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Schattengesicht
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(27)

46 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

freundschaft, schatten, geheimnis, wagner, kindheit

Schattengesicht

Antje Wagner
Flexibler Einband
Erschienen bei bloomsbury taschenbuch, 01.04.2012
ISBN 9783833350894
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Öffne deine Seele
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(38)

96 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

thriller, hamburg, rother, mord, selbstmord

Öffne deine Seele

Stephan M. Rother
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.03.2013
ISBN 9783499259869
Genre: Krimi & Thriller

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Vom Mondlicht berührt
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(59)

204 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

paris, vincent, numa, revenants, kate

Vom Mondlicht berührt

Amy Plum , Ulrike Brauns
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe Verlag, 16.01.2013
ISBN 9783785570432
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Der bis dato schlimmste Feind der Revenants, der „Boss“ der Numa – Lucien – ist tot. Doch für die Revenants scheint es keine Ruhe zu geben. Und so auch für Kate und Vincent nicht.

Kate wird trainiert, hart und schon fast unerbittlich, doch es macht ihr auch Spaß, ist sie doch gern mit den anderen Revenants zusammen und hauptsächlich natürlich in Vincents Nähe! Dieser glaubt, eine Möglichkeit gefunden zu haben, dass er und Kate zusammenbleiben können, doch diese Möglichkeit scheint ihn mehr Kraft zu kosten, als er zugeben mag, doch ist es für alle offensichtlich. 

Kate kann es natürlich nicht ertragen, ihren Vincent so zu sehen, leidend, schwach und so will sie selbst nach einer Methode suchen, um ihrer Liebe eine Chance zu geben. Doch da tauchen erneut tödliche Feinde auf und dieses Mal scheint es kein Entrinnen vor einem Kampf auf das sprichwörtliche Leben und Tod für alle zu geben. Wer ist noch Freund, wem kann man trauen, wer ist Feind und schadet allen? Das herauszufinden kostet Kate und Vincent mehr, als gemeinsame Zeit!

Meine Meinung: 

Ein kämpferisches Zwischenspiel

Alle, die den ersten Teil der Revenant-Trilogie von Amy Plum noch nicht kennen, würde ich raten, diese Rezension erst mal einfach links liegen zu lassen. Ich empfinde es gerade als extrem schwer, nicht zu spoilern, auch wenn ich mich wirklich bemühen werde! 

Meine Rezension zum ersten Teil „Von der Nacht verzaubert“ gibt’s u.A. hier: KLICK http://www.buechertreff.de/kinder-jugendbuecher/68472-amy-plum-nacht-verzaubert/#post995979

Wie man daraus unschwer erkennen kann, war ich einfach nur hin und weg vom ersten Teil. Und mit diesem Gefühl ging ich an „Vom Mondlicht berührt“.

Diesen Teil hier durfte ich in einer Leserunde im Büchertreff lesen, vielen Dank an die Glücksfee von dort!

Das Buch sieht auch wieder toll aus, das Cover, da gibt es nichts zu kritteln, Beerentöne, harmonisch, fast als „appetitlich“ zu bezeichnen, die nichts vom Inhalt zwischen den Buchdeckeln verraten, nichts von der Brutalität preis geben, den Kämpfen… Gut so! So kann man als Leser wenigstens noch ein bisschen träumen.

Denn allzu schnell ist der Traum für mich persönlich vorbei gewesen. Ich hatte so große Schwierigkeiten, das „romantisierende“ des ersten Bandes wiederzufühlen, dass ich streckenweise mit Dauerstirnrunzeln gelesen habe. Das Buch ist etwas völlig anderes meiner Meinung nach. Kate muss kämpfen, ob nun körperlich oder was ihre Gefühle angeht. Und Vincent… er mags ja gut meinen, eine gemeinsame Zukunft mit Kate im Hinterkopf haben, aber so, wie er das angepackt hat, konnts ja nur dazu führen, dass Kate misstrauisch wird, das Vertrauen in ihn verliert und vor allem, dass es sie verletzt, wenn sie ihn leiden sieht.

Was ich absolut gelungen finde, ist die Suche nach dem „wer ist der Böse, wer steckt hinter allem“. Das ist wirklich supergut versteckt und es macht Riesenspaß, da quasi zu ermitteln, obwohl man das hier gar nicht erwartet hätte! Dafür gibt’s auf jeden Fall einen Pluspunkt!

Genau wie für etliche andere Spekulationen, denen man sich irgendwie nicht entziehen kann. Das ist der Lesespaß hier.

Wie gesagt, mir fehlte die Romantik und ich hoffe jetzt sehr sehr stark auf den 3. und letzten Teil, dass er mein Herz wieder so erreicht, wie der erste Teil.

Fazit:

Ein actiongeladenes Fantasymärchen um Vincent, den Revenant und Kate, die sich hoffentlich im 3. Teil so richtig kriegen und meine romantische Welt wieder ins Gleichgewicht rücken! Empfehlenswert für alle, die die Geschichte der beiden weiterverfolgen wollen und mit kleinen Schwächen im Gegensatz zum ersten Teil leben können.

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Crossfire. Versuchung
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(183)

300 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 69 Rezensionen

erotik, liebe, sex, crossfire, gideon

Crossfire. Versuchung

Sylvia Day , Eva Malsch , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.01.2013
ISBN 9783453545588
Genre: Erotik

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Alles muss versteckt sein
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(130)

302 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

zwangsgedanken, mord, thriller, psychiatrie, wiebke lorenz

Alles muss versteckt sein

Wiebke Lorenz
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 03.09.2012
ISBN 9783896674692
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:

Marie hat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, ihre kleine Tochter stirbt bei einem Unfall. Doch ihr Geist scheint damit nicht so wirklich zurecht zu kommen, Marie entwickelt Gewaltfantasien, blutige, bestialische Gedanken. Sie schließt sich im Internet einer Gruppe Menschen in einem Forum an, die an den gleichen Symptomen leiden wie sie und dort lernt sie, mehr schlecht als recht, das Leitmotiv „Denke ist nicht tun“. Doch alles gipfelt darin, dass sie eines Morgens neben der blutüberströmten, unsagbar zugerichteten Leiche ihres geliebten Mannes erwacht und sie ob ihrer Gedanken und der Tatsache, dass sie das Messer noch in der Hand hat, sicher ist, dass sie dieses Massaker an ihm verrichtet hat.

Doch kann sie sich an nichts wirklich erinnern, nur an Bruchstücke und dass sie eben ständig Gedanken hat, in denen ihre Fantasien sich überschlagen, sie Menschen angreift, sie verstümmelt, mit Messern attackiert, nicht mehr sie selbst ist… Da ist sie zunächst auch felsenfest davon überzeugt, dass es seine Richtigkeit hat, dass sie in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen wird. Dort sieht sie sich mit weitaus dramatischeren Persönlichkeiten und deren krankhaftem Verhalten konfrontiert und das wiederum weckt in ihr den Funken der Hoffnung, dass sie selbst SO eben nicht sein könne. 

Zwei Menschen versuchen ihr aus diesem ganzen Dilemma zu helfen, Klarheit in das diffuse Dunkel rund um die Mordnacht zu bringen: Ihr Exmann und ihr Therapeut. Doch ist die vordringlichste Frage, ist Marie eine psychopathische Killerin? Oder ist sie unschuldig und nur ein Werkzeug?

Meine Meinung: 

Tödliche Gedankenwelt

Auch hier ist es zunächst das Cover, dass mich schon gleich für das Buch interessiert hat. Ja, ich weiß, der gute alte Leitsatz „Don´t choose a book by it´s cover“ sollte an vorderster Front stehen. Aber wenn man sich DAS Cover mal ansieht, wie bitte soll man da als Thrillerfan nicht gleich leuchtende Augen bekommen?! Diese blutigen Hände, dann dieser unschuldige Kinderreim dazu, perfekt, um mich zumindest gleich Feuer und Flamme werden zu lassen. Und so war es denn auch eine riesige Freude, dass ich bei der Leser-Welt an einer Leserunde zum Buch teilnehmen durfte. Mit Feuereifer habe ich mich an das Buch begeben und wurde nicht enttäuscht.

Die Autorin versteht es meisterhaft, zu schockieren. Der Stil lockt einen an, vermeintlich normale Szenen entpuppen sich als größtes Grauen, so wie die ganze Geschichte schließlich auch im größten Grauen, das man sich denken kann, gipfelt. Und immer wieder kommt dieser niedliche Vers:

 Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein

Diesen Reim, den kennen vielleicht einige auch, gesungen im Lied von Ooomph!, so wie ich und so hatte ich ständig das Lied im Kopf, wann immer der Reim seinen Weg in die Geschichte fand. Das hat mich aber nicht gestört, nein, es hat die wahnsinnig Gänsehaut bringende Story noch zusätzlich unterstützt, mit einer gewissen Atmosphäre versehen, wie ich finde!

Alles in Allem hat mich das Buch wirklich eiskalt erwischt, es hat alles, was ein echter Pageturner braucht: Faszinierende Figuren, einen Hintergrund, den man in der Realität sehr wohl finden kann, eine Portion Blut als Garnitur und sogar eine Prise Humor lässt Wiebke Lorenz hier nicht missen. Also wirklich ein schönes Stück Thriller, das man sich nicht entgehen lassen sollte! 

