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Schattengesicht
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(26)

46 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

freundschaft, schatten, geheimnis, wagner, kindheit

Schattengesicht

Antje Wagner
Flexibler Einband
Erschienen bei bloomsbury taschenbuch, 01.04.2012
ISBN 9783833350894
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Schattengrund
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(88)

153 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 61 Rezensionen

harz, erbe, thriller, winter, geheimnis

Schattengrund

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.11.2012
ISBN 9783570161265
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nicola, genannt Nico, soll von ihrer Tante ein Haus in einem kleinen Dörfchen mitten im Harz erben, zumindest wird das bei der Testamentseröffnung verkündet. Nicos Eltern sind schockiert, doch Nicos Neugierde wird geweckt, als ihr der Notar einige Gegenstände in die Hand drückt, die sie an bestimmte Orte bringen soll, um so ihrem Erbe näher zu kommen. Nicos Eltern setzen ab dem Zeitpunkt alles in Bewegung, um sie davon abzuhalten, ihr Erbe anzutreten, aber wie Mädchen in dem Alter sind, störrisch und eigensinnig, will Nico die Geheimnisse dieses Erbes ergründen und vor allem, warum ihre Eltern auf Biegen und Brechen nicht wollen, dass sie das Erbe antritt.

Und so macht sie sich auf, heimlich, mit Hilfe ihrer Freundin Valerie, die ihr angeboten hat, ihr ein Alibi zu liefern, auf in den verschneiten Harz und findet sich prompt in einer wie verzaubert wirkenden Welt wieder. Der Schnee hat alles zugedeckt sie verläuft sich und findet sich nach einigen Wirrungen in Gesellschaft eines überaus attraktiven jungen Mannes wieder und mit ihm gemeinsam glaubt sie, sich den Geheimnissen rund um Schattengrund und Siebenlehen, ihre Tante und die merkwürdige Feindseligkeit, die die Dorfbewohner Nico gegenüber an den Tag legen, ja bis zu enthaupteten Krähen im Kamin von Schattengrund führen, stellen und ergründen zu können.

Doch war sie wirklich darauf gefasst, was sich hinter allem verbirgt? Denn als Siebenlehen durch den Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist, scheint Nico sich durch ihre Neugierde und Anwesenheit in Lebensgefahr zu bringen. Irgendjemand möchte mit allen Mitteln verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Die Wahrheit über eine Schandtat, die auch das Leben Nicos entscheidend geprägt hat.

Meine Meinung:

So bildgewaltig wie ein Film!

Gleich vorweg, „Schattengrund“ ist für mich eins der Highlights dieses Jahres! Bisher habe ich von Elisabeth Herrmann nur gehört, aber nichts gelesen. Und so war es eine echte Freude für mich, dass mir von Lovelybooks im Rahmen einer Leserunde die Möglichkeit geboten wurde, mich auf dieses Buch einzulassen und mich fesseln zu lassen.

Wieder mal ist es ein Jugendbuch, was ich mir da vorgenommen habe. Und wieder mal muss ich sagen, für ein Jugendbuch war das aber doch schon harter Tobak. Schon nach ganz kurzer Zeit war für mich klar, dass hier eine Autorin mit einer Gabe für eine sehr bildhafte, eindrückliche Sprache am Werk ist. So sehr hat es mich gepackt, das Dörfchen Siebenlehen, verwunschen, irgendwo im Harz, eingeschneit, duster, mit einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft, die Leute von außerhalb misstrauisch beäugen und wahrscheinlich auch gar nicht da haben wollen. Es sei denn, es sind Touristen, die Geld da lassen. So richtig schön klischeebehaftet, aber eben auch sehr eindrucksvoll. Teilweise meint man, die Kälte zu spüren, Atemwölkchen vor dem eigenen Mund stehen zu sehen, Schneekristalle auf der Nase schmilzen zu fühlen. Und eben dieses Unheimliche auch zu spüren, was in dem Haus, was Schattengrund heißt, ganz besonders zur Geltung kommt. Wenn alte Balken knarzen, man Schritte zu hören glaubt, eine Katze sich anschleicht… Die Spannung ist teilweise wirklich greifbar.

Und dann entwickelt sich ein anfangs interessantes Erbschaftsspielchen mit ein paar lustigen Geheimnissen zu einem Drama, ja, wirklich zu einem Thriller. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber ein ganzes Dorf ist scheinbar beteiligt an einer grausamen Geschichte, die ein kleines Mädchen das Leben kostete und die Hauptfigur, Nico, war deren beste Freundin. Schrecklich, was sich alles so peu á peu herauskristallisiert und man kann sich dem Sog der Geschichte wirklich nicht entziehen und wundert sich teilweise, wo die Seiten hin sind, wenn man wieder einen Abschnitt gelesen hat.

Fazit:

Mein Fazit fällt deswegen auch sehr sehr positiv aus, ein Jugendbuch, mit ganz viel Thrill und Grauen, ein wenig Mystik, ein bisschen was fürs Herz aber alles zusammen super verpackt. Und ganz bestimmt nicht nur für Jugendliche gedacht!

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Schmetterlingstod
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(23)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

freiburg, elvis, privatdetektiv, drogen, papagei

Schmetterlingstod

Oliver Becker
Flexibler Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 09.07.2012
ISBN 9783839213223
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Inhalt:
John Dietz, junger motivierter Privatdetektiv mit einem Papagei als Quasi-Partner hat ein Problem. Allein mit seinem guten Aussehen und dem Willen, ein guter Privatermittler sein zu wollen, lässt sich leider keine Miete und auch sonst nichts bezahlen. Er sucht krampfhaft nach einem Fall.

Das Schicksal scheint es vermeintlich gut mit ihm zu meinen, als eine junge Frau aus seiner unrühmlichen Vergangenheit in seiner Detektei aufkreuzt. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass sie ihm nicht wirklich etwas zutraut, aber John scheint so etwas wie ihre letzte Hoffnung zu sein.

Ihre Schwester wurde überfahren und der Fahrer ist geflohen und Laura möchte, dass John nachforscht, ob es nicht doch möglich ist herauszufinden, wer diese Schandtat begangen hat, sie glaubt nämlich, dass die ganze Aktion vorsätzlich war.

In John weckt dies das urmännliche Bedürfnis, Laura zu zeigen, was er drauf hat und so drängt er sich quasi der überheblichen, herablassenden Laura Winter auf, den vermeintlichen Mord an ihrer Schwester Felicitas aufzuklären. Natürlich, John Dietz ist ja auch der Beste….

Hätte er geahnt, in welches Wespennest er damit sticht und in welche Gefahr er sich begibt, hätte er Laura schleunigst die Tür gezeigt und sich weiterhin daran erfreut, lediglich Elvis´ Gesängen zu lauschen, der augenscheinlich denkt, er wäre die Reinkarnation des toten King of Rock ´N Roll.

Eine Geschichte, rund um ein Töchterchen aus gutem Hause, dass sich auf ein mehr als gefährliches Spiel einließ um aus dem goldenen Käfig zu fliehen und dadurch die Bekanntschaft mit der halbseidenen Gesellschaft der Freiburger Unterwelt machte und keine andere Lösung sah, als…

Meine Meinung:

One for the Money…

Elvis… ein Name, dem man nur schwer widerstehen kann, der einen magisch anzieht. O.k., hier gehört dieser Name einem Papagei, einem ziemlich grässlich singenden Papagei, aber was kann der arme dafür, dass ihm das niemand richtig beigebracht hat? Und dass sein „Herrchen“ ihn so oft allein lässt? Ich gebe zu, mein Herz hat er im Sturm erobert, diese kleine, krächzende Amazone und ich hab mir so sehr gewünscht, dass er einen größeren Auftritt bekommt, in der Geschichte mein ich. Nun, er ist da, hat auch eine etwas größere Szene, aaaber… sorry, es hätte mehr sein können. So ist es ein netter Auftakt für eine feine Krimiserie rund um den wirklich sympathischen, noch ausbaufähigen Privatdetektiv John Dietz.

