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Endzeit
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(94)

204 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 63 Rezensionen

endzeit, thriller, apokalypse, liz jensen, mord

Endzeit

Liz Jensen , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 395 Seiten
Erschienen bei dtv, 22.03.2011
ISBN 9783423248440
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Die Welt wird untergehen – Theorien prophezeiten dies für vergangene und für zukünftige Zeiten schon zu genüge. Warum also nicht die Welt mit Worten untergehen lassen? Auch keine allzu neue Idee. Liz Jensen unternimmt diesen Versuch zusammen mit Bethany, einem ungewöhnlichen 16jährigen Mädchen.

Das Buch

Bethany ist 16 Jahre alt und hat eine ganz besondere Gabe: sie kann Katastrophen auf den Tag und auf den Ort genau vorhersehen. Auf den ersten Blick, scheint dies als komfortabel, löst bei Bethany auf der einen Seite Schadenfreude aus und auf der anderen Seite Angst und Schrecken. Denn diese Macht, die sie besitzt, hat sie in die Psychatrie Oxsmith gebracht, ebenso wie der Umstand, dass sie ihre Mutter mit einem Schraubenzieher kaltblütig ermordet hat.
Zahlreiche Psychaterinnen haben versucht Bethany zu helfen, doch lediglich Gabrielle Fox schafft es tiefer in sie einzudringen und Bethany zu verstehen.
Zeitgleich wird die Welt von Unwettern und Katastrophen heimgesucht. Ein gesundes Gleichgewicht scheint aus den Fugen geraten zu sein. Es treten für Regionen untypische Wetterphänomene auf und Bethany sieht alle voraus.
Mit der Hilfe eines Physikers lernt Gabrielle ihre Patientin zu verstehen und entdeckt, dass Bethany zugleich Fluch und Segen für die gesamte Erdbevölkerung ist.

Fazit

Ein Blick auf das Cover lässt den Betrachter direkt in Bethanys Augen blicken, welche wiederum ein Blick auf die Welt hat. Definitiv ein Eyecatcher, allerdings nicht unbedingt ein Thema, das jeden anspricht und allzu oft aufgearbeitet wurde.
Die Erzählung aus der Perspektive von Gabrielle Fox macht das Buch zu einem guten Schmöker, obwohl sie den Fokus häufig auf ihre eigenen Makel legt, da sie aufgrund ihrer Behinderung nicht dazu in der Lage ist ihren sexuellen Neigungen nachzugehen. Dabei treten die Katastrophen und das Befinden von Bethany manchmal in den Hintergrund.
Eine schauerliche Atmosphäre tritt somit kaum auf, obwohl der Titel Endzeit auf eine Apokalypse schließen lässt und somit auf Ängste seitens der Bevölkerung. Diesen Eindruck wird insbesondere in den ersten zwei Dritteln des Romans vermittelt. Bei der Betrachtung des Klappentextes wird vermittelt, dass vor allen Dingen Bethany im Mittelpunkt steht, weshalb diese Entwicklung nicht irreführend, aber bedauerlich ist.
Insgesamt lässt sich dieser apokalyptische Thriller gut lesen und man kann nachvollziehen, wie es Gabrielle Fox in ihrer Situation geht. Allerdings wäre es wünschenswert gewesen die Story aus einer anderen Perspektive dargereicht zu bekommen.

Bewertung

Ein durchschnittlicher Schmöker, der leider weniger spannend ist, als vermutet und den Fokus anders definiert, als der Leser vermutet.

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Tags: apokalypse, dtv, liz jensen, thriller   (4)

  

 

Der Vorleser
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(987)

1.524 Bibliotheken, 17 Leser, 5 Gruppen, 96 Rezensionen

liebe, analphabetismus, nationalsozialismus, kz, nachkriegszeit

Der Vorleser

Bernhard Schlink
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.01.2009
ISBN 9783257060652
Genre: Literatur vor 1945

Rezension:  
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Chew - Bulle mit Biss 1
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(5)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

kulinarisch, comic, essen

Chew - Bulle mit Biss 1

John Layman , Rob Guillory , Marc-Oliver Frisch , Rob Guillory
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 29.12.2010
ISBN 9783942649186
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Chu war ein ganz normaler Polizist – bis er eine Hühnersuppe verspeiste, die ihm Ungeahntes offenbarte. Jetzt ist er Chew – Bulle mit Biss!

Die Story

Tony Chu und sein Kollege John Colby ermitteln während die Vogelgrippe in Amerika um sich greift. Gerade einem der größten Verbrecher auf der Spur, werden sie mitten in der Mission dazu angehalten diesen nicht festzunehmen. Als kleinen Anreiz bekommen sie das Codewort für ein geheimes Restaurant, das hauptsächlich Hühnerfleisch auf der Karte hat. Böse Zungen behaupten, dass die Vogelgrippe gar nicht existieren würde und bloß ein Mittel der Regierung sei, um die Bevölkerung zu kontrollieren.
Nachdem Chu und Colby das Restaurant betreten haben und Tony Chu die Hühnersuppe zu sich nimmt, erfährt er wie diese Hühnersuppe entstanden und was die besondere Zutat gewesen ist. Es stellt sich heraus, dass er ein Chibopath ist – ein Mensch, der durch das Verspeisen von Nahrungsmitteln erfährt, wie diese entstanden sind.
Deshalb wird Chu von der F.D.A. übernommen und befindet sich von nun an im Dienste der Sonderermittlungen der Lebensmittelaufsicht der Verreinigten Staaten. Jetzt bestimmen nicht mehr nur die Ermittlungen seinen Alltag, sondern vor allen Dingen, die Tatbestände aus Fleisch und mehr oder weniger aus Blut.

Fazit

Eine schräge Geschichte mit Zeichnungen, die mal mehr und mal weniger makaber sind. Mit zahlreichen Wortwitzen und Anspielungen auf politische Verhältnisse geschmückt, bringt dieses Comic jeden zum Schmunzeln, der es auch mal gerne etwas absurder mag. Chu wächst einem allein dadurch ans Herz, dass er Dinge verspeisen muss, die der normale Mensch mehr als nur ekelig finden – und Chue natürlich auch. Sein Job ist es in alles hineinzubeißen, das zur Klärung des Tatbestandes helfen kann. Deshalb beißt er in verwesende Finger oder Hunde, was alles andere als appetitlich ist. Genau deshalb empfindet er seinen neuen Job zu Anfang alles andere als angenehm.
Rundum eine gelungene Geschichte, die neugierig auf den zweiten Teil macht und definitiv Suchtpotenzial hat. Ein Lesetipp für alle, die es auch gerne mal makaber mögen und eine unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch suchen.

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Tags: comic, essen, kulinarisch   (3)

  

 

Vater, Mutter, Tod
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(131)

202 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

berlin, thriller, entführung, tod, wahn

Vater, Mutter, Tod

Siegfried Langer
Flexibler Einband: 327 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.05.2011
ISBN 9783548610511
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Was wäre, wenn dein Leben mit einem Mal eine komplette Wendung nehmen würde? Wenn dein Kind von deinem Mann getötet wurde und du somit alles verloren hast, was dir im Leben noch wichtig war?

Das Buch

Jaqueline konnte nicht viel aus ihrem Leben machen. Sie hat keine vernünftige Ausbildung und somit auch keinen anständigen Job. Sie arbeitet mal hier mal da. Ihr ganzer Stolz ist ihr siebenjähriger Sohn Robin. Thorsten ihr Mann ist mittlerweile alles andere als ihr voller Stolz. Er trinkt, hat keine Arbeit und macht ihr das Leben zur Hölle – er nimmt ihrem Sohn das Leben. Ein Unfall soll es gewesen sein, als Thorsten Robin mit einem Brotmesser am Hals erwischt hat.
Seitdem ist Jaquelines Leben völlig aus den Fugen geraten. Sie flüchtet sich in eine heile Welt. Sie lebt in der Welt einer anderen Frau. Einer Frau, die ein großes Haus hat, einen siebenjährigen Sohn und darüber hinaus sehr erfolgreich mit ihrer Arbeit als Architektin ist. Dabei bemerkt Jaqueline nicht, wie sehr sie selbst kaputt geht. Ihr Körper und ihre Seele sind sich fremd und zudem bringt sie sich und ihre Mitmenschen in Gefahr.

Fazit

Siegfried Langer hat mit „Vater, Mutter, Tod“ einen Psychothriller geschrieben, welcher die seelischen Abgründe eines Menschen verdeutlicht. Durch den Tod ihres Sohnes Robin, erlebt die Protagonistin Jaqueline ein psychisches Trauma. Ihre Welt steht völlig auf dem Kopf, weshalb sie träumt das Leben einer anderen Frau zu durchleben.
Zu Anfang verwirrend, klärt sich die Geschichte mit dem weiteren Verlauf auf. Die Situation wird verdeutlicht und der Leser erfährt, wer Jaqueline wirklich ist. Vorab sind die beinahe schizophrenen Züge Jaquelines undurchsichtig und verraten einem nicht, wer die wahre Jaqueline ist.
Jede Mutter kann verstehen, wie es der Protagonistin gehen muss. Allerdings hat Jaqueline der Tod ihres Kindes so geprägt, dass ihr Geist völlig durcheinander geraten ist. Man muss nicht an einer psychischen Krankheit leiden, wenn einen ein schreckliches Schicksal ereilt hat. Siegfried Langer präsentiert uns in seinem Thriller, wie es allerdings sein könnte, wenn das Gehirn diesen Schock nicht verarbeiten kann.

