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Hauptsache nichts mit Menschen
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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

humor, berlin, kurzgeschichten, lustig, wedding

Hauptsache nichts mit Menschen

Paul Bokowski
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Satyr, 14.03.2012
ISBN 9783981489118
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Inhalt:
Paul Bokowski, Berliner mit polnischen Wurzeln, versucht einfach durch den Alltag zu kommen, aber was soll man schon machen, wenn der Alltag einen Situationen in die Hand spielt, die nur mit viel Sarkasmus erlebt werden können. Skurrile Alltagerlebnisse, verpackt in Kurzgeschichten, die punktgenau beschreiben, wie absurd manchmal das Leben sein kann.
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Meine Meinung:
Der Titel hat mich dazu verleitet, nach dem Buch zu greifen. Das Cover trägt auch sehr zu meiner Wahl bei, warum kann ich nicht genau sagen, aber egal, die Hauptsache ist doch, dass ich danach gegriffen habe. Die hier versammelten Kurzgeschichten überzeugen nämlich auf ganzer Linie und bescheren einen ein paar richtig gute Lesemomente.
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Die vorliegenden Kurzgeschichten spielen sich alle in Berlin, meist in Wedding, ab. Als nicht Großstädter blieb mir manchmal nur ein Kopfschütteln übrig, allerdings ein amüsantes. Ich glaube, wenn man selbst aus der Hauptstadt kommt, dann wirkt das Buch vielleicht noch witziger, auch wenn es mich doch erreicht, bleibt einfach die Vermutung, dass jemand, der die „Szene“ kennt, noch mehr Freude haben könnte. Nebenher ist es aber nicht nur Berlin und seine Eigenheiten die thematisiert werden, Paul Bokowski gelingt es auch wunderbar, sich und seine Verhaltensweisen ins rechte Licht zu rücken. Ob er sich die Rettung seines Bezirkes auf die Fahne geschrieben hat, einen Nachruf auf seine Großmutter verfasst, einfach nur eine skurrile Unterhaltung mit der geliebten Frau Nachbarin führt, oder sich einen Schrank kaufen gehen möchte und dann doch irgendwie auf einer Weihnachtsfeier von IKEA landet, die Geschichten laden einfach zum Schmunzeln ein.
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Ich las, dass sich einige beim lesen des Buches vor Lachen nicht mehr beherrschen konnten, was ich jetzt nicht so ganz unterschreiben kann. Keine Frage, da ist so viel Absurdität in den Geschichten beinhaltet, wie ich es selten mal gesehen habe, aber mehr als der Humor steht für mich der triefende Sarkasmus im Vordergrund, der einen schon mal sprachlos macht. Gelacht wird, sicherlich, aber mehr hatte ich mir die Frage gestellt, wie ein Mensch bitte auf solche Ideen kommt. Der Autor besitzt auf jeden Fall ein einzigartiges Gefühl, den Alltag in Geschichten zu packen, den Blick so zu rücken, dass die Situationen einen irgendwie doch immer wieder bekannt vorkommen.
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Was man bei dem Buch beachten muss – durch die geballte Wortkraft fliegt man nur so durch die Geschichten, allerdings verpasst man dadurch auch viel, weil man einfach so überlagert von Eindrücken wird, dass es eigentlich empfehlenswert wäre, eine Geschichte zu lesen und danach das Buch wegzulegen, um eine Pause einzulegen und es nach einiger Zeit wieder zur Hand zu nehmen. So bleibt nämlich die Kraft jeder einzelnen Kurzgeschichte erhalten und geht nicht vielleicht irgendwo unter.
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Wisst ihr, was wirklich schade ist? Es gibt kein weiteres Buch von Paul Bokowski – sarkastische Kurzgeschichten gibt es viele, richtig gute leider wenige, deswegen sollten manche Menschen mehr schreiben und ich hoffe inständig, noch viel mehr von dem Autor lesen zu dürfen.
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Fazit:
Wer sarkastische Alltagsgeschichten sucht, ist mit „Hauptsache nichts mit Menschen“ wunderbar bedient. Für mich eines der besten Bücher auf diesem Gebiet.