Er ist jung, er ist euphorisch, er ist erfolglos und das ist so liebenswert, dass seine Figur einen gleich für sich einnimmt. Man hat Nachsicht mit ihm, wie eine Patentante mit dem kleinen goldigen Patenkind. Und es gibt ja auch eine Figur in der Geschichte, die uns das direkt am Mann abnimmt, dieses Umsorgen und Betüddeln: Tante Ju.

Gut, dass John nicht vergisst, es spannend zu machen. Die Ermittlungen sind wirklich manchmal doch sehr nervenaufreibend, führen uns ins Rotlichtmilieu von Freiburg (so was gibt’s tatsächlich da!) und wir sind bei einigen doch recht lustigen Situationen mit dabei.

Der Krimi als solches ist auch recht gut aufgebaut, also der Kriminalanteil für sich genommen. Inklusive einem echten Aha-Highlight, mit dem man so nicht rechnet. Also ich hab damit so überhaupt nicht gerechnet. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen, dass es so einen Knalleffekt dann noch gab.

Genauso gut hat mir der Epilog gefallen, gibt es viel zu selten, diesen Blick in die Zukunft der Figuren mit der Hoffnung darauf, dass wir sie bald wieder sehen, ihre weitere Entwicklung auch weiterhin begleiten dürfen. Und ja, auch John noch ein bisschen weiter Hätscheln dürfen.

Fazit:

Alles in Allem würde ich sagen, „Schmetterlingstod“ ist ein feiner Krimi, mit Witz und Spannung, der aber noch ausbaufähig ist und ich glaube, dass der Autor das auch hinbekommt, das Potenzial ist klar erkennbar und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit John, Elvis, Laura und Tante Ju beim nächsten Mal.

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Stimmen in der Nacht
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171 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 55 Rezensionen

krimi, thriller, maggie, studenten, laura brodie

Stimmen in der Nacht

Laura Brodie , Britta Mümmler
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.06.2012
ISBN 9783423249126
Genre: Zeitgenössische Literatur

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Spiel des Lebens
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(91)

210 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 63 Rezensionen

london, spiel, spiel des lebens, thriller, entführung

Spiel des Lebens

Veit Etzold
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Egmont Ink, 13.09.2012
ISBN 9783863960483
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Endlich frei! Das ist einer der beherrschenden Gedanken, die Emily bei Eintritt ins King´s College in London hat. Sie freut sich einfach, dem überaus behüteten Zuhause ihrer Eltern entfliehen zu können, sie freut sich auf ein ungezwungenes Studentinnenleben, mit ihren Freunden, ohne ständig unter Beobachtung zu stehen und sich anhören zu müssen, was gefährlich ist und was sie sein lassen solle. Und so zieht sie frohgemut ins Studentenwohnheim ein und ist noch guter Dinge. Bis sie eine kryptische Nachricht erreicht. Von wem, das ist nicht erkennbar, aber sie macht Emily wahnsinnige Angst und das nicht ohne Grund.

Willkommen im Spiel des Lebens!

Doch scheint dieses Spiel, um das Emily nicht gebeten hat, nicht unbedingt darum zu gehen, dass sie Spaß hat. Vielmehr geht es darum, ihr Leben zu zerstören, sie in gefährliche Situationen zu katapultieren, ihre Freunde werden ebenfalls mit hineingezogen und es wird gar ein Menschenleben geopfert. Für Emily beginnt ein wahnwitziger Kampf um das, was ihr Leben ausmacht. Sie ist gezwungen, dieses Spiel mitzuspielen, will sie nicht das Leben ihrer Eltern, ihrer Freunde, ja sogar ihres Haustiers, gefährden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und sie muss Rätsel lösen, will sie das Schlimmste vermeiden.

Doch bei Allem, was sie tut, stellt sich ihr auch die Frage, wem kann sie noch trauen? Wer spricht die Wahrheit und wer lügt? Und warum das alles? Was verheimlichen ihre Eltern?

Meine Meinung:

The Saw für Jugendliche: Komm, wir spielen ein Spiel…

Ich sags immer wieder, Thriller für junge Leser sind vielleicht nicht ganz so blutig, aber was die Perfidität angeht, mit der die Bösen in diesen Geschichten ausgestattet werden, stehen sie den für Erwachsene in nichts nach! Im Gegenteil. Mich schocken so Geschichten, die so heftig auf die Psyche gehen, eigentlich noch viel mehr. Und sie hallen auch mehr nach.

So gab es auch in „Spiel des Lebens“ einige Stellen, wo ich nach Luft geschnappt habe, wo ich dachte, nein, bitte nicht, lass das jetzt nicht passieren. Und dann…aber das müsst Ihr alles selbst Euch erlesen und dann Eure eigene Meinung bilden. Ich greife nicht vor, das wäre fatal und würde wohl auch das Leseerlebnis beträchtlich schmälern.

Also, schnallt Euch gut an, lasst Euch mitreißen vom Erzählstrom, vom Strudel der Ereignisse, von der Angst des Verlustes, der Angst vor dem nächsten Schritt. Und den Zweifeln an den Menschen, die doch so wichtig sind, die Emily so viel bedeuten. Doch wer sie nun so manipuliert und benutzt oder wer da die Strippen im Endeffekt in der Hand hat, dass sollt ihr mal schön selbst erraten, bzw. dann am Schluss erfahren. Es ist nämlich netter Weise so, dass man eben ganz schnell Verdächtige hat, aber da macht uns der Autor eine lange Nase, denn nichts muss immer so sein, wie es zunächst scheint.

Fazit:
Eine Geschichte mit immenser Sogwirkung rund um eine bis dato scheinbar wohlbehütete junge Frau, die sich auf das Studium und die Freiheit des Studentenleben freut und sich unversehens in ein krankes Spiel um Leben und Tod verstrickt wieder findet, aus dem es kein Entrinnen gibt, außer sie stellt sich dem und ist schneller, als derjenige, der die Fäden in der Hand hält. Echter Thrillerspaß, nicht geeignet für sensible junge Leser und auch nicht für ebensolche Erwachsene!

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SehnSucht | Erotischer Roman
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(42)

69 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

liebe, erotik, sex, chef, verlust

SehnSucht | Erotischer Roman

Alexa McNight
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei blue panther books, 16.07.2012
ISBN 9783862770663
Genre: Erotik

Rezension:

Inhalt:
Muriel arbeitet in der Redaktion eines stylishen Männermagazins, dem KINGz und hat dort eine teils geliebte, teils wohl auch verhasste Kolumne. Und ihr Chef ist alles andere, als ein angenehmer Zeitgenosse. Gott sei Dank hat Muriel drei überaus liebe Freundinnen, mit denen sie sich regelmäßig trifft und austauscht. Über alles, über Tagesgeschehen, über ihre Eroberungen... Denn Muriel betäubt ihren Schmerz über den Verlust ihrer großen Liebe Noah mit Liebesabenteuern, in denen es keine Namen und kein Danach gibt, einfach nur den puren Sex erleben, um alle anderen Gefühle zu übertünchen. Ihre Freundinnen teilen nur bedingt diese Leidenschaft, Janis ist lesbisch, Anne hat ihre Liebe gefunden und einzig Emma, die aber doch zurückhaltender ist, als Muriel, scheint auf einer Ebene mit Muriel zu liegen.

Eines Abends ist Muriel in einem Club, in dem sie einen attraktiven Mann kennen lernt, der ihr ein prickelndes Erlebnis mit einem weiteren Mann anbietet. Muriel schlägt zu, obwohl sie genau weiß, wie gefährlich es werden könnte. Doch ahnt sie nicht, welche Art von Gefahr in dem dunklen Hotelzimmer auf sie wartet. Denn dieses Erlebnis wird alles verändern, Muriels Gefühle werden wild durcheinander gewirbelt und sie begibt sich auf die Suche nach einem Phantom, was ihr ganzes Denken von Stunde an beeinflusst und als sie die Wahrheit herausfindet, will sie es zunächst nicht wahrhaben, dass dieser Mann sich durch die –im wahrsten Sinne des Wortes- Hintertür in ihr Herz gestohlen hat.

Meine Meinung:

Sinnliche, prickelnde Erotik mit ganz viel Seele
Dies war jetzt meine zweite erotische Leserunde und ich hab mich so wohl gefühlt, als säße ich mit meinen Freundinnen auf dem weichen Plüschboden und tratsche!

