Zabou1964

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Kölner Luden
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Kölner Luden

Stefan Keller
Flexibler Einband: 273 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, 04.02.2013
ISBN 9783839213780
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Zechenbrand
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Zechenbrand

Margit Kruse
Flexibler Einband: 307 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, 04.02.2013
ISBN 9783839213827
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Nachdem mir bereits der erste Fall für Margareta Sommerfeld sehr gut gefallen hatte, musste ich natürlich auch den zweiten Band dieser Reihe um die sympathische Hobbydetektivin aus Gelsenkirchen lesen. Schon das Cover macht klar, mit welcher Berufsgruppe sich die Autorin in diesem Roman beschäftigt: Es zeigt einen typischen Bergmannshut vor einer zerbrochenen Fensterscheibe, wie sie für brachliegende Industriegebäude typisch ist.

Die stillgelegte Zeche „Bergmannsglück“ soll abgerissen werden. Auf dem Gelände sollen neue Betriebe angesiedelt werden. Eine Bürgerinitiative, der auch Margaretas Bruder Gisbert angehört, ist für den Erhalt der historischen Gebäude und die Einrichtung einer Begegnungsstätte. Als eines Tages der junge Kevin, Sohn von Gisberts Nachbar Koslowski, erschlagen auf dem Gelände aufgefunden wird, schwört Margareta sich, den Täter zu finden. Die Lage spitzt sich zu, als kurz darauf eine zweite Leiche entdeckt wird. Doch Margareta gibt nicht auf und bringt sich damit selbst in Gefahr.

Margit Kruses Büchern merkt man an, dass sie ein echtes Kind des Ruhrpotts ist. Sie schaut den Leuten aufs Maul, beschreibt humorvoll deren Auftreten und Sprache. Dabei verliert sie aber nicht den Blick für die Sorgen und Nöte der Menschen: Arbeitslosigkeit, ärmliche Verhältnisse und Perspektivlosigkeit. Die Zerstörung von Industriedenkmälern ist ein weiteres Thema, das in diesem Roman angeschnitten wird.

 Die Figuren sind sehr authentisch beschrieben. Besonders amüsant fand ich die Darstellungen des Kumpels Norbert Koslowski, der mir mit seinem Ruhrpottdialekt immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Auch der etwas schräge Biologielehrer Löschke, der Margareta nach einer gemeinsamen Nacht nicht mehr von der Seite weichen will, ist köstlich beschrieben. Margaretas Schnüffeleien sind wieder sehr unkonventionell und chaotisch. Sie verstrickt sich dermaßen in Lügen, dass ich kaum noch folgen konnte. Gemeinsam mit ihr tappt der Leser im Dunkeln und kann so miträtseln, wer die Morde begangen hat. Es gibt einige Verdächtige. Wer der wahre Mörder ist, erfährt man erst ganz zum Schluss.

 Neben allem Lob muss ich hier allerdings auch mal Kritik üben. Das Buch enthält sehr viele Rechtschreibfehler, die mich erheblich in meinem Lesefluss gestört haben. Ich frage mich ernsthaft, ob es beim Gmeiner Verlag keinen Korrekturleser gibt. Da mir der Kriminalroman aber ansonsten wieder rundum gefallen hat, möchte ich dafür keinen Stern abziehen.

 Fazit:

Ein spannender Fall für Margareta Sommerfeld, die erneut mit viel Charme und Witz im Ruhrpott ermittelt.

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Ostfriesenblut
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92 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 10 Rezensionen

ostfriesland, krimi, schwarze pädagogik, mord, norddeich

Ostfriesenblut

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 327 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 05.02.2008
ISBN 9783596166688
Genre: Krimi & Thriller

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Zorn - Vom Lieben und Sterben
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145 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

mord, krimi, zorn, deutschland, missbrauch

Zorn - Vom Lieben und Sterben

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783596195077
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich durch eine Leseprobe bei „Vorablesen“ aufmerksam geworden. Mir war diese Reihe, die in Halle/Saale spielt, bisher völlig unbekannt. Schon das Cover ist ein echter Hingucker. In großen Lettern prangt der Name des Hauptkommissars Zorn darauf, wobei das „O“ aussieht wie ein Durchbruch in einer Mauer. Die Buchstaben sind reliefartig auf den Buchdeckel geprägt.

In Halle/Saale passiert nicht viel. Hauptkommissar Claudius Zorn und sein Kollege Schröder, der frisch aus dem Krankenhaus entlassen wurde, müssen sich mit einer Einbruchserie in einer Kleingartensiedlung herumschlagen. Bis eines Morgens ein Radfahrer tot aufgefunden wird, der durch ein Drahtseil, das quer über einen Weg gespannt war, beinahe geköpft wurde. Doch dieser junge Mann soll nicht das einzige Opfer bleiben. Schon bald wird ein zweiter Toter gefunden: ein Freund des ersten Ermordeten. Die Ermittlungen der beiden unkonventionellen Kommissare laufen auf Hochtouren.

Neben der extrem spannenden Handlung bietet dieser Thriller außergewöhnliche Figuren. Claudius Zorn ist ein eher unzufriedener, fauler Polizist, der unter der Trennung von seiner Freundin leidet. Unangenehme Arbeiten schiebt er auf seinen Kollegen Schröder ab. Dieser ist, obwohl er dick ist, wesentlich agiler als sein Vorgesetzter. Schon bald wird klar, dass er mit einem privaten Problem zu kämpfen hat, das dem Leser allerdings erst am Ende offenbart wird. Die junge Staatsanwältin Frieda Borck ist eine resolute Frau, die Zorn immer wieder Dampf machen muss. Auch über sie erfährt der Leser erst im letzten Drittel etwas Privates.

Der Fall selbst ist sehr spannend, da es nicht bei den zwei Opfern bleibt. Die Kommissare nehmen immer wieder neue Spuren auf und ermitteln in alle Richtungen. Obwohl der Leser durch den auktorialen Stil der Polizei manchmal etwas voraus ist, war mir bis zum Ende nicht klar, wer der Mörder ist.

Zart besaitete Leser sollten jedoch lieber die Finger vom Buch lassen, da es ein paar sehr brutale und blutige Schilderungen gibt. Was die Todesarten angeht, hat der Autor eine sehr rege Fantasie. Bei einigen Szenen musste ich tief durchatmen und das Buch kurz beiseite legen. Diese Phasen haben allerdings nie lange gedauert, weil ich viel zu dringend wissen wollte, wie es weitergeht.

Obwohl ich den ersten Teil dieser Reihe nicht gelesen hatte, konnte ich der Handlung sehr gut folgen. Den ersten Band habe ich mir allerdings bereits gekauft und werde ihn bald lesen. Ich hoffe sehr, dass diese Reihe um die Hauptkommissare Claudius Zorn und Schröder fortgesetzt wird.

