lord-byron

lord-byrons Bibliothek

204 Bücher, 201 Rezensionen

Zu lord-byrons Profil
Filtern nach
77 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



Der stille Sammler
LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, fbi, serienmörder, suche, wahrheit

Der stille Sammler

Becky Masterman
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.04.2013
ISBN 9783785724767
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Die 59-Jährige Brigid Quinn hat ihr halbes Leben für das FBI gearbeitet. Durch ihre geringe Größe und die zarte Statur war sie eine hervorragende verdeckte Ermittlerin. Doch nach einem schweren Unfall muss sie aus dem aktiven Dienst aussteigen. Kurz darauf geht sie ganz in den Ruhestand. Sie lernt den Mann ihres Lebens kennen und heiratet ihn, ohne ihn über ihre Vergangenheit aufzuklären. Zu groß ist die Angst, er könne sie verlassen. Das wäre nicht das erste Mal, dass ihr so etwas passiert. Doch dann vermutet man, den Route-66-Killer gefangen zu haben. Das ist der einzige Fall, den Brigid nicht abschließen konnte. Doch sie ist sich sicher, dass hier etwas nicht stimmt und ermittelt auf eigene Faust.

Brigid und ihr Mann waren mir sofort sehr sympathisch. Die beiden genießen ihre Zweisamkeit, gehen zusammen Steine sammeln, führen ihre beiden Möpse spazieren und führen eine liebevolle Ehe. Aber man merkt Brigid an, dass eine sehr große Kraft in ihr steckt und die sollte sie auch bald brauchen.

Der Schreibstil ist einfach großartig und lässt Bilder im Kopf entstehen. Liebevoll beschriebene Charaktere runden das Bild ab. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Morde des Route 66 Killers. Jedes Jahr hat er eine Frau gefangen, vergewaltigt, getötet und als Souvenir ein Ohr abgeschnitten. Sogar eine junge FBI-Agentin, eine Untergebene von Brigid geht auf das Konto des Killers. Das konnte die pensionierte Frau nie richtig verarbeiten.

Als sie eine Chance sieht, diesen Killer zu fassen, setzt sie sich wie ein Bluthund auf seine Fersen und riskiert auch ihr eigenes Leben. Sie ist so eine taffe Frau und das ganz ohne Modelmaße und weitaus älter als sonst in Büchern üblich. Das fand ich unglaublich toll. Und sie wurde sehr realistisch dargestellt. Man nimmt ihr ihre mentale und körperliche Kraft ab.

Die Seiten flogen nur so durch meine Hände und nach einer schlaflosen Nacht hatte ich das Buch beendet. Kaum zu glauben, dass das der Debütroman der Autorin Becky Masterman ist. Ich fühlte mich unglaublich gut unterhalten und vergebe volle 5 von 5 Punkten für einen eindrucksvollen Thriller. Bitte mehr davon.

© Beate Senft

  (0)
Tags:  

  

 

Schatten des Baumes
LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

bau

Schatten des Baumes

Piers Anthony , Joachim Körber , Joachim Koerber
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Edition Phantasia, 01.04.2012
ISBN 9783937897486
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Als Joshua Pinsons Frau Mina stirbt und er kurz darauf ein Anwesen mit großem Gelände in den Wäldern Floridas von seinem Onkel Elijah erbt, beschließt er zusammen mit seinen Kindern Chris und Sue die Stadt zu verlassen und in die Natur zu ziehen. Vielleicht könnten sie so das Grauen um den Tod von Mina besser verarbeiten. Dort angekommen verlieben sie sich sofort in den riesigen Baum der in der Nähe des leider noch unfertigen Hauses steht. Selbst die beiden Hunde scheinen sich sofort hier wohl zu fühlen. Josh setzt alles daran, das Haus so schnell wie möglich bewohnbar zu machen und bewundert die Vorgehensweise seines Onkels, der sich ganz auf die Sonnenenergie verlassen hat. Doch schon kurz nach dem Einzug geschehen seltsame Dinge und die Haushälterin die Josh engagiert hatte,verlässt die Familie nach kurzer Zeit wieder. Da ist er doch froh, dass sich die Schwester eines Klassenkameraden von Chris sich bereit erklärt für die Kinder zu sorgen, wenn Josh beruflich nach New York muss. Doch die unheimlichen Vorkommnisse werden immer schlimmer und bald wird auch noch Sue krank.

Dieses Buch stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, aber der Erscheinungstermin wurde leider immer wieder verschoben. Als es dann endlich erschien hatte ich Buchkaufverbot und das Buch musste noch länger warten. Dann bekam ich einen Tipp, dass es eine Verlosung mit Leserunde bei LovelyBooks gibt und ich hatte mich natürlich sofort beworben und gewonnen. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe.

Dann endlich war das tolle Buch mit dem düsteren Cover aus der Feder von Timo Kümmel da und wir durften beginnen. Und ich wurde nicht enttäuscht und meine Erwartungen zu dem Buch wurden alle erfüllt. Es geschehen gruselige Dinge in dem Haus. Geister erscheinen, plötzlich sind überall Insekten im Bett, die sich in Luft auflösen. Ein plötzlicher Gestank kommt in der Nähe des Baumes auf, die Hunde spielen verrückt und es gibt Tote.

Der Autor kann mit originellen Ideen aufwarten und sehr gut mit dem Grauen spielen, dass ich sogar bei der Beschreibung einer Motorsäge Gänsehaut bekam. Die Beschreibungen der Natur sind einfach wunderschön und die ganze Sprache sehr Bildhaft. Ein Film hätte keine schöneren Bilder in meinem Kopf entstehen lassen können. Dazu liest sich das Buch einfach und flüssig und man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen. Einzig die vielen Druckfehler in der ersten Hälfte des Buches trübten den Lesespaß ein wenig, aber da kann ja der Autor nichts für. Die Figur des Josh wurde sehr gut ausgearbeitet, die anderen Personen bleiben etwas blasser, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut.

Ich war und bin jedenfalls so richtig begeistert, vor allem über das originelle Ende, das mich wirklich überraschte. Darum vergebe ich für dieses tolle und Gänsehaut bescherende Buch 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Lesempfehlung für alle die sich gerne gruseln und nicht unbedingt durch Literweise Blut waten müssen.

© Beate Senft

  (7)
Tags:  

  

 

Like me - Jeder Klick zählt
LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

jugendbuch, echtes lebe

Like me - Jeder Klick zählt

Thomas Feibel
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.04.2013
ISBN 9783551312426
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Jana, die Neue in der Klasse sieht einfach toll aus und wirkt sehr selbstbewusst. Immer und jederzeit ist sie mit ihrem teuren Smartphone beschäftigt, selbst während des Unterrichts in der Schule. Durch sie erfahren Karo und Eddie von "On Show", dem Internetportal bei dem es für Bilder und Postings Punkte gibt und deren Motto ist: Sammle Fans, sammle Punkte, poste viel, poste ALLES. Und wer am Ende die meisten Klicks hat, wird Moderator bei der neuen On Show werden. Karo und Eddi lassen sich von dem Postingfieber anstecken und veröffentlichen Bilder ohne Ende. Je peinlicher desto besser. Jana ist es vollkommen egal ob sie jemanden dabei verletzt. Sie lügt und betrügt ohne mit der Wimper zu zucken, um die meisten Klicks zu bekommen. Aber Karo und Eddie bekommen so langsam ein schlechtes Gefühl. Als sie schließlich bemerken auf was sie sich da eingelassen haben, ist es schon fast zu spät....

"Like Me" ist ein Jugendbuch das ich von "Hier schreiben wir" zum rezensieren bekam. Und ich bin sehr froh, dass ich das Buch lesen durfte. Es hat mich wirklich erschreckt, wie viel Wahrheit in dem Büchlein steckt und hoffe, dass es ganz oft als Schullektüre im Unterricht gelesen wird. Der Autor Thomas Feibel hat schon mehrere Bücher, darunter auch Sachbücher, zum Thema Internet und Jugendliche veröffentlicht und ich finde, er schreibt wirklich so, dass es auch die Kids im entsprechenden Alter lesen wollen. Ein interessantes Thema, saloppe Sprache und niemals den erhobenen Zeigefinger, so trifft er den Zeitgeist der heutigen Jugend.

Das Hauptthema des Buches dreht sich um ein soziales Netzwerk und wie schnell Kids doch vergessen, dass jeder der dort angemeldet ist, alles lesen kann, was man dort postet. Wir erinnern uns bestimmt alle an das Mädchen das unbeabsichtigt die ganze Facebookgemeinde zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen hatte. Außerdem zeigt es auf wie einfach es doch ist Menschen über das doch anonyme Internet lächerlich zu machen, zu mobben, oder in Verlegenheit zu bringen. Und wenn das alles noch von den Machern des Netzwerkes unterstützt wird, wenn regelrecht gefordert wird, andere bloßzustellen, dann verlieren auch die nettesten Menschen ihr Gewissen. Es lockt ja auch ein hoher Preis.

Ich vergebe 5 von 5 Punkten für tolles Buch das auf eine spannende Art auf die Gefahren von sozialen Netzwerken hinweist. Obwohl ich nicht zur Zielgruppe gehöre, habe ich die Geschichte regelrecht verschlungen. Empfohlen wird das Buch ab 12 Jahren, aber ich finde, man kann es in jedem Alter lesen.

© Beate Senft

  (3)
Tags:  

  

 

Das Schmetterlingsmädchen
LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

new york, louise brooks, cora, schauspielerin, homosexualtät

Das Schmetterlingsmädchen

Laura Moriarty , Britta Evert
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.02.2013
ISBN 9783404167814
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Es ist die Zeit der Prohibition, die Zeit der Frauenrechtlerinnen und die Zeit des Stummfilms zu der Cora Carlisle in Kansas Wichita lebt. Sie ist verheiratet mit dem geachteten Anwalt Alan Carlisle und hat 2 Söhne, Zwillinge, die aufs College gehen werde und somit aus dem Haus sind. Ihr Leben erscheint ihr ein wenig leer als sie erfährt, dass ihre flüchtige Bekannte Myra eine Anstandsdame für ihre Tochter Louise sucht, die sie nach New York begleiten soll. Louise wurde an einer berühmten Tanzschule angenommen und Myra wittert eine Chance ihre Tochter groß rauszubringen. Aber auch Louise hat den Mief der Kleinstadt und das Getratsche satt und möchte in der pulsierende Metropole mit ihren Theatern und dem prallen Leben einfach sie selbst sein können. Doch Cora, die 20 Jahre älter ist als Louise, ist das komplette Gegenteil von ihr und so macht sich Louise oft über die verklemmte Art von Cora lustig und die Ältere ist oft geschockt vom Benehmen der Jüngeren. Das beginnt schon auf der Bahnfahrt. Aber nicht nur Louise hat eine Aufgabe in der großen Stadt, denn Cora möchte mehr über ihre Vergangenheit erfahren. Und so treffen beide Frauen auf eine ganz andere Lebensweise und beginnen beide sich langsam zu verändern.

