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176 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen
Mark Z. Danielewski
,
Christa Schuenke
,
Olaf Schenk
Fester Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.08.2007
ISBN 9783608937770
Genre: Zeitgenössische Literatur
- COVER UND LAYOUT -
Der Schutzumschlag gefällt mir richtig gut. Das Haus wird toll in Szene gesetzt und alles wirkt stark auf alt gemacht, was einfach nur stimmig ist. Leider gefällt mir der Umschlag nicht mehr so. Die Collage auf der Vorderseite ist viel zu bunt und wirkt viel zu freundlich, als das es zum Inhalt in dem Buch passt. Die Polaroidfotos auf der Rückseite passen schon eher, aber wann sieht man die schon?
Der Klappentext verrät nicht wirklich viel, ist aber auch nicht schlimm bei diesem Buch, da man die Geschichte einfach erleben sollte. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Und nun zum Layout, das Herzstück des gesamten Werkes. Unzählige Schriftarten und Größen, verschiedene Leseformen, einmal auf dem Kopf, dann seitwärts, nach oben oder unten, dann mal langgezogen, dann lückenhaft usw. usf. Der große Grund, warum ich mir diesen Roman gekauft habe, ist dieses mehr als ungewöhnliche Layout, mit manchen Seiten, wo fast nichts draufsteht und dann wieder Seiten, die völlig vollgestopft sind und und und… so was hab ich noch nie gesehen und werde ich auch wohl nicht mehr. Einfach nur WAHNSINN !!!
Wertung: 4 Mampfkekse
- HANDLUNG -
Da hätten wir Mehrere. Der Haupthandlungsstrang ist natürlich der Kinofilm „Navidson Records“, wo eben dieser Navidson sein gesamtes Haus mit Kameras ausgestattet hat und später damit auf Entdeckungstour geht. Zuviel möchte ich an dieser Stelle eigentlich nicht verraten, nur soviel, dass eben das Haus beginnt, sich zu verändern und nach und nach mehr Leute ins Haus einziehen und dem Grund auf die Spur gehen wollen. Alles immer aus der Sicht der aufgenommenen Kameras.
Zudem gibt es noch diverse Einwürfe aus der Sicht diverser Zuschauer des Films und den zweiten Handlungsstrang einer Person, die ihr einfach selber erleben müsst, da es einfach viel zu komplex ist, es hier zu erklären.
Was sage ich nun dazu? Ganz einfach… teils teils… Teils hat mich das Werk gefesselt, teils hat es mich schier wahnsinnig gemacht und das nicht aufgrund der Geschichte, sondern weil es einfach oftmals nur noch nervt und unglaublich schwer zu lesen ist, da viel zu klein geschrieben. Gerade am Abend ist mir das Lesen extrem schwer gefallen und das ist eben meine Hauptlesezeit.
Dann zum Inhalt. Alles was sich um das Haus und Navidson dreht ist einfach nur toll gemacht und vor allem, wenn das Haus und die Schrift dann verrückt spielt, Klasse, aber der Rest… diese ganzen Unterbrechungen von Erzählungen anderer Personen und dann diese 2. Hauptperson, die manchmal seitenlang in klitzekleiner Schrift nur Unsinn erzählt… also wirklich, DAS hätte man komplett rauslassen können.
Meiner Meinung nach, wenn man den Roman um die Hälfte gekürzt hätte, dann wäre es ein Meisterwerk gewesen, vor allem wegen der Art des Layouts, aber so hat mich das Buch mehr gestresst und ich hab es eigentlich nur noch zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Navidson endet, der Rest war mir wirklich mehr als egal.
Wertung: 2 Mampfkekse
- Charaktere -
Auch hier muss ich sagen, dass mich bis auf Navidson selbst niemand wirklich begeistern konnte. Am Ende war mir keine Person tatsächlich ans Herz gewachsen und als ich die letzte Seite umgeblättert habe, habe ich auch schon alle vergessen gehabt. Leider auch keine Glanzleistung.
Wertung: 2 Mampfkekse
- SCHREIBSTIL -
Da kann man wirklich nur sagen… Respekt! Das Buch ist wie eine Dokumentation aufgebaut und der Autor versteht es, mit seinen ganzen Fußnoten, Zitierungen und so weiter eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Da kann man wirklich nicht meckern. Toll gemacht!
Wertung: 5 Mampfkekse
- FAZIT -
„Das Haus“ ist wirklich eine Herausforderung und ich muss sagen, mich hat der Roman einige Nerven gekostet, gerade am Anfang wollte ich mehr als einmal aufgeben und es in die Ecke legen. Es war mir zwar von vornherein klar, dass man sich auf diesen Roman einlassen muss, aber trotz allem konnte er mich nicht fesseln oder gar begeistern. Ohne Navidson und seine Erkundung hätte ich das Ende nicht erreicht. Leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Erwartungen leider nicht erfüllt. Weniger drum herum und mehr vom Wahnsinn des Hauses und ich wäre begeistert gewesen, aber so…
Abschließende Wertung: 3 von 5 Mampfkekse
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