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Ein ganzes halbes Jahr
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(325)

744 Bibliotheken, 55 Leser, 0 Gruppen, 149 Rezensionen

liebe, sterbehilfe, will, behinderung, unfall

Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 21.03.2013
ISBN 9783499267031
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:


Inhalt:
Lou und Will, zwei Menschen die nicht viel gemeinsam haben. Die 27-jährige Lou ist quirlig und doch ein wenig in ihrem Leben festgefahren. Es hat einen festen Rahmen und Abwechslungen kommen eher selten vor. Als sie ihren Job verliert, sich auf etwas Neues einlassen muss, da kommt es zu einer Wendung, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.
Will war einst ein erfolgreicher Geschäftsmann, bis er durch einen Unfall vom Hals abwärts gelähmt ist. Der ehemals glückliche und lebensfrohe junge Mann fällt in einen dunkles Loch, sein Leben scheint keinerlei Sinn mehr zu machen, ein unerträglicher Zustand, doch dann tritt Lou in sein Leben und plötzlich ändern sich die Dinge.


Meine Meinung:
Nach dem Klappentext und auch nach einigen Rezensionen dachte ich mir, bei dem Buch würde es sich um eine Liebesgeschichte handeln, viel will ich von der Geschichte nicht vorwegnehmen, gesagt sei aber, dass es viel mehr um das Leben geht, mit seinen Schatten und Sonnenseiten, Hindernissen und Glücksmomenten. Zentral dreht es sich um Lou, die als Pflegerin bei Will anfängt, auch aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt. Wir gehen mit ihrer Skepsis an die Sache ran, fühlen uns aber immer schneller in die Situationen ein, bis es sich einfach nur zu einer einzigartigen Freundschaft verwandelt, die zwischen den Beiden herrscht.

Stark wird in dem Buch thematisiert, welchen Problemen sich Behinderte jeden Tag stellen müssen, es ist manchmal ein extremer Aufwand Situationen zu planen, was einen gar nicht so bewusst ist, was man alles zu bedenken hat. Für einen Außenstehenden ist es ein interessanter, manchmal erschreckender Einblick in eine Welt, die viel zu unbekannt ist. Weiteres und vielleicht noch stärker im Fokus der Geschichte ist das Thema Sterbehilfe. Dieses Thema spaltet, doch dem Buch gelingt es alle Seiten zu beleuchten, besonders gut ausgearbeitet ist die Tatsache, dass man sowohl die Gedanken des „Patienten“ erfährt, aber auch die der Angehörigen. Es ist so,  beendet man das Buch, bleibt die Geschichte im Kopf, verlangt danach, dass man sich damit auseinandersetzt, sich selbst hinterfragt und Antworten sucht, wie man selbst in gewissen Momenten reagieren würde. Sterbehilfe, wer denkt schon darüber nach, wenn er sich nicht in dieser Situation befindet?

Überrascht war ich von dem Humor, der sich in jedem Kapitel vorfinden lässt. Lou, aber auch Will haben eine zynische Seite an sich, die einen den einen oder anderen Lacher entlocken, obwohl es eigentlich ein Thema ist, bei dem es nichts zum Lachen gibt, aber es ist oft Situationskomik, die alles ausmacht. Dieser Witz, neben traurigen Rahmen, es bringt einen in eine Gefühlsachterbahn, weil man nicht weiß, ob man manchmal lachen oder doch weinen sollte, großes Kino, wenn es ein Buch schafft, eine innerliche Zerrissenheit herzustellen.

Oft im Zusammenhang mit „Ein ganzes halbes Jahr“ wird  der Film und das Buch „Ziemlich beste Freunde“  erwähnt, manche sprechen auch von einer Kopie von dessen, aber ehrlich, natürlich gibt es Parallelen, aber in den meisten Thrillern kommen Leichen vor, was letztlich noch lange nicht heißt, sie während gleich gestrickt – es sind zwei Paar Schuhe, gleich ist, dass es hier eine Person im Rollstuhl gibt, die eine Pflegekraft hat. Gefühle und Ausflüge sind aber komplett verschieden.

Fazit:
Dieses Buch lässt sich eigentlich nicht in Worte fassen, es ist ein Gefühlsabenteuer der Sonderklasse, was von allen etwas besitzt: Humor, Tragik, Liebe und Freundschaft. Wunderbar.

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Elsa ungeheuer
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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kunst, elsa, den haag, freundschaft, texas

Elsa ungeheuer

Astrid Rosenfeld
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.02.2013
ISBN 9783257068504
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Ein kleines Dorf. Die Mutter von dem 8-jährigen Karl und dem 10-jährigen Lorenz Brauer ist gerade erst verstorben. Lange galt sie schon als psychisch gestört, der Sprung vom Balkon, ihr Tod, nicht für viele kommt er überraschend. Ihr Vater Randolph Brauer ertrinkt in Trauer, schafft es nicht mehr wirklich, für seine Söhne da zu sein, auch die Ferienpension, die er leitet, lässt er verkommen. Alleine sind sie jedoch nicht, die Haushälterin Frau Kratzler und der in der Pension als Dauergast bekannte Herr Murmelstein, von allen nur Murmeltier genannt, kümmern sich um die Jungen.
Eines Tages kommt die elfjährige Elsa in das Dorf. Ihre Mutter möchte eine Weltreise unternehmen, nur das Mädchen nicht mitnehmen und so bringt sie es zu ihren Verwandten. Sie ist anders, trägt seltsame Klamotten, benimmt sich zickig und versucht alles nur Mögliche, damit sie sich abhebt. Obwohl sie ein schwieriger Charakter ist, entsteht eine Freundschaft zu Karl und Lorenz, eine Freundschaft, die über alle Widrigkeiten bestand findet.
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Meine Meinung:
Nachdem ich den Klappentext las, war ich eher auf einen Roman gefasst, der sich mit der modernen Kunstszene auseinandersetzt, dort sein Hauptaugenmerk gelegt hat. Nie hatte ich erwartet, so intensiv von allen 3 Beteiligten zu erfahren, ihre Kindheit mit ihnen zu durchstehen. Es hat einen interessanten Einblick gegeben, wie eine Begegnung ein Leben bestimmen kann. Die Kinder lernen sich kennen und es ist Karl, der relativ schnell Elsa verfallen ist, sie hat etwas Magisches an sich, was den Jungen in den Bann zieht. Er ist es auch, der die Geschichte erzählt und als Erzähler der Geschehnisse fungiert.
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Untröstlich. Das Wasser schenkte mir keine Ruhe.
Untröstlich. Ich zog mich aus der Wanne.
Untröstlich. Windspiel kauerte neben mir auf den kalten Fliesen.
Stein und Spiegel. Bald höre ich auf. Bald. Nicht heute. Aber bald.
Untröstlich. Das Wort hämmert gegen meine Schädeldecke. Ließ mich das ganze Ausmaß seiner Bedeutung erfassen. Gibt es denn etwas Traurigeres als einen Menschen, den nichts zu trösten vermag?
_Mehr Medizin. Mehr Medizin. _
Schatten zogen vorbei. Wölfe oder Hunde? Meine Fäuste wollen sie vertreiben? Aber Schatten fürchten keine Schläge. (Seite 238)
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Und obwohl das Buch „Elsa ungeheuer“ heißt, ist es gerade Elsa, die einen ab der Hälfte des Buches abhandenkommt. Sie zieht weg, doch wie ein Geist schwebt sie weiterhin über das Leben von Karl. Lorenz ist es eher, der keinen Gedanken an sie verschwendet. Das Leben der beiden hat sich verändert, sie suchen einen Platz für sich – Lorenz entscheidet sich dazu, sich der Malerei zu widmen und nun tritt die im Klappentext erwähnte Kunstszene auf. Dieser „Ausflug“ gibt einen kleinen Einblick, wie die Maschinerie abläuft, was Kunst ist und wie sehr sie davon abhängig ist, dass man sich den Gegebenheiten ergibt. Die Situation wird eine Zerreißprobe, geht darum, wie man einen Menschen systematisch zerstören kann. Während des Lesens fiebert man mit, verteilt seine Sympathien und hofft doch nur auf ein gerechtes Ende.
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Vielleicht ist es leichter, von Toten Abschied zu nehmen, weiß man doch, dass keine Worten, keine Taten etwas daran ändern können: Sie sind weg. Aber bei einem lebendigen Mädchen gibt es Möglichkeiten. Man kann es aufhalten, festhalten. Man braucht nur die richtigen Worte, die richtigen Taten zu finden. Eine Zauberformel? Einen Reim? Einen Tanz? Ich wusste es nicht. (Seite 158)
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Würde man mich fragen, welcher Abschnitt mir besser gefallen hat – Kindheit oder Leben in der Kunstszene, eine Antworte könnte ich darauf nicht finden. Jedes hat seine eigenen Reize besessen, wenn ich auch in dem zweiten Abschnitt ein wenig Elsa vermisst habe, sie wächst einen trotz ihrer Eigenarten irgendwie ans Herz und dann sie zu „verlieren“ ist schade, passt sich allerdings gut in die Geschichte ein, hätte vermutlich gar nicht anders sein dürfen und trotzdem war es ihre Jugend, über dich ich mir ein paar mehr Einblick gewünscht hätte.
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Fazit:
Für dieses Buch lässt sich ganz schwer ein Abschlussresümee finden, weil es eine Wucht an sprachlicher Gewalt ist, die kein Fazit erlaubt, sondern als Gesamtbild gesehen werden muss. Es ist die Geschichte über einen Menschen, der einen eine Zeit lang begleitet hat, der alles verändert und einen dazu bringt, sich seinen eigenen Gedankengängen zu ergeben, während das Leben ohne diese Person weitergeht und doch von ihr abhängig bleibt.