"Das Schmetterlingsmädchen" ist ein ganz wundervolles Buch über 2 Frauen. Die Eine gefangen in den Konventionen der Zeit, die Andere möchte daraus ausbrechen, sich nichts vorschreiben lassen und einfach das Leben genießen. Geschrieben ist das Buch in einer sehr schönen Sprache, die mich oft träumen lies. Aber ich schüttelte auch oft den Kopf über Coras Ansichten.

"Cora hatte sich gefreut als die Rocksäume bis zu 20 Zentimeter nach oben wanderten. Zugegeben, ein bisschen Bein war zu sehen, aber die Veränderung schien vernünftig.Die Röcke schleiften nicht mehr durch den Dreck und schleppten Typhus oder Gott weiß was ins Haus. Aber jetzt trugen die Mädchen Röcke, die so kurz waren, dass man bei jedem Windstoß ihre Knie sehen konnte und dafür gab es keinen logischen Grund. Ein Mädchen das so einen kurzen Rock trug, wollte angestarrt werden und zwar auf eine ganz bestimmte Weise". (Seite 14)

Auf dem Cover sieht man ein Originalfoto von Louise. Mir war Louise Brooks, genannt Lulu, kein Begriff, aber sie war die Stummfilmikone schlechthin und die Frau, die den Bob als Kurzhaarfrisur für Frauen einführte. In dem Buch erfährt man wie aus Louise aus Wichita, die den Männern den Kopf verdrehte, die berühmte Stummfilmschönheit wurde, der die Männer zu Füßen lagen. Auch wenn Louise leider nur die 2. Rolle in der Geschichte spielt fand ich es sehr interessant. Die Hauptfigur ist eindeutig Cora, die in New York versucht ihre Wurzeln zu finden. Sie wuchs in einem Waisenhaus auf und wurde an eine Familie vermittelt, die sie groß zog. Aber nicht nur über Cora erfahren wir einige Geheimnisse sondern auch Louise erzählt uns Details aus ihrer Kindheit.

"Erst vor wenigen Monaten war Margaret Sanger verhaftet worden, weil sie in aller Öffentlichkeit die Frage gestellt hatte, ob Geburtenkontrolle moralisch war. Man bezeichnete sie als obszön" (Seite 53)

Manche Meinungen Coras haben mir glatt die Sprache verschlagen und mich immer wieder wieder den Kopf schütteln lassen. Für sie war z.B. jede Frau eine Prostituierte, die etwas Rouge auflegte oder Lippenstift trug.

"Er kam immer erst zu ihr wenn es dunkel war und brachte nie eine Lampe mit. Dafür war sie dankbar. Bei Licht hätte sie sich Gedanken gemacht, wie ihr Gesichtsausdruck sein sollte. Duldsam? Entschlossen? Sie wusste es nicht. Sie hatte auf der Farm Tiere bei der Paarung gesehen, deshalb war ihr der mechanische Ablauf von Sex klar, aber sie wusste nichts darüber wie sie sich als Mensch, als Frau verhalten sollte. Auch im Dunkeln wusste sie nicht, ob sie einfach still liegen sollte oder ob es in Ordnung wäre ihre Arme und Beine um ihn zu schlingen, wie sie es sich insgeheim wünschte. Sie wollte nicht sexsüchtig erscheinen". (Seite 203)

"Das Schmetterlingsmädchen" ist ein tolles Stück Geschichte aus einer Zeit des Umbruchs, die mich sehr gut unterhalten hat. Ich vergebe für das toll geschriebene Buch 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine Leseempfehlung für alle, die sich gerne verzaubern und in eine andere Zeit entführen lassen.

© Beate Senft

  (10)
Tags:  

  

 

Fida
LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

90 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, super, man kann sich sehr gut hineinversetzen, kindesentführung, maucher

Fida

Stefanie Maucher
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 26.03.2013
ISBN 9781483957517
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die 13-jährige Laura ist nach der Schule mit ihrer Freundin in einem Drogeriemarkt um für das Geburtstagsgeschenk ihrer Mama Bilder entwickeln zu lassen. Ihre Freundin drängelt ständig, weil sie viel lieber in den Park möchte um ihren Schwarm, der dort wahrscheinlich sein wird, heimlich anzuhimmeln. Als sich der Junge über Laura lustig macht und auch ihre Freundin über sie lacht, rennt sie enttäuscht davon. Sie sucht Trost und Zuflucht an einem ihrer Lieblingsorte, der Bibliothek. Dort verkriecht sie sich und versinkt in der Geschichte eines ausgewählten Buches, bis sie merkt, dass ein älterer Mann sich neben sie gesetzt hat und sie ständig angafft. Ängstlich verlässt Laura die Leihbücherei und dann fährt ihr auch noch der Bus vor der Nase weg. Um nicht zu spät nach Hause zu kommen, macht sie sich zu Fuß auf den Heimweg. Das war das letzte Mal, dass Laura gesehen wurde. Was ist mit ihr geschehen? Wie gehen ihre Eltern mit dem Verschwinden des einzigen Kindes um? Das erzählt Stefanie Maucher in ihrem neuen Buch „Fida“


Es ist nicht einfach für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, weil es hauptsächlich aus Emotionen besteht. Hier geht es um Angst, Verzweiflung, Hoffnung, Demütigung, Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Macht und Hass. Wie packt man das in Worte?


„Fida“ ist das 3. Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und zugleich das Erschreckendste, geht es doch um ein Thema das jede Familie in tiefste Verzweiflung stürzen würde. Was würden wir tun, wenn unser Kind einfach verschwindet? Wenn wir nicht wissen ob es noch am Leben oder schon tot ist? Würde unsere Familie näher zusammenwachsen oder auseinanderbrechen? Die Kapitel wechseln ständig zwischen der Zeit des Geschehens und Lauras Martyrium und ein Jahr später aus der Sicht der Mutter Tatjana, die niemals die Hoffnung aufgeben kann ihr Kind wieder in die Arme zu schließen.
Ich war wieder total geplättet von der Wortgewalt der Autorin und fühlte mich Tatjana und Laura sehr nahe. Ich konnte mich viel zu sehr in die beiden Frauen hineinversetzen und habe schrecklich mit ihnen gelitten. Das ging nicht ohne Tränen. Am Ende habe ich ehrlich gesagt, geheult wie ein Schlosshund. Trotzdem bin ich sehr glücklich das Buch gelesen zu haben. Keine kann so mit Worten umgehen wie die junge Autorin. Außerdem war das Buch sehr flüssig geschrieben, auch wenn es sich durch das Thema nicht gerade schnell lesen ließ. Dazu ist es viel zu ernst. 

Hier ist mal ein kleiner Auszug, der mich Laura sehr nahe gebracht hat:
Seit Laura lesen gelernt hatte waren Bücher für sie mehr als nur etwas, in das man seine Nase stecken musste, weil der Lehrer es aufgab. Für sie waren die Figuren in Büchern Freunde, die sie mitnahmen auf abenteuerliche Reisen in andere, aufregende Welten. Manchmal, wenn sie mit einem Buch fertig war und den Deckel zuklappte , war sie regelrecht traurig, die neugewonnen Freunde wieder verlassen zu müssen. (auf dem Kindle Paperwhite auf Position 170) Geht es uns Büchernarren nicht oft so wie Laura?

Stefanie Maucher versteht es wirklich perfekt die vielen Emotionen des Buches absolut realistisch darzustellen. Man könnte wirklich annehmen, sie hätte das alles selbst hautnah miterlebt. Das macht das Buch so authentisch. Ich vergebe 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung an alle die den Mut haben sich an dieses außergewöhnliche Buch heranzuwagen. 

  (12)
Tags:  

  

 

Buchland
LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

buchland, herr plana, bücher, buch, pflichtlektüre

Buchland

Markus Walther
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 01.04.2013
ISBN 9783862821860
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Herr Plana betreibt ein Antiquariat in einer Gegend, in der andere Geschäfte nach und nach schließen müssen. Um frischen Wind in seine liebevoll geführte Buchhandlung zu bringen, stellt er Beatrice Liber ein, die gerade ihre Bücherei schließen musste. Dankbar nimmt sie die Stelle an und nachdem sie auch aktuelle Bücher in ihr Sortiment aufgenommen haben, läuft der Laden auch wesentlich besser. Doch schon bald merkt Bea, dass in dem Antiquariat seltsame Dinge vor sich gehen und verlangt eine Erklärung von ihrem Chef. Daraufhin führt er sie in den Keller, ins Buchland. Und als wäre das nicht schon verwirrend genug, muss sie auch noch Angst um ihren Mann Ingo haben.

Seit mir Markus Walther von seiner Idee für Buchland erzählt hatte und ich auch die ersten Kapitel lesen durfte, konnte ich das Erscheinen des Buches kaum noch erwarten. Selbst von dem Wenigen das ich gelesen hatte, war ich wie verzaubert.

Und heute war es dann endlich soweit: Mein signiertes Exemplar von Buchland war da. Und als ganz besonderes Schmankerl für mich schrieb Markus, dass Seite 241 für mich reserviert sei. Ihr könnt euch vielleicht meine großen Augen vorstellen, als ich meinen Namen bei der Danksagung las. Ich war total platt und freue mich jetzt noch wie verrückt. Vielen Dank Markus.

"Wenn Worte den Geist emportragen, so muss dein Körper nicht verweilen. (Seite 197)

Bisher hat es nur ein Geschichtenschreiber geschafft mich so mit seinen Werken zu bezaubern und das ist Carlos Ruiz Zafón. Jetzt gibt es auch noch einen zweiten Autor dem das gelingt und das ist Markus Walther. In seinen Kürzestgeschichten hatte es sich schon angedeutet und in seinem ersten Roman ist es zur absoluten Gewissheit geworden: Dieser Autor ist ein Genie, er kann mit Worten zaubern und der feinsinnige Humor lässt immer wieder ein Lächeln auf den Gesichtern der Leser erscheinen. In jeder Zeile spürt man die Liebe des Autors zu Büchern und ich bin mir sicher, dass man in Herrn Plana einige Charakterzüge von Markus Walther wiederfindet.

