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85 Bücher, 51 Rezensionen

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88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

zombies, jugendbuch, jagd, zombie, witz

Untot - Sie sind zurück und hungrig

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.08.2013
ISBN 9783551520531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bevor ich auf alles andere zu sprechen komme, möchte ich erst einmal die meiner Meinung nach grandiosen Charaktere hervorheben! Bobby ist toll, nicht so die Standardheldin aber trotzdem sympathisch und jede Figur dieses Buches hat eigene "Macken" und Besonderheiten, was das Lesen sehr amüsant macht. Was ich an dieser Stelle aber noch eben bemerken muss... das späte Auftreten bestimmter Charaktere die schon aus Band 1 bekannt sind fand ich etwas enttäuschend.

Das Werk ist aus Sicht der Protagonistin geschrieben und wie auch schon im ersten Teil mit viel Witz und Humor ausgestattet. An Jugendsprache fehlt es auch nicht obwohl ich mir hier etwas weniger gewünscht hätte, da es manchmal irgendwie den Ernst der Situation nahm... 
Die Storyline wiederum ist ebenfalls sehr absurd aber mit Köpfchen ausgedacht, nur fand ich den Anfang sehr schleppend, zwischendrin passierte dann auch mal gar nichts außer ein paar Jagden und das Ende kam dann viel zu plötzlich. Es schien als hätte die Autorin schnell alle Stränge zusammenführen wollen und irgendwie ist mir nicht ganz klar, ob und wie es jetzt noch weiter geht...

Alles in allem hat mir der erste Band besser gefallen und ich vergebe 3 Kleeblätter, trotzdem ist es ein Muss für Fans des ersten Bandes.

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206 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 69 Rezensionen

zombies, jugendbuch, untot, zombie, schottland

Untot - Lauf, solange du noch kannst

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.12.2012
ISBN 9783551520418
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß, die Rezension kommt spät. Nein, eigentlich nicht. Aber dafür dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen hatte wiederum schon! Und das waren zwei sehr terminreiche Tage, sonst wäre das Ganze wahrscheinlich noch schneller gegangen. Denn wie schon die Rückseite des Buches verspricht ist "Untot" ein wahrer Pageturner!

Die Story klingt verrückt und durchgedreht und genauso ist es auch. Abstrus, jedoch gleichzeitig lustig, unheimlich und wahnsinnig toll.
Kirsty McKay besitzt einen grandiosen Humor der das Buch auszeichnet. Trocken und voller Sarkasmus. Ich liebe Sarkasmus! 

Die Charaktere wirken zunächst merkwürdig und nicht ganz so sympathisch, was sich im Laufe der Geschichte aber wendet. Bobby, die Protagonistin, finde ich klasse, denn sie ist es, die die Geschehnisse erzählt und somit diese direkte, harte und lustige Art an sich hat. Ihre Beziehungen und Verhältnisse zu den anderen Figuren kann man zunächst schlecht einschätzen, da sie ihre Gefühle nicht offenlegt und sie teilweise vor sich selber versteckt, was sie umso interessanter macht. 
"Untot" ist keine wirklich anspruchsvolle Lektüre, dafür aber mit hohem Spaßfaktor und Gruselstimmung. Ich kann diese Mischung der Emotionen, die in mir beim Gedanken an dieses Buch aufkommt, nicht beschreiben. Man muss es einfach selber gelesen haben.

Der Verlauf der Handlung ist flüssig und klar. Das Ende hingegen war mir etwas zu schnell vorbei. Schwups - aufgelöst. Da hätte man den Spannungsbogen noch ein bisschen dehnen können. Mein erstes Zombiebuch... und ich habe es wirklich genossen. Wie schon geschrieben, ihr werdet wohl nicht umhin kommen, "Untot" zu lesen und werdet dann mit Sicherheit verstehen, wie schwer es ist, eine Rezension dazu zu schreiben. Denn man kann das Buch wirklich kurz zusammenfassen, wenn ihr nur alle hier verwendeten Adjektive herauspickt. Viel Spaß dabei.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

berlin, jugendbuch, liebe, obdachlos, punk

Subway Sound

Katrin Bongard
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei PINK!, 01.03.2013
ISBN 9783864300127
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Subway Sound" hat mich direkt angesprochen. Der Name der Protagonistin, die Stadt in der es spielt und ein vielversprechender Inhalt. Ich muss sagen: in letzter Zeit habe ich wirklich Glück mit den Büchern, denn auch dieses hier konnte mich voll überzeugen. Es führt die Gegensätze in der großen Stadt Berlin vor Augen und man muss die ganze Geschichte einfach lieb gewinnen.

Der Schreibstil ist typisch Katrin Bongard. Positiv natürlich. Wie schon bei "Flying Moon" und auch bei "Radio Gaga" (Rezension folgt) Nicht etwa schwulstig (sagt man das so?) sondern direkt, ehrlich und schön.
Livia als Protagonistin in "Subway Sound" ist ein sehr gut nachvollziehbarer Charakter. Sie ist verwöhnt, ist sich dessen aber bewusst und ich finde ihre Entwicklung während des Romans super! Sie lernt, dass das was andere von ihr halten oder sagen nicht das Wichtigste ist und bleibt sich aber trotzdem treu. Livia ist bereit, neue Erfahrungen auszuprobieren und davon lebt die Story hier.
Tim mochte ich ebenfalls sehr, wenn ich auch gerne noch etwas mehr über ihn erfahren hätte, besonders über seinen Hintergrund.

Leider ist "Subway Sound" schnell ausgelesen, denn man fühlt sich sehr schnell "heimisch" in diesem Buch. Zudem bietet es interessanten Inhalt für ein breites Altersspektrum, sodass ich es euch uneingeschränkt empfehlen kann. Wen der Klappentext aufmerksam gemacht hat, der sollte dieses Buch lesen. Es hält, was es verspricht.

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506 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 109 Rezensionen

selbstmord, liebe, überleben, flugzeugabsturz, schnee

Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt

Alex Morel , Michaela Link
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei INK, 01.01.2013
ISBN 9783863960476
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als das Buch ankam beherrschten erstmal zwei Gedanken meinen Kopf. Auf der einen Seite: "Wow, tolle Coveridee!" und "Es ist viel dünner als ich erwartet habe!" Ersteres sehe ich nach wie vor genauso und möchte ich auch lobend erwähnen. Zu Punkt zwei komme ich noch... :)

Der Schreibstil in diesem Buch ist schlicht und gut zu lesen. Er lebt von Janes trockener Art die Emotionen nur versteckt offenbart. Man rutscht gut durch die Geschichte, leider aber viel zu schnell. Janes anfängliche Selbstmordgedanken und überhaupt die ganze Thematik darum wird relativ schnell verworfen als es um das Überleben geht, was ich sehr schade finde. Die Idee hinter dem Buch ist nämlich - meiner Meinung nach - ziemlich genial. Nur hätte ich mir gewünscht, dass alles noch mehr vertieft wird. Womit wir wieder bei der geringen Seitenzahl wären. Probleme wurden viel zu schnell aufgelöst, das Verhältnis der Protagonisten zueinander entwickelte sich meiner Meinung nach auch ein wenig zu rasant.

Über die Charaktere in diesem Buch lässt sich nicht viel sagen... es waren ja hauptsächlich nur zwei. Diese haben mir gut gefallen, besonders Paul mit seiner ganz speziellen Art Jane zu zeigen, dass es sich doch zu leben lohnt. Deren innere Entwicklung konnte ich allerdings schwerer nachvollziehen. Auf einmal waren alle Selbstmordgedanken verworfen!
Trotz ein paar zwischenzeitlicher Länden fand ich das Ende wiederum sehr schön, da es Überraschung brachte und... tja, mehr wird hier nicht verraten!

Alles in allem hat mich die Oberflächlichkeit ein wenig gestört, ansonsten hat es wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich kann es jedem empfehlen der nicht so pingelig ist wie ich! :)

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Tags: 3sterne, absturz, flugzeug, liebe, selbstmord, wildnis   (6)
 

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99 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

jugendbuch, musik, freundschaft, rock, liebe

Rockoholic

C. J. Skuse , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2013
ISBN 9783551520401
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rockoholic klang für mich von Anfang an interessant - jedoch wollte ich mich nicht zu früh freuen. Wie oft wird eine solche Storyidee zu plattem Mist verarbeitet? Naja... oft. Aber Rockoholic konnte mich absolut überzeugen. Es ging viel tiefer als gedacht, zauberte mir nicht selten ein Lächeln auf's Gesicht und ich gebe es zu: auch Tränen! Die Story verlief so anders als ich gedacht hatte. Sie entführt ihn, er erwacht in ihrer Garage, sie verlieben sich in einander: Happy End. Haha. Nichts da, aber mehr verrate ich nicht. Ich kann nur sagen: Es steckt viel mehr in dem Buch als man nach dem Lesen des Klappentextes erwartet!

