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Letzte Bootsfahrt
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Letzte Bootsfahrt

Herbert Dutzler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 15.04.2013
ISBN 9783852189338
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Bei seiner Arbeit kann dem erfahrenen Dorfpolizisten Gasperlmaier gründlich der Appetit vergehen, vor allem wenn in ungewöhnlicher Pose die Leiche eines Geschäftsmannes gefunden wird und dessen Ehefrau nicht sonderlich darüber schockiert zu sein scheint. Stattdessen versucht sie lieber, Gasperlmaier in ihre Esoterik-Welt zu ziehen und über Heilsteine und Chakra aufzuklären. Alsbald kommen noch dubiosere Details ans Licht, bei denen es nicht nur um eine Esoterik-Sekte, sondern auch um Bestechung und illegale Grundstückdeals geht...
 
Nach "Letzter Kirtag" und "Letzter Gipfel" ermittelt das Gespann Gasperlmaier-Kohlross wieder zusammen. Und diesmal scheint sogar Gasperlmaiers Mutter involviert zu sein, als eine zweite Leiche auftaucht. Doch auch Ermittlerin Kohlross hat ihre liebe Mühe, etwas aus Gasperlmaiers Mutter herauszubekommen.
 
Wie bereits in den vorangehenden Teilen schafft es Herbert Dutzler gekonnt, die Postkartenidylle von Altausee nach und nach zu zerstören und zeigt dem Leser, dass sich hinter der hübschen Fassade sehr unschöne Dinge abspielen. Auf amüsante Art bringt er dem Leser Aussee und seine Bewohner näher. Dies wirkt aus Sicht von Gasperlmaier, der ein alteingesessener Ausseer ist, umso glaubhafter. Zudem lässt es sich nicht vermeiden, dass man zum Schmunzeln angeregt wird, sobald der tollpatschige Gasperlmaier ins nächste Fettnäpfchen tritt.
 
Die vorangehenden Teile muss man nicht unbedingt kennen, um nun mit "Letzte Bootsfahrt" loslegen zu können. Es werden zwar einige Dinge zu den letzten Geschehnissen erwähnt, doch die sind für den aktuellen Fall nicht von Bedeutung.
Trotzdem, wer Gasperlmaiers Charme verfällt, wird nicht umhinkommen, auch die anderen Teile lesen zu wollen. Denn sobald man ihn mag, ist man ihm sozusagen verfallen.

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Galgenfrist für einen Toten
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Galgenfrist für einen Toten

Gordon Ferris
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa, 01.04.2013
ISBN 9783865522177
Genre: Historischer Roman

Rezension:

1946. Gezeichnet von den Kriegserlebnissen an der Front kehrt der ehemalige Polizist Douglas Brodie zurück in die schottische Heimat. Hugh Donovan, sein bester Freund aus Kindheitstagen, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Er soll einen kleinen Jungen ermordet haben. Obwohl die Beweislast erdrückend ist, beteuert er seine Unschuld. Gemeinsam mit Donovans Anwältin stößt Brodie schnell auf Widersprüche. Und dabei hat nicht nur die Unterwelt in Glasgow ihre Finger im Spiel, sondern auch die Polizei und Justiz...
 
Die Presse feiert Gordon Ferris als neuen Ian Rankin. Zurecht? Nun, dies muss der Leser selbst entscheiden. Auf jeden Fall überrascht die Kulisse, in der der Leser in die Nachkriegszeit katapultiert wird, so dass es zu einem historischen Krimi/Thriller mutiert - anders als Rankins Bücher, die in der Gegenwart spielen. Doch dies ist nichts Negatives. Es ist sogar ein erfrischender Ansatz. Der Hauptcharakter schleppt durch seine Kriegserlebnisse allerhand Traumata mit sich herum und dass er dem Alkohol nicht gänzlich abgeneigt ist, weist einige Parallelen zu Rankins John Rebus auf. Doch das sollte an Vergleichen reichen, denn "Galgenfrist für einen Toten" soll für sich stehen und kein Vergleichsbuch sein.
 
Gordon Ferris entwirft eine authentische Kulisse der Nachkriegszeit, so dass man gleich das Gefühl hat, sich mittendrin zu befinden. Wo es erforderlich ist, geizt er nicht an historischen Details und Erklärungen. Aber er hat auch ein sehr gutes Gespür dafür, das Tempo der Geschichte nicht außer acht zu lassen. Denn schnell wird klar, dass Douglas Brodie in ein Wespennest gestochen hat, kaum dass er sich bereit erklärt, seinem ehemals besten Freund zu helfen. Spätestens von da an gibt es kein Halten mehr und das Buch wird nur ungern zur Seite gelegt.
 
Temporeich, spannend und mit einer nicht alltäglichen Kulisse weiß Gordon Ferris zu überzeugen und legt einen vielversprechenden ersten Teil der Douglas-Brodie-Reihe hin. Man darf also gespannt sein, wie es mit Brodie weiter geht.