"Die Realität steht geschrieben. Das Geschriebene ist Realität. (Seite 151)

Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch verschlungen obwohl ich mir jedes Wort auf der Zunge zergehen lies. Die Charaktere sind so  wundervoll erarbeitet und vielschichtig, Herr Plana so ein liebenswürdiger Kauz, dass ich gerne noch tagelang weiter gelesen hätte. Der Schreibstil ist fesselnd und flüssig zu lesen und die Sprache so wundervoll bildhaft, dass einem ein Film keine schöneren Bilder hätte liefern können.

"Die Bücher um mich herum, die sich unter einem staubigen Mantel zu verbergen suchten, schienen leise zu wispern. Sie erzählten sich ihre Geschichten, während sie darauf warteten, einen unschuldigen Leser zu finden, in den sie ihre Saat pflanzen konnten." (Seite 9)

Lieber Markus, bitte lass uns nicht so lange auf dein nächstes Buch warten. Ich werde dich jedenfalls wieder kräftig anfeuern. Ich vergebe für dieses außergewöhnlich schöne Buch 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung für alle, die des Lesens mächtig sind.

© Beate Senft

  (8)
Tags:  

  

 

Dance of Shadows
LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

144 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 53 Rezensionen

ballett, dämon, new york, dämonen, jugendbuch

Dance of Shadows

Yelena Black
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ars edition, 04.02.2013
ISBN 9783760799148
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Vanessa kann es nicht glauben. Sie wurde wirklich an der New Yorker Ballettakademie zugelassen. Dabei wollte sie gar nicht wirklich Tänzerin werden sondern nur herausfinden warum ihre Schwester vor 3 Jahren dort spurlos verschwand und sich nie mehr meldete. Kaum dort angekommen lernt sie ihre Zimmernachbarin TJ und die beiden Mädels Steffie und Elly, die in Margerets ehemaligen Zimmer wohnen und den liebenswert durchgeknallten Blaine kennen. Die 5 werden zu ihren besten Freunden in dieser stressigen Zeit. Zusammen versuchen sie herauszufinden was mit den verschwunden Mädchen geschah, denn es war nicht nur ihre Schwester Margaret, die nie mehr gesehen wurde. Sie verliebt sich in den geheimnisvollen Zep, ihren Tanzpartner. Als plötzlich auch noch eine ihrer Freundinnen ohne Abschied nach Hause reist weiß sie nicht mehr wem sie noch trauen kann. Ganz sicher nicht dem lästigen Justin, der sie fast auf Schritt und Tritt verfolgt.

Da die Bewertungen zu diesem Buch sehr weit gefächert sind wurde ich doch neugierig. Und als Amazon Vine das Buch als Reziexemplar anbot musste ich sofort zugreifen. Zum Glück, denn das Buch stellte sich für mich als wahrer Glücksgriff heraus. Ich liebe das Ballett und das steht in diesem Buch ganz eindeutig im Vordergrund. Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach und dennoch schafft sie es wunderbare Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Ich war so gefesselt von der Handlung, dass ich das Buch erst aus der Hand legen konnte als ich die letzte Zeile gelesen hatte. Und da graute schon so langsam der Morgen. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert.

Gut, für mich war das Ende des Buches keine Überraschung und doch sehr vorhersehbar aber das tat der Spannung trotzdem keinen Abbruch. Vanessa war ein sehr unsicheres Mädchen und manchmal wirklich sehr schwer von Begriff, aber auch das konnte ich leicht verschmerzen. Dazu waren die Bilder einfach zu ausdrucksstark und faszinierend. Man merkt der Autorin sofort an, wie sehr sie das Tanzen liebt. Einziger Wehrmutstropfen für mich ist, dass "Dance of Shadows" wieder mal der erste Teil einer Trilogie ist. Aber der erste Teil kann auch gut alleine gelesen werden. Ich möchte jedenfalls unbedingt mehr davon lesen und freue mich schon auf Teil 2, der hoffentlich nicht so lange auf sich warten lässt. Ich vergebe für dieses tolle Jugendbuch volle 5 Punkte und eine klare Leseempfehlung für alle jungen und jung gebliebenen Leser

  (11)
Tags:  

  

 

Das Nebelhaus
LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

81 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

hiddensee, mord, freunde, kambodscha, amoklauf

Das Nebelhaus

Eric Berg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 04.03.2013
ISBN 9783809026150
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Eine kleine Gruppe von 4 Studenten, die sich ziemlich radikal für ihre Umwelt einsetzten, verlor sich nach dem Studium aus den Augen. Dann lädt Philipp seine ehemaligen Freunde Timo und Leonie, die er über das Internet wiedergefunden hat, nach Hiddensee in sein Haus ein. Nach längerem Suchen kann Timo auch noch Yasmin ausfindig machen, die damals zu ihrer Gruppe gehörte. An einem wunderschönen Tag im September treffen die 3 in Hiddensee ein und werden von Philipp, seiner Frau Vev und ihrer kleinen Tochter Clarissa von der Fähre abgeholt. Was als schönes Wiedersehen geplant war endet in einer Katastrophe, bei der 3 Menschen getötet und einer schwer verletzt wurde umd seitdem im Koma liegt.

2 Jahre später versucht die Reporterin Doro Kagel eine Reportage über die Geschehnisse der stürmischen Septembernacht zu schreiben. Und was sie nach und nach ans Licht bringt ist einfach unglaublich....

Zuerst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei Lovelybook und Eric Berg bedanken, dass ich an der Leserunde zu "Das Nebelhaus" teilnehmen durfte. Sonst wäre mir vielleicht ein wahnsinnig tolles Buch entgangen. Dem Autor, der sonst unter einem anderen Namen historische Romane schreibt ist mit seinem ersten Krimi ein absoluter Volltreffer gelungen.

Von der ersten Seite an erwartet den Leser ein unglaublich spannendes Buch dessen Spannungsbogen bis zum Ende aufrechterhalten bleibt. Fast keiner aus der Leserunde konnte das Buch mehr aus der Hand legen, alle waren gefangen in der gut konstruierten Geschichte. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und haben viele Facetten, auch wenn sie nicht alle sympathisch sind. Das müssen sie ja auch nicht sonst wäre es ja langweilig.

Immer wieder bekommt der Leser Brosamen hingeworfen, ohne dass der Autor zu viel verraten würde. Um zu wissen, was wirklich in dieser Nacht passierte, muss man sich schon bis zum Ende des Buches gedulden.
Die Geschichte verläuft in 2 Zeitebenen. Einmal die Zeit, in der Doro die Geschehnisse rekonstruiert und einmal zwei Jahre zuvor als die 4 ehemaligen Freunde zusammentrafen und das Schicksal seinen Lauf nahm. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und sehr bildhaft. Ich konnte die wunderbare Landschaft der Insel vor Augen sehen, das Meer riechen und die Möwen schreien hören. Auch konnte ich das Haus aus Glas, das Philipp als Architekt entworfen hat, wie ein störendes Objekt in der wunderbaren Landschaft stehen sehen.
Ich vergebe für dieses wundervolle Buch, das so viel mehr ist, als nur ein Krimi 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. Ja, ich bin total begeistert.

  (20)
Tags:  

  

 

Die Verstummten
LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

113 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

geisterfahrer, mord, rechtsmedizin, raf, münchen

Die Verstummten

Stephanie Fey
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 11.02.2013
ISBN 9783453409798
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Eigentlich wollten Matte und seine Tochter Carina nur schnell seine Frau Silvia abholen als sie nur um Haaresbreite einem Unfall entgehen. Der jugendliche Geisterfahrer wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht und als Carina und ihre Vater den Eltern Bescheid sagen wollen, finden sie die beiden tot im Ehebett. Hat der Sohn etwas mit dem Tod der Eltern zu tun? Matte Kyreleis übernimmt die Ermittlung und Carina steht ihm zur Seite. Doch die Beiden haben auch jede Menge privater Probleme die ihre enge Beziehung fast zu zerstören droht. Und dann verschwindet auch noch ein kleines Mädchen….

Die Verstummten ist der zweite Teil um die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis und ihren Vater Matte. Und genauso wie der erste Teil hat mich auch der Zweite wieder total fasziniert. Als erstes fallen einem die tollen und authentischen Charaktere auf, mit denen man sich sofort identifizieren kann. Sie sind vielleicht nicht alle sympathisch aber sie sind sehr facettenreich und wirken absolut realistisch. Dazu kommt dann noch ein sehr spannender Plot und ein toller Schreibstil, die einen das Buch kaum noch aus der Hand legen lassen.

Was mir besonders gut an der Reihe gefällt ist, dass es nicht nur um die Fälle geht sondern wir auch sehr viel aus dem Privatleben der Ermittler erfahren. In diesem Band lernen wir auch Peter Schuster besser kennen, der in Band eins eine eher kleinere Rolle spielte. Alle Personen haben ihre Stärken und Schwächen und keiner ist vollkommen. Das macht sie auch so herrlich menschlich. Wir lernen sogar eine äußerst sympathische Killerin kennen, mit der man mitfiebert und hofft, dass alles zu einem gute Ende kommt. Die Arbeit der Rechtsmedizinerin wird sehr gut dargestellt ohne Ekel zu erregen. Frau Fey weiß ganz genau was sie dem Leser zumuten kann.

Ich finde es sehr schwer diesem Buch mit einer Rezension gerecht zu werden, denn so fesselnde Bücher sind selten und die Autorin bedient sich einer tollen bildhaften Sprache, die die Geschichte im Kopf entstehen lassen. Ich habe wirklich mitgefiebert und mitgelitten. Sogar geträumt habe ich von dem Buch, so sehr hat mich die Geschichte beschäftigt. Bei der Autorin möchte ich mich noch ganz herzlich für die tolle Leserunde bedanken in der alle unsere Fragen beantwortet wurden und uns Frau Fey mit tollem Hintergrundwissen versorgte. Ich vergebe volle 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung und hoffe, dass wir auf Teil drei nicht allzu lange warten müssen.