Fazit:

Erschreckende Story, mit viel Hintergrundwissen wunderbar verpackt, clever konstruiert mit echtem Thrill, dem man sich von vorne bis hinten nicht entziehen kann.

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Der Feenturm
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(45)

124 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

schottland, fantasy, zeitreise, kelten, liebe

Der Feenturm

Aileen P. Roberts
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783442477111
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Dana macht mit ihrer Freundin Marita –zwei total gegensätzliche junge Frauen- Urlaub in Schottland. Einfach mal raus, jenseits der üblichen Pfade. Doch was zunächst so harmlos beginnt, führt Dana in eine Welt, wie sie sich nicht erwartet hätte. In den grünen Hügeln Schottlands, in den Ruinen eines Rochs (Turms) hat sie eine Begegnung mit der Vergangenheit. Und auch wenn sie zunächst daran glaubt, sehr lebhaft zu träumen, erkennt sie alsbald, dass sowohl der kauzige Schotte Scott mit seinem angsteinflößenden Hund, als auch die ihr erscheinende Piktenkriegerin Rionach nicht ihrer Fantasie entspringen, sondern sehr wohl real sind. So real, dass Dana in die Geschichte, die dieses Land einst formte, eintaucht und diese lebt, bis hin zu der Erkenntnis, das Gefühle sehr wohl alle Zeiten überdauern können…

Meine Meinung:

Wenn Träume Wirklichkeit werden…

Ich gestehe, ich habe extrem lange gebraucht, mir eine Überschrift zu überlegen, es gab zig „Arbeitstitel“, aber irgendwie wird keiner dieser unglaublich tollen Geschichte gerecht! Um es gleich vorweg zu nehmen, diese Rezension könnte selbst ein kleiner Roman werden und ich hoffe, ich habe hinterher nicht zu viel Spoiler-Momente drin. Falls doch, schimpft bitte mit mir! Aber ich bitte auch ein wenig um Nachsicht, selten lass ich mich so in eine Geschichte fallen, die ansonsten so gar nicht mein Gebiet ist. Aber hier war für mich schon nach der Kurzbeschreibung klar, das muss und will ich lesen, egal wann, egal wie. Und ich habe mich nicht getäuscht! Danke an Lovelybooks wieder einmal, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte!!!

Der Reiz an dem Buch begann eigentlich schon mit dem Cover. Ich persönlich empfinde es als ein Tor in diese traumhafte Geschichte. Glaubt mir, zwischendurch möchte man die Augen schließen und sich genau wie die junge Frau hinsetzen, den Mond verträumt ansehen und sich wegträumen…. Von daher finde ich schon einmal, dass das Cover hier sehr gut gewählt wurde.

Und dann beginnt die Geschichte, recht harmlos, streckenweise sogar richtig witzig, Situationskomik vom Feinsten. Die beiden Mädels, Dana und Marita, sind so dermaßen unterschiedlich, dass man sich fragt, wie können die zwei bloß auf die Idee kommen, gemeinsam Urlaub machen zu wollen! Und dann auch noch in Schottland, wo ja doch sehr viel urtümliches den Weg kreuzt, man sich das ja auch eigentlich wünscht. Naja, mir ginge es so! Ich würde auch lieber das raue Land, das ursprüngliche kennenlernen wollen, als nur auf Touripfaden zu lustwandeln…

Von daher habe ich mich mit Dana sehr schnell angefreundet. Mit ihrer Art, ihrem Wesen. Erst recht, als die Geschichte ziemlich an Fahrt aufnahm, so viele Eindrücke, nicht immer leicht zu verdauen für Dana, die fantastischen Elemente sie mitrissen, auch hier gern mal eine gewisse Komik an den Tag legten, auch auf mich als Leserin einprasselten. Aber das macht dieses Buch aus. Die fantastischen Elemente, die Reise in der Zeit, das Erleben, das Echte der damaligen Umstände, mit denen die Menschen zurechtkommen mussten, mit Schicksalsschlägen.

Und der Aberglaube. Dieser begegnet Dana ja nun auch sehr stark, da sie als „weise Frau“ in der Vergangenheit ihren Platz in der Gemeinschaft, die in und um diesen Turm herum lebt, finden muss und sehr viel improvisiert, was wiederum nicht mit komischen Momenten geizt.

Und da wären dann aber auch Gefühle, die einem das Herz anrühren. Sei es, wenn es um Mael, die Tochter der Kriegerin Rionach geht, die ja auch der Grund für Danas Reise in die Vergangenheit ist. Oder wenn es darum geht, Ardan in das Leben MIT seiner Tochter zurückzuholen und dann zu spüren, wie sehr dieser Mann leidet, was wiederum zu etwas führt, was Dana sich nie zu träumen gewagt hätte.

Es gibt so viel, was diese Geschichte reich macht, einen streckenweise doch sehr atemlos werden lässt, was man aber in so ein paar Zeilen gar nicht alles erwähnen, andeuten kann. Mir bleibt wirklich nur der eindringliche Rat, lest das Buch selber! Lasst Euch ein auf einen fantastischen, unsagbar spannenden, anrührenden, lustigen, zu Herzen gehenden Trip in die Vergangenheit Schottlands vor 2000 Jahren und genießt es!

Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich ansonsten überhaupt kein Fan von historischen Büchern bin, aber hier wird durch das fantastische Element alles so wunderbar verknüpft, dass man sich dem nicht entziehen kann und das historische bildet eigentlich nur einen gewissen Rahmen, an einem Ort, der durch Sagen und Legenden sowieso eher als mythisch, denn historisch zu betrachten ist.

Fazit:

Wie schon gesagt und immer wieder betont, ein Fantasyroman, der Träume Wirklichkeit werden lässt, das Hier und Jetzt mit der Geschichte eines Ortes verknüpft auf so wundersame, fantastische Art, dass man das Buch gar nicht weglegen mag und sich gern so in den Turm setzen möchte, wie auf dem Cover schon verheißen. Ein echtes Highlight der Fantasy-Welt!

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Niemand hört dich schreien
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28 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

thriller, hass, maryburton, niemand hört dich schreien, mary burton

Niemand hört dich schreien

Mary Burton , Karin Will
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 01.11.2012
ISBN 9783802586552
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:

Frauenmorde – wieder einmal gilt es, einen äußerst brutalen, erbarmungslosen Mörder zu entlarven. Hier haben alle Opfer verblüffende Ähnlichkeit mit einer Person des öffentlichen Interesses, Kendall Shaw, Starmoderatorin auf dem vermeintlich absteigenden Ast, die auf der Suche nach DER großen Story ist, knallhart, unerbittlich, sich selbst die Nächste. Doch Kendall hat ein Geheimnis. So knallhart ist sie gar nicht. Sie plagen Alpträume, die sie nicht einordnen kann. Als sie dann selbst daran glaubt, dass die Opfer in irgendeiner Weise mit ihr in Verbindung stehen, begibt sie sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit und kommt damit dem leitenden Detective Jacob Warwick näher, als sie es sich eigentlich gewünscht hätte. Und auch dem Serienmörder, selbst, als es so aussieht, als sei sie das nächste Opfer, will sie nicht aufgeben.

Meine Meinung:

Viel besser, als erwartet!

Ich gestehe, ich hatte mit einem Romantic-Thriller gerechnet. Mit dem Hintergedanken hatte ich mich auch bei der Leser-Welt um ein Exemplar des Buches im Rahmen der Aktion „Die Leser-Welt liest und lauscht“ bemüht. Und dann hielt ich es in Händen, fing an zu lesen und dachte nur „Wow“. Und so blieb es auch.

Die Geschichte mag nichts außergewöhnliches sein, für einen Thriller, das will ich gar nicht bestreiten. Aber Mary Burton, die mir bis dato unbekannt war, hat wirklich ein tolles Talent, wenn es darum geht, einen zu packen, mitzureißen, mitfiebern zu lassen, denken zu lassen „oh bitte nein“ und dann… Kommt doch wieder alles ganz anders.

Ich möchte auch gar nicht zu viel vorweg nehmen, wer mag kann sich gerne die Leseprobe auf der Verlagsseite zu Gemüte führen und wird schnell merken, wie sehr es einen mitzieht und was das Kopfkino macht. Anspringen wird es, wenn der Leser auf so eine Art Thrill steht! 

Ich war begeistert, habs innerhalb kürzester Zeit ausgelesen und dann erst festgestellt, hey, das ist ja der 2. Teil einer Reihe. Habe ich wirklich beim Lesen nicht bemerkt. Man kann also den ersten Teil vorweg lesen, wenn man nur vollständige Reihen lesen mag, aber es ist für „Niemand hört Dich schreien“ nicht erforderlich, man fremdelt keine Sekunde mit den Figuren, im Gegenteil, man entwickelt sogar Verständnis für Kendall Shaw im Laufe der Zeit und gönnt ihr dann auch mal ein paar Minuten Ruhe und vielleicht auch etwas mehr.

