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Im Pyjama um halb vier
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(88)

173 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 41 Rezensionen

facebook, hamburg, münchen, jugendbuch, freundschaft

Im Pyjama um halb vier

Gabriella Engelmann , Jakob M. Leonhardt
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401067933
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Auf einer Party entdeckt Lulu Marco, einen Jungen zum Verlieben. Leider verlieren sie ihn danach aus den Augen und das Mädchen sieht als einzige Idee, den besten Freund von Marco auf Facebook anzuschreiben. Der angeschriebene Ben Schumann ist allerdings nicht der Gesuchte und trotzdem, zwischen den beiden entwickelt sich rasant eine Internetfreundschaft. Sie erzählen sich gegenseitig von ihren Sorgen, Liebesproblem und auch ganz alltägliche Dinge finden Platz. Je mehr sie miteinander schreiben, desto mehr wächst der Wunsch, sich zu sehen, zu erfahren, wer hinter den Avatar Lulu Rakete und Ben Schumann steckt.

Meine Meinung:
Zwei Jugendliche: Luca-Luisa, genannt Lulu, ist 16 Jahre alt, Ballettschülerin und lebt in Hamburg. Ben ist 17 Jahre alt, ein erfolgreicher Basketballspieler und wohnt in München. Die Entfernung würde es eigentlich fast unmöglich machen, dass die beiden jemals aufeinander treffen, doch in Zeiten des Internets ist nur ein Klick notwendig. Zu Beginn steht ein Missverständnis, doch irgendwie kann Lulu nicht von Ben lassen, warum auch, wenn man schon einmal einen Jungen hat, der einen die komplizierte Welt dieser erklären kann, dann sollte man es doch ausnützen. So sieht es auch Ben, was eine Freundschaft entstehen lässt, in der es keine Tabus gibt.

Liebe ist natürlich ein großes Thema im Buch, nicht unter Lulu und Ben, sondern getrennt voneinander. Sie erzählen sich gegenseitig ihre Erfahrungen, aber auch Probleme. Miteinander versuchen sie Lösungen zu finden, aber auch Gedankenschranken zu öffnen. Und obwohl mir Liebesgeschichten nicht so liegen, ist es in diesem Buch anders, es ist zwar ein dauerpräsentes Thema, aber da man es nur in dieser Facebookunterhaltung mitbekommt, ist da doch eine angenehme Distanz. Womöglich machte für mich die Faszination einfach aus, dass man in einem Facebook-Chat mitlesen durfte, der doch sonst geheim ist und niemand einen freiwillig mitlesen lässt. In „Im Pyjama um halb vier“ darf man über die Schulter schauen, Geheimnisse lesen und neugierig ist doch jeder.

Die Gestaltung des Buches sollte man auch unbedingt erwähnen: wie auf Facebook, findet man sich in einem Chat wieder, wobei Lulus Avatar pink und eine Rakete beinhaltet, der von Ben blau und aus einem Basketball besteht. Die Schrift im Buch ist durchgängig blau, was eine schöne Abwechslung zu sonstigen Büchern ist. Gespickt wird der Chat auch immer wieder von Pinnwandeinträgen, die mir eigentlich am besten gefallen haben, weil ich ein wenig in den Nerdinator verliebt bin, den zwar sonst niemand leiden kann, der aber so einen herrlichen sarkastischen Ton anschlägt, dass er mein persönlich Held ist.

Neben der lockeren, oft auch witzigen Geschichte, die sich vor allem um Teenagerprobleme dreht, steckt dahinter noch ein großes und wichtiges Thema, was man sich nicht hätte ausmalen können, diese Drehung, von der Leichtigkeit, in die tiefe Ernsthaftigkeit, hat das Buch, nach dem Lesen, noch einmal eine Portion eindringlicher gemacht.

Das Buch ist so geschrieben, dass die Geschichte eigentlich abgeschlossen ist, aber dann doch nicht. Potenzial und Stoff für einen zweiten Teil sind durchaus vorhanden und ich flehe beinahe darum, auch wenn es dann vielleicht kein „Chatroman“ mehr wird, sondern es einen anderen Weg einschlägt.

Fazit:
Was wie eine lockere Jugendgeschichte beginnt, verwandelt sich in ein Buch mit Tiefgang und lässt einen nach dem Lesen gedankenverloren und mutig zurück. Mutig, weil es einen dazu bringt, selbst auch einmal etwas zu riskieren, obwohl man niemals wissen kann, ob es sich lohnt.