Band 1 – Die Gesichtslosen
Band 2 – Die Verstummten

© lord-byron

  (14)
Tags:  

  

 

Das Loch
LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

76 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller, gewalt, wüste, kannibalen, pits

Das Loch

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.09.2012
ISBN 9783453676268
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Für Pamela ändert sich schlagartig das ganze Leben. Eben noch gemütlich im Bett auf ihren Mann wartend und kurz darauf mit einem Psychopathen mitten in der Wüste um ihr Leben kämpfend. Nur mit knapper Not entkommt sie dem ehemaligen Klassenkameraden und wird gerettet. Ihr Retter nimmt sie mit in die winzige, mitten in der Wüste gelegene Ortschaft Pits, mit ihren 6 Einwohnern. Dort wird sie herzliche Willkommen geheißen und kann erst mal das ganze Grauen verarbeiten.

Zur gleichen Zeit fährt der Student Norman zu einer Tankstelle und als er aus dem Shop zurück zu seinem Wagen kommt, sitzt plötzlich ein fremder Typ in seinem Auto. Er stellt sich als Duke vor und bittet Normen ihn doch ein Stück mitzunehmen. Unterwegs gabeln sie auch noch die Anhalterin Boots auf und die beiden Mitfahrer entpuppen sich nach und nach als Psychopathen erster Klasse. Sie ziehen Nomen mit in einen Strudel aus Gewalt und Sex und als sie vor der Polizei fliehen müssen, landen die 3 in Pits. Doch die Bewohner des Wüstenstädtchens sind nicht immer so nett und freundlich wie es den Anschein hat.

"Das Loch" ist ein typischer Laymon und ich habe jede Seite davon genossen. Da der Autor leider schon vor Jahren gestorben ist, bewahre ich seine Bücher für schlechte Zeiten auf und gönne mir nur ab und an einen seiner tollen Romane. Der Autor hat wirklich einen absolut einzigartigen Schreibstil. Ohne Vorgeplänkel ist man mitten im Geschehen. Wenn es auf Seite 3 noch keine Leiche gab, ist es kein Laymon. Aber es gibt nicht nur dumpfe Gewalt sondern auch einen tollen Spannungsbogen der niemals abreißt. Keiner versteht es wie er irre Psychos zu kreieren, oder ganz normale Durchschnittstypen in brutale Gewalttäter zu verwandeln. Doch trotz allem floss in diesem Buch verhältnismäßig wenig Blut, auch wenn man sich das kaum vorstellen kann.

Besonders gefallen hat mir Pamela. Sie hat nie aufgegeben und in Pits eine neue "Familie" gefunden die immer zu ihr hält und sie niemals im Stich lassen würde. Auch Normen wurde sehr gut gezeichnet. Der Student, der noch nie aus der Reihe getanzt ist und plötzlich mit zwei total Irren durch die Gegend fährt. Doch trotz aller Angst und Abscheu findet er sich auch von der Gewalt und dem Sex angezogen. Doch das ist ihm gar nicht wirklich bewusst. Er findet Duke cool und wäre gerne so lässig wie er.

Wie immer bin ich total begeistert und kann keinen einzigen negativen Punkt finden, außer, dass es vielleicht bald keine Bücher des Horrorautoren mehr geben wird. Aber dann werde ich seine Werke eben ein 2. und 3. Mal lesen. Von mir bekommt "Das Loch" 10 von 10 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Lesempfehlung für alle, die die härtere Gangart in Büchern lieben.

© lord-byron

  (15)
Tags:  

  

 

Die Verborgenen
LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

28 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

thriller, gendefekt, unterwelt, düster, mysterythriller

Die Verborgenen

Scott Sigler , Martin Ruf
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 10.12.2012
ISBN 9783453437043
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Bryan Clauser und sein Partner Pookie Chang kommen zu einem Tatort mit einer ziemlich übel zugerichteten Leiche. In der Nähe befinden sich seltsame Symbole und Bryan fällt ein Geruch auf, den anscheinend nur er wahrnehmen kann. Warum bekommen sie, das beste Ermittlerteam , diesen Fall nicht übertragen? Warum werden sie sehr vehement von den Untersuchungen ausgeschlossen? Es geschehen immer mehr Morde die zwei Dinge gemeinsam haben, die seltsamen Symbole und dass den Opfern die Hände fehlen. Dann wird Bryan zu allem Überfluss auch noch krank und bekommt schreckliche Alpträume in denen er Monster sieht, zu denen er sich seltsam verbunden fühlt. Diese Träume leiten ihn immer wieder zu dem neusten Mordfall. Die beiden Cops denken überhaupt nicht dran, die Finger von dem Fall zu lassen. Vor allen Dingen weil Bryan mehr zu wissen scheint, wie er eigentlich dürfte. Aber Pookie kann nicht glauben, dass sein bester Freund hinter den brutalen Morden steckt. Ein paar hohe Tiere scheinen hier irgendetwas vertuschen zu wollen. Nur was? Und dann entdecken sie einen Mann, der scheinbar ohne Probleme von einem 10 Meter hohen Haus springen kann ohne sich zu verletzten. Und sie finden noch etwas. Etwas das eigentlich gar nicht existieren dürfte.

Wie bei allen Büchern von Sott Sigler bin ich auch von seinem neusten Werk wieder absolut fasziniert. Nach einem etwas langsameren Aufbau, in dem die Charaktere eingeführt werden, geht es dann auf einmal so spannend und rasant weiter, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. So schnell wie ich es gerne gehabt hätte, war das Buch aber dann doch nicht gelesen, da sich die Handlung auf 886 Seiten ausbreitet. Und davon war wirklich keine einzige langweilig.

Die Charaktere sind wieder sehr liebevoll gestaltet, mit all ihren Höhen und Tiefen und all ihren Stärken und Schwächen. Der Hauptcharakter ist ganz klar Bryan Clauser, der Polizist der nur schwarz trägt und von seinen Kollegen „Terminator“ genannt wird. Man erfährt seine ganze Gefühlswelt, auch wenn er am Anfang wie aus Stein gemeißelt wirkt. Seine Träume sind sehr beängstigend, sieht er doch wie irgendwelche Kreaturen Morde begehen. Einmal konnte er einen sogar fast verhindern. Und irgendwie fängt er an sich zu verändern. Pookie Chang ist ein ebenso wichtiger Protagonist. Er ist ein witziger Typ, der immer zu seinen Freunden steht und sie nie im Stich lassen würde. Dann gibt es da noch Rex. Ein Junge der bei seiner Tante wohnt und von ihr ständig misshandelt wird. Dazu wird er in der Schule noch gemobbt und von den Mitgliedern einer Gang verprügelt. Er tat mir einfach nur schrecklich leid. Toll fand ich auch Black Mister Burns, der nach einer Schussverletzung nur noch im Büro arbeiten kann, weil er auf der Straße Panikattacken bekommt. Polizeichefin Amy Zou ist auch eine sehr interessante Persönlichkeit. Und Robin, Bryans Exfreundin und ihre Hündin Emma hatte ich sowieso gleich in mein Herz geschlossen. Am Anfang sind es schon einige Namen die auf einen einströmen, aber man merkt sehr schnell, wer wichtig ist und wen man getrost wieder vergessen kann. Irgendwann wusste ich überhaupt nicht mehr, wer denn jetzt die Guten und wer die Bösen waren. Fast bis zum Ende war ich mir nicht sicher, zu wem ich jetzt halten sollte.

Sigler hat in „Die Verborgenen“ ganz geschickt Realität und Fiktion vermischt. In seiner bildhaften Sprache schafft er es spielend im Kopf des Lesers einen Film ablaufen zu lassen. Es gibt nur einen ganz kleinen Kritikpunkt. Sigler hat die Angewohnheit Dinge bis ins aller kleinste Detail zu beschrieben. Dinge, die mich nicht sonderlich interessieren und die ich sowieso nach 5 Minuten wieder vergessen habe. Zum Glück kam das fast nur am Anfang des Buches vor, denn es bremste den Lesefluss erheblich. Doch trotz dieser kleinen Kritik bekommt das Buch von mir 10 von 10 Punkten, denn es war einfach großartig und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung

  (13)
Tags:  

  

 

Irre Seelen
LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

swimmingpool, graham masterton, melodie, leylinien, rezension

Irre Seelen

Graham Masterton
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Festa, 01.12.2012
ISBN 9783865521644
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Jack Reed entdeckt bei einer Fahrt durch Wisconsin mitten im Wald ein altes Gebäude. Er ist sofort begeistert davon, findet auch einen Weg hinein um das große Anwesen zu erkunden. Seine Faszination ist so groß, dass er das Gebäude unbedingt kaufen möchte um es in ein Ferienhotel zu verwandeln. Seine Frau hält ihn für verrückt und möchte ihn nicht in seinem Vorhaben unterstützen. Und auch die Information, dass das Gebäude einmal eine Irrenanstalt für gestörte Schwerstverbrecher war, bringt Jack nicht von seinem Vorhaben ab. Eines Abends kommt er auf die Idee, mit seinem kleinen Sohn Randy und seiner Sekretärin Karen zu dem Anwesen zu fahren. Mit einer Taschenlampe bewaffnet schleichen sie durch das leer stehende Gemäuer. Randy wird müde und so setzt er sich in einem Zimmer auf den Boden während sich Jack und Karen nur noch kurz umschauen möchten. Doch dann ist Randy plötzlich verschwunden. Sie durchsuchen das ganze Anwesen, aber es gibt keine Spur von dem Jungen. Und dann spürt Jack ganz genau: Etwas lebt in diesen Wänden und dieses etwas hat seinen Sohn.

Das war wieder ein Roman so ganz nach meinem Geschmack. Unheimlich, spannend und auch etwas blutig. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil auf jeder Seite etwas passierte und ich völlig in der Geschichte gefangen war. Für einen Horrorroman erfährt man sehr viel von der Hauptperson Jack Reed. Eigentlich besitzt er eine Kette von Autowerkstätten, so dass ich die Reaktion seiner Frau einigermaßen verstehen konnte, als er mit seinem Vorschlag von dem Ferienhotel zu ihr kommt. Sie hält ihn schlichtweg für verrückt und verweigert ihm ihre Unterstützung. So wie Karen beschrieben wird, hätte ich sie eher als Bedienung in einem Diner gesehen, statt als Sekretärin in einer Autowerkstatt. Aber sie unterstützt Jack und spricht ihm Mut zu. Und auch nachdem Randy verschwunden ist, ist es Karen die Jack zur Seite steht.