Eine Geschichte über eine junge Frau, deren Herz durch eine Tragödie schwer in Mitleidenschaft gezogen wird, die ihren Schmerz durch erotische Abenteuer zu betäuben sucht und dabei denn etwas ganz anderes findet. Die Liebe. Und sie kann ihren verstorbenen Mann loslassen, in einem Moment, wo ein anderer Mann bereit für sie ist.

Die Erotik kommt wahrlich nicht zu kurz aber sie verfehlt ihre Wirkung auch nicht bei mir. Sie ist einfach weiblich durchdacht, nicht zu platt, an den richtigen Stellen zupackend und dann wieder zärtlich und sanft. So, wie ich es als Frau auch mag. Genau richtig! Und dann gab es Tränen an den passenden Stellen, die die Liebe dann wegzuküssen vermochte. Herrlich!

Und alles, ohne kitschig zu sein, ohne ordinär zu wirken, sondern haargenau auf unsere weiblichen Bedürfnisse abgestimmt. Ist das jetzt ein Klischee? Und wenn schon! Ich bin froh, dass ich es zusammen mit den anderen Mädels in der Leserunde lesen durfte und mich auch gleich mit der Autorin austauschen, teilweise auch ihre Beweggründe für bestimmte Szenen direkt hinterfragen zu können. Da machte das Lesen gleich noch mal so viel Freude!

Fazit:

Ein sehr sinnlicher Roman für Frauen, die sich gern mal literarisch „erotisieren“ lassen und keine Scheu haben, auch mal etwas außergewöhnliche Lokalitäten und Spielarten im Kopfkino geschehen zu lassen. Gewürzt mit einer gesunden Portion Romantik ein echtes Kleinod und wer jetzt SehnSucht verspürt, kein Problem: LESEN ist meine Empfehlung!

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Sterbestunde
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(26)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, mord, deutschland, spannend, mordfälle

Sterbestunde

Michael Hübner
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2012
ISBN 9783442474189
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Ein junger Mann wird auf offener Straße überfahren, von dem Auto keine Spur und niemand will etwas gesehen haben. Wie sich herausstellt, war er Pfleger in einem nahe gelegenen Altenheim und auch dort nicht gerade gut angesehen. Niemand wusste etwas Positives über ihn, keiner kannte ihn wirklich.

Diesen Fakten sehen sich der Kommissar Sven Becker und sein Partner und bester Freund Dennis Bergmann ausgesetzt und sie sollen nun herausfinden, was da genau passiert ist. Es scheint alles darauf hinzudeuten, dass Der Lebenswandel des Pflegers eine Rolle spielte, Mutmaßungen über einen Auftragsmord, weil er vielleicht im kriminellen Umfeld sich betätigt hat, werden laut. Doch Sven kann das nicht so recht glauben. Er und Dennis versuchen, in dem Altenheim, wo es nach Svens Bauch auch nicht alles mit rechten Dingen zugeht, eine Verbindung zu finden. Und dann stirbt eine alte Dame aus dem Heim und ihr Tod wirft noch mehr Fragen auf und weist in eine Richtung, die man gerne übersehen mag.

Neben allen dramatischen Vorgängen im beruflichen hat Sven allerdings auch noch privat mit einer Trennung zu kämpfen, die ihn viel Kraft kostet und ihn fast verzweifeln lässt. Erst recht, nachdem er einen weiteren, sehr sehr schmerzhaften Verlust zu verkraften hat, der privates mit beruflichem vermischt. In dieser Situation tritt ein Mann an seine Seite, den er zunächst am liebsten verprügelt, der sich jedoch dann als rettender Anker für ihn erweist, als die Hintermänner der ganzen Vorgänge im und rund um das Altenheim ihn selbst ins Visier zu nehmen scheinen. Es geht buchstäblich um Leben und Tod für Sven.

Meine Meinung:

Nachdenklich machende Hochspannung
Wenn man sich das Buch so anschaut, das Cover, dann erwartet man einen blutigen, brutalen Thriller. Doch damit wird man hier nur bedingt „bedient“. Viel mehr ist es ein intelligenter Kriminalfall, der uns auch in der Realität begegnen kann. Versuche an Menschen, die sich nicht wehren können, zum Profit einiger weniger. Skrupellos, rücksichtslos, mit brutalsten Methoden durchgesetzt, dass es nicht bekannt wird. Ja, es fließt auch Blut. Aber das ist im Vergleich zu anderen Thrillern eher gering und muss auch gar nicht fließen. Es gibt andere Szenen, die einen kurz inne halten lassen, die einem den Mund offen stehen lassen und das Herz schneller schlagen lassen. Das mag nicht jedem Thriller-Liebhaber reichen, aber mir schon. Vor allem, weil ich damit nicht gerechnet habe. Mich hat es eiskalt erwischt und ich habe wohl beim Lesen die Farbe gewechselt, zumindest hat mein Mann das gesagt.

Die Figuren gefallen mir sehr gut, Sven Becker hat schon einiges in seinem Leben zu verpacken gehabt, gerade jetzt hat ihn seine Freundin verlassen, man kann es fühlen, wie er leidet. Und auch ein anderer Verlust, den, den man ganz hautnah miterlebt, den man nicht abwenden kann, wirft ihn zusätzlich aus der Bahn. Verständlich, dass er sich da betäuben mag, entfliehen mag, aus diesem Alptraum, der aber leider Gottes das wahre Leben ist (in seinem Fall).

Und Koschny, der Reporter, den man erst als absolutes Hassobjekt empfindet, als Schmeißfliege. Urplötzlich verändert sich die Stimmung, seine Rolle. Aber so gut, so liebenswert, dass ich mir zum Ende hin nichts mehr gewünscht habe, als direkt einen neuen Fall lesen zu dürfen, in dem die beiden gemeinsame Sache machen. Jeder hat halt doch irgendwo eine zweite Chance verdient!

Fazit:
Ein Thriller, der mit weniger Blut auskommt, aber dafür unheimlich mit Atmosphäre glänzt, mit einer eindringlichen Sprache und mit einem Thema, dass jeden von uns betrifft und somit viel grauenerregender ist, als alles andere.

Vielleicht denken wir alle jetzt ein wenig anders, wenn wir zum Schmerzmittel greifen…

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Shades of Grey - Befreite Lust
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(579)

937 Bibliotheken, 39 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

erotik, liebe, sex, christian, ana

Shades of Grey - Befreite Lust

E. L. James
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 24.10.2012
ISBN 9783442478972
Genre: Erotik

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Shades of Grey - Gefährliche Liebe
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(838)

1.220 Bibliotheken, 42 Leser, 5 Gruppen, 164 Rezensionen

liebe, erotik, sex, ana, christian grey

Shades of Grey - Gefährliche Liebe

E. L. James
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783442478965
Genre: Erotik

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Shades of Grey - Geheimes Verlangen
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(1.300)

1.835 Bibliotheken, 86 Leser, 8 Gruppen, 375 Rezensionen

erotik, sex, liebe, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotik

Rezension:

Inhalt:
Anastasia Steele, süße, unschuldige –im wahrsten Sinne des Wortes- 21, Literaturstudentin kurz vor ihrem Abschluss, teilt sich mit ihrer Kommilitonin Kate eine Wohnung und hat auch vor, nach dem Abschluss mit ihr gemeinsam nach Seattle zu ziehen und dort ebenfalls mit ihr in einem Appartement zu wohnen. Die beiden sind eingeschworen und doch so unterschiedlich! Kate ist bildhübsch, achtet aber auch sehr auf ihre Wirkung, Ana ist dahingegen davon überzeugt, dass sie eine unscheinbare graue Maus ist.

Dann will es der Zufall, dass Kate vor ihrem Abschluss für ihr Schülermagazin einen wahnsinnig wichtigen Geschäftsmann interviewen will und auch glücklich einen Termin bekommen hat. Doch dann erkrankt sie und bittet Ana, für sie zu dem Termin zu gehen und das Interview so gut es geht zu machen. Ana willigt ein, weil sie ihrer Freundin keinen Wunsch abschlagen kann.