Jody ist crazy, aber so eine Sorte von crazy die ich absolut liebe. Verrückte Ideen, Spontanität... jedoch ist es so auch kein Wunder, dass öfter mal etwas schief geht oder sich eine Entscheidung als nicht ganz so klug erweist. Aber das macht die Sache spannend. Auch Jodys bester Freund Mac ist eine schillernde Person die das Buch total bereichert. C.J. Skuse erschuf diverse einzigartige Personen die das Lesen zu einem puren Vergnügen machen. Ihr Schreibstil ist sehr bildreich, sodass es quasi das Kopfkino gratis zum Buch dazu gab.

Die 448 Seiten rauschten nur so an mir vorbei... ich hatte es auch dementsprechend schnell ausgelesen. Leider. Der einzige Mangel der mich überlegen ließ, vielleicht einen Punkt Abzug zu geben war, dass ein paar Stellen wirklich sehr unlogisch waren. Da das aber irgendwie doch in das Gesamtkonzept dieses rundherum verrückten Buches passt und ich Rockoholic irgendwie lieb gewonnen habe, gibt es von mir 4,5 von 5 Punkten!

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Tags: 4.5sterne, rock, star   (3)
 

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(346)

700 Bibliotheken, 11 Leser, 6 Gruppen, 162 Rezensionen

dystopie, klon, klone, beta, demesne

BETA

Rachel Cohn , Bernadette Ott
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.02.2013
ISBN 9783570161647
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Beta" habe ich ganz unerwartet in meinem Briefkasten gefunden. Die Aufmachung sprach mich zunächst nicht so an - ein perfektes Mädchengesicht, wie so oft (obwohl ich lobend erwähnen muss, dass es von der Beschreibung her passt). Der Inhalt zeigt sich dagegen schon interessanter. Eine Dystopie gepaart mit der Thematik des Klonens erweckte meine Neugier. Die Idee hinter der Story gefiel mir gut, denn ich bin mir sicher, Menschen würden zu ihrem eigenen Luxus ziemlich weit gehen. Klone als Diener anzuschaffen stelle ich mir für die Zukunft gar nicht so abwegig vor, obwohl ich dagegen wäre, sollte es wirklich jemals so weit kommen.

Die Charaktere waren für meinen Geschmack jedoch etwas zu blass. Elysia lernt man mit der Zeit besser kennen und verstehen, jedoch ist im Hinterkopf noch immer dieser Gedanke, dass sie „gemacht“ ist und dies ließ mich zweifeln, ob ihr Handeln nun echt ist oder womöglich von ihrem Chip vorgegeben. Die Liebesgeschichte zwischen Elysia und Tahir (wenn man das überhaupt so nennen kann) hat mich ziemlich enttäuscht. Es fehlte jedes bisschen Romantik! Ich hatte das Gefühl, dass die beiden nur auf Äußerlichkeiten bedacht sind und das zerstörte jede Szene zwischen ihnen.
Auch konnte ich viele Entscheidungen der Protagonistin nicht nachvollziehen und sie wollte mir nicht so recht sympathisch sein.

Der Schreibstil Rachel Cohns ist schlicht und geradlinig, was das Lesen zwar leicht gemacht hat, aber auch keine tieferen Gefühlseinblicke offenbarte. Schön wird beschrieben, wie Elysia zuerst nur vereinzelte Erinnerungen vor ihrem Auge aufblitzen sieht, was die Spannung in diesem Buch erzeugt. "Beta" ist eine angenehme Lektüre, aber nichts, was mich völlig umgehauen hat. Die Idee hinter dem Werk ist toll, doch hapert es an den Figuren. Das Ende fand ich ziemlich gemein und so werde ich wahrscheinlich wenigstens in den zweiten Band ein wenig hineinschmökern.

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Tags: 3sterne, klonen   (2)
 

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(108)

233 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

geister, geisterjäger, horror, liebe, anna

Anna im blutroten Kleid

Kendare Blake , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.11.2012
ISBN 9783453314191
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch ist ein Schatz. Ich weiß nicht... irgendwie habe ich schon gespürt, dass ich es mögen werde, als ich es augepackt in den Händen hielt. Es hatte so etwas an sich... dieses mysteriöse aber wunderschöne Cover, das Gefühl wenn man über die Buchstaben des Titels streicht.
Kaum hatte ich "Anna im blutroten Kleid" aufgeschlagen, wurde ich auch schon mitten in die Geschichte des Ghostbusters - oh, Verzeihung - Geisterjägers Cas [der auf keinen Fall mit den Ghostbusters verglichen werden will] hineingerissen. Cas, dessen vollständiger Name Theseus Cassio Lowood lautet, ist ein sehr sympathischer Junge. Genügend Selbstbewusstsein, trotzdem nicht arrogant, ironisch und gewitzt. Man durchlebt die Geschichte auf seine Weise, sieht sie aus seinem Blickwinkel der erfrischend anders ist. Anders dadurch, dass Cas nicht über sein "tragisches Schicksal" jammert, sondern stolz darauf ist und er die Welt beschreibt wie er sie kennt. Er hatte nunmal nie richtige Freunde und anstatt das Mitleid der Leser zu erwecken schiebt er direkt hinterher, dass er sowieso keine gebrauchen kann, bei seiner Arbeit. Es ist einfach toll, diesem starken Charakter zu folgen, der im Laufe des Buches aber eine deutliche Entwicklung macht. Die Idee hinter "Anna im blutroten Kleid" finde ich ebenso genial. Geisterjäger sind nichts Neues, aber es sind Kleinigkeiten in der Umsetzung, die "Anna" trotzdem anders machen.

Es ist interessant zu sehen, wie sich Cas' Verhältnis zu seinen neuen Freunden [aha, jetzt also doch?! ;)] Carmel und Thomas langsam entwickelt. Toll ist, dass jede dieser Figuren etwas besitzt, was sie einzigartig macht. Carmel ist das beliebteste Mädchen der Schule und trotzdem wirklich mutig und bodenständig, Thomas ist dagegen eher schüchtern, wird als Freak abgestempelt aber besitzt verborgene, große Kräfte. Anna ist wiederum ein Charakter für sich. Nicht nur Cas, auch der Leser wechselt im Buch oft die Meinung über sie, ist total überzeugt davon und wirft sie zwei Sätze später wieder über den Haufen. Einfach grandios. Ungefähr ab der Hälfte klärt sich alles ein wenig und ab dort ist es einfach nur schön zu beobachten, wie Cas und Anna sich einander nähern.
Der Spannungsbogen der Geschichte spannt sich über das ganze Werk und hat mich gepackt, sodass es mir jedes Mal schwerfiel, das Buch aus der Hand zu legen. Das Ende hätte man meiner Meinung nach nicht so schnell abwickeln müssen, aber das ist auch schon das Einzige, was ich zu bemängeln habe. Oft lief mir beim Lesen ein Schauer über den Rücken und mich hat so eine richtig schöne Gruselstimmung erfasst, was nicht zuletzt an dem tollen Schreibstil der Autorin lag. Sie schreibt prägnant und doch eindringlich und genau, was mir viele Bilder in meinen Kopf zauberte. Ihr seht: ich bin begeistert und kann für "Anna im blutroten Kleid" eine eindeutige Leseempfehlung geben und werde Band 2 auf jeden Fall lesen!