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E-Mail in der Nacht
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

E-Mail in der Nacht

Doris Meißner-Johannknecht
Flexibler Einband: 137 Seiten
Erschienen bei Arena
ISBN 9783401026497
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Zufällig wird Rosanna nachts wach, schleppt sich schlaftrunken durch die Wohnung und entdeckt ihre Mutter am Computer sitzend. Mitten in der Nacht, scheint schnell klar zu sein, dass sie etwas zu verheimlichen hat, ohne gehört zu werden, schleicht Rosanna wieder zurück in ihr Bett, doch ihre Neugier ist erwacht. Mit wem tauscht ihre Mutter um diese späte Zeit E-Mail Nachrichten aus?
Zusammen mit ihrem neuen Mitschüler Erik, versucht sie das Codewort zu knacken, damit sie lesen kann, was in ihrer Mutter vorgeht. Je länger sie jedoch mit Erik zusammen ist, desto interessanter wird der Junge für sie und die E-Mails in der Nacht geraten in den Hintergrund.
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Meine Meinung:
Rosanna hat das Gefühl, ihre Mutter verheimlicht ihr etwas, aus Sorge ihre Tochter damit zu belasten. Das Mädchen selbst hat das Gefühl, ihre Mutter verheimlicht ihr Dinge, weil sie Angst davor hat, sie könnte diese zerstören, eine unsinnige Angst, aber abschalten lässt sie sich nicht. Die beiden lieben einander, doch in diesem Punkt leben sie nebeneinander her.
Jetzt, wo Rosanna sieht, dass ihre Mutter Mitten in der Nacht E-Mails schreibt, fürchtet sie sich davor, dass ihre Mutter irgendwelche Geheimnisse hat vor ihr hat.
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Zuerst muss ich sagen, dass mich bei dem Buch mit der Altersangabe getäuscht habe, ich dachte, es war ab 13 Jahren und hatte deswegen auch anspruchsvollere Erwartungen, tatsächlich ist es aber ab 10 Jahren, was von der Aufmachung gar nicht so ersichtlich ist, aber letztlich die riesige Schrift erklärt.
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Schade fand ich, dass man schon ab der Hälfte weiß, wer die E-Mails schreibt, oder zumindest kann man es sich denken, was ich auch denke, einem 10-jährigen nicht verborgen bleibt. Zwischen dieser Suche nach dem Absender, wird noch das Thema „erste Liebe“ eingebunden, was sich ganz gut macht und somit auch ein wenig die Spannung aufrechterhält, obwohl man das Ende kennt.
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Rosannas Mutter ist alleinerziehend, ihre Beziehung zu ihrer Tochter ist innig und intensiv, allerdings hat das Mädchen Angst, ihrer Mutter im Weg zu stehen, wenn es um eine neue Liebe geht, sieht sich sogar als Grund, warum es nicht klappt. Diese Nachricht wird gut ins Buch gepackt und ist für betroffene Kinder gut formuliert, ein Bezug dazu ist sicherlich von Vorteil, um das Buch eindringlicher zu erleben.
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Fazit:
Für 10-jährige sicherlich ein interessantes Buch, für ältere Kinder eher nicht empfehlenswert, weil viel zu vorhersehbar.

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Ein plötzlicher Todesfall
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479 Bibliotheken, 31 Leser, 3 Gruppen, 64 Rezensionen

