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Open City
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new york, nigerianische literatur, gedanken, brüssel, teju cole

Open City

Teju Cole , Christine Richter-Nilsson
Fester Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.09.2012
ISBN 9783518423318
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Ein etwas anderes New York

Der 1975 in Lagos geborene und seit seiner Jugendzeit in den USA lebende Teju Cole hat mit "Open City" einen wahrlich grandiosen Debütroman vorgelegt.

Als Protagonist fungiert ein junger Psychiater namens Julius, der in seiner Einsamkeit und um dem Stress im Spital zu entkommen, damit beginnt, die Straßen New Yorks fast manisch zu durchstreifen. Ziellos, allein und stundenlang, bis zur Erschöpfung führen ihn seine Spaziergänge.
Diese Spaziergänge treiben seine Gedanken zu seiner erst kürzlich in die Brüche gegangenen Beziehung zu Nadege und lassen die Metropole in einem ganz anderen Licht erscheinen, während seine Gedanken immer wieder zu anderen Themen abschweifen ...

Mehrmals begegnet er auf unterschiedliche Art und Weise Menschen; Begegnungen, die natürlich unterschiedlich lang oder kurz sind, die ebenso unterschiedlich Einfluss auf seine Gedankengänge haben. So wird jede Begegnung für den Verlauf des Romans immens wichtig.

Im ersten Teil von "Open City" entscheidet sich Julius dafür, seine fast vier Wochen Urlaub in Brüssel zu verbringen, wo er unentschlossen darauf hofft, seine Großmutter anzutreffen, obwohl er sich dann nur sehr halbherzig auf die Suche begibt. Auch hier stehen Spaziergänge und Kontakte zu unterschiedlichen Personen im Mittelpunkt der Handlung. Der zweite Teil des Romans konzentriert sich dann wieder zur Gänze auf New York.

Immer schimmern Erinnerungen an Lagos, an seine deutsche Mutter und seinen vor achtzehn Jahren verstorbenen Vater durch, die die Frage aufwerfen, ob Julius nicht möglicherweise ein alter ego des Autors ist ...

Mit frappierender Leichtigkeit verknüpft Teju Cole die verschiedensten Themen, wie zum Beispiel 9/11 und vor allem das Leben danach, sowie die Sicht auf die Vereinigten Staaten von Amerika aus der Perspektive eines in Brüssel gestrandeten Marokkaners, der ebenso interessante aber auch nicht unanfechtbare Thesen zum Palästina-Israel Konflikt hat. Gleichzeitig beleuchtet der Autor auch die Perspektive einer aus Belgien stammenden us-amerikanischen Ärztin in Rente.

Literatur hat einen gebührenden Platz in diesem Roman; jene Bücher, die Teju Cole anführt, sind immer wieder Bücher, die teilweise andere oder ähnliche Facetten der diversen Fragen ausleuchten. Entwurzelung, Erinnerung und das Anderssein per se, sowie der immense Rückhalt durch die Kunst sind die komplexen Themen, denen sich der junge Autor mehr als überzeugend stellt.

Beeindruckend ist auch, wie Teju Cole von Episode zu Episode wechselt, dabei jedoch nie die wunderbar gelungene Gesamtform dieses Romans aus den Augen verliert.

Immer tiefer gelangt der Protagonist in das verborgene New York und am Ende sogar in die eigene, schmerzhafte und vermeintlich ausgelöschte Vergangenheit.

Trotz der Vielzahl an Themen ist dieser Roman ein in sich geschlossenes Kunstwerk, ein literarisches Ereignis der Extraklasse und ein Roman, der sich in die allererste Reihe der ganz großen New York-Romane einreiht, gleich neben John dosPassos, dessen vor fast hundert Jahren entstandener Meilenstein "Manhattan Transfer" nun endlich eine wirklich ernsthafte Konkurrenz erhalten hat ...

Absolute Empfehlung.

(erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at)

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Tags: amerikanische literatur, new york, nigerianische literatur, open city, teju cole   (5)

  

 

Liberty
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afrika, tansania, entwicklungshilfe, sozialismus, jakob ejersbo

Liberty

Jakob Ejersbo , Ulrich Sonnenberg
Flexibler Einband: 863 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (HC), 30.09.2011
ISBN 9783442752867
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

"Liberty" ist der erste Roman aus der posthum veröffentlichten Afrika-Trilogie des dänischen Schriftstellers Jakob Ejersbo, der 2008 viel zu früh im Alter von 40 Jahren an Krebs verstorben ist.

Der fast 900 Seiten lange Roman beginnt mit der Ankunft des 12-jährigen Christian in Tansania. Abwechselnd wird die Geschichte von Christian und Marcus, dem um ein Jahr älteren schwarzen Hausdiener der Larssens erzählt. Zwei Erzählungen, die aus unterschiedlichen Perspektiven das großteils unmoralische und unethische Treiben der in Tansania tätigen Geschäftsleute und Entwicklungshelfer schildern. Gleichzeitig sind es zwei ebenso unterschiedlich verlaufende Entwicklungen, die Jakob Ejersbo hier zeichnet.

Auf der einen Seite Marcus, der sich bemüht, der Familie eine treue und starke Hilfe zu sein, was zwar von Katriina gewürdigt wird, in den Augen ihres immer mehr im Sumpf von Sex, Akohol, Drogen und Korruption versinkenden Ehemanns immer stärker zu Verstimmung und Aggression führt. Marcus träumt davon, nach Schweden zu gehen und hofft darauf, durch die Anstellung in der Familie und harter Arbeit irgendwann das Ticket nach Schwedern zu erhalten.

Christians Familie zerbricht nach einem schrecklichen Unglücksfall und Christians Entwicklung nimmt dadurch eine unvorhergesehene Wendung. Christians Eltern sind unfähig, mit ihrer Tragödie angemessen umzugehen und zwingen Christian dadurch unbewusst, früh einen eigenen Weg zu gehen.

Jakob Ejersbos Prosa ist einfach, am Anfang dem Alter der beiden Erzähler angepasst und entwickelt sich im Verlauf des Romans mit dem Alter der beiden Erzähler. Nichstdestotrotz ist sie oft zu einfach, zu flapsig und auch mitunter plump, was möglicherweise ein Manko der Übersetzung ist, möglicherweise aber auch am Original liegt. Jakob Ejersbo hat die drei Bände "Liberty", "Exil" und "Revolution" ein paar Wochen vor seinem Tod als ca. 1600 Seiten Manuskript seinem Lektor übergeben, der nur leichte Retuschen daran vorgenommen hat und keine Möglichkeit mehr hatte, Änderungen oder Kürzungen mit dem Autor zu besprechen. Möglicherweise wäre nach einer Zusammenarbeit ein etwas kürzerer, strafferer Roman dabei herausgekommen.

"Liberty" ist eine Geschichte, die definitiv spannend ist. So spannend und mit so ausgezeichnten Charakterzeichnungen, dass man lange über gewisse Mängel der Prosa hinwegsieht. Etwas störend sind allerdings die immer häufiger und intensiver werdenden Sexszenen, die mit zunehmenden Alter der beiden Protagonisten immer pornographischer werden. Durch diese Überreizung verliert dieser Roman leider an Intensität und Tiefe. Diese zu heftige Konzentration auf die Triebe nimmt dem Roman dann doch den Wind aus den Segeln, vor allem, da durch die Häufigkeit der auftretenden sexuell inspirierten Gedanken und Taten diese dann schon zu einem Klischee verkommen. Weniger wäre hier definitiv besser gewesen, noch dazu, wo einige der Szenen äußerst gut geschrieben sind.

"Liberty" ist ein fast 900 Seiten langes, teilweise schockierendes, teilweise spannendes Leseerlebis, das von großartigen afrikanischen Stimmungsbildern lebt. Man spürt immer, dass der Autor selbst lange in Tansania gelebt hat. Ein Roman, der jedoch, wie bereits geschildert, neben großartigen Momenten einige wirkliche Schwächen hat.

