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Beastly
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545 Bibliotheken, 1 Leser, 8 Gruppen, 99 Rezensionen

liebe, biest, märchen, fluch, hexe

Beastly

Alex Flinn , Sonja Häußler
Fester Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 19.07.2010
ISBN 9783833938443
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Smaragdgrün
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(1.870)

2.917 Bibliotheken, 33 Leser, 20 Gruppen, 280 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, gideon

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Weihnacht at Tiffany’s
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Weihnacht at Tiffany’s

Gayle Tufts
Flexibler Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.10.2010
ISBN 9783746626604
Genre: Comic & Humor

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Schweigt still die Nacht
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285 Bibliotheken, 3 Leser, 13 Gruppen, 74 Rezensionen

wechselbalg, fantasy, jugendbuch, eisen, friedhof

Schweigt still die Nacht

Brenna Yovanoff , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei script5, 11.01.2011
ISBN 9783839001271
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Eine Welt voller hässlicher, böser, wunderschöner Bewohner

Die Wahrheit lautet schlicht: Man kann eine Stadt verstehen, man kann sie kennen, lieben und hassen zugleich. Man kann ihr grollen und es ändert sich nichts. Letzten Endes ist man doch nur ein Teil von ihr.

Mackie Doyle lebt in der seltsamen Kleinstadt Gentry. Doch noch seltsamer ist er selbst. Als fremdes Kind in einer menschlichen Wiege zurück gelassen, kann Mackie weder über geweihte Erde gehen, noch mit Eisen oder Blut in Berührung kommen. Seine Familie schweigt diese Eigenheiten tot und Mackie versucht alles, um bloß nicht aufzufallen. Doch als wieder kleine Kinder aus ihren Betten geklaut werden, muss Mackie sich seiner schlammigen Vergangenheit stellen und sein wahres Ich zeigen. Denn nur mit seiner wahren Natur kann er Tates Schwester noch retten.

SCHWEIGT STILL DIE NACHT ist der Erstling von Brenna Yovanoff und hat mir sehr gefallen.
In die Geschichte konnte ich mich auch sofort gut einlesen. Der Schreibstil ist einfach schaurig schön und man weiß trotzdem nicht direkt auf Seite 2 um welche Wesen es sich in der Kleinstadt Gentry handelt. Die Geheimnise lösen sich erst langsam auf, während man einen guten Einblick in Mackies Gefühlswelt bekommt, der die Geschehnisse aus seiner Sicht erzählt.

Gentry ist eine ziemlich düstere und abergläubische Stadt. Es gibt Untote, einen Schlackenberg, zwei verfeindete Häuser und Wechselbälger.
Die Menschen sollen der Schlammhexe Tribut zollen, doch wissen sie eigentlich gar nichts davon. Es wird einfach alles so hingenommen, wie es schon immer war.
Die merkwürdigen, unter der Erde lebenden, Unwesen sagen derweil von sich selbst:

„Wir sind Chaos und Unheil. Wir sind der zuckende, brabbelnde Schrecken der Welt“

Allerdings brauchen sie die Menschen um zu überleben. Ist da wirklich alles so einfach wie es scheint? Denn:

"Die Absicht, die hinter etwas steckt, ist eine der stärksten Mächte, die es gibt. Was man damit meint, wenn man etwas tut, beeinflusst immer das Ergebnis. Das Gesetzt erschafft die Welt."

Mackies Mutter bleibt einem bis zum Schluss ein Rätsel. Sie ist einem fast unsympathisch, bis man den wahren Kern ihrer Haltung versteht und merkt, dass sie gar nicht anders sein kann. Zum Glück war immer Emma, Mackies Schwester, für ihn da. Auch bei ihr versteht man erst spät wie viel Einfluss sie wirklich auf Mackies Entwicklung genommen hat!

Mackies bester Freund Roswell ist jedoch mein größter Kritikpunkt. Ihn konnte ich bis zum Schluss nicht durchschauen und normalerweise würde ich sagen dass er ganz viel zu verbergen hat. Er nimmt alles einfach so hin, stellt nie etwas in Frage, selbst wenn es darum geht eine Leiche auszugraben. Als würde er von all dem wissen, was er nicht weiß! Er ist zu cool, zu abgezockt. Das gefällt mir nicht.

Das düstere, mit Spotlack überzogene, Cover hat mich ja von Anfang an fasziniert. Während des Lesens kommt man dann auch darauf, warum ein Kinderwagen abgebildet ist, der mit schweren Geschützen, wie Messern und offene Scheren, behangen ist. Auf jeden Fall ist es aber ein Highlight.

Wer gerne unheimliche Geschichte über das Anders-Sein mag, der sollte auf jeden Fall in die Welt der Untoten eintauchen und „Schweigt still die Nacht“ lesen. Aber ich warne euch: Die Wahrheit kann hässlich sein!

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Die große Pechsträhne
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zusammenhalt, abenteuer, freundschaft, unglück, hut

Die große Pechsträhne

Walko , ,
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 01.08.2010
ISBN 9783760764092
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

An einem sehr windigen Tag haben der kleine Hase und der Holunderbär viel Spaß miteinander. Doch auf einmal fegt ein heftiger Windstoß dem Holunderbären seinen Glückshut vom Kopf. Die beiden Freunde rennen dem Hut noch hinterher, doch schon bald ist er verschwunden. Der Holunderbär ist fortan vom Pech verfolgt und dem kleinen Hasen ist klar, dass er seinem Freund helfen muss den Hut wieder zu finden. Denn Freunde sind füreinander da. Und er weiß, dass einem das Glück immer dann begegnet, wenn man es am wenigsten erwartet ...

Die große Pechsträhne ist der sechste Band der beiden beliebten Kinderbuchhelden Hase und Holunderbär.
Wie gewohnt ist die Geschichte wieder absolut kindgerecht gehalten. Die liebevolle Ausdrucksweise begeistert schon die Kleinsten und erweitert den Wortschatz von Kindern auf schöne Weise. Gleichzeitig sind auch die Illustrationen wieder sehr farbenfroh und herzlich. Die schönen Bilder regen meinen Sohn immer an, auch eigene Geschichten zu erfinden. Zudem kann man zur Förderung oder Vertiefung des gelesenen gezielt Fragen zu den Bildern stellen und die Kinder so besser mit einbeziehen.
Ganz ohne Druck werden auch wichtige Werte für das Zusammenleben vermittelt. Erfrischend einfach, erfrischend friedlich.
Durch die mittelmäßige Länge der Geschichte eignet sich die Geschichte übrigens nicht nur zum vorlesen, sondern auch zum lesen lernen.

Zusammengefasst kann ich also nur sagen dass diese bezaubernde Bilderbuch-Geschichte unsere Herzen wieder im Sturm erobert hat. Diese sinnvolle Kinderreihe würde ich immer wieder weiter empfehlen und mein Sohn liebt den kleinen Hasen und den großen Bären heiß und innig.

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Tags: bär, freunde, freundschaft, hase, hut, zusammenhalt   (6)

  

 

Das Tal - Das Spiel
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836 Bibliotheken, 9 Leser, 15 Gruppen, 142 Rezensionen

college, thriller, tal, mord, jugendbuch

Das Tal - Das Spiel

Krystyna Kuhn
Flexibler Einband: 299 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.05.2010
ISBN 9783401064727
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Sayuri
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114 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 25 Rezensionen

magie, wasser, freundschaft, fantasy, liebe

Sayuri

Carina Bargmann
Fester Einband: 515 Seiten
Erschienen bei Arena, 20.01.2010
ISBN 9783401064468
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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Das neue große Buch vom kleinen Raben Socke
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sammelband rabe socke

Das neue große Buch vom kleinen Raben Socke

Nele Moost , Annet Rudolph , Anett Rudolph
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Esslinger, 06.07.2010
ISBN 9783480227518
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

2011 ist es so weit, dann flattert der kleine freche Rabe Socke bereits seit 15 Jahren durch die Kinderbuchwelt. Der Esslinger Verlag sagt "Bitte-Danke" für den anhaltenden Erfolg, mit dem zweiten großen Bilderbuch-Sammelband.