england, kleinstadt, drogen, gemeinderat, tod

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.09.2012
ISBN 9783551588883
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Die Geschichte spielt in der Gemeinde Pagford, ein kleines Dörfchen, in dem jeder noch jeden kennt, so kennt man auch Barry Fairbrother, Mitglied des Gemeinderates, ist umso bestürzter, als man von seinen plötzlichen Todesfall hört.
Neben der Bestürzung wird allerdings auch ein Platz im Rathaus frei, was zwei Parteien auf den Plan bringt. Solche, die Barry Fairbrothers Weg weiterbeschreiten möchten und solche, die genau das Gegenteil erreichen wollen. Ein Krieg bricht unter den Bürger aus, während das Leben weitergeht und seine Schwere für niemanden verliert.
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Meine Meinung:
Was wurde nicht schon alles über das Buch geschrieben, von Lobhymnen bis zu tiefsten Enttäuschungen, alles war dabei. Für mich ist es letztlich ein grundsolider Roman, der sich sehen lassen kann. Was nur jedem klar sein muss, es ist kein Harry Potter, kann es auch gar nicht sein, die Genres sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch wenn J.K. Rowling etwas kann, dann schreiben. Sie versteht es, mit Worten umzugehen, sie in eine melodische Reihenfolge zu geben, so dass es einfach eine Freude ist, ihre Geschichte zu lesen.
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Im Buch findet man zig Charaktere vor, die einen alle einen Einblick in ihr Leben gewähren und zugegeben, zu Beginn des Buches, die ersten 100 Seiten, sie sind zäh, verwirrend und nicht der gelungene Einstieg, aber man findet sich zurecht, irgendwann kann man die Geschichten in die richtige Reihenfolge bringen und ihnen auch folgen. Man sollte dem Buch nur wirklich diese Chance auch geben und sich durchbeißen, denn es lohnt sich.
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Vom Inhalt klingt es jetzt ein wenig politisch, was schon vorkommt, aber nicht in einem Politroman endet, es ist mehr nur ein Nebenstrang, der eingearbeitet wurde und auch eine wichtige Rolle spielt, aber eben nur nebenher. „Ein plötzliches Todesfall“ ist, wie schon oft erwähnt, eher eine Gesellschaftsstudie. Man hat wirklich alle Schichten im Buch versammelt, sei es der Ladenbesitzer oder die Tochter einer Drogenabhängigen. Sie alle spielen eine zentrale Rolle und finden ihren Platz, abwechselnd bekommt man einen Einblick in die unterschiedlichen Leben, lernt dadurch auch die Charaktere lieben, oder eben zu hassen. Die einzelnen Lebensgeschichten sind authentisch beschrieben, passen in das konservative Dorfleben, was man in Pagford vorfindet. Irgendwo las ich, das Buch sei düster und deprimierend, jein, für mich ist es einfach sehr realitätsnah, wenn auch das Hauptaugenmerk auf die negativen Dinge gerichtet ist.
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Kritik gibt es auch, wenn es auch nicht wirklich unbedingt kritisch gemeint ist, so kam es mir doch vor, dass manche Protagonisten besser und intensiver ausgearbeitet waren, als jetzt vielleicht andere, was sich bei mir auswirkte, dass ich einfach Lieblingshandlungsstränge hatte, die ich mit mehr Interesse verfolgt habe als andere. Für eine Gesellschaftsstudie waren mir auch manche Problematiken nicht sonderlich gut ausgearbeitet, andere wiederum schon, es ist einfach ein Kontrastprogramm, manchmal überzeigt eine Lebensgeschichte komplett, manchmal nicht.
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Fazit:
Ein richtig gut geschriebener Roman, der nur minimale Kritikpunkte aufweist und meines Erachtens gelungen ist, sich nicht hinter Harry Potter verstecken muss.

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Extrem laut und unglaublich nah
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650 Bibliotheken, 29 Leser, 5 Gruppen, 50 Rezensionen

new york, suche, 9/11, tod, trauer

Extrem laut und unglaublich nah

Jonathan Safran Foer , Henning Ahrens
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 19.04.2007
ISBN 9783596169221
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Der 9-jährige Oskar ist ein ganz außergewöhnlicher Junge, dass zeigt schon seine Vistenkarte:
OSKAR SCHELL
ERFINDER, SCHMUCKDESIGNER, GOLDSCHMID, AMATEUR-ENTOMOLOGE ,FRANKOPHILER, VEGANER, ORIGAMIST, PAZIFIST, PERKUSSIONIST, AMATEUR-ASTRONOM, COMPUTER-SPEZIALIST, AMATEUR-ARCHÄOLOGE, SAMMLER VON: seltenen Münzen, Schmetterlinge, die eines natürlichen Todes gestorben sind, Mini-Kakteen, Beatles-Andenken, Halbedelsteinen und andern Dingen.
E-MAIL: OSKAR SCHELL@HOTMAIL.COM
TELEFON: PRIVAT/MOBIL: PRIVAT
FAX: ICH HABE NOCH KEIN FAX
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Doch mehr als seine Hobbies und Überzeugungen, bestimmt der Tod seines Vaters sein Leben. Thomas Schell kam bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 ums Leben. Dieser Verlust wiegt für den kleinen Jungen schwer, war sein Vater doch die Hauptbezugsperson von ihm. In seinem Kleiderschrank stößt der Junge auf einen Schlüssel, einen Schlüssel der überall in New York ein Schloss aufsperren könnte und genau darin sieht Oskar seine Bestimmung – das dazugehörige Schloss zu finden. Einziger Anhaltspunkt ist das Wort Black auf dem Umschlag, in dem er den Schlüssel gefunden hat. Nun macht er es sich zur Aufgabe, alle Menschen mit den Nachnamen Black in New York aufzusuchen und zu überprüfen, ob eine Verbindung zu seinem Vater besteht. Wie man sich denken kann, wird es ein langer Weg zur Wahrheit, voller Höhen und Tiefen.
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Neben Oskars Geschichte, lernt man auch dessen Großvater kennen, der bei den Bombenanschlägen von Dresden (2.Weltkrieg) seine große Liebe Anna verloren hat und in ein rigoroses Schweigen verfallen ist. Nach diesem Trauma heiratet er die Schwester von Anna, Oskars Großmutter, doch die Liebe steht immer unter dem Tod der anderen Schwester und so ist es nicht verwunderlich, dass die Ehe nicht lange hielt. Der Großvater verlässt seine Frau, New York und lässt damit auch Thomas, seinen Sohn, hinter sich. In all den Jahren schreibt er jedoch Briefe an sein Kind, welche er allerdings nicht abschickt und die nach dem Tod von Thomas, jetzt auch niemals mehr ihr Ziel erreichen werden.
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Meine Meinung:
“Extrem laut und unglaublich nah“ ist eine ganz außergewöhnlich Geschichte, über einen außergewöhnlichen Jungen, die einen schon ab den ersten Seiten in ihrem Bann zieht. Hauptthema des Buches ist der Verlust eines Menschen, die Veränderung, die ein Tod auf das Leben der Angehörigen hat. Die Gefühle sind eindringlich und sehr gut beschrieben, so dass sie schnell auf den Leser überspringen. Es ist kein lautes Buch, es kommt auf leisen Sohlen daher und setzt sich im Herzen fest, wo es beginnt zu arbeiten. Kein Mitleid wird beim Leser ausgelöst, sondern eine tiefe Verbundenheit, die man sich zu Beginn gar nicht so erwartet, wenn man mit der Geschichte anfängt, denn diese Geschichte, sie könnte so real sein, wie es die Terroranschläge waren.
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Persönlich muss ich ja sagen, dass ich die Abschnitte über und von Oskar ansprechender fand, als die, die von seinem Großvater handelten, ehrlich gesagt hätte ich mir auch beinahe gewünscht, es wäre nur Oskars Geschichte, ohne andere Elemente, weil die Begegnungen mit den einzelnen Blacks durchaus noch ausbaufähiger und somit intensiver hätten sein können. Nicht das die Geschichte des Großvater nicht ebenso eindringlich gewesen wäre, so hat sie bei mir doch ein bisschen den Fluss des Buches unterbrochen, obwohl sie das gleiche Thema behandelt, nur eben auf eine andere Weise.
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Schnell merkt man, dass Oskar kein „normaler“ Junge ist, allerdings wird im Buch nicht erwähnt, ob er jetzt hochbegabt ist, oder, wie es im Film angesprochen wird, am Asperger Syndrom leidet. Ein ziemlich wichtiger Punkt, lebt das Buch doch durch seinen Hauptdarsteller, deswegen ist das Fehlen, das erklären von Oskars „seltsamen“ Verhalten, doch ein wichtiger Punkt, der vergessen, oder einfach außen vor gelassen wurde.
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Zur Unterstreichung der einzelnen Szenen wurden Bilder in das Buch eingebaut, die Oskar in seinem Tagebuch sammelt. Diese Bilder unterstützen oft die Eindringlichkeit der einzelnen Textstücke und sind ziemlich gut gewählt.
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Fazit:
Dieses Buch bleibt im Gedächtnis kleben, lässt sich nicht mehr so leicht abschütteln und verursacht Bleifüße. Durch Oskar lebt die Geschichte, erhält eine Leichtigkeit und gleichzeitig Schwere, die den Leser nicht kalt lässt.
Einfach ein grandioses Buch!