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Tags: 4.5sterne, geister, grusel, liebe, spannung   (5)
 

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304 Bibliotheken, 3 Leser, 8 Gruppen, 97 Rezensionen

drachen, fantasy, serafina, liebe, jugendbuch

SERAFINA - Das Königreich der Drachen

Rachel Hartman , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.11.2012
ISBN 9783570152690
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war sehr überrascht als ich ein Päckchen vom cbt-Verlag erhielt. Unerwartet aber freudig begrüßt kam "Serafina" zu mir nach Hause geflattert.
Der Einstieg in dieses Buch ist mir allerdings etwas schwer gefallen. Es wurde mit Wörtern um sich geschmissen, mit denen ich nicht wirklich etwas anzufangen wusste und die Informationen kamen nur so geflogen, ohne mir die Zeit zu lassen, mich daran zu gewöhnen. Zum Beispiel fand ich Serafinas "Garten der Grotesken" (ein Garten in ihrem Kopf in dem sie merkwürdige Wesen pflegt) anfangs ein wenig unlogisch. Durch diese Verwirrungen und mangelnde Spannung hat es gedauert bis ich mich zur Mitte vorgearbeitet hatte. Doch dies war ein Glück nicht umsonst, da die Geschichte dort ein wenig mehr Fahrt aufnahm. Richtig spannend wurde es leider selten, da das Geschehen dann eine abrupte Wendung nahm und die spannungsgeladeneren Momente sofort vorbei waren. Obwohl ich sonst nicht so ein Fan von Drachengeschichten bin hat mich die Idee hinter dem Buch dagegen gleich angesprochen. Die Charaktere besitzen ebenfalls eine schöne Tiefe und besonders Serafina war mit sofort sympathisch. Sie ist wirklich scharfsinnig und stellt sich schnell ihrem Schicksal. Normalerweise erfährt der Leser vor dem Protagonist um was es geht und dieser bekommt erst nach und nach mit, in was für eine Lage er/sie gerutscht ist, während Serafina es gleichzeitig mit mir erkannte. Es ist eine andere, aber gute Lösung. Fina, wie sie auch genannt wird, trifft logische Entscheidungen und der Leser kann ihre Gedankengänge gut nachvollziehen. Auch die anderen auftauchenden Figuren waren sehr facettenreich und entwickeln sich toll. Die zarte Liebesgeschichte, die sich um das Buch spannt, ist wunderschön und gefühlvoll beschrieben.

Durch den gewandten Schreibstil wird eine schöne Fantasywelt erschaffen. Hier und da hätte ich mir ein paar mehr Beschreibungen gewünscht um den Bildern in meinem Kopf ein bisschen mehr Farbe zu verleihen, aber ansonsten wird man sicher durch die Geschichte geführt, die zur Mitte hin ihren höchsten Spannungspunkt hat. Das Ende lässt mich etwas unzufrieden zurück, denn obwohl es der erste Teil einer Reihe ist, hätte ich es mir anders gewünscht. Sehr gut ist auch das Glossar im Anhang (welches ich Dummkopf natürlich erst nach dem Lesen bemerkt habe), das über "Fachwörter" aufklärt. Eine Figurenübersicht ist ebenfalls enthalten. Alles in allem ist "Serafina" ein guter Reihenauftakt einer Drachengeschichte, mit tollen Charakteren aber mangelnder Spannung.

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Tags: 3sterne, drachen, halb, liebe   (4)
 

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199 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, romeo, romeo und julia, fantasy, jugendbuch

Romeo für immer

Stacey Jay , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 01.10.2012
ISBN 9783863960223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dies ist die Rezension zum zweiten Band von "Julia für immer". Wer diesen noch nicht gelesen hat, sollte vielleicht hier aufhören zu lesen, da ich nicht für Spoilerfreiheit garantieren kann!

Wow. Ein großes Lob an die Autorin. Denn wie oft habe ich es erlebt, dass mich der erste Teil umgehauen hat und ich vom zweiten enttäuscht war. "Romeo für immer" steht seinem Vorgänger jedoch in nichts nach! Der Konflikt aus dem ersten Band wird fortgeführt, Romeo bekommt seine zweite Chance. Lag vorher der Fokus auf Julia, so liegt er jetzt auf Romeo, den ich schon in "Julia für immer" als einen sehr interessanten Charakter empfunden habe. Die Idee hinter der Geschichte ist zwar schon bekannt, doch sie wird hier nochmal "gepusht", dadurch das verschiedene Tücken miteingeflochten werden.
Ariel, die endlich die schon viel gestellte Frage, wer denn bitteschön auf dem Cover sei und ob es nicht logischer wäre, Romeo darauf zu drucken, löst, wird dem Leser sofort als sympathisches Mädchen vorgestellt. Der Konflikt spitzt sich dramatisch zu und es bleibt bis zum Schluss offen was geschieht. Toll war auch, dass wieder abwechselnd aus zwei Perspektiven geschrieben wurde, sodass man der Leser unterschiedliche Sichten auf das Geschehen und die Gefühle bekommt, die sehr authentisch dargestellt werden. Ihr merkt, mich hat das Buch sehr begeistert. Ich habe mich jedoch entschlossen, nur eine Kurzrezension zu schreiben, da ich mich meiner damaligen Meinung nach dem Lesen von "Julia für immer" nur anschließen kann. Abschließend kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen. Wer von Teil 1 begeistert war, wird auch hier nicht enttäuscht!

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Tags: botschafter, liebe, romeo und julia, shakespeare, tod   (5)
 

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

film, liebe, schauspieler, jugendbuch, freundschaft

Flying Moon

Katrin Bongard
E-Buch Text: 250 Seiten
Erschienen bei Red Bug Books, 11.09.2012
ISBN 9783943799088
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Flying Moon" bin ich nicht mit allzu hohen Erwartungen begegnet, da ich von diesem Buch nie zuvor gehört hatte. Der Klappentext hörte sich aber für mich, die ich davon träume, in einem Film mitzuspielen, ganz interessant an, weshalb ich als Rezensentin zusagte. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen habe.
Die Buchbeschreibung hat nicht gelogen. Es war wirklich ein "modernes Märchen", jedoch so verpackt, dass ich das Lesen sehr genossen habe. Die Idee, ein Filmset als Handlungsort zu nehmen war klasse. Man merkt, dass sich die Autorin auf dem Gebiet auskennt und sie gibt dem Leser spannende Eindrücke daraus mit auf den Weg, welche ich aufgesaugt habe wie ein Schwamm. Katrin Bongard schreibt locker und leicht aus der Sicht von Protagonistin Moon und der Schreibstil ist gut an das Alter der Hauptfigur angepasst.

Die Charaktere sind allesamt sehr ausdrucksstark und sehr facettenreich. Moons bester Freund Karl, Filmdiva Krista... alle hatten ihre Eigenheiten und man hat sie trotzdem auf irgendeine Art und Weise lieb gewonnen. Moon ist wirklich sympathisch und dadurch das, wie schon erwähnt, aus ihrer Perspektive geschrieben wird, kann man sich gut in sie hineinfinden, ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Zum Beispiel, dass sie ihren Bruder deckt, obwohl dieser durch die Scheidung ihrer Eltern immer mehr abrutscht und sogar Verbotenes tut. Trotzdem liebt Moon ihn und will ihm helfen.
Manchmal hätte ich mir jedoch gewünscht, ein bisschen mehr Informationen darüber zu bekommen, was die anderen Personen, die ja ebenfalls wichtig sind, so denken und fühlen. Dies ist zusammen mit dem Ende aber mein einziger Kritikpunkt. Klar ist die Story bekannt und auch ein wenig kitschig, aber eben so super umgesetzt, dass das Lesen Spaß gemacht hat! Aber kommen wir nochmal auf das eben erwähnte Ende zu sprechen: es ging mir einfach alles ein bisschen schnell und Moon handelt meiner Meinung nach nicht so, wie ich es von ihr gedacht hätte.
Alles in allem ist es ein tolles Buch, weshalb ich folgende Punkte vergebe...

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Tags: film, liebe, star   (3)
 

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128 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

cherryblossom, hexen, liebe, mina kamp, dämonen

Cherryblossom

Mina Kamp
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Oldigor Verlag, 21.05.2012
ISBN 9783943697124
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Cherryblossom"... dieses Buch hat mich auf die verschiedensten Art und Weisen überrascht. Das Cover ist recht gut gelungen, die Kirschblüten passen perfekt zum Titel. Ich habe mich zuerst gefragt, warum der Hintergrund so verpixelt ist, aber nachdem ich zu hören bekommen habe, dass die Autorin das Coverfoto selbst geschossen hat, gefällt es mir nur noch mehr! Aber das sind Äußerlichkeiten. Nachdem ich anfangs Schwierigkeiten mit der doch sehr kleinen Schrift hatte, nahm mich Hannas Welt gefangen. Der Schreibstil führt einen locker durch das Geschehen. Er ist nicht groß ausgeschmückt, aber gut an Hanna, aus deren Sicht beschrieben wird, angepasst. Mir fielen des öfteren Wortwiederholungen auf, aber das will ich hier nicht ankreiden, den es hat nicht sonderlich gestört! ;) Zwischendurch wurden immer wieder Teile von einem Erzähler, der sich in die Gefühle des Nachtalb Lennox hineinversetzen kann, geschildert. Diese Abwechslung fand ich sehr gelungen, da man so eine zweite Perspektive vor Augen geführt bekam.