Enthalten in „Das neue große Buch vom kleinen Raben Socke“ sind die vier großartigen Bilderbuchgeschichten Alles verzankt!, Macht ja nix!, Alles mutig! und Schwein gehabt!
Diese vier Erzählungen befassen sich mit wichtigen Themen für Kinder. Sie berichten über das Streiten und Vertragen, über Tollpatschigkeit, Mut und Angst, sowie über Pech und Glück.

Kindgerechten verpackt werden diese Alltagsgeschichten vom kleinen Raben und seinen Freunden von wunderschönen und liebevollen Illustrationen begleitet. Auf jeder einzelnen Seite gibt es viel zu betrachten und zu entdecken. Kinder finden sich in den Situationen oft selbst wieder, was das Verständnis unheimlich fördert. So können schon die Kleinsten die Geschichten schnell nach- oder auch neu erzählen.

Was mich allerdings etwas gestört hat war eine fehlende Inhaltsangabe am Anfang. Ebenfalls sind keine Seitenzahlen vorhanden, weswegen man den Anfang der einzelnen Geschichten doch arg suchen muss. Das ist zwar kein Grund das Buch nicht zu kaufen, aber dennoch störend.

Fazit:
Den kleinen frechen Raben, den man auch vom Sandmännchen kennt, muss man einfach lieben. Egal ob zum Vorlesen oder Lesen lernen, mit seinen Abenteuern schafft es der kleine Rabe noch jedes Kind zu faszinieren.
Genau das richtige Buch für kuschelige Lesestunden und vielleicht noch für den Weihnachtsbaum!

Autoreninfo:
Nele Moost, geb. 1952 in Berlin, studierte Politik und deutsche Literatur, arbeitete als Lektorin in einem Kinderbuchverlag, leitet Theatergruppen und schreibt Erzählungen und Kinderbücher. Sie gehört zu den erfolgreichsten Bilderbuchautorinnen in Deutschland. Ihre Bücher sind in 30 Sprachen übersetzt. Annet Rudolph, 1964 in Dinslaken geboren, studierte Grafik-Design an der Fachhochschule Münster. Heute arbeitet sie sehr erfolgreich als freischaffende Illustratorin. Ihre Bilder malt sie, um Kinder zum Lachen zu bringen und ihre Fantasie anzuregen.

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Tags: sammelband rabe socke   (1)

  

 

Die verlorene Weihnachtspost
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die verlorene Weihnachtspost

Walko
Fester Einband: 47 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 22.09.2008
ISBN 9783760736303
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Weihnachten in der Hasenheide

Der kleine Hase und der große Holunderbär sind gerade mitten in einer Schneeballschlacht, als ein Brief für den Weihnachtsmann durch die Luft segelt. Er fällt dem Holunderbären geradewegs auf die Nase, obwohl er gar nicht für ihn sondern für den Weihnachtsmann bestimmt war. Damit der Schreiber des Briefs, der kleine Murmeltierjunge Manni, am Weihnachtsabend nicht enttäuscht ist, wollen Hase und Holunderbär den Brief zum Weihnachtsmann bringen. Also verlassen die beiden Freunde die Hasenheide und begeben sich auf eine abenteuerliche Suche, an deren Ende ein besonderes Weihnachtsfest steht.

Die verlorene Weihnachtspost ist der erste Band der beiden beliebten Kinderbuchhelden Hase und Holunderbär und verschönert die Weihnachtstage von alt und jung.
Die wundervoll erzählte Geschichte besticht nicht nur durch ihre liebevolle Ausdrucksweise, sondern auch durch wunderschöne, farbenreiche Zeichnungen. Jede einzelne Seite versetzt einen beim Lesen in fröhliche Stimmung, während es überall etwas zu entdecken gibt. Nebenher werden Werte wie Zusammenhalt und Freundschaft kindgerecht vermittelt.

Als Besonderheit gibt das Buch sogar zusammen mit einem Puzzle (70 Teile) in einer attraktiven Geschenkbox zu kaufen. So kann das Kind puzzeln während man die Geschichte vorliest oder man macht das Puzzle anschließend gemeinsam. Auf dem fertigen Bild kann man dann sehen wie Hase und Holunderbär in der Hasenheide Weihnachten feiern. Ein interaktives Leseabenteuer also.

Zusammengefasst kann ich also nur sagen dass diese bezaubernde Bilderbuch-Geschichte mich und meinen Sohn im Sturm erobert hat. In unserem Kinderzimmer möchten wir Hase und Holunderbär auf jeden Fall nicht mehr missen.
Empfehlen würde ich Die verlorene Weihnachtspost übrigens für alle ab vier Jahre bis zum Erstlesealter.

Autoreninfo:
Nach seiner Lehre zum Druckformenhersteller arbeitete Walko als freiberuflicher Grafiker, Illustrator, Porträtmaler sowie als Background-Maler und Produktions-Designer für Animationsfilme. Bei so viel Kreativität wundert es nicht, dass er mit seinem ersten Buch eine so liebevolle und lustige Geschichte hervorgezaubert hat. Freundschaft und Abenteuer werden bei ihm groß geschrieben. Aber auch das freundliche Miteinander soll zusammen mit einer guten Portion Spaß vermittelt werden.

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Nothing For UnGood
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79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

deutschland, sprache, kultur, usa, amerika

Nothing For UnGood

John Madison , Petra Trinkaus
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 01.10.2009
ISBN 9783404606238
Genre: Comic & Humor

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Dunkelstein
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

dunkelstein, deportation, juden, wien, zwiespalt

Dunkelstein

Robert Schindel
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 24.09.2010
ISBN 9783852186450
Genre: Lyrik & Drama

Rezension:

„Ich bin Saul Dunkelstein, Rabbiner, Funktionär. In mir sehen Sie den letzten der Ungerechten, ich bin der Übriggebliebene, auf den euer Hass geht. Und das ist die Geschichte: Dunkel.“

Als sich Saul Dunkelstein als Leiter der Auswanderungsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde in den Dienst der Nazis stellt, sind seine Tischgenossen in den Wiener Kaffeehäusern zunächst empört. Das Verdienst des Rabbiners ist zwiespältig. Aus Sicht der Nazis sorgt er für eine reibungslose Deportation der Juden nach Osten, in seinen Augen aber drängt er sie zur raschen Emigration und setzt damit lebensrettende Maßnahmen. Da bleibt die alles entscheidende Frage: Paktiert Dunkelstein mit den Nazis oder hat er sich zugunsten der jüdischen Gemeinde mit ihnen arrangiert?

Dieses Lesedrama wird in drei Akten erzählt und verwebt dabei gekonnt Vergangenheit und Gegenwart. Schauspieler diskutieren über Begebenheiten während des Nationalsozialismus und bringen ihre verschiedenen Standpunkt zum Ausdruck, während andererseits aus dem Leben von Saul Dunkelstein zu Hitlers Zeiten erzählt wird. Saul Dunkelstein, der viele Juden rettete, andere opferte und von seinem eigenem Volk verflucht und gehasst wurde.
Die mannigfaltigen Charaktere und Blickwinkel bringen das damalige Dilemma zum Ausdruck, dem sich die Menschen seinerzeit stellen mussten. Ich denke dass auch jeder Leser anders über die beschriebene Tragödie denken wird. Es ist jedem offen gelassen ob er Saul Dunkelstein als Held oder Mörder sehen möchte.