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Everlasting
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(252)

487 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 141 Rezensionen

liebe, zeitreise, zukunft, zeitreisen, tagebuch

Everlasting

Holly-Jane Rahlens , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 421 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 09.03.2012
ISBN 9783805250160
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Entscheide dich - für die Liebe oder für die Zukunft.
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Stell dir vor, du verliebst dich.
Stell dir vor, sie erwidert deine Liebe.
Aber in deiner Welt gibt es keine Liebe.
Und auch kein Ich.
Wie sagst du „Ich liebe dich“?
Stell dir vor, sie ist 250 Jahre vor dir geboren – und ihre Welt ist dem Untergang geweiht.
Setzt du dein Leben für sie aufs Spiel?
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Meine Meinung:
Der 26-jährige Finn Nordstrom arbeitet als Historiker, sein Spezialgebiet sind tote Sprachen – besonders Deutsch. Deutsch? Richtig, wir schreiben nämlich das Jahr 2264 und es hat sich einiges auf der Welt geändert. Die Details werden langsam im Buch aufgearbeitet und sind eigentlich nicht die Hauptgeschichte, die ist viel mehr die Arbeit von Finn. Er übersetzt historische Dokumente ins Deutsche. Eines Tages bekommt er die Anfrage, Tagebücher eines jungen Mädchens zu übersetzen. Tagebuch Nummer eines stammt aus dem Jahre 2003, ist in grellpinkes Vinyl eingebunden, von der Schrift her und lädt dadurch nicht wirklich ein, bearbeitet zu werden. Was soll schon an den Gedanken eines Kindes so wertvolles für die Gesellschaft sein? Je mehr er sich jedoch einliest, desto faszinierender findet er die Welt von der 13-jährigen Eliana. Da kommt ihm ein neuer Auftrag dazwischen: Er so ein neues Virtual-Reality-Spiel testen und verbessern. Finn wird auserwählt, da es sich um ein historisches Spiel handelt, der Spieler wird ins Berlin 2003 versetzt, um dort Erkundungstouren zu machen. Für Finn ist es ein glücklicher Zufall, so bietet man ihm dadurch die perfekte Möglichkeit, Elianas Welt kennen zu lernen, ihre Umgebung zu erkunden. Bald schon stellt sich aber heraus, dass es sich keinesfalls um ein Spiel handelt und ein Zufall schon gar nicht ist.
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Ich bin sicherlich nicht die Erste, die es erwähnt und doch finde ich es einen wichtigen Aspekt: „Everlasting“ hat ziemliche Startschwierigkeiten. Bis Seite 100 ist man nicht sicher, wohin einen die Geschichte führen möchte, zudem wird der Leser beinahe von den Informationen, die er erhält, erschlagen. Ehrlich gesagt, ich war stark am zweifeln, ob ich das Buch wirklich weiterlesen sollte, aber da ich davon schon gehört hat, dass es eben nach dem schwierigen Anfang bergauf geht, hielt ich durch – Gott sei Dank!
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Finns Reisen ins Berlin 2003 sind sehr witzig beschrieben, denn obwohl er Historiker ist, spezialisiert auf Deutschland, sind es doch zwei verschiedenen Dinge – in einer Zeit leben und Wissen über eine Zeit haben. Genau diese tollpatische Art macht ihn so sympathisch, aber noch mehr, man fühlt mit ihm mit, da sein Leben nicht gerade von Leichtigkeit bestimmt ist, so hofft man an vielen Stellen mit ihm, dass sich einfach die ganze Situation verbessern würde.
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Just wanted to let you know that the I of my heart says hello to the you of yours. (Seite 302)
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Es war schon ein wenig befremdlich, dass sich ein erwachsener Mann in ein 13-jähriges Mädchen verliebt, was er nur durch Tagebucheinträge kennt, obwohl Eliana durchaus witzig, nachdenklich und einnehmend ist, war der Verlauf doch ein wenig seltsam. Jedoch ändert sich die Sicht, wenn man mitbekommt, dass die Reisen nach Berlin in größeren Abständen geschehen, somit das Mädchen immer älter wird und nicht auf Dauer 13 Jahre alt bleibt. Somit entwickelt sich eine Liebesgeschichte unter Gleichaltrigen. Klingt jetzt eigenartig, aber vermutlich muss es jeder selbst lesen, um genau zu verstehen, was ich meine.
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Ein kleines Detail stört mich an der Geschichte: In der Zukunft gibt es Dinge wie Zing, Spicer, Brain Buttons, Space-Racer usw. Natürlich, es braucht solche Sachen, aber die Erklärungen dazu fehlen. Man kann sich zwar nach einiger Zeit zusammenreimen, was die einzelnen für Aufgabe habe und doch hätte ich es schön gefunden, wenn die Autorin beschrieben hätte, was die einzelnen Dinge sind, was sie genau für Aufgaben haben – es hätte irgendwie das Bild der Zukunft feiner gezeichnet.
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Das Ende ist kein wirkliches Ende, eine Fortsetzung ist meines Wissens aber nicht geplant, es würden allerdings genügend offene Fragen bleiben, um eine zu füllen.
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Fazit:
“Everlasting“ ist ein Buch der Überraschungen, was mit einer durchgängigen Herzwärme ausgestattet ist. Auch wenn die ersten hundert Seiten nicht viel versprechend klingen, sollte doch jeder durchhalten, da es sich definitiv lohnt und man mit einer Geschichte voller Fanasty und Liebe belohnt wird.