Wollte man diesen Roman in wenigen Worten einer Gattung zuordnen, so würde ich ihn als "gehobene Unterhaltungsliteratur mit ausgeprägtem Afrikakolorit und immer häufiger auftretenden, teilweise sehr expliziten Sexszenen" beschreiben.

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Tags: afrika, dänische literatur, jakob ejersbo, liberty   (4)

  

 

Alles zerfällt
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alles zerfällt, chinua achebe

Alles zerfällt

Chinua Achebe , Uda Strätling , Reinhild Böhnke
Fester Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 02.04.2012
ISBN 9783100005403
Genre: Gegenwartsliteratur

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(OPEN CITY) BY COLE, TEJU[ AUTHOR ]Paperback 02-2012
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nigerianische literatur, new york, teju cole, open city

(OPEN CITY) BY COLE, TEJU[ AUTHOR ]Paperback 02-2012

Teju Cole
Flexibler Einband
Erschienen bei Faber and Faber, 02.02.2012
ISBN B0092FW4U8
Genre: Sonstiges

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Tags: new york, nigerianische literatur, open city, teju cole   (4)

  

 

Harraga
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boualem sansal, harraga

Harraga

Boualem Sansal , Riek Walther
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Merlin, 11.07.2011
ISBN 9783875362947
Genre: Gegenwartsliteratur

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Der Schwur der Barbaren
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der schwur der barbaren, boualem sansal

Der Schwur der Barbaren

Boualem Sansal , Regina Keil-Sagawe
Flexibler Einband: 468 Seiten
Erschienen bei Merlin, 22.03.2010
ISBN 9783875362800
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: boualem sansal, der schwur der barbaren   (2)

  

 

Das Dorf des Deutschen
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algerien, islamismus, nationalsozialismus, ss, schuld

Das Dorf des Deutschen

Boualem Sansal , Ulrich Zieger
Flexibler Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Merlin, 12.05.2009
ISBN 9783875362817
Genre: Gegenwartsliteratur

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Barroco tropical
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barocco tropical, jose eduardo agualusa, josé eduardo agualusa, angolanische literatur, literatur aus afrika

Barroco tropical

José Eduardo Agualusa , Michael Kegler
Fester Einband: 331 Seiten
Erschienen bei A1, 04.03.2011
ISBN 9783940666192
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Magischer Realismus aus Angola

"Barroco Tropical" ist nach "Das Lachen des Geckos" und "Die Frauen meines Vaters" der dritte ins Deutsche übersetzte Roman des 1960 geborenen angolanischen Autors José Eduardo Agualusa, der in Portugal, Brasilien und Angola lebt.

In der nahen Zukunft angesiedelt, dreht sich das Geschehen um den erfolgreichen Schriftsteller Bartolomeu Falcato, dem bei einer Verabredung mit seiner Geliebten, der berühmten Sängerin Kianda, eine tote Frau aus dem Himmel vor die Füße fällt.

Dass diese Frau das berühmte Ex-Fotomodell Núbia ist, die (ehemalige) Geliebte der Präsidentin, gibt der Geschichte zusätzliche Würze. Erst wenige Tage vorher hatte Bartolomeu Falcato Núbia in einem Flugzeug auf dem Weg nach Angola kennengelernt, ein Treffen, das Núbia gerne zwecks Kindeszeugung (in 11000 Meter Flughöhe) mit Bartolomeu benutzt hätte.

"Schließlich schlief ich ein, muss eingeschlafen sein, denn ich weiß, dass ich nackt über einen Strand lief, neben mir Núbia, als ich plötzlich die Augen wieder aufriss und sah, wie sie sich über mich beugte. Sie hatte ihre Bluse aufgeknöpft und den Büstenhalter gelöst. Dort, mitten in der rasenden Nacht, in elftausend Meter Höhe, erschien sie mir wie eine unantastbare Gottheit ..."

Die Brenzligkeit seiner Anwesenheit am Tatort erkennend, flüchtet er mit seiner Geliebten Kianda.