Das Buch beginnt übrigens ganz klassisch mit einem Personenregister, bei dem man sich direkt einen Überblick über die Akteure verpassen kann. Dann gibt es einen kurzen Prolog und schon beginnt der erste Akt.
Anfangs war es für mich, ehrlich gesagt, etwas schwer mich einzulesen. Vor allem das Jiddisch war gewöhnungsbedürftig, weshalb ich sehr dankbar für das Glossar mit Begriffserläuterung war. Ohne diesen Anhang hätte ich doch des Öfteren „auf dem Schlauch gestanden“.

Ergreifend, das muss ich einfach erwähnen, war für mich die Widmung des Buches, in der Schindel kurz und knapp jenen dankt, die ihm während des 2. Weltkrieges das Leben gerettet haben. Da merkt man wieder einmal wie wenig Zeit seit diesem Drama eigentlich erst vergangen ist. Und doch ist uns kaum noch bewusst, das immer noch Menschen unter uns leben, die den Nationalsozialismus mit- und überlebt haben.
Im Nachwort erklärt Schindel dann übrigens noch einmal die wahren Hintergründe und das Dilemma seines Romans; was gleichzeitig bewegend und verängstigend ist.

Die Umschlagsgestaltung passt zwar zum Roman, spricht mich aber eher nicht an. Das Cover ist ganz in schwarz-weiß gehalten und lässt mich persönlich an Schwarz-Weiß-Denken denken. DUNKELSTEIN soll aber auch zum nachdenken anregen und daran erinnern das es auch Grautöne gibt. Daher fände ich es schön, wenn im Cover auch die Farbe grau enthalten wäre.
Das ist jetzt aber nur meine persönliche Meinung!

Fazit: Bestimmt kein Buch für Jedermann. Aber das soll es meines Erachtens auch nicht sein. Wer jedenfalls gerne Theaterstücke liest und nicht davor zurückscheut sich mit der Judenverfolgung auseinander zu setzen, der ist mit DUNKELSTEIN gut beraten.

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Spooky Lucy - Mein Date im Jenseits
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43 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, freundschaft, mord, geist, tod

Spooky Lucy - Mein Date im Jenseits

Tamsyn Murray
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.01.2011
ISBN 9783423760256
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Lucy Shaw hat es nicht leicht. Nachdem sie auf einer öffentlichen Herrentoilette ermordet wurde, ist sie an diesen schmuddeligen Ort gebunden. Als dann eines Tages Jeremy die Toilette betritt, ist er Lucys Lichtblick. Jeremy kann sie sehen und hören! Von nun an muss er Lucys Nachleben mit Modezeitschriften und News der aktuellen Fernsehserien versorgen.
Alles ist gut, bis die Fernsehschnepfe Elvira von „Zu Gast bei Geist“ Lucys Nachleben zur Hölle macht.

Als eine von 25 Testleserinnen habe ich „Spooky Lucy“ alias "Weiblich, Single, tot - spukt" bereits gelesen und konnte mich köstlich über ihr Nachleben amüsieren.
Lucy erzählt die ganze Geschichte aus ihrer Sicht, wobei sie es natürlich nicht auslässt sich über die ganze Geistersache und ihren Spukort zu beschweren. Gefangen ist sie dummerweise in einem öffentlichen Männerklo, das sie selbstverständlich hasst. Erst als Jeremy ihr wieder Zugang zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens verhilft – Fernsehen, Modenews und einen Geisterfreund – wird das Nachleben für sie erträglicher. Natürlich nachdem Lucy sich von dem Schock erholt hat, das sie jemand sehen kann. So lamentiert sie beispielsweise:

„Ich wäre vor Schreck fast lebendig geworden“

Sie hat sich danach aber wieder im Griff, weil ihr Geist ja nicht die einzige Verbindung zu den Lebenden verscheuchen will. Gut so, denn Jeremy schleppt sie nicht nur zum Tempel der Teuren Verstorbenen, sondern besitzt auch noch einen Fernseher.

Die Autorin Tamsyn Murray hat sich so einigen Klamauk einfallen lassen. Die Geisterwelt funktioniert in ihrem Jugendbuch fast ebenso wie die Welt der Lebenden. So gibt es hier natürlich auch Gruppenbildungen durch eine eingebildete Diva mit Hofstaat und ihre (Freak-) Feinde. Eine Geisterband ist für den musikalischen Genuss zuständig, es gibt Poltergeister und sogar ein Spuknetz, damit man von Geist zu Geist telefonieren kann. Dabei findet es so mancher Geist gar nicht gut das Lucy in Jeremy ihr eigenes Medium gefunden hat und er ihr überall hin folgt.
Und spätestens als die unsympathisch Elvira der Fernsehsendung „Zu Gast bei Geist“ ahnt, dass im Bahnhofsklo ein Geist sein Unwesen treibt, ist das Chaos perfekt.

Das Cover und der Titel dieser Hardcoverausgabe zeigen direkt dass es sich hier um einen Roman für junge Mädchen handelt. Lucy steht vor der Skyline ihrer Stadt und hat einen Waschbeckenstöpsel um den Hals hängen sowie ihr Spukhandy in der Hand. Beides wichtige Details aus dem Roman.
Der Titel „Spooky Lucy“ ist dabei auf jeden Fall viel einprägsamer als der ursprüngliche Titelvorschlag „Weiblich, Single, tot – spukt“.

„Spooky Lucy“ aus dem Verlag dtv – Das junge Buch erscheint Ende Dezember und ist für Mädchen ab 13 Jahren empfehlenswert. Für jeden wird hier das richtige, in einer gesunden Mischung, geboten: Mord und Gewalt, aber auch Liebe, Witz und Chaos. Alles in allem ein kurzweiliger Roman, den man schnell Weglesen kann.

Autoreninfo:
Tamsyn Murray wurde 1975 geboren und musste als Kind viel umziehen. Nachdem sie ihre Teenagerjahre im Lake District verbracht hat, ging sie nach London, um dort Archäologie zu studieren. Lange Jahre arbeitete sie nebenher an einer Grundschule. Heute ist sie als EDV-Expertin in Schulen tätig und steht in ihrer Freizeit als Schauspielerin und Sängerin auf der Bühne. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Mann in London.
Mehr über die Autorin auf www.tamsynmurray.co.uk.

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Das Wesen
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(299)

503 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 106 Rezensionen

aachen, thriller, mord, psychiater, psychothriller

Das Wesen

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 11.11.2010
ISBN 9783596186327
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff bekommt einen ominösen und anonymen Anruf, dass ein Mädchen seit mehreren Tagen verschwunden sei. Die männliche Stimme am Telefon nennt eine Adresse bei der er und sein Partner Seifert einen vor 15 Jahren verurteilten Kindermörder antreffen, welcher seit kurzem wieder auf freien Fuß ist. Dieser beteuert damals wie heute unschuldig zu sein. Während Ereignisse von 1994 plötzlich in einem neuen Licht erscheinen beginnt 2009 ein Wettlauf mit der Zeit…
In seinem neuen Buch beschreib Arno Strobel zwei parallele Fälle, die 15 Jahre auseinander liegen. Die Konstante ist dabei der Psychiater Dr. Lichner. Vor Jahren überführten die Partner Menkhoff und Seifert ihn, nachdem sie den Beweis für einen Kindsmord in seinem Auto gefunden haben. Kaum entlassen führt die Spur einer Kindsentführung wieder zu Dr. Lichner. Doch dabei kommen auch Zweifel auf, ob Lichner damals wirklich der Täter war. Waren seine ständigen Unschuldsbeteuerungen vielleicht doch echt? Seifert, der die letzten 15 Jahre immer gezweifelt hat kommt ins Grübeln und gerät in ein aussichtsloses Dilemma. Da die ganze Handlung auch aus Kommissar Seiferts Perspektive geschrieben ist, kann man seinen inneren Konflikt dabei sehr gut nachvollziehen.