Auf jeden Fall werde ich mir den nächsten Teil nicht entgehen lassen und vielleicht sogar den ersten noch hinterher lesen, mal sehen. Auf jeden Fall hat man als Thriller-Liebhaber hier ein feines Stück Unterhaltung in der Hand.

Fazit:

Auf gar keinen Fall ist „Niemand hört Dich schreien“ ein klassischer Lady-Thriller, dafür ist er streckenweise schon ein wenig zu hart, auch wenn die Liebe ihren Weg auch hier in die Story findet. Aber eben mit einem gesunden Maß, der Thrill überwiegt in einer mitreißenden, packenden Story! Auf jeden Fall eine Empfehlung!

Reihen-Info:

Mein Wille sei Dein Wille
Niemand hört Dich schreien
Das Flüstern der Albträume
So still die Toten

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80 Days - Die Farbe der Lust
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(143)

260 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

erotik, sex, london, liebe, dominik

80 Days - Die Farbe der Lust

Vina Jackson
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Carl's Books, 01.10.2012
ISBN 9783570585221
Genre: Erotik

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Schattengrund
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(88)

153 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 61 Rezensionen

harz, erbe, thriller, winter, geheimnis

Schattengrund

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.11.2012
ISBN 9783570161265
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nicola, genannt Nico, soll von ihrer Tante ein Haus in einem kleinen Dörfchen mitten im Harz erben, zumindest wird das bei der Testamentseröffnung verkündet. Nicos Eltern sind schockiert, doch Nicos Neugierde wird geweckt, als ihr der Notar einige Gegenstände in die Hand drückt, die sie an bestimmte Orte bringen soll, um so ihrem Erbe näher zu kommen. Nicos Eltern setzen ab dem Zeitpunkt alles in Bewegung, um sie davon abzuhalten, ihr Erbe anzutreten, aber wie Mädchen in dem Alter sind, störrisch und eigensinnig, will Nico die Geheimnisse dieses Erbes ergründen und vor allem, warum ihre Eltern auf Biegen und Brechen nicht wollen, dass sie das Erbe antritt.

Und so macht sie sich auf, heimlich, mit Hilfe ihrer Freundin Valerie, die ihr angeboten hat, ihr ein Alibi zu liefern, auf in den verschneiten Harz und findet sich prompt in einer wie verzaubert wirkenden Welt wieder. Der Schnee hat alles zugedeckt sie verläuft sich und findet sich nach einigen Wirrungen in Gesellschaft eines überaus attraktiven jungen Mannes wieder und mit ihm gemeinsam glaubt sie, sich den Geheimnissen rund um Schattengrund und Siebenlehen, ihre Tante und die merkwürdige Feindseligkeit, die die Dorfbewohner Nico gegenüber an den Tag legen, ja bis zu enthaupteten Krähen im Kamin von Schattengrund führen, stellen und ergründen zu können.

Doch war sie wirklich darauf gefasst, was sich hinter allem verbirgt? Denn als Siebenlehen durch den Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist, scheint Nico sich durch ihre Neugierde und Anwesenheit in Lebensgefahr zu bringen. Irgendjemand möchte mit allen Mitteln verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Die Wahrheit über eine Schandtat, die auch das Leben Nicos entscheidend geprägt hat.

Meine Meinung:

So bildgewaltig wie ein Film!

Gleich vorweg, „Schattengrund“ ist für mich eins der Highlights dieses Jahres! Bisher habe ich von Elisabeth Herrmann nur gehört, aber nichts gelesen. Und so war es eine echte Freude für mich, dass mir von Lovelybooks im Rahmen einer Leserunde die Möglichkeit geboten wurde, mich auf dieses Buch einzulassen und mich fesseln zu lassen.

Wieder mal ist es ein Jugendbuch, was ich mir da vorgenommen habe. Und wieder mal muss ich sagen, für ein Jugendbuch war das aber doch schon harter Tobak. Schon nach ganz kurzer Zeit war für mich klar, dass hier eine Autorin mit einer Gabe für eine sehr bildhafte, eindrückliche Sprache am Werk ist. So sehr hat es mich gepackt, das Dörfchen Siebenlehen, verwunschen, irgendwo im Harz, eingeschneit, duster, mit einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft, die Leute von außerhalb misstrauisch beäugen und wahrscheinlich auch gar nicht da haben wollen. Es sei denn, es sind Touristen, die Geld da lassen. So richtig schön klischeebehaftet, aber eben auch sehr eindrucksvoll. Teilweise meint man, die Kälte zu spüren, Atemwölkchen vor dem eigenen Mund stehen zu sehen, Schneekristalle auf der Nase schmilzen zu fühlen. Und eben dieses Unheimliche auch zu spüren, was in dem Haus, was Schattengrund heißt, ganz besonders zur Geltung kommt. Wenn alte Balken knarzen, man Schritte zu hören glaubt, eine Katze sich anschleicht… Die Spannung ist teilweise wirklich greifbar.

Und dann entwickelt sich ein anfangs interessantes Erbschaftsspielchen mit ein paar lustigen Geheimnissen zu einem Drama, ja, wirklich zu einem Thriller. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber ein ganzes Dorf ist scheinbar beteiligt an einer grausamen Geschichte, die ein kleines Mädchen das Leben kostete und die Hauptfigur, Nico, war deren beste Freundin. Schrecklich, was sich alles so peu á peu herauskristallisiert und man kann sich dem Sog der Geschichte wirklich nicht entziehen und wundert sich teilweise, wo die Seiten hin sind, wenn man wieder einen Abschnitt gelesen hat.

Fazit:

Mein Fazit fällt deswegen auch sehr sehr positiv aus, ein Jugendbuch, mit ganz viel Thrill und Grauen, ein wenig Mystik, ein bisschen was fürs Herz aber alles zusammen super verpackt. Und ganz bestimmt nicht nur für Jugendliche gedacht!

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Rot wie das Meer
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(153)

381 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 76 Rezensionen

pferde, wasserpferde, insel, meer, liebe

Rot wie das Meer

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 430 Seiten
Erschienen bei script5, 01.11.2012
ISBN 9783839001479
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Es ist November in Thisby, einer kleinen, wilden Insel. Und wie in jedem Jahr, so soll auch dieses Jahr wieder ein Pferderennen alles andere in den Hintergrund drängen. Dieses Rennen ist aber kein gewöhnliches, denn die Reittiere, auf denen dieses gefährliche Rennen am Strand ausgetragen wird, sind selber gefährlich. Man nennt sie „Capaill Uisce“ und sie kommen aus dem Meer. Auf den ersten Blick ähneln sie ihren Verwandten an Land, doch sind sie weitaus größer, kräftiger und sie sind wild. Wild und darauf aus, Blut zu trinken und Fleisch zu fressen. Doch sind sie bei all ihrer Gefährlichkeit auch wunderschön und das macht einen Großteil der Gefahr aus, in die man gerät, wenn man nicht auf der Hut ist und einem Capall Uisce zu nahe kommt. Denn dann könnte es passieren, dass es seine Zähne in das Fleisch senkt und einen tötet…

In diesem Jahr jedoch, da soll noch eine andere Sache die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Puck Conolly, elternloses Mädchen, dass mit seinen beiden Brüdern leidlich versucht, zu überleben, hat es sich in den Kopf gesetzt, mit ihrer Ponystute, einer ganz normalen, gutmütigen Stute, an dem Rennen teilzunehmen. Für sie ist dies die einzige Chance, ihr Elternhaus weiterhin zu halten, denn sie lässt sich auf einen irrwitzigen Handel mit dem größten Stallbesitzer der Insel ein: Das elterliche Gehöft bleibt in ihrem Besitz, wenn sie das Rennen gewinnt. Doch wie soll sie es schaffen. Sie, mit ihrer Stute, gegen die blitzschnellen, unschlagbaren, blutrünstigen „Wasserpferde“? Wie gegen die Meinung der Männer der Insel, eine Frau bringe nur Unglück und dürfe nicht beim Rennen teilnehmen?

Da tritt Sean Kendrick in ihr Leben und damit ist Puck nicht mehr allein. Er selber ist seit Jahren der beste Reiter der Capaill Uisce, er und der Hengst Corr, ein roter, wunderschöner Hengst von bestem Capall-Blut, führen die Rennen immer an. Doch auch in seinem Leben scheint sich eine Wendung zu ergeben. Er will Corr ganz sein Eigen nennen, auch wenn dies bedeuten würde, seinen Job im Gestüt zu verlieren. Sean und Corr verbindet weitaus mehr, wie das Rennen.

Sean unterstützt Puck, gegen alle Widrigkeiten und der Tag des Rennens kommt näher! Doch schon jetzt ist der Strand blutgetränkt und es sind Tote zu beklagen. Wird es Puck gelingen, sich durchzusetzen und ihr Elternhaus zu retten?

Meine Meinung:

Wundervoll!

Ich muss mich wirklich sehr bemühen, mich nicht zu sehr in Lobeshymnen zu verstricken, vor Allem aber, nicht zu viel zu verraten. Dieses Buch ist etwas so Anderes, dass mir bestimmt bald die Superlative ausgehen werden!