Dadurch löst er eine Kette von Ereignissen aus, die ihn in absurde und teilweise surreale Situationen bringen. Verschiedene ominöse Anrufer warnen ihn davor, dass sein Leben in Gefahr ist. Kianda erzählt Bartolomeus Frau in einer Therapiesitzung ihre Version der Affäre mit Bartolomeu, und Núbia erklärt an anderer Stelle, warum ein Kind von Bartolomeu so wichtig gewesen wäre.

José Eduardo Agualusa führt den Leser in Szenen, die immer wieder aus einer anderen Perspektive erzählt werden, durch diesen spannenden Roman, in dem es um Liebe, Tod, Intrigen, Krieg, Macht und ein nur vermeintlich demokratisches System geht, das allerdings natürlich nur eine verschleierte Diktatur ist. Das verlangt immer wieder nach einer harten Sprache, nach rauen Worten und Szenen, die unter dem Begriff "grausam" einzuordnen wären. Trotzdem hat man als Leser nie das Gefühl, José Eduardo Agualusa bedient sich dieser Gewalt, oder dieses Intrigenspiels aus Opportunismus, um die Verkaufszahlen zu steigern. Alles, was hier passiert, ist, egal wie absurd es im ersten Moment scheinen mag, stimmig und in sich geschlossen, auch wenn die Grenzen zwischen Hirngespinsten und Realität oft verschwinden.

Und so wird "Barocco Tropical" zu einem überdrehten und harten Gesellschaftsbild Angolas. Ein Angola des Ölgeschäfts, der Ausbeutung des angolanischen Volkes mit der unvermeidlich korrupten Szene, die dahinter steckt und vor keiner Gewalt zurückschreckt, um das angepeilte Ziel zu erreichen.

"Es war fast Mitternacht, als ich endlich meine Wohnung betrat. Jacó saß im Wohnzimmer. Tot. An einen Stuhl gefesselt. Er war stundenlang mit einer Lötlampe gefoltert worden. Ich nehme an, dass er in der Wohnung gewesen war, um etwas zu essen zu suchen ... er war also zufällig in der Wohnung, als Frutuoso Leitaos Gorillas, oder die von Botschafter Adibe, ich habe keine Ahnung, an der Tür geklingelt hatten."

Agualusa lässt eine große Anzahl an Protagonisten, die er in Hauptpersonen und Nebendarsteller unterteilt, die sich auch alle zu Beginn des Buches quasi vorstellen dürfen, zu Wort kommen. Ihre Erzählungen reihen sich wie Mosaiksteine zum Gesamtbild des Romans. Glaubhafte, verrückte, introvertierte und plastisch gezeichnete Figuren, die dank Agualusas narrativen Talents zu leben beginnen.

Dass dann am Ende schwarze Engel auf Hochhausruinen zu einem Suizid tanzen und die afrikanischen Mythen als Nährstoff des Romans immer deutlicher erkennbar werden, ist Teil der besonderen Handschrift Agualusas, der sich mit jedem seiner bisher erschienenen Romane immens gesteigert hat und bereits jetzt zu den interessantesten Autoren Afrikas gezählt werden muss.

Absolute Empfehlung.

(erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at)

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Tags: angolanische literatur, barocco tropical, jose eduardo agualusa, josé eduardo agualusa, literatur aus afrika   (5)

  

 

Autumn Quail
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nobelpreis, naguib mahfouz, ägyptische literatur, autumn quail, nagib machfus

Autumn Quail

Naguib Mahfouz
Flexibler Einband
Erschienen bei American Universuty in Cairo Press, 01.01.1988
ISBN B0012G8UQC
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: autumn quail, nagib machfus, naguib mahfouz, nobelpreis, ägyptische literatur   (5)

  

 

The Beggar
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nobelpreis, naguib mahfouz, ägyptische literatur, the beggar, nagib machfus