Was mir gut gefallen hat, war, das Herr Strobel beim Zeitebenenwechsel auch an die Entwicklung seiner Figuren gedacht hat, was das ganze so authentischer gestaltete. Jedoch hat es mich dann wieder stellenweise gestört schon wieder in der Zeit springen zu müssen. Da hätte ich mir dann vielleicht doch längere Kapitel gewünscht, oder halt weniger „damals“. Zum Glück haben der kurzweilige Schreibstil und die vielschichtige, gewiefte Story einiges wieder gut gemacht.

Das Cover dieser handlichen Taschenbuchausgabe liegt komplett im dunklen und zeigt nur eine schwach beleuchtete Treppe. Einnehmend ist hauptsächlich der große, geprägte Schriftzug DAS WESEN.
Gerade durch diese Schlichtheit weckt das Buch die Neugierde und passt optisch perfekt zu DER TRAKT.

Ich war zwar nicht wirklich enttäuscht, aber man kann schon sagen dass ich etwas mehr erwartet habe. Nachdem mich DER TRAKT damals wirklich begeistert hat, war im Vergleich dazu DAS WESEN weniger dramatisch und die Story schwächelte ein wenig. Daher diesmal von mir nur 3 von 5 Sternen.

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Verliebt, verschneit, verzaubert
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46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

weihnachten, familie, lili, eher frauen, trennung

Verliebt, verschneit, verzaubert

Stefan Rogall
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Diana TB, 19.10.2010
ISBN 9783453355644
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Der sechsunddreißigjährige Ben ist genervt. Erst verlässt ihn seine Frau, dann hat er seinem neu verheirateten Eltern-Doppel versprochen Weihnachten mit ihnen zu feiern und schließlich streicht ihm seine Chefin auch noch den Jahresurlaub zwischen Weihnachten und Silvester. Tolles Fest der Liebe!
Doch später, im Zug zu seiner Patchwork-Familie, lernt er Lili kennen. Ben ist erst argwöhnisch, doch dann vertiefen die beiden ihr Gespräch. Und da Lili ihm das Gefühl gibt ihn zu verstehen, lädt er sie spontan dazu ein Weihnachten mit ihm und seiner Familie zu feiern.

Jedes Jahr, wenn es auf Weihnachten zugeht, lese ich einen Roman der zur Jahreszeit passt. „Verliebt, verschneit, verzaubert“ ist somit mein Weihnachtsbuch 2010.

Auf den ersten Seiten, als ich gelesen habe wie Lili im Zug gekleidet ist, musste ich direkt an einen Weihnachtself denken und habe mir mein übriges gedacht, wie sie auf ihre Mitmenschen wirken muss. Mit ihrer ehrlichen Art stößt sie nicht nur manchen vor den Kopf, nein, sie wirbelt auch das ganze Weihnachtsfest von Bens Familie durcheinander. Und genau aus diesem Chaos erwächst so manches, das ohne Lili wohl vergraben geblieben oder nie passiert wäre.
Dabei ist es merkwürdig zu lesen wie lebensfroh und gleichzeitig todtraurig Lili ist. Man weiß dass sie ein Geheimnis birgt, tastet sich da aber nur langsam heran.

Lesenswert macht den Roman für mich auch Marie. Marie ist die Tochter von Bens allein erziehender Schwester Emma und eigentlich ein kleiner Weihnachtself. Nur genau dieses eine Weihnachten kann sie nicht genießen, weil ihr etwas ganz schwer auf den Magen drückt. Sie passt also mit ihren jungen dreizehn Jahren perfekt in die restliche Chaos-Filme hinein und hat dabei noch nie besten Sprüche auf Lager.

Beim Lesen musste ich immer wieder an diverse Weihnachtsfilme denken, an denen sich Großfamilien treffen und – natürlich – alles schief geht. Dabei ist es herrlich zu lesen wie die verschiedenen Charaktere aufeinander treffen. Immerhin wohnen für ein paar Tage acht Menschen aus drei Generationen unter einem Dach, plus eine Exfrau, die immer mal wieder herein schneit. Das Albtraum-Weihnachtsfest kann also beginnen.
Die Handlung selbst spielt übrigens nur vom 23. Dezember bis zur Silvesternacht. Ein paar Tage nur, die alles verändern.

Wunderschön finde ich auch die Buchaufmachung. Ich wollte dieses Buch von Anfang an lesen, nur weil ich das verspielte Cover so toll finde. Dass die Seiten auch so liebevoll gestaltet sind habe ich dann erst beim Lesen gemerkt. Es versetzt einen in die richtige Stimmung, dass die Schlittschuhe den Kapitelanfang einläuten und die Schneeflocken die jeweilige Seitenzahl einkreisen.

„Verliebt, verschneit, verzaubert“ ist wieder einmal ein schönes Buch aus dem Diana-Verlag.
Der Gedanke dahinter und wer Lili wirklich ist hat mir gut gefallen. Der flüssige und amüsante Schreibstil hat mich oft schmunzeln lassen – da störte auch so manches Vorhersehbare nicht wirklich. Wer leicht Lektüre mag, der ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut beraten.

Autoreninfo:
Stefan Rogall, Jahrgang 1969, schreibt seit zehn Jahren erfolgreich Drehbücher für Fernsehkomödien und Kriminalfilme. Für Polizeiruf 110: Kleine Frau hat er den Adolf Grimme-Preis erhalten. Verliebt, verschneit, verzaubert ist sein erster Roman.

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"Ho Ho Ho, Christkind, Engel und Co!"
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(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

"Ho Ho Ho, Christkind, Engel und Co!"

Patricia Brigl , Inge Escher , Ronny Wegler
Flexibler Einband
Erschienen bei Elbverlag, 01.11.2010
ISBN 9783941127081
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Skinned
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(193)

396 Bibliotheken, 4 Leser, 11 Gruppen, 70 Rezensionen

tod, leben, zukunft, maschine, skinner

Skinned

Robin Wasserman , Claudia Max
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei script5, 15.01.2010
ISBN 9783839001066
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Was passiert, wenn Menschen Gott spielen wollen?

Lia Kahn ist reich, schön und beliebt.
Doch dann wacht sie nach einem (fast) tödlichen Unfall in einem perfekten, künstlichen Körper auf. Sie wacht auf, ohne sich selbst zu spüren. Ohne zu atmen. Und dennoch lebt sie. Oder glaubt sie nur zu leben?

Lia stößt ihren neuen Körper ab, in dem ihr Gehirn weiter leben soll, da er ihr selbst so gar nicht ähnelt.
Ihre alten Freunde wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben, misstrauen ihr und verstoßen sie. Ihre Schwester hasst sie und die anderen Mechheads drängen sie zu einer Entscheidung, zu der sie noch nicht bereit ist. Doch Lia muss sich für eine Welt entscheiden, oder sie wird selbst untergehen…

„Skinned“ ist der spannende Auftaktband einer Trilogie von Robin Wasserman. Erzählerin ist Lia Kahn. Durch die Ich-Perspektive wird die ganze Atmosphäre extrem beklemmend dargestellt. Denn Lias Gedanken sind sehr bedrückend. Als Leser fragt man sich oft selbst, ob der Tod nicht besser gewesen wäre. Oder ob Lia nicht vielleicht doch tot ist und dieser humanoide Roboter, der behauptet Lia zu sein, nur darauf programmiert wurde zu denken er sei Lia.
Nachdem ihr Gehirn in Scheiben geschnitten und per Download in ein elektronisches Hirn übertragen wurde, begreift Lia nur langsam dass sie nie wieder Schmerz empfinden, nicht altern und nicht sterben wird. Doch der Preis dafür ist hoch. Die Menschen, die sie zu dem machten was sie nun ist, die sie erschaffen haben, misstrauen ihr. Ihre eigene Familie steht ihr skeptisch gegenüber. Während Lia noch lernen muss mit gedämpften Gefühlen zu leben stiehlt ihre Schwester Zoe Lias altes Leben. Die Menschen, die Lia liebt, wollen sie nicht mehr, entwickeln sich weitern, altern, zerfallen. Nur Lia wird ewig leben.
Da bleibt natürlich die Frage, ob sie ihren Platz im „Leben“ finden wird.
Kann sie akzeptieren ein Mechhead, ein Kabelhirn. Ein Frankenstein. Ein Hautdieb. Ein Skinner zu sein?

