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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen
Brett McBean
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.04.2012
ISBN 9783865521477
Genre: Krimi & Thriller
Ich hatte wirklich sehr viele Erwartungen an diesen Thriller. Nicht nur, weil mir „die Mutter“ von Brett McBean gefallen hat, sondern auch, weil ich weiß, dass der Festa Verlag gerne härtere Psychothriller auf den Markt bringt. Und was soll ich sagen, ich wurde leider enttäuscht.
Natürlich gab es die härteren Szenen, aber wenn ich ehrlich bin, dann nur zwei Stück und eine widerliche dazu. Bis Seite 70 passiert nichts, nur reine Charaktereinführung. Dann wurde es brutal, spannend, eklig. Ich dachte nur, endlich geht’s los und dann wieder nichts. Lange Zeit wieder nichts wirklich interessantes, überraschendes, bis zu einer weiteren, brutalen Szene. Dann wurde es wieder langweilig und das Ende hab ich fast nur noch überflogen, weil es mich nicht mehr interessiert hat. Schade.
Am Ende muss ich einfach sagen, dass dieser Thriller viel zu konstruiert ist und dadurch unglaubwürdig wirkt. Die Rückblenden jedes Charakters sind zwar interessant, aber stören ab der Hälfte ungemein, da man sowieso schon weiß, was darin vorkommen wird. Absolut unnötig und spannungskillend, obwohl es davon eh schon zu wenig gab.
Wirklich, wirklich schade. Ich habe mich auf „das Motel“ wohl einfach zu sehr gefreut und wurde dadurch herb enttäuscht. Ich hab das Lesen zwar genossen, aber es hat mich einfach nie umgehauen. Mehr als 2 Sterne sind einfach nicht drin. Leider …
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93 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen
Brett McBean
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.04.2010
ISBN 9783865520937
Genre: Krimi & Thriller
- COVER UND LAYOUT -
Am Auffälligsten ist natürlich das Gesicht der „Mutter“, welches stark durch die Dunkelheit verhüllt wird. Dazu kommt nach das Rot des Schriftzuges, das aber dezent gehalten wurde, was ich persönlich richtig gut finde. Dann hätten wir noch eine Besonderheit, die mir aufgefallen ist, als ich das Buch zum ersten Mal in Händen halten durfte. Es ist nicht glatt, sondert hat so eine Art Schlangenhaut, was vor allem im Licht super rüber kommt und das Buch aufwertet.
Leider hatte ich das Gefühl, dass bei meinem Exemplar zu wenig Kleber vorhanden war, gerade am Anfang dachte ich mir „Oh, Oh, ob das nicht bald auseinanderfliegt, aber obwohl sich teilweise die Seiten vom Rücken abgehoben haben, hielt es bis zum Ende durch, muss aber sagen, dass ich meine Bücher sehr pfleglich behandle. Keine Ahnung, ob es nur mein Exemplar war oder ob es bei einer rabiateren Art durchhält. Wollte es nur einmal erwähnt haben.
Der Rückentext verspricht viel und kann auch einiges davon halten, Glaube sogar, dass ich gerade am Anfang der Geschichte ohne diesen nicht ganz verstanden hätte, um was es eigentlich geht. Also, gut gewählt, passend und stimmig. Schön.
Layout passt finde ich auch, obwohl ein wenig mehr Rand nicht geschadet hätte. Ansonsten richtig toll und dass das Cover als Abschnittbild nochmals in Schwarz/Weiß verwendet wurde, hat mir zudem sehr gefallen.
Wertung: 4 von 5 Sternen
- HANDLUNG -
Es geht um eine Mutter, die im wahrsten Sinne vergessen hat, wer sie eigentlich ist, wie sie heißt und was sie damals alles durchlebt hat. Sie weiß nur noch, dass sie den Mörder ihrer Tochter sucht und das dieser ein Tattoo besitzt, auf dem „Stirn Mutter“ steht. Er soll auf dem Hummer unterwegs sein und genau dieser Highway wird daraufhin zur Heimat der Mutter.
Das Besondere an diesem Buch ist, dass, nicht wie erwartet (zumindest von mir) aus der Sicht der Mutter erzählt wird, sondern aus der Sicht der Personen, die sie während ihres Lebens auf dem Highway trifft. Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt und jedes Kapitel trägt den Namen der Person (aus dessen Sicht in dritter Person erzählt wird) und einen kleinen Beinamen wie zum Beispiel „Schmitti, die Bücherratte“.