Bewertung

Ein manchmal verwirrendes Buch, dass einem allerdings die Abgründe des Lebens und die Zerbrechlichkeit des Seins vor Augen führt.

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Der Herr der Ringe
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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

fantasy, hörspiel, mittelerde, auenland, hobbit

Der Herr der Ringe

J. R. R. Tolkien
Audio CD: 10 Seiten
Erschienen bei DHV - Der Hörverlag, 15.08.2003
ISBN 9783899402650
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Wer ist nicht schon einmal auf die lange beschwerliche Reise mit den neun Gefährten gegangen? Egal ob gelesen, gesehen oder gehört – Der Herr der Ringe ist seit Jahrzehnten ein epischer Fantasygarant.

Die Bücher

Der Herr der Ringe splittet sich in drei Teile. Wenn man es ganz genau nimmt sogar in vier, wenn man Der Hobbit als Vorgeschichte anerkennt. Darin wird erzählt wie Bilbo an den Ring gekommen ist. Wie er es geschafft hat ihn mittels eines Rätsels von seinem vorherigen Besitzer Gollum zu entreißen und schließlich nach Hobbingen ins Auenland zurückgekehrt ist.
Der Herr der Ringe erzählt im Anschluss die Geschichte wie Frodo sich zusammen mit Sam, Pippin, Merry, Aragorn dem Waldläufer, Gandalf dem Zauberer, Legolas dem Elf, Gimli dem Zwerg und Boromir dem Menschen auf den Weg gemacht hat, um den mächtigsten aller Ringe zu vernichten und Sauron zu stürzen. Ihre Wege führen sie durch tiefe Schluchten, dunkle Wälder, weite Felder und hohe Berge. Lange sind sie unterwegs und treffen zum Ende des ersten Teils auf Orks, welche die Gefährten auseinanderreißen. In Die zwei Türme gehen die Hobbits Frodo und Sam schließlich ihren eigenen Weg, während Merry und Pippin von den Orks gefangen genommen wurden. Doch dies sind nicht die einzigen Verluste. Die Minen von Moria haben schon den Zauberer Gandalf gefordert und Boromir wurde von den Orks niedergestreckt.
Dennoch kämpfen die Gefährten. Jeder auf seinem eigenen Weg um letztlich ans Ziel zu kommen. Den Ring zu zerstören und die Völker von Mittelerde von der Bedrohung durch Sauron und seine Kriegsheere zu befreien.

Fazit

Den gesamten Inhalt von Der Herr der Ringe festzuhalten und widerzuspiegeln würde definitiv die Seiten sprengen. Es ist ein monumentales Meisterwerk, dass J. R. R. Tolkien geschaffen hat. Fantasybegeisterte aus aller Welt lassen sich immer wieder aufs Neue von diesem Werk bezaubern.
Mittelerde ist eine komplexe Welt. Sie hat ihre eigenen Völker, ihre eigenen Sprachen, ihre eigenen Religionen. Tolkien hat sich über all dies Gedanken gemacht. Er hat sogar eine eigene Historie für diese fantastische Welt erschaffen. Stets beeinflusst durch sein eigenes Leben und seinen Glauben.
Es ist nicht unbedingt einfach die über 1000 Seiten zu lesen. Die detailgetreuen Beschreibungen erleichtern den Lesefluss nicht unbedingt, ebenso wie die manchmal andauernden Diskussionen.
Mit tollen Sprechern, wunderbarer Musik ist das Hörspiel ein richtiges Hörerlebnis. Die Charaktere lassen sich eindeutig zuordnen. Die Stimmen machen sie lebendig. Man fiebert förmlich mit und kann kaum aufhören der Geschichte zu lauschen.
Die Handlungsstränge sind natürlich nicht ganz so ausgereift, wie im Buch, aber dennoch weiß man am Ende um was es in diesem Werk geht. Durch zusätzliche Untermalungen ist das Hörerlebnis groß und man beendet es mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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Tags: fantasy, hörspiel, rezension, südwestrundfunk   (4)

  

 

Die Stadt
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(21)

60 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

andreas brandhorst, die stadt, fantasy, leben nach dem tod, science fiction

Die Stadt

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.03.2011
ISBN 9783453527645
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Groß und gefüllt, aber dennoch leer, ist die Blase mit den Antworten auf die Frage: Was geschieht mit mir, wenn ich sterbe? Benjamin Harthman erfährt dies am eigenen Leib und wacht auf in einer Stadt voller Toter.

Das Buch

Benjamin Harthman stirbt an seinem 40. Geburtstag bei einem Autounfall. Dabei sollte dieser Tag in vielerlei Hinsicht ein Neuanfang werden. Vor allem im Bezug auf Kattrin, seiner Frau.
Wiedererwartend ist er nicht tot – oder etwas doch? Zumindest scheint er zu leben. Er atmet, er kann sich bewegen und er spürt sein Herz an der richtigen Stelle. Aber die Umgebung sieht so anders aus. Kurz nachdem er erwacht läuft ihm Louise über den Weg und klärt Benjamin darüber auf, dass in dieser Stadt jeder mindestens einmal gestorben ist. Es ist eine Stadt voller toter Menschen. Doch dies ist noch lange nicht das größte Geheimnis, das diese geheimnisvolle Stille zu verbergen hat und Benjamin spielt darin eine größere Rolle, als ihm lieb ist.

Fazit

Für Benjamin und die restlichen Bewohner der Stadt scheint es ein ewiges Leben zu geben. Denn sie sterben nie. Zumindest nicht vollends. Irgendwann wird jeder wieder lebendig. Und mit jedem Mal geht etwas von ihnen selbst verloren. Eine utopische Vorstellung, nicht war? Und hinzukommend ein neuer Anstoß wie das Leben danach sein könnte, wobei die von Andreas Brandhorst konzipierte Geschichte eher unwahrscheinlich ist.
Ein Science Fiction Roman, der nicht nur in diesem Punkt für Aufsehen sorgt, sondern auch im Hinblick auf die politischen Gegebenheiten interessant ist. Korruption, Diktatur, der Kampf um Gerechtigkeit und der Streit um die wahre Macht, sind nur wenige Punkte, die der Autor mit starken Charakteren umsetzt.
Verschiedenste Persönlichkeiten treffen aufeinander und lassen den Leser ist eine Stadt voller mysteriöser Kreaturen und einem merkwürdigen Nebel eintreten. Der Leser geht mit Benjamin mit und versucht gemeinsam mit ihm zu verstehen, was in dieser und mit dieser Stadt vorgeht.
Trotz dieser wirklich gelungenen Elemente sind einige Passagen zu lang geraten und nehmen dieser 592 Seiten langen Lektüre die Brisanz. Für ein Buch mit diesem starken Thema, ist es schade, dass teilweise Textstellen auftauchen, die im Gesamtkontext lächerlich wirken, wie zum Beispiel der Bezug auf das Paradies durch einen Apfelbaum, welcher zudem der einzige Baum in der gesamten Stadt ist. Natürlich ist es Science Fiction, weshalb es der Realität nicht entsprechen muss, allerdings sollte es sich so anfühlen, als ob man in eine andere Realität abtaucht.
Kurzum sind die Charaktere sehr gut gewählt, allerdings in die falsche Umgebung eingebettet worden.

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Tags: andreas brandhorst, heyne, leben nach dem tod, science fiction   (4)

  

 

Krieg
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79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

krieg, flucht, europa, flüchtlinge, essay

Krieg

Janne Teller , Helle Vibeke Jensen , Sigrid Engeler
Fester Einband: 59 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 07.03.2011
ISBN 9783446236899
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Einen Pass hält man in den Händen. Rötlich mit goldenen Verzierungen und einer provokanten Aufschrift: Krieg – Stell dir vor, er wäre hier. Man schlägt ihn auf und findet ein Essay mit abstrakten Zeichnungen vor. Eine Geschichte, welche gar nicht so utopisch ist, wie es für manche klingen mag.

Das Buch

Was wäre, wenn in Deutschland plötzlich der Krieg ausbrechen würde? Was wäre, wenn deine Schwester durch eine Bombe verletzt wurde und deine Mutter den Winter wahrscheinlich nicht mehr überlebt und wenn ihr nicht ins Ausland flüchten könntet? Der Gedanke pflanzt sich mit der Lektüre immer mehr im Kopf des Lesers fest. Beim Lesen wird einem vor Augen geführt, wie es wäre, wenn man auf einmal in einem Kriegsgebiet leben würde. Der Weg vom Bürger im Krieg zum Flüchtling nach Ägypten wird geprägt, durch den Verlust von Familienmitgliedern und dem Finden eines neuen Zuhauses. Man lernt schließlich wieder zu Leben, doch findet man seine Heimat im Herzen irgendwann wieder?