Richten wir doch zunächst mal unseren Blick auf dieses traumhaft schöne Cover. Wahnsinn, wirklich, es wirkt schon so auf einen ziemlich hypnotisch, man mag es immerzu ansehen und anfassen. Schön ist auch, dass nicht nur der Schutzumschlag schön ist, sondern der Einband als solches, schneeweiß und in blutroter Schrift der Titel darauf prangt. Also auch „blank“ eine echte Schönheit. Gut, es gibt Bücher, die sind von der Optik her wirkliche Schönheiten, aber der Inhalt… Nun, hier würde ich sagen, ist es ein Volltreffer, Außen und Innen entsprechen einander.

Es war ein Experiment. Ich war neugierig. Maggie Stiefvater hatte ich bisher noch nicht gelesen, auch wenn schon ein Teil der Wolf-Serie im Schrank steht. Und so bin ich, was die Autorin angeht, völlig unvoreingenommen an das Buch ran gegangen. Zum Inhalt hab ich mich auch nicht viel beeinflussen lassen. Hab nur schon vorher von unterschiedlich angesiedelten Lesern (junge, ältere, kritische…) sehr viel Gutes gehört. Und auch immer den Hinweis, dass man sich nicht abschrecken lassen soll, wenn man ansonsten keine Pferdebücher liest. Wie gut, dass ich mir das zu Herzen genommen habe!

So war ich denn ziemlich glücklich, als ich für das Forum von Literaturschock das Buch testlesen durfte. Dafür gebührt den Machern und dem Verlag auf jeden Fall ein dickes Dankeschön!

Ich habe mich reinfallen lassen, in die Geschichte. Und ziemlich schnell wurde ich mitgerissen. Vor meinem Auge ließ die Autorin sehr lebhaft und authentisch diese Insel entstehen. Für mich eine irische Insel, die Geschichte angesiedelt so kurz nach dem 2. Weltkrieg. Ich fühlte die Meerluft, roch die Pferde, den Schweiß der Reiter, das Heu, sah DAS Grün oder auch das sturmgepeitschte Grau…und war einfach überwältigt!

Es ist ein Erlebnis, streckenweise sehr sehr brutal und unerwartet blutig, was einem dann und wann doch Herzklopfen beschert, ein „Oh nein!“ entlockt, die Augen aufreißen lässt, mit offenem Mund weiter lesen lässt und zwischendurch muss man dann einfach mal kurz das Buch beiseite legen, weil es einen wirklich schafft. Aber in positivem Sinn!

Denn bei aller Gewalt, die einem begegnet ist das fantastische Element so schön, das Sanfte der zarten Bande zwischen Puck und Sean so herzerweichend, dass man einfach weiter lesen muss. Und man verliebt sich. In Corr, den roten Hengst, dieses wunderschöne, aber auch gefährliche Wasserpferd, was aber durch ein sehr starkes Band mit Sean verbunden ist und in bestimmten Momenten auch eine weiche Seite zeigt.

Ich denke, man kann merken, wie sehr mich dieses Buch beeindruckt, mitgenommen, mitgerissen hat. Und ich war traurig, als ich es ausgelesen hatte. Wenn es nach mir ginge, wäre es weitergegangen, da sind so viele Fragen, die ich noch habe, die nicht beantwortet wurden. Aber nicht, dass das dem Buch, der Geschichte abträglich wäre, nein, es lässt eher Raum für Spekulationen, sich noch weiter mit der Geschichte zu beschäftigen (ja, es gibt gewisse Ursprünge, die sich in den Capaill Uisce wieder finden!). Auch wenn ich mir wünschen würde, dass es eine Fortsetzung gibt, auch so ist „Rot wie das Meer“ ein echtes Highlight.

Fazit:
Sehr real verfasste Fantasy, die ganz bestimmt nicht ausschließlich für Pferdenarren mit starken Mägen geschaffen wurde, sondern auch ein gefühlvolles, teilweise blutiges Fantasyhighlight für reifere Fantasyliebhaber und sehr zu empfehlen!

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Die Verratenen
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(176)

433 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

dystopie, verrat, zukunft, ursula poznanski, verschwörung

Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 08.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Sie sind 6.
6 junge Studenten.
6 hoch begabte Studenten in einer Zeit, in der Menschen in Sphären leben. Unter Glas. In einem System, dass mehr und mehr zu einem Alptraum mutiert.

Menschen werden künstlich gezeugt. Die klassische Familie gilt als unwirksam, als nicht geeignet, Kinder aufzuziehen. Und es gibt die Welt draußen. Außerhalb der Sphären. Dort leben die „Prims“, sogenannte Primitive, die weniger gelten, als man sich vorstellen kann. Und die als Feinde von dem Großteil betrachtet werden und dieses Ansinnen wird gefördert. Durch Horrorgeschichten, die Prims töten die Sphärenbewohner bestialisch.

Doch eines Tages sind 6 der Sphärenbewohner nicht mehr länger privilegiert. Sie gelten als Verräter und sollen ausgeschaltet werden. Doch das wissen sie noch nicht. Nur Ria, sie ist die Nummer 7 der Rangliste und Freundin der Nummer 1. Sie belauscht ein hoch brisantes Gespräch, aus dem hervorgeht, dass die 6 sterben müssen, weil sie die Sphären verraten hätten. Nur weiß Ria nichts davon und sie kann sich nicht vorstellen, dass die anderen, die lediglich als Nummern genannt werden, irgendetwas verräterisches getan haben. Doch was dahinter steckt, das müsste sie rausfinden, ansonsten ist für sie alles zu spät.

Doch wer wird ihr glauben? Alle leben in einer durchstrukturierten Welt, das Essen wird zugeteilt, das Klima wird geregelt, alles ist genau abgestimmt, jeder wird seinen Talenten entsprechend gefördert und ein Mangel wird ausgeglichen. Ja, es werden sogar kosmetische Operationen vorgenommen, um den Perfektionismus eines für die Sphären Arbeitenden auf die sprichwörtliche Spitze zu treiben.

Wer also sollte Ria glauben?

Spätestens, als die 6 sich wirklich in einem Zug in eine andere Sphäre wieder finden, genau wie Ria es aus dem belauschten Gespräch erzählt hat, mitten auf der Strecke gehalten wird und sie sich nach einem blutigen Kampf in der Eiseskälte und auf der Flucht außerhalb der Sphären wieder finden, erst da glauben die anderen Ria.

Nun sind die als Verräter Gebranntmarkten selbst die Verratenen und müssen sich einer Welt „draußen“ stellen, die sie heillos überfordert und die sie das Leben kosten könnte.

Denn die Prims haben sie längst entdeckt...

Meine Meinung:

Klappe – Die Erste

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lies + Lausch gelesen und genossen. Erwartungen hatte ich viele verschiedene. Immerhin ist es ein Poznanski-Buch! Und ja, sie wurden erfüllt und sogar auch übertroffen.

Die Geschichte ist vielschichtig, hat viele Aspekte, die sich in einer Rezension gar nicht zusammenfassen lassen, ohne dass man zu viel verrät, was man sich selbst „erlesen“ sollte, um das Buch wirklich so ganz zu verstehen.

Es handelt sich um eine Dystopie, das ist ja von vorne herein bekannt. Doch finde ich diese ganzen Visionen, die da verarbeitet wurden, zum Teil wirklich gruselig. Z.B. diese Sphären, ich habe sie vor mir gesehen, es gibt ja so was ähnliches heute schon, Biosphären, in denen Pflanzen und Tier gedeihen, in denen getestet wird, ob man so was auf anderen Planeten nutzen kann, um dort zu siedeln. Also ist das gar nicht so weit hergeholt, dass wir hier auf der Erde irgendwann auch unter riesigen Glaskuppeln mit gesteuertem, optimalem Klima leben. Vor allem, in der Welt im Buch hat es auch eine nicht näher bezeichnete Katastrophe gegeben, die dazu führte, dass die Menschheit oder zumindest ein Teil davon unter den Sphären lebt. Ein anderer Teil, diejenigen, die wahrscheinlich vorher auch schon arm waren, müssen sich in der harten, eiskalten Umwelt draußen durchschlagen. Genauso stell ich mir das vor. Leute, die es sich leisten können, werden mehr oder weniger gerettet und leben in Sicherheit, die andren müssen zusehen… Also auch gar nicht so fiktiv.

Und so geht es weiter, es gibt vieles, wo man heute schon die ersten Vorboten davon erkennen kann. Auf jeden Fall handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie, was uns, denen das Buch gefallen hat, auf eine harte Probe stellt. Denn nun heißt es warten, bis wir weiter erfahren, wie es den ehemaligen Sphärenbewohnern –von den Prims „Lieblinge“ genannt!- weiter ergeht. Das Ende des Buches markiert eine Art Aufbruch und beinhaltet schon eine zarte Hoffnung darauf, dass es doch besser werden könnte, für alle.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht lesbar geschrieben, ich konnte der Geschichte vom ersten Moment an folgen, auch wenn ich mich erst einmal in der Zeit orientieren musste, in der das Buch spielt. Es waren viele futuristische Eindrücke, die da auf den Leser einstürzen, die aber so bildhaft beschrieben sind, dass man eigentlich recht flott ein gutes Bild vor Augen hat und dann ist das ganze Buch ein einziger, teilweise recht dramatischer Film fürs Kopfkino.

