Michaela G.

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1.151 Bücher, 356 Rezensionen

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Alle sieben Wellen
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460 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, e-mail, email, freundschaft, internet

Alle sieben Wellen

Daniel Glattauer
Flexibler Einband: 219 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 03.03.2011
ISBN 9783442472444
Genre: Unterhaltungsliteratur

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Apartment 16
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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

erbschaft, haunted house, gruselig, kunst, übernatürliches

Apartment 16

Adam Nevill , Ronald Gutberlet
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 04.04.2012
ISBN 9783453528765
Genre: Krimi & Thriller

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An jedem neuen Morgen
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

An jedem neuen Morgen

Roger Rosenblatt , Sky Nonhoff
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.04.2012
ISBN 9783548284491
Genre: Gegenwartsliteratur

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Atme nicht
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

jennifer r. hubbard, jugendroman, selbstmordversuch

Atme nicht

Jennifer Hubbard
E-Buch Text: 192 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Beltz, 28.01.2013
ISBN B00B8DAFE4
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Wie verzweifelt muss ein junger Mensch sein, um sich das Leben nehmen zu wollen?
Ryan kennt diese Verzweiflung nur zu gut. Sein Selbstmordversuch ist missglückt und seitdem lebt er recht zurückgezogen ohne jegliche Kontakte zu seinen Mitschülern. Einziger Rückzugsort für ihn ist ein Wasserfall, wenn er unter diesem steht und das Rauschen des Wassers hört, fühlt er sich frei.
Eigentlich ist er dort stets allein doch dies ändert sich, als er Nicky kennenlernt. Nicky scheut sich nicht vor Ryan und versucht mit aller Macht herauszufinden, was Ryan damals dazu trieb.
Doch was verbirgt sich hinter Nickys Beharrlichkeit?
Jennifer R. Hubbard hat mit ihrem Jugendroman ein sehr ernstes Thema aufgegriffen und vermischt dieses mit etwas Spannung und einem recht jugendlichen und einfachen dennoch aber detailgetreuen Schreibstil und einem geringen Hauch zur Dramatik.
Die Figuren werden sehr gut dargestellt. Ryans Gefühle und Gedanken sind nachvollziehbar. Sein Misstrauen und sein Frust wirkten für mich realistisch. Nicky war in ihrer Rolle ebenfalls sehr spannend, denn sie trägt ein Geheimnis in sich und der Leser wird Stück für Stück zur Lösung des Ganzen geführt.
Auch der Handlungsort ist sehr schön beschrieben, selbst wenn es um den rauschenden Wasserfall ging, hatte ich das Gefühl ihn schon fast hören zu können.
Der Verlauf der Handlung ist ein bisschen mysteriös, weil man versucht, hinter Ryans Verzweiflung und Nickys Geheimnis zu kommen. Es dreht sich um das allein sein wollen, den Versuch einer Freundschaft, die Angst zu vertrauen.
Dank dem einfachen Schreibstil und eben diesem interessanten Thema, konnte ich das Buch in einem Rutsch weglesen.
Fazit:
Mir gefiel das Buch wirklich gut, jedoch empfehle ich es aufgrund der Thematik älteren jugendlichen Lesern, die bereits mit diesem Thema umgehen können und natürlich Erwachsenen.
© Michaela Gutowsky

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Tags: jennifer r. hubbard, jugendroman, selbstmordversuch   (3)

  

 

Artikel 5
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(51)

168 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

dystopie, moralmiliz, gewalt, jugendbuch, uneheliche kinder

Artikel 5

Kristen Simmons , Frauke Meier
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei IVI, 01.04.2013
ISBN 9783492702867
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:


Em wächst in einer ziemlich strengen Welt auf, die voller Moralstatuten ist.
Menschen, die gegen diese Statuten verstoßen werden knallhart bestraft. Eines Tages wird ihre Mutter beschuldigt gegen Artikel 5 verstoßen zu haben und beide werden aus ihrem Zuhause abgeholt. Ausgerechnet von Chase, Ems ehemalige Jugendliebe, der sich der „Moralmiliz“ angeschlossen hat.
Selten lässt mich ein Buch so begeistert und atemlos zurück und die erste Frage, die ich mir stellte, war: Wann erscheint der zweite Band?!
Kristin Simmons ist wirklich ein großartiger Debütroman gelungen an dem Ich wirklich absolut nichts und damit meine ich nichts, auszusetzen habe!
Gleich zu Beginn macht sich eine düstere und beklemmende Stimmung breit, denn sofort wird der Leser mit all den Statuten und Verstößen aber auch deren Strafen konfrontiert. Die Autorin geht hierbei nicht gerade zimperlich mit ihren Charakteren um, wenn es um Folter geht. So manches Mal habe ich wirklich mitgelitten, die Lippen fest zusammengepresst, weil es mir an die Substanz ging.
Immer wieder wird der Spannungsbogen wieder aufgebaut, fällt nur selten etwas ab, immerhin kann der Leser dann wieder zu Atmen kommen.
Natürlich gibt es auch in dieser kalten und brutalen Welt Hoffnung und Platz für eine wunderbare, teils romantische vor allem aber spannende Liebesgeschichte.
Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und wirken echt. Ob es nun die Soldaten waren, die es schafften mir ein beklemmendes Gefühl zu vermitteln oder aber eben Chase und Ember, mit denen ich wirklich Seite um Seite mit litt.
Auch die Handlungsorte waren so gut beschrieben, dass ich das reinste Kopfkino erleben konnte. Es fiel mir nicht schwer, einzelne Orte, an denen sich Ember befand, mir vorzustellen, im Gegenteil, der einfache aber klare Schreibstil erlaubten mir ein leichtes Spiel.
Die Geschichte ist in mehreren Kapiteln auf 432 Seiten aufgebaut, die allein dank der Spannung schon im Flug vergehen.

Fazit:
Artikel 5 ist ein wirklich großartiger Auftakt, bei dem für mich einfach alles stimmte. Er war spannend und zeitweise beängstigend aber eben auch romantisch. Die Charaktere und auch die Handlung konnten mich von der ersten Seite an fesseln und nun warte ich voller Ungeduld auf den zweiten Band, der laut Verlag im Oktober 2013 mit dem Titel "Gesetz der Rache" erscheinen soll.
© Michaela Gutowsky

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Autumn
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

jugendbuch, thriller, entführung, mädchen, schwestern

Autumn

Norma Mazer
Fester Einband: 205 Seiten
Erschienen bei Sauerländer, 14.07.2009
ISBN 9783794180752
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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An der Decke leuchten die Sterne
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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krankheit, tod, krebs, probleme, familien-beziehung

An der Decke leuchten die Sterne

Johanna Thydell , Gisela Kosubek
Fester Einband: 254 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.02.2005
ISBN 9783789148033
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

<br/>
Jennas Mom hat Krebs. Das allein ist schon schrecklich, wenn man dann aber auch erst süße 13 Jahre ist und sich das erste Mal verliebt, ist es umso schwerer. Denn Jenna ist durch die Krankheit ihrer Mutter oft auf sich allein gestellt und es wird viel Verantwortung von ihr verlangt.
Ausgerechnet in Vicky, findet Jenna eine Freundin …
Johanna Thydell hat hier einen beeindruckenden Jugendroman geschrieben, der nicht nur durch sein farbenfrohes Cover auffällt, sondern auch einen einfühlsamen Schreibstil aufweist, der die Charaktere sehr gut darstellt und den Leser verschiedene Emotionen mitfühlen lässt.
Es geht um Trauer, um das erwachsen werden, die erste Liebe und natürlich auch Freundschaft. All diese Themen sind in einer interessanten Handlung verpackt und nehmen den Leser mit in die Welt einer 13 Jährigen.
Jenna ist als Charakter nicht immer einfach aber das ist ihr Leben nun mal auch nicht.