Fazit

Janne Teller heißt die Autorin, welche schon mit Nichts, was im Leben wichtig ist provoziert hat. In ihrem Essay über den Krieg, geht sie wieder weite Schritte, um den Lesern die Schrecken des Lebens von Menschen im Krieg vor Augen zu führen. Bereits 2001 schrieb sie ihre Geschichte für das dänische Publikum. Für Deutschland veränderte sie diese und hat sie den gesellschaftlichen Umständen angepasst. Sie beschreibt die Folgen eines wirtschaftlichsozialen und nationalistischen Zusammenbruchs. Wenn die Schere von Migranten und Deutschen zu groß wird und aus der Freundschaft Feindschaft wird.
Kein Ich-Erzähler berichtet die Geschehnisse. Der Leser wird stets mit Du angesprochen, womit er das Gefühl bekommen soll, dass es sein Leben ist, das dort in seinen Händen auf den Seiten geschrieben wurde. Dies alles klappt bedingungslos. Auch wenn es um eine männliche Figur handelt, fühlt man sich hineingezogen in die Geschehnisse. Man zittert mit und versucht sich vor Augen zu führen, wie es wäre, wenn man nicht mal eben eine Cola aus dem Kühlschrank holen oder seine Freunde mit seinem Handy anrufen könnte. Letztlich schockiert Janne Teller auch diesmal wieder, dennoch schwebt einem immer vor Augen, dass es in Wirklichkeit noch viel grausamer sein würde und das man froh sein kann, einfach zu sitzen und lesen zu können.
Obwohl Krieg – Stell dir vor, er wäre hier als Jugendbuch deklariert ist, was vor allen Dingen daran liegt, dass die Hauptperson in die man sich hineinversetzen soll jugendlichen Alters ist, sollten auch Erwachsene zu diesem Essay greifen. Es steckt viel mehr in diesem Text, als man denken würde, wenn man dieses kleine Büchlein in den Händen hält.
Passend untermalt wird die Geschichte durch Zeichnungen der Illustatorin Helle Vibeke Jensen, welche ebenso provokante Bilder geschaffen, wie die Autorin geschrieben hat.

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Das Labyrinth der Wörter
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318 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 55 Rezensionen

lesen, bücher, freundschaft, frankreich, tauben

Das Labyrinth der Wörter

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer
Fester Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 18.02.2010
ISBN 9783455402544
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

"Margueritte sagt, sich zu bilden, das ist, wie wenn man versucht, auf einen Berg zu steigen."

Wörter und insbesondere Wörterbücher, sind ein Dschungel. Ein Dschungel von Wörtern und Phrasen, von Erklärungen und Formen. Das eine Wort führt zum Anderen und dieses wieder zu einem Weiteren. Es ist ein niemals endender Kreislauf. Es ist "Das Labyrinth der Wörter".
Das Buch

Germain Chaze ist im Herzen gut, aber doch ein ganzer Kerl. Mit Wörtern hat er nichts am Hut und der Schlauste ist er sowieso noch nie gewesen – bis er Margueritte im Park getroffen hat. Sie saß auf einer Bank, als Germain gerade losgezogen ist, um Tauben zu zählen. Eine knifflige Aufgabe, denn Tauben haben die Eigenart ständig durch die Gegend zu laufen und ein ähnliches Erscheinungsbild zu haben. Neunzehn Tauben waren es an diesem Tag. Eine ist dazu gekommen. Er hatte zwar die Lösung, doch die alte Dame auf der Bank, hat sie ihm ebenfalls mitgeteilt. Auch sie hat die Tauben gezählt – zu Germains größter Verwunderung. Doch dies ist nicht das Einzige, was Margueritte ihm gesteht. Sie schenkt ihm viel mehr als das. Diese Dame gibt ihm Vertrauen, Freundschaft und bringt Germain die Wörter näher. Wörter und vor allen Dingen Bücher. Sie liest ihm aus Büchern vor. Zeigt wie wundervoll ein Wörterbuch sein kann, wenn man weiß, wie man es benutzt und wie abenteuerlich und spannend das geschriebene Wort ist, wenn man nur die Geduld hat, es sich zu Gemüte zu führen.
Eine unerschütterliche Liebe entsteht zwischen ihnen. Keine sexuelle Liebe. Es ist eine Liebe, wie sie natürlicher nicht sein könnte. Eine Liebe, wie sie zwischen einer Großmutter und ihrem Enkel besteht, nur intensiver. Für Margueritte lernt Germain schließlich das Wort zu lieben und die Wirkung eines Buches zu würdigen.
Fazit

Ein Buch in dem es um Bücher geht, ist für den bibliophil Gesinnten ein Traum. "Das Labyrinth der Wörter" ist so ein Traum, der einem im Herzen entspringt und langsam verdaut eine Kostbarkeit darstellt, die man so schnell nicht vergisst. Jeder Mensch, der gerne Bücher liest, weiß, dass Bücher Schätze sind. Randvoll gefüllt mit Geschichten, welche bewegend, beängstigend, beeindruckend und noch viel mehr sind. Marie-Sabine Roger gibt in ihrem Buch sehr viel über die Liebe zum Wort und zum Buch weiter. Die Schwierigkeit der Sprache ist dabei ebenso ein Thema, wie des Rätsels Lösung. Es ist ein harter Weg lesen zu lernen, aber wenn man es erst einmal kann, ist der Geist um ein Vielfaches reifer. Umso schöner ist es, wenn man diese Freude mit jemandem Teilen kann. Genau dies macht Margueritte. Sie gibt ihre Liebe zum Buch kund, weshalb Germain dies ebenfalls zu schätzen weiß und Margueritte in ihrer schweren Stunde zur Seite steht.
Es gibt so viel über dieses Buch zu sagen. So viel zu entdecken und so viele Zeilen, die man mitnimmt und weitergeben möchte. Zittiert wird aus Albert Campus` "Die Pest", aus Romain Garys "Frühes Versprechen", ebenso wie aus Luis Serúlvedas "Der Alte, der Liebesromane las" und aus Jules Supervielles "Das Kind vom hohen Meer". So kommt es, dass man nicht nur vor der Lektüre neugierig auf das Buch ist, das man gerade vor sich liegen hat, sondern danach ebenso auf die Werke, welche den Weg in Rogers Werk gefunden haben.
Amüsant und liebevoll wird die Geschichte aus Germains Augen erzählt. Er berichtet über seinen Alltag, sein Leben wie es jetzt ist und wie es war, als er Margueritte noch nicht getroffen hat. Mit Humor und viel Gefühl vermittelt er dem Leser sein Leben als Trottel, aber gutherzigen Menschen, der mit Mitte 40 entdeckt, dass auch er Lernen kann und gar nicht so dumm ist, wie alle glauben. Nicht nur seine Freunde versetzt er damit in Staunen, sondern ebenso den Leser.
Eine wunderbare Geschichte für Herz und Seele.

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Tags: bücher, frankreich, roman, wörter, wörterbücher   (5)

  

 

Ausgetanzt
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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

wien, krimi, teesalon, anni bürkl, gmeiner verlag

Ausgetanzt

Anni Bürkl
Flexibler Einband: 321 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 12.07.2010
ISBN 9783839211014
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein Käuzchen schrie. Also musste jetzt jemand sterben, so hieß es.

Das Buch

Berenike Roithers liebt Tee, gutes biologisches Essen und ist an okkulten Ritualen interessiert. Das Erste und Zweite führte dazu, dass sie beschloss in Salzkammergut eine Teestube zu eröffnen. Letzteres führte sie auf den Heilstätter Gräberfeld mitten in einen Wald mit ihren neuen Bekannten aus dem Tanzkurs. Dort wollten die Tänzerinnen in dieser Nacht ein keltisches Tanzritual erleben, doch die Veranstalterin Caro kommt nicht. Das ist alles andere als typisch für die Tanzlehrerin Caro, weshalb sich die Frauen auf dem Weg machen, um sie zu suchen. Letztlich finden sie Caro – ermordet in einem Friseursalon.

Fazit

Ausgetanzt von Anni Bürkl ist ein typischer Krimi, der Lesern aus Salzkammergut oder Reisenden nach Salzkammergut ans Herz zu legen ist. Die Geschichte ist nicht hochtrabend, leider auch vorhersehbar, aber zum Entspannen allemal geeignet.
Sicherlich lässt die Geschichte einen hochschrecken wie grausam Menschen sein können. Auf der anderen Seite fiebert man mit der Protagonistin Berenike mit und hofft, dass sie neben dieser Krise ihr privates Glück vollends finden wird.
Geprägt durch eine Protagonistin in die sich der Leser hineinversetzen kann, zeigt Anni Bürkls Roman, dass das Leben trotz furchtbarer Ereignisse seinen Weg geht.
Letztlich hält man mit Ausgetanzt einen Salzkammergut-Krimi in den Händen, der nicht hochtrabend ist, aber als Abendunterhaltung für Abwechslung sorgt und ideal als Reisebegleitung für eine Reise nach Salzkammergut geeignet ist.

