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Opfer: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Opfer: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)

Cathi Unsworth
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag, 11.03.2013
ISBN B00BJ3KV3S
Genre: Sonstiges

Rezension:

Corrine und Debbie sind Freundinnen, doch dann taucht Samantha auf und versucht sich dazwischenzudrängen. Ständig imitiert sie Debbies Stil, Frisur und ihre Kleidung. aber immer so geschickt, dass es aussieht, als hätte Debbie Samantha kopiert. Als Corinne von Sam eingeladen wird, zu ihrer Oma nach Hause zu kommen , passierte dort etwas so schreckliches, das Sie es nicht mal ihrer Freundin Debbie erzählen kann. Von diesem Zeitpunkt an, hatt sie große Angst vor Sam. Doch dann geschieht ein Mord und Corrine wird am Tatort aufgegriffen. Was dann folgt, ist die reinste Hexenverfolgung. Corrine wird schuldig gesprochen und wandert in die Nervenheilanstalt.

20 Jahre später macht sich der frühere Polizist Sean Ward, der jetzt als Privatdetektiv arbeitet, auf nach Ernemouth um herauszufinden was damals wirklich geschah. Gehörte Corrine wirklich zu einem Satanskult? Hat sie überhaupt den Mord begangen? Und wenn nicht, wer war es dann? Warum sollte sie getötet haben? Alles Fragen die nie wirklich richtig geklärt wurden. Doch Sean stößt auf Misstrauen und Feindseligkeit, auf Lügen und Intrigen. Kann er wirklich Licht in die Sache bringen?

Als das Buch "Opfer" bei Amazon Vine als Rezensionsexemplar angeboten wurde, hatte ich mich wahnsinnig gefreut, denn das Buch stand schon längere Zeit auf meiner Wunschliste. Aber meine Erwartungen waren wohl zu groß, denn sie konnten nicht erfüllt werden. Die Passagen der Vergangenheit aus den Jahren 1983/84 waren wirklich sehr interessant und ließen sich schnell weglesen. Dagegen fand ich die Kapitel von 2003, die immer im Wechsel folgten, teilweise ziemlich langatmig und oft mit unwichtigen Details vollgestopft, die nicht wirklich etwas mit der Geschichte zu tun hatten. Außerdem war ziemlich schnell klar, wie das Buch endet. So gut wie keine überraschenden Wendungen ließen die Geschichte auch nicht spannender werden.

Der Rückentext spricht von einer Hohepriesterin eines Satanskults, doch woraus sie das schlossen, war einfach nur lächerlich. Falls jeder Satanist ist der schwarze Klamotten und verrückte Frisuren trägt, tja, dann war ich das wohl auch jahrelang. Die Geschichte war ganz o.k. aber absolut nix besonderes.

Ich vergebe 3 von 5 Punkten für das Buch, weil der Schreibstil angenehm und gut zu lesen war. Dafür hielt sich die Spannung leider in Grenzen. Aber ich fand die Beschreibung des Ortes Ernemouth super, mit seinem Vergnügungspark, direkt auf dem Pier. Das strahlte schon eine tolle Atmosphäre aus.

© Beate Senft

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Ostfriesensünde
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69 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 12 Rezensionen

ostfriesland, krimi, mord, abtreibung, deutschland

Ostfriesensünde

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 01.02.2010
ISBN 9783596180509
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Durch Zufall wird in einem alten Gebäude die Leiche einer Frau gefunden. Sie wurde eingemauert und der Mörder scheint schon seit Jahren nach diesem Muster zu arbeiten. In Ostfriesland wird die SOKO Maurer ins Leben gerufen an der sich auch Ann Katrin Klaasen und Weller beteiligen sollen. Aber AKK hat besseres zu tun. Als einer alten Frau ein Foto aus dem Geldbeutel fällt, glaubt AKK zu träumen, denn darauf sieht man ihren Vater mit einer anderen Frau. Sie verabredet sich mit Frau Klocke, die behauptet der Mann auf dem Foto wäre der Verlobte ihrer Tochter gewesen, denn sie hofft auf eine neue Spur zu stoßen und endlich dem Mörder ihres Vaters das Handwerk legen zu können. Doch als sie zum Vereinbarten Zeitpunkt ankommt ist Frau Klocke tot. Wurde sie ermordet? Oder war die Aufregung zu viel für sie?