Fazit:
Ein wunderbarer  wenn auch trauriger Jugendroman, der mir aufgrund seiner Handlung und seines einfühlsamen Schreibstil ans Herz gegangen ist.
© Michaela Gutowsky

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Affe trifft Wolf
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

wolf, hundeartige, radinger, affe, primaten

Affe trifft Wolf

Elli H. Radinger , Günther Bloch
Fester Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 03.04.2012
ISBN 9783440132067
Genre: Ratgeber

Rezension:

Meine Meinung:

Dies war mein erstes Sachbuch von Günther Bloch und Eli H. Radinger, und ich war schon aufgrund des Buchrückentextes gespannt, was mich bei diesem Buch erwartet.
Als Hundebesitzerin interessiere ich mich natürlich für dieses Thema und fand die Darstellungen und Erklärungen sowie die Erfahrungsberichte äußerst interessant.
Nun muss ich aber zugeben, dass ich anfangs ziemlich Probleme hatte, dem Inhalt zu folgen, da es meiner Meinung nach sehr wissenschaftlich aufgebaut ist und nicht jeder Laie gleich versteht, was gemeint ist.
Der Inhalt beschäftigt sich mit der Ko-Evolution von „Affen – und Hundeartigen“ und wie wir in der heutigen Zeit davon Nutzen ziehen können.
Anhand der zahlreichen Beispiele wurde es aber auch für mich recht schnell verständlich.
Es gab viele Kapitel, die mir sehr gut gefielen und die mein Wissen etwas erweitern konnten. So war mir bis dato nicht bewusst das Raben und Wölfe miteinander kooperieren können.
Natürlich richtet sich der Fokus hier auf den Wolf. Es gibt viele unterschiedliche Feldnotizen der Autoren, die eigene Erlebnisse erzählen und ihre Meinungen zu gewissen Handlungen in der Hundepraxis kundtun.
Man sollte nicht denken, dass dieses Buch ein Ratgeber für Hundeerziehung wäre. Im Gegenteil, es ist meiner Meinung nach ein Sachbuch, das über das Verhalten des Wolfes und letztendlich auch des Hundes berichtet und somit zum Nachdenken anregen kann.
Ich für meinen Teil habe einige Denkansätze für mich finden können, behaupte aber immer noch, dass jeder Hund ein Individuum ist und dieses nicht unbedingt bei jedem Hund inklusive Besitzer passen kann/muss.
Der Inhalt ist mit einem Vorwort, 6 Hauptkapiteln und vielen Unterkapiteln aufgebaut.
Es enthält sehr viel Bildmaterial, Feldnotizen aus Forschungen der Autoren und einige Grafiken, die die Erklärungen um einiges leichter machen.
Mit 187 Seiten hat das Buch eine gute und informative Länge, der Schreibstil ist recht locker, aus Sicht der Autoren erzählt, das Einzige, was mich störte bzw. meinen Lesefluss bremste, war die Bezeichnung, wenn der jeweilige Autor berichtete.
Beispiel: Ich (Bloch) …
Ich fand das etwas ungewohnt und denke, eine Unterschrift unter dem jeweiligen Bericht hätte es auch getan, aber das ist halt Geschmackssache des Lesers.


Fazit:

Affe trifft Wolf ist ein sehr interessantes Sachbuch über die Ko-Evolution von Menschen und Wölfen.
Es zeigt mögliche Kooperationsmöglichkeit und bietet sehr viel Fachwissen aus jahrelangen eigenen Forschungen der Autoren.
© Michaela Gutowsky

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Tags: affe, bloch, hundeartige, ko-evolution, radinger, sachbuhc, wolf   (7)

  

 

Aschenputtelfluch
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172 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

internat, mobbing, selbstmord, liebe, tod

Aschenputtelfluch

Krystyna Kuhn
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Arena, 12.06.2009
ISBN 9783401063850
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Alles ohne Lena
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(12)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

bas, selbstmord, lena, trauer, eltern

Alles ohne Lena

Stefan Boonen , Kristina Kreuzer-Hoffmann , Kristina Kreuzer , Kristina Höhn
Flexibler Einband: 123 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 17.11.2011
ISBN 9783841501240
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Asphalt Tribe
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

graphic novel, new york, comic, jugend, kälte

Asphalt Tribe

Stefani Kampmann , Morton Rhue
Fester Einband: 155 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 27.01.2011
ISBN 9783473353361
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Sie sind zu acht und sie nennen sich „Asphalt Tribe“ – ein Stamm, der auf den Straßen New York zu überleben versucht. Rainbow, die an der Nadel hängt, und der Anarchist Maggot, 2Moro und Jewel, die sich auf dem Strich den Rausch der Clubnächte verdienen, OG und sein Hund Pest, die kleine Tears und Maybe, die Berichterstatterin. Maybe erzählt von Kälte und Hunger, von Sozialarbeitern und Zuhältern, von durchtanzten Nächten und durchschlafenen Tagen, von Stolz und Erniedrigung. Doch der Preis der Freiheit ist hoch und fordert tödlichen Tribut.

Meine Meinung:
Dies war meine erste Graphic Novel und ich bin wirklich begeistert. Dachte ich zunächst das es nicht möglich sein kann, ein derart ernstes Thema auch wirklich erst in einer Art Comic-Version zu verdeutlichen, so musste ich schnell feststellen, dass dem so nicht ist.
Allerdings habe ich den eigentlichen Roman „Asphalt Tribe“ nicht gelesen, kann also hier nicht sagen, ob zu viel von der Handlung in dieser Graphic Novel fehlt.
Sehr schnell spürt man den Ernst der Straße, der trotz der kurzen Sätze die in Sprechblasen abgebildet sind oder Maybes Gedanken, die man in kleinen Kästchen verfolgen kann.
Maybe ist die Protagonistin hier und berichtet über das harte Leben als Obdachlose in New York. Sie erzählt von Prostitution, Drogen und Gewalt. Sie kümmert sich um ihre Mitmenschen, die ebenfalls obdachlos sind, versucht gemeinsam mit Ihnen zu überleben und sorgt sich um sie.
Das Misstrauen gegenüber Erwachsenen ist hier deutlich zu spüren und teilweise nachvollziehbar.
Auch Maybes Angst, während sie über das Leben der Straße berichtet, kommt hier sehr deutlich zum Vorschein.
Doch nicht nur die Geschichte selbst, sondern auch die grandiosen Zeichnungen, machen diese Emotionen aus.
Ist das Leben auf der Straße wirklich die Freiheit? Wie kann man frei sein, wenn man von Ängsten, Kälte und Schmerz umgeben ist?
Die Figuren sind nicht nur klar beschrieben, einige tauchen auch in „Aktenform“ in diesem Buch auf.
Sie sind auch deutlich gezeichnet, sodass der Leser recht schnell unterscheiden kann, um wen es sich handelt.
Es gibt sehr viele Dialoge aber auch Gedankengänge. Die Sprache und die abgebildeten Szenen sind hart aber zu der Handlung dementsprechend auch angepasst und verdeutlichen den Ernst dieser Geschichte.
Das Buch lässt sich aufgrund der geringen Seitenzahl sehr schnell lesen, doch hatte ich nicht das Gefühl mir würde etwas an dieser Geschichte fehlen. Vor allem aber regt es zum intensiven Nachdenken an. Mich hat dieses Buch so gefesselt, dass ich im Anschluss des Lesens erst einmal tief durchatmen musste und mich versucht habe, im Nachhinein noch mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Ich denke, somit hat die Geschichte auch noch einen großen Lehreffekt für Schüler oder einfach nur Jugendliche.
Durch die moderne Gestaltung als Graphic Novel, ist dieses Buch vielleicht sogar für Nicht-Leser bzw. Wenig-Leser interessant.
Das Cover ist sehr interessant gestaltet. Es zeigt New York, während es schneit mit den Jugendlichen im Hintergrund. Die Zeichnungen in dem Buch sind schwarz-weiß gestaltet.
Am ende befinden sich noch Informationen über den Morton Rhue und Stefani Kampmann.

Fazit:
Meine erste Erfahrung mit einer Graphic Novel hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist ernst und genau das schaffte die Illustratorin Stefanie Kampmann auch rüber zu bringen. Diese Graphic Novel ist nicht nur für Jugendliche, sondern auch Erwachsene geeignet und eine tolle Abwechslung zu den eigentlichen Romanen von Morton Rhue.

© Michaela Gutowsky

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Tags: asphalt tribe, graphic novel, jugend, morton rhu, new york, stefani kampmann, strassenkid   (7)

  

 

Alles gut auf der Insel
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(7)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

finnland, schicksal, kindheit, tragisch, insel

Alles gut auf der Insel

Elina Halttunen , Elina Kritzokat
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei dtv, 22.03.2011
ISBN 9783423248495
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Klappentext:
Marias Erinnerungen an die Insel Manvik sind voller Farben, Düfte und Gefühle. Manvik – das Paradies ihrer Kindheit. Doch warum ist Oma damals aufs Meer hinausgeschwommen und nie mehr zurückgekehrt?