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Die Aufrichtigen
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Die Aufrichtigen

Leonard Bergh
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei rethink verlag, 27.05.2012
ISBN B006F631JU
Genre: Sonstiges

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Sakrileg - The Da Vinci Code
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(1.506)

2.465 Bibliotheken, 15 Leser, 13 Gruppen, 124 Rezensionen

thriller, verschwörung, kirche, paris, louvre

Sakrileg - The Da Vinci Code

Dan Brown
Flexibler Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 08.04.2006
ISBN 9783404154852
Genre: Krimi & Thriller

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Das verlorene Symbol
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(239)

469 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 34 Rezensionen

freimaurer, thriller, washington, pyramide, robert langdon

Das verlorene Symbol

Dan Brown
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2011
ISBN 9783404160006
Genre: Krimi & Thriller

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Schade um die Lebenden
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schade um die Lebenden

Jacqueline Gillespie
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 15.02.2013
ISBN 9783852189185
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Am Fuße des Schneebergs stirbt die wohlhabende Charlotte von Schwarz und nichts ist mehr, wie es einmal war. Das bedeutet nicht nur Arbeit für den Wiener Polizeijuristen Dr. Patrick Sandor, sondern auch eine alteingesessene Hobbydetektivin schaltet sich ein und versucht mit ihrer Menschenkenntnis dem Täter auf die Spur zu kommen. Ganz vorne in der Verdächtigen-Reihe befindet sich ein Trunkenbold, der vom Opfer eine gescheuert bekommen hat. Aber auch die Hinterbliebenen haben einiges zu verbergen...

 

Jacqueline Gillespie entführt den Leser mit diesem unterhaltsamen Krimi in ein kleines Dorf am Fuße des Schneebergs. Die Beschreibungen wirken authentisch und doch ist es oft so, dass der Schein trügt. Ein idyllisches Dorf, das nach einer Tragödie sein wahres Gesicht zeigt. Eine wunderbare Provinzkrimi-Unterhaltung mit einer Hobbydetektivin, die Miss Marple nicht unähnlich ist.

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Der Todesflüsterer
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228 Bibliotheken, 2 Leser, 10 Gruppen, 59 Rezensionen

thriller, mädchen, serienmörder, mord, profiler

Der Todesflüsterer

Donato Carrisi , Christiane von Bechtolsheim , Claudia Schmitt
Flexibler Einband: 492 Seiten
Erschienen bei Piper, 24.02.2010
ISBN 9783492257701
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Der Kopfjäger
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

festa-verla

Der Kopfjäger

Michael Slade
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Festa, 01.11.2012
ISBN 9783865521859
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:

Nachdem in Vancouver mehrere Frauen brutal ermordet wurden, wird Superintendent Robert DeClercq mit der Leitung der Ermittlungen betraut. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Was treibt der Mörder an? Was haben die Opfer gemeinsam? Erst die Verbindung zu einem Voodoo-Kult bringt erste Erfolge. Doch die Zeit drängt. Der öffentliche Druck auf Ergebnisse steigt und auch die Angst um ein neues Opfer...

Mittlerweile sind an die 17 Bände aus der Special-X-Reihe von Michael Slade erschienen. "Der Kopfjäger" bildet den ersten Fall mit denen die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) betraut wird. Der Thriller ist erstmals 1984 erschienen, doch das Alter tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Denn die Handlung von "Der Kopfjäger" spielt selbst in mehreren Zeitebenen, so dass dies nicht weiter auffällt.

Das Genre von "Der Kopfjäger" ist ein wenig übergreifend. In erster Linie ist es ein Krimi, der sich mit den Elementen des Thrillers und Horrors vermischt. Wer nun aber denkt, einen spannenden Krimi von der Stange ergattert zu haben, der sich gemütlich in einem Rutsch lesen lässt, wird enttäuscht sein. Denn für "Der Kopfjäger" muss sich der Leser Zeit lassen und konzentriert bei der Sache sein.

Das Buch ist mit viel Liebe zum Detail geschrieben und beinhaltet eine Fülle an Charakteren und Handlungen in mehreren Zeitebenen. Dies an sich ist nicht so verwirrend, da der Autor dem Leser Zeit gibt, sich in die Geschichte hineinzuarbeiten. Etwas schwieriger könnte sich die Fülle an Informationen gestalten und die Genauigkeit der Ermittlungsarbeit. Alles spielt sich wie in Echtzeit ab und der Leser gehört von Anfang an zum Ermittlungsteam. In den anderen Zeitebenen, die sich in der Vergangenheit abspielen, bekommt der Leser nach und nach die Puzzleteile zusammen und ist ein wenig im Vorteil, da sich diese Details dem Ermittlungsteam entziehen. Doch trotz dieses Hintergrundwissens gestaltet sich die Lösung nicht so einfach. Denn der Autor schafft es gekonnt, den Leser mit viel Wissen und Informationen zu füttern, aber gleichzeitig auch in die Irre zu führen.

Die Ermittlungsarbeit und deren gesamten Abläufe machen den Roman sehr komplex, verleihen ihm aber gleichzeitig Glaubwürdigkeit und Tiefe. Der Autor verfügt über tiefes Fach- und Hintergrundwissen, das er dem Hobbyermittler verständlich nahebringt. Zudem beweist er großes Geschick, was den Aufbau und Verlauf der Geschichte anbelangt. Der Schluss war für mich das Tüpfelchen auf dem "i". Denn der Leser muss bis zum Ende durchhalten, will er erfahren, wer tatsächlich der Serienmörder ist.

Fazit:
Das einzige, was mir bei der Fülle an Realität gefehlt hat, war der Hauch von Fantasie. Ein bisschen Spielraum für die eigenen Vorstellungen. Ich wurde bestens unterhalten, hab durch Fachwissen vieles erfahren und befand mich mittendrin in einem bösartigen Verfolgungsspiel, doch mir wurde sozusagen alles vorgegeben. Ansonsten für mich eine klare Empfehlung, wenn man sich darauf einlässt und Spaß an Krimis der härteren Gangart hat.