Fazit:
Spannung pur gepaart mit originellen Figuren und einer plausiblen Geschichte, das sind die Zutaten, aus denen ein Thriller gemacht sein muss. Ich vergebe die volle Punktzahl.

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Tags: halle/saale, jugendliche, mordserie, sachsen-anhalt   (4)

  

 

Zorn – Tod und Regen
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252 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 101 Rezensionen

krimi, mord, zorn, regen, schröder

Zorn – Tod und Regen

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 26.04.2012
ISBN 9783596193059
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nachdem ich bei „Vorablesen“ den zweiten Teil der Reihe gewonnen hatte und total begeistert war, wollte ich natürlich ebenfalls den ersten Teil dieser neuen Serie lesen. Auch dieser Fall konnte mich überzeugen, obwohl die Tatsache, dass ich die Fortsetzung schon kannte, mir einiges an Spannung genommen hat.

Die Ermittler Hauptkommissar Claudius Zorn und sein Kollege Schröder könnten unterschiedlicher nicht sein. Zorn ist unmotiviert, schlecht gelaunt und will am liebsten seine Ruhe haben. Schröder dagegen ist zuverlässig und akribisch. Dieses ungleiche Gespann wird mit einem äußerst brutalen Mord konfrontiert. In einer Lagerhalle wird lediglich eine riesige Blutlache gefunden. Von der Leiche fehlt jede Spur. Erst einige Tage später wird sie, sorgsam auf eine Bank an der Saale drapiert, gefunden. Zorn und Schröder stehen vor einem Rätsel. Da der Täter keinerlei Spuren hinterlassen hat, gestalten sich die Ermittlungen sehr schwierig. Während sie im Dunkeln tappen, braut sich im Hintergrund schon die nächste Katastrophe zusammen. Und schon bald gibt es einen weiteren Toten. Die Lösung des Falls wird dringender denn ja. Denn der Tote ist kein Unbekannter in Halle.

Dieser Krimi hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite fesseln können. Der Leser erhält nicht nur Einblick in die Ermittlungsarbeit der beiden Kommissare, sondern bekommt auch die Sicht des Täters zwischendurch immer wieder geschildert. Dadurch ist er der Polizei einen kleinen Schritt voraus. Die Identität des Mörders erfährt er aber nicht, sodass man miträtseln kann.

Zorn und Schröder sind eigentlich beide nicht sonderlich sympathisch. Trotzdem habe ich sie beide in mein Herz geschlossen, weil es originelle Figuren sind. Das eine oder andere Klischee bedient der Autor zwar, aber das finde ich nicht weiter tragisch. Die Stadt Halle/Saale wird gut beschrieben, wobei der Autor weder den Namen der Stadt noch den des Flusses jemals erwähnt. Ich habe jedoch einige Plätze wiedererkannt und finde deren Darstellung sehr gelungen.

Die Auflösung des Falls war für mich vollkommen überraschend, aber dennoch plausibel erklärt. Der Showdown, zu dem es am Ende kommt, ist vielleicht etwas übertrieben, bringt aber Action in die Story. Die Schilderung der Morde ist sehr detailliert. Zartbesaiteten Lesern sei also empfohlen, sich lieber eine seichtere Lektüre zu suchen.

Stephan Ludwig ist meine Entdeckung des Jahres 2012. Dieser Autor steht seither ganz oben auf meiner Liste der Krimiautoren. Ich warte gespannt auf weitere Werke aus seiner Feder.

Fazit:
Spannender Auftakt zu einer neuen Serie, die ich mit Begeisterung verfolgen werde.

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Tags: halle/saale, mord, sachsen-anhalt, serie, thriller   (5)

  

 

Im Visier des Todes
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83 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

fotograf, mord, paris, schwester, thriller

Im Visier des Todes

Olga A. Krouk
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Lyx, 01.09.2012
ISBN 9783802586408
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Mit ihrem neusten Werk beschreitet die Autorin Olga A. Krouk einen neuen Weg. Ihre vorherigen Romane sind dem Genre Fantasy zuzuordnen. „Im Visier des Todes“ dagegen ist ein Romantic Thriller. Hiermit beweist die Autorin ihre Vielschichtigkeit und Wandlungsfähigkeit. Ihr ist es erneut gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.

Schon der Prolog bescherte mir eine Gänsehaut. Es wird ein Fotoshooting beschrieben, das ganz und gar nicht gewöhnlich ist. Was es damit auf sich hat, erfährt der Leser allerdings erst im Laufe der Geschichte. Vom Tod ihrer jüngeren Schwester Céline, die als Model arbeitete, wird die etwas unauffällige und angepasste Leah komplett aus der Bahn geworfen. Als ihr Fotos des bewussten Fotoshootings zugeschickt werden, steht sie zunächst unter Schock. Bei der Beerdigungsfeier begegnet ihr der Fotograf Kay, der ihre Schwester gut gekannt hat. Doch der junge Mann verhält sich sehr seltsam. Leah beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen und begibt sich in die Welt der Mode und Models. Doch sie muss schon bald erfahren, dass ihr Einsatz nicht unbemerkt bleibt und fatale Folgen für sie und ihre Mutter hat.

Neben den vielen spannenden Szenen kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, diese beiden Elemente miteinander zu kombinieren. Leah entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu einer selbstbewussten Frau. Ihre anfängliche Scheu weiß sie mit der Zeit zu überwinden. Kay dagegen ist rätselhaft und geheimnisvoll. Es wurde mir schnell klar, dass er etwas zu verbergen hatte. Neben den Protagonisten gibt es noch eine Reihe interessanter Nebenfiguren, deren Charakter ich nicht sofort einschätzen konnte. Hier gefiel mir Kays Mitarbeiterin Elinor am besten, die zum Teil sehr neugierig und aufdringlich war. Aber auch Kays Freund Nick stellte mich vor einige Rätsel. Olga A. Krouk legte immer wieder geschickt Fährten, denen ich nur allzu gerne folgte, um bald festzustellen, dass sie mich wieder an der Nase herumgeführt hatte. Die Spannung hielt sich über den kompletten Roman. Bis zum Schluss war mir nicht klar, wer Céline umgebracht hatte.

Wie ich auf der Website des Verlags gesehen habe, ist dieses Werk der Auftakt einer Serie. Der zweite Teil „Im Netz des Verbrechens“, den ich bereits sehnsüchtig erwarte, erscheint im nächsten Frühjahr. Der Ausflug in dieses Genre ist der Autorin hervorragend gelungen. Auch hiermit konnte mich Olga A. Krouk wieder voll und ganz überzeugen.

Fazit:
In ihrem neuen Werk bietet Olga A. Krouk Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und gönnt dem Leser nur bei den romantischen Szenen kurze Verschnaufpausen. Kurzweilige Unterhaltung, die mich förmlich an das Buch fesselte.