Das Interview wird erstmal aus Anas Sicht ein Fiasko. Der Großindustrielle, Christian Grey, superreich, supererfolgreich und auch noch superattraktiv und nur 6 Jahre älter wie sie, bringt sie völlig durcheinander. Und Ana stirbt fast beim Blick in seine Augen, ihr unterläuft eine Peinlichkeit nach der anderen und eigentlich ist sie froh, als der Termin sich dem Ende neigt, doch scheint es, als würde Christian sie nicht mehr von der buchstäblichen Angel lassen.

Nach diesem Termin wird alles anders in Anas Leben. Gegen all ihre eigenen Bedenken, gegen alle Bedenken ihrer Umwelt, die doch gar nicht weiß, was hinter den verschlossenen Türen in Christians Heim passiert, lässt Ana sich auf eine Liebe ein, die Schmerzen bereiten wird. Seelische und gewollte körperliche.

Zunächst ist alles neu und aufregend für Ana. Vor allem, als sie merkt, dass Christian seine starren Regeln mehr und mehr aufweicht – nur für sie! Da scheint mehr hinter der überirdisch schönen, sexy Außenhaut des Christian Grey zu sein und Ana hat es sich geschworen, hinter die Fassade zu schauen, auch zu einem hohen Preis. Doch ist sie bereit, diesen Preis auch wirklich zu zahlen?

Meine Meinung:

Das ist, was ich will!
Ist das Statement klar genug? Ich denke schon!

Ich kann mir auch so ein Statement erlauben, denn im Gegensatz zu vielen, die sich im Netz äußern, habe ich das Buch tatsächlich gelesen. Ich schäme mich dessen auch gar nicht (was ich affig für erwachsene Personen finde, wir leben im 21. Jahrhundert!) und ich habe jede Sekunde genossen. Ja, auch das Ende, obwohl ich der Autorin dafür ebenfalls den Hintern versohlen könnte, symbolisch gesprochen.

Ja, es ist eine wirklich sexy Geschichte. Mit für meine Begriffe wirklich anregenden Szenen und es wird auch mal hart, härter sogar. Nur skandalös? Nein. Für mich gab es wirklich nicht so richtig zu entdecken, was den Hype erklären oder begründen könnte.

Eigentlich empfinde ich es so, dass dieses Buch deswegen so gut ist, weil eben das ausgelebt wird, was bei anderen Büchern aus dem Erotikgenre schon mal fehlt. Das zwischenmenschliche, die widerstrebenden Gefühle einer „Jungfrau“, die sich auch noch gleich mit einer Art von Sexualität konfrontiert sieht, die nun mal nicht jedem „schmeckt“ und dann auch noch ihre eigenen Empfindungen, die sie vollends verwirren, weil ihr im Großen und Ganzen ja doch gefällt, was Christian mit ihr anstellt.

Sind wir doch mal ehrlich, wir schreien in einer Tour, dass es keine „Pornos“ für Frauen gibt, weil alles ganz straight aufs eine hinausläuft. Also bitte schön, hier haben wir es doch. Sex, klar und deutlich ausgesprochen und für uns bis zum Geht-nicht-mehr von einer jungen Frau, für die das alles Neuland ist, wunderbar beschrieben. Und dazu eine gehörige Portion Geschichte, mit einem Hintergrund, der uns schlucken lässt, wo wir Mitleid empfinden, für Christian, der mir persönlich wirklich leid getan hat, weil er glaubt, nur so überhaupt etwas zu empfinden. Armer Mann.. Aber gut, so ist es erst mal. Dass sich etwas ändert, liest man. Nur wie gesagt, dieses Ende… Aber bald kommt ja der nächste Teil und den werde ich mit genauso viel Freude lesen, wie diesen ersten Band.

Zum Stil sei gesagt, es ist kein literarischer Überflieger. Eine flüssige, leicht verständliche Sprache, teilweise natürlich gewürzt mit Ausdrücken, die so mancher/manchem ja offensichtlich die Schamesröte ins Gesicht treiben, mir nicht. Für mich gehört das nun mal dazu, wenn man ein Buch mit viel Sex liest.

Es gab auch Stimmen, die sich über die Wiederholungen mokiert haben. Ana sagt und denkt gern zig mal „Oh“ und „Wow“. Aber das passte einfach zu ihr und ihrer Persönlichkeit, wie ich fand. Diese Aussprüche, respektive Gedanken bezeichneten eben auch immer Oh- und Wow-Momente im Zusammensein mit Christian, ergo… Also hat es mich persönlich nicht gestört.

Sehr süß finde ich auch die Emails, die zwischen den beiden hin und her gehen. Doch, das kenn ich! Im schriftlichen fällt es vielen leichter, etwas loszuwerden! Es hat Spaß gemacht, diese Mails und deren Entwicklung zu beobachten.

Nun heißt es darauf hoffen, dass ich schnellstens den zweiten Teil in Händen halte!

Fazit:
Ich hatte meinen prickelnden Spaß, ich lese aber auch gern erotische Bücher und noch viel lieber erotische Bücher mit richtiger Handlung dazu. Also ist Shades of Grey für mich die perfekte, sexy Unterhaltung und ich hätte gerne mehr davon! Kurz und knapp: Es ist ein erotisches Buch das sich auch mit BDSM beschäftigt, aber skandalöses ist hier nicht zu finden.

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Schnitt
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(152)

256 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 89 Rezensionen

thriller, entführung, psychothriller, mord, psychopath

Schnitt

Marc Raabe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein TB, 11.05.2012
ISBN 9783548284354
Genre: Krimi & Thriller

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Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein
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(97)

158 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 67 Rezensionen

tod, prophezeiung, freundschaft, liebe, jugendbuch

Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein

Josephine Mint , Lena Kleiner
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 08.03.2012
ISBN 9783407811066
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Charlie und Lu sind beste Freundinnen. Sie leben als Teenager irgendwo in einem Dorf in der Provinz und ihr Leben scheint sehr freizügig und leger zu sein. Trinken, feiern, Drogen, Jungs, alles wird toleriert, augenscheinlich, weil ansonsten nicht wirklich viel passiert.

Doch dann gerät alles aus den Fugen. Charlie verliebt sich in Linus und vernachlässigt Lu. Diese ist tödlich beleidigt und schließt sich mit Sunshine zusammen, einer Außenseiterin in der Schule, die sich sofort begeistert an Lu hängt.

Doch dann geschieht etwas merkwürdiges, Charlie hat einen Traum. Oder zumindest glaubt sie, es ist ein Traum. Doch fühlt es sich eher sehr echt an. Vor allem, weil Charlie sich gar nicht bewusst war zu schlafen. Und als dann ans Tageslicht kommt, dass auch Lu und Sunshine ähnliche „Visionen“ hatten, wird allen Dreien doch sehr mulmig. Denn in diesen Visionen sterben sie. Und ein erster, furchtbarer Verdacht fällt dann ausgerechnet auf Linus…

Meine Meinung:

Summer Jam

Die Erzählweise aus Sicht von Charlie hat mich von der ersten Seite an für sich eingenommen. Irgendwie total niedlich, viel wörtliche Rede und wie einer 16jährigen eben der Schnabel gewachsen ist. Für mich las sich das alles sehr sehr ähnlich dem, was ich „damals“ selbst in meine Tagebücher schrieb. Und so hatte das denn sehr nostalgische Auswirkungen auf mich. Dazu kam denn auch noch teilweise die Musik, die mich denn auch sehr an meine frühere „Sturm- und Dranzeit“ erinnert. Einfach toll!

Gut, ich gebe zu, für die Jugendlichen, die dieses Buch lesen, könnte es etwas fatal sein, zu lesen, dass anderswo Jugendliche ganz locker Joints rauchen, trinken, feiern und die Eltern das alles stillschweigend dulden. Das entspricht ja nun nicht ganz den Tatsachen und könnte bös nach hinten los gehen. Aber da ist es ja nun an den Erwachsenen, ihren Kindern wiederum –wie auch gerne bei Filmen- zu vermitteln, was Fiktion und was Wirklichkeit ist.