The Beggar

Naguib Mahfouz
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Random House Inc, 01.06.1990
ISBN 0385264550
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: nagib machfus, naguib mahfouz, nobelpreis, the beggar, ägyptische literatur   (5)

  

 

The Thief and the Dogs
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nobelpreis, naguib mahfouz, the thief and the dogs, ägyptische literatur, nagib machfus

The Thief and the Dogs

Naguib Mahfouz
Flexibler Einband
Erschienen bei Random House Inc, 01.09.1989
ISBN 0385264623
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: nagib machfus, naguib mahfouz, nobelpreis, the thief and the dogs, ägyptische literatur   (5)

  

 

Cairo Modern
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nobelpreis, naguib mahfouz, ägyptische literatur, cairo modern, nagib machfus

Cairo Modern

Nagib Machfus , Naguib Mahfouz , William M. Hutchins
Flexibler Einband: 243 Seiten
Erschienen bei Random House Inc, 05.12.2009
ISBN 9780307473530
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: cairo modern, nagib machfus, naguib mahfouz, nobelpreis, ägyptische literatur   (5)

  

 

Zina oder Die Nacht des Irrtums
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tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun, marokkanische literatur, literatur aus dem maghreb

Zina oder Die Nacht des Irrtums

Tahar Ben Jelloun
Fester Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, Reinbek
ISBN 9783498006013
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: literatur aus dem maghreb, marokkanische literatur, tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun, zina oder die nacht des irrtums   (6)

  

 

Harrouda
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tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, marokko, tahar benjelloun, marokkanische literatur

Harrouda

Tahar Ben Jelloun
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499132643
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: harrouda, literatur aus dem maghreb, marokkanische literatur, marokko, tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun   (7)

  

 

Mit gesenktem Blick
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tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, marokko, tahar benjelloun, mit gesenktem blick

Mit gesenktem Blick

Tahar Ben Jelloun
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499135118
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: literatur aus dem maghreb, marokkanische literatur, marokko, mit gesenktem blick, tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun   (7)

  

 

Der korrumpierte Mann
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marokko, korruption, freiheit, tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun

Der korrumpierte Mann

Tahar Ben Jelloun
Fester Einband: 187 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, Reinbek, 01.07.1998
ISBN 9783498005818
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: der korrumpierte mann, korruption, literatur aus dem maghreb, marokkanische literatur, tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun   (7)

  

 

Tag der Stille in Tanger
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marokko, tanger, borniertheit, tahar ben jelloun, glaube

Tag der Stille in Tanger

Tahar Ben Jelloun ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499128233
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: glaube, islam, literatur aus dem maghreb, marokkanische literatur, marokko, tage der stille von tanger, tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun, tanger   (10)

  

 

Sohn ihres Vaters
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Sohn ihres Vaters

Tahar Ben Jelloun ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB.
ISBN 9783499123023
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: islam, literatur aus dem maghreb, marrokanische literatur, nordafrika, sohn ihres vaters, tahar ben jelloun, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun, tradition   (9)

  

 

Bruder Zwilling
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diktatur, nuruddin farah, afrika, somalische literatur, somalia

Bruder Zwilling

Nuruddin Farah , Martin Hielscher
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 16.06.2010
ISBN 9783518461754
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Stillleben - die 1970er-Jahre in Somalia und die Diktatur

Nuruddin Farahs 1979 unter dem Originaltitel "Sweet and Sour Milk" veröffentlichter zweiter Roman beginnt mit dem Tod von Soyaan, der in den Armen seines Zwillingsbruders Loyaan stirbt. Loyaan spürt schnell, dass sein Bruder, entgegen allen Behauptungen, kein treuer Regierungsmitarbeiter war, sondern dass er ein Doppelleben geführt hat.

Unklarheit über die wirkliche Todesursache und ein Interview des Vaters, in dem er fälschlicherweise behauptet, beim letzten Atemzug Soyaans anwesend gewesen zu sein, sind mehr als genug Indizien für Loyaan, um zu verstehen, dass hier dunkle Seiten verborgen liegen, Geheimnisse, die er lüften möchte.