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Ich nannte ihn Krawatte
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(41)

64 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

japan, außenseiter, einsamkeit, schuldbewusstsein, salaryman

Ich nannte ihn Krawatte

Milena M Flasar , Milena Michiko Flašar
Fester Einband: 139 Seiten
Erschienen bei Wagenbach, K, 31.01.2012
ISBN 9783803132413
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Der junge Taguchi Hiro ist ein Hikikomori, jemand der sich von der Gesellschaft zurückzog und nur noch in seinem Zimmer blieb, ohne jemals Kontakt zur Außenwelt zu suchen. Ein weitverbreitetes Problem und Phänomen in Japan. Die zumeist Jugendlichen halten den Leistungsdruck nicht mehr statt und suchen die soziale Isolation. Jetzt als 20-jähriger lernt er sein Zimmer zu verlassen, sucht Zuflucht vor der lauten Welt in einem nahegelegenen Park.
Ohara Tetsu ist ein 58-jähriger Firmenangestellter, der seine Arbeit verloren hat und es nicht wagt, es seiner Frau zu sagen. Jeden Tag verlässt er pünktlich das Haus, um für seine Frau die Illusion aufrechtzuerhalten, dass alles in Ordnung ist. Sein Weg führt ihn in den Park und somit ist der Anfang einer Geschichte geschrieben, die von zwei Menschen handelt, die aus der Norm gefallen sind und gemeinsam wieder Normalität schaffen.
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Meine Meinung:
Es war eher ein Zufall, dass mir dieses Buch in die Hand fiel, vermutlich hätte ich ohne Empfehlung niemals dazu gegriffen. Die Geschichte klingt simpel gestrickt: treffen sich zwei Japaner auf einer Parkbank und erzählen einander ihr Leben. Allerdings ist die Begegnung, wie sie zueinander finden, eine feine und filigrane Annäherung. Zuerst sind es nur Beobachtungen, nur langsam kommt es zu wirklichen Gesprächssituationen, doch wenn sie da sind, dann hat man das Gefühl, als würden sich Menschen unterhalten, die sich schon jahrelang kennen. Kein Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen, vermutlich deshalb, weil beide das selbe Schicksal teilen, sie passen nicht wirklich in die japanische, leistungsorientierte Gesellschaft. Stehen abseits. Zuerst jeder für sich, doch dann miteinander.
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Heute begreife ich, dass es unmöglich ist, jemanden nicht zu begegnen. Indem man da ist und atmet, begegnet man der ganzen Welt. Der unsichtbare Faden hat einen vom Augenblick der Geburt an mit dem anderen verbunden. Ihn zu kappen, dazu bedarf es mehr als nur eines Todes, und es nützt nichts, dagegen zu sein.
Als er auftauchte, hatte ich keine Ahnung. (Seite 12)
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In einem Wechsel erzählen die beiden Männer ihre Geschichten, geben einen kurzen Einblick in das eigene Leben, werden dadurch für den Leser mehr als nur facettenreich, nein, nach dem Lesen selbst hat man das Gefühl, beide wahrhaftig zu kennen. Eigentlich, eigentlich sitzt man zusammen mit ihnen auf der Parkbank, ist der stille Zuhörer, der beobachtet, wie die Verbindung der Zwei mit jedem Tag wächst.
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Das Buch spielt in Japan, so werden auch viele japanische Ausdrücke eingebaut, was das Ganz nur irgendwie noch authentischer macht, wenn aber auch gesagt sei, dass die Geschichte im Prinzip überall spielen könnte, weil es in jedem Leistungssystem Menschen gibt, die durch das Raster fallen und sich als Ausgestoßene sehen. Zurück zu den Ausdrücken, es finden sich eine Menge in dem Buch vor, die allerdings im Anhang auch ihre Erklärung finden, bis es dem Leser irgendwie in Fleisch und Blut übergeht, man ein wenig selbst in Japan lebt.
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Herauszuheben wäre die sprachliche Präzision, mit der das Buch geschrieben ist. Man könnte beinahe jeden Absatz anstreichen, so poetisch und wunderschön sind die Worte gewählt, die Gefühle verpackt. Die Faszination an diesem Buch liegt für mich zum großen Teil an dem Schreibstil, allerdings auch an den zwei Protagonisten, die man einfach nur ins Herz schließen kann.
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Fazit:
Es gibt diese kleinen Schätze auf dem Buchmarkt, die man einfach nur in sein Herz schließen kann. „Ich nannte ihn Krawatte“ ist eines dieser außergewöhnlichen Werke.

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Ich hätte es vorgezogen zu leben
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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