Wenn sie durch das gespenstische alte Haus laufen und seltsame Geräusche hören, da stellten sich bei mir schon einige Haare auf. Graham Masterton hat einen tollen, bildhaften Schreibstil, der einen Film in meinem Kopf ablaufen lies. Das machte die ganze Sache für mich noch gruseliger. An Blut wird natürlich auch nicht gespart, so dass wirklich alle Horrorfreunde auf ihre Kosten kommen. Dieses Mal habe ich mich dann auch nicht mehr gewundert, warum keiner das Handy zur Hilfe nimmt, denn mittlerweile weiß ich ja, dass der Autor die Bücher schon eine ganze Weile vor der Handyära geschrieben hat.
Ich vergebe für diesen tollen Gruselroman 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung.

Und ein ganz herzliches Dankeschön geht an den Festa-Verlag, der auch Leuten wie mir, die von Graham Masterton noch nichts gelesen hatten, durch eine Neuauflage die Möglichkeit gibt, den tollen Autor kennenzulernen.

  (13)
Tags:  

  

 

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel
LOVELYBOOKS-Statistik

(48)

106 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

krimi, mord, england, chemie, flavia de luce

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783442379507
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich wollte sich Flavia auf dem Jahrmarkt in Bishop's Lacey nur die Zukunft vorhersagen lassen, aber dummer Weise endet es damit, dass das Zelt der Wahrsagerin Fenella abbrennt. Natürlich hat Flavia ein ganz schlechtes Gewissen und darum lädt sie Fenella ein, mit ihrem Zigeunerwagen im Gehölz, das auf dem Grundstück von Buckshaw liegt, zu campieren. Auf dem Weg dort hin wird Fenella beschuldigt, vor Jahren ein Baby gestohlen zu haben. Die Zigeunerin hat starken Husten, so dass Flavia sie ins Bett packt und ihr verspricht, sie später noch einmal zu besuchen. Leider hat Flavia viele andere Dinge im Kopf so dass ihr erst gegen Morgen ihr Versprechen wieder einfällt. Als sie im Stockdunkeln beim Zigeunerwagen ankommt, liegt Fenella in einer großen Blutlache. Nur Flavia ist es zu verdanken, dass der Doktor sie rechtzeitig ins Krankenhaus bringen kann. Doch das ist noch lange nicht alles, denn es geschieht auch noch ein Mord. Flavia beginnt natürlich sofort zu ermitteln.

Vielen Dank an die tolle Leserundentruppe. Ich hatte wieder unendlich viel Spaß mit euch und freue mich schon auf die Fortsetzung.

Flavia wie sie leibt und lebt und wir sie lieben. Was für ein ungewöhnliches 11-jähriges Kind. Nie gerät sie in Panik oder lässt sich einschüchtern. Immer behält sie einen klaren Kopf und versucht alles wissenschaftlich zu erklären. Ich liebe die Bücher von Alan Bradley und hoffe, dass wir in den Genuss noch ganz vieler Flavia-Romane kommen.

Im dritten Band bekommen wir auch wieder tiefe Einblicke in Flavias zu Hause. Wenn ich mir vorstelle, dass das Kind ganz alleine im Ostflügel lebt und sich eigentlich niemand so wirklich um sie kümmert, kann sie einem nur Leid tun. Dann noch die ganzen Gemeinheiten ihrer beiden Schwestern, aber Flavia weiß immer wie sie sich am effektivsten rächen kann. In diesem Buch wird auch endlich der Colonel etwas menschlicher und baut eine zarte Beziehung zu Flavia auf. Das hat mir sehr gut gefallen. Bis zum Ende wusste ich nicht, worauf die Geschichte hinauslaufen soll und war total gespannt, wie sich alles auflöst. Flavias schwarzen Humor liebe ich, sie ist damit total auf meiner Wellenlänge und für ihre chemischen Kenntnisse kann man sie nur beneiden. Doch hin und wieder blitzt auch mal das Kind durch. Zum Beispiel wenn sie mit Gladys unterwegs ist und mit ihr spricht. Das macht sie so menschlich. Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel war wider ein toller Roman, der mir wunderschöne und lustige Lesestunden beschert hat. ich vergebe 5 von 5 Punkten und den Favoritenstatus. Danke Mama, dass du mir diese Bücher empfohlen hast, sonst hätte ich sie wohl nicht gelesen.

  (16)
Tags:  

  

 

Der Kinderpapst
LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

rom, papst, liebe, kinderpapst, macht

Der Kinderpapst

Peter Prange
Fester Einband: 602 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.09.2012
ISBN 9783866122765
Genre: Historische Romane

Rezension:

Teofilo ist verliebt.In das Mädchen, das er einmal heiraten soll. Und genau das ist das Problem, denn als sein Onkel stirbt, wird der damals erst 12-Jährige ungewollt auf den Papstthron gesetzt. Dabei wollte er doch nur seine geliebte Chiara heiraten und mit ihr zusammen Kinder haben. Aber niemand nimmt Rücksicht auf seine Gefühle und Wünsche. Niemand kann verstehen, warum er nicht der mächtigste Mann sein möchte, der Stellvertreter Gottes auf Erden. Und nicht nur das macht Teofilo, der jetzt Papst Benedikt IX genannt wird, zu schaffen. Er ist nur ein Strohmann. Niemand hört auf ihn, seine Vorschläge werden abgeschmettert und er wird von seinen Beratern ausgelacht. Der Kaiser nutzt das aus um einen Pakt mit dem unsicheren jungen Mann einzugehen um seine Wünsche durchzusetzen. Benedikt IX wird zum Spielball der verschiedensten Mächte. So entwickelt er sich immer mehr zu einem unglücklichen Menschen, der viele Fehlentscheidungen trifft, dessen Volk hungern muss, der der Zauberei bezichtigt wird und der die schlimmsten Gräueltaten anordnet. Am Anfang noch keuch und willens das auch zu bleiben, hurt er nach kurzer Zeit herum und verprasst das Geld, das er seinem hungernden Volk abpresst. 3 Mal wurde er abgesetzt aber immer wieder kehrte er zurück auf den Papstthron.
Auch als er die Papstwürde ablegen möchte hat er keine Chance mit seiner geliebten Chiara zusammen zu sein, denn auch sie ist mittlerweile nicht mehr frei. Verheiratet mit einem Mann, der ihr die Sterne vom Himmel holen würde, kann sie doch immer nur von ihrem Teofilo träumen.
Wird es ein Happy End für diese unglücklichen Menschen geben?

Peter Prange hat sich mit seinem Roman "Der Kinderpapst" einer Persönlichkeit angenommen, die fast niemand kennt und über die auch kaum noch Unterlagen vorhanden sind. Und selbst die spärlichen Zeitzeugnisse widersprechen sich häufig. Nicht einmal des Alter Teofilos bei seiner Papstwahl ist sicher. Trotz allem hat der Autor eine spannende Geschichte um Benedikt IX gesponnen, die genauso hätte sein können.

Papst Benedikt ist grausam, sein Volk interessiert ihn nicht, er kümmert sich um gar nichts, gibt seine Macht aus den Händen. Im Buch wird erzählt, warum er so handelt. Man könnte fast Mitleid mit ihm haben, aber wenn man dann an das Volk denkt, das wirklich verhungern muss, weil auch noch eine Seuche das Vieh hin rafft ist es vorbei mit dem Mitgefühl für diesen Menschen. Er jammert und klagt und denkt immer nur an sich. Das ging mir manchmal ganz schön auf die Nerven. Ich denke für das Volk wäre es besser gewesen, wenn er bei einem Attentat das in jungen Jahren an ihm verübt wurde, gestorben wäre. Er ist eine tragische Figur, aber er tut auch nichts dagegen und suhlt sich nur in seinem Selbstmitleid.

Peter Prange ist es jedenfalls gelungen einen äußerst Spannenden und gut unterhaltenden Roman zu schreiben, den ich kaum noch aus der Hand legen konnte. Nur das Ende fand ich nicht so gut, das kam mir sehr konstruiert vor. Aber das ist nur meine Meinung und ich vermute, dass viele Leser glücklich über das Ende sein werden. Besonders gut hat mir gefallen, dass immer wieder darauf eingegangen wird, wie groß die Rolle der Kirche zu dieser Zeit noch war. Die Menschen hatten noch richtig Angst davor in der Hölle oder dem Fegefeuer zu landen, wenn sie nicht nach den Geboten der Kirche leben. Denn es sind die Regel die die Kirche aufgestellt hat, nach denen sich das Volk richten muss. Ich fand das sehr befremdlich und auch erschreckend, welche Macht die Kirchenmänner damals hatten.

"Der Kinderpapst" ist wirklich ein toller historischer Roman der alles hat, was ein gutes Buch braucht. Eine interessante Geschichte, starke Charaktere, viel Spannung und unvorhergesehene Wendungen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Punkten und den Favoritenstatus.

  (18)
Tags:  

  

 

Musik der Finsternis (A tribute to Howard Phillips Lovecraft)
LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Musik der Finsternis (A tribute to Howard Phillips Lovecraft)

Tim Svart
E-Buch Text: 32 Seiten
Erschienen bei SSM, 12.05.2012
ISBN B0082X9DT6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein junger Student findet in einem heruntergekommenen Haus eine kleine Wohnung für wenig Geld. Nacht für Nacht hört er die Frau die über ihm wohnt auf ihrer Violine spielen. So eine Musik hatte er noch nie zuvor gehört. Etwas unheimliches geht davon aus. Dazu kommen noch die lustvollen Schreie und das Stöhnen der Musikerin. Der Vermieter erzählt ihm, die junge Frau die unter dem Dach wohnt, hieße Viola und wäre wunderschön. Der Stundent muss sie unbedingt kennenlernen und ist geblendet von ihrer Schönheit. Aber warum hat sie das Fenster zugehängt und verbietet ihm hinauszuschauen, wo doch der Ausblick einzigartig sein soll? Und wovor hat Viola solche Angst?

Mit "Musik der Finsternis" hat der Autor Tim Svart den ersten Teil seiner Reihe "A tribute to... veröffentlicht. Dieser Text ist Lovecraft gewidmet und basiert auf dessen Geschichte "The musik of Erich Zann" Aber anders als Lovecraft der fast gänzlich auf Dialoge verzichtete ist es dem Autor gelungen, seiner Geschichte Leben einzuhauchen. Er hat einen komplett anderen Schreibstil als zum Beispiel für "Das Schloss" verwendet. Lebte dieses Hauptsächlich von den Aktionen der Protagonisten, gefällt "Musik der Finsternis" hauptsächlich durch die phantastischen Beschreibungen. Ich ging praktisch mit dem Ich-Erzähler über das Kopfsteinpflaster durch die enge Gasse in der das Haus steht und konnte den unebenen Boden unter meinen Füßen spüren. Genauso sah ich das karge Dachzimmer von Viola, mit dem abgedeckten Fenster. Ich konnte sogar den muffigen Geruch riechen, den das alte Haus verströhmt hat und Violas Angst fühlen. Ich finde es unglaublich wie wandelbar Tim Svart ist. Diese Kurzgeschichte bekommt von mir 5 von 5 Punkten und eine absolute Leseempfehlung nicht nur für Lovecraft-Fans.