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Tags: alltag, berlin, humor, ironie, kurzgeschichte, polen, sarkasmus, wedding, witz   (9)

  

 

Hoffnungslauf
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(9)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

leben, selbstmord, verzweiflung, hoffnung, liebe

Hoffnungslauf

Aysun Ertan
Buch: 172 Seiten
Erschienen bei Backbone Media, 30.11.2011
ISBN 9783000347078
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Klappentext:
Von der Such nach Liebe und Glück vollkommen erschöpft und durch zahlreiche Rückschläge vom Leben zu oft bitter enttäuscht, stürzt sich eine Frau vom 28. Stockwerk eines Hochhauses in die Tiefe. Genau von dem Hochhaus, das der Mann gebaut hat, den sie liebte.
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Während sie dort unten liegt, beginnt im 1. Stockwerk ihre Lebens- und Leidensgeschichte und führt Stufe für Stufe wieder hinauf in das 28. Stockwerk. Oben angekommen und wieder dort stehend, blickt sie hinab und muss sich entscheiden, ob sie aufgibt oder dem Leben, das nicht immer gut zu ihr war, eine zweite Chance gibt. Dunkelrot und in seiner Schwere kaum zu erfassen ist das klitzekleine Etwas, das ihr die Entscheidung leichter macht.
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Meine Meinung:
Eine Frau stürzt sich aus dem 28. Stockwerk.
Wie kommt diese übermächtige Verzweiflung zustande, dass ein Mensch keinen anderen Ausweg mehr sieht?
Was muss in seinem Leben geschehen sein?
Hoffnungslauf beantworten diese Fragen Schritt für Schritt.
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Geboren in einem fernen Land, von der Mutter an die Großmutter abgeschoben, wächst das Mädchen in einer Kultur auf, die ihr jeden Atem raubt. Ohne Liebe und Vertrauen, versucht sie ihren Platz im Leben zu finden. Aus einer Laune der Mutter heraus, kommt das Mädchen doch wieder zu seinen Eltern, doch was im ersten Augenblick positiv klingt, entwickelt sich in eine fatale Richtung.
Der Vater ein Tyrann, die Mutter jemand der emotional verloren erscheint, ist es auch hier kein Ort der Sicherheit für das Mädchen. Ihr Leben gleicht einer Suche nach Liebe, aussichtslos, wenn man sich in Erinnerung ruft, wo wir die erwachsene Frau kennenlernen – auf dem Dach eines Hochhauses.
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Das Buch behandelt ein sehr ernstes Thema und regt zum Nachdenken an, lässt sich nicht eben mal locker durchlesen, sondern verlangt die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Wie wächst ein Kind heran, was niemals gewollt war? Stockwerk für Stockwerk erfährt man von ihrem Leben, ihrem Leiden.
Mir persönlich war das Ganze ein wenig zu einseitig, durchgängig, ohne wahre Lichtblicke, versinkt das Leben des Mädchens/letztlicher der erwachsenen Frau in Schlechtigkeiten, ihr scheint niemals etwas Gutes zu widerfahren. Jemand der sich umbringt, hat meist nicht gerade ein wunderbares Leben, ist schon klar, aber eines so ganz ohne helle Momente war mir persönlich zu unglaubwürdig.
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Mein Hauptproblem an dem Buch ist aber wohl, dass ich mit dem Mädchen nicht mitfühle. Ich lernte sie durch ihr Leiden kennen, aber mir fehlte eine Persönlichkeitsbeschreibung, irgendwas, wodurch ich sie besser kennenlernte.
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Meine Erwartungshaltung zu „Hoffnungslauf“, war ein Roman der biografische Züge hat und einen nahebringt, wieso jemand sterben möchte. Bekommen habe ich Fetzen einer Lebensgeschichte, zusammenhangslos miteinander verbunden nur durch das schreckliche Leid. Dieser Aufbau der Geschichte hat mir persönlich jetzt nicht unbedingt gefallen.
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Herausheben möchte ich aber den Schreibstil von Aysun Ertan, weil er in meinen Augen mehr als gelungen ist. Die Autorin schafft es, Worte so miteinander zu verbinden, dass sie einen direkt ins Herz treffen.
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Fazit:
Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, es gelang mir einfach nicht, Mitgefühl für das Mädchen/die Frau zu entwickeln.