Meine Meinung:
Mit „Alles gut auf der Insel“ ist der Autorin Elina Halttunen ein wunderbarer Debütroman gelungen.
Die Protagonistin Maria berichtet in über die Erinnerungen ihrer Kindheit. Sie ist bei ihren Großeltern auf der Insel Manvik aufgewachsen und hat dort viel mit ihren Cousins erlebt. Doch eines Tages bemerkt sie, dass in der scheinbar großartigen Ehe ihrer Großeltern, so einiges nicht stimmt.
So verfolgt der Leser Maries Kindheit, ihre Jugend aber auch das erwachsene Leben.
Mehr möchte ich von der Handlung selbst, nicht verraten, es würde dieser tragischen Familiengeschichte zuviel wegnehmen.
Die Protagonisten werden hier sehr deutlich und klar dargestellt. Marie ist hier auf jeden Fall die Hauptfigur aber auch ihre Großeltern und viele andere Figuren sind in diesem Roman sehr präsent, sodass man mehrere Schicksale mit verfolgt.
Dabei verwendet die Autorin einen wundervollen aber auch sehr intensiven Schreibstil, schmückt die Geschichte mit viel Liebe aus, spricht aber auch manche Dinge knallhart aus ohne gewisse Ausdrücke auszukleiden. So wurde dieser Roman für mich fast lebendig und die Geschichte in meiner Fantasie greifbar.
Anfangs hatte ich ein kleines bisschen Schwierigkeiten mit den Namen der Orte und Figuren aber das legte sich schnell da mich der Schreibstil und Aufbau so faszinierte, dass ich leichter in die Handlung fand.
Der Handlungszeitraum spielt in den 60er Jahren bis hin zu den 90ern.
Die Geschichte ist auf Dialogen, Erinnerungen und Momente gebaut, ab und an findet der Leser Emails und Auszüge aus Briefen oder aber auch Todesanzeigen.
Sie beginnt damit das Marie nach 43 Jahren Kontaktstille auf ihren Cousin Hannu wartet und dann immer wieder in Erinnerungen an ihre Kindheit und Familie schwelgt.
Elina Halttunen bringt die Familie Falk so präsent aufs Papier, dass man glaubt, diese Figuren zu kennen. Man spürt die Intrigen, die Traurigkeit aber auch den Frohsinn der Kindheit, den zumindest Marie und Ihre Cousins in jungen Jahren erleben dürfen.
Die Autorin spielt mit den Emotionen, serviert dem Leser in kleinen Häppchen die Geheimnisse einer ganzen Familie. Eine Familie sie nach außen hin so glücklich wirkte. Sie bringt dem Leser gleichzeitig auch den Zauber Schwedens bzw. Finnlands nahe. Auch Traditionen und Lebensweisheiten finden sich hier und da versteckt wieder.
Dabei lässt sie die Protagonistin Marie in der Gegenwart und in der Ichform erzählen.
Der Roman hat 298 Seiten und damit in meinen Augen eine völlig ausreichende Länge und diese Geschichte dennoch gut ausgekleidet zu erzählen.
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Ein kleines Mädchen, das unbesonnen auf einem Boot am Strand sitzt, mit warmen Hintergrundfarben.

Fazit:
„Alles gut auf der Insel“ ist ein tragischer aber auch faszinierender Familienroman mit einem Schreibstil, der mich bezaubern und fesseln konnte. Die Autorin verstand es, mich als Leser, fröhlich aber auch traurig zu stimmen und ihn am Ende der Geschichte mit einem Seufzen schließen zu lassen.

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Tags: familienroman, finnland, geheimnisse, kindheit, schicksal, schweden, tragisch   (7)

  

 

Alte Narben
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, eifel, lorenz bertold, nideggen, bärbel müllenmeister

Alte Narben

Guido M. Breuer
Flexibler Einband: 266 Seiten
Erschienen bei KBV, 29.03.2011
ISBN 9783942446075
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Klappentext:
Es herrscht Aufruhr in der beschaulichen Eifeler Seniorenresidenz Burgblick, und Opa Bertold steckt seine Nase wieder einmal in Dinge, die ihn eigentlich nichts angehen: Schließlich wurde einer seiner Mitbewohner im Nideggener Kurpark brutal ermordet.
Warum wurde der hochbetagte Mann wie ein Hund erschlagen und anschließend verstümmelt? Hat möglicherweise der geheimnisvolle Alte, der einen Tag vor dem Mord in die Seniorenresidenz eingezogen ist, etwas mit dem Mord zu tun? Und warum interessiert sich eine amerikanische Ermittlerin ebenso sehr für den Fall wie die deutsche Kriminalpolizei und die betagten Hobbyermittler?
Sein dritter Fall stellt Opa Bertold vor große Rätsel und führt ihn in das dunkelste Kapitel der Geschichte seiner Heimat. Alte Narben brechen auf…

Meine Meinung:
Achtung, da es sich hier um den dritten Band mit Opa Bertold handelt, ist die Gefahr des Spoilerns gegeben.
„Alte Narben“ ist der dritte Band mit dem rüstigen Rentner Lorenz Bertold, der liebevoll Opa Bertold genannt wird. Er ist Hobbyermittler und überall beliebt, verfügt er doch über eine große Klappe und eine ausgesprochene Spürnase.
Gemeinsam mit seinen Mitbewohnern im Seniorenheim ermittelt er auch hier in diesem Band auf eigene Faust.
Doch geht es um ein heikles und gefährliches Thema. Nazis und linke, treffen aufeinander, es geschehen Morde und auch Opa Bertold gerät in Gefahr.
Der scheinbar friedliche Ort Nideggen wird zum Pulverfass.
Die Figuren sind hier klar und liebevoll dargestellt. Protagonist und gleichzeitig meine Lieblingsfigur ist hier „Opa Bertold“. Er ist eigensinnig und hat stets eine große Klappe, murmelt sich so manchen Spruch in seinen Bart und doch kann er gleichzeitig unfassbar charmant sein.
Er spricht oft in der dritten Person als „Kommissar Wollbrand“.
Dann gibt’s es noch seine Mitbewohner Bärbel und Gustav, beides ebenfalls rüstige Rentner, die mit Opa Bertold befreundet sind und so manchen Streich gemeinsam planen. Wer jetzt glaubt, dass dieses Rentnertrio nur über Wehwehchen klagt, der irrt sich gewaltig. Das Einzige, was diese Rentner plagen könnte, ist Langeweile!
Es ist schon recht amüsant zu lesen, was dieses Trio so alles anstellt und auch ab und an Hilfe vom Pfleger bekommt.
Der Schreibstil ist klar und detailliert, was einen leichten Lesefluss ermöglicht. Ich glaube man spürt hier deutlich den Bezug, den der Autor zu der Eifel besitzt, denn nicht nur die Landschaft ist wunderbar beschrieben, man findet hier auch so einige Sehenswürdigkeiten. Er spricht ein ernstes Thema an, den Hass zwischen Juden und Nazis, und schreibt dieses so klar, dass man förmlich die Emotionen fühlen kann.
Man ist mittendrin in diesem Krimi, der nicht vor Blut spritzt aber dennoch spannend und unterhaltsam ist.
Der Leser kann quasi mit ermitteln und genau das macht für mich einen guten Kriminalroman aus.
Ich denke es wäre nicht verkehrt die ersten zwei Bände mit Opa Bertold zu lesen, auch wenn es hier im dritten Band immer wieder mal Rückblicke gibt.
Ich selbst werde es in jedem Fall nachholen, um einfach zu erfahren, was es mit Opa Bertold genauer auf sich hat.
Mit 266 Seiten, die dicht bedruckt sind, hatte dieser Krimi für mich eine angenehme Länge.
Das Cover ist in einem malerischen Stil gehalten und passt zu dieser Geschichte sehr gut.