Die Idee hinter der Geschichte ist nicht wirklich neu. Ein Mädchen findet plötzlich heraus, dass es irgendwelche Kräfte hat und die Welt voll magischer Wesen ist. Allerdings hat mich das während des Lesens gar nicht gestört, da man einfach so drin war. Die Protagonistin Hanna hat mir gut gefallen, sie war sehr ironisch und witzig. Auch ihre Beziehung zu Lennox fand ich meist klar dargestellt, auch wenn ich manchmal die rasanten Stimmungswechsel nicht ganz nachvollziehen konnte. Sonst war das Buch ein echter Pageturner und man schlittert so durch die Story. Das Ende ist nicht richtig gelöst, was bei einem Serienauftakt auch nicht zu erwarten war. Es macht Lust auf Band 2!

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Tags: hexer, kirschblüte, liebe, nachtalb, wesen   (5)
 

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308 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

tod, liebe, ismae, bretagne, kloster

Grave Mercy - Die Novizin des Todes

Robin L. LaFevers , Michaela Link
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.09.2012
ISBN 9783570401569
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zugegeben... als ich das Buch bekam habe ich mich sehr gefreut, jedoch sind historische Romane nicht so mein Genre. Trotzdem habe ich "Grave Mercy" gelesen und bin auch mit Enthusiasmus herangegangen.
Die ersten paar Seiten las ich mit Leichtigkeit. Sie waren nicht allzu besonders, jedoch konnte ich mich mit der Sprache und dem Schreibstil gut anfreunden. Aber DANN kam der Teil zwischen Anfang und Mitte, in dem ich feststeckte. Alles ging mir viel zu schnell und wurde dann noch nicht einmal sonderlich aufregend erzählt, sodass ich die Kapitel herunterlas, ohne wirklich etwas von der Handlung sacken zu lassen. Das Lesen machte nicht wirklich Spaß. Das auf einmal drei Jahre - drei Jahre die man zu spannendem Stoff hätte verarbeiten können - übersprungen wurden, warf mich auch etwas aus der Bahn. Als ich mich bis zur Hälfte durchgekämpft hatte und gerade dachte, dass meine Skepsis gegenüber dieses Genres wohl berechtigt sei, fing sich die Story wieder und es ging bergauf. Zwischendurch war ich richtig gefesselt, auch wenn immer wieder ein paar Längen vorkamen, die ich am liebsten überblättert hätte.
Die Storyidee ist gut und ohne die Erwähnung eines "Todesgottes" hätte es auch ein reiner historischer Roman sein können. Aber diese Art Fantasyanteil brachte noch ein bisschen mehr Pepp in die Geschichte und hätte ruhig noch ein wenig weiter geführt werden können. Doch auch so hat mir der Gedanke hinter dem Buch gefallen.
Der Schreibstil Robin LaFevers ist gut an die Zeit, in der die Geschichte spielt, angepasst und sehr bildreich. Jedoch gingen mir, wie schon erwähnt, einige Sachen zu schnell, während andere zu sehr ausgewalzt wurden. Die Protagonistin Ismae lernt man in einer für sie schrecklichen Lage kennen, was beim Leser natürlich sofort Mitleid hervorruft und man sich schnell mit ihr identifizieren kann. Sie macht eine rasante Entwicklung (auch wenn man davon und von ihrer Ausbildung recht wenig mitbekommt, da dies übersprungen wird). Von einem unsicheren Mädchen wird sie zu einer starken Frau. Das hat mir sehr gut gefallen, sowie auch die anderen Charaktere, die wirklich toll ausgeprägt waren. Jeder war mit auffallenden, gut durchdachten Eigenschaften bestückt, was das Lesen spannender machte. Auch das Verhältnis zwischen Duval (dem im Klappentext erwähnten "Opfer") und Ismae entwickelte sich wunderbar nachvollziehbar und sehr anrührend. Ihr seht also: ich bin ein wenig zwiegespalten. Historische Romane sind definitiv nicht so mein Ding, aber ich denke, wenn sie einem gefallen ist dieses Buch - bis auf ein paar Sachen - perfekt. Ich bewerte "nur" mit 3 von 5 Punkten, da ich für meinen Geschmack zu oft feststeckte. Mal sehen, was der zweite Teil bringt.

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Tags: bretagne, historischer roman, liebe, tod   (4)
 

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763 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 201 Rezensionen

facebook, zukunft, liebe, freundschaft, jugendbuch

Wir beide, irgendwann

Jay Asher , Carolyn Mackler , Knut Krüger
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.08.2012
ISBN 9783570161517
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wo ist der Gefällt mir-Button?
Ich habe mich schon lange darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Der Klappentext warb für eine neue, tolle Idee - und er versprach wahrhaftig nicht zu viel! Ich musste mich zwar erst einmal in das Buch hineinlesen, doch dann wurde ich regelrecht aufgesogen! Aufgesogen, von der fantastischen Idee, Facebook als Fenster in die Zukunft zu verwenden; aufgesogen von den farbenreichen Charakteren... aber beginnen wir - wie immer - von vorne.

Der Schreibstil der Autoren ist super an die Hauptcharaktere angepasst. Das Werk wird abwechselnd aus Sicht von Josh und Emma geschrieben, was dem Leser einen Einblick in die Gedanken beider Protagonisten gibt. Durch die flüssige und unkomplizierte Schreibweise wird das Buch ein echter Page-Turner und ich konnte mich gut mit den Jugendlichen identifizieren. Wirklich sympathisch! Die Beziehung der beiden untereinander kann man gut nachvollziehen und es ist toll zu sehen, wie sie wieder zueinander finden. Auch ihre Freunde sind mit gelungenen Eigenschaften ausgestattet und Dialoge zwischen ihnen endeten immer mit einem Lachen meinerseits.
Um noch einmal gründlicher darauf einzugehen: Facebook als eine Art "Berichterstatter aus der Zukunft" zu verwenden, lässt "Wir beide, irgendwann" auch auf eine Weise ironisch wirken... denn die Seite wird keineswegs nur gelobt, sondern auch viel beschmunzelt (was ich als Nicht-Facebooker sehr begrüßt habe). Das Buch zeigt, wie sehr sich jede kleinste Aktion auf die Zukunft auswirken kann und dies wird auf sehr erfrischende, amüsante Weise geschildert. Jay Asher und Carolin Mackler hatten viele witzige Einfälle, die sie mit einfließen ließen, sodass mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht hat. Neben all dem Vergnügen fehlt jedoch nicht die Frage, die zum Nachdenken anregt... sollte man in seine Zukunft eingreifen oder es so kommen lassen, wie es kommt? Meiner Meinung nach kam das Ende viel zu schnell und auch wenn es mich nicht vollständig zufriedenstellte, ist es doch ein schönes.
Viel mehr lässt sich zu dem Buch gar nicht sagen... Ich führe einfach mal den Gedanken von der ersten Zeile weiter. GEFÄLLT MIR!

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Tags: facebook, liebe, zukunft   (3)
 

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(37)

67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

jugendbuch, blog, medien, sonja, selbstfindung

LOG OUT!