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Tags: fotograf, mode, model, mord   (4)

  

 

Katzenmond
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35 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

kater, mord, kommissar, katzenkrimi, potsdam

Katzenmond

Christine Anlauff
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.08.2012
ISBN 9783746628424
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Kater Serrano und Kommissar Liebermann waren mir nach „Katzengold“, dem ersten Teil dieser Reihe, sehr ans Herz gewachsen. Lange habe ich auf eine Fortsetzung warten müssen. Nun ist sie endlich erschienen und durfte selbstverständlich sofort bei mir einziehen. Schon das Cover ist ein echter Hingucker: Auf einem leuchtenden Lila prangt die Zeichnung eines gelb getigerten Katers, neben ihm steht ein Mann mit einer Lupe in der Hand.

In dem Potsdamer Viertel, in dem sowohl Serrano als auch Liebermann leben, hat eine ominöse Schule eröffnet, die sich „Aphrodite“ nennt. Die Gerüchte kochen auf Katzen- wie auch auf Menschenseite. Kater Serrano erfährt nicht nur von übel zugerichteten Katern, die um die drei Perserkatzen im Aphrodite herumgeschlichen waren und dabei von einem geheimnisvollen Schatten überfallen wurden. Auch seine Tochter Krümel ist verschwunden. Liebermann tritt seine neue Stelle in der Mordkommission an und wird mit einer Wasserleiche konfrontiert. Beide nehmen, zunächst getrennt voneinander, die Ermittlungen auf. Aber schon bald zeigt sich, dass es Zusammenhänge zwischen den Fällen gibt.

Sowohl bei Kommissar Liebermann als auch bei Serrano haben sich „berufliche“ Veränderungen ergeben. Liebermann wird Chef eines neuen Teams. Dabei trifft er auf einen Kollegen, der bei der Beförderung übergangen wurde und ihm nun das Leben nicht gerade leicht macht. Serrano dagegen hat die Führung des Viertels an seinen Sohn Caesar übergeben. Beide tappen lange im Dunkeln mit ihren Fällen. Die Autorin hat geschickt immer wieder Fährten gelegt, die zu den Tätern zu führen schienen. Bis zur Auflösung war ich mir unsicher, wer die Täter gewesen sein könnten.

Das Besondere an Christine Anlauffs Katzenkrimis ist das Zusammenspiel der beiden Ermittler. Die Passagen, die die Ereignisse aus Serranos Sicht beschreiben, sind mit viel Humor beschrieben. Wie er und die anderen Katzen die Zweibeiner sehen, ist köstlich zu lesen und hat mich oft schmunzeln lassen. Liebermanns Ermittlungen sind spannend geschildert. Hier konnten mich die Zusammentreffen mit der eigenwilligen Pathologin Franziska und Liebermanns muffeligen Kollegen Müller begeistern.

Der Roman spielt in Potsdam, der Heimat der Autorin. Ich konnte merken, dass sie ihre Stadt liebt. Auch ich habe sofort Lust bekommen, der Stadt an der Havel wieder mal einen Besuch abzustatten.
Das Ende hält noch eine Überraschung für den Leser parat, die Hoffnung auf einen weiteren Teil in dieser Reihe macht.

Fazit:
Christine Anlauff kann erneut mit ihren humorvollen und spannenden Schilderungen der Ermittlungen der beiden „Schnüffler“ Serrano und Liebermann überzeugen.

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Tags: katzen, katzenkrimi, mord, potsdam   (4)

  

 

Von Flöhen und Mäusen
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61 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

markus neumann, agenten, janna berg, geheimdienst, krimi

Von Flöhen und Mäusen

Mila Roth
E-Buch Text: 98 Seiten
Erschienen bei null, 21.07.2012
ISBN B008NXGBO0
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nachdem mir bereits der erste Teil dieser „Vorabendserie in Buchform“ sehr gut gefallen hatte, wollte ich natürlich wissen, wie es mit der „Spionin wider Willen“ weitergeht. Die Autorin konnte mich auch mit dem zweiten Teil wieder begeistern.

Dieses Mal geht es um den Diebstahl von Steuerdaten. Ein bekannter Steuerberater, für den Janna stundenweise arbeitet, hat Spielschulden und will diese mit Hilfe der gestohlenen Daten ablösen. Leider kann ihm der Geheimdienst dies nicht nachweisen. Deshalb wird Janna erneut gebeten, für das „Institut“ tätig zu werden. Widerwillig stimmt sie nach einigem Zögern zu und gerät prompt wieder in brenzlige Situationen.
Das Gute an diesen kurzen Episoden ist, dass man als Leser nicht sehr lange auf die Fortsetzung zu warten braucht. Leider sind sie aber auch immer sehr schnell durchgelesen. Aber hier trifft der Grundsatz „In der Kürze liegt die Würze“ voll und ganz zu. Auf nur 172 Seiten ist es der Autorin nicht nur gelungen, einen glaubwürdigen Fall zu konstruieren und spannend aufzulösen. Sie versteht es zudem ausgezeichnet, die Figuren nach und nach immer besser vorzustellen, ohne jedoch zu viel zu verraten. So bleibt mir nichts anderes übrig, als auf den nächsten Teil dieser humorvollen und spannenden Serie zu warten, um wieder etwas mehr von Janna und Markus zu erfahren.

Fazit:
In der Kürze liegt die Würze!

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Tags: geheimdienst, hausfrau, krimiserie, mutter   (4)

  

 

Trallafitti
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bochum, serienkrimi, düsseldorf, ruhrgebiet, gregor pankowiak

Trallafitti

Sonja Ullrich
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 11.07.2012
ISBN 9783839213254
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Ich bin ein großer Fan von Sonja Ullrichs Krimis, insbesondere von ihrer Protagonistin Esther Roloff. Deshalb hatte ich bereits sehnsüchtig auf diesen dritten Teil der Reihe gewartet. Leider konnte er mich nicht so sehr begeistern wie die beiden Vorgänger, was hauptsächlich daran lag, dass die Handlung streckenweise etwas verwirrend war.

Nach ihrem letzten Fall „Fummelbunker“, bei dem sie eine Geldwäscherbande auffliegen ließ, hat die chaotische Privatdetektivin fluchtartig Bochum verlassen, weil sie Angst vor der Rache der Täter hatte. Als sie nach einer ziemlich langen Auszeit nach Hause zurückkehrt, findet sie vor ihrer Wohnungstür einen Mann, der offensichtlich zu ihr wollte. Sein Anliegen kann sie jedoch nicht mehr erfragen, denn er ist tot. Der hinzugerufene Notarzt diagnostiziert einen Herzinfarkt. Aber der Polizist Edgar Ansmann glaubt nicht an einen natürlichen Tod. Ihm scheint der Tote nicht unbekannt zu sein. Und ehe Esther es sich versieht, steckt sie schon mitten in ihrem nächsten Fall.