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Optimum - Blutige Rosen
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153 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 38 Rezensionen

internat, mord, thriller, eliteschule, selbstmord

Optimum - Blutige Rosen

Veronika Bicker
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 01.09.2012
ISBN 9783863960445
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ricas Mutter ist als Lehrerin an der Daniel-Nathans-Akademie angenommen worden und darf zusammen mit ihrer Tochter auf dem Gelände des Internats wohnen. Bereits vom ersten Tag an spürt Rica, dass etwas nicht stimmt. Das Internat wirkt wie ein Gefängnis und die Schüler verhalten sich nicht so, wie es gemeinhin sein soll. Außerdem müssen einige der Eliteschüler sogar zu Therapiesitzungen. Wie sie bald herausfindet, sind neugierige Fragen nicht erwünscht und bald wird eine Schülerin tot aufgefunden. Rica lässt sich nicht beirren und stellt weiterhin Nachforschungen an. Sie ahnt nicht, dass sie damit selbst in großer Gefahr schwebt...

Leider hält das optisch sehr ansprechend gestaltete Buch nicht gänzlich, was es verspricht. Der Schreibstil von Veronika Bicker ist zwar flüssig und leicht zu lesen, doch leider bleibt oft die Spannung auf der Strecke und es fiel mir schwer, mit den Charakteren warm zu werden. Diese sind an sich stimmig gestaltet, doch es fehlt ihnen an Tiefgang und teilweise an Glaubwürdigkeit, um ihre Handlungen nachzuvollziehen. Vielleicht lässt sich dies in einer Fortsetzung weiter ausbauen bzw. verbessern.

Es handelt sich bei "Optimum - Blutige Rosen" um ein Jugend-Thriller, deren Internatsatmosphäre gut ausgearbeitet wurde, die Handlung aber stellenweise nicht vorankommt. Das Buch dient als guter Reihen-Auftakt und die Autorin zeigt Talent fürs Erzählen. Meiner Meinung nach fehlt ihr aber teilweise das Gespür, wann in einem Thriller Hinweise gestreut werden sollen. Es wirkte beim Lesen fast schon zu konstruiert und teils an der falschen Stelle. Zudem werden viele Fragen aufgeworfen, die im Sand verlaufen oder offen bleiben. Mir ist bewusst, dass bei einem Mehrteiler Fragen offen bleiben sollen, damit diese einer Fortsetzung beantwortet werden, doch hierbei denke ich eher Fragen, die sich mit der eigentlichen Handlung oder dem Mord beschäftigen.

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Verwesung
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(267)

483 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

thriller, mord, england, david hunter, moor

Verwesung

Simon Beckett , Andree Hesse
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.07.2012
ISBN 9783499248665
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Truck Stop - Rastplatz Des Grauens (Deutsch & English)
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(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Truck Stop - Rastplatz Des Grauens (Deutsch & English)

Jack Kilborn , J.A. Konrath
E-Buch Text
Erschienen bei null, 12.09.2011
ISBN B005MN2E86
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Sektion 3 Hanseapolis - Präludium
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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

zukunft, thriller, chopin, spannung, venedig

Sektion 3 Hanseapolis - Präludium

Miriam Pharo
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Acabus, 01.05.2012
ISBN 9783862821495
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Venezia a Cupola im Jahr 2066: Jeder Tag ist Karneval seit der Medienkonzern Glob4Kic! die Stadt in einen Freizeitpark umfunktioniert hat. Doch unter all den Feierlichkeiten tummelt sich auch das Verbrechen. Denn der talentierte Dieb Aldo Farouche kann über mangelnde Tätigkeit nicht klagen. Eines Tages jedoch erschlägt er einen Hehler und flüchtet nach Hanseapolis. Ob die Ermittler Elias Kosloff und Louann Marino ihn zu fassen bekommen?
Immer tiefer wird das Ermittlungsduo in ein undurchsichtiges Netz aus Intrigen und Täuschungen gezogen. Denn wie sich herausstellt, ist Aldo Farouche nur die Spitze des Eisbergs. Weshalb sind die Präludien von Chopin von so großer Wichtigkeit und welches Geheimnis verbirgt das gestohlene Jeanne-Kristall?

Diesmal hat sich die Autorin von den Präludien von Frédéric Chopin inspirieren lassen. Denn der Zukunftsthriller ist getreu den 24 Präludien in 24 Kapiteln aufgeteilt und dessen Stimmung angepasst. Doch man kann den dritten Teil rund um das Ermittlungsduo Kossloff-Marino auch ohne Chopins Präludien im Hintergrund lesen, wenn grad keine Chopin-CD in Reichweite liegt. Trotzdem, dieser Geniestreich von Miriam Pharo muss gewürdigt werden. Eine Idee, die nicht ganz alltäglich ist, aber gleichzeitig beweist, dass Klassik und ein Sci-Fi-Krimi sich nicht ausschließen müssen.

Wer bereits in den Genuss gekommen ist, die ersten beiden Sektion-3-Romane von Miriam Pharo zu lesen, weiß, dass die Autorin ein absolutes Gespür für Spannung besitzt und den Leser ans Buch fesselt, bis die letzte Seite ausgelesen ist. Sie verzichtet auf unnötige Ausschmückungen, außer sie sind für den Roman bzw. die Handlung von Bedeutung. Ansonsten beschränkt sie sich auf die wesentlichen Dinge, spielt gekonnt mit Szenenaufbau und Montage, so dass sich die Ereignisse im Kopf des Lesers wie ein Film festsitzen.