Fazit:

Literarische Science Fiction fürs Kopfkino vom Feinsten, nicht unbedingt als Dystopie ausschließlich für Jugendliche geeignet, da es doch sehr komplex und vielschichtig ist und von daher auch für uns Erwachsene ein feiner Leckerbissen, den man auch gut zweimal lesen kann, um wahrscheinlich alles wirklich zu erfassen.

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Die Frauen, die er kannte
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(71)

125 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

schweden, stockholm, serienmörder, kriminalpsychologe, krimi

Die Frauen, die er kannte

Hans Rosenfeldt , Michael Hjorth , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 725 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Polaris Verlag, 19.07.2012
ISBN 9783862520206
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Blanche - Die Versuchung
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(20)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

dämonen, liebe, paris, engel, blanche

Blanche - Die Versuchung

Jane Christo
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783864431029
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Blanche und Beliar – dieses ungewöhnliche Dreamteam aus Profikillerin mit geheimnisvoller Vergangenheit und dem bei seinem Herrn und Meister Saetan in Ungnade gefallenen Erzdämon- sind wieder da. Und sie werden nicht zur Ruhe kommen, was beide sehr nach dem Beginn ihrer Bekanntschaft doch sehr in Mitleidenschaft nimmt. Es bleibt keine Zeit für Blanche, sich über ihre sehr intensiven und verwirrenden Gefühle, die sie immer wieder überrennen klar zu werden und auch Beliar kann keine Luft holen und mit der neuen Situation leben. Dafür gibt es um sie herum genügend Feinde, die es buchstäblich riechen, dass die beiden angreifbar sind und dies dann auch ausnutzen wollen. Hinzu kommt, dass die beiden nun für den Erzengel Miceal arbeiten, Dämonen für ihn eliminieren und das wird ihnen bei einem ganz bestimmten Fall fast zum Verhängnis, denn dieser Fall ist in Wirklichkeit vielmehr als Falle gedacht.

Doch ist das nicht das Einzige, die dann doch sehr offensichtliche Bedrohung durch Dämonen, die viel Kraft kostet, nein, auch aus Blanches Vergangenheit tauchen so einige Probleme wieder hervor. Unter Anderem ihre ehemals allerbeste Freundin aus Kindertagen, mit deren Hilfe sie mehr oder weniger gut durch die schwere Zeit im Waisenhaus hindurchkam, die sich aber nun ebenfalls als Dämonenjägerin entpuppt und Blanche gegenüber mehr als feindselig auftritt, ihr eine gewisse Stellung streitig machen will und ihr neidet, dass der Erzengel ihr die einzig wirksame Dämonenwaffe anvertraut hat, die noch verblieben ist.

Als Blanche dann nach einem Verbündeten sucht, greift sie auf Enzo, den windigen Mafiaboss von Paris, zurück, in dessen Gesellschaft sich auch das ehemalige Freudenmädchen Nella befindet, die krampfhaft versucht, ihre Straßenmanieren abzulegen und mit ihren Bemühungen für einige recht komische Momente sorgt.

Aber bei aller Komik durch Nella, da taucht denn auch noch Marcel auf, Blanches Exfreund, der sich an ihre Fersen heftet und sie wieder für sich gewinnen will, was Beliar auch nicht gerade ruhig bleiben lässt.

Und zu guter Letzt ist dann auch noch Zoey recht lebendig und spielt unserem Traumpaar mächtig übel mit.

Aber, was genau und welche Verwicklungen und nervenzerreibenden Szenen einen erwarten, das werde ich garantiert nicht verraten. Immerhin ist das ja jetzt „erst“ der zweite Teil und der dritte will auch noch erlesen werden von uns. Eine Person aus Blanches Vergangenheit will auch noch in den Vordergrund, kann ich mir vorstellen und diese Figur ist nicht ganz unwesentlich…

Meine Meinung:

Das Dream-Team

Das war er nun, der zweite Teil rund um die Profikillerin Blanche und „ihren“ Dämon, Beliar. Die Gefühlswelt der beiden ist mit das aufregendste, was man sich nur vorstellen kann. Sie will seines Gleichen in einer Tour auf nimmer wieder sehen verschwinden lassen und er … er ist ein Erzdämon eigentlich, nur hat er sich jetzt mit den Engeln verschworen, arbeitet gar für den Erzengel Miceal… Schon unfassbar, dass ein so höllisches Wesen sich der guten Seite zuwendet. Aber wenn man seine Geschichte so in Auszügen mitbekommt, schon eher verständlich.

Und auch Blanche ist eigentlich von ihren Wurzeln her etwas ganz anderes, als was sie bisher dachte und zu der Verliebtheit und der körperlichen Anziehung zwischen ihr und Beliar kommt dann auch noch diese Fragen, die sie quälen, wer bin ich, woher komme ich und was zum Geier passiert da gerade mit mir. Arme Blanche… Diese innere Zerrissenheit, diese ganzen Fragen treiben sie schier in den Wahnsinn und da ist es verständlich, dass sie ein kleines Stückchen von der Unbeschwertheit eingebüßt hat, dass sie gereifter wirkt, nicht mehr ganz so zynisch, wie noch zu Beginn ihrer literarischen Laufbahn. Aber sie ist unverkennbar Blanche und dafür bin ich dankbar!

Für den Humor bei allem sorgt diesmal jemand anderes weitaus mehr. Nella. Bordsteinschwalbe, die eigentlich mit allen –erotischen- Wassern gewaschen ist, aber vom Leben und Benehmen keinen blassen Schimmer hat und nun in Zusammenarbeit mit einem Therapeuten lernt, sich in besseren Kreisen zu bewegen, um ihrem geliebten Enzo noch mehr Freude zu machen. Es ist brüllkomisch, wenn sie anstatt Fäkalsprache das Wörtchen „plüsch“ benutzt. Eine wirklich grandiose Idee!

Aber man bekommt auch Angst, wenn man die teilweise sehr eindrücklich beschriebenen, manchmal ausweglosen Situationen so liest und im Kopf erlebt. Angst um Blanche, Angst um Beliar, um das, was da zwischen den beiden so wundervoll wächst. Wie gut, dass die Hoffnung bleibt, dass doch alles gut wird.

Wie auch schon beim ersten Teil muss ich sagen, man guckt das Buch an und denkt, oh, so dünn und dann liest man und verliert sich und stellt fest, wie wahnsinnig viel auf diesen Seiten steht, wie viel da drin steckt und dann ist das mit dem dünn ganz schnell vergessen, man verliebt sich in die beiden Hauptfiguren und beneidet Blanche auch manchmal ein wenig um ihren Dämon Beliar. Ich würd ihn zu gern mal live und in Farbe sehen, wenn ich ehrlich bin.

In jedem Fall werde ich auch beim 3. Teil wieder dabei sein, das ist klar und ich freue mich auch jetzt schon auf das Wiedersehen mit Blanche und ihren Dämon und bete, dass die liebe Jane ihnen noch ein bisschen mehr Liebesglück gönnt.

Fazit:

Der 2. Band hats nicht immer leicht, aber hier hat es funktioniert. Ein schönes Stück Fantasy, in das man sich getrost fallen lassen kann, um dem Alltag zu entfliehen und an der Seite von Blanche und Beliar zu kämpfen, für eine Welt ohne das offensichtlich Böse und mit ganz viel Liebe wenn möglich.

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Schmetterlingstod
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(23)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

freiburg, elvis, privatdetektiv, drogen, papagei

Schmetterlingstod

Oliver Becker
Flexibler Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 09.07.2012
ISBN 9783839213223
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Inhalt:
John Dietz, junger motivierter Privatdetektiv mit einem Papagei als Quasi-Partner hat ein Problem. Allein mit seinem guten Aussehen und dem Willen, ein guter Privatermittler sein zu wollen, lässt sich leider keine Miete und auch sonst nichts bezahlen. Er sucht krampfhaft nach einem Fall.

Das Schicksal scheint es vermeintlich gut mit ihm zu meinen, als eine junge Frau aus seiner unrühmlichen Vergangenheit in seiner Detektei aufkreuzt. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass sie ihm nicht wirklich etwas zutraut, aber John scheint so etwas wie ihre letzte Hoffnung zu sein.

Ihre Schwester wurde überfahren und der Fahrer ist geflohen und Laura möchte, dass John nachforscht, ob es nicht doch möglich ist herauszufinden, wer diese Schandtat begangen hat, sie glaubt nämlich, dass die ganze Aktion vorsätzlich war.

In John weckt dies das urmännliche Bedürfnis, Laura zu zeigen, was er drauf hat und so drängt er sich quasi der überheblichen, herablassenden Laura Winter auf, den vermeintlichen Mord an ihrer Schwester Felicitas aufzuklären. Natürlich, John Dietz ist ja auch der Beste….

