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Ein ganzes halbes Jahr
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(437)

892 Bibliotheken, 53 Leser, 0 Gruppen, 184 Rezensionen

liebe, behinderung, sterbehilfe, will, unfall

Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 21.03.2013
ISBN 9783499267031
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Louisa wird ganz plötzlich gekündigt und sie muss so schnell wie möglich einen neuen Job finden, da ihre Familie zur Zeit finanzielle Probleme hat. So trifft sie dann auf Will, der seit einem Unfall querschnittsgelähmt an seinen Rollstuhl gebunden ist. Sie soll ihm im Alltag helfen und ihm das Leben so angenehm wie möglich gestalten. Doch das ist nicht sehr einfach, weil Will mit dem Leben eigentlich schon abgeschlossen hat. Kann Louisa seine Lebensfreude wiedererwecken?

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, was daran liegt, dass er so alltäglich und einfach ist. Dadurch kann man das Buch natürlich richtig schnell lesen, aber nach dem extremen Erfolg des Buches hatte ich gerade vom Stil etwas mehr erwartet. Es gibt keine schönen rhetorischen Mittel oder eine besondere Wortwahl, sondern einfach nur ganz alltägliche Schilderungen, die sich nicht wirklich von der Masse abheben - was an sich ja gar nicht schlimm ist. Aber auch bei den Beschreibungen hätte ich mir durchaus etwas mehr gewünscht.

Charaktere:
Leider haben mir die Charaktere weitesgehend gar nicht gefallen: Die Nebencharaktere bedienen alle nur möglichen Stereotypen, sodass sie nicht wirklich interessant für mich wurden. Zudem waren die meisten von ihnen durch ihre Art und ihre Einstellungen auch sehr abstoßend. Gerade am Anfang des Buches hat es mich immens gestört dass sie so merkwürdig denken. Da waren mir die beiden Protagonisten schon viel lieber, auch wenn ich mich nicht in sie hineinfühlen konnte. Dadurch bin ich immer sehr auf Distanz geblieben. Allerdings ging von Louisa in meinen Augen auch eine gewisse Unnahbarkeit aus, was ich wirklich schade finde. Will war mir sympathisch, weil er mich mit seinen sarkastischen Kommentaren und seiner unglaublichen Schlagfertigkeit zum Lachen bringen konnte. Abgesehen davon hat mich das Buch allerdings nicht berührt, was ich nach all den guten Rezensionen eigentlich erwartet hatte. Gefühle kommen für meinen Geschmack etwas zu kurz bzw. kommen nicht richtig rüber.

Handlung:
An sich finde ich die Thematik des Buches richtig interessant, nur die Umsetzung ist nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich finde beispielsweise, dass philosophisch-moralische Themen in dem Buch viel zu kurz und oberflächlich abgehandelt werden. Gerade die Problematik der eigenen Entscheidungen oder auch das heikle Thema der Sterbehilfe hätten wirklich noch ausgearbeitet werden können. Zumindest hätte mir persönlich genau so etwas sehr gut gefallen. Natürlich gibt es auch richtig gut gelungene Szenen und trotz allem ist die Gesamthandlung immer noch interessant! Ich hatte mir nur sehr viel mehr unter dem Buch vorgestellt.

Meine zugegebenermaßen sehr hohen Erwartungen wurden leider enttäuscht. Ich hatte viel mehr Gefühl, aber auch mehr ethische Gedanken erwartet.

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Das Haus auf der Blumeninsel
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17 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Haus auf der Blumeninsel

Christiane Lind
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.06.2013
ISBN 9783426513330
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt:
Da Laura einen schweren Verlust zu verarbeiten hat, beschließt sie sich auf Madeira eine kleine Auszeit zu nehmen, um wieder zur Ruhe zu kommen. Dort wohnt sie in einem Haus ihrer Familie, wo auch die Blumenmalerin Amelia gelebt haben soll. Nun möchte Laura mehr über sie herausfinden, doch jede Erkenntnis bringt immer mehr Geheimnisse und zu entschlüsselnde Intrigen mit sich. Stück für Stück beginnt sie die Familiengeschichte zu entdecken, doch was haben die merkwürdigen Briefe Amelia's an ihre ungeborene Tochter zu bedeuten, wo sie doch eigentlich gar keine direkten Nachfahren hatte?

Sprache:
Der Schreibstil liest sich sehr angenehm, aber hat mich vor allem durch die schönen Beschreibungen verzaubern können. So konnte ich mir die Blütenpracht Madeiras richtig gut vorstellen. Außerdem wurde dadurch immer einer sehr echte Atmosphäre gebildet, die super zu der jeweiligen Situation passte. Durch ein paar fremdsprachige Einflüsse habe ich mich dann wirklich so gefühlt, als würde ich mit Laura auf die Insel gereist sein. Aber auch Gefühle und innere Konflikte werden richtig gut übermittelt, sie waren immer sehr gefühlsecht und lassen den Leser dadurch mitfühlen. Dasselbe gilt auch für die Briefe, die eine schöne Abwechslung zum sonstigen Geschehen waren.

Charaktere:
Die Vielfalt, aber vor allem die Verschiedenheit der Charaktere hat mich ziemlich begeistert. Dadurch hat sich eine interessante Mischung von Charakteren ergeben, von denen ich einige mochte und einige gar nicht ausstehen konnte. Merkwürdigerweise waren letztere aber für mich persönlich interessanter - insbesondere Lady Bethany hat ziemlich viel Eindruck auf mich gemacht. Dadurch, dass ich mir eine Meinung über die Charaktere machen konnte, habe ich mich dem Geschehen viel näher gefühlt. Ich war immer gespannt welche Geheimnisse die Figuren als nächstes auspacken würden!

Handlung:
Der Einstieg in das Buch gelingt eigentlich ziemlich gut, ich war nur anfangs etwas verwirrt von den Zeitebenen, aber das gibt sich sehr schnell. Danach drängt einen die Neugier dann zum weiterlesen. Einige Dinge konnte man zwar vorausahnen, aber durch andere Sachen wurde ich dann auch gewaltig überrascht. Durch die eng verstrickten Geheimnisse gibt es immer genug zu entdecken, sodass die Spannung meist sehr hoch gehalten wird. Es gibt echt nur wenige Momente in denen die Spannung leicht absackt. Am Besten finde ich aber, dass das Buch einen als Leser wirklich berührt. Die einzelnen Schicksale der Familienmitglieder waren sehr bewegend und so konnte die Geschichte mich mitreißen und bis zur letzten Seite fesseln.

Eine faszinierende und zugleich sehr bewegende Familiengeschichte

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Shadow Falls Camp – Erwacht im Morgengrauen
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(159)

277 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

vampire, kylie, camp, feen, liebe

Shadow Falls Camp – Erwacht im Morgengrauen

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 19.12.2012
ISBN 9783841421289
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt:
Kylie hat noch immer nicht herausgefunden zu welcher Art der übernatürlichen Wesen sie gehört. Doch immer mehr ihrer Fähigkeiten beginnen sich zu zeigen. Schon bald liegt der Verdacht nahe, dass sie ein Vampir oder sogar ein Werwolf sein könnte... Gleichzeitig wird sie von neuen Geistern heimgesucht, die ihr rätselhafte Botschaften überbringen. Scheinbar ist jemand in Kylie's Umfeld in großer Gefahr und nur sie kann helfen! Schafft sie es? Und nebenbei sind da ja auch noch Derek und Lucas, zu denen Kylie sich hingezogen fühlt...

Sprache:
Der Schreibstil wird vom ersten Band beibehalten, was ich richtig gut finde. So versinkt man ganz schnell wieder in der Handlung. Auch bei diesem Band habe ich die Alltäglichkeit des Schreibstils wieder sehr geschätzt, weil er sehr gut zu den Jugendlichen im Camp passt. Dadurch sind die Charaktere kein bisschen realitätsfern und man kann sich viel besser mit ihnen identifizieren. Außerdem fand ich die Beschreibungen in diesem Buch besser - eine unheimliche oder gefährliche Situation wirkte dadurch viel echter und es wurde oft eine Atmosphäre kreiert in die man als Leser wunderbar eintauchen konnte.

Charaktere:
Kylie ist auch in diesem Buch eine sehr authentische und sympathische Protagonistin. Ihre Gefühle sind immer sehr echt und kommen super rüber. Insbesondere ihre inneren Konflikte gefallen mir richtig gut, weil sie dadurch so realistisch wirkt. Gleichzeitig wird sie dadurch aber auch sehr menschlich, wodurch ich mich sehr gut in sie hineinfühlen konnte. Außerdem gefällt es mir, dass man sie immer besser kennenlernt und es immer noch einige Geheimnisse um sie gibt. Dadurch fesselt mich die Geschichte auch so sehr. Ich möchte unbedingt erfahren, was für Fähigkeiten sie noch entwickeln wird!
Ich muss allerdings zugeben, dass mich noch immer stört, dass sie ständig zwischen zwei Jungen hin und her schwankt - in meinen Augen ist das nicht allzu realistisch, aber allzu schlimm ist es auch nicht.
Die Klischeerollen wie der Bösewicht oder das neidische Mädchen tauchen auch im zweiten Band wieder auf, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es auch noch so tolle Nebencharaktere wie Della, Miranda oder Holiday gibt, finde ich auch das gar nicht so tragisch. Denn auch diese 4 Charaktere habe ich mittlerweile ins Herz geschlossen, sie sind absolut sympathisch!