Ich mag Esthers chaotische und unkonventionelle Art. Mit großem Sprachwitz lässt die Autorin die Privatdetektivin in der Ichform ihre turbulenten Ermittlungen erzählen. Daneben muss Esther sich noch mit ihrem Chef Metin herumschlagen, der die Detektei wegen eines einträglicheren Geschäftes an sie abgeben möchte. Und dann taucht auch Gregor Pankowiak wieder auf der Bildfläche auf und sorgt für einige Verwirrungen.

Leider war auch ich stellenweise etwas verwirrt und konnte der Handlung nicht immer folgen. Sonja Ullrich wechselt – besonders zum Ende hin – ständig zwischen dem Fall um den Toten vor der Haustüre und Gregors Problemen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Polizei. Obwohl sie immer wieder in kurzen Rückblenden auf die beiden vorherigen Bände dieser Reihe verweist, dürfte es Quereinsteigern schwerfallen, die Hintergründe zu verstehen.

Ich fand es durchaus interessant, etwas über die Arbeit von verdeckten Ermittlern zu erfahren. Besonders bewegt hat mich Gregors Geschichte nach dem Ausstieg aus dem Programm. Er ist eine interessante Figur, die dem Leser hoffentlich auch in den nächsten Bänden dieser Reihe erhalten bleibt.

Die Auflösung des eigentlichen Falles ist eher dem Zufall und den Informationen aus diversen Quellen zu verdanken als Esthers Ermittlungsarbeit. Ich hatte den Eindruck, dass sie mit den Ereignissen überfordert war. Zumindest erging es mir stellenweise so. Spannung kam diesmal leider erst am Ende der Geschichte auf.

So sehr ich die Bücher aus dem Gmeiner Verlag schätze, muss ich diesmal doch etwas zur Verarbeitung und zum Lektorat schreiben. Die Klebebindung der Bücher ist dermaßen schlecht, dass trotz sehr vorsichtiger Handhabung bereits ein paar Seiten lose sind. Zudem sind leider so viele Fehler in Form von doppelten Wörtern, unkorrekter Satzstellung und ähnlichem im Buch, dass dies meinen Lesefluss extrem gestört hat. Diese Tatsache führt allerdings nicht zu einer schlechteren Bewertung. Ich möchte es nur erwähnen.

Auch wenn dieser Band mich nicht hundertprozentig überzeugen konnte, freue ich mich schon sehr auf weitere Fälle für die liebenswerte Chaotin Esther Roloff.

Fazit:
Durch den zu häufigen Wechsel zwischen zwei Handlungssträngen konnte mich dieser Krimi nicht wirklich fesseln. Für den Sprachwitz, die sympathischen Charaktere und eine Entwicklung, die mich auf den nächsten Band hoffen lässt, vergebe ich gute drei von fünf Sternen.

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Tags: bochum, privatdetektivin, ruhrgebiet   (3)

  

 

OstfriesenKiller
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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, ostfriesland, regionalkrimi, aurich, deutschland

OstfriesenKiller

Klaus-Peter Wolf
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.05.2012
ISBN 9783596512461
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Da ich sehr gerne Regionalkrimis lese und die Möglichkeit hatte, diesen Roman im Rahmen einer autorenbegleiteten Leserunde zu lesen, habe ich begeistert zugesagt. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut. Im Gegenteil – der erste Teil um die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen hat mir so gut gefallen, dass ich die Fortsetzungen nun auch lesen möchte.

In Norden stirbt der Vorsitzende des Vereins „Regenbogen“, der sich um behinderte Menschen kümmert. Er wird durch eine Fensterscheibe in seiner eigenen Küche erschossen. Die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen nimmt gemeinsam mit ihren Kollegen die Ermittlungen auf. Privat läuft es bei ihr im Moment allerdings gar nicht gut. Ihr Mann hat eine Affäre und verlässt sie mit dem gemeinsamen Sohn, als Ann ihn des Fremdgehens „überführt“. Doch sie hat nicht lange Zeit, sich mit ihren privaten Problemen zu beschäftigen. Schon bald folgt ein zweiter Mord. Das Opfer ist ein Zivildienstleistender beim „Regenbogen“-Verein. Es scheint so, als hätte der Mörder es auf Mitarbeiter dieser Einrichtung abgesehen.

Neben dem spannenden Fall konnte mich in diesem Roman besonders die Hauptfigur Ann Kathrin Klaasen begeistern. Klaus-Peter Wolf beschreibt die Kommissarin als eine ganz normale Frau und Mutter mit Ecken und Kanten. Sie ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Als Ehefrau und Mutter hat sie versagt, weil sie ständig beruflich im Einsatz ist und das Privatleben einfach zu kurz kommt. Zudem macht ihr der Tod ihres Vaters, der auch Polizist war und bei einer Geiselnahme ermordet wurde, immer noch schwer zu schaffen. Sie hat sich in die Idee verbissen, die Mörder ihres Vaters eines Tages zu verhaften.

Aber auch die Nebenfiguren hat der Autor mit viel Liebe zum Detail beschrieben. Jeder hat seine Eigenarten und Charakterzüge, die ihn menschlich machen.

Die Auflösung des Falles war sehr spannend beschrieben. Herr Wolf hat geschickt einige Fährten gelegt, die sich aber immer wieder als falsch erwiesen. Das Ende bot noch einmal Anlass für schweißnasse Hände und eine echte Überraschung. Auf den wahren Täter wäre ich nie gekommen.

Was mir ein wenig gefehlt hat, war das Lokalkolorit. Ein paar mehr Beschreibungen der ostfriesischen Landschaften und Städte hätten mir gefallen. Aber das kommt vielleicht in den nächsten Bänden dieser Reihe, die ich mit Sicherheit auch lesen werde.

Fazit:
Klaus-Peter Wolf hat mit „Ostfriesenkiller“ einen Regionalkrimi mit einer sympathischen Kommissarin geschaffen. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterlesen.

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Tags: ostfriesland, regionalkrimi   (2)

  

 

Mein böses Herz
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322 Bibliotheken, 3 Leser, 7 Gruppen, 79 Rezensionen

halluzinationen, thriller, halluzination, wulf dorn, bruder

Mein böses Herz

Wulf Dorn
Fester Einband: 413 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.02.2012
ISBN 9783570160954
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Da ich bereits die drei Thriller für Erwachsene von Wulf Dorn verschlungen habe, wollte ich natürlich auch dieses Jugendbuch von ihm lesen. Auch hiermit ist es ihm wieder gelungen, mich von Anfang an zu fesseln. Im Gegensatz zu seinen Psychothrillern hat er seine Story jugendgerecht aufgezogen, aber deshalb auf keinen Fall weniger spannend.

