Sarlascht

Sarlaschts Bibliothek

593 Bücher, 232 Rezensionen

Zu Sarlaschts Profil
Filtern nach
8 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



Rachekind
LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

179 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

thriller, janet clark, wahrheit, mystery, suche

Rachekind

Janet Clark
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 14.01.2013
ISBN 9783453409279
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt:
Hanna kommt nach einer Veranstaltung gut gelangt nach Hause, doch irgendwas scheint dort anders zu sein. Steve, ihr Mann, ist spurlos verschwunden. Lilou, ihre einjährige Tochter, liegt mit Atemstillstand in ihrem Bettchen. Panik erfasst Hanna, in letzter Sekunde kann ihre Tochter gerettet werden, doch die Gefahr schwebt weiterhin über den beiden – was eine versuchte Entführung von Lilou bestätigt. Neben all diesen Dingen bleibt die Frage nach dem Verbleiben von Steve. Hanna beginnt Nachforschungen anzustellen, doch was sie entdeckt, schockiert sie zu tieft, ihr Mann Steve Warrington scheint nicht der zu sein, den sie kennt. Ihre Recherchen bringen sie in eine tödliche Gefahr…
.
Meine Meinung:
Durch schwärmerische Rezensionen ließ ich mich zu diesem Thriller verleiten. Beschreibungen zufolge sollte es sie ja hier um ein Highlight der Extraklasse handeln, mit dieser Erwartungshaltung machte ich mich auch an die Geschichte. Nach den ersten hundert Seiten fühlte ich mich zwar gut aufgehoben, aber nicht überwältigt. Es beginnt gleich damit, dass Hanna die Wohnung leer vorfindet und ihre Tochter, mit einem Atemstillstand, im Bettchen, so ist man sofort im Geschehen drin und stellt sich die ersten Fragen zu den Vorkommnissen. Ich dachte zwar, dass die ersten Seiten nicht spannend sind, doch hierbei handelt es sich um einen miesen Trick der Autorin. Sie beginnt einen langsam einzuhüllen, mit jeder Seite wird man mehr ans Buch gebunden, ob man mag oder nicht. Nach Seite 100 gelingt es unter Garantie nicht mehr, „Rachekind“ aus der Hand zu legen, viel zu sehr ist man schon in dieser Welt gefangen, auch wenn man zuerst das Gefühl hatte, gar nicht mal so gefesselt zu sein.
.
Es entsteht ein Verwirrspiel um Steves Verbleiben, schließlich gibt es keinen plausiblen Grund, wieso er Hanna hätte verlassen sollen, auch hätte er nie seine kleine Tochter im Stich gelassen. Viele Fragen bleiben, welche noch dadurch genährt werden, dass es im Buch im wieder zu Rückblenden einer fremden Person kommt. Diese Abschnitte stammen aus dem Jahr 1991, lange vor der Zeit, bevor die eigentlich Geschichte sich abspielt. Man fragt sich ständig, von wem die Einträge stammen und besonders, was sie überhaupt mit allen zu tun haben. Durch die Unwissenheit beginnt man, sich die wildesten Fantasien zusammenzustellen. Tausend Wege scheinen möglich, man verzweifelt sogar beinahe darüber, aber kurz vor der großen Verzweiflung lichtet sich alles – genau rechtzeitig. Ich war mir unsicher, ob ein Buch wirklich 500 Seiten lang die Spannung halten kann, ohne irgendwann langweilig zu werden. Janet Clark kann einen unter Strom setzen, spannt einen so lange auf die Folter, bis man schier nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht, aber dann fügt sich alles zusammen, ein Gesamtbild entsteht. Ich bin immer noch fasziniert darüber, wie beständig wirklich die Spannungskurve aufrechterhalten wurde.
.
Hanna ist gut beschrieben, man fühlt sich schnell in sich hinein. Lilou, die sich nach ihrem Atemstillstand verändert hat, gibt einem das ganze Buch über Rätsel auf. Hier spielt ein bisschen ein Mystikaspekt mit, der aber niemals übertrieben ist, sondern jederzeit glaubhaft und beginnt die Gedanken zu beschäftigen. Die Frage, ob so etwas wirklich geschehen könnte.
Allen anderen Charakteren steht man bis zum Ende hin skeptisch gegenüber, vertraut wird aus Prinzip niemanden und vertraut man mal doch, bekommt man wegen dieser Torheit eins vor den Latz geknallt. Die Personen sind authentisch beschrieben, aber dieses tiefe Misstrauen gegen alle lässt sich einfach nicht abschütteln, sondern bleibt an einem kleben – fantastisch.
.
Normalerweise nenne ich immer noch einen Kritikpunkt in einem Buch, weil es eigentlich auch immer einen gibt – bei „Rachekind“ nicht. Von der ersten bis zur letzten Seite ist man gefangen in einer Geschichte, bei welcher man niemanden vertrauen und schon gar nicht alles glaubt darf.
.
Fazit:
Ein durchgehender Spannungsbogen und eine Geschichte, die einen langsam einhüllt und niemals wieder loszulassen scheint. Genau so muss ein Thriller sein.

