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Amygdala
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daniel kohlhaas

Amygdala

Daniel Kohlhaas
Flexibler Einband: 267 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag UG, 18.02.2011
ISBN 9783862545377
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Der 2. Roman eines noch neuen deutschen Autors und mein 1. Werk, das ich von ihm lese. Und das Fazit dazu? Gut, aber leider auch nicht mehr.

Doch zuerst einmal möchte ich mich Kohlhaas Schreibstil widmen. Der Autor schreibt sehr detailliert und benutzt des öfteren Metafern, um Orte oder Geschehnisse zu beschrieben, was meistens auch sehr gut funktioniert, manchmal war es mir aber dann doch etwas zuviel bzw. hab ich den Abschnitt zweimal lesen müssen, um es zu verstehen. DAS war auch das Hauptproblem, dass ich ab und an einmal hatte, dass ich gewisse Passagen zwei, wenn nicht sogar dreimal lesen musste, um sie wirklich zu verstehen. Gerade die Abschnitte, die gewollt mysteriös wirken sollten. Taten sie auch, aber ich möchte sie dann doch irgendwo verstehen, was mir leider nicht immer gelang. Außerdem mag ich es nicht gerne, wenn ich etwas zweimal lesen muss.

Dann zur Geschichte. Der Autor lässt uns zu Beginn am Leben von mehreren Personen teilhaben und springt dabei immer von Kapitel zu Kapitel zwischen den Charakteren hin und her. Mir macht das überhaupt nichts bzw. lese so was eigentlich ganz gerne, da einfach die Spannung bleibt. Leider ist das bei „Amygdala“ nicht immer der Fall. Gerade im Mittelteil springt der Autor zurück in die Vergangenheit, was leider keinen Platz für Spannung lässt, da man ja schon ganz genau weiß, wie es enden wird. Schade eigentlich, hätte man vielleicht anders lösen können. Der letzte Abschnitt weiß dann vollends zu begeistern und hat auch ordentlich Thrill im petto, was aber leider nicht für den Schluss gilt. Versteht mich nicht falsch, ich finde ich gut, passend und überraschend, aber das Ende ging mir einfach zu schnell und die Auflösung war wieder ohne Spannung. Hätte man ebenfalls besser lösen können.

Endgültiges Fazit. Ich wurde gut unterhalten, aber meistens leider nicht mehr. Ich hatte mehr das Gefühl am Anfang einen Roman zu lesen, während mich der Mittelteil an einen Krimi erinnerte. Erst der letzte Abschnitt ist für mich ein Thriller, der aber leider zu kurz ausfällt. Ich mag zwar Thriller, die erst die Charaktere aufbauen und dann mit dem Thrill beginnen, aber DAS muss spätestens ab der Hälfte passieren und muss dann richtig reinhauen. War hier leider nicht ganz der Fall. Dennoch hat mir das Buch gefallen, der Autor weiß mit Worten umzugehen und die Geschichte an sich war durchdacht und wie gesagt, der Schluss doch noch ein wenig überraschend. Verdiente drei Sterne und mal sehen, wie sich Daniel Kohlhaas in nächster Zeit entwickelt. Ich bleibe am Ball. ;)

PS: Leider stecken in diesem Werk doch einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, was aber dem Verlag anzukreiden ist und nichts mit der Bewertung des Buches im Sinne des Autors zu tun hat. Dennoch würde ein weiterer, richtiger Korrekturgang diesem Werk nicht schaden, da es ab und an beim Lesen doch stark stört.

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