selbstmord, liebe, leben, verzweiflung, große liebe

Ich hätte es vorgezogen zu leben

Thierry Cohen , Karin Ehrhardt
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (HC), 13.03.2008
ISBN 9783442752058
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Klappentext:
Und irgendwann wachst du auf und freust dich,
weil du mit der Frau zusammen bist, wegen der du dich umgebracht hast…
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Und irgendwann wachst du auf und wunderst dich,
weil jemand Anderer dein Leben auf eine Weise führt, die dir nicht gefällt…
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Und irgendwann wachst du auf und merkst,
wer dieser Andere ist: dein größter Feind – du selbst!
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Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und deine Liebe – nutze ihn gut!
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Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit dem Selbstmord des 20-jährigen Jeremy, man folgt seinen Gedanken und begleitet ihn bei der Tat, auch erfährt der Leser, warum er es tut. Victoria, seine große Liebe, hat einen Freund und ihn bekundet, dass zwischen ihnen nie mehr als Freundschaft sein könnte. Aus Liebeskummer entschließt er sich zu der Handlung, da er sich ein Leben ohne seine große Liebe nicht vorstellen kann.
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An seinem 21. Geburtstag wacht er auf, ist mit Victoria zusammen und hat keinerlei Erinnerungen an das vergangene Jahr. Da er kurz vor seinen 21. Geburtstag einen Schlag auf den Kopf bekommen hat, glaubt er an eine Amnesie, lauscht Victorias Erzählung, warum und wieso sie jetzt doch zusammen sind und ist einfach nur glücklich. Am Ende des Tages geht er schlafen, doch als er am nächsten Morgen aufwacht, ist es nicht der nächste Morgen, nein es ist sein 23. Geburtstag. Langsam an seinen Verstand zweifelnd erfährt er, dass er sich sehr geändert hat, dass er in den Jahren, an die er sich nicht erinnern kann, scheinbar ein ekelhafter und grausamer Mensch ist. An seinem Geburtstag versucht er die Fehler des „anderen“ Jeremy auszugleichen, doch scheint es nahezu unmöglich, hat er doch nur einen Tag. Die Abstände zwischen, sich erinnern und nicht erinnern werden immer länger, Jeremy erkennt, dass er einen beinahe aussichtslosen Kampf gegen sich selbst führt.
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Vor ein paar Jahren habe ich das Buch schon einmal angefangen zu lesen, es allerdings schnell abgebrochen, zu absurd und kitschig schien mir die Geschichte. Jetzt habe ich einen erneuten Versuch gewagt und bin wirklich froh darüber. Natürlich ist die Geschichte absurd, schwer vorstellbar, aber sobald man sich auf das Buch einlässt, nimmt es einen gefangen.
Man fühlt mit Jeremy mit, wenn er jeweils immer nur zu seinem Geburtstag zu sich kommt und betrachten muss, welche Verletzungen sein anderes Ich, seiner Umwelt zugefügt hat. Sein Unverständnis geht auf dem Leser über, aber auch der Wille von seiner Seite, die Menschen zu schützen, die er am meisten liebt, lassen einen nicht kalt.
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Gebannt liest man das Buch und wartet sehnsüchtig auf das Ende, damit man endlich erfährt, was nun Realität und was Fiktion ist, aber womöglich lassen sich diese beiden Dinge gar nicht trennen, gehören zusammen.
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Was mich ein wenig gestört hat, weil ich selbst keinen Zugang zu diesem Thema habe, war der starke religiöse Einfluss im letzten Viertel des Buches. Mir wäre ein rational erklärbarer Schluss lieber gewesen, weil es für mich plausibler und glaubwürdiger gewesen wäre, aber gut, Glauben und Religion seien letztlich jeden selbst überlassen.
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Fazit:
“Ich hätte es vorgezogen zu leben“ ist ein großartiges Buch, denn wenn man es ehrlich zugibt, ist man selbst sehr oft sein größter Feind.

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Tags: amnesie, böses ich, familie, frankreich, gedächtnislücken, gefängnis, gewalt, glaube, gott, judentum, kinder, liebe, liebeskummer, paris, religion, selbstmord, suizid, verzweiflung   (18)

  

 

Ich werde immer da sein, wo du auch bist
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(45)