Handlung:
Stellenweise fand ich das zweite Buch von der Spannung her etwas schwächer als das Erste, aber durch das Finale gleicht es sich dann wieder aus. Denn zum Ende hin wird es extrem spannend! Aber trotzdem kann man auch vorher das Buch nicht wirklich aus den Händen legen, es ist einfach so fesselnd! Kylie entdeckt schließlich immer mehr Fähigkeiten und man möchte unbedingt erfahren, was es damit auf sich hat. Aber es gibt auch viele andere Spannungsfaktoren und Wendungen, die das Buch toll machen. Leider werden wieder viele Fragen offen gelassen, sodass man das nächste Buch so schnell wie möglich lesen möchte - der Cliffhanger am Ende ist echt gemein!

Eine tolle Fortsetzung, die sich auf jeden Fall lohnt! Viel Spannung und einige neue Rätsel!

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Blanche - Die Entscheidung
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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

blanche, paris, belia, beliar, dämon

Blanche - Die Entscheidung

Jane Christo
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.04.2013
ISBN 9783864431296
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Nachdem Blanche gerade eben erst ihren Erzfeind Zoey ins Jenseits katapultiert hat und dabei der Eifelturm zerstört wurde, bahnen sich schon die nächsten Konflikte an. Und ausgerechnet jetzt muss sie damit kämpfen, dass Beliar sie verlassen hat. Schon bald kommt es zum finalen Showdown zwischen dem Himmel und der Hölle, bei dem Blanche nicht nur im Mittelpunkt steht, sondern auch um ihre Liebsten bangen muss.

Sprache:
Wie auch bei den beiden vorherigen Bänden gefällt mir der Schreibstil richtig gut. Die Erzählweise ist so schön ironisch, dass man sich ein Grinsen oft nicht verkneifen kann. Dadurch wird man auch sehr schnell gefesselt, weil es so unterhaltsam ist. Außerdem liebe ich es, dass kaum ein Charakter ein Blatt vor den Mund nimmt und stattdessen seinen Gedanken und Gefühlen in Flüchen und anderen Gewaltausdrücken freien Lauf lässt. Dadurch ist die gesamte Geschichte total authentisch. Super finde ich außerdem, dass auch italienische, französische oder russische Begriffe/Akzente einfließen. So ist man dem Mafiageschehen viel näher und gleichzeitig fühlt man sich auch so, als würde man selbst durch die Straßen von Paris wandern. Dies liegt nicht zuletzt auch an den wunderbar gelungenen Beschreibungen.

Charaktere:
Blanche habe ich ja schon im ersten Band ins Herz geschlossen, weil sie eine so wunderbare und faszinierende Protagonistin ist. Während dem Lesen hat sich dies dann nochmals bestätigt: All ihre Gefühle in den jeweiligen Situationen kommen so echt rüber, dass man sie nur mögen kann. Sehr schön finde ich außerdem, dass sich ihr Persönlichkeitswandel zum Positiven fortsetzt. Einen solchen Wandel konnte man aber auch bei einigen anderen Charaktere beobachten, von denen mich ein paar sehr stark überrascht haben! Das Reflektieren der eigenen Persönlichkeit geschah in sehr tiefsinniger Art und Weise, was mich richtig fasziniert hat.

Handlung:
Schon nach ein paar Seiten wird es richtig spannend und vor allem actionreich - was erwartet man auch anderes von einer Kick-Ass-Heldin? Man findet sehr schnell wieder in die Handlung zurück, was auch daran liegt, dass Blanche an das Vergangene zurückdenkt. Besoders gut finde ich, wie in diesem Band die Freundschaft von Blanche und Nella dargestellt wird: Mal wird es absolut witzig und danach wieder hochdramatisch. So ist es auch mit dem großen Finale - man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen so spannend ist es! Ganz besonders gut ist aber auch das Ende. Die Trilogie wird schön abgerundet und es gibt einige wunderbare philosophische Gedanken.

Ein gebührender Abschluss dieser spannenden Trilogie, die ich garantiert nicht so schnell vergessen werde!

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Die Wanderheiler. Maya und die Kunst der Weltenwanderer
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(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

magi, weltenwanderer, fantas, maya, jugend

Die Wanderheiler. Maya und die Kunst der Weltenwanderer

Markus Tiedemann
Fester Einband: 198 Seiten
Erschienen bei Olms, 01.03.2013
ISBN 9783487088747
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Maya verbringt ihre Ferien bei ihrer geheimnisvollen Großmutter, die im Dorf als Heilerin bekannt ist. Doch diesen Sommer trifft sie nicht nur ihre Freundin Annika wieder, sondern erlebt auch ein ganz besonderes Abenteuer bei dem sie mit einigen Wahrheiten konfrontiert wird. Schon bald ist wird klar, dass Maya die Gabe ihrer Großmutter geerbt hat. Doch kurz danach landet sie dann im Mittelalter - inmitten von gefährlichen Inquisitionsprozessen! Was hat es nur damit auf sich?

Sprache:
Das Buch ist in einem sehr flüssigen Schreibstil verfasst, der sich super lesen lässt. Dadurch kann man sich richtig gut auf die Handlung konzentrieren. Allerdings verändert sich der Schreibstil auch während des Geschehens: Zu Beginn ist er sehr alltäglich, was ja auch dazu passt, dass Maya mit ihren Freunden die Ferien genießt. Ganz besonders gut gefallen hat mir allerdings die Tatsache, dass Markus Tiedemann mit dem Wechsel der Zeit auch eine ganz andere Wortwahl nutzt. Das Mittelalter scheint durch die wirklich überzeugend authentische Wortwahl real. Daher konnte ich mir durch die Atmosphäre auch die Inquisitionsprozesse ziemlich gut vorstellen und mich in die Zeit hineinversetzen. Außerdem finde ich es sehr gut gelungen, dass die Wortwahl dort nicht aufgesetzt wirkt und noch immer sehr gut verständlich ist, was ja insbesondere für jüngere Leser wichtig ist.

Charaktere:
Maya ist mir sehr schnell sympathisch geworden, weil sie immer so ziemlich dasselbe von anderen Charakteren gehalten hat wie ich. Dadurch konnte ich mich dann auch einfacher in sie hineinversetzen. Ich finde außerdem, dass sie sehr natürlich wirkt, da ihre Reaktionen auf all die neuen Erkenntnisse und merkwürdigen Situationen glaubhaft sind. Lediglich an einer Stelle hat sie für meinen Geschmack etwas zu wortgewandt reagiert - aber da war sie auch von sich selbst überrascht. Die anderen Charaktere sind alle sehr unterschiedlich, aber nicht alle werden detaillierter beschrieben, weil sie oft keine allzu große Bedeutung für die weitere Handlung haben.
Einen Nebencharakter fand ich außerdem sehr faszinierend und er hat mich sehr überrascht. Es handelt sich dabei um den mittelalterlichen Mönch, der überraschend viele tiefgründige Gedanken in das Geschehen gebracht hat. Schon allein wegen dieser Gedanken und Denkanstößen finde ich das Buch echt lesenswert.

Handlung:
Es gibt nur einen Handlungsstrang, der auch sehr geradlinig zum Ende führt, sodass die Spannung richtig schön ansteigt. Der erste kleine Höhepunkt hat mir super gefallen, da es überraschend gruselig wurde - damit hatte ich gar nicht gerechnet, beinahe hätte ich eine Gänsehaut bekommen. Aber danach wird es noch viel spannender. Insbesondere durch die Inquisition wurde es zum Ende hin verdammt spannend. Die Geschichte wurde aber auch mit vielen historischen Fakten angereichert, was mir richtig gut gefallen hat. Denn die Handlung wird so nicht nur um einiges realistischer, gleichzeitig kann der Leser auch noch etwas dazulernen.

Eine richtig spannende Geschichte, die zusätzlich noch mit historischen Fakten und ein paar Denkanstößen angereichert ist! Super!

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The Perks of Being a Wallflower
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(75)

121 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, leben, missbrauch, einsamkeit, briefroman

The Perks of Being a Wallflower

Stephen Chbosky
Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.2006
ISBN B00358IZ24
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Der zurückhaltende Charlie hat in seinem Leben mit vielen Problemen zu kämpfen: Er kommt mit dem Tod seiner Tante nicht zurecht, kann sich in der Schule nicht wirklich einfinden und ist noch auf der Suche nach seinem Platz in der Welt. Doch das Leben des stillen Beobachters wird noch ein wenig mehr durcheinandergebracht, als er Sam und Patrick trifft. Er lernt echte Freundschaft und die Liebe kennen, während er langsam erwachsen wird - was natürlich nicht einfach ist.

Sprache:
Ich muss zugeben, dass ich an einigen Stellen nur wegen dem sehr überzeugenden und wirklich guten Schreibstil weitergelesen habe. Diese nüchterne und unterhaltsame Art zu schreiben hat mich gefesselt. Außerdem fand ich die Briefform in der das Buch geschrieben ist super. Zu Beginn hatte ich dahingehend zwar noch Zweifel, weil der Lesefluss dadurch stellenweise gehemmt wurde, aber nach einiger Zeit hat mir diese Erzähltechnik wirklich gut gefallen. Insbesondere weil Charlie immer mal wieder ironische oder auch zynische Kommentare abgibt. Diese haben mich des öfteren zum Grinsen gebracht!