Als die 16-jährige Doro ihren kleinen Bruder eines Morgens aus seinem Bettchen holen soll, findet sie ihn tot vor. Darüber zerbricht die Familie. Doro zieht mit ihrer Mutter in eine andere Stadt, nachdem sie einige Zeit in einer psychiatrischen Anstalt in Fahlenberg (Wulf Dorns fiktiver Handlungsort aller seiner Romane) verbracht hat. Sie leidet unter Halluzinationen und kann sich nicht mehr an die Nacht vor dem grausigen Fund erinnern. Insgeheim gibt sie sich die Schuld am Tod ihres kleinen Bruders. In dem kleinen Ort Ulfingen beginnt sie mit ihrer Mutter ein neues Leben. Doch schon bald häufen sich wieder die seltsamen Ereignisse um sie herum. Obwohl sie glaubte, über ihre Störung hinweg zu sein, zweifelt sie schon bald wieder an ihrem Verstand. Ein verletzter Junge, den sie in ihrem Gartenhäuschen findet, ist verschwunden, nachdem sie Hilfe geholt hat. Zudem stellt sich heraus, dass dieser Junge bereits einen Tag vorher Selbstmord begangen haben soll. Schon bald spricht sich herum, dass Doro etwas seltsam ist. Sie kämpft darum, dass man ihr glaubt. Und nach und nach kommt auch die Erinnerung an die Nacht vor dem Tod des Bruders wieder zurück.

Wulf Dorn versteht es ausgezeichnet, den Leser immer wieder in die Irre zu führen. Doros Verwirrtheit hatte auch schon bald mich ergriffen. Auch ich wusste nicht mehr, was ich glauben sollte. War der Junge im Garten wieder nur eine Halluzination? Aber es sprechen zu viele Indizien dagegen. Auf der Jagd nach der Wahrheit habe ich das Buch kaum aus der Hand legen können. Immer wenn ich dachte, jetzt wisse ich, was wirklich geschehen ist, hat der Autor mir wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ich konnte Doros Ängste und Zweifel sehr gut nachvollziehen, da die Gesichte aus ihrer Sicht erzählt wurde. Alle anderen Figuren bleiben dadurch zunächst weniger charakterisiert, sodass ich sie, genau wie Doro, erst nach und nach kennenlernte und mir eine eigene Meinung bilden konnte. Dieser Aspekt hat die Lektüre für mich um so spannender gemacht.

Fazit:
Auch im Genre Jugendbuch kann Wulf Dorn wieder voll überzeugen.

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Tags: halluzinationen, kindstot   (2)

  

 

Sau tot
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

mistgabel, löschteich, pastor, dorf, kiffen

Sau tot

Susanne Mischke
Flexibler Einband: 53 Seiten
Erschienen bei Edition Nautilus, 23.01.2007
ISBN 9783894015428
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Ewig Dein
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(247)

434 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 94 Rezensionen

liebe, stalking, wien, stalker, psychiatrie

Ewig Dein

Daniel Glattauer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Paul Zsolnay Verlag, 06.02.2012
ISBN 9783552061811
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Ich habe schon mehrere Bücher von Daniel Glattauer gelesen und bin immer wieder begeistert von seiner Vielschichtigkeit. Mit seinem neuesten Werk „Ewig Dein“ beweist er aufs Neue, dass er sämtliche Genres beherrscht. Dieses Werk lässt sich auch nicht wirklich einem bestimmten Genre zuordnen. Auf Grund der Entwicklung, die die Geschichte nimmt, würde ich es jedoch als Psychothriller bezeichnen.

Judith ist Mitte Dreißig und glücklicher Single, als ihr beim Einkaufen ein Fremder auf die Ferse tritt. Nach einer Entschuldigung entfernt er sich, um an der Kasse gleich wieder hinter ihr zu stehen. Am nächsten Tag taucht er in dem Lampengeschäft, das sie führt, unvermutet auf. Kurz darauf begegnet sie ihm in einer Bar. Die beiden verabreden sich auf einen Kaffee, man kommt sich näher. Hannes überschüttet Judith mit Komplimenten. Er gefällt nicht nur ihrer Mutter, auch ihre Freunde sind schwer beeindruckt von dem neuen – scheinbar perfekten – Mann an Judiths Seite. Doch Judith wird die Liebe bald zu eng, sie will sich trennen. Aber das ist gar nicht so einfach. Hannes akzeptiert nicht, dass die Beziehung beendet ist. Er verfolgt Judith, schickt ihr Blumen, am Ende geistert er sogar durch ihre Träume.

Die Geschichte beginnt wie ein ganz normaler Liebesroman. Mit seinem unnachahmlichen Wortwitz beschreibt Daniel Glattauer die Figuren und die Situationen. Ich habe mich köstlich über diese Phase des Buches amüsiert. Doch schon bald nimmt die Story die erste überraschende Wendung. Der liebe Hannes wird zum Stalker. Judiths Ängste sind so real beschrieben, dass ich mit ihr fühlen konnte. Und dies sollte nicht die einzige überraschende Wendung sein, die die Geschichte nahm. Ich konnte dieses Buch bald nicht mehr aus der Hand legen, war wie gelähmt und wollte endlich wissen, was es mit diesem seltsamen Schwiegermutterliebling auf sich hatte.

Fazit:
Daniel Glattauer konnte mich mit diesem Werk amüsieren, ängstigen und fesseln. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Tags: liebe, stalker, wien, österreich   (4)

  

 

Schnapsleiche
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(14)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

schnaps, krimi, hutschendorf, familie, humor

Schnapsleiche

Sabine Trinkaus
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 10.02.2012
ISBN 9783839212288
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch das schöne und passende Cover. Ein umgefallenes Schnapsglas prangt auf knallrotem Hintergrund. Die Tatsache, dass dieser Krimi im Rheinland spielt und „zum Brüllen komisch“ sein soll, haben mich zugreifen lassen. Um das gleich zu Anfang vorwegzunehmen: Ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil!

Die Bonner Schnapsfabrik Hutschendorf ist ein alteingesessenes Familienunternehmen. Gegründet wurde sie von Walter Hutschendorf, der bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Sein Sohn, der ebenfalls Walter heißt, leitet die Firma nun gemeinsam mit seiner Tochter Lucia. Jedenfalls tat er das, bis er eines Tages auf rätselhafte Art und Weise verschwand. Die Familie ist aufgebracht. Lucia hegt den Verdacht, dass ihre junge Stiefmutter Chantal hinter dem Verschwinden steckt, wittert gar einen Mord. Da man der Polizei nicht traut, beauftragen die Damen der Familie die Angestellten des Hauses Britta und Margot, sich auf die Suche zu begeben. Britta ist eigentlich Physiotherapeutin und Margot Ernährungsberaterin. Nichts befähigt die beiden Frauen also dazu, sich als Privatdetektivinnen zu versuchen. Außer natürlich ihre Neugier und der „sanfte Druck“ der Despotin Agathe Hutschendorf, die allerdings an der Auflösung des Falles gar nicht so sehr interessiert sein sollte. Denn sie, und nicht nur sie, verbirgt ein lang gehegtes Geheimnis.