Mir hat dieses Buch auf jeden Fall nicht geschadet. Es liest sich frisch fromm fröhlich frei weg, ganz schnell, zu schnell ist man am Ende dieses ersten Teils angelangt und ich denke, viele werden sich ein „Und nun?!“ nicht verkneifen können. Mir ging es auf jeden Fall so.

Da dauert es mir jetzt ein wenig zu lange bis Herbst glaube ich, bis die Fortsetzung kommt. Die ich auf jeden Fall auch wieder lesen werde! Und wo ich hoffe, dass so manche Frage beantwortet wird, sich einiges auflöst. Und vor allem, die Mädels wieder mehr zueinander finden, nicht so rum zicken untereinander oder ihr Glück mit süßen Jungs finden. Denn ich denke auch, die drei müssen zusammen halten, dann sind sie stark gegenüber dem, was die Visionen ankündigen.

Fazit:

Ein Jugendroman? Nicht unbedingt! Es sei denn, Eltern lesen das Buch vorher und können ihre Kinder darauf vorbereiten, dass in dem Buch eben nicht die Wirklichkeit abgebildet ist, sondern reine Erfindung, Fiktion ist. Ansonsten könnte es schwierig zu verstehen sein, für die jüngeren Leser. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, war kurzweilig zu lesen und auch streckenweise sehr spannend. Der Wunsch nach mehr von den drei Mädels ist ganz eindeutig da! Womit jetzt sowohl die Autorinnen, wie auch das Mädels-Trio in der Geschichte gemeint sind!

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Stadt aus Trug und Schatten
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(182)

368 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 98 Rezensionen

fantasy, eisenheim, liebe, flora, schatten

Stadt aus Trug und Schatten

Mechthild Gläser
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2012
ISBN 9783785574027
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Flora, mutterlos, mit einem verwirrten Vater und einer merkwürdigen, aber herzensguten Haushälterin gesegnet, macht eine sehr seltsame und verstörende Entdeckung. Urplötzlich sieht sie bedrohliche Schatten, die aber sonst niemand anderes wahrnimmt und schon beginnen ihre besten Freunde, die Zwillinge Wiebke und Linus, an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln. Als dann in Floras Zuhause auch noch Marian als angeblicher Austauschschüler aus Finnland auftaucht, glaubt Flora auch, das irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, dass sich merklich etwas verändert hat.

Und dann passiert etwas ungeheuerliches, Flora reist zum ersten Mal im Schlaf bewusst in eine sozusagen Parallelwelt, die Schattenwelt. Dorthin reisen unsere Seelen im Schlaf, einige bewusst, aber viele wissen nichts von diesem Doppelleben. So auch Flora, bis jetzt! Und nun muss sie erkennen, dass sie diese Welt schon von Kindes Beinen an bereist hat und –was noch viel schlimmer ist- sie hat wohl auch etwas sehr wichtiges gestohlen dort. Marian, der sie in der Schattenwelt, in Eisenheim, einführt, spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Und immer mehr erkennt Flora, dass es zwischen ihnen, bzw. zwischen ihren Seelen, eine weitaus engere Verbindung gegeben haben muss, als sie glauben kann und wahrhaben will.

Sie wird mit immer mehr konfrontiert, in dieser Welt, die wie ein alter Schwarz-Weiß-Film erscheint, wo Seelen schwer arbeiten müssen, ohne es zu wissen für eine gewisse Minderheit und deren Komfort und Existenz. Und sie muss lernen, dass sie nicht jedem, der den Anschein macht, auch wirklich trauen kann. Und so verwundert es nicht, dass sie irgendwann eine Entscheidung treffen muss, die weitreichende Folgen für Seelen und die Menschen hat.

Meine Meinung:
Es war unglaublich schwer für mich, eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, ohne wirklich zu viel vorwegzunehmen. Denn ich bin der Meinung, wer sich auf dieses Buch einlässt, der soll es genau so erfahren und erleben dürfen, wie ich!

Zunächst war da das Cover, dass so ungewöhnlich ist, in seiner Schlichtheit, dass man hin- und hergerissen ist, fühlt man sich angesprochen oder ist es doch „zu pink-lastig“… Ich habe mich für das Buch entschieden, meine Neugierde war einfach zu groß. Und ich habe es keine Sekunde bereut!

Die Bildsprache ist so eindringlich, wenn man die Augen schließt, sieht man Eisenheim vor sich, in Schwarz-Weiß, man sieht die Gaslaternen, die unterschiedlich geprägten Stadtteile, die Monumente, die man auch von unserer realen Welt kennt, die dort einfach auch existieren, aber nah beieinander, nicht in unterschiedlichen Ländern. Und da ist da Nichts, wo ich mich gleich an einen „Namensvetter“ erinnert habe, aus der Unendlichen Geschichte, was es mir auch wieder leicht machte, mir bildlich etwas vorzustellen. Und nicht zuletzt sind da ganz bestimmte Ohrringe… Ich sehe sie immer noch vor mir und wünschte, ich könnte sie auch tragen (auch hier möchte ich jetzt für diejenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben, nicht zu viel verraten).

Ich hatte die ganze Zeit für Flora größtes Verständnis! Man male sich aus, jede Nacht schlüpft unsere Seele selbstständig in diese Schattenwelt, ist dort vielleicht ganz anders, wie man selbst, führt ein völlig eigenständiges Leben, teilweise auf skurrilste Weise, da ja auch manch physikalisches Gesetz auf den Kopf gestellt wird. Ich finde es hoch interessant, ich würde meine gerne auch zu den „Wachen“ zählen, die bewusst in diese Parallelwelt reisen und dort des Nächtens leben. Zu interessant ist alles dort.

Und dann diese Geschichte zwischen Marian und Flora… Tief in mir drin bin ich doch furchtbar romantisch! Das habe ich jetzt wieder festgestellt! Manches Mal hätte ich ihn übers Knie legen können, wenn er mal wieder nicht wusste, ob er hü oder hott sagen will (auch hier liefer ich jetzt keine weiteren Erklärungen, das würde zu viel wegnehmen…). Auch hier standen mir die zwei sehr bildhaft vor Augen.

Als das Buch dann zu Ende war, überfiel mich ein Gefühl der Leere. Nicht, weil das Buch so schlecht wäre, Gottes Willen, bei Weitem nicht! Nein, ich musste mich von Flora und Marian, von ihrem Vater und den Zwillingen Wiebke und Linus trennen und wollte es doch gar nicht. Darum hoffe ich, dass bald die Fortsetzung kommt, in die ich mich genauso stürzen werde, wie jetzt in die Stadt aus Trug und Schatten!

Fazit:
„Stadt aus Trug und Schatten“ ist kurz gesagt ein wundervoller, literarischer Fantasyfilm. Bildgewaltig, gefühlvoll, mit allem, was eine gute Geschichte haben sollte, Helden, Bösewichtern, lustigen Momenten, traurigen Momenten und ist es alle Mal wert, gelesen zu werden! Und obwohl ich kein junges Mädchen mehr bin, hat mich die Geschichte mitgenommen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen! Ich kann den Trip in die Schattenwelt nur empfehlen!

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Strange Angels: Verraten
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(54)

113 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 32 Rezensionen

vampire, werwölfe, svetocha, freundschaft, christophe

Strange Angels: Verraten

Lili St. Crow , Sabine Schilasky
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 05.01.2012
ISBN 9783426283462
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Shakespeare Undead
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(14)

31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

london, vampir, shakespeare, zombie, william shakespeare

Shakespeare Undead

Lori Handeland
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Griffin Publishing, 08.06.2010
ISBN 9780312641528
Genre: Sonstiges

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Sommerhaus mit Swimmingpool
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(68)

100 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

vergewaltigung, moral, arzt, hausarzt, familie

Sommerhaus mit Swimmingpool

Herman Koch , Christiane Kuby
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 24.11.2011
ISBN 9783462043440
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Marc Schlosser ist Arzt, ein holländischer. Einer, der sich viel Zeit für seine Patienten nimmt. Zumindest, was die Zeit angeht, in denen sie in seiner Praxis, in seinem Behandlungszimmer verweilen. Doch ob er sie wirklich wahrnimmt, das hängt von vielem ab. Von seiner Tagesform, von ihrem Auftreten, von der Art ihrer Krankheit… Dr. Schlosser findet an fast jedem Menschen etwas, das ihm nicht gefällt, dass er seiner unwürdig findet.