Charaktere:
Charlie selbst war mich absolut sympathisch. Schon nach wenigen Seiten konnte ich mich richtig gut in ihn und seine Erlebnisse hineinfühlen, was nicht zuletzt daran liegt, dass man richtig viel Einsicht in seine Gedanken und Gefühlswelt erhält.
Den anderen Charakteren war ich zunächst immer ein wenig skeptisch gegenüber - genau wie Charlie. Gut finde ich, dass man durch deren Verhalten immer noch ein wenig Distanz zum Geschehen beibehält. Aber trotzdem habe ich auch mit diesen Charakteren gezittert und um ihr Schicksal gebangt. Sehr gelungen finde ich hierbei, dass Chbosky sehr unterschiedliche Charaktertypen realistisch darstellt und Charlie's Welt dadurch authentischer wird.

Handlung:
Die Handlung konnte mich hingegen nicht immer überzeugen. Manchmal hatte das Buch für meinen Geschmack zu viele Züge eines klischeehaften Jugendbuchs über Liebe. An diesen Stellen hat mich dann wie erwähnt nur der Schreibstil fesseln können. Aber an anderen Stellen wurde das Buch dann ganz plötzlich wieder immens tiefsinnig, was mir super gefallen hat. Ein bisschen merkwürdig fand ich allerdings die Rückgriffe auf die Vergangenheit, weil sie mich immer etwas aus der Geschichte gerissen haben. Das war zwar nicht allzu dramatisch, aber trotzdem nicht ideal. Das Ende hingegen hat mir dann wieder richtig gut gefallen, weil es die gesamte Geschichte wunderschön abgerundet hat und noch einmal tieferen Sinn in alles bisher Geschehene gebracht hat.

Ein richtig schönes Buch, dass insbesondere vom Schreibstil her fesselnd ist, aber auch ordentlich Tiefgang bieten kann.

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Der beste Freund, den man sich denken kann
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(24)

77 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

imaginärer freund, freundschaft, kindesentführung, leben, roman

Der beste Freund, den man sich denken kann

Matthew Dicks , Cornelia C. Walter
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury, 01.02.2013
ISBN 9783827011404
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Budo ist der imaginäre Freund von Max. Nur dieser kann ihn sehen oder mit ihm reden. Da Max es im Alltag nicht sehr leicht hat, bekommt er die Hilfe von Budo, sodass er sein Leben besser bewältigen kann. Doch ganz plötzlich gerät sein Leben endgültig durcheinander und Budo kommt die schwerste Aufgabe seines Lebens zu: Nur er kann Max retten! Aber gleichzeitig weiß Budo ganz genau, dass er damit vermutlich seine Existenz als imaginärer Freund verlieren wird. Kann er sich für Max opfern?

Sprache:
Eigentlich gefällt mir der Schreibstil ziemlich gut, weil er sich meist flüssig lesen lässt. Zu Beginn des Buches fand ich es auch total super, dass der Schreibstil eher kindlich klingt, schließlich wird die Geschichte aus der Sicht von Budo erzählt. Aber nach einiger Zeit hat mich das dann auch etwas gestört, sodass ich manchmal gedanklich abgeschweift bin.
Gleichzeitig muss ich aber zugeben, dass all die Beschreibungen der Umgebung richtig gut gelungen sind und auch die Gefühle und Sorgen Budo's sehr real übermittelt werden konnten. Außerdem hat es gut zu dem Buch gepasst, dass ab und zu etwas mithilfe einer Liste übermittelt wurde.

Charaktere:
Budo und Max sind beide an sich sehr liebenswürdige Charaktere. Sie verhalten sich sehr real und durch unerwartetes oder merkwürdiges Verhalten wirkten sie in meinen Augen wie echte Menschen. Allerdings stört es mich sehr, dass Budo ein passiver Protagonist ist: Er kann nicht wirklich in die Welt eingreifen, sondern einfach nur mit Budo reden und alles mögliche beobachten. Dadurch, dass er also nicht wirklich etwas tut, waren einige Szenen eher langatmig und ich konnte mich nicht komplett in die Handlung hineinfühlen. Außerdem finde ich es schade, dass wichtige Nebencharaktere nur sehr kurz abgehandelt werden - gerade über Mrs. Patterson hätte ich gerne mehr erfahren. Dann hätte ich das ein oder andere im Buch sicherlich mit mehr Spannung gelesen!

Handlung:
Da ich ja durch das passive Verhalten Budo's eher auf Distanz geblieben bin, konnte mich das Buch nicht fesseln. Und das obwohl es viele tolle und interessante Szenen gab! Aber leider mischen sich diese mit ein paar eher langatmigen Szenen, die manchmal auch keine großen Auswirkungen auf die weitere Handlung hatten. Trotzdem finde ich die Handlung an sich sehr gelungen, vor allem aber wegen dem Ende! Es wird richtig spannend und gleichzeitig auch ein paar tiefgründige Gedanken. Richtig gut finde ich außerdem, dass das Buch einen richtigen Schluss hat und keine Fragen offen bleiben.

Der Roman hat zwar kleine Schwächen, ist aber trotzdem im Gesamtpaket ein tolles Buch!

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Dancing Jax – Auftakt
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(78)

225 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

dancing jax, horror, karten, bücher, fantasy

Dancing Jax – Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Dancing Jax ist ein böses Buch, dass die Menschen zu seinen Spielfiguren macht. Nachdem Jezza einige Kisten dieses Buches gefunden hat, geht er den grausamen Pakt ein, sich selbst zu dem geheimnisvollen Ismus zu machen. Nun muss die Welt für die Ankunft des "Prinzen" vorbereitet werden. Immer mehr Menschen verfallen diesem Buch, doch anfangs sieht keiner die wirkliche Gefahr, die von ihm ausgeht.

Sprache:
Meine Meinung gegenüber dem Schreibstil ist etwas zwiegespalten: Zum einen finde ich ihn richtig gut und angenehm, da er sich sehr flüssig lesen lässt. Die Passagen aus "Dancing Jax" finde ich allerdings nicht sehr gut. Die Sprache ist dort etwas schwerfällig, was den Lesefluss bei mir gehemmt hat. Außerdem wird jedes Kapitel durch eine Passage aus diesem Buch eingeleitet. Zu Beginn versteht man davon allerdings rein gar nichts, was mir nicht wirklich gefallen hat. Diese Unwissenheit ist aber auch ein generelles Problem des Buches.

Charaktere:
Das Buch beinhaltet sehr viele verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Handlungssträngen. Das Einführen der Charaktere ist allerdings sehr problemlos, da man immer schon ein paar andere Charaktere in deren Umfeld kennt oder bereits von ihnen gehört hat. Dies ist also sehr geschickt gemacht. Aber leider macht diese Vielzahl an Charakteren es einem auch sehr schwer irgendwie Nähe zu den Figuren oder zum Geschehen aufzubauen. Es gibt keinen eindeutigen Protagonisten, weil die Schlüsselfigur ständig wechselt. Mir hat es überhaupt nicht gefallen, dass ich zu keinem Zeitpunkt eine Bezugsperson oder ähnliches im Buch gefunden habe. Dadurch konnte ich nicht in das Buch hineinfinden, was auch ein Grund dafür ist, dass ich das Buch nicht allzu spannend gefunden habe.

Handlung:
Ich hatte extreme Schwierigkeiten mich in das Buch hineinzulesen. Das liegt vor allem daran, dass man zu Beginn kaum versteht, was eigentlich vor sich geht. Aber auch später wird der Leser für meinen Geschmack nicht genügend über die Welt der Dancing Jax aufgeklärt. Selbst am Ende des Buches habe ich das Gefühl, das meine Wissenslücken dahingehend immens groß sind. Aber vielleicht werden diese im zweiten Band ja gefüllt.
Außerdem muss ich zugeben, dass ich die Handlung oft langweilig fand. Dies lag zum einen daran, dass vom Grundprinzip immer dasselbe geschah und zum anderen daran, dass ich mich mit niemandem identifizieren konnte. Gerade zum Ende hin wurde es in meinen Augen langatmiger, obwohl es da doch eigentlich spannend werden sollte!
Ein weiterer Kritikpunkt in meinen Augen ist, dass das Buch unheimlich abstoßend ist. Das liegt sowohl an den Charakteren, als auch an ihrem Verhalten. Diese abstoßende Wirkung ist aber glaube ich auch beabsichtigt, da sie den Leser dann doch irgendwie fesseln kann. Ohne dies hätte ich warscheinlich das Interesse an dem Buch verloren und aufgegeben, aber so habe ich es dann doch noch bis zum Ende durchgehalten. Ob Band 2 besser wird?

Dieses Buch ist sehr speziell mit seinem Gemisch aus vielen Charakteren, Unwissenheit und der abstoßenden Wirkung.