Fazit:
Guido M. Breuer hat mit seinem dritten Band der Opa Bertold-Reihe einen gemütlichen und unterhaltsamen Kriminalroman geschrieben. Dieser Krimi ist nicht nur spannend und interessant, nein er hat auch eine ganz besondere Atmosphäre.
Bei diesem Krimi bekomme ich Lust auf ein Seniorenwohnheim und weitere Bände von dem Autor.

  (9)
Tags: amüsant, eifel, eifelkrimi, guido m. breuer, kbv verlag, krimi, kriminalroman, krimireihe, senioren, spannend   (10)

  

 

Alles, was bleibt
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(15)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

trennung, ehe, kochen, frankreich, scheidung

Alles, was bleibt

Annette Hohberg
Fester Einband: 339 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.03.2011
ISBN 9783426652275
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Klappentext:
Siebzehn Jahre lang waren Gesine und Leo ein Paar – doch von einem Tag auf den anderen ist alles aus, und Gesine steht vor den Scherben ihrer Ehe. Anhand von siebzehn Fotos aus der gemeinsamen Zeit zieht sie Bilanz und kommt dadurch den Brüchen in ihrer Beziehung auf die Spur, die sie nicht gesehen hat – oder nicht sehen wollte. Die Chronologie einer großen Liebe und die Geschichte eines Neuanfangs.

Meine Meinung:
Alles, was bleibt, ist eine Erinnerung an einen wunderbaren Roman, der auf eindrucksvolle und fesselnde Weise beschreibt, wie eine Ehe nach 17 Jahren zerbricht.
Natürlich steckt eine andere Person dahinter aber nicht nur das.
Die Protagonistin Gesine, die wahnsinnig unter dieser Trennung leidet, setzt sich mit ihrem Leben und ihrer Erinnerung an ihre Ehe auseinander und weiß sie muss ihr Leben gehörig umkrempeln.
Wer nun glaubt es mit einem klaren Liebesroman zu tun zu haben, der irrt gewaltig.
Auch wird Gesine nicht einfach nur in die Opferrolle der armen, verlassenen Ehefrau geschoben, die am Kummer zerbricht.
Der Leser erlebt den Trennungsschmerz von Gesine aber auch ihre Lust auf ein neues Leben.
Etwas anstrengend war es für mich, Gesines Erinnerungen zu folgen, die in der Gegenwartsform erzählt werden. So wird der Leser immer wieder mit ihren Gedankensprüngen konfrontiert.
Außerdem macht dieser Roman ständig Lust auf Wein und gutes Essen. Denn Gesine und Leo, kochen für ihr leben gerne, was in diesem Roman aus ausführlich beschrieben wird.
Die Handlungsorte, in denen diese Geschichte spielt, sind München und Frankreich.
Besonders positiv aufgefallen ist mir der Schreibstil von Annette Hohlberg.
Sie beschreibt diese Geschichte so einfühlsam, dass man als Leser mit Gesine mitfühlen aber auch öfter mal wütend über sie werden kann. Ich hatte dank der vielen Details das Gefühl, Gesine und auch die anderen Personen schon fast zu kennen.
Obwohl diese Geschichte gar nicht mal so spannend ist, hat die Autorin mich nach wenigen Seiten mit ihrem Schreibstil überzeugen und fesseln können.
Ich wollte unbedingt wissen, ob sie Leo zurück bekommt oder ob alles anders ausgeht.
Selbst wenn man plötzlich beim Lesen glaubt, der Verlauf dieser Geschichte sei vorhersehbar, der irrt sich auch hier gewaltig.
Die Autorin überrascht immer wieder mit neuen Ideen.
Die Kapitel sind stets mit 2 kleinen Schmetterlingen verziert, die ebenfalls in diesem Buch eine große Rolle spielen.
Auch das Cover wurde passend zu dieser Geschichte gewählt.
Es ist eine Holzveranda mit einer Schaukel abgebildet, die für meinen Eindruck friedlich wirkt.
Daher finde ich dieses Cover passend zu diesem Roman gewählt.
Mit 339 Seiten hat dieser Roman eine wunderbare Länge und das Beste kommt natürlich zum Schluss.
Es befinden sich einige Kochrezepte von Gesine gegen das Traurigsein, die ich auf jeden Fall nachkochen möchte.

Fazit:
Ein wirklich beeindruckender Roman mit Tiefgang, der tragisch und berührend ist. Die Geschichte eines Neuanfangs, der nicht unbedingt dem Klischee entspricht.

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Tags: ehe, frankreich, neuanfang, scheidung, trennung   (5)

  

 

Alle Zeit
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(16)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

familie, kathrin gerlof, generationsroman, deutsche literatur, blutjung

Alle Zeit

Kathrin Gerlof
Fester Einband: 229 Seiten
Erschienen bei Aufbau-Verlag, 24.09.2009
ISBN 9783351027032
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Klappentext:
„Es kann gut möglich sein, dass Klara lebt. Dann hätte ich wenigstens eine Großmutter.“
Kathrin Gerlof erzählt die traurig-schöne Geschichte von fünf Frauen, die einander sehr viel näherstehen, als sie glauben: ein berührender Roman über das Altwerden und Neugeborensein, das Erinnern und Vergessen und eine Liebe am Ende des Lebens.

Meine Meinung:
Katrin Gerlof hat hier einen recht anspruchsvollen und interessanten Generationsroman geschrieben.
Sie berichtet über 5 Frauen in 5 Generationen, die sich nur bedingt nahe stehen und voneinander wissen.
Die Figuren, die hier jeweils eine Rolle spielen, sind sehr klar beschrieben, sodass man diese Personen recht schnell kennenlernen kann.
Klara lebt in einem Pflegeheim und ist an Alzheimer erkrankt. Sie hat keinen Kontakt mehr zu ihren Familienangehörigen und schwelgt in ihren Erinnerungen an die Zeit im Krieg.
Henriette und Elisa (Mutter und Tochter) versuchen wieder einander zu finden und alten Familiengeheimnissen auf den Grund zu gehen.
Julie versucht mit ihrer neugeborenen Tochter, das Leben zu meistern, ist sie doch selbst noch ein Kind, einsam und verlassen und auf Hilfe angewiesen.
Soviel zur Handlung und den Figuren. Alles Weitere sollte der Leser selbst herausfinden, denn es verstecken sich doch recht viele Überraschungen und Wendungen in diesem Roman.
Ich hatte sehr große Schwierigkeiten beim Lesen durch den komplizierten Schreibstil. Die Autorin schreibt zum Beispiel, wie Klara denkt. Sie unterbricht Sätze, schreibt sie nicht aus, fängt neue an.
Sie schreibt sehr klar und verschönt auch gewissen Situationen nicht, sondern beschreibt sie so hart, wie sie sind.
Dies hindert ungemein am Lesefluss. Es fiel mir oft schwer mich zu konzentrieren und einige Fragen blieben dann doch am Ende, deren Antworten ich entweder überlesen habe, oder aber durch den hektisch wirkenden Schreibstil nicht verstanden hab. Ich hätte dieses Buch aufgrund dessen längst abgebrochen, wenn mich diese Geschichte nicht derart fasziniert und gefesselt hätte. Das gesamte Buch über fragt sich der Leser, ob die Figuren wohl aufeinandertreffen. Er bekommt Einblicke in die Problematik der Alzheimer, dass älter werden, die kleinen Wehwehchen, die das Alter mit sich bringen kann. Doch auch die Liebe kommt bei Kathrin Gerlof nicht zu kurz.
Man wird hin und hergerissen zwischen Erinnerungen und Gedanken, Vermutungen und Überlegungen.
Somit verbindet die Autorin gekonnt mehrere Handlungen, die letztendlich alle etwas gemeinsam haben.
Die Autorin regt den Leser mit ihrer Geschichte zum Nachdenken an, und vielleicht wirkt einiges an dieser Geschichte unglaubwürdig und dennoch bleibt es eine schöne aber auch traurige Geschichte.
Mit 229 Seiten hatte der Roman für mich eine ausreichende Länge. Schnell lesen konnte ich ihn, aber wie bereits oben erwähnt, durch den Schreibstil nicht.