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Tags: 21. jahrhundert, chopin, deutschland, dieb, hanseapolis, konzern, krimi-reihe, miriam pharo, mord, polizei, präludium, sci-fi, science fiction, sektion 3, spannung, thriller, unterhaltung, venedig, zukunft   (19)

  

 

Nordhörn
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69 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

krimi, insel, mord, nordsee, nordhörn

Nordhörn

Jürgen Rath
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Sutton, 01.05.2012
ISBN 9783866809642
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 1959, als Steffen Stephan auf die Insel Nordhörn versetzt wird. Als Aushilfsarchivar soll er das heruntergekommene Archiv der Inselgemeinde auf Vordermann bringen. Doch kaum auf der Insel angelangt wird ihm unmissverständlich klargemacht, dass er nicht willkommen ist. Die Einheimischen befürchten, dass er etwas Belastendes im Archiv finden könnte. Sie schrecken auch nicht vor Gewalt zurück, um den pflichtbewussten Beamten von seiner Arbeit abzuhalten...

Mit "Nordhörn" ist Jürgen Rath ein vielseitiger Debütroman gelungen. Er schreibt nicht nur einen spannenden Krimi, sondern gibt auch sein Wissen als Seemann mit Kapitänspatent und promovierter Historiker weiter. So findet sich eine vielschichtige Leserschaft, die auf das eine oder andere Thema angesprochen wird - wenn nicht sogar auf alles zusammen.

Im Vordergrund steht Steffen Stephan, der eigentlich nur seiner Pflicht als Aushilfsarchivar nachkommen will. Doch diese Arbeit entpuppt sich schließlich als ein Rennen um sein eigenes Leben. Hier darf der Leser jederzeit miträtseln, was im Archiv verborgen liegt und wer es auf Steffen abgesehen hat. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, die Atmosphäre jener Zeit einzufangen und im Roman wiederzugeben. Man fühlt sich regelrecht auf der Insel gefangen. Hinzu kommt parallel eine Geschichte, die sich 1938 abspielt und sein Augenmerk auf die Schifffahrt legt.

Alles in allem ein unterhaltsamer Krimi jenseits der Großstadthektik, der zudem ohne großes Blutvergießen auskommt.

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Tags: archiv, archivar, deutschland, flucht, insel, jürgen rath, krimi, mord, nachkriegszeit, nordhörn, nordsee, schifffahrt, seefahrt   (13)

  

 

Tod im Eichsfeld
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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

krimi, erfurt, eichsfeld, hass, neid

Tod im Eichsfeld

Astrid Seehaus
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Sutton, 08.03.2012
ISBN 9783866809925
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Kriminalkommissar Frank Rothe, der gerade von Erfurt nach Heiligenstadt versetzt wurde, bekommt es gleich mit einem brutalen Mord zu tun. Georg Stahlmann ist auf seinem Hof nämlich mit einer Mistgabel erstochen worden. Erschwert werden die Ermittlungen nicht nur dadurch, dass die Tat während eines Gewitters geschah und damit viele Spuren verwischt wurden, sondern auch durch die Bewohner des Dorfes selbst. Frank Rothe wird schnell klar, dass der wohlhabende Großbauer Stahlmann so einige Feinde hatte und dass die Alteingesessenen nicht gerne mit Fremden reden.

Astrid Seehaus ist ein spannender einheimischer Krimi gelungen, der im thüringischen Heiligenstadt spielt. Der Krimi ist historisch gut recherchiert und der Autorin gelingt es von der ersten Seite an, dass der Leser das Gefühl hat, sich vor Ort zu befinden. Die Charaktere werden im Laufe der Handlung eingeführt, so dass keine Zeit verloren geht. Der Schreibstil ist einfach gehalten, so dass sich der Krimi schnell lesen lässt und gleichzeitig spannend bleibt. Der Leser darf gemeinsam mit Kriminalkommissar Rothe ermitteln, wer der Mörder ist und blickt zeitgleich hinter die Fassade eines scheinbar friedlichen Dorfes. Denn unter der Oberfläche brodelt es schon seit langem. Hass, Gier und Neid haben nur darauf gewartet, an die Oberfläche zu gelangen. Außerdem darf der Leser auf Machtkämpfe auf der Polizeiwache gespannt sein.

  (29)
Tags: astrid seehaus, behinderung, deutschland, dorf, dorfgemeinschaft, eichsfeld, erfurt, hass, heiligenstadt, krimi, krimipreis, mord, neid, polizei, rollstuhl, thürigen   (16)

  

 

HAUSE
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(6)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

hause, mord, krimi, derhank, roman

HAUSE

DERHANK
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 01.02.2012
ISBN 9783862820474
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Im Alter von zwei Jahren zieht Josef in sein neues Zuhause. Von diesem Moment an, ist es um HAUSE geschehen. So nennt Josef freudig das Haus, in dem er aufwächst und schließlich sogar dort Hausmeister wird. Er hat keine Ahnung, dass das Haus, in dem er lebt, ihn über alles liebt und über die Jahre hinweg Einfluss auf sein Leben nimmt. Wer auch nur versucht, ihm zu nahe zu kommen, wird auf einfallsreiche Weise bestraft oder gar umgebracht...