149 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

selbstmord, freundschaft, tod, liebe, trauer

Ich werde immer da sein, wo du auch bist

Nina Lacour , Nina Schindler
Fester Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 08.03.2011
ISBN 9783596854134
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Caitlins Welt ändert sich von einem Tag auf den anderen als sich ihre beste Freundin Ingrid das Leben nimmt. Hätte sie nicht etwas merken müssen? Hätte sie mehr tun sollen? Ist es ihre Mitschuld?
Verloren in Gedanken lässt sie den Alltag an sich vorbeiziehen, ohne ihn wirklich wahrzunehmen – bis zu dem Tag, an dem sie eine Entdeckung unter ihrem Bett macht. Ingrids Tagebuch.
Darf man die Privatsphäre eines Menschen verletzten und seine geheimsten Gedanken lesen, ohne sich schuldig zu fühlen? Wie liegt die Sache, wenn die Person tot ist?
Möchte Caitlin wissen, was sie übersehen hat – hat sie überhaupt etwas übersehen?
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Meine Meinung:
Die Teenagerzeit eines Menschen gehört wohl zu den emotionalsten überhaupt. Es ist extrem schwierig dafür die richtigen Worte zu finden, ohne irgendwie ins kitschige abzurutschen. Nina LaCour gelingt es einzigartig diese Achterbahnfahrt verständlich und auch sehr berührend zu beschreiben.
Caitlin leidet sehr unter dem Verlust ihrer besten Freundin und hat Schuldgefühle, da sie anscheinend nicht in der Lage war, Ingrid zu retten. Das "Warum?" steht bei einem Selbstmord ja immer im Vordergrund und oft gibt es darauf keine Antwort, aber Ingrid wollte ihrer Freundin eine Antwort geben, weshalb sie ihre Tagebuch bei Caitlin versteckt hat.
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Die Mischung macht dieses Buch aus, denn man verliert sich jetzt nicht in Tagebucheintragungen, sondern diese werden im richtigen Maß in die Geschichte eingestreut. Sie zeigen Seiten an Ingrid, die diese erfolgreich vor ihrer Außenwelt versteckt hat, weil sie wusste, wie zerstörerisch sie sein können. Durch Caitlin lernen wir aber auch die fröhliche Ingrid kennen, die es durchaus gab und in den Herzen vieler noch weiterlebt.
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Das Buch beginnt im Sommer nach Ingrids Selbstmord und endet ein Jahr später. Ein Jahr voller Schmerz, Trauer, Wut, aber auch Hoffnung, Freundschaft und Liebe. Während des Lesens ist man seinen Gefühlen hilflos ausgeliefert, weil man einfach so viele Eindrücke in sich aufnimmt und in der Geschichte komplett untergeht. Man spürt Caitlins Verzweiflung durch ihre Worte, aber man teilt auch die Freuden - man lebt einfach im Buch mit.
Und ich bin immer wieder beeindruckt, wenn es Autoren schaffen, alleine nur durch Worte, eine körperliche Reaktion bei mir auszulösen.
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Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings, wobei der sich auf einen einzigen Absatz bezieht. Eine Person sagt zu Caitlin :"Das Leben ist beschissen." und ihre Reaktion darauf "Kann schon sein, aber nicht immer. Nicht immer, glaube ich."
Diese Situation findet genau ein Jahr nach Ingrids Selbstmord statt und nachdem was sie erlebt hat, hätte ich mir da eine andere Reaktion erwartet/gewünscht. Irgendwie mehr Interesse und auch eventuell das Angebot, darüber zu sprechen usw.
Wie gesagt, ist nur ein winziger Makel.
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Als Leser begleitet man Caitlins zurück in ihr Leben, fällt mit ihr, steht allerdings auch immer wieder auf und sucht zusammen mit ihr nach dem Leben.
Für mich das beste Jugendbuch 2011.
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Fazit:
Es gibt Geschichten, bei denen wünscht man sich, sie würden niemals enden, weil sie einen einfach so sehr fesseln und berühren. "Ich werde immer da sein, wo du auch bist" ist so ein Buch.

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Tags: eltern, fotographie, freundschaft, jugendbuch, liebe, schmerz, schuld, schule, sehnsucht, selbstmord, suizid, tagebuch, trauer, wut   (14)

  

 

Im Meer schwimmen Krokodile -
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(23)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

afghanistan, flucht, griechenland, italien, iran

Im Meer schwimmen Krokodile -

Fabio Geda , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 186 Seiten
Erschienen bei Knaus, A, 03.03.2011
ISBN 9783813504040
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

„Im Meer schwimmen Krokodile“ behandelt die Geschichte des 10-jährigen afghanischen Jungen Enaiat, der mit seiner Mutter vor den Taliban nach Pakistan flüchtet. Hier hört die Geschichte von Mutter und Sohn auf, da erstere in einer Nacht und Nebelaktion Enaiat alleine lässt, um zu ihren anderen Kindern, nach Afghanistan, zurückzukehren.
Von einen Tag auf den anderen ist seine Kindheit beendet und er muss um sein Leben kämpfen. Er nimmt Arbeit an, verdient Geld, bezahlt Schlepper und lernt die Menschen von all ihren Seiten kennen. Ihm wird schnell klar, dass es in Pakistan keine Zukunft für ihn gibt, Europa, davon reden immer alle und genau dahin möchte er. Was folgt ist eine Reise über Jahre, die durch die unterschiedlichsten Länder führt. Pakistan, Iran, Türkei, Griechenland und letztlich den Ort seiner Träume: Italien.
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Meine Meinung:
Was bringt eine Mutter dazu, ihren 10-jährigen Sohn alleine in einem fremden Land zu lassen? Diese Frage ging mir während des Lesens immer wieder durch den Kopf. Natürlich ist es vielleicht ihr Wunsch gewesen, dass Enaiat ein besseres Leben irgendwo hat, aber ist dieser, wenn auch nachvollziehbare, Wunsch, ein Kinderleben wert?
Auf sich alleine gestellt, muss der Junge schnell lernen, für sich selbst zu sorgen, was nicht leicht ist, da immer die Gefahr lauert, als Illegaler entdeckt zu werden und in einem Gefängnis zu landen. So muss er sich auf seine Menschenkenntnis verlassen, entscheiden, wem er vertrauen kann und wem nicht. Was für einen Erwachsenen schon eine schwierige Aufgabe ist, wird für ein Kind fast eine unmögliche, doch Enaiat beweist Stärke, Wille und Mut. Immer mit den Gedanken vor Augen, irgendwann wo anzukommen, wo er hingehört, stellt er sich seinem Leben.
Seine Erfahrungen zu lesen, ist zutiefst beklemmende. Viele Situationen sind mit dem Tod verbunden, lassen einen nur erahnen, was diese Flucht in Enaiats Seele zurücklässt.
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Früher las ich in der Zeitung: „Flüchtlingsschiff vor Küste untergegangen: 150 Tote“ und dachte mir, tja, selber schuld. Dieses Denken hat sich verändert, es ist der Frage gewichen, ob es in unserer heutigen, immer so gelobten entwickelten, Welt, wirklich noch so etwas geben muss.
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Fazit:
Eine wahre Geschichte, die tief unter die Haut geht und einen lang nicht loslässt.