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Tags: anni bürkl, gmeiner verlag, krimi, salzkammergut   (4)

  

 

Der Frauenjäger
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

midlife-crisis, serienmörder, depression, entführung, hausfrau

Der Frauenjäger

Petra Hammesfahr , Jessica Güsken , Andrea Sawatzki , Andrea Sawatzki
Audio CD
Erschienen bei Argon, 08.03.2011
ISBN 9783839810774
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nummer 9

Die Knie sind wund und blutig. Die Schwärze tief durchtränkt von Angst und Beherrschung. Es ist ein Albtraum in dem Marlene aufwacht. Aber wie ist sie hier hineingeraten?
Das Buch

Marlenes Leben ist sehr gewöhnlich. Zu gewöhnlich, wie sie findet. Ihre einzigen Aufgaben sind es sich um dem Haushalt zu kümmern und die Kinder zu hüten, wobei diese mittlerweile auch schon alt genug sind. Sie kommt sich einfach unnütz vor. Ohne Aufgabe tümpelt sie durch das Leben, einzig mit der Sicht auf das nächste Frühstück mit ihren drei Freundinnen. Während diese Marlene mit ihrem Kummer plagen und über ihre Ehemänner lästern, hat Marlene nichts zu beklagen. Doch tief in ihrem Herzen ist sie unglücklich. Unglücklich darüber nicht gebraucht zu werden – bis zu der Lesung mit Heidrun Merz, welche aus Monas Tagebuch liest. Das Buch sorgt schließlich für reichlich durcheinander bei den Freundinnen und ihren Familien. Doch auch die Außenwelt bleibt nicht verschont. Stille Stimmen werden laut und auf einmal erwacht Marlene mit Schrammen und Wunden in völliger Finsternis. Wer hat sie in dieses Unheil gerissen?
Fazit

Schockierend, zermürbend, spannend und schaurig – mit diesen Erwartungen hört oder liest man "Der Frauenjäger" von Petra Hammesfahr, wenn man auf dem Klappentext liest:

„Keiner weiß, dass es ihn gibt. Niemand hat die Zeichen erkannt, niemand die Frauen gefunden. Frauen, die seiner Meinung nach Parasiten sind, die sich von ihren Männern aushalten lassen und sie betrügen.“

Im Endeffekt trifft es diese Erwartungen nicht direkt. Spannend ist das Buch auf jeden Fall. Da das Motiv des Täters allerdings schon bei der Beschreibung erwähnt wird, schiebt sich die Frage nach dem “Wer” in den Vordergrund. Sicherlich finden Überlegungen beim Lesen statt, doch leider ist die Geschichte in vielerlei Hinsicht vorhersehbar. Dennoch ist "Der Frauenjäger" keine schlechtes Buch. Es ist spannend und vor allen Dingen unterhaltend. Der Spannungsbogen ist durchaus vorhanden, allerdings ist er wesentlich flacher, da das Ende letztlich dem Erahnten entspricht. Dies lässt den Hörer leider etwas enttäuscht zurück.
Pluspunkte sammelt Hammesfahrs Buch durch die abwechslungsreiche Erzählung. Während Abschnitte aus der Gegenwart erzählt werden, während Marlene gefangen ist und um ihr Leben kämpft, wird die Geschichte zeitgleich rekapituliert. Wie ist Marlene in diese Situation geraten? Warum wird ausgerechnet sie Opfer eines solch schrecklichen Schicksals? Wer hat ihr dies nur angetan?
Beim Hören wird die Stimmung insbesondere durch Andrea Sawatczki hervorgehoben. Die Sprecherin verleiht der Handlung eine gewisse Brisanz und Spannung. An den passenden Stellen sorgt sie für die richtige Dramaturgie, während zu anderen Zeitpunkten eine sorgenvolle, ruhige Stimme das Geschehen prägt. Eine männliche Stimme wäre insbesondere bei den Sequenzen spannend gewesen, in denen Marlene gefangen gewesen ist. So hätte es den Anschein gemacht, als ob der Täter von Marlenes Suche nach der Freiheit berichtet. Dennoch macht Sawatczki ihrem Namen wieder einmal alle Ehre.

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Schwarze Schwestern
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

nigeria, afrika, prostitution, frauen, europa

Schwarze Schwestern

Chika Unigwe , Ira Wilhelm
Fester Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Tropen-Verlag Label von Klett-Cotta, 18.08.2010
ISBN 9783608501094
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Das Leben in großen Teilen von Afrika ist hart. Die Wasserresourcen sind knapp und viele Menschen leben an der Armutsgrenze. Schwarze Frauen von Chika Unigwe erzählt von vier Frauen, welche im Laufe ihres Lebens Lagos, Nigeria, durchquert haben und deren sehnlichster Wunsch es war ein besseres Leben zu führen.

Das Buch

Sisi, Joyce, Efe und Ama träumen seit ihrer Kindheit von einem besseren Leben. Von einem Leben außerhalb von Afrika. Alle vier hegen den Wunsch ins Ausland zu kommen und dort der Armut zu entfliehen.
Sisi hat BWL studiert und träumt davon einmal in einer großen Bank in Lagos zu arbeiten und natürlich viel Geld zu verdienen. So viel Geld, dass sie sich und ihrer Familie jeweils ein Haus kaufen kann. Mit einer schönen Einrichtung und einem tollen Auto. Doch auch nach über einem Jahr nach ihrem Abschluss findet sie keine Arbeit. Eines Tages macht Dele ihr ein Angebot. Sie könne nach Belgien ziehen und viel Geld verdienen. Dort würden schwarze Frauen wie sie gesucht.
Dabei ist Sisis Reise nach Belgien noch unspektakulär. Die anderen haben vor ihrer Abfahrt aus Lagos Schlimmes durchmachen müssen. Efe lernte schnell, dass man mit Männern leicht Geld machen kann. Doch schneller, als sie sich versieht, wird sie schwanger. Sie bekommt einen Sohn für den sie alles gibt. Er soll es einmal gut haben. Joyce wird von ihrem Vater vergewaltigt bis sie ihre Periode bekommt. Kurz nachdem sie volljährig ist, flüchtet sie von zu Hause zu ihrer Tante nach Lagos. Ama wird von Soldaten vergewaltigt, die ihr Dorf angegriffen haben. Ihre Familie wurde vor ihren Augen umgebracht.
Harte Schicksale für starke Frauen, die nach Belgien gehen, um dem Elend zu entkommen. Getrennt von ihren Familien geben sie sich den Männern hin, um irgendwann mit Geld und Glück in ihre Heimat zurückzukehren.

Fazit

In Deutschland ist man es gewohnt einen hohen Lebensstandard zu haben. In Nigeria ist die Armutsgrenze wesentlich niedriger und kaum mit der unseren zu vergleichen. Für viele viele ist es gar keine Frage wie man das ins Ausland kommt. Die Hauptsache ist, man hat die Möglichkeit dazu.
Chika Unigwe hat ein starkes, bewegendes Buch geschrieben, welches von vier Frauen berichtet, die es auch im wahren Leben unter anderem Namen gibt. Ihre Erlebnisse sind dennoch echt. Genau das lässt den Leser erschrocken auffahren. Die bewegenden Schicksale der vier Frauen ziehen einen durch das Buch in der Hoffnung, dass es am Ende ein Happy End geben wird. Es wundert einen, dass Sisi, Efe, Joyce und Ama trotz ihres bisherigen Lebens voller Hoffnung und vor allen Dingen Lebensmut sind. Sie geben nicht nach. Kämpfen für ihre Ziele und sind dabei sogar glücklich.
Mit einem angenehmen Schreibstil führt die Autorin die Leser durch die Geschehnisse. Sisi ist definitiv die Frau, welche eine humane Vergangenheit hinter sich hat. Deshalb bekommt man beim Lesen das Gefühl, als ob die Autorin es darauf angelegt hat, jeder Frau eine schlimmere Geschichte, als der Vorangegangenen zuzuschreiben. So oder so muss man sich auf Schwarze Schwestern einlassen. Es ist kein Buch für Zwischendurch oder für eine abendliche Unterhaltung. Es ist ein ernstes Buch, das dem Leser auch mal schwer im Magen liegt. Ein Drama, das das Leben schreibt.

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Tags: afrika, biographischer roman, nigeria   (3)

  

 

Vladimir Tod hat Blut geleckt
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(55)

87 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

vampir, jugendbuch, vladimir tod, halbvampir, blut

Vladimir Tod hat Blut geleckt

Heather Brewer , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Flexibler Einband: 205 Seiten
Erschienen bei Loewe, 07.03.2011
ISBN 9783785570272
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Vampire sind aus der Literatur nicht mehr wegzudenken. Zum klassischen Vampir, dessen Todfeinde Knoblauch, Holzpflöcke, Sonne, Weihwasser und Kruzifixe sind, sind im Laufe der letzten Jahre noch die glitzernden, unwiderstehlichen Vampire, welche auf Menschenblut verzichten, hinzugekommen. Vladimir Tod ist auch ein Vampir. Er gehört eher zur klassischen Sorte, hat allerdings nicht die Veranlagung Menschen den letzten Tropfen Blut auzusaugen.