HAUSE ist ein Miethaus in Dortmund, das alles sieht und hört. Es streift durch die Gänge und Wohnungen ihrer Bewohner und nimmt manchmal sogar direkt Einfluss auf ihr Leben.
Der Autor hat eine sehr interessante Perspektive gewählt, die Handlung zu erzählen. Denn niemand geringeres als HAUSE selbst berichtet, was alles geschieht. Dadurch ist der Leser nah dran am Geschehen, wenn HAUSE seine Streifzüge durch die Mietwohnungen macht und so manche Geheimnisse offenbart, die sonst hinter verschlossenen Türen verborgen bleiben.
Es ist zugleich ein Streifzug in die menschlichen Abgründe und wie das Schicksal so seine Fäden zieht. Auch die unerwiderte Liebe zu Josef kommt dabei natürlich nicht zu kurz, der seit jeher unter der Fuchtel seiner Mutter steht.

Da die eine oder andere Szene etwas auf den Magen schlagen kann, ist das Buch nichts für zartbesaitete Leser. Denn es handelt sich nicht um einen reinen Roman, sondern vermischt sich mit Elementen aus Krimi, Thriller und gar Horror, wenn über so manchen Verbleib einer Leiche berichtet wird.
Die Handlung ist spannend und unterhaltsam, wirkt jedoch im weiteren Verlauf fast schon überladen, wenn neben Mordaufklärung noch weitere Handlungsverläufe eingebaut werden und zeitgleich abzulaufen beginnen. Zudem empfand ich die Akzente von zwei gewissen Charakteren als zu überzeichnet bzw. die Übersetzung ins Hochdeutsche hat den sonst flüssigen Lesestil behindert.

Fazit:
Wer sich schon immer mal gefragt hat, was ein Haus denkt und fühlt, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen. Flüssige und spannende Unterhaltung mit Einblick in die menschlichen Abgründe, die den Leser sogar zum Nachdenken anregt.

  (20)
Tags: abgründe, derhank, deutschland, dortmund, drama, eifersucht, hause, hausmeister, horror, krimi, leiche, liebe, menschen, miethaus, mord, roman, ruhrpott, seele, unterhaltung   (19)

  

 

Der Picassomörder. Huntinger und das Geheimnis des Bösen
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

mörder, serienkiller, erziehung, picassomörder, serienmörder

Der Picassomörder. Huntinger und das Geheimnis des Bösen

Heinz-Joachim Simon
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 16.02.2012
ISBN 9783862820979
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Entsetzliche Morde halten die Kunstwelt in Atem. In den Galerien werden jeweils Frauen auf brutale Weise ermordet und ein kostbares Bild aus Picassos Minotaurus-Serie entwendet. Der Anfang scheint Berlin zu bilden, gefolgt von weiteren Galerien und Museen in Europa. Hauptkommissar Huntinger wird mit den Ermittlungen betraut und stösst kurz darauf auf einen weiteren Mord. Eine atemlose Jagd quer durch Deutschland und Frankreich beginnt, um den Mann zu stoppen, der sich selbst für den Minotaurus hält...

Wer hat nicht schon vom berühmten Maler Picasso gehört? Aber auch einen Krimi gelesen, in dem man einiges über den Künstler und seine Arbeiten erfährt? Mit "Der Picassomörder" bietet sich dem Leser gleich die Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen; einen spannenden Krimi mit Mörderjagd zu lesen und sich in Sachen Picasso weiter zu bilden.

Der Autor Heinz-Joachim Simon hat bereits mit vorangehenden Werken versucht, Deutschlands Vergangenheit zu beleuchten. In "Der Picassomörder" versucht der Autor nun auch der Frage nach dem Bösen auf den Grund zu gehen und wie die Erziehung und unmittelbare Umgebung eine Person formen kann, die schließlich zum Mörder wird.
Mit Hauptkommissar Huntinger hat der Autor einen Ermittler gezeichnet, der trotz all dem Bösen in der Welt, seine Menschlichkeit nicht verliert und glaubhaft rüberkommt, ohne klischeehaft zu wirken oder mit Action überladen zu sein.

Ein solider und spannender Krimi, in dem es aber auch um Menschlichkeit und psychologische Aspekte geht.

  (32)
Tags: 3. reich, berlin, deutschland, diebstahl, drittes reich, erziehung, galerie, gewalt, heinz-joachim simon, kunst, kunstwelt, maler, malerei, minotaurus, missbrauch, mörder, münchen, picasso, picassomörder, serienmörder, unterwerfung   (21)

  

 

Bitteres Blut
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(17)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

krimi, lorinser, mord, leiche, güllegrube

Bitteres Blut

Willi Voss
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Sutton, 08.02.2012
ISBN 9783866809581
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Kriminalobermeister Lorinser wurde in die ländliche Idylle am Dümmer See versetzt. Als er zu seinem ersten Mord gerufen wird, ist die angebliche Leiche von Thorsten Böse verschwunden. Der Zeuge, der ihn angeblich an einer Stele aufgehängt gefunden hat, schwört steif und fest, den unbeliebten Kleinstadt-Casanova dort gesehen zu haben. Keine Leiche - keine Ermittlung. Doch irgendetwas ist faul, denn der vermeintliche Tote ist nirgends auffindbar und es scheint sich niemand Sorgen zu machen. Sogar auf seiner Dienststelle machen sich die Kollegen über "Lorinsers verschwundene Leiche" lustig. Doch so schnell gibt Lorinser nicht auf...