Hätte er geahnt, in welches Wespennest er damit sticht und in welche Gefahr er sich begibt, hätte er Laura schleunigst die Tür gezeigt und sich weiterhin daran erfreut, lediglich Elvis´ Gesängen zu lauschen, der augenscheinlich denkt, er wäre die Reinkarnation des toten King of Rock ´N Roll.

Eine Geschichte, rund um ein Töchterchen aus gutem Hause, dass sich auf ein mehr als gefährliches Spiel einließ um aus dem goldenen Käfig zu fliehen und dadurch die Bekanntschaft mit der halbseidenen Gesellschaft der Freiburger Unterwelt machte und keine andere Lösung sah, als…

Meine Meinung:

One for the Money…

Elvis… ein Name, dem man nur schwer widerstehen kann, der einen magisch anzieht. O.k., hier gehört dieser Name einem Papagei, einem ziemlich grässlich singenden Papagei, aber was kann der arme dafür, dass ihm das niemand richtig beigebracht hat? Und dass sein „Herrchen“ ihn so oft allein lässt? Ich gebe zu, mein Herz hat er im Sturm erobert, diese kleine, krächzende Amazone und ich hab mir so sehr gewünscht, dass er einen größeren Auftritt bekommt, in der Geschichte mein ich. Nun, er ist da, hat auch eine etwas größere Szene, aaaber… sorry, es hätte mehr sein können. So ist es ein netter Auftakt für eine feine Krimiserie rund um den wirklich sympathischen, noch ausbaufähigen Privatdetektiv John Dietz.

Er ist jung, er ist euphorisch, er ist erfolglos und das ist so liebenswert, dass seine Figur einen gleich für sich einnimmt. Man hat Nachsicht mit ihm, wie eine Patentante mit dem kleinen goldigen Patenkind. Und es gibt ja auch eine Figur in der Geschichte, die uns das direkt am Mann abnimmt, dieses Umsorgen und Betüddeln: Tante Ju.

Gut, dass John nicht vergisst, es spannend zu machen. Die Ermittlungen sind wirklich manchmal doch sehr nervenaufreibend, führen uns ins Rotlichtmilieu von Freiburg (so was gibt’s tatsächlich da!) und wir sind bei einigen doch recht lustigen Situationen mit dabei.

Der Krimi als solches ist auch recht gut aufgebaut, also der Kriminalanteil für sich genommen. Inklusive einem echten Aha-Highlight, mit dem man so nicht rechnet. Also ich hab damit so überhaupt nicht gerechnet. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen, dass es so einen Knalleffekt dann noch gab.

Genauso gut hat mir der Epilog gefallen, gibt es viel zu selten, diesen Blick in die Zukunft der Figuren mit der Hoffnung darauf, dass wir sie bald wieder sehen, ihre weitere Entwicklung auch weiterhin begleiten dürfen. Und ja, auch John noch ein bisschen weiter Hätscheln dürfen.

Fazit:

Alles in Allem würde ich sagen, „Schmetterlingstod“ ist ein feiner Krimi, mit Witz und Spannung, der aber noch ausbaufähig ist und ich glaube, dass der Autor das auch hinbekommt, das Potenzial ist klar erkennbar und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit John, Elvis, Laura und Tante Ju beim nächsten Mal.

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Die Schatten von Belfast
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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

nordirland, thriller, aufbau verlag, krimi, ira

Die Schatten von Belfast

Stuart Neville , Armin Gontermann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.08.2012
ISBN 9783746628578
Genre: Krimi & Thriller

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Stimmen in der Nacht
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171 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 55 Rezensionen

krimi, thriller, maggie, studenten, laura brodie

Stimmen in der Nacht

Laura Brodie , Britta Mümmler
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.06.2012
ISBN 9783423249126
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
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Das Gespinst des Bösen
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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

england, wales, gwilym, spirituell, merrily

Das Gespinst des Bösen

Phil Rickman , Nicole Seifert
Flexibler Einband: 558 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783499253386
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Ich hab sie nicht gezählt
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(14)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

biographie, bulimie, kindheit, ehe, liebe

Ich hab sie nicht gezählt

Dolores Schmidinger
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 31.08.2012
ISBN 9783218008457
Genre: Biografie

Rezension:

Inhalt:
„Dolly“ erzählt über ihr Leben. Wie es begann. Wie es in manchmal merkwürdige Bahnen geriet. Wie sie noch merkwürdigere Menschen kennen lernte, manchmal auch lieben. Welche Rolle ihr Vater spielte und jene merkwürdigen Menschen, die nun auch wir als Leser kennen lernen.

Ausgelegt ist alles mit einem Augenzwinkern, versteckt hinter aberwitzigen, teilweise sehr komischen Geschichten oder zumindest die Art, wie Dolores aus ihrem Leben erzählt, soll komisch sein. Doch wer sich die Mühe macht, mit offenen Augen und einem ebenso offenen Herz und Geist an diese Lebensgeschichte ranzugehen, der wird die Tragik sehen. Den Schmerz, die psychischen Qualen, die Dolores in einige Süchte, wie Sex mit allen und jedem, Alkohol, Appetitzügler etc. treiben. All das ist hinter ihrer unbestritten sehr komödiantischen Art und Weise versteckt und macht einen sehr betroffen.

Es ist halt unter der Theaterschminke, die Dolly wohl selbst auf der Bühne verwendet eine schonungslose, schmerzhafte Lebensgeschichte, die nichts beschönt und nichts auslässt.

Meine Meinung:

Schockierend und traurig, von vorne bis hinten

Ich glaube, die Ankündigung für dieses Buch in der Leserunde ist gründlich nach hinten los gegangen. Nicht nur ich hatte mich drauf eingeschossen, schon eine Biografie, aber eine mit einem Augenzwinkern, zu lesen, lachen zu können und mich zu amüsieren. Doch dann kam das, was mich zu der Überschrift meiner Meinung bewegt.

Dolores erzählt uns vom Missbrauch, den sie durch ihren Vater erlebt, von der Suche nach Perfektion, der Suche nach DER Liebe, fälschlicher Weise in verschiedenen sexuellen Spielarten gesucht, um überhaupt etwas zu fühlen, noch ein Missbrauch, den von Alkohol und Appetitzüglern, um wiederum ein Ideal zu erreichen, dass man oder besser Dolores nie erreichen würde… Grausam das alles, manchmal hat es mich dazu gebracht, das Buch mal kurz beiseite zu legen, ich musste durchatmen. Und gelacht? Gelacht hab ich nur ganz wenig, weil mir das Dollys Leben nun wirklich nicht als komisch erschien und ihre Erlebnisse nur bedingt. Meistens kam auf eine auf den ersten Blick sehr komische Situation gleich etwas, was mich „runter gezogen“ hat.

Die Frage, ob das Buch nun gut war, die Geschichte, die ja keine Fiktion ist, sondern das Leben einer Frau beschreibt, die kann ich nicht beantworten. Ich habe Dollys Biografie nun gelesen, manchmal mit einem Kopfschütteln, öfter mit gerunzelter Stirn und ganz ganz selten mit einem Lächeln. Empfehlen? Das weiß ich auch nicht, ob ich’s empfehlen kann. Und wenn, wem? Jemandem, der keine Angst vor der schonungslosen Wahrheit hat, der nicht glaubt, alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, ja, so jemandem könnte ich das Buch empfehlen. Und den Leuten, die Dolly vielleicht ob ihres komödiantischen Talents bewundern, um mal hinter die Fassade zu blicken, sofern sie die Dolly hinter der Theaterschminke noch nicht kennen und sie um ihr Leben beneiden.

Ich persönlich möchte Dolly wünschen, dass sie jetzt zur Ruhe kommt, ihre Süchte überwindet und die Liebe nicht mehr sucht, sondern in sich selbst findet und das Leben wirklich genießen kann.

Fazit:

Wie ein Fazit ziehen, wenn man ein Buch noch nicht mal richtig bewerten kann? O.k., ich versuch es: Es ist eine schonungslose Biografie, versteckt hinter spaßigen Anekdoten, die von der ersten bis zur letzten Seite nur Maskerade sind für ein eigentlich urtrauriges Leben.

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White Horse
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213 Bibliotheken, 4 Leser, 9 Gruppen, 66 Rezensionen

seuche, dystopie, endzeit, white horse, liebe

White Horse

Alex Adams , Birgit Reß-Bohusch
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.09.2012
ISBN 9783492702522
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Alles beginnt mit einem Gefäß, was urplötzlich in Zoes Wohnzimmer auftaucht. Doch damit scheint der Untergang der Menschheit besiegelt und Zoe glaubt lange, sie wäre schuld. Denn eine unheilbare, unaufhaltsame Seuche befällt die Menschheit, tötet, lässt Menschen zu Monstern werden, Zombies gleich durch die Straßen wandeln, zu fantastischen Kreaturen mit ekelhaften Fressgewohnheiten werden. Und andere, andere überleben, versuchen sich ihren Platz auf der Welt wieder zu erobern. Denn die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr, es herrscht Anarchie und die Schuldigen verstecken sich zunächst. Doch Zoe macht sich auf, trägt sie doch ein Kind unter dem Herzen, das leben soll, das in eine bessere Welt geboren werden soll und das vor allen Dingen mit beiden Eltern aufwachsen soll. Doch dazu muss Zoe Nick wieder finden. Nick, der sich aufgemacht hat, seine Eltern zu finden, weil er glaubt, ebenfalls krank zu sein und sterben zu müssen. Doch Zoe will das nicht wahr haben. Sie schlägt sich durch, kämpft, brutal, ohne Rücksicht, doch trotzdem mit einem guten Herzen für Schwächere, unbarmherzig aber zu jenen, die sie ebenfalls nur töten wollen.