Der 14-jähige Vladimir, kurz Vlad, Tod ist seit drei Jahren Waise und lebt seitdem bei seiner „Tante“ Nelly. Eigentlich ist Nelly gar nicht seine richtige Tante, sondern war für seine Mutter die beste Freundin. Sie war von Vlads Geburt an ein Teil seiner Familie. Deshalb war es keine Frage, dass er zu Nelly ziehen sollte, als seine Eltern durch einen tragischen Unfall, in ihrem eigenen Haus, ums Leben gekommen sind. Wie jeder andere Jugendliche geht Vlad zu Schule. Sein bester Freund Henry ist immer an seine Seite. Henry ist neben Nelly der einzige Mensch, der weiß, dass Vladimir ein Vampir ist und zieht diesen wahnsinnig gerne mit morbiden Witzen darüber auf. Deshalb ist es kein Wunder, dass Vlad sich zu Halloween ausgerechnet als Vampir verkleidet. Und Henry natürlich als Opfer. Obwohl ihre innige Freundschaft schon jahrelang anhält, hat Henry sich noch immer nicht mit Vlads merkwürdigen Essgewohnheiten arrangiert. Anstelle von Ketchup gibt es Blut zu den Pommes, anstelle von Tee trinkt Vlad eine Tasse Blut und liebt es Cookies darin einzutunken und sein Marmeladenbrot ist mit kleinen mit Blut gefüllten Kapseln präpariert. Dennoch ist Vlads Leben so normal, wie es für einen Vampir unter Menschen nur sein kann. Bis eines Tages sein Lieblingslehrer und Freund Mr. Craig spurlos verschwindet. An seiner Stelle kommt Mr. Otis als Vertretungslehrer in Vlads Klasse. Von Anfang an, ist Otis für den 14-jährigen ein Dorn im Auge. Irgendetwas verheimlicht dieser Lehrer vor ihm. Für seine Recherchen zum Stammbaum seiner Familie, findet Vlad das Tagebuch seines Vaters. Darin schreibt sein Vater über das Reich der Vampire Elysia und, dass seiner Familie große Gefahr droht, da es strengstens verboten ist einen Menschen über die Existenz von Vampiren aufzuklären oder gar eine Liaison einzugehen. Vlads Vater, Tomas Tod, hat diesen Fehler begangen. Schnell ist für seinen Sohn klar, dass seine Eltern nicht durch einen Unfall ums Leben gekommen sind, sondern umgebracht wurden. Hat womöglich dieser merkwürdige Mr. Otis etwas damit zu tun? Vielleicht sogar mit dem Verschwinden von Mr. Craig?

Schon der Name Vladimir Tod lässt darauf schließen, dass es sich bei Vlad um einen Vampir handelt. Schließlich trägt Graf Dracula respektive Vlad Tepes eben diesen Vornamen. Doch dies ist lange nicht der einzige Name, der den Leser das mythologische Wesen Vampir mit Humor betrachten lässt. So findet die Ratssitzung der Vampire im Reich Elysia in der Stadt Stokerton (Bram Stoker) statt und der böse Ratsvorsitzende heißt D´Ablo (Diabolo = Teufel). Wer einen satirischen, witzigen aber dennoch höchst spannenden Roman über das Leben eines Vampirs, beziehungsweise Halbvampirs, lesen möchte, der hat mit Vladimir Tod hat Blut geleckt genau das richtige Buch zur Hand genommen. Dieser Jugendroman ist anders, als das gewöhnliche Buch mit Vampiren. Es strotz nicht vor blutiger, gruseliger Szenen. Vladimir Tod ist lediglich ein junger Blutsauger, der zeigt was es wirklich heißt als Vampir zu leben. Dabei geht es teilweise um den Verzicht von italienischem Essen, aber auch um das routinierte Auftragen von Sunblocker und dem ständigen Gefühl von Müdigkeit, da man doch eigentlich ein Wesen der Nacht ist. Es macht einfach Spaß zu lesen, wie dieser Vampir sein Leben meistert und schließlich seine Ängste überwinden muss.

Mit Vladimir Tod hat Blut geleckt erscheint der erste Band einer fünfteiligen Reihe um Vladimir Tod von Heather Brewer im Loewe Verlag. In den USA ist die Reihe schon lange ein Erfolg und in Deutschland wird dieser bestimmt nicht zurück bleiben.

Fazit:
Eine spannende Geschichte um einen jugenen Vampir, der seinen Weg im Leben finden muss und auf den weitaus größere Herausforderungen warten, als er denkt. Heather Brewer hat mit Vladimir Tod hat Blut geleckt einen Jugendroman geschrieben, der das Wesen Vampir mit einem Augenzwinkern betrachtet, die Spannung aber nicht auslässt. Für Vampirfans und Freunde aufregender Fantasy ein absolutes Muss!

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Tags: fantasy, jugendbuch, vampir, vladimir tod   (4)

  

 

Dämonicon 1: Das Erwachen
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(16)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

darren shan, dämonen, fantasy, horror, lord loss

Dämonicon 1: Das Erwachen

Darren Shan , Sabine Reinhardus
Flexibler Einband: 519 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 09.02.2011
ISBN 9783426283547
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

"Ich stehe da wie versteinert, bin vor Angst wie gelähmt. Mehrmals blicke ich von Mama zu Papa zu Gret. Alle rot. Alle tot."

Grubitsch „Grubbs“ Gradys Leben besteht zu einem großen Teil aus Schach, ist aber ansonsten ganz normal. Dennoch hat er mittlerweile immer häufiger Probleme in der Schule und zu Hause. Die Pubertät macht sich bemerkbar. In letzter Zeit reagieren seine Eltern jedoch besonders empfindlich auf seine Fehltritte. Immer mit der Bemerkung warum er sich ausgerechnet jetzt, ausgerechnet in dieser schweren Zeit, so verhalten muss. Schnell kommt Grubbs dahinter, dass seine Familie ihm etwas verheimlichen muss. Als seine Eltern und seine Schwester Gret eines abends vorgibt zu einer Balettaufführung zu gehen, weshalb Grubbs bei seiner Tante Kate übernachten müsse, kommt er seiner Familie auf die Spur. Er schleicht seinen Eltern und seiner Schwester hinterher – und findet sie kaltblütig ermordet vor. Umgeben von Dämonen: Einer Krokodilhündin, einem Höllenkind mit Kakerlaken , anstelle von Haaren auf dem Kopf, und Lord Loss. Diese gehen sofort auf einen Angriff über. Durch Glück überlebt Grubitsch, kann es aber einfach nicht glauben, was ihm soeben widerfahren ist. Seine Familie ist tot. Sie wurde von Dämonen ermordet. Für Grubitsch Grady steht eine schwere Zeit bevor. Keiner glaubt ihm, bis sein Onkel Derwisch kommt, Grubbs vertraut und ihm mitteilt, wie er es schaffen kann aus der Psychatrie herauszukommen. Kurze Zeit später nimmt Derwisch Grubbs mit zu sich nach Hause und versichert ihm, dass er dort in Sicherheit ist. Schließlich erfährt Grubbs welches Geheimnis seine Familie vor ihm verschwiegen hat. Es ist grausamer und schlimmer, als er jemals gedacht hätte.

Darren Shan und sein Mitternachtszirkus waren lange Zeit ein Geheimtipp für Vampirfans. Anfangs noch vom „Clan der Vampire“ veröffentlicht, ging Shans Vampirsaga zum Knaur Verlag, wo sie heute vom Pan-Verlag herausgegeben wird. Auch Darren Shans Reihe Dämonicon ist nicht neu. Obwohl nur ein geringer Abstand zwischen den Veröffentlichtungen mit den Vampiren und den Dämonen liegt, sind die beiden Buchserien völlig unterschiedlich.

Dämonicon ist blutig, schaurig und einen hauch skurriler. Trotz des Cirque du Freak mit seinen abnormalen Kreaturen, wirkt die Dämonensaga weitaus abartiger und ist definitiv nicht für Zartbesaitete geeignet, geschweige denn für ein sehr junges Publikum. Mit einer Altersempfehlung ab 14 Jahren, ist das Buch hart an der Grenze. Spannend und geheimnisvoll ist es allemal, auch wenn es einfach ganz anders ist, als man es erwarten würde, wenn man Darren Shans Vampir verfallen ist.

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Tags: darren shan, dämon, fantasy, horror, jugendroman   (5)

  

 

Schweigt still die Nacht
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(9)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

jugendbuch, düster, 08, mysterie, spannung

Schweigt still die Nacht

Brenna Yovanoff , David Nathan
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 07.01.2011
ISBN 9783862310371
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Guckt man sich das Cover von Schweigt still die Nacht von Brenna Yovanoff an, erwartet man eine düstere, spannende Geschichte, welche durchaus phantastischer Natur sein kann. Diese Erwartungen platzen jedoch schnell nachdem man mit dem Hörbuch, gesprochen von David Nathan, angefangen hat.