  (17)
Tags:  

  

 

Das Atmen der Bestie
LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gruselig, krankenhaus, bestie, für erwachsene, indianer

Das Atmen der Bestie

Graham Masterton
E-Buch Text: 183 Seiten
Erschienen bei Festa, 28.09.2012
ISBN B009JJEEEQ
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein herzliches Dankeschön an den Festa-Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

John Hyatt arbeitet beim Gesundheitsamt. Eines Tages kommt Seymour Willis zu ihm ins Büro und erzählt ihm, sein Haus würde atmen und er hätte Angst. John solle doch bitte so nett sein und ihn zu Hause besuchen um sich das Atmen anzuhören. Vielleicht könne er ja etwas dagegen unternehmen. Hyatt hält den alten Mann für einen Spinner, verspricht ihm aber nach der Arbeit bei ihm vorbeizuschauen. Als er seinem Kollegen Dan von dem sonderbaren Gespräch erzählt, bittet dieser ihn doch mitzunehmen, da er großes Interesse an allem Übernatürlichen hat.

Also machen sich die Beiden auf den Weg. Beim Haus angekommen entdecken sie einen schrecklichen Türklopfer, der einem Wolf ähnelt. Willis ist überglücklich, dass er doch noch ernst genommen wurde und bringt die beiden Männer in sein Büro. Kurze Zeit später hören sie tatsächlich ein Atmen und keuchen. John beginnt auf die Wände einzureden, doch je mehr er spricht desto lauter wird das Keuchen. Plötzlich entlädt sich eine Energie und Dan wird durch das Zimmer geschleudert. Und was dann beginnt, ist wohl der schlimmste Alptraum den sich John nur vorstellen kann, denn etwas altes und böses ist erwacht.

"Das Atmen der Bestie" war wieder ein Roman so richtig nach meinem Geschmack. Das Buch war spannend, gruselig und teilweise brutal. Also genau das, was ich lesen wollte. Masterton verschwendet keine Zeit mit ellenlangen Beschreibungen, denn es geht gleich richtig zur Sache. Die Handlung entwickelt sich rasant und es kommt keine Sekunde Langeweile auf. Die Geschichte liest sich schnell und flüssig, die Charaktere sind sympathisch, wenn auch etwas oberflächlich. Aber das stört bei einem Horrorroman überhaupt nicht. Da muss ich absolut nicht wissen, was in den Personen alles vorgeht. Es reicht zu wissen, dass sie verwirrt sind und Angst haben. Besonders gut hat mir gefallen, dass etwas von der indianischen Mythologie in die Geschichte verwebt ist. Was mich am Anfang etwas verwirrt hat war, dass es die Protagonisten sehr eilig hatten, aber nie ein Handy benutzten. Das klärte sich aber auf, als ich sah, dass der Roman schon 1978 in England erschienen ist.

"Das Atmen der Bestie" war mein erster Roman von Graham Masterton und es wird mit Sicherheit nicht der Letzte sein. Im Gegenteil, ich frage mich, warum ich bisher noch nichts von diesem Autor gelesen habe, der in England und Amerika schon seit vielen Jahre Kult ist. Ich vergebe 5 von 5 Punkten und eine absolute Leseempfehlung für alle Freunde des Horrorgenres

  (15)
Tags:  

  

 

DAS SCHLOSS (Psychothriller)
LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

schloss, serienmörder, horror

DAS SCHLOSS (Psychothriller)

Tim Svart
E-Buch Text: 273 Seiten
Erschienen bei null, 30.09.2012
ISBN B009K6K5PK
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Der bekannte Fotograf Jonas hat die perfekte Lokation für sein neues Fotoshooting gefunden. Eine alte Schlossruine. Als er Vanessa kennenlernt, die ihm als Modell dienen soll machen sich die Beiden bei Vollmond auf den Weg zu der Ruine um die perfekten Fotos zu schießen. Aber nicht nur Jonas und Vanessa halten sich in dem unheimlichen Gemäuer auf. Auch Sandy und ihr Freund Ronnie sind dort und dann gibt es da noch die Brüder Kid und Adam, die sich dort auf ihre Weise mit der Einen oder anderen Frau vergnügen wollen. Dass das nicht jeder überleben wird, muss hier wohl nicht extra erwähnt werden.

Dieses Buch ist der Knaller. Hier stimmt einfach alles: es gibt tolle Charaktere, eine spannende Geschichte, einen richtig gut ausgearbeiteten Plot und einen super Schreibstil. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Es fängt schon sehr spannend an als man miterleben muss, wie eine junge Frau entführt wird. Ihre Entführer sind total irre Psychos und das schlimmste ist, dass man es ihnen eigentlich überhaupt nicht anmerkt bis es zu spät ist. Dazu kommt die unheimliche Atmosphäre des Schlosses, die Angst um die Opfer, eine ausreichende Menge Blut und auch eine gute Dosis Sex. Trotzdem finde ich die Geschichte nicht übertrieben brutal oder splattermäßig. Der Autor bewegt sich mit seinen Beschreibungen der Verbrechen immer in einem vertretbaren Rahmen, so dass auch Leser die keinen Magen aus Zement besitzen mit diesem Roman gut bedient sind.

Was mir immer wieder sehr gut gefällt ist, dass es in den meisten Horrorromanen keine seitenlangen Beschreibungen gibt, sondern alles direkt auf den Punkt gebracht wird. So kann überhaupt keine Langeweile beim Leser aufkommen, da er von einem Ereignis zum nächsten geworfen wird. So ist es auch bei „Das Schloss“ das ich als eine Mischung zwischen Horror und Thriller sehe. Und da wir immer abwechselnd mit den verschiedenen Personen konfrontiert werden, bleibt die Spannung auch immer gleich hoch. Gemeiner Weise endet fast jedes Kapitel mit einem ganz fiesen Cliffhanger, so dass man das Buch praktisch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Und als kleines Schmankerl gibt es am Ende des Buches noch die Kurzgeschichte „Entdeckungen“ in der wir erfahren wie das Schloss zum Mittelpunkt dieser Geschichte werden konnte. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und volle 5 von 5 Punkten. Danke Tim, dass du diese Geschichte geschrieben hast. Ich hätte gerne viel mehr davon.

  (17)
Tags:  

  

 

Roadkill (Zombie-Novelle)
LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Roadkill (Zombie-Novelle)

Sönke Hansen
E-Buch Text: 89 Seiten
Erschienen bei null, 15.05.2012
ISBN B0083TT2K4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der arbeitslose Dave ist ein Loser. Den ganzen Tag hängt er in seiner Wohnung ab und hätte er nicht seinen Freund Jesper, der ihn regelmäßig besucht, hätte er wohl gar keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Als Jesper mal wieder zu Besuch ist klingelt es an der Tür. Dave geht nach unten auf die Straße und steht mitten in der Hölle. Die Menschen sind verrückt geworden, fallen übereinander her und zerfleischen sich. Kurz bevor es Dave und Jesper an den Kragen geht werden sie von einem Trupp Soldaten gerettet, die sie mitnehmen. Eine blutige Reise durch Deutschland beginnt, die das ganze Grauen offenbart. Überall lauern Zombies, es gibt kaum noch ein Entrinnen. Und dann entpuppen sich die Soldaten auch noch als Nazis. Gibt es den Militärstützpunkt In Rügen wirklich? Werden die Freunde dort Hilfe bekommen?

Mit Roadkill ist Sönke Hansen ein temporeicher und spannender Roadtrip gelungen der seinesgleichen sucht. Man wird sofort mitten ins Geschehen geworfen und kommt praktisch nicht mehr zum Luft holen, denn es geht Schlag auf Schlag. Dabei ist diese bedrückende und blutige Story auch noch mit einer Priese schwarzem Humor gewürzt, der mir besonders gut gefallen hat. Ab und zu habe ich mich gefragt wer hier die wahren Monster sind: die Zombies oder diese Nazitypen. Ich denke, dass das vom Autor beabsichtigt war. Man sollte sich auf keinen Fall von den wenigen Seiten in die Irre führen lassen, denn diese Geschichte hat alles was eine gute Novelle ausmacht. Bis hin zum, in meinen Augen, absolut geglücktem Ende, das gar nicht anders hätte sein dürfen. Der Schreibstil des Autors ist locker, flockig und leicht und schnell zu lesen. Die Beschreibungen fallen sehr knapp aus, was mir absolut entgegenkommt, denn mit seitenlangen Landschaftsbeschreibungen kann ich bei einem Horrorroman nichts anfangen. Von mir gibt es volle 10 von 10 Punkten und eine absolute Leseempfehlung für alle Horrorfreunde mit stabilem Magen. Ich hoffe, wir bekommen noch viel mehr von diesem Autor zu lesen. Mich würde es jedenfalls freuen.

  (16)
Tags:  

  

 

Die Treppe im See
LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

horror

Die Treppe im See

Ronald Malfi , Michael Preissl , Andreas Schiffmann
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Voodoo Press, 01.03.2012
ISBN 9783902802163
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Der Horrorschriftsteller Travis Glasgow zieht mit seiner Frau Jodie in eine idyllische Kleinstadt in der auch sein älterer Bruder Adam wohnt. Das Haus war für einen Spottpreis zu haben, denn nachdem der Sohn der Dentmans starb, wollten sie es nur noch los haben. Travis hofft hier mitten in der Natur seine Schreibblockade zu überwinden und mit seiner Vergangenheit abzuschließen, denn er fühlt sich verantwortlich für den Tod seines kleinen Bruders, der damals erst 10 Jahre alt war, als er starb. Der See hinter dem Haus scheint ihn magisch anzuziehen. Hat das etwas mit dem Tod des kleinen Elijahs zu tun, der in diesem See ertrank? Seine Leiche wurde nie gefunden. Und auch mit dem Haus stimmt irgendetwas nicht. In der Nacht hört Travis Schritte von nackten Füßen im Haus, die Kellertür geht auf und zu und Stimmen wispern in der Nacht. Bildet Trevis sich das alles ein oder möchte ihm Elijahs Geist etwas mitteilen?

