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Stephen King
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Hamburg, 01.01.1979
ISBN 9783552031081
Genre: Science-Fiction & Fantasy
Der Schriftsteller Ben Mears kehrt nach Jahren in die amerikanische Kleinstadt Jerusalem`s Lot (auch Salem`s Lot oder The Lot), in der er als Kind lebte, zurück. Er interessiert sich für das Marsten-Haus, das bedrohlich über der Stadt drohnt und möchte einen Roman über dieses schreiben. Doch er ist nicht der einzige Neue in Salem`s Lot; zwei Antiquitätenhändler eröffnen ihr Geschäft in der kleinen Stadt und haben zudem das berüchtigte Marsten-Haus gemietet. Kurz nach Bens Eintreffen geschehen merkwürdige Dinge; ein Junge verschwindet, sein Bruder stirbt und immer mehr Menschen scheinen von einer seltsamen Krankheit befallen zu sein. Bald erwacht in Ben die Ahnung, dass ein Vampir sein Unwesen treibt und er will der Sache auf den Grund gehen. Nach und nach findet Ben Freunde in Salem`s Lot die ihn bei seinem Kampf gegen das Böse unterstützen.
„Brennen muss Salem“ ist Kings zweites Buch und ein richtiger Horrorroman. Er erschien erstmals 1975 und ist jetzt als Neuveröffentlichung zu haben mit zwei Kurzgeschichten und gestrichenen Szenen.
Ich hatte, als ich es in der Buchhandlung in der Hand hielt, so meine Bedenken, ob dieses Buch wirlich etwas für mich ist. Denn als ich mir den Klappentext durchlas, sprang mir ein Wort entgegen was mich ersteinmal abschreckte: Vampir! (Übrigens hat diese Andeutung viel von der Spannung genommen, da man schon von Anfang an weiß, womit man es zu tun hat) Mein erster Gedanke war; oh nein Stephen King hat ein Buch über Vampire geschrieben?
Ich hab Twilight gelesen und jetzt ersteinmal die Nase voll von blutsaugenden Wesen, einzig die Tatsache, dass das Buch von King ist hat mich zum Kauf bewegt.
Jetzt hab ich die Geschichte durch und muss sagen, für mich hat es sich gelohnt. Ich finde man merkt, dass es ein Buch aus Kings jüngeren Jahren ist und er selbst sagt in einem Vorwort: „Ich sehe zwar alle Dellen und Kratzer, die es an seinen Kotflügeln hat […] aber ich finde auch viele starke Passagen.“ So ging es mir auch, manchmal hab ich das Buch beiseite gelegt und gedacht; ein typischer Vampirroman eben, aber oft schimmert auch Kings Art durch die sich durch alle Bücher zieht.
Den Einstieg fand ich gewöhnungsbedürftig und er gefällt mir auch jetzt noch nicht so gut. Mit der Hauptperson Ben Mears konnte ich mich zuerst auch nicht so gut identifizieren, da ich gerade Misery beendet hatte, wollte ich nicht wieder ein Buch über einen Autor lesen. Aber nachdem die Handlung immer mehr ins Rollen kam, störte mich das überhaupt nicht mehr. Was mich allerdings störte war der häufige Perspektivwechsel, besonders am Anfang. Ich wollte oft noch mehr von der gerade wichtigen Person wissen und dann kam eine andere, aber das lies im Laufe des Buches auch nach. Besonders gut haben mir die „Bösen“ gefallen, die ganz nach meinem Geschmack waren. ;) Auch die Freunde, die Ben mit der Zeit findet gefallen mir und ich finde es fügt sich alles gut zusammen. Leider habe ich den Rat den Stephen King im Vorwort gegeben hat, nicht wargenommen, er schrieb man solle das Buch am besten im Dämmerlicht, also abends und nur mit wenig Beleuchtung, genießen. Und hätte ich das getan, hätte ich mich bei gewissen Szenen sicher mehr gegruselt, denn die Horrorszenen waren wirklich gut geschrieben und zum Fürchten. Aber da mich die Handlung so mitgerissen hat, dass ich in jeder freien Minute, also auch im Garten bei schönstem Sonnenschein, gelesen habe, fiel es mir manchmal schwer Angst zu haben. Aber wenn ich mal abends gelesen habe, habe ich mich danach auch nicht mehr aus dem Bett getraut ;)
Mein Fazit: Wer ein richtiges Horrorbuch lesen will, kann auf „Brennen muss Salem“ zurückgreifen, auch wenn die Handlung zuerst nach einer typischen Draculageschichte aussieht. Es lohnt sich auf jeden Fall und als Stephen King Fan ist es sowieso ein Muss!
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