Fazit:
Ein trauriger und interessanter Generationsroman über das älter werden aber auch erwachsen werden. Eine Familiengeschichte voller schrecklicher Geheimnisse, die mehrere Generationen getrennt hat.
Kathrin Gerlof wurde 1962 geboren. 2008 debütierte sie mit „Teuermanns Schweigen“, im Herbst 2011 wird ihr neuer Roman im Aufbau Verlag erscheinen (Quelle: Buch „Alle Zeit“)

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Tags: aufbau verlag, erinnerungne, familie, geheimnisse, generationsroman, kathrin gerlof, schicksale   (7)

  

 

Am Ende eines Sommers
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(45)

92 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 25 Rezensionen

familie, england, alkohol, geheimnis, liebe

Am Ende eines Sommers

Isabel Ashdown , Rainer Schmidt
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 02.08.2010
ISBN 9783821861203
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Klappentext:
Zwei lebenshungrige Schwestern, die unzertrennlich sind und einander trotzdem verlieren.
Ein aufgeweckter Junge, der sich danach sehnt, endlich erwachsen zu werden.
Ein fataler Betrug, der vergessen, aber nicht verwunden ist.

Meine Meinung:
Laut Klappentext wurde dieser Roman preisgekrönt, weil er von der Lust des Lebens, von unerfüllten Hoffnungen und von der Macht unterdrückter Gefühle erzählt. Ich finde dieser Preis ist verdient.
In der Tat geht es in erster Linie in diesem Roman um Gefühle und Schicksale. Unerfüllte Träume entwickeln sich zu einer dramatischen Geschichte, deren Höhepunkt kurz vorm Ende erreicht wird.
Die zwei Schwestern Rachel und Mary sind in ihrer Kindheit und Jugend unzertrennlich, doch im Laufe des Lebens verlieren sie sich durch verschiedene Ereignisse und Lebenseinstellungen.
Dieser Roman erzählt darüber, wie sie sich wiederfinden, berichtet von ihrer Vergangenheit aber auch Gegenwart. Doch nicht allein die Schwestern spielen hier die Haupthandlung, auch oder gerade Marys Sohn Jake, ist eine wichtige Figur in dieser Geschichte.
So erlebt der Leser immer abwechselnd die Perspektive zwischen Mary und Jake, in der Vergangenheit und Gegenwart.
Seite für Seite wird man mitgenommen in die Entwicklung dieses Dramas und so wird das Lesen zu einem Abenteuer, bei dem der Leser erst einmal nicht so recht weiß, was für ein Betrug ihn letztendlich erwartet.
Meine Sympathie der Protagonisten gegenüber verhielt sich wie ein Fahrstuhl, mal rauf mal runter, dieses wiederum bewies mir, dass dieser Roman auch auf emotionaler Ebene geschrieben wurde und ich schon in der Handlung gefangen war.
Ja das Buch fesselt, nicht weil es überaus spannend ist, im Gegenteil. Der Leser wird langsam herangeführt, tastet sich Kapitel für Kapitel, weiter in die Geschichte hinein. Dieses Buch fesselt aufgrund seiner Geschichte und deren Schreibstil. Für mich war es unheimlich schwer mich immer wieder sofort in die Handlung hinein zu finden, da ich das Buch aufgrund Zeitmangels leider nicht in einem Rutsch durchlesen konnte.
Die Handlung ist hauptsächlich auf Alkoholprobleme, Familienstreitigkeiten und Betrug aufgebaut und spielt in den 60er Jahren und in Mitte der 80er.
Der Schreibstil ist fließend und einfach .Ich denke durch die Zeitsprünge beziehungsweise auch die wechselnden Perspektiven, ist dieser Roman schon recht anspruchsvoll und faszinierend. Man mag ihn eigentlich nicht aus der Hand legen, hofft mit der Figur „Jake“ und auch mit allen anderen Beteiligten.
Am Ende blieb mir eine Frage offen, vielleicht habe ich aber auch die Lösung überlesen. Ich werde mich zu gegebener Zeit noch bei anderen Lesern erkundigen.
Das Cover zeigt zwei Jungs am Meer, die unbesorgt und ausgelassen spielen. Ich denke Titel und Cover passen hier sehr gut zur Handlung.

Fazit:
Ein für mich recht anspruchsvolles Familiendrama. Eine Geschichte die von Betrug und verletzen Gefühlen erzählt. Von den Träumen und Schwierigkeiten des Lebens und des Erwachsenwerdens.
Ein Roman der noch lange nachwirkt.
Dieser Roman wurde für mich völlig zu Recht, preisgekrönt.

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Tags: alkoholismus, betrug, geheimnisse, isabel ashdown, kindheit, preisgekrönt, schwestern, verrat   (8)

  

 

Alterra - Die Gemeinschaft der Drei
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46 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, matt, pans, sturm, new york

Alterra - Die Gemeinschaft der Drei

Maxime Chattam
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.03.2010
ISBN 9783785743393
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Niemand sah ihn kommen, plötzlich war er über der Stadt: ein unheimlicher, eisig kalter Sturm. Als der 14-jährige Matt die blauen Blitze bemerkt, will er seine Eltern warnen - doch es ist bereits zu spät!
Matt wird von einem Blitz getroffen und verliert das Bewusstsein. Als er wieder aufwacht, ist er allein. Seine Eltern sind verschwunden, ebenso die Nachbarn und die Menschen auf den Straßen... Was ist geschehen?
Zum Glück hat auch sein Freund Tobias diese orkanartige Erscheinung überlebt. Zusammen suche die beiden nach anderen Lebenden und stellen fest, dass die Welt um sie herum eine vollkommen andere geworden ist: Die einzigen Erwachsenen, auf die sie stoßen, sind zu gefährlichen Kinderjägern geworden. Doch dann treffen sie auf Amber, die den beiden Jungen bald zur rätselhaften doch unverzichtbaren Freundin wird.

Meine Meinung:
Nachdem ich so oft, über positive Meinungen zu Alterra gestoßen bin, habe ich mich an das Hörbuch gewagt.
Matt und Tobias sind noch Kinder, die langsam erwachsen werden wollen. Sie haben Träume und auch Probleme, die das Teenageralter so mit sich bringen kann. Jedoch stützen sich beide in ihrer Freundschaft sehr.
Als die zwei Jungs, nach dem Sturm, auf sich alleine gestellt sind, begeben sie sich gemeinsam auf die Suche nach weiteren Menschen. Durch ihre Freundschaft machen sie sich gegenseitig Mut und beschützen sich.
So beginnt dann das eigentliche Abenteuer.
Die Welt, die sie nach dem Sturm vorfinden, hat sich verändert. Die Erwachsenen sind gefährlich und die Kinder müssen zusammen halten, um sich in dieser Welt zu Recht zu finden und zu überleben.
Alterra hat eher einer ernste Handlung, es regt aber durch diesen Inhalt auch Erwachsene zum Nachdenken kann.
Jedoch hätte ich mir hier etwas mehr Fantasie gewünscht. Irgendwie störten mich die einfachen, fantasielosen Namen für bestimmte Gruppierungen, das machte auch mich eher einen lieblosen Eindruck,
Für kleinere Kinder wären diese Bezeichnungen ja noch okay gewesen, aber ich denke, Alterra spricht eher die Jugend an, denn für Kinder ist es zeitweise zu hart.
Zwischendurch war es richtig spannend und interessant und schaffte es so, mich für einige Minuten mit zu reißen.
Der Sprecher hat die Geschichte sehr gut besprochen, seine Stimme ist angenehm und es hat Spaß gemacht ihm zuzuhören.
Mit ca. 09 Stunden und 57 Minuten hat das Hörbuch genau die richtige Länge für mich.

Fazit:
Alterra regt zum Nachdenken an. Wer Lust hat, sich ein fantastisches Hörbuch anzuhören, das eher die Jugend anspricht und etwas ernster ist, sollte sich den ersten Teil dieser Reihe, auf jeden Fall, anhören. Es lädt ein, aus dem Alltag abzutauchen. Meine Erwartungen konnte es leider nicht erfüllen, dennoch ist es interessant und zeitweise richtig spannend.

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Tags: abenteuer, alterra, fantasyroman, höbuch, jugendroman, maxime chattam   (6)

  

 

Alle Weihnachtserzählungen.
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

england, london, weihnachtserzählungen, weihnachten, charles dickens

Alle Weihnachtserzählungen.