Oliver Uschmann , Sylvia Witt
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001295
Genre: Romane

Rezension:

Der Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte, ist relativ einfach. Allein die Erwähnung eines Blogs hat mich schmunzeln lassen, und auch der Rest des Klappentextes sprach mich sehr an. Gesagt, getan. Die Idee hinter allem war wirklich sehr gut und etwas in der Art habe ich bisher auch noch nie gelesen. Gut ausgeklügelt und witzig umgesetzt, hat es größtenteils sehr viel Spaß gemacht, dieses Werk zu lesen. Die Aufmachung ist sehr schön, das Cover fühlt sich toll an, da leichte Rillen darin sind und auch das Bild passt perfekt zum Inhalt. Schlägt man die Seiten auf, kann man sofort die Blogeinträge von dem Erzähltext und diesen wiederum von den Kommentaren oder Emails unterscheiden, da auch hier Wert auf eine schöne Gestaltung gelegt wurde. Der Schreibstil ist recht schlicht und passt gut zum Wesen des Protagonisten Paul, der nicht groß auf ausschweifende Worte steht. Dennoch fehlte eigentlich nichts und trotzdem waren die Beschreibungen so gut, dass Bilder in meinem Kopf entstanden, auch wenn sich so nicht so viele Emotionen entfalten konnten. Manche Stellen waren meiner Meinung nach jedoch etwas langwierig und ich musste mich zusammenreißen, nicht einfach mal ein paar Seiten zu überblättern, auf denen nichts "Neues" geschah. Das Buch hat seinen ganz eigenen Humor, sodass ich beim Lesen des öfteren vor mich hin gegrinst habe und Paul Planbaum tut sein Übriges. Die Hauptperson ist eigentlich ein ziemlich normaler Kerl, führt ein [meist] stinknormales Leben mit einer Verbundenheit zur Natur und zum Gärtnern. Paul entwickelt sich während des Werkes von einem lanweiligen bis hin zu einem aktiven, Hand anlegendem Menschen, was mir sehr gut gefiel. Die Story zwischen ihm und RetroGirl [Sonja] fand ich ebenfalls wunderschön, auch wenn ich mich manchmal gewundert habe, wie schnell das Vertrauen zum Emailpartner, den man sonst nicht kannte, wuchs. Aber soll ja vorkommen. Die anderen Charaktere waren nicht ganz so stark ausgeprägt wie Paul, waren aber trotzdem alle sehr unterschiedlich und facettenreich.

Positiv aufgefallen ist mir, dass die Autoren sich bemüht haben, wirklich alles aus dem echten, dem Leser bekannten Leben aufzugreifen. Man kennt sich aus, und das mag ich beim Lesen wirklich sehr, denn es gibt mir das Gefühl, dass die Geschichte authentisch ist und auch jederzeit real passieren könnte. So fließen zum Beispiel Sachen wie Ebay, McDonalds und viele weitere Dinge mit in die Handlung ein.
Als ich las, dass die Oliver Uschmann und Sylvia Witt diese "Experimente", die Paul durchführt, also das Survival und das Verkaufen von unnützem Hausrat durch schöne Geschichten bei Ebay, selber ausgetestet haben, war ich nicht mehr sonderlich überrascht, denn das Buch wirkt - wie ich bereits sagte - so echt! Beeindruckt hat es mich trotzdem, dass die Autoren dies am eigenen Leibe erprobten.
Das Ende kam ziemlich unvorhergesehen... ich hätte mir ein anderes gewünscht. Trotz der positiven Aspekte, flaute das Geschehen gegen Abschluss immer weiter ab, was ich sehr schade fand. Deshalb "nur" 3 Punkte.

  (7)
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(703)

1.253 Bibliotheken, 25 Leser, 11 Gruppen, 236 Rezensionen

dystopie, day, liebe, june, legend

Legend - Fallender Himmel

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.09.2012
ISBN 9783785573945
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin eine der Glücklichen, die dieses Buch gewonnen haben. GEWONNEN, und sowas passiert mir doch sonst nie! Was soll ich sagen? Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben. Es ist - auch wenn man es auf den ersten Blick [Jaja, Dystopie...] nicht vermutet - anders. Und "anders" meine ich im positiven Sinne. In diesem Moment fällt mir kein Werk ein, in dem die Charaktere eine so wundersame, erstaunliche Entwicklung durchmachen wie in "Legend"... aber beginnen wir von vorne:
Die Storyidee kannte ich in groben Zügen aus anderen Dystopien. Böse Regierung und so weiter. Doch die Umsetzung ist hier wirklich gut gelungen und lässt "Legend" in einem anderen Licht scheinen. June ist keine Außenseiterin die von Anfang an Verdacht gegen das System hegt... sie ist voll dabei. Das macht die Sache so spannend! Nach den ersten Seiten war sie mir noch recht unsympathisch und hier bin ich mir nicht sicher ob das von der Autorin so gewollt ist, aber durch die rasante Entwicklung ist sie mir doch ans Herz gewachsen. Alle Charaktere waren sehr facettenreich und gut gestaltet, jedoch gingen ihre Emotionen immer so schnell vorüber, beziehungsweise sie änderten sich schnell. Als Junes Bruder ermordet gefunden wurde, schien mir ihre Trauer nicht tief, nur wie ein leises Och, schade. Und dann wird weitergemacht. Dann gibt es wiederum diese anderen Stellen, an denen ich fast mit ihr weinen möchte. So geht das bei vielen der Figuren in dem Buch. Die Liebe zwischen June und Day finde ich wunderschön und zart; super beschrieben. Natürlich geht alles ein bisschen schnell, doch das erwähnen die beiden ja auch und es ist noch lange nicht zuende [wie ich hoffe...].

Der Schreibstil von Marie Lu hat mir gut gefallen. Er zauberte mir ein Kopfkino und ich hatte eine wirklich tolle Vorstellung von der Welt, in der Day und June leben. Die Autorin schreibt recht wortgewandt, jedoch nicht übermäßig ausgeschmückt, was auch gar nicht sein muss, meiner Meinung nach. Der schlichte, direkte Schreibstil passt zu dem Szenario, der Zukunft, in die ich als Leser hineingepflanzt wurde. Spannung war in diesem Buch definitiv vorhanden, ich habe es innerhalb eines Tages durchgelesen und es fiel mir schwer, es auch nur zwei Minuten aus der Hand zu legen um etwas zu essen! Gegen Ende wird die Story teilweise gelöst, jedoch nicht richtig zufriedenstellend, sodass ich mich schon jetzt auf Band 2 freue!

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(472)

966 Bibliotheken, 15 Leser, 7 Gruppen, 103 Rezensionen

wölfe, liebe, grace, sam, fantasy

In deinen Augen

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 01.08.2012
ISBN 9783839001264
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der letzte Band. Ich fasse es nicht. Eine Ära geht zu Ende. Fehlt nur noch, dass jetzt tragische Musik eingespielt wird. Aber bleiben wir mal sachlich. Es ist ein wirklich ehrenhafter Abschluss dieser Reihe der Wölfe von Mercy Falls. Die Story ist ja schon aus dein ersten beiden Teilen bekannt, und doch bekommt sie hier nochmal einen "Kick" durch das tote Mädchen und die Umsiedlung. Immer wieder fügt Maggie Stiefvater noch kleinere Probleme hinzu, die die Geschichte perfekt ergänzen. Allerdings gab es in diesem Teil auch mal kleine Stellen die sich zogen. Das war bei den ersten beiden Bänden, meiner Meinung nach, nicht der Fall. Hier jedoch fiel der Einstieg schleppender aus, als ich erwartete.

Die Charaktere dagegen glänzten von Anfang an, so wie wir sie kennen. Sam, Grace, Isabel und Cole, jeder von ihnen mit seinen Eigenarten und Macken. Einfach wundervolle, facettenreiche Personen, die ein ganz, ganz, unbeschreiblich wichtiger Bestandteil des Buches sind und auch einen Großteil meiner Begeisterung ausmachen. Diese zwei Liebesgeschichten, so unterschiedlich und doch auf eine Art und Weise gleich. Bei Sam und Grace geht das unter die Haut, unbeschreiblich sanft und schön. Bei Isabel und Cole ist es fast das genaue Gegenteil... aber nichtsdestotrotz brillant.
Der Schreibstil der Autorin bewirkte, dass allein schon vom Geschehen her, spannende oder gefühlvolle Momente immer noch einen Tick spannender oder gefühlvoller wurden, und das macht es so genial. Detailreiche Beschreibungen und die Wortgewandtheit machten es möglich, dass ich während des Lesens die ganze Zeit ein wunderbares Kopfkino genießen konnte. Wie in den Vorgängern auch, berichtet das Buch aus mehreren Perspektiven und auch hier ist der Schreibstil perfekt angepasst. Jeder Charakter erzählt auf seine Weise und verschafft dem Leser so einen Einblick in unterschiedliche Sichten. Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu sagen, was ich nicht schon in den Rezensionen zu Band 1 und 2 gelobt habe...

Das Ende lässt mich nachdenklich und auch mit ein paar Fragen zurück, die ich mir vielleicht noch gelöst gewünscht hätte, doch trotzdem ist es ein supertolles Buch und ein guter Abschluss einer spektakulären Reihe. Diese Rezension schäumt nur so von Adjektiven... aber berechtigt! Nur manchmal ging mir die Geschichte zu wenig voran. Ansonsten: Klasse!