Ob sie Nick finden wird, das weiß niemand. Auch nicht, ob das Schiff, dass sie erreichen will, sie der Erlösung näher bringt, dem Ziel, mit Nick neu anzufangen, eine neue, bessere Zukunft zu schaffen, für sich und ihr ungeborenes Kind.

Meine Meinung:

Beware of the White Horse!

Keine Angst, ich verfalle jetzt nicht ins Englische, aber ich finde, diese Überschrift warnt so richtig gut. Denn eine als Warnung kann man das ganze Buch verstehen. Passt ja auch alle gerade supergut, das Jahr 2012, das Ende ist nah, Halloween steht vor der Tür, die Zombies feiern ein Revival… Ja, da passt das Buch wirklich gut. Und was noch gut ist: Es ist auch noch gut geschrieben! Kein Trash, kein billiger Abklatsch von irgendwas. Aber sehr brutal und streckenweise sehr eklig, das muss ich sagen. Aber mir hat es wirklich supergut gefallen, ich werde auch die kommenden Teile lesen, soll ja eine Trilogie werden. Nehm ich gern!

Die Realitätsnähe ist auch bei allem Monstertum und aller Fiktion gegeben. Denn seien wir mal ehrlich, was die Pharmakonzerne da so in ihren Laboren brutscheln und köcheln, das kann doch kein normal Sterblicher mehr nachvollziehen. Und wer weiß schon, woher all die mutierten Seuchen, die es auch jetzt schon gibt, wirklich kommen. Ob alles wirklich so spontan passierte? Glaubt das wirklich noch einer? Ich nicht. Und deswegen hat mich das Buch wahrscheinlich auch erreicht und mitgenommen in dieses „The-Day-After“-Szenario. Eine sehr bildhafte Sprache tut ihr Übriges und reißt den Leser wirklich mit.

Die zarte Liebesgeschichte, die da um Zoe und Nick gesponnen wird, steht nicht zu sehr im Vordergrund, aber man freut sich trotzdem, wenn die zwei sich begegnen und kriegt regelrechte Anfälle, wenn sie wieder mal eine Begegnung ungenutzt verstreichen lassen, obwohl beide dasselbe wollen.

So darf man gespannt sein, wie es im 2. Teil weiter geht, denn das Ende, das verspricht eine Menge und nicht zu vergessen, das ungeborene Kind ist ja auch noch da und sollte dann ja wohl geboren werden.

Fazit:
Dystopie für Erwachsene, so würde ich „White Horse“ mal benennen. Für Jugendliche ist es mir streckenweise zu grausam, zu drastisch. Aber für Fans einer guten Mischung aus Fantasy, Science Fiction und einer guten Prise Horror ist das schon was, denk ich. Und ich würde mich eigentlich freuen, wenn es davon mal einen Film gibt. Mich interessiert nämlich brennend, ob mein Kopfkino gut funktioniert hat!

Mein Dank geht an Lovelybooks, dass ich im Rahmen einer tollen Leserunde das Buch lesen durfte!

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Das Mädchen im Schnee
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(8)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

geld, vermisst, bordell, liebe, 16 jahre

Das Mädchen im Schnee

Ninni Schulman , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.09.2012
ISBN 9783453409446
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Vergeltung
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(27)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

dänemark, mord, entführung, rebekka, pfarrer

Vergeltung

Julie Hastrup , Hanne Hammer
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.01.2012
ISBN 9783492272681
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Judaswiege
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(46)

70 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

internet, thriller, fbi, judaswiege, killer

Judaswiege

Ben Berkeley
Flexibler Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Piper, 24.11.2011
ISBN 9783492272919
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Im Visier des Todes
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(45)

83 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

fotograf, mord, schwester, model, paris

Im Visier des Todes

Olga A. Krouk
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Lyx, 01.09.2012
ISBN 9783802586408
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:

Celine, ein aufgehender Stern am Modelhimmel, wird brutal ermordet und ihre Schwester Leah, sieht sich urplötzlich mit dem Leben ihrer Schwester konfrontiert, wie sie es nicht erwartet hätte. Nichts scheint mehr, wie es war und ganz besonders die bisher gültigen Tatsachen scheinen völlig verkehrt. Dieser Umstand und noch einige andere Merkwürdigkeiten bringen Leah dazu, sich an auf die Suche zu machen. Auf die Suche nach der echten Wahrheit, die hinter immer wirreren Geschichten und äußerst merkwürdigem Verhalten so mancher Figuren aus Celines Leben zu stecken scheint. Doch dabei gerät sie selbst in große Gefahr. Und es ist fraglich, wer diese Gefahr für sie im Endeffekt ausmacht. Ist es Kay, der äußerst attraktive Fotograf, der sich mehr als verdächtig macht und auch eine ganz spezielle Beziehung zu ihrer Schwester gehabt haben muss. Oder ist es doch eher Poul, der Freund aus Kindertagen, der sich sehr seltsam benimmt. Diese und andere Fragen türmen sich vor Leah auf und ihr bleibt nichts anderes übrig, als die Trauer über den Verlust ihrer Schwester beiseite zu schieben und auf eigene Faust zu ermitteln.

Meine Meinung:

Poesie im Thrillerreich

Zunächst fiel es mir schwer, die Geschichte zu spüren, den Thrill zu erleben. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, mit Autorenbegleitung, was immer etwas ganz Besonderes ist. So kann man Fragen, die auftauchen, gleich stellen und bekommt auch recht oft eine entsprechend befriedigende Antwort. Dafür sei Olga sehr gedankt!

Hier in dem vorliegenden Fall war es so, dass ich einfach nur Geduld brauchte, bis auch mich die Geschichte packte, der Kern mich erreichte und mich Gänsehaut und Co. besuchten. Es ist nun mal kein Hauruck-Thriller. Sondern eher eine Geschichte, die durch die Hintertür kommt, wirklich poetisch geschrieben, eine ganz eigene Sprache, die, hat man sich einmal drauf eingelassen, einen mitnimmt, fortträgt und so schnell nicht loslässt.

Dann erst erschließt sich einem die gesamte Tragweite, erwischen einen eisekalt bestimmte Aha-Effekte, und zwar mit Macht!

Dadurch, dass es so ein besonderes Leseerlebnis war, ist es auch nicht mit anderen zu vergleichen, ich wüsste jetzt nicht, was ich sagen wollte, wenn mich jemand fragt, ob es ähnliche Bücher gibt. Nein, bisher hab ich noch keins in der Art gelesen, das mag daran liegen, dass es eben die ureigenste Art der Autorin ist. Hat man ja viel zu selten, dass Autoren wirklich noch so ganz was eigenes haben, dass sie aus der Masse herausstechen.

Hier ist es aber dennoch der Fall. Deswegen kann ich nur sagen, falls jemand wissen möchte, ob das Buch was für ihn ist, einfach nehmen und er-lesen, die Welt, in die uns Olga A. Krouk da mitnimmt, ist etwas ganz besonderes und ich bin froh, dass ich dabei geblieben bin und nicht aufgegeben habe!

Da es ja nun auch schon einen zweiten Teil gibt (Im Netz des Verbrechens), werde ich mich ohne mit der Wimper zu zucken auch daran versuchen!

Fazit:

Das Fazit zu ziehen, fällt mir schon schwer, ich möchte niemanden auf eine falsche Fährte locken… „Im Visier des Todes“ ist ein sehr poetisch verfasster Thriller, mit sehr düsteren Tiefen, schmerzenden Erkenntnissen und einem Hauch Drama, gewürzt mit einer Spur knisternder Romantik und damit ziemlich außergewöhnlich, aber deswegen auch sehr besonders und empfehlenswert!

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Die Besessene
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(86)

165 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, katy, genevieve, psychothriller, besessen

Die Besessene

S.B. Hayes , Barbara Lehnerer
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.09.2012
ISBN 9783423760614
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Katys Leben scheint endlich wieder einen Aufwärtstrend zu bekommen. Sie hat tolle Freundinnen, der Junge, in den sie furchtbar verliebt ist, hat sich ihr auch zugewendet und es scheint, als würde ihre völlig depressive und zurückgezogen lebende Mutter endlich wieder am Leben teilhaben. Doch da drängt sich ein Mädchen, Genevieve, in Katys Leben und von einen Tag auf den anderen ist nichts mehr, wie es war und Katy versteht die Welt nicht mehr.