Dem Autor Willi Voss ist ein spannender einheimischer Krimi gelungen, der in der niedersächsischen Gegend des Dümmer Sees spielt. Damit beweist er, dass unterhaltsame Krimis nicht immer im Ausland spielen müssen. Die Charaktere sind allesamt glaubwürdig gezeichnet und auch die Beschreibung der Umgebung mitsamt der norddeutschen Sprache wirken auf den Leser, als würde man sich mitten am Dümmer See befinden.
Gemeinsam mit Kriminalobermeister Lorinser darf der Leser seinen neuen Wohnsitz und deren Einwohner näher unter die Lupe nehmen und gemeinsam ermitteln, was es mit der verschwundenen Leiche so auf sich hat.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen und verliert nicht an Spannung. Der Autor hat jedoch die Angewohnheit, viele verschachtelte Sätze zu bilden, die den Lesefluss oftmals stören. Denn so mancher Satz ist derart mit vielen Informationen verpackt, dass der Leser eine Weile braucht, um ihn in seiner Gänze zu verstehen, bevor er die Lektüre fortsetzen kann.

Fazit:
Ein solider, spannender deutscher Krimi mit viel Authentizität. Einzig die verschachtelten Sätze können zeitweise das Lesevergnügen trüben. Doch dies sollte den Leser nicht von einer Lektüre abhalten. Denn neben der Mordaufklärung wird der Leser mit einer überzeugenden Dorfgemeinschaft belohnt, in der es nicht an Fehden, Intrigen oder Vetternwirtschaft fehlt.

  (36)
Tags: adoption, bitteres blut, deutschland, diepholz, dorf, dümmer, dümmer see, eifersucht, erbe, frieden, geld, krimi, mord, neid, niedersachsen, roman, spannung, unterhaltung, vergangenheit, willi voss   (20)

  

 

Das Hotel
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(32)

69 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

thriller, blut, horror, monster, das hotel

Das Hotel

Jack Kilborn , Wally Anker
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 09.12.2011
ISBN 9783453528833
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Sag Onkel
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(13)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

vergangenheit, thriller, tod, rache, greg f. gifune

Sag Onkel

Greg F. Gifune , Tom Piccirilli
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 23.11.2011
ISBN 9783865521248
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Onkel Paul war nicht nur ihr Onkel, sondern auch eine Art Ersatzvater für Andy und Angela. Er war stets für sie da und beschützte seine Familie vor allem Übel. Doch je größer die Kinder werden, umso bewusster wird ihnen, dass ihr Onkel selbst auf der dunklen Seite wandeln muss, um das Böse von seiner Familie fern zu halten...

Wenn auch unter dem Genre Thriller verlegt, ist "Sag Onkel" von Greg F. Gifune mehr als nur ein Thriller. Wie im Vorwort von Tom Piccirilli erwähnt, geht es auch um das Erwachsenwerden und der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Es ist zugleich eine Art Drama. Ein Drama über eine Kleinstadtfamilie, wobei aber die Spannung und der Krimikitzel nicht fehlen.

Die Spannung ist beim Lesen allgegenwärtig, aber von der subtilen Sorte. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Person von Andy, der sich nach dem Tod seines Onkels mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen muss und beispielsweise der Frage nachgeht, inwiefern seine Kindheitserinnerungen an den liebevollen Onkel mit der Realität zusammenpassen.

Der Autor schockiert nicht mit blutigen Elementen oder bedient sich der Effekthascherei. "Sag Onkel" ist ein Thriller der ruhigeren Art und zugleich schockierend. Das Grauen spielt sich dabei auf emotionaler Ebene ab und lässt den Leser selbst darüber nachdenken, wie man sich selbst verhalten würde oder welche Abgründe in einem lauern mögen. Das Buch lebt von dem Grauen, der in der unmittelbaren Nachbarschaft tatsächlich geschehen könnte (und auch geschieht).
Die Handlung wird Seite für Seite von einem düsteren-melancholischen Ton begleitet, deren Gemütslage und Gefühle sich der Leser nicht entziehen kann. Der Schreibstil des Autors ist zudem sehr bildlich und manchmal sogar voller Poesie, so dass man das Buch nicht in einem Rutsch lesen kann, weil man sich das Beschriebene wahrlich vorstellt, nachzuvollziehen versucht oder einfach nur auf sich wirken lässt.

"Sag Onkel" ist somit kein Thriller für zwischendurch, der den Leser schockiert und auf einen großen Showdown hinarbeitet. Wer sich beim Lesen Zeit nimmt, sich darauf einlässt und nichts dagegen hat, selber mitzudenken und sich über das Geschriebene Gedanken zu machen, wird mit einem aufwühlenden, dramatischen und düsteren Thriller belohnt.