Auch diesen 5. Band der Ostfriesenreihe las ich wieder mit den Mädels in einer Leserunde und ganz ehrlich? Ohne sie hätte ich das Buch gleich wieder abgebrochen. Für mich war das bisher das schlechteste Buch und dabei hatte ich mich beim 3. Band so gefreut, weil ich dachte, die Reihe wird endlich besser. Aber unsere liebe Freundin AKK, mit der ich, vorsichtig ausgedrückt, noch nie richtig warm wurde, stochert lieber in der Vergangenheit ihres Vaters herum, als einen Serienmörder zu fassen, der seine Opfer einmauert. Ihr ist es vollkommen egal, ob weitere Opfer sterben, Hauptsache sie kann die Unschuld ihres gottgleichen Vaters beweisen.

So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt. Sobald es um AKK's Vater geht, schaltet die Kommissarin komplett ihr Hirn aus, verstößt gegen sämtliche Gesetze und geht praktisch über Leichen. Das ging mir so dermaßen auf den Wecker. An ihren Sohn dachte sie natürlich wieder nicht ein einziges Mal. Ich war wirklich so genervt, dass ich mich schwer beherrschen musste, nicht meinen Reader an die Wand zu werfen. Die ganzen Ermittlungen waren so unrealistisch und AKK durfte sich Dinge erlauben, da wären richtige Polizisten schon lange gefeuert worden. Außerdem scheint die gute Frau die Gabe des Hellsehens zu beherrschen. Anders kann ich mir ihre "Geistesblitze" nicht erklären.

Der Fall um den Maurer, wie der Serienkiller genannt wurde, ging leider komplett unter. Dabei wäre gerade das interessant gewesen. Das ganze Buch handelt nur von AKK's Vater und seine möglichen Machenschaften als Frauenhändler. Ich vergebe 2 von 5 Punkten für den flüssigen Schreibstil, mehr ist leider nicht drin.

Danke Mädels, dass ihr mir das Lesen etwas erträglicher gemacht habt und ich bin sehr froh, dass wir jetzt erst mal eine Ostfriesenpause einlegen. Ob ich später nochmal mitlese, glaube ich aber eher nicht. Trotzdem haben die Diskussionen mit euch wieder sehr viel Spaß gemacht.

© Beate Senft

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Ostfriesengrab
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75 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 6 Rezensionen

ostfriesland, krimi, kunst, mord, norden

Ostfriesengrab

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 393 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 06.02.2009
ISBN 9783596180493
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

In Ostfriesland geht das Morden weiter. Im Schlosspark Lütetsburg hängt eine weibliche Leiche. Sie sieht aus wie eine fliegende Elfe. Wunderschön zwischen den Rhododendrenbüschen, als würde sie da hingehören. Doch wer hat das getan? Wie konnte er die Leiche so aufwendig an einem öffentlichen Ort drapieren? Doch das soll nicht die einzige Leichen bleiben und bald wird klar, dass der irre Künstler, den die Polizei "Der Frisör" nennt nach den 4 Elementen mordet. Wann wird er wieder zuschlagen? Wie kann die Polizei das verhindern?

Also erst mal muss ich sagen, dass mir dieser Teil viel besser gefallen hat, als die beiden Vorgänger. AKK ging mir zwar immer noch ziemlich auf die Nerven und "Wella", wie ihr Partner in unserer Leserunde genannt wird, ist nach wie vor ein ziemliches Weichei, aber dieses Mal steht klar der Fall im Vordergrund und der war ziemlich spannend. Ich kann nur nicht verstehen, wie Weller und Ann-Kathrin Klaasen immer wieder so viel Mist bauen können und doch nicht vom Dienst suspendiert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das ein Polizist im wahren Leben leisten dürfte.

Der Schreibstil war wieder gewohnt flüssig und bis kurz vor dem Ende hätte ich diesem 3. Teil 9 Punkte gegeben, aber mit dem Ende konnte ich dann leider gar nichts anfangen. Da hätten 10 Seiten mehr ruhig noch sein dürfen. Das war mir viel zu abrupt. Was ich noch nicht verstehen kann ist, wieso AKK ihren Vater so auf einen Sockel stellt. Für sie ist er ja der reinste Heilige. Das ist doch nicht normal. Sobald es um ihren Vater geht, schaltet sie komplett ihr Hirn ab. Das war bisher in allen drei Teilen so. Trotz allem Gemecker wurde ich dieses Mal sehr gut unterhalten und ich vergebe solide 8 von 10 Punkten.

