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Der Palast des Poseidon
LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

127 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

abenteuer, berlin, paris, humboldt, jugendbuch

Der Palast des Poseidon

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.06.2010
ISBN 9783785565766
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

- COVER UND LAYOUT -

Ich bin ja schon im Vorgänger stark auf das Cover eingegangen, deswegen werde ich mich jetzt ein wenig kürzer halten. Natürlich gefällt es mir wieder richtig gut. Es reiht sich nahtlos in das Schema des Vorgängers ein und das runde Emblem in der Mitte wurde wieder vom Autor selbst gezeichnet, was dem Ganzen einfach die Krone aufsetzt und perfekt macht. Ich liebe die Gestaltung dieser Bücher einfach.

Der Klappentext verrät diesmal schon mehr, aber mich hat dieser auch in eine völlig andere Richtung gebracht. Soll heißen, ich hab mir vorab etwas ganz anderes unter dem neuen Abenteuer vorgestellt, was aber nicht heißen soll, dass ich enttäuscht wurde. Es war eben nur anders.

Das Layout ist genau wie sein Vorgänger gehalten und passt wieder einmal mehr als perfekt. Auch die Karten im Inneren des Covers… einfach nur schön.

Wertung: 5 Mampfkekse

- HANDLUNG -

Unsere Freunde befinden sich wieder in Berlin, aber da bleiben sie natürlich nicht lange, denn ein neues Abenteuer bzw. ein neuer Auftrag wartet. Diesmal geht es darum, dass in den Gewässern um Griechenland etliche Schiffe untergehen und es gehen Gerüchte um, dass daran ein gewaltiges Ungeheuer schuld sein soll. Nun, und wer sollte es schon anderes sein, als Humboldt und seine Kameraden, die sich auf die Suche danach machen? Aber als wäre dies alles noch nicht genug, kommt auch noch ein Auftragsmörder ins Spiel, dessen Ziel niemand anderes als Humboldt selbst ist.

Die Geschichte wird wieder stark so aufgebaut, wie wir es von den „Regenfressern“ her kennen. Allgemein finde ich, dass Thiemeyer wirklich ein Händchen dafür hat, das Abenteuer richtig gut aufzubauen. Er beginnt erstmal mit den Geschehnissen, dann kommt die Suche und dann, wenn alles wunderschön aufgebaut ist, kommt das Highlight, welches einem nur noch fesselt und meist dazu führt, dass man, wie ich, dass Buch einfach fertig lesen muss. Richtig tolle Leistung.

Wie oben schon einmal angedeutet habe ich mir zwar bezüglich des Klappentextes etwas völlig Anderes vorgestellt, aber am Ende wurde ich überhaupt nicht enttäuscht. Was Thiemeyer hier auftischt, ist wahres Abenteuerkino für den Kopf, da kann Indianer Jones einpacken. Einfach nur empfehlenswert, vor allem für die Fans des ersten Bands. Es wird immer besser!

Wertung: 5 Mampfkekse

- CHARAKTERE -

Auch auf die Charaktere bin ich ja im Vorgänger schon mehr als eingegangen, deswegen werde ich mich auch hier kurz halten. Das tolle an einer mehrbändigen Reife ist einfach, dass man sich ab dem zweiten Teil die Einführung der einzelnen Charaktere sparen kann und das man selbst schon eine Bindung mit ihnen geschlossen hat. Jetzt kann man sich, genau so, wie es der Autor auch macht, auf die Weiterentwicklung der Charaktere berufen und es funktioniert hervorragend. In diesem Band habe ich nur vermisst, dass Charlotte etwas zu kurz gekommen ist und Eliza kommt allgemein zu kurz. Dafür aber spielt unsere Kiwi Dame eine immer größere Rolle, was mich total gefreut hat. Ich mag dieses Haustier einfach. Es kommen zudem noch zwei neue Charaktere hinzu, die ich sehr passend und stimmig fand. Top!