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Tags: böse, drama, erwachsenwerden, familie, geheimnis, greg f. gifune, kindheit, kindheitserinnerungen, kleinstadt, leid, onkel, poesie, realität, schutz, thriller, tod, usa, vergangenheit, verlust, wahrheit, warden   (21)

  

 

Amputiert
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46 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

amputiert, amputation, gord rollo, sadist, broschiert

Amputiert

Gord Rollo , Michael Krug
Flexibler Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 08.02.2011
ISBN 9783800095384
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
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Still Missing – Kein Entkommen
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462 Bibliotheken, 6 Leser, 9 Gruppen, 66 Rezensionen

entführung, thriller, vergewaltigung, therapie, familie

Still Missing – Kein Entkommen

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 27.01.2011
ISBN 9783596187164
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Ich bin ein Mörder
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(25)

47 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, mörder, frankfurt, manipulation, autor

Ich bin ein Mörder

Brigitte Pons
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Sutton, 01.09.2011
ISBN 9783866808645
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

"Ich bin ein Mörder", behauptet der Schriftsteller Tobias Stockmann auf der Frankfurter Buchmesse. Genau darüber handelt sein neuestes Buch, das aus der Perspektive des Mörders geschrieben ist. Und niemand anders als Tobias Stockmann soll der Mörder sein. Alle sollen glauben, dass er es tatsächlich geschafft hat, das perfekte Verbrechen zu verüben und auch noch damit durchkommt - ganz egal, wie viel er in seinem Buch verrät. Aber stimmt das auch oder ist das nur eine Marketingmasche, um sein Buch besser zu verkaufen?
Die Streifenpolizistin Alexandra ist auf jeden Fall hin und weg von Tobias Stockmann. Und auch er scheint sie bemerkt zu haben. Denn kurzerhand erhält Alexandra rote Rosen und der Schriftsteller will sich mit ihr treffen. Was für ein Abenteuer, denkt sie sich. Nur seltsam, dass er auch in der Freizeit so tut, als wäre er ein Mörder...

Nach mehreren Kurzkrimis und Anthologiebeiträgen legt Brigitte Pons mit "Ich bin ein Mörder" ihr Krimi-Debüt vor, das in Frankfurt am Main spielt. Alles dreht sich um die Frage, ob der Schriftsteller Tobias Stockmann tatsächlich ein Mörder ist oder alles nur eine Farce ist. Dabei kreuzt sein Weg den von Alexandra, die zusammen mit ihrem Partner Mischa in Frankfurts Straßen Streife fährt. Sehr intensiv kommt dabei das Leben in und bei der Polizei vor. Hier hat die Autorin intensiv über die Polizeiarbeit und ihren Alltag recherchiert, so dass alles sehr glaubhaft und real rüberkommt. Auch die Stadt selbst erwacht vor den Augen des Lesers zum Leben, wenn ihre Charaktere durch Frankfurt ziehen. Zudem ist der Krimi eine Art Hommage an den verstorbenen Friedrich Dürrenmatt, dessen Krimis und darin enthaltene Szenen viel Erwähnung finden.

Den Leser erwartet hier ein unterhaltsamer, spannender Krimi bei dem der Leser selber miträtseln kann, ob Tobias Stockmann tatsächlich ein Mörder ist. Nebenbei trifft der Leser auf viele interessante Charaktere und lernt Frankfurt aus der Streifenpolizei-Sicht kennen. Vielleicht greift der Leser danach sogar zu einem Werk von Friedrich Dürrenmatt. Sei es, um angesprochene Szenen noch einmal zu lesen oder um sich zum ersten Mal an den Autor heranzuwagen.

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Tags: autor, brigitte pons, deutschland, frankfurt, friedrich dürrenmatt, hommage, krimi, mörder, polizei, polizeiarbeit, polizeistreife, schriftsteller, streifendienst, streifenpolizistin, unterhaltung, verlagswesen   (16)

  

 

French 75
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(3)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

lyrik, seefahrer, callcenter, serienmörder, hochseeschifffahrt

French 75

Richard R. Roesch
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Sutton, 17.08.2011
ISBN 9783866808683
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Pawel Höchst, ein alter Seebär, hat für die Familie die Seefahrt aufgegeben und arbeitet nun als Privatdetektiv in Rostock. Statt aber den Ängsten seiner Klientin Tina nachzugehen, sucht er nach einem Barkeeper, der ihm einen anständigen "French 75" mixen kann. Bald darauf ist seine Klientin jedoch tot und Pawel selbst gerät ins Visier der Polizei. Scheinbar hält man ihn für einen Serienmörder, der quer durch Deutschland gemordet hat. Pawel nimmt das persönlich und macht sich selbst auf die Suche nach dem wahren Täter, der bis heute keine einzige Spur hinterlassen hat...

Richard R. Roesch ist mit "French 75" ein ungewöhnlicher Krimi gelungen. Da wäre einerseits Pawel Höchst. Ein hartgesottener Seebär, wie man ihn sich vorstellt, der für die Familie zur Landratte geworden ist und sich gleichzeitig damit auseinandersetzt, ob er im Herzen noch Nordrusse ist oder gemäß Pass Deutscher. Und andererseits trifft der Leser auf den erfolgreichen Lyriker Tobias März und den Call-Center-Mitarbeiter Tim Leidger. Der Leser hat dadurch nicht nur Einblicke in die Gedanken und Handlungen von Pawel Höchst, sondern zusätzlich in die eines Lyrikers und eines Mörders.

Für Lyrik-Fans sei darauf hingewiesen, dass die Gedichte und das Leben des französischen Dichters Rimbaud eine große Rolle spielen. Aber auch wenn man nicht so viel mit Lyrik am Hut hat, sollte man vor diesem Krimi nicht zurückschrecken. Denn dem Autor ist eine sehr interessante und gelungene Mischung geglückt, bei der die Lyrik nicht zu trocken oder exotisch wirkt und es gleichzeitig nicht nur Krimi ist. Zudem bringt der Autor die Atmosphäre und das Leben in Rostock sehr gut rüber, so dass der Leser einen guten Eindruck der Stadt und deren Bewohner erhält. Die Hauptpersonen kommen sehr glaubhaft rüber und die Spannung tut sein übriges: Man hält nicht eher inne, bis man den Mörder gefasst hat und sich zugleich auch ernsthafte Gedanken macht.