Mackie Doyle sieht aus wie ein ganz normaler Jugendlicher. Doch er gehört zu den Anderen. Denen, welche man auch Welchselbälger nennt. Er ist als Ersatz für einen Jungen da, der als Opfer genommen wurde. Seine Bestimmung ist ihm nicht klar. Auf der einen Seite fühlt er sich mit seiner Familie, bei welcher er ausgesetzt wurde, verbunden. Auf der anderen Seite weiß er, dass er kein Mensch ist.
Immer wieder verschwinden Kinder aus Gentry, einer scheinbar normalen Kleinstadt. Mackie Doyle ist mittlerweile 16 Jahre alt. Ihm geht es in letzter Zeit nicht besonders gut. Der Umgang mit seinen Mitmenschen fällt ihn schwer. Der Geruch von Blut erregt Übelkeit in ihm. Seine Schwester, die zwar weiß, dass er anders ist, Mackie dennoch über alles liebt, geht zu den Wechselbälgern in den Tunnel unter der Stadt. Ihr Ziel ist es dort ein Heilmittel für ihren Bruder zu besorgen, damit er nicht mehr so leiden muss. Nachdem Mackie das Mittel eingenommen hat, geht es ihm besser, nichts ahnend, was für ein Opfer seine Schwester für ihn erbracht hat. Letztlich macht Mackie sich auf die Suche nach Seinesgleichen, um zu erfahren, was es mit den verschwundenen Kindern auf sich hat und um zu erfahren wer er wirklich ist.

Schweigt still die Nacht klingt anders, als andere Bücher. Finster und unheilvoll. Das ist dieses Buch auch. Allerdings ist die Geschichte langatmig und ohne großartige Spannungsbögen. Die Erlebnisse, welche Mackie durchlebt, sind vorhersehbar, wobei das Wort Wechselbalg nicht fällt. Hörer, die sich vorher nicht den Klappentext durchgelesen haben, können nur erahnen was Mackie ist. Dies mag manchen Hörbuchbegeisterten durchaus gefallen, allerdings ist es unnötig diesen Sachverhalt zu verschweigen. Obwohl die Geschichte vom Protagonisten erzählt wird, kann man sich nicht direkt in Mackie hineinversetzten. Er eröffnet dem Hörer lediglich neue Rätsel. Die pubertierenden Floskeln seiner Freunde sind ebenfalls eher störend, als auflockernd.

Obwohl David Nathan ein professioneller Sprecher ist, schafft er es nicht der Geschichte die entsprechende Dynamik zu verleihen. Es kommt durchaus vor, dass ein mittelmäßiges bis schlechtes Buch, gesprochen von einem guten Sprecher, aufgewertet wird. Dies ist hier leider nicht der Fall, auch wenn Nathan eine geheimnisvolle Präsenz erschafft.

Fazit: Tolles Cover, das Hunger auf mehr macht. Im Endeffekt enttäuscht Brenna Yovanoffs Debutroman jedoch.

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Tags: düster, fantasy, hörbuch, jugendbuch, mysterie, spannung   (6)

  

 

Krabat
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hörspiel, otfried preußler, krabat

Krabat

Otfried Preußler , Michael Mendl , Laura Maire , div.
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 24.11.2010
ISBN 9783862310180
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Krabat von Otfried Preußler ist ein Jugendbuchklassiker der besonderen Art. Er ist düster, hat eine wunderbare Geschichte, welche die Gefühlswelt schwanken lässt. Der Audio Verlag hat 2010 ein neues Hörspiel von Krabat auf den Buchmarkt gebracht, das diesen Wechsel ganz besonders hervorhebt.

Krabat ist ein Waisenjunge, welcher eines Tages merkwürdige Träume bekommt. Jede Nacht aufs Neue wird er von einem Müller gerufen. Der Junge spürt, dass es nicht nur einfach ein Traum ist, sondern eine Bestimmung. Letztlich macht er sich auf den Weg ins Ungewisse. Obwohl er den Weg nicht kennt, kommt er bei der Mühle an. Der Müller will Krabat als Lehrling anheuern. Krabat nimmt das Angebot dankend an, nichts ahnend, was er sich für eine Bürde auferlegt hat. Zusammen mit zwölf weiteren Gesellen arbeitet er fortan auf der Mühle Koselbruch. Die Arbeit fällt ihm nicht leicht. Die anderen Jungen haben allerdings überhaupt keine Mühe. Was ist das Geheimnis, das die anderen Gesellen vor ihm verbergen? Nach einem Jahr wird er in das Mysterium eingeweiht und erfährt, dass er sich schon zu Beginn seiner Lehrlingszeit der schwarzen Magie verschworen hat. Doch dies ist nicht noch lange nicht das ganze Geheimnis. Der Meister verbirgt noch ein viel Schlimmeres, weshalb jedes Jahr zu Weihnachten ein Müllerjunge sterben muss. Schafft Krabat es die Gesellen von der Knechtschaft zu befreien?

Wunderbare, stimmungsvolle Musik und ein toller Sprechen sind die besten Zutaten für ein gelungenes Hörspiel und genau dies wurde in Krabat mit Michael Mendl, Laura Maire und vielen weiteren Sprechern inszeniert. Mit Unterstützung des WDR wurde ein Kinderbuchklassiker so wunderbar vertont, dass es ein besonders gutes Gefühl hinterlässt. Die Stimmung schwankt je nach Szene. Unheilvolle Geschehnisse werden mit einer düsteren Melodie hinterlegt. Die Sprecher vermitteln die Gefühle der Darsteller wunderbar und lassen den Zuhörer die Ängste, Freuden und Trauer spüren, sodass er sich als Teil eines Schauspiels fühlt.

Fazit: Wunderbar für jeden, der es liebt sich und seiner Seele etwas Gutes zu tun. Für Otfried Preußler Fans ein absolutes Muss!

  (7)
Tags: hörspiel, krabat, otfried preußler   (3)

  

 

Oksa Pollock. Die Unverhoffte
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208 Bibliotheken, 8 Leser, 6 Gruppen, 60 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, london, oksa pollock, magie

Oksa Pollock. Die Unverhoffte

Anne Plichota , Cendrine Wolf , Bettina Bach , Lisa-Maria Rust
Fester Einband: 590 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 28.02.2011
ISBN 9783789145025
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Seit geraumer Zeit kusiert ein Name im Internet. Auf der Frankfurter Buchmesse hat es angefangen. Am Stand von Oetinger war es zu sehen. Ein Buch mit blauem Einband, darauf abgebildet war ein Mädchen. Ein schmächtiges Mädchen mit zerrissener Jeans, kinnlangem, braunen Haar, einem roten T-Shirt und darüber einer weißen Bluse. Von wem ist hier die Rede? Von Oksa Pollock.
Oksa Pollock sieht sich selbst als Ninja, fährt wahnsinnig gut Inlineskates und geht in die achte Klasse der französischen Schule St.-Proximus im Herzen von London. Sie hat gerade einen Umzug von Paris nach London hinter sich. Um ihr den Einstieg so leicht wie nur möglich zu machen, ist auch ihr bester Freund Gus und seine Familie nach England umgezogen. Oksas Vater Pavel und Gus' Vater wollen zusammen ein französisches Restaurant in der englischen Hauptstadt eröffnen. In ihrer neuen Schule angekommen, lernt das junge Mädchen ihren neuen Klassenlehrer kennen. Mr. McGraw ist jedoch keinesfalls nett. Von Beginn an herrschen zwischen Oksa und ihrem Lehrer Unstimmigkeiten. Sie ahnt nicht, was dies noch für Folgen für sie und ihre Familie haben wird. Als ob das nicht genug ist, geschehen mit Oksa merkwürdige Dinge. Plötzlich kann sie in ihren Handflächen Feuer entfachen - ohne Feuerzeug oder Streichhölzer. Sie kann Sachen bewegen ohne sie zu berühren und sie kann schweben. Hinzukommend bildet sich auf Oksas Bauch ein merkwürdiges Mal. Was dies wohl zu bedeuten hat? Dank ihrer Großmutter Dragomira kommt Oksa hinter das Geheimnis ihrer Familie und hinter ihr eigenes. Doch schneller als es Oksa lieb ist, ist ihre Familie in großer Gefahr. Und nicht nur ihr Leben, sondern das Fortbestehen eines ganzen Landes, hängt von Oksa, der Unverhofften, ganz alleine ab.
Oksa Pollock – Die Unverhoffte ist der erste Teil einer neuen Fantasyreihe, geschrieben von Anne Plichota und Cendrine Wolf. Mit einem angenehmen Lesetempo nimmt Oksa den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise. Um Oksa gibt es eine Menge Leute, die eine wichtige Rolle in der Geschichte einnehmen. Dragomira Pollock ist eine geheimnisvolle und liebevolle Großmutter, welche eine der nächsten Bezugspersonen für Oksa darstellt. Ihr bester Freund Gus bewundert Oksa, fühlt sich teilweise jedoch wie ein Klotz am Bein, da er niemals so gut werden kann, wie seine beste Freundin. Dann wäre da noch Mr. McGraw, welcher es ganz besonders auf Oksa abgesehen hat und anscheinend ein großes Geheimnis behütet. Kurzum: Dieses Buch beheimatet liebevoll gestaltete Charaktere, welche das es lebendig machen. Sprachlich ist die Geschichte sehr einfach gehalten. Etwas schade ist es, dass die Bezeichnungen der Unterschiede zwischen den verschiedenen Welten sehr einfallslos sind. Während Oksas Ursprungsland als "Da-Drinnen" bezeichnet wird, ist die Welt für die gewöhnlichen Menschen "Da-Draußen". Dies mindert das Lesevergnügen, macht es für junge Leser jedoch einfach dem Geschehen zu folgen. Trotz alledem nimmt Oksa den Leser mit und bereitet vor allen den jüngeren Lesern große Freude.
Fazit: Oksa Pollock - Die Unverhoffte von Anne Plichota und Cendrine Wolf ist ein spannendes Abenteuer für junge Leser, die gerne fantastische Geschichten lesen. Oksa Pollock heißt: Spannung pur und einfach magisch.