Die Autorin hat hier eine düstere Zukunftsvision erschaffen, die nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Es liegt durchaus im möglichen das UNSERE Zukunft so, oder so ähnlich, ablaufen wird, wenn sich nichts ändert. Das wir uns selbst eine Zukunft erschaffen, in der die großen Städte verseucht sind, alles technisiert ist und Gentechnik auf den Stundenplan gehört.
Frau Wassermans Ideen und Beschreibungen haben mich jedenfalls sehr überzeugt. Genial fand ich auch den Einfall dass jemand aus der Zukunft es schwierig finden würde unsere heutigen Uhren zu lesen. Ich selbst dachte nämlich noch nie darüber nach das man eigentlich den Winkel der Zeiger ausrechnet um zu erfahren wie spät es ist!

Ihre erschaffene Welt ist zudem voller Extreme. Es gibt nur die ganz armen oder die ganz reichen. Die „sterblichen“ und die unvergänglichen Androiden. Die Perfekten und die Unperfekten. Wer nicht perfekt ist, weil im Mutterleib keine Gene manipuliert wurden, ist ein Außenseiter. Die Menschen beschimpfen die Maschinen als unnatürlich und diese nennen die Menschen wiederum Orgs: „Organische. Lästige kleine Häufchen aus Blut und Eingeweiden. Menschliche.“

Diese Hardcoverausgabe mit Lesebändchen hat übrigens einen wunderbaren lila Schutzumschlag, mit schwarzem Muster. Das Muster soll, meines Erachtens, an Nervenstränge erinnern und findet sich auch genau so im Vorsatz des Buches wieder. Das lila Lesebändchen fügt sich perfekt ins Bild ein.

Den Jugendroman „Skinned“ habe ich als sehr kurzweilig empfunden und würde ihn auf jeden Fall auch weiter empfehlen. Neben einem fesselnden Schreibstil wirf das Buch auch die Frage auf, was einem zu einem Menschen macht. Ist es ein lebender Körper oder sind es nur die Gedanken? Kann eine Maschine ein Mensch sein? Ich möchte unbedingt wissen wie die Autorin dieses Dilemma gelöst hat und habe mir vorgenommen bald die Fortsetzung „Crashed“ zu lesen!

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Das neue Buch Genesis
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62 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

akademie, philosophie, künstliche intelligenz, zukunft, prüfung

Das neue Buch Genesis

Bernard Beckett , Christine Gallus
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei script5, 15.09.2009
ISBN 9783839001035
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

„Dies ist unsere Geschichte, wie man sie uns gelehrt hat. Das ist unsere Genesis.“

Anaximander steht vor der Prüfungskommission der Akademie. Fünf Stunden hat sie Zeit ihr Wissen über den Grenzsoldaten und späteren Revolutionär Adam Forde zu beweisen. Fünf Stunden, die alles entscheiden. Adam Forde, der Held ihrer Kindheit, der einen Befehl missachtete, der Todesstrafe entging und für Forschungszwecke eingesetzt wurde.

Unglaublicherweise spielt der Roman nur in einem Zeitraum von geschätzten sieben Stunden. In der Handlung wird dabei lediglich die Prüfung von Anaximander wieder gegeben - einschließlich der Hologramme von Gesprächen zwischen Adam Forde und Art. Forde musste damals als Strafe mit dem Roboter Art zusammen leben, damit dieser neue Impulse für die Entwicklung seiner künstlichen Intelligenz bekommt. Die enthaltenen philosophisch-wissenschaftlichen Gespräche der zwei Lebensformen sind von besonderer Art und geben dem Leser dabei tolle Denkanstöße. Es geht zum Beispiel darum was einen Menschen ausmacht und ob ein Roboter ein Bewusstsein entwickeln kann.
Andererseits wohnt den Dialogen zwischen Mensch und Roboter auch ein gewisser Witz inne, wie folgender Gedankenaustausch zeigt:

„Haben sie dir die Antwort in der Fabrik beigebracht, in der sie dich zusammengeschraubt haben?“
„Ich habe gesehen, wie Menschen gemacht werden. Erzähl mir bloß nicht, dass du diesen Vorgang für würdevoll hältst“

Der Einstieg ins Buch viel mir zugegebenermaßen erst etwas schwer. Doch durch die Prüfungsfragen und Hologramme wird die ganze Geschichte interessant und man erfährt alles über Adam Fordes Leben und wie es zur Abgrenzung einer ganzen Region – inklusive Meereszaun – kam. An das Ende wird man langsam heran geführt und ist dennoch nicht darauf gefasst. Es sind verstörende Gedanken, wenn man sich so die Zukunft vorstellt. Dazu noch geschaffen von Menschenhand!

Bemerkens- und erwähnenswert finde ich übrigens noch, dass dieses Werk mit nur einer handvoll Charaktere und fast ausschließlicher wörtlicher Rede auskommt. Diese ungeschmückte Einfachheit lässt das Geschehen meines Erachtens noch viel verstörender erscheinen, als es der beste Science-Fiction Roman gekonnt hätte.

Fest steht jedenfalls, DAS NEUE BUCH GENESIS lässt einen so schnell nicht mehr los. Noch Tage später habe ich über das gelesene nachgedacht. Vor allem das erschreckende Ende hat mich völlig aus der Bahn geworfen. So möchte ich zum Abschluss einen Satz aus Bernard Becketts Werk zitieren, der nicht nur auf die Geschichte selbst, sondern auch auf das wahre Leben zutrifft:

„Doch die Idee ist ein mächtiger Gegner. Sie wandelt von Verstand zu Verstand und verändert alles, was mit ihr in Berührung kommt.“

Wer weiß, vielleicht verändert das Buch und ein Gedanke darin ja auch DICH demnächst!

Autoreninfo:
Bernard Beckett, geboren 1967, ist einer der bekanntesten und profiliertesten neuseeländischen Autoren für junge Erwachsene. Seit 1999 hat er acht Romane veröffentlicht, von denen viele mit den wichtigsten Literaturpreisen Neuseelands ausgezeichnet wurden. "Wie du ihr" war in der Kategorie Junge Erwachsene für den New Zealand Post Book Award nominiert. Beckett lebt mit seiner Frau Clare in Wellington. Er unterrichtet Mathematik und Englisch an einer Highschool.

Mein herzlicher Dank geht an Script5, für die Übersendung des Rezensionsexemplars!

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Ich bin kein Serienkiller
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495 Bibliotheken, 8 Leser, 8 Gruppen, 124 Rezensionen

dämon, serienkiller, thriller, soziopath, mord

Ich bin kein Serienkiller

Dan Wells , Jürgen Langowski (Übersetzer)
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2009
ISBN 9783492701693
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Ash
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315 Bibliotheken, 3 Leser, 10 Gruppen, 64 Rezensionen

feen, märchen, liebe, aschenputtel, ash

Ash

Malinda Lo , Karin Dufner
Fester Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 28.10.2010
ISBN 9783426283448
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Tod der Mutter hat Aislings Vater nichts Besseres zu tun als eine Stiefmutter und zwei Stiefschwestern ins Haus zu bringen. Als der Vater kurz darauf ebenfalls verstirbt, wird Ash von ihrer Stiefmutter und deren Töchtern aufs übelste drangsaliert. Um dem kalten Heim zu entkommen, wo sie nun nur noch Dienstmagd ist, flüchtet Ash in die Wälder. Dort lernt sie nicht nur einen Feenmann kennen, sondern auch die Jägerin des Königs. Beide verändern ihr Leben auf nachhaltige Weise…

Da ich Märchen liebe, war ich natürlich total gespannt auf diese Interpretation von Aschenputtel. Und als ich „Ash“ dann endlich in den Händen hielt, war ich schon alleine vom handlichen Hosentaschenformat angetan. Das Buch liegt mit dieser schönen Größe einfach so gut in der Hand, das ich es nicht mehr weglegen wollte.