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Tags: berlin, deutsch, eliana, everlasting, familie, finn, forschung, historiker, liebe, parfüm, spiel, tod, vergangenheit, zeitreisen, zing, zukunft   (16)

  

 

Elefanten sieht man nicht
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(47)

83 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 33 Rezensionen

kinder, misshandlung, mascha, zivilcourage, geschwister

Elefanten sieht man nicht

Susan Kreller
Fester Einband: 203 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.02.2012
ISBN 9783551582461
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Max atmete ruhig und gleichmäßig, nur manchmal schnarchte er leise. Julia hatte sich zusammengerollt, aber nicht so, als hätte sie Angst, eher, als hätte sie nichts mehr zu befürchten, weil draußen jemand Wache hält.
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Und auf einmal kam mir der Gedanke, dass man Menschen beschützen kann. Ich drehte mich um und schlich zur Tür. Ich hörte den Gesang der Amseln und ein Autohupen in der Ferne, und ich hörte mein schlagendes Herz.
Ich schloss die Tür.
Drehte den Schlüssel zweimal herum.
Und dann rannte ich.
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Meine Meinung:
Die 13-jährige Mascha verbringt ihre Sommerferien meistens bei ihren Großeltern, die in einer kleinen Siedlung leben, in der jeder jeden kennt. Sie fühlt sich dort relativ wohl, allerdings auch einsam, was sich ändert, als sie die neunjährige Julia und ihren kleinen Bruder Max auf einem Spielplatz kennenlernt. Zwar ist ihr das Verhalten der Kinder oft ein Rätsel, trotzdem ist sie froh, bekannte und liebenswürdige Menschen gefunden zu haben. Eines Tages entdeckt sie an Julias Bauch blaue Flecken und auch Max hat eine Verletzung auf seiner Stirn. Das Gesehene lässt Mascha nicht in Ruhe und einige Nachforschungen bringen schnell ans Tageslicht: Julia und Max werden von ihrem Vater geschlagen.
Hilfesuchend wendet sich die 13-jährige an die „Erwachsenen“, möchte den beiden Kinder aus der schrecklichen Situation helfen, doch alle verschließen die Augen vor dem Problem. Niemand will wahrhaben, dass in ihrer sauberen Siedlung so etwas stattfinden kann.
Mascha will der Situation nicht tatenlos zusehen und entscheidet sich zu handeln. Eine Handlung mit unabsehbaren Folgen.
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Bis man sich in „Elefanten sieht man nicht“ einfindet, braucht es ein wenig Zeit. Das Mitgefühl war schon vorhanden, weil Kindesmisshandlung so etwas vermutlich automatisch auslöst, allerdings fiel es mir schwer, diese Gefühle wirklich durch die Geschichte zu erleben. Man lernt die einzelnen Charaktere kennen und sie lernen sich untereinander kenne. Mascha, die eher unnahbar wirkt, Julia die selbstsichere, tapfe und Max, der auf den ersten Blick in seiner eigenen Welt zu leben scheint. Sie sind klar beschrieben und je mehr man von ihnen weiß, desto mehr kann man mit ihnen fühlen, sich auf ihre Geschichte einlassen.
Was ich einzig an den Personen auszusetzen habe ist eventuell, dass Mascha für ihre 13 Jahre doch relativ naiv auf mich wirkt. Kann sein, dass der Kontrast zu der doch, für ihr Alter, sehr erwachsenen Julia dieses Bild entstehen lässt, aber für mich gab es einige Handlungen, die nicht sonderlich nachvollziehbar sind.
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Anders als erwartet schadet es der Geschichte allerdings nicht, es ist vielleicht alles ein bisschen überspitzt dargestellt, aber vielleicht braucht es genau das, damit die Menschen aufmerksamer sind. Ihr Augenmerk auch auf die kleinen Dinge richten, weil es die sind, die ein Gesamtbild erschaffen.
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Die Situation und Reaktion in der Siedlung hat mich auf der einen Seite wütend gemacht, auf der anderen war sie einfach nur realistisch. Hinter vorgehaltener Hand wird einiges getratscht, einmischen möchte sich aber niemand, weil es nur Probleme geben könnte und sowieso selbst jeder wissen muss, wie man seine Kinder erzieht.
Allerdings zeigt die Geschichte auch, dass man nicht aufgeben sollte, nur weil andere wegschauen, nicht zu hören wollen. Sicherlich ist es manchmal schwierig, sich durch die Widrigkeiten zu kämpfen, aber letztlich geht es darum, dass man niemals alleine ist, es gibt die Menschen, die zuhören und es lohnt sich, nicht aufzugeben, bis man an solch einen gerät.
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Fazit:
Für mich war letztlich wirklich die Frage, inwieweit die Geschichte tatsächlich so geschehen sein könnte, wie sie die Autorin beschreibt und für mich bleiben einfach leise Zweifel übrig. Nicht alles überzeugt 100 %.
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Trotzdem bleibt „Elefanten sieht man nicht“ ein wichtiges Buch, was erschreckt, aber hoffentlich vor allem aufrüttelt.

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Tags: blaue flecken, deutschland, entführung, erwachsene, freundin, geschwister, großeltern, großmutter, großvater, hilfe, hütte, julia, kinder, kindesmisshandlung, mascha, max, nachbar, polizei, schwester, tratsch, vater, versteck   (22)

  

 

Ein toter Lehrer
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(23)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

amoklauf, mobbing, schule, london, eliteschule

Ein toter Lehrer

Simon Lelic , Stefanie Jacobs
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Droemer, 10.03.2011
ISBN 9783426198698
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
An einer Eliteschule in London kommt es zu einem Amoklauf. Der Geschichtslehrer Samuel Szajkowski tötet vier Schüler, eine Lehrerin und anschließend sich selbst. Schnell ist für die Öffentlichkeit klar, dass er ein armer Irrer war, der mit sich selbst und seinem Leben nicht mehr zu Recht gekommen ist. Der Fall wird der Polizeibeamtin Lucia May übergeben, wobei von ihr erwartet wird, die Akte so schnell wie möglich zu schließen. Je mehr sie jedoch zu recherchieren beginnt, desto deutlich wird ihr, dass hinter der Tat viel mehr steckt als zuerst klar war.
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Meine Meinung:
Es gibt viele Bücher über Amokläufe an Schulen, aber „Ein toter Lehrer“ ist für mich das erste, welches einen Lehrer als Täter hat und war deswegen umso interessanter für mich.
Die Polizeibeamtin Lucia May übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall und durch den Schreibstil sind wird direkt in ihre Arbeit eingebunden. Die einzelnen Kapitel sind als Zeugenaussagen niedergeschrieben, wobei es immer wieder dazwischen welche gibt, die über Lucia May geschrieben sind. Wir lernen sie sowohl beruflich als auch privat etwas näher kennen.
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Zusammen mit ihr, nähert man sich langsam dem Motiv des Lehrers an. Das Buch handelt vordergründlich um Mobbing gegen Lehrer, was ein wichtiges, aber noch fast unbemerktes Thema ist. Bei Lehrern stellt man sich immer Autoritätspersonen vor, doch sie sind auch nur Menschen und wenn Schüler Schwachstellen entdecken, zögern sie oft nicht, diese für ihre Zwecke zu benutzen. Und wenn die Suche nach Hilfe scheitert, kommt die Resignation. Es sind aber nicht nur die Schüler, auch einige Lehrer stellen sich gegen Samuel, was es ihm noch schwieriger macht, täglich zur Arbeit zu erscheinen. Ich muss zugeben, Samuel ist mir das ganze Buch über nicht sympathisch geworden. Er besitzt eine sehr eigene Persönlichkeit, bei der ich durchaus glaube, dass sie aneckt. Es ist allerdings auch so, dass er mit seinem sehr eigenen Verhalten niemanden verletzt, viel eher ist er ein sehr zurückgezogener Mensch und wenn man ihm nicht mag, würde er sich wunderbar ignorieren lassen. Was viele nicht machen, eben weil er sich nicht groß auflehnt, wird er zur perfekten Zielscheibe und auch wenn ich ihn nicht sonderlich mag, so hat er die Dinge, die ihm wiederfahren keinesfalls verdient. Er ist zwar Täter und man darf nicht außer Acht lassen, dass er unschuldige Menschen getötet und trotzdem, ich empfand Mitleid für ihn.
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In den Kapiteln über und mit Lucia May erleben wir selbst, wie es sich anfühlt gemobbt zu werden. Als einzige Frau in der Polizeistation muss sie sich einiges gefallen lassen und auch wie bei Samuel ignorieren es Außenstehende, oder tolerieren ist. Wie sagt der Mobber so schön: „Ist doch nur Spaß!“
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Neben dem Mobbing eines Lehrers und dem am Arbeitsplatz spielt aber noch eine andere Geschichte eine wichtige Rolle. Ich werde sie jetzt nicht verraten, weil es doch eine Überraschung war, was ich jedoch sagen kann: damit wurde das Buch perfekt.
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Generell werden alle Geschichten im Buch großartig verknüpft, sind niemals übertrieben beschrieben, sondern durchaus nachvollziehbar.
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Am meisten hat mir aber wohl die Reaktion des Direktor auf den Amoklauf gefallen, weil sie so viele Wahrheit beinhaltet, er…ok, jetzt ist wirklich Schluss, sonst verrate ich noch zu viel.
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Fazit:
Mich hat die Geschichte auf ganzer Linie überzeugt. „Ein toter Lehrer“ ist ein sehr bedrückendes und trauriges Buch, was einem lange im Gedächtnis bleibt.