Wirklich eine tolle Idee und es funktioniert hervorragend. Zuerst war ich skeptisch, ob man dadurch wirklich etwas über die Mutter erfährt, aber man tut es. Gerade durch die Gespräche und die Gedanken der anderen Person bekommt man oft einen sehr guten Eindruck, wer die Mutter eigentlich ist. Einfach bemerkenswert.
Jetzt kommen wir zu meinem persönlichen Manko an diesem Buch. Der letzte Abschnitt. Im 1. Teil leidet man förmlich mit der Mutter mit. Sie trifft auf Menschen, die ihr meist nichts Gutes wollen und das ist wirklich noch gelinde ausgedrückt. Ich glaube, gerade für Frauen muss dieser Abschnitt harte Kost sein. Dabei überlasst der Autor auch dem Leser einige Freiheiten der Phantasie, da er nicht alles wirklich ausführlich beschreibt. Mir manchmal ein bisschen zu wenig, aber das ist wirklich Geschmackssache.
Teil 2 war mein absolutes Highlight. Die Mutter trifft auf einen Trucker und zum ersten Mal erfährt man wirklich einiges, wenn nicht sogar alles über die Mutter, das sie selbst noch weiß und gerade das Ende des Abschnitts hat mich leer, bedrückt und fassungslos zurückgelassen. Eine Glanzleistung des Autors, wodurch ich leider zum 3. Teil komme, der dann an Zwei nicht mehr herankommt. Gerade die ersten beiden Personen sind für mich mehr sinnlos und langweilig gewesen. Erst der Schluss kann wieder überzeugen und auch das letzte Kapitel, auch, wenn es einen sehr stark allein zurücklässt.
Am Ende muss man sich einfach selbst fragen, was hat mir dieses Buch gesagt und ich muss antworten. „Ich weiß es nicht, aber es hat mich berührt und ein Stück weit verändert“.
Wertung: 4 von 5 Sternen
- Charaktere -
Davon gibt es in der Mutter wirklich viele. Wie bereits erwähnt allein deswegen, weil immer aus der Sicht einer anderen Person erzählt wird. Dadurch erkennt man auch die Stärke des Autors. Er weiß, wie man einen Charakter erschafft und rüberbringt und das in kürzester Zeit. Man merkt recht schnell, mit welcher Art von Person man es gerade zu tun hat und das macht dieses Werk wiederum aus. Es ist Kapitel für Kapitel anders und das allein wegen den vielen unterschiedlichen Charakteren. Toll !!!
Wertung: 5 von 5 Sternen
- SCHREIBSTIL -
Kann ich nur positiv bewerten. Er kann Szenen erschaffen, die einen mehr als bewegen, Charaktere gebären, die einen gefangen nehmen und Grausamkeit heraufbeschwören, die einen erschaudern lassen. Dabei lässt er dem Leser das gewisse Fünkchen gedanklichen Freiraum und das macht den Horror an manchen Stellen erst richtig schlimm. Die eigene Phantasie ist eben immer noch der größte Horrorfaktor.
Wertung: 5 von 5 Sternen
- FAZIT -
So schnell mich dieses Werk gefesselt hat, so sehr es mich im 2. Abschnitt in seinen Bann gezogen und mitgerissen hat, so sehr hat mich der 3. Abschnitt an dem Buch zweifeln lassen. Der Anfang ist grandios und leider kann der Schluss da nicht mithalten. Vielleicht habe ich selbst einfach etwas anderes erwartet, aber wie gesagt, gerade ein Thriller muss am Ende mehr als überzeugen und da mit zwei Kapitel (Personen) aufzutauchen, die mit der Geschichte an sich nichts mehr zu tun hatten, muss ich einfach in der Gesamtwertung einen Punkt abziehen.
Doch trotz aller Kritik, die Mutter hat mich auf eine Reise mitgenommen, die mich bewegt hat und die wohl jede Mutter einmal durch dieses Werk gehen sollte. Eine absolute Empfehlung wert! Ich werde diesen Autor im Auge behalten und freue mich auf neue Bücher von ihm.
Abschließende Wertung: 4 von 5 Sternen
© Schmitti’s Bücherwahn (http://schmittisbuecherwahn.blogspot.com)
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