Der schöne, märchenhafte Schreibstil hat mich dann auch sofort überzeugt. So sehr, dass ich das komplette Buch in eineinhalb Tagen durchgelesen habe. Dabei habe ich festgestellt, dass die Umsetzung der Geschichte so gar nicht das war, was ich erwartet hatte! Stellenweise erinnerten mich einige Szenen etwas an meinen Lieblingsfilm „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ – besonders die Jäger und die Jagdkleidung – aber im Großen und Ganzen war es doch so, das ich öfters überrascht wurde. Es gibt zwar viele Gemeinsamkeiten mit Aschenputtel, aber ebenso Unterschiede. Ich kann mir vorstellen dass diese Unterschiede (vor allem das Ende) nicht jedem gefallen, aber ich fand sie neu und toll.

Sinnigerweise ist der Roman übrigens in die beiden Teile „Der Feenmann“ und „Die Jägerin aufgeteilt worden. Der Feenmann steht für den alten Glauben des Volkes. Ashs Mutter hatte ihr schon von Kindheit an alles über diese Wesen und deren Fähigkeiten beigebracht. So das Ash doch zumindest weiß, worauf sie sich einlässt, als sie eine Freundschaft zum Feenmann Sidhean aufbaut. Ashs Stiefmutter und Stiefschwestern hingegen verurteilen diesen alten Glauben so sehr, das die Stiefmutter sogar Ashs Vater lieber sterben lässt, anstatt ihm von einer „Hexe“ helfen zu lassen.
Nur die königliche Jägerin scheint es zu schaffen, den alten und den neuen Glauben unter einen Hut zu bekommen. Sie ist es auch, die Ash im Wald immer wieder über den Weg läuft und sich nicht an den Klassenunterschieden stört. In ihr und Sidhean findet Ash endlich die Freunde, die ihr das Leben wieder Lebenswert erscheinen lassen.

Das wunderschöne Cover hat es mir, wie gesagt, sofort angetan. Die Wiese und auch Ash, die in einem Ballkleid, in Embryostellung auf dem Boden liegt, sehen wie mit Asche überzogen aus. Der einzigen Farbtupfer ist die lila Schrift des Titels „Ash“, der in geschwungenen Buchstaben mitten auf dem bauschigen Rock des Kleides steht. Bei dieser schönen Ausgabe hätte ich mir als I-Tüpfelchen nur noch ein passendes lila Lesebändchen dazu gewünscht. Dann wäre es wirklich perfekt.

Mein Lieblingsverlag PAN hat es mal wieder geschafft mich mit einem tollen Buch gut zu unterhalten. „Ash“ war sehr schön zu lesen und ich konnte mich von der Geschichte einfach treiben lassen. Wer wissen möchte was Liebe bewirken kann, der sollte auf jeden Fall zu diesem märchenhaften Buch greifen.

Autoreninfo:
Malinda Lo wurde 1974 in China geboren und wuchs in Amerika auf. Sie war gerade zwölf Jahre alt, als sie ihr erstes Gedicht an eine Zeitschrift verkaufte. Malinda Lo studierte am renommierten Wellesley College, in Harvard und Stanford. Später arbeitete sie als Lektoratsassistentin bei einem großen amerikanischen Verlag und als Journalistin. Malinda Lo hat in Boston, New York, London, Peking, Los Angeles und San Francisco gelebt, bevor sie sich mit ihrer Lebensgefährtin in einem kleinen Ort im nördlichen Kalifornien niederließ. ASH ist ihr erster Roman.

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Die Göttin des Sternentanzes
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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

wicca, freundschaft, zufriedenheit, frauen, liebe

Die Göttin des Sternentanzes

Sara Douglass
Fester Einband: 454 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2004
ISBN 9783492700061
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
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Vampire! Vampire!
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138 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 16 Rezensionen

vampire, sachbuch, geschichte, markus heitz, dracula

Vampire! Vampire!

Markus Heitz
Flexibler Einband
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492291811
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
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Die Wahrheit über Alice
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523 Bibliotheken, 3 Leser, 9 Gruppen, 149 Rezensionen

freundschaft, mord, liebe, alice, tod

Die Wahrheit über Alice

Rebecca James , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 21.10.2010
ISBN 9783805250030
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nach dem schrecklicher Tod ihrer kleinen Schwester zieht Katherine von zu Hause aus. In einer anderen Stadt will sie die Erinnerungen an Rachel und die bohrenden Blicke ihrer alten Freunde versuchen zu vergessen. An der neuen Schule gibt sie sich als schüchterne Außenseiterin aus. Doch dann bemüht sich auf einmal die beliebte und wunderschöne Alice um sie. Und in Alice Nähe zu sein tut Katherine gut. Sie ist glücklich, vergisst die Nacht, in der sie den beschämenden, schäbigen Feigling auf dem Grund ihrer Seele entdeckte. Alice verändert sich jedoch immer mehr. Sie wird egoistischer, grausamer.

Die spannende Geschichte um Katherine und Alice ist in zwei Teile aufgeteilt und wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Erzählerin ist Katherine, die von einer unscheinbaren, grauen Maus zur besten Freundin von der beliebten Alice wird. Denn diese versteht es Katherine zu umgarnen, ihr das gute Gefühl zu geben einzigartig zu sein. Sie holt Katherine nach dem Tod ihrer Schwester Rachel zurück ins Leben. Alice hat jedoch auch eine dunkle Seite. Sie scheint einen Kontrollzwang zu haben, will immer alle Fäden in der Hand halten. Ohne Rücksicht trampelt sie auf den Gefühlen ihrer Mitmenschen herum. Demütigt sie und sucht sich gezielt Opfer aus.
Was zieht die Menschen so in Alice Bann und was muss geschehen, damit Katherine endlich die Wahrheit erkennt?
Als Leser habe ich Alice instinktiv sofort abgelehnt. Ihre Gefühlskälte ist mehr als normale Ablehnung. Man spürt direkt dass mehr dahinter steckt, bekommt es aber bis zum Schluss nicht zu fassen.

Was mich ein wenig gestört hat war die Unkenntlichkeit des Zeitebenenwechsels. Denn Katherine erinnert sich nicht nur an ihre Vergangenheit mit Alice, sondern auch noch an die Nacht in der Rachel starb und zwischendurch erzählt sie auch noch von der Gegenwart. Da hätte ich mir gewünscht dass dies vielleicht auch noch durch drei verschiedene Schrifttypen oder Überschriften voneinander getrennt geworden wäre.

Das Cover finde ich persönlich sehr ansprechend. Man sieht den Kopf von Alice. Sie hält die Augen geschlossen und ihr Haar scheint genau so hell zu sein wie ihre Haut. Die Aufnahme sieht überlichtet aus. Im krassen Gegensatz dazu fallen rote Rosenblätter auf sie hinunter, als wollten sie das Mädchen zudecken. Der Titel „Die Wahrheit über Alice“ ist fett gedruckt. Nur das Wort Alice ist in verspielten, geschwungenen Buchstaben gedruckt. In der Ausstattung ist ein rotes Lesebändchen enthalten.