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Tags: callcenter, deutschland, french 75, gedichte, gewalt, hochseeschifffahrt, krimi, lyrik, mord, mörder, privatdetektiv, richard r. roesch, rimbaud, rostock, seefahrer, seeman, serienmord, serienmörder, spannung, unterhaltung   (20)

  

 

Todesfinal
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(5)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

krimi, deutschland, mord, nürnberg, schnitzeljagd

Todesfinal

Gunnar Schuberth
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Sutton, 01.08.2011
ISBN 9783866808669
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Paul Skamper kehrt nach einer Südamerika-Expedition nach Nürnberg zurück, um das Erbe seines Vaters zu ordnen. Ein alter Freund ist einer merkwürdigen Geschichte auf der Spur. Beim Geocaching - einer Art Internet-Schnitzeljagd - sollen Leichenteile an den Zielkoordinaten auf den Sucher warten. Wahrheit oder doch nur Hirngespinste? Paul Skamper lässt es sich nicht nehmen, mit seinem alten Freund auf die Suche zu gehen. Schließlich macht die Schnitzeljagd Spaß und das Code-Knacken ist eine Herausforderung...

In "Todesfinal" geht es gleich ohne große Erklärungen und Ausschmückungen direkt zur Sache. Die Hauptpersonen werden rasch eingeführt und befinden sich alsbald auf der Schnitzeljagd quer durch Nürnberg und Umgebung. Was genau "Geocaching" ist, wird im Laufe der Handlung erklärt und der Leser befindet sich gleich selbst mittendrin auf Schatz- und Mördersuche.

Dem Autor ist ein rasanter Krimi rund um Geocaching gelungen, der schnell an Fahrt gewinnt und man erst zur Ruhe kommt, wenn man die letzte Seite zugeschlagen hat. Kurzweilige, spannende Krimi-Unterhaltung für zwischendurch.

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Tags: deutschland, geocaching, gunnar schuberth, mord, nürnberg, profikiller, schnitzeljagd   (7)

  

 

Frühblüher schneidet man später
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(2)

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krimi, münchen, ermittlung, unterhaltung, deutschland

Frühblüher schneidet man später

Jochen Geißel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 06.07.2011
ISBN 9783862820047
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Bereits von Kindesbeinen an stand für Stefan Bond fest, dass er Detektiv wird. Nun, 41 Jahre alt und Kriminalhauptkommissar in München, ist die kindliche Begeisterung der harten Realität gewichen. Ein 16jähriges Mädchen wurde ermordet aufgefunden und obwohl es nicht an Tatortspuren mangelt, gestalten sich die Ermittlungen mehr als schwierig, denn die beiden Mörder sind nicht polizeilich bekannt und es gibt keine Augenzeugen. Zudem bleibt die Identität des Mädchens weiter unklar. Wo also ansetzen?

Jochen Geißel stellt mit "Frühblüher schneidet man später" seinen ersten Krimi vor, der in München spielt. Die Leser aus München werden sich sicher freuen, den einen oder anderen Ort wieder zu erkennen, doch der Krimi kann auch von Nicht-Münchnern uneingeschränkt gelesen werden.
Die Geschichte ist aus der allwissenden Perspektive geschrieben, so dass der Leser nicht nur den Ermittlungen folgen kann, sondern auch den Handlungen und Gedanken der Mörder und anderen Nebenfiguren. Der Autor hat sich dabei sehr große Mühe gegeben, nicht nur der Hauptperson eine eigene Vergangenheit zu geben, sondern auch den zahlreichen anderen Haupt- und Nebenfiguren. Dadurch ist ein Krimi entstanden mit sehr realen und glaubhaften Figuren.
Der Schreibstil ist sehr beschreibend und ausschmückend. Details zu den Ermittlungen und deren Methoden werden ausführlich erklärt, sodass sich vor allem jene Leser genügend informiert fühlen, die sich bis dato von "CSI"-Serien und -Büchern ferngehalten haben. Wer aber bereits ein eingefleischter "Tatortermittler" ist, dürfte sich dazu verleitet fühlen, jene Seiten zu überlesen und sie als "zu viel des Guten" zu erachten.
Etwas verwirrend gestalteten sich die Anfänge eines jeden Kapitels, da nicht sofort ersichtlich ist, wessen Handlungen und Gedanken der Leser gerade folgt.

Ein solides Krimi-Debüt bei dem sich der Autor bemüht hat, gleich an alles zu denken (Charaktere, Ermittlungen, Hintergründe usw.). Aber gerade dieses "alles-richtig-machen" wirkte auf mich fast schon zu konstruiert mit dem Gefühl, dass alles abgehakt werden musste, damit auch alles passt und keine Ungereimtheiten entstehen.
Wer auf sehr ausführliche und vor allem informative Krimis steht, die zudem auch noch in München spielen, der wird viel Spaß bei der Lektüre haben und sich gut unterhalten fühlen.

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Tags: deutschland, ermittlung, krimi, mord, münchen, unterhaltung   (6)

  

 
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