Der Ich-Erzähler Travis erzählt seine Geschichte und lässt uns so an seiner Gedankenwelt und seinen Gefühlen teil haben. Er leidet unglaublich unter dem Tod seines Bruders Kyle und hatte immer wieder Depressionen und auch einen Nervenzusammenbruch. Hier in der Nähe seines älteren Bruders erhofft er sich, sich wieder mit Adam auszusöhnen, mit dem er vor Jahren im Streit auseinanderging. Wir erleben den Einzug von Trevis und Jolie mit, wir hören in der Nacht die Geräusche im Haus, wir fühlen mit ihm die Kälte und sehen die kleinen Fußabdrücke im Keller. Doch trotzdem habe ich mich nicht gegruselt. Das lag wahrscheinlich daran, dass auch Trevis diese Phänomene ziemlich gelassen hingenommen hat. Er schien auch nie wirklich Angst zu haben und so blieb auch ich als Leser sehr gelassen. Das nimmt aber dem Buch keineswegs die Spannung, denn man liest Seite um Seite um endlich zu erfahren was in diesem Haus passiert ist.

Der Schreibstil von Ronald Malfi ist einfach großartig. Er versteht es in einfachen Sätzen die Personen, die Handlung und die Landschaft vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen. Man läuft mit dem Ehepaar Glasgow durch das alte Haus und hört die Holzbohlen knirschen. Das Buch ist wirklich sehr gut gelungen, auch wenn bei mir kein Gänsehautfeeling aufkam. Es punktet mit düsterer Atmosphäre und kommt ganz ohne Literweise Blut und Gedärm aus. Ein absolutes muss für alle Horrorfans. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

  (14)
Tags:  

  

 

BLUTWAHN - Der Schrecken am See
LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

horror, allgäu, zombie, zombies, blut

BLUTWAHN - Der Schrecken am See

André Wegmann
E-Buch Text: 117 Seiten
Erschienen bei null, 02.10.2012
ISBN B009L6A3NS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das frisch verliebte Pärchen Jana und Philipp machen Urlaub in einer Ferienwohnung am Alatsee. Sie möchten hier das zusammenleben proben um sich danach eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Die Fahrt war anstrengend, dennoch schlägt Jana einen kurzen Spaziergang zum mythenumrankten See vor. Die Atmosphäre dort im Wald ist sehr unheimlich und plötzlich ertönt ein schreckliches Lachen aus der Dunkelheit. Die beiden rennen zurück zu ihrer Wohnung und verschließen die Tür. War da nicht eben noch jemand am Fenster? Innerhalb einer Nacht wird sich das Leben von Jana und Philipp grundlegend ändern.

Ganz herzlich möchte ich mich bei Herrn Wegmann für das eBook bedanken, das er mir kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Nachdem ich von André Wegmann schon Kutná Hora Kreaturen des Zorn gelesen hatte und davon so richtig begeistert war, freute ich mich jetzt schrecklich auf die Lektüre seines neuen Horrorromans. Und der Autor hat mich nicht enttäuscht. Wie ich es gerne mag, gibt es jede Menge Blut, Kampf, brutale Szenen und ein wenig Sex. Mit knappen Worten beschreibt Herr Wegmann das Grauen einer Nacht. Keine langweiligen Landschaftsbeschreibungen oder Seitenlange Dialoge stören die Spannung. Hier geht es Schlag auf Schlag. Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass hier mal die Frau diejenige ist, die sich nicht unterkriegen lässt und kämpft bis zum letzten Atemzug. Kein kleines Dummchen, das zu doof ist ihre Handtasche zu öffnen ;o) Manches hätte ich mir sogar etwas ausführlicher gewünscht, z.b. die Geheimnisse um die es geht. Aber trotz der Kürze wird alles aufgelöst und es bleiben keine Fragen übrig.

Weiter so Herr Wegmann. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch und vergebe für Blutwahn 9 von 10 Punkten.

  (18)
Tags:  

  

 

Dornentöchter
LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

124 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 59 Rezensionen

tasmanien, mord, australien, familie, cottage

Dornentöchter

Josephine Pennicott , Julia Walther
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei List, 01.09.2012
ISBN 9783471350867
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Ein ganz großes Dankeschön an Amazon für dieses tolle Rezensionsexemplar, das nicht nur durch das wunderschöne Cover, sondern auch durch seine wundervolle Geschichte besticht.

Sadie hatte es in letzter Zeit nicht einfach. Erst die Trennung von ihrem Mann Jack und dann noch der Tod ihrer geliebten Mutter Marguerite. Um sich von diesen Tierfschlägen zu erholen, zieht die Schriftstellerin und Journalistin mit ihrer Tochter Betty nach Tasmanien in das kleine Fischerdorf Pencubitt. Dort steht Marguerites Elternhaus , das Poet´s Cottage, das nun Sadie gehört.

Über Generationen hinweg haben schon immer Dichter und Schriftsteller in dem wunderschönen Haus an der Küste gelebt und Sadie fühlt sich sofort willkommen in den alten Räumen, die immer noch die Geschichte ihrer Großmutter Pearl erzählen, die im Keller des Hauses auf brutalste Art getötet wurde. Sadie möchte Pearls Geschichte aufschreiben und hofft, ihre Tante Tomasina, die im Gartenhaus lebt, könne ihr Dinge aus dem Leben der schillernden Kinderbuchautorin erzählen.

Außerdem hofft Sadie, dass sich ihre Tochter von ihrer Magersucht erholt, wenn sie auf eine andere Schule geht und nicht mehr gemobbt wird. Doch dann fühlen sich die beiden Frauen plötzlich beobachtet. Dinge liegen nicht mehr da, wo sie sie hingelegt haben und aus dem Keller dringen Geräusche und ein schrecklicher Gestank. Will jemand verhindern, dass Sadie ständig in der Vergangenheit gräbt um mehr über den Mord an ihrer Großmutter herauszubekommen?

Dornentöchter ist eins der schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Geschichte spielt in 2 Zeiten. Einmal bekommen wir Sadies Geschichte im Hier und Jetzt erzählt und dann werden wir in das Jahr 1935/36 entführt um am schillernden Leben von Pearl teilzuhaben. Pearl war ein Freigeist, der nichts auf Konventionen gab. Die Tat was ihre gefiel und auf niemanden Rücksicht nahm. Nicht einmal auf Ehemann und Kinder. Die Leute im Dorf hassten die junge Schriftstellerin, die hemmungslos mit jedem Mann flirtete.

Die Autorin hat es geschafft mich so in die Geschichte zu verflechten, dass ich am Liebsten nicht mehr aus ihr aufgetaucht wäre. Mit jeder Seite die ich gelesen hatte fühlte ich mich mehr mit den Figuren des Buches verbunden, die alle wunderbar gezeichnet sind. Sie haben eine unglaubliche Tiefe, vor allem Pearl mit ihrem schrecklichen Charakter. Durch den Wechsel der Zeiten blieb das Buch für mich konstant spannend.

Die Landschaftsbeschreibungen des kleinen Dörfchens, die so sehr an ein Dorf im englischen Cornwall erinnern, erweckten in mir den Wunsch meine Koffer zu packen und in diese wundervolle Gegend zu ziehen, in der man zu jeder Zeit des Tages das Rauschen des Meeres hören kann. Die Intrigen und Gemeinheiten des Romans hielten mich gefangen und ich war wirklich richtig traurig, als ich auf der letzten Seite angelangt war. Das war ein Buch, wie für mich geschrieben und es bekommt von mir 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung.

  (18)
Tags:  

  

 

Hypnose
LOVELYBOOKS-Statistik

(93)

164 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 69 Rezensionen

hypnose, thriller, mord, sina beerwald, deutschland

Hypnose

Sina Beerwald
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.08.2012
ISBN 9783453436367
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Vielen herzlichen Dank an Sina Beerwald und den Heyne-Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar.

Nach der Totgeburt ihres Sohnes Jonas zieht sich Inka ganz in ihr Schneckenhaus zurück. Sie hat keine Freude mehr am Leben und kann nicht verstehen, warum sie sich so gut wie gar nicht an die Geburt und die darauf folgenden Tage erinnern kann. Hat sie alles verdrängt um ihr Leben einigermaßen weiterleben zu können? Sie beschließt eine Hypnosetherapie zu machen und die scheint wirklich ein wenig zu helfen. Nach einem halben Jahr lädt sie endlich wieder ihre Freunde zu sich ein. Doch der Tag endet tragisch. Ihre Freundin Annabel tötet ihren Freund Jannis, kurz nachdem die beiden wieder zu Hause sind. Inka kann nicht glauben, dass ihre beste Freundin zu so etwas in der Lage ist. Hat sie die Tat unter Hypnose begangen? Das wäre die einzige mögliche Erklärung für Inka, da Annabel sich auch einer Hypnosetherapie unterzogen hatte. Sie fängt an nachzuforschen und plötzlich ist nichts mehr so wie es sein sollte. Und was ist plötzlich mit ihrem Mann Peter los? Warum ist er ständig unerreichbar?

"Hypnose" ist Sina Beerwalds erster Psychothriller, aber das merkt man überhaupt nicht. Die Story fängt spannend an und der Spannungsbogen hält sich durchgehend bis zum Schluss. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und war ganz gefangen in der Handlung. Das Thema Hypnose ist ja den meisten Menschen nicht ganz geheuer und die Autorin hat es geschafft, dieses ungute Gefühl noch zu vertiefen. Die Charaktere sind größtenteils sehr gut gezeichnet. Manche sind sehr sympathisch, anderen würde man am Liebsten den Hals umdrehen. Inka kann einem nur leid tun. Der Verlust ihres Babys macht ihr so schwer zu schaffen, dass sie keine Freude mehr am Leben hat. Ich als Mutter kann das sehr gut verstehen, wie die meisten Frauen, denn das eigene Kind zu verlieren ist für mich das schlimmste, das passieren könnte. Ihr Mann Peter möchte nicht über den Verlust sprechen, ihre Freundin hat sich zurückgezogen und so steht sie ziemlich alleine mit ihrem Schmerz da. Von der Hypnose verspricht sie sich sehr viel. Aber gleichzeitig hat sie auch ein unangenehmes Gefühl. Tut sie das Richtige? Und dann, gerade als es ihr ein wenig besser geht, passiert dieser Mord. Begangen von ihrer besten Freundin. Das Buch hat mich stellenweise richtig erschüttert. Ich konnte mich sehr gut in Inka hineinversetzen und die Handlung zog wie ein Film an mir vorbei. Nun warte ich ganz gespannt auf den nächsten Thriller der Autorin und hoffe, dass der mich genauso fesseln kann.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung.