Dieser Roman ist definitiv emotionaler als ich dachte. Dass ich sogar am Schluss weinen würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Und nach der ganzen beklemmenden Geschichte tat es wirklich gut den Tränen freien Lauf zu lassen.
Ich kann auch gar nicht bestimmen ob „Die Wahrheit über Alice“ nun für Jugendliche oder Erwachsene geschrieben wurde, da er für beide gleichermaßen geeignet ist. Eins ist jedoch sicher, diese Lektüre bringt einen dazu über Freundschaft nachzudenken. Ich vergebe 4 von 5 Sternen für diese aufwühlende Geschichte.

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Urbat
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389 Bibliotheken, 1 Leser, 14 Gruppen, 64 Rezensionen

liebe, fantasy, werwolf, urbat, daniel

Urbat

Bree Despain , Andreas Brunstermann
Fester Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 26.08.2010
ISBN 9783351041236
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Zu Beginn ein Zitat aus Urbat:

„Mein Mund ist mit Blut gefüllt. Feuer verbrennt meine Adern. Ich unterdrücke einen Schrei. Der silberne Dolch gleitet ab. Ich habe die Wahl.
Ich bin der Tod oder das Leben. Ich bin Heil oder Zerstörung. Engel oder Dämon.
Ich bin die Gnade.
Ich stoße das Messer hinein.
Dies ist mein Opfer.
Ich bin das Monster.“

Daniel war einst Teil von Grace Divines Familie. Als bester Freund von Jude Divine wuchs er wie ein Bruder bei ihnen auf. Bis sich eines Nachts alles veränderte. Jude taucht desorientiert und blutverschmiert zu Hause auf. Daniel ist seit diesem Tag verschwunden. Keiner weiß was wirklich geschehen ist und die Pastorenfamilie Divine schweigt die Ereignisse tot. Doch nach drei Jahren taucht Daniel plötzlich wieder auf und in Grace regt sich etwas. Kann dieser Junge, mit dem sie früher immer unbeschwert spielte, wirklich ein Monster sein? Was geschah vor drei Jahren wirklich? Wie kann sie Daniel hassen wenn ihr Herz ihr etwas anderes befiehlt? Und wie kann sie ihn retten?

Vorab muss ich sagen dass ich mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut habe.
In 28 Kapiteln, die nochmals in kleinere Unterkapitel aufgeteilt sind, führt Bree Despain uns durch eine göttliche Welt voller Liebe, Neid, Gunst und Opfer.

Grace Divine, was wörtlich übersetzt die Gnade Gottes heißt, erzählt die Geschehnisse dabei aus ihrer Perspektive, weshalb sich dem Leser die vielen Geheimnisse des Buches auch erst dann offenbaren, wenn Grace sie in Erfahrung bringen konnte.
Grace ist eigentlich eine brave Kirchenmaus, die sich insgeheim nach Abenteuer, Liebe, Geborgenheit und Beständigkeit sehnt. Als sie Daniel nach den schrecklichen Geschehnissen vor drei Jahren das erste Mal wieder begegnet, stellt Grace sich wahrscheinlich zum ersten Mal im Leben GEGEN ihre Familie, welche Daniel totschweigt. Dringend möchte sie erfahren was damals wirklich geschah, wo Daniel die letzten Jahre war und warum der verlorene „Bruder“ nun wieder heimkehrt.

Daniel selbst hatte eine schreckliche Kindheit. Seine Vergangenheit hat ihn zu dem gemacht, der er heute ist. Er ist gefährlich, hat aber Herz. Er möchte um nichts Bitten, hofft aber insgeheim trotzdem auf Hilfe. Befremdlich fand ich nur die Bezeichnung seiner Augen. Schlammtörtchenaugen ist nicht wirklich eine romantische Bezeichnung, sondern lässt mich eher an Kleinkinder im Sandkasten denken.

Die anderen Charaktere aus Urbat sind perfekt in das Szenario eingepasst. Don Mooney war mir zum Beispiel bis zum Ende ein Rätsel. Und sein Geheimnis, sowie das von Jude, welche sich beide nur teilweise erahnen lassen, haben mich dann doch umgehauen.
Der Begriff Urbat wird übrigens im Laufe des Buches erklärt. Um nichts von der Geschichte vorweg zu nehmen, werde ich den Begriff hier allerdings nicht erläutern.

Da momentan in vielen Jugendbüchern das Malen bei den Protagonisten oder Elternteilen eine große Rolle spielt, dachte ich mir erst, dass es nicht sein kann, das in „Urbat“ wieder die Malerei so wichtig sein kann. Gibt es für die momentanen Jugendbuchhelden, -heldinnen und Mütter keine anderen Hobbys und Berufe? Oder ist es gerade eine Welle bei den amerikanischen Autoren? Daher fand ich es sehr erfischend dass hier zur Kunst auch noch die Religion zum Thema gewählt wurde. Nicht nur nebenbei angehaucht, sondern als Dreh- und Angelpunkt, sozusagen als Ursache, Antwort und Lösung des Ganzen.

Das Cover kann man getrost als einfach aber effektvoll beschreiben. Der hochglänzende Umschlag zeigt lediglich ein paar Mädchenbeine, die von zartem lila Stoff umspielt werden und ist ansonsten im Hintergrund komplett schwarz. Schlicht aber sehr einprägsam! Der Titel ist in einem passenden Farbton eingefügt. Wer das Buch einmal in den Händen hält, der sollte übrigens ruhig einmal den Buchumschlag abnehmen und sich den tollen Bucheinband ansehen, der ebenfalls in einem glitzernden Lila-Ton gehalten ist.

Ich muss schon sagen dass ich ca. 150 Seiten benötigte um mich einzulesen. Danach kam der Roman allerdings richtig in Schwung.
Es dauert auch ziemlich lange bis die Fäden im Buch zusammen laufen und die Geheimnisse gelüftet werden. Genau dies macht es allerdings schwer „Urbat“ aus der Hand zu legen. Man möchte immer „nur noch eine Seite“ lesen – und plötzlich ist man am Ende angelangt.
Auch wenn sich diese Rezension jetzt vielleicht nicht ganz so gut liest, war der Roman es allemal. Fans der Romantic Fantasy sollten auf jeden Fall zu „Urbat“ greifen.

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Ein Winter, 1000 Küsse
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liebe, schneeflocken, winter, schule

Ein Winter, 1000 Küsse

Henriette Wich
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.10.2010
ISBN 9783551359735
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Liebeschaos und Schneeflocken

Marie gibt an ihrem Geburtstag eine Bestellung ans Universum auf. Mit dem ersten Schnee wünscht sie sich ihren Traumprinzen her. Mit genau dieser Bestellung beginnt dann das Chaos. Ausgerechnet Ulli, der Clown aus dem Schulbus, will plötzlich Maries Herz erobern. Währenddessen muss Olaf seine Fremdknutscherei gestehen und Mattis kommt nicht über eine Trennung hinweg. Steffi hingegen ist nach der Trennung viel zu glücklich, Giselle kann nicht aufhören für den coolen Deutschlehrer zu schwärmen, Fiona merkt das sie anders ist und dann gibt es da noch Zwei, bei denen aus Freundschaft Liebe wird. Verwicklungen sind inklusive!

Vorhang auf – für Liebeskatastrophen aller Art! Dies fiel mir als erstes ein, als ich das Buch zuklappte und die ganzen Geschehnisse noch einmal Revue passieren lassen habe. Man stelle sich einen Schulbus voller fünfzehnjähriger vor, die sich alle irgendwie kreuz und quer kennen. Man muss dann nur einmal den ganzen Bus durchschütteln und so wie die Jungs und Mädels dann sitzen ergeben sich neue Möglichkeiten und bilden sich Liebespaare (oder entzweien sich). Das es bei den vielen unterschiedlichen Voraussetzungen und Charakteren nur zu kleineren und größeren Katastrophen kommen kann, das ist dann so klar wie das Amen in de Kirche.