In diesem Interview mit der regierungstreuen Tageszeitung behauptet der Vater, dass Soyaans letzte Worte "Arbeit ist Ehre, und es gibt keinen General außer unserem General" gewesen wären, was auf absurde Weise zu einer posthumen Ehrung und der Benennung einer Straße nach Soyaan führen soll.
Loyaan will sich nicht damit abfinden, die Ehre seines Bruders durch diese posthume Schönredung politisch eingefärbt zu sehen und begibt sich auf eine abenteuerliche, gefährliche Reise ins Epizentrum der Macht und Gewalt, um seinen Bruder von der Ehre der Staatstreue reinzuwaschen. Auf diesem Weg wird er von vielen Menschen auf Teilstücken begleitet, unter Anderem auch von Soyaans letzter Freundin.

Zudem ist das Verhältnis zum gemeinsamen Vater, der seine Familie nach vielen Jahren wegen einer Zweitfrau verlassen hat, der aber trotzdem beansprucht, eine Art "Zweitgeneral" zu sein, mehr als gespannt.

"Die Methoden des Generals sind nicht anders als die des KGB, das kann ich Ihnen sagen. Befehle: Kenne jeden, der dich nicht kennt. Pflanze die Saat des Misstrauens in jeden denkenden Verstand und mach ihn so 'nicht denkend'."

In fast jeder Zeile spürt man die Ohnmacht des um jeden Preis gegen die Diktatur und Gewalt Anrennens. Auch traditionelle Riten und Stammesbräuche werden, in Gegenüberstellung zur Diktatur, erklärt, teilweise auch angeklagt. So schlägt sich Loyaan entgegen der Anweisung des Vaters auf die Seite seiner Mutter und Schwester.

"Jetzt sagte er: Soyaan sagte immer, wenn wir auch die Hernie der Unfähigkeit nicht restlos beseitigen können, so können wir doch versuchen, die Pusteln am Körper dieses politischen Systems zum Bluten zu bringen. Wir haben ein schwieriges Problem zu lösen ..."

Nuruddin Farah erzählt so eine spannende und brutal grausame Geschichte der Auflehnung im Sinne der moralischen Integrität, eine Erzählung, die er jedoch immer wieder bewusst durch surreal anmutende Gedankenströme aufbricht bzw. durch bewusst gesteuertes Verwischen der Erzählstruktur. Komplexe Prosa, die jedoch immer wieder von fast banalen und literarisch inkohärent anmutenden Momenten gestört wird. Dadurch entsteht ein bruchstückhafter Gestus, der im Gesamtbild dann doch zu wenig zwingend ist. Hinweise und Verbindungen zur Mythologie Afrikas sowie Parallelen zum Koran erweitern die Bandbreite von Nuruddin Farahs Prosa.

Die immer wieder, quasi als Leitmotiv der Doktors, in Erinnerung gerufenen Folterszenen sind detailgenaue Belege für die grausame Unmenschlichkeit der empathielosen Mitläufer und Opportunisten, die speziell in Diktaturen leicht zu finden sind.

Dem Rezensenten drängt sich jedoch die Frage auf, ob die politische Seite dieses Romans nicht zu sehr Mittel zum Zweck ist, bzw. ob sich die Erzählung nicht zu sehr der Bemühung unterordnet, eine politische Aussage abzugeben. Zu offensichtlich verschwindet die Erzählung zu Gunsten politischer Erklärungen in der zweiten Reihe.

"Der Meister der Großen Bedeutungslosigkeit? Nein, Medina irrt sich. Dieser Mann mordet. Dieser Mann hat genaue Pläne für unser Leben. Dieser Mann kann einen Menschen ausradieren und dann seine Seele in Besitz nehmen und ihn dann in den Augen seiner Freunde und derjenigen, die mit ihm gearbeitet und protestiert haben, diskreditieren ..."