Die Autorin hat mich mit ihrem Debüt sofort in ihren Bann gezogen. Die Figuren strotzen nur so vor Klischees, sind zum Teil total überzeichnet. Margot ist eine richtige rheinische Frohnatur, die gerne zu einem Gläschen Schnaps oder auch anderen alkoholischen Getränken greift. Chantal, die sehr junge Ehefrau des verschwundenen Walters, ist ein blondiertes Dummchen, das es mit der Treue nicht so genau nimmt. Agathe, Walters Mutter, die fast 100 Jahre alt ist, wie sie immer wieder betont, treibt ihre Machtspielchen und versucht ständig, alle zu manipulieren. Vom Kegelclub über die Sekretärin Lucias zieht Sabine Trinkaus alle durch den Kakao. Ich habe mich prächtig amüsiert bei diesem Krimi.

Neben dem Humor kam aber auch die Spannung nicht zu kurz. Immer wieder wurde ich in die Irre geleitet und glaubte mich der Lösung des Falls ganz nah. Am Ende klärt sich alles auf und ich war überrascht, wie die Autorin mich an der Nase herumgeführt hatte.

Der Epilog lässt bei mir die Hoffnung aufkeimen, dass aus dieser Geschichte um die forsche Margot und ihre Kollegin Britta eine Serie werden könnte. Ich wäre auf jeden Fall dabei, wenn Margot und Britta auf ihre sehr eigene Art und Weise wieder ihre Ermittlungen aufnähmen.

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, Spannung und Humor zu einem echten Lesevergnügen zu vereinen. Bitte mehr davon!

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Tags: bonn, humor, krimi, rheinland   (4)

  

 

Feierabend
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familiengeschichte, grafeneck, kleinstadt, dieb, schwarzwald

Feierabend

Uta-Maria Heim
Flexibler Einband: 327 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 12.07.2011
ISBN 9783839211786
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Die Inhaltsangabe auf dem Klappentext hat mich zu diesem Buch greifen lassen. Er verhieß mir die Auseinandersetzung mit schrecklichen Ereignissen des Nationalsozialismus. Leider wurde dieses Thema jedoch nur sehr am Rande behandelt, sodass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Helene ist eine alleinerziehende Mutter, die als Übersetzerin für einen Verlag arbeitet. Ihre Tochter Susanne ist 15 und steckt mitten in der Pubertät. Helenes Freund Marius lebt in einer anderen Stadt und geht einer Beschäftigung nach, die sich dem Leser erst am Ende des Romans erschließt. Dann gibt es noch eine Obdachlose, die in ihrem Leben schon einiges mitgemacht hat. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven der drei Frauen erzählt. Die Ereignisse von 1940, nämlich die Tötung von Helenes behinderter Tante Brunhilde im Rahmen der Euthanasieverbrechen, werden nur ganz kurz eingestreut, sodass sich mir als Leser der Zusammenhang mit der Gegenwart erst nach und nach erschloss.

Zu der Protagonistin Helene konnte ich keinerlei Verbindung aufbauen. Ihre Ausführungen schweiften oft ins Philosophische ab. Die Tatsache, dass sie meint, in der alten Praxis, die sie als Büro nutzt, lebe ein jüdischer Psychoanalytiker als Geist, hat mich eher befremdet. Die Darstellungen aus Sicht der Tochter Susanne und der Obdachlosen Una waren für mich schon eher nachvollziehbar. Susanne nabelt sich von ihrer Mutter ab und zieht mit ihrer Clique durch die Stadt. Una versucht, die schrecklichen Erlebnisse ihres Lebens zu bewältigen und ein geregeltes Existenz aufzubauen. Meiner Meinung nach schweift die Autorin zu oft vom eigentlichen Thema ab und bringt zu viele Nebensächlichkeiten ins Spiel. Das hat die Handlung für mich unübersichtlich und zum Teil langatmig gemacht.

Ich würde diesen Roman nicht als Kriminalroman bezeichnen. Die Tat, die vor 70 Jahren begangen wurde, erscheint eher nebensächlich. Lediglich die Auseinandersetzung mit den Geschehnissen in der Gegenwart werden von Mutter und Tochter einige Male angeschnitten. Auch Una betrauert eine nahe Verwandte: ihre Tochter, die im Teenageralter verstarb. Wie es zu deren Tod kam, erfährt der Leser im Laufe der Geschichte.

Einzig durch das sprachlich hohe Niveau vermochte die Autorin mich zu begeistern. Die Geschehnisse in der Zeit des Nationalsozialismus haben mich zum Nachdenken angeregt. Grafeneck kannte ich bisher nur dem Namen nach. Da ich im Buch auch nicht sehr viel mehr erfahren habe, habe ich im Internet über diesen Ort des Schreckens geforscht.

Fazit:
Zu langatmig und ausschweifend erzählte Geschichte, die meines Erachtens kein Kriminalroman ist.

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Tags: euthanasie, grafeneck, nationalsozialismus, schwarzwald   (4)

  

 

Lebendköder
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

karlsruhe, krimi deutschland

Lebendköder

Susanne Graf
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 03.08.2011
ISBN 9783453434394
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nachdem mir bereits „Der Bildermacher“, der erste Fall des ungleichen Ermittlerduos Carmen Henning und Albert Schneider, sehr gut gefallen hatte, wollte ich natürlich auch den zweiten Teil lesen. Auch mit diesem Krimi konnte mich die Autorin wieder begeistern.

In der Nähe des Rheinufers wird eine grausam zugerichtete männliche Leiche gefunden. Der Gewässerwart des Karlsruher Angelclubs hängt an einem Baum, aufgeschlitzt wie ein Fisch. Die Kommissare Carmen Henning und Albert Schneider, die ein etwas angespanntes Verhältnis zueinander haben, tappen zunächst im Dunkeln. Erst ein etwas seltsamer Professor und der Fund einer zweiten Leiche bringen verwertbare Spuren.

Mir gefallen an Susanne Grafs Büchern besonders die Charakter der Figuren. In diesem Band gewöhnt sich der sowieso schon muffelige Kommissar Schneider zum Beispiel das Rauchen ab, was ihn noch unausstehlicher macht. Carmen Henning feiert ihren siebenunddreißigsten Geburtstag und hadert mit ihrem Singledasein. Einige Figuren, wie zum Beispiel der seltsame Professor Steidl, sind total überzeichnet, was mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte. Die Lösung des Falls hat mich wieder total überrascht.

Obwohl dies bereits der zweite Fall des Ermittlerpaares ist, denke ich, dass man auch als Quereinsteiger in diese Reihe die Zusammenhänge gut nachvollziehen kann. Die wichtigsten Details aus dem ersten Band wurden von der Autorin in die Handlung eingeflochten.

Fazit:
Auch mit „Lebendköder“ konnte die Autorin mich wieder fesseln. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Carmen Henning und Albert Schneider.

