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Untot - Lauf, solange du noch kannst
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137 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 52 Rezensionen

zombies, untot, zombie, bobby, jugendbuch

Untot - Lauf, solange du noch kannst

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.12.2012
ISBN 9783551520418
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Ein herzliches Dankeschön an die ZAU, durch die ich in den Genuss dieses Buches gekommen bin

Bobby hat es sowas von satt. Erst musste sie mit ihren Eltern von England nach Amerika ziehen und gerade als sie sich so richtig dort eingelebt und Freunde gefunden hat, geht es wieder zurück nach England. Nur ohne ihren Vater, denn der starb vor sechs Monaten an Krebs. Und dann fand es ihre Mutter auch noch eine gute Idee, sie mit den neuen Mitschülern auf die Klassenfahrt nach Schottland zu schicken. Für Bobby ist es die Hölle. Sie ist der Außenseiter, immer alleine mit ihrer Musik in den Ohren. Niemand nimmt Kenntnis von ihr und wenn, dann nur um sich über sie lustig zu machen. Aber zum Glück ist auch das bald vorbei, denn sie befinden sich auf der Heimreise. Plötzlich fängt es stark an zu schneien und der Bus hält an einem Imbiss mit Tankstelle, wo die Schüler sofort aus dem Bus stürmen um sich über das Essen und den kostenlosen Gemüsesaft hermachen, der vor der Tür verteilt wird. Nur Bobby und Smitty bleiben im Bus. Smitty darf nicht mit nach draußen, weil der Lehrer sauer auf ihn ist. Aber so gemein ist Mr. Taylor dann doch nicht und er beschließt etwas zu Essen für Smitty zu holen. Dann wird es auf einmal ganz still. Plötzlich kommt die laut schreiende Alice auf den Bus zugerannt. Sie brüllt aus Leibeskräften, sie sollen die Türe vom Bus schließen, die anderen wären alle Tot. Und dann taucht auch noch Mr. Taylor auf. Und der wirkt alles andere als lebendig. Haben die Überlebenden eine Chance? Wie sollen sie in diesem Schneechaos von hier entkommen? Sind wirklich alle tot oder erlaubt sich Alice einen schlechten Scherz mit den Beiden? Und was ist nur mit dem Lehrer los?

Am Anfang hatten das Buch und ich ein paar Schwierigkeiten miteinander. Das lag an dem jugendlichen Schreibstil, der doch sehr salopp rüberkam. Aber nach einiger Zeit merkte ich das gar nicht mehr und war total in der Geschichte gefangen. Es ist mit Sicherheit nichts Neues und es wurden auch ziemlich viele Klischees bedient. Das fing schon mit der Auswahl der überlebenden Charaktere an. Bobby, die Neue, die zu niemandem Kontakt hat. Alice die Schulzicke, die man eigentlich nur umgeben von ihren Bewunderern und ihren gleich angezogenen Freundinnen sieht. Smitty, der Rebell, der ständig auf cool macht und sich mit den Lehrern anlegt. Und zu guter Letzt noch der Schulstreber Peter, den niemanden außer die Lehrer mag. Aber auch darüber kann man hinwegsehen, denn für ein Jugendbuch fand ich die Story eigentlich ziemlich spannend. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, da war ich auch schon wieder am Ende angekommen, das stark für eine Fortsetzung spricht. Die vier Jugendlichen müssen allerlei Gefahren überstehen und oft über sich hinauswachsen, um irgendwie aus diesem Schlamassel herauszukommen. Das Ende hat mir nicht ganz so zugesagt, denn ich hätte für diese Geschichte gerne einen Abschluss gehabt. Aber trotz der Mängel fühlte ich mich gut unterhalten und vergebe 4 von 5 Punkten. Das Buch wird übrigens gerade verfilmt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.

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Und ich vergebe dir nicht
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44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

gütersloh, serienmörder, serienkiller, spannung, thriller

Und ich vergebe dir nicht

Erasmus Herold
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Niemeyer, C W, 01.09.2012
ISBN 9783827195623
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ich danke dem Autor ganz herzlich für das Rezensionsexemplar

Sarah Berger wurde gerade zur Mordkommission nach Gütersloh versetzt, weil sie gegen einen Kollegen handgreiflich wurde, als ein Serienkiller mit seinem grausamen Handwerk beginnt. Mit ihrem neuen Kollegen Patrick, mit dem sie sich zum Glück sehr gut versteht, macht sie sich auf die Jagd nach dem Mörder. Doch wo sollten sie beginnen? Alles was die Opfer gemeinsam haben, ist eine aufgestempelte Ziffernreihe auf dem Arm. Was verbindet die Opfer sonst noch? Warum wurden gerade sie ausgewählt? Warum wurde jedes Opfer auf eine andere Art getötet? Nach und nach können sie einige der Fragen lösen, doch dann hat das Team einen schrecklichen Verdacht.