Je weiter Loyaan in dieses Netz der Intrigen und Gewalt eindringt, desto undurchsichtiger wird das, was der Leser wahrnimmt. Verbindungen zum KGB erweitern das Netz, das möglicherweise doch zu viel strapaziert wird.
"Bruder Zwilling" ist ein wichtiger, früher Roman eines großen und wichtigen Schriftstellers, der hier schon viele Ansätze seiner reifen Werke erkennen lässt; ein Roman, der jedoch noch einige Unstimmigkeiten aufweist. Ein Roman, der zu viel will und dadurch nicht das erreicht, was er, mit feinerem Pinsel aufgetragen, erreichen hätte können. Eine stilistische Einzigartigkeit, die Nuruddin Farah in späteren Romanen präzise und überzeugend verfeinert hat.

(Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at, Roland Freisitzer; 07/2010)

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Tags: afrika, bruder zwilling, diktatur, mord, nuruddin farah, somalia, somalische literatur, tod   (8)

  

 

Zurückkehren
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frankreich, islam, tahar ben-jelloun, glaube, maghreb

Zurückkehren

Tahar Ben Jelloun
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 12.03.2010
ISBN 9783827009050
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
Tags: afrika, einwanderer, frankreich, glaube, islam, maghreb, marokkanische literatur, marokko, rituale, tahar ben-jelloun, tahar benjelloun, tradition, zurückkehren   (13)

  

 

Die Nacht der Tausend Nächte
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die nacht der tausend nächste, nobelpreis, afrikanische literatur, scheherazade, naghib mahfouz

Die Nacht der Tausend Nächte

Nagib Machfus , Doris Kilias
Flexibler Einband: 249 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 22.02.2010
ISBN 9783293204829
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
Tags: afrikanische literatur, die nacht der tausend nächste, naghib mahfouz, nagib machfus, nobelpreis, scheherazade   (6)

  

 

Maps
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afrikanische literatur, nuruddin farah, maps, somalia

Maps

Nuruddin Farah , Inge Uffelmann
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 21.07.2004
ISBN 9783518456309
Genre: Gegenwartsliteratur

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Tags: afrikanische literatur, maps, nuruddin farah   (3)

  

 

Das Buch der Träume
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nobelpreis, ägypten, ägyptische literatur, das buch der träume, träume

Das Buch der Träume

Nagib Machfus , Doris Kilias
Flexibler Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 01.10.2009
ISBN 9783293204645
Genre: Gegenwartsliteratur

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Die Frauen meines Vaters
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angola, dokumentarfilm, reise, liebe, luanda

Die Frauen meines Vaters

José Eduardo Agualusa , Michael Kegler
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei A1, 24.02.2010
ISBN 9783940666109
Genre: Gegenwartsliteratur

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Afrikanische Symphonie in vier Sätzen

José Eduardo Agualusas zweiter im A1 Verlag erschienener Roman "Die Frauen meines Vaters" ist ein groß angelegtes, sehr ambitioniertes literarisches Porträt des südlichen Afrikas. Eine bewegende Spurensuche durch Angola, Südafrika, Namibia und Mozambique.

Als die portugiesische Filmemacherin Laurentina von ihren Eltern erfährt, dass ihr leiblicher Vater niemand anders als der berühmte angolanische Musiker Faustino Manso ist, der nicht weniger als sieben Frauen und achtzehn Kinder hinterlässt, begibt sie sich mit ihrem Freund und zwei weiteren Mitreisenden auf eine spannende Reise, die nicht nur ein Forschen nach Fakten und Erzählungen aus und über das Leben ihres Vaters ist, sondern auch ihr Leben entscheidend verändern wird.

José Eduardo Agualusa erzählt seinen Roman aus ständig abwechselnden Perspektiven, wobei nicht immer gleich oder eindeutig klar ist, wer gerade am Wort ist, bzw. auch größeren Zeitsprüngen, die sich erst mit Verlauf des Romans in ein mehr oder weniger geordnetes Ganzes fügen.