© lord-byron

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Ostfriesenblut
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93 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 10 Rezensionen

ostfriesland, krimi, schwarze pädagogik, mord, norddeich

Ostfriesenblut

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 327 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 05.02.2008
ISBN 9783596166688
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein Unbekannter legt Ann Kathrin Klaasen eine Leiche vor ihr ostfriesisches Einfamilienhaus. Die Person, Regina Orthner, ist keines natürlichen Todes gestorben, obwohl im Totenschein „Tod durch Herzversagen“ angegeben wurde. Doch noch während Kommissarin Ann Kathrin Klaasen im Umfeld der Toten ermittelt, erhält sie Hinweise auf das nächste Opfer des Mörders. Offenbar ist sie Teil eines Spiels, dessen Regeln sie noch nicht kennt.

Den Klappentext habe ich dieses mal bei Amazon geklaut, weil ich mich nur noch so lange wie nötig mit dem Buch beschäftigen mag. Und so eine Zusammenfassung braucht doch ihre Zeit und man muss sich seine Gedanken machen, die ich dem Buch nicht mehr zugestehen möchte.

Nach dem ersten Teil "Ostfriesenkiller" dachte ich ja noch: Es kann nur besser werden. Leider habe ich mich geirrt. Die Personen bleiben so unsympathisch wie sie auch im ersten Teil waren und dazu kommt noch, dass aus einem Polizisten plötzlich das totale Weichei wird. Ich sage nur "Haare färben". Gut, in der Leserunde konnten wir uns köstlich darüber amüsieren, aber hätte ich das Buch alleine gelesen, hätte ich mit Sicherheit abgebrochen. Die Charaktere gingen mir so dermaßen auf die Nerven, dass ich mich richtig zwingen musste weiterzulesen. Da half auch der recht spannende Fall nicht mehr wirklich, was eigentlich sehr schade ist, denn er hatte durchaus Potenzial. Aber er ging ganz im Geturtel der beiden frisch verliebten unter. Hier wäre weniger wesentlich mehr gewesen.

Ich denke, für alle die in der Gegend wohnen ein netter Zeitvertreib, weil Ostfriesland wirklich schön beschrieben wird und man Lust bekommt, die Koffer zu packen und hinzufahren. Alle anderen brauchen Durchhaltevermögen. Ich vergebe 3 von 5 Punkten, werde aber noch nicht aufgeben. Auch den 3. Teil "Ostfriesengrab" werden wir noch gemeinsam lesen, denn die Leserunden sind einfach klasse und entschädigen für so manches total üble Kapitel.

© lord-byron

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Ohne eine Spur
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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

doppelleben, familie, dublin, ungewissheit, familiengeschichte

Ohne eine Spur

Mary Stanley , Michaela Grabinger
Flexibler Einband: 486 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.08.2008
ISBN 9783426639597
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Bella, Becky und Brona sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Bella ist ein Biest, das alle Menschen manipuliert, ohne dass sie es merken. Sie ist unglaublich schön und steht überall im Mittelpunkt. Sie ist die Älteste und der Liebling der Eltern. Brona ist die Jüngste und die Schlampige. Wo sie geht und steht, lässt sie ihre Sachen liegen. Ihr Zimmer ist die reinste Katastrophe und in der Schule kommt sie nur so einigermaßen mit. Aber als Jüngste sieht man ihr allerhand nach. Becky, die mittlere ist auch sehr schön und unglaublich klug und ehrlich. In der Schule hat sie nur Einsen und trotzdem sind ihre Eltern nie mit ihr zufrieden. Sie bekommt immer an allem die Schuld. Sie ist die Ungeliebte. Als Bella eines nachts verschwindet, bricht die ganze Familie auseinander. Nach und nach erfährt man, wie es dazu kam, dass die 3 Mädchen so unterschiedlich behandelt wurden.

Von Anfang an hat mich diese Geschichte gefesselt. Die ungeliebte Becky, die als Einzige erkennt, wie manipulativ ihre Schwester Bella ist, hat mir so unglaublich leid getan. Und was für mich die Geschichte so interessant gemacht hat, sind die unterschiedlichen Perspektiven und die verschiedenen Zeitsprünge.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Und auch das Cover finde ich sehr ansprechend.
Ein schöner, spannender Roman über Schuld und Liebe, Vertrauen und Verzeihen.

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