  (16)
Tags:  

  

 

Wer Wind sät
LOVELYBOOKS-Statistik

(99)

186 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

krimi, taunus, mord, windpark, bodenstein

Wer Wind sät

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.06.2012
ISBN 9783548284675
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Das Ermittlerteam wird zu der Firma WindPro gerufen. Über das Wochenende hat der Nachtwächter der Firma tot in dem Bürogebäude gelegen. Da es allem Anschein nach Mord war, fangen die beiden Polizisten an zu ermitteln. Kurze Zeit später gibt es wieder eine Leiche. Der Bauer Hirtreiter und sein Hund wurden erschossen. Haben seine Kinder etwas damit zu tun? Denn Hirtreiter hatte sich geweigert eine seiner Wiesen zu verkaufen, für die ihm die Firma WindPro 3 Millionen Euro zahlen wollte. Seine 2 Söhne und die Tochter sind außer sich, als sie davon erfahren, denn sie bräuchten das Geld dringend. Oder hat der Mord etwas mit der Bürgerinitiative und den geplanten Bau eines Windparks mitten im Taunus zu tun? Wie steckt Theissen dahinter, der Chef der WindPro und was hat die Bürgerinitiative damit zu tun?

Wie üblich bei Nele Neuhaus gibt es wieder jede Menge Verdächtiger. Da sind nicht nur Theissen und seine Mitarbeiter, sondern auch noch Jannis und Ricky, die für die Bürgerinitiative tätig sind, genauso wie Bodensteins Vater. Und wie passt Nika in dieses Spiel, die bei dem Pärchen lebt und in Rickys Tierladen mitarbeitet? Was hat Bodensteins Vater mit der Sache zu tun? War doch der Erschossene sein bester Freund. Die beiden Ermittler kommen keinen Schritt weiter. Da ist es auch nicht besonders Hilfreich, dass sich Oliver von Bodenstein in eine der Verdächtigen verliebt.

In dieser Folge wird Bodensteins Lack ziemlich angekratzt. Statt Pia bei den Ermittlungen zu helfen, hat er nur noch diese Frau im Kopf. Das macht ihn irgendwie noch menschlicher, auch wenn ich mir den souveränen Oliver zurück gewünscht hatte. Auch Pia ist einige male ungerecht und fährt auch mal aus der Haut. Insgesamt hat mir das Team wieder sehr gut gefallen. Außerdem bekommt das K11 einen neuen Mitarbeiter, der sehr sympathisch rüber kommt.

Die Rückblenden die Frau Neuhaus immer wieder zwischen die Kapitel geschoben hat hielten die Spannung konstant hoch. Das Thema fand ich sehr interessant, ist doch die Klimaerwärmung in aller Munde. Was, wenn das alles nur eine Lüge wäre? Außerdem hat der neue Kollege frischen Wind ins Team gebracht. Für mich war das bisher der Beste Fall für das Team um Bodenstein und Kirchhoff, den ich wie schon die Teile zuvor, wieder in einer sehr netten und lustigen Leserunde gelesen habe. Ich bedanke mich ganz herzlich bei meinen Mitleserinnen für die tolle Zeit. Gespannt warten wir jetzt auf den 6. Teil, den wir auch wieder gemeinsam lesen werden. Wir können es kaum noch erwarten. Danke Frau Neuhaus für diese tolle Reihe. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

  (17)
Tags:  

  

 

The Hunter. Staffel 01
LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

vampir, alex, jägerin, vampire, medina

The Hunter. Staffel 01

Katja Piel
E-Buch Text
Erschienen bei dotbooks GmbH, 18.09.2012
ISBN B009FWIJ0M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein herzliches Danke schön an Katja Piel, dass sie so eine tolle Reihe geschrieben hat, an dotbooks.de, die die eBooks zur Verfügung gestellt haben und an LovelyBooks, für das organisieren der Leserunde.

Medina hatte es nicht leicht in ihrem bisherigen Leben. Mit Acht Jahren musste sie mit ansehen, wie ihre geliebte Grandma und ihr älterer Bruder Ross getötet wurden. Danach kam sie von einem Pflegeheim ins nächste, wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie herumgereicht. Dort musste sie schreckliche Dinge über sich ergehen lassen. 12 Jahre später lässt Medina niemanden mehr an sich heran. Ist innerlich wie tot und dabei sieht sie so toll aus, dass jeder Mann sich nach ihr umdreht. Zu dieser Zeit möchte sie mehr über den Tod ihrer einzigen Verwandten erfahren. Sie überredet das Weichei Alex, den sie erst kurz zuvor kennen gelernt hatte, mit ihr nach San Bernardino zu fahren. Dort erfährt sie, dass ihre Grandma eine Jägerin des Übernatürlichen war und tritt in ihre Fußstapfen. Gemeinsam mit Alex tritt sie den Kampf gegen Vampire, Werwölfe, Hexen und andere Monster an.

Das erste das mir beim Lesen aufgefallen ist war, wie cool Medina doch ist. Äußerlich wirkt sie kaltherzig und abweisend, mit ihrer Schnodderschnauze, die sagt, was ihr gerade in den Sinn kommt. Aber man merkt, dass sie sich doch nach einer Schulter zum Anlehnen sehnt, gerne mal in den Arm genommen werden möchte, aber das gesteht sie sich selbst nicht ein. Ihrer Meinung nach ist alles was sie von einem Mann braucht Sex und sonst nichts. Da sind mit dem Weichei Alex allerlei Probleme vorprogrammiert, denn der dackelt ihr hinterher wie ein junger Hund.

Die sechs Episoden in dem Sammelband waren leider viel zu schnell gelesen und ich kann es kaum erwarten, bis die Reihe fortgesetzt wird. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und schnell zu lesen. Ganz ohne Schörkel und unnötigen Beschreibungen. Ab und an hätte ich mir schon manche Szene etwas ausführlicher gewünscht, aber da es sich um Kurzgeschichten handelt, musste Frau Piel alles überflüssige weglassen und sich kurz fassen. Dennoch hat sie wunderbare und einzigartige Charaktere erschaffen über die ich noch viel mehr erfahren möchte. Die taffe Medina ist mir schrecklich sympathisch und hat mich ständig schmunzen lassen. Sie hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und steht immer wieder ihren Mann. Ihre Fälle sind spannend und der Plot gut ausgearbeitet, Die verschiedenen Episoden fügen sich zu einem tollen Gesamtbild zusammen.

Alex verändert sich im Laufe der Geschichte durch unvorhergesehene Ereignisse. Die verrate ich aber hier nicht, da müsst ihr die Reihe schon selbst lesen. Und dann gibt es da noch Ross über den ich aber auch nichts erzählen werde. Ich kann euch nur empfehlen, diese Reihe selbst zu lesen, denn ich habe mich köstlich amüsiert. Deshalb vergebe ich auch volle 5 von 5 Punkten.

Außerdem bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei Katja Piel dafür, dass sie alle unsere Fragen während der Leserunde beantwortet hat und auch so einiges aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Es hat sehr viel Spaß gemacht gemacht und ich werde jede Folge lesen, die jetzt noch erscheint.

  (17)
Tags:  

  

 

Die Bestien
LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

horror, seelen, menschenjagd, thriller, psychothriller

Die Bestien

Brett McBean
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 19.08.2011
ISBN 9783865521323
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Ein ganz großes Dankeschön an den Festa-Verlag der mir dieses tolle Reziexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Nachdem Jim Clayton aus dem Gefängnis entlassen wurde, will er nur noch seine Freiheit genießen und keinen Ärger mehr bekommen. So macht er sich mit seinem Motorrad auf den Weg wohin die Straße ihn führt. Er möchte einen Zwischenstopp in Atlanta einlegen, denn er ist schrecklich müde, doch irgendwo muss er wohl falsch abgebogen sein, denn plötzlich steht er in dem kleinen Städtchen Billings Georgia mit gerade mal 1156 Einwohnern. Er macht sich auf die Suche nach einem Motel und kehrt in der einzigen Kneipe ein um nach einem Schlafplatz zu suchen. Freundlich wird er nicht gerade begrüßt und der Barmann gibt ihm den Tipp so schnell wie möglich weiter zufahren. Das will er auch tun, aber da hört er die Schreie eines Mädchens. Er stürmt in den Hinterhof uns sieht wie ein bulliger Kerl auf ein etwa 13jähriges Mädchen einschlägt. Er haut dem Typen eins über, was gar keine gute Idee war, denn er hat sich mit einem Polizisten angelegt. Jim wird gefangen genommen und zu einer Hütte gebracht, denn in Billings werden Gesetzesbrecher anders bestraft. Am Nächsten Tag bekommt er 10 Minuten Vorsprung und dann wird er durch die Berge gejagt. Und die Männer schießen scharf.

Das ist aber nur ein Teil dieser tollen Geschichte. Der 2. Teil dreht sich um Craig Becker und wird ziemlich mystisch, denn der hat eine Seele zu verkaufen.

"Die Bestien" hat mich total gefesselt und war so ganz anders als das erste Buch "Das Motel" das ich von Brett McBean gelesen habe. Hier kommt der Autor mit sehr wenig Sex aus, was ich richtig erfrischend fand. Aber es geht ziemlich brutal zu und genau das hatte ich von dem Buch auch erwartet. Beim Lesen flogen die Seiten gerade so an mir vorbei und ich fühlte mich einfach klasse unterhalten. Man erfährt von den Bewohnern der Stadt Billings, die aus Langeweile und Geltungssucht Jagden auf Menschen organisieren und wilde Partys in einer einsamen Hütte im Wald feiern, bei der so einiges an Blut fließt. Und dann ist da noch Craig, zu dem werde ich aber nichts erzählen. Das müsst ihr schon selbst lesen. Die Figuren des Buches fand ich allesamt klasse. Selbst die widerlichen Typen waren sehr gut ausgearbeitet und von ihrem Handeln überzeugt. Wer auf Blut und Splatter steht, wird dieses Buch lieben. Alle Anderen sollten die Finger davon lassen. Ich vergebe 5 von 5 Punkten für dieses spannende Buch.

  (17)
Tags:  

  

 
77 Ergebnisse