tun würde. Ich finde es richtig toll, mal wieder ein Buch zu haben, das viele Überraschungen bietet! Bei den anderen Charakteren ist es so, dass Nebencharaktere natürlich nicht zu detailliert beschrieben werden, weil es die Geschichte ausbremsen würde. Allerdings muss ich hier noch erwähnen, dass mir die Vielfalt der Charaktere sehr gut gefällt - dadurch kann man sich die Gesellschaft des Goldrausches sehr gut vorstellen. Eine wichtige Sache hierbei ist zum Beispiel die Rolle der Frau, welche in dem Buch auch sehr deutlich wird.

Handlung:
Es dauert ein wenig bis die Handlung endlich ins Rollen kommt. Das hat aber auch seine Gründe, denn zunächst muss man sich an Zebulons Lebensstil gewöhnen. Aber der Autor macht es dem Leser zum Glück einfach! Man findet sich also schnell in der Welt des Goldrausches zurecht und kann sich dann ganz auf die Geschehnisse konzentrieren, ohne dass irgendwelche Fragen auftreten. Generell ist es auch so, dass die Handlung absolut schlüssig ist, was mir sehr wichtig ist. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch, dass sehr viele Weisheiten in dem Buch versteckt sind. Es hat mir persönlich sehr viel Freude bereitet sie zu lesen! Das einzige Problem des Buches ist, dass die Spannung immer wieder nachlässt. Zwischendurch kommen dann zwar trotzdem sehr actionreiche und spannende Szenen vor, aber manchmal hängt man ein wenig fest. Sobald man die Passage geschafft hat, wird man aber immer belohnt! Was mir wiederum sehr gut gefällt, ist dass das Buch sehr geschlossen und abgerundet ist. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und man erfährt, was aus den einzelnen Charakteren wird. Dabei wird einem aber keinesfalls die Fantasie geraubt, sondern man wird sogar dazu angeregt, die Geschichte weiterzuspinnen. Außerdem gibt es am Ende Situationen und Gespräche, die vorherigen sehr ähnlich sind. Diese haben mich zum lächeln gebracht, weil man die Charaktere in der Zwischenzeit viel besser kennengelernt hat und manche Worte eine ganz andere Bedeutung bekommen haben.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und insbesondere Westernfans wird es gefallen. Die Charaktere und die Atmosphäre sind etwas ganz besonderes und man entdeckt Tiefgang, den man von so einem Buch gar nicht erwartet hätte.

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Tags: rudolph wurlitzer, zebulon   (2)

  

 
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