Eines Tages stirbt ein berühmter Patient, ein Schauspieler, den Marc Schlosser zuvor bei einem Familienurlaub näher kennen gelernt hat. Und dieser Urlaub hat alles für ihn und seine Familie verändert, nicht nur das Leben seines Patienten.

Meine Meinung:

Schwierig

Wie man sieht, ist meine Inhaltsbeschreibung nicht sehr lang. Ich möchte aber auch wirklich nicht zu viel rein schreiben, das ganze Ausmaß soll sich jedem Leser erst, wenn er das Buch in Händen hält, offenbaren.

So erging es mir. Ich hatte eine Leseprobe gelesen, oh toll, dachte ich mir, das hört sich hochinteressant an, mit ein wenig Witz, ein Krimi aus Holland, mal was anderes. Und dieses Cover… Das hat mich persönlich sehr gelockt. Und so habe ich mich in die Geschichte gestürzt. Eine Geschichte über einen Arzt, der eine recht merkwürdige Ansicht seiner Mitmenschen an den Tag legt, der sich selbst auf ein Podest hebt, ja, man kann sagen, er ist so was wie die berüchtigten Halbgötter in Weiß (wer das Buch liest, wird merken, dass das mit dem „Gott“ gar nicht so verkehrt ist….). Selbst seine Familie, seine Frau und seine beiden Töchter, können unter seinen Augen nicht wirklich bestehen.

So flirtet er ungeniert mit einer anderen Frau, leider Gottes ausgerechnet auch noch mit der Frau des später sterbenden Schauspielers, er trinkt, er ist herablassend, ein echtes Ekelpaket und mein Unsympath der Woche!

Es ist klar, dass alles eskaliert, dass ein Unglück quasi das nächste jagt und ich als Leserin fühle mich dann am Schluss –einem unbefriedigenden Schluss aus meiner Sicht- total verloren. Und mir bleibt eine große Frage: Soll es das jetzt wirklich gewesen sein? Dieses Ende? Ich bin fassungslos!

Und ich weiß nicht, ist das Buch gut oder schlecht, ich kann es wirklich nicht sagen. Da bleibt nur selber lesen und selbst entscheiden.

Auf eine Art muss es gut sein, sonst hätte ich mich nicht so dermaßen aufgeregt und es hätte nicht Eingang in eine angeregte Diskussion mit einer Freundin gefunden, wenn es schlecht wäre. Die Themen des Buches sind auf alle Fälle brisant!

Der Stil des Autors ist auch nicht schlecht, das Lesen gestaltet sich als flüssig, nichts stockt, erzählt wird aus der Sicht des Doktors Marc Schlosser.

Also, wer ein Buch über Korruption, Selbstjustiz und sexuelle Verrohung lesen möchte, der greife zu!

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Sterbenswort
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(93)

132 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 63 Rezensionen

thriller, berlin, drogen, vergangenheit, wg

Sterbenswort

Siegfried Langer
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.07.2012
ISBN 9783548610917
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Kathrin Voss, Ärztin und allein erziehende Mutter der kleinen Mia, hat das komische Gefühl, dass jemand in ihrer Abwesenheit in ihre Wohnung geht und dort so einiges verändert. Doch wer will sie da in den Wahnsinn treiben. Viel schlimmer ist allerdings, dass dieser Jemand es wohl auf ihre kleine Tochter abgesehen hat. Die Lage spitzt sich zu und wird extrem dramatisch, als ein Freund aus ihrer studentischen WG-Vergangenheit erneut in ihr Leben tritt und ein furchtbarer Fehler, den Kathrin gemeinsam mit ihren damaligen WG-Mitbewohnern begangen hat, seine Finger in die Gegenwart ausstreckt. Und als ihre kleine Tochter binnen Sekunden bei ihrer Großmutter entführt wird, ein scheinbar von den Toten Auferstandener sich auf diese Weise rächen will und die damals Beteiligten leiden lassen will, da schraubt sich die Spirale des Wahnsinns immer höher.

Meine Meinung:

Echter Thrill in rasendem Tempo

Etwas über einen Tag habe ich gebraucht, um das Buch durchzulesen. Ich wollte es einfach nicht aus der Hand legen. Man muss sagen, der Autor hat es durch die Art und Weise, wie er diese wirklich wahnsinnige Geschichte geschrieben hat, einem auch nicht gerade leicht gemacht, das Buch mal zur Seite zu legen. Kurze, knackige Kapitel, Cliffhanger noch und nöcher, die man als Leser so einfach nicht hinnehmen KONNTE, Spannung, neugierig machende Episoden, Stückchen für Stückchen den Vorhang der Vergangenheit beiseite schieben… Alles das ließ einen extrem gefesselt das Buch krampfhaft in den Händen halten.

Die Zeitsprünge, damals, heute, neulich, haben noch zusätzlich für den richtigen Kitzel gesorgt. Man dachte immer nur, oh nein, was kann noch kommen. Und glaubts mir, da kommt eine ganze Menge!

Z.B. wird auch auf das Wegsehen in der heutigen Gesellschaft angespielt. Als die drei Jugendlichen über den „Obdachlosen“ herfallen, da fühlt man sich gleich an einige Fälle der jüngsten Vergangenheit erinnert, in denen genau solche Vorfälle durch die Medien gingen und die Gemüter erregten.

Auch wenn ich meine Ausführungen jetzt recht kurz halte, so bin ich mehr als begeistert von dem Buch. Es hat mich mitgezogen, auch sehr überrascht –mit der Auflösung hätte ich jetzt nicht gerechnet, wenn ich ehrlich bin- und es gibt nur ganz wenig zu bemängeln.

So fand ich an einer Stelle, als „damals“ Heinrich von dem Polizisten befragt wurde, seine Sprache für einen Studenten, selbst wenn er Jura studiert, doch sehr gestelzt, passte meiner Meinung nach nicht. Aber es wird schon seinen Grund haben, warum der Autor das so verwendet hat. Bezeiten werde ich ihn mal danach fragen.

Und mir fehlte ein wenig eben das Heranführen, die Indizien, warum jetzt dieser Jemand hinter allem steckt. Aber vielleicht sollte ich auch einfach das Buch noch mal lesen und entdecke dann noch mehr, was ich aufgrund des Tempos jetzt beim ersten Mal übersehen habe.

Fazit:
Aber das sind ja jetzt wirklich nur winzige Kritikpunkte und so gibt’s von mir eine uneingeschränkte Empfehlung für Fans des deutschen, unverfälschten Thrillers mit Köpfchen und immer wieder erfrischenden, neuen Ideen.

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Schneebraut
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20 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 4 Rezensionen

thriller, unfall, schriftsteller, schnee, fjord

Schneebraut

Ragnar Jonasson , Ursula Giger
Fester Einband: 367 Seiten
Erschienen bei Scherz, 05.10.2011
ISBN 9783651000223
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Ari, ein junger Polizist, hat seine erste feste Anstellung bekommen. Ausgerechnet in Siglufjördur, einem nur durch einen Tunnel zu erreichendem Fischerdörfchen. Er tritt diese Stelle an, obwohl seine Freundin mehr als dagegen ist. Doch er will sich dort verwirklichen, selbst beweisen.

Zunächst scheint alles auf eine langweilige, ruhige Zeit dort hinzudeuten. Nichts passiert, nur der übliche Quatsch und Ari hat es schwer, er wird von allen misstrauisch beäugt, er ist ein Fremder und befürchtet, auch immer ein Fremder zu bleiben, egal, wie lange er dort bleiben wird.

Doch dann passieren gleich zwei merkwürdige Dinge. Im Theater stürzt der Vorsitzende des Theatervereins, ein bekannter Schriftsteller, eine lokale Berühmtheit, den aber anscheinend kaum jemand so richtig leiden konnte. Er stürzt und stirbt auch sogleich. Und so gibt es eine Menge Verdächtiger, doch alle scheinen ein Alibi zu haben.