Charles Dickens
Fester Einband
Erschienen bei [Rheda-Wiedenbrück , Gütersloh] : RM-Buch-und-Medien-Vertrieb [u.a.], 01.01.2002
ISBN B002EPS218
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Kobolde, Geister und Gespenster treiben in den Weihnachtserzählungen ihr wundersames Spiel mit den Menschen. In Scharen steigen sie kettenrasselnd aus dunklen Kellern, dringen durch die Ritzen im Kamin und quellen aus den Silvesterglocken. Unheimliche Gestalten erscheinen dem zu Tode erschrockenen, habgierigen Ebenezer Scrooge, der in Traumvisionen für seine Hartherzigkeit büßen muss, und liebliche Feen umgaukeln den wackeren Fuhrmann John Perrybingle, den Zweifel an der Treue seiner Frau plagen. Aber immer wieder werden wir aus dieser Zauberwelt in den Alltag der kleinen Leute versetzt. Durch den dichten Londoner Nebel schimmern die weihnachtlichen Auslagen der Geschäfte, und Bratendüfte schweben in den engen Gassen.

Meine Meinung:
Passend zur Weihnachtszeit habe ich mir vorgenommen Charles Dickens Weihnachtserzählungen zu lesen. Hier bekommt der Leser 606 Seiten anspruchsvolle Weihnachtsliteratur, die ein Klassiker in Neuauflage ist, geboten.
England, vor allem London, ist passend und liebevoll beschrieben. Geschichten mit Kobolden, Geistern, dem vielen bekannten Scrooge und anderen Figuren werden hier mal mit Humor, mal etwas ernster erzählt. Es sind verschiedene Erzählungen, mit unterschiedlichen Handlungen, aber eins haben sie alle gemein, die Weihnachtszeit! Aufgeteilt ist das Buch in 5 Weihnachtsgeschichten auf 606 Seiten, am Ende des Buches befinden sich noch Anmerkungen. Jedoch ist das Buch keine leichte Kost in dem Sinne, dass man es schnell lesen könnte. Dieses Buch liest man besser in kleinen Häppchen, zum Beispiel, jeden Abend eine dieser Erzählungen.
Mir fiel es oft schwer in dieses Buch einzusteigen, mich den Geschichten anzunehmen, denn der typische Dickens Schreibstil ist wirklich gehobene Literatur. So ist dieser Klassiker ein echtes Schätzchen im Bücherregal, um ihn an heimischen Winterabenden zu holen und ihn zu genießen.
Besonders schön anzusehen sind die 32 zeitgenössischen Illustrationen, die die Geschichten noch untermauern und verzieren.
Auch der Schutzumschlag ist sehr liebevoll gestaltet und verlockt zu einem Kaminabend.

Fazit:
Charles Dickens „Alle Weihnachtserzählungen“ ist und bleibt ein Klassiker. Ein Muss für jedes Bücherregal und passend zur Weihnachtszeit. Eine Weihnachtsliteratur für anspruchsvolle Leser und gemütliche Abende vor dem Kamin.

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Tags: charles dickens, england, london, scrooge, weihnachten, weihnachtserzählungen   (6)

  

 

Ausgelöscht
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48 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller, lobotomie, smoky barrett, folter, entführung

Ausgelöscht

Cody McFadyen , Axel Merz , Franziska Pigulla
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 19.03.2010
ISBN 9783785743317
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Während Smoky Barrett und die anderen Gäste auf das Brautpaar am Altar blicken, hält ein Lieferwagen vor der Kirche und eine Frau wird hinausgestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren, ihre Haut ist blutig. Die Frau wurde vor sieben Jahren entführt. Weitere Frauen werden aufgefunden, die seit Jahren verschwunden waren. Sie alle können nicht mehr sprechen, denn ihnen wurden zentrale Nervenbahnen im Gehirn durchtrennt...

Meine Meinung:
Die Leser die bereits Thriller mit der Ermittlerin Smoky Barrett gelesen haben, denken sich bei diesem Buch vielleicht, Wahnsinn, diesmal hat Cody McFadyen alles getoppt, dürften aber andererseits schon vorgewarnt sein, das diese Geschichte noch härter wird.
Wer glaubt Smoky Barrett hätte schon den Abgrund gesehen und das schlimmste hinter sich, der wird überrascht sein und wieder mit ihr leiden. Denn auch in diesem Fall macht der Mörder wieder Jagd nach Ihr.
Allerdings empfand ich das Hörbuch diesmal spannender, denn Smoky hat ihr Leben, mit Tommy und Bonnie, neu begonnen und um beide bangt man automatisch mit.
Auf der einen Seite denkt man sich, Mensch wie unrealistisch, kommt diese Frau denn nie zur Ruhe. Auf der anderen Seite ist man von Anfang bis Ende begeistert, von der Spannung, die sich wieder einmal, dank der wirklich interessanten aber auch grausamen Handlung, durch die Geschichte zieht.
Franziska Pigulla kann wunderbar betonen und rundet dieses spannende Hörbuch als Ganzes ab.
Das Erzähltempo ist genau richtig, zum mit fiebern und bangen, zum rätseln und hoffen.
Am Ende habe ich richtig laut aufgeatmet, so sehr hat mich dieses Hörbuch gefesselt und in seinen Bann gezogen.
Manchmal frage ich mich, woher Cody McFadyen seine Ideen nimmt und ob er nicht selbst manchmal davon Alpträume bekommt.

Fazit:
Ausgelöscht, ist meiner Meinung nach der beste Thriller von Cody McFadyen. Auch als Hörbuch, bleibt die Handlung spannend, und Franziska Pigulla hat, meiner Meinung nach, die optimale Stimme dafür. Wer ein spannendes Hörbuch hören möchte, bei dem die Gefahr besteht, ernsthaft erschreckt werden zu können, der sollte dieses Hörbuch unbedingt hören.
Spannung ist hier Programm!

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Tags: cody mcfadyen, hörbuch, hörbuchthriller, smoky barrett, spannend, thriller   (6)

  

 

ausgeträllert
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(11)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

maggie abendroth, krimi, bochum, serienkrimi, ruhrgebiet

ausgeträllert

Edda Minck , Lotte Minck
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei KBV, 06.09.2010
ISBN 9783940077899
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Klappentext:
Ganz Bochum freut sich auf den Mittelaltermarkt? Nein eine freut sich nicht: Maggie Abendroth. Die hat einen Job in einer Ochsenbraterei und wird in ihrem Mittelalterkostüm aussehen wie eine Schildkröte mit Kopfschmerzen.
Schon am ersten Tag stellt sich heraus, dass der Ochse auf dem Grill gar keiner ist, dass Ritter nicht immer ritterlich und Zwerge nicht an allen Körperstellen klein sind.
Auch Maggies nächstes Cateringprojekt, die Aftershowparty der Bochumer Nachtigall Dolores La Rose endet im Fiasko. So schlecht hat sie doch gar nicht gesungen, denkt Maggie da wird es wohl ein anderes Motiv für ihre durchgeschnittene Kehle geben müssen.
Bis sie die fünf wichtigen "W" (Wo, Wann, Wie, Wer und Warum) durchschaut hat, wird sie immer wieder durch die aufdringliche Präsenz ihres Ex von klaren Gedanken abgehalten. Lange genug, um in eine tödliche Falle zu tappen.