  (12)
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(246)

561 Bibliotheken, 12 Leser, 7 Gruppen, 98 Rezensionen

dystopie, tom, alex, zombies, liebe

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 06.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da dies die Rezension zu Band 2 ist, enthält sie SPOILER. Wer Teil 1 nicht kennt, bitte nicht weiterlesen!

Der Einstieg in den zweiten Band war... anfangs recht verwirrend, auch wenn ich mich schnell wieder einfand. Ständige Perspektivwechsel machten es mir als Leser nicht leicht und sie zogen sich auch durch das gesamte Buch! Dies war teilweise etwas störend, denn an jedem Ende eines Kapitels gab es einen Minicliffhanger und das neue Kapitel war dann wieder aus einer anderen Sicht, die man gar nicht richtig genießen konnte, da man ständig überlegte wie es wohl bei der anderen Person weiterging. Wenn DIESE Szene dann auch noch einen Cliffhanger besaß, befand man sich in einer Art Teufelskreis und bei mir führte das dazu, dass ich schnell las. Sehr schnell. Allerdings muss ich zugeben, dass auch eine ziemliche Spannung dadurch aufgebaut wurde.

Der Schreibstil Ilsa J. Bicks war, wie in Band 1 auch, einfach fantastisch. Bildreich und kopfkinomäßig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, auch wenn ich sagen muss, dass in diesem Teil die Anzahl der Toten und die grausamen ARTEN des Todes nochmal zugenommen haben. Es gibt teilweise sehr brutal zu und dieses Buch ist garantiert nichts für schwache Nerven!
Die Storyidee die hinter alldem steckt finde ich gut, auch wenn ich langsam mal wissen will, wie und wo und warum das alles geschah! Perfekt umgesetzt - wirklich klasse.Die vielen Perspektivwechsel hatte ich ja bereits negativ erwähnt, doch hier möchte ich noch einmal sagen, dass ich es faszinierend finde, wie die Autorin die Figuren zueinander führt. Es hat auch schon Anzeichen auf interessante Treffen zwischen Personen, die wir bereits kennen (sie sich aber noch nicht), gegeben.
Charaktermäßig ist "Ashes" ebenfalls sehr zu loben. Alex ist keins von diesen "Alles ist so schrecklich, lass uns heulen!"-Mädchen sondern sie ist stark. Stark, sympathisch und einfach toll, auch wenn sie an manchen Stellen ein paar mehr Emotionen hätte zeigen können. Genauso wie die Protagonistin sind auch alle anderen Figuren farben- und facettenreich, super gestaltet und sehr individuell. Es macht einfach Spaß zu lesen! Teilweise traten mir Tränen in die Augen, teilweise war ich so geschockt dass ich nicht mal mehr weinen konnte! Ein unglaublich bewegendes Buch mit einem so fiesen Ende!!!

Es tut mir Leid, dass ich mich etwas kürzer gefasst habe, aber meiner Meinung nach ist alles gesagt!
ICH WILL WEITERLESEN!

(4,5 von 5)

  (14)
Tags: 4.5sterne, gewalt, kannibalen, liebe   (4)
 

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(200)

473 Bibliotheken, 5 Leser, 7 Gruppen, 108 Rezensionen

hexen, liebe, magie, bruderschaft, 19. jahrhundert

Töchter des Mondes - Cate

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 06.08.2012
ISBN 9783863960247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wir starten rasant: Gleich der Anfang brachte Unerwartetes. Das Buch spielt gar nicht in unserer Zeit?! Der Klappentext hatte mich nicht darauf vorbereitet und doch war ich angenehm überrascht als ich herausfand, dass "Töchter des Mondes" so ca. 1890 spielt. Auch wenn ich nicht weiß ob alles so realitätsgetreu war, fand ich es gut, dass der Leser etwas über die Sitten der Damen von damals erfährt. Die Story ansonsten fand ich super, auch wenn ich diese "Bruderschaft" die darin vorkommt, noch nicht hundertprozentig durchschaut habe...
Es fließen verschiedene Probleme mit ein, die toll in den Handlungsstrang integriert werden.
Der Einstieg in dieses Werk war leider etwas mühsam. Alles tröpfelte so vor sich hin, und erst kurz vor der Hälfte nahm das Geschehen dann Fahrt auf. Ab da gefiel es mir dann sehr gut. Der Schreibstil Jessica Spotswood ist angenehm zu lesen, auch wenn mir einige ungewollte Wortwiederholungen auffielen, die vielleicht aber behoben wurden. Ich habe ja ein Leseexemplar als Taschenbuch gelesen, von daher... Die Geschichte wurde bildreich erzählt und in meinem Hinterkopf spielte sich in der ganzen Zeit mein eigenes Kopfkino ab. Sehr lobenswert!!!

Die Charaktere waren wirklich interessant und facettenreich. Jede von den Schwestern gewinnt man auf ihre Weise, mit kleinen Macken und Talenten, sehr lieb und ich weiß gar nicht welche ich am Besten finde. Ich nehme mal an, dass die anderen Bände dann aus Sicht von Maura und Tess geschrieben werden, denn diesmal war ja Cate die Protagonistin und somit die Erzählerin. Sie ist sympathisch und ich konnte ihre inneren Konflikte und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Ihre Beziehung zu Finn finde ich sehr süß und toll dargestellt auch wenn es meiner Meinung nach ein bisschen schnell geht, aber da hat ja jeder eine andere Ansicht.

Das Ende ist wirklich mies. Ich für meinen Teil will auf jeden Fall weiterlesen, da mich der Ausgang der Geschichte nicht wirklich befriedigt zurücklässt. Alles in allem: nach langsamen Einstieg ein tolles Buch!

  (11)
Tags: 1890, 4sterne, bruderschaft, hexen   (4)
 

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(117)

260 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

tiger, indien, liebe, fluch, fantasy

Pfad des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

Colleen Houck , Beate Brammertz
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.06.2012
ISBN 9783453267749
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da dies die Rezension zu dem zweiten Band einer Reihe ist, enthält sie höchstwahrscheinlich SPOILER.
Die Idee die hinter diesem Buch steckt finde ich - wie schon in der Rezi zu Band 1 gesagt - klasse. Sie spielt vor dem Hintergrund Indiens, was eine völlig neue, unbenutzte Idee ist und von der Autorin hervorragend umgesetzt wurde. Leider fielen mir wieder ein paar Stellen auf, an denen ich mir eine detailliertere Beschreibung gewünscht hätte oder eben das genaue Gegenteil: dass sie nicht so in die Länge gezogen würden.

Die Charaktere gefielen mir hier sogar besser als in "Kuss des Tigers". Kelsey habe ich nicht ganz so oft erwürgen wollen und sie kam erwachsener und reifer rüber. Ren war [anfangs zumindest] ein Traumtyp und die Beziehung zwischen ihm und Kelsey war wunderschön und zart. Auch Kishan sah ich als Leserin mit anderen Augen und er ist einfach eine hervorragende Figur, die das ganze Geschehen noch spannender macht. Man fiebert die gesamte Zeit über mit und verfolgt die Personen durch die Geschichte, in der immer neue Gefahren auf sie lauern. Manchmal war mir das ganze etwas ZU unrealistisch, aber da sind die Geschmäcker verschieden. [Feen, vegetarische Löwen usw...] Auch die Selbstverständlichkeit mit der Kelsey damit umgeht, hat mich verwundert.

Der Schreibstil Colleen Houcks ist größtenteils an die Protagonistin Kelsey angepasst und es hält sich die Waage zwischen Umgangssprache und "schöner Sprache" [wie schon in der Rezi zu Band 1 erwähnt...]. Er begleitet den Leser gut durchs Geschehen, auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Beschreibungen gewünscht hätte. Zwischendurch musste ich immer wieder über die amüsanten Gedankengänge Kelseys schmunzeln und ihr Sarkasmus war auch genial. Das Ende hätte spannender und fieser nicht sein können, denn ohne hier zu spoilern kann ich sagen, dass ich mir sehnlichst Teil 3 herbeiwünsche! Über das Cover brauche ich wieder einmal nichts zu erzählen. Es sieht fantastisch aus und passt perfekt zur Story.
Alles in allem ein tolles Buch mit interessantem Schauplatz!