Zusätzlich unterteilt Agualusa "Die Frauen meines Vaters" in vier quasi musikalische Sätze, die mit von der klassischen Symphonie abgeleiteten Satz- bzw. Tempobezeichnungen überschrieben sind und auch der traditionellen formellen Anlage (schnell, langsam, Scherzo oder Menuett, rasantes Finale) entsprechen: allegro ma non troppo, andante, menuett und presto e finale.

Das ist eine interessante Idee, die sich jedoch paradoxerweise nicht auf die innere Unterteilung oder gar den Verlauf des Romans auswirkt und daher fast aufgesetzt wirkt und leider wirkungslos verpufft. Da der musikalische Kontext dieses Romans im Bereich des afrikanischen Jazz zu finden ist, ist dem Rezensenten auch der Bezug zur klassischen Symphonie etwas schleierhaft.

José Eduardo Agualusas Prosa ist sehr abwechslungsreich, an vielen Stellen wunderbar inspiriert und mitreißend, treffend und extrem präzise die Stimmungen und Zustände der Protagonisten und des Landes weitergebend und zeichnend, während sie an anderen Stellen von dialogbedingten Durchhängern und Stilblüten geprägt ist, wie zum Beispiel eine vergleichende Anspielung auf einen aktuellen Kinofilm.

"Erinnern Sie sich an Gloria, das sympathische Nilpferd aus Madagaskar, dem Animationsfilm von DreamWorks?
Elisa Mucavele erinnert mich an Gloria."

Die subtile Verknüpfung der fiktiven Geschichte mit einer realen Reise, die der Autor mit der englischen Dokumentarfilmerin Karen Boswall und dem Fotografen Jordi Burch unternommen hat, trägt zur flirrenden, etwas sprunghaften und doch sehr stringenten Entwicklung dieses Romans bei.

Große Momente hat der Autor in den Passagen, in denen er Angola oder das Leben in Angola beschreibt, in denen er beiläufig afrikanische Stimmungen und Momente aus dem Ärmel schüttelt, die schlichtweg beeindruckend sind; auch die emotionalen Verstrickungen und Irrungen seiner Protagonisten gelingen ihm überzeugend, oft mit einem latent mitschwingenden erotischen Unterton.

"Langsam öffne ich meine rechte Hand, dann die linke. Rieche an ihnen. Der einzige Beweis, dass sie hier war, ist das beiläufige Brennen eines süßlichen Parfüms auf meiner Haut, in den Laken und Kissen. Der Widerhall eines Satzes: Deine Hände geschaffen für die Kelche meiner Brüste. Die verschwommene Erinnerung an glühende Lippen und einen leichten Körper, der auf meinem ruht."

Agualusa unterläuft der häufig anzutreffende Fehler der Talentierten, zu viel Aussage, zu viele Themen in sein Werk einarbeiten zu wollen, seinem Werk zu viel Gewicht mit auf den Weg geben zu wollen. "Die Frauen meines Vaters" ist ein Roman, der sowohl die Geschichte des Scheiterns einer Liebe als auch ein Liebesroman ist, der aber auch ein Roman über das südliche Afrika, die Musik Afrikas, Eros und Leidenschaft, sowie Politik ist, der die geschichtsbedingten Brücken zu Portugal und der Entwicklung Angolas gekonnt schlägt und zuguterletzt für den Verlauf des Romans überflüssigerweise Kinderpornografie ins Boot der Themen holt und somit gegen eben diese ein Zeichen setzt. Ein paar Themen und Anliegen weniger wären hier möglicherweise mehr gewesen.

Dennoch dominiert am Ende das wohltuende Gefühl, eine wichtige Entdeckungsreise ins Innere gemacht zu haben, und der Wunsch, das südliche Afrika selbst (wieder) zu bereisen und die Gewissheit, auch wenn die Qualität dieses Textes hie und da etwas abstürzt, einen starken, beeindruckenden Roman gelesen und einen äußerst talentierten Autor für sich entdeckt zu haben.

(Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at, Roland Freisitzer; 02/2010)

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Nagib Machfus , Doris Kilias
Fester Einband: 126 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 01.02.2009
ISBN 9783293004009
Genre: Gegenwartsliteratur

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