Warum scheinen alle Genevieve zu mögen und nicht zu sehen, wie intrigant sie ist. Warum glaubt ihr keiner und sie hat auf einmal die Rolle der undankbaren, neidischen Person. Die ganze Welt scheint sich gegen sie verschworen zu haben und sie im Stich zu lassen.

Und Genevieve wird ihr immer ähnlicher, sie sieht schon bald aus wie Katy und auch das scheint niemandem aufzufallen, eher wirft man Katy vor, sich wie ein beleidigtes Prinzesschen zu benehmen und scheinbar alles, ihr ganzes Leben, ja sogar ihre Mutter scheint ihr zu entgleiten.

Da schlägt sich ihr Freund aus Kindertagen, Luke, auf ihre Seite und gemeinsam beginnen sie, die geheimnisvolle Vergangenheit von Genevieve zu durchkämmen und einige sehr interessante Details, die sie zu einer echten Gefahr machen könnten, aufzudecken. Doch lässt Genevieve es nicht kampflos zu, dass Katy sie „demontiert“, ihre Drohungen lässt sie wahr werden und Katy ist kurz davor aufzugeben, doch letztendlich lässt sie sich doch weiter auf das Spiel ein und kämpft um alles, was ihr lieb und teuer ist. Doch zu welchem Preis?

Meine Meinung:

Verwirrspiel

Dieses Buch hat mich von Anfang an auf völlig falsche Fährten gelockt und dann doch wieder eine gänzlich andere Richtung eingeschlagen. Manchmal leider, muss ich sagen.

Da wäre erst einmal das Cover. Dieser Wahnsinns-Eyecatcher, da hab ich sofort gedacht, das ist wahrlich ein Buch, wie für mich gemacht. Ich weiß ja, dass ein Cover so rein gar nichts über den Inhalt aussagt, bzw. über die Qualität, aber hier wird man so richtig schön in die Irre geführt. Meiner Meinung nach ist das ein lupenreines Fantasy- oder Mystery-Cover. Die Farben, die Machart, supermystisch. Und dann liest man da was von Thriller…O.k., dann ist es ein Thriller und dieses Cover wurde nur gewählt wahrscheinlich, um die Jugend auch wirklich anzusprechen.

Gut, man muss im Kopf dann halt umschalten, das Cover sofort vergessen und sich ganz allein auf die Geschichte einlassen. Das geht recht fix, ist der Stil doch nicht sehr schwierig zu lesen und recht flüssig.

Tja und dann wird’s doch mystisch und man weiß nicht, wurde das bei der Beschreibung nur vergessen? Oder versteht man da was völlig falsch? Ich bin super misstrauisch und verwirrt worden, durch den Auftritt Genevieves, wie eine Hexe, die Rache nimmt, kommt sie einem vor, man wartet auf irgendwelche Zauberformeln, Flüche, neblige Auftritte aus dem nichts…und es kommen auch noch sehr sehr spooky Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit, die das untermauern. Aber alles soll dann doch ganz logisch sein? Tut mir leid, da war ich denn endgültig verwirrt und fand alles nur noch sehr konstruiert und nicht mehr schön.

Aus dem Grund fand ich dann das Ende auch nicht wirklich toll, es gab noch mehrere Dinge, die ich als sehr unglaubwürdig und unpassend empfand oder zu wenig ausgestaltet oder erklärt. Von daher gibt’s auch nicht die volle Punkt/Sternzahl.

Von einem echten Thriller seh und hör ich nicht sehr viel, ich sprech lieber von einem Jugendroman mit mystischen Anklängen. Davon hätt ich dann auch gern mehr gelesen.

Fazit:
Ein Thriller, der keiner ist, mit einem eigentlich tollen Fantasy-Cover, das auch keins sein soll. Sehr schwer, da ein echtes, sprechendes Fazit zu finden und zu formulieren! Ich würde mal sagen, wer Interesse dran hat, solls besser selbst lesen und sich sein eigenes Bild machen. Ich fand es leider nicht ganz so toll, da es zu viele Verwirrungen und falsche Fährten über die Richtung, die die Geschichte nehmen soll/will gab.

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Herzen aus Stein
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gargoyle, engel, dämonen, liebe, hexen

Herzen aus Stein

Inka Loreen Minden
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.09.2012
ISBN 9783864430756
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Noir muss sich versteckt halten, denn sie ist eine Hexe, die in Familientradition etwas bewahrt, hinter dem die Dämonen her sind und niemand darf wissen, dass sie überhaupt noch lebt. Dämonen hatten ihre Familie zerstört, ihren Bruder entführt und in die Unterwelt mitgenommen, als sie noch ein Kind war. Doch nun ist sie eine junge Frau, bildhübsch und kämpferisch, ausgestattet mit einem Wissen um Zauberei, das ihr schon oft geholfen hat, das Böse zu beseitigen.

Sie ahnt nicht, dass seit 10 Jahren nunmehr ein Beschützer stets an ihrer Seite ist, der sie nicht ein Sekunde aus den Augen lässt. Sie hört nur Gedanken von jemandem, der sich nach ihr sehnt, sie berühren will, sie lieben will und sich doch nie zeigt.

Dieser jemand ist Vincent, ein Gargoyle, besser gesagt ein einmaliger Mischling, der aus der Liebe eines Gargoyles zu einer Frau entstanden ist und nun die Hexe Noir beschützt, da sie etwas bewacht, was in den falschen Händen die Herrschaft des Bösen bedeuten würde. Doch darf sie dieses nicht erfahren, ihn nicht sehen, denn er selbst empfindet sich als abstoßend, selbst in seiner menschlichen Gestalt, die er sehr wohl annehmen kann.

Eines Tages reist Noir in eine Gegend, wo sie glaubt, die Spur ihres Bruders aufnehmen zu können und die Mörder ihrer Eltern ebenso stellen zu können. Doch es handelt sich um eine Falle und so steht Vincent ihr abermals zur Seite, doch diesmal entdeckt Noir ihn und plötzlich erkennt sie auch, wessen Gedanken sie begleiten, wer sie so sehr begehrt, dass auch ihre Sehnsüchte wachsen und sie fast zu übermannen drohen.

Auch wenn es nicht sein darf, Noir und Vincent zieht es zueinander hin, als wären ihre Körper Magneten, die unaufhörlich aufeinander zu fliegen. Bei aller Gefahr, die durch einen Fluch von Vincent ausgeht, die Lust, die die beiden verbindet, scheint alles zu überwinden und da ist noch so viel mehr…

Die Geschichte rund um Noir ist eng verknüpft mit der um Ash und Kara, einen Dämon und einen Engel, die ebenfalls nicht voneinander lassen können und auch dort knistert es und ist die erotische Spannung fast unerträglich zwischen den unschuldigen Buchdeckeln. Die beiden umgibt ebenfalls die Aura der Geheimnisse, die sich allerdings Stück für Stück entblättern, genau, wie die einzelnen Protagonisten.

Doch wie man erkennen kann, ist dies nur ein erster Teil einer Reihe und so wird noch lange nicht alles entschlüsselt, noch lange nicht alle Geheimnisse offenbart und Verbindungen verraten. So darf man sich freuen und gespannt sein, wenn es denn hoffentlich bald weitergeht!

Meine Meinung:

Erotik, die jedes Herz erweicht, auch die aus Stein!

Dies ist wieder mal ein Buch wo ich buchstäblich von vorne anfange, beim Cover. Man sollte nicht davon ausgehen, dass so ein tolles Cover –was eindeutig für Frauenlektüre spricht zwinker- auch für eine tolle Geschichte bürgt. Umso schöner, wenn es denn so ist. Hier kann man netter Weise gleich die Verbindung ziehen, Gargoyle und der hübsche Kerl nebeneinander, das ist eine der Hauptfiguren und frau versteht gleich, wieso Noir sich dem Gargoyle nicht entziehen kann und ihn in einer Tour anfassen mag. Toll gewählt, das Bild!

Die fantastische Seite der Story ist wunderbar, alles kommt zum Zuge, die Engel, die Dämonen, Hexen, Magier, Gargoyles…einfach ein wunderbar breit gefächertes Spektrum an Figuren, was bestimmt in den Folgebänden noch weitaus mehr zum Tragen kommt, davon bin ich überzeugt.

Und die Charaktere der Figuren sind so mannigfaltig und nicht eingleisig geschaffen, das offensichtlich Böse hat auch manchmal eine andere Seite, die man als Leser erleben darf und somit seine Meinung über einige Figuren denn revidieren muss.

Neben Erotik, Spannung und Fantasy kommt aber auch der auflockernde, frische Humor nicht zu kurz, den man einfach hier auch sehr gut zur Abkühlung nach besonders heißen Szenen –die es unbestritten gibt!- einsetzen kann.

Mich hat die Autorin vollends begeistert, ich habe die 400 Seiten sehr genossen und mich darüber gefreut, wie die Geschichte ihren Gang nahm und nun hoffe ich, dass es nicht allzu lange dauert, bis die Fortsetzung erscheint.

Fazit:
Erwachsenenfantasy mit einer gehörigen Portion Erotik, die Spaß macht und auf die man sich vollends einlassen kann!

Danke an die Leser-Welt, dass ich das Buch für Euch lesen durfte!!!

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