Am Anfang hatten das Buch und ich einige Probleme miteinander. Das lag hauptsächlich daran, dass der Autor sich oft in zu detaillierten Beschreibungen verliert. Was mich ziemlich gestört hat ist, dass bei jedem, wirklich jedem Auto die Farbe, der Typ und die Marke erwähnt wurden. Als ich dann zum gefühlten hundertsten Mal gelesen hatte, dass Sarah in ihren silbernen Honta Concerto oder Patrick in seinen dunkelroten Ford Mustang gestiegen sind, war ich nur noch genervt. Es störte auch den Lesefluss ganz erheblich.
Doch wenn man darüber hinwegsehen kann, bekommt man einen tollen und spannenden Thriller. Der Plot ist einfach Klasse und kann mit vielen überraschenden Wendungen punkten. Die Charaktere sind fast durchweg sympathisch und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Alles in allen ein wirklich interessanter Thriller, den man so schnell nicht aus der Hand legen kann. Ich vergebe 4 von 5 Punkten und hoffe auf weitere Thriller dieses Autors, vielleicht mit weniger detaillierten Beschreibungen und weniger erwähnten Automarken.

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Unter aller Sau
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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

straubing, niederbayern, niedernussdorf, untersuchungshaft, jakob

Unter aller Sau

Christian Limmer
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.03.2012
ISBN 9783426199336
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Im Wald des kleinen Dörfchens Niedernussdorf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die beiden Polizisten Erwin und Richie nennen sie Schneewittchen und überlegen, ob sie sie nicht schnell mal ein paar Meter weiter schleppen sollen, denn dann würde sie im Nachbardorf liegen und sie müssten sich nicht mit einem Mordfall herumschlagen. Doch dann melden sie den Fund doch ihrer Chefin Gisela, die mit dem Mord überfordert ist und die Kripo Straubing informiert. Die schicken ausgerechnet den "schönsten" Polizisten Niederbayerns, Hauptkommissar Lederer, der sich für das Geschenk an die Frauen hält. So tritt er auch dann auf. In abgewetztem Ledermantel, Cowboystiefeln und Pornoschnauzer.
Die Leiche führt sie ganz schnell in ein als Wellnesstempel getarntes Bordell. Werden hier Frauen zur Prostitution gezwungen?

Lustig ist dieser Krimi ohne Zweifel, aber mir hat ein wenig die Spannung gefehlt. Die Personen sind alle ziemlich schräg und die Arbeitsmoral der Dorfpolizisten Erwin, Richie und Schorch lässt schon sehr zu wünschen übrig, was mir so manchen Lacher entlockte. Was mir sehr gut gefallen hat waren die Szenen zwischen Gisela und ihrem Demenzkranken Vater, die wirklich sehr feinfühlig und schön beschrieben waren. Lederer ist ein echtes Original, der sich für die Schöpfung der Menschheit hält, woraus sich immer wieder lustige Situationen ergeben. Ein witziger Krimi, dem etwas mehr Spannung sicherlich gut getan hätte.

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Unter der Asche
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46 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

london, feuer, digger, theater, pest

Unter der Asche

Tom Finnek
Fester Einband
Erschienen bei Ehrenwirth
ISBN 9783431037821
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der junge Geoffrey Ingram ist zu Besuch bei Master Gerrard, dem Lehrer der Armenschule von London. Der trägt ihm auf die Ereignisse, die zum Großen Brand von London im Jahre 1666 geführt haben, aufzuschreiben.
Geoff erzählt mit seinen eigenen Worten in einem saloppen, schnoddrigen Stil von seinem Leben im Dark Entry von Southwark. Dem schlimmsten Viertel von London. Er erzählt von seinem Leben ohne Mutter, mit einem ständig betrunkenen und gewalttätigen Vater, eines verschwunden Bruders und einer Schwester die auch eines Tages das Weite sucht. Aber Geoff lässt sich nicht unterkriegen und nach dem Tod des Vaters versucht er sich alleine durchzuschlagen.

Dieser Roman fesselte mich an Anfang bis zum bitteren Ende. Die Ereignisse, die zum großen Brand von London geführt haben, bei dem mehr als 100000 Menschen obdachlos wurden sind so spannend beschrieben, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Was mich noch zusätzlich fasziniert hat ist, dass man bestimmte Ereignisse aus drei verschiedenen Blickwinkeln sehen kann. Und jeder hat seine eigene Art die Geschichte zu erzählen. Außerdem ist Unter der Asche endlich einmal ein Roman der die Geschichte aus der Sicht der Ärmsten zeigt. Der Schankfrauen, Huren, Beutelschneider, Gauner und Schauspieler. Die Figuren sind fast durchweg sympathisch und auch skurrile Personen findet man zu genüge. Die historischen Fakten sind sehr gut recherchiert und der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und absolut flüssig. Ich kann das Buch wirklich nur jedem Freund von historischen Romanen empfehlen. Von mir bekommt es jedenfalls die volle Punktzahl mit Sternchen. Den Autor Tom Finnek sollte man sich merken.

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Tags: der große brand, digger, feuer, london, pudding lane, theater   (6)

  

 
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