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Tags: afghanistan, ausländer, enaiat, familie, flucht, griechenland, hoffnung, illegal, iran, italien, kindheit, mutter, pakistan, schlepper, sohn, taliban, tod, türkei, verzweiflung   (19)

  

 

In den Augen der anderen
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(67)

177 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 24 Rezensionen

autismus, mord, familie, asperger syndrom, asperger-syndrom

In den Augen der anderen

Jodi Picoult , Rainer Schumacher
Fester Einband: 684 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 15.08.2011
ISBN 9783431038415
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Auf den ersten Blick wirkt Jacob Hunt wie ein normaler Teenager, doch dieser Eindruck täuscht, denn der 18-jährige leidet am Asperger Syndrom, einer Form des Autismus. Nur wenn gewisse Regel eingehalten werden, kann vermieden werden, dass der Junge einen nervlichen Zusammenbruch erleidet. Besonders seine alleinerziehende Mutter Emma versucht, diese Spielregeln zu befolgen, eine davon betrifft das Essen. Jeder Tag hat eine andere Farbe, so gibt es montags nur grüne Speisen, dienstags rote, mittwochs gelbe, donnerstags braune usw., zudem erträgt Jacob es nicht, wenn Haare die Schultern berühren, oder zu grelles Licht. Sein Tagesablauf ist immer der Selbe, denn nur die kleinste Abweichung bringt in so durcheinander, dass er einen Anfall erleidet. Diese Situation ist für seinen 15-jährigen Bruder Theo alles andere als leicht, was ihn oft zu den Gedanken treibt – wäre das Leben nicht besser, ohne Jacob.
Jacob hat viele Betreuer, doch nur der Studentin Jess Ogilvy gelingt es, in seine Welt einzutreten. Eine Welt, geprägt von Logik und Kriminaltechnik, das größte Hobby des 18-jährigen. Sei es nun, dass er sich nur mit dem Thema auseinandersetzt, zu Hause von allem und jedem Fingerabdrücke nimmt, oder sogar eigene Tatorte für seine Mutter herstellt. Damit diese sich auf die Tätersuche machen kann.
Das Leben der Familie Hunt ändert sich jedoch schlagartig, als Jacobs Betreuerin Jess, tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird und Jacob ins Visier der Ermittlungen gerät.
Hat er Jess in einen seiner Anfälle getötet? Was er geplant? Oder steckt vielleicht jemand anderes dahinter?
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Meine Meinung:
Asperger Syndrom, Unterform von Autismus, was fällt einen dazu ein? Einerseits das Leben in einer eigenen Welt, ohne die Fähigkeit Empathie für andere Menschen zu empfinden, geregelte Tagesabläufe, die nicht gestört werden dürfen, der fehlende Blickkontakt, andererseits aber auch die hohe Intelligenz vieler Betroffener, so ist es auch bei Jacob. Ohne seine Regeln, lässt sich das Leben nicht meistern, seine Familie versucht alles zu vermeiden, was ihn verwirren, oder stören könnte. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass alles rational und ohne Gefühle erklärt werden muss, damit Jacob es auch versteht.
Für alle Angehörigen ist diese Situation nicht leicht, besonders der 15-jährige Theo leidet darunter, immer auf seinen Bruder Rücksicht nehmen zu müssen. Er wünscht sich eigentlich nur ein normales Leben, hofft dieses irgendwo zu finden, wenn auch nicht zu Hause.
Die Mutter der Beiden, Emma, scheint ihre Rolle anerkannt zu haben. Natürlich sehnt sie sich auch nach etwas Freiraum für sich hat aber akzeptiert, dass es mit Jacob niemals so etwas wie Normalität geben kann und wird, ihr Leben nach dem ihres Sohnes ausgerichtet ist.
Aus den Fugen gerät alles, als Jacob wegen Mordes verhaftet und ins Gefängnis kommt. Das Leben, wie sie es kannten, gibt es nicht mehr und so beginnt ein Spießrutenlauf für die Mutter, die an die Unschuld ihres Sohnes glaubt, allerdings auch leise Zweifel verspürt und natürlich für Theo, der nicht nur mehr der Bruder des Spasten ist, sondern jetzt auch der Bruder eines Mörders.
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Das Buch ist in Kapitel untergliedert, die jeweils von Emma, Jacob, Theo, Rich (Polizeibeamter) oder Oliver (Verteidiger) erzählt werden. Besonders interessant ist es, in die Welt von Jacob abzutauchen. Was bringt in dazu, in bestimmten Situationen so zu reagieren, wie er es tut. Warum bringt es ihm aus dem Konzept, wenn jemand schulterlange Haare hat, wieso beruhigt es ihm, oftmals in Filmzitaten zu antworten und was unterscheidet ihm von einem „gesunden“ Menschen. All diese Fragen, werden den Leser ausführlich erklärt und sind grandios geschrieben. Beeindruckend fand ich aber auch mal die Sicht des Bruders Theo kennen zu lernen, dass ein Leben mit einem Autisten alles andere als leicht ist, kann sich vermutlich jeder vorstellen, doch was es dann tatsächlich bedeutet, ist schon schwerer zu verstehen.
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Zuerst hatte ich meine bedenken, weil das Buch doch ca. 680 Seiten hat und es durchaus bei dieser Länge oft geschieht, dass die Geschichte einschläft, doch Jodi Picoult ist es wunderbar gelungen, sobald die Spannung etwas nachlässt, sogleich wieder eine neue aufzubauen. Auch bleibt es bis zu den letzten Seiten des Buches unklar, ob Jacob nun Opfer oder Täter ist, was nochmals ein Lob an die Autorin ist. Bis zum Schluss war es mir auch unklar, was nun tatsächlich geschehen ist und der Schluss selbst war eine Überraschung.
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Der Schreibstil ist relativ leicht und verständlich, mit Ausnahme der Kapitel von Jacob, es ist einfach eine andere Welt, wie wir sie kennen, weshalb es oftmals schwer fällt, Verständnis für bestimmte Dinge aufzubringen, doch je mehr man liest, desto mehr begreift man, was in seinem Kopf vorgeht, auch wenn man vermutlich nie die ganzen Gedanken und Handlungen nachvollziehen werden kann.
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Fazit: Ein gelungenes Buch, was in eine Welt jenseits unserer führt. Eine Reise, die sich auf jeden Fall lohnt.