Kurz darauf liegt die Frau eines der Mitglieder des Theatervereins blutend und halbnackt im Garten ihres Hauses. Ein Verdächtiger ist auch hier sogleich gefunden, doch auch er, ihr Mann, oder besser gesagt Lebensgefährte, hat ein bombensicheres Alibi.

Ari steht vor der schwierigen Aufgabe, in dieses ganze Gewirr aus Schuldigen und Unschuldigen etwas klare Linien hineinzubringen, seine Kollegen von der Polizeistelle machen es ihm da nicht gerade leichter. Doch Ari gibt entgegen aller Widrigkeiten nicht auf und deckt somit vieles auf, was einige lieber im ewigen Eis vergessen geglaubt hätten.

Meine Meinung:

Isländisch kühl

Was mir zuallererst zu diesem Buch einfällt ist: Typisch isländisch. Warum? Das dunkle, erdrückend deprimierende, allein schon, wenn man das Cover sieht und weiß, dass genau dieser Tunnel der einzige Weg in das Dorf ist, wo sich alles abspielt. Ich finde, isländische Geschichten sind vom Grundtenor ganz oft so. Aussichtslos, die Stimmung niederdrückend. Und oftmals sind die Figuren auch so, deprimiert, am Scheideweg….

So auch hier, aber mir hat es Spaß gemacht zu lesen, wie Ari sich aus dieser ganzen Situation hinausmanövriert, nicht aufgibt, auch, was sein Liebesleben angeht.

Von daher hat mir die Geschichte schon sehr gefallen und ich empfinde das so, dass mir das Buch sagen soll, man darf nie aufgeben, immer dran bleiben, auch wenn noch so große Brocken im Weg liegen, man kriegt sie bewegt, man muss nur wollen! Und eben auch mal den Mut haben, ein Wagnis einzugehen, was zunächst unmöglich zu bewältigen scheint. Stück für Stück kann man sich seinen Weg erarbeiten.

Danke Ari!

Fazit:

„Schneebraut“ ist kein großes Stück Literatur, das will ich nicht sagen, auch kein lauter „Krimi“, der mit kräftigen Effekten daherkommt. Nein, es ist ein leises Buch, ein Buch, das man mit ernstem Gesicht liest, man leidet mit dem armen Ari, dem „Auswärtigen“ mit, wie er sich in der eingefleischten Gemeinschaft versucht zu behaupten und wie eine junge Frau ihm die Kraft gibt, gegen alle Widerstände zu agieren.
Es ist ein isländischer Krimi, der durch die Hintertür zu seinem Erfolg kommt, wie ich finde und dem Leser so einige schöne Stunden beschert.

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Stille Nacht
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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

weihnachten, fantasy, kurzgeschichten, liebe, vampire

Stille Nacht

Tanja Heitmann , Gesa Schwartz , Nina Blazon , Tanja Heitmann
Flexibler Einband: 187 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 24.10.2011
ISBN 9783499216268
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Sandman Slim
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(10)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

magier, trash, action, urban fantasy, hölle

Sandman Slim

Richard Kadrey , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Polaris Verlag, 21.06.2011
ISBN 9783862520138
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Durchgeknallt – das triffts!

Die Geschichte beginnt damit, dass Stark auf der guten alten Erde aufwacht, nachdem er 11 Jahre lang in der Hölle geschmort hat. Vor 11 Jahren haben ihn seine Kumpanen aus dem Magierzirkel überlistet und ihn dorthin verfrachtet. Seine große Liebe wurde ebenfalls von einem der Zirkel-Magier getötet und nun sinnt „Sandman Slim“ Stark auf Rache. Die er auch bekommt und sich einen nach dem anderen vorknöpft, bis auf den größten, mächtigsten Widersacher.

Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt, auch wenn sie durch wahnwitzige Szenen, urkomische Begebenheiten, viel Gossensprache aufgepeppt wurde. Die ganze Zeit habe ich gedacht, schöner wärs, wenn man das jetzt in Bildern säh. Ich denke wirklich, dass die Geschichte besser funktioniert, wenn sie als Graphic Novel/Comic vorliegt. Oder sogar als Film. Das wäre ein echtes Highlight. Mit den passenden Typen in den Rollen wäre es ein echtes Schmankerl. Lustige Dialoge, die sarkastische Ader von Sandman Slim richtig umgesetzt, das wäre perfekt.

So empfand ich die Story als zu sehr mit wirrer, dauernd wechselnder Magie überfrachtet und ein bisschen zu wenig Urban Fantasy. Wer neu in dieses Genre einsteigt, könnte überfordert sein und ein Fantasy-Lexikon benötigen, bei den ganzen „Fachbegriffen“, mit denen da um sich geworfen wird.

Unbestritten ist aber der Humor ein ganz toller, den Kadrey da verarbeitet und auch seine Darstellung der Figuren ist sehr sehr gut. Unglaublich, wie witzig der Kopf einer seiner Widersacher im Schrank beschrieben wird und welche Situationen sich daraus ergeben!

Zu guter Letzt sei noch das famose Cover erwähnt. Es sprach mich sofort an und hat mir zugerufen „Les mich“ und vielleicht kommt auch daher mein Hang zu der Vorstellung, dass dieses Buch besser als Comic wäre.

Auf jeden Fall möchte ich unter dem Strich empfehlen, sich erst mal gründlich auf dem Fantasy-Sektor zu tummeln, um bestimmte Begrifflichkeiten auch zu verstehen, ansonsten sehe ich schwarz für Fantasy-Neulinge, dass sie sich im Magie-Dschungel verlieren und dabei mit der Geschichte nicht mehr mitkommen.

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Sensenmann
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(29)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

kinderheim, thriller, rache, mord, deutschland

Sensenmann

Claudia Puhlfürst
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 16.06.2011
ISBN 9783442373550
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Wunden der Vergangenheit
Inhalt:
Matthias Hase wird an seine schreckliche Vergangenheit als Kind in einem Heim erinnert. Die Erinnerungen werden so übermächtig stark, dass eines Tages sein Unterbewusstsein die Kontrolle über ihn übernimmt und nur noch eins kennt, Rache für grausame Taten an unschuldigen Kindern.

Gleichzeitig wird in einem zum Abriss freigegebenen Plattenbau eine Leiche gefunden. Die Situation, in der sie aufgefunden wird hat eine bestimmte Bedeutung, die aber zunächst nur ein einziger versteht: Matthias Hase.

Die Journalistin Lara Birkenfeld ist auf diesen Fall angesetzt und als sie auch noch merkwürdige Halluzinationen heimsuchen, lässt der Fall sie gar nicht mehr los.

Meine Meinung:

Mit dem Thema Kindesmissbrauch hat Claudia Puhlfürst ein sehr sensibles Gebiet der näheren deutschen Vergangenheit angefasst, welches aktueller den je ist. Wir alle kennen die aufrüttelnden Berichte im TV, haben Opfer genau solcher Misshandlungen in Kinderheimen gesehen, gehört, was sie erlebt haben, gelesen. Und dann lesen wir es hier, verpackt in einem mehr als tief gehenden Thriller. Ein Opfer nimmt Rache, verübt Selbstjustiz, die Schuldigen wurden nie angeklagt, sind davon gekommen, doch damit soll Schluss sein. Und er weist auch die Richtung, warum diese Menschen sterben müssen, büßen müssen. Doch erkennen das erst einmal nur Mittäter, was sie aufschreckt, als sie erkennen müssen, was da geschieht.

Auch sehr schön, dass eine Journalistin, deren Berufsstand in den letzten Jahren ja doch sehr zu leiden hatte, hier in dem Fall eine von den „Guten“ ist, sehr menschlich dargestellt wird und selbst mit einer Gabe zu kämpfen hat, die oftmals auch ein Fluch sein kann, denn sie „sieht“ in diesen Halluzinationen, was passiert mit den Mordopfern.

Es gab ungefähr zur Hälfte des Buches für mich mal eine Durststrecke, wo ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Aber nur ganz kurz. Danach nahm die Geschichte enorm an Fahrt auf und ich war gefangen. Gefangen von den Greueltaten, gefangen im aufflammenden Verständnis für Matthias Hase, der ja Selbstjustiz verübt, was man eigentlich nicht gutheißen kann, aber ich konnte mich dennoch nicht dagegen wehren.