Meine Meinung:
Achtung, da es sich bei „Ausgeträllert“ um den vierten Fall mit Maggie Abendroth handelt, ist die Gefahr des Spoilerns gegeben. Wer also unbeeinflusst die vorherigen Teile lesen möchte, sollte sich mit dieser Rezension nicht weiter befassen.
Ein Krimi, ganz nach meinem Geschmack! Wie bereits oben angesprochen, handelt es sich bei „Ausgeträllert“ um den vierten Teil, des Ruhrpottkrimis mit Maggie Abendroth.
Zur Handlung selbst möchte ich nicht noch weiter eingehen, da der Klappentext schon alles wichtig verrät.
Die Autorin Edda Minck, die unter dem Pseudonym „Minck & Minck“ schreibt, hat mich mit diesem Krimi vollkommen überzeugt. Zwar ging es hier bereits um den vierten Teil, doch das macht nichts, da immer wieder mal kleine Rückblicke auf die vorherigen Teile gegeben sind. So steigt der Leser sehr leicht und schnell in die Handlung ein, ohne das Gefühl zu haben, das etwas an der Geschichte fehlt.
Ich muss sagen, fast alle Figuren waren mir durch die Bank weg, sympathisch. Als Einstiegshilfe für die Personen, dient am Anfang ein „Ensemble“, das mit kurzen Sätzen die Charaktere beschreibt. Dies half mir sehr beim Lesen und ich fand recht schnell in den Kreis der Leute hinein.
Die Handlung selbst spielt in Bochum.
In diesem Krimi spielen mehrere Personen eine Rolle und mir wuchsen erstaunlicherweise, sehr schnell einige Menschen aus diesem Krimi ans Herz.
Sehr sympathisch ist mir die Protagonistin Maggie Abendroth, die mal ganz anders ist. Sie steckt im Grunde genommen nicht wie einige andere Protagonisten aus anderen Krimireihen, ihre Nase in alles. Im Gegenteil, sie wünscht sich eher mal etwas Ruhe, doch dauernd fallen Ihre Leichen vor die Füße.
Mag sein, dass dieser Zufall für einige Leser etwas weit hergeholt ist, doch für mich war genau diese lockere Haltung des Krimis, ausschlaggebend.
Dann wäre das noch der Koch Raoul, der mit seinem herrlich spanischem Akzent und Temperament, mir viele Lachtränen beim Lesen beschert hat.
Womit wir schon beim Schreibstil sind. Natürlich findet der Leser hier den Bochumer Dialekt, neben Hochdeutsch aber in angenehmen Portionen serviert. Auch der spanische Akzent von Raoul macht nicht halt und so wird das ganz zu einem sehr abwechslungsreichen Lesespaß, den ich trotz der Dialekte nicht als anstrengend empfand.
Edda Minck, schreibt ihren Roman in einer Art und Weise, dass er fast lebendig erscheint. Noch nach dem lesen, war ich längere Zeit mit diesem Krimi beschäftigt und habe ihn auch im Nachhinein noch genossen.
Die Personen sind so detailliert und liebevoll geschrieben, dass es unheimlich leicht fällt, sie sich bildlich vorzustellen.
Anfangs verläuft der Krimi recht unblutig und der Leser erfährt erst einmal eine ganze Menge aus Maggies Leben. Dann jedoch serviert Edda Minck die erste Leiche und der Krimi nimmt seinen eigenwilligen Verlauf auf lustige und teils sarkastische Art und Weise.
Der Spannungsbogen entfaltet sich ab etwa Mitte des Buches und zieht so seinen Faden bis zum Schluss.
Das Cover allein deutet schon auf Ironie und Sarkasmus. Man sieht ein Ritterzelt mit der Aufschrift“ Hier grillt der Chef“ auf grauem Hintergrund.
Mit 332 Seiten hat der Krimi eigentlich genau die richtige Länge und doch hätte ich am liebsten noch mehr gelesen.

Fazit:
Der vierte Ruhrpottkrimi mit Maggie Abendroth, hat es ­geschafft mich vollkommen zu überzeugen. Man braucht die vorherigen Teile nicht lesen, um in die Handlung einzusteigen. Ich werde es aber allein dank des Schreibstils nachholen.
Geschrieben mit viel Herz und Humor, entführt er den Leser auf seine Art und Weise.
Ein Krimi, der lebendig wirkt mit all seinen Personen, die den Handlungsverlauf bestimmen. Ich habe nach dem Lesen noch in der Küche gestanden und über den Koch nachgedacht, mit einem verschmitzten Lächeln:
„Schade dasse Krimi isse fertig“!
Ein Krimi, der einen fast zum Vegetarier werden lässt und doch Lust aufs Kochen bringt.
Ich habe für mich persönlich eine neue Krimireihe entdeckt, bei der ich beim vierten Fall, traurig die letzte Seite des Buches las und hoffe, die anderen Teile, ganz schnell noch lesen zu können.

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Tags: bochum, krimi, krimireihe, maggie abendroth, nachtigall, regionalkrimi, ruhrpott, ruhrpottkrimi, vierter fall   (9)

  

 

Abendgrauen
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schauergeschichten, eifel, gruselgeschichten, kurzgeschichten, krimi

Abendgrauen

Ralf Kramp , Manfred Lang , Theo Broere
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei KBV - Verlags- und Mediengesellschaft mbH, 01.03.1999
ISBN 9783934638433
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Ein sprödes Land, zerfurcht von tobenden Vulkanen und vom harten Winter. Für viele Hundert Jahre ein Landstrich, wie er ärmer nicht sein konnte. Hier steckt hinter jeder der vielen Burgen, die schroff in den Himmel ragen, ein garstiges Geheimnis. Hexen, Werwölfe, Irrlichter und andere Erscheinungen versammeln sich hier zu einem Reigen, den Erzähler aus der Vergangenheit und der Gegenwart gesponnen haben. Ob in den finsteren Gewölben der Klöster oder auf nächtlichen Autofahrten übers karge Land, überall lauern hier Gestalten, die nichts anderes im Sinn haben, als Angst und Schrecken zu verbreiten.

Meine Meinung:
Abendgrauen… Was macht dieses Buch, für mich, zu etwas Besonderem?
Zum einen enthält es wirklich schaurige Geschichten. Geschichten, bei denen selbst das leise Rascheln der Blätter im Wald, im Nachhinein, schaudern verursacht. Zum anderen spielen alle Kurzgeschichten von bekannten und weniger bekannten Autoren, in der Eifel.
Hexen, Werwölfe und andere Gestalten, spuken in der Eifel durch Zeit und Raum. Mal scheinen es ältere Geschichten und Sagen zu sein, mal sind es modernere.
Als wären diese Geschichten nicht gruselig genug, haben sich Herausgeber und Verlag etwas Besonderes ausgedacht und Fotos von dem Fotografen Theo Broere mit in diese Sammlung aufgenommen. Die Autoren, verstehen es an sich schon, mit ihren Geschichten zu fesseln. Aber so bekommen diese Kurzgeschichten, einen noch schaurigeren Effekt, wenn man sich die Bilder ansieht und fast erschreckt, während man sich von der letzten Geschichte noch erholt.
Der Schreibstil ist fesselnd, sehr detailliert, die Eifel mit ihren verschiedenen Orten, ausführlich beschrieben.
Viele verschiedene Autoren, wie zum Beispiel Ralf Kramp, Frank Festa, Manfred Lang, Angelika Koch, Sophie Lange und noch viele mehr, haben in dieser Sammlung ihre Kurzgeschichten veröffentlicht.
Am Ende des Buches befinden sich kurze Biographien der Autoren.
Das Cover lässt schon einiges vermuten, eine Ruine im Schatten ist abgebildet, der Titel in blutroter Schrift geschrieben.

Fazit:
350 Seiten voller gruseliger Kurzgeschichten, unterlegt mit tollen und gleichzeitig schrecklichen Fotos, sind es wert gelesen zu werden. Ich freue mich darauf die weiteren Bände von Abendgrauen zu lesen.
Ebenfalls im KBV Verlag erschienen: „Abendgrauen 2“ und „Abendgrauen3“

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Tags: eifel, frank festa, geister, grusel, gruselgeschichten, horror, kurzgeschichten, ralf kramp, schauergeschichten   (9)

  

 

Ankunft in Porterville
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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

porterville, thriller, darkside park, ankunft, helden

Ankunft in Porterville

Ivar Leon Menger , Hendrik Buchna , Christoph Zachariae , John Beckmann
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei Titus Verlag, 14.06.2010
ISBN 9783942277082
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Manche Menschen verschwinden spurlos. Andere kommen völlig verändert zurück.
Darkside Park - die abgeschlossene Thriller- Trilogie, jeweils aus der spannenden Sicht
eines Einwohners erzählt.
Geschrieben wurde die mehrfach ausgezeichnete Serie von den bekannten Hörspielautoren Hendrik Buchna ( Die Dr3i), Christoph Zachariae (Die Überlebende), John Beckmann (Lady Bedfort) und Ivar Leon Menger (Plan B, Der Prinzessin).