  (14)
Tags: fantasy, fantasy, gegenwart, jugendbuch, jugendbuch, oksa pollock, pollockmania   (7)

  

 

Furcht erregende Darbietungen
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(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Furcht erregende Darbietungen

Philip Ardagh , Harry Rowohlt (Übers.)
Audio CD: 2 Seiten
Erschienen bei Random House Audio, 20.08.2003
ISBN 9783898306249
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Schon in Schlimmes Ende hat Philipp Ardagh gezeigt, wie skurril und schön die Welt doch sein kann. In Furchterregende Darbietungen wohnt mittlerweile Eddies gesamte Sippschaft in Schlimmes Ende. Nachdem das Haus von Eddies Familie abgebrannt ist, wohnen er, seine Mutter und sein Vater bei Eddies Wahnsinnigem Onkel Jack und bei seiner Noch-Wahnsinnigerin Tante Maude. Schon allein dies lässt erahnen, dass Eddie wieder wilde Abenteuer bestehen muss.

Ebenso kurios geht die Geschichte in Furchterregende Darbietungen. Alles fängt mich einem myteriösen Leichenwagen an, der vor Schlimmes Ende steht. Als wenn dies nicht schon genug wäre, ragt aus dem Kofferraum ein Sarg. Wie löst man nun dieses Problem? Richtig – man befördert den Sarg zurück in den Wagen. Leider ist dies nicht ganz so einfach, wie es klingt, denn eine Explosion vereitelt das vorhaben. Zu aller Überraschung steigt dann auch noch ein Mann aus dem Sarg – lebendig. Er stellt sich als der Große Zucchini vor und zeichnet sich vor allen Dingen als Entfesselungskünstler aus. Kurz darauf häufen sich die Ereignisse. Zusammen mit der Assistentin des Großen Zucchini und dem Künstler selbst, landet Eddie im Gefängnis. Was nun?

Schrecklich schön wie im ersten Teil der Eddie-Dickens-Trilogie (welche übrigens in sechs Teilen erschienen ist) erlebt Eddie Dickens die ungewöhnlichsten Ereignisse, und das obwohl er doch nie aus dem Haus kommt. Die Bücher von Philip Ardagh liebt man oder man hasst sie. Er hat einen recht eigenwilligen Humor, welcher auch in diesem Hörbuch wieder besonders durch den Sprecher Harry Rowohlt betont wird. Dieser versteht es seine Stimme stehts den Charakteren anzupassen, jeglichen Dialekt zu verkörpern und den wunderbaren Sarkasmus Ardaghs hervorzuheben.

Sprachlich, als auch von der Geschichte, ist Furcherregende Darbietungen eine Geschichte für Jedermann. Obwohl es ein Kinderbuch ab zehn Jahren ist, verbirgt sich in den Texten des Autors so viel Witz, dass auch ein Erwachsener auf seine Kosten kommen wird.

Fazit: Mit Harry Rowohlt als Sprecher ein wunderbares Hörvergnügen!

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Infinity
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(6)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, genmanipulation, jugendthriller, jugendbuch, spannung

Infinity

Gabriele Gfrerer , bürosüd° GmbH
Flexibler Einband: 313 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 07.01.2011
ISBN 9783522201230
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Woran denken wir zuerst, wenn von Genmanipulation gesprochen wird? Oftmals taucht dieses Wort in folgenden Zusammenhängen auf: genmanipuliertes Gemüse, Ratten und Mäuse als Versuchstiere für die Forschung, Bruch ethischer Prinzipien. Die Hoffnung: medizinische Heilmittel zu finden, die Leiden, wie Krebs oder Aids verhindern sollen. Doch was wäre, wenn man keine Ratten zu Testzwecken benutzen würde, sondern Menschen? Was, wenn diese Genmanipulation ins Negative ausarten würde?
Das Buch

Klara ist Schülerin der Sir-Karl-Popper-Schule, einer hoch angesehenen Schule in Wien, und steht kurz vor ihrer Matura. Eigentlich könnte ihr Leben nicht besser sein. Sie ist neben Lucie, von Klara auch gerne „Lucifer“ genannt, die beste in der Klasse und steht kurz davor den “75. Europäischen Redewettbewerb” zu bestreiten. Als Klara an einem schönen Spätsommernachmittag mit Rudi und Jonas auf den Roten Berg geht, damit diese ihre Flieger steigen lassen können, rastet ihr Freund Jonas plötzlich aus. Er ist wütend, weil Rudi sich über Klaras Flugkünste lustig gemacht hat. Am darauf folgenden Morgen wird Klara in aller Frühe von ihrem Handy geweckt: Jonas hat jemanden verprügelt. Er war nicht mehr zu beherrschen. In einer Discothek hat er immer wieder auf einen Jungen einschlagen. Überall war nur noch Blut.
Klara ist zutiefst schockiert über das, was sie da hört. Sie kennt Jonas sehr gut. So ist er nicht. Warum hat er sich so plötzlich in eine tickende Zeitbombe verwandelt? Kurze Zeit darauf sucht Alen per Facebook Kontakt zu ihr. Alen ist ein Freund von Richi, welcher in Innsbruck Medizin studiert und mit Klara sehr gut befreundet ist. Sie erfährt, dass Richi seit spurlos verschwunden ist. Angeblich war auch er in eine Schlägerei verwickelt.
Für Klara bricht die Welt zusammen. In der Schule kann sie sich kaum noch konzentrieren. Warum so viele Zufälle auf einmal? Alen kommt letztlich nach Wien, um mit ihr der Sache auf den Grund zu gehen und Richi zu finden. Schließlich kommen sie hinter ein fürchterliches Geheimnis. Dabei finden sie mit Hilfe von Klaras Erzrivalin Lucie eine Liste, welche mehr Auswirkungen auf Lucies, Alens und Klaras Leben hat, als sie jemals gedacht hätten.
Fazit

Man könnte schnell neidisch werden, wenn man bedenkt wie einfach Klara gute Noten bekommt und was für Aussichten sie für ihr späteres Leben hat. Liest man Infinity von Gabriele Gfrerer wird dem Leser schnell klar, dass man mit seinem Leben zufrieden sein sollte, so wie es ist.
Genmanipulation ist das Thema, welches Gfrerer in ihrem Jugendthriller aufgreift und vom Tier auf den Menschen überträgt. Zwar erachten wir es als skrupellos Tiere für wissenschaftliche Experimente zu missbrauchen, doch moralisch gesehen, ist es um Weiten verwerflicher den Menschen dafür zu benutzen. In der Ethik ist das Thema Genmanipulation gar nicht mehr wegzudenken. Die Idee diese brisante Thematik mit Jugendlichen in Verbindung zu bringen, ist höchst spannend und macht Infinity zu einem absolut lesenwerten Jugendbuch.
Zum Einen wird beim interessierten Leser der Impuls geweckt mehr über das Thema zu erfahren und sich mit zukunftsweisenden Perspektiven auseinander zu setzen. Zum Anderen zeigt es, dass es höchst spannend sein kann die moralischen Perspektiven zu betrachten. Vor allem, da die Geschichte aus zwei verschiedenen Sichten geschrieben ist und somit einen Interessenskonflikt widerspiegelt.
Erzählt wird das Buch hauptsächlich aus der Sicht eines allwissenden Erzählers, der Klara beobachtet. Derweil gibt es Einschübe, in denen ein Forscher aus der Ich-Perspektive seinen Standort in der Geschichte widerspiegelt. Diese beiden Handlungsstränge sind inhaltlich sehr unterschiedlich, auch wenn diese sich am Ende zusammenfügen. Spannend und höchst interessant verbindet Garbriele Gfrerer diese beiden Sichtpunkte zu einem absolut lesenswerten Jugendthriller mit Zukunftsvisionen, in dem junge Erwachsene ihren Spürsinn beweisen und die Täter wortgewandt überführen.