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Tags: anklage, asperger, autismus, bruder, crime busters, diebstahl, essen, familie, farben, flucht, freund, freunde, gericht, isolation, jacob, jess, kriminaltechnik, leiche, liebe, lüge, mord, mordanklage, mutter, polizei, presse, prozess, quilt, regeln, serie, tatort, theo, therapie, thor, tick, wahrheit   (35)

  

 

Ich bin kein Serienkiller
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(304)

495 Bibliotheken, 8 Leser, 8 Gruppen, 124 Rezensionen

dämon, serienkiller, thriller, soziopath, mord

Ich bin kein Serienkiller

Dan Wells , Jürgen Langowski (Übersetzer)
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2009
ISBN 9783492701693
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

John Wayne Cleaver unterscheidet sich von seinen 15-jährigen Altersgenossen deutlich, nicht nur weil er den Namen eines Serienkiller trägt, sondern weil es euch sein einziges Interesse ist: Serienkiller. Seine Welt, dreht sich nur um die Welt von Mördern, nicht diese langweiligen 0815 Mörder, sondern sein Hauptaugenmerk liegt auf denen, die töten wollen, einen Plan verfolgen.
Sein „Hobby“ bringt ihn allerdings alles andere als nur Freude, seiner Mutter macht es Sorgen, weshalb sie ihn zu einem Therapeuten schickt, der ergründen soll, woher diese Leidenschaft kommt.
Als in Johns Heimatstadt Clayton eine ungewöhnliche Mordserie beginnt, ist es nicht sehr verwunderlich, dass sein Interesse dadurch geweckt wird, sein Monster im inneren, welches gerne töten möchte, zum Leben erwacht. Geführt von Neugier, begibt sich John an den Abgrund, ohne es wirklich selbst zu merken.
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Meine Meinung:
In Erwartung eines Thrillers habe ich mir das Buch gekauft, allerdings sagte eine Freundin dann, es wäre doch auch teilweise Fantasylastig, was mich etwas abschreckte. Fantasy ist ein Genre, was ich zumeist meide, allerdings bin ich froh, es hier nicht getan zu haben. Zwar spielt ein übernatürliches Wesen eine wichtige Rolle in der Geschichte, wobei es sich leicht durch einen Menschen austauschen lassen würde, ohne wirklich stark ins Gewicht zu fallen.
Besonders interessant fand ich die Beschreibungen der Einbalsamierung von Toten. Johns Mutter und Tante sind beide von Beruf Bestatter, was er ausnützt, um seine Neugier für den Tod zu befriedigen. Zwar hat seine Mutter ab und an Bedenken, was dieser nahe Kontakt mit den Toten in John auslösen könnte, allerdings werden ihre Zweifel von den Psychologen weggewischt, er findet es sogar hilfreich, damit das „Monster“ in John gestillt werden kann. So erfährt der Leser viel über die Vorgänge einer Einbalsamierung, was sehr spannend ist.
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John kämpft gegen sich selbst, eine innere Stimme, sein Monster liebt es, sich Gedanken über Morde zu machen, dürstet danach, allerdings hat er diese Wünsche gut unter Kontrolle, solange er gewisse Regeln befolgt (schau keinen Menschen zu lange an, verfolge niemanden, halte dich auf Abstand, versuche normal zu sein usw.). Die Mordserie in Clayton lässt jedoch die Mauer, hinter der seine Fantasien hocken, langsam zerfallen. Es wird für ihn ein Kampf mit dem eigenem Ich, welcher einzigartig beschrieben wird, dass es absolut erschreckend, jedoch immer nachvollziehbar ist.
Das Buch liest sich rasend schnell, weil immer ein Spannungsbogen gehalten wird, unerwartete Wendungen in der Geschichte auftauchen. Es handelt sich bei „Ich bin kein Serienkiller“, um den Start einer Trilogie, wobei es sich bei dem ersten Buch um eine abgeschlossene Geschichte handelt. Es steht einen deswegen offen, ob man weiter in Johns Welt abtauchen möchte, oder nicht. Für mich stellt sich diese Frage jedoch nicht, denn natürlich möchte ich das. Egal ob Fantasy, oder nicht, hier handelt es sich um einen 1a Thriller und wenn die nächsten zwei Bücher nur ansatzweise so gut sind, wie das erste, wäre es eine Schande diese nicht zu lesen.