Wertung: 5 Mampfkekse

- SCHREIBSTIL -

Da bleibt mir auch diesmal nicht viel zu sagen. Thomas Thiemeyer weiß einfach, wie man schreibt und da ist es egal, ob es um Spannung, Gefühle oder die Handlung an sich geht. Dabei wirkt alles so flüssig, so locker leicht, dass das Lesen einfach nur pure Freude bereit. Ohne weitere Worte…

Wertung: 5 Mampfkekse

- FAZIT -

Ich war vom Vorgänger schon mehr als begeistert, doch was uns Thomas Thiemeyer in diesem Roman auftischt ist einfach nur der schiere Wahnsinn. Ein gelesener Abenteuerfilm, denn man einfach nicht „abschalten“ kann. Dabei weiß der Autor gekonnt, wie man eine Geschichte aufbaut und sie dann zu einem furiosen Finale führt. Ich bin immer wieder begeistert, wie stark Thiemeyer Kleinigkeiten einbaut, die später so viel Bedeutung haben. Einfach nur unglaublich gut. Absolute Kaufempfehlung von mir.

Abschließende Wertung: 5 Mampfkekse

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Tags: weltensucher   (1)

  

 

Die Stadt der Regenfresser
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(112)

256 Bibliotheken, 5 Leser, 12 Gruppen, 44 Rezensionen

abenteuer, peru, humboldt, jugendbuch, expedition

Die Stadt der Regenfresser

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.09.2009
ISBN 9783785565742
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

- COVER UND LAYOUT -

Eins vorweg. Natürlich spielt bei einem Buch IMMER der Inhalt die größte und entscheidende Rolle, schließlich dreht sich bei einem Buch alles um die Geschichte an sich, aber da das Auge natürlich auch immer eine Rolle spielt und eben oftmals auch zum erfolgreichen Kauf animiert, muss ich bei diesem Abenteuerroman einfach einmal stark auf das Cover eingehen und sagen, dass es der absolute Wahnsinn ist.
Ich selbst muss gestehen, dass ich mir diesen ersten Band der Weltensucher hauptsächlich wegen des tollen Covers gekauft habe. Die Aufmachung ist einfach atemberaubend. Die vielen Zahnräder, die einen direkt in die alte Zeit der Abenteuer zurückbringen, der Zeppelin, der auf dem Buchrücken über eine bezaubernde Waldlandschaft schwebt und dann das runde Kunstwerk in der Front, das wie ein Emblem wirkt rundet das magische Gesamtpaket einfach ab. Und wenn ich jetzt noch daran denken muss, dass dieses kleine Kunstwerk vom Autor selbst als Aquarell gezeichnet wurde, kann ich nur mehr als staunen. Wie gesagt, ich bin mehr als begeistert und freue mich, dieses Buch in meinem Regal verewigen zu dürfen.

Der Klappentext verrät nicht viel, nur dass es in die Lüfte geht und das ein großes Abenteuer auf den Leser wartet. Für mich völlig ausreichend, auch wenn ein wenig mehr Details auch nicht geschadet hätten. Aber andererseits kann man so die Geschichte von Anfang an genießen, ohne schon etwas vorab zu wissen, auch ganz schön.

Das Layout besticht genau wie das Cover durch seine Detailverliebtheit. Die Schrift ist ausreichend groß gewählt und die Kapitel meist kurz und angenehm gehalten. Das Highlight sind natürlich die drei Abschnittunterteilungen der Geschichte, die eine eigene, altmodische Schrift haben, die aussieht, als wäre sie von Hand mit einer alten Feder und Tinte geschrieben worden. Einfach nur fantastisch. Diese Schrift findet man dann auch bei den Kapitelnummern und dem dazugehörigen Anfangsbuchstaben wieder. Sehr, sehr schön. Ich liebe solche Kleinigkeiten einfach, die dem Buch etwas Besonderes verleihen.

Wertung: 5 Mampfkekse

- HANDLUNG -

Da der Klappentext, wie gesagt, nicht sehr viel hergibt, versuche ich nun etwas genauer auf den Inhalt einzugehen, ohne zuviel zu verraten.

Da hätten wir also unseren kleinen Haupthelden Oskar, der sich als Dieb in Berlin durchschlagen muss und wie das Schicksal so spielt muss er ausgerechnet den großen Abenteurer Carl Friedrich von Humboldt bestehlen. Natürlich wird Oskar geschnappt und bangt schon mit der Angst, als ihm der Forscher ein merkwürdiges Angebot macht. Er will ihn als seinen Begleiter bei einer neuen Forschungsreise dabei haben, zusammen mit einer Frau aus Haiti namens Eliza und seiner Nichte Charlotte, die in etwa Oskars Alter hat. Wird er die Reise auf sich nehmen?