  (13)
Tags:  

  

 

Raum
LOVELYBOOKS-Statistik

(237)

456 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 101 Rezensionen

raum, entführung, flucht, gefangenschaft, missbrauch

Raum

Emma Donoghue , Armin Gontermann
Fester Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Piper, 24.08.2011
ISBN 9783492054669
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Jack feiert seinen 5. Geburtstag, wie alle zuvor, alleine mit seiner Mutter im Raum. Raum ist 12m² groß. Alles was es außerhalb des Raumes gibt, ist für Jack nur Fiktion, die nur im Fernsehen wohnt, nicht echt ist, nur Raum ist echt, Tisch, Stuhl, Bett, Ma und Old Nick auch. Manchmal kommt Old Nick abends zu den beiden in Raum, in dieser Zeit versteckt sich Jack immer in seinem Schrank, seine Mutter möchte so verhindern, dass ihm irgendwas passiert. Diese Besuche dauern nie sehr lange, weshalb die ganze Situation für Jack erträglich ist – kennt er es doch nicht anders.
Für seine Mutter bedeutet dieses Leben jedoch die Hölle, mit 19 Jahren wurde sie entführt und in den Raum gesperrt, wo sie Old Nick zur Verfügung stehen muss, wann immer er danach verlangt.
Schmerzlich denkt sie an die Welt, die richtige Welt, mit jedem Tag werden die Gedanken stärker, bis sie ihre und Jacks Flucht plant. Alle Gefahren vergessend, setzt sie ihren Plan in die Tat um, doch wird er tatsächlich gelingen?
.
Meine Meinung:
Wie soll man Raum beschreiben? Da ist diese beklemmende Geschichte, von der man, durch die Medien, weiß, dass sie nicht nur erfunden ist, sondern tatsächlich irgendwo stattfand/stattfindet, dann ist da der Junge Jack, aus dessen Sicht, mit viel kindlicher Naivität und Unbekümmertheit, die Geschichte erzählt wird. Der kleine Raum ist für ihn völlig normal, mehr gibt es einfach nicht, nur natürlich im Fernsehen, dort wo auch seine Freunde wohnen. Jetzt entscheidet sich aber seine Mutter, ihm von „Draußen“ zu erzählen. Von Wiesen, Bäumen, dem Himmel, Eiscreme und den anderen Menschen, die es neben ihm noch gibt. Zwar glaubt er zuerst, dies wären alles nur Lügen, jedoch merkt man schnell, dass auch, obwohl er Angst hat, viel Interesse dafür vorhanden ist. Es ist manchmal wahnsinnig amüsant, wie in unseren Augen selbstverständliche Dinge, für Jack absolut verwirrend und unverständlich sind. Und dann überkommt einen wieder dieseTraurigkeit, dass es eben für Jack nicht normal ist, weil ihm dieser Teil der Kindheit gestohlen wurde.
Von Kapitel zu Kapitel wird das Buch eigentlich nur besser, wenn man auch am Anfang nicht noch an eine Steigerung glaubt, da die Geschichte einfach durchgehend authentisch und berührend ist.
Diese Buch kann man nicht lesen, ohne tausend Gefühle gleichzeitig wahrzunehmen, es ist beinahe unbeschreiblich, weshalb meine Rezension diesmal kurz ausfällt – man muss das Buch einfach selbst lesen, um zu verstehen, warum es so einzigartig ist.
.
Fazit: Lesen!!