Fazit: Absolute Empfehlung für Thriller und/oder Fantasyfans, wobei man sich keine Blutorgien wünschen sollte, die gibt es nämlich nicht.

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Tags: beobachter, bestatter, clayton, dämon, fantasy, freaklake, john, kampf, leiche, liebe, monster, mord, mordserie, psychologe, regeln, serienmörder, soziopath, spannung, teenager, therapie, thriller, tod, trilogie, verfolgung, verlangen, wunsch   (26)

  

 

In Wahrheit wird viel mehr gelogen
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(326)

496 Bibliotheken, 7 Leser, 8 Gruppen, 68 Rezensionen

liebe, erbe, familie, tod, witwe

In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 10.12.2009
ISBN 9783785760147
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:  
Tags: altersunterschied, apotheker, beerdigung, ehemann, erbe, erbschaft, erbstreit, familie, geschwister, hass, hochbegabung, hoffnung, karl, leo, liebe, lüge, mimi, ronnie, schuhe, schwestern, sohn, streit, tod, vater, verlust, wahrheit, witwe, wut   (28)

  

 

Ich bin dann mal offline
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(22)

45 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 5 Rezensionen

offline, selbstversuch, internet, sucht, handy

Ich bin dann mal offline

Christoph Koch
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 21.07.2010
ISBN 9783764503741
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:

Christoph Koch ist offline - 40 Tage ohne Internet und Handy, was sich zunächst einfach anhört, entpuppt sich zu einer schwierigen Aufgabe.
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Das Internet hat sich in unserer Welt zu etwas Selbstverständlichem entwickelt, wer kurz etwas wissen möchte, schaut bei Wikipedia nach, wer eine Adresse sucht, googelt, wer sich langweilt, spielt, wer in beruflichen Kontakt steht, tut dies meist per E-Mail, weil es schnell geht - und das muss es für uns, schnell gehen. Alles.
Ebenso ist es bei vermeintlichen wichigen Gesprächen, sie mussen sofort geführt werden, auch wenn es meistens nur die Nachricht ist, dass man sich verspätet, was Christoph Koch nur allzu oft merkte. Ohne Handy kommt die Pünktlichkeit zurück ins Leben, allerdings auch die Langeweile, weil meist der Gesprächspartner mit Handy sich trotzdem verspätet.
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Das Buch ist deswegen gut gelungen, weil es mir selbst gezeigt hat, wie abhängig wir alle von der modernen Technik sind. Der eine mehr, der andere weniger, aber eines müssen wir uns alle wohl eingestehen, ohne die moderne Technik, ginge es heute nicht mehr - zumindest nicht schnell.

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Tags: arbeit, beziehung, entzug, facebook, freunde, freundschaft, handy, internetsucht, lobo, offline, online, pünktlichkeit, selbstversuch, sucht, twitter, zuckerberg   (16)

  

 

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3
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(20)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

anti-pop, kurzgeschichten, ich hab die unschuld kotzen sehen, dirk bernemann, ubooks

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3

Dirk Bernemann
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 09.02.2011
ISBN 9783866081345
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags:  

  

 

Immy and the City
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(10)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

depression, comic, leben, verzweiflung, großstadt

Immy and the City

Mimi Welldirty
Fester Einband: 124 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 23.02.2010
ISBN 9783855357925
Genre: Comic & Humor

Rezension:  
Tags: angst, arbeit, comic, depression, einsamkeit, leben, stadt, suizid, tod, verzweiflung   (10)

  

 

Im Hier und Jetzt
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(2)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

psychologie

Im Hier und Jetzt

Irvin D. Yalom
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 01.04.2005
ISBN 9783442732364
Genre: Ratgeber

Rezension:  
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Im Zeichen des Blutes
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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, professor, manon, psychothriller, frankreich

Im Zeichen des Blutes

Franck Thilliez , Ingrid Kalbhen
Flexibler Einband: 393 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.07.2008
ISBN 9783548268965
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
Tags: amnesie, frankreich, gedächnisverlust, langeweile, polizei, professor, zwillinge   (7)

  

 

Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren

Luise Reddemann , Veronika Engl , Susanne Lücke
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.06.2010
ISBN 9783608890341
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
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Impact-Techniken für die Psychotherapie
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

fachbuch, psychotherapie

Impact-Techniken für die Psychotherapie

Danie Beaulieu , Gisela Dreyer
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Carl Auer Verlag, 01.04.2011
ISBN 9783896704443
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
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Im Schlaf
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasie, kurzgeschichten, träume, erzählungen, absurd