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Tags: deutschland, gefühle, großmutter, hoffnung, kultur, leben, liebe, misshandlung, mutter, mädchen, sehnsucht, selbstmord, tyrann, türkei, vater, verzweiflung   (16)

  

 

Herrchen will nur spielen
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

leben, scheffe, illustrationen, alltag, ratgeber

Herrchen will nur spielen

Michael Frey Dodillet , N. Brink
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 26.03.2012
ISBN 9783453200166
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Klappentext:
Wie stelle ich meine Ohren auf optimalen Durchzug? Welche Wälztechniken sind in fiesen Häufchen besonders zu empfehlen? Oder: Wie bringe ich Frauchen zum Verzweifeln und Herrchen an den Rand des Wahnsinns? Das sind brennende Fragen, die den Hund von heute bewegen. Die hilfreichen Antworten gibt Fräulein Rottmeier, eine Hündin, die aus Erfahrung spricht…
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Meine Meinung:
Die Krawallmaus ist zurück! Unter dem Pseudonym Fräulein Rottmeier betreibt die Hündin von Michael Frey Dodillet einen Beratungsservice für verunsicherte Hunde, sozusagen der Dr. Sommer für Vierbeiner. Durch jahrelange Erfahrung ist Fräulein Rottmeier in der Lage, Tipps zu geben, wie man sich optimal verhält, um zu bekommen was man möchte.
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Es fällt mir ziemlich schwer, etwas zu dem Buch zu schreiben, weil es mir weder gut noch schlecht gefällt. Die Illustrationen sind wirklich toll und zumeist auch sehr lustig, auch die Ratschläge haben etwas für sich, nur werden sie leider nach der Hälfe des Buches langweilig. Was die Krawallmaus anderen Hund rät ist konsequenter Ungehorsam, der nett in Worte verpackt Spaß macht, einen nach der Zeit aber zu langweilen beginnt.
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Mit seine 160 Seiten ist das Buch binnen kürze durchgelesen, da einerseits die aufwändigen Bilder einen Großteil ausmachen, andererseits aber auch die Formatierungen der Geschichten groß sind und schnell eine Seite einnehmen. Was mich ein bisschen das Preis/Leistungsverhältnis in Frage stellen lässt. Natürlich ist das Buch gebunden und dadurch sehr schön, hätte man sich aber dieses Extra gespart, könnte man eventuell einen angemessenen Preis dafür berechnen.
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Fazit:
Nachdem ich „Herrchenjahre“ vom Autor gelesen habe und es als das witzigste Hundebuch aller Zeiten auserkoren habe, war meine Erwartung und auch Hoffnung auf ein ebenso unterhaltsames Zweitwerk sehr hoch. Leider wurde nichts davon erfüllt und irgendwie gelingt es mir auch nicht wirklich, mir das Buch in Erinnerung zu behalten.

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Tags: alltag, besitzer, hilfe, humor, hunde, illustrationen, leben, ratgeber, ratschlag, rottmeier, scheffe   (11)

  

 

Herzsprung
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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