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Der Schatten des Schwans
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

psychopharmaka, baden-württemberg, schwaben, deutschland, kommissar berndorf

Der Schatten des Schwans

Ulrich Ritzel
Fester Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Libelle
ISBN 9783909081868
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Bluttaufe
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115 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 13 Rezensionen

savant, serienkiller, hamburg, mord, thriller

Bluttaufe

Michael Koglin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 08.03.2010
ISBN 9783442470723
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Kölner Totenkarneval
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

köln, privatdetektiv, karneval, attentat, 11.11.

Kölner Totenkarneval

Stefan Keller
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 12.07.2011
ISBN 9783839211977
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Auf diesen Köln-Krimi bin ich eher durch Zufall aufmerksam geworden. Beim Stöbern durch das Programm des Gmeiner Verlags ist mir das Cover, das die Beine von drei Clowns zeigt, ins Auge gesprungen. Da ich nicht allzu weit von Köln entfernt wohne und die Stadt sehr mag, habe ich zu dem Werk des mir bis dahin unbekannten Autors gegriffen. Und ich habe es nicht bereut.

Mitten im Trubel des 11.11. explodiert um 11 Uhr 11 in einer Kneipe der Kölner Altstadt eine Bombe und reißt sieben Menschen in den Tod. Obwohl die Kommissarin Paula Wagner und ihr Vorgesetzter Bergkamp zuerst am Tatort eintreffen, übernimmt das BKA sofort den Fall. Sie haben auch sehr schnell einen Schuldigen gefunden: Ali Ökcan, eines der Opfer, wird als vermeintlicher Islamist zum Täter abgestempelt. Doch Alis Eltern können sich mit dieser Verurteilung ihres Sohnes nicht abfinden. Sie beauftragen den Privatdetektiv Marius Sandmann, Alis Unschuld zu beweisen.

In einem zweiten Handlungsstrang wird ein toter Mann im Rhein gefunden. Obwohl es zunächst so aussieht, als sei der Mann nach dem Feiern betrunken in den Rhein gefallen, mag die forsche Kommissarin Paula Wagner nicht an einen Unfall glauben. Sie nimmt die Ermittlungen in diesem Fall auf und stößt schon bald auf Ungereimtheiten.

Den sympathischen Verlierertypen Sandmann hatte ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Auch Paula Wagner mochte ich wegen ihrer selbstbewussten Art und der zum Teil unorthodoxen Ermittlungsmethoden. Ihr Vorgesetzter Bergkamp dagegen stellt eher den Beamtentyp dar, wie man ihn sich vorstellt: etwas behäbig und wenig motiviert. Sandmann begibt sich in einige gefährliche Situationen und verfolgt mehrere Spuren, sodass auch ich als Leser bis zum Schluss nicht wusste, wer der wirkliche Attentäter war. Der Krimi, der neben Spannung auch viel Kölner Lokalkolorit bietet, hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.

Obwohl dies bereits der zweite Teil der Marius-Sandmann-Reihe ist, hatte ich als Quereinsteiger keine Probleme, die Handlung und die Figuren zu verstehen. Allerdings haben mich die interessanten Figuren neugierig auf den ersten Fall „Kölner Kreuzigung“ gemacht, den ich mit Sicherheit auch noch lesen werde. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung dieser Reihe.

Fazit:

Stefan Keller konnte mich mit einem spannenden Fall mit brisantem Hintergrund fesseln. „Kölner Totenkarneval“ ist ein Regionalkrimi, der nicht nur „Jecken“ und Kölnern zu empfehlen ist.

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Tags: attentat, karneval, köln, privatdetektiv, rheinland   (5)

  

 

Und morgen bist du tot
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66 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

organhandel, brighton, roy grace, rumänien, mord

Und morgen bist du tot

Peter James , Susanne Goga-Klinkenberg
Fester Einband: 522 Seiten
Erschienen bei Scherz, 05.08.2010
ISBN 9783502101970
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Die Gesichtslosen
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124 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 37 Rezensionen

münchen, rechtsmedizin, gesichtsrekonstruktion, thriller, deutschland

Die Gesichtslosen

Stephanie Fey
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 07.11.2011
ISBN 9783453435865
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Als sich mir die Gelegenheit bot, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde mit der Autorin zu lesen, habe ich sofort zugesagt. „Die Gesichtslosen“ ist das Debüt der Autorin im Genre Thriller. Sie konnte mich mit ihrem Werk vollends überzeugen.

Carina Kyreleis ist Rechtsmedizinerin. Sie hat sich auf die Rekonstruktion von Gesichtern spezialisiert. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Mexiko, wo sie als Knochen- und Mumienexpertin gearbeitet hat, kehrt sie zurück nach Deutschland, wo sie eine Stelle am Münchner Institut für Rechtsmedizin antritt. Ihre Familie ist recht chaotisch, was zu einigen amüsanten Situationen führt. Ihr Vater Matte ist bei der Münchner Polizei und zieht sie zu einem Fall hinzu. Ein Mörder hat es auf die Gesichter seiner weiblichen Opfer abgesehen, um deren Anblick nicht zu vergessen.

Die Geschichte besteht aus mehreren Erzählsträngen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben. Sehr geschickt versteht es die Autorin, den Leser immer näher an die Lösung zu bringen und zum Miträtseln zu animieren. Neben der sympathischen Protagonistin Carina lernt man auch eine ehemalige Sekretärin des Innenministers kennen, die mit einem DDR-Spion liiert war. Außerdem erfährt man immer wieder zwischendurch die Beweggründe des Mörders. Mit kurzen Kapiteln und häufigen Perspektivwechseln versteht es die Autorin hervorragend, die Spannung aufrecht zu erhalten.

Die Idee, eine Rechtsmedizinerin mit dem Fachgebiet Gesichtsrekonstruktion als Hauptfigur zu wählen, finde ich großartig. Im Nachwort erwähnt die Autorin, dass sie zu Recherchezwecken tatsächlich mit einer solchen Fachfrau Kontakt aufgenommen hat. Die Beschreibungen der Arbeit haben mich fasziniert. Neben diesen verliert Stephanie Fey die Spannung aber nie aus den Augen. Der Thriller konnte mich durchgehend fesseln. Zum Glück ist er der Auftakt einer Reihe, sodass ich hoffentlich schon bald wieder von Carina Kyreleis, die in Mexiko den Spitznamen „Elster“ bekommen hat, lesen kann.

Fazit:
Ein großartiger Auftakt zu einer neuen Reihe: spannend, fesselnd und mit viel Liebe zum Detail geschrieben.

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Tags: gerichtsmedizin, gesichtsrekonstruktion, münchen   (3)

  

 

Wintergruft
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11 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

osnabrück, pfarrerin, kirche, kirchentag, udo meierbrink

Wintergruft

Alida Leimbach
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Gmeiner, A, 12.07.2011
ISBN 9783839212011
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Zu diesem Krimi habe ich gegriffen, weil mir das Cover gefiel, auf dem die „Betenden Hände“ von Dürer als Relief, das auf einer altmodischen Tapete hängt, abgebildet sind. Der Krimi spielt in Osnabrück im Umfeld der evangelischen Kirche.