  (7)
Tags: 4sterne, prinz, prophezeiung, tiger   (4)
 

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(115)

286 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 58 Rezensionen

indien, tiger, fluch, liebe, fantasy

Kuss des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

Colleen Houck , Beate Brammertz
Fester Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 17.01.2012
ISBN 9783453267732
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch lässt mich sehr hin- und hergerissen zurück. Nach dem Prolog war ich von Colleen Houcks Schreibstil sehr beeindruckt, doch kaum ging es mit der richtigen Handlung los, sauste man geradezu durch die Geschichte. Nicht, weil es so ein Page-Turner war - naja doch, irgendwie auch -, aber ich war noch nicht mal bei den ersten hundert Seiten angelangt, da war schon so viel passiert, dass ich mich bemühen musste, um mit meinem Kopfkino hinterher zu kommen. Ich hätte mir deutlich mehr Beschreibungen und Schilderungen gewünscht - das Schreibstilpotenzial war ja da, wie ich im Prolog gemerkt habe! So preschte man durch die Geschehnisse, die so dicht aufeinander folgten, dass ich irgendwann nur noch dachte: Ja, klar und jetzt fällt noch ein Engel vom Himmel! Trotzdem war der Stil gut an die Protagonistin Kelsey angepasst, aus deren Sicht ja geschrieben wurde. Die Waage zwischen umgangssprachlich und "schöner" Sprache war meiner Meinung nach im Gleichgewicht.
Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir sehr gut, da ich den Schauplatz Indiens interessant gewählt finde. Man bekommt einen kleinen Einblick in die Sagen und den Glauben, doch auch hier rast die Autorin wieder hindurch. Manche Dinge, wie die mit dem Fallenlabyrinth finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen und sie erinnern mich an Comics, aber ich denke wenn man das Ganze ein bisschen ausgeschmückt und ausgebaut hätte, wäre auch dies glaubhafter und lebendiger rübergekommen.

Die Charaktere haben mir größtenteils sehr gut gefallen. Kelsey, die Hauptperson, war sehr natürlich, sehr echt, auch wenn ich sie an vielen Stellen einfach nur erwürgen wollte. Ich mochte ihre sarkastischen Antworten, hasste jedoch diese naive, kleinkindliche Art die sie an manchen Stellen an den Tag legte.
Ren war wundervoll. Nicht perfekt, aber man konnte als Leser Kelseys Verliebtheit nachvollziehen. Sein Umgang und seine Rücksichtnahme... toll! Und wie sich das Verhältnis zwischen Ren als Tiger, Ren als Mensch und Kelsey entwickelte war anrührend und wirklich schön.
Am Ende bin ich halb ausgerastet, als Kelsey eine Entscheidung traf, die ich hier nicht spoilern will, doch es ist ein einmaliger Cliffhanger und ich bin froh, dass ich direkt weiterlesen kann. Ich weiß nicht was es ist, doch trotz der negativen Punkte die ich weiter oben aufgezählt habe, hielt mich irgendetwas ständig am lesen und ich bin der festen Überzeugung, dass es ein tolles Buch ist! Über das Cover brauche ich wohl nicht zu reden. Es ist der Traum jedes Bücherregals und passt perfekt zur Story.
Alles in allem ein gutes Werk!

  (11)
Tags: 3, 5sterne, frucht, indien, liebe, prinz, sage, tiger, verzaubert   (9)
 

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(190)

394 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 79 Rezensionen

feen, fantasy, schatten, liebe, marie

Als die schwarzen Feen kamen

Anika Beer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.03.2012
ISBN 9783570401477
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon nach den ersten Zeilen dieses Buches war ich hin und weg! Der Schreibstil von Anika Beer ist grandios, wortgewandt, flüssig zu lesen und einfach zum hineinträumen.
Marie war mir ebenfalls sofort sympathisch, genau wie Gabriel. Die Beiden sind nicht so "perfekt" sondern richtig natürlich (na gut, bis auf die Gabe die im Klappentext beschrieben ist, aber das ist ja klar).
Marie, die anfangs noch total zurückgezogen und alleine mit ihrem Leid ist, macht eine tolle Entwicklung durch und findet in Gabriel jemandem, dem sie vertrauen kann. Ihr Selbstbewusstsein wächst. Die Autorin hat das wirklich wunderbar beschrieben, ebenso wie die zarte Beziehung zwischen Marie und Gabriel, die sich behutsam aufbaut.
Die Perspektiven wechseln, sodass man merkt, was jeder von ihnen empfindet. Doch es sind nicht nur zwei Sichtweisen, es gibt auch noch eine dritte. Und zwar die von Lea, Maries Ebenbild in der Obsidianstadt. Dies fand ich ganz besonders interessant, auch wenn ich jetzt hier nicht zu viel verraten will.

Die Storyidee die hinter all dem steckt, ist wunderbar durchdacht. Feen, die aus hässlichen Gedanken entstehen. Das ist mal was Neues, was mich sehr gefreut hat! Ich liebe es, wie sie umgesetzt wurde, mit ihrem langsamen Aufbau. Wenn aus Anfällen wegen dem Tod des Vaters plötzlich Löcher im Schatten werden... Die Geschichte ist fesselnd, auch wenn ich finde, dass das Ende ruhig ein wenig langsamer und ausführlicher von Statten hätte gehen können. Der Spannungsaufbau war super, doch der Rest dann ein wenig schnell abgewickelt, vor allem wenn man bedenkt, dass im letzten Abschnitt immer mehr neue Details zum Handlungsstrang dazukamen und ich teilweise etwas verwirrt davon war..
Anika Beers Werk ließ mich voll mitgehen. Ich fieberte zusammen mit den Protagonisten und habe das Lesen einfach nur genossen. Auch das Ende finde ich sehr zufriedenstellend. Es ist wirklich ein rundherum tolles Buch. Nur... wie gesagt, der Showdown hätte ausführlicher und klarer sein können.

  (8)
Tags: 4sterne, fantasie, feen, gedanken, liebe, realität, stadt   (7)
 

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(50)

86 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

chicago, übersetzerin, finanzkrise, liebe, banker

Das war ich nicht

Kristof Magnusson
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.08.2011
ISBN 9783442474592
Genre: Romane

Rezension:

Ein Buch was ich las, als ich gerade kein anderes zur Hand hatte - und ein Buch, welches mich sehr positiv überraschte.
Dies hier ist eine Kurzrezension. Eine knappe Kundgebung meiner Meinung, also.
Kristof Magnusson erzählt aus drei verschiedenen Perspektiven (wie im Klappentext erwähnt). Jeder der Charaktere schafft es, den Leser für sich einzunehmen, obwohl sie anfangs über die jeweils anderen nicht immer schöne Sachen denken. Der Schreibstil ist perfekt an die aktuelle Sichtweise angepasst, sodass man, wenn er nicht schon durch Kapitel gekennzeichnet wäre, den Personenwechsel auch so sehr gut hätte nachvollziehen können.

Der Humor dieses Buches ist nach meinem Geschmack und brachte mich oft zum Schmunzeln. Die Handlung führt durch viele Irrungen und Verwirrungen, die die Charaktere am Ende auf seltsame Weise miteinander vereint. Dies ist dem Autor großartig gelungen. Auch wenn das Buch vom Äußeren her nicht so ansprechend ist, ist der Inhalt umso unterhaltsamer. Das Ende fand ich jedoch ein bisschen schnell und es war nicht ganz so wie ich es mir gewünscht hätte... doch trotzdem:
Eine perfekte Lektüre für entspannte Tage!

  (5)
Tags: 4sterne, autor, banker, bankrott, humor, perspektiven, übersetzerin   (7)
 

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(215)

451 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 102 Rezensionen

götter, hades, liebe, fantasy, mythologie

Das göttliche Mädchen

Aimée Carter , Freya Gehrke
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.05.2012
ISBN 9783862783267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wieder ein Buch bei dem die Rezensionen von super bis oh mein Gott, wie grausam reichen. Das Cover sieht auf den ersten Blick recht schön aus, nur finde ich den Gesichtsausdruck des Mädchens etwas... gezwungen. Als ich nun aber ebendieses Cover hochklappte und nach ein paar Stunden voller Hand-klatscht-auf-Stirn-Anfälle das Buch wieder schloss war mir klar: Ich gehöre definitiv zu der Oh mein Gott, wie grausam-Gruppe.