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Tags: amoklauf, aussagen, eliteschule, ermittlung, gewalt, lehrer, lucia, mobbing, opfer, polizei, samuel, schule, schüler, selbstmord, tod, täter, verbrechen, wahrheit, widerstand, zeugen   (20)

  

 

Ein Winter mit Baudelaire
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(39)

77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

paris, obdachlosigkeit, hund, frankreich, freundschaft

Ein Winter mit Baudelaire

Harold Cobert , Sabine Schwenk
Fester Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 16.08.2010
ISBN 9783866122581
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Philippes Leben scheint alltäglich, obwohl die Trennung von seiner Frau Sandrine nahe liegt, glaubt er immer noch an eine gemeisame Lösung, wenn nicht für das Ehepaar, dann doch für die gemeinsame Tochter Claire.
Mit dem Schicksal kann man jedoch nicht verhandeln und so ist es seine Frau, die ihn von jetzt auf gleich vor die Türe setzt, weil sie das Eheschauspiel nicht mehr aufrecht erhalten möchte. Wohin ohne Wohnung? Eine Nacht auf der Straße verbringen, wir schon nicht so schlimm sein, am nächsten Tag wird sich schon eine Wohnung finden lassen, denkt sich Philippe. Das Schicksal denkt aber gar nicht daran, ihn seinen Kollegen Zufall vorbeizuschicken, weshalb es Philippe noch mehr Steine in den Weg legt und auch noch Führerschein und Arbeit verlieren lässt.
Ohne Geld, mittellos und alleine steht er nun da, das vermeintlich kurze Leben auf der Straße, wird zu seinem neuen Alltag. Dinge von denen er dachte, nie machen zu müssen, sind nun sein täglich Brot. Sei es nun um Geld zu betteln, oder mit anderen "gescheiterten" Existenzen in einer Notunterkunft zu schlafen, in der an Schlaf letztlich nicht zu denken ist. In all der Verzweiflung und Einsamkeit trifft er dem Hund Baudelaire, welcher zuerst nur eine zufällige Begegnung ist, verwandelt sich mit der Zeit in einen treuen Wegbegleiter, der Philipe nie die Hoffnung aufgeben lässt, sein Leben wieder in die richtige Richtung lenken zu können. Für sich, aber vor allem für seine kleine Tochter.
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Meine Meinung:
Das Cover hat mich in der Buchhandlung gleich angesprungen, weil es einfach eine wunderbare Aufmachung hat, es erinnerte ein bisschen an ein verträumtes Leseabenteuer. Als ich dann den Klappentext las, war ich eher skeptisch, Obdachlosigkeit, wer hat da nicht sofort Gedanken in den Kopf, wie: Selber schuld. Alkoholiker. Sucht. Faules Pack usw. Weshalb ich mir überlegte, ob ich mir so eine Geschichte überhaupt antun muss, aber das Cover war so schön und ein Hund namens Baudelaire einfach so ansprechend, dass es doch in meinen Einkaufskorb landete. Gott sei Dank!
Selten ein Buch, was mir so viel über das Leben beigebracht hat. Natürlich gibt es die Säufer, aber wer hat sich schon mal gefragt, warum wer trinkt? Was bringt einen Menschen dazu, sich selbst aufzugeben. Hinter allem steckt doch eine Geschichte, meist eine traurige. So auch hier, Philipe steht fest im Leben und von einem auf den anderen Moment ist alles anders. Wenn das Leben zerbricht, was bleibt davon schon
noch übrig? Im Buch erfährt man es, teilweise. Was ist wichtig? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Soll man nicht manchmal das wenige was man hat, genießen, weil weniger immer geht?
Philipe wird ein Trinker, aber nur weil es vergessen lässt, ihn wärmt, wenn die menschliche Wärme fehlt. Er wird von oben herab angesehen, weil die Menschen ihn selbst für seine Misere verantwortlich machen. Aber was Philipe passiert, kann jeden passieren und das lehrt einen dieses Buch. Es zeigt aber auch, wofür es sich zu kämpfen lohnt, wenn man schon ganz unten ist, jedoch zeigt es vor allem - Tiere sind die besseren Menschen, sie verurteilen nicht, lieben einfach nur.
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Und diese Buch bleibt im Gedächnis, bei meiner nächsten Begegnung mit einem Obdachlosen, dachte ich mir nicht: geh arbeiten, sondern, wie geht es ihm wohl, was ist seine Geschichte. Man wird sanfter, gibt Kleingeld, weil man weiß, damit ist ein so schweres Leben, ein winziges Stück leichter.
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Großartiges Buch, welches durch einen wunderbaren Schreibstil einfach nur noch komplettiert wird. Absolute Empfehlung.

