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Wo fahren wir hin, Papa?
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(62)

88 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 37 Rezensionen

behinderung, vater, kinder, frankreich, behinderte kinder

Wo fahren wir hin, Papa?

Jean-Louis Fournier , Nathalie Mälzer-Semlinger
Flexibler Einband: 155 Seiten
Erschienen bei dtv, 22.10.2009
ISBN 9783423247450
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Kinder sind ein Geschenk des Himmels - wer es wagt diesem Satz zu widersprechen, sollte damit rechnen zumindest scheel angeblickt zu werden. Klar, so etwas kann nur aus dem Munde eines/r Kinderlosen kommen, Egoisten, Hedonisten oder dergleichen. Doch ein Elternteil das einer solchen Aussage widerspricht? Undenkbar!
Jean-Louis Fournier riskiert es, 156 Seiten lang. Er ist Vater zweier Söhne, zweier schwerstbehinderter Söhne, die 'nichts als Stroh im Kopf haben'. Und nie käme es ihm in den Sinn zu sagen, er ist ein 'stolzer Vater'. Fournier leidet: Leidet an dem Unglück das über ihn hereinbrach, das es ihm unmöglich macht, sein Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben, nie Enkelkinder an der Hand zu halten, nie stolz sein zu können auf seine Nachgeborenen. Er leidet auch mit, nein, für seine Söhne: dass ihnen so viele Dinge unbekannt bleiben, so viel Schönes und Gutes. Es ist ein einziger Schmerz der aus ihm spricht und dem er offenbar nichts entgegenzusetzen hat als seinen sarkastischen Humor.
Er liebt seine Kinder, doch es ist keine selbstlose Liebe wie sie Müttern vielleicht leichter fällt. Für ihn sollte es eine Liebe auf Gegenseitigkeit sein: Er würde ihnen das Fundament für ein eigenständiges selbstverantwortliches Leben vermitteln und im Gegenzug würde es ihn mit Stolz erfüllen. Er gibt ihnen Zärtlichkeit und Zuwendung und erhielte Gleiches zurück. Er 'opfert' ihnen einen Abschnitt seines Lebens und bekäme dafür von ihnen (oder deren Kinder) gemeinsame Zeit in der Zukunft. Doch nichts davon wird geschehen. Seine Liebe ist vertane Liebe, denn es kommt nichts (oder so gut wie nichts) zurück - so seine Sicht.
Fournier schildert zu kurzen Momentaufnahmen aus dem Zusammenleben mit seinen Söhnen seine Gedanken und Überlegungen, die locker leicht daher kommen und durchaus ein Schmunzeln bei den Lesenden erzeugen, aber die Unzufriedenheit und das Hadern mit seinem Schicksal nicht verbergen können.

‚Und nun?’ fragt sich die wohlgesonnene Leserin (denn Leser wird dieser unverhüllte Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt eines Vaters wohl nur wenige finden). Soll ich dieses Buch denn nun kaufen oder nicht? Um mit Radio Eriwan zu antworten: Im Prinzip jein, denn…
- Für 12,80 € erhält man nur wenig Geschriebenes (die 156 Seiten könnte man durchaus auf die Hälfte zusammenrücken, soviel Leerraum beinhaltet dieses Buch), aber der Inhalt wird einen wohl länger beschäftigen als manch dicker Schmöker.
- Man amüsiert sich über die spitzen Bemerkungen des Autors um kurz darauf voller Empörung über seinen bitteren Sarkasmus das Buch zur Seite zu legen. Doch nur wenig später kann man vor lauter Tränen des Mitgefühls kaum noch den Text lesen bis man bei der nächsten amüsanten Bemerkung angelangt ist. Und so weiter…
- Selten hat ein Mensch so unverblümt und ehrlich sein Innerstes nach Außen gekehrt, noch dazu aus einer solch persönlichen Situation heraus – doch will man das wirklich wissen?

Ich wollte – und empfand die Lektüre als eine Bereicherung. Anteil nehmen zu dürfen an diesem Leben und die Einsicht, dass alles Hadern mit dem Schicksal nichts hilft, so unerträglich es auch sein mag. Auch wenn es kaum vorstellbar scheint, manche Dinge müssen akzeptiert werden um die Freude am Leben wiederzufinden.

Und nun? Kaufen Sie das Buch?