  (12)
Tags: genmanipulation, science fiction, spannung, thriller   (4)

  

 

Smaragdgrün
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(1.942)

3.011 Bibliotheken, 34 Leser, 20 Gruppen, 286 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, gideon

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Nichts. Was im Leben wichtig ist
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(14)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

jugendbuch, jugend, grausamkeiten, bedeutung, sinnsuche

Nichts. Was im Leben wichtig ist

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Laura Maire
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 20.08.2010
ISBN 9783867426817
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Nichts hat im Leben Bedeutung. Der Meinung ist Pierre Anthon, Schüler der 7. Klasse und beschließt nach den Sommerferien, dass es nichts gebe, was Bedeutung hätte und verlässt die Klasse. Er hat nicht vor wieder zu kommen. Deshalb beschließen seine Klassenkameraden, dass sie Pierre Anthon zurück holen müssen. Doch ganz so einfach ist dieses Vorhaben nicht. Schneller als sie gedacht hätten, befinden sie sich in einem perfiden inneren Konflikt.

Aus der Sicht von Agnes wird die Geschichte um den Sinn des Lebens beschrieben. Pierre Anthon verlässt die Klasse, weil das Leben angeblich keine Bedeutung hat. Nicht für ihn, noch für sonst irgendwen. Um ihm vom Gegenteil zu überzeugen, beschließen seine Klassenkameraden einen „Berg der Bedeutung“ zusammen zu tragen. Bestehen soll dieser Berg aus persönlichen Gegenständen von allen aus der Klasse. Jeder hat die Pflicht seinen Teil hinzuzfügen. Es entwickelt sich zu einem Ritual zwischen den vierzehnjährigen Jugendlichen. Sie gehen regelmäßig zum stillgelegten Sägewerk, um dort ihren Berg zu errichten. Die Erwachsenen sollen nichts davon mitbekommen. Zu Anfang sind die Gegenstände noch harmlos, wenn auch mit Bedeutung für den Besitzer. Agnes muss ihre grünen Sandalen hergeben. Andere geben Fotos oder Bücher her. Das daraus ein makaberes Spiel werden würde, ahnt zu Beginn keiner – bis Gerda ihren Hamster auf den „Berg der Bedeutung“ legen muss. Das ist noch lange nicht das Ende. Die Kinder geben alles. Denn jeder, der etwas abgegeben hat, wählt den Nächsten und seine Opfergabe aus. Bis zur Vollendung des Berges fließen nicht nur Tränen und Blut, auch die Moral geht verloren.

Der Sinn des Lebens. Was ist der Sinn des Lebens? Jeder versucht diese Frage im Laufe seines Lebens zu beantworten in der Hoffnung eine zufrieden stellende Antwort darauf zu finden. Die Jugendlichen aus Nichts: Was im Leben wichtig ist gehen dieser Frage auf dem Grund. Pubertierende Kinder neigen dazu, die schwierigen Fragen des Leben gerade während dieser Lebensjahre aufzugreifen. Die Geschichte um Agnes, Pierre Anthon und ihre Klassenkameraden gleicht einer makaberen Geschichte. Sie ist schrecklich und interessant. Der Konflikt der Kinder mit sich, ihrem Leben, der Bedeutung, ist spannend und bringt den Leser zum Nachdenken.

Janne Tellers Debütroman ist skandalös. Es als Jugendbuch zu bezeichnen, ist riskant. Es ist ein starkes Buch, dass einen sehr ernsten Hintergrund hat. Für Jugendliche ab 14 Jahren nur bedingt geeignet. Je nach Gemütszustand ist es nicht zu empfehlen, da die Gefühlswelt sehr ins Wanken geraten kann. Nichts: Was im Leben wichtig ist ist eine Geschichte, die nur allzu schnell Wirklichkeit werden kann, in den Händen eines pubertierenden Jugendlichen.

Mit einer Laufzeit von 178 Minuten ist das Hörbuch zwar für Zwischendurch geeignet, allerdings nicht für nebenbei. Agnes erzählt die Geschichte und Laura Maire verleiht ihr ihre Stimme. Maire verleiht Agnes' Gedanken und Gefühlen Substanz und bringt den Konflikt des Buches mit einer kindlichen, aber starken Stimme zum Ausdruck. Dennoch macht sie den Roman nicht weniger erschreckend, als er ist.

Fazit: Ein starker Roman, mit einem kritischen, brisanten Thema, welches sicherlich nicht für jeden Jugendlichen geeignet ist. Spannend, skandalös mit einer depressiven Note – höchst explosiv, aber nicht zu unrecht ein Bestseller.

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Saphirblau
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(2.215)

3.331 Bibliotheken, 33 Leser, 27 Gruppen, 318 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Nussknacker und Mausekönig
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(5)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

kunstmärchen

Nussknacker und Mausekönig

E. T. A. Hoffmann , Ilse Bintig , Markus Zöller
Fester Einband: 79 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.07.2004
ISBN 9783401056975
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
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(99)

197 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

nationalsozialismus, juden, flucht, jugendbuch, hitler

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Judith Kerr , Annemarie Böll
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2011
ISBN 9783473580033
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Drachenzähmen leicht gemacht
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(3)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Drachenzähmen leicht gemacht

Cressida Cowell , Angelika Eisold-Viebig , Jutta Garbert
Fester Einband: 199 Seiten
Erschienen bei Arena, 09.02.2010
ISBN 9783401065670
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Drachen sind groß und gefährlich, haben riesige Pranken und speien Feuer. Eins steht fest: Mit diesen Biestern ist nicht zu spaßen. 2010 kam Drachenzähmen leicht gemacht in die Kinos. Als Animationsfilm haben Hicks und sein Drache die großen und die kleinen Zuschauer in die Kinos gelockt, bereits 2003 veröffentlichte die Autorin Cressida Cowell den ersten Band mit Hicks den Wikinger.

Hicks und sein Drache im Kino

Hicks ist Wikinger und Sohn des Stammesoberhaupt Bärbeißer. Deshalb ist er dazu bestimmt nach dem Ableben seines Vaters die Führung des Stammes zu übernehmen. Doch erst einmal muss er die Reifeprüfung zum „Drachenmeister“ bestehen. Einen Drachen muss allerdings erst einmal gefangen werden und somit macht sich Hicks zusammen mit den anderen Wikingerjungen auf dem Weg zum Drachenfelsen, um sich ein prächtiges Exemplar zu schnappen. Hicks hat leider nicht so ein Glück und erwischt einen besonders kleinen, gewöhnlichen Drachen – ohne Zähne. Ein Grund genug um dieses Tierchen Zahnlos zu nennen. Die Trainingsstunden gestalten sich als anstrengend, denn Zahnlos neigt dazu Hicks zu trotzen. Hilfe verspricht sich Hicks bei der Lektüre von „Drachenzähmen leicht gemacht“. Allerdings erklärt der Autor Professor Blubber Dr. von, zu und unter allen Wissenschaften lediglich eine Methode auf einer einzigen Seite: Drachen müssen angeschrien werden. Schnell legt sich Hicks Hoffnung, denn Zahnlos ist auch dagegen resistent. Als Drachenkundiger (was im Stamm laut Bärbeißer nicht erlaubt ist), testet Hicks verschiedene Methoden aus und findet schließlich den Schlüssel zu seinem Glück. Die Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Drachen, führen jedoch dazu, dass die gesamte Jugend des Stammes die Prüfung nicht besteht Bevor die Jugend verdammt werden soll, darf diese allerdings noch eine Nacht in ihrer alten Heimat verbringen, bevor sie außer Landes gebracht werden solll. Doch Hicks rettet die Jugend, nutzt die Gunst der Stunde und schafft es die Erwachsenen davon zu überzeugen, dass sie würdig sind im Stamm aufgenommen zu werden indem er das Dorf vor zwei bösen Monstern rettet.

Drachenzähmen leicht gemacht von Cressida Cowell ist ein Kinderbuch ab 10 Jahren, was jedoch auch große Kinder begeistert. Die Abenteuer des kleinen Hicks, lassen den Leser Hicks´ Zweifel und Probleme mitfühlen. Leicht und verständlich schildert Hicks seine Geschichte, wie er zum Helden geworden ist, was es bedeutet einen Drachen zu besitzen und ihn zu kontrollieren und wie mutig auch die Kleinen sein können. Eine schöne Geschichte mit Substanz, die Kindern bildhaft vor Augen führt, dass man sich auch von Größeren und lauteren Menschen nicht einschüchtern lassen, sondern seinen eigenen Weg gehen sollte.
Die Illustrationen visualisieren die Geschichte nicht nur, sondern ergänzen diese. So ist das komplette Buch von Professor Blubber abgebildet und Beschreibungen zu ein paar außergewöhnlichen Drachen, mit Abbildung und Beschreibung ihrer Fähigkeiten. Ein wunderbarer Lesespaß und auch auf der Leinwand ein Vergnügen für Herz und Seele.

Fazit: Eine Leseempfehlung für jeden, der gerne sein kindliches Herz aufblühen lässt und mit einem kleinen Wickinger mitfühlen kann. Für Kinder ein absolut tolles Abenteuer. Wer weiß wie die Geschichte um den Helden Hicks weitergehen wird?

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Der verbotene Schlüssel
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Der verbotene Schlüssel

Ralf Isau
Fester Einband: 505 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.11.2010
ISBN 9783570138342
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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