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Tags: alkohol, arbeitslos, baudelaire, bebere, claire, familie, freunde, freundschaft, gesellschaft, hilfe, hund, lebenserfahrung, obdachlosenheim, obdachlosigkeit, paris frankreich, philippe, sandrine, sarah, scheidung, schwiegereltern, tochter, treue, unglück, winter, wohnung   (25)

  

 

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer
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(96)

209 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 11 Rezensionen

tod, liebe, trauer, pfarrer, berlin

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.07.2011
ISBN 9783404144075
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Die (ungewollt) schwangere Studentin Louisa reist auf Grund des Todes ihres Vaters zurück in ihre Heimatstadt, schon alleine deswegen ist es keine leichte Reise, doch hält das Landleben noch viele Überraschungen für sie bereit. Die Größte ist wohl der neue attraktive Pfarrer, der den Damen der Siedlung reihenweise den Kopf verdreht. Auch Louisas Mutter erliegt seinen Charme, was zur Folge hat, dass keine Zeit für die Tochter bleibt, was diese dazu veranlasst, ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen.
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Das Buch wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Dorffrauen und Louisa beschrieben.
Louisa reist aus Berlin an, um an der Beerdigung ihres Vaters teilzunehmen und ihre Mutter zu trösten, was eigentlich nicht nötig ist, weil diese schon anderweitigTrost findet. Bleiben noch die eigenen Probleme, von denen es genug gibt. Zum Beispiel die ungewollte Schwangerschaft und der Vater des Kindes, der auf Abtreibung plädiert, oder sonst keine Zukunft für die Beziehung sieht.
Amelie, die Mutter von Louisa, muss mit den Verlust ihres Mannes klarkommen und lässt sich in dieser schweren Zeit, gerne von dem freundlichen Pfarrer trösten, worüber sie die Welt vergisst und sich den Abgrund der eigenen Seele entfernt.
Carola wünscht sich nichts sehnlicher als endlich schwanger zu werden, was ein schwieriges Unterfangen ist, da ihr Ehemann Martin leider unfruchtbar ist. Der gutaussehende Pfarrer kommt da genau richtig und es werden Verführungskünste, sowie Lügen von feinsten aufgetischt.
Irmela Quirrenberg genannt Irmi, Frau eines im Rollstuhl sitzenden Mannes, der nichts mehr genießt als sie jeden Tag zu schikanieren, wo er nur kann. In ihrer Verletzlichkeit genießt sie es die Aufmerksamkeit des Pfarrers zu bekommen, von welchen sie hofft, er würde sie „retten“.
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Diese vier Personen wechseln sich in den Erzählungen immer ab, wobei das Buch nie unübersichtlich, oder verwirrend wird. Eine klare und verständliche Struktur bleibt immer erhalten. Eine Sache stört mich jedoch enorm, der Klappentext verweist auf eine Komödie, doch ich würde eher Tragödie dazu sagen. Lachen musste ich nie, dafür war einfach die Atmosphäre viel zu angespannt, es entstand mehr ein beklemmendes Gefühl, weil sich das Buch mit wichtigen Themen auseinandersetzt, dies in einer Art und Weise, dass der Leser mit den Protagonisten mitfühlt/mitleidet.
Meiner Meinung nach ist es kein Buch für Zwischendurch, weil es stark zum Nachdenken anregt, was nicht tragisch ist, aber man es sich von Kerstin Gier nicht erwartet, da diese ja eher für ihre witzigen Frauenromane bekannt ist. Cover und Titel sind relativ irreführend, lassen nicht so ein ernsthaftes Buch erwarten.
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Wie erwähnt, durchaus empfehlenswert, wenn man sich auch nicht eine Komödie erwarten darf.

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Tags: berlin, betrug, beziehung, deutschland, ehe, familie, frauen, freundschaft, gemeinde, jahnsdorf, japan, kirche, landleben, liebe, louisa, lügen, mutter, pfarrer, schwangerschaft, tochter, tod, todesfall, trauer, traurigkeit, unfruchtbar, vater, verbrecher, verrat   (28)

  

 

Entschuldigung, sind Sie die Wurst?
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(104)

162 Bibliotheken, 2 Leser, 8 Gruppen, 18 Rezensionen

humor, alltag, belauscht, leben, lustig

Entschuldigung, sind Sie die Wurst?

Felix Anschütz , Nico Degenkolb , Krischan Dietmaier , Thomas Neumann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.07.2009
ISBN 9783453601192
Genre: Comic & Humor

Rezension:  
Tags:  

  

 

Entschuldigen Sie meine Störung
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(21)

43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

störung, humor, nervenklinik, twitter, angst

Entschuldigen Sie meine Störung

Jan-Uwe Fitz
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 18.04.2011
ISBN 9783832161477
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Jan Uwe Fitz schreibt über die Anstrengungen, welche er auf sich nahm, um in einer Nervenklinik, Patient werden zu können. Welche Vorraussetzungen sind zu erfüllen und besonders, wie wird man trotzdem Patient, wenn die Klinik einen nicht haben möchte. Das Leben als illegaler Patient ist alles andere als leicht und könnte einen schnell in eine tiefe Angststörung/Depression treiben, gut dass man dann schon am richtigen Ort ist.
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Es fällt schwer den Inhalt des Buches zu beschreiben, weil es manchmal so absurde, manchmal einfach wieder so alltägliche Situationen sind, die sich vermischen und eine ganz eigene Welt bauen.
Psychische Erkrankungen sind ein ernstes Thema, aber Jan Uwe Fitz gelingt etwas sehr wunderbares, nämlich, die Erkrankungen selbst werden nie lächerlich dargestellt, es ist keine Satire, sondern handelt einfach von einer, vielleicht in den Augen vieler, seltsamen Person, die aber doch sehr liebenswert ist.
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Das Buch also lässt sich nicht wirklich beschreiben, wobei wohl erwähnt werden sollte, dass der Humor von Herrn Fitz sicherlich nicht jedermann gefällt, ich würde jeden raten, der den Taubenvergrämer noch nicht kennt, ihn erstmal durch seinen Blog http://www.benefitz.de/ kennen zu lernen und dann selber zu entscheiden, ob man den Humor mag oder nicht. Ich jedenfalls liebe ihn und werde das Buch noch öfters lesen, da es einige der wenigen Geschichten ist, die nie langweilig wird.

  (9)
Tags: alltag, angst, depression, erkrankung, facebook, humor, klinik, klinikplatz, mord, patient, psyche, psychologie, twitter   (13)

  

 

Elf Leben
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(66)

117 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 35 Rezensionen

london, radio, australien, leben, schicksal

Elf Leben

Mark Watson , Stefanie Jacobs
Fester Einband: 265 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 25.02.2011
ISBN 9783821861241
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Xavier Ireland ist ein erfolgreicher Radiomoderator in London. Zu einer Zeit, wo nur noch die Einsamen, Verzweifelten und Suchenden wach sind, moderiert er seine Sendung, in der er versucht, Menschen Ratschläge zu geben, die ihr Leben verbessern. Was niemand seiner Zuhörer allerdings ahnt, sein eigenes Leben verbringt er abgeschieden von der Menschheit, mit dem Willen, sich aus allen rauszuhalten. Sein Leben außerhalb des Radios besteht darin, irgendwie mit seinen Gedanken und Gefühlen zu überleben, wenn diese wieder seinen Kopf sprengen. Das Geheimnis in seinen Herzen, weshalb er nicht mehr Chris ist und Australien der Vergangenheit angehört, nimmt jeden seiner Lebensmomente gefangen. Kann man sich aus einer Schuld befreien, wenn man es einfach nicht schafft, sich selbst zu verzeihen?
Elf Leben – Elf Personen – Elf Schicksale und die Tatsache, dass die noch so kleinste Handlung, mehr Auswirkungen auf die Welt hat als man glaubt.
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Geschichten in Geschichten lese ich eigentlich sehr gerne, weil sie einen zeigen, wie unser aller Leben, doch irgendwie zusammenhängen. So war es auch bei Elf Leben, es waren mal größere, mal kleinere Handlungen, die die Menschen zusammengebracht haben, ihr denken verändert haben. Allerdings hat die Geschichte eines nicht geschafft, mich nämlich zu fesseln. Sicherlich, sie war gut konstruiert, durchaus auch spannend, aber manchmal habe ich das Buch trotzdem weggelegt, weil eines nicht das Verlangen da war, das Geheimnis von Xavier sofort zu entdecken.
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Die Personen waren alle zusammen interessante Persönlichkeiten, allerdings finde ich es schade, dass sie alle zu kurz kommen. Der Hauptprotagonist ist Xavier, eventuell auch noch Pippa, alle anderen lernt man nie richtig kennen. Bleiben Schattengebilde, wobei es sicherlich mehr über sie zu erzählen hätte geben, spannende Sachen.
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Was den Roman, in meinen Augen, etwas rettet, ist der wunderbare Schreibstil. Es hat mich ein bisschen an den Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ erinnert.
Zum Beispiel:
Vielleicht hätte sie noch fünfzehn Jahre so weitergemacht und den Job gehasst, vielleicht hätte sie morgen sowieso alles hingeworfen, aber jetzt ist der Moment – weil Roger sich über ihren Gang zur Toilette geärgert hat, weil er verstimmt war wegen einer SMS, versehentlich an ihn geschickt wegen eines ungewohnten Handys, das im Einsatz war, weil ein anderes Handy gestohlen wurden, weil ein Junge im Restaurant gefeuert wurde infolge eines Wutanfalles, hervorgerufen durch eine schlechte Zeitungskritik, die angeheizt wurde vom Zorn über eine Prügelei, die Xavier an jenem kalten Tag vor ein paar Wochen nicht verhindern konnte.
(Seite 141/142 )
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Das Ende des Buches war gut überlegt und eine kleine Überraschung, besonders, weil kein Abschluss erfolgt, alles der Leser selbst entscheiden muss, was geschieht.
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Fazit: Eine grundsolide Geschichte, mit geringer Fesselungskraft, jedoch einen außergewöhnlichen Schreibstil.

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Tags: alleine, australien, baby, bec, chris, clive, einsamkeit, flucht, freundschaft, hilfe, hoffnung, kind, leben, lehrer, liebe, london, mann, matilda, menschen, michael, mitgefühl, moderator, mut, nacht, pippa, probleme, putzfrau, radio, ratschläge, russell, schüler, sehnsucht, selbstzweifeln, sendung, tod, trauer, vergangenheit, verzweiflung, xavier, zivilcourage   (40)

  

 

Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot, 1 Audio-CD
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(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot, 1 Audio-CD

Sibylle Berg , Beate Andres , Sophie Rois , Dagmar Sitte
Audio CD
Erschienen bei DHV Der HörVerlag
ISBN 9783899401578
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags:  

  

 

Erdbeerflecken
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27 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

liebe, abrechnung, leben, frauen, debut

Erdbeerflecken

Mia Bernstein , Michaela von Aichberger
Flexibler Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Klare Texte + Bilder, 30.10.2009
ISBN 9783980959957
Genre: Lyrik & Drama

Rezension:  
Tags:  

  

 

Einsamkeit und Sex und Mitleid
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(29)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

berlin, callboy, einsamkeit, sex, beziehungen

Einsamkeit und Sex und Mitleid

Helmut Krausser
Fester Einband: 223 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 24.08.2009
ISBN 9783832180928
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags:  

  

 

Ein menschliches Herz
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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

holocaust, yalom, freundschaft, belletristik, kurzgeschichte

Ein menschliches Herz

Irvin D. Yalom
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei btb, 01.10.2009
ISBN 9783442752478
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
Tags:  

  

 

Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt
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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

therapeutin, leichtigkeit, seelische kräfte, lebenskunst, selbsthilfe

Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt

Luise Reddemann
Flexibler Einband
Erschienen bei Herder Freiburg
ISBN 9783451054488
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: lebenskunst, leichtigkeit, seelische kräfte, selbsthilfe, therapeutin   (5)

  

 

Elfriede Jelinek
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(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Elfriede Jelinek

Verena Mayer , Roland Koberg
Fester Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 17.01.2006
ISBN 9783498035297
Genre: Biografie

Rezension:  
Tags:  

  

 

Eine echt verrückte Story
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(40)

67 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

depression, psychiatrie, jugendbuch, drogen, liebe

Eine echt verrückte Story

Ned Vizzini , Silvia Morawetz , Werner Schmitz
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei ROCKBUCH, 01.06.2007
ISBN 9783927638402
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: depression, drogen, jugend, klinik, melancholie, psychiatrie, psychologie, selbstmord   (8)

  

 

Ein todsicherer Job
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(324)

501 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 69 Rezensionen

tod, humor, fantasy, san francisco, höllenhunde

Ein todsicherer Job

Christopher Moore
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.11.2006
ISBN 9783442542253
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
Tags: hexen, höllenhunde, seelenschiffchen, tochter, tod, unterwelt, witwer   (7)

  

 

Ein falscher Traum von Liebe
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(31)

80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

missbrauch, liebe, gewalt, leben, therapie

Ein falscher Traum von Liebe

Christine Birkhoff
Flexibler Einband: 443 Seiten
Erschienen bei Lübbe GmbH & Co. KG, Verlagsgruppe, 20.02.2007
ISBN 9783404616091
Genre: Biografie

Rezension:  
Tags: familie, gewalt, kindheit, leben, missbrauch, mut, sexueller missbrauch, therapie, vater   (9)

  

 

Ende gut
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(51)

86 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

weltuntergang, deutschland, zynismus, katastrophen, finnland

Ende gut

Sibylle Berg
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.09.2005
ISBN 9783499238581
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
Tags: berlin, deutschland, finnland, flucht, frau, heldin, hoffnung, hoffnungslosigkeit, katastrophen, seuche, terror, traurig, vergänglichkeit, weltuntergang, zeitung, zeitungsartikel, zynismus   (17)

  

 

Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
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(36)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

einsamkeit, leben, sarkasmus, tod, depression

Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot

Sibylle Berg
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 14.01.2008
ISBN 9783150215777
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: abhängigkeit, beziehung, depression, ehe, ehefrau, einsamkeit, eisenbahnen, erfahrung, erkenntnis, flucht, glück, herz, homosexuell, hotel, italien, krankenhaus, kurt, leben, leute, liebe, magersucht, menschen, mord, rache, reise, schwul, selbstmord, sinn, sinnsuche, spaß, suche, suizid, tod, trauer, trennung, venedig, verletzungen, versagen, wahre liebe, älterwerden   (40)

  

 
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