sexueller missbrauch, jugendbuch, jugendroman, mädchen, liebe

Herzsprung

Brigitte Blobel
Flexibler Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Arena
ISBN 9783401025445
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Nina lebt in einer nach außen hin perfekten Familie. Doch sie trägt schwer an einem Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt – Nina wurde von ihrem Stiefvater sexuell mißbraucht. Kurz vor ihrem 15. Geburtstag steht Nina vor der Entscheidung, ihr Geheimnis preiszugeben: Sie ist verliebt.
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Meine Meinung:
Als Nina knapp über 8 Jahre alt ist, findet ihre Mutter in Michael den perfekten Partner. Er ist verantwortungsbewusst, akzeptiert Nina wie eine eigene Tochter und ist nach außen hin der fürsorgliche Familienvater. Was niemand weißt, ab ihrem neunten Lebensjahr beginnt er das Mädchen sexuell zu missbrauchen. Aus Scham und Angst schweigt sie, redet ihr doch der Stiefvater all die Jahre ein, sie würde ihre Familie zerstören und in einem Heim landen, wenn sie ein Wort über die Sache verliert. So schweigt sie.
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Die Geschichte wird aus der Sicht der 14-jährigen Nina erzählt, die mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihrem Halbbruder zusammenwohnt. Nach all den Jahren schweigt sie immer noch und ist sich sicher, niemals jemanden etwas über ihr Geheimnis zu erzählen, hat sie doch leider die Erfahrung gemacht, dass ihr sowieso nicht geglaubt wird. Zwar hat ihr Stiefvater sie seit etwa einem Jahr nicht mehr missbraucht, doch bleibt trotzdem die Erinnerung, die sie jeden Tag verfolgt.
Auf den ersten Blick wirkt Michael, ihr Stiefvater, durchaus sympathisch, kümmert er sich doch aufopferungsvoll um die Familie. Er unternimmt viel mit ihnen, spielt liebevoll mit seinem Sohn und kümmert sich um Nina. Besonders diese Tatsache fand ich sehr gut umgesetzt, dieses Versteckspiel: da ist der gute Vater, um den alle Nina bewundern und auf der anderen Seite sind da diese Momente, in denen er sich verändert – diese Veränderungen hat er nur gegenüber Nina, der Rest der Familie bekommt davon nichts mit, oder möchte nichts davon mitbekommen.
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Zwar ist in Nina immer schon der Wunsch vorhanden, mit jemanden über die Geschehnisse zu sprechen, doch weiß sie nicht, an wen sie sich wenden darf, wer sie deswegen nicht ablehnen würde.
Florian ist für sie zuerst nur irgendein Junge, den sich auf einer Party kennenlernt. Wie Jungs in diesem Alter sind, versucht er Nina nahe zu kommen, hat er sich doch in sie verliebt. Zuerst findet sie in viel zu aufdringlich, nimmt er sich doch einfach so in den Arm, was sie nicht aushält. Berührungen wecken düstere Erinnerungen in ihr, sie reagiert mit Wut und Ablehnung, doch anstelle von Ruhe zu geben, bemüht sich Florian nur noch umso mehr um sie. Merkt, dass sie ein Geheimnis in sich trägt, was sie langsam zerfrisst. Er hört ihr zu, scheint zu merken, wann sie Nähe ertragen kann und wann nicht. Langsam fasst auch Nina Vertrauen zu ihm und steht vor der Entscheidung, ob sie ihrer Liebe eine Chance geben soll. Liebe würde bedeuten, dass er ihr Geheimnis kennenlernen würde, doch ob er es ertragen kann? Ich mag Florian, besonders sein Verhalten. Er bemüht sich um Nina, zu Beginn ist er ziemlich aufdringlich, doch sobald er merkt, dass Nina ihren Freiraum braucht, versucht er ihn ihr zu geben, hat er doch eigentlich auch ein Geheimnis. Ihn zu haben, ist für sie ein wahrer Glücksgriff.
Ninas Stiefvater steht dieses Liebe skeptisch gegenüber, merkt er doch selbst, dass ihr gemeinsames „Geheimnis“ in Gefahr ist, so setzt er sie immer mehr unter Druck, wieder auf diese Art und Weise, dass die Familie es scheinbar nicht mitbekommt.
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Ich glaube, dieses Jugendbuch ist das Beste, was ich zu diesem Thema je gelesen habe. Man spürt direkt Ninas Zerrissenheit, ihr Verlangen endlich über den Missbrauch zu sprechen, allerdings auch die Angst, über all die möglichen Konsequenzen. Auch der Stiefvater ist sehr gut beschrieben, er wirkt wie ein vollkommener Vater, nur bei Nina zeigt er sein wahres Gesicht.
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Fazit:
Sexueller Missbrauch passiert überall, auch in Familien, in denen man es auf den ersten Blick nicht vermutet, wirken sie doch alle glücklich. Hinter der Fassade sieht es oft anders aus, „Herzsprung“ gibt einen Blick auf das undenkbare frei. Lesenswert.

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Tags: angst, carmen, familie, florian, geheimnis, juckreiz, jugendbuch, liebe, michael, mädchen, nina, problematik, schweigen, sexueller missbrauch, stiefvater, tod   (16)

  

 

Happy Family
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267 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