„Ein Winter, 1000 Küsse“ ist auf jeden Fall ein typischer Mädchenroman. Bei der Beschreibungen des Alltags habe ich direkt Parallelen wieder erkannt und musste oft an meine eigene Schulzeit zurück denken. Die Alltäglichkeiten und Nöte der Jugendlichen sind so real dargestellt, das dieser Roman bestens für die Zielgruppe ab 12 Jahre geeignet ist. Kinder und Jugendliche können sich mit den Ereignissen und Charakteren sofort identifizieren und mitleiden bzw. mitlachen. Für jeden ist das passende Beziehungsdrama mit dabei: über gleichgeschlechtliche Liebe, die Liebe zu einem Lehrer, Trennung, das unglückliche verliebt sein, wie aus Freundschaft Liebe wird, Betrügen und Belügen ist hier alles vertreten.
Dabei ist der Schreibstil sehr einfach und lässt sich prima lesen. Auch die Kapitel haben eine angenehme Länge. Perfekt also für einen kalten Winterabend.

Das Cover dieser Klappenbroschur fand ich recht witzig. Es sieht aus wie ein Memory-Spiel, bei dem nur einige Karten schon umgedreht sind. Und auf diesen umgedrehten Karten sind lustige Schnappschüsse der Charaktere zu sehen. Die restlichen Karten sind hellblau mit weißen Punkten und erinnern an Schneeflocken. Mittig steht, in dunkelblauer Schrift, der Titel: „1 Winter 1000 Küsse“!
Natürlich werden hier einige festgefahrene Vorstellungen bedient: Die Königscliquen der Schulen, ausartende Partys usw. Wer sich aber an den Schulen umschaut wird merken, dass dies nicht alles Klischees sind sondern das es durchaus so zugeht.

Mit den ganzen Verwicklungen hat mir das Buch gut gefallen und ich werde wohl noch ein Exemplar für meine Zwölfjährige Schwester zu Weihnachten besorgen. Der Zeitraum November-Dezember, in dem der Roman spielt, passt einfach perfekt zur momentanen Jahreszeit und sorgt für kurzweilige Lesestunden. Liebe, Leid, Lust und Frust - die Autorin hat einfach alle Gefühlslagen abgedeckt. Und das mit der Bestellung beim Universum, ja, das werde ich auch einmal ausprobieren!

Autoreninfo:
Henriette Wich wurde 1970 in Landshut geboren und war schon als Kind eine Leseratte. Nach ihrem Studium der Germanistik und Philosophie in Regensburg arbeitete sie sechs Jahre als Lektorin in einem Kinderbuchverlag. Seit Sommer 2000 ist Henriette Wich freie Autorin für Kinder und Jugendliche. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

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Babel 01
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88 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 12 Rezensionen

babel, magie, sam, hexen, alben

Babel 01

Cay Winter
Flexibler Einband: 399 Seiten
Erschienen bei Lyx, 05.10.2010
ISBN 9783802582950
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Eine Hexe mit einem dämonischen Problem

Babel ist eine ungewöhnliche junge Hexe. Seit Jahren geht sie zu den Treffen der AA, ohne das die anderen Mitglieder wissen dass die Versuchung bei Babel nicht der Alkohol, sondern Dämonen sind. Sie ist halt eine Hexe mit einem Magieproblem - und einem dämonischen Exfreund, der sie unbedingt zurück haben will.
Ihr Job als Personal Trainerin ist nur ein Deckmantel, denn eigentlich „hilft“ Babel anderen Menschen mit ihrer Magie. Doch dann wird sie von ihren natürlichen Feinden engagiert. Unter der eingeschworenen Gemeinschaft der Alben wütet ein Mörder. Babel soll den Täter ausfindig machen und kommt dabei dem Alben Tom immer näher. Dummerweise benötigt Babel bei diesem Auftrag allerdings dämonische Hilfe, wo ihr Ex Sam dann doch wieder ins Spiel kommt.

„Babel – Hexenwut“ ist der Auftaktband zu einer neuen Serie aus dem Hause Lyx und kommt ziemlich gewaltig daher.
Der Leser begleitet die Hexe Babel in diesem Roman, in kurzen Kapiteln, von ihrem 4. Geburtstag an über ihren 17. und 26. Jahrestag zum Heute und am Ende nochmals zurück zum 20. Geburtstag.

Generell finde ich die Idee einer Hexe mit Magieproblemen klasse. Mir ist dazu auch gleich die Serie „Sopranos“ eingefallen, wo der Mafiaboss ebenfalls in Therapie ist! Denn dies ist genauso unüblich, wie eine Hexe die zu den AA geht und dabei mit Dämon nicht den Alkohol, sondern wirkliche Dämonen meint! Dennoch hat es mich etwas gestört wie herb Babel eigentlich ist. Irgendwie habe ich es nicht geschafft ihr mehrmals erwähntes langes, blondes Haar mit ihrem kaputten Charakter in Einklang zu bringen. Man erfährt zwar dass ihre besonderen Fähigkeiten sie von einem normalen Leben trennen und Schuld an ihrer Charakterbildung sind, dennoch wurde sie mir im Laufe des Buches als Protagonistin immer unsympathischer. Ein schlechter Ausgangspunkt für den Leser.

Den Schreibstil habe ich hingegen wieder als sehr einfach und angenehm empfunden. Die ganze Handlung ließ sich flüssig lesen und war von unterschwelligen Witzen geprägt. Um euch einen Eindruck von Cay Winters Schreibstil zu geben, hier mein Lieblingssatz, den sicher jeder nachfühlen kann:

„Das ist kein Junge, das ist ein Plag, vergiss das nicht. Die wachsen in dem Glauben auf, dass Hexen fast so schlimm sind wie die GEZ.“

Babels eigene Gedanken werden im Roman übrigens in kursiv dargestellt. Diese Gedanken man versteht man allerdings oft erst nachträglich, wenn das letzte Kapitel so einiges aufgeklärt hat.
Besonders gut hat mir im Buch der dämonische Papagei gefallen. Dieses kleine Mistvieh ist ein Goldstück und hat mir wahrlich viel Vergnügen bereitet.
Was mir nicht gepasst hat, war, das alle Hexen in „Hexenwut“ kriminell aktiv sind. Ich mag es lieber ausgewogen und bin ein Hexenfan, weshalb es mich doch gestört hat das alle Hexen negativ belastet sind. Babel hatte zwar schon einige wohlwollende Ansätze, jedoch ging sie mir mit ihrer Unentschlossenheit und unsympathischen Art, wie gesagt, irgendwann auf die Nerven.

Bevor ich zum nächsten Punkt komme muss ich eins klar stelle. Mir ist klar dass auch Hexen gewöhnliche Haushaltsgegenstände verwenden. Natürlich ist es realistisch wenn eine Hexe Tupperdosen & Co. benutzt. Aber verdammt noch mal, Tupperdosen in Massen nehmen der ganzen Handlung doch wirklich die Magie!

Ich muss ehrlich zugeben dass ich nach der Leseprobe zum Buch mehr erwartet hätte. „Babel“ hatte zwar durchaus ein paar starke Momente, ist dann aber stimmungsmäßig immer wieder eingebrochen. Für zwischendurch war der Roman okay, aber die Fortsetzung werde ich mir nicht kaufen.
Autoreninfo
Cay Winter ist eine junge deutsche Autorin. Sie lebt in einer Stadt, deren Name sich auf das slawische Wort Linde bezieht, und hat eine Schwäche für die Filme aus der Zeit des Film Noir - weil Frauen die besseren Bösewichte sind. Weitere Informationen unter: www.caywinter.com

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