Die Geschichte die sich dahinter verbirgt fand ich interessant. Man hätte wirklich etwas daraus machen können, vorallem da ich mich sehr für griechische Mythologie interessiere. Leider wurde das Potenzial dieser Story ganz und gar nicht ausgeschöpft.
Die Charaktere: alle flach und farblos. Kate ging ja noch, auch wenn sie mir oft mit ihrem Gehabe auf die Nerven ging, doch dann war da Ava. Erst will sie Kate umbringen [?! Ich will jetzt nicht spoilern oder so, aber den Grund verstehe ich nun wirklich nicht...deswegen bringt man niemanden gleich um!!!] und dann ist sie plötzlich die beste Freundin. Jamie sagt zwei, drei einschleimende Sätze und zack werden ihm von Kate alle Geheimnisse anvertraut. Aber der schlimmste war eindeutig Henry. Ich konnte überhaupt nicht nachvollziehen wie Kate sich in ihn verlieben konnte. In einen Jammerlappen à la: Oh, ich habe so ein schweres Schicksal! Hm, suhle ich mich mal wieder in Selbstmitleid. Es tut mir Leid für die harte Ausdrucksweise und ich weiß auch das viele das anders sehen. Das ist jedoch meine ehrliche Meinung. Um wieder auf die sachliche Ebene zurückzukehren, dieser Punkt hat mir nicht gefallen. Überhaupt konnte ich wenige der getroffenen Entscheidungen nachvollziehen und mein Bild von Hades, dem Wächter der Unterwelt, wurde zerstört.

Auch Spannung habe ich in diesem Buch schmerzlich vermisst. Immer wenn sich eine mitreißende Situation aufgebaut hatte, schrieb die Autorin darüber hinweg und so verlor ich als Leser jegliches Mitfieber-Gefühl. Das Ende war vorhersehbar und hat mich ebenfalls in keinster Weise überrascht. Man hätte das ganze noch ein wenig aufbauschen können.
Der Schreibstil Aimée Carters war okay. Nichts außergewöhnliches aber ich habe mich auch nicht darüber aufgeregt. Ein paar mehr Beschreibungen und er hätte es sogar schaffen können, Bilder in meinen Kopf zu zaubern.
Alles in allem habe ich mir von dem Buch deutlich mehr erhofft und so bleibt mir nicht viel als zu sagen: Den zweiten Band tue ich mir nicht an.

  (9)
Tags: 1, 5sterne, griechisch, götter, hades, liebe, mythologie, wintermädchen   (8)
 

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(320)

556 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

liebe, roadtrip, usa, tod, amy

Amy on the summer road

Morgan Matson , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.04.2012
ISBN 9783570401323
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dem Cover sieht man zwei Menschen. Beide sind nur halb abgebildet. Ein Mädchen und ein Junge. Sie halten sich an den Händen, während sich unter ihnen eine Straße entlangwindet. Man erkennt einen Berg im Hintergrund. Besser könnte ich das Buch nicht bildlich darstellen. Es ist so wunderwunderschön. Langsam wird man an das Geschehen herangeführt, lernt Amy, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, und ihre Probleme kennen. Schon nach den ersten Seiten wollte ich mit ihr weinen, sie umarmen und trösten. Dann kommt Roger. Er war mir auch auf Anhieb sympathisch. Nicht "perfekt" wie diese ganzen Bad Boys in den angesagten Jugendbüchern und das er eine Freundin hatte, besser gesagt eine Exfreundin die er zurückerobern möchte, macht die ganze Sache noch spannender.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. An EINEM Tag! Der Schreibstil von Morgan Matson passt perfekt. Er lässt die Reise als Film in meinem Kopf ablaufen - obwohl er eigentlich relativ schlicht ist. Die Reise ... denn mehr ist es eigentlich nicht. Sie fahren durch die Staaten und treffen die unterschiedlichsten Leute. Langweilig? Ganz und gar nicht! Matson schreibt wortgewandt und fesselnd und nimmt den Leser mit auf den "Roadtrip" von Amy und Roger. Amy macht im Laufe des Werkes eine wirklich tolle Entwicklung. Von einem Mädchen, welches in einem See aus Trauer schwimmt und das lieber gar nicht bemerkt werden will, zu einer abenteuerlustigen, selbstbewussten jungen Frau. Roger ist ein ebenso fasziniender Charakter mit lustigen Eigenarten, die mich beim Lesen oft zum Schmunzeln brachten.

Generell habe ich bei diesem Buch oft gelacht - aber mindestens genauso oft geweint. Es war so herrlich anrührend. Diese einfache Idee ist so genial und fantastisch umgesetzt... ich weiß gar nicht was ich noch sagen soll. Es ist eine wunderschöne Sommerlektüre, hinter der sich aber ungeahnter Tiefgang verbirgt... Fragen zu Schuld und Tod.
Zwischendurch gibt es immer wieder "Reisescrapbook"-Seiten, die das Werk zieren. Darauf sind echte Belege von den Cafés, in denen Amy und Roger waren, Fotos von der Landschaft oder die Playlist des iPods, der auf der Fahrt läuft. Ebenfalls eine supertolle Idee!!!
Die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten entwickelt sich zart und wunderschön zugleich. Keinesfalls kitschig sondern... ja, wie ich schon sagte: wunderschön. Dieses Buch ist mein Sommerhighlight geworden und ich kann euch nur noch eines sagen:
LEST ES!

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Tags: 5sterne, liebe, reise, roadtrip, tod, verlust   (6)
 

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(219)

453 Bibliotheken, 1 Leser, 7 Gruppen, 117 Rezensionen

dystopie, königin, liebe, fantasy, sprachen

Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz

Kimberly Derting , Tanja Ohlsen , Ugla Huld Hauksdóttir
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Egmont Ink, 06.03.2012
ISBN 9783863960179
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte mich schon sehr auf dieses Buch gefreut, da die Meinungen wirklich sehr, sehr gespalten waren. Hier mal volle Punktzahl, dann nur ein Punkt und dort wieder die Hälfte. Hm, dachte ich mir, in dem Fall hilft wohl bloß, sich ein eigenes Bild zu machen. Also habe ich das "Dark Queen" angefragt.
Ich kam sehr gut in die Geschichte rein, konnte mich auch sofort mit Charlie und ihrer Familie anfreunden. Man bekam recht schnell einen Überblick über die Figurenkonstellation, wie steht wer zu wem. Charlie macht im Laufe des Buches eine tolle Entwicklung durch, ihr Selbstbewusstsein wächst. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich mag ihre Art, endlich mal ein Charakter, bei dem man das Verhalten nachvollziehen kann. Natürlich und nicht so gestellt. Ihre Schwester Angelina, gewinnt man trotz der fehlenden Wort sehr lieb. Ebenso wie Charlies Freunde.
Auch über Max habe ich mich gefreut. Natürlich sieht Charlie ihn perfekt - sie ist schließlich verliebt - aber im Laufe der Zeit kommen ein paar "Macken" durch, was Max viel sympathischer macht. Er ist nicht vollkommen. Keine Person in diesem Buch bleibt blass und farblos!

Kimberly Dertings Schreibstil ist leicht zu lesen, wortgewandt und sehr angenehm. Er machte das Verstehen leicht und begleitete mich gut durch das Buch. Allerdings hätte ich mir an vielen Stellen genauere Beschreibungen gewünscht, damit ich mir Charlies Welt besser vorstellen kann. Kaum etwas wird von der Umgebung gesagt, vom Palast oder vom unterschiedlichen Klang der Sprachen, was ich interessant gefunden hätte. So hatte der Film, der sich in meinem Kopf abspielte, ein paar schwarze Stellen.
Die Idee zu "Dark Queen" finde ich super. Eine neue, unbenutzte, frische Idee! Und das auch noch als Dystopie (ich liebe Dystopien)!!! Der Handlungsstrang, der am Ende entsteht, setzt sich fantastisch aus den eingeflochtenen Details zusammen.
Immer wieder wurde die Erzählperspektive gewechselt, doch nur bei Charlie wurde aus der "Ich"-Perspektive geschrieben. Die Lösung finde ich toll, denn so bekommt der Leser verschiedene Eindrücke aus den unterschiedlichen Sichten. Das Buch regt zum Nachdenken an und hat in mir die unterschiedlichsten Emotionen hervorgerufen. Von Lachen bis Weinen. Und so muss das sein, finde ich. Auf den letzten paar Seiten dachte ich, dass das Ende perfekt wäre, schön abgerundet...doch dann kam ganz zum Schluss noch etwas ziemlich Unerwartetes, was das ganze zu einem coolen Cliffhanger macht und ich mich schon sehr auf Band 2 freue!
Alles in allem ein fantastisches Buch, bei dem ich mir jedoch ein paar mehr Beschreibungen gewünscht hätte...

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Tags: 4sterne, dystopie, klassensystem, königin, liebe, monarchie, sprache   (7)
 
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