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Der Torwächter - Die verlorene Stadt
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(20)

24 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

weltentore, schneeleopar, jugendliche, macht, g, torwächte

Der Torwächter - Die verlorene Stadt

Markus Stromiedel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791519449
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Simon und die Leopardin Ashakira sind durch ein Weltentor geflohen und müssen sich nun in einer Welt durchschlagen, die von dem Bösewicht Drhan beherrscht wird. Die Stadt ist größtenteils verfallen und die Bewohner sind sehr misstrauisch. Doch gleichzeitig droht Simon direkt Gefahr von den Soldaten Drhans! Er muss sehr vorsichtig handeln, um seinen Großvater wiederzufinden. Doch schon bald ist klar, dass er sich dafür in die unmittelbare Nähe von Drhans Festung und damit in riesige Gefahr begeben muss!

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr schlicht, also ohne spezielle rhetorische Mittel oder komplizierte Satzstrukturen. Dadurch lässt sich das Buch sehr einfach lesen, wodurch es dann natürlich der Zielgruppe auch perfekt angepasst ist. Auch lange Beschreibungen entfallen, wenn sie nicht unbedingt notwendig sind, sodass der Handlungsfluss nicht unnötig aufgehalten wird. Außerdem wird durch die Wortwahl auch schon oft ein bisschen Spannung erzeugt, sodass man richtig nah am Geschehen ist!

Charaktere:
Simon und Ashakira waren mir schon im ersten Band sehr sympathisch - so ist es auch in diesem. Ich habe nach wenigen Seiten wieder mit ihnen gefühlt. Allerdings sind mir die Nebencharaktere diesmal eher negativ aufgefallen. Dadurch, dass in jeder Welt eine Kopie dieser Personen existiert, wirken sie total unnahbar. In meinen Augen waren sie eher oberflächlich gehaltene, leblose Hüllen, daher konnte ich mich nicht mit ihnen identifizieren.
Außerdem hat es mich etwas gestört, dass Simon quasi der perfekte Held ist. Er scheitert eigentlich nie und ihm scheinen alle Dinge immer genau passend zuzufallen. Zum Glück hat sich das gegen Ende ein wenig geändert, aber in manchen Situationen habe ich es schon als ein wenig unrealistisch empfunden, dass er alles meistert.

Handlung:
Von der ersten Seite an bietet dieses Buch richtig viel Action. Damit verbunden wird es natürlich auch schnell spannend, aber merkwürdigerweise konnte mich das Buch nicht sofort fesseln. Das ist leider erst ab der Häflte des Buches passiert. Allerdings glaube ich auch, dass dies wohl daran liegt, dass ich nicht der Zielgruppe angehöre, also werden jüngere Leser hier wohl auf ihre Kosten kommen.
Ein bisschen gestört hat mich auch, dass es bei einigen Details Ungereimtheiten gab, aber eigentlich waren diese gar nicht so tragisch, sie haben mich nur kurz aufmerken lassen. Außerdem erinnert Simon's neue Wunderwaffe mich stark an Thor, aber auch das finde ich gar nicht schlimm, da es dadurch auch noch etwas spannender wird.
Richtig gemein finde ich übrigens, dass so viele Fragen offengelassen werden! Und bei einigen Szenen frage ich mich, ob diese wohl für später noch eine wichtige Bedeutung haben...

Eine gelungene, aber leider etwas schwächere Fortsetzung!

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Wunder
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(133)

309 Bibliotheken, 15 Leser, 3 Gruppen, 59 Rezensionen

schule, freundschaft, wunder, familie, mut

Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.01.2013
ISBN 9783446241756
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
August ist anders als andere Kinder. Durch das Zusammenspiel mehrerer Genmutationen weist sein Gesicht einige Anomalien auf, die ihm das Leben schwer machen. Nachdem er als Kind aufgrund von vielen Operationen nie eine Schule besuchen konnte, soll er nun in die 5. Klasse eingeschult werden. Doch dies bereitet ihm große Sorgen: Was werden die anderen sagen? Wird er dort Freunde finden? Schon sehr bald wird deutlich, dass ihm nicht jeder gut gesinnt ist...

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr gewöhnlich, aber trotzdem sehr fesselnd. Dadurch versinkt man richtig schnell in der Geschichte. Am Besten hat mir sprachlich gefallen, dass die Autorin immer wieder Maxime, Zitate oder Songtextzeilen einbaut. Diese passen richtig gut zum Rest des Buches, da sie manchmal die Stimmung der Szene unterstreichen oder auch zum Nachdenken anregen. Außerdem entsteht schon allein dadurch eine extreme Tiefgründigkeit, die das Buch für mich so fantastisch gemacht hat! Aber auch rhetorisch kann die Autorin richtig gut mit Worten umgehen. Abgesehen davon, dass sie Gefühle perfekt übermittelt, kann sie den Leser auch mit ihren Worten zutiefst berühren, wie es zum Beispiel bei der Rede von Mr. Pomann der Fall ist. Oft reichen dazu aber auch nur ein paar Worte von August.

Charaktere:
August ist ein richtig sympathischer Protagonist. Man kann all seine Ängste und Sorgen sofort nachvollziehen, wodurch man selbst richtig nah an der Handlung ist. Aber auch seine Schwester Via, seine Eltern und die anderen Kinder haben mir gut gefallen. Besonders ist hierbei, dass die Sicht zwischen den einzelnen Charakteren wechselt. So erfährt man beispielsweise auch, dass Via es auch nicht allzu einfach in ihrem Leben hat oder wie sich die Meinung einiger Kinder gegenüber August ändert. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven kann man sich die ganze Geschichte viel besser vorstellen und der gesamte Sachverhalt wird realistisch und vor allem umfassend dargestellt.

Handlung:
Bei den Wechseln zwischen der Perspektive kann man sich sofort wieder in die Handlung einfinden, da oft eine Szene erneut, aber eben aus einer anderen Sicht geschildert wird. Das mag langweilig klingen, ist es aber gar nicht: Man erhält noch viel mehr wichtige Informationen, durch die das Buch für mich immer spannender wurde. Generell hat das Buch auch von der Spannung her einiges zu bieten. Mich haben die vielen Hochpunkte immer wieder aufs Neue mitgerissen. Gleichzeitig hat mich das Buch aber auch immer wieder berührt und zum Nachdenken angeregt. Immer wieder hat mich das Buch zum Grinsen aber auch beinahe zum Weinen gebracht.

"Wunder" ist ein fantastisches Buch, mit vielen Gefühlen. Es regt einen immer wieder zum Nachdenken an und hat mich zutiefst berührt!

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The Hitchhiker's Guide to the Galaxy
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(9)

18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

außerirdische, unterhaltung, humor, scifi

The Hitchhiker's Guide to the Galaxy

Douglas Adams
Flexibler Einband: 323 Seiten
Erschienen bei Pan Macmillan, 24.07.2009
ISBN 9780330437981
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Die Erde geht unter - aber zum Glück kann Ford Arthur retten. Die beiden begeben sich auf eine Reise quer durch die Galaxis. Dabei treffen sie natürlich auch den ein oder anderen Außerirdischen. Außerdem hat Ford das Buch "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy" dabei, das Arthur hilft die Galaxie etwas besser zu verstehen. Aber dennoch begeben sich die beiden unfreiwillig schon bald in große Gefahr...

Sprache:
Ich habe die Wortwahl als sehr angenehm empfunden, da sich das Buch sehr gut lesen ließ. Natürlich stolpert man ab und zu über einige neue Ausdrücke, wie etwa spezielle Bezeichnungen für Kreaturen. Aber diese werden auch immer ausreichend erklärt. Problematisch finde ich es allerdings, wenn diese mit einer Fußnote versehen sind. Da wird man total aus dem Lesefluss gerissen, also wäre ein direkter Einbau in die Geschichte besser gewesen.
Gleichzeitig ist der Schreibstil aber auch sehr unterhaltsam, insbesondere wenn die Charaktere mal wieder aneinander vorbeireden.

Charaktere:
Obwohl ich den Charakteren anfangs sehr skeptisch gegenüberstand, muss ich zugeben, dass sie doch alle auf ihre spezielle Art und Weise toll sind. Besonders liebgewonnen habe ich beispielsweise den depressiven Roboter, der mit seinen oft zynischen Bemerkungen total sympathisch wirkte. Außerdem konnte ich mich sehr gut mit Arthur identifizieren, da ich in etwa genauso unwissend war wie er. Dadurch war es auch umso spannender zu lesen, wie er mit der Situation umgeht. Aber auch die "bösen" Außerirdischen haben mich richtig gut zum lachen gebracht.

Handlung:
Was die Handlung angeht, erging es mir ähnlich wie mit den Charakteren. Ich habe zu Beginn merkwürdigerweise gar nicht richtig in die Handlung hineingefunden. Aber dann wurden die Gespräche plötzlich so witzig, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Die Situationen sind manchmal an sich einfach schon so merkwürdig, dass man nur grinsen kann.
Echte Spannung wird aber leider nicht erzeugt. Man wird eher durch kurze Passagen aus dem Werk das Ford dabei hat aus der Handlung gerissen, was ich stellenweise echt schade fand.

Das Buch lohnt sich definitiv - die Galaxis mal ganz anders und vor allem lustig!