Im Schlaf

Antonio Fian
Fester Einband: 105 Seiten
Erschienen bei Droschl, M, 01.09.2009
ISBN 9783854207580
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Auf dünnen 105 Seiten findet man 63 Kurzgeschichten, die eigentlich noch lange keine Geschichten sind, weil eigentlich Träume, und doch, jedes Kapitel wird irgendwie zu einer eigenen kleinen Welt.
Natürlich sind es die Träume von Antonio Fian, weshalb sie für den Leser erschwert zu erfassen sind, auch wird man nie die tatsächliche Emotionslage des Autors, nach dem Traumerleben, wahrnehmen können. Hinter allem bleibt immer eine drückende Unbegreifbarkeit, da der Träumer selbst, zwar den Traum, mit Hilfe eines einwandfreien Schreibstils, formuliert hat, aber jegliche Empfindung dabei, dem Leser letztlich verborgen bleibt.
Dem Autor gelingt es meiner Meinung nach nicht, die Gefühle des erlebten/geträumten, schriftlich festzuhalten.
Durchaus ist es ein interessantes Erlebnis, in eine fremde Traumwelt einzutauchen, doch es bleibt immer eine Unzufriedenheit zurück, welche auch nach Beendigung des Buches, nicht verschwindet.

  (14)
Tags: absurd, erzählungen, fantasie, kurzgeschichten, traumwelt, träume   (6)

  

 

Ich hab die Unschuld kotzen sehen
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346 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

kurzgeschichten, drogen, gesellschaft, gedichte, gewalt

Ich hab die Unschuld kotzen sehen

Dirk Bernemann
Flexibler Einband: 116 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 03.01.2005
ISBN 9783937536590
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Ich schwimme ins Leben
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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

selbstmord, biografie, borderline, suizid, depression

Ich schwimme ins Leben

Nicole Deck , Daniel J. Schütz
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe
ISBN 9783404614684
Genre: Biografie

Rezension:  
Tags: biografie, depression, erfahrung, selbstmord, suizid, trauma   (6)

  

 

Irre - Wir behandeln die Falschen
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(120)

205 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 22 Rezensionen

psychiatrie, psychologie, therapie, sucht, schizophrenie

Irre - Wir behandeln die Falschen

Manfred Lütz
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 14.09.2009
ISBN 9783579068794
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
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Ich bring mich um die Ecke
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96 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

selbstmord, norwegen, humor, flugzeugabsturz, liebe

Ich bring mich um die Ecke

Erlend Loe
Flexibler Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 22.09.2008
ISBN 9783462040173
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
Tags: einsamkeit, flugzeugabsturz, selbstmord, unglück, vogelgrippe   (5)

  

 

Ich weiß, was du denkst
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117 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

körpersprache, gedanken, mimik, gedankenlesen, gestik

Ich weiß, was du denkst

Thorsten Havener
Flexibler Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 18.02.2009
ISBN 9783499625206
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
Tags: erfahrung, gedankenlesen, gesichter, körpersprache, magie, menschliches verhalten   (6)

  

 

Ich bin schizophren und es geht mir allen gut
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(33)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

anti-pop, tagebuch, drogen, essay, leben

Ich bin schizophren und es geht mir allen gut

Dirk Bernemann , Mille Petrozza
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 14.02.2009
ISBN 9783866081079
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Anders als die vorherigen Bücher von Dirk Bernemann, handelt es sich diesmal nicht um zusammenhängende Geschichten, sondern um ein "Tagebuch".
Einige Kapital waren mir schon bekannt, da diese von Herrn Bernemann auf seinen Blog veröffentlicht wurden. Nicht weiter tragisch, aber doch etwas schade, weil ich mir erhoffte, wieder mal etwas Neues lesen zu dürfen.
Es ist vom stilistisch einfach nicht das, was ich mir vom Buch erwartet habe. Die vorherigen Bücher bestachen durch ihre Sprachgewalt, waren morbide, extrem, brutal, ehrlich, schonungslos und einfach anders. Hinter den Geschichten konnte man Botschaften erahnen, dieses Mal war es - nichts. Es fehlt mir einfach das besondere Etwas.
Der Titel ist zwar genial, wenn auch kompletter Nonsens, jedoch das Buch selbst hat mich enttäuscht.

  (6)
Tags: anti-pop, disco, drogen, essay, lesungen, tagebuch   (6)

  

 

Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen
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62 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 12 Rezensionen

musik, wir sind helden, tour, band, tourtagebuch

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Wir sind Helden
Flexibler Einband: 405 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 06.02.2008
ISBN 9783596177547
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
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Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will
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36 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

lebenshilfe, psychologie, sachbuch

Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will

Barbara Sher , Barbara Smith , Gudrun Schwarzer
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.07.2005
ISBN 9783423244480
Genre: Ratgeber

Rezension:  
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Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen
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90 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

schizophrenie, psychiatrie, psychologie, verrückt, biografie

Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen

Hannah Green , Jürgen Hilke , Elisabeth Hilke , Ekkehard Pohlmann
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.07.2000
ISBN 9783499227769
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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