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Tags: autobiographisch, behinderte kinder, frankreich, gegenwart, melancholisch   (5)

  

 

Die Bounty
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(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

england, fakten, henker, seefahrt, 18. jh

Die Bounty

Caroline Alexander , Peter Franke
Audio CD
Erschienen bei Jumbo Neue Medien, 01.08.2004
ISBN 9783833711503
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Caroline Alexander hat es sich zur Aufgabe gemacht, jede noch so kleine Information, die in irgendeiner Art und Weise mit der Meuterei auf der Bounty zu tun hat, herauszufinden und in ihrem Buch festzuhalten. Diejenigen, die einen oder auch mehrere der zum Teil berühmten Filme zu diesem Thema gesehen haben, werden von der Fülle an neuen, auch recht überraschenden Details verblüfft sein.
Doch genau dies wird zum Problem der Hörbuchfassung: Jede Person, die in irgendeiner Form in der fraglichen Zeit mit der Bounty in Berührung kam, ob Verwandte, Freunde, Rechtsbeistand, Richter und und und, wird bis ins Kleinste beschrieben. Der familiäre Hintergrund, der berufliche Lebensweg, das Private –nichts ist so unwichtig, als dass es nicht vermerkt würde. Im Buch mag man bei Orientierungsschwierigkeiten gegebenenfalls zurückblättern können. In der Hörbuchfassung hat man unglücklicherweise nur ein dünnes Beiheft zur Hand, in dem die Schiffsmannschaft der Bounty verzeichnet ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass Peter Franke durch seine nahezu gleichbleibende Sprechweise nicht in der Lage ist, den einzelnen Figuren eine unverwechselbare Identität zu verleihen. Spätestens nach der 3. CD lässt somit die Aufmerksamkeit nach und man ist glücklich, zumindest die Spuren der wichtigsten Personen nachvollziehen zu können (zumindest ging es mir so).
Für Interessierte ist die Aufarbeitung dieses historischen Ereignisses durchaus zu empfehlen - allerdings eher in Buchform.

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Tags: 18. jh, england, geschichtsreportage, kapitän bligh, nüchtern, sachbuch, südsee   (7)

  

 

Atmen einstellen, bitte!
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innenansichten, 2000, peking, ernst, strittmatter

Atmen einstellen, bitte!

Kai Strittmatter , Roland Koch
Audio CD: 2 Seiten
Erschienen bei Picus Verlag
ISBN 9783854526568
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auch wenn dieses Audiobuch nun schon acht Jahre alt ist - es ist noch immer ein Gewinn es zu hören.
Strittmatter, als Korrespondent der 'Süddeutschen Zeitung' in Peking, vermittelt Einblicke in das Leben, die Gefühle und die Gedanken der dort lebenden Menschen. Ernstes wie auch Amüsantes findet hier seinen Platz, Einblicke in die Pekinger Punkszene stehen neben Erinnerungen an das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Die vielfältige Glaubenswelt wird ebenso dargestellt wie die barbarische Vorgehensweise der Regierung mit den traditionellen historischen Gebäuden und deren Bewohner.
Insgesamt sind es 12 Beiträge mit knapp 140 Minuten, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Alltags in Peking auf humorvolle wie auch eindringliche Art und Weise befassen.
Fünf Sterne hätte das Hörbuch verdient - ja, wenn nur nicht der Sprecher wäre. Roland Koch liest weitgehend monoton den Text herunter, von Betonung und/oder Akzentuierung keine Spur. Schade, es wäre sonst perfekt gewesen.

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Tags: 2000, amüsant, china, ernst, innenansichten, peking, strittmatter   (7)

  

 

Der Umbau der Industriegesellschaft
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umweltpolitik, 1988, sachbuch, brd

Der Umbau der Industriegesellschaft

Joschka Fischer
Flexibler Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 01.02.1997
ISBN 9783821811260
Genre: Sonstiges

Rezension:

20 Jahre ist es her, als dieses Buch erschien. Eine Zeitspanne, die für ein Sachbuch, insbesondere ein politisches, mehr als ausreichend ist, um es als nicht mehr zeitgemäß und völlig überholt in die (Altpapier)Tonne zu klopfen. Sicher, für Vieles in diesem Buch mag dies auch zutreffend sein, aber es gibt auch Einiges, was Einen gerade jetzt staunen macht.
Einen Großteil der Lektüre machen Anklagen und Vorwürfe gegen die damalige (nicht oder kaum existente) Umweltpolitik und die damit verbundenen Akteure aus. Man kommt immer wieder ins Staunen: 20 Jahre ist das her? Nordseesterben, verdreckte Flüsse, Waldsterben, Müllberge - es hat sich doch schon Einiges getan.
Verblüffend ist auch, wie geradezu hellsichtig Fischer manche Beispiele ausgewählt hat: 'Was, so stellt sich die Frage, wäre denn los gewesen in dieser unserer Bundesrepublik, wenn im Sommer des Jahres 1987 nicht die Nordsee ökologisch am Umkippen und die niedlichen Robben am Krepieren gewesen wären, sondern wenn stattdessen eine westdeutsche Großbank in die Zahlungsunfähigkeit hineingeschlittert wäre und statt der Robben reihenweise Kapitalanleger und Sparer ihren letzten Heuler von sich gegeben hätten? Bundesregierung und Kreditwirtschaft hätten sofort gehandelt. Was rede ich, sie hätten es überhaupt nicht soweit kommen lassen. An sofortigen und sofortigsten Stützungsprogrammen in Milliardenhöhe hätte es nicht gefehlt, kein Gesetz der Marktwirtschaft wäre heilig genug gewesen, auf daß man es nicht unverzüglich außer Kraft gesetzt hätte, wenn es einer Rettung der angeschlagenen Großbank im Wege gestanden hätte.' (S. 45f)
Vergnügen bereiten seine bildhaften Beschreibungen bzw. 'nette Sottisen' wie die ZEIT damals schrieb: '..Klaus Töpfers gattungsgeschichtlicher Rückfall in das Zeitalter der Wirbellosen.' (S. 25) und 'Gegenüber diesem wahnsinnigen Tempo des Herrn Töpfer und der Bundesregierung wirkt eine Schnecke wie Ben Johnson bei dem Gewinn der Goldmedaille - uneinholbar schnell.' (S. 49)
Doch Fischer geht über die Rolle des Anklägers hinaus. Für ihn sind die Industrialisierung und der Sieg des Kapitalismus über den Sozialismus unumstößliche Tatsachen, die jedoch ein grundsätzliches ökologisches Umdenken erfordern, was in vielen Politikbereichen zu deutlichen Veränderungen führen würde. Und genau in dieser Forderung ist er erstaunlich aktuell:
'Für die neoliberale Angebotstheorie wurde eine betriebswirtschaftlich durchaus sinnvolle Logik zu einer volkswirtschaftlichen Handlungsstrategie mit katastrophalen Konsequenzen erhoben, denn letztendlich bedeutet dieser Sieg der Betriebswirtschaft über die Volkswirtschaft in Theorie und politischer Praxis eine historische Regression in die Frühzeit eines zügellosen Wirtschaftsliberalismus..' (S. 63). Kommt einem das angesichts der Bankenkrise nicht erstaunlich bekannt vor?
Alles in allem, ein (zum Teil auch vergnüglicher) Rückblick auf die Umweltpolitik Mitte der 80er Jahre mit teilweise überraschender Aktualität.

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Tags: 1988, brd, sachbuch, umweltpolitik   (4)

  

 

Bericht eines Schiffbrüchigen
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dessen bericht marquez aufgezeichnet hat, wie selbst in momenten der völligen verzweiflung und kraftlosigkeit sein lebenswille wieder die oberhand bekam. beeindruckend!, schiffbrüchig, erfahrungen, trinken und werkzeuge auf einem floß auf dem meer bevor e

Bericht eines Schiffbrüchigen

Gabriel García Márquez
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 01.08.1998
ISBN 9783462015362
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Diese Geschichte, die sich tatsächlich ereignet hat, ist schnell erzählt: Mann geht über Bord und treibt 10 Tage ohne Essen, Trinken und Werkzeuge auf einem Floß auf dem Meer bevor er das Festland erreicht. Sollte jemand einen Bericht à la Robinson Crusoe erwarten, wird er/sie enttäuscht. An tatsächlichen Ereignissen geschieht wenig bis nichts. Der Schiffbrüchige, dessen Bericht Marquez aufgezeichnet hat, schildert sachlich und detailliert sein Überleben auf dem Floß. Anschaulich wird dargestellt, wie selbst in Momenten der völligen Verzweiflung und Kraftlosigkeit sein Lebenswille wieder die Oberhand bekam. Beeindruckend!

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Tags: dessen bericht marquez aufgezeichnet hat, die sich tatsächlich ereignet hat, diese geschichte, dokumentation, ist schnell erzählt: mann geht über bord und treibt 10 tage ohne essen, ozean, schiffbrüchig, schildert sachlich und detailliert sein überleben auf dem floß. anschaulich wird dargestellt, trinken und werkzeuge auf einem floß auf dem meer bevor er das festland erreicht. sollte jemand einen bericht à la robinson crusoe erwarten, wie selbst in momenten der völligen verzweiflung und kraftlosigkeit sein lebenswille wieder die oberhand bekam. beeindruckend!, wird er/sie enttäuscht. an tatsächlichen ereignissen geschieht wenig bis nichts. der schiffbrüchige   (11)

  

 