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Huis clos
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(6)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ehrlichkeit, die anderen, gesellschaft, sartre, hölle

Huis clos

Jean P Sartre , Jean-Paul Sartre , Monika Beutter , Werner Höfer
Flexibler Einband: 71 Seiten
Erschienen bei Klett, Ernst, Verlag GmbH, 01.11.2008
ISBN 9783125984042
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
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Breathe - Gefangen unter Glas
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(146)

445 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 82 Rezensionen

dystopie, sauerstoff, kuppel, bäume, quinn

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei DTV, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
In einer Welt in der es offiziell keine Bäume mehr gibt und der Sauerstoff knapp ist, kontrolliert "Breathe" mit einer Kuppel die gesamte Gesellschaft. In diesem Klassensystem von Premiums und Seconds müssen Bea, Quinn und Alina sich zurechtfinden. Quinn als Premium strebt eine Karriere bei "Breathe" an und auch die Second Bea versucht sich daran. Doch ihre Begegnung mit der Rebellin Alina gerät ihr bisheriges Leben komplett durcheinander: Stimmt es, dass das System sie alle unterdrückt und belügt? Sie begeben sich auf eine gefährliche Reise außerhalb der Kuppel...

Sprache:
Der Schreibstil konnte mich von der ersten Seite an super fesseln. Dabei kann ich gar nicht genau sagen wieso, das Buch ist einfach extrem flüssig und interessant geschrieben! Es hat mich wirklich nicht mehr losgelassen. Außerdem sind die speziellen Begriffe wie zum Beispiel "Premium" oder "Second" gar kein Problem beim Lesen. Im Zusammenhang versteht man sofort, was damit gemeint ist, oder sie werden sogar erklärt. Es ist also absolut kein Problem in diese neue Welt einzutauchen.
Mir persönlich gefällt es auch sehr gut, dass einige Charaktere wie Maude Blue in ihrem eigenen Slang reden. Dadurch werden sie um einiges realistischer, vor allem, weil es auch perfekt zu ihrem Wesen passt.

Charaktere:
Aber auch die anderen Charaktere waren für mich überhaupt nicht oberflächlich - ganz im Gegenteil - sie waren alle sehr unterschiedlich und hatten ganz individuelle Merkmale oder Verhaltensweisen. Insbesondere die Entwicklung von Bea's Charakter gefällt mir richtig gut. Ganz besonders ist hierbei auch, dass auch andere Charaktere diese Entwicklung an ihr bemerken, da die Geschichte ständig die Sicht wechselt. Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Quinn, Bea und Alina erzählt, wodurch es verdammt spannend wird! Außerdem wird so das faszinierende Beziehungsdreieck richtig deutlich und man kann mitansehen, wie sich die Einstellungen gegnüber einzelnen Personen ändern.
Davon abgesehen finde ich aber auch die Gefühlsdimension sehr gut gelungen. Die Gefühle schienen immer sehr aufrichtig und natürlich, wirkten also nie gekünstelt. Dadurch hat mich die Geschichte noch mehr mitgerissen - ich habe mir richtig Sorgen um meine Lieblingsfiguren gemacht!

Handlung:
Obwohl es schon sehr viele und vor allem ähnliche Dystopien gibt, schafft Sarah Crossan hier noch eine für mich neue Welt. Ich finde die Idee von "Breathe" zugleich faszinierend und beängstigend. Leichte Parallelen mit anderen Dystopien sind natürlich kaum vermeidbar, aber in meinen Augen waren diese dann doch eher gering (Ich musste zwischendurch an "Legend: Fallender Himmel" von Marie Lu denken).
Übrigens finde ich nicht, dass die Handlung in irgendeiner Weise durchsichtig ist. Ich wurde immer wieder von einigen Wendungen überrascht. Außerdem kann dieses Buch die Spannung auch von der ersten Seite an bis zum Ende auf hohem Niveau halten, ohne zwischendurch zusammenzusacken. Dadurch ist es kaum möglich das Buch überhaupt noch aus der Hand zu legen und nach dem Ende wünscht man sich Band 2 ganz schnell herbei!

"Breathe: Gefangen unter Glas" ist eine perfekte Dystopie mit einer ganz neuen beängstigenden Idee, die einen nicht mehr so schnell loslässt! Spannung pur!

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Vom Mondlicht berührt
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(65)

214 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

paris, vincent, numa, revenants, kate

Vom Mondlicht berührt

Amy Plum , Ulrike Brauns
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe Verlag, 16.01.2013
ISBN 9783785570432
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die zauberhafte Liebesgeschichte um Vincent und Kate geht weiter, aber schon bald müssen die beiden sich den nächsten Herausforderungen stellen: Wie soll Vincent seinem Drang immer wieder für andere Menschen zu sterben widerstehen? Während sich die beiden auf die Suche nach einer Lösung machen, werden die Numa plötzlich unheimlich ruhig. Was planen sie bloß? Gleichzeitig werden die Anzeichen immer deutlicher, dass Vincent der prophezeite Meister sein soll, der die Numa letztendlich auslöschen wird. Können die beiden all diese Hindernisse und Gefahren zusammen meistern?

Sprache
Das Buch hat wie auch schon das erste einen wunderbaren Schreibstil. Amy Plum kann wirklich wundervoll beschreiben, sodass man sich wirklich so fühlt, als wäre man in Paris. Diese vermittelte Atmosphäre gefällt mir richtig gut! Gleichzeitig nimmt man dadurch natürlich auch die Gefahren sehr real wahr, sodass man sehr nah am Geschehen ist. Deswegen konnte Amy Plum mich schon nach wenigen Seiten erneut mitreißen, sodass ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte - ich war so froh endlich zu erfahren, wie es mit Vincent und Kate weitergeht!

Charaktere
Aber auch die Wortwahl der Charaktere ist einfach nur perfekt. Jeder hat seine ganz eigene Art und Weise sich zu äußern, wodurch die Geschichte sehr lebendig wird. Ich konnte mir die Charaktere in ihren Gesprächen immer richtig gut vorstellen und musste auch öfters über ihr Verhalten grinsen. Besonders gut gefällt mir, dass man bei einigen Revenants auch merkt, dass sie aus einer ganz anderen Zeit stammen. Dadurch wird das gesamte Geschehen noch etwas unterhaltsamer.
Besonders toll ist natürlich auch, dass die beiden Protagonisten so natürlich und sympathisch wirken, da möchte man gar nicht mehr aufhören von ihnen zu lesen.

Handlung
Das Buch ist von der ersten Seite an spannend und wird immer besser: gefühlvolle Szenen wechseln sich mit ein paar Actionszenen ab. Dieser Mix gefällt mir super, allerdings hätte ich mir stellenweise mehr Action gewünscht. Sehr gut finde ich auch, dass die Geschichte durch ein paar Wendungen vorher nicht durchschaubar ist, und dadurch auch spannender wird. Allerdings muss ich sagen, dass der Cliffhanger am Ende echt gemein ist - mit so viel Spannung und offenen Fragen zurückgelassen zu werden ist fies. Wie soll ich denn jetzt so lange warten?

Eine perfekte und gefühlvolle Fortsetzung, die gar nicht noch spannender sein könnte!

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Über ein Mädchen
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(32)

71 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, über ein mädchen, homosexualität, joanne horniman, carlsen

Über ein Mädchen

Joanne Horniman , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.04.2013
ISBN 9783551582713
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Anna lebt weit von ihrer Familie entfernt und arbeitet in einer Buchhandlung. Doch als sie Flynn das erste Mal sieht, ist eins klar: Sie muss dieses Mädchen wiedersehen! Die beiden beginnen sehr schnell eine Beziehung, aber es ist nicht einfach. Sie werden von Fragen geplagt, ob sie das wirklich wollen, oder was andere denken mögen. Aber Anna hat auch Probleme mit ihrer eigenen Familie. Doch was möchte sie eigentlich in ihrem Leben erreichen?

Sprache:
Mir hat der Schreibstil von Joanne Horniman ab der ersten Seite richtig gut gefallen. Sie schreibt definitiv anders als die meisten Autoren! Besonders gut haben mir die umfassenden und oft detailverliebten Beschreibungen gefallen. Außerdem liebe ich es, wenn die Wortwahl auch ein bisschen metaphorisch wird, dadurch liest sich eine Geschichte richtig gut! Dementsprechend war ich dem Buch schon sehr schnell verfallen - ich musste unbedingt weiterlesen!

Charaktere:
Anna ist mir absolut sympathisch. Ich konnte mich oft mit ihr identifizieren, weil ihre Gedankengänge so nachvollziehbar waren. Sehr gut finde ich hierbei, dass aus der Innensicht von Anna erzählt wird, dadurch erlebt man das Buch sehr viel intensiver und wird als Leser auch direkt mit ihren Fragen und Problemen konfrontiert. Gleichzeitig erscheint Flynn einem dadurch aber auch noch rätselhafter. Ich wollte die ganze Zeit über unbedingt herausfinden, was für Geheimnisse sie wohl zu verbergen hat.