  (13)
Tags: angst, diebstahl, draußen, entführung, fehlgeburt, flucht, gefühl, grandma, hoffnung, isolation, junge, kindheit, klinik, liebe, medien, missbrauch, old nick, presse, raum, schwangerschaft, selbstmord, selbstmordversuch, studentin, tod, vergewaltigung, welt   (26)

  

 

Rimbaud und die Dinge des Herzens
LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

frankreich, paris, vorstadt, charly, liebe

Rimbaud und die Dinge des Herzens

Samuel Benchetrit , Olaf Matthias Roth
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 20.01.2011
ISBN 9783351033125
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Charly wohnt mit seiner, aus Mali stammenden Mutter, in Frankreich, er hat auch einen älteren Bruder, Henry, dieser ist allerdings drogensüchtig und mehr auf der Straße daheim, als bei seiner Familie.
Eines Morgens wird Charly's Mutter von der Polizei verhaftet, den Grund dafür kennt niemand und dieser wird auch erst am Ende des Buches genannt. Voller Sorge um seine Mutter macht sich Charly auf, seinen großer Bruder zu suchen, da er sich erhofft, er könnte ihm erklären, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Auf seiner Reise durch Paris taucht man in seine Gedankenwelt ab und sieht das Leben, durch das Herz eines Kindes.
.
Überall ist zu lesen: Charly ist der "neue" kleine Prinz. Womöglich war meine Erwartungshaltung deswegen so groß und die Enttäuschung deshalb um so schmerzlicher. Dieses Buch, ja, es behandelt ein wichtiges, aktuelles Thema, dies ist nicht zu leugnen, aber der Rest, ist ziemlich kümmerlich. Nie gab es für mich den Moment, in dem ich dachte, so jetzt aber schnell weiterlesen, damit ich weiß was als nächstes passiert, zu Ende gelesen habe ich letztlich nur, weil ich wissen wollte, was der Grund für die Verhaftung war.
Ein Buch was man lesen kann, in meinen Augen, aber nicht muss.

  (7)
Tags: afrika, ausländer, bruder, drogen, familie, frankreich, freunde, freundschaft, junge, liebe, mali, paris, vorstadt   (13)

  

 

Romane und Kurzgeschichten schreiben
LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Romane und Kurzgeschichten schreiben

Alexander Steele , Raymond Carver , Kerstin Winter (Übers.) , Helmut Frielinghaus (Übers.)
Flexibler Einband: 326 Seiten
Erschienen bei Autorenhaus-Verlag, 02.10.2006
ISBN 9783866710238
Genre: Sach- & Fachbuch

Rezension:  
Tags:  

  

 

Retter der Welt
LOVELYBOOKS-Statistik

(40)

70 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

schizophrenie, new york, u-bahn, subway, paranoia

Retter der Welt

John Wray , Peter Knecht
Fester Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 06.03.2009
ISBN 9783498073626
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags:  

  

 

Rote Linien
LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ritzen, jugend, selbstmord, schmerz, blut

Rote Linien

Brigitte Blobel
Flexibler Einband: 201 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2007
ISBN 9783401027333
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
Tags: blut, einsamkeit, familie, hilfe, jugend, problem, ritzen, schmerz, selbstmord, selbstverletzendes verhalten, suizid, svv   (12)

  

 

Resturlaub
LOVELYBOOKS-Statistik

(414)

646 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 60 Rezensionen

humor, argentinien, bamberg, liebe, urlaub

Resturlaub

Tommy Jaud
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.04.2007
ISBN 9783596168422
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:  
Tags:  

  

 

Rotkäppchen muss weinen
LOVELYBOOKS-Statistik

(114)

190 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 32 Rezensionen

missbrauch, freundschaft, liebe, familie, angst

Rotkäppchen muss weinen

Beate Teresa Hanika
Fester Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 09.02.2009
ISBN 9783596853366
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  

  

 
8 Ergebnisse