Meine Meinung:
Porterville ist ein friedliches kleines Städtchen, harmonisch und freundlich. Ein Ort mit Zukunft für jung und alt. . Oder etwas doch nicht? Plötzlich ist nichts mehr wie es scheint…
Menschen verschwinden, manche bleiben verschwunden, andere tauchen völlig verwirrt und verwahrlost wieder auf und auch andere mysteriöse und unheimliche Dinge geschehen. Man muss nur ganz genau hin sehen. Und vor allem was ist der Darkside Park von dem einige Menschen flüstern?!
Der erste Teil der Darkside-Trilogie bietet Spannung pur von der ersten Seite an. Gleich zu Beginn wird es schon heftig . Danach bleibt es für einen kurzen Moment ruhiger, so kann der Leser nochmal erleichtert aufatmen, um dann zu beobachten wie sich der Spannungsbogen nach und nach aufbaut und bis zum Schluss sein Level hält. Die Trilogie wurde von 4 bekannten Hörspielautoren geschrieben, dabei erzählen mehrere Personen ihre Geschichte und ihren Bezug zu Porterville und seinen Geheimnissen. Die Autoren haben sehr fesselnd geschrieben, so dass es für sie keine Kunst zu sein scheint, den Leser in den Bann zu ziehen und ihn mit nach Porterville zu entführen.
Zeitweise wird es richtig gruselig und durch die Art des Spannungsaufbau und seine Handlung, kam mir öfter der Vergleich mit Stephen King und Bentley Little. Die 185 Seiten lassen sich unheimlich leicht lesen, ich hab das Buch eh kaum aus der Hand gelegt weil es einfach so schön spannend war.
Auf den Inhalt selbst vermag ich hier nicht so eingehen, denn der Klappentext verrät schon genug.
Der Roman enthält 6 Kapitel, in dem verschiedene Personen und Handlungen zu einem ganzen werden.
Die Personen und deren Charakter sind sehr detailliert geschrieben und auch die Welt in Porterville ist detailreich geschmückt, so das man sich diesen Ort leicht bildlich vorstellen kann. Die Atmosphäre ist etwas gruselig und enthält einen klein wenig Horror. Der Schreibstil ist fließend und einfach, zieht den Leser dank des gekonnten Spannungsaufbaus schnell in den Bann.
Das Cover ist recht düster, eine Person mit Taschenlampe ist abgebildet.

Fazit:
Mysteriös, spannend und geheimnisvoll. Ein klasse Auftakt zu einer Thriller-Trilogie, die mir so gut gefallen hat, dass ich schnellstens den zweiten und dritten Teil lesen möchte.
Bereits erschienen: „Darkside Park 2- Wege aus der Dunkelheit“.

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Tags: ankunft, gruseln, hörspiele, ivar leon menger, mysteriös, porterville, thriller, thriller-trilogie, unheimlich, verschwinden   (10)

  

 

Ans Meer
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

segeln, schuld, liebe, freundschaft, verzeihung

Ans Meer

Tim Krohn
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2009
ISBN 9783869710020
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Meine Meinung:
Noch immer bin ich ergriffen und fasziniert von diesem Buch. In „Ans Meer“ dreht es sich hauptsächlich um Schuld und die Frage des Verzeihens sowie auch die Schuldfrage. Es spielen mehrere Personen dabei eine sehr große Rolle und ein jeder hat Schuld auf sich geladen von dem die anderen nichts wissen. Denn niemand traut sich seine Fehler zu gestehen. So entwickelt sich bei diesem Buch ein feines Gespinst von verschiedenen Schicksalen das sich letztendlich am Ende, zu einem ganzen entwickelt und ein großes Schicksal erklärt.

Über die Handlung selbst, vermag ich nicht viel verraten, die Inhaltsangabe reicht meiner Meinung aus, und weitere Details dazu würden meiner Meinung nach einfach zu viel verraten. Außerdem nehme es dem Leser einfach die Chance verschiedene Personen selbst kennenzulernen und zu entdecken.

Die Personen/ Charaktere sind alle sehr detailliert beschrieben. Der Roman besteht aus mehreren Kapiteln, immer aus der Sichtweise der jeweiligen Person erzählt. Allesamt verbindet das Meer.
Tim Krohn hat diesen Roman sehr gefühlvoll und vor allem detailreich geschrieben, oft hatte ich das Gefühl die Personen zu kennen, sie deutlich vor mir zu sehen. Auch konnte ich mir dank dem Autor das Meer sehr gut in Erinnerung rufen und bekam so manches mal Lust auf Urlaub. Also sind auch die Orte sehr gut beschrieben.

Der Autor zeigt dem Leser wie schwer oder aber auch wie einfach es sein kann zu verzeihen, immer abhängig von der Person und deren Schicksal. Jeder der Charakteren muss seine eigene Fehler erkennen lernen.

Der Roman bleibt meiner Meinung nach die ganzen Seiten über gleichsam interessant, man findet also keinen extremen Spannungsbogen sondern eine einfühlsame schicksalsreiche Erzählung.
Der Schreibstil ist fließend und lässt sich schnell lesen. Ich mochte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, um endlich alle Rätsel und Geheimnisse lösen zu können.
Das Cover ist ebenfalls sehr schön und vor allem passend gewählt, zeigt es doch das Meer.

Fazit:
Ein wunderbarer und zugleich trauriger Roman, voller Charaktere. Sehr einfühlsam und detailliert geschrieben. Ein Roman der bei mir nachwirkt.

Ich geb dem Buch 5 von 5 Sternen.

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Tags: meer, schuld, segeln, sehnsucht, tragik, trauer, verzeihen   (7)

  

 

Angelica
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

viktorianisch, viktorianisches zeitalter

Angelica

Arthur Phillips , Sigrid Ruschmeier
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.05.2009
ISBN 9783442470020
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags:  

  

 

Ausgetanzt
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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

wien, krimi, teesalon, anni bürkl, gmeiner verlag

Ausgetanzt

Anni Bürkl
Flexibler Einband: 321 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 12.07.2010
ISBN 9783839211014
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Ausgetanzt" ist der zweite Salzgutkammer-Roman von Anni Bürkl. Die Autorin nimmt Anschluss an ihr Erstlingswerk "Schwarztee" und lässt die Protagonistin Berenike wieder auf eigene Faust ermitteln. Diesmal enthält dieser Roman jedoch weniger Esoterik, was ich recht angenehm beim lesen empfand. Gefreut hat mich, das Tee weiterhin die Hauptrolle spielt. So enthält dieses Buch auch hier wieder Teerituale, Zeremonien und Zitate, und auch die Kapitel sind wieder in verschiedene Teesorten unterteilt.

Gewalt gegen Frauen ist in dem Roman ein großes Thema. Berenike beschließt, sich mit wenigen Frauen die allesamt bereitsvom Schicksal geprüft sind, auf die Suche nach einem Frauenmörder zu machen und gerät so in Gefahr. Der Schreibstil ist weiterhin einfach, jedoch sind auch hier Berenikes Gedankensprünge vorhanden, so dass ich auch beim zweiten Roman, immer wieder mal inne halten musste.

Die Protagonistin wirkt auf mich diesmal selbstbewusster und zielstrebiger. Immer wieder gibt es Rückblicke in den Roman "Schwarztee" , so dass ich der Meinung bin, dass man nicht unbedingt den ersten Roman gelesen haben muss, um "Ausgetanzt" zu verstehen.
Detailliert tauchen hier verschiedene Handlungsstränge und Schicksale auf, und werden ineinander so verwoben das alles am Ende ein Gesamtbild ergibt.
Herrlich ist es zu lesen wie die Personen mit "Hinterwäldler-Gedanken" ausgestattet sind, eben jenes typische Dorfdenken voller Vorurteile. Der österreichische Dialekt ist auch hier vertreten und ab und an kommen mal englische Phrasen vor.

Anni Bürkl lässt meiner Meinung nach oftmals Ironie erkennen und mir erscheint ihr zweites Werk wesentlich knackiger und bissiger. 321 Seiten sorgen für gute und spannende Unterhaltung. Das Cover ist wieder einmal passend gewählt, und macht auch hier erneut Lust auf eine Tasse Tee.

Fazit:
Ein toller Teekrimi der dem ersten Roman "Schwarztee" in nichts nach steht. Wer Lust auf eine Tasse Tee und einen guten Krimi hat, sowie einen gedanklichen Ausflug nach Österreich, der sollte diesen Roman unbedingt lesen.

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Tags: anni bürkl, krimi, tee, teesalon, wien, österreich   (6)

  

 
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