Handlung:
Ich wusste zu Beginn des Buches nicht ganz, in welche Richtung es sich wohl entwickeln würde. Ich hatte zwar mit einer Liebesgeschichte gerechnet, aber das Buch hat mich dann extrem überrascht. Die Beziehung war weder ein Klischee, noch in irgendeiner Art und Weise langweilig. Außerdem war das Buch dann plötzlich um einiges Vielschichtiger, als es in den ersten Kapiteln den Anschein gemacht hatte: Zwischendurch rückte die Beziehung der Beiden in den Hintergrund und man erfuhr stattdessen viel mehr über Anna's Leben. Der Tiefgang, der hier zum Ausdruck kam, hat mich überwältigt. Gleichzeitig wechselt das Buch durch alle Gefühlslagen. Manchmal ist es unheimlich traurig, aber im nächsten AUgenblick bringt es einen wieder zum Lächeln.

Der traumhafte Schreibstil und die überraschende Entwicklung des Buches machen "Über ein Mädchen" in meinen Augen zu einem wirklich lohnenswerten Buch! Ich bin mir sicher, dass es einer sehr vielschichtigen Leserschaft gefallen könnte!

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Im Land der Kaffeeblüten
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(12)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

guatemala, familiengeschichte, kaffeeanbau, kaffeeblüten, ururgroßmutter

Im Land der Kaffeeblüten

Laura Antoni , bürosüd° GmbH
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 24.10.2012
ISBN 9783522201605
Genre: Kinder-/Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Julia und Isabell sollen für die Schule ein Referat über den Kaffehandel zur Jahrhundertwende vorbereiten. Dabei entdecken sie, dass ihre Vorfahren zu der Zeit in Guatemala waren und sich dort sogar getroffen haben! Julia's Vorfahren haben das Familienunternehmen aufgebaut, während Isabell's Vorfahren das Land und die Schätze der Maya erforscht haben. Aber schon bald entdecken beide düstere Geheimnisse in vergessenen Tagebüchern und erfahren von schrecklichen Gefahren, denen ihre Vorfahren sich stellen mussten.

Sprache:
Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, da er meist eher einfach gehalten ist. Allerdings werden auch viele spanische Ausdrücke benutzt, wodurch man sich viel besser in die Geschichte hineinversetzen kann. Besonders gut hat es mir gefallen, dass sogar die Sprache der Ureinwohner ab und zu vorkam. Sehr schön ist außerdem, dass nicht nur die Zeitebenen wechseln, sondern auch manchmal ein Tagebuchauszug wortwörtlich wiedergegeben wird.

Charaktere:
Die Protagonistinnen waren mir alle recht schnell sympathisch. Und damit meine ich nicht nur Julia und Isabell, sondern auch Margarete und Elise, die Vorfahrinnen der beiden. Ich konnte ihre Sorgen und Ängste immer sehr gut nachvollziehen. Insbesondere Elise war mir sehr sympathisch, weil sie mit dem Leben in Guatemala zu Beginn überhaupt nicht klarkam und ihre Eindrücke über das Land auch dementsprechend sehr ehrlich geschildert wurden.

Handlung:
Ich finde es richtig gut, dass das Buch so viele Handlungsstränge hat, die sich immer wieder berühren und letztendlich zusammenlaufen. Dadurch wird die Geschichte richtig spannend, denn fast jeder Abschnitt endet mit einem Cliffhanger! Dabei ist es aber auch kein Problem wieder in die Handlung des anderen Stranges hineinzufinden - das geschieht in der Regel innerhalb von wenigen Sätzen. An vielen Stellen war die Handlung zwar etwas durchsichtig, aber trotzdem konnte das Finale mich dann überraschen: Das Ende wird verdammt spannend!
Leider bleibt die Ebene von Julia und Isabell eher oberflächlich, aber dafür gibt es in der Ebene von Margarete und Elise einiges über Guatemala und die Maja zu erfahren!

Eine schöne und geheimnisvolle Zeitreise nach Guatemala, in die ich gerne noch einmal zurückkehren würde!

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Harte Jungs
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(37)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

hamburg, liebe, berlin, 90er, musik

Harte Jungs

Florentine Joop
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 15.02.2013
ISBN 9783847905301
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt
Charlotte wächst in den Neunzigern auf und gehört der Punk-Szene an. Dementsprechend besteht ihr Leben aus Alkohol, Zigaretten, wilden Partys und Rock 'n' Roll. Als sie Jan kennenlernt, ist es um sie geschehen. Die beiden werden ein Paar und schon bald feiert sie gemeinsam mit seinen Freunden, sie gehen zu Konzerten, oder auch mal Campen. Dabei weiß sie noch gar nicht, was sie später einmal machen möchte - sie lebt nur für den Moment

Sprache
Der Schreibstil ist eigentlich sehr angenehm zu lesen, weil er mit seinem eher umgangssprachlichen Stil zur Geschichte passt. Die komplette Geschichte wird aus der Sicht von Charlotte erzählt, die dadurch aber leider sehr unreif wirkt. In ihren Gedanken wird ihre Unsicherheit sehr deutlich und sie wirkt so, als wäre sie gerade mal 14. Mir gefällt das überhaupt nicht, denn mit ihrem Alter sollte man in gewissen Dingen schon wissen, wie es läuft. Sie wirkt durch den Schreibstil und ihr Verhalten einfach viel zu kindisch.

Charaktere
Ich hatte nun die Hoffnung, dass sich Charlottes Charakter im Verlauf des Buches endlich ändern würde, dass sie erwachsen wird! Aber leider ist davon keine Spur, das hat mich enttäuscht. Auch bei den anderen Charakteren ist keinerlei Veränderung zu sehen, dadurch wirkt die gesamte Geschichte irgendwie flach. Hinzu kommt, dass die Charaktere in gewisser Weise alle Stereotypen entsprechen, was mir gar nicht gefallen hat. Das macht sie so durchschaubar, dass man oft schon ahnt, was sie als nächstes tun werden - oder eben auch nicht tun, weil sie einfach nur so vor sich hin leben.
Was mich auch richtig stark gestört hat war, dass die Beziehung zwischen Charlotte und Jan von Anfang an absolut unrealistisch ist: Vom einen Moment auf den anderen sind sie plötzlich zusammen und auch beinahe sofort intim. In meinen Augen ist dies sehr gekünstelt und nicht authentisch. Dasselbe empfinde ich aber auch gegenüber der weiteren Beziehung der beiden.

Handlung
Davon abgesehen, dass man das Verhalten der Charaktere vorausahnen kann, war mir nie ganz klar wohin dieses Buch überhaupt führen soll - sogar nach dem Lesen frage ich mich das teilweise noch. Außerdem fehlt mir der Tiefgang, ein paar Gedanken wären da ja schon ausreichend gewesen. Dadurch war das Buch für mich echt nicht spannend, ganz im Gegenteil: Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt es abzubrechen, weil es mich gar nicht angesprochen hat. Ich habe es nur zuende gelesen, um eine Rezension zu dem ganzen Buch schreiben zu können. Zwischendurch gab es dann echt mal ein paar Passagen, wo ich dachte dass es endlich besser werden würde - aber leider hielt das nicht an.
Allerdings muss ich zum Abschluss noch sagen, dass die Punk-Szene recht gut dargestellt wird und auch die Idee mit dem Soundtrack richtig gut dazu passt.

Mich hat das Buch total enttäuscht - nachdem ich mich erst total für das Buch interessiert habe, musste ich schon nach wenigen Seiten feststellen, dass es mich einfach nicht fesseln kann und die Charaktere für meinen Geschmack viel zu oberflächlich sind.

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Soulless. Bd.1
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(15)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Soulless. Bd.1

Gail Carriger
Flexibler Einband: 230 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2013
ISBN 9783551763839
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Inhalt:
Alexia ist eine seelenlose, also kann sie Übernatürliche wie Vampire oder Werwölfe töten. Eines Abends kommt es dann auch dazu, dass sie einen Vampir in Notwehr töten muss - doch damit gerät sie nur in die verstrickte Gesellschaft aus Vampiren und Werwölfen. Sie wird verfolgt und gleichzeitig ist da noch ein äußerst attraktiver Werwolf... die Geschehnisse beginnen sich zu überstürzen und Alexia findet sich in ganz neuen Situationen wieder.

Sprache/Zeichnungen:
Mir gefällt der Zeichen- und Schreibstil ziemlich gut, weil er die Gefühle der Charaktere gut übermitteln kann und man dadurch viel näher am Geschehen ist. Besonders gelungen finde ich, dass durch das Zusammenspiel von Wortwahl und Gesichtsausdrücken verschiedenste Nuancen von Schlagfertigkeit bis Zuneigung erreicht werden können. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass einige Personen auch schon sehr gruselig gezeichnet werden, da man dadurch Alexia's Angst und ihre Gefahr besser nachvollziehen kann

Charaktere:
An sich gefallen mir die Charaktere sehr gut: sie sind glaubwürdig und authentisch kostruiert und auch ihre Gefühle und etwaige Bedenken wirken sehr realistisch. Was mir weniger gut gefallen hat sind aber die Beziehungen: Die Liebesgeschichte entwickelt sich für meinen Geschmack etwas zu schnell, um noch echt zu sein. Zum anderen sind aber die Gesellschaftsstrukturen des damaligen London durchaus gegeben, was mir richtig gut gefallen hat. Mithilfe der Zeichnungen wird dabei eine wunderschöne Atmosphäre kreirt, die den Leser in die vergangene Zeit zurückversetzt.