familie, dracula, humor, monster, liebe

Happy Family

David Safier
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kindler, 14.09.2011
ISBN 9783463406183
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Emma Wünschmann: Buchladeninhaberin, die ums Bestehen ihres kleinen Ladens bangen muss.Was ihren Alltag nicht leicht macht, aber schwieriger wird es zusätzlich, wenn man eine pubertierende Tochter hat, die kiffen für sich entdeckt, der Liebe verfällt und mit Sicherheit nicht auf den Mund gefallen ist. Allerdings strapaziert nicht nur Tochter Fee die Nerven der Mutter, auch Bruder Max bereitet ihr Kopfschmerzen, der Junge spricht wenig und lebt mehr in seiner Bücherwelt als in der echten. Sie versucht ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken, was jedoch selten von Erfolg gekrönt ist.
Und wie es in einer Familie Brauch ist, gibt es da auch noch Vater Frank, der Workaholic kennt seine Familie nur noch aus Erinnerungen und 20 Minuten Wachphase zu Hause, den Rest befindet er sich in der Arbeit, welche er hasst, trotzdem mit allen ihn zur Verfügung stehenden Mitteln erfüllt, auch wenn der Preis die eigene Freude ist.
Jetzt kennen wir die Familie, aber was ist, wenn genau dieser normalen Familie etwas geschieht, was so unnormal ist, dass es fast keine Worte dafür gibt?
Nach einem Desaster von Familieausflug und anschließender Horrorfahrt der Mutter mit dem Auto, welche es auf den Gehsteig lenkt, treffen sie dort, naja, eher trifft eher beinahe das Auto, eine Bettlerin.
Diese Bettlerin ist aber keine 0815 Bettlerin, sie entpuppt sich als Hexe, welche die Familie, aus nicht ersichtlichen Gründen, verflucht.
Die Wünschmanns, gerade von einer „Kostümparty“ gekommen, werden in ihre Verkleidungen verwandelt. Mutter Emma in einen Vampir, Vater Frank in Frankenstein, Tochter Fee in eine Mumie und Sohn Max wird zum Werwolf.
Und bevor man die Hexe auf ihren „Fehler“ aufmerksam machen kann, ist sie auch schon verschwunden, jetzt heißt es, sie zu suchen, was es auch kosten mag. Wird die Familie Wünschmann dabei Erfolg haben?
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Meine Meinung:
Das Buch passt genau in die Schiene „Fantasyroman alla Stephenie Meyer“ und ist doch ganz anders. Es versucht sich an dem Genre Humor, in dem David Safier schon so viel Erfolg hatte.
Die Familie bricht langsam auseinander, die einzelnen Personen entfremden sich immer mehr und reden nur noch im Streit miteinander. Ein Zauber, der die Einzelnen in verschiedene Kostüme verwandelt, somit sie andersartig macht, kommt da genau richtig, um wieder so etwas wie Gemeinsamkeiten auszumachen, mag der Leser denken, aber auch diese Situation bringt die Familie nicht näher, nur das Ziel die Hexe zu finden, lässt sie etwas zusammen unternehmen. Bei ihrer Suche sehen sie sich natürlich den unterschiedlichsten Abenteuern ausgesetzt, welche es zu meistern gilt, will man sein normales Leben zurück.
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Hätte ich das Buch gelesen, ohne David Safier vorher zu kennen, hätte ich gesagt: Guter Roman, stellenweise ganz amüsant, aber jetzt nicht der Brüller. Nun habe ich aber auch seine anderen Bücher gelesen und muss sagen, neben „Mieses Karma“ ist „Happy Family“ sein schwächstes Buch. Sicherlich, ab und an kam mir ein Schmunzeln über die Lippen, aber überzeugen konnte es trotzdem nicht, auch wenn die Geschichte durchaus interessant klingt.
Lob gibt es jedoch für die ersten 50 Seiten, die haben punktgenau die Lachmuskeln getroffen, danach geht es allerdings nur noch bergab.
Wie gesagt, ich war auch kein Fan von „Mieses Karma“, was jetzt bedeuten kann, einfach mit „Happy Family“ nicht meinen Humor getroffen zu haben, aber für mich war es leider, nach langer Vorfreude, eine Enttäuschung.
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Fazit: Ein Buch für zwischendurch, da es sich flüssig und schnell lesen lässt, eine allzu humorvolle Unterhaltung, sollte man sich aber nicht erwarten.

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Tags: abenteuer, betrug, buchhandlung, dracula, familie, family, flucht, frankenstein, freundschaft, geheimnisse, gemeinsamkeiten, glück, happy, hexe, liebe, london, mumie, pubertät, pyramiden, reise, safier, schloss, suche, transsilvanien, vampir, verrat, werwolf, zauber, zauberei, zusammenhalt, ägypten   (31)

  

 

Herrchenjahre
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(26)