Mein deutsches Dschungelbuch
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deutschland, humor, provinz, russland, lustig

Mein deutsches Dschungelbuch

Wladimir Kaminer
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.10.2005
ISBN 9783442459452
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Endlich, mein erster Kaminer :-) Es soll zwar deutlich bessere Bücher von ihm geben, mir hat das Dschungelbuch dennoch gefallen. In kurzen Geschichten beschreibt er die Städte, Menschen und/oder Erlebnisse, die ihm auf seinen Lesereisen begegnen. Obwohl er sich meist nur wenige Stunden vor Ort aufhält, gelingt es ihm vielfach, das Wesentliche zu benennen (ich denke beispielsweise an Kiel, Osnabrück und Northeim, gilt aber auch für viele andere). Da mir rund drei Viertel der beschriebenen Örtlichkeiten mehr oder weniger gut bekannt sind, muss ich sagen: Der Wiedererkennungswert ist recht hoch - und das steigert die Freude beim Lesen beträchtlich. Allzuviel Tiefgang sollte man nicht erwarten, dazu sind die Geschichten einfach zu kurz.
Zusammengefasst: Menschen, denen die vorkommenden Lokalitäten bekannt sind, werden ihre Freude an diesem Buch haben; für die Anderen mag es etwas dröge sein.

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Tags: deutschland, gegenwart, humorvoll, reisebericht   (4)

  

 

Abraham zwischen den Welten
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nonfiction, gegenwart, gesellschaftsbeschreibung, israel

Abraham zwischen den Welten

Thorsten Schmitz , Helmut Berger
Audio CD
Erschienen bei Picus Verlag
ISBN 9783854526506
Genre: Sonstiges

Rezension:

So häufig wie Israel in den Nachrichten erwähnt wird - da meinen vermutlich viele, dieses Land zu kennen, obwohl sie noch nie dort waren. Doch auch nach einem Besuch bieten diese Berichte noch einiges an Überraschungen - Israel wie man es nicht kennt. Schmitz stellt in seinen Reportagen anhand der unterschiedlichsten Menschen die Gesellschaft dieses Landes dar: Abraham, der aus einer orthodoxen Familie in das moderne Leben nach Tel Aviv geflüchtet ist; Dahlia, die ihr ganzes Leben nur der Unterstützung ihrer Familie, ihren Freunden und all denen, die sie brauchen, widmet; Siva Mogos, die mit ihrer Familie aus Äthiopien kam; Familie Dorom, deren Sohn Itama religiös und von Palästinensern ermordet wurde; und und und.
Der Autor erzählt nicht nur deren Geschichten, sondern liefert auch Hintergrundinformationen, die manches, was ansonsten in vielen 'normalen' Zeitungen zu lesen ist, in anderem Licht erscheinen lassen. Das Ganze manchmal ernst, manchmal witzig, aber immer spürt man die Sympathie, die Schmitz für dieses Land hegt.
Helmut Berger liest dies in einer sehr ansprechenden Art und Weise - es macht einfach Freude ihm zuzuhören.

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Tags: gegenwart, gesellschaftsbeschreibung, israel, nonfiction   (4)

  

 

Toujours Provence
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provence, frankreich, nonfiction, liebevoll, wein

Toujours Provence

Peter Mayle , Gerhard Beckmann
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.04.2000
ISBN 9783426617465
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Peter Mayle, Brite der seit vielen Jahren in der Provence lebt, schildert in mehrseitigen Geschichten auf zärtliche und humorvolle Art und Weise das Leben dort im Besonderen und im Allgemeinen. Mit jedem Satz spürt man, wie sehr er seiner neuen Heimat verbunden ist: den Menschen, der Natur, dem Klima, dem Essen und Trinken. Bei soviel Liebe wird selbst der in Frankreich bestehende Bürokratismus mit einem zwinkernden Auge betrachtet. Und bei einem Besuch in 'Good Old England' wird klar, dass er in der Provence nichts, aber auch gar nichts vermisst (sieht man von den Sanitärinstallationen ab).
Charmant ist die Idee, immer wieder französische Wörter oder Sätze einfließen zu lassen - man glaubt die Provence direkt vor sich zu haben. Für Französisch-Unkundige gibt es zwar ein Glossar, doch sind bedauerlicherweise nicht alle Begriffe enthalten. Dies schmälert zwar nicht das Verständnis, doch vielleicht das Lesevergnügen bei ständigem nach Hintenblättern.
Alles in allem für Frankophile ganz sicher ein Genuss und für ProvenceliebhaberInnen auf jeden Fall ein Muss!

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Tags: frankreich, gegenwart, humorvoll, liebevoll, nonfiction, provence   (6)

  

 
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