Als die Pfarrerin Heike Meierbrink entdeckt, dass ihr Mann Udo, der ebenfalls Pfarrer in der selben Gemeinde ist, ein Verhältnis hat, verlässt sie ihn überstürzt im Streit. Am nächsten Morgen findet er einen computergeschriebenen Abschiedsbrief von ihr vor. Er schöpft Verdacht, dass seiner Frau etwas zugestoßen sein könnte, da sie ihren geliebten Hund einfach zurückgelassen hat, und geht zur Polizei. Doch die Beamten nehmen ihn nicht ernst. Das ändert sich schlagartig, als man das Auto der Vermissten findet. Im Kofferraum finden sich Blutspuren an einem Werkzeug. Nun gehen auch die Kommissare Brithe Schöndorf und Daniel Brunner von einem Verbrechen aus.

Die Autorin, die mit diesem Roman ihr Debüt vorlegt, ist selbst Theologin und mit einem Pfarrer verheiratet. Deshalb kennt sie sich in Kirchenkreisen aus und baut sehr viele Hintergrundinfos über die Hierarchie in der Kirche und den Kirchentag in ihre Geschichte ein. Das rückt aber leider die eigentliche Kriminalhandlung in den Hintergrund. Von den beiden Kommissaren erfährt der Leser auch hauptsächlich private Details, ihre Ermittlungen im Fall der vermissten Pfarrerin werden kaum beschrieben. Die Lösung des Falls ist dann auch eher dem Zufall als ordentlicher Ermittlungsarbeit zuzuschreiben.

Die Figuren wurden zwar gut beschrieben, konnten bei mir größtenteils allerdings keine Sympathien wecken. Einzig die schrullige Putzfrau Eva, die überall ihre Nase reinsteckt und alles im Osnabrücker Dialekt kommentiert, konnte mich überzeugen. Zwei Ausflüge der Protagonisten nach Dresden geben auch einen kleinen Einblick in die Stadt an der Elbe und den Ablauf eines Kirchentages.

Die Handlung ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die jeweils mit einem Datum überschrieben sind. Die Geschichte, und damit die Lösung des Falles, zieht sich über acht Monate hin. Bevor der eigentliche Krimi anfängt, sind allerdings schon die Hälfte der 415 Seiten in Schilderungen des Lebens und der Intrigen in einer Kirchengemeinde verstrichen. Richtig spannend wird es leider erst auf den letzten 50 Seiten. Das war mir für einen Kriminalroman eindeutig zu wenig. Der Einblick in den Kirchenalltag ließ sich jedoch flüssig lesen und war recht interessant.

Fazit:
Für meinen Geschmack gab es in diesem Debüt der Autorin zu wenig Krimihandlung.

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Tags: dresden, evangelische kirche, kirche, kirchentag, osnabrück   (5)

  

 

Snow - Die Kälte
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(6)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

körperfresser, aliens, invasion

Snow - Die Kälte

Ronald Malfi , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 09.06.2011
ISBN 9783453528529
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Dunkler Wahn
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230 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, mord, stalking, psychiater, kirche

Dunkler Wahn

Wulf Dorn
Fester Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 31.08.2011
ISBN 9783453267053
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Wulf Dorns Bücher sind für mich wie eine Droge: Kaum ist ein neues Buch von ihm erschienen, muss ich es sofort haben und verschlingen. So habe ich auch „Dunkler Wahn“ sofort gekauft und mit großer Begeisterung und schweißnassen Händen gelesen.

Der Protagonist ist ein weiteres Mal der Psychiater Jan Forstner, der in einer Klinik im fiktiven Ort Fahlenberg arbeitet. Nachdem er in „Kalte Stille“ einen Klinikskandal aufgedeckt hatte, wird er nun Opfer einer Stalkerin, die skrupellos und wahnsinnig vor Liebe zu ihm jedes Mittel nutzt, um ihm näher zu kommen. Alles beginnt ganz harmlos mit einem Strauß Rosen, den Jan in die Klinik geschickt bekommt. Später folgen dubiose Zeichnungen und Anrufe, die Jan sehr schnell zeigen, dass er es mit einer echten Psychopathin zu tun hat. Ein Journalist der örtlichen Zeitung wird brutal ermordet, nachdem er Jan um einen Rat und ein Treffen gebeten hat. Kann dieser Mord auch mit der Stalkerin zu tun haben?

Wulf Dorn schildert sehr eindringlich die Ängste des Stalking-Opfers. Obwohl Jan Forstner Psychiater ist, ist er der Frau, die ihn angeblich liebt, hilflos ausgeliefert. Da er keine Beweise gegen sie hat, will er die Polizei nicht einschalten. Als die Frau einem Pfarrer beichtet, was sie getan hat, ist der zum Schweigen verpflichtet. Ich habe mit Jan gerätselt, gelitten und jede Frau in seiner Umgebung verdächtigt. Ab der Hälfte des Buches war es mir kaum noch möglich, es aus der Hand zu legen. Ich kann nur warnen: Wer dieses Buch liest, droht sämtlicher sozialer Kontakte verlustig zu gehen, weil man nur noch wissen möchte, wer die Stalkerin ist und ob Jan sie enttarnen kann. Die Auflösung hat mich förmlich schockiert. Damit hätte ich niemals gerechnet.

Sowohl Täter als auch Opfer werden in diesem Psychothriller gut und nachvollziehbar dargestellt. In teilweise sehr kurzen Kapiteln wechselt der Autor immer wieder die Perspektive, aus der erzählt wird. Auf diese Weise konnte ich mich in die Figuren sehr gut hineinversetzen.

Obwohl sowohl in „Kalte Stille“ als auch in „Dunkler Wahn“ Jan Forstner der Protagonist ist, kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen. Ich empfehle trotzdem dringend, „Kalte Stille“ zuerst zu lesen. Der Autor erzählt zwar in kurzen Rückblenden das Wesentliche, aber zum besseren Verständnis sollte man das spannende Werk aus dem Vorjahr kennen.

Ich hoffe sehr, dass es bald ein neues Buch des Autors gibt, damit ich nicht „auf Entzug“ komme. Auch dieses werde ich mit absoluter Gewissheit wieder sofort „inhalieren“ und die Welt um mich herum vergessen.

Fazit:
Genauso muss ein perfekter Psycho-Thriller für mich sein: fesselnd, nervenaufreibend und süchtig machend!

  (6)
Tags: mord, psychiater, stalkerin, stalking, verfolgung   (5)

  

 

Unter allen Beeten ist Ruh
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(49)

72 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 33 Rezensionen

berlin, krimi, schrebergarten, mord, pippa bolle

Unter allen Beeten ist Ruh

Auerbach & Keller
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.04.2011
ISBN 9783548610375
Genre: Krimi & Thriller

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