44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

humor, hunde, hund, hundeerziehung, leihbuch

Herrchenjahre

Michael Frey Dodillet
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.01.2011
ISBN 9783453174573
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Was komplettiert das Familienleben mehr, als ein treuer Weggefährte? Im Fall des Autor ist dieser Weggefährte eine Hündin namens Luna, besser bekannt unter Krawallmaus. Augen die einen um den Finger wickeln, eine nasse Schnauze, die den Mensch gerne mal freundlich anstupst und doch, hinter der Fassade lebt ein wahrer Wirbelwind, mit eigenen Kopf und Willen.
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Dieses Buch ist eine offene und ehrliche Geschichte über die Herausforderungen der Hundeerziehung. Für ein Problem, bekommt man von den verschiedensten Hundetrainern (im Buch pauschal Krause genannt) die unterschiedlichsten Tipps. Was der eine verpönt, ist für den anderen die ultimative Lösung. Nicht genug jedoch, dass die Krauses einen immer durcheinander bringen, weil man nie sicher sein kann, ob man den Hund jetzt erzieht, oder auf Lebzeit schädigt, auch die alten Damen mit ihren Dackeln sparen nicht an Tipps, welche natürlich, Überraschung, die einzig wahren sind.
Und so lernt der stolze Hundebesitzer, dass nicht der Hund die Erziehung braucht, sondern das Herrchen.
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Alle Erlebnisse sind herrlich sarkastisch und zynisch beschrieben, doch vor allem sind sie wahr. Der liebliche Dackelblick, welcher ein jedes Herz erweicht, wenn der Hund etwas angestellt hat und man ihn nicht mehr böse sein kann. Die Hündin die zum Monster mutiert, wenn sie mit Herrchen Fahrrad fahren muss, oder einfach so einen Ausraster hat.
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Der Autor besitzt eine herrliche Selbstironie und gibt einen jeden Hundebesitzer, der auch einen Sturschädel zu Hause hat, das Gefühl, nicht alleine mit seinem „Schicksal“ zu sein. Beim lesen ertappt ich mich oft, dass ich einfach laut los lachen musste, weil ich mich in bestimmten Situationen selbst wieder fand, damals konnte ich darüber nicht lachen, aber mal ehrlich, Schadenfreude ist doch immer noch die schöne Freude, besonders wenn man erkennt, dass man nicht der einzige Depp ist, der nass im Schlamm liegt, weil der Hund meinte, ein Bad im See zu brauchen.

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Tags: chef, familie, flegel, herrchen, humor, hunde, hundeerziehung, hundeschule, ironie, jugend, kinder, krause, krawallmaus, luna, methode, ratgeber, spaziergang, trainer, training   (19)

  

 

Hummeldumm
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(582)

844 Bibliotheken, 11 Leser, 15 Gruppen, 148 Rezensionen

namibia, afrika, urlaub, humor, gruppenreise

Hummeldumm

Tommy Jaud
Flexibler Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Scherz, 19.02.2010
ISBN 9783502110378
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: adapter, afrika, anzahlung, bahee, bus, busreise, chaos, eigentumswohnung, erdmännchen, freundin, gruppe, gruppenreise, handy, handyempfang, hotel, hummeldumm, humor, internet, jaud, liebe, lügen, matze, miete, reise, rundreise, sina, telefonat, unerreichbarkeit, unterkunft, wohnung, österreich   (31)

  

 

Habe ich dir eigentlich schon erzählt ...
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(21)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

flucht, ddr, märchen, jugend, trampen

Habe ich dir eigentlich schon erzählt ...

Sibylle Berg , Rita Ackermann , Andro Wekua
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 28.09.2006
ISBN 9783462037357
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: abenteuer, alkohol, alkoholikerin, alltag, anna, belletristik, budapest, ddr, einsam, einsamkeit, eltern, fabrik, fantasie, flucht, jugend, kinder, kinderhändler, kindheit, leben, liebe, lkw, max, mutter, märchen, nachbar, ostblock, osteuropa, polizei, pubertät, reise, schiff, schule, trampen, vater, verlassenheit, verloren   (36)

  

 

Harry Potter and the Philosopher's Stone
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(156)

244 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, magie, harry potter, englisch, zauberei

Harry Potter and the Philosopher's Stone

Joanne K. Rowling
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing, 26.06.1997
ISBN 9780747532743
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
Tags: englisch, fantasy, freundschaft, harry, hogwarts, magie, schule, sport, zauberei   (9)

  

 

Heute bin ich blond
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(68)

115 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

krebs, perücken, leben, niederlande, krankheit

Heute bin ich blond

Sophie van der Stap , Barbara Heller
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 21.02.2008
ISBN 9783426274439
Genre: Biografie

Rezension:  
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Hunger nach weniger
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(17)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

magersucht, jessica antonis, essstörung, jugendbuch, autobiographie

Hunger nach weniger

Jessica Antonis , Verena Kiefer
Fester Einband: 203 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C
ISBN 9783800027958
Genre: Kinder- & Jugendbuch

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