Handlung:
Die Handlung ist zwar nicht sehr umfangreich, aber dafür wird es echt spannend! Der Manga lässt sich so gut und flüssig lesen, dass man am Liebsten gar keine Pausen machen würde. Dementsprechend ist man dann auch sehr schnell damit fertig und ist ganz gespannt darauf, wie die Geschichte wohl weitergehen mag. Was mir persönlich gefehlt hat, ist ein bisschen Tiefgang. Aber der kann ja durchaus noch im nächsten Band kommen, es besteht also noch Möglichkeit zur Steigerung!

Ein spannender Manga der einen in die Welt des viktorianischen Londons entführt und dabei richtig gut gezeichnet ist.

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The Silver Linings Playbook
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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

liebe, sport, psychologie, tanz

The Silver Linings Playbook

Matthew Quick
E-Buch Text: 302 Seiten
Erschienen bei Picador, 01.01.2010
ISBN B003E2UQMS
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Wie viel Leben passt in eine Tüte?
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(101)

246 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 54 Rezensionen

tod, trauer, liebe, krebs, survival kit

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Donna Freitas , Christine Gallus
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Gabriel Verlag/Thienemann, 01.08.2012
ISBN 9783522303125
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Rose's Mutter ist an Krebs verstorben und nun kann sie sich gar nicht vorstellen wie das Leben weitergehen soll. Sie zieht sich aus ihrem vorherigen Leben vollkommen zurück, worunter auch die Beziehung zu ihrem Freund Chris sehr leidet. Aber ihre Mutter hat vorausgedacht und ihr ein Survival Kit gebastelt! Dieses soll ihr helfen schrittweise wieder in ihr Leben zurückzukehren und mit der Zeit loszulassen. Aber gleichzeitig beginnt sie auch, sich nun dem zurückhaltenden Will anzunähern...

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr alltäglich gehalten, wodurch sich das Buch sehr gut lesen lässt. Meist bleibt die Wortwahl auch so, aber zwischendurch gibt es immer mal wieder Momente, in denen die Autorin die perfekten Worte findet, um beispielsweise Gefühle ansprechend zu vermitteln. Dies geschieht gerade durch eine etwas metaphorischere Wortwahl, wodurch der Leser viel mehr von dem Geschehen berührt wird - zumindest ging es mir so und mir hat dies auch sehr gut gefallen!

Charaktere:
Anfangs konnte ich mich nicht wirklich mit Rose identifizieren, weil ich ihre Handlungen nicht so ganz nachvollziehen konnte - ich bin eben ein ganz anderer Mensch als sie. Aber nach einer Weile ging dies immer besser, sodass ich mich schon bald mit ihr gefreut habe oder auch ihre Trauer deutlich gespürt habe. Ich finde es richtig toll, wenn man sich derart in ein Buch hineinfühlen kann. Dadurch konnte mich das Buch berühren und es wurde zu einem gefühlsintensiven Erlebnis.
Problematisch fand ich besonders zu Beginn die Beziehungen: Die gesamte Geschichte wirkte am Anfang sehr klischéehaft und die Liebesgeschichte war in meinen Augen wirklich nichts besonderes. Aber dann sollte sich meine Meinung gewaltig Ändern: Das Buch gewann immer mehr an Tiefe und so auch die Beziehungen, sodass die Beziehung von Will und Rose schon bald einen ganz anderen Stellenwert für mich hatte - sie wurde in gewisser Weise zu etwas Besonderem.

Handlung:
Durch die angesprochene Problematik war ich am Anfang nicht allzu begeistert von dem Buch, sodass mich das Weiterlesen auch nicht allzu stark reizte. Aber dennoch war ich gespannt was Rose denn nun mit den anderen Gegenständen ihres Survival Kits anstellen würde. So ganz nebenbei finde ich diese Idee klasse! Es ist absolut realistisch und nachvollziehbar, wie dieses Kit Rose hilft wieder in ihr Leben zurückzufinden.
Dann kam plötzlich der Moment an dem der Funke auf mich übersprang und das Buch mich gleichzeitig zutiefst berührte: Das Buch offenbahrte eine nicht mehr erwartete Tiefe mit so schönen philosophischen Gedanken, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Ich wurde dadurch mehrmals während dem Lesen zum Nachdenken angeregt, was mir richtig gut gefallen hat.

Das Buch ist traurig und schön zugleich und bietet dem Leser nach einiger Zeit eine unerwartete Tiefe, die einen dann nicht mehr loslässt!

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Tags: donna freitas, wie viel leben passt in eine tüte   (2)

  

 

Schmetterlingsgeschichten - The White Edition: Chronik I - Genug geschlafen
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(19)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

ritter, fantasy, schmetterlinge, alexander ruth, sci-fi

Schmetterlingsgeschichten - The White Edition: Chronik I - Genug geschlafen

Alexander Ruth
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.03.2010
ISBN 9783837036367
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
So langsam erwachen die Ritter wieder - und mit ihnen schwirren auch die sprechenden Schmetterlinge wieder um die Erde. Sie entdecken langsam ihre Fähigkeiten, die sie zu Beginn aber gar nicht wahrhaben wollen. Außerdem begeben sie sich auf die Suche nach den anderen Rittern, aber was ist ihre Aufgabe? Wozu sollen sie ihre Fähigkeiten einsetzen? Schon bald naht das Böse und ihnen allen droht schreckliche Gefahr...

Sprache:
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, weil die Sprache überwiegend alltäglich gehalten ist. Dadurch wird einem der Einstieg in das Buch nicht unnötig erschwert. Besonders gut gefällt mir der Schreibstil in spannenden Szenen, weil er dort die Spannung noch zusätzlich steigert, das ist echt gut gelungen! Außerdem passt die Wortwahl auch sehr gut zu den Charakteren, wodurch das Buch ziemlich authentisch wirkt.

Charaktere:
Zu Beginn hatte ich noch Probleme mich mit einem der vielen Charaktere zu identifizieren, aber das hat sich mit der Zeit ergeben. Sobald ich die Schmetterlinge und Menschen näher kennengelernt habe, konnte ich mich auch mit einigen von ihnen identifizieren und habe einige ins Herz geschlossen. Besonders die Schmetterlinge gefallen mir echt gut: Durch ihre freche und witzige, aber auch manchmal launische Art machen sie das Buch richtig unterhaltsam. Aber auch die Menschen sind gut gelungen. Mir gefällt an ihnen zum Beispiel, dass sie zunächst gar nicht so begeistert von ihrem Heldentum sind, wodurch sich das Buch vom Schema vieler anderer Bücher abhebt.

Handlung:
Ich muss zugeben, dass ich ziemliche Schwierigkeiten hatte, mich erst einmal in das Buch hineinzulesen. Dies liegt daran, dass die Perspektiven der Figuren ständig gewechselt wurden und ich noch keine Verknüpfung zwischen den einzelnen Handlungsfäden erkennen konnte. Aber sobald ich weitergelesen habe und gleichzeitig die Charaktere kennengelernt habe, hat das Buch begonnen mich zu fesseln. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie die Ritter erwachen und ihre ersten - teilweise verwirrten - Gespräche mit den Schmetterlingen führten. Ein bisschen Schade finde ich allerdings, dass abgesehen davon nicht sonderlich viel passiert.
Gut finde ich aber, dass die Handlungsfäden letztendlich zusammenlaufen und es ein nettes Finale gibt, dass auch neugierig auf die weiteren Abenteuer macht.

Mit den Schmetterlingen gibt es hier unheimlich faszinierende Charaktere, die das Buch zu etwas ganz neuem machen - eine durchaus unterhaltende Geschichte, die man auch gut mal zwischendurch lesen kann!

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Tags: alexander ruth, genug geschlafen, schmetterlingsgeschichten   (3)

  

 

Mondscheinbiss
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(31)

65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

vampir, werwolf, vampire, serienkiller, werwölfe

Mondscheinbiss

Janin P. Klinger
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.05.2012
ISBN 9783864430602
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Serena und Jason sind ein ungewöhnliches Paar: Sie ist ein Werfolf und er ein Vampir, sodass sie eigentlich Feinde sein müssten. In Serenas Familie gibt es daher einigen Wirbel. Jetzt arbeiten die beiden aber an einem mysteriösen Fall: Junge Frauen werden tot aufgefunden und abgesehen von Drogen und Vergewaltigungsspuren ist deutlich zu erkennen, dass ein Vampir sein Unwesen treibt. Doch der Höhepunkt ist, dass der Täter immer wieder kleine Nachrichten an Serena hinterlässt und ihr dabei droht... gleichzeitig wird Serena von einem schrecklichen Ereignis ihrer Kindheit eingeholt - ob es da eine Verbindung gibt?

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und passt sich auch den jeweiligen Situationen an: Ab und zu wird es etwas rasanter, dann wieder gefühlvoller. Insbesondere die Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen, weil man dadurch sehr schnell in die Welt der beiden eintauchen kann. Außerdem werden die Dialoge brilliant geschildert, an manchen Stellen geht es schon gar nicht mehr besser!

Charaktere:
Die beiden Protagonisten werden einem schnell sympathisch, auch wenn sie anfangs eher stereotypisch erscheinen. Das ist aber definitiv nicht der Fall, wie man später merkt. Denn im Laufe der Geschichte entfalten sich die Charaktere und man erfährt ihre tiefsten Gefühle oder Geheimnisse. Sehr schön finde ich, dass es viele Charaktere gibt, aber dennoch alles sehr übersichtlich bleibt, weil einige Personen wirklich nur Nebencharaktere sind. Durch diese wird die Geschichte in meinen Augen aber auch viel authentischer!

Handlung:
Durch die sehr interessante Schilderung ist das Buch von der ersten Seite an spannend. Und das bleibt es auch! Es gibt immer wieder kleinere Höhepunkte und am Ende dann ein mitreißendes Finale. Ziemlich gelungen finde ich die Mischung der einzelnen Erzählstränge, weil die Handlung sich dadurch nicht nur um den Mordfall, sondern noch um viel mehr Dinge dreht. Sehr schön finde ich aber auch, dass die Autorin ein perfektes Verhältnis zwischen Romantik und Krimi/Thriller findet. Das einzig negative für mich ist, dass an einigen Stellen der Tiefgang fehlt.

Ein gelungenes Debüt, das ein ausgewogenes Verhältnis von Spannung und Romantik bietet!

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Tags: janin p. klinger, mondscheinbiss   (2)

  

 

Instinkt
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(4)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

freundschaft, gestaltwandler, institut, kampf, instinkt

Instinkt

Vincent Villeminot , Carolin Müller
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 19.11.2012
ISBN 9783453267985
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Tim erlebt mit seiner Familie einen Autounfall und wird ganz plötzlich zu einem Waisen. Doch damit nicht genug, am Unfallort verwandelt er sich scheinbar in ein Raubtier und verliert danach beinahe alle Erinnerungen an die Nacht. Tim wird von Zweifeln geplagt: Trägt er Schuld an dem Unfall? Hat er seinen Bruder getötet? Und was hat es überhaupt mit dem Raubtier auf sich? Antworten erhofft er sich in einem mysteriösen Institut. Aber auch dort ist die Welt nicht so schön wie sie anfangs scheint...

Sprache:
Das Buch lässt sich super lesen, weil der Schreibstil sehr schlicht und alltäglich gehalten ist. Mir gefällt das ganz gut, weil das sehr gut zu der Handlung und den Protagonisten passt. Besonders gefällt mir allerdings, dass sehr viele Zitate benutzt werden. Diese sind immer super ausgewählt und geben der jeweiligen Situation noch einiges an Tiefe, was man sonst vielleicht vermisst hätte. Der Kontrast von Schreibstil und Zitaten ist echt sehr gut gelungen und macht das Buch vom rein sprachlichen her echt lesenswert!

Charaktere:
Die Charaktere habe ich schon sehr schnell mögen gelernt, weil die Geschichte total gefühlsintensiv geschildert wird. Diese Intensität reißt den Leser auch schnell mit, sodass man gar nicht aufhören kann zu lesen. Allerdings hat es mir nicht so sehr gefallen, dass die Charaktere kaum individuelle Charakterzüge zeigen, also eher stereotypisch sind. Trotz allem sind sie aber authentisch, sodass man gerne mehr über sie erfahren möchte.
Recht stereotypisch ist allerdings auch noch die Beziehung zwischen Tim und Flora - in manchen Situationen ist ihr Verhalten leider ein bisschen vorhersehbar, was die Spannung erheblich verringert.

Handlung:
Zu Beginn des Buches dachte ich: Klasse, von der ersten Seite an spannende Action, das wird super! Aber leider konnte das Buch sein hohes Niveau vom Beginn nicht halten. Das soll aber noch lange nicht heißen, dass das Buch schlecht ist! Es ist nur so, dass die Spannung schnell abgebaut wird und dann erst einmal eine gewisse Zeit braucht, bis sie wieder aufkommt. Aber selbst das Finale hat es leider nicht geschafft mich übermäßig zu fesseln, obwohl es eigentlich schon spannend war. Meine hohen Erwartungen vom Beginn des Buches wurden hier etwas enttäuscht.
Die Entwicklung der Handlung hat mich aber überrascht: Denn plötzlich wurde die Hauptfrage des Lesers ganz an den Rand gestellt und es gab ein viel größeres Problem. Zunächst fand ich das sehr merkwürdig, aber nach ein paar weiteren Seiten hat mir das echt gut gefallen, weil man nicht mehr voraussagen konnte was passieren würde! Der Verlauf der Handlungsfäden ist übrigens auch sehr interessant, weil sie zunächst auseinanderlaufen und dann im Finale wieder zusammengeführt werden. Der damit verbundene Perspektivwechsel im Finale war echt gelungen!

Ein richtig gutes Buch, das Spannung, Tiefe und nette Charaktere bietet und dabei nur wenige Schwächen aufweist!

  (6)
Tags: instinkt, vincent villeminot   (2)

  

 

Er ist wieder da
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(318)

667 Bibliotheken, 59 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

hitler, satire, berlin, humor, deutschland

Er ist wieder da

Timur Vermes
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.2012
ISBN 9783847905172
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt
Adolf Hitler wacht 2011 auf einem leeren Grundstück in Berlin wieder auf. Zunächst hat er Probleme, sich in der modernen Umgebung zurechtzufinden, aber trotzdem hat er ein großes Ziel: Seinen Aufstieg zur Macht von damals zu wiederholen. Die neuen Medien kommen ihm dabei zuhilfe, da er schon bald einen Auftritt im Fernsehen hat und auch die Zeitungen über ihn zu schreiben beginnen. Wenn er seine Ideologie vertritt, halten die Menschen dies für Comedy und er wird immer berühmter, obwohl er die gleichen Motive wie damals verfolgt - kann man ihn diesmal stoppen bevor es zu spät ist?

Sprache
Timur Vermes schreibt auf sehr hohem Niveau, das die Aufmerksamkeit des Lesers voraussetzt, da er den Schreibstil von "Mein Kampf" nachahmt. Ich finde das sehr gut gelungen, weil die Person Hitler dadurch viel realer im heutigen Berlin herumläuft. Im Gegensatz zu der alten Sprache und Hitlers Schreibstil gibt es aber auch viele Dialekte und Umgangssprache. Ich finde das Mischungsverhältnis sehr gelungen, weil die "Sachbuchatmosphäre", die durch das Nachempfinden Hitlers' Schreibstil von der Umgangssprache wieder aufgelockert wird. Dadurch ist das Buch unterhaltsam, während trotzdem viel Kritik und geschichtliche Fakten geäußert werden. Allerdings wird bei ebendieser Kritik und den geschichtlichen Fakten eine sehr hohe Anforderung an den Leser gestellt: Man muss sich sehr gut mit der Politik vergangener Jahre und dem Zeitraum von 1919-1945 auskennen, um wirklich jeden Kritikpunkt und jede Anekdote zu verstehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht jeder Leser bei der Erwähnung des Namens "Röhm" sofort an den Röhm-Putsch mit der Niederschlagung innerer Probleme der NSDAP und dem Zusichern der Judikative denkt. Noch unwarscheinlicher ist es aber, dass eine tickende Aktentasche in der Wolfsburg mit irgendwelchen Fakten in Verbindung gebracht werden kann(gescheitertes Attentat auf Hitler). Eventuell wären hier weitere Erklärungen notwendig gewesen. (Für mich persönlich war es kein Problem, da Geschichte mein Abifach ist!)

Charaktere
Durch viele Erinnerungen an das Dritte Reich und seine generelle Laufbahn wird Hitler sehr authentisch dargestellt, das ist wirklich gut gelungen. Was ich aber besonders gut finde ist, dass Timur Vermes ihm angesichts der modernen - für Hitler unbekannten - Situationen die perfekten Worte in den Mund legt. In meinen Augen wirken diese meist so überzeugend, dass sie absolut authentisch wirken.
Die anderen Charaktere sind hingegen alle sehr flach gehalten. Hitler steht eben nur das Volk gegenüber, das unterschiedlichst reagiert. Diese Vielschichtigkeit war sehr interessant zu beobachten, vor allem weil sich die Meinungen während des Buches ändern.
Problematisch finde ich allerdings, dass man ab einem gewissen Punkt Sympathie für den Buchcharakter Hitler empfindet - da hat es mir sehr gut gefallen, dass die NPD gleichzeitig sehr stark kritisiert wird.

Handlung
Die Handlung ist in sich schlüssig und man fragt sich eigentlich die ganze Zeit über, wie es denn nun enden soll. Das tatsächliche Ende ist plausibel, aber nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Es gibt zwar keine richtige Spannung, aber das Buch ist so unterhaltsam, dass man einen Drang verspürt weiterzulesen. Und dabei wird einem ganz viel Kritik vorgesetzt, die man auch erst einmal verdauen muss. Sehr interessant finde ich auch, dass der Autor am Ende eine Art Fazit zieht. In meinen Augen wirkt es dann so, als hätte er ein Dossier in seinem Roman verpackt, was ich richtig geschickt finde. Schließlich ist ein Großteil der Kritik nachvollziehbar und man sollte dringend darüber nachdenken, weswegen es doch gut ist, dass man mit einem Buch viel mehr Menschen erreicht.

Fazit
Viel Kritik wird sehr unterhaltsam verpackt, aber mit hohen Anforderungen an den Leser.

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Peter W. Murphy
E-Buch Text: 41 Seiten
Erschienen bei null, 16.01.2012
ISBN B006YTTVHO
Genre: Sonstiges

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