Alles in Allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, wieder eine deutsche Autorin, die ich definitiv im Auge behalten werde, weitere Bücher lesen werde. Es ist kein Splatter-Thriller im amerikanischen Stil, schon sehr auf Tiefgang bedacht, mit dem hochaktuellen Thema des Kindesmissbrauchs und dem Umgang der Justiz damit. Ich würde es also schon weiterempfehlen, wenn man sich dessen bewusst ist, genau wie so manch brutaler Szenerie, die aber nicht effektheischerisch benutzt wird, sondern zur Untermalung der Gefühle des eigentlichen Opfers und seiner Ohnmacht.

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Schuld währt ewig
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(100)

165 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 46 Rezensionen

münchen, mord, schuld, krimi, dühnfort

Schuld währt ewig

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.11.2011
ISBN 9783548610696
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Wer frei von Schuld ist….
Inhalt:
Dühnfort ist wieder da! Und muss mit seinem Team gleich in dem Fall eines überfahrenen Architekten ermitteln. Zunächst scheint alles mehr als sonnenklar, doch es kommen Zweifel, ob es tatsächlich lediglich ein Unfall mit Fahrerflucht ist oder hat vielleicht doch jemand vorsätzlich gehandelt.

Dann ist da Sanne, sie lebt sehr zurückgezogen, arbeitet als Geigenbauerin und versucht, ein Erlebnis aus ihrer Vergangenheit zu vergessen, zu verarbeiten kann man das nicht nennen, bei dem ein Kind ums Leben kam und sie glaubt, irgendeine Schuld daran zu tragen, wobei sie sich nicht sicher ist, da sie im entscheidenden Augenblick einen Blackout gehabt hat. Zumindest glaubt sie das. Deshalb lebt sie zurückgezogen, lediglich Katzen können ihr Herz erweichen und an sie heran. Auf eine Beziehung zu

Und die Romanze zwischen Tino Dühnfort und Gina bekommt mehr Raum, doch nur in aller Heimlichkeit. Denn wenn die Geschichte groß herauskommt, ist eine berufliche Trennung der beiden unvermeidbar. Wenn da bloß nicht Alois wäre, der nach einigen Fehlschlägen sich beweisen muss…

Als dann ein weiterer suspekter Mordfall durch das Team zu bearbeiten ist, zeichnet sich ab, dass da ein Serienmörder aus erst mal nur für ihn erkennbaren Gründen wahllos Leute umbringt, bei denen keine Verbindung ersichtlich ist. Doch das täuscht. Sie alle waren einmal schuldlos am Unglück anderer beteiligt und nun sollen sie büßen…

Meine Meinung:
Ich hatte mich sehr auf den 4. Teil gefreut. Nach „So unselig schön“ konnte ich es kaum abwarten und demzufolge lag die Messlatte ziemlich hoch. Und ich muss gleich vorwegschicken, so ganz wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Aus irgendeinem Grund störte mich ganz massiv der Kult um den Espresso. Ich finde, es hätte etwas weniger Kaffee-Wissen sein dürfen. Das hat mich so manches Mal ein wenig die Augen rollen lassen.

Was mich allerdings sehr berührt hat, war die Schilderung der Katzen, die in dem Buch ihre kleinen, aber wie ich finde feinen Rollen haben. Dafür möchte ich der Autorin danken!

Und ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass mein absoluter Unsympath Alois sich doch im Laufe des Buches rehabilitieren durfte. Sonst wäre ich dafür gewesen, dass Inge Löhnig ihn bitte im nächsten Buch sterben lässt! Aber wie gesagt, er hat sich rehabilitiert, seine Figur hat mehr Charakter bekommen.

Mehr Platz war auch dankenswerter Weise für die Beziehung zwischen Tino Dühnfort und der heißblütigen Gina. Schwierig schwierig die Situation und man darf gespannt sein, wie das weitergeht. Und ich bitte darum, dass die beiden als Paar und nicht nur als berufliche Partner eine Zukunft haben!

Ich weiß, dass alles macht keinen guten Krimi aus und es gab wahrlich auch sehr gute Krimi-Momente, nur irgendwas hat mir gefehlt, um mich wirklich komplett vom Hocker zu reißen, wie beim Vorgänger.

Der Punkt, dass ein Rächer sich aufschwingt, diejenigen bestrafen zu wollen, auf die gleiche Art und Weise, wie irgendwann sie das Ableben anderer schuldlos verursachten, ist nicht ohne Spannung und auch das Rätselraten, wer denn nun derjenige welche ist macht Spaß.

Ich werde aber auf gar keinen Fall nun aufhören, Inge Löhnig zu lesen, da ich der Meinung bin, dass bis zum schlechten Buch doch noch ein weiter Weg wäre und ich glaube definitiv, dass es bei der Autorin nicht so weit kommen wird.

Deshalb betrachte ich das Buch als guten Krimi, den man nett durchschmökern kann, der aber leider bei mir keine Nachwirkungen hinterlässt.

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Schweinehunde
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(44)

93 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

dänemark, selbstjustiz, rache, mord, pädophilie

Schweinehunde

Lotte Hammer , Søren Hammer , Günther Frauenlob
Fester Einband: 503 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 24.05.2011
ISBN 9783426198940
Genre: Krimi & Thriller

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Strindbergs Stern
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(19)

38 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, heinrich himmler, kreuz, strindberg, roman

Strindbergs Stern

Jan Wallentin , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 21.03.2011
ISBN 9783100905147
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Alles in Einem?
Ein ziemlich paranoider, egoistischer, ehrgeiziger Höhlentaucher entdeckt bei Falun bei einem seiner riskanten Einzelgänge eine Leiche und ein kleines Gebilde, ein Kreuz, zu dem auch eigentlich noch ein Stern gehört, der aber verschollen ist. Nur mit dem Stern entfaltet es seine wirkliche Macht. Damit nimmt alles seinen Lauf. Plötzlich sind alle hinter diesem Stern her, der wohl schon in der Geschichte seine weitreichenden Spuren hinterlassen hat. Eine Mythologie spielt eine Rolle, die Nazis haben sich auch in Szene gesetzt, berühmte Forscher hatten Berührung…und immer wieder müssen Menschen sterben. Als dann ein von der Nazizeit und ihrer Greueltaten Besessener, drogensüchtiger Forscher die Bühne betritt, wird es richtig strange, erst recht, als sich noch eine mysteriöse Italienerin dazugesellt, wo ich bis jetzt nicht so recht weiß, welche Rolle ihr nun wirklich zugedacht war.

Ich muss gestehen, so ganz habe ich das Buch nicht verstanden und zeitweise habe ich mich gefragt, ob wir als Leser die gesamte Geschichte mit den Augen des ständig „zugedröhnten“ Don Titelmann zu sehen bekommen und deswegen über allem dieser diffuse Nebel liegt und alles wie ein psychedelisches Bild anmutet. Aber zwischendurch gab es immer wieder Stellen und Dinge, die ich höchst interessant fand. Die leichte Fantasyfärbung des Ganzen war mir auch nicht unangenehm, das gab dem ganzen einen tollen Touch.

Wem ich das Buch empfehlen könnte, kann ich leider nicht sagen, da wirklich alles enthalten ist, ein bisschen Krimi, Thrillerelemente, Mythologie, daraus resultierend Fantasy. Wirklich sehr schwer. Und wie ich gesehen habe, bin ich da nicht ganz alleine mit, viele Leser sind sich nicht so ganz schlüssig, welchem Genre dieser Titel zugerechnet werden soll, oder was eigentlich der Rote Faden im Buch ist.

Weil ich so verwirrt bin, werde ich das Buch wohl noch mal nach einer gewissen Zeit Abstand lesen, vielleicht klärt sich für mich zumindest dann doch so einiges auf!

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Stop Me - Blutige Botschaft
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(5)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

beschmiert, entführen, leben, new orleans, profilerin

Stop Me - Blutige Botschaft

Brenda Novak , Maria Poets
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 13.04.2011
ISBN 9783899418286
Genre: Krimi & Thriller

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