Thomas Thiemeyer schafft es gekonnt, einen in das Jahr 1893 zurückzuversetzen und einen in eine Welt zu entführen, wo es noch richtige Abenteuer gab. Und genau ein solches dürfen wir zusammen mit Humboldt, Eliza, Oskar und Charlotte miterleben. Aber natürlich gibt es auch „böse“ Gegenspieler, über die ich jetzt aber nichts verraten möchte. Auf jeden fall wechselt der Autor häufig die Perspektiven der Charaktere, wodurch wir auch oft Einblicke in die Machenschaften der Anderen erhalten und nicht nur der Forschergruppe rund um Humboldt verfolgen. Mir hat diese Art des Erzählens sehr gut gefallen.

Der Aufbau passt auch richtig gut. Zuerst eben die Einführung, wie sich die Gruppe zusammenfügt und um was es denn eigentlich geht und dann die Reise zum Zielort und eben das Abenteuer am Bestimmungsort selbst. Ich konnte mir durch Thomas bildliche Sprache alles wunderbar vorstellen und war einfach verzaubert. So soll ein Abenteuerroma sein. Nicht mehr, nicht weniger.

Wertung: 5 Mampfkekse

- CHARAKTERE -

Fangen wir am Besten mit, in meinen Augen, der Hauptperson an: Oskar. Ihn mochte ich von Anfang an. Ich glaube, jeder kann sich in einen Jungen hineinversetzen, der urplötzlich in eine Welt der Abenteuer geworfen wird und davon nur noch staunend den Mund offen lassen kann. Er ist schlau, witzig und doch eben noch ein Kind, dass nicht immer das macht, was man von einem verlangt. Eine wirklich tolle Person dieser Oskar, die man auch so schnell nicht mehr vergisst.

Humboldt ist eben der Anführer, der erfahrene und reife Forscher, der die Gruppe am Laufen hält. Am Anfang noch etwas steif, kommt er aber später ebenfalls toll und sympathisch rüber, vor allem, wenn er in die Entdeckerrolle schlüpft oder etwas Neues erfindet. Ein waschechter Abenteurer eben.

Eliza kommt aus Haiti und hat Ahnung von Voodoo. Sie reist schon einige Jahre mit Humboldt und wurde seine stetige Begleiterin. Sie bildet die liebevolle Mama der Gruppe und man muss sie einfach lieb gewinnen. Ich habe es auf jeden fall!

Charlotte ist am Anfang ein verzogenes Gör und ich mochte sie überhaupt nicht, aber nach kurzer Zeit wird sie ganz anders und man schließt sie genauso schnell ins Herz wie Oskar. Die beiden zusammen sind sowieso unschlagbar und ihre Abschnitte habe ich mit Abstand am Liebsten gelesen. Davon will ich mehr.

Es kommen natürlich auch noch andere Personen vor, aber die erlebt ihr am Besten selbst, wenn ihr dieses tolle Buch lest.

Wertung: 5 Mampfkekse

- SCHREIBSTIL -

Für die Zielgruppe von zwölf Jahren leicht verständlich und flüssig gewählt, ohne dabei zu kindisch oder einfach zu wirken. Ich als Erwachsener hatte wirklich keine Probleme damit, dieses Buh zu lesen, ganz im Gegenteil. Der Autor weiß, wie er Dinge beschreibt oder in Szene setzt und für mich war das ganze Buch so schön locker, flockig, leicht, dass es einfach immer wieder Spaß gemacht hat, es in die Hände zu nehmen und der Reise weiter zu folgen, ohne dabei anstrengend zu werden. Toll!

Wertung: 5 Mampfkekse

- FAZIT -

Obwohl ich das Buch eigentlich auf Grund des Covers und der Empfehlungen anderer Rezensenten gekauft habe und nicht, weil ich selbst darauf gestoßen bin und etwas vom Inhalt wusste, wurde ich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Es war mein erstes Buch von Thomas Thiemeyer und es wird nicht mein letztes sein, vor allem, da ich die anderen Werke der Weltensucher auf jeden fall auch noch lesen möchte. Mir hat jede Seite gefallen und ich kann es nur jedem ans Herz legen, der einmal wieder zurück in die Kindheit möchte, um ein richtiges Abenteuer zu erleben. Also, auf geht’s!

Abschließende Wertung: 5 Mampfkekse

© Schmitti’s Bücherwahn (http